Socken zu Weihnachten?

Dass Männer nicht unbedingt gerne einkaufen gehen, ist wohl bekannt. Wenn Man(n) ganz ehrlich ist, zeigt sich das bei den meisten auch im Kleiderschrank.Leider reden wir hier nicht nur über das Lieblingsshirt und die Lieblingsjeans, die bei jeder Gelegenheit von „dem Stuhl“ genommen und angezogen werden – auch der Kauf von neuer Unterwäsche und Socken fällt den meisten Männern schwerer als man vermuten mag.Da werden die guten schwarzen Tennissocken trotz dem vierten Loch noch in Gebrauch genommen und mit den Shorts kombiniert, auf denen das CK-Logo schon lange nicht mehr lesbar ist.

Kaufverhalten der Männer

Welcher Mann greift bei seinem halbjährigen Shopping-Trip zu neuer Unterwäsche, wenn er stattdessen eine neue Bluejeans, neue Sneaker, ein neues einfarbiges Shirt oder zur Abwechslung mal einen neuen Anzug für die Arbeit kauft? Durch die medienwirksame Vermarktung von halbnackten Männermodels auf sozialen Netzwerken hat sich zum Glück schon einiges an dieser Front getan. Doch im Vergleich zu den Frauen hinken wir Männer bei dem Thema immer noch sehr hinterher.Dabei genießt es doch auch jeder von uns, wenn eine Frau schön eingepackt ist. Wieso sollte es den Damen mit den Männern da nicht ebenso gehen? Das Thema Verpacken ist aber auch genau das, worum es hier gehen soll, denn wer nicht aktiv den Schritt geht sich neu einzukleiden, darf sich auch nicht ärgern, wenn er  mit den nötigen Utensilien beschenkt wird.

Die Lösung wird manchmal nicht richtig gedeutet

Wenn eure Frau, eure Eltern, eure Geschwister oder eure Freundin sich dazu entscheiden, euch neue Wäsche oder neue Socken zu schenken, solltet ihr das nicht als komplette Ratlosigkeit deuten. Wahrscheinlich ist es der vorsichtige Hinweis darauf, dass ihr zu den eingangs erwähnten Herren gehört. Probiert das Geschenk also lieber einmal an und schaut ob es gut aussieht und sich gemütlich anfühlt, bevor ihr es enttäuscht zur Seite legt. Nehmt das zuerst vielleicht eher ungeliebte Präsent doch als Anstoß, mal auf „dem Stuhl“ nachzusehen. Und? Ist da möglicherweise mal eine komplette Überholung der Wäschesammlung nötig? Und für alle unschlüssigen Schenker gilt: Scheut euch nicht beim Weihnachtsshopping in der Wäscheabteilung für Herren zuzuschlagen!

Der Nächste Beitrag am 05.01.2017 wird eine Vorraussage über die Mode des neuen Jahres geben.

 

Warum Trends funktionieren

Schlaghosen, Color Blocking, Blumenmuster – Trends begleiten uns im täglichen Leben. Dies betrifft so ziemlich alle Themengebiete. Von den beliebtesten Farben bei Autos, zu den neusten Stylings für die Frisur, über die angesagtesten Stilrichtungen und Motiven bei der Tattooauswahl bis hin zu den stetig wechselnden Sommer- und Winter- Kollektionen der einzelnen Modellabels.

Trends mit Halbwertszeit

Obwohl einige Trends im ersten Moment oder während ihres gesamten Bestehen stark belächelt werden, setzen sie sich schlussendlich doch durch, bis ihre Halbwertszeit erreicht ist und sie nach und nach wieder das Rampenlicht verlassen.Trends wie die floral gestalteten Shirts für Männer letzten Sommer, der Ultra V-Ausschnitt bis zum Bauchnabel, der Neon Trend vor zwei Jahren oder die Kleid-lange Shirt- und Pullover- Kreationen, die uns das letzte halbe Jahr begleitet haben, sah man zuerst teilweise nur in sozialen Netzwerken, bis sie nach und nach die Läden der unterschiedlichen Labels füllten.Und diese Trends kamen alle an. Wie kann dasdies sein? Sind siedoch ganz anders oder sogar das komplette Gegenteil der meisten langfristig bestehenden und beliebten Stilrichtungen der Männer- Mode und unterstreichen, weder den extrem eleganten noch den extrem rebellischen und starken Mann.

Wieso funktionierenTrends immer und immer wieder?

Es ist eigentlich ganz einfach: Der Mensch ist genetisch darauf getrimmt, dass die beste Überlebenschance im Rudel besteht. Daraus formten sich über Tausende von Jahren unser Hang und das unüberwindbare Bedürfnis nach sozialen Kontakten und sozialer Anerkennung. Diese Anerkennung versuchen wir zu stärken, indem wir uns anpassen, oder besser, indem wir sogar eine Vorreiter- Stellung einnehmen und das „Rudel“ dadurch anführt.
Genau dieser ureigene Instinkt beeinflusst die Trends von heute und morgen.Wenn der coole Typ aus der Schule, der all die hübschen Mädels abbekommt, ein Kleid-langes Shirt anziehen kann, ohne dass er dafür Spot erntet, oder seinen Alpha- Status verliert, dann bekommt dieses Kleidungsstück natürlich automatisch ein besseres Standing in der Wahrnehmung der Mitschüler.Dieser Effekt wird heut zu tage durch das Fernsehen oder die sozialen Netzwerke noch verstärkt.Denn die Prestige, die der coolste Junge der Schule hat, wird noch weit überschritten, wenn ein Promi oder gleich mehrere sich für einen Kleidungsstil entscheiden und dieser online oder von Fernsehmoderatoren noch gelobt wird. Vorbilder heißen nicht umsonst Vorbilder, denn sie geben das Bildnis vor, nachdem wir uns richten.

Kurzfristige Trends versus dauerhafter Stil

Doch ist es wirklich ratsam sich an kurzfristige Trends zu halten? Besonders im Bereich der Tattoos, welche einen ein Leben lang begleiten, ist ein wenig Weitsicht sicherlich hilfreich. Schließlich sollten wir uns darüber bewusst sein, dass ein eigener und dauerhafter Stil nicht nur Vertrauen schafft, sondern auch eine gelassene Authentizität, für die man schlussendlich beneidet wird.

 

Männerschmuck: Mit was sich ein Mann zieren darf

Das Thema Schmuck und Geschmeide war historisch bedingt schon immer für beide Geschlechter interessant. Während Frauen bereits in der Antike oder im alten Ägypten mit Juwelen oder Edelmetallen ihren Hals und ihre Arme zierten, waren es bei Männern meist Kriegserrungenschaften oder Trophäen, welche mit Stolz getragen wurden.

Heutzutage ist Schmuck bei Männern weit weniger heldenhaft und symbolträchtig – vielleicht sogar eine kleine Herausforderung.

Was sollte und was darf ein Mann eigentlich an Schmuck tragen?

Eine der präsentesten Meinungen unserer Zeit ist, dass der einzige Schmuck, der einen Mann wirklich ziert, eine gute Uhr sein sollte.

Auch hier gilt im Allgemeinen eher der Vorzug der schlichten Eleganz und einem ordentlichen Uhrwerk.

wild: ein großer Mix aus verschiedenen Männeraccesoires

wild: ein großer Mix aus verschiedenen Männeraccesoires

Es muss ja nicht gleich eine Omega, Rolex oder Breitling sein. Auch eine Mittelklasse-Uhr mit gutem Automatiklaufwerk erfüllt ihren Zweck und sollte sich jedem Outfit anpassen

An der Meinung zum Thema Uhren als einziges Schmuckstück ist an sich nichts auszusetzen, da man hier zumindest nur schwer zu dick auftragen kann.

Doch kann man beim Thema Schmuck wie so oft, wenn es um Mode geht, nicht pauschalisieren.

Nehmen wir als Beispiel eine der größten männlichen Stilikonen unserer Zeit: Johnny Depp. Der Schauspieler trägt viel Schmuck! Wer sich Bilder von ihm anschaut, bemerkt sicher, dass er unterschiedlichste Stilrichtungen wild mixt. So kombiniert er beispielsweise bunte Perlenarmbänder mit Lederbändern, Metalarmreifen und Bettelarmbänder. Dazu noch einen Ring oder zwei und auch unterschiedlich lange Ketten.

Gut, nicht jedem Mann gelingt es mit egal welchem Mix an Kleidung gut auszusehen, so wie es Depp gekonnt vormacht. Und trotzdem können wir uns eins auf jeden Fall bei ihm abgucken:

Highlights, Basics, und klassisch schlicht – mit diesen drei Ebenen im Mix gelingt jedes Outfit.

Das zieht sich durch jede Thematik im Outfit des Mannes. Ob Farben, Muster, Formen, Schmuck, Accessoires oder Schuhe.

Außerdem gilt: Immer am eigenen, ganz persönlichen Stil fest halten und versuchen mit schlichten, einfarbigen Basics, eleganten Details und auch ein-zwei Highlights zu arbeiten. So wird euch die Aufmerksamkeit der hübschen Nachbarin gewiss sein.

Vorschau:

Die Trends 2014 für den Mann

Pünktlich zum neuen Jahr wollen wir euch diese Woche die kommenden Modetrends für den Mann vorstellen. Neben alten Klassikern warten vor allem neue Ideen darauf, ausprobiert zu werden. Als vorweggenommenes Fazit lässt sich sagen, dass modisch mittlerweile alles möglich ist und die Grenze zwischen dem, was nicht geht, immer mehr verwischt wird.

Grün ist das neue Blau! (Bild: Hemmer)

Grün ist das neue Blau! (Bild: Hemmer)

Zu Beginn darf die grüne Welle vorgestellt werden, welche uns erwartet. Ob Moos- oder Oliv-Töne, alle Grünfacetten sind ein Hingucker und können Blau als vorherrschende Farbe ablösen. Denn gerade bei Hosen machen diese Farben eine elegante Figur.

Nicht so elegant, aber dafür voll im Trend liegen sportlich angehauchte Kleidungsstücke. Mit Neopren, Blousons, Streifen und Ziffern setzt Mann sich im Frühjahr in Szene. Der Look sollte allerdings casual interpretiert und nur bedingt mit einem formalen Outfit verbunden werden.

Wer es ausgefallener möchte, greift bei der potenziellen Bekleidung zu Versionen mit floralen Mustern oder exotischen Ornamenten. Zu den botanisch angehauchten Mustern gesellen sich zudem fotoplakative Darstellungen. Gebäude und Lebensmittelprints taugen als Hingucker und bereichern das Outfit um eine künstlerische Nuance.

Klassiker durch und durch: die Bikerjacke. (Bild: Zara)

Klassiker durch und durch: die Bikerjacke. (Bild: Zara)

Bei den Klassikern geht es allerdings alles andere als künstlerisch. Denn Bikerjacken und dunkler Denim bringen stilistisch den harten Kern zum Vorschein. Hier lohnt es sich, für gute Qualität etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Aufgrund der Zeitlosigkeit greift man im Laufe seines modischen Daseins immer wieder auf diese Modelle zurück.

Wenn von einem Comeback die Rede ist, ist dies oftmals auch ein Indiz für Zeitlosigkeit. Ein Wiedererscheinen dieser Art erlebt in diesem Jahr wieder der Turnbeutel mit Kordelzug. In der Schulzeit verhasst und immer belächelt, wurde er aufgrund der sportlich ausgerichteten Kollektionen von den Designern wiederentdeckt.

Für die Modetrends in diesem Jahr ist es somit auch ein wenig wie mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr: Man muss ab und an über seinen eigenen Schatten springen können. Wer diese Weisheit beherzigt, wird sich mit Sicherheit im neuen Kalenderjahr modisch neu im Spiegel betrachten.

Vorschau: Nächste Woche dreht sich alles um das richtige Winterschuhwerk.

Herbst- und Winterjacken 2013

Dieser Tage stellt es sich als ziemlich ungemütlich heraus, nach draußen an die frische Luft zu gehen, denn aus dem Lüftchen vergangener Sommertage sind orkanartige Winde geworden, welche obendrein mit kühlen Temperaturen gepaart daher kommen. Weil wir Menschen allerdings ab und an frischen Sauerstoff benötigen, stemmen wir uns gegen die nasskalten Wetterbedingungen nicht nur mit Courage, sondern auch mit Stil und greifen hierbei zu unserem engsten Verbündeten – der Jacke. Welche Modelle in dieser Saison modisch den Ton angeben, erläutern wir in der heutigen Ausgabe.

Der Parka trotzt jedem Wetter und schützt zudem die Kleidung aufgrund des weiten Schnitts. (Bild: Hemmer)

Der Parka trotzt jedem Wetter und schützt zudem die Kleidung aufgrund des weiten Schnitts. (Bild: Hemmer)

Fangen wir mit den Jacken gegen richtiges Miesepeter-Wetter an. Auffallend ist hierbei, dass die folgenden Kleidungsstücke ihren Ursprung beim Militär haben. Die Rede ist vom Parka und dem Trenchcoat. Erstere Variante punktet mit einem Casual-Look, welcher obendrein durch Kapuze, mehreren Seitentaschen und möglicherweise integriertem Innenfutter ziemlich funktional ist. Der Trenchcoat hingegen stellt das smarte Pendant zum Armeeklassiker und ist gerade sowohl im Business als auch bei besonderen Anlässen die elegantere Variante. Hervorzuheben sind bei diesen Modellen das regenabweisende Material sowie ein hüftlanger Schnitt, welcher den Körper besser vor Wind und Wetter schützt.

Bei Regenwetter der absolute Klassiker: der Trenchcoat. (Bild: Hemmer)

Bei Regenwetter der absolute Klassiker: der Trenchcoat. (Bild: Hemmer)

Als nächstes wenden wir uns den Stepp- und Daunenjacken zu. Seit geraumer Zeit sind diese Varianten nicht mehr aus dem Kleiderschrank wegzudenken – zu Recht. Denn gerade im Winter halten diese Ausführungen am Meisten, was sie versprechen: Sie halten den Körper warm. Grund dafür ist das mit Daunen gefüllte Material, welches die Körperwärme am Mann hält. Somit ist es nicht verwunderlich, dass diese Saison die klassischen Jackenmodelle mit einem Dauneninhalt ergänzt wurden. Wer also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen will, um sowohl zum Einen Geld zu sparen, als auch zum Anderen ewig auf diese Variante gewartet hat, dem sei empfohlen, diese Neuheit auszuprobieren.

Peacoat und Parka.(Bild: Zara)

Peacoat und Parka.(Bild: Zara)

Zum Schluss wenden wir uns den Mänteln mit Wollmischung zu. Gerade im Winter macht man stilistisch mit diesen Ausführungen nichts verkehrt. Ganz klassisch kommt der lange Einreiher daher, welcher sich bei jedem Anlass als treuer Begleiter erweist. Modern interpretiert wird dieses Modell durch Zweireiher oder Modifikationen im Militärstil. Bei Zweireihern empfiehlt sich allerdings ein anderer Geselle: der Peacoat. Obwohl der Peacoat kürzer geschnitten ist, erweist sich die Jacke der Seemänner als zeitloser Weggefährte. Wer beide Varianten schon besitzt oder eine Alternative zu ihnen sucht, dem sei der Dufflecoat empfohlen. Wie Einreiher und Peacoat besticht er durch schwere Qualität, kommt im Vergleich zu den beiden jedoch immer mit Kapuze daher und sieht mit seinen Knebelverschlüssen casual und gleichsam elegant aus.

Wie wir sehen, ist eine Jacke nicht nur eine Investition in warmes Wohlbefinden, sondern auch in modische Vielseitigkeit. Probiert die Varianten aus und lasst euch überraschen – auch ich habe mich von manchem Modell schon unerwartet positiv überzeugen lassen.

Vorschau: Nächste Woche dürfen wir uns auf einen Gästebeitrag freuen.

Die Mods – eine stilvolle Subkultur

Anlässlich des 50. Jubiläums der britischen Kultmarke Ben Sherman widmet sich die Moderubrik heute der Geschichte und dem Kleidungsstil der bekannten Subkultur aus Großbritannien.

Die Mods – der Name leitet sich vom englischen Begriff „Modernists“ ab – haben ihren Ursprung in den fünfziger Jahren, als Jugendliche aus der Arbeiterklasse und der unteren Mittelschicht sich dieser Bewegung anschließen, um ihrer Herkunft ein neues Ansehen zu verleihen. Dies spiegelte sich nicht nur im Aussehen, sondern auch im Auftreten wieder. Denn neben einem gepflegten Erscheinungsbild gehörte ein italienischer Motorroller genauso zum festen Repertoire eines Mods wie das gemeinsame Interesse an den ursprünglich schwarzen Musikrichtungen wie Soul, Ska, Jazz und britischer Beatmusik. Obwohl sich die Subkultur von den Rockern der damaligen Zeit distanziert, entstammten doch einige Bands der Mod-Szene, weil sie ihre Einflüsse nicht im Rock n‘ Roll, sondern in den vorgenannten Musikrichtungen sahen. Daher lassen sich als Hochphasen der Modernisten die sechziger und siebziger Jahre ausmachen, als Bands wie The Who und The Kinks das Tageslicht erblickten. Auch bekannte Größen wie David Bowie oder Rod Stewart gehörten dieser Bewegung an.

Neben dem musikalischen Vermächtnis dieser Zeit hat die Mode jener Bewegung ebenfalls einen sehr geschmackvollen Nerv getroffen. Denn sie bietet eine enorme Inspirationsvielfalt, wie man sich stilvoll und dennoch nicht overdressed kleidet. Die Grundlage bildet damals wie heute der Anzug, welcher formell mit Hemd und Krawatte getragen wird. An dieser Stelle sind schon erste Variationen möglich, da das Sakko nicht zwingend einheitlich zur Hose sein muss. Darüber hinaus kann auch eine Strick- oder Harrington-Jacke anstelle des Blazers angezogen werden.

Button-Down-Hemd

Das legendäre Button-Down-Hemd. (Bild: Hemmer)

Was die Hemden angeht, ist im Prinzip alles möglich, wobei ein Vertreter ganz besonders heraussticht. Das Button-Down-Modell ist das Mod-Hemd schlechthin und ist auch seit seinem Erscheinen das Aushängeschild der Kultmarke Ben Sherman. Mustertechnisch hat man mit Karos, Streifen oder den unifarbenen Varianten eine enorme Vielfalt zur Auswahl.

Wer allerdings auf Sakko und Hemd verzichten möchte, bedient sich eines T-Shirt‘s mit Target Print. Das sogenannte Mod-Target ist normalerweise ein Hoheitszeichen der Royal Air Force und stand schnell Pate für die Bewegung der Subkultur. Es bedarf also keiner weiteren Anmerkung, dass diese T-Shirts Kultstatus genießen.

Perfekte Ergänzung zum Stil der Mods: ein Paar Brogues. (Bild:Hemmer)

Perfekte Ergänzung zum Stil der Mods: ein Paar Brogues. (Bild:Hemmer)

Bei den Schuhen sollte es allerdings formell zugehen. Ob Chelsea-Boots, Brogues oder formelle Anzugschuhe – hier ist alles erlaubt, was das stilvolle Outfit komplettiert.

Zum Schluss kommen wir noch auf das bekannteste, auf den ersten Blick unscheinbarste, Kleidungsstück zu sprechen – den Parka. Dieser hatte in den Augen der Mods einen simplen, praktischen Nutzen: Der Parka sollte die teure Kleidung vor Schmutz schützen. Diesen Pragmatismus der motorrollerverliebten Subkulturanhänger kann man nicht nur im regenverwöhnten Großbritannien gut nachvollziehen.

Wer nun Gefallen an dem Style der Mods gefallen hat, dem sei der Film „Quadrophenia“ empfohlen, welcher die Hochzeit dieser Subkultur schildert.

Vorschau: Ansätze wie man seinen eigenen Stil finden kann, ist das Thema der nächsten Woche.

Geiz ist geil – der SALE

 

Bei den derzeit heißen Temperaturen und dem fantastischen Wetter zieht es die Allgemeinheit selbstverständlich ins kühle Nass. Dass es die Menschen auch in die Innenstädte verschlägt, lässt sich unschwer an der Begeisterung für das besondere Flair eines Biergartens, Flussufers oder auch einer Einkaufsstraße erkennen. Gerade diese Passagen verlocken in dieser Zeit zu einem Bummel aufgrund eines Stichworts: SALE. Was früher der Sommerschlussverkauf oder im Winter der Winterschlussverkauf war, hat sich mittlerweile als ein Wort mit vier Buchstaben in den Köpfen der Konsumenten manifestiert. Doch was bedeutet dieses Wort für uns? Wie wirkt sich der ständige Ausverkauf auf unser Konsumverhalten aus? Sparen wir wirklich, wie es uns der SALE weismachen will?

Früher war der Schlussverkauf ein wahres Shoppinghighlight unter den Damen und Herren des Landes und weckte das Interesse der Medien. Wer kennt nicht die Bilder stürmender Massen, um das im Preis gesenkte, so ersehnte Gut zu ergattern. Die Devise hieß also: Jeder kann sein Schnäppchen landen, wenn er bereit ist, dafür alles zu geben. Es wird mit Sicherheit viele gegeben haben, die diesen Satz wörtlich genommen haben. Doch heutzutage geht das ganze Spektakel gemütlicher zu. Selbstverständlich gibt es immer wieder enorme Kleiderberge zu sehen, aber bei der Masse an Artikeln lässt sich dies nicht vermeiden. Was sich allerdings grundlegend geändert hat ist die Tatsache, dass der SALE jeden Tag im Jahr vorhanden ist.

Ursache dafür ist die veränderte Shoppinglandschaft. Denn wo es früher nur das Kaufhaus in der Stadt gab, gibt es für den Kunden von heute im Internet die Möglichkeit, seine Einkäufe rund um die Uhr zu tätigen. Gerade dieses Medium hat eine Angebotswelle ausgelöst, die seinesgleichen sucht. Doch die immer größer werdende Konkurrenz hat einen ungeheuren Absatzdruck zur Folge, was die meisten (Online-)Shops veranlasst mit Gutscheinen und Sonderaktionen zu werben, um ihr Absatzsoll zu erreichen. Dass dieses Geschäftsmodell baden gehen kann, haben wir erst kürzlich am Beispiel Praktiker erfahren. Fakt ist, dass es uns mittlerweile jederzeit möglich ist, ein Schnäppchen zu landen.

Aufgrund dieser Tatsache hat sich das Konsumverhalten in die Richtung verändert, dass wir als Käufer oftmals erst abwägen, ob das vorliegende Kleidungsstück woanders billiger zu bekommen ist – schlichtweg nach dem Motto: Geiz ist geil. Diesen Slogan schreiben sich die Unternehmen auf die Fahnen, denn wer preislich am attraktivsten anbietet, gewinnt. So überrascht es nicht, dass Kundenbindung durch Rabattaktionen erzeugt werden soll. Kaufhäuser locken mit Kundenkarten, welche das Einkaufen belohnen sollen, andere wiederum winken mit den schon erwähnten Geschenkvouchers. Das führt dazu, dass wir uns als Käufer im bequemsten Fall nicht mehr auf das Schnäppchen zubewegen müssen, da es schon von alleine zu uns kommt.

Doch kaufen wir im Endeffekt günstiger ein? Wer es nur auf ein bestimmtes Teil absieht, wird die Frage mit Sicherheit bejahen. Doch die Mehrheit würde sich nicht sicher sein. Sie würde es bestätigen, mehrere Angebote erwischt zu haben, doch die Ausgaben würden schwerer wiegen als vorher angenommen. Das liegt daran, dass aufgrund der Angebotsvielfalt und der niedrigen Preise die Verlockung groß ist, das ein oder andere Teil mehr einzupacken. Im Shoppingtempel Primark sind diese Szenarien jeden Tag zu beobachten und spätestens an der Kasse zeigt sich, dass aus kleinen Beträgen eine große Summe entstehen kann.

Was somit der heutige Artikel zum Thema SALE aussagen will, ist, dass es sich bei diesem Wort um ein ausgeklügeltes Geschäftsmodell handelt. Deshalb soll er dazu anregen, dass eigene Konsumverhalten zu analysieren und zu hinterfragen. Da es sich um einen Artikel der Moderubrik handelt, bedeutet dies im Klartext: Brauche ich dieses Kleidungsstück wirklich? Entspricht es meinem Stil? Kaufe ich das im Preis gesenkte Gut, weil es vorher viel teurer war? Wer sich mit diesen Fragen ehrlich und gewissenhaft auseinandersetzt, kann sich sicher sein, dass er am Ende des Einkaufs zufriedener nach Hause geht als andere.

Vorschau: Nächste Woche dreht sich alles um das Wertheim Village.

Pitti Immagine Uomo

Während wir dieser Tage endlich den lang ersehnten heißen Sommer genießen dürfen, scheinen die modischen Themen im Herrenbereich eigentlich einfach gestrickt und aufgebraucht. Doch zwischen Tank-Tops, Badehosen und Sale-Wahnsinn mischt so manch modisches Highlight mit, welches jedoch meistens erst auf den zweiten Blick Beachtung findet. Im heutigen Fall ist es eine Veranstaltung, welche sich „Pitti Immagine Uomo“ nennt und als eine der bekanntesten internationalen Modemessen für Herrenbekleidung gilt.

Dieses alljährlich zweimal stattfindende Fest für Herrenmode wird in der Stadt Florenz ausgerichtet und macht die weltberühmte Stadt zum Schaufenster vieler Designer. Vorgeführt werden, neben der Bekleidung, auch Accesoires und Gegenstände in einem vielfältigen Angebot, die stilistisch klassisch bis modern ausgearbeitet sind. Die dort vorgestellten Kollektionen sind oftmals der erste Fingerzeig für die Trends der kommenden Saison.

Bevor die Messe allerdings zu einer Referenz im internationalen Modegeschäft wurde, entwickelte sie sich Anfang der fünfziger Jahre Schritt für Schritt aus einer Modenschau für Damenmode heraus, welche bis in die Siebziger auf dem Palazzo Pitti in Florenz abgehalten wurde. Die erste Herrenmodenschau, die Pitti Uomo, fand 1972 zum ersten Mal statt und spielt seither gegenüber der Frauenmode dort eine übergeordnete Rolle. Nichtsdestotrotz wird auf der in der Zwischenzeit umgetauften Pitti Immagine nicht nur Bekleidung für den Herrn präsentiert: Frauen- und Kindermode, Stoff- und Heimtextilien sowie die neuesten Trends in der Parfümindustrie werden jedes Jahr vorgeführt.

Doch wieso hat sich ausgerechnet die Pitti Immagine zu einer Referenzveranstaltung entwickelt? Während Mailand in Italien mit seiner weltberühmten Modewoche die Vormachtstellung mit den luxuriösesten Designern innehat, hat sich andererseits die Florentiner Modemesse als Pendant für junge und aufstrebende Modeschöpfer- und labels entwickelt. Und gerade diese Designer sind es, welche in einer schnelllebigen Zeit mit neuen Ideen Impulse setzen und somit auch die großen Designer inspirieren. So ist nicht verwunderlich, dass diese beiden modischen Messehighlights – die Pitti Immagine und die Mailänder Modewoche – zeitnah nacheinander stattfinden.

Wer sich also für neue und ausgefallene Mode begeistern kann, dem ist es möglich, sowohl Mitte Januar als auch Mitte Juni die Pitti Immagine Uomo zu besuchen. Nebenbei kann man eine der schönsten Städte Italiens besichtigen. Weitere Informationen zur Messe gibt es auf der offiziellen Seite der Pitti Immagine.

Vorschau: Nächste Woche dreht sich alles um das Thema Mädchenflohmarkt.

Die sommerlichen Modetrends für den Mann

Auch wenn man es dem derzeitigen Wetter nach nicht glauben mag: der kommende Juni soll ein Sommermonat sein. Und da der liebe Gott nicht ewig die Fluten vom Himmel schicken kann, können wir guter Dinge sein, dass uns bald der heiß ersehnte Sommer erreichen wird. Wer also genug von Schmuddelwetter und der mittlerweile unerträglichen dicken Jacke hat, dem sind die kommenden Zeilen zu empfehlen. Denn heute verabschieden wir uns thematisch endgültig vom Frühjahr und widmen uns nun den Trends für den Sommer.

Tank-Top mit Blumenprint und aufgesetzter Brusttasche (Bild: Zara)

Tank-Top mit Blumenprint und aufgesetzter Brusttasche (Bild: Zara)

Den Beginn macht, so banal es sich auch lesen mag, das T-Shirt. Dass man hierbei niemandem zweimal erklären muss, was ein T-Shirt ist, ist selbstredend. Modisch jedoch gibt es tatsächlich Neues über das Halbarm-Shirt zu berichten. Neben dem bekannten Mustertrend sorgen nun auch Pocket-T-Shirts, sprich T-Shirts mit aufgesetzten Brusttaschen, für frischen Wind. Hier lassen sich schon einige interessante Variationen entdecken, wie zum Beispiel ein weißes Basic-Shirt mit gemusterter Tasche. Auch tragetechnisch bekommt das Tee neuen Schwung und das im wahrsten Sinne des Wortes. Weil das T-Shirt ein Inbegriff der Fifties ist, dürfen die Ärmel wieder umgeschlagen werden, wie es einst James Dean vorgemacht hat.

Wer es allgemein noch luftiger mag, dem seien die neuen Tank-Tops ans Herz gelegt, denn diese zeigen sich in ihren neuesten Kreationen mittlerweile genauso vielseitig wie das vorgenannte T-Shirt. Doch trotz jeglichen Tragekomforts ist bei diesem Kleidungsstück Vorsicht geboten, denn in Sachen Seriosität müssen Abstriche gemacht werden. Nichtsdestotrotz zeugt es von stylischem Selbstbewusstsein, ein Tank-Top nicht nur auf dem Weg ins Schwimmbad zu tragen.

Die Hose des Sommers: die Leinenhose. (Bild: Zara)

Die Hose des Sommers: die Leinenhose. (Bild: Zara)

Schon bei dem Gedanken an lange Hosen kann man bei hohen Temperaturen schnell ins Schwitzen kommen. Aus diesem Grund wird zur kurzen Hose gegriffen, sei es ein kurze Chino oder Jeans. Trotzdem greifen wir in diesem Jahr auch mal öfter zur langen Hose – die Leinenhose, großer Sommertrend, schafft Abhilfe. Alleine der Look dieses Stoffes ist Sommer pur und das Beste daran: Es gibt aus diesem Stoff nicht nur Hosen. Auch Shorts und Oberteile kommen in dem luftig-leichten Stoff daher, um uns den Sommer erträglicher zu machen.

Der Carshoe. (Bild: Zara)

Der Carshoe. (Bild: Zara)

Abgerundet wird der vorgenannte Trend zu guter Letzt durch den richtigen Schuh. Espadrilles, Loafers oder Carshoes erweisen sich als perfektes Pendant in der heißen Jahreszeit. Natürlich werden diese barfuß getragen, um einen Tennissocken-Shock zu vermeiden. Also dürfen auch die Knöchel gerne wieder gezeigt werden, indem die Hosen etwas hochgekrempelt werden.

Probiert euch also aus und versucht, die neuen Trends als Inspiration zu nutzen. Mit Sicherheit werden uns diese Vertreter diesen Sommer eine Menge Freude bereiten.

Vorschau: Nächste Woche beschäftigt sich unser Gastbeitrag mit dem Thema Kleiderkreisel.

Muster – das modische Trendthema der Stunde

Mode wäre nicht Mode, wenn es uns verwehrt wäre, diese so kreativ ausleben zu dürfen, wie wir es können. In dieser Hinsicht sei das Genie des Designers gepriesen, welcher uns Kombinationen in Form von Mustern und farbigen Spielereien liefert, die unsere modische Welt in schier grenzenlose Dimensionen erweitern lassen. Das hat die Männerwelt erkannt und bedient sich nun ausgiebig in den Geschäften der Republik um dem eigenen Aussehen ein neues Antlitz zu verleihen.

Camouflagehose

Camouflage ist wieder da! Und so cool wie nie! (Bild: Zara)

Das beste Beispiel für den derzeit sehr angesagten Mustertrend ist das berühmte Camouflage-Muster. Eher bekannt von Kriegsschauplätzen, hat es über die Jahre mittlerweile einen modischen Status inne. Die aktuellen Kollektionen sprühen vor kreativen Elementen des Militärstils und so sind nahezu alle Kleidungsstücke mit Camouflage zu ergattern. Die Klassiker sind die berühmte Jacke und die Hose, doch auch die neuen Kreationen mit Hemden und Denim verleihen einen interessanten Touch.

Florales Shirt

Shirt mit blumigen Akzenten (Bild: Zara)

Ein Vorfahre aus der Zeit der Hippies erlebt derzeit ebenfalls sein Revival: Florale Prints sind wieder in aller Munde, doch im Gegensatz zu früher werden diese dezenter und weitaus modischer ins Szene gesetzt. Nichtsdestotrotz gehört schon eine Portion Mut dazu, sich ein Hemd mit Blumenprint überzustreifen. Der modische Hallowach-Effekt allerdings ist enorm – vor allem im Sommer wird solch ein Shirt mit Sicherheit zum Trendpiece des Jahres avancieren.

Paisley-Muster

Nicht nur auf Krawatten zu finden: das Paisley-Muster. (Bild: Zara)

Eher aus dem Business-Sektor bei den Accessoires bekannt, erobern nun auch Paisley-Muster die Kleidungsstücke im Laden des Vertrauens. Gerade diese Muster sind aufgrund ihrer kunstvollen Farbgebung ungemein vielseitig und verleihen dem Gesamtlook einen neuen Eyecatcher.

 Zum Schluss widmen wir uns den Evergreens in dieser Kategorie. Die Rede ist von den – hoffentlich – nie aus der Mode kommenden Karos, Streifen und Punkten. Ob formell oder casual – jeder hat mindestens einen dieser Vertreter in seinem Kleiderschrank. Und wenn nicht: für Einsteiger in diesem Genre sind die zuvor genannten Kreationen der erste Anhaltspunkt für ein neues, modischeres Aussehen.

 Vorschau: Nächste Woche erfahren die Damen alles über Beauty-Lieblinge.