Menschen, Geschichten, Schicksale – 2014 im Panorama

Schreibt derzeit an ihrem dritten Buch: Samantha Stone (Foto: privat)

Schreibt derzeit an ihrem dritten Buch: Samantha Stone (Foto: privat)

Sie kämpfen für eine vom Aussterben bedrohte Sprache, gegen eine schwere Krankheit oder auch um den beruflichen Erfolg – die Menschen, die wir 2014 im Panorama zum Interview gebeten haben, haben ihre Ziele fest vor Augen. Wir haben nachgefragt, wie sich ihr Leben seit unserem letzten Gespräch verändert hat.

Vom Model zur Buchautorin
Beziehungskiller“ und „Polizei eingeschaltet“ titelten wir im Januar im Panorama. Jennifer Frankhauser, die Halbschwester von TV-Sternchen Daniela Katzenberger, soll versucht haben Model Samantha Stone den Freund auszuspannen. Was folgte waren böse Beschuldigungen auf beiden Seiten. Fast ein ganzes Jahr ist seitdem vergangen. Wir haben bei Stone nachgefragt: „Ich ignoriere Jennifer einfach und mache mein eigenes Ding. Hoffentlich sehe ich sie nie wieder.“ Dass sie mit dem Streit an die Öffentlichkeit gegangen ist, bereut Stone bis heute nicht. Privat und beruflich laufe es sehr gut. „Mein Mann und ich stehen nach wie vor zueinander. Wir lieben uns“, erzählt die 27-Jährige, „Momentan konzentriere ich mich auf meine Bücher. Das erste wird 2015 veröffentlicht, das zweiten ist auch soweit fertig und gerade arbeite ich am dritten.“ Mit der Veröffentlichung des ersten Buches sollen TV-Auftritte folgen. „Weiteres ist geplant, aber ich darf nichts verraten“, gibt sich Stone geheimnisvoll.

Freut sich über die Entwicklungen der vergangenen Monate: Svenja Mohr (Foto: privat)

Freut sich über die Entwicklungen der vergangenen Monate: Svenja Mohr (Foto: privat)

Von unerwarteten Spenden und positiven Entwicklungen
Von einer hoffnungsvollen, jungen Frau, die sich trotz schwerer Krankheit für andere einsetzt, berichteten wir im September auf Face2Face. Seitdem hat sich im Leben der an MS erkrankten Svenja Mohr einiges verändert. „Nach dem Artikel auf Face2Face gab es weitere Berichte in der regionalen Presse. Inzwischen hat die von mir ins Leben gerufene Gruppe MS-Jugend Speyer und Umgebung 29 Mitglieder“, erzählt die 22-Jährige. Sogar die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft habe sich bei ihr gemeldet und angefragt, ob sie ihre Gruppe als Deutsche Multiple Sklerose Gruppe weiterverbreiten wolle. Erst vor zwei Wochen hat sich zudem ein Herr mit der Redaktion in Verbindung gesetzt und 400 Euro für Svenjas Gruppe gespendet. Für sie noch immer unfassbar: „Demnächst wollen wir als Gruppe zusammen essen gehen, uns endlich auch persönlich kennenlernen und beratschlagen, für welche gemeinsame Aktivität wir das Geld einsetzen.“ Das neue Medikament, das Svenja seit vier Monaten bekommt, verträgt sie sehr gut.

Machte seit unserem letzten Gespräch im Juni sogar Konkurrenten zu Mitarbeitern: Werbefotograf und Schlagzeuger Christoph Baumann (Foto: Christoph Baumann/ Pixel-Werk)

Machte seit unserem letzten Gespräch im Juni sogar Konkurrenten zu Mitarbeitern: Werbefotograf und Schlagzeuger Christoph Baumann (Foto: Christoph Baumann/ Pixel-Werk)

Die Vielfalt eines Künstlers
„Ich mache mir nichts aus Konkurrenzdruck“, sagte uns Werbefotograf und Schlagzeuger Christoph Baumann (31) im Juni. Hat er an seinem Leitsatz festgehalten? „Aktuell habe ich sogar Konkurrenten zu Mitarbeitern gemacht, um mit unseren jeweiligen Stärken das Beste für unsere Kunden rauszuholen“, berichtet der Inhaber der Medienschmiede Pixel-Werk in Hardheim. Seine Arbeit wolle er stärker auf Kernkompetenzen konzentrieren, um so die Effizienz zu steigern. Im Juni-Artikel hat er uns verraten, dass er die Abwechslung an seinem Beruf sehr schätzt. An was er wohl derzeit arbeitet? „Momentan fotografiere ich von industriellen Prototypen bis hin zu Luxusautos“, lässt uns der Künstler wissen. Damit aber nicht genug: „Nebenbei wurde ein kleines Studio mit und für meine Band Babblfish geschaffen, damit wir endlich unser erstes Album aufnehmen und auf den Markt bringen können“, verrät der studierte Schlagzeuger. Wer neugierig ist, was die Musikrichtung „Nu Grunge Drecksau Rock“ auf dem Kasten hat, darf sich schon auf 2015 freuen – da soll das erste Album erscheinen.

Sucht jetzt auch auf Mega- und Giga-Events: Geocacher Sascha Günther (Foto: Günther)

Sucht jetzt auch auf Mega- und Giga-Events: Geocacher Sascha Günther (Foto: privat)

Ein moderner Schnitzeljäger in seinem Element
Er sucht immer noch. Und nach was? Nach Caches natürlich. Im März gingen wir mit dem Webdesigner und Hobby-Geocacher Sascha Günther (38) auf „Schatzsuche“. Er klärte uns unter anderem über verschiedene Cachetypen auf, wies auf Gefahren des modernen Schnitzeljagens hin und gab uns Eventtipps. Müde ist der Cache-Jäger noch nicht geworden: „Dieses Jahr habe ich an mehreren Mega-Events teilgenommen, unter anderem dem Big Äppel in Frankfurt und dem Event am See in der Nähe von Nierstein.“ Mega-Event deshalb, weil sich mehr als 500 Cache-Fans angemeldet hatten. Von einem neuen Eventtyp bezüglich Geocaching erzählt Sascha: „Dieses Jahr fand das erste Giga statt, ein Event mit einer Besucheranzahl von mehr als 5.000.“ Der fleißige Geocacher wird auch im kommenden Jahr wieder großen und kleinen Events frönen und nennt uns ein ganz besonderes: das Mainz Gutenberg 2015. Hier könne sich Jedermann über die Entstehung und die Technik des Geocaching informieren.

Feldforscher bei den Pitesaami: Joshua Wilbur zu Besuch in Schweden. (Foto: Joshua Wilbur)

Feldforscher bei den Pitesaami: Joshua Wilbur zu Besuch in Schweden (Foto: Joshua Wilbur)

Dank ihm lebt das Pitesaamische weiter
Dem „Sprachtod“ begegnen“, das ist das erklärte Ziel des Sprachwissenschaftlers Joshua Wilbur, der das Pitesaamische dokumentiert. Im März  haben wir mit ihm über das Volk der Saami gesprochen und auch darüber, warum die Sprache höchstwahrscheinlich aussterben wird. Seitdem hat Josh seine Arbeit weiter fortgesetzt, in Schweden viele alte Aufnahmen zusammen mit den Muttersprachlern transkribiert. Er war dieses Mal sogar auf einer Elchjagd dabei, hat alles mit der Kamera gefilmt, nicht selbst geschossen. Seine Sprachkenntnisse hat er weiter verbessert, aber richtig fließend spricht er noch nicht. Einfache Sachen klappen aber schon gut, berichtet er uns. Gefördert wird sein Projekt noch bis Ende April 2015 und dann muss er sich um neue Geldgeber bemühen. Er ist dabei neue Anträge zu schreiben und hofft, dass es klappt. „Es gibt nicht allzu viele Möglichkeiten, Förderung in diesem Bereich zu bekommen, aber ich werde es in jedem Fall versuchen“, sagt Josh.

Arbeitet fleißig an seinem zweiten Roman: Autor Dennis Stephan (© Dennis Stephan)

Arbeitet fleißig an seinem zweiten Roman: Autor Dennis Stephan (© Dennis Stephan)

Neuer Roman in Arbeit
Wir trafen den Berliner Jungautor Dennis Stephan vor fast genau einem Jahr und sprachen über sein Debut, Wortschöpfungen und erste Sätze. Dennis‘ erstes Prosa-Werk „Der Klub der Ungeliebten“ war druckfrisch. Rückblickend hat ihn die Diskussionsrunde, die es auf Lovelybooks.de zum Buch gab, sehr gerührt: „Ich fand es aufregend, verschiedene mir unbekannte Menschen dabei zu beobachten, wie sie über mein Buch resümieren und sich austauschen. Wie sie bestimmte Zusammenhänge knüpfen und Muster erkennen, die ich wohlüberlegt im Text versteckt hatte.“ Wirklich gekränkt habe ihn eigentlich kein Feedback – im Gegenteil, eher das Ausbleiben von Feedback, vor allem von Menschen, deren Meinungen ihm sehr wichtig sind, hat ihn enttäuscht. Seit diesem Jahr schreibt Dennis an seinem zweiten Roman. Thematisch wird er Ähnlichkeiten mit dem „Klub der Ungeliebten“ haben. Es wird um die Generation junger Erwachsener in Berlin gehen, ums Sich-Verlieben und die Flucht ins Nachtleben, um Süchte und Sehnsüchte, verrät uns der Autor. „Alles in allem ein wenig düsterer und plastischer als das erste Buch und vielleicht auch ein bisschen reifer“, erklärt Dennis. Der Abverkauf des Klubs läuft nach wie vor – „wenn auch leider nicht so rasant wie der Abverkauf des siebten Harry Potter-Bandes“, schmunzelt Dennis.

Vorschau: Am Dienstag, 13. Januar stellen wir euch ein junges Mode-Label aus der Rhein-Neckar-Region vor.

 

Wieso fahren alle großen Marken so auf das Model Cara Delevingne ab? – Wir haben die Antworten

Cara Delevingne ist 22 und ein Supermodel.

Wir haben einmal die wichtigsten Fakten über Cara und ihr Leben zusammengestellt.

Die gebürtige Londonerin ist die jüngste Tochter von Charles Delevingne und des ehemaligen It-Girls und Models Pandora Stevens. Sie kommt aus gutem Haus und ging unter anderem auf die Hempshire Boarding School Bedales, wo sie sich mit den Jagger-Kindern und der Familie von Lily Allen anfreundet. Schon immer hatte das in Mayfair aufgewachsene Mädchen mit den Medien zu tun, denn als Tochter eines It-Girls, Schwester eines Models und Enkelin eines Zeitschriftenherausgebers bekam sie viel von der Medienwelt mit.

Seit sie fünf Jahre alt ist, ist sie mit der Tochter von Sarah Doukas befreundet. Doukas ist die Gründerin der Modelagentur Storm. Wie Supermodel Kate Moss wurde auch Cara von ihr entdeckt. 2009 unterschrieb Cara dann bei Storm Models und begann 2010 ihre Modelkarriere mit Katalogaufnahmen für die Herbst-/Winter-Kollektion von ASOS, dem größten britischen Online-Versandhandel im Bereich Mode und Beauty.

Im selben Jahr läuft sie zum ersten Mal auf der Pre-Fall Show für die britische Modemarke Burberry, bis sie ein halbes Jahr später das Gesicht des Labels wird. Zuvor habe sie noch nie an das Modeln gedacht, es sei einfach so passiert, behauptet die Britin. Somit folgte sie ihrer zweitältesten Schwester Poppy ins Modelbusiness. Ihre Schwester hatte damals schon für große Marken wie Chloé, Louis Vuitton oder Balenciaga gemodelt.

Vitamin B ist immer ein Geheimnis zum Durchbruch, das ist klar. Doch auch ihre eigene, spezielle Art machte Cara zu dieser Persönlichkeit, die sie heute ist. Sie ist frisch und witzig, hat Humor und nimmt sich selbst nicht zu ernst. Das ist es, was die Modewelt unter anderem an dem jungen Model so liebt. Auf Instagram oder Facebook postet die 22-Jährige häufig Bilder von sich, auf denen sie Grimassen schneidet. Diese Albernheit tut gut in einem Business, das sonst so sehr auf Perfektion bedacht ist. Die Menschen wollen keine Models mehr, die nur straight ihren Job machen und ihr perfektes, makelloses Gesicht in die Kamera halten. Sie wollen eher eine freche Art und sehen, dass die Mädels auch noch Spaß an ihrem Beruf haben und es für sie durchaus auch noch andere Dinge im Leben gibt. Cara twittert gerne Bilder mit ihren Freundinnen Sängerin Rihanna und den Models Jourdan Dunn und Karlie Kloss, auf denen sie verrückte Kostüme anhaben oder Grimassen schneiden. Dass das gut ankommt, zeigen ihre 1.418.635 Follower (Stand: Januar 2014).

Zudem sind es ihr markantes Gesicht, die hellblauen Augen und ihre auffallenden Augenbrauen, die sie unverwechselbar machen.

Ihr persönlicher Kleidungsstil ist ein weiteres Markenzeichen von Cara. Sie ist flippig und cool, und deswegen auch fast immer auf Streetstyle-Fotos zu sehen. Am liebsten trägt sie Röhrenjeans und Bikerboots, die sie mit Vintage-Shirts kombiniert. Aber auch ein elegantes Kleid kann sie mit derben Boots schnell mal aufpeppen und edgy aussehen lassen. Wahrscheinlich liebt sie deshalb jeder, weil sie ihren ganz eigenen, unverwechselbaren Stil hat und damit die Massen begeistert.

Obwohl Cara Delevingne nur 1,73 Meter groß ist, läuft sie auf den Top-Laufstegen der Welt: Sie läuft unter anderem für Marken wie Oscar de la Rente, Karl Lagerfeld, Fendi, Burberry, Chanel oder Stella McCartney. Sie stand außerdem mit ihren jungen Jahren schon für Editorials der Vogue oder des V Magazine vor der Kamera.

Cara besucht nebenbei auch eine Schauspielschule, und kommt unter anderem in die letzte Runde des Castings zum KInofilm „Alice im Wunderland“. Sie spielte auch in einem Musikvideo von Musiker Bryan Ferry mit und wird bald neben Schauspielerin Keira Knightley im Kino zu sehen sein. Wahrscheinlich ist es ihre wunderbare Gabe, in ganz unterschiedliche Rollen zu schlüpfen, weshalb so viele große Designer auf sie abfahren. Sie ist wandelbar und bleibt trotzdem noch sie selbst.

Vorschau: Nächste Woche gibt es ein Interview mit der Modedesignerin Duygu Ay von Elenora zu lesen.

Model mit 40? – Aber hallo!

Supermodel Kate Moss ist dieses Jahr am 16. Januar 40 Jahre alt geworden. Doch zu alt zum Modeln ist sie nicht. Die Britin ist auch im hohen Model-Alter noch Gesicht einer großen Modemarke: Nicht zum ersten Mal präsentiert sie die Kollektionen des italienischen Modelabels Liu Jo wie immer sehr sexy und sinnlich.

 

Zudem wurde sie pünktlich zu ihrem 40. Geburtstag und dem 60. des Männermagazins von den Fotografen Mert & Marcus für den Playboy abgelichtet und vor kurzem Contributing Fashion Editor bei der britischen Vogue. In London soll es außerdem eine Ausstellung rund um Kate Moss geben und im April wird sie eine weitere Kollektion für das Einzelhandelunternehmen Topshop entwerfen.

 

Kate Moss ist nicht das typische Model: Sie ist nur 1,70 Meter groß. Doch seit rund 25 Jahren ist sie ein wichtiger Teil der Modewelt und gilt als eines der erfolgreichsten Models überhaupt. Dieses Glück und auch ihr Glück im Privatleben sind ein Grund zum Feiern.

 

Genau das tat sie auch an ihrem Geburtstag: Laut der britischen Tageszeitung „Daily Mirror“ feierte Kate Moss am Donnerstag, den 16. Januar ihren runden Geburtstag in der Karibik auf der Privatinsel Necker Island des Unternehmers Richard Branson und floh somit vor dem grauen Januarwetter in London. In der Karibik feierte sie mit engen Freunden wie Designerin Sadie Frost, PR-Managerin Fran Cutler und Hairstylist James Brown und schmiss eine Kostümparty unter dem Motto „Marie Antoinette“.

 

Ihr Mann, „The Kills“- Gitarist Jamie Hince (45), schenkte ihr zum Geburtstag eine Wohnung in Paris. Egal, ob von großen Magazinen, Marken oder ihrem Ehemann: Von allen Seiten wurde die Mode-Ikone beschenkt und gefeiert – und das zurecht!

 

Keiner sonst ist dem Model-Business so treu geblieben wie Kate Moss.

 

Eine Woche lang soll Kate Moss mit ihren Freunden auf der Insel Urlaub gemacht haben, die erst seit kurzem wieder zu vermieten ist. Im Jahr 2011 gab es auf der Insel des Unternehmers, die er für rund 227.300 Euro gekauft haben soll, wegen eines Blitzeinschlags einen Brand in der großen Villa. Daher vermietet Branson seine Insel erst seit Oktober wieder an Gäste, unter denen sich auch Prinz Harry und Stars wie die Schauspieler Kate Winslet und Eddie Murphy befinden.

 

Richard Branson soll seiner langjährigen guten Freundin Kate Moss den einwöchigen Urlaub zum Geburtstag geschenkt haben.

 

Dann hoffen wir doch mal, dass das 40-jährige Supermodel ihren Geburtstag so richtig genießen konnte und somit für die nächsten 40 Jahre Kraft und Energie tanken konnte.

 

Happy Birthday, Kate!

 

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr einiges über 125 Jahre Lanvin.

Claudia Schiffer oder Nachwuchsdesigner – um wen geht‘s in „Fashion Hero“?

KOMMENTAR: Die Fernsehsendung „Fashion Hero“ mit Claudia Schiffer, die vom 9. Oktober bis zum 27.November auf ProSieben ausgestrahlt wurde, sorgt in der Medienwelt zurzeit für massig Gesprächsstoff. Nachdem der Münchener Designer Marcel Ostertag, der seine Mode schon mehrmals auf der Berliner Fashion Week präsentiert hat, das Finale der Fernsehsendung gewann, sind die Diskussionen groß.

Eine Focus Online-Leserin bringt die Kritik in einem Kommentar auf den Punkt: „Hätte man sich mehr an das US Format eines „Project Runway“ angelehnt, hätte das durchaus was werden können. Ich denke, dass in Deutschland generell kein großes Interesse an solchen Sendungen besteht. Und die Juroren (außer Claudia Schiffer) kannte wohl auch keiner“. Nicht nur die Einschaltquoten liegen unter einer Million, sondern auch Ex-Model Claudia Schiffer wird heftig kritisiert. Es ständen nicht die Nachwuchsdesigner im Mittelpunkt, sondern Frau Schiffer mit ihren strahlend weißen Zähnen. Focus Online nennt sie sogar die „bestaussehende Fehlbesetzung“, denn richtig viel habe sie zur Fernsehsendung angeblich nicht beigetragen, außer ein paar Worten zu Kollektionen die sie „cool und edgy“ findet. Dass nun auch ein Designer zum talentiertesten Jungdesigner Deutschlands gewählt wurde, der den Fuß schon in der Türe hatte, lässt Schiffer in einem noch schwärzeren Licht stehen.

ProSieben sucht über „Fashion Hero“ Jungdesigner, die Sinn für Massengeschmack haben. Es sollen keine Entwürfe sein, die Emotionen erwecken und Menschen berühren, wie es auf manchen internationalen Schauen das ein oder andere Mal passiert. Reicht diese Massenabfertigung denn aber aus für eine gute Show? Ganz ohne Emotionen? Wohl nicht, denn auch mit einer wahnsinnig aufwendigen Bühnenshow, bei der Flammen aus der Bühne kommen oder Models von der Decke abgeseilt werden, kann Schiffer die Masse nicht begeistern. Außerdem ist es dem Zuschauer egal geworden, was aus Schiffers Schützlingen einmal wird oder ob sie ihren großen Traum Mode zu machen weiterhin verfolgen. Denn er erfährt ohnehin nichts über den Nachwuchs, geschweige denn über den Designprozess. Die Kritik der Juroren ist oberflächliches Geplänkel und weder konstruktiv noch fachlich fundiert. Basierend auf der Idee von Heidi Klums „Germany’s Next Topmodel“ ist „Fashion Hero“ nur ein billiger Abklatsch. Schiffer versucht, ihrer Kollegin Konkurrenz zu machen und den gleichen Erfolg zu ernten.

Man merkt schnell, dass sich alles nur noch um Schiffer dreht, und nicht um die Designer, die ihr Können unter Beweis stellen können, indem sie zeigen, dass sie ihre Ideen zu kommerzialisieren wissen. Leider hat die 43-Jährige damit einen Griff ins Klo gelandet. Statt ihrer Rivalin nachzueifern, sollte Schiffer sich lieber darum bemühen, ein Format zu finden, das zu ihrer Persönlichkeit passt.

Vorschau: Nächste Woche geht es darum, wie Luxusmarken digitale Medien nutzen.

Waldluft statt Parfüm oder: Zeit statt Zeug

Der Duft von frisch gefallenem Laub liegt in der kühle Waldluft: Besser als Parfüm? (Foto: Zeit statt Zeug)

Der Duft von frisch gefallenem Laub liegt in der kühle Waldluft: Besser als Parfüm? (Foto: Zeit statt Zeug)

Der Geruch von frisch gefallenem Laub und Holz liegt in der kühlen Waldluft. Die herbstlichen Farben der Blätter verblassen allmählich zu einem eintönigen Braun. Leise raschelnd bedecken sie den sandigen Weg und dämpfen jeden Schritt. Irgendwo weit entfernt ertönt der Ruf eines Vogels. Über den kahler werdenden Baumwipfeln thront der stahlblaue Himmel. Eine Atmosphäre, so einzigartig und besonders und dann doch wieder so alltäglich, dass wir sie kaum bewusst wahrnehmen. Und dabei würde es sich doch lohnen, das Parfüm einmal gegen frische Waldluft einzutauschen.

Das dachten sich auch die Mitarbeiter der Kreativagentur Scholz & Volkmer und riefen zu Weihnachten 2012 das Projekt „Zeit statt Zeug“ ins Leben, das nicht nur Ideen für eine nachhaltige Konsum- und Freizeitgestaltung liefert, sondern auch die Möglichkeit bietet, besondere Momente mit geliebten Menschen zu teilen.

Zoobesuch statt Stofftier, reparieren statt neu kaufen und Schrank ausmisten statt Shopping sind nur einige der Geschenkideen, die der Besucher der „Zeit statt Zeug“-Website an seine Lieben verschenken kann – ganz unkompliziert und kostenlos.

„Das Thema Nachhaltigkeit liegt uns sehr am Herzen“, erzählt Nanna Beyer, zuständig für den Nachhaltigkeitsbereich bei Scholz & Volkmer, „die Reduzierung des eigenen Konsums tut nicht nur der Umwelt gut, sondern wirkt sich auch positiv auf den Menschen aus. Denn Verzicht ist nicht nur schlecht – er befreit auch.“

Schülerin Sophia hätte Spaß daran: Kochabend statt Kochbuch (Foto: Zeit statt Zeug)

Schülerin Sophia hätte Spaß daran: Kochabend statt Kochbuch (Foto: Zeit statt Zeug)

Tatsache ist: 9 Mio. Kochbücher werden pro Jahr gekauft, 4,5 Mio. davon – also genau die Hälfte – bleiben ungenutzt. Wieso also nicht zum anstehenden Weihnachtsfest mal einen Kochabend statt eines Kochbuches verschenken?

Schülerin Sophia (15) kann sich das gut vorstellen: „Ich koche wirklich gerne, nur leider nicht so oft. Deshalb würde ich mich über einen Kochabend freuen.“ Gemeinsam mit ihren Freunden wäre das auch noch richtig lustig, ist sie sich sicher. Und am Ende würde hoffentlich auch etwas Leckeres dabei rauskommen. Auch gefällt ihr die Idee, einmal selbst Zeit statt Zeug zu verschenken: „Es bedeutet mir viel, mit den Menschen, die mir wichtig sind, etwas Schönes zu unternehmen. Leider geht das im Alltag oft unter, weil einfach nicht genügend Zeit da ist. Wenn man sich allerdings gezielt gemeinsame Zeit schenken würde, dann würde das sicher nicht passieren.“ Außerdem sei eine gemeinsame Unternehmung im Nachhinein wertvoller als etwas Materielles, weil man die Erinnerung immer in sich trägt, findet Sophia.

Auch Beyer bezeichnet Zeit als kostbares Gut – „Zeit ist limitiert und kann daher nur mit einem bewusst ausgewählten Kreis an Personen geteilt werden. Und genau dieses Bewusstsein beim Thema Zeit sollte auch auf den Konsum übertragen werden. Das möchten wir mit dem Projekt erreichen.“ Eine konkrete Zielgruppe gibt es laut Beyer nicht: „Wir versuchen immer, die Gesellschaft im Blick zu haben und wünschen uns, so viele Leute wie möglich zu erreichen. Wir möchte bei den gut Situierten das Bewusstsein für Nachhaltigkeit wecken, aber auch diejenigen ansprechen, die weniger Geld haben und trotzdem etwas Schönes verschenken wollen.“

Und für die Kleinen: Zoo statt Stofftier (Foto: Zeit statt Zeug)

Und für die Kleinen: Zoo statt Stofftier (Foto: Zeit statt Zeug)

Wie zum Beispiel Studentin Patricia (21). „Zeit statt Zeug“ ist für sie die „(fast) perfekte Lösung für das alljährliche Weihnachtsgeschenke-suchen-finden-Problem“, da sie zwar wenig Geld habe, ihren Liebsten zu Weihnachten aber trotzdem etwas ganz besonderes schenken möchte. „Da ich nicht mehr zu Hause wohne, finde ich gemeinsame Zeit besonders wertvoll“, erzählt sie, „als Geschenk für meinen Papa könnte ich mir gut vorstellen, ihm einen Gutschein über gemeinsame Zeit zu schenke, um ihm sein Laptop näher zu bringen. Bei anderen, wie meiner jüngeren Nichte, die erst elf ist, ist es etwas schwieriger, Zeit zu verschenken. Denn in diesem Alter hat man noch so viel Zeit, dass diese nicht viel zählt, da muss ich mir wohl etwas anderes ausdenken.“

„Eine Kleinigkeit an Spielzeug gehört dazu“, findet auch Samantha (25) im Bezug auf ihren vierjährigen Sohn. Zeit mit der Familie zu verbringen, zusammen essen, einfach beisammen sein und sich auszutauschen sei für sie jedoch das Wichtigste – vor allem an Weihnachten: „Drei Tage weg vom Alltag und nur Zeit für Privates haben – die Weihnachtszeit ist besser als Urlaub.“ Neben Spielzeug und einem Hund möchte das Model ihrem Sohn gemeinsame Zeit schenken. „Mein Sohn backt gerne. Deshalb werden wir kurz vor Weihnachten Plätzchen, Kuchen, Muffins und Cupcakes zusammen backen“, berichtet die junge Mutter stolz.

Noch gar keine Ideen, was er zu Weihnachten verschenken kann, hat Sandro (24). Der Jugend- und Heimerzieher bezeichnet sich selbst als „Kurz-vor-knapp-Einkäufer“. Seiner Meinung nach sind materielle Dinge weniger wert. Oft profiliere sich der Schenker auch noch wegen des Geldes, das er investiert hat. „Doch mit ein wenig Zeit und einer tollen Idee kann man jemandem das Gefühl vermitteln, wichtig zu sein“, ist sich Sandro sicher.

Wie wäre es mit: Reparieren statt neu kaufen? (Foto: Zeit statt Zeug)

Wie wäre es mit: Reparieren statt neu kaufen? (Foto: Zeit statt Zeug)

Ideen liefert das Projekt „Zeit statt Zeug“ jede Menge. Und auch die Umsetzung ist kinderleicht: Passendes Geschenk auswählen, den eigenen Namen sowie den Namen desjenigen eingeben, der beschenkt werden soll, zwischen diversen Möglichkeiten eine Gestaltung der Karte wählen, einen Text sowie Datum und Uhrzeit für das Stattfinden des Geschenks eintragen. Zum Schluss noch die E-Mail-Adresse des Empfängers angeben und schon erhält dieser die Karte als Link per E-Mail und kann nun angeben, ob er das Geschenk so annimmt oder aber einen anderen Terminvorschlag machen.

Kurz vor Weihnachten soll das Angebot des „Zeit statt Zeug“-Projektes noch um eine Wunschliste erweitert werden, wie uns Beyer verrät. „Mithilfe der Wunschliste kann ich zum Beispiel jemandem nahelegen, dass ich Hilfe beim Anbringen meiner Gardinenstange brauche. Erfüllt derjenige mir dann den Wunsch, könnte ich ihn im Gegenzug beispielsweise bekochen.“

Egal ob Stricken beibringen statt Pullover, Fußballspielen statt Konsole oder Nackenmassage statt Schal – wer noch auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk ist, findet bei „Zeit statt Zeug“ jede Menge kreative Anregungen!

Vorschau: Der Berliner Dennis Stephan hat sein erstes Buch „Der Klub der Ungeliebten“ veröffentlicht. Mit Face2Face spricht er offen über sein Erstlingswerk und seine Inspiration.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Model Samantha Stone

Zeigt sich gerne sexy: Model Samantha Stone (Foto: Florian Lohmann)

Zeigt sich gerne sexy: Model Samantha Stone (Foto: Ender Akdogan)


Mit neun Jahren lief sie ihre erste Modenschau, im vergangenen Jahr war sie BILD Girl und 2014 will sie mit einem Bildband von sich reden machen: Samantha Stone arbeitet hauptberuflich als Model. Trotz ihrer, für die Modelbranche recht ungewöhnlichen Größe von 160 cm ist die 25-Jährige zurzeit gefragt wie nie. Mit Face2Face sprach das Model aus Frankenthal über Erfolgserlebnisse, Castingshows und ihren Sohn.

Face2Face: Wie bist du zum Modeln gekommen?
Stone: Als ich das erste Mal gemodelt habe, war ich neun Jahre jung und noch in der Grundschule. Damals bin ich eine Modenschau für Kinder gelaufen. Ich erinnere mich noch, dass ich unglaublich aufgeregt war. Allerdings war das Modeln damals noch nichts für mich – das kam erst später.

Face2Face: Wie viele Aufträge hast du pro Monat und wie viel bekommst du beispielsweise für ein Fotoshooting?
Stone: Meistens modele ich nur am Wochenende, außer es steht etwas Größeres an. Natürlich werde ich für meine Arbeit auch bezahlt – über Geld spreche ich allerdings nicht.

Face2Face: Samantha Stone ist dein Künstlername. Wie lautet dein bürgerlicher Name und wieso hast du dich für einen Künstlernamen entschieden?
Stone: Eigentlich heiße ich Samantha Stein, aber „Stone“ passt einfach besser zu meinem Vornamen.

Face2Face: Machst du ausschließlich Fotos oder auch Laufstegjobs?
Stone: Ich mache beides – je nachdem, was gerade an Aufträgen reinkommt. Natürlich durfte ich schon Modenschauen mitlaufen und das bei meiner Größe von 160 cm… Ich hatte allerdings auch die höchsten Schuhe an und jede Menge Laufstegtraining.

Tanzt am liebsten nackt: Samantha in der BILD-Zeitung - fotografiert von Florian Lohmann

Tanzt am liebsten nackt: Samantha in der BILD-Zeitung – fotografiert von Florian Lohmann

Face2Face: Was war dein bisher größtes Erfolgserlebnis im Model-Business?
Stone: Mein größtes Erfolgserlebnis bis jetzt war, dass ich ein Casting gewann und so zu einem eigenen Management kam. Allerdings wechsele ich mein Management gerade wieder.

Face2Face: Was war dein spannendstes Shooting bisher?
Stone: Ein Shooting für das Reptilium Landau war bisher das spannendste Shooting für mich. Dort stand ich mit Schlangen, Spinnen, Skorpionen und weiteren Tierchen vor der Kamera – und das, obwohl ich eine riesige Angst vor Spinnen habe.

Face2Face: Was bedeutet dir das Modeln? Gibt es auch etwas, das dir am Modeln weniger gut gefällt?
Stone: Modeln bedeutet für mich abschalten und in eine andere Welt eintauchen. Was mir am Modeln weniger gefällt, ist ganz klar, dass man zwar viele interessante Menschen und auch andere Models trifft, mit diesen aber nach Miss-Wahl oder Shooting nur noch online oder via Handy Kontakt halten kann. Mit Glück sieht man sich einmal im Jahr und das ist sehr schade.

Face2Face: Auf den meisten deiner Bilder bist du eher spärlich bekleidet. Möchtest du bewusst durch nackte Haut herausstechen oder wieso lässt du dich gerne so fotografieren?
Stone: Ich arbeite in allen Bereichen außer Pornografie. Ich mag meinen Körper so wie er ist und muss nichts dafür tun, also kann ich ihn auch zeigen. Andere können gerne gucken, aber anfassen darf mich nur mein Mann.

Face2Face: Du bist auch Mutter eines vierjährigen Sohnes – wäre es dir unangenehm, wenn er dich irgendwann einmal auf deine Fotos anspricht oder hast du Angst davor, dass er später einmal wegen deiner Fotos gehänselt wird?
Stone: Mein Sohn kennt das schon von klein auf und war schon oft bei Shootings dabei. Er ist das gewohnt und freut sich immer auf die ersten Ergebnisse. Er weiß auch ganz genau, wer seine Mama ist, wenn er mich in Magazinen, Zeitungen oder im Netz sieht.

Samanthas spannendstes Shooting: Für das Reptilium Landau posierte sie unter anderem mit Spinnen (Foto: Jürgen Wegner)

Samanthas spannendstes Shooting: Für das Reptilium Landau posierte sie unter anderem mit Spinnen (Foto: Jürgen Wegner)

Face2Face: Was hälst du von Casting-Shows wie Germany´s Next Topmodel? Könntest du dir vorstellen, selbst einmal an so einem TV-Format teilzunehmen?
Stone: Nein, an so etwas habe ich kein Interesse. Mir ist das Gezicke zu doof und das viele Geschwätz.

Face2Face: Du hast seit Kurzem eigene Autogrammkarten – erkennen dich die Leute auf der Straße? Und wenn ja, wie findest du das?
Stone: Anfangs fand ich das total komisch, vor allem, als ich im März auf einer Motorradmesse drei Tage lang Autogramme geben sollte und sich Fans mit mir fotografieren lassen konnten. Auf der Straße werde ich mal erkannt und mal nicht. Privat lege ich keinen Wert auf Make-up, trage meistens einen Dutt und habe eine Brille auf der Nase (lacht). Wenn ich erkannt werde, werde ich angesprochen und gebe natürlich Autogramme. Aber jedes Mal denke ich mir dabei: Eigentlich bin ich ja nur das nette Mädchen von nebenan.

Face2Face: Was möchtest du im Bezug auf das Modeln noch erreichen? Hast du schon konkrete Pläne?
Stone: Ich plane nie. Es kommt, wie es kommt! Als nächstes steht ein Buchprojekt an: Ein Bildband mit Fotos von mir und dem Titel „Samatha Stone“, das man dann in der Buchhandlung kaufen kann.

Face2Face: Hast du einen Tipp für alle angehenden Models? Auf was sollten sie speziell achten, was ist wichtig im Model-Business?
Stone: Angehende Models müssen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein – das ist alles, denn es öffnet Türen!

Vorschau: Nächsten Dienstag beschäftigt sich die Panorama-Redaktion mit Missstände in deutschen Krankenhäusern und Ausbeutung der Pflegekräfte. Wir stellen uns die Frage: Was bewegt junge Leute, diesen Beruf dennoch zu erlernen?

Gewinnspiel:
Ihr seid von Samantha begeistert? Dann sichert euch mithilfe von Face2Face eine Autogrammkarte von ihr mit exklusiver, persönlicher Widmung!

Was ihr dafür tun müsst: Schreibt bis einschließlich Freitag, 16. August, 23:59 Uhr eine Mail an tatjana.gartner@face2face-magazin.de mit dem Betreff „Samantha“. Darin enthalten sein sollten euer Vor- und Nachname, eine Adresse (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort), eine gültige E-Mail-Adresse sowie eure Wunsch-Widmung! Verlost wird unter allen Einsendungen. Mitarbeiter von Face2Face sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe des Gewinners erfolgt dann am Samstag, 17. August via Mail.

Die Panorama-Redaktion wünscht allen Teilnehmern viel Glück!

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Nutzungsbedingungen 

§ 1 Gewinnspiel
(1) Das Gewinnspiel wird von der Online-Zeitschrift Face2Face durchgeführt.

§ 2 Teilnahme

(1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
(2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-mailadresse schreibt und dort ihren Namen bzw. die Namen der möglichen Gewinner hinterlässt.
(3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen.
(4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel


(1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich die Online-zeitschrift Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen.
(2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden.
(3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden.
(4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht.
(5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht am möglichen Gewinn berücksichtigt werden.
(6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung
(1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per Telefonanruf, über den schriftlichen Postweg oder E-Mail über ihren Gewinn informiert. Kann der Gewinner nicht telefonisch erreicht werden, wird der jeweilige Gewinner über seine angegebene E-Mail Adresse oder Postanschrift über seinen Gewinn informiert.
(2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich.
(3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden.
(4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass das Meet&Greet, Konzert oder die Veranstaltung durchgeführt werden kann, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz.
(5) Ist aus zuvor nicht vorhersehbaren sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich den Besuch im Backstagebereich durchzuführen, besteht kein Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz
(1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten.
(2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes die Namen öffentlich bekannt gegeben werden, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face.
(3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren.
(4) Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle einsandten E-Mails wieder gelöscht.

§ 6 Sonstiges
(
1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
(2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar.
(3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

Kleiderständer?! – Selbstversuch Fotomodel

Fotograf beim Face2Face-Selbstversuch: Holger Thomas (Foto: Stefan Engler)

Fotograf beim Face2Face-Selbstversuch: Holger Thomas (Foto: Stefan Engler)

„Entweder du wirst mal Journalistin oder aber Model“ – das sagte einmal ein Kumpel zu mir. Obwohl ich mich durchaus geschmeichelt fühlte, war meine Antwort darauf: „Ich und modeln? Wohl eher nicht.“ Der Gedanke daran, einmal als Journalistin zu arbeiten, ließ mich so schnell allerdings nicht wieder los…

Dass mir dieses Gespräch ausgerechnet jetzt in den Kopf kommt, wo ich vor einem beleuchteten Spiegel sitze und mich für das anschließende Fotoshooting frisieren und schminken lasse, ist kein Wunder. Denn heute starte ich meinen Selbstversuch Fotomodel.

Kleiderständer spielen, nichtssagend in die Gegend grinsen, fürs Rumstehen bezahlt werden – es gibt so einiges an Vorurteilen über Models und genau diesen Vorurteilen werde ich heute auf den Grund gehen. An meiner Seite: Visagistin Natascha Pfeifer alias Zauberpinselchen und Fotograf Holger Thomas. Beide keine Unbekannten für mich – schließlich zauberte mir Natascha im Selbstversuch Bodypainting bereits eine eindrucksvolle Schildkröte auf den Rücken und Holger hielt das fotografisch fest.

Wie fühlt man sich eigentlich als Model? Das testet Face2Face-Chefredakteurin Tatjana heute (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Wie fühlt man sich eigentlich als Model? Das testete Face2Face-Chefredakteurin Tatjana für euch (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Heute allerdings soll ich ein bisschen mehr machen, als mich anmalen zu lassen und möglichst mit dem Rücken zur Kamera zu stehen. Heute soll ich das Model mimen und befürchte – wie sich später herausstellen soll, zu Recht – dass es mit ein bisschen Gegrinse nicht getan ist.

Während mir Natascha für den Beachlook die Haare zu zwei lockeren Zöpfen flicht und Muschelketten hineinbindet, möchte ich von Holger wissen, wie eine Frau sein muss, um sich als Model zu eignen. „Nach mehrjähriger Erfahrung sind mir primär Zuverlässigkeit und Verantwortung wichtig“, erklärt der 48-Jährige, „bezüglich des Aussehens muss ich sagen, dass meiner Meinung nach ein guter Fotograf aus jeder Person etwas ausschöpfen können sollte. Die Kunst besteht darin, aus jedem etwas heraus zu kitzeln, sodass man das Besondere in ihm erkennt.“ Damit lastet die Verantwortung für das Gelingen des Shootings wenigstens nicht mehr zu 100 Prozent auf meinen Schultern, denke ich mir und lehne mich entspannt zurück, während mir Natascha das Gesicht abpudert.

Mit dem Lieblingsoutfit ist man doch gleich viel entspannter: Tatjana im Beachlook (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Mit dem Lieblingsoutfit ist man doch gleich viel entspannter: Tatjana im Beachlook (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Als es dann allerdings wirklich losgeht, kann ich meine Nervosität kaum noch verstecken. Und das Schlimmste: Man sieht sie mir auf den Fotos auch deutlich an: Verkniffener Mund, unsicherer Blick. Nach fast jedem Schuss zeigt mir Holger das Ergebnis und wir besprechen gemeinsam, was uns gefällt und was ich besser machen kann. So viel Feedback zu bekommen ist schon einmal hilfreich. Auch das, wovor ich mich am meisten gefürchtet habe, – die „mach einfach mal irgendwas! Begeistere uns!“-Aufforderung á la Germanys next Topmodel – bleibt aus. Stattdessen zeigt mir Holger, der hauptberuflich als Instandhaltungsplaner arbeitet, anschaulich, wie ich posieren soll – und das sorgt nicht nur für ein Sicherheitsgefühl bei mir, sondern auch für den einen oder anderen Lacher. Sein großes Engagement beruht auf der Bedeutung, die das Fotografieren für ihn hat: „Für mich ist es Lebensinhalt und Bestätigung; aber vordergründig das Kennenlernen der Menschen, die Rückmeldung der Menschen, die ich fotografiere. Wenn ein Shooting gelingt, sehe ich Freude und Glück in ihren Augen.“

Und genau diese Freude empfinde ich nach den ersten paar Fotos auch. Mit jedem Outfit schlüpfe ich gleichzeitig auch in eine andere Rolle, fühle mich anders und bewege mich anders. Aber Spaß ist nicht das einzige, das ich mit fortschreitender Zeit spüre: In unbequemen Posen entspannt aussehen, möglichst wenig blinzeln, konzentriert sein – jetzt kann ich zumindest teilweise nachvollziehen, weshalb einige Models „für ein bisschen rumstehen und gut aussehen“ so gut bezahlt werden.

Horror-Outfit-deluxe: Der Totenkopf und Tatjana wurden schnell Freunde (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Horror-Outfit-deluxe: Der Totenkopf und Tatjana wurden schnell Freunde (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Als ich Natascha und Holger gegen 20.30 Uhr das letzte Outfit – ursprünglich sollten Lederleggings und hohe Hacken eine Art Rock-Outfit-light darstellen – präsentiere, habe die beiden eine Idee, die mich zuerst ein wenig aus dem Konzept bringt. Doch sei es nun dem Anflug von Müdigkeit oder meiner aufkeimenden Experimentierfreudigkeit geschuldet, ich ziehe mit. Und erschrecke mich eine gute halbe Stunde später vor mir selbst: Bauchnabellange, schwarze Locken mit knallroten Strähnchen, dunkel geschminkte Augen und eine schwarze Corsage machen aus meinem Rock-Outfit-light ein Horror-Outfit-deluxe. Wie passend, dass Natascha in ihrem Fundus noch einen Totenkopf findet, mit dem ich dann posieren darf…

Nach den schwarz-roten Haarteilen ist dann natürlich auch noch eine blonde Barockperücke dran und ich mache erstmalig Bekanntschaft mit aufklebbaren Wimpern, die zwar grandios aussehen, es mir aber schier unmöglich machen, die Augen offen zu halten. Wie schaffen es die Mädels, die sowas täglich tragen, nur nicht dauerhaft mit Schlafzimmerblick in die Welt hinaus zu schauen?

Kurz nach 22 Uhr ist dann alles im Kasten: Sechs verschiedene Looks, drei verschiedene Haarfarben, zwei durchgeknallte Künstler und eine erschöpfte, aber glückliche Journalistin.

Ungewohnter Anblick: Face2Face-Chefredakteurin Tatjana mit blonder Barock-Perücke (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Ungewohnter Anblick: Tatjana mit blonder Barock-Perücke (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Wie habe ich mich nun aber bei meinem ersten professionellen Fotoshooting angestellt, lieber Holger? „Um ehrlich zu sein, war es mit dir wirklich sehr leicht. Es hat schlicht und ergreifend gepasst und sehr viel Spaß gemacht.“ Na, wenn das mal nicht ein gelungener Abschluss für einen spannenden Selbstversuch ist…

Mein Fazit: Modeln ist alles andere als Kleiderständer spielen, es erfordert Disziplin und Konzentration – aber vor allem macht es riesigen Spaß!

Kontakt:
Fotoshooting Mannheim – Holger Thomas Photographie
0160 95012649
Foto-H.Thomas@directbox.com

Vorschau: Nächsten Dienstag erfahrt ihr im Panorama wo sich der reisende Koffer der Viva con Agua-Organisation gerade befindet und welche Ziele noch vor ihm liegen.

 

Schön und schlau – ein Plädoyer dafür, Germany’s Next Topmodel trotzdem schauen zu können

Es ist noch nicht allzu lange her, da war mein Leben zum Wochenende hin um ein Ritual reicher: Donnerstag, pünktlich um Viertel nach acht am Abend. Denn unsere Kleingruppe, bestehend aus einer Handvoll Mädels und einem schwulen besten Freund, wollte es – während sie nebenbei einige kalorienreiche Süßspeisen verzehrten und bei wöchentlich wechselndem Gastgeber alkoholische Getränke kredenzt konsumierten – jede Woche aufs Neue wissen. Schließlich „kann nur eine Germany’s Next Topmodel werden! “

Allerdings dürfte Heidi Klums allwöchentliches Mantra dem einen oder anderen berechtigterweise zum Halse heraushängen; und auch das Format sorgt, nachdem bereits die gefühlt tausendste Staffel über den Bildschirm geflimmert ist, mittlerweile für keinerlei Sensation mehr. Die Show bleibt konstant die Gleiche, bloß die Besetzung ändert sich von Mal zu Mal. Unumstößlich ist dabei die Tatsache, dass keiner der Charaktere so recht im Gedächtnis haften geblieben ist – oder wer weiß heute noch, welches Mädchen damals das Cover der deutschen Cosmopolitan geziert hat und das Gesicht der Venus-Kampagne für Damenrasierer wurde? Es schockiert mich zugegebenermaßen selbst, dass ich sämtliche, auf radikalen Produktplatzierungen basierende Details derart mechanisch herunterbeten kann, während dazugehörige Namen und Personen aus jeglicher Erinnerung wie ausradiert scheinen. Hält mich die Industrie etwa unbewusst längst fest in ihren schmierigen Griffeln? Sind meine Freunde und ich, die wir das gemeinsame Bestaunen minderjähriger Magermodels auf ProSieben zu unserem Plaisierchen haben, in den letzten Jahren zu nicht mehr als den vorbildhaften Opfern der privaten Fernsehanstalten mutiert?

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Schon große Mädchen: Keine Sorge, wir wissen längst, dass Size Zero nicht alles ist. (Foto: T.Gartner)

Da diese Kolumne jedoch die Überschrift „Schön und Schlau“ trägt, bemühe ich mich natürlich, diese provokanten Thesen tunlichst zu widerlegen. Und das sogar aus Überzeugung: Ich halte weder mich noch meinen Freundeskreis für geistig verkommen oder gar schwachsinnig genug, den präsentierten und dabei vage rekonstruierten Model-Alltag für bare Münze zu halten. Sehr wohl unterstelle ich uns dennoch einen gesunden Voyeurismus sowie ein Interesse daran, von einer deutschen TV-Produktion unterhalten zu werden, gerade zur besten Sendezeit. Unsere Erwartungen sind bislang hinsichtlich dessen auch noch nicht allzu stark enttäuscht worden: Stets suchten wir nach Dramen, Tränen und emotionalen Highlights – und fanden sie bei GNTM, verpackt in Designer-Kleidern und mehr oder minder kunstvollen Fotografien.

Niemand kann uns doch unsere Neugier am obsoleten Geschehen in der Model-Villa von Los Angeles ernstlich übel nehmen. Wir meinen es doch nicht böse. Wir wollen doch bloß ein bisschen Ablenkung von den leider oftmals allzu tragischen Tagesthemen bei den Öffentlich-Rechtlichen, einfach mal den akademischen Hirnhusten in unserer elitären Umgebung für eine Weile ausblenden und uns ganz dem Stumpfsinn hingeben – einen Status, den selbst ich als leidenschaftliche Zuschauerin von Heidi und ihren Mädchen der Sendung nicht aberkennen kann.

Ich kann lediglich für seinen Unterhaltungswert einstehen und dabei die hoffnungsfrohe Kunde verbreiten, dass die Erziehung nicht in jedem Elternhause völlig schief gelaufen ist; dass es noch Mütter gibt, die ihren Töchtern das A und O für ein glückliches Leben rechtzeitig vermittelt haben: Ein Schulabschluss ist vorerst wichtiger als ein Model-Vertrag und ein gutes Buch macht mehr her als eine gute – das bedeutet aus der Modewelt übersetzt, ausgemergelte, abgemagerte – Figur. Nichtsdestotrotz spricht nichts dagegen, sich für eben jene Mode zu interessieren und seinen Sinn für Ästhetik weiter auszuprägen – auch das hat Mama mir damals als guten Rat mit an die Hand gegeben. Jetzt, Jahre später, diskutiert sie mit mir am Telefon über ihre Favoritin aus der aktuellen Staffel und wir ziehen gemeinsam über jene her, die wir gänzlich unsympathisch finden. Ist auch ganz bestimmt nicht persönlich gemeint, liebe Mädchen, die ihr euch aus freien Stücken bei GNTM angemeldet und somit dem Hohn und dem Spott der natürlicherweise Gehässigen freiwillig ausgesetzt habt. Ihr müsst wissen, worauf ihr euch im Vorfeld eingelassen habt, denn wir wissen es längst und sind froh, in der realen Welt nicht als Lästertanten abgetan werden zu müssen – schließlich tratschen wir ja nicht über unsere Freunde oder Bekannte, sondern sind schlichtweg ein bisschen von Alltags-Langeweile getrieben und zerreißen uns die Mäuler über völlig fremde, höchstwahrscheinlich von Prosieben gescriptete Charaktere.

Und was folgt als nächstes? Es wurden bereits Stimmen laut, die sich für eine leicht abgeänderte Variante des Konzepts aussprachen: Germany’s Next Topmodel for men! Denn mal ehrlich, was könnte amüsanter sein als ein Haufen dürrer Mädchen? – Richtig, eine muskulöse Männer-Meute, wie sie sich darin übt, die neue Armbanduhr von Dolce & Gabbana mit ihrem Gesicht zu bewerben oder am Steuer schneller Schlitten abgelichtet zu werden. Mein schönen, schlauen und trotzdem mode-affinen Freunde, meine Mutter und ich blicken gespannt in die Zukunft und die Mattscheiben von morgen.

Vorschau: Bei uns folgt als nächstes Kolumnist Sascha mit einigen Gedanken über Optimismus.

Bonnie Strange erobert Deutschland

Die 26-jährige Jana Weilert hat innerhalb der vergangenen Monate ganz Deutschland erobert. Sie gilt als das deutsche It-Girl schlechthin und fällt immer wieder (positiv) durch ihre ausgefallenen Looks auf.
Noch nie was von ihr gehört? Besser bekannt ist die Wahl-Berlinerin als Bonnie Strange. Ihr Nachname ist übrigens absolut Programm und das nicht nur bezüglich ihrer ständig wechselnden Haarfarbe.

Die gebürtige Halbrussin entdeckte schon früh ihre Liebe zur Mode und besuchte daher auch eine Modeschule, das Elly-Heuss-Knapp Kolleg in Düsseldorf. Anschließend modelte sie für verschiedene Agenturen, unter anderem in Paris, Istanbul und Athen. Jedoch arbeitete sie auch als Mode-Fotografin und wurde vor allem in der Türkei als Neuentdeckung gefeiert. Im Jahr 2008 zog die damals 22-Jährige nach Athen. Zur gleichen Zeit ist sie vielen das erste Mal aufgefallen, und zwar als Gesicht der Modekette Pimkie – damals jedoch noch mit blonden Haaren. Richtig bekannt wurde sie in Deutschland dann erst durch ihren Ex-Verlobten Wilson Gonzalez Ochsenknecht, der für ein Shooting mit ihr als Fotografin nach Athen flog. Anschließend war Bonnie es, die mit ihm zurück nach Deutschland kam und schließlich auch blieb. Und kaum in Deutschland wuchs ihr Bekanntheitsgrad täglich.

Einer ihrer treusten Freunde ist Peter, ein Leopard aus Keramik, den sie auf ihren Fotos auch gerne mal sprechen lässt. Doch zu ihren Freundinnen gehörten auch Ex-GNTM-Kandidatin Marie Nasemann und das polnische Model Jackie Hide, mit denen zusammen sie die Band The Rio Girls gründete. Nach nur einer gemeinsamen Single („Neonlights“) stieg Bonnie Strange jedoch wieder aus. In einem Interview gab sie damals offen zu, dass der Grund für ihren Ausstieg ständige Zickereien mit den beiden anderen waren.

Somit hätten wir drei ihrer Jobs schon genannt: Model, Fotografin und Sängerin. Damit auch jeder an ihrem Leben und ihrer Arbeit teilnehmen kann, bloggt sie regelmäßig, sodass sie bereits schnell als Bloggerin Bonnie Strange bekannt wurde. Und auch heute noch lässt sie ihre Fans beispielsweise über Facebook immer Bescheid wissen, was sie gerade tut und plant. So wurde auch recht früh bekannt, dass Bonnie einen eigenen Store plant: The Shit Shop! Im Juli diesen Jahres war es endlich soweit und der Shit Shop hat seine Türen für alle Modebegeisterten auf der Suche nach ausgefallenen Sachen und Tattoos geöffnet. Für das integrierte Tattoostudio ist ihre Freundin Laura Cherrygrove zuständig. Und natürlich durfte auch der The Shit Shop-Schriftzug nicht auf Bonnies Körper fehlen, sodass er nun die Innenseite ihres Handgelenks ziert.

Und somit haben wir auch ihren fünften Job aufgedeckt: Designerin und Ladenbesitzerin! Doch was macht eigentlich ihren eigenen Style aus? Was ist so besonders an ihm? Und hat sie überhaupt selbst noch Vorbilder?
Vor allem die 70er und 80er- Jahre haben es ihr angetan. Ihren ausgefallenen Kleidungsstil sieht man nicht oft auf der Straße. Dort wo Bonnie Strange auftaucht, sind alle Blicke auf sie gerichtet. Doch nicht nur modisch prägen diese beiden Jahrzehnte das Multitalent, auch musikalisch steht sie auf diese Zeit. Fehlt ihr mal die Kreativität oder Inspiration, so versetzt sie sich mithilfe dieser Musik in die Vergangenheit. So wundert es nicht, dass sie als ihre Vorbilder Freddie Mercury, Madonna und Marylin Manson nennt.

Mittler weile finden sich zahlreiche Interviews mit ihr im Internet. Schaut man sich diese genauer an, wird eins schnell klar: Bonnie Strange ist nicht nur schön, strebsam und ehrgeizig, sondern auch unglaublich sympathisch und ehrlich. So ist sie eine der wenigen Models, die zugibt, dass ihre Zeit in Paris von Diäten geprägt war und sie auch heute nicht sicher ist, ob sie unter Essstörungen leidet. Wenn sie ausspricht, dass sie eine völlig verfälschte Selbstwahrnehmung von ihrem eigenen Körper hat, so spricht sie wahrscheinlich vielen Mädchen aus der Seele. Doch im Gegensatz zu vielen anderen sagt sie es!

Vorschau: Nächste Woche geht es hier weiter mit dem 2. Teil des Businessstyle-Guide für die Männer unter euch!

Modezirkus Fashion Week

Es schlägt 10:05 Uhr am Mittwoch, 4. Juli 2012 als „Escada Sport“ zur Runway Show der Berliner Fashion Week an der Siegessäule lädt. Der Saal ist gefüllt, in den ersten Reihen das Berliner It-Girl Bonnie Strange und Sängerin Alina von der Band „Frida Gold“. Alle warten gespannt, dass das erste Model den Runway betritt, die Musik anspielt und die Scheinwerfer den Laufsteg beleuchten. Die Luft ist heiß. Durch das Wedeln mit Fächern versuchen die Damen im Publikum sich etwas Abkühlung zu verschaffen. Die Musik geht an – laut und cool. Es geht los.

Alle Blicke sind auf die Models gerichtet: Die Runway Show von „Escada Sport“ (Foto: Schimpf)

Das Model schwebt auf den Laufsteg und trägt eine Kombination aus weiter Hose und kurzer Bluse in Magentafarben. Das Outfit, wie auch der Rest der Kollektion ist sommerlich – bunte Farben, schlichte Schnitte, leichte Stoffe. Nach 20 Minuten ist der ganze Aufwand, der hinter einer Fashion Show steckt, im Nu vorbei und die Aufregung verflogen. Es bleibt kaum Zeit, um das Gesehene auf sich wirken zu lassen, da geht es auch schon weiter.

Raus aus dem Runway-Saal, rein ins Studio.

Still gestanden: Die Präsentation der Kaschmir-Kollektion des Labels „1913Berlin“ (Foto: Schimpf)

10:35 Uhr: Die chinesische Designerin Yujia Zhai-Petrow präsentiert ihr Label „1913berlin“, bei dem sich alles um ihre neue Kaschmir-Kollektion dreht.

Das Studio ist dunkel, das Licht auf die Bühne in der Mitte gerichtet. Wie eine Art Podest erhebt sich diese aus den Zuschauerrängen. Hier ist keine Runway Show zu sehen, sondern eine Präsentation, wobei die Models für circa fünf bis zehn Minuten nach und nach auf die Bühne kommen, um den Zuschauern genügend Zeit zu geben, die Kollektion zu betrachten.

Der Fokus liegt auf blauen Farben und hochwertiger Qualität. Bequeme Schnitte bei gleichzeitigem glamourösen Auftreten ist das Ziel der Designerin. Kaschmir mal ganz anders heißt es bei Yujia Zhai-Petrow, nämlich nicht mehr spießig, sondern hip – inspiriert von unserer modernen Hauptstadt.

Freitagabend. Die Berliner Fashion Week 2012 läuft in die heiße Phase.

Die Absolventen der Universität der Künste, kurz UdK, präsentieren ihre Abschlusskollektionen. Eine ganz andere, sehr viel persönlichere Atmosphäre macht sich in dem großen Saal breit. Nicht nur Society-Experten und Redakteure, sondern vor allem Familien und Freunde sind mehrheitlich erschienen, um die Nachwuchskünstler zu unterstützen. Keine zurückhaltenden Gefühlsausbrüche, sondern ehrlich gemeinte Emotionen kann man förmlich fühlen. Die Arbeit der Künstler ist teilweise experimentell bis klassisch, aber auch schlicht sowie extravagant. Jedes Thema wird durch Plakate, Lichtinstallationen und Audiokommentaren zwischen den einzelnen Shows plastisch dargestellt, bis die außergewöhnlich lange Show von einer Stunde zu Ende ist. Die Last fällt von den Schultern der Jungdesigner, als sie als letzte über den Laufsteg wandern – glücklich, dass sich die große Mühe gelohnt hat.


Vorschau: Nächste Woche folgt in unserer Rubrik ein Artikel über Business Style für Sie!