Die Niederlande – Fahrradland Nummer eins?

Fahrradfahren ist für viele ein Hobby oder eine günstige, gesunde und umweltfreundliche Methode, um von einem Ort zu einem anderen zu kommen. Auch im Urlaub nutzen immer mehr dieses Fortbewegungsmittel, um möglichst viel von der Landschaft oder der entsprechenden Stadt zu sehen. Doch lässt sich eigentlich herausfinden, welches Land sich am besten für einen Urlaub mit Rad eignet oder Fahrradfahrern im Allgemeinen das Leben erleichtert?

Fahrradfreundliche Urlaubsländer

Der 1983 gegründete Europäische Radfahrer-Verband, kurz ECF, hat es sich zum Ziel gesetzt, das Radfahren in Europa zu fördern. Dieser hat insgesamt fünf Kriterien aufgestellt, die ein Land als besonders fahrradfreundlich kennzeichnen: Fahrradnutzung (täglicher Gebrauch des Rads als Transportmittel), Sicherheit, Fahrradtourismus (Anzahl der Fahrradtouren im Land durch Touristen), Mitglieder in einem Fahrradverband und Größe des Marktes (verkaufte Fahrräder pro Jahr). Beim „ECF Cycling Barometer“, einer 2015 durchgeführten Untersuchung für EU-Länder, kam heraus, dass Luxemburg und Malta am meisten Sicherheit für Fahrradfahrer bieten. Genutzt wird das Rad hingegen am häufigsten in den Niederlanden. Der Fahrradtourismus ist in Finnland am stärksten, jedoch findet der größte Absatz dieses Fortbewegungsmittels in Slowenien statt. In Dänemark sind allerdings die meisten Menschen Mitglied in einem Fahrradverband. Die Gesamtauswertung hat schließlich ergeben, dass Dänemark, die Niederlande und Schweden die drei fahrradfreundlichsten Länder sind.

Fietsen in den Niederlanden

Es sind trotzdem die Niederlande, die am ehesten mit dem Fahrradfahren (Niederländisch: Fietsen) in Verbindung gebracht werden und sich sicherlich durch noch mehr als die vom ECF festgelegten Kriterien als Fahrradland auszeichnen. So gibt es zum Beispiel sehr gut ausgebaute Fahrradwege. Radfahrer können die Niederlande auf insgesamt über 30.000 Kilometer langen beschilderten Fahrradrouten erkunden. Hinzu kommt, dass Fahrradfahren in einem flachen Land – wie den Niederlanden – auch ohne große Anstrengung möglich ist. Interessant ist ebenfalls, dass in den Niederlanden etwa 22 Millionen Fahrräder existieren – und das bei nur ca. 17,1 Millionen Einwohnern.

Typisch Niederlande: Fahrräder an jeder Ecke (Foto: S. Holitzner)

Fahrradstadt Amsterdam

Insbesondere Amsterdam ist wohl DIE Fahrradstadt der Niederlande. Allein dort gibt es rund 800.000 Fahrräder. Die Stadt verfügt über 400 Kilometer Fahrradwege. Aufgrund der Bauweise und den vielen engen Straßen und Grachten kommt man in der Innenstadt nur schlecht mit dem Auto voran. Wer nicht mit dem Boot fährt oder zu Fuß geht, nimmt da am besten das Fahrrad. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass 40% der gesamten Fortbewegung in dieser Stadt auf dem Rad erfolgt. Fahrräder haben daher in der Stadt so gut wie immer Vorrang, was gerade bei Touristen, die zu Fuß unterwegs sind, immer wieder für Verwirrung sorgt oder sogar zu kleineren Zusammenstößen führt. Seit Juni 2016 hat Amsterdam – als erste Stadt der Welt – sogar einen Fahrradbürgermeister bzw. eine Fahrradbürgermeisterin. Aktuell übt Anna Luten dieses Amt ehrenamtlich aus. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Als „Stimme der Fahrradfahrer im Rathaus“ ist es die Aufgabe der Fahrradbürgermeisterin, sich bei der Gemeinde dafür einzusetzen, das Fahrradfahren in Amsterdam zu verbessern und international dafür zu werben.

Fahrradparkhäuser lösen das Problem

Ungewöhnliches Parkhaus: Die „Fietsflat“ in Amsterdam (Foto: S. Holitzner)

Wer viel mit dem Rad unterwegs ist, braucht auch einen geeigneten Abstellplatz. Bei der großen Anzahl an Fahrrädern mangelt es aber oft an sicheren Möglichkeiten. Die Niederländer haben dafür die perfekte Lösung gefunden: Fahrradparkhäuser. In Amsterdam gibt es beispielsweise die sogenannte „Fietsflat“ (zu Deutsch: Fahrradwohnung), die 2001 eröffnet wurde. Diese befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Amsterdam Centraal, dem Hauptbahnhof der Stadt. Die drei Stockwerke des überirdischen Parkhauses bieten Platz für 2.500 Fahrräder. In der Nähe des Hinterausgangs des Bahnhofes ist der Fahrradparkplatz „Fietspont“ gelegen. Dort können rund 400 Fahrräder auf einem alten Schiff abgestellt werden.

Das größte Fahrradparkhaus der Welt

In Utrecht entsteht derzeit – nach einem Entwurf von Ector Hoogstad Architecten – das größte Fahrradparkhaus der Welt. Bereits im Juli 2014 wurde mit dem Bau begonnen. Am 7. August 2017 wurde ein Teil der neuen, überwachten Fahrradtiefgarage bereits eröffnet. Sie befindet sich an der Jaarbeurskant bei der Centraal Station, dem Hauptbahnhof von Utrecht. Momentan können Pendler und Besucher dort rund 6.000 Fahrräder unterstellen. Bis Ende 2017 sollen dort 7.500 Fahrräder Platz finden. Über eine App und Schilder in der Stadt bekommen Nutzer freie Stellplätze angezeigt. Um zu diesen zu gelangen, ist es sogar erlaubt, in der Tiefgarage Fahrrad zu fahren. Kosten für die Unterstellung fallen erst nach einem Tag an. Die Plätze sind nummeriert und farblich markiert. Pro Platz können zwei Fahrräder abgestellt werden: eins stehend und eins darüber hängend. Ende 2018 – nach Fertigstellung des Bauprojekts – soll das Fahrradparkhaus auf drei Stockwerken Platz für ca. 12.500 „Fietsen“ bieten.

Mit dem Fahrrad zum Hit

Die Liebe zum Fahrradfahren geht in den Niederlanden sogar soweit, dass ganze Lieder diesem Thema gewidmet werden. So handelt zum Beispiel der Song „Bagagedrager“ (zu Deutsch: Gepäckträger) der niederländischen Rapper Gers Pardoel und Sef davon, dass ein männlicher Protagonist gemeinsam mit seiner Traumfrau auf seinem neuen Fahrrad die Gegend erkundet und überlegt, wohin er zusammen mit ihr fahren kann. Dabei wird das Fahrrad als einzig wahres Fortbewegungsmittel, mit dem Frauen beeindruckt werden können, angepriesen. Das Lied wurde 2011 veröffentlicht und entwickelte sich zu einem großen Hit in den Niederlanden und Belgien. So erreichte der Song Platz zwei der niederländischen und Platz drei der belgischen Singlecharts.

Musik aus den Niederlanden – The Common Linnets und Dotan

Flandern und die Niederlande waren in diesem Jahr gemeinsamer Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Doch nicht nur die Literatur aus den Niederlanden wird hierzulande immer beliebter, sondern auch die Musik. Grund genug, einen genaueren Blick auf eine niederländische Band und auf einen niederländischen Sänger zu werfen, die auch das deutsche Publikum mit ihrer Musik begeistern.

Der „Eurovision Song Contest“ als Sprungbrett

Ganz in ihrem Element: Ilse DeLange und JB Meijers von der Band The Common Linnets (Foto: S. Holitzner)

Ganz in ihrem Element: Ilse DeLange und JB Meijers von der Band The Common Linnets (Foto: S. Holitzner)

Seit ihrer Teilnahme im Mai 2014 für Niederlande am „Eurovision Song Contest“ – kurz ESC genannt – kennen viele in Deutschland die Band The Common Linnets. Beim ESC erreichten sie mit ihrem Song „Calm After The Storm“ den zweiten Platz. Die Single schaffte es bis auf den dritten Platz der deutschen Charts und wurde im September 2015 zudem mit Platin ausgezeichnet. Auch ihr im Mai 2014 veröffentlichtes Debütalbum „The Common Linnets“ war hierzulande äußerst erfolgreich. Die im Herbst 2015 erschienene zweite Platte „II“ konnte an diesen Erfolg anknüpfen. Auf „II“ ist die musikalische Weiterentwicklung von The Common Linnets deutlich zu hören. Großartige Songtexte und beeindruckende Instrumentierungen zeichnen das Album aus. Einen weiteren Hit hatten The Common Linnets Ende letzten Jahres zusammen mit der Band The BossHoss: Gemeinsam nahmen sie eine neue und musikalisch überzeugende Version des Dolly Parton-Klassikers „Jolene“ auf. Im November 2016 sind The Common Linnets wieder live auf großer Deutschlandtour zu erleben.

„Home“ auch in Deutschland

Sänger Dotan war in den Niederlanden schon erfolgreich, bevor er in Deutschland mit seiner Musik ebenfalls auf begeisterte Resonanz stieß.

Mit Spaß dabei: Sänger Dotan (Foto: S. Holitzner)

Mit Spaß dabei: Sänger Dotan (Foto: S. Holitzner)

Seine Platte „7 Layers“ ist in seiner Heimat bereits Dotans zweite Albumveröffent-lichung und erschien dort Anfang 2014. Hier musste man bis Mai 2015 auf das Werk warten. Zuvor brachte Dotan seine Singleauskopplung „Home“ heraus, die es unter anderem in die Top-Ten-Liste der deutschen iTunes-Charts geschafft hat. Ende letzten Jahres konnte der Sänger das Publikum auch live auf seiner Deutschlandtour überzeugen.

The Common Linnets und Dotan sind nur zwei Beispiele dafür, dass es in den Niederlanden großartige Künstler gibt, die auch international mit ihrer Musik begeistern können. Da bleibt nur zu hoffen, dass es weitere niederländische Musiker schaffen, sich in der Musiklandschaft Deutschlands zu etablieren.

Freiheit auf Solopfaden – Benjamin Boyce im Interview

Benjamin Boyce war in den 1990er Jahren Mitglied der niederländisch-englischen Boygroup Caught in the Act, die sich 1998 trennte. Wie Face2Face berichtete, feierten Caught in the Act an Silvester 2015 ihren Neubeginn, allerdings ohne Benjamin. Er widmet sich ganz seinen Soloprojekten und ist erfolgreich auf seiner „One man, one mission“-Tour unterwegs. Am Freitag, den 30. September, hat Benjamin, der sich mittlerweile in Köln zuhause fühlt, nun endlich seine neue Single „I‘m free“ veröffentlicht. Diese thematisiert seine Vergangenheit, für die er dankbar ist. Aber sie handelt auch davon, dass die Dinge sich weiterentwickeln müssen sowie seinem heutigen Gefühl von Freiheit.

Face2Face: Wie würdest du deine neue Single vom Klang her beschreiben?

Benjamin: Das finde ich ehrlich gesagt sehr schwer zu beschreiben. Eine Mischung aus Pop und House, würde ich sagen. Es gefällt mir. Der Produzent hat gut auf meinen Text gehört und hat die passenden Elemente reingebracht, damit der Song auch wirklich frei und offen klingt. Das höre ich darin. Ein echt schönes Gefühl.

Gut gelaunt: Sänger Benjamin Boyce (Foto: S. Holitzner)

Gut gelaunt: Sänger Benjamin Boyce (Foto: S. Holitzner)

Face2Face: Warum ist „I‘m free“ deiner Meinung nach hörenswert?

Benjamin: Für den einen wegen des Textes, für den anderen vielleicht wegen der schönen Melodie. Aber ich hoffe natürlich am meisten, dass es jedem rundum gefällt und dass andere einfach die Gefühle, die ich dabei habe, auch haben. Vor allem das Gefühl von Freiheit.

Face2Face: Ist bald auch ein neues Album von dir geplant?

Benjamin: Ich hoffe, dass ein neues Album kommen wird. Das ist ein bisschen abhängig davon, wie das jetzt mit der neuen Single weitergeht. Aber wir haben es auf jeden Fall vor.

Face2Face: An welchem Ort würdest du gerne noch einmal auftreten?

Benjamin: Ich finde es immer ganz toll, in Berlin aufzutreten. Berlin verbinde ich immer mit einem sehr schönen Gefühl, denn in Berlin hat der Erfolg damals mit Caught in the Act angefangen. Da haben wir auch „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ gedreht, kurz bevor wir zum ersten Mal ganz groß in den Charts rausgekommen sind. Das Erfolgsgefühl ist immer in Berlin. Aber ich freue mich natürlich auch immer sehr in Köln aufzutreten, weil das jetzt meine Heimatstadt ist.

Mehr Informationen zu Benjamin Boyce gibt es auf seiner Facebook-Seite und seiner Homepage.

Azing Moltmaker – fasziniert von den Beatles

Was haben Mottenkugeln mit den Beatles zu tun? Azing Moltmaker weiß es. Er hat in Alkmaar in den Niederlanden ein ganzes Museum rund um die Beatles gegründet (wir berichteten letzten Monat). Er ist aber nicht nur der Inhaber des Museums, sondern publiziert auch regelmäßig Bücher über die Beatles. Wir haben mit ihm über seine persönlichen Highlights im Beatles-Museum und seine Bücher gesprochen.

Face2Face: Warum sind Sie so begeistert von den Beatles?

Moltmaker: Weil mich vor allem ihre Musik fasziniert. Es ist eine Band, die nur Hits hatte und sich doch immer verändert hat. Jede Platte war anders und hatte trotzdem dieselbe hohe Qualität. Es ist das Gesamtbild der Beatles-Geschichte, das so interessant ist.

Face2Face: Wie kamen Sie auf die Idee, ein Beatles-Museum zu gründen?

Moltmaker: Ich habe erst mit einem eigenen Fanclub begonnen, weil ich von einem anderen Fanclub abgewiesen wurde. Weil der Fanclub allein nicht genug Geld einbrachte, um Magazine drucken zu lassen, habe ich 1979 mit einem kleinen Beatles-Laden angefangen. Am 6. Juni 1981 begann ich dann mit einem Beatles-Museum.

Außergewöhnlich: Azing Moltmaker und die „Butcher-Cover“ im Beatles-Museum in Alkmaar (Foto: Beatles-Museum Alkmaar/Niederlande)

Außergewöhnlich: Azing Moltmaker und die „Butcher-Cover“ im Beatles-Museum in Alkmaar (Foto: Beatles-Museum Alkmaar/Niederlande)

Face2Face: Was ist Ihr persönliches Lieblingsstück im Beatles-Museum und warum?

Moltmaker: Ich besitze tausende Objekte. Mehr als 2.500 LPs, 2.000 Singles, 1.000 Beatles-Bücher, 500 Stunden an Bildaufnahmen, 3.500 CDs und 100 Vitrinen voll mit Merchandising. Aber es gibt eine sehr außergewöhnliche Plattenhülle, die sehr viel Geld wert ist. Davon habe ich fünf Stück. Sie ist bekannt unter dem Namen „Butcher-Cover“.

Seltenheit: Azing Moltmaker und die Gitarre von George Harrison aus den 1950er Jahren im Beatles-Museum in Alkmaar (Foto: Beatles-Museum Alkmaar/Niederlande)

Seltenheit: Azing Moltmaker und die Gitarre von George Harrison aus den 1950er Jahren im Beatles-Museum in Alkmaar (Foto: Beatles-Museum Alkmaar/Niederlande)

Face2Face: Was ist das seltenste Stück im Beatles-Museum?

Moltmaker: Das sind die Gitarren und die Kleidungsstücke, die ich von den Beatles bekommen habe. Außerdem die Goldenen Schallplatten, Platin-Schallplatten sowie Plattenverträge.

Face2Face: Was ist das kurioseste Stück in der Sammlung?

Moltmaker: Zweifellos sind das die Beatles-Mottenkugeln. Das ist echt das absurdeste Beatles-Produkt, das ich je gesehen habe.

Kurios: Mottenkugeln, auf deren Verpackung die Köpfe der Beatles aufgedruckt sind (Foto: Beatles-Museum Alkmaar/Niederlande)

Kurios: Mottenkugeln, auf deren Verpackung die Köpfe der Beatles aufgedruckt sind (Foto: Beatles-Museum Alkmaar/Niederlande)

Face2Face: Haben Sie mal einen der Beatles persönlich getroffen?

Moltmaker: Ja, in den 1980ern habe ich Paul McCartney bei einem TV-Programm getroffen. Er hat damals auch eine Platte für mich signiert.

Face2Face: Sie schreiben regelmäßig Bücher über die Beatles. Wie kam es dazu und was für Bücher sind das genau?

Moltmaker: Ich habe 68 Bücher geschrieben. Einige im Auftrag für Verlage, aber die meisten habe ich selbst bei meinem eigenen Verlag herausgebracht. Die Fanclub-Magazine hatten eine begrenzte Seitenanzahl und weil ich die Geschichten gut schreiben wollte, brauchte ich mehr Seiten und daher waren Bücher der logische Schritt. Ich schreibe Discographien, Themenbücher und Nachschlagwerke über die Beatles. Momentan arbeite ich an drei neuen Büchern, die Ende des Jahres erscheinen sollen.

Mehr Infos zum Beatles-Museum in Alkmaar findet ihr HIER.

Die Beatles auf 1.200 m²

Durch Songs wie „Yesterday“ und „Here comes the sun“ sind die Beatles heutzutage jedem bekannt. In Alkmaar in den Niederlanden wurde John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr ein ganzes Museum gewidmet. Dabei handelt es sich um die weltweit größte ausgestellte Beatles-Privatsammlung. Museumseigentümer Azing Moltmaker trug die zu bewundernden Stücke zusammen.

Beeindruckend: Viele Schallplatten und -hüllen der Beatles im Beatles-Museum (Foto: S. Holitzner)

Beeindruckend: Viele Schallplatten und -hüllen der Beatles im Beatles-Museum (Foto: S. Holitzner)

Von einer kleinen Sammlung zu einem großen Museum

Zu seinem 15. Geburtstag am 28. Juli 1973 bekam Moltmaker seinen ersten Plattenspieler, für den er unter anderem die Single „Michelle/Girl“ von den Beatles kaufte. Weitere Singles und vor allem die verschiedenen Schallplattenhüllen inspirierten ihn dazu, eine eigene Sammlung zu beginnen. Im Juni 1981 eröffnete er im niederländischen Dorf Krommenie ein 10 m² großes Beatles-Museum. 35 Jahre später bekommen die Besucher nun auf 1.200 m² Ausstellungsfläche in Alkmaar detaillierte Einblicke in das Leben und Werk der Beatles.

Alles, was das Beatles-Sammlerherz begehrt

Auf den Spuren der Beatles: Face2Face-Autorin Sabrina Holitzner beim Überqueren des Zebrastreifens an der nachgebildeten Abbey Road (Foto: M. Holitzner)

Auf den Spuren der Beatles: Face2Face-Autorin Sabrina Holitzner beim Überqueren des Zebrastreifens an der nachgebildeten Abbey Road (Foto: M. Holitzner)

Neben Fotos und Informationen zu den Beatles gibt es im Museum auch Tonaufnahmen, die man sich anhören kann. Das Cover zu ihrer LP „Abbey Road“ ist wohl ihr bekanntestes und zeigt die Beatles beim Überqueren des Zebrastreifens an der gleichnamigen Straße. Im Museum hat man die Gelegenheit, Fotos vor einer Nachbildung der Abbey Road zu machen. Zudem befinden sich dort zahlreiche Singles, LPs, Goldene Schallplatten sowie Schallplattenhüllen aus verschiedenen Ländern. Auch den Original-Plattenvertrag, den die Beatles 1967 unterschrieben haben, kann man dort sehen. Viel kurioser sind aber Dinge wie Beatles-Comics, Kleider mit Beatles-Aufdrucken, Beatles-Geschirr oder ein Teeservice. Auch Beatles-Plüschpuppen, Plattenspieler, Kissen, Briefmarken, Flipflops und Haarspray mit Beatles-Motiven gehören zur Sammlung.

Kurios: Teeservice und Serviette von den Beatles im Beatles-Museum in Alkmaar (Foto: S. Holitzner)

Kurios: Teeservice und Serviette von den Beatles im Beatles-Museum in Alkmaar (Foto: S. Holitzner)

Ein Besuch im Beatles-Museum

Wer sich für die Geschichte oder die Musik der Beatles begeistern kann, sollte unbedingt mal einen Blick in dieses Museum werfen. Sobald ihr es betreten habt, kommt ihr aus dem Staunen nicht mehr heraus, denn allein die Ansammlung so vieler verschiedener Beatles-Gegenstände fasziniert. Das Beatles-Museum befindet sich in der Pettemerstraat 12A in Alkmaar und ist dienstags bis samstags von 11 bis 16.30 Uhr sowie sonntags von 12 bis 16.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 4,50 Euro pro Person. Mehr Infos findet ihr HIER.

12 points go to – der Eurovision Song Contest 2016

Am 14. Mai 2016 fand der 61. Eurovision Song Contest, kurz ESC, in der schwedischen Hauptstadt Stockholm statt. Im letzten Jahr siegte der Sänger Måns Zelmerlöw aus Schweden mit seinem Song „Heroes“ und sorgte dadurch für die diesjährige Ausstragung des ESC in seinem Heimatland. Zusammen mit der Komikerin Petra Mede moderierte er den Musikwettbewerb, an dem in diesem Jahr 26 Länder teilnahmen.

Neues Punktesystem

Ein neues Punktesystem, bei dem die Punkte von Fachjury und Publikum der 42 stimmberechtigten Länder erstmals getrennt vergeben worden sind, sorgte für einige Überraschungen am Abend und machte den ESC spannend bis zum Schluss. Zuerst wurden die Punkte der Fachjurys der jeweiligen Länder verkündet. Danach hätte die Sängerin Dami Im aus Australien mit ihrem Song „Sound of silence“ den ESC gewonnen.

Gutaussehender Sänger: Amir aus Frankreich (Foto: Anna Velikova (EBU))

Gutaussehender Sänger: Amir aus Frankreich (Foto: Anna Velikova (EBU))

Platz zwei und drei wären nach Juryabstimmung an Sängerin Jamala aus der Ukraine und den sympathischen Sänger Amir mit seinem französisch-englischen Gute-Laune-Hit J’ai cherché” aus Frankreich gegangen. Der polnische Sänger Michał Szpak bekam für seinen Song „Colour of your life“ von der Jury lediglich sieben Punkte, was den vorletzten Platz bedeutet hätte.

Zuschauer teilten Jurymeinung nicht

Doch das Zuschauervoting kippte das Ergebnis. Das führte dazu, dass Michał Szpak vom Publikum 222 Punkte erhielt und mit einem guten achten Platz äußerst zufrieden sein konnte. Damir Im aus Australien hatte sich zu früh gefreut. Durch das Zuschauervoting stieß die Ukrainerin Jamala sie mit insgesamt 534 Punkten vom ersten auf den zweiten Platz und siegte mit ihrem Song „1944“ beim diesjährigen ESC.

Grund zur Freude: Jamala aus der Ukraine gewinnt den diesjährigen Eurovision Song Contest (Foto: Andres Putting (EBU))

Grund zur Freude: Jamala aus der Ukraine gewinnt den diesjährigen Eurovision Song Contest (Foto: Andres Putting (EBU))

Der Song hatte bereits im Vorfeld des ESC aufgrund seines Inhalts für Kritik gesorgt, denn er handelt von der Geschichte von Jamalas Uroma, die unter Stalin von der Krim vertrieben wurde. Auch nach dem Sieg gab es Kritik an der dadurch entstandenen Politisierung des ESC. Wäre es nach dem Publikum gegangen, hätte der Russe Sergey Lazarev den Wettbewerb gewonnen. Er konnte nicht nur gesanglich mit „You are the only one“, sondern auch mit seiner spektakulären Show, bei der die Videoanimationen im Hintergrund perfekt auf seine Performance abgestimmt waren, überzeugen. Da ihn die Jury jedoch nicht ganz so weit vorne sah, schaffte er es mit insgesamt 491 Punkten nur auf den dritten Platz.

Bewegungen auf die Videoleinwand abgestimmt: Sergey Lazarev aus Russland bei seinem Auftritt beim diesjährigen Eurovision Song Contest (Foto: Andres Putting (EBU))

Bewegungen auf die Videoleinwand abgestimmt: Sergey Lazarev aus Russland bei seinem Auftritt beim diesjährigen Eurovision Song Contest (Foto: Andres Putting (EBU))

Viele Höhepunkte und Jamie-Lee als Schlusslicht

Zu den Höhepunkten gehörten auch der Schwede Frans mit seinem Liebeslied „If I were sorry“ (Platz fünf) und der Niederländer Douwe Bob, der in seinem Song „Slow down“ dazu aufruft, im stressigen Alltag öfter mal innezuhalten, was er bei seiner Darbietung sowohl durch eine zehnsekündige Pause als auch durch eine rückwärtsgehende Uhr im Bühnenbild verdeutlichte (Platz elf). Jamie-Lee Kriewitz konnte mit ihrem Song „Ghost“ und ihrem Manga-Look weder Jury noch Publikum begeistern und belegte mit nur elf Punkten den letzten Platz.

Der diesjährige Eurovision Song Contest überzeugte durch viele tolle Songs und Auftritte sowie auffallend viele hübsche Sänger, die den ESC auch optisch zu einem Highlight machten.

Vorschau: Nächste Woche lest ihr hier mehr über Miles Davis.

Musik ist wie Atmen – Eloy de Jong im Interview

Eloy de Jong wurde 1973 in Den Haag in den Niederlanden geboren und war in den 1990er Jahren Mitglied der niederländisch-englischen Boygroup Caught in the Act, die sich 1998 trennte. Nachdem er in den letzten Jahren verschiedene Soloauftritte in Deutschland hatte, will er dieses Jahr wieder mit seinen zwei ehemaligen Bandkollegen Lee Collin Baxter und Bastiaan Ragas auf Tour gehen. Auf der Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin haben Caught in the Act 2015 ihr Comeback gefeiert.

Unverwechselbares Lächeln: Eloy de Jong (Foto: Linda Zwerus Photography)

Unverwechselbares Lächeln: Eloy de Jong (Foto: Linda Zwerus Photography)

Face2Face: Wie kamst du zur Musik?

Eloy: Ich habe eigentlich immer Musik geliebt. Musik ist wie Atmen. Ich habe meine Karriere aber eigentlich mit Tanzen begonnen und war holländischer Jugend-meister im Standardtanz. Nach dem Tanzen habe ich auch die Liebe zum Singen entdeckt und dann bin ich in die Gruppe gekommen.

Face2Face: Welche Musik hörst du am liebsten?

Eloy: Ich war zum Beispiel vor einer Weile in Kanada beim Konzert von Fleetwood Mac. Das ist eine Gruppe aus den 1960er/1970er Jahren, aber die haben schöne Songs gemacht. Vor ein paar Jahren war ich auf einem Konzert von Nena in Deutschland. Außerdem liebe ich Tracy Chapman. Von den neueren Sachen höre ich zum Beispiel gerne Mika und Adele. Ich finde das Lied „What do you mean?“ von Justin Bieber auch gut.

Face2Face: Mit wem würdest du gerne mal ein Duett singen?

Eloy: Vielleicht in Deutschland mit Nena. Sie ist ein Kultstar von früher.

Face2Face: Was war dein schönstes musikalisches Erlebnis bisher?

Eloy: Es gibt viele, gerade wenn ich an die Caught in the Act-Zeit zurückdenke. Als unsere Songs zum ersten Mal im Radio gespielt wurden, war das so ein tolles Gefühl. Und dann als wir unseren ersten Hit hatten. Das war ganz wichtig für uns.

Face2Face: Wenn du an die Zeit mit Caught in the Act in den 1990ern zurückdenkst: Was war positiv und was war negativ?

Eloy: Was super toll war, war die Unterstützung von unseren Fans, der Erfolg und dass wir so viele Länder bereisen konnten. Was vielleicht nicht so gut war, war, dass wir niemals zu Hause sein und keine Privatsphäre haben konnten. Es war vielleicht auch schwierig, so berühmt zu sein, weil man natürlich ganz jung ist, wenn so etwas anfängt und sich das eigene Leben stark von dem anderer unterscheidet. Gleichzeitig bin ich aber auch superfroh, dass wir das erlebt haben. Wenn ich jetzt so zurückgucke, denke ich immer: „Wow, wir haben das zusammen geschafft.“ Das ist ein ganz tolles Gefühl.

Vorschau: Den zweiten Teil des Interviews mit Eloy de Jong lest ihr nächsten Samstag.

Caught in the Act – wieder vereint nach 17 Jahren

An Silvester 2015 ist für viele ein Traum in Erfüllung gegangen. Caught in the Act, eine der beliebtesten Boygroups der 1990er Jahre, feierten nach 17 Jahren ihr Comeback auf der Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin und präsentierten einen ihrer größten Hits in Neuauflage: „Love is everywhere 2.0“. Allerdings traten Lee Collin Baxter, Eloy de Jong und Bastiaan Ragas nur zu dritt auf. Benjamin Boyce ist nicht mehr dabei, da er sich auf seine Soloprojekte konzentrieren möchte.

Erfolge in den 1990ern

Die niederländisch-englische Boygroup war 1992 gegründet worden und wurde 1994 in Deutschland durch einen Gastauftritt in der Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bekannt. Mit Hits wie „Love is everywhere“, „Don´t walk away“ und „Baby come back“ waren Caught in the Act in den 1990er Jahren regelmäßig in den deutschen Charts vertreten. Insgesamt verkauften sie über 20 Millionen Platten, für die sie mehrfach Gold und Platin bekamen. Im August 1998 trennte sich die Gruppe.

Wieder vereint: Eloy de Jong, Lee Collin Baxter und Bastiaan Ragas (Foto: Michael Kremer)

Wieder vereint: Eloy de Jong, Lee Collin Baxter und Bastiaan Ragas (Foto: Michael Kremer)

Langes Warten auf eine Wiedervereinigung

Im April 2015 hatten sich alle vier Bandmitglieder in Amsterdam das erste Mal nach der Trennung wiedergesehen. Ein weiteres gemeinsames Treffen fand im August 2015 in Köln statt. Über eine Reunion der Boygroup wurde in dieser Zeit immer wieder spekuliert, bis sie schließlich Mitte Dezember 2015 endlich bekannt gegeben wurde. Lee Collin Baxter, der im letzten Jahr einige Solokonzerte in Deutschland gegeben hat, teilte zu seinen Plänen für 2016 mit: „My priority is Caught in the Act.“

Große Pläne für 2016

Der Auftritt von Caught in the Act auf der Silvesterparty in Berlin war erst der Anfang. Für dieses Jahr ist eine gemeinsame Tour unter dem Namen „The Hit Party 2016“ geplant. Auf der Tour will die Boygroup neben eigenen Hits auch erfolgreiche Songs von anderen Künstlern performen.

Mehr Infos gibt es auf der Facebookseite von Caught in the Act.

Vorschau: Nächsten Samstag berichtet Yasmin über die Grammys 2016.

Weihnachtsstimmung garantiert – Die schönsten Songs zum Fest

Hell erleuchtet: Der geschmückte Weihnachtsbaum zum Fest (Foto: S.Holitzner)

Hell erleuchtet: Der geschmückte Weihnachtsbaum zum Fest (Foto: S.Holitzner)

Weihnachten steht vor der Tür. Der Weihnachtsbaum ist ganz festlich geschmückt, das jährliche Weihnachtsessen ist schon geplant und die Plätzchen sind gebacken. Was jetzt noch fehlt, ist die passende Musik. Die folgende Auswahl bringt euch garantiert in Weihnachtsstimmung.

Weihnachtliche Gefühle

Coldplay sind vor allem durch Hits wie „Clocks“, „Viva la Vida“ und „Magic“ bekannt. Mit „Christmas Lights“ hat die britische Band bewiesen, dass sie auch den perfekten Sound für Weihnachten liefern kann. Der gefühlvolle Song ist im Dezember 2010 erschienen und handelt von einer vergangenen Liebe und der Hoffnung, dass beim Anblick der schönen Weihnachtsbeleuchtung alle Sorgen bald der Vergangenheit angehören.

Gerockt wird auch an Weihnachten

Ein wunderschöner Weihnachtssong, der ebenfalls 2010 veröffentlicht wurde, ist „Shake up christmas“ von der US-amerikanischen Rockband Train. Bekannt wurde das Lied durch die Weihnachtskampagne von Coca Cola. Im Song geht es darum, während der Weihnachtszeit Freude und Liebe zu verbreiten. „Shake up christmas“ macht definitiv Lust auf Weihnachten.

Kerzenlicht

Noch ganz neu ist „A candle at christmas“ von Lee Collin Baxter. In diesem emotionalen Song ruft Baxter dazu auf, an Weihnachten eine Kerze für geliebte Menschen, die verstorben sind, anzuzünden und an sie zu denken. „A candle at christmas“ ist auf Baxters gleichnamigen Weihnachtsalbum zu finden, das Anfang Dezember 2015 auf den Markt gekommen ist.

Mit zwei Niederländern durch Weihnachten

Eine der erfolgreichsten Bands in den Niederlanden ist Nick & Simon. 2013 haben sie ihr Album „Christmas with Nick & Simon“ mit dreizehn weihnachtlichen Songs veröffentlicht. Abgesehen von zwei niederländischen Titeln, beinhaltet die CD ansonsten nur englischsprachige Lieder, die einen auf Weihnachten einstimmen. Besonders schön und ein weihnachtlicher Ohrwurm ist „Best time of the year“.

Festliche Stimmung: Goldene und rote glitzernde Weihnachtskugeln (Foto: S. Holitzner)

Festliche Stimmung: Goldene und rote glitzernde Weihnachtskugeln (Foto: S. Holitzner)

Ein außergewöhnliches Duett

Ebenfalls aus den Niederlanden stammt Sängerin Caro Emerald. 2011 brachte sie ein besonderes Weihnachtslied heraus. Dabei handelt es sich um den Song „You´re all I want for christmas“, der im Original 1963 von Brook Benton gesungen wurde. Benton verstarb allerdings 1988. Emerald hat den Song 2011 gesampelt, sodass Bentons Stimme aufgrund der modernen Technik gemeinsam mit ihr auf der neuen Version von „You´re all I want for christmas“ zu hören ist.

Mit diesen weihnachtlichen Klängen im Ohr wünscht euch Face2Face ein frohes Fest!

Vorschau: Nächsten Samstag gibt es einen Artikel über Janet Jacksons Welttournee 2016 zu lesen.

Musik für jede Lebenslage, Teil 5

Mein erstes Album:

Wer wie ich in den 90ern aufgewachsen ist, kam an einem Phänomen nicht vorbei: den Boygroups. Eine hatte es mir ganz besonders angetan: Caught in the Act. So dauerte es nicht lange, bis Mitte der 90er meine erste CD in mein Regal wanderte. Dabei handelte es sich um „Caught in the Act of Love“. Noch heute höre ich diese und all die anderen Alben, die Caught in the Act im Laufe der Jahre veröffentlicht haben, immer noch gerne, um mich auf eine musikalische Zeitreise zurück in meine Kindheit zu begeben.

Bestes Album national:

Viele kennen Tom Beck aus der Serie „Alarm für Cobra 11“ oder aus Kinofilmen wie „Vaterfreuden“ und „Alles ist Liebe“. Beck ist aber nicht nur ein guter Schauspieler, sondern ein ebenso hervorragender Sänger. Nach zwei englischsprachigen Alben hat er im Februar diesen Jahres seine erste Platte komplett auf Deutsch veröffentlicht. Die nennt sich „So wie es ist“ und zeichnet sich durch großartige Songtexte aus. Auf Deutsch gelingt es Beck noch viel besser als auf Englisch über Themen wie Liebe, Freundschaft und die Beziehung zwischen Vater und Sohn zu singen. Man nimmt ihm jede einzelne Songzeile ab. „So wie es ist“ ist äußert authentisch und damit für mich das beste deutsche Album.

Ein Album, das in jede CD-Sammlung gehört – ganz klar:

Das Album „Yes!“ von Jason Mraz. Es ist sein fünftes Album und steckt voller positiver Energie. Die 14 Songs darauf sind sehr gefühlvoll und berühren den Hörer daher besonders. Was das Album zudem auszeichnet sind die durchweg akustischen Songs. Egal ob man eher Balladen wie „It´s so hard to say goodbye to yesterday“ oder schnellere Songs wie „Everywhere“ bevorzugt – auf „Yes!“ findet wohl jeder einen Lieblingssong, denn dieses Album ist rundum gelungen.

Bestes Album international:

Das meiner Meinung nach beste internationale Album ist „Herinneringen: Het beste van Nick & Simon“. Dabei handelt es sich um das 2014 erschienene Best-Of-Album der niederländischen Band Nick en Simon. Auf zwei CDs sind ihre 20 größten Hits, die von Fans bestimmt worden sind, sowie vier neue Tracks und einige Live-Aufnahmen ihres Konzerts „Sterker in GelreDome“ zu finden. Nick en Simon machen hervorragende niederländische Popmusik und daher ist auf dieser Platte durch die große Songauswahl für jeden etwas dabei, der mit Musik auf Niederländisch etwas anfangen kann.

Bestes Geschenk:

Das beste CD-Geschenk habe ich vor zwei Jahren von meinem Kumpel Chris zum Geburtstag bekommen: Das Album „We’re Not the Ones We Thought We Were“ von der Alin Coen Band. Chris hatte die Band zuvor live erlebt und war total begeistert von der Musik. Daher wählte er besagte CD als Geschenk für mich aus. Eine super Entscheidung, die er da getroffen hat, denn das Album gehört seitdem zu meinen liebsten.

Eine CD, die ich selbst verschenken würde, ist das gleichnamige Album der Band The Common Linnets. In Deutschland wurde die Band im letzten Jahr vor allem durch den Eurovision Song Contest (ESC) bekannt, als sie für die Niederlande Platz zwei erreichte. Natürlich darf auf dem Album daher auch der ESC-Hit „Calm after the storm“ nicht fehlen. Darüber hinaus überzeugt das Country-Pop-Album der Common Linnets sowohl durch mitreißende Songs wie „Lovers & Liars“ als auch durch emotionale, tief gehende Balladen wie „Love goes on“.

Optimales Album für den Sommer:

Gute-Laune-Musik für den Sommer: Das Album  „Almost Hits“ von Jamaram (Foto: „Jamaram“)

Gute-Laune-Musik für den Sommer: Das Album „Almost Hits“ von Jamaram (Foto: „Jamaram“)

Absolute Gute-Laune-Garantie bietet „Almost Hits“. Dabei handelt es sich um das Best-Of-Album der achtköpfigen Band Jamaram aus München, das im Frühjahr 2014 auf den Markt gekommen ist. Best-Of: Das soll in diesem Fall heißen, dass die Band selbst ihre Favoriten aus 14 Jahren Bandgeschichte ausgewählt hat. Nebst bekannten Songs haben es auch zwei neue Tracks, „La Mala“ und „Somewhere“, sowie vier Live-Versionen auf die Platte geschafft. Manche der Songs versetzen einen in Partystimmung, andere wiederum eignen sich bestens zum Chillen. Daher ist „Almost Hits“ optimal geeignet für den Sommer.

Musikalischer Geheimtipp:

Noch recht unbekannt in Deutschland und damit ein musikalischer Geheimtipp ist der US-amerikanische Sänger Tyrone Wells. Erstmals gesehen habe ich ihn beim Konzert von Nick Howard in Frankfurt letztes Jahr im Oktober. Dort hat er als Support-Act gespielt und mich von Anfang an mitgerissen. Von seinen Alben sind insbesondere „Where We Meet“ und „This Love“ zu empfehlen.