Ankündigung: Das neue Face2Face Magazin kommt

Diesen Beitrag zu beginnen, ist gar nicht so leicht. Er bedeutet ein Ende und einen Anfang. Als Tatjana mir vor Jahren im Café EO der Universität Mannheim die Idee eines gemeinsamen Online-Magazins vorgestellt hat, hätte ich nicht gedacht, dass wir so weit kommen. Wir haben andere zum Schreiben gewonnen, sind versierter geworden, haben uns ausgetestet und unser Konzept immer weiterentwickelt. Es gab immer kleine Probleme, die jeder kennt mit einem eigenen Magazin oder Blog im Internet: Reichweite, Finanzierung, Ausfälle. Bis heute schreiben wir auf Face2Face ehrenamtlich. Damit wir unabhängig bleiben können, niemandem nach dem Mund schreiben müssen und unser eigener Stil nicht verloren geht.

Was endet?
face2face-logo

Face2Face: Wir haben euch nicht vergessen. (Grafik: Face2Face)

Mit diesem Artikel geht viele zu Ende, aber dieser Punkt wird weiterbestehen: Wir bleiben unabhängig, eigenständig, frisch. Allerdings haben uns die letzten Wochen gezeigt, dass es so nicht weitergehen kann, wie bisher. Wir haben uns verändert, ihr habt euch verändert. Das Internet ist schnelllebig. Die Themen, die euch interessieren, Formate, die euch ansprechen, generell die Art, wie Bloggen und das Führen eines Online-Magazins heute funktionieren. Darum ist es hier momentan so still. Veränderungen beginnen in der Tiefe, im Geheimen. Face2Face wird sich verändern. Natürlich bleiben euch auch unsere alten Beiträge erhalten. Ihr findet sie im Archiv und bei den jeweiligen Autoren.

Was ist neu?

Fast abgeschlossen: Unsere Umbauarbeiten am Konzept (Foto: geralt / pixabay.de)

Wir haben uns verkleinert, aber gefestigt. Schon im Juni sind wir wieder für euch da. Mit neuem Design, neuer Aufstellung, neuen Ideen. Unsere alten Kategorien verschwinden. Auch unser Format wird sich verändern. Weil es thematisch naheliegt und besser zu uns passt, werden wir ab Juni als Lifestyle-Magazin auftreten. Jeden Monat behandeln wir in vier Beiträgen ein gemeinsames Thema. Ab jetzt gibt es also wöchentlich einen tollen Artikel, auf den ihr euch freuen könnt. Und damit ihr wisst, was ihr bei uns findet, haben wir uns neue Kategorien überlegt. Mal wird es kritisch, mal starten wir den Selbstversuch, haben Interviews für euch und mehr. Im Juni legen wir mit dem Thema „Vegan“ neu los. Freut euch unter anderem auf den Selbstversuch eines leidenschaftlichen Fleischessers und veganes Bullshit Bingo.

Wozu?

Wir bleiben wir: unabhängig, vielfältig, einzigartig. (Foto: Freepht / pixabay.de)

Face2Face sollte von Anfang an ein Format sein, das für euch schreibt und anders ist, als andere Magazine. Nicht nur unabhängig, sondern auch in der Lage, Themen aufzugreifen, die andere übersehen oder meiden. Das neue Konzept erlaubt es uns, intensiver zu arbeiten, verschiedene Richtungen aufzuzeigen und wirklich ‚mehr‘ zu sein. Für uns bedeutet das, dass wir enger zusammenarbeiten, durchdachter, intensiver. Für euch heißt es, dass ihr mehr bekommt. Mehrere Sichtweisen, mehrere Ansätze, mehr Artikel zu einem Thema. Wir freuen uns über Rückmeldungen, über Verbesserungsvorschläge und Themenideen, zu denen ihr gerne mehr lesen würdet. Wir schreiben noch immer für euch. Face2Face.

Castingshows: Deutschland vs. Großbritannien

Zur Primetime hat man im Fernsehen die Qual der Wahl im großen Angebot der verschiedenen Sender. Immer öfter stößt man dabei auf Castingshows. Der Zuschauer bekommt dort Unterhaltung geboten, die ihn magisch zu fesseln scheint. Ob diese aus talentfreien oder vielversprechenden Auftritten besteht, ist im ersten Moment nicht wirklich wichtig. Doch im Laufe der Zeit ändert sich diese Einstellung, die Zuschauer scheinen langsam an der großen Präsenz von Castingshows zu ermüden.

Stellt man die Casting- und Talent- Shows in Deutschland und Großbritannien einander gegenüber, sieht man im Großen und Ganzen ein einheitliches Prinzip. Die Sendungen sind gleich aufgebaut: Es gibt immer mehrere Jurymitglieder, die selbst Profis sind und bereits das erreicht haben, wovon die Kandidaten noch träumen. Gerade im Musik-Bereich scheinen sich die Macher der Castingshows einig zu sein, dass nicht nur ein Gesangstalent gesucht wird, sondern auch eine Persönlichkeit, die eine Geschichte mitbringt, mit der sich der Zuschauer identifizieren kann.

Wichtig für ein erfolgreiches Format ist in beiden Ländern die Sympathie der Zuschauer mit den Teilnehmern. Dazu zählt einerseits die bereits genannte Identifizierung mit dem Kandidaten, andererseits aber auch Personen, die die Gemüter spalten. So ist das eigentliche Casting ein wichtiger Bestandteil des Wettbewerbs, da hier nicht nur die guten Sänger gezeigt werden, sondern auch Kandidaten, die nicht mit einer ansprechenden Gesangsstimme gesegnet wurden. Der Zuschauer amüsiert sich über die Situation und fühlt sich überlegen – und schaltet in der Woche darauf wieder ein, weil er mehr davon sehen will.

In dieser Hinsicht sind also beide Länder gleich eingestellt. Doch geht es um den eigentlichen Erfolg des Formats und auch der Teilnehmer erkennt man große Unterschiede. Castingshows haben eine lange Tradition im Fernsehen. Und die erfolgreichsten halten sich auch lange. Gerade das Format „The X Factor“, das von dem Briten Simon Cowell 2004 ins Leben gerufen wurde, ist in Großbritannien ein Erfolgsschlager. Jahr für Jahr schaut immer wieder ein Millionenpublikum zu. Doch wie bei allen Castingshows nagt auch an diesem Format der Zahn der Zeit. Die Zuschauerzahlen sinken. Auch wenn es im letzten Jahr mehr als neun Millionen Menschen interessiert hat, wer den „X-Faktor“, also den „Star-Faktor“ hat, sind es rund fünf Millionen weniger als noch im Jahr 2010.

Bleibt man bei dem Beispiel „X Factor“ und schaut nach Deutschland, sieht man keine erfolgreiche Castingshow. Im Gegenteil. Nach drei Staffeln gibt es keine Pläne für eine Fortsetzung der Show, die anfangs noch sehr vielversprechend war. Weitere Castingsendungen haben ein ähnliches Schicksal, denn selbst der Dauerbrenner „Deutschland Sucht Den Superstar“ (DSDS) muss mit dem Verlust von Quoten kämpfen.

Letztendlich gibt es auch deutliche Unterschiede bei dem Erfolg der Künstler. Während in Deutschland der Gewinner der ersten Staffel von „DSDS“, Alexander Klaws, zunächst als Sänger und später als Schauspieler und Musical-Darsteller Erfolge feierte, wurde es bei den „Popstars“-Gewinnern „NoAngels“ nach einem gelungenen Karrierestart ruhig um die Gruppe. Vielleicht lag dies aber auch an der misslungenen Teilnahme beim Eurovision Song Contest 2008, der ein erfolgreiches Comeback verhinderte. Andere Gewinner der vielen Castingshows, die es im deutschen Fernsehen gibt, sind bis heute eher unbekannt. Zwar gab es ein oder zwei, die zunächst eine erfolgreiche Karriere vor sich hatten, doch um sie ist es mittlerweile auch wieder still geworden.

Einst gefeierte Girlgroup: Von den fünf NoAngels sind nur noch Jessica Wahls, Sandy Mölling und Lucy Diakovska (von links) dabei gewesen. (Foto: Robert Maschke)

Einst gefeierte Girlgroup: Von den fünf NoAngels sind nur noch Jessica Wahls, Sandy Mölling und Lucy Diakovska (von links) dabei. (© Robert Maschke)

Anders sieht das in Großbritannien aus. Sieger und auch Teilnehmer, die es nicht bis in die finalen Runden geschafft haben, konnten sich in Großbritannien in den Charts platzieren und haben teilweise auch den Sprung nach Amerika geschafft. Beispiele dafür gibt es genug. Von Leona Lewis, die die dritte Staffel von „The X Factor“ gewonnen hat, bis zu One Direction, die es noch nicht mal in das Finale ihrer Castingshow geschafft hatten und nun umschwärmte Teeniestars sind.

Wie man es dreht und wendet: Castingshows geben den Teilnehmern und auch den Zuschauern Hoffnung. Aber letztendlich sind die Teilnehmer nur so lange aktuell, wie die Castingshow im Fernsehen läuft. Danach ist es ein Kampf der Kandidaten im Haifischbecken der Musikindustrie und um einen Platz in den Gedächtnissen der Menschen. Denn mal ehrlich, wer erinnert sich heute noch an die Siegerin der zweiten Staffel von „DSDS“, Elli Erl?

Vorschau: Nächste Woche stellt Euch Sebastian die Band Rakede vor.

Preview Juli 2014

Der Juni mit dem WM-Start, gutem Wetter und ersten Urlaubsgefühlen geht zu Ende und der Juli steht vor der Tür. Im Juni haben wir euch – passend zur WM – schwarz-rot-goldene Rezepte verraten und – passend zum tollen Wetter – die Sommertrends 2014 vorgestellt.

Auch im Juli wartet wieder ein tolles Programm auf euch bei Face2Face. Im Sport dreht sich auch bei und natürlich alles zur Fußball WM in Brasilien. Die Tier&Umwelt Redaktion wird im Juli besonders schlau und stellt euch „Neuronade- Das Denk- Getränk“ vor. Die FilmKunstKultur Redaktion berichtet im Juli über die slawische Mythologie mit ihrer Welt der Wasser und Waldgeister

In der Kolumne geht es im Juli um den Sparwahn und die Mode entführt euch auf die Designmessen. Im Panorama dreht sich im Juli alles um das Thema Mediennutzung auf dem Smartphone. Die Tipps&Tricks Mädels berichten im Juli über nerdige Speisen.

Die Technik Rubrik berichtet im Juli über Facebook Seitenbeiträge planen und die Reise-Redaktion entführt euch nach Genua.

Viel Spaß im Juli mit Face2Face! Wenn ihr Anmerkungen oder Kritik habt, dürft ihr uns natürlich jederzeit schreiben.

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Preview: Juli 2013

Sportlich gestaltete sich der Juni bei Face2Face- eurem Online-Magazin. Die Sport-Redaktion berichtete über den Kanu-Marathon am Bodensee und im Panorama konntet ihr einen Artikel übers Couchsurfing  lesen.

Auch der Juli wird bei Face2Face wieder spannend. Die Tipps&Tricks-Mädels verwöhnen euch mit einem Rezept für eine türkische Joghurt-Suppe und im Panorama lest ihr einen Selbstversuch zum Thema „Traumjob Putzfrau: Schlecht bezahlt, anstrengend und schlecht angesehen. Unterwegs mit Menschen, die für andere Putzen“. Die Mode-Rubrik wird kreativ und erzählt euch alles über selbstgemachte Mode. Tief in die Welt der Sagen und Märchen taucht die Tier&Umwelt-Redaktion ein und berichtet über die Harpyie, einen mythologischen Vogel. Die Sport-Redaktion stellt euch den dritten Teil ihrer Randsportarten-Serie vor, diesmal dreht sich alles ums Wandern. In der Kolumne lest ihr im Juli einen Bericht über Steuererklärungen und die Musik-Redaktion führt ein Interview mit Blinde Freddy. Aktuell wird es – wie immer – in der Wirtschafts&Politik-Rubrik: Protestkultur und Polizeigewalt heißt diesmal das Thema. Fernweh schafft die Reise-Redaktion im Juli mit ihrem Artikel über die thailändische Hauptstadt Bangkok.
Viel Spaß mit diesen tollen Themen!

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Preview: Dezember 2012

Im November packte die Face2Face-Redaktion die Winterthemen aus: Um Aktionen um den Tannenbaum ging es in der Kolumne, die Tier&Umwelt-Redaktion beschäftigte sich mit Winterschlaf und Winterruhe und im Lookbook einer Mode-Rubrik-Mitarbeiterin drehte sich alles um das perfekte Silvester-Styling.

Auch im Dezember kommt die kalte Jahreszeit mit all ihren schönen Seiten natürlich nicht zu kurz – trotzdem freuen wir uns, euch eine ausgewogene Mischung an spannenden Themen anbieten zu können: Die Sportredaktion nimmt das Thema Liebesbeziehungen unter Sportlern unter die Lupe, in der Kolumne geht es um die Alltagsdroge Zucker und in der Tier&Umwelt-Rubrik erfahrt ihr etwas zum Vögelfüttern im Winter.

Es kommen auch wieder einige Umfragen auf euch zu: So stellen euch die Mitarbeiterinnen der FilmKunstKultur-Redaktion ihre ganz persönlichen Lieblingsbücher vor und die Mode-Redaktion startet eine Umfrage unter Modebloggern. In der Musik-Rubrik erwartet euch ein Portrait des blinden Musikers José Feliciano und die Tipps&Tricks-Redaktion stellt euch drei tolle Festtagsfrisuren für Silvester vor. Natürlich gibt es dazu auch wieder ein Youtube-Video. Die Reise-Redaktion ist diesen Monat unter anderem in Berlin unterwegs und macht für euch den Hotelcheck im Mercure Berlin Mitte. Im Panorama berichten wir über unsere Backaktion für einen guten Zweck. Mehr dazu erfahrt ihr HIER.

Laufende Gewinnspiele:

Bis einschließlich Sonntag, 2. Dezember habt ihr noch die Möglichkeit ein Exemplar von Waldtraud Grampps neuem Buch „VerHEISSung – Sternhagelwinter” zu gewinnen. HIER gibt´s weitere Infos.

Da zwitschert was

Es wurde getwittert am Wochenende. Nicht die Spatzen pfiffen von den Dächern, sondern die alten Klatschweiber der neusten Generation verbreiteten in Windeseile die neueste Neuigkeit. Nichts Neues. Seit nun mehr fünf Jahren zwitschert es im Internet. Erstaunlich dagegen, welche Meldung am Wochenende alle Twitter-Rekorde schlug.
8868 Meldungen pro Sekunde wurden getippt – am Sonntagabend um genau zu sein. Etwas genauer: Nachdem die MTV-Music-Video-Awards verliehen wurde. Verblüffend: kein Kuss war zu sehen, keine Nippel, kein Gegrapsche, keine Naktszenen, kein Mordanschlag.

Es war eine augenzwinkernde Bemerkung, eine Andeutung, die weltweit via Internet geteilt wurde: Beyonce ist schwanger. Das Ex-„Destinys-Child“-Mitglied, die Frau von Jay-Z, die, die sich immer so sexy in ihren Musikvideos räkelt und mit ihrer Stimme so manchem unter die Haut geht. Eben die. Diese Meldung – nein, eigentlich nur ihre Aussagen, sie habe eine Überraschung, der verräterische Blick und ihre Hand, die sanft die kleine Wölbung ihres Bauches streichelte. Das war es.

Piep, piep: Neuigkeiten zwitschern über Mobiltelefone und Internet (© erysipel/pixelio)

Nach Britney küsst Madonna küsst Christina also ein Baby. Selbst Lady Gaga als Mann hatten alle schon gesehen. Eigentlich nett oder? Die Ankündigung von neuem Leben und 8868 Menschen weltweit tippen in ihre Twitter-Acounts. Eine gute Nachricht nach Irene, Libyen, Anschlägen und dem restlichen Käse. Freu dich, o Welt, ein Kind wird geboren! Gut, ich konnte den Hype um Promis, ihre Wehwechen, Rosenkriege, Kleidungsstile nie so ganz verstehen. Was interessiert mich, ob es ein reiches, sehr wahrscheinlich verzogenes Gör mehr oder weniger auf der Welt gibt? Wenn Madonnas Tochter die erste Liebe erlebt, will ich echt nicht zusehen. Wer auf der Alm oder im Dschungelversauert, weil der Buchstabe vor dem „Promi“ immer näher am Z liegt, kann dort Wurzeln schlagen. Beyonce ist schwanger – herzlichen Glückwunsch – aber 8868 Twitter-Meldungen in der Sekunde?

Was mich so leicht schockiert, ist, dass die Mensche bei anderen Themen nicht so zwitscherfreudig sind. Mit Abstand steht das ungeborene Knowles-Baby an der Spitze. Mit 7196 Nachrichten in der Sekunde schaffte es der Abpfiff des Frauenfußballweltmeisterschaftsspiels Japan gegen USA, der Sieg der flinken, kleinen Japanerinnen, die Niederlage der chancenreichen Damen aus Amerika, auf Platz zwei. Fußball also. Frauenfußball sogar. Die Herren haben das noch nicht geschafft. Andere Sportarten auch nicht. Selbst der Superbowl, das amerikanische Sportereignis überhaupt nicht. Keine Olympiade, kein unerwarteter Sieg, keine Niederlage. Frauenfußball. Doch gegen eine Überraschung von Beyonce kommen auch Japanerinnen und Amerikanerinnen gemeinsam nicht an.

Darüber spricht die Welt: Babybauch ist wichtiger, als Weltgeschehen (© Thorben Wengert/ pixelio)

Osama Bin Laden übrigens hat den dritten Platz inne. Besser gesagt: Sein Tod. Makaber, vielleicht, aber wahr. Im Mai schaffte es das getötete Taliban-Oberhaupt auf schlappe 5000 Meldungen pro Sekunde. Das gibt zu denken. Dass die Twitter-Generation mehr Wert auf Fußball und Ungeborene legt, als auf Terroristen. Dass sie Promi- und Livestyle-Nachrichten über Weltgeschehen stellen. Verdrängung? Ich habe Twitter noch in Erinnerung als das Mittel, das die grüne Revolution unterstützte, als Symbol der Befreiung, der Durchbrechung von Zensur und Unterdrückung. War das nicht mal so? Ist das vorbei? Finden wir jetzt nur noch die gleichen lahmen Meldungen wie bei „Bravo“, „Bunte“, „Bild“? Klatsch und Tratsch, Babybäuche statt Informationen. Irgendwie traurig. Als letzte Woche einer der größten deutschen Komiker aller Zeiten gestorben ist, habe ich vereinzelte Meldungen gefunden. Manch Mitarbeiter des Radiosenders, bei dem sich mein Praktikum dem Ende zuneigt, musste gar überredet werden, dass Vicco von Bülow einen On-Air-Nachruf mehr als verdient hatte. Ich weiß nicht, wie über diese Nachricht getwittert wurde, ich zwitschere nicht. Bei „Facebook“ und „google+“ fand ich zwar ein paar, aber immer noch wenige Posts. Vielleicht ist Loriot einfach zu weit in Vergessenheit geraten. Vielleicht müssen wir aber auch zugeben, dass viele von uns über Nachrichten wie Beyonces Babybauch tuscheln und zwitschern, Meldungen wie Loriots Tod einfach nur lesen und das war es. Über was postet ihr?

Vorschau: Nächste Woche schreibe ich über das eindeutigste Zeichen, dass wir langsam älter werden.