Die Herbsttrends 2013 für den Mann

Während wir dieser Tage noch in bajuwarischer Tracht unterwegs sind und uns an den schönen Dirndloutfits der Damen erfreuen, wartet schon der Oktober und der damit verbundene Herbst auf uns. Um für diese klimatisch wechselhafte Zeit gewappnet sein, ohne dabei auf guten Stil zu verzichten, widmen wir uns in der heutigen Ausgabe den Trends für den Herbst 2013.

Elementar für das eingangs erwähnte, unstete Klima ist das Lagensystem, welches wir uns zunutze machen wollen, denn morgens vermag der Herbst zu einer sehr kühlen Angelegenheit werden. Eine gute Wahl stellen hierbei Daunenwesten dar, welche sich als wahre Wärmespeicher erweisen. Hier gibt es Modelle in verschiedensten Farben mit und ohne Kapuze zu entdecken. Obwohl ich persönlich lange Zeit kein Fan dieser Halbarmjacken war und ich die mit dem erwähnten Artikel überfüllten Geschäfte eher als Plage empfand, habe ich mich in jüngster Zeit von seinem Nutzen und dem zugegebenermaßen sehr variablen Kombinierfähigkeit überzeugen lassen.

Ein großer Trend dieses letzten Vierteljahres lässt sich an den Farben erkennen, denn es sind die Farben selbst, welche die Kleidungsstücke zu Trendobjekten werden lassen. Wo die Farbe Burgunder spätestens seit letztem Jahr wieder in der vorderen Reihe Platz nimmt, mischt nun auch die Farbe Orange kräftig mit. Und zu Recht: denn die Farbe verleiht dem Outfit einen frischen, modernen Look. Man sollte allerdings das Farbenspektrum beim Tragen von Orange nicht überstrapazieren. Erst dezent kombiniert entfaltet der Farbton seine positive Wirkung auf das gesamte Outfit.

Herbstzeit ist auch immer Pulloverzeit. Daher empfiehlt es sich, die neuen Pullis mit groben Strickmustern auszuprobieren, welche zur Daunenweste genauso gut passen wie zu einer Hose in Orange.

Doch nicht nur Orange ist ein Thema bei den Hosen in diesem späten Halbjahr. Alle herbstlich angehauchten Farben sind ein Hingucker in dieser Saison. Voll im Trend liegt, wer ein solch farblich ausgestattetes Model in der Cordvariante ergattert.

Zu guter Letzt widmen wir uns dem richtigen Schuhwerk. Mit einem Paar hochwertiger Lederstiefel kann man nichts falsch machen. Ob elegant in der Broguevariante oder als derbe Version im Militärlook – bei Wind und Wetter sind die Füße bestens geschützt.

Vorschau: Nächste Woche dreht sich alles um die Fashionweek in Vancouver.

Reise in die Modebranche: Fashion Stylistin Sabrina Heim im Interview

Sabrina Heim hat den Traum vieler junger Frauen verwirklicht und sich für eine Karriere in der Modeindustrie entschieden.  Face2Face hatte die Gelegenheit, mit ihr über das Studium in Italien und ihre beruflichen Anfänge zu sprechen. Heim gewährte uns dabei spannende Einblicke hinter die Kulissen der Modeindustrie.

Fashion Stylistin Sabrina Heim (Foto: Heim)

Fashion Stylistin Sabrina Heim (Foto: Heim)

Face2Face: Sabrina, du hast am Istituto Europeo di Design in Mailand „Fashion Stylist“ studiert. Was genau kann man sich unter diesem Studiengang vorstellen?

Heim: Das Studium ist eigentlich ein Gesamtwerk aus vielen einzelnen Puzzleteilen. Wir haben beispielsweise Kurse in Filmtechnik, Bildbearbeitung und der Erstellung von Internetseiten besucht. Darüber hinaus haben wir aber natürlich auch Styling- und Fotounterricht erhalten und selbst Shootingprojekte entwickelt und bearbeitet. Zu Anfang des Studiums stand allerdings der Theorieunterricht im Mittelpunkt, wie zum Beispiel Mode- und Kunstgeschichte.

Face2Face: Modegeschichte – das hört sich recht theoretisch an…

Heim: Das war es auch tatsächlich! Anfangs fand ich es wirklich trocken und langweilig. Aber wie ich schon gesagt habe, ist das Studium die Summe vieler verschiedener Einzelteile und im Nachhinein stellte sich gerade diese theoretische Grundlage als ungemein hilfreich heraus. Davon profitiere ich noch heute! Wenn es zum Beispiel darum geht, Trends zu analysieren, kann ich durch den theoretischen Hintergrund erkennen, auf welche Epoche ein Designer zurückgreift.

Face2Face: Du hast vor deinem Studium keine Schneiderlehre oder Ähnliches gemacht, wie es bei Designstudenten häufiger vorkommt. War das unter deinen Kommilitonen auch üblich und hat dich das anfangs eingeschüchtert?

Heim: Eine Voraussetzung war das an unserem Institut nicht, dennoch gab es schon einige Kommilitonen, die ausgeprägte Vorkenntnisse hatten. Ich hatte bis dato aber auch schon ein Praktikum absolviert und in Miami ein Praktikum in einer Modelagentur abgeschlossen. Natürlich ist man anfangs manchmal überfragt, weil man nicht jeden Designer kennt, der im Unterricht zur Sprache kommt.

Face2Face: Unter denen, die in der Modeindustrie arbeiten wollen, ist doch bestimmt auch die Markenverrücktheit ein Thema. Wie stehst du dazu?

Heim: Das kommt tatsächlich vor! Es gibt Leute, die nur in der Mode arbeiten wollen, um Markenkleidung zu tragen und sich zu profilieren. Ich kann dazu nur sagen, dass das für den Erfolg in der Branche nicht ausreicht und auch schnell durchschaut wird. Für mich geht es bei Mode vielmehr um Kunst und um den Ausdruck der eigenen Persönlichkeit.

Face2Face: Inwiefern würdest du sagen, dass der Standort Mailand die Qualität der Lehre beeinflusst hat?

Heim: Mailand ist natürlich eine der großen Modemetropolen der Welt. Allein schon durch die räumliche Nähe entsteht ein großer Bezug zu den großen Modehäusern wie Prada, Armani und Co. Dies hatte zur Folge, dass viele unserer Dozenten aus der Praxis kamen und wir natürlich auch Vorteile bei der Praktika- oder Jobsuche hatten.

Face2Face: Du hast ja direkt nach dem Studium zu den Glücklichen gehört, die sofort eine Arbeitsstelle gefunden haben. Wie glamourös darf man sich den Job denn vorstellen?

Heim: Ich habe in einem Korrespondenzbüro für die deutschen Zeitschriften in Mailand gearbeitet. Ein solches Korrespondenzbüro ist der Mittelsmann zwischen den Zeitschriften und den Designern. Falls also eine deutsche Modezeitschrift ein Shooting plant, werden wir kontaktiert, um die Kleider bei den italienischen Designern zu organisieren und an die Zeitschrift zu versenden. Zum Thema Glamour kann ich hier nur sagen, dass ich anfangs viele, viele Stunden auf meinen Knien verbracht und schwere Boxen aus-, um- und wieder verpackt habe. Das war ein echter Knochenjob! Als ich dann Modeassistentin wurde, bekam ich einen eigenen Schreibtisch und auch die Verantwortung für drei Zeitschriften: die deutsche Madame, Grazia und Gala.

Face2Face: Und wie sieht es mit der “Arbeitskleidung” aus? Waren im Büro alle top modisch und ausgefallen gekleidet?

Heim: Genau so habe ich mir das vor meinem ersten Tag im Büro auch vorgestellt und habe mich dementsprechend aufgebrezelt. Allerdings wurde ich schnell eines besseren belehrt: Das Team war völlig leger angezogen. Vielleicht ist das sogar typisch für Leute, die den ganzen Tag von Mode umgeben sind.

Ein Model gestylt von Sabrina Heim (Foto: Heim)

Ein Model gestylt von Sabrina Heim (Foto: Heim)

Face2Face: Vor Kurzem hast du, nach zwei Jahren im Korrespondenzbüro in Mailand, zur ELLE in München gewechselt. Wie ist dein Eindruck bisher und was genau machst du dort?

Heim: Bisher bin ich begeistert. Meine Teamkollegen sind offen und sehr freundlich. Im Moment herrscht noch die Ruhe vor dem Sturm, da gerade die Fashionweeks stattfinden und danach für uns der Trubel beginnt. Nach den Schauen werden bei uns viele verschiedene Meetings stattfinden, in denen festgelegt wird, welche der gezeigten Trends in der Zeitschrift erscheinen werden und wo die Shootings stattfinden sollen. Im Anschluss daran werden wir die Kleidungsstücke der jeweiligen Designer in den Korrespondenzbüros anfordern und dann zum Shooting aufbrechen. In der Zeit assistiere ich einer Moderedakteurin, mit der ich auch zum Shooting fliegen werde. Vor Ort unterstütze ich die Redakteurin in organisatorischen Belangen und beim Anziehen der Models. Aber auch das Bügeln der Designerstücke oder Bedienen der Windmaschine kann zu meinen Aufgaben gehören.

Face2Face: Liest du in deiner Freizeit überhaupt noch Modezeitschriften?

Heim: Oh ja, natürlich. Während des Studiums war das Lesen von Modezeitschriften sogar ein Muss. Allerdings nicht nur die Mainstream-Modezeitschriften sondern auch Nischenmagazine. Die kosten dann schon mal um die 20€, erscheinen dafür aber auch nur halbjährlich, sind etwas verrückter und dienen mehr der Inspiration.

Face2Face: Zum Schluss noch eine Frage zum Träumen: Welchen Star würdest du gerne mal stylen und warum?

Heim: Da fällt mir direkt Kate Hudson ein. Sie gefällt mir in ihren Filmen immer sehr gut, ist unheimlich wandelbar und sie hat diesen gewissen Hippie-Style, der mir auch persönlich sehr gut gefällt. Ich glaube, wir würden auf einer Wellenlänge liegen. Ich stehe gerade erst am Anfang meiner Karriere und ich träume definitiv davon, irgendwann auch einmal das Styling in Filmen zu übernehmen. Vielleicht sprechen wir uns ja dann wieder. Da gibt es bestimmt wieder einiges zu erzählen.

Geiz ist geil – der SALE

 

Bei den derzeit heißen Temperaturen und dem fantastischen Wetter zieht es die Allgemeinheit selbstverständlich ins kühle Nass. Dass es die Menschen auch in die Innenstädte verschlägt, lässt sich unschwer an der Begeisterung für das besondere Flair eines Biergartens, Flussufers oder auch einer Einkaufsstraße erkennen. Gerade diese Passagen verlocken in dieser Zeit zu einem Bummel aufgrund eines Stichworts: SALE. Was früher der Sommerschlussverkauf oder im Winter der Winterschlussverkauf war, hat sich mittlerweile als ein Wort mit vier Buchstaben in den Köpfen der Konsumenten manifestiert. Doch was bedeutet dieses Wort für uns? Wie wirkt sich der ständige Ausverkauf auf unser Konsumverhalten aus? Sparen wir wirklich, wie es uns der SALE weismachen will?

Früher war der Schlussverkauf ein wahres Shoppinghighlight unter den Damen und Herren des Landes und weckte das Interesse der Medien. Wer kennt nicht die Bilder stürmender Massen, um das im Preis gesenkte, so ersehnte Gut zu ergattern. Die Devise hieß also: Jeder kann sein Schnäppchen landen, wenn er bereit ist, dafür alles zu geben. Es wird mit Sicherheit viele gegeben haben, die diesen Satz wörtlich genommen haben. Doch heutzutage geht das ganze Spektakel gemütlicher zu. Selbstverständlich gibt es immer wieder enorme Kleiderberge zu sehen, aber bei der Masse an Artikeln lässt sich dies nicht vermeiden. Was sich allerdings grundlegend geändert hat ist die Tatsache, dass der SALE jeden Tag im Jahr vorhanden ist.

Ursache dafür ist die veränderte Shoppinglandschaft. Denn wo es früher nur das Kaufhaus in der Stadt gab, gibt es für den Kunden von heute im Internet die Möglichkeit, seine Einkäufe rund um die Uhr zu tätigen. Gerade dieses Medium hat eine Angebotswelle ausgelöst, die seinesgleichen sucht. Doch die immer größer werdende Konkurrenz hat einen ungeheuren Absatzdruck zur Folge, was die meisten (Online-)Shops veranlasst mit Gutscheinen und Sonderaktionen zu werben, um ihr Absatzsoll zu erreichen. Dass dieses Geschäftsmodell baden gehen kann, haben wir erst kürzlich am Beispiel Praktiker erfahren. Fakt ist, dass es uns mittlerweile jederzeit möglich ist, ein Schnäppchen zu landen.

Aufgrund dieser Tatsache hat sich das Konsumverhalten in die Richtung verändert, dass wir als Käufer oftmals erst abwägen, ob das vorliegende Kleidungsstück woanders billiger zu bekommen ist – schlichtweg nach dem Motto: Geiz ist geil. Diesen Slogan schreiben sich die Unternehmen auf die Fahnen, denn wer preislich am attraktivsten anbietet, gewinnt. So überrascht es nicht, dass Kundenbindung durch Rabattaktionen erzeugt werden soll. Kaufhäuser locken mit Kundenkarten, welche das Einkaufen belohnen sollen, andere wiederum winken mit den schon erwähnten Geschenkvouchers. Das führt dazu, dass wir uns als Käufer im bequemsten Fall nicht mehr auf das Schnäppchen zubewegen müssen, da es schon von alleine zu uns kommt.

Doch kaufen wir im Endeffekt günstiger ein? Wer es nur auf ein bestimmtes Teil absieht, wird die Frage mit Sicherheit bejahen. Doch die Mehrheit würde sich nicht sicher sein. Sie würde es bestätigen, mehrere Angebote erwischt zu haben, doch die Ausgaben würden schwerer wiegen als vorher angenommen. Das liegt daran, dass aufgrund der Angebotsvielfalt und der niedrigen Preise die Verlockung groß ist, das ein oder andere Teil mehr einzupacken. Im Shoppingtempel Primark sind diese Szenarien jeden Tag zu beobachten und spätestens an der Kasse zeigt sich, dass aus kleinen Beträgen eine große Summe entstehen kann.

Was somit der heutige Artikel zum Thema SALE aussagen will, ist, dass es sich bei diesem Wort um ein ausgeklügeltes Geschäftsmodell handelt. Deshalb soll er dazu anregen, dass eigene Konsumverhalten zu analysieren und zu hinterfragen. Da es sich um einen Artikel der Moderubrik handelt, bedeutet dies im Klartext: Brauche ich dieses Kleidungsstück wirklich? Entspricht es meinem Stil? Kaufe ich das im Preis gesenkte Gut, weil es vorher viel teurer war? Wer sich mit diesen Fragen ehrlich und gewissenhaft auseinandersetzt, kann sich sicher sein, dass er am Ende des Einkaufs zufriedener nach Hause geht als andere.

Vorschau: Nächste Woche dreht sich alles um das Wertheim Village.

Pitti Immagine Uomo

Während wir dieser Tage endlich den lang ersehnten heißen Sommer genießen dürfen, scheinen die modischen Themen im Herrenbereich eigentlich einfach gestrickt und aufgebraucht. Doch zwischen Tank-Tops, Badehosen und Sale-Wahnsinn mischt so manch modisches Highlight mit, welches jedoch meistens erst auf den zweiten Blick Beachtung findet. Im heutigen Fall ist es eine Veranstaltung, welche sich „Pitti Immagine Uomo“ nennt und als eine der bekanntesten internationalen Modemessen für Herrenbekleidung gilt.

Dieses alljährlich zweimal stattfindende Fest für Herrenmode wird in der Stadt Florenz ausgerichtet und macht die weltberühmte Stadt zum Schaufenster vieler Designer. Vorgeführt werden, neben der Bekleidung, auch Accesoires und Gegenstände in einem vielfältigen Angebot, die stilistisch klassisch bis modern ausgearbeitet sind. Die dort vorgestellten Kollektionen sind oftmals der erste Fingerzeig für die Trends der kommenden Saison.

Bevor die Messe allerdings zu einer Referenz im internationalen Modegeschäft wurde, entwickelte sie sich Anfang der fünfziger Jahre Schritt für Schritt aus einer Modenschau für Damenmode heraus, welche bis in die Siebziger auf dem Palazzo Pitti in Florenz abgehalten wurde. Die erste Herrenmodenschau, die Pitti Uomo, fand 1972 zum ersten Mal statt und spielt seither gegenüber der Frauenmode dort eine übergeordnete Rolle. Nichtsdestotrotz wird auf der in der Zwischenzeit umgetauften Pitti Immagine nicht nur Bekleidung für den Herrn präsentiert: Frauen- und Kindermode, Stoff- und Heimtextilien sowie die neuesten Trends in der Parfümindustrie werden jedes Jahr vorgeführt.

Doch wieso hat sich ausgerechnet die Pitti Immagine zu einer Referenzveranstaltung entwickelt? Während Mailand in Italien mit seiner weltberühmten Modewoche die Vormachtstellung mit den luxuriösesten Designern innehat, hat sich andererseits die Florentiner Modemesse als Pendant für junge und aufstrebende Modeschöpfer- und labels entwickelt. Und gerade diese Designer sind es, welche in einer schnelllebigen Zeit mit neuen Ideen Impulse setzen und somit auch die großen Designer inspirieren. So ist nicht verwunderlich, dass diese beiden modischen Messehighlights – die Pitti Immagine und die Mailänder Modewoche – zeitnah nacheinander stattfinden.

Wer sich also für neue und ausgefallene Mode begeistern kann, dem ist es möglich, sowohl Mitte Januar als auch Mitte Juni die Pitti Immagine Uomo zu besuchen. Nebenbei kann man eine der schönsten Städte Italiens besichtigen. Weitere Informationen zur Messe gibt es auf der offiziellen Seite der Pitti Immagine.

Vorschau: Nächste Woche dreht sich alles um das Thema Mädchenflohmarkt.

Die sommerlichen Modetrends für den Mann

Auch wenn man es dem derzeitigen Wetter nach nicht glauben mag: der kommende Juni soll ein Sommermonat sein. Und da der liebe Gott nicht ewig die Fluten vom Himmel schicken kann, können wir guter Dinge sein, dass uns bald der heiß ersehnte Sommer erreichen wird. Wer also genug von Schmuddelwetter und der mittlerweile unerträglichen dicken Jacke hat, dem sind die kommenden Zeilen zu empfehlen. Denn heute verabschieden wir uns thematisch endgültig vom Frühjahr und widmen uns nun den Trends für den Sommer.

Tank-Top mit Blumenprint und aufgesetzter Brusttasche (Bild: Zara)

Tank-Top mit Blumenprint und aufgesetzter Brusttasche (Bild: Zara)

Den Beginn macht, so banal es sich auch lesen mag, das T-Shirt. Dass man hierbei niemandem zweimal erklären muss, was ein T-Shirt ist, ist selbstredend. Modisch jedoch gibt es tatsächlich Neues über das Halbarm-Shirt zu berichten. Neben dem bekannten Mustertrend sorgen nun auch Pocket-T-Shirts, sprich T-Shirts mit aufgesetzten Brusttaschen, für frischen Wind. Hier lassen sich schon einige interessante Variationen entdecken, wie zum Beispiel ein weißes Basic-Shirt mit gemusterter Tasche. Auch tragetechnisch bekommt das Tee neuen Schwung und das im wahrsten Sinne des Wortes. Weil das T-Shirt ein Inbegriff der Fifties ist, dürfen die Ärmel wieder umgeschlagen werden, wie es einst James Dean vorgemacht hat.

Wer es allgemein noch luftiger mag, dem seien die neuen Tank-Tops ans Herz gelegt, denn diese zeigen sich in ihren neuesten Kreationen mittlerweile genauso vielseitig wie das vorgenannte T-Shirt. Doch trotz jeglichen Tragekomforts ist bei diesem Kleidungsstück Vorsicht geboten, denn in Sachen Seriosität müssen Abstriche gemacht werden. Nichtsdestotrotz zeugt es von stylischem Selbstbewusstsein, ein Tank-Top nicht nur auf dem Weg ins Schwimmbad zu tragen.

Die Hose des Sommers: die Leinenhose. (Bild: Zara)

Die Hose des Sommers: die Leinenhose. (Bild: Zara)

Schon bei dem Gedanken an lange Hosen kann man bei hohen Temperaturen schnell ins Schwitzen kommen. Aus diesem Grund wird zur kurzen Hose gegriffen, sei es ein kurze Chino oder Jeans. Trotzdem greifen wir in diesem Jahr auch mal öfter zur langen Hose – die Leinenhose, großer Sommertrend, schafft Abhilfe. Alleine der Look dieses Stoffes ist Sommer pur und das Beste daran: Es gibt aus diesem Stoff nicht nur Hosen. Auch Shorts und Oberteile kommen in dem luftig-leichten Stoff daher, um uns den Sommer erträglicher zu machen.

Der Carshoe. (Bild: Zara)

Der Carshoe. (Bild: Zara)

Abgerundet wird der vorgenannte Trend zu guter Letzt durch den richtigen Schuh. Espadrilles, Loafers oder Carshoes erweisen sich als perfektes Pendant in der heißen Jahreszeit. Natürlich werden diese barfuß getragen, um einen Tennissocken-Shock zu vermeiden. Also dürfen auch die Knöchel gerne wieder gezeigt werden, indem die Hosen etwas hochgekrempelt werden.

Probiert euch also aus und versucht, die neuen Trends als Inspiration zu nutzen. Mit Sicherheit werden uns diese Vertreter diesen Sommer eine Menge Freude bereiten.

Vorschau: Nächste Woche beschäftigt sich unser Gastbeitrag mit dem Thema Kleiderkreisel.

Muster – das modische Trendthema der Stunde

Mode wäre nicht Mode, wenn es uns verwehrt wäre, diese so kreativ ausleben zu dürfen, wie wir es können. In dieser Hinsicht sei das Genie des Designers gepriesen, welcher uns Kombinationen in Form von Mustern und farbigen Spielereien liefert, die unsere modische Welt in schier grenzenlose Dimensionen erweitern lassen. Das hat die Männerwelt erkannt und bedient sich nun ausgiebig in den Geschäften der Republik um dem eigenen Aussehen ein neues Antlitz zu verleihen.

Camouflagehose

Camouflage ist wieder da! Und so cool wie nie! (Bild: Zara)

Das beste Beispiel für den derzeit sehr angesagten Mustertrend ist das berühmte Camouflage-Muster. Eher bekannt von Kriegsschauplätzen, hat es über die Jahre mittlerweile einen modischen Status inne. Die aktuellen Kollektionen sprühen vor kreativen Elementen des Militärstils und so sind nahezu alle Kleidungsstücke mit Camouflage zu ergattern. Die Klassiker sind die berühmte Jacke und die Hose, doch auch die neuen Kreationen mit Hemden und Denim verleihen einen interessanten Touch.

Florales Shirt

Shirt mit blumigen Akzenten (Bild: Zara)

Ein Vorfahre aus der Zeit der Hippies erlebt derzeit ebenfalls sein Revival: Florale Prints sind wieder in aller Munde, doch im Gegensatz zu früher werden diese dezenter und weitaus modischer ins Szene gesetzt. Nichtsdestotrotz gehört schon eine Portion Mut dazu, sich ein Hemd mit Blumenprint überzustreifen. Der modische Hallowach-Effekt allerdings ist enorm – vor allem im Sommer wird solch ein Shirt mit Sicherheit zum Trendpiece des Jahres avancieren.

Paisley-Muster

Nicht nur auf Krawatten zu finden: das Paisley-Muster. (Bild: Zara)

Eher aus dem Business-Sektor bei den Accessoires bekannt, erobern nun auch Paisley-Muster die Kleidungsstücke im Laden des Vertrauens. Gerade diese Muster sind aufgrund ihrer kunstvollen Farbgebung ungemein vielseitig und verleihen dem Gesamtlook einen neuen Eyecatcher.

 Zum Schluss widmen wir uns den Evergreens in dieser Kategorie. Die Rede ist von den – hoffentlich – nie aus der Mode kommenden Karos, Streifen und Punkten. Ob formell oder casual – jeder hat mindestens einen dieser Vertreter in seinem Kleiderschrank. Und wenn nicht: für Einsteiger in diesem Genre sind die zuvor genannten Kreationen der erste Anhaltspunkt für ein neues, modischeres Aussehen.

 Vorschau: Nächste Woche erfahren die Damen alles über Beauty-Lieblinge.

Essentials für den Mann – Teil 2: Frühling

Laut Kalender war gestern schon Frühlingsanfang – was das Wetter betrifft, lässt uns die heiß ersehnte Jahreszeit noch etwas warten. Nichtsdestotrotz wollen wir uns in der heutigen Ausgabe mit den Essentials beschäftigen, welche jedes Jahr darauf warten aus dem Kleiderschrank geholt zu werden.

Jedes Frühjahr eine Augenweide: Polohemden (Bild: Hemmer)

Der bekannteste Anwärter ist in dieser Hinsicht das sowohl smarte als auch lässige Polohemd. Kein anderes Kleidungsstück wird in diesen Monaten häufiger in Schaufenstern zur Schau gestellt – das soll jedoch keine abwertende Bewertung sein. Denn das sportive Halbarmshirt, welches seine Wurzeln im Tennis hat und von Größen wie Fred Perry und René Lacoste in die Modewelt gebracht wurde, sorgt mit unzähligen Farbmöglichkeiten dafür, dass es uns auch von der Kleidung her warm ums Herz wird. Den zeitlosen Aspekt brauch man an dieser Stelle auch nicht weiter zu erwähnen, oder?

Der Cardigan ist auch im Frühling ein Allrounder schlechthin. (Bild: Zara)

Doch was tun, wenn im April wieder ein frischerer Wind weht? Neben den Jacken, die schon im Preview vorgestellt wurden, gibt es mit schlichten Cardigans eine weitere Variante sich zu wärmen und doch flexibel zu bleiben, sollte die Sonne wieder zum Vorschein kommen. Als Essential gehen hier die unifarbenen Modelle durch, während bei den Versionen mit Streifen und mehreren Farben sowohl der eigene Bedarf als auch die Kombinationsmöglichkeiten eingeschätzt werden sollten.

Weil es dann leider doch noch nicht so warm ist, wie es das gute Wetter uns manchmal vorgaukeln will, müssen kurze Hosen bis zum Sommer auf ihren Auftritt warten. Solange ziehen wir uns aber genauso gerne unsere Chinos wieder an, welche von hellen Farben geprägt sein sollten. Zieht man die farbenfroheren Varianten vor, darf an dieser Stelle gerne nochmal das Thema Color-Blocking ins Gedächtnis gerufen werden.

Chinos in verschiedenen Farben – einfach ein Must-Have (Bild: Hemmer)

Ganz dem Thema Canvas widmen wir uns bei den Schuhen. Ob Chucks, Vans oder Keds – mindestens einen Vertreter hat jeder Mann in seinem Schuhschrank stehen und hat diesen erst recht im Frühjahr sofort griffbereit. Obwohl wir alle diese Schuhe so lieben, wie wir sie kennen, gibt es an dieser Stelle noch einen kleinen Tipp am Rande. Da sich die Standardeinlagen oft schnell abnutzen, kann man zu Ersatzeinlagen nur raten – ihr werdet es mit Sicherheit nicht bereuen und eure Füße werden es euch danken.

Komplettiert wird die Essentials-Ausgabe zum Schluss mit der Sonnenbrille, die getrost wieder aus rein stylischen Aspekten getragen werden darf. Wer es jetzt schon macht, schafft sich eine erträglichere Wartezeit auf die schönen Tage des Jahres – versprochen!

Vorschau: Nächste Woche stellt Victoria den Damen den Boho-Style vor.

Modefauxpas – was Mann vermeiden sollte

Nachdem wir uns in den vergangenen Artikeln ausführlich mit den Trends für den Mann auseinander gesetzt haben, beschäftigen wir uns dieses Mal mit den modischen Aussetzern, die man als Mann vermeiden sollte.

Modisches Tabu Nummer Eins: Das Tragen von Sneakern zu einem Anzug. Es gibt wahrlich nichts Unpassenderes als diese Kombination, was einem Jahr für Jahr immer wieder aufs Neue als großer Trend propagiert wird. Zu einem Anzug gehören einfach gute Businessschuhe für ein seriöses Auftreten. Oder joggt man mittlerweile in der Mittagspause einmal um das eigene Unternehmen?

Ein weiterer Trend, der meines Achtens mittlerweile zu viele Wellen schlägt, ist das Tragen einer Nerdbrille. Dabei soll auf das Aussehen der Modelle nicht näher eingegangen werden, sondern auf einen ganz anderen Aspekt. Ist es nicht schockierend wie viele Menschen eine Brille ohne Sehstärke benutzen, obwohl sie es gar nicht nötig hätten. Sich diesen Trend zu hinterfragen wäre deshalb ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Weiterhin steigen immer mehr Männer auf den Zug des Girlfriend-Stils auf. Im Zuge des Boyfriend-Stils, welcher die modische Welt der Frauen in den letzten beiden Jahren bereichert hat, versuchen nun Männer in aller Welt, sich Kleidungsgewohnheiten des weiblichen Geschlechts zu Nutzen zu machen. Doch Männer in Leggins, mit Handtaschen und weiteren Klassikern des femininen Kleidungsstils sind wohl eher ein Flop statt Top.

Des Weiteren sind weit ausgeschnittene T-Shirts ein derzeit leider häufig gesehener Outfitbestandteil. Im Vergleich zu einfachen Jerseys mit Rundhals- oder V-Ausschnitt stört bei dieser Variante die Aufdringlichkeit der Modelle. Weniger ist mehr wäre an dieser Stelle das angebrachte Motto.

Ein Plädoyer zum Schluss: Männer, habt Mut zur Individualität! Denn immer öfter tragen die Herren der Schöpfung ein und denselben Kleidungsstil. Gute Beispiele sind der Hollister-Look oder die Variante im Tim Bendzko-Stil. Seid kreativ und versucht euren eigenen Stil zu entwickeln, denn ein modischer Fauxpas ist nicht immer nur eine Frage des Outfits, sondern auch eine des selbstbewussten Auftritts.

Vorschau: Nächste Woche stellt Victoria die ersten Trends des Frühjahrs für die Damen vor.

 

Der Frühling ist nicht mehr fern – was der Mann dieses Frühjahr tragen kann!

In Anbetracht des nun doch sehr kalten Winters ist es uns heute ein Anliegen die ersten modischen Ausrufezeichen fürs Frühjahr zu setzen. Die Designer haben wohl ebenfalls den Hilferuf nach den warmen Tagen gehört und versorgen nun die Geschäfte mit den ersten Stücken der Frühjahrskollektion. Zudem warten die Kreationen mit dem einen oder anderen Trend darauf, ausprobiert zu werden.

Denn als erstes großes Thema  hält nun auch das Color-Blocking in der Männermodewelt Einzug. Obwohl schon irgendwie immer da gewesen, ist diese Form des modischen Zusammenspiels seit dem vergangenen Jahr in aller Munde. Wie es der Name schon vermuten lässt, besinnt man sich bei der Auswahl seines Outfits auf verschiedene Farbtöne, welche harmonisch auf den gesamten Look wirken sollen. Beim Ausprobieren wird auffallen, dass augenscheinlich konkurrierende Farben miteinander funktionieren können.

Harrington Jacke und Lederjacke

Die Übergangsjacken des Frühjahrs: Eine Harrington und eine Lederjacke. (Bild: Hemmer)

Neben dem Color-Blocking sind Revivals ein Trend des Jahres 2013. Hier feiern in diesem Jahr wieder Blousons wie Leder- und Bomberjacken ihr Comeback. Diese zeitlosen Klassiker sind die Übergangsjacken schlechthin und lassen jeden Mann wie einen Mann aussehen. Neben einer robusten Qualität sollte die Jacke einen guten Schnitt und kein zu glänzendes Finish besitzen.

Must-Haves eines jeden Mannes – ein Paar Sneaker und eine Jeans! (Bild: Hemmer)

Auch bei den Schuhen lautet die Devise: Altbewährtes lebt einfach länger. Deshalb dürfen Sneaker der Marken Adidas, Nike oder NewBalance wieder mit neuem Selbstbewusstsein getragen werden. Nicht umsonst legen die Hersteller ihre klassischsten Vertreter in vielen Varianten neu auf. Empfehlen darf man dazu die gute, alte Jeans. Sei es das abgewetzte Modell aus dem Kleiderschrank oder das neue Stück aus dem Laden – diese Hose ist da um wieder neu entdeckt zu werden. Bei einem Neukauf sollten dabei die drei bekanntesten Schnitte berücksichtigt werden: Regular Fit, Slim Fit oder Baggy. Je nach Typus und eigenem Geschmack kann schließlich das passende Kleidungsstück aus der enormen Auswahl selektiert werden.

Zu guter Letzt widmen wir uns einem guten alten Bekannten in der Sparte Accessoires, dem Rucksack. Lange verschrien, ist er durch seine Neuinterpretationen auf den internationalen Laufstegen wieder drauf und dran der Messenger Bag Konkurrenz zu machen. Viele Marken begeistern mit schönen Neuauflagen und verspielten Details, die jedoch nicht aufdringlich wirken sondern dem Rucksack einen sehr modernen Look verleihen. Darüber hinaus kann diese Tasche nicht nur mit einer Menge Stauraum punkten, sie lässt sich auch viel bequemer und gesünder tragen als jede andere Tasche.

Vorschau: Nächste Woche präsentiert Muriel den Frauen Beautyboxen.

Die Essentials für den Mann – Teil 1: Winter

Im heutigen Artikel beschäftigen wir uns mit den Basics im Kleiderschrank eines Mannes. Denn obwohl jede Saison neue Trends den Markt erobern, sind es auf der anderen Seite auch die Klassiker, die immer wieder gerne angezogen werden. In Teil 1 des Essentials-Guides dreht sich alles um die Wintergarderobe.

Ein schwarzer Mantel – das ist die Jacke, die bei jedem Anlass einen souveränen Eindruck hinterlässt. Ob morgens auf dem Weg zur Arbeit, mittags in der Stadt oder abends auf dem Weihnachtsmarkt – dieses Kleidungsstück weiß man immer zu schätzen. Neben dem eleganten Look punktet ein Mantel mit seinen wärmenden Eigenschaften. Von Vorteil ist hierbei, dass er auch den Schoß vor Wind und Kälte schützt.

Gern gesehen sind auch Basicpullover mit Rundhals- oder V-Neck-Ausschnitt. Diese gibt es mittlerweile in allen erdenklichen Farben. Schön ist, dass die Sweater von jeder Marke erhältlich und somit auch preislich erschwinglich sind.

Mit Cordhosen kann man im Winter nur richtig liegen. Nicht umsonst feiern sie diesen Winter ihr Comeback. Denn aufgrund des samtartigen Gewebes halten sie wärmer als eine Jeans oder Chino und sind elegant als auch sportiv tragbar.

Für die Füße kommen im Winter eigentlich nur Stiefel in Frage. Ein robuster, wasserdichter Boot mit guter Profilsohle ist und bleibt in der kalten Jahreszeit unverzichtbar.

Ein weiteres Augenmerk soll auf die erste Schicht der Zwiebeltaktik gelegt werden. Gute Unterwäsche ist essentiell für ein warmes Wohlbefinden. Deshalb sollte man im Winter lange Unterhosen und -hemden parat haben. Was das Aussehen betrifft, braucht man sich dabei keine Sorgen zu machen, da man diese logischerweise unter der Kleidung trägt. Zu guter Letzt dürfen auch Wollsocken für die – meistens – kalten Füße nicht fehlen.

Bei den Accessoires sind die großen Drei bekannt: Mütze, Schal und Handschuhe. Hier gibt es eine enorme Vielfalt zu entdecken. Ob unifarben oder mit Muster – der Fantasie sind beim Kombinieren keine Grenzen gesetzt. So erhält jedes Outfit eine ganz persönliche Note.

Mit dem Thema Individualität beschäftigen wir uns demnächst ausführlich, denn dem Highlight-Thema des Monats November schließen wir uns in diesem Monat an und betrachten das perfekte Silvester-Outfit für den Mann.

Vorschau: Nächste Woche geht Lisa dem Phänomen Mode-Blogger auf den Grund.