Grömitz und Kühlungsborn – zwei Ostseebäder mit Flair

Der Sommer hat begonnen. Bei einem erfrischenden Radler sitze ich mit ein paar Freundinnen am Rhein und genieße das Rauschen des Wassers, das Zwitschern der Vögel und die Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Kein Wunder, dass wir da im Gespräch auch auf das Thema Urlaub kommen. „Ich fliege mit meinem Freund in die USA. Wir bleiben vier Wochen“, sagt eine meiner Freundinnen enthusiastisch. „Ich habe noch nichts gebucht, aber wahrscheinlich fliegen wir nach Mallorca oder nach Sizilien“, wird von anderer Seite berichtet. War ja klar. Da kann ich mit meinem Urlaubsziel mal wieder nicht mithalten. Im nächsten Moment wird mir die Frage gestellt, die ich schon erwartet hatte: „Und wohin fährst du in Sommerurlaub?“ „Nach Kühlungsborn oder nach Grömitz“, antworte ich und blicke – wie zu erwarten war – in fragende Gesichter: „Wo liegt das denn? Das habe ich ja noch nie gehört. Ist das noch in Deutschland?“ Die nächste halbe Stunde verbringe ich damit, meinen Freundinnen zu erklären, dass man manchmal gar nicht weit wegfahren muss und auch Deutschland wunderschöne Ecken zu bieten hat, an denen man einen perfekten Sommerurlaub verbringen kann. So zum Beispiel im Ostseebad Grömitz.

Seebad mit langer Tradition

Grömitz liegt am Nordrand der Lübecker Bucht in Ostholstein und hat rund 7.800 Einwohner. Die Hansestadt Lübeck ist nur etwa 50 Kilometer entfernt. Als Erholungsort hat Grömitz eine lange Tradition, denn es ist schon seit 1813 Seebad, also ein Kurort am Meer. Besonders schön sind der über acht Kilometer lange Sandstrand und das saubere Meerwasser. Wenn die Temperaturen stimmen, kann man natürlich in der Ostsee schwimmen. Ansonsten eignet sich der weite Sandstrand aber auch gut für ausgedehnte Spaziergänge, die stets von einem beruhigenden Wellenrauschen begleitet werden. Dank des weitläufigen Strandes verteilen sich die Einwohner und Touristen in Grömitz ganz gut und für jeden ist ausreichend Platz vorhanden. Auch an die Erholung des „besten Freundes des Menschen“ ist gedacht, denn es gibt extra einen Hundestrand, an dem sich die Vierbeiner austoben können.

Absolut sehenswert: Der Jachthafen in Grömitz (Foto: S. Holitzner)

Erholung nicht nur am Strand

Wer keine Lust auf Strand hat, kann sich in Grömitz auch gut anderweitig beschäftigen. So gibt es viele Einkaufsmöglichkeiten, einen Kurpark, einen Golfplatz, einen kleinen Zoo und einen sehenswerten Jachthafen mit empfehlenswerten Fischrestaurants. Die meisten Restaurants und Cafés befinden sich an der drei Kilometer langen Strandpromenade. Ausgiebige Spaziergänge mit Blick aufs Meer sorgen da ebenfalls für Entspannung. Und zwischendrin kann man dann ganz gemütlich in ein Eiscafé oder in einen der vielen kleinen Strandläden zum Stöbern einkehren.

Einfach mal abtauchen

Beeindruckend: Die 398 Meter lange Seebrücke in Grömitz (Foto: S. Holitzner)

Besonderes Highlight in Grömitz ist die 398 Meter lange Seebrücke. Dabei handelt es sich um die längste Seebrücke Schleswig-Holsteins. Wenn man auf ihr entlang läuft, ist man dem Meer ganz nah und hört unter den Holzbrettern der Brücke, wie die Wellen brechen. Bei klarer Sicht hat man von der Seebrücke aus einen tollen Blick auf umliegende Städte und Ortschaften sowie das weite Meer. Insbesondere abends ist es schön, von der Seebrücke aus den Sonnenuntergang zu beobachten. Wer nicht nur die Aussicht über Wasser, sondern auch unter Wasser genießen möchte, kann in die Tauchgondel, die sich seit 2009 am Ende der Grömitzer Seebrücke befindet, steigen. 30 Besucher können gleichzeitig mit ihr abtauchen. Sie bekommen dann einen 3D-Film über die Ostsee gezeigt und können bei guter Sicht den Meeresboden und einige Meeresbewohner erkennen. Wer als Urlauber das Glück hat und Ende August das Strandbad besucht, kann an „Ostsee in Flammen“ teilnehmen. Das ist ein beeindruckendes, mit Musik untermaltes Feuerwerk, das direkt von der Seebrücke aus gestartet wird und so die Ostsee und den Grömitzer Strand erleuchtet. Wenn man dann in Meeresnähe steht, kann man sogar sehen, wie sich das Feuerwerk im Wasser spiegelt.

Lichterspektakel: „Ostsee in Flammen“ (Foto: S. Holitzner)

Wasser marsch!

Leider gibt es immer mal wieder Sommerurlaube, in denen das Wetter nicht mitspielt oder die Temperaturen einfach zu niedrig sind, um im Meer zu schwimmen. In Grömitz kann man in so einem Fall trotzdem in Meerwasser baden. Im Schwimmbad „Grömitzer Welle“ gibt es nämlich aufbereitetes Seewasser in den Schwimmbecken. Außerdem gibt es ein Wellenbad: Alle 30 Minuten werden so am Anfang des Beckens kleine Wellen und am tieferen Ende des Beckens bis zu ein Meter hohe Wellen erzeugt, sodass man sich fast wie im richtigen Meer fühlt.

Von West nach Ost

Ebenfalls eine Reise wert ist das Ostseebad Kühlungsborn. Es liegt an der Küste der Mecklenburger Bucht und hat circa 8.900 Einwohner. Die Hansestadt Rostock ist nur rund 30 Kilometer entfernt. Im Gegensatz zu Grömitz ist Kühlungsborn erst seit 1996 offiziell Seebad. Kühlungsborn besteht aus den zwei Stadtteilen West und Ost, die durch einen 133 Hektar großen Stadtwald verbunden sind. Wer nicht durch den Wald gehen möchte, kann auch einfach am langen Sandstrand entlanglaufen und gelangt so ebenfalls zum jeweils anderen Stadtteil. Auch in Kühlungsborn ist das Meerwasser sehr sauber, sodass man sich bei heißen Temperaturen ideal mit einem Bad in der Ostsee abkühlen kann. Hundestrände gibt es hier ebenfalls. Von der 240 Meter langen Seebrücke, die sich im Stadtteil Ost befindet, hat man einen schönen Ausblick. Sie ist die erste Seebrücke, die nach der Wiedervereinigung Deutschlands in Mecklenburg-Vorpommern vollendet wurde (1991). Eine fast vier Kilometer lange Strandpromenade verbindet die beiden Stadtteile Ost und West und eignet sich gut für Spaziergänge mit Blick aufs Meer.

Entspannung am Meer: Kühlungsborn-Ost (Foto: S. Holitzner)

Kühlungsborn für Touristen

Viele schöne alte Villen aus der Gründerzeit prägen das Stadtbild von Kühlungsborn. Kühlungsborn-Ost ist der für Touristen vermutlich ein bisschen attraktivere Stadtteil. Abgesehen von der Seebrücke sind dort verschiedene größere Einkaufsmöglichkeiten, viele Cafés und Restaurants. Außerdem befindet sich dort ein Jachthafen. Ebenfalls beginnt in Kühlungsborn-Ost die Steilküste mit Blick auf die Ostsee. Gut ausgeschilderte Wanderwege ins nah gelegene Heiligendamm starten hier. International bekannt geworden ist dieser kleine Ort, als dort im Juni 2007 der G8-Gipfel stattgefunden hat.

Auf den Spuren der Vergangenheit

Nostalgie pur: Eine Fahrt mit Dampflok „Molli“ (Foto: S. Holitzner)

In Kühlungsborn-Ost wird zudem Geschichte lebendig. Dort steht noch ein Original-Grenzbeobachtungsturm aus der Zeit der DDR. Von 1971 bis 1990 waren mehrere solcher Türme entlang der Ostseeküste aufgestellt, um die Seegrenze der DDR im Auge zu behalten und Republikflüchtlinge, die über die Ostsee aus der DDR fliehen wollten, zu erspähen. Rund um den Grenzbeobachtungsturm in Kühlungsborn können sich Besucher über das Grenzsystem und das Schicksal von Menschen, die versucht haben, aus der DDR zu fliehen, informieren. Außerdem kann der Turm besichtigt werden. Lohnenswert ist in Kühlungsborn auch eine Fahrt mit dem „Molli“. Das ist eine Dampflok, die auf einer rund 15 Kilometer langen Strecke zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan fährt. Für diese Strecke, die teilweise mitten durch die Natur führt, benötigt „Molli“ rund 40 Minuten, denn er ist mit einer maximalen Geschwindigkeit von 40 km/h unterwegs. Bei einer Kurzreise mit dem „Molli“ lernen Fahrgäste sehenswerte Ecken der einzelnen Orte kennen, die sie so vielleicht gar nicht wahrgenommen hätten.

Ländersammlerinnen aufgepasst: Das ist die perfekte Packliste für euer nächstes Asienabenteuer

Während sich die einen vor allem viel Dschungel und Backpacker-Touren vorstellen, denken die anderen beim Asienurlaub zuerst an Luxusresorts und Traumstände. Tatsächlich kann ein Urlaub im südostasiatischen Raum so vielfältig sein, wie die Menschen die dorthin reisen. Egal, ob für dich der absolute Traumurlaub bedeutet, mit dem Rucksack durch die Wildnis zu schlendern oder einen Cocktail auf der Strandliege zu schlürfen – Face2Face stellt dir die ultimative Reisecheckliste für beide Szenarien vor.

In Gedanken am Strand: Mit den Face2Face-Tipps & Tricks klappt das ganz bestimmt (Foto: T. Gartner)

Traumkulisse: Die Strände auf Koh Samui (Foto: T. Gartner)

Was packe ich nur ein?
Habe ich auch genug dabei? Für alle, die sich das fragen, haben wir gute Neuigkeiten. Die wohl unkomplizierteste Packliste ist diejenige für Asien. Dies liegt daran, dass ihr so ziemlich alles, was ihr in Deutschland vergessen habt, vor Ort um ein vielfaches günstiger einkaufen könnt. Außerdem sind die Asiaten selbst so simpel gekleidet, dass ihr in einer aufwändigen Robe eher negativ auffallt, als dafür Bewunderung zu ernten. Nebenbei hilft das milde Klima dabei, das Gepäckstück leicht zu halten und trotzdem für jeden Anlass etwas dabei zu haben ohne Kompromisse einzugehen. Doch jetzt genug drumherum geredet – hier kommt die ultimative Asien-Packliste:

Kleidung
Für den Flug empfehlen wir den Zwiebellook. T-Shirts und eine lange Hose wirst du in Tempelanlagen immer wieder brauchen und auch ein dünnes Strickjäckchen sollte in religiösen Einrichtungen deine Schultern bedecken und hält dich mit Sicherheit in der ein oder anderen langen Strandnacht warm. Lange Kleidung verhindert außerdem, dass du dich bereits beim Hinflug erkältest. Ein Geheimtipp der Redaktion: Pack‘ dir einen dünnen Schal ein. Während dem Flug kannst du ihn als Decke oder Kissen verwenden und im Urlaub wird er entweder zum Pareo umfunktioniert oder abends galant über die Schultern geworfen.

Tagsüber in Asien
Sobald du angekommen bist, kannst du dich dann nur noch deinen kurzen Klamotten widmen. Tagsüber sind dabei ein T-Shirt und kurze Hosen vollkommen ausreichend. Da zum Standardprogramm des Asienurlaubs die Besichtigung von Großstädten oder Touren durch die Natur gehören, kannst du die schneeweißen Klamotten mit gutem Gewissen Zuhause lassen – du wirst dich nur ärgern, wenn sie nach einem erlebnisreichen Tag die Farbe des Bodens angenommen haben. Solltest du vorhaben sehr aktiv zu sein, vergiss nicht festes Schuhwerk – optimaler Weise luftdurchlässige Sportschuhe – mitzunehmen.

Ein Anblick zum Verlieben: Asien bietet Action und Entspannung (Foto: Paulwip / pixelio.de)

Ein Anblick zum Verlieben: Asien bietet Action und Entspannung (Foto: Paulwip / pixelio.de)

Wilde Nächte
Für das Abendprogramm, Restaurant- und Barbesuche oder auch nur für den „Sex and the City“-Strandauftritt, kannst du dir massenhaft Tuniken und lange Strandkleider mitnehmen, die nicht nur das ultimative Urlaubsfeeling vermitteln, du bist damit auch immer passend angezogen. Einen Cocktail in der Hand, eine riesige Blume im Haar und das Outfit ist komplett. Wenn du dich abends nicht nur an Strandbars oder auf Beachpartys aufhältst, wirst du das ein oder andere Mal auch am Abend Schuhe anziehen müssen. Hier reichen aber offene Riemchensandalen vollkommen aus. Da asiatische Städte nicht immer die saubersten sind, wirst du zwar regelmäßig mit kohleschwarzen Füßen zurückkommen, die sind jedoch schnell wieder abgewaschen.

Hygieneartikel
Absolutes Must-have für Asien ist ein starkes Spray gegen Insekten. Vor allem abends am Strand sind die Mücken sehr aggressiv und an vielen Orten gibt es Moskitos. Lass‘ dich dazu am besten in der Apotheke beraten – du kannst jedoch die Stärke eines Sprays immer am Deet-Wert erkennen. Je höher dieser Wert desto mehr Abstand halten die Mücken zu dir. Ansonsten können wir dir empfehlen Shampoo, Conditioner und sonstige Hygieneartikel nur in kleinen Mengen mitzunehmen. Entweder so, dass es genau für den Urlaub reicht oder ausreichend für die ersten Tage. Pflegeprodukte gibt es nämlich an jeder Ecke „en masse“ und außerdem oft um mehr als die Hälfte günstiger.

Reiseapotheke

Ein ganz besonderes Abenteuer: Asien ist vor allem wegen seiner Vielseitigkeit beliebt (Foto: K. Gießelmann / pixelio.de)

Ein ganz besonderes Abenteuer: Asien ist vor allem wegen seiner Vielseitigkeit beliebt (Foto: K. Gießelmann / pixelio.de)

Solltest du auf Medikamente angewiesen sein, solltest du diese natürlich in ausreichender Menge mit in den Urlaub nehmen. Auch Magenbeschwerden sind für viele Europäer in Asien keine Seltenheit, weshalb wir dir auch hier empfehlen deine Reiseapotheke entsprechend auszustatten. Ein Insider-Tipp vieler Asien-Urlauber ist es jedoch, bei gesundheitlichen Problemen eine örtliche Apotheke aufzusuchen, da die dortigen Bakterien oder Viren bei uns oft gar nicht vorkommen und somit die landesspezifischen Medikamente häufig wirkungsvoller sind als unsere heimischen.

Sonstiges
Selbstverständlich solltest du neben unserer Checkliste auch die typischen Reiseutensilien, wie Reisepass, Handyladekabel und Kreditkarte mitnehmen.

Die Koffer sind gepackt! Bleibt uns nur euch einen  wunderschönen Urlaub, der von Action bis Entspannung alles beinhaltet, zu wünschen.

 

Vorschau:

Max Mutzke – Einblick in sein Leben

Stefan Raab hat schon so einige Talente hervorgebracht. So auch Max Mutzke. Er ist 2004 durch Raabs Castingshow „SSDSGPS“ („Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star“) bekannt geworden. Mit seiner Debütsingle „Can´t wait until tonight“ trat Mutzke im selben Jahr beim Eurovision Songcontest für Deutschland an und schaffte es auf den achten Platz. Seitdem sind einige Jahre vergangen und der Sänger hat sich musikalisch enorm weiterentwickelt. Das zeigt sich auch an seinem aktuellen Album „Max“, das man als das persönlichste seiner bisherigen Platten beschreiben kann.

Sympathischer Sänger: Max Mutzke (Foto: S. Holitzner)

Sympathischer Sänger: Max Mutzke (Foto: S. Holitzner)

Vom Jazz wieder zurück zu Pop und Soul

Sein vorheriges Album „Durch Einander“ widmete Mutzke dem Jazz. Auf seiner aktuellen Platte „Max“ hingegen bewegt er sich musikalisch eher im Pop- und Soul-Bereich. Dabei handelt es sich um sein sechstes Studioalbum. Den schlichten Albumtitel hat der 34-Jährige nicht aus Mangel an Einfallsreichtum gewählt, sondern aufgrund der dreizehn autobiografischen Songs, die darauf enthalten sind. Schön ist die sprachliche Abwechslung auf „Max“, denn es sind sowohl deutsche als auch englische Songs dabei.

Überzeugende Songvielfalt

Der Song „Welt hinter Glas“ macht gute Laune und Lust auf Urlaub, denn Mutzke besingt darin nicht nur eine romantische Beziehung, sondern auch den Strand und das Meer. Besonders überzeugend ist auch „Unsere Nacht“. Diesen Track hat Mutzke gemeinsam mit dem Rapper Eko Fresh aufgenommen, der dem Song eine frische musikalische Note verleiht. Darin plädieren die beiden für mehr Toleranz. Bei „You are all around me“ und „Hier bin ich Sohn“ wird Mutzke besonders persönlich. Im ersten dieser Lieder geht es um den Tod seiner Mutter und seine Erinnerungen an sie, im zweiten um ihre Alkoholkrankheit. Beide Songs sind sehr emotional und berührend. Ein absoluter Ohrwurm ist „Magisch“. Darin singt Mutzke über die Einzigartigkeit einer Person.

Max“ gehört in jedes gute Plattenregal

Das sind nur fünf Songs von einem großartigen Album, das jeder, der gute deutsche Musik mag, in seinem Plattenregal stehen haben sollte. „Max“ überzeugt sowohl mit gefühlvollen als auch mit mitreißenden Texten. Kurzum: „Max“ von Max Mutzke ist mehr als hörenswert.

Mehr Infos zu Max Mutzke gibt es unter www.maxmutzke.de oder auf seiner Facebookseite.

Perfekte Beach-Waves – mit und ohne Hitze!

Der Frühling steht vor der Tür! Und mit ihm warten auch die lockeren Blümchenkleider, knal-ligen Nagellack-Farben und bunte Accessoires darauf, aus ihrem Winterschlaf befreit zu wer-den. Und was passt besser zu so einem frühlingshaft-verspielten Look, als ein paar lockere Beach-Waves, die aussehen, als käme man gerade von einem ausgiebigen Tag an der Küste? Face2Face stellt euch hier drei Varianten vor, wie ihr den beliebten Strand-Look auch ganz ohne eine Reise ans Meer hinbekommt.

Beach-Waves mit dem Glätteisen

Eine Möglichkeit, den lockeren Surfer-Style hinzubekommen, ist die Bearbeitung des Haares mit dem Glätteisen. Hierfür eignet sich ein schmaleres Gerät, da man die Locken damit präzi-ser hinbekommt, im Endeffekt geht es aber auch mit einem breiteren Modell, dann werden sie eben nicht ganz so „wuschelig“.
Um mit dem Glätteisen Wellen hinzubekommen, gibt es einen ganz einfachen Trick: Ihr nehmt eine etwa fünf Zentimeter dicke Strähne – je weniger Haare ihr auf einmal bearbeitet, desto intensiver ist das Ergebnis – und setzt das Glätteisen wo? an. Statt die Haare dann aber ein-fach straight durchzuziehen, dreht ihr das Glätteisen um 180 Grad, wartet kurz, zieht die Strähne in einer fließenden Bewegung ein Stückchen weiter durch und dreht das Glätteisen dann wieder genau in die andere Richtung.
So entstehen leichte „Knicke“ in die jeweils eine oder andere Richtung. Dies macht ihr mit eurem gesamten Haar, fahrt mit den Fingerspitzen noch einmal durch die einzelnen Strähnen, um das Ganze noch etwas aufzulockern, mit Haarspray fixieren – und fertig! In diesem Video könnt ihr euch den Vorgang nochmal in Ruhe anschauen.

Beach-Waves mit dem Lockenstab

Für die zweite Variante, mit der ihr euer Haar in eine wellige Mähne verwandeln könnt, braucht ihr einen Lockenstab. Teilt dafür euer Haar zunächst in drei Partien rund um den Kopf herum – eine auf Höhe der Schläfen, die andere auf Ohrhöhe – auf. Anschließend beginnt ihr die unterste Haarpartie mit einem 2cm dicken Lockenstab zu bearbeiten. Wichtig dabei ist, dass ihr die Strähnen vom Gesicht weg auf den Lockenstab dreht und dafür nicht die Klemme zum Halten der Haare benutzt, sondern die Strähne mit den Fingern festhaltet. Der Locken-Stab sollte dabei vertikal gehalten werden. Nachdem die unterste Partie fertig ist, beginnt ihr mit der mittleren, dreht aber diesmal die Haare zum Gesicht hin über den Lockenstab. In diesem Video könnt ihr sehen, wie ihr dem Ganzen zusätzlich noch mehr Volumen verpasst. Bei der obersten Partie wird das Ganze dann wieder in die andere Richtung gelockt. So entsteht ein welliger, wilder Look. Am Ende noch einmal alles auflockern und fixieren.

Beach-Waves ohne Hitze

Für die dritte Beach-Waves-Variante braucht ihr zwar ein bisschen Zeit, dafür ist sie aber auch die schonendste Möglichkeit, einen welligen Strand-Look zu zaubern – denn sie funktioniert ohne Hitze! Zunächst müssen eure Haare frisch gewaschen sein. Nachdem ihr sie leicht an-geföhnt oder lufttrocknen gelassen habt, teilt ihr sie in zwei Partien links und rechts von eurem Kopf auf, als wolltet ihr euch zwei Zöpfe flechten. Stattdessen zwirbelt ihr die Haare aber nur ganz fest um eure Finger und dreht die beiden Partien dann auch noch ineinander, so als wür-det ihr einen Zopf mit zwei Partien flechten wollen. Anschließend befestigt ihr alles gut mit einem Haargummi. So könnt ihr das dann über Nacht oder für einige Stunden tragen. Danach haben die Haare diese Struktur übernommen und ihr könnt sie wieder „entzwirbeln“. Auch hier solltet ihr anschließend noch mit den Fingerspitzen durch die einzelnen Strähnen gehen, um alles ein wenig aufzulockern – und fertig ist der Beach-Look ohne Hitze! Eine ähnliche Variante, die natürlich auch super funktioniert, hat Face2Face HIER schon einmal vorgestellt.

TIPP: Egal ob mit Glätteisen, Lockenstab oder ganz ohne Hitze, bei allen Varianten könnt ihr zusätzlich noch ein Salzspray verwenden, das den Haaren nochmal mehr Textur gibt und den „Surfer-Look“ verstärkt. Außerdem sorgt ein wenig Haaröl in den Spitzen als Finish dafür, dass eure Haare noch ein bisschen gepflegter aussehen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Vorschau: Nächste Woche gibt es an dieser Stelle einige Tipps zum Zurechtfinden in fremden Ländern am Beispiel von Japan.

Sommer, Sonne und Musik: Der Sound zur Urlaubsstimmung

Naturschauspiel: Sonnenuntergang am Meer (Foto: S. Holitzner)

Naturschauspiel: Sonnenuntergang am Meer (Foto: S. Holitzner)

Sommer. Die perfekte Zeit, um endlich wieder einmal ans Meer zu fahren, am Strand Sonne zu tanken oder an einem schönen Bergsee zu entspannen. Was aber, wenn der Urlaub noch in weiter Ferne liegt oder auf dem heimischen Balkon verbracht wird? In diesem Fall schafft eine gute Auswahl an Sommermusik Abhilfe.

So versetzt uns der Berliner Sänger Yasha gesanglich an den nächsten „Strand“. Die im Mai 2013 erschienene Single schafft es, einen binnen weniger Sekunden den stressigen Alltag vergessen und vom Meer träumen zu lassen. Yasha ist durch das Lied „Lila Wolken“ bekannt, das er zusammen mit Marteria und Miss Platnum sang.

Beeindruckende Pflanzen: Palmen (Foto: T. Gartner)

Beeindruckende Pflanzen: Palmen (Foto:               T. Gartner)

Obwohl der Hit „Summer Jam“ schon 15 Jahre alt ist, macht er immer noch gute Laune und lässt uns den Sommer musikalisch genießen. 2000 stieg der Song bis auf Platz drei der deutschen Singlecharts. Es war die erste und zugleich erfolgreichste Single von The Underdog Project, das von Musik-produzent und Rapper Toni Cottura ins Leben gerufen wurde.

Ein Song aus dem letzten Jahr, der sich bestens zum Tanzen bei lauen Sommerabenden eignet, ist „Summer“ des schottischen DJs, Produzenten und Sängers Calvin Harris. Tolle Stimmung ist mit diesem Hit vorprogrammiert. Laut einer 2014 vom US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ erstellten Liste gilt der mittlerweile 31-jährige Harris als bestbezahlter DJ der Welt.

Mit „Chan Chan“ aus der Feder des kubanischen Musikers Compay Segundo kann man bestens seinen Gedanken an ferne Länder nachhängen. Obwohl er das Lied bereits 1987 geschrieben und aufgenommen hatte, wurde es erst 1997 ein weltweiter Erfolg, als er es gemeinsam mit Eliades Ochoa und Ibrahim Ferrer als Teil des kubanischen Musikprojekts Buena Vista Social Club veröffentlichte.

Entspannung pur: Rauschende Wellen des Meeres (Foto: S. Holitzner)

Entspannung pur: Rauschende Wellen des Meeres (Foto: S. Holitzner)

Wer seinen Sommerurlaub am liebsten auf Rhode Island verbringen würde, der sollte sich den gleichnamigen Song der achtköpfigen Münchener Band Jamaram anhören. Bei diesem Lied fällt es einem leicht, sich malerische Sonnenuntergänge, Strand und rauschende Wellen vorzustellen. „Rhode Island“ ist perfekt für einen entspannten Sommertag.

Mit der richtigen Musik auf dem Ohr kann man sich also auch von zu Hause aus an ferne Sandstrände träumen.

Genua: Stolze Stadt mit maritimen Lebensgefühl

Sonniger Tag: Blick auf Aquarium von Genua (Foto;Wahlig)

Sonniger Tag: Blick auf Aquarium von Genua (Foto;Wahlig)

Genua ist nicht nur die größte Hafenstadt und Dreh und Angelpunkt für den Verkehr im Mittelmeer, sondern auch eine facettenreiche Stadt. Genua die Geburtsstadt Christoph Kolumbus bietet durch ihr maritimes Flair eine ganz besondere Stimmung. Dadurch das Genua eine von vier Seerepubliken war ist die Stadt zu Reichtum gelangt, was man auch heute noch an den schlichten hohen Wohnhäusern und den prachtvollen Palazzi entlang den Hauptstraßen und den engen mittelalterlichen Gassen sehen kann.

Als erstes empfiehlt sich ein Bummel durch den alten Hafen, den Porto Antico. Hier findet man große Fähren und Frachtschiffe aus ganz Europa. Eine etwa einstündige Hafenrundfahrt bietet einen Einblick auf die gewaltige Größe des Hafens und auf die Stadt vom Meer aus. Wer diese lieber von Hafen aus entdecken möchte kann es sich bei einem leckeren Eis auf kleinen Bänken unter Palmen am Hafen gemütlich machen und die einfahrenden Schiffe beobachten. Von hier aus kann man auch gleich den Leuchtturm „Laterna“, das Wahrzeichen Genuas, entdecken. Mit der Meeresbriese, die hier weht, bekommt man Fernweh und Sehnsucht nach der weiten Welt hautnah mit.

Prunkvoll: Palazzo del Principe (Foto:Wahlig)

Prunkvoll: Palazzo del Principe (Foto:Wahlig)

Ein paar Schritte weiter kann der Palazzo del Principe, welches das damalige Staatsoberhaupt von Genua Andrea Doria erbaute, mit seinen prachtvollen Fresken und seinem wunderschönen Park und der Palazzo Reale, mit seinen prunkvoll ausgestatteten Sälen des Königspalastes des 17. Jahrhunderts besichtigt werden.
Einen Besuch wert ist das Geburtshaus von Christoph Columbus, das einen in das 15. Jahrhundert zurückversetzt, als die Erde noch eine Scheibe gewesen zu sein scheint und Amerika unentdeckt war. In dem heute herausgeputzten Häuschen findet man in schmalen Räumen über drei Stockwerke hinweg die Erinnerungen und Schriften von Kolumbus.

Ein weiterer Mittelpunkt in Genua ist der Palazzo Ducale, das kulturelle Herz Genuas. Hier finden zahlreiche Ausstellungen statt, die mehrmals im Jahr wechseln können. Durchquert man den Palazzo Ducale erreicht man die Piazza De Ferrari, wo sich bis in die 90er das Börsengeschehen abspielte. Hiervor befindet sich auch der berühmte Springbrunnen der schon durch manch berühmten Film seine Bekanntheit erlangte.
Wer nur einen Tag in der Stadt ist sollte sich einen etwa zwei-stündigen Stadtrundgang durch die Altstadt gönnen. Hier sieht man in kürzester Zeit alle wichtigen Sehenswürdigkeiten. So etwa die prächtigen Wohnhäuser Palazzi dei Rolli, wo die Adligen untergebracht waren, das Labyrinth schmaler Alleen, die „Caruggi“, wo man Schätze an jeder Ecke der Altstadt finden kann oder die Kathedrale San Lorenzo, die romantisch-gotische Kirche mit seinen „Sacro Catino“, dem angeblichen heiligen Gral. Auch der Dogenpalast der Jahrhunderte der Regierungssitz der Republik war darf hier nicht fehlen.

Fernweh:der Hafen von Genua (Foto:Wahlig)

Fernweh:der Hafen von Genua (Foto:Wahlig)

Am Abend sollte ein traditionelles Restaurant in den kleinen Gassen Genuas besucht werden. Insbesondere in den verwinkelten Gassen befinden sich die besten Leckereien. Wir empfehlen das berühmteste Gericht aus Genua das Pesto, ein Mischung aus Basilikum, Knoblauch und dem besten Olivenöl der Region, entweder mit Spaghetti oder Gnocchi, das mit seinem kraftvollem Grün viele verzaubert. Ein weiteres typisches Gericht ist die berühmte Focaccia, ein lockerer Hefeteig mit Olivenöl beträufelt und mit Oliven oder Tomaten oder Gorgonzola belegt, die es an jeder Ecke gibt.

Genua ist einen kurzen Aufenthalt wert und mit einem Besuch der Cinque Terre, insbesondere bei Hochzeitsreisen beliebt.

Vorschau: Am Dienstag, den 29.Juli berichtet die Reise-Redaktion von dem Projekt „Hasta Alaska“.

Heiße Trends für heiße Tage: Mein Sommer-Lookbook 2013

Blazer im Blockstreifen-Muster: Die Kombination Marineblau und Weiß ist sommerlich und trendy.

Blazer im Blockstreifen-Muster: Die Kombination marineblau und weiß ist sommerlich und trendy. (Foto: Schneider)

Auch wenn es sich noch nicht so anfühlt: Der Sommer ist da! Und wenn die Temperaturen nicht so wollen wie wir, dann kann wenigstens unser Kleiderschrank ein bisschen Sonnenschein in unser Leben bringen. Modetrends gibt es wie Sand am Meer – doch Face2Face hat für euch die heißesten Teile aus dem Sieb gefischt. Die diesjährigen Sommertrends 2013 sind nämlich alles andere als langweilig und zaubern nicht nur Farbe, sondern auch viele verschiedene Muster, ausgefallene Stoffe und extravagante Accessoires in deine Schatzsammlung.

Der wohl verführerischste und schönste Style dieses Sommers verwandelt bisherige Meerjungfrauen in atemberaubende Pocahontas-Schönheiten. Mit Fransen, die unsere Bikinioberteile und Badeanzüge wild und heißblütig schmücken, erobern wir die Strände dieser Welt. Die Fringe-Zwei-und Einteiler in farbenfrohen Tönen umspielen nicht nur unsere weiblichen Sommerkurven, sie machen sich auch optimal als Festival-Oberteil, wo wir im Sommer unsere Wochenenden durchtanzen.

Und wenn wir schon bei den Trendstoffen für heiße Sommertage sind, dann bleiben wir auch definitiv beim Denim-Trend hängen. Unsere alten Jeansjacken und Hosen reichen dafür aber schon lange nicht mehr aus. Statt Flower-Power ist nun blaue Power angesagt. Schuhe, Taschen, Armbänder und viele andere Accessoires im blauen Jeans-Look strahlt wie der blaue Sommerhimmel an unserem Körper. Das Beste daran ist: Mit ein wenig Geschick könnt ihr aus euren alten Jeans-Teilen selbstdesignte einzigartige Trendaccessoires kreieren.

Grünes Maxidress: Neonfarben, Ethnomuster und Blumenmuster auf langen Kleidern sind das Must-Have diesen Sommer.

Grünes Maxidress: Neonfarben, Ethnomuster und Blumenmuster auf langen Kleidern sind das Must-Have diesen Sommer. (Foto: Schneider)

Wem das noch nicht genug ist, der greift zu Blockstreifen – denn die tristen schwarz-weißen Zeiten sind definitiv vorbei! Streifen in allen möglichen Farben zieren nun unsere Hosen, Blazer, Oberteile und Accessoires. Die geometrischen Formen, in horizontaler und vertikaler Ausrichtung, sind nicht nur super stylish, sie passen auch zu jedem Anlass. Die Kirsche auf der Sahnehaube ist dabei, dass die Längsstreifen uns optisch auch noch schmaler zaubern – hurra, unsere Träume wurden erhört!

Zu guter Letzt darf diesen Sommer das klassische Maxidress in keinem Kleiderschrank fehlen. Ob in abgefahrenen Ethnomustern, auffälligen Neonfarben oder im verspielten Floral-Look – die superbequemen Trendkleider sind das perfekte Outfit für jeden Tag. Tagsüber geht’s mit flachen Sandalen an den Strand, später wird das Kleid einfach zum Nachtlook umgewandelt und ist mit High Heels der perfekte Begleiter in den Club.

Mädels, mit diesen Must-Haves seid ihr nicht nur perfekt ausgestattet für heiße Sommertage, ihr zieht auch ganz bestimmt alle Blicke auf euch.

Vorschau: Nächste Woche zeigen wir euch stylishe Festival-Outfits für verrückte und durchtanzte Nächte.

 

Seepferdchen- Männer in einem neuen Licht

Mythen um die Seepferde: Eine Skulpur in der schweizer Stadt Vevey (Foto: © tokamuwi/pixelio.de)

Anmutige Rösser zogen einst Poseidons Wagen. Ihre Nachfahren, die Hippokampen, waren Wesen, deren vordere Hälfte einem Pferd und die hintere Hälfte einem Fisch, nahezu schlangenähnlich lang, glich. Dieses Bild des Seepferdes ist wohl durch eine falsche Beschreibung eines echten Seepferdchens entstanden. Beide Wesen sind in der Heraldik, also in der Gestaltung eines Wappens, oft genutzte Wappentiere und sollten nicht miteinander verwechselt werden.

Seepferdchen kommen weltweit in allen tropischen Meeren vor, die meisten Arten leben um Neuseeland und Südaustralien. Sie ernähren sich von Plankton und sind einzigartig in ihrer Form. Anders als normale Fische, die ihren Schwanz zur Fortbewegung seitlich bewegen, nutzen die Seepferdchen ihren Wickelschwanz hauptsächlich, um sich an Seegras festzuhalten.

Seepferdchen gehören zu den Seenadeln, deren Gemeinsamkeit der langgezogene, dünne Körper ist. So gibt es unter den Seenadeln ebenfalls Nadelpferdchen, die aussehen wie langgestreckte, auseinandergezogene Seepferdchen, Fetzenfische, die wie Seepferdchen mit blätterförmigen Anhängen zur Tarnung scheinen, und Schlangennadeln, die kleinen langen Röhrchen in der Küstenlandschaft gleichen, ohne eine einzige Flosse.

Verliebt: Ein Seepferdchenpaar bei der Balz (Foto: © Joachim-Reisig /pixelio.de)

Die größten Seepferdchen werden bis zu 35 Zentimeter lang. Die kleinsten unter ihnen, die Zwergseepferdchen, sind zwischen 13 und 22 Millimeter klein. Diese haben sich in ihrem Erscheinungsbild so stark an ihre Umgebung angepasst, dass Forscher sie in einer eigenen Gattung neben den eigentlichen Seepferdchen zusammenfassen.

Eine der bekanntesten Eigenarten der Seepferdchen ist ihre Fortpflanzung. Das Weibchen wählt sich das Männchen mit dem größten Bauch aus. Dort hinein legt sie nach dem langwierigen Balztanz im Seegras ihre Eier, die das Männchen befruchtet und ausbrütet. Das Seepferdchen ist das einzige Tier bei dem allein das Männchen die Eier ausbrütet und sozusagen schwanger wird. Nach neun bis 45 Tagen werden die klitzekleinen aber bereits voll entwickelten Jungen geboren. Von da an sind sie auf sich selbst gestellt.

Einem Seepferd doch sehr ähnlich: Eine Seenadel (Foto: © joakant/pixelio.de)

Die umgekehrten Geschlechterrollen können auch evolutionäre Folgen haben. Zwar sind Seepferdchen innerhalb einer Brutsaison monogam, doch andere Seenadeln, die die gleiche Fortpflanzungsstrategie haben, nicht. Während sich in vielen Spezies Merkmale entwickeln mit denen das Männchen auf sich aufmerksam macht, zum Beispiel der Pfauenschwanz, so können sich bei manchen Seenadel – Weibchen ebenfalls Merkmale entwickeln mit denen diese auf sich aufmerksam machen, wie zum Beispiel eine leuchtend farbige Verzierung. Oft haben andere Spezies auch ein polygynes Fortpflanzungssystem, also ein Männchen paart sich mit vielen Weibchen. Seenadeln haben ein polyandrisches System, also ein Weibchen paart sich mit vielen Männchen.

Wieder einmal können die Menschen nur von der Natur lernen. Geschlechterrollen sind nicht strikt und können auch umgedreht sein. Wenn die männlichen Leser unter euch also einmal Väter werden, solltet ihr an das Seepferdchen denken. Denn so eine Schwangerschaft ist nicht leicht und ihr solltet euch überlegen, ob ihr dazu bereit wärt diese Rolle zu übernehmen.

Vorschau: Nächste Woche lest ihr in der Tier&Umwelt Rubrik was sich hinter dem Begriff der „Essbaren Stadt“ verbirgt.

Hilfe, ich bin krebserregend!

Ich frönte wieder einmal der Sinnlosigkeit, indem ich mich durch zahllose Internetforen klickte, die sich mit essentiellen Fragestellungen wie den trockenen Haarspitzen, der Namensgebung von Haustieren oder den fruchtigsten Teesorten bei Rewe beschäftigen. Gerade in solchen Momenten scheint unverhofft eben doch oft zu kommen: Ich entdeckte einen Thread namens „Hilfe, meine Kleidung ist giftig!“, begann mich bereits händereibend auf Debatten über Markenwahn und überteuerte T-Shirts zu freuen, und stieß auf einen Link von Greenpeace. Krebserregende Chemikalien in Zara-Jeans gefunden! Dann ein weiterführender Artikel mit sämtlichen Testergebnissen. Mango! Vero Moda! Ekelhaft!

Geht unter die Haut: Krebs bei der Arbeit.
(Foto: Föhr)

Nicht gerade beruhigend wirkt da ein Blick in meinen Kleiderschrank… Hier dürfte mittlerweile mehr Krebs drin sein als in der gesamten Nordsee! Vor gar nicht allzu langer Zeit stand ein Großeinkauf bei Zara an, bei dem ich offenbar meine Gesundheit an der Kasse mit abgegeben habe.

Grandios, da kann man die Sachen wohl so oft waschen, wie man lustig ist – Krebs ist Krebs. Meine Waschmaschine hätte außerdem auch gerne noch ein paar erregerfreie Rohre auf ihre besten Jahre. Schön, dann also weg mit Zara und Co. Einfach mehr essen an den Feiertagen, dann passen die verseuchten Kleider schon irgendwann nicht mehr.

Wenn wir schon beim Thema Mahlzeit sind: Ich hätte nichts gegen ein paar Pommes. Auf einen Besuch in der Frittenbude meines Vertrauens folgt allerdings nackte Verzweiflung. Fritteusen und ihr Fett sind nach neuesten Erkenntnissen nämlich ebenfalls krebserregend. Wenn die sündigen Kartoffelstängel dann auch noch angebrannt sind, kann man gleich Gute Nacht sagen. Einer panischen Mutter und den hysterischen Medien sei Dank habe ich von dieser ungeheuren wissenschaftlichen Errungenschaft überhaupt Wind bekommen. Ich habe mir seither noch ein weiteres aufregendes Hobby zugelegt: Die hypochondrische Recherche weiterer krebserregender Lebensmittel. Milch soll beispielsweise dazu gehören… Oder Leitungswasser. Ganz zu schweigen von jeglichem Fastfood, was mich wiederum mit Übelkeit an meine Pommes Frites zurückdenken lässt.

Puh, auf den Schock erst einmal eine Zigarette draußen vor der Tür. Ich wohne an einer befahrenen Straße mitten in der Stadt – garantiert bis oben hin bedeckt mit Abgasen. Da macht mein eigener Qualm den Kohl wirklich nicht mehr fett. An meinem Glimmstängel ziehend bewege ich mich gegen Abend dann auf die Piste. Vor der ersten Kneipe begegnen mir gleichgesinnte Feierwütige, allesamt mit Fluppe im Mund und eingehüllt in feinste Fell – äh – Krebsparkas, die ich bei meinem letzten Einkauf bei Zara schon ins Auge gefasst hatte.

Ich stelle sie mir vor, wie sie anstelle der Kippen an laktosefreien Schokozigaretten nuckeln, eingekleidet in edle handgenähte Kartoffelsäcke. In den wärmeren Sommermonaten dürfen sie dann die Hüllen fallen lassen und sich zu organisierten Nudistentreffs zusammenschließen. Offenbar war damals in Woodstock ja nur selten von mutierten Krebszellen die Rede. Bis zum Schluss fraglich bliebe dann allerdings, wohin mit den Kartoffeln aus den Kartoffelsäcken.

Eine unbändige Lust auf Pommes überkommt mich. Ich habe die gesunden Vorsätze über Bord geworfen und mache mich frohen Mutes auf den Weg in die Frittenbude. Vielleicht begegnet mir ja unterwegs der ein oder andere Krebs. Alles kann, nichts muss.

Vorschau:  Und nächste Woche geht’s schmierig zu, wenn Kolumnist Sascha sich uns unsere Beziehung zum lieben Öl vornimmt.

Wo Urlaubsträume wahrwerden: Koh Samui, Thailand – Teil 1

Ein Traum: Koh Samuis Strände und Palmen (Foto: T. Gartner)

Palmengesäumte, kristallklare Buchten, schneeweiße, puderweiche Strände, tropische Wälder – Thailand ist ein Urlaubsziel par excellence. Ein Musterbeispiel für das paradiesische Flair des Landes ist die mit 254 Quadratkilometern drittgrößte Insel im Golf von Thailand: Koh Samui. Ob Kultur oder Action – hier kommt garantiert jeder Tourist auf seine Kosten. Besonderes Highlight: Das Nachtleben der Insel.

 „400 Baht“, sagt der höchsten 15-jährige Thaijunge auf Englisch. Um sicher zu gehen, dass sein Gegenüber – ein braunhaariger, junger Mann mit auffallend blauen Augen – das Angebot auch verstanden hat, streckt ihm der minderjährige Verkäufer einen Taschenrechner mit dem eingetippten Betrag darauf entgegen. „Oh, very expensive“, erwidert der potentielle Käufer und legt das Objekt seiner Begierde – eine „Ray Ban“-Sonnenbrille in knalligem Rot – zurück auf die provisorisch gefertigte Ablage. Seine weibliche Begleitung – eine zierliche Frau mit Blümchenkleid und Flip Flops – steht ratlos daneben. „350 – last price“, lautet die Antwort des Verkäufers wie aus der Pistole geschossen. Das herzliche Lächeln ist aus seinem Gesicht verschwunden. Ein um Mitleid heischender Blick, der es selbst mit dem der umherstreunenden Katzen und Hunde aufnehmen könnte, macht sich in seinem runden und von der Sonne braungebranntem Gesicht breit. „350?“, wiederholt der Tourist und legt die Stirn in Falten bis er schließlich sagt: „No, thank you. Maybe we come back later.“ Er greift seine verdutzte Freundin bei der Hand und zieht sie aus dem Laden. Kaum sind die beiden nicht mehr zu sehen, kommt wieder Leben in den Verkäufer. „I give it to you for 300? Okay? 300?“, ruft er hektisch hinter dem Pärchen her. Als hätte er nur darauf gewartet, kommt der anscheinend doch an der Sonnenbrille interessierte Tourist zurück in das Geschäft, kauft diese für umgerechnet etwa sechs Euro und zieht mit seiner verblüfften Freundin von Dannen.

(Noch) wie ausgestorben: Die Chaweng Road am Mittag (Foto: T. Gartner)

 Hier also Tipp Nummer eins: Handeln, handeln und nochmal handeln! Auch wenn es immer wieder Verkäufer gibt, die sich zumindest vorerst nicht auf einen niedrigeren Preis einlassen wollen, spätestens beim angedrohten oder tatsächlichen Verlassen des Ladens, gehen die meisten doch darauf ein. Das soll nun nicht heißen, dass man die Einheimischen gezielt und hinterhältig abzocken soll. Da viele KellnerInnen ausschließlich am Trinkgeld verdienen, sollte ein besonders herausragender Service, beispielsweise bei einem Restaurantbesuch, angemessen entlohnt werden.

 Das finden auch die beiden Touristen. Sie seien bereits das zweite Mal auf Koh Samui, erzählt das Paar aus Deutschland. Der Grund: „Zum einen ist es preislich akzeptabel und noch dazu hat es uns sehr gut gefallen. Zum andern haben wir beim letzten Mal noch nicht alles gesehen und unternommen, was wir ursprünglich vorhatten“, erklärt der 24-jährige Thomas. „Die Leute hier sind sehr freundlich und lächeln eigentlich immer“, fügt seine 21-jährige Freundin Jessica an, „gute Laune ist ja bekanntlich ansteckend.“ Auf die Frage, was sie am heutigen Abend noch vorhaben, antworten sie: „Vielleicht lassen wir uns noch massieren. Jetzt gehen wir aber erst einmal etwas essen.“ Das Restaurant „Ninja Crepes“ sei eine der besten Adressen, wenn es um niedrige Preise und ein vielfältiges und gutes Speisenangebot ginge, erzählen die beiden. „Plastikstühle und –tische, Klopapier als Servietten – dort ist alles noch original. Wenn ich schick essen gehen will, kann ich auch in Deutschland bleiben“, sagt Thomas. Und schon ist das Pärchen im Getümmel der belebten Chaweng Road verschwunden.

 Die eher schlecht als recht zusammengehaltenen Bürgersteige der Haupteinkaufsstraße Samuis werden gesäumt von unzähligen, winzigen Boutiquen – falls der Großteil davon diese Bezeichnung überhaupt verdient hat, denn nur die wenigsten der kleinen Geschäfte besitzen eine gläserne Tür oder überhaupt Türen. An den Wänden der zur Straße hin offenen Shops hängen Bikinis in allen erdenklichen Formen und Farben, karierte Badeshorts, geblümte Kleidchen und Tunikas in Leopardenoptik. Logos bekannter und vor allem teurer Modelabels schmücken ebenso die T-Shirts wie die Konterfeis Prominenter, wie Heidi Klum oder Kanye West. Auf den Tischen am Straßenrand präsentieren Einheimische handgefertigten Perlen- und Muschelschmuck, sowie farbenfrohe, selbst geschnitzte Seifen in Form der landestypischen Orchidee oder anderer exotischer Blumen. Aber auch Schlagringe, Wurfsterne und andere hierzulande verbotene Waffen stehen hier frei zum Verkauf.

Appetitlich anzusehen: Die Auslage eines Restaurants (Foto: T. Gartner)

 Die zahlreichen Restaurants haben ihre Auslagen mit dem Fang des Tages bestückt: Red Snapper, Baracuda und gelegentlich auch mal ein kleiner Hai machen es sich zwischen Unmengen an Eiswürfeln und bunter Gemüse-Deko bequem. Der Duft von frisch Gegrilltem liegt in der warm-feuchten Luft.

 Vorsicht ist jedoch beim Überqueren der Straßen geboten: Grundsätzlich ohne Helm, gelegentlich auch mal ohne Licht, dafür aber mit zwei bis drei Mitfahrern (Anmerkung der Autorin: der von mir persönlich bezeugte Rekord liegt bei sagenhaften fünf Personen auf einem Roller) – das kann dann gerne auch mal der Hund oder das eigenen Baby sein. Wenn es um ihre Motorroller geht, kennen die Thais auf Samui keine Regeln. Angeblich sterben dort  jährlich mehr Menschen bei Verkehrsunfällen als sonst irgendwo in Thailand. Daher Tipp Nummer zwei: Sollte man beim Rollerverleih einen Helm angeboten bekommen, selbst wenn dieser noch so bescheiden aussieht: unbedingt annehmen. Ebenfalls gut zu wissen: Auf Koh Samui herrscht Linksverkehr. Nebenbei bemerkt gibt es aber noch einige weitere Verkehrsregeln, die scheinbar nur die Einheimischen wirklich durchschauen.

 Und weiter geht es die Chaweng Road entlang. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, der Wortschatz der thailändischen Bevölkerung auf Samui beschränke sich nur auf ein paar wenige, zumeist englische Wörter. Barbecue, Seafood, Thai-Massage und Happy Hour sind nur einige dieser Begriffe, die man alle zwei Meter zu hören bekommt und die wie in einer Endlosschleife wiederholt werden. Besonders hartnäckig sind jedoch die größtenteils indisch-stämmigen Schneider, die ihre „Armani“-Anzüge an den Mann bringen wollen. Einige haben neben der klassischen „My friend“-Anrede auch ein paar Brocken Deutsch gelernt, um potentielle Kunden zu beeindrucken.

Wunderschön anzusehen: Orchideen wachsen auf Koh Samui so gut wie überall und werden vor allem als Deko, unter anderem bei Cocktails verwendet (Foto: T. Gartner)

 Stichwort: “My friend“. Das ist der Titel einer großen Massagesalon-Kette. Insgesamt viermal in der Chaweng Road vertreten, werden hier neben der traditionellen Thai-Massage auch andere Behandlungen, wie Pediküre, Maniküre und Waxing angeboten. Was die „My friend“-Massagesalons so besonders macht: Nicht nur die Outfits der Angestellten – alle tragen wenig dezentes Orange – sondern auch die Bildungswege und erlangten Zertifikate sind einheitlich, was beim Großteil der übrigen Massagesalons Koh Samuis nicht nachvollziehbar ist.

 An dieser Stelle nun Tipp Nummer drei für alle Liebhaberinnen aufwendiger Hochsteckfrisuren: Da so gut wie jede Massage – ja selbst die Fußreflexzonen-Massage – eine kurze Behandlung von Nacken, Schultern und Kopf beinhaltet, ist es wenig empfehlenswert mit liebevoll geflochtener, gedrehter oder sonst wie zusammengebastelter Haarpracht einen Massagesalon zu besuchen. Die Masseurinnen werden ihr Programm ohne Rücksicht auf Verluste durchziehen. Selbige Warnung gilt übrigens auch für Sonnenbrand.

 Innen im Massagesalon liegen die Touristen auf weißen, gut gepolsterten Sesseln, während die kleinen Thailänderinnen mit Massageölflaschen und sonstigem Zubehör in den Händen geschäftig, aber möglichst leise um sie herum huschen. Durch die große Glasscheibe kann man die entspannten, teilweise auch schmerzverzerrten Gesichter der Urlauber beobachten. Bei jedem Öffnen der Türe strömt dem Vorbeigehenden ein eiskalter Lufthauch, versetzt mit den erfrischenden Duft von Root Beer entgegen. Im oberen Stockwerk des Gebäudes und von der Straße nicht einsehbar treffen wir Thomas und Jessica wieder. Die beiden gönnen sich eine traditionelle Thaimassage. Und wie man es aus abenteuerlichen Geschichten kennt: Auf Thomas´ Rücken spaziert eine Masseurinnen herum als sei es das Gewöhnlichste auf der Welt. „Jetzt ist es leicht schmerzhaft. Später fühlt es sich einfach nur gut an“, sagt der junge Mann und schließt entspannt die Augen.

Vorschau: Für alle, die jetzt das Reisefieber gepackt hat, gibt es nächste Woche konkrete Tipps zu Buchung, Hotel, Ausgehmöglichkeiten, Touren und und und auf Koh Samui. Zu Teil 2 geht es hier.