Gut geträumt?

Gut geträumt? Nächtliche Träume sind oft schemenhaft und wirr (©Rainer Sturm / pixelio.de)

Gut geträumt? Nächtliche Träume sind oft schemenhaft und wirr (©Rainer Sturm / pixelio.de)

Jede Nacht wünsche ich meinen Kindern süße Träume, wenn ich sie ins Bett bringe. In meiner Nachtischschublade liegt ein Notizbuch für besonders inspirierende oder bewegende Träume. Und einer der bedeutendsten Aussprüche, den wir medial immer wieder vorgespielt bekommen, ist Martin Luther Kings „I have a dream“. Selbst die knallharten Realisten unter uns können sich für ihren nächtlichen Gedanken nicht verstecken, können sie maximal ausblenden. Und auch wenn wir jede Nacht träumen, erinnern wir uns nicht immer daran.

Dabei benutzen wir den „Traum“ für zwei, ziemlich gegensätzliche Dinge. Zum einen den nächtlichen Traum, mit dem unser Gehirn die Geschehnisse des Tages versucht zu ordnen und uns manchmal damit ganz schön verwirrt. Schulstress lässt uns im Traum schon mal ohne Hosen durch die Korridore eilen, wir träumen von Prüfungen, Arztbesuchen und nicht zu Letzt von Menschen, die uns irgendwie beeinflussen. Und dann gibt es den Traum, den auch King angesprochen hat, der mehr eine Vision ist, eine Wunschvorstellung, kein unterbewusster Gehirn-Ordnungs-Mechanismus. Und wie die nächtlichen Träume gehören auch diese „Lebensträume“ fest zu unserem Sein. Ob was wir später einmal werden wollen, wie unser Leben mit diesem oder jenem Schwarm aussehen könnte, was passieren würde, wenn dies oder jenes geschehen könnte.

Geträumte Möglichkeiten. Nächtliche Träume und Wunschvorstellungen sind sich manchmal gar nicht so unähnlich (© Bernd Kaspar / pixelio.de)

Geträumte Möglichkeiten. Nächtliche Träume und Wunschvorstellungen sind sich manchmal gar nicht so unähnlich (© Bernd Kaspar / pixelio.de)

Die Wahrheit ist auch, wir können ohne beiden Arten von Träumen gar nicht bestehen. Nächtliche Träume, selbst wenn wir uns nicht daran erinnern können, ereilen uns jede Nacht. Sie nutzen uns, sorgen dafür dass bestimmte Dinge vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis gelangen. Wir brauchen unsere nächtlichen Träume. Wer nur so kurz schläft, dass er das Stadium der Träume, das REM-Stadium, nicht erreicht, fühlt sich gerädert, egal wie oft er schläft. Wir lernen dadurch, wir entspannen uns, wir verarbeiten. Ich merke immer wieder, wie mein Gehirn mehr braucht, als nur Schlaf. Wenn ich beispielsweise durch ein Kind die Nacht immer wieder nur für kurze Etappen schlafen kann, egal wie lange diese Etappen zusammengenommen sind, ist mein Gehirn danach auf Minimalleistung. Schlafe ich dagegen kurz, aber an einem Stück so lange, dass ich zumindest geträumt habe, bin ich wesentlich erholter.

Doch auch die anderen Träume, die Wunschvorstellungen, die wir uns durchaus bewusst setzten, brauchen wir. Ich möchte nie den Punkt erreichen, an dem alle meine Träume erfüllt sind. Wer keine Träume mehr hat, hat nichts mehr. Sie treiben uns an, sorgen dafür, dass wir aufstehen, dass wir den Alltag durchstehen und uns auf kleine Freuden konzentrieren. Es sind Etappen, die wir erreichen wollen. Manche können wir erreichen, denn dahinter steht gleich der nächste Traum, die nächste Etappe, die uns wieder antreibt.

Ausgeträumt? Lebensziele treiben uns an, darum brauchen wir immer wieder neue (© Peter Smola / pixelio.de)

Ausgeträumt? Lebensziele treiben uns an, darum brauchen wir immer wieder neue (© Peter Smola / pixelio.de)

Immer wenn ich jemanden jammern höre, dass er seine Träume nicht verwirklichen kann, denke ich, ob er das wirklich will. Es gibt Träume, die will ich nicht verwirklichen. Sie zu erreichen würde mich träge machen, mir schließlich Lethargie einbringen. Ich hätte nichts mehr, wonach ich streben kann. Jedes Glück existiert nur, wenn wir wissen, was Unglück ist, was der Gegensatz dazu war. Wir können nur glücklich sein, wenn noch etwas vor uns liegt, was wir erreichen können. Ich möchte viel erreichen, immer, gerne, am liebsten sofort, aber was liegt danach? Ein bisschen Utopie in unseren Träumen tut uns gut, gerade weil sie dann so unerreichbar bleiben.

Wenn mein Sohn mir sagt, er will Feuerwehrmann oder Pilot werden, Astronaut oder sonst etwas, lasse ich ihn träumen. Wenn er davon redet, mich dann in den Urlaub zu fliegen, mich zu retten oder dieses oder jenes Mädchen zu heiraten (ja, mit 6 fängt er da früh an), hoffe ich, dass er sich diese Träume bewahrt, sie abwandelt, wenn er über sie hinauswächst, und immer etwas hat, wovon er träumen kann. Ich bin glücklicher mit meinen Träumen, als ich mit ihrer Erfüllung je wäre. Weil es jene gibt, die ich realisieren kann, die mich Erfolg und Zufriedenheit spüren lassen, und jene, die immer wieder vor mir stehen und aus der Ferne winken, egal wie nah ich an sie herangekommen sein mag. Das ist mein Motor, mein Antrieb und wahrscheinlich Teil meines größten Traums.

Vorschau: Nächste Woche gibt Sascha euch einen Countdown zur Wiesn.

hr3@night – ein Abend im Namen der Musik

Gerade ist in Frankfurt die Musikmesse zu Ende gegangen: Musik pur über vier Tage. Mehr Musik geht bestimmt nicht, oder?

Doch Frankfurt setzt noch einen drauf. Eine ganze Nacht voller Musik mit Stars, DJs und mit jeder Menge tanzbarer Musik. Am Samstag 22. März 2014 ist hr3@night in Frankfurt am Main. Insgesamt 50 Künstler treten in 20 unterschiedlichen Locations auf. Mit dabei sind deutsche Stars wie Tim Bendzko und die Söhne Mannheims. Aber auch internationale Stars wie Rea Garvey und Family of the Year oder Comedians wie Frankfurter Klasse bereichern das Event im Rhein-Main-Gebiet.

Der Radiosender hr3 lädt ein und hat ein unglaubliches Line-up auf die Beine gestellt. Eure Face2Face Musik-Redaktion hat vorab mit Birgit Bauer, Chefin der Abteilung Promotion & Events von hr3, gesprochen.

Das Besondere an hr3@night ist laut Bauer die Mischung von Clubbing bis hin zu Comedy. Für jeden Musikgeschmack sei etwas dabei. Die großen Namen, der zum Teil internationalen Stars, begeistern nicht nur die zahlreichen Besucher, sondern auch die Betreiber der Locations. Für sie ist hr3@night eine gute Möglichkeit, ihren Club noch bekannter zu machen.

Von Posaune bis Saxofon : die Hr-BigBand, seit fast 70 Jahren eine feste Größe im Rhein-Main-Gebiet. (Foto: ©  Dirk Ostermeier)

Von Posaune bis Saxofon : die hr-BigBand ist seit fast 70 Jahren eine feste Größe im Rhein-Main-Gebiet.
(Foto: ©
Dirk Ostermeier)

Es werden rund 18.000 feierwütige Besucher erwartet. Extra in die hessische Metropole eingeflogen wird auch die amerikanische Indiepopband Family of the Year. Mit ihrem Song „Hero“ eroberte die Band im letzten Jahr auch die deutschen Charts. Ein weiteres Highlight wird auch dieses Jahr der Auftritt der hr-Bigband sein, die zusammen mit Tim Bendzko an diesen Abend die Welt retten will.

Ihre Stimme kennen die meisten bestimmt schon, aber ihr Name ist mit hoher Wahrscheinlichkeit noch unbekannt. Newcomerin Madeline Juno steuerte für den Kinohit „Fack Ju Göhte“ den Titelsong bei. Die 18-Jährige Schwarzwälderin wird mit ihren international klingenden Lovesongs im Sendesaal vor Rea Garvey auftreten. „Nach hr3@night ist vor hr3@night!“, lacht Bauer und erzählt, dass die Newcomer vor allem von der hr3-Musikredaktion vorgeschlagen werden. Die Planungsphase geht im September los. „In der ganz heißen Phase hat der Arbeitstag dann gerne mal zwölf Stunden.“

Internationale Stimmung: die Jungs von Mighty Oaks kommen aus drei verschiedenen Ländern. (Foto: ©  Universal Music)

Internationale Stimmung: die Jungs von Mighty Oaks kommen aus drei verschiedenen Ländern. (Foto: ©
Universal Music)

Bauers Tipp für den Abend ist, auch für Konzerte von Newcomern offen zu sein. Geheimtipp sind hier besonders die Jungs von Mighty Oaks. Die internationale Folk-Band aus Berlin überzeugt mit sanften Tönen und Geschichten über Abenteuer, die das Leben schreibt.  Bei der großen Anzahl von Besuchern kommt es leider auch oft dazu, dass eine Location voll ist. „Ein Plan B ist deshalb empfehlenswert“, so Bauer. Auf der Internetseite von hr3 wird es am Veranstaltungsabend eine Location-Ampel geben. Sie zeigt an, ob noch Platz ist oder ob bei dem Event schon Einlassstopp gilt.

Seit zehn Jahren ist hr3@night nun schon in Frankfurt zuhause, nachdem die Anfänge in Kassel gemacht wurden. „Die Namen und die Anzahl der Konzerte sind größer geworden. Bei Künstlern, Konzertveranstaltern und Plattenlabels sind wir bekannt und das macht uns stolz“, betont Bauer.

Persönliches Highlight der vergangenen hr3@night für Bauer war die Offenheit und Spontanität der Sänger Philipp Poisel und Max Herre. Beide Künstler überraschten sich sowohl gegenseitig als auch die Zuschauer bei ihren Konzerten. So tauchte Poisel einfach bei dem Konzert von Herre in Sankt Peter auf, um mit ihm ein Duett zu singen. Herre wiederum stellte sich später im hr-Sendesaal zu Poisel auf die Bühne. „Das Potenzial einer solchen Veranstaltung sieht man auch daran, dass sich die Künstler auf den hr3-Bühnen wohl fühlen!“, weiß Bauer.

Auf die Frage, warum man die hr3@night besuchen sollte, gibt es für Bauer nur eine Antwort: „Einfach um einen tollen Abend zu haben, neue Leute und vielleicht auch neue Künstler kennenzulernen!“

Wer jetzt Lust bekommen haben sollte, findet hier die Fakten zu hr3@night 2014:

Facts:

Wo? in 20 Frankfurter Locations, u.a. Gibson und Palais Frankfurt

Wann? Samstag, 22. März 2014 – von: 20 Uhr bis  Sonnenaufgang

Kosten? 14

Extras? hr3@night-Shuttle-Busse sind im Ticket inbegriffen, Location-Ampel auf hr3.de zeigt an, ob  noch Platz in der Location ist, Führungen durchs hr3-Studio usw.

Mehr Infos findet ihr auf der Internetseite von hr3.

Vorschau: Nächsten Samstag stellen wir euch das neue Studioalbum „Satellite Flight“ von Kid Cudi vor.

Warum erholsamer Schlaf so wichtig ist

Wir brauchen den Schlaf wie die Luft zum Atmen, das ist klar. Fast ein Drittel unseres gesamten Lebens verbringen wir schlafend im Bett. Doch immer häufiger kämpfen wir gegen die Müdigkeit an und verkürzen bewusst unsere Schlummerphase. Wie wichtig Schlafen für ein ausgeglichenes und gesundes Leben ist, wird dabei häufig vergessen. Denn auf Dauer ist zu wenig Schlaf gefährlich und kann krank machen – chronische Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Depressionen, Herz-Kreislauf-Störungen und vor allem Stress und schlechte Laune sind die Folgen.

Die Tipps&Tricks-Redaktion will den World Sleep Day 2014 am Freitag, 14. März nicht verschlafen: Wir wollen den Aktionstag nutzen, um euch die wichtigsten Tipps für einen erholsamen Schlaf und ein gesundes Leben zu verraten.

Erholsamer Schlaf: Wichtig für Gesundheit und Leistungsfähigkeit (© Jörg Brinckheger/ pixelio.de)

Erholsamer Schlaf: Wichtig für Gesundheit und Leistungsfähigkeit (© Jörg Brinckheger/ pixelio.de)

  • Die perfekte Schlafdauer gibt es nicht – es gibt Menschen, die sich nach sechs Stunden absolut fit fühlen, aber auch Menschen, die über zehn Stunden Schlaf benötigen, um gut gelaunt in den Tag zu starten. Die meisten Menschen schlafen jedoch sieben bis acht Stunden in der Nacht. Ideal gilt übrigens die Schlafdauer von 7,5 Stunden, denn sie verspricht laut Untersuchungen ein langes Leben.
  •  Nach Möglichkeit immer zur selben Uhrzeit ins Bett gehen und wieder aufstehen. So gewöhnt sich die „innere Uhr“ an den Rhythmus und auch das frühe Aufstehen ist leichter. Vor allem bei Schlafstörungen sollte man sich an den Takt halten. Das lange Ausschlafen am Wochenende und Mittagschlaf sind dann tabu – der Körper wird es einem jedoch danken.
  •  Das Schlafzimmer vor der Nachtruhe gut lüften, so wird die Sauerstoffversorgung gewährleistet. Dabei besser bei niedrigerer Zimmertemperatur schlafen, denn nichts ist unangenehmer für den Körper als im Schlaf zu schwitzen. Die perfekte Zimmertemperatur beträgt 16 Grad Celsius.
  •  Wichtig für einen erholsamen Schlaf sind außerdem folgende Regeln: Direkt vor dem Schlafengehen keine großen Mahlzeiten essen – am besten sollten zwei Stunden vergangen sein. Außerdem mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen auf Alkohol verzichten: Zwar beschleunigt er meist das Einschlafen, beunruhigt jedoch enorm die spätere Schlafphase.
Nachtruhe: Entspannung für Körper und Geist  (© Andrea Kusajda/ pixelio.de)

Nachtruhe: Entspannung für Körper und Geist (© Andrea Kusajda/ pixelio.de)

  •  Zuletzt solltet ihr  versuchen, Körper und Geist vor dem Schlafengehen in eine Ruhephase zu bringen. Schlafstörungen sind dann vorprogrammiert, wenn anstrengende geistige und körperliche Tätigkeiten kurz vorher geleistet werden – deshalb gilt es auf Sport, Horrorfilme oder anstrengende geistige Arbeit zu verzichten. Optimal ist es, ruhige Musik zu hören oder entspannt ein Buch zu lesen.

Ins Bett gehen, die Äuglein schließen, einschlafen und erholt aufwachen – das ist für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit absolut notwendig und sollte nicht unterschätzt werden.

Vorschau: Nächste Woche verraten wir euch an dieser Stelle nützliche Tipps rund um das Thema TeamViewer.

 

Ihr Ziel: Die Shisha-Weltherrschaft – zwei Jungunternehmer packen aus

Wollen die Weltherrschaft in Sachen Shisha an sich reißen: Rida Karkaba (links) und Toni Udiljak (rechts) mit ihrem Team (Foto: privat)

Wollen die Weltherrschaft in Sachen Shisha an sich reißen: Rida Karkaba (links) und Toni Udiljak (rechts) mit ihrem Team (Foto: privat)

Jugendkultur Shisharauchen“ titelten wir vor etwa einem Jahr auf unserer Website. An diesem Trend scheint sich bis heute wenig geändert zu haben: Viele, vor allem jüngere Menschen schätzen es in gemütlicher Runde – daheim oder in einer der zahlreichen Shishabars in der Umgebung – beisammen zu sitzen, Wasserpfeife zu rauchen und über Gott und die Welt zu quatschen. Zwei jungen Männern war das allein aber nicht genug: Toni Udiljak (24) und Rida Karkaba (28) gründeten im März ein eigenes Unternehmen rund um den Shisha-Bedarf. Über ihren Onlineshop verkaufen sie unter anderem Shishas, Tabak und Mundstücke, aber auch selbstentwickelte Produkte wie den „THS Diamond“, einen Glasaufsatz, der mittels indirekter Hitze das Einatmen von Schadstoffen aus der Kohle vermindert.

Am vergangenen Samstag eröffneten die Jungunternehmer zudem eine Filiale in Sinsheim. Face2Face war für euch vor Ort und hat mit den beiden über ihre größte Leidenschaft, das Shisharauchen, und die Herausforderungen einer Unternehmensgründung gesprochen.

Die Qual der Wahl: Verschiedene Tabaksorten im Shop der Jungunternehmer (Foto: T. Gartner)

Die Qual der Wahl: Verschiedene Tabaksorten im Shop der Jungunternehmer (Foto: T. Gartner)

Es ist 12 Uhr an einem verregneten, grauen Samstag. Nur bei dem Gedanken daran heute noch vor die Tür treten zu müssen, fröstelt man unweigerlich. Im Bett oder vor dem Kamin, eingemummelt in kuschelige Decken, den Duft eines dampfend heißen Kakaos einatmen – an etwas anderes ist an einem Tag wie diesem nicht zu denken. Oder doch? Mitten im tristen Industriegebiet Sinsheims hat eine Handvoll junger Männer beschlossen, den Samstag anders zu verbringen: In gemütlicher Runde sitzen sie in einem Eckhaus mit Glasfassade. Beim Eintreten steigt einem gleich der fruchtige Geruch von Shishatabak in die Nase. An den Wänden des großzügigen, hellen Raumes stapeln sich kunterbunte Tabakboxen – von klassischem Doppelapfel, über Frozen Maracuja bis hin zu Zimt-Kaugummi ist alles dabei. In blitzblanken Glasvitrinen werden Köpfe und Mundstücke präsentiert. Zur Eröffnung des Shops können die Besucher diverse Tabaksorten ausprobieren, was sich die Shishaliebhaber aus der Umgebung natürlich nicht zweimal sagen lassen. Begierig saugen sie an den Schläuchen der Shishas und pusten den duftenden Rauch in die Luft.

„Shisharauchen bedeutet für uns einerseits Entspannung, andererseits das Verlangen die heutigen Standards im Bezug auf das Shisharauchen zu verbessern“, erklären die beiden Jungunternehmer. Da sei es für beide naheliegend gewesen, einen Shop für Shishabedarf zu gründen. Gute Konzepte und Produkte seien die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensgründung, wissen sie. „Das Wichtigste aber ist der Ehrgeiz etwas durchzuziehen, obwohl viele Leute das nicht für gut befinden und einem Steine in den Weg legen“, ist sich Udiljak sicher. Nach dem Boom des Onlineshops durch den Verkaufsstart des „THS Diamond“ im März, möchten die beiden jungen Männer nun mit ihrer Filiale etwas mehr Präsenz zeigen und den Leuten die Möglichkeit geben, die Produkte vor Ort zu testen.

Das Fazit der Eröffnung fällt jedenfalls positiv aus: „Ich schätze mal, es waren um die 100 Besucher da“, berichtet Karkaba. Das läge minimal unter den Erwartungen, sei aber vermutlich auf das schlechte Wetter zurückzuführen, spekuliert er. Zufrieden seien sie dennoch und sehen zuversichtlich in die Zukunft: „Wir wünschen uns natürlich, dass der Shop weiterhin gut besucht ist, dass sich die Kunden hier wohlfühlen und die Beratung sowie Chillzone in Anspruch nehmen.“ Das Ziel auf längere Sicht: „Die Weltherrschaft in Bezug auf Shisha an uns zu reißen“, sagt Udiljak mit einem Augenzwinkern.

Kontakt:
THS Shisha Bedarf Shop:
Langestraße 22
74889 Sinsheim

www.shisha-bedarf.com
info@shisha-bedarf.com


Vorschau:
Nächste Woche geht es im Panorama um das Thema Couchsurfing.

„Ich bin morgens immer müde, aber abends werd ich wach“ – Aufzeichnungen einer Nachteule

Sonntagabend: Es graut mir vor dem Gedanken, morgen früh das warme Nest zu verlassen, um zum Praktikum zu fahren. Bereits bei dem Wort „früh“ wird mir ganz unbehaglich. Das ist mir nämlich in Wahrheit überhaupt kein Begriff. Das, worüber sich sogenannte Frühaufsteher definieren, ist für mich, die ich mich zu diesem Zeitpunkt im Tiefschlaf befinde, ein kryptisches Konstrukt. Kein Wunder, dass mich die Vorstellung vom dudelnden Handywecker in dieser Nacht in eine Art Schockstarre versetzt. Wobei von Schlaf ohnehin nicht die Rede hätte sein können, wenn bis Mitternacht kein Anzeichen von Müdigkeit auftritt und erst gegen Zwei die letzte Folge der immergleichen Serie zum allmählichen Einschlafen angestellt wird. Das Gefühl, genau zu wissen, dass man sich morgen mehr als elend fühlen wird, ist fast noch unschöner als der Morgen an sich.

Montagmorgen: Ich muss mich korrigieren – der Morgen ist definitiv unschöner. Als es Acht schlägt, bin ich bereits hellwach, nachdem ich mich zuvor quasi in permanenter Lauerstellung befunden hatte. Ich erinnere mich vage an meine Schulzeit und die damit verbundenen unchristlichen Uhrzeiten. Unterrichtsbeginn um 07.50 Uhr? Das scheint mir heute unmenschlich, wenn nicht gar untierlich. Ich stolpere ins Bad, rüber zur Kaffeemaschine, und lasse mich schlussendlich mit einer großen Tasse Pulverkaffee zurück aufs Bett fallen. Frühstücksfeeling.  Sind Berufstätige, also all jene, die sich morgens durch den Berufsverkehr schlängeln oder, bewaffnet mit einem Coffee to go von Starbucks, im Zug die Tageszeitung aufschlagen, eigentlich auch solche Jammerlappen wie ich?

Begrüßungsritual: Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da? (Foto: T.Gartner)

Wochenmitte: Ich habe während der Fahrt in der S-Bahn Nachforschungen angestellt, habe die anderen Fahrgäste genauestens beobachtet und auf Müdigkeits-Merkmale hin untersucht. Ich kam zu dem Ergebnis, dass neben mir genug Menschen unter dieser Sonne zu wandeln scheinen, bei denen Morgenstund‘ nicht Gold, sondern Koffeintabletten im Mund hat. Dass der frühe Vogel den Wurm fängt, will auch noch nicht so recht einleuchten. Alles, was ich in den letzten Tagen zu sehen bekam, waren musikalische Einlagen semiprofessioneller Akkordeon-Spieler (ich habe ihnen dafür nichts in den Hut geworfen) – keine Würmer und erst recht keine Vögel, die diese zu fressen versuchen. Immerhin kann ich jetzt verstehen, wie Fotos von mit offenem Mund schlafenden Passagieren zustande kommen. Nach achtzehn Uhr sehe ich dank des gigantischen Schlafmangels ganz ähnlich aus; es wundert mich beinahe, dass Kinder noch nicht mit Erdnüssen in meinen Mund zu zielen versucht haben. Und doch sehne ich mich jeden Abend aufs Neue nach frischer Unterhaltung, nach sozialen Kontakten. Dem schlechten Gewissen zum Trotze verabrede mich mit Freunden, die wohlgemerkt allesamt ausgeschlafen  –  da mitten in den Semesterferien   – sind. Ich schaffe es zwar noch, auf den Barhocker zu klettern, doch so richtig bei der Sache bin ich auch hier nicht mehr. Bei „Ich bin morgens immer müde, aber abends bin ich wach“ kann ich nun definitiv nicht mehr aus Überzeugung mitsingen. Ich fühle mich am Abend nämlich ähnlich zerstört wie am Morgen nach dem Mehr-oder-minder-Wachwerden.

Wochenende: Der langersehnte Freitag ist gekommen. Die nächste Party steht schon vor der Tür. Schade nur, dass ich mich dazu beileibe nicht mehr vor eben jene bewegen kann. Meine Privatparty ist bereits um 22 Uhr ausgefeiert – in Pyjamahose habe ich noch eine Dosensuppe, das höchste der Gefühle, wenn man den ganzen Tag auf den Beinen war, genossen, bevor ich schnarchend in die Kissen gesunken bin. Von meiner Nachtaktivität ist nicht das Geringste übrig geblieben. Die Nachteule hat kapituliert zugunsten eines geregelten Biorhythmus … Vorerst.

Doch bereits am folgenden Sonntag wälze ich mich wieder unruhig in den Federn hin und her, in Panik vor dem Wochenstart. Ich schaue wieder sinnlose Serien bis in die Puppen und wünsche mir am nächsten Morgen, ich wäre wirklich eine Eule, denn dann könnte ich mich wenigstens auf einem  nahegelegenen Baum vor dem Tageslicht verstecken und müsste nicht auf einem Fensterplatz in der S-Bahn kauern, hilfesuchend meinen Coffee to go und ein Magazin umklammernd.

Vorschau:  In der nächsten Woche fragt sich Sascha, was es eigentlich mit Statussymbolen in unserer Gesellschaft auf sich hat.

Weg durch die Nacht – Anna-Geraldine Link

Neu erschienen: zwei Geschenkbücher von Anna-Geraldine Link (Foto: Link)

„Vertrau mir, bitte, vertrau mir!“ Seine Stimme klang flehend, beinahe verzweifelt und sein Blick, immer suchend nach den Augen, die ihn nicht anblicken wollten. „Wir sind schon so weit gegangen. Das letzte Stück, dieses kleine letzte Stück, das schaffen wir jetzt auch noch.“

Stille.
Die Worte gesprochen in die Dunkelheit und Schwärze der Nacht, die sie umgab. Und dann die Antwort. Eine Stimme, viel lauter als erwartet, viel durchdringender und schriller als es die Umgebung erlaubte. „Nein!“ Und immer wieder: „Nein!“ Er seufzte. So tief und aus ganzem Herzen und er kannte keine Geste, kein Wort, keine Handlung die mehr hätte ausdrücken können, wie er sich fühlte, als dieses tiefe Seufzen. Er sammelte alle seine Kraft, um wieder das zu fragen, was er schon gefühlte tausendmal gefragt hatte.

Die Frage, auf die er keine befriedigende Antwort bekam. Die Antwort, die jedes Mal das gleiche sagte, und die er sogar verstehen, ja, wirklich verstehen und nachempfinden konnte. Und dennoch wollte er es nicht mehr hören, denn er hatte keine Argumente, keine Überzeugungspunkte. Nur Phrasen. Er wollte die Antwort nicht hören. Aber er fragte: Warum? Und kaum stand das Wort zwischen ihnen in der schwarzen Nacht zwischen ihnen, genauso unsichtbar wie sie selbst und alles um sie herum, prasselte die Antwort, die Antworten auf ihn ein. Wie schon tausendmal zuvor.

Seit 2011 veröffentlichte sie 7 Geschenkbücher: Autorin Anna-Geraldine Link (Foto: Link)

„Warum? Weil ich nicht mehr kann. Weil ich nicht weiß was kommt. Alles ist schwarz. Was ist wenn jemand uns angreift. Was ist wenn wir nicht stark genung sind. Wenn wir uns nicht verteidigen können. Was ist denn hinter der Schwärze. Was soll da tolles kommen. Wir können genauso gut zurück gehen oder für immer hier bleiben. Nicht vor und nicht zurück. Hoffen, dass die Zeit stehen bleibt. Uns klein machen und den Rest der Welt ignorieren. Aber ja nicht weiter gehen. Wer sagt uns denn, dass wir danach die Sonne sehen werden?“

„Jeder.“, entgegnete er leise. „Jeder sagt, dass nach diesem kleinen Stück der Dunkelheit die Sonne kommt. Es warm wird. Wir sehen wo wir hintreten. Wir die Welt sehen.“ Er wusste, dass er mit diesen Worten nichts ausrichten konnte – er hatte es oft genug versucht. Sein kleines, lautes Gegenüber war von seinem Standpunkt, der Aussichtslosigkeit und der Erschöpfung überzeugt. Und er konnte es verstehen. Schließlich sah er auch nichts. Nichts außer Dunkelheit. Kein Schimmer, keine Ahnung, keine Hoffnung auf Licht. Wärme. Ankommen. Sondern nur schwarz. Und doch wusste er, es kommt. Es wird kommen. Es muss kommen. Und er wusste es. Und auch wenn er es nicht fühlte, so glaubte er es trotzdem, weil er es wusste.

„Vertrau mir doch einfach. Und lass uns weiter gehen.“ Er hörte wie das kleine Etwas wieder tief Luft hohle. Er erahnte erneute Zweifelschwalle. Es hatte keinen Zweck und der Entschluss stand ihm klar vor Augen. Er bückte sich, tastete zielsicher in die Dunkelheit und ergriff das Herz, das zeterte und jaulte, nicht wollte, nicht konnte, verängstigt war von aller Schwärze die seit Tagen oder Wochen um sie herum herrschte. Er wusste, was das Herz nicht wusste, nicht mehr glauben konnte oder wollte. Warum auch immer. Es war seine Aufgabe, es dadurch zu tragen. Sich nicht mehr aufhalten zu lassen. Auf das Ziel zuzustreben. Zu Laufen. Endlich Ankommen. Ins Licht. Und deshalb nahm er das Herz in seine rauen Hände hielt es fest und machte sich auf in die Nacht.

Der Verstand, der weitergeht, weil er weiß, dass es weiter geht. Der weiß, dass Licht kommen wird. Auch wenn das Herz es nicht mehr glaubt.

©Anna-Geraldine Link, geb. Buddeberg

Die Autorin

Für sie ist Schreiben lebenswichtig: Autorin Anna-Geraldine Link (Foto: Link)

Anna-Geraldine Link hieß bis zu ihrer Hochzeit im  Sommer 2012 mit Nachnamen noch Buddeberg, unter welchem sie auch ihre ersten Veröffentlichungen tätigte. Geboren 1989 in Nordrhein-Westfalen, zwischen Ruhrgebiet und Sauerland, verbrachte sie ihre ersten 20 Lebensjahre als Jüngste von fünf Schwestern. Nach dem Abitur zog es sie in den Süden, wo sie 2009 ein Germanistikstudium an der Universität Mannheim begann und 2012 erfolgreich mit einem Bachelor beschloss. Seitdem lebt sie in der schönen Pfalz, ihrer Wahlheimat.

Mit zwölf Jahren begann Anna-Geraldine Link ihre Leidenschaft in der Schreiberei zu entdecken und schrieb ihre ersten Geschichten und Gedichte. Seit 2006 betreibt sie ihren Blog „Gedankenflug“, der immer wieder mit neuen Gedanken und Impressionen gefüllt wird. Das Schreiben ist für sie wie Atmen und eigentlich eine überlebenswichtige Funktion, um alle Eindrücke von Kopf und Herz zu verarbeiten. Dabei ist es ihr ein Herzensanliegen, Gedanken, Gefühle und Begebenheiten so in Worte zu fassen, dass andere Menschen sich in ihnen wiederfinden können.

Im Januar 2011 erschienen ihre ersten Geschenkbüchlein beim Verlag SCM Collection. Bis heute sind es sieben Geschenkbücher zu verschiedenen fröhlichen Lebensthemen erschienen, mit inspirierenden Texten von Anna-Geraldine Buddeberg, in einem Arrangement von Zitaten großer Persönlichkeiten und passenden Bildern und Grafiken.

Bücher:

Zwei Herzen im Glück (2012)
Glück und Segen auf all deinen Wegen (2012)
Weil ich dich einfach mag (2012)
Ein Dankeschön für dich (2012)
Dies ist dein Tag (2012)
Jede Menge Glücksmomente (2013)
Weil du mir wichtig bist (2013)

Ausgehtipps, Teil 8: 1001 Nacht, Hockenheim

Edel: Die Gewölbedecke der 1001 Nacht Shisha-Lounge in Hockenheim (Foto: Ahmed Karkaba)

Die Abbildung einer senfgelben Wüstenlandschaft mitsamt Karawane ziert die Wände, weiter hinten sorgt eine dezente, indirekte Beleuchtung für gemütliche Stimmung unterhalb der geschwungenen Gewölbedecke. Traditionell arabisches Flair trifft Moderne – so könnte man die Atmosphäre im Hockenheimer 1001 Nacht beschreiben. Die Shisha-Lounge wurde im Mai 2009 von Ahmed Karkaba (32) und seinem Bruder Rida Karkaba (28) eröffnet. Heute führen Raghed Gabr (29) und Ahmed Karkaba die Lounge.

Besonders das junge Publikum soll sich hier wohlfühlen, erklärt der Inhaber unseres heutigen Ausgehtipps. „Ob Disko mit regionalen DJs oder speziell auf Anlässe wie Halloween oder Weihnachten abgestimmte Aktionen – wir veranstalten viele Events gezielt für Jüngere“, fügt er hinzu.

Platz genug für derartige Veranstaltungen gibt es: Etwa 100 Personen können es sich in den Räumlichkeiten der Lounge gemütlich machen. Dass ein Teil der Einrichtung nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand ist, dürfte bei diesem Entertainment-Angebot leicht in Vergessenheit geraten. Zudem wird das Mobiliar laut Geschäftsführung im neuen Jahr ausgetauscht.

Zeigt Face2Face-Chefredakteurin Tatjana Gartner das 1001 Nacht in Hockenheim: Raghed Gabr (rechts) (Foto: Pollach)

Acht bis höchstens zehn Euro zahlt man im 1001 Nacht Hockenheim für eine Shisha. Die Auswahl an Tabaksorten ist groß: 200 Stück habe er anzubieten, so Karkaba. Von anderen Shisha-Bars hebe sich das 1001 Nacht durch Hygiene und daraus resultierende Qualität bezüglich der Wasserpfeifen ab. „Jede Shisha und jeder Glasschlauch wird nach einmaligem Gebrauch komplett gereinigt“, berichtet Krakaba, „wenn das Wasser mehrere Male verwendet wird, verliert es seine Filterfunktion. Durch den Austausch des Wassers nach jeder Benutzung verhindern wir, dass das Shisharauchen Kopfschmerzen verursacht.“

Und zum Abschluss noch ein Tipp: Am letzten Samstag im Monat lädt das 1001 Nacht Hockenheim zum All-you-can-smoke ein. Für einmalig zwölf Euro können die Besucher dieses Events so viele Köpfe rauchen wie sie möchten. Also: Nichts wie hin!

Meine Bewertung in Punkten (1 = schlecht, 5 = sehr gut):

Äußeres Erscheinungsbild: 4
Preise: 4
Atmosphäre: 5
Service: 5

Kontakt:
1001 Nacht Shisha-Lounge
Karlsruherstraße 11
68766 Hockenheim
Tel.: 017686001740
Homepage: www.1001-nights.de

Öffnungszeiten:
Sonntag-Donnerstag: 17:00 – 0:00
Freitag-Samstag: 17:00 – 3:00
Montags: Ruhetage
(Außer an Feiertagen und Schulferien)

Vorschau: Nächsten Sonntag verrät euch Melanie einige Alltagstipps für die Haarpflege.

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Ausgehtipps, Teil 1: Colonial Lounge, Hockenheim

Ausgehtipps, Teil 2: Liquid Lounge, Speyer

Ausgehtipps, Teil 3: Pasta Pasta, Speyer

Ausgehtipps, Teil 4: 1001 Nacht, Speyer

Ausgehtipps, Teil 5: Hitana Lounge, Hockenheim

Ausgehtipps, Teil 6: Café Vienna, Mannheim

Ausgehtipps, Teil 7: Soraya Lounge, Speyer