Höflichkeit bekommen wir abgewöhnt

Erst kürzlich las ich einen Artikel, indem darauf gedrängt wurde, dass Eltern ihre Kinder zu Höflichkeit erziehen sollen. Die Grundlage war ein Plakat, in dem die Eltern zur Verantwortung aufgerufen wurden. Verantwortung gegenüber ihren Kindern, Verantwortung gegenüber der Erziehung. Das Plakat, das in verschiedenen Sprachen durchs Internet flatterte, stammt dabei scheinbar aus einer portugiesischen Schule und führt als ersten Punkt auf, dass Kinder „hallo, danke, gern geschehen, Entschuldigung und danke“ im täglichen Gebrauch verwenden sollen. Die Meldung hat mich wütend gemacht, und auch traurig.

Das Kind ist unantastbar?
Mitziehen oder antreiben? Helikoptereltern fehlt das richtige Maß (Grafik: OpenClipart-Vectors / pixabay.de)

Mitziehen oder antreiben? Helikoptereltern fehlt das richtige Maß (Grafik: OpenClipart-Vectors / pixabay.de)

Mit seiner Grundaussage hat das Plakat leider vollkommen recht. Was Erziehung ist und wie sie gestaltet werden sollte, ist dabei so vielseitig, wie die Menschen an sich. Die sogenannten Helikoptereltern, die ihre Kinder nie aus den Augen lassen, sind da gar nicht die Vorreiter. Erzieher wie Lehrer klagen, dass sie keine Autoritätspersonen mehr sein können, wenn ihre Kritik am Verhalten des Kindes, genauso wie dessen schlechte Leistungen, von Eltern wiederum als Kritikpunkt am Lehrer/Erzieher vorgebracht wird. Das Kind kommt im Unterricht nicht mit? Schuld ist der Lehrer. Das Kind stört andere? Schuld ist der Lehrer. Die Unantastbarkeit des eigenen Kindes ist der krasse Gegenentwurf zur Unantastbarkeit der Lehrkraft. Und beides ist Mist. Seltsam, oder? Wo die einen ihren Sprössling noch bis in den Vorlesungssaal der Uni begleiten, könnte anzunehmen sein, sie rissen sich um Verantwortung. Dabei geht es hier nicht um Verantwortung. Es geht um Kontrolle. Wer alle Entscheidungen des Kindes trifft, muss nie verantworten, es auch mal eine falsche treffen zu lassen. Eins aber ist auf den ersten Blick klar: Weder Lehrer und Erzieher haben an diesen Extremeltern ihre Freude, noch die Kinder. Helikoptereltern stehen denen, die ihr Kind am Kindergartentor abgeben und dann geflissentlich ignorieren in dem Punkt also in nichts nach.

Der andere Strang
Kleines Wort, große Wirkung: ein höfliches Danke (Foto: artemtation / pixabay.de)

Kleines Wort, große Wirkung: ein höfliches Danke (Foto: artemtation / pixabay.de)

Und jetzt fahr ich mal einen Ganz zurück. Denn es gibt sie noch. Die ganz normalen Eltern, die ihre Kinder hinfallen lassen und nicht gleich bei jedem Problem mit dem Anwalt drohen. Ich kenne eine ganze Menge davon. Und denen wird jetzt mal so über den Kamm vorgeworfen, dass ihre Kinder kein „Bitte“ und „Danke“ sagen können. Grausig zum einen ist, wie die Medien das Original-Plakat einfach für ihre Zwecke benutzen. Es gibt eine große Meldung zur fehlenden Höflichkeit und irgendwo klein steht dann, dass der Ursprung eine kleine Schule in Portugal ist. Das ist eine mediale Begeisterung, die Klicks sucht, Überschriften, aber keine Inhalt. Mit Journalismus hat das wenig zu tun. Und daneben wird lediglich das angebliche Unvermögen von Eltern angeprangert, deren Kinder unhöflich sind. Ein allgemeiner Jammer des Bildungssystems, das bisweilen berechtigt, aber eben auch nicht so ganz korrekt ist.

Erziehung ist Gemeinschaftsaufgabe
Zwischen KiTa und Zuhause? Erziehung ist Gemeinschaftssache! (Foto: Obermann)

Zwischen KiTa und Zuhause? Erziehung ist Gemeinschaftssache! (Foto: Obermann)

Ein kleines Beispiel: Ich habe drei Kinder, die je zu unterschiedlichen Zeitpunkten in ihrem Leben in die KiTa gekommen sind. Bei jedem wurde ich noch in der Eingewöhnung darauf angesprochen, wie höflich die Kleinen doch seine, gerade WEIL sie immer „Bitte“ und „Danke“ sagten. Nach zwei Wochen in der KiTa war das vorbei. Ja, im Kindergartenalltag geht es hektisch zu, da werden auch mal Anfragen der Kinder schnell angefertigt. Doch immer wieder kämpfe ich darum zu Hause für „Bitte“ und „Danke“. Ein endloser Kreislauf. Ich bin absolut dafür, Kindern ein Grundmaß an Höflichkeit mit zugeben. Die Mitmenschen reagieren viel freundlicher, wenn ich ihnen diesen kleinen Respekt erweise und mir tut es ganz bestimmt nicht weh. Doch wenn das Bildungssystem, die Medien oder ein einzelner Alter auf seinem Schaukelstuhl darüber meckert, dass die heute Jugend unhöflich sei, soll er doch einfach mal das unhöfliche Getue lassen und mitmachen. Kinder werden zu Hause erzogen – aber nicht nur. Dafür sorgen auch Ganztageskindergartenplätze, Ganztagesschule, Hort, Tageseltern.

Das Leben ist kein Handyspiel

Mittlerweile ist es statistisch gesehen wahrscheinlicher zu sterben, weil jemand PokémonGo spielt, als durch einen Haiangriff getötet zu werden. Als mein Mann mir das heute sagte, glaubte ich es nicht. Am Ende war es dann auch nicht so schlimm. Ja, ich habe gehört, dass ein paar Kerle ins Übungsgebiet der Bundeswehr gelaufen waren. Und die Welt ist groß. Dümmere gibt es bestimmt. Aber so viele? Als wäre nicht bekannt, dass es hilfreich sein kann, vor dem Überqueren der Straße nach rechts und links zu schauen. Das lernen meine Kinder im Kindergarten. Und in der Schule noch einmal. Verkehrserziehung nennt sich sowas.

Aus den Augen, aus dem Sinn

Augen auf die Straße. Aufs Handy zu starren ist auch für Fußgänger gefährlich (Foto: Stux / pixabay.de)

Augen auf die Straße. Aufs Handy zu starren ist auch für Fußgänger gefährlich (Foto: Stux / pixabay.de)

Vielleicht ist es mit Fußgängern wie mit Autofahrern. Da gibt es schon länger die Debatte, regelmäßige Tests einzuführen, um die Fahrtauglichkeit zu gewährleisten. Spätestens ab einem gewissen Alter. Das wäre aber dann ja Altersdiskriminierend, also doch lieber für alle. Finde ich, nebenbei bemerkt, eine gute Idee. Vielleicht könnten die Fahrer lernen, im Kreisverkehr beim Rausfahren zu blinken, statt beim Reinfahren. Oder wie das Reisverschlussverfahren funktioniert. Manche brauchen früh eine Auffrischung, dass das Auto bei Rot zu stehen hat, und am Steuer nicht nur Mobiltelefone verboten sind, sondern auch Zigaretten. Warum nicht gleich allgemeine einführen. Auch für Fußgänger. Ampel Rot, dann stehenbleiben. Wer aufs Telefon starrt sollte vielleicht langsamer laufen, oder gar nicht. Hans-guck-in-die-Luft ist heute halt ein Hand-guck-aufs-Display. Und das ist nicht nur lebensgefährlich (als wäre das nicht genug), sondern kann mancherorts auch zu Problemen mit der Polizei führen.

Böse, böse Medien

Gefährlich! Aber ist es die Technik oder doch der Mensch (Foto: succa / pixabay.de)

Gefährlich! Aber ist es die Technik oder doch der Mensch (Foto: succa / pixabay.de)

Dabei, seine wir doch ehrlich, geben wir die Verantwortung gerne ab, wenn wir dafür auch die Schuld abgeben können. Das Handyspiel ist schuld, dass die Leute virtuelle Monster jagen, statt auf den Weg zu achten. Das Telefon ist schuld, dass die Menschen in der Natur viereckige Augen bekommen und Momente auf Snapchat stellen, statt sie zu erleben. Computerspiele sind schuld an Amokläufen wie den in München. Das Darknet ist auch schuld, denn so kam der Kerl an eine Waffe. Das Internet ist sowieso immer schuld. Sexvideos sind schuld, Twittermeldungen, Facebookbeiträge. Medien sind böse, böse, böse. Skynet, eine Matrix, die um sich greift, der Mensch schon längst Cyborg, der ohne seine technischen Körperextinktionen ein Nichts ist. Was tut ihr hier? Ihr lest tatsächlich im Internet, online einen Artikel! Wohlmöglich unterwegs. Verflixte, verführerische, verdammte Technik, die uns einlullt und willenlos macht.

Lektion 1

Angst vor der Matrix? Nur der Mensch trägt die Verantwortung für sein Handlen (Foto: Comfreak / pixabay.de)

Angst vor der Matrix? Nur der Mensch trägt die Verantwortung für sein Handlen (Foto: Comfreak / pixabay.de)

Kompletter Blödsinn. Ihr kennt den Spruch nicht Waffen schießen auf Menschen, sondern Menschen schießen auf Menschen. Menschen haben die Waffe auch erfunden. Menschen haben Technik erfunden, erfinden immer weiter. Mehr. Und nicht etwa, um das Böse in der Welt zu verbreiten und nur aus Profitgier. Die mag durchaus mitunter eine gewaltige Rolle spielen. Ich wage aber zu behaupten, dass die grundlegenden Errungenschaften nicht zu Versklavung der Menschen gemacht sind, sondern um Ihnen zu helfen. Sicherheit durch die Möglichkeit überall zu telefonieren geht eben Hand in Hand mit der ständigen Erreichbarkeit. Das funktioniert nur in beide Richtungen. Und darum müsste es das Logischste der Welt sein, dass wir Menschen, wenn wir Technologien nutzen, auch lernen, damit umzugehen. PokemonGo sagt dir nicht, wann ein Auto kommt, das müssen deine Augen übernehmen, darum schau gefälligst auf die Straße, bevor du rüber gehst. Das ganze Internet schafft eine virtuelle Realität und wir werden darin zu virtuellen Abbildern. Würden wir uns die Mühe machen, das richtig zu begreifen, wäre es nur halb so schrecklich. Aber wir benehmen uns lieber wie Eingeborene, die glauben, ihre Seele wäre von einer Fotografie gefangen genommen worden. Das Internet ist Neuland? Dann erforscht es! Es gibt Schreckliches, ja, aber auch Großartiges darin zu entdecken. Die Verantwortung, mit Medien umgehen zu lernen, nimmt uns keine Technik ab. Die müssen wir tragen. Wir lernen nie aus, schon allein, weil die Welt nicht still steht. Und Neues heißt nicht, dass das Alte plötzlich nicht mehr gilt. Niemand hat gesagt, dass es einfach ist. Aber das Leben ist nun mal kein Handyspiel. Trotzdem erfreut es sich erstaunlicher Beliebtheit.

 

Kreativität und Spontanität – davon leben BarCamps

Willkommen im Jahr 2015 – dem Zeitalter von Social Media, BarCamps, kreativen Workshops und Vorträgen in lockerer Atmosphäre. Gleich vorweg BarCamps haben nichts mit Bars oder Campen zu tun. BarCamps sind ein offenes, interaktives Veranstaltungsformat als Alternative zur klassischen Konferenz. Die Teilnehmer sind per „Du“ und bloggen beispielsweise per Twitter live vor Ort.

Das fleißige Orga-Team des BarCamps in Erfurt (Foto: offensichtlich.de)

Das fleißige Orga-Team des BarCamps in Erfurt (Foto: offensichtlich.de)

Am vergangenen Wochenende fand im Kinder-Medien-Zentrum in Erfurt das vierte BarCamp statt. Durch die räumliche Nähe des Kinder-Medien-Zentrums zum KiKa, dem öffentlich-rechtlichen Fernsehkanal von ARD und ZDF für Kinder und Jugendliche, hat sich das BarCamp in Erfurt besonders den Themen von Jugend & Medien verschrieben.

 

Was ist eigentlich ein BarCamp?

Jugend & Medien: war das Thema des diesjährigen BarCamps in Erfurt (Foto: barcamp-erfurt.de)

Jugend & Medien: war das Thema des diesjährigen BarCamps in Erfurt (Foto: barcamp-erfurt.de)

„Das BarCamp ist eine sogenannte Mitmachkonferenz“ ist die Antwort von Martin Fache, einem der Organisatoren des BarCamps in Erfurt. Seit 2012 findet nun schon das kostenlose BarCamp „Jugend & Medien“, eine der größten Fachkonferenzen für Medienmacher, Entwickler, Designer und Pädagogen in der Landeshauptstadt von Thüringen statt. Im Fokus stehen dabei der Dialog zwischen Medien-Trends und Technik, über Wissen und Visionen. Dieses Jahr standen im Fokus vor allem pädagogische Konzepte sowie innovative Lehr- und Lernmöglichkeiten bei Medien für Kinder und Jugendliche.

Wie kann man sich so eine Mitmachkonferenz konkret vorstellen?

Die Teilnehmer des BarCamps schlagen am Tag der Veranstaltung – also sehr spontan – ihre Themen vor. Zu diesen Themen werden dann Workshops, Seminare oder Vorträge vorbereitet und vor den anderen Teilnehmern gehalten. Ein sehr offenes und modernes Format also, welches sich seit 2005 vor allem in der IT- und Medienwelt sehr stark etabliert hat. Übrigens eignet sich so ein kostenloses BarCamp auch hervorragend fürs Netzwerken, dabei entstehen neben vielen interessanten Kontakten auch Ideen für neue innovative Projekte.

Klingt spannend, oder? Dann begleite mich doch auf das BarCamp und überzeug dich selbst von den vielen Vorteilen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde mit Namen und den drei Stichworten, die einen am besten beschreiben (meine sind in dem Fall: Social Media, Journalismus und Australien) ging es am Samstag um 9 Uhr morgens auch schon los. Die Teilnehmer im Alter von 20 bis 40 Jahren waren alle pünktlich erschienen, die Stimmung war von Anfang an sehr locker und ungezwungen. Die 150 angemeldeten Gäste waren bunt gemischt: Studenten, (Medien) Wissenschaftler, Journalisten und Blogger, Manager und Programmierer. Die Teilnahme war dank Sponsoren für alle Anwesenden kostenlos. Es gab kein festes Programm, keine Keynotes wie auf einer Konferenz. Alle Teilnehmer zusammen machen das BarCamp zu dem, was es ist.

 

Die Spannung steigt: die motivierten Teilnehmer waren sehr aktiv bei den Sessions (Foto: F. Teuchert)

Die Spannung steigt: Die motivierten Teilnehmer waren sehr aktiv bei den Sessions (Foto: F. Teuchert)

Wie geht es nach der obligatorischen Vorstellungsrunde weiter?

Im Anschluss an die Vorstellungsrunde durfte jeder Teilnehmer sein relevantes Thema vor den anderen Beteiligten vorschlagen. Die Vorträge werden in die Agenda aufgenommen, wenn genug Teilnehmer daran interessiert sind. Per Handzeichen entscheiden die Teilnehmer welche Themen es tatsächlich auf den Sessionplan schaffen. Da immer verschiedene Sessions zur gleichen Zeit gehalten werden, kommt keine Langweile auf.

Im Gegenteil: Durch die große Themenvielfalt hat man bei BarCamps eher das Problem nicht an zwei oder drei Orten gleichzeitig sein zu können. Wer dennoch ein bestimmtes Thema vermisst, kann sich und seine Kreativität einfach selbst miteinbringen und die Agenda auf diese Weise aktiv mitgestalten.

Was unterscheidet ein BarCamp von anderen Medien-Veranstaltungen?

Im Gegensatz zu den bekannten Medien-Veranstaltungen, wie z.B. der Social Media Week oder der re:publica Konferenz in Berlin, gibt es bei einem offen BarCamp grundsätzlich keine Unterscheidung zwischen den Referenten und Zuhörern. Im Mittelpunkt steht hier die Kommunikation auf Augenhöhe. Jeder Teilnehmer hat somit die Möglichkeit sich selbst und seine Expertise in das BarCamp einzubringen und kann gleichzeitig von den Anderen lernen. Es ist sprichwörtlich ein Geben und Nehmen von Wissen und Erfahrungen.

 

Alle Teilnehmer gestalten gemeinsam das BarCamp in Erfurt (Foto: barcamp-erfurt.de)

Alle Teilnehmer gestalten gemeinsam das BarCamp in Erfurt (Foto: barcamp-erfurt.de)

 

Dieses interaktive Verfahren stellt sicher, dass den Teilnehmern genau die Themen angeboten werden, die für sie am interessantesten sind. Denn alle Teilnehmer gestalten gemeinsam. Der daraus resultierende Sessionplan ist dann für alle Teilnehmer über die verschiedensten Medien (z.B. via Facebook-Fanpage, Twitter-Wall oder als PDF) online einsehbar.

 

 

 

BarCamps bestehen aus Interaktivität, Multimedialität und Viralität

Ein weiteres wichtiges Kennzeichen von BarCamps, neben der Interaktivität und Multimedialität ist übrigens ihre Viralität. Viral bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Informationen in kürzester Zeit von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Sprich für jede Veranstaltung gibt es einen bestimmten Twitter-Hashtag, der vorher festgelegt wird. Für das Barcamp in Erfurt war es der Hashtag #bcef15. So können auf den verschiedensten Medien – wie beispielsweise Twitter – alles zu einer bestimmten Veranstaltung (BarCamp Erfurt), zu einem bestimmten Thema oder auch parallel laufende Sessions mitverfolgt werden.

Wie kann man sich eine Session vorstellen?

Eine Session ist nicht automatisch ein Frontalvortrag, sondern kann manchmal auch nur eine Diskussion zu einem bestimmten Thema sein oder eine Art Inspiration. Die Sessions sind grundsätzlich frei gestaltet und Rückfragen oder Diskussionen zu bestimmten Themen sind nicht nur wünschenswert, sondern oftmals die Grundlage der Sessions.

Der Sessionplan für Samstag den 24. Oktober sah beispielsweise so aus:

  • Videokonferenz mit dem Fernsehmoderator und zugleich Schirmherrn des Erfurter BarCamps Ralph Caspers („Sendung mit der Maus“ oder „Wissen macht Ah“)
  • „Bin ich wirklich (Medien) süchtig?“
  • Schülerzeitungsarbeit in Thüringen wurde von der Jugendpresse Thüringen gehalten
  • „Lernen mit Minecraft“ war eine Session von Sebastian
  • „3D-Scanning am Beispiel von Kompressionsstrümpfen“
  • HTML5-Spiele mit Flash DIE & Create.JS von Carsten
  • „360° Video-Konzeption, Design und Technik“
  • „Let’s talk about Netflix“
  • „Bedeutung des Mediennutzungsvertrags“ von Martin
  • Möglichkeiten zu einem papierlosen Büro von Hannes
Vielseitig: So sah der Sessionplan für das BarCamp in Erfurt am Samstag 24.10.2015 aus (Foto: F. Teuchert)

Vielseitig und abwechslungsreich: So sah der Sessionplan für das BarCamp in Erfurt am Samstag 24.10.2015 aus (Foto: F. Teuchert)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschließend kann ich sagen: Ein BarCamp kann sehr inspirierend sein, man bekommt viele neue Ideen und noch mehr Freude an der eigenen Arbeit – vor allem im Medienbereich.

 

Mehr Infos zum BarCamp Erfurt findet ihr auch auf:


Vorschau: Nächste Woche wird Vanessa Betz in der Film-Kunst-Kultur-Rubrik über ein spannendes Thema berichten.

Soziales Engagement – Können wir die Welt (im Kleinen) verbessern?

Angesichts der unzähligen Kriege und Krisen, die auf der Welt wüten, Flüchtlingen, die vor dessen monströsen und unmenschlichen Ausmaßen flüchten, Armut, die für Familien das Überleben schier unmöglich macht, Kindern, die statt zur Schule zu gehen, harte Arbeiten verrichten, Rassismus und Homophobie, die Menschen weltweit diskriminieren und oftmals aus dem gesellschaftlichen Leben ausschließen. Die Welt scheint aus einem Meer von Ungerechtigkeiten zu bestehen.

Viele Menschen fliehen vor den Kriegsumständen im Heimatland : Bei der Rückkehr finden sie oft nichts mehr so vor, wie es war (Foto: ©Katharina Wieland Müller  / pixelio.de)

Viele Menschen fliehen vor den Kriegszuständen im Heimatland : Bei der Rückkehr finden sie oft nichts mehr so vor, wie es war (Foto: ©Katharina Wieland Müller / pixelio.de)

Das regelmäßige Verfolgen der Nachrichten könnte einen schier verzweifeln lassen, wenn uns die Berichterstattung mal wieder mit einer neuen Welle an Katastrophen und Kriegen überflutet und den letzten Funken Optimismus erstickt. Den Glaube an die Menschheit völlig verlieren lässt. Manchmal fühle ich mich machtlos. Frage mich, wie ich etwas ändern kann. Was für eine Ironie steckt dahinter, dass ich mir darüber Gedanken mache, WIE ich helfen kann, während im selben Moment, Menschen um ihr Leben bangen.

Gemeinsam sind wir stärker: Sich zusammen gegen Ungerechtigkeit stark machen! (Foto: © S. Hofschlaeger  / pixelio.de)

Gemeinsam sind wir stärker: Sich zusammen gegen Ungerechtigkeit stark machen! (Foto: © S. Hofschlaeger / pixelio.de)

Jeder Mensch hat die Wahl sich gegen Ungerechtigkeit unterschiedlicher Art einzusetzen, das Problem an der Wurzel zu packen und die Ursachen zu bekämpfen. Leider gibt es viel zu viele Bereiche, in denen unserer Engagement und unserer Aktivismus tagtäglich gefragt wären. Wieso finden wir uns mit so viel Ungerechtigkeit einfach ab? Argumentieren damit, dass es auch schon früher schlimme Kriege gab. Dass wir eben nicht für alle Probleme der Welt aufkommen können. Wir scheinen oftmals zu unterschätzen, was für eine Macht wir eigentlich besitzen. Denn jeder Einzelne von uns kann etwas verändern. Und schließlich muss irgendwo begonnen und angesetzt werden. Gewiss kann sich jeder für etwas stark machen. Doch ich will nicht unzähligen Menschen Unrecht tun, die tagtäglich für etwas kämpfen. Seien es NGOs (Non-Governmental Organization) die weltweit auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen, Kundgebungen veranstalten oder Nothilfe in Krisengebieten leisten. Aktivisten die Networking mit unzähligen Länder betreiben, sich so über die Lage in diesen austauschen und solidarisieren.

Wenn Fremde zu Freunde werden: Doch wer definiert überhaupt wer "Fremd" ist? (Foto: Rike/Pixelio)

Wenn Fremde zu Freunde werden: Doch wer definiert überhaupt wer „Fremd“ ist? (Foto: Rike/Pixelio)

Initiativen wie „teachers on the road“ geben Flüchtlingen ehrenamtlich Deutschunterricht, auch „Save me“, eine deutschlandweite Initiative, begleitet Flüchtlinge bei Behördengängen, veranstaltet Kochabende und andere Aktivitäten, um so Flüchtlingen, deren Aufenthalt in den meisten Fällen sowieso ungewiss ist, dabei zu helfen, sich im Alltag zurecht zu finden und trotz der schwierigen Flüchtlingspolitik, nicht in Lethargie zu verfallen. Wieder andere haben sich dem Kampf gegen Rassismus verschrieben.  Manch einer mag glauben, Rassismus – das sei ein Randphänomen geworden und seit Apartheid und den Aufständen in Amerika längst bekämpft. Aber machen wir uns doch bitte nichts vor! In Amerika, im Bundesstaat North Carolina, sind vor einigen Tagen 3 junge amerikanische Muslime erschossen worden.  Der Täter wird weder als Terrorist bezeichnet, noch scheinen die westlichen Medien dem Geschehen viel Aufmerksamkeit zu schenken. Alles „nur“ ein Nachbarschaftsstreit um Parkplätze? So berichten es zu mindestens die Medien. Kaum jemand scheint dahinter zu vermuten, dass ein Motiv des Täters vielleicht Islamhass gewesen sein könnte. Seltsam. Gehen wir einige Monate zurück: Im August 2014 wird in Ferguson, Missouri, ein unbewaffneter schwarzer Jugendliche von einem Polizisten erschossen. Das entfachte in Amerika eine Welle von Unruhen und Protesten und hauchte der Rassismus-Debatte in den USA neues Leben ein. Die schwarze Bevölkerung organisierte sich, hielt Plakate mit dem Slogan „Black Lives Matter“ in die Luft. Rassismus ist im 21. Jahrhundert noch weit davon entfernt, abgeschafft worden zu sein. Aber Rassismus ist durchaus kein Problem Amerikas alleine. Wer sich mehr mit dieser Thematik beschäftigen möchte, sollte einen Blick auf den sehr lesenswerten Blog von der  Aktivistin Emine werfen.

Frauen mit Kopftuch haben in Deutschland mit allerhand Vorurteile zu kämpfen. Bekommen trotz exzellenter Abschlüsse Arbeitsstellen auf Grund ihres Kopftuches, das für viele Ausdruck ihrer Religion ist, verwehrt. In Deutschland wird ein Asylant in Dresden tot aufgefunden. Asylantenheime werden fast regelmäßig mit rassistischen Slogans beschmiert.

Kein Mensch ist illegal: Doch viele scheinen blind und ignorant für die Probleme anderer zu sein Foto: ( © I(ESM)  / pixelio.de )

Kein Mensch ist illegal: Doch viele scheinen blind und ignorant für die Probleme anderer zu sein (Foto:  © (IESM) / pixelio.de )

Wir sollten uns mit Menschen solidarisieren. Gegen solche Diskriminierungen, die im eigenen Land geschehen, aber auch in anderen Teilen der Welt,  aufstehen und unsere Stimme erheben. Es geht uns alle an! Eher unabsichtlich habe ich mich vor allem auf das Thema Rassismus bezogen. Was wohl auch mit einer Bewegung, die sich mittlerweile – Gott sei Dank – aufgelöst hat, zu tun hat und den vielen rassistischen Übergriffen, die ich vermehrt zu hören bekomme, die mich sehr erbosen lassen, zugleich aber auch erschrecken. Wichtig ist, DASS wir etwas tun. Wir sollten nicht gleichgültig gegenüber dem Schicksal anderer, benachteiligter Menschen sein. Jeder Mensch kann nur ein wenig seiner wertvollen Zeit entbehren und zum Beispiel in seinem Umfeld an sozialen Initiativen mitwirken oder aber selbst Projekte auf die Beine stellen. Und wie sollen wir die Welt mitgestalten und verändern, wenn wir nicht in unserem Umfeld beginnen. Vielleicht sogar jetzt sofort!

Vorschau: Eva beschäftigt sich nächste Woche damit, weshalb es so gut tut, sich in Gesellschaft aufzuhalten.

Berufswunsch: Irgendwas mit Medien

Umfassend: Sowohl bei der Auftaktveranstaltung als auch beim Abschluss waren die JMT vor allem ein großes Forum für neue Ideen. (Foto: V.Wahlig)

Umfassend: Sowohl bei der Auftaktveranstaltung als auch beim Abschluss waren die JMT vor allem ein großes Forum für neue Ideen. (Foto: V.Wahlig)

Begleitet von einen Stimmengewirr hallt entspannende Musik durch die hohen Decken des Raums. Der Raum an sich ist gefüllt mit knapp 400 jungen Leuten, die begeistert auf die Bühne blicken. Der Ort des Geschehens: eine Kirche in Frankfurt! Eine Kirche, entspannende Musik und ein Raum ausschließlich mit Jugendlichen gefüllt. Wie passt das zusammen? Es ist nicht irgendeine Kirche, sondern die Jugendkirche Sankt Peter – ganz unkonventionell und mit einem Charme, der eher an eine hippe Partylokation erinnert, als an einen Platz für andächtiges Beten. Doch wenn die jungen Leute nicht aufgrund ihres Glaubens dort sind – warum dann? Die Antwort heißt:  Es sind Jugendmedientage 2014 in der Mainmetropole Frankfurt.

Die Jugendmedientage (JMT) sind ein Kongress für Nachwuchsjournalisten der jedes Jahr stattfindet. Mit Diskussionspodien, Medientouren und Workshops bieten die größte Veranstaltung der Jugendpresse Deutschland die Möglichkeit sich zu vernetzen und Erfahrungen zu sammeln. Dieses Mal war vom Donnerstag, 6. bis Sonntag, 9. November Frankfurt mit der Jugendkulturkirche Sankt Peter, dem Gesellschaftshaus des Palmengartens und dem Campus Westend der Goethe-Universität Treffpunkt für junge Medienhungrige.

Die JMT sind also genau der Ort, wo junge Menschen, die „irgendwas mit Medien“ machen wollen, ein Forum finden, um sich auszutauschen und erste vorsichtige Schritte in Richtung Medienwelt gehen können. Direkt in der Auftaktveranstaltung der JMT wurde gezeigt was junge Journalisten erreichen können. Neben der Bundeszentrale für politische Bildung, der Axel Springer Akademie und der AOK, war auch die Deutsche Presse Agentur (dpa) Partner der Veranstaltung. Sie nutzen direkt das Kick-Off, um drei Medienmacher auszuzeichnen. Die Preisträger zeigten, dass die junge Generation, die oftmals als unpolitisch, uninteressiert und unsensibel beschrieben wird, durchaus in der Lage ist den richtigen Ton zu treffen oder eben die richtigen Worte zu finden. So fesselte beispielsweise Lena Niethammer mit ihrer Geschichte über den Genozide in Ruanda. Ein Thema, das viele der Teilnehmer, die zwischen 14 und 27 Jahre alt sind, nur sehr gering oder gar nicht beschäftigte. Mit gebannten Blick schauten viele in Richtung Bühne. Vielleicht hat sich der ein oder andere aber auch schon überlegt mit welchem Thema er die Jury so in den Bann ziehen könnte, wie die jungen Preisträger auf der Bühne.

Medial: Viele der Teilnehmer bloggten oder twitterten direkt von den JMT. (Foto: V.Wahlig)

Medial: Viele der Teilnehmer bloggten oder twitterten direkt von den JMT. (Foto: V.Wahlig)

Abgerundet wurde der erste Tag mit ermutigenden Worten: „Lasst euch den Mut nicht nehmen und macht auch euer eigenes Ding“, so der Tipp einer die weiß wie man sein eigenes Ding macht. Jessica Schober ist auf die Wortwalz gegangen. Die Idee dahinter: Wie die Zimmermänner machte sich die 26-jährige einen Sommer lang auf, um durch Deutschland zu trampen und ihre Arbeit gegen Kost und Logis und zu den örtlichen Journalistenhonoraren in Lokalredaktionen anzubieten. Genau hier horchten die meisten Teilnehmer, trotz später Abendstunde nochmal auf, denn in den gesamten vier Tagen wurde deutlich gemacht, dass es wichtig ist sich sein eigenes „Ding“ zu suchen um im Haifischbecken der Medienwelt nicht unterzugehen. Mit diesem Tipp des ersten Abends ging es am nächsten Tag gleich morgens um 10 Uhr auf die ganz persönliche „Walz“ eines jeden Teilnehmers. Programmpunkt: Turboworkshops und Diskussionspodien.

Informativ: Die Diskussionspodien boten einen breiten Einblick in unterschiedliche Themen (Foto: V.Wahlig)

Informativ: Die Diskussionspodien boten einen breiten Einblick in unterschiedliche Themen (Foto: V.Wahlig)

Spannende Einblicke in die Radiowelt gab es beispielsweise im Workshop „Verständlich fürs Radio berichten“. Die Stimme des jungen hessischen Senders YOU FM, Hadija Haruna, gab Tipps für das perfekte Kollegengespräch, bei dem sich einer der beiden Kollegen als Spezialist für ein Thema dem anderen stellt. Viel Freude bereitete natürlich das eigene Ausprobieren mit Verbesserungsvorschlägen des Profis. Mitreißende Meinungen bot dann wenig später das Podium „Das sind wir, das seid ihr? – Medien, Migration, Rassismus“. Dabei wurde in den Raum geworfen, dass viele Medien nur scheinbare Realitäten abbilden und auch die Frage was und wer eigentlich die bürgerliche Mitte ist, wurde ausführlich diskutiert. Auch hier gab es wieder einen Tipp der Medienprofis: „ Seid kritisch, aber ohne Schere im Kopf! Politisch korrekt bedeutet die richtigen Worte zu wählen“.

Beeindruckend: Das Gelände des ZDF zog die Workshopteilnehmer gleich in den Bann ( Foto: V.Wahlig)

Beeindruckend: Das Gelände des ZDF zog die Workshopteilnehmer gleich in den Bann ( Foto: V.Wahlig)

Der absolute Höhepunkt der JMT und wie die Veranstalter sagen das Herzstück der JMT, wartete dann am Samstag auf die Besucher: Die Intensivworkshops. Nach einigem Chaos und mit ganz schön viel Müdigkeit im Gepäck, immerhin wird bei diesem Event mit knapp 200 Anderen in der Turnhalle genächtigt, wechselte eine Gruppe das Bundesland und machte sich auf in Richtung Lerchenberg. Programmpunkt: Dein Mittagsmagazin – Redaktionsworkshop beim ZDF. Mit staunendem Blick ging es erst einmal in die Grüne Hölle, den Zuschauern im Fernsehen wohl besser bekannt als das heute-Studio. Aber warum Grüne Hölle? Na weil das Studio in Realität ein Raum mit grünen Leinwänden ist, auf die dann die Bilder projiziert werden. Spannend wurde es dann auch für die Teilnehmer, mehrheitlich Mädchen, als sie in den Nachrichten der führenden Agenturen wie dpa oder Reuters nach den neusten Meldungen suchten. Daraus wurde dann die ganz persönliche Sendung entwickelt. Topnachricht war an diesem Wochenende natürlich der Bahnstreik, der auch einige Teilnehmer daran hinderte überhaupt nach Frankfurt zu kommen. Mit vielen Tipps der ZDF-Profis und einem Abstecher in das Studio des Sportstudio hieß es dann aber auch wieder „Schnell nach Frankfurt zurück, um ja nicht in Mainz wegen des Bahnstreiks hängen zu bleiben“. Am Abend war dann noch entspanntes Smalltalken bei einem Drink während der JMT-Party angesagt.

Völlig übermüdet aber glücklich drückten sich nach gut 60 Stunden gemeinsamer Zeit die neu hinzugewonnen Kollegen und Freunde und wünschten sich im edlen Ambiente des Palmengartens eine gute Heimreise. „Und lass mal was von der hören – auch was du so journalistisch machst“. Denn für die meisten war nach diesen Tagen, voller neuer Erfahrungen, eines klar. Mein Berufswunsch: immer noch irgendwas mit Medien.

 

 

Wie viel Medien braucht der Mensch?

Zu viel oder falsch genutzt? Der Konflikt um Medien kommt immer wieder hoch (© Stefan Bayer / pixelio.de)

Zu viel oder falsch genutzt? Der Konflikt um Medien kommt immer wieder hoch (© Stefan Bayer / pixelio.de)

Einer meiner ersten Blicke am Morgen gilt meinem Mobiltelefon. Es blinkt blau, wenn ich Nachrichten bekommen habe, weckt mich mit ausgewählter Musik, zeigt mir den Wetterbericht, wichtige Nachrichten und die Termine des Tages. Ich plane die Zeit ein, noch im Bett das Wichtigste zu überprüfen und meinen Tag zu organisieren, denn beim Frühstück mit den Kindern will ich mich auf anderes konzentrieren können. Wir leben in einer multimedialen Welt, in der technische Geräte nicht mehr nur zum Alltag, sondern auch zur Bewältigung desselben beitragen.

Die Frage, wie viel Medium ein Mensch tatsächlich braucht, ist dabei eine ganz individuelle. Aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, braucht keiner und jeder Medien. Während meine eine Großmutter beispielswese das Internet nutz, um mit ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln in Kontakt zu bleiben, die quer durch Deutschland und seine Grenzen hinaus verteilt sind, ein Mobiltelefon für ihre Spaziergänge hat, falls etwas passieren sollte, und ohne ihr breites Bücherregal nicht immer wüsste, wie sie ihren Tag füllen soll, kennt meine andere weder Computer noch Handy, liest kaum die Tageszeitung und schafft es nicht, wenn die Urenkel an der Fernbedienung von TV auf Radio geschaltet haben, den Fernseher wieder in Gang zu bekommen.

Kinder und Medien: ein heikles Thema (© Eklih Mmorf / pixelio.de)

Kinder und Medien: ein heikles Thema (© Eklih Mmorf / pixelio.de)

Als wir jüngst in unser neues Eigenheim gezogen sind, beschwerte sich mein Vater (!), dass ich dagegen war, in den Kinderzimmern beim Renovieren Fernsehanschlüsse zu verlegen. „Das geht doch nicht, die brauchen das irgendwann“, sagte er, während ich ernsthaft überlegte, ob irgendwer einen Fernseher in seinem Schlafzimmer ernsthaft „braucht“. Noch dazu in einer Zeit, in der viele junge Haushalte nicht etwa darum auf einen Fernseher(-Anschluss) verzichten, weil sie sich nichts anschauen, sondern weil ein Computer ebenso in der Lage ist, Filme abzuspielen und Übertragungsprogramme zu nutzen, die mehr bieten, als manch teurer Kabelvertrag. Tatsächlich würde ich meinen Kindern einen eigenen Computer zu gegebener Zeit nicht verweigern. Viel zu sehr weiß ich, wie schon Schule, Uni und Beruf oft die Nutzung von diversen Programmen und Internet nötig machen.

Damit ich das aber ruhigen Gewissens in den Kinderzimmern belassen kann, ist eines unverzichtbar: Dass ich meinen Kindern einen verantwortungsbewussten und sinnvollen Umgang mit Medien beibringe. Darum – ganz ehrlich – betrachte ich Eltern, die auf Medien vollends verzichten, auch eher skeptisch. Seien wir ehrlich, viele von uns mussten sich selbst „beibringen“, was im Internet vertrauenswürdig ist (und wie viel nicht), wie die Programme auf unserem Mobiltelefon nicht überhand nehmen und den Arbeitsspeicher zumüllen oder dass Exel zu weit mehr gut ist, als Tabellen zu erstellen. Und einige von uns haben manche dieser Punkte bis heute nicht geschafft. Liegt es da nicht in meiner Verantwortung, meinen Kindern, die mit Sicherheit allein durch die Gesellschaft noch medialer aufwachsen, als ich, die ich laut meinem Professor bereit ein „digital native“ bin, die Regeln der medialen Welt beizubringen. Ich lasse ja auch keinen ans Steuer, der die Straßenverkehrsordnung nicht kennt.

Ansichtssache: Auch Bücher sind Medien (Foto: Obermann)

Ansichtssache: Auch Bücher sind Medien (Foto: Obermann)

Und, das wollen wir hier nicht vergessen, auch Zeitungen und Bücher sind Medien, auch CDs und Werbeplakate. Medial heißt nicht gleich Computer. Und so wie die ersten Bücher nicht unbedingt einen so guten Ruf hatten, mag es sein, dass Fernsehen und Internet in ein paar Jahrzehnten zum Gut der gebildeten Schicht gehören, wie heute die Klassiker der deutschen Literatur. So genannte „e-learning“-Angebote gibt es an fast jeder Universität und auch an immer mehr Schulen. Ohne Internet könnte ich mich weder für meine Kurse anmelden, noch für die Prüfungen. Selbst die Einschulungsfotos meines Sohnes musste ich per Internet einsehen und auswählen. Die Kuchenliste für den letzten runden Geburtstag wurde per WhatsApp besprochen und meine Oma schickt mir lieber elektronische Post, als mich anzurufen, weil sie besser lesen, als hören kann.

Oft werden die Medien verflucht, verteufelt und für eine Abwesenheit aus der Realität verantwortlich gemacht. Tatsache ist doch, dass sie tief eingebettet sind in unsere Realität. Es macht keinen Unterschied, ob ich im Zug die gedruckte Zeitung lese oder das elektronische Äquivalent, die Nachrichten sind die gleichen. Und hier wie dort ist es meine Obliegenheit, zu entscheiden, welche Meldungen ich für wichtig erachte, welche ich überfliege oder gar nicht erst lese. Entscheidend ist nämlich, dass die Nutzung von Medien Verantwortung bedeutet und kein Kontrollverlust. Und nur, wenn ich das selbst begriffen habe und mich daran halte, kann ich dies auch weitergeben.

Vorschau: Nächste Woche gibt unsere neue Kolumnistin Anna ihren Einstand und schreibt über die Hass-Liebe zur Geduld.

Objektivität

KOMMENTAR: Der Zugang zu politischen Informationen war sicher einmal einfacher – wenn auch limitierter –, als er sich heute darstellt: Tageszeitung, Tagesschau, fertig. Heute scheint das längst nicht mehr so unkompliziert zu sein. Das Internet liefert zahlreiche neue Informationskanäle, durch deren Nutzung Wissen in einer Art und Weise greifbar wird, die früher undenkbar erschien: Potentiell top-aktuell, unabhängig, detailliert – da kann die Tages-schau natürlich kaum mithalten. Dabei stellt sich jedoch die Frage, wem man/welchen Quellen man glauben/trauen kann.
Vor einigen Tagen machte der amerikanische Journalist Mat Honan von sich die Rede, der – als eine Art Selbstversuch – jede Meldung, die ihm das soziale Netzwerk Facebook präsen-tierte, mit einem „Like“ versah. Schnell, so berichtet Honan, sah der Informationsstrom auf der Plattform ganz anders aus, als er es gewohnt war: Nachrichten von Freunden verschwan-den vollständig, angezeigte Beiträge schienen inhaltlich immer identischer zu werden. Über-raschen mag das kaum: Facebook muss einem gewaltigen Datenstrom Herr werden. Was den Nutzern angezeigt wird, basiert auf einem Algorithmus, der anhand des Nutzerverhaltens Bei-träge vorsortiert und schließlich das ausspuckt, was den Nutzer zu interessieren scheint. Fremdes Gedankengut wird hier gar nicht erst präsentiert. Facebook vorwerfen kann man das kaum – das soziale Netzwerk ist kein Organ der politischen Bildung. Der Effekt, der hier auftritt, ist allerdings eines zweiten Blickes würdig. Der Algorithmus scheint, so kann man spekulieren, Nutzer gewissen Interessensgruppen zuzuordnen. Diese Interessen werden nun mit entsprechenden Informationen bedient, während andere Inhalte ausgeblendet werden. Haltungen, die auf diese Art wieder und wieder bestätigt werden, verfestigen sich und schei-nen verabsolutierbar.
Damit steht nun aber die Frage nach der im Journalismus stets beschworenen Objektivität im Raum. Nachrichten, so wird gefordert, sollen unabhängig und wertungsfrei sein. Als journa-listischer Qualitätsstandard kann diese Forderung nun aber kaum gelten. Schließlich ist es fraglich, wie es mit der Unabhängigkeit und Wertefreiheit genau funktionieren soll. Der Ge-danke an Objektivität impliziert den Zugang zu einer tieferen Realität, in der ausnahmslos alle Informationen zugänglich und eindeutig sind. In den Geisteswissenschaften scheint man in den letzten Jahrzehnten unter dem Aufkommen konstruktivistischer Ansätze vom Gedanken einer Objektivität Abstand genommen zu haben. Auch die „harten“ Wissenschaften – etwa die Quantenphysik – kennt mit den Kopenhagener Deutungen nach Niels Bohr entsprechende Überlegungen.
Letztlich ist es ja immer ein Mensch, der hinter geschriebenen Worten steht. Was dieser äu-ßert, muss stets als subjektiv begriffen werden – ganz egal, wie sachlich und nüchtern diese Worte auch sein mögen. Erklärungsansätze dafür mag etwa die Neuropsychologie liefern: Reize und Informationen werden vom Individuum nie uninterpretiert aufgenommen. All das, was wir sehen, sind – sobald wir es sehen – durch unser Gehirn vorinterpretierte Bilder. Auch der Abgleich mit den Bildern, die andere Menschen vor Augen haben, liefert keine Objektivi-tät. Denn auch hier wird kein Zugang zu einer tieferen Realität ermöglicht.
Was also die Tagesschau um 20 Uhr ausstrahlt, mag letztlich genauso wenig Anspruch haben, die Realität darzustellen, wie die algorithmisch sortierten Meldungen im Facebook-Nachrichtenstrom. „Real“ werden die Inhalte erst in der Rezeption. Hierbei scheint die Tages-schau trotz Digitalisierungserscheinungen als Leitmedium immer noch im Vorteil –deshalb, weil sie eine sehr viel höhere Reichweite hat als ein vereinzelter Artikel in den sozialen Netzwerken.

Mediengleichschaltung, Zensur und Montagsdemonstrationen

KOMMENTAR:

Habt ihr einen Fernseher zuhause? Schaut ihr oft fernsehen? Schaltet das Ding ab! Wir brauchen es nicht mehr. Über das Internet bekommen wir Informationen, die sonst nicht zugänglich sind. Informationen, die von den Massenmedien totgeschwiegen werden. Je mehr man sich informiert, desto erschreckender wird es. Denn auch die bekannten Online- Medien gehören zum selben Netzwerk, dem nicht mehr zu trauen ist.

Das neuste Beispiel, das wir sehen können, ist die Berichterstattung zur „Krise“ in der Ukraine. Egal ob es die ProSieben Media AG, Der Spiegel Verlag oder die von uns gezahlten GEZ Medien ARD und ZDF sind, die momentan wegen einiger Fälle stark in der Kritik stehen, so stellen alle Russland und allen voran Putin als Feindbild hin, während die USA die Guten sind. Doch ist alles einseitig berichtet? Ein einzelner West-kritischer Bericht auf dem NDR um 23:20 Uhr gegen Hunderte Russland-feindliche. Nur ab und an werden die „Verdachte“ über eine beginnende Destabilisierung der Ukraine geäußert, jedoch nicht gegen Amerika.

Wer bei den großen Medien heutzutage Journalist werden will, muss unterschreiben, über bestimmte Themen nicht zu berichten. Die Leitsätze des Axel-Springer Verlages (hauptsächlich Die Bild und Die Welt) besagen sogar „Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika“. Doch wer nimmt sich die Zeit, sich die Gegenseite anzuhören? In der Ukraine selbst werden sogar russische Fernsehsender zensiert.

Der Westen, sprich USA, EU und NATO, bildet ein Bündnis und werfen der russischen Gegenseite Völkerrechtsverletzung vor. Doch wie können Völkerrechtsverletzer anderen Völkerrechtsverletzung vorwerfen (frei nach Gregor Gysi)?

Eine eindeutige Botschaft: Montagsdemonstrationen (Foto: Föhr)

Eine eindeutige Botschaft: Montagsdemonstrationen (Foto: Föhr)

1989 zerfällt die UDSSR und Deutschland wird wiedervereinigt. Die Montagsdemonstrationen der Bevölkerung tragen wesentlich dazu bei. Im Gegenzug für die Wiedervereinigung verspricht der Westen, dass die NATO sich nicht weiter nach Osten ausweiten wird. Keine zwei Jahrzehnte später wird dieses Versprechen gebrochen. Die Ukraine ist nur ein weiterer Schritt der NATO Ausweitung, direkt an Russlands Grenzen. Es droht sich zu einer kriegerischen Auseinandersetzung aufzuschwingen.

Die Montagsdemonstrationen flammen nun wieder auf. Diese sind jedoch nicht gegen die USA oder für Russland, noch sind sie von einer Partei organisiert oder sonst politisch engagiert. Es sind Mahnwachen FÜR den Frieden. Achtung! Freidenkeralarm! In Berlin haben sich innerhalb von 3 Wochen die Zahlen der Demonstranten von 1500 auf 3000 erhöht. Auch in 22 anderen Städten in Deutschland gibt es bereits diese Montagsdemonstrationen. Die Medien schweigen sich über das Thema aus.

Erst in den letzten Tagen zeigen sich aufgrund der immer lauter werdenden Proteste die ersten Reaktionen der Medien. Und wie immer, wenn eine Bewegung im Keim erstickt werden soll, wird die Nazikeule geschwungen. Jetzt liegt es an euch: Glaubt ihr also einfach alles, was die Medien euch berichten? Oder informiert ihr euch selbst? Habt ihr den Mut selbst bei einer dieser Mahnwachen vorbeizuschauen? Ob ihr da wirklich nur rechtsradikale sehen werdet oder Gleichgesinnte, die nur Frieden wollen, das müsst ihr selbst herausfinden. Und vielleicht werdet ihr ja den Demonstrationen beiwohnen oder eine eigene in eurer Stadt machen. Denn: „wer nicht mehr versucht zu kämpfen kann nur verlieren.“ (aus: Die Ärzte- Deine Schuld)

Ekel, Nacktheit, Tod – was darf in den Medien gezeigt werden?

Ekelig: Die Schweinenase stand auf der Speisekarte der Dschungelcamp-Kandidaten (Foto: Andreas Preuß  / pixelio.de)

Ekelig: Die Schweinenase stand auf der Speisekarte der Dschungelcamp-Kandidaten (© Andreas Preuß / pixelio.de)

Erotik-Model Melanie Müller ist Deutschlands neue Dschungelkönigin. Auch in diesem Jahr mussten die mehr oder weniger prominenten Kandidaten im australischen Regenwald einiges über sich ergehen lassen. Hauptsächlich das Ekellevel beim Vertilgen von Schweinenase, Hoden und Rosette wurde hoch gehalten. Aber auch an der psychischen Verfassung der Kandidaten und deren Auswirkungen – Tränen, Schläge, Schockzustände – nahm Fernsehdeutschland vom heimischen Sofa aus teil.

Doch ist das noch in Ordnung? Ist es okay, Menschen bewusst in Extremsituationen zu versetzen, sie mit ihren Ängsten zu konfrontieren? Und vor allem: Darf ein Medium wie das Fernsehen so etwas zeigen? Ist das noch ethisch vertretbar?

Der Begriff Ethik leitet sich vom Griechischen „Ethos“ ab, was so viel bedeutet wie Gewohnheit, Charakter, Haltung. Ethik beschäftigt sich mit der Frage, wann Handeln gut und wann Handeln schlecht ist. Die Medienethik bezieht sich folglich auf die Beurteilung des Handelns in der öffentlichen Kommunikation.

Ist es nun also ethisch vertretbar, ein TV-Format wie das Dschungelcamp auszustrahlen? Ja, findet Alexander. Der 23-jährige Student ist der Meinung, dass man mit den Kandidaten nicht allzu viel Mitleid haben muss: „Sie wissen, worauf sie sich , denn sie bekommen Geld dafür. Sie nutzen die Sendung bewusst, um ihr Image zu verbessern.“ Schülerin Lena (16) sieht das anders: „Also ich finde, es gibt schon Grenzen! Wenn die anderen über eine Person herziehen oder jemand wirklich da sitzt und nicht mehr kann, dann sollten die Kameras ausgeschaltet werden.“

Im Dschungel ebenfalls ein Thema: Nacktheit. Doch im Gegensatz zum folgenden Szenario haben die Dschungelcamp-Kandidaten die Möglichkeit zu entscheiden, wie viel von ihrem Körper sie den Zuschauern präsentieren möchten, schließlich gibt es für sie Rückzugsmöglichkeiten ohne Kameras.

Dringen in die Privatsphäre Prominenter ein: Paparazzi (© B. Laube, bearbeitet von Karl-Heinz Laube  / pixelio.de)

Dringen in die Privatsphäre Prominenter ein: Paparazzi (© B. Laube, bearbeitet von Karl-Heinz Laube / pixelio.de)

Kate Middleton, Herzogin von Cambridge, hatte diese Möglichkeit nicht, als sie in einem Provence-Urlaub von einem Paparazzi oben ohne fotografiert wurde. Die französische Ausgabe von „Closer“ druckt die Herzogin wie Gott sie schuf auf dem Titel ab. Ist die Vorgehensweise der Zeitschrift ethisch zu rechtfertigen?

Hier sind sich Alexander und Lena einig: Wenn sie die Chefredakteure der Zeitschrift gewesen wären, hätten sie die Bilder nicht abgedruckt. „In der Funktion eines Mediums muss man immer abwägen zwischen Persönlichkeitsrechten und dem Interesse der Öffentlichkeit in einer Demokratie. Der Busen von Kate Middleton hat nun mal keinen Informationsgehalt und muss deshalb auch auf keinem Cover gezeigt werden“, erklärt Alexander.

Wie aber handeln die Verantwortlichen eines Mediums – ob Fernsehen, Zeitschrift oder Internet – richtig, wenn sie ein Foto einer toten oder sterbenden Person erhalten?

In der Nacht zum 31. August 1997 verunglückte Prinzessin Diana in Paris bei einem Autounfall. Ihr Wagen prallte mit überhöhter Geschwindigkeit gegen einen Pfeiler. Die auch heute noch als „Königin der Herzen“ bekannte damalige Ehefrau des britischen Thronfolgers Charles starb wenige Stunden nach dem Unfall an den Folgen ihrer schweren inneren Verletzungen im Krankenhaus. Tatsächlich gelangte ein Foto der blutüberströmten Diana, das vermutlich noch am Unfallort gemacht wurde, an die Öffentlichkeit.

Solche Bilder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hält Lena für falsch. Und auch Alexander urteilt: „Das ist pietätlos. Als Publisher sollte man immer auch bedenken, dass dies kleine Kinder sehen könnten und man eine gewisse Verantwortung haben sollte – nicht nur gegenüber der Auflage, Aktionären und Mitarbeitern, sondern auch gegenüber der Gesellschaft.“

In Deutschland fungiert übrigens der Deutsche Presserat als freiwillige Selbstkontrolle der Branche. Zu seinen Aufgaben zählt unter anderem das Aufdecken und Beseitigen von Missständen im Pressewesen. Zur Orientierung gibt der Presserat den Deutschen Pressekodex heraus, der eine Art Selbstverpflichtung der Nachrichtenbranche darstellt. Seit 2009 gilt der Deutsche Pressekodex auch für Online-Journalismus.

Und jetzt seid ihr dran! Was dürfen die Medien aus eurer Sicht und was geht schlichtweg überhaupt nicht?

Vorschau: Am Dienstag, 25. Februar geht´s im Panorama ums Thema E-Sport.

Polizei eingeschaltet: Streit zwischen Frankhauser und Stone geht weiter

Verstehen sich nicht: Model Samantha Stone (links) und Katzenberger-Schwester Jennifer Frankhauser (Foto Stone: Jürgen Wegner, Foto Frankhauser: privat)

Verstehen sich nicht: Model Samantha Stone (links) und Katzenberger-Schwester Jennifer Frankhauser (Foto Stone: Jürgen Wegner, Foto Frankhauser: privat)

Im Streit zwischen Katzenberger-Schwester Jennifer Frankhauser (21) und Model Samantha Stone (26) (wir berichteten) wird weiter mit harten Bandagen gekämpft. Nachdem Frankhauser am vergangenen Mittwoch auf ihrem Facebook-Profil den Screenshot einer angeblich von Stone versendeten Nachricht postete, wendete sich Stone an die Polizei: Die Nachricht habe sie nicht geschrieben. Es geht um die Worte „Das hast du davon du arrogantes Stück! Hab doch gesagt ich mach dich fertig. Mit mir sollte man sich nicht anlegen!“

Beziehen könnte sich diese Nachricht auf die öffentliche Auseinandersetzung der beiden jungen Frauen, in der es um den Freund von Stone geht. Nach Angaben des Models hat sie im Dezember eine Nachricht von Frankhauser erhalten, in der diese angab, ein Verhältnis mit Stones Freund zu haben. Screenshots, um ihre Aussagen zu beweisen, legte Stone der Redaktion vor. Allerdings seien diese laut Frankhauser gefälscht.

Frankhauser ist sich jedoch sicher, dass Stone mit den Vorwürfen das Ziel verfolgt, in die Schlagzeilen zu gelangen.

Was die beiden jungen Frauen selbst dazu zu sagen haben, teilten sie uns per Video-Botschaft und Textnachricht mit: