Azing Moltmaker – fasziniert von den Beatles

Was haben Mottenkugeln mit den Beatles zu tun? Azing Moltmaker weiß es. Er hat in Alkmaar in den Niederlanden ein ganzes Museum rund um die Beatles gegründet (wir berichteten letzten Monat). Er ist aber nicht nur der Inhaber des Museums, sondern publiziert auch regelmäßig Bücher über die Beatles. Wir haben mit ihm über seine persönlichen Highlights im Beatles-Museum und seine Bücher gesprochen.

Face2Face: Warum sind Sie so begeistert von den Beatles?

Moltmaker: Weil mich vor allem ihre Musik fasziniert. Es ist eine Band, die nur Hits hatte und sich doch immer verändert hat. Jede Platte war anders und hatte trotzdem dieselbe hohe Qualität. Es ist das Gesamtbild der Beatles-Geschichte, das so interessant ist.

Face2Face: Wie kamen Sie auf die Idee, ein Beatles-Museum zu gründen?

Moltmaker: Ich habe erst mit einem eigenen Fanclub begonnen, weil ich von einem anderen Fanclub abgewiesen wurde. Weil der Fanclub allein nicht genug Geld einbrachte, um Magazine drucken zu lassen, habe ich 1979 mit einem kleinen Beatles-Laden angefangen. Am 6. Juni 1981 begann ich dann mit einem Beatles-Museum.

Außergewöhnlich: Azing Moltmaker und die „Butcher-Cover“ im Beatles-Museum in Alkmaar (Foto: Beatles-Museum Alkmaar/Niederlande)

Außergewöhnlich: Azing Moltmaker und die „Butcher-Cover“ im Beatles-Museum in Alkmaar (Foto: Beatles-Museum Alkmaar/Niederlande)

Face2Face: Was ist Ihr persönliches Lieblingsstück im Beatles-Museum und warum?

Moltmaker: Ich besitze tausende Objekte. Mehr als 2.500 LPs, 2.000 Singles, 1.000 Beatles-Bücher, 500 Stunden an Bildaufnahmen, 3.500 CDs und 100 Vitrinen voll mit Merchandising. Aber es gibt eine sehr außergewöhnliche Plattenhülle, die sehr viel Geld wert ist. Davon habe ich fünf Stück. Sie ist bekannt unter dem Namen „Butcher-Cover“.

Seltenheit: Azing Moltmaker und die Gitarre von George Harrison aus den 1950er Jahren im Beatles-Museum in Alkmaar (Foto: Beatles-Museum Alkmaar/Niederlande)

Seltenheit: Azing Moltmaker und die Gitarre von George Harrison aus den 1950er Jahren im Beatles-Museum in Alkmaar (Foto: Beatles-Museum Alkmaar/Niederlande)

Face2Face: Was ist das seltenste Stück im Beatles-Museum?

Moltmaker: Das sind die Gitarren und die Kleidungsstücke, die ich von den Beatles bekommen habe. Außerdem die Goldenen Schallplatten, Platin-Schallplatten sowie Plattenverträge.

Face2Face: Was ist das kurioseste Stück in der Sammlung?

Moltmaker: Zweifellos sind das die Beatles-Mottenkugeln. Das ist echt das absurdeste Beatles-Produkt, das ich je gesehen habe.

Kurios: Mottenkugeln, auf deren Verpackung die Köpfe der Beatles aufgedruckt sind (Foto: Beatles-Museum Alkmaar/Niederlande)

Kurios: Mottenkugeln, auf deren Verpackung die Köpfe der Beatles aufgedruckt sind (Foto: Beatles-Museum Alkmaar/Niederlande)

Face2Face: Haben Sie mal einen der Beatles persönlich getroffen?

Moltmaker: Ja, in den 1980ern habe ich Paul McCartney bei einem TV-Programm getroffen. Er hat damals auch eine Platte für mich signiert.

Face2Face: Sie schreiben regelmäßig Bücher über die Beatles. Wie kam es dazu und was für Bücher sind das genau?

Moltmaker: Ich habe 68 Bücher geschrieben. Einige im Auftrag für Verlage, aber die meisten habe ich selbst bei meinem eigenen Verlag herausgebracht. Die Fanclub-Magazine hatten eine begrenzte Seitenanzahl und weil ich die Geschichten gut schreiben wollte, brauchte ich mehr Seiten und daher waren Bücher der logische Schritt. Ich schreibe Discographien, Themenbücher und Nachschlagwerke über die Beatles. Momentan arbeite ich an drei neuen Büchern, die Ende des Jahres erscheinen sollen.

Mehr Infos zum Beatles-Museum in Alkmaar findet ihr HIER.

Die Geduld und Ich – eine Hass-Liebe

Schon Konfuzius wusste: „Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.“ Klingt eigentlich sehr geistreich. Aber woran liegt es bloß, dass ich mir im geduldig sein so unheimlich schwer tue?

Schon von klein auf bekommen wir beigebracht, dass Geduld eine wichtige Tugend ist. Wir lernen es, wenn wir als Kinder mit Mama durch die Spielwarenabteilung schlendern und sehnsüchtig die bunt-glitzernden Regale hinaufschauen. Der Anblick der unzähligen verlockenden Spielwaren, lässt unser Kinderherzchen höher schlagen. Doch unsere Traumwelt kollidiert schlagartig mit der Realität, wenn uns die Mutter auf das nächste Jahr vertröstet. Da können wir uns dann diese eine besondere Puppe mit dem wallenden Haar, diese eine beliebte Action-Spiel-Figur wünschen, die das Budget in diesem Jahr nicht mehr hergibt. Ja, teilweise endete der harmlose, anfänglich freudenvolle Gang ins Kaufhaus dramatisch. Tränenüberströmt und schreiend weigerten wir uns aus dem Spielwarenhaus zu gehen. Nur mit Mühe und Not brachten es unsere Mütter fertig uns aus dem Kaufhaus zu zerren und blickten dabei peinlich berührt, die umstehenden Kunden entschuldigend an.

Hier hatten wir also unsere erste Lektion in Sachen Geduld gelernt: Man bekommt nicht alles, was man sich wünscht. Stattdessen wird man auf später vertröstet. Im Kaufhaus musste ich diese schmerzhafte Erfahrung machen und verstand, was es mit der Geduld auf sich hat. Ich hatte dieses Wort schon zuvor öfters in Gesprächen aufgeschnappt, doch erst jetzt hatte ich die wahrhafte Bedeutung verstanden. Ich hatte die Geduld durchschaut: Sie ist ein böses Monster, das einem wann immer es ihm möglich ist, einen Strich durch die Rechnung macht. Mit erhobenem Zeigefinger weist es einen darauf hin, dass man gefälligst zu warten hat und zwar viele, viele Jahre bis ein Herzenswunsch in Erfüllung geht. Die Geduld war im Kindesalter für mich der Inbegriff für einen miesen Spielverderber. Als Kind hatte ich außerdem insgeheim die Befürchtung, dass die Geduld sich mit meinen Eltern verbündet hatte.

Die Geduld begegnete mir erneut, als ich am Esstisch ungeduldig darauf wartete mit dem Abendbrot zu beginnen. Ich setzte schon mit der Gabel an, als mich meine Eltern streng dazu ermahnten, doch abzuwarten bis alle am Tisch Platz genommen hatten. Hinter meiner Mutter erhaschte ich in Dunst gehüllt, die Geduld wie sie schadenfreudig und siegessicher zugleich Grimassen zog.

Aber mal Spaß beiseite. Natürlich. Im Nachhinein erscheinen diese Vorfälle wie Lappalien und sind natürlich auch etwas überspitzt dargestellt. Meine Entwicklung gestört haben sie auch in keiner Weise. (das hoffe ich zumindest) Im Gegenteil haben diese Zurechtweisungen uns Kindern, wie es so oft heißt, ja nur Grenzen aufgezeigt.

In den letzten Jahren ist es allerdings so weit gekommen, dass ich den Sinn und Nutzen der Geduld völlig in Frage stelle! Dabei brauche ich die Geduld vielleicht viel mehr als mir lieb ist. Ich habe das Gefühl, dass ich meine mir gesteckten Ziele nicht schnell genug erreiche. Momentan schreibe ich an meiner Bachelor-Arbeit. Das heißt: Auf meinem Computer ist eine angefangene Abschlussarbeit, die ich eher stiefmütterlich behandle.
Viel lieber würde ich allerdings verreisen. Was ich auch tue. Immer wieder verschwinde ich für ein verlängertes Wochenende. Mit dem Hintergedanken danach viel motivierter arbeiten zu können.

Mit Schneckentempo zum Ziel? : Eine Schnecke kriecht gemählich auf einem Holzboden, Thailand (Foto: Gartner)

Mit Schneckentempo zum Ziel? Eine Schnecke kriecht gemählich auf einem Holzboden (Foto: T. Gartner)

Ich neige dazu, viele Dinge auf einmal haben zu wollen. (Ein Hoch auf das Kind in uns!) Ich würde gerne mehr schreiben, Yoga praktizieren, regelmäßig reisen, eine Band gründen, unzählige Bücher von bedeutenden Schriftstellern lesen, tolle Rezepte ausprobieren, ein außergewöhnlich kreatives Projekt auf die Beine stellen, eigene Gedichte und Texte veröffentlichen und in mir eine wirkliche Leidenschaft entdecken, die ich dann vorantreiben kann. Ich könnte die Auflistung problemlos bis in die Unendlichkeit weiterführen. Aber ich denke, ihr merkt schon wo das Problem liegt.

Aber auch, wenn die Geduld und ich wohl nie beste Freunde werden, lehrt sie uns doch etwas Wichtiges: Sie bereitet uns auf das Erwachsenenleben vor, in dem man nicht mehr einfach eine Wunschliste verfasst und sich darauf verlassen kann, dass diese Wünsche im Handumdrehen in Erfüllung gehen. Die Geduld, mit der man ungewollt in jungen Jahren schon Bekanntschaft macht, zeigt einem schon früh auf, dass man oftmals verbissen kämpfen muss, um an seine Ziele zu gelangen. Lass dich nicht entmutigen. Das ist wohl die geheime Botschaft der Geduld.

Ich versuche mich gerade darin einen bosnischen Eintopf zu kochen. Dafür habe ich mir ausgiebig Zeit genommen. Während der Eintopf noch gute zwei Stunde vor sich hin köcheln soll, verfasse ich diesen Text und spüre eine gewisse Ruhe in mir aufkommen. Was wenn es die Geduld doch gut mit mir meint? Vielleicht sollte ich der Geduld eine Chance geben! Meine erste Probe auf dem Weg zu einem geduldigen Menschen habe ich mit Bravur gemeistert: Denn der Eintopf ist fertig und ich immer noch die Ruhe selbst. Der gute Konfuzius – wie Recht er doch hatte!

Vorschau: Sascha berichtet von Veränderungen und wie man aktiv anpacken kann, auch wenn es nicht immer leicht fällt.

Und das Konto sprach: Schätzet die Musiker!

Dieser Artikel wird ein Manifest für alle Musiker, deren Musik super-klasse-richtig-gut-so-independent-und-so-aber-trotzdem-geil ist, aber aus welchen Gründen auch immer der kommerzielle Erfolg ausbleibt.

Jeder der Musik macht, wird der Musikredaktion beipflichten, dass er oder sie nicht nur einmal in seiner Laufbahn sich für seine Gage rechtfertigen muss. „Warum so viel?“ oder „Du spielst doch nur ein bisschen Gitarre mit deinen Freunden!“ sind häufig die Fragen und Vorwürfe, die man sich anhören muss. Was viele unter diesen gewissen Musikspezialisten leider nicht wissen (wollen) ist das ein ganzes Drum-Set, eine Gitarre, Bass, Mikrofon – kurzum die gesamte Ausrüstung schon mehrere Tausend Euro kostet. Des Weiteren sind weitere Ausrüstungsgegenstände, wie ein Mischpult, Lautsprecher oder ein Monitor (ein Gerät wodurch sich der Musiker selbst hören kann und somit besser handeln kann, wenn der Sound mal nicht stimmen sollte) hier nicht eingerechnet sind. Diese Kosten sind als Investment für den Musiker und somit auch als Risiko für seine Karriere zu sehen. Das Stichwort lautet hier: R.O.I.! Würde der Vollblutmusiker seine Arbeit als reines Geschäft betrachten, dann erwartet er von dem Käufer der Dienstleistung einen „Return on Investment“. Dies bedeutet kurzum, dass nach dem getätigten Investment des Musikers auch zeitnah Geld zurückfließen sollte. Ansonsten verschuldet sich der Musiker und er muss seine Karriere beenden, bevor sie überhaupt angefangen hat. Liebe Musikversteher da draußen, die Musiker für sich spielen lassen wollen und auch bezahlen werden, bitte vergesst nicht: Es ist euer Job die gekaufte Dienstleistung im vollen Umfang realistisch zu bezahlen!

Es gilt: „You Pay – We Play!“

Um nun einen kleinen Beitrag für all diese Musiker symbolisch zu inszenieren, veröffentlicht die Face2Face-Musikredaktion die Playlist „Musik, die mehr Wertschätzung verdient“. Natürlich ist diese Playlist nicht vollständig – um es mit den Worten von der Band Tenacious D zu sagen:

„This is not the greatest Playlist in the world – it´s just a tribute!“

Teuer: Die ganze Ausrüstung für Musiker bedeutet immer ein Risiko. Es muss schließlich abbezahlt und Profit gemacht werden. (Foto: Spies)

Teuer: Die ganze Ausrüstung für Musiker bedeutet immer ein Risiko. Es muss schließlich abbezahlt und Profit gemacht werden. (Foto: Spies)

 

 

Für alle Nichtwissenden dieser kleinen runden Welt, kommt hier eine Playlist, die man sich nicht nur über Kanäle wie YouTube, Spotify, Deezer, Vimeo etc. anhören sollte, sondern vielmehr die Aufmerksamkeit auf Musiker lenken soll, die den großen kommerziellen Erfolg nun mehr als verdient hätten.

Unterstützt und kauft!

 

 

 

  1. Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi unter anderem mit  „Der Anfang ist nah“
    •  Alternativer Hip-Hop der von einem Musiker und einem Schauspieler-Brüderpaar betrieben wird und fast schon als linguistisches Zeitzeugnis verstanden werden kann? Ja perfekt – ist gekauft!
  2. Selah Sue unter anderem mit „This World“
    • Die kleine Belgierin ist auch schon länger mit ihrer Musikkarriere unterwegs und hinterlässt euch Zuhörern ein Tracks für jede Lebenslage: KAUFEN! (Imperativ)
  3. Ruarri Joseph unter anderem mit „Baby Finn“
    • Kann man einen langhaarigen Schotten mit Gitarre nicht ein bisschen mehr Aufmerksamkeit entgegen bringen? Gut, äußerlich hebt er sich nicht von der Masse ab, aber es zählt ja auch die Musik und damit überzeugt auf jeden Fall!
  4. Hawk House unter anderem mit „Tidal Tendencies“
    • Ein Hip-Hop-Trio aus mit literarischen wertvollen Texten auf entspannten Old-School-Beats. Was will man mehr? Richtig, Umsätze!
  5. Dillon Cooper unter anderem mit „State of Elevation“
    • Ein weiterer Hip-Hop-Act mit großem Potential. Aber das reicht leider nicht! Hört ihn euch an und vielleicht klickt ihr ja dann ausversehen in iTunes auf kaufen. Man kann ja nie wissen!
  6. Dub FX unter anderem mit „Love someone“, „Made“, „Colors“, „Step on my Trip“
    • Ein wahrer Meister, Guru und Magier mit seiner Stimme und seine Loop-Station. Er tourte durch fast alle Städte dieser Welt und verteilte nicht nur gute Stimmung, sondern auch richtig gute Musik! Leute, ganz ehrlich: Kauft nicht nur seine Musik – kauft ihn!
  7. Stephane Wrembel unter anderem mit „Bistro Fada“
    • Ein Musiker, der mehrheitlich instrumentale Lieder im Stile von Django Reinhard aufnimmt und damit den Gypsy Swing wieder aufleben lässt. So wurde beispielsweise „Bistro Fada“ in dem Film „Midnight in Paris“ von Woody Allen aufgenommen und verlieh dem Bewegtbild erst den Charme von Paris! Ein Meister, dem man Beachtung schenken sollte!
  8. Shootyz Groove mit L-Train
    • Eine Band aus den 90er-Jahren, deren Existenz wahrscheinlich sogar die Band selbst vergessen hat. Allerdings finden sich manchmal einer ihrer klasse Songs bis heute in so manchen Wiedergabenlisten wieder! „L-Train“ ein Lied, dass in den 90er-Jahren dem ganzen Rest Jahrzehnte voraus war. Vielleicht passt es ja jetzt?! Anhören und kaufen!!
  9. Portugal. the Man unter anderem „And I“ und viele mehr
    • Eine Band mit einem Sänger, deren herausragende Stimme einen angefangen mit den Ohren einfängt und dann am Ende den ganzen Körper nicht mehr loslässt. Eine Band ähnlich, wie „Of Monsters and Men“ nur etwas melancholisch und realistischer. Ein Fall für den Kaufen-Button!
  10. Trouble Andrew unter anderem mit „Eitherway“, „Push“, „Bang Bang“ etc.
    • Eine interessanter Künstler, der durch seine, zwar etwas nach Garagen-Sound-klingende-Musik, sich als sehr wandlungsfähig darstellt. Vom schnellen Rock bis hin zu fast schon 50 Cent-Hip-Hop-Beats ist alles dabei. Wie viel Ärger Trouble Andrew schon angestellt hat oder ob hier wieder nur das Image poliert wird, ist nicht einzusehen. Klar ist aber: Seine Musik zu kaufen ist die richtige Entscheidung!
  11. Just Jack unter anderem mit „Morning Morning“
    • Der 1976 in London geborene Hip-Hop-Künstler nimmt eine leere Tonspur und füllt diese mit Elementen aus Electro Funk, House und klassischem Hip-Hop. Eine leckere Mischung, die den Ohren so sehr schmeichelt, dass die Beine durchs Tanzen die nächsten Stunden erst einmal leiden müssen! Werte Face2Face-Musikredaktion, bitte kaufen!
  12. Raumheld unter anderem mit „Tanzen“ und „Wodka“ etc.
    • Der Deutsch-Electronic-Künstler verwendet, wie viele Künstler Filmzitate und baut diese in seine Songs ein. Doch überzeugt er in dem er passende Filmzitate, wie zum Beispiel die Tanzszene aus „V wie Vendetta“ in seinen Song „Tanzen“ einbaut und somit es schafft aus einem Song eine kleine Hymne auf die Tanzfläche zu entwickeln. Also lass tanzen – nachdem noch kurz das Album gekauft wurde, ok?

Vorschau: Nächstes Mal erwartet euch an dieser Stelle wieder spannende Themen aus der Welt der Musik. 

 

„Jede Mauer ist eine gute Mauer“ – Teil 1 des Interviews mit dem stellvertretenden PARTEI-Vorsitzenden des Landesverbandes Berlin, Dustin Hoffmann

Es ist Samstag: An diesem Tag hat der Büroleiter; der „Mann im Europabüro in Brüssel“ – so stellt Dustin Hoffmann seine Tätigkeit vor – frei. Gut gelaunt begrüßt mich der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes der Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative in Berlin – kurz: die PARTEI –, der gerade in seiner Heimat zugegen ist, am Telefon. Bereits 2011 war der 27-Jährige in Wahlwerbespots mit den Rappern K.I.Z. zu sehen, in denen sie gemeinsam die politische Landschaft „aufmischten“. Im exklusiven Interview gewährt  Hoffmann sowohl einen Einblick in den ganz normalen Alltagswahnsinn im Europaparlament wie auch ganz persönliche Eindrücke.

Face2Face: 2009 führte Sie Ihr Weg zu der Partei „die PARTEI“. Wie sind Sie denn genau dazu gekommen?

Gemeinsame Planungsaktivität: der Parteivorsitzende Martin Sonneborn (links), gemeinsam mit dem stellvertretenden Landesvorsitzenden des Landesverbandes Berlin, Dustin Hoffmann (rechts). (Foto: © Anne Fischer)

Gemeinsame Planungsaktivität: der Parteivorsitzende Martin Sonneborn (links), gemeinsam mit dem stellvertretenden Landesvorsitzenden des Landesverbandes Berlin, Dustin Hoffmann (rechts). (Foto: Anne Fischer)

Hoffmann: Eigentlich wurde ich bereits 2007 Mitglied der Partei, allerdings war ich zunächst zwei Jahre eine Karteileiche. Als dann aber 2009 der Partei durch ein Verbot die Möglichkeit abging, für die Bundestagswahlen zu kandidieren, blieb mir mein demokratisches Herz beinahe stehen. Das konnte meiner Meinung nach nicht so stehenbleiben, also passte ich den ehrwürdigen Parteivorsitzenden, Martin Sonneborn, im Kino ab.

Face2Face: Welchen Film haben Sie denn gesehen?

Hoffmann: Den Kinofilm „die PARTEI – der Film“ versteht sich! Der kam 2009 in die Kinos und ich war mir sicher, dass Martin Sonneborn sich jede Vorstellung ansehen würde – und ich hatte Glück.

Face2Face: An dieser Stelle übrigens Gratulation zum Abschluss Ihres Studiums der Rechtswissenschaft! Welche Zusatzqualifikationen ergeben sich denn aus ihrer frisch abgeschlossenen Ausbildung?

Hoffmann: Es ist ja ohnehin so, dass sich Juristen grundsätzlich anmaßen, jedwede Tätigkeit – bis hin zum politischen Betrieb – ausführen zu können. Und das maße ich mir jetzt natürlich selbst an.

Face2Face: Und wer hat sich für Sie als Unterstützer – oder in Ihrer Terminologie – als „Steigbügelhalter“ am besten bewährt?

Hoffmann: Das funktioniert in der Partei folgendermaßen: Alle Mitglieder werden gleichermaßen von unserem Parteioberhaupt gefördert. Wir haben einen großartigen Stab an Leuten und jeder der vorankommt, wird natürlich vom Vorsitzenden befördert. Wir sind ja eine harmonische Partei, in der das einfach gut funktioniert – schließlich sind wir nicht bei den Piraten.

Face2Face: Das bringt uns auch schon direkt in das Europaparlament: Sie leben dort mit dem Parteivorsitzenden zusammen – so zitiert die „Deutsche Welle“ Martin Sonneborn in ihrem Artikel von Donnerstag, 03. Juli 2014. Wie gestaltet sich Ihre Partnerschaft bisher?

Hoffmann: Für mich ist es natürlich eine außerordentliche Ehre, unter der Weisung des großen Vorsitzenden zu arbeiten. Die Arbeit gestaltet sich sehr angenehm – wie gesagt, das Europaparlament ist kein richtiges Parlament, vielmehr handelt es sich dabei um ein Spaßparlament. Das einzige Problem im Parlament ist, dass wir nicht so tolle Nachbarn haben, aber man kann ja nicht alles haben. Leider bin ich selbst bei den Sitzungen eher nicht zugegen. Nur die Parlamentarier und die Putzkräfte dürfen da rein. Ich verfolge die Sitzungen häufiger auf den kleinen Fernsehern, die es in jedem Büro gibt. Dort erscheint ohnehin alles viel bedeutungsvoller und besser, denn das Plenum ist nur zu Abstimmungen voll besetzt, danach stürmen alle davon. Das sieht man allerdings nur, wenn man selbst vor Ort ist.

Face2Face: Fühlen Sie sich denn als Nummer Zwei – hinter Martin Sonneborn?

Hoffmann: Selbstverständlich nicht! Ich bin ja nur der Mann im Europabüro in Brüssel. Die Nummer Zwei müsste man im Bundesvorstand suchen. Allerdings finde ich es schwierig von einer Nummer Zwei zu sprechen, denn als Vorsitzender ist Martin Sonneborn klar die Nummer Eins, aber weiterhin würde ich da eigentlich nicht von Nummern sprechen wollen.

Face2Face: Zu Ihren Aufgaben gehört es unter anderem, die Beziehungen zur koreanischen Halbinsel zu gestalten. Sind Sie schon in Kontakt mit dem nordkoreanischen Herrscher Kim Jung Un gekommen?

Hoffmann: Wir arbeiten daran! Bisher ist es uns noch nicht gelungen. Die nordkoreanischen Diplomaten scheinen etwas zurückhaltend zu sein. Aus Südkorea allerding bekamen wir schon Gratulationspost und eine Einladung. Das erhoffen wir uns auch von Nordkorea.

Face2Face:In dieser Woche erreichten uns beunruhigende Nachrichten über den Gesundheitszustand von Kim Jung Un. Sehen Sie darin einen guten Ansatzpunkt für eine zukünftige Einflussnahme auf das Land?

Hoffmann: Wir denken ja eher daran, von Kim Jung Un zu lernen – in seiner Funktion als absoluter Herrscher. Wir können ihm nur anbieten, dass wir eine humanitäre Mission einleiten, ihn besuchen und ihm eine Packung Aspirin vorbeibringen.

Face2Face: Wie ergeht es Ihnen denn im Hinblick auf interessierte Lobbygruppen? Wurden Sie bereits bestochen?

Hoffmann: Oh, darüber kann ich natürlich nicht reden. Aber gefühlt belagern die Lobbyisten das Europaparlament. Sie sind überall und sie sind nett zu einem. Bisher herrscht eine vorsichtige Distanz vor, die sie noch zu überwinden haben, aber hoffentlich folgen auf die zahllosen Beglückwünschungen in naher Zukunft Umschläge mit gedeckten Schecks. Da wir als einzige Partei offen zugeben, korrupt zu sein, wird sich da sicherlich ein Anschlusspunkt finden lassen.

Face2Face: Bezüglich ihrer Mauerbau-Pläne: Zum 25-jährigen Gedenken an den Fall des Eisernen Vorhangs plant die Ukraine, einen Schutzwall gegen Russland zu erbauen . Stielt Ihnen die Ukraine damit die Show?

Hoffmann: Nein, wir haben bereits diplomatischen Kontakt aufgenommen, wir begrüßen das Vorgehen. Schließlich geht es nicht nur darum, einen Schutzwall zu errichten, sondern Mauern zu bauen. Und wenn sich das ukrainische Volk dafür entscheidet, können wir nur unsere Glückwünsche aussprechen.

Face2Face: Wenn ich einen Satz beginne: Jede Mauer ist…

Hoffmann: Jede Mauer ist eine gute Mauer, denn sie verbindet.

Mainstream – Musik ohne Message?

Vor allem im Radio läuft Mainstream-Musik. (Foto: V.Wahlig)

Eintönig: Vor allem im Radio läuft Mainstream-Musik. (Foto: V.Wahlig)

Das ist ja mal wieder voll Mainstream, das neueste Lied in den Charts!“ – diesen Satz habt ihr bestimmt schon mal gehört, wenn ihr gerade beschwingt einen aktuellen Song im Radio gehört habt. Aber was ist eigentlich Mainstream und was soll daran so schlecht sein?

Unter Mainstream (zu Deutsch: Hauptstrom) versteht man den Geschmack, der einem Großteil der Gesellschaft gefällt. Aber bedeutet dies, dass Musik die von einer breiten Masse gehört wird, dann auch inhaltsleer ist?

Die meisten Lieder in den aktuellen Charts drehen sich um Liebe, Tanzen oder Party. Hinzu kommt noch eine Brise von Gute-Laune-Klängen und fertig ist der Song. So singt uns Pharrell Williams gut gelaunt ein „Happy“ (zu Deutsch: glücklich) entgegen und Miley Cyrus scheint nur mit ihrer halbnackten Performance auf einer Abrissbirne noch schockieren zu können. Muss man dann die Frage nach inhaltsleerer Mainstream-Musik klar mit einem Ja beantworten? Ist Gesellschaftskritik in Mainstream-Musik ein Tabuthema?! Ist das Ziel der Musiker wirklich nur schnell reich und berühmt zu werden? Müssen wir uns fragen, ob wir als Hörer lieber die inhaltsleeren Gute-Laune-Lieder kaufen und ob uns der Style des Musikers wichtiger ist, als der Text des Liedes?

Es wäre zu schnell geurteilt, wenn man behauptet, dass die Lieder in den Charts fern von Gesellschaftskritik sind. Unser Anspruch an politischer Beteiligung nimmt zu und so äußern sich auch viele Musiker in ihren Songs zu aktuellen Themen wie Gewalt oder Homophobie. Natürlich handelt nicht jedes Lied in den Charts von solch schwerer Kost. Doch es werden eben auch Gefühle zu den meist diskutierten Themen von Musikern in ihren Songs verarbeitet.

Bestes Beispiel ist der momentan bekannte und erfolgreiche Rapper Mackelmore zusammen mit seinem Produzenten Ryan Lewis. Mit dem Song „Same Love“ (2012) äußerte er sich öffentlich zum Thema Homophobie. „Same Love“ erschien während eines Volksentscheids in Washington zur Legalisierung der Homo-Ehe. Zudem ist Mackelmore ein Beispiel dafür, dass man mit kritischen Liedern die breite Masse für sich gewinnen kann. In 17 verschiedenen Charts konnte sich der Song über mehrere Wochen halten. Außerdem erhielt der Song einen VMA (MTV Video Music Award) für das beste Video mit einer sozialen Botschaft. Nach diesem Preis stieg „Same Love“ nochmals in den Charts auf, da immer mehr Leute den Song kauften.

Mackelmore ist keineswegs ein Einzelfall in der Mainstream-Musik. Pink griff 2006 mit ihrem Song „Dear Mr. President“ den damaligen Präsidenten der USA – George W. Bush an und landete damit in Europa und Kanada Chartplatzierungen. Aber auch deutsche Musiker stehen ihren amerikanischen Kollegen in nichts nach. Xavier Naidoo ist einer von ihnen. Er singt über Ungerechtigkeit, Ausländerfeindlichkeit oder Drogenmissbrauch und ist dabei einer der erfolgreichsten Musiker, der auch die breite Masse für sich begeistern kann.

Schlussendlich lässt sich also sagen, dass Mainstreammusik zwar hauptsächlich gute Laune und Liebe in den Fokus stellt. Aber sie kann eben auch gesellschaftskritisch sein und den Hörer auffordern, über diese Kritik nachzudenken.

Vorschau:     Nächsten Samstag gibt es einen Ausgeh-Tipp für das Rhein-Main-Gebiet.

Dem „Sprachtod“ begegnen: Wie der Sprachwissenschaftler Joshua Wilbur das Pitesaamische dokumentiert

Feldforscher bei den Pitesaami: Joshua Wilbur zu Besuch in Schweden. (Foto: Joshua Wilbur)

Feldforscher bei den Pitesaami: Joshua Wilbur zu Besuch in Schweden. (Foto: Joshua Wilbur)

Weltweit sprechen ungefähr 1,3 Milliarden Menschen Chinesisch, 510 Millionen sprechen Englisch und es sind immerhin 120 Millionen, die Deutsch sprechen. Im schwedischen Lappland sind es hingegen gerade noch 30 Menschen, die die uralische Sprache der Pitesaami sprechen.
Die Saami sind ein indigenes Volk im Norden Fennoskandinaviens [Anmerk. d. Red.: Es handelt sich hierbei um die Bezeichnung für die skandinavische Halbinsel Finnland, Karelien und die Halbinsel Kola] und die 30 Sprecher des Pitesaamischen stammen alle aus dem Dorf Arjeplog.

Joshua Wilbur (39) ist ein amerikanisch-deutscher Feldforscher. Als solcher dokumentiert er im Auftrag der Stiftung „The Hans Rausing Endangered Languages Project“ und der Freiburger Arbeitsgruppe zur saamischen Forschung das Sprachsystem der Pitesaami. Er hat einige Reisen nach Schweden unternommen und dort einige pitesaamische Sprecher gefunden, die ihm helfen wollen, sein Projekt voranzutreiben. Face2Face erzählt Josh, warum die Sprache der Pitesaami wahrscheinlich aussterben wird, was die Saami in ihrem Kaffee mögen, und warum Rentier viel schmackhafter ist, als Elch.

Moderne Tierzucht: Die Bewegungen der Rentierherde kann mit einem speziellen Computerprogramm verfolgt werden. (Foto: Joshua Wilbur)

Moderne Tierzucht: Die Bewegungen der Rentierherde kann mit einem speziellen Computerprogramm verfolgt werden. (Foto: Joshua Wilbur)

Face2Face: Josh, wie kommt man darauf, sich mit einer wahrscheinlich aussterbenden Sprache Skandinaviens zu beschäftigen?
Josh: Ich habe 2008 angefangen mich mit dem Pitesaamischen zu beschäftigen und ich bin auch nicht der Erste. Ein befreundeter Kollege brachte mich auf das Thema und, da ich schwedisch spreche, interessierte ich mich für das Pitesaamische besonders. Insgesamt gibt es ungefähr 24.000 Menschen in Lappland, die eine der samischen Sprachen sprechen. Es gibt je nach Art der Einteilung zehn oder mehr samische Sprachen. Die verbreitetste Sprache ist Nordsamisch mit rund 17.000 Sprechern.
Ich hatte nur den Namen von einer alten Dame in Schweden und fuhr los. Sie wusste nicht, dass ich komme. Ich habe direkt vor Ort bei ihr angerufen und habe mich und mein Vorhaben vorgestellt. Ich hatte Glück, die Dame hatte fast zeitgleich begonnen eine Wortliste anzulegen, die alle pitesaamischen Worte auflistet, die sie kennt.
Ein Wort, das zum Beispiel eine sehr bestimmte Art von Rentier beschreibt(etwa eines mit nur einem halbseitigen Geweih, da die andere Seite abgebrochen ist),  benötigt, um es das im Schwedischen auszudrücken, zwei, drei Sätze. Pitesaamisch ist sehr bedroht und mein Hauptziel ist eine moderne Dokumentation der Sprache. Es ist kein Versuch die Sprache zu retten. Sondern es geht mir darum, die Sprache zu dokumentieren, bevor es keine Sprecher mehr gibt und man nicht mehr fragen kann: „Wie funktioniert eure Sprache?“

Face2Face: Und, wie funktioniert deren Sprache?
Josh: Ich interessiere mich als Sprachwissenschaftler für grammatische Gegebenheiten. Ich stelle Fragen, wie zum Beispiel: „Was heißt „Hund“, oder „Ich gehe zu dem Hund“, oder „Mit dem Hund“. Ich dokumentiere aber auch, wenn sich die Sprecher frei miteinander unterhalten, um herauszufinden, wie die Sprache im Alltag eingesetzt wird und nicht nur, wenn ich gezielt frage. Mich interessieren alle Themen, die die Sprecher interessieren. Das alles nehme ich auf Video auf und werte das dann aus. Auch um zu zeigen, was die Menschen machen: Ein Rentier schlachten oder auf der Jagd sein oder fischen gehen. Ihren Alltag möchte ich mitdokumentieren. Ich habe persönlichen Kontakt zu den Sprechern und es haben sich auch Freundschaften herausgebildet. Das hilft mir bei meinen Dokumentationen sehr.

Bei der Arbeit: Feldforscher und Sprecherin Dagny fertigen Wortlisten an. (Foto: Joshua Wilbur)

Bei der Arbeit: Feldforscher und Sprecherin Dagny fertigen Wortlisten an. (Foto: Joshua Wilbur)

Face2Face: Ist dir das Erlernen des Pitesaamischen schwer gefallen?
Josh: Da das Saamische nicht aus der gleichen Sprachfamilie kommt, wie beispielsweise Französisch oder Englisch ist das Pitesaamische für mich schon eine schwer zu erlernende Sprache. Die ursprünglichen Sprachen der Samen sind mit dem Finnischen, Ungarischen und Samojedischen verwandt. Um ein Beispiel zu geben – es gibt neun Fälle: Nominativ, Genitiv und Akkusativ sind aus der deutschen Sprache bekannt, aber der Illativ, für Bewegung auf etwas hin, der Inessiv, für Ortsangaben, der Elativ, für Bewegung aus etwas heraus, der Komitativ für „mit etwas oder mit jemandem“ und der Abessiv für „ohne etwas oder ohne jemanden“ und schließlich der Essiv für „als etwas“, sind nicht leicht zu unterscheiden. Für das Substantiv „Fleisch“ gibt es beispielsweise für Singular und Plural 17 unterschiedliche Formen zu lernen. Daran übe ich noch.

Dokumentation: Josh filmt das Leben der Saami. (Foto: Joshua Wilbur)

Dokumentation: Josh filmt das Leben der Saami. (Foto: Joshua Wilbur)

Face2Face: Wie kann man sich das Leben eines pitesaamischen Sprechers denn vorstellen?
Josh: Wenn man sie auf der Straße trifft und wenn sie nicht gerade ihre Tracht tragen, dann erkennt man nicht, dass es Pitesaami sind. Für die meisten Sprecher dominiert Schwedisch im Alltag und im Beruf. Fast alle sind über 50 Jahre alt, der Jüngste ist 36. Alle sind miteinander verwandt, aber wohnen verstreut – von Sprecher zu Sprecher fuhr ich manchmal bis zu 100 Kilometer weit. Während manche der Sprecher in Rente sind oder beispielsweise in einem Büro arbeiten, sind einige von ihnen noch traditionell Rentierzüchter oder jagen Elche. Sie verkaufen ihre Rentiere und essen sie auch, davon leben sie letztendlich. Die Elche, die sie jagen, werden lieber verkauft, als selber gegessen, denn ein Saami fragt sich: Warum soll ich Elch essen, wenn ich Rentier essen kann? So hat es mir ein Rentierzüchter dargestellt, der Rentier viel schmackhafter findet als Elch.
Heute herrscht eine Mischung aus Tradition und Modernität: Sie sind teilweise Rentierzüchter oder Fischer, aber verfolgen die Bewegungen ihrer Herde mit einen speziellen Computerprogramm, das ihnen aufzeigt, wo sich die Tiere aufhalten.
Die Züchter sind semi-nomadisch, im Sommer sind sie mit den Rentieren oben in den Bergen und im Winter im Tal, wo es nicht ganz so kalt ist. Sie ziehen zweimal im Jahr mit den Rentieren hin und zurück. Sie orientieren sich dabei am Flusslauf. Heute machen sie das mit dem Motorschlitten oder dem Auto in einer Woche, früher hat das noch zwei Monate gedauert. Aus dieser Zeit stammt auch noch, dass die Saami mehrere Häuser besitzen. Meist ein großes, schwedisches Haus in Arjeplog sowie ein Sommer- und ein Winterhaus. Das sind aber eher Holzhütten. Früher waren die Züchter mit den Rentieren zusammen, heute fahren sie nach Hause.

Face2Face: Welche Gründe gibt es, dass die Sprache des Pitesaamischen wahrscheinlich ausstirbt?
Josh: Die Ursachen für das Verschwinden der Sprache kamen im letzten Jahrhundert auf:  Der schwedische Staat ging in den letzten 150 Jahren aggressiv gegen pitesaamische Sprecher vor. Sie haben zwar keinen Krieg geführt, zwangen aber beispielsweise die Familien ihre Kinder in die Schulen zu schicken. Da es eine riesige Landfläche ist, auf der die Sprecher leben, war das nicht einfach. Die Kinder sind meistens ohne Familie näher an die Schulen gezogen.
Ich kenne ein paar ältere Sprecher, die Pitesaami sind, aber die nicht sprechen wollen, weil sie sich schämen. Sie wollen nicht darüber sprechen, sie haben seit sie Kinder sind gehört, dass ihre Sprache nicht gewollt ist, das hat sich bis heute bei ihnen festgesetzt.
Im Gegensatz zu heute, wo es gewünscht ist, dass Kinder zwei Sprachen lernen, war es in Schweden damals unerwünscht. Zeitweilig wurde der Gebrauch der samischen Sprachen in den staatlichen Schulen sogar verboten. In Finnland und Russland galt dieses Verbot bis in die 1960er Jahre. Darin liegt die Ursache, dass heute viele alte Saami ihre Muttersprache nicht mehr sprechen, während jüngere Leute einige der samischen Sprachen und Dialekte wieder lernen.

Face2Face: Was ist dir als Ausländer bei den Saami aufgefallen? Gibt es kulturelle Unterschiede?
Josh: Ja, die Saami trinken den ganzen Tag über nur Kaffee. In das Getränk wird dann milder Käse geschnitten und dieser wird weich, löst sich aber nicht auf und dann wird der Käse aus dem Kaffee gegessen. Auch gekochtes und geräuchertes Fleisch schneiden sie in den warmen Kaffee und essen und trinken das. Das ist für einen Ausländer etwas gewöhnungsbedürftig, aber mir schmeckt es auch. Und mir fiel auf, dass Saami eher weniger „Danke“ sagen. Das war auffällig, weil in Schweden und auch in Deutschland hinter fast alles ein „Danke“ gesetzt wird. Wir bedanken uns sehr viel. Das machen die Saami weniger. Meine Gastgeschenke wurden schweigend entgegen genommen und ich fragte mich, ob sie sich freuen. Aber wenn sie dann zum Beispiel den mitgebrachten Schwarzwälder Schinken essen, beteuern sie sehr herzlich, wie gut er schmeckt. Da habe ich gemerkt, wie stark ich von meinem Kulturkreis in dieser Angelegenheit geprägt bin. Der Dank der Saami äußert sich einfach anders als unserer.

Wohngebiet der Saami: Sprachausbreitung und Verteilung der Sprachen. (Foto: Joshua Wilbur)

Wohngebiet der Saami: Sprachausbreitung und Verteilung der Sprachen. (Foto: Joshua Wilbur)

Face2Face: Wie weit bist du mit deiner Dokumentation? Wie lang wird dein Projekt noch dauern?
Josh: Ich habe vom Hans Rausing Endangered Languages Project Fördermittel für zwei Jahre erhalten, danach beantrage ich das Geld erneut, um weitermachen zu können. Ob es klappt, kann ich heute noch nicht sagen. Darauf bin ich angewiesen, sonst ist die Dokumentation leider zu Ende. Aber die Sprache an sich findet kein Ende und entwickelt sich immer weiter. Es gibt so viele Dinge, die dokumentiert werden müssen. Meine nächste Reise findet wahrscheinlich im Sommer oder Herbst 2014 statt. Dann werde ich meine pitesaamischen Freunde wieder sehen. Ja, dieses Projekt endet so schnell erst einmal nicht.

Mehr Fotos findet ihr auf unserer Facebook-Seite: Pitesaami

Vorschau: Nächste Woche lest ihr im Panorama über Corporate Happiness und ob es das überhaupt gibt.

Wie aus Nena Helene Fischer wurde…

Bekommt man einen Flyer für eine Party in die Hand gedrückt, so sind Musikrichtungen, wie zum Beispiel Elektro – in allen möglichen Ausführungen von Elektro-Swing bis Dubstep -, Hip-Hop und auch Oldies vertreten. Was aber auffällt ist, dass auf solchen Partys zunehmend auch Schlager gespielt wird. Es gibt heute nicht mehr nur die kleine Ecke im hinteren Teil des Clubs in der die Mallorca-Hits 1999 gespielt werden, sondern auch auf der Haupttanzbühne wird Schlager gespielt.

Vor noch fünf Jahren war dies unvorstellbar. Wie ist die Schlagermusik zu Mainstream geworden?

Es gibt eine Entwicklung, die mit der „Neue Deutschen Welle“ in den 80er-Jahren begonnen hat: Deutschsprachige Musik war zuvor noch Alt-Herren- und Damen-Musik. Für die damalige Jugendkultur war eine solche Musikrichtung spießig, verstaubt und als Partymusik nicht vorzustellen.

Aber mit der richtigen instrumentalen Untermalung und den passenden frechen Texten kam es zum Wandel. Nena, die Spider Murphy Gang, Falco, Trio und Co. modernisierten die biedere Fassade der deutschsprachigen Musik und wurden bekannt und berühmt.

Bis heute besitzen Lieder wie „Skandal im Sperrbezirk“, „Rock me Amadeus“ und „99 Luftballons“ Kultstatus. Hier wurde erstmals gezeigt, dass deutschsprachige Musik kein Kaffee und Kuchen-Ambiente, sondern auch einen „Kippe-anzünden-und-Feiern-gehen-Charakter“ besitzt. Aus braver Heintje-Musik wurde erstmalig rockige deutschsprachige Musik.

Gute Stimmung: Auch bei Schlagermusik gibt es nicht viel Platz auf der Tanzfläche (© Nik Styles / pixelio.de)

Gute Stimmung: Auch bei Schlagermusik gibt es nicht viel Platz auf der Tanzfläche (© Nik Styles / pixelio.de)

Die Schlagerszene schlafend zurücklassend, entwickelte sich nur die Popmusik: Nur zwanzig bis dreißig Jahre später, gibt es nun eine immense Vielfalt an deutschsprachiger Musik: Hits der „Neuen Deutschen Welle“, Chillmusik von Clueso und Philip Poisel, Rock von Kraftklub und Jennifer Rostock, Hip-Hop von Freundeskreis über die Sekte bis hin zu Kollegah und Materia, aber auch Party-Reaggae von Seeed gingen hervor.

Laut einer Auswertung von FOCUS und der Marktforschungsfirma Media Control waren 2012 43,28 Prozent der meistverkauften Alben in Deutschland deutschsprachig. Das ist noch mehr als zu den Besten Zeiten der Neuen Deutschen Welle.

Einzig und allein der Schlager entwickelte sich zunächst nicht weiter. Doch durch Sängerinnen wie Andrea Berg und Helene Fischer entstand aus Schlager etwas Neues: Ein Grund für den Erfolg des Schlagers war zum einen der Hype der deutschsprachigen Musik, der sich auch auf die Schlagerszene ausübte. Deutsche Musik wurde angesehener und mit ihr wuchs auch die Fangemeinschaft.

Doch wie schaffte es die von der Mehrheit der jungen Menschen ignorierte Musik den Sprung zum Mainstream? Der Siegeszug wächst und an ihrer Spitze steht im Moment Helene Fischer.

Die noch 29-Jährige –in der ehemaligen Sowjetunion Geborene, schafft es gleichermaßen Schlagersängerin und Entertainerin zu sein. Fans schätzen ihre Bühnenpräsenz, ihre unterhaltsame Show, bei der auch das Publikum eingebunden wird. Ihre Methode ist es moderne Pop- und Elekto-Elemente mit ihren eingängigen Schlagertexten zu mischen. Das Ergebnis ist ihr Erfolg. Ihr Album „Farbenspiel“, das am 4. Oktober 2013 erschien, erreichte in Deutschland, Österreich und der Schweiz Platz Eins.

Die Entwicklung, die in den 80er Jahren begonnen hat, zeigt immer wieder neue Ergebnisse: Es gibt zwar keine „Neue Deutsche Welle 2.0“, aber es sind die leicht verständlichen Texte mit einfachen Beats, die bei der breiten Masse der Bevölkerung ins Ohr gehen und nun auch immer mehr junge Menschen dazu bringt ihre Körper zum typisch deutschen 4/4-Takt zu bewegen.

Nachdem die Face2Face-Redaktion nun mit Helene Fischer „atemlos durch die Nacht“ ging und mit Udo Jürgens „griechischen Wein“ getrunken hat, liegen wir abschließend mit Jürgen Drews in unserem „Bett im Kornfeld“ und denken uns mit unserem Freund Roy Black: „Schön ist es auf der Welt zu sein“.

Vorschau: Am 08. März lest hier mehr über das Thema: „Mainstream-Musik ohne Message?“

„Whooen ist wie Atmen – es ist essentiell!“

whoozart

Nils und Kim präsentieren: Whoozart (Foto: Nils & Kim whooing at things)

Einen Netztrend à la Harlem Shake starten – das wollen Nils Dampz (31) und Alexander „Kim“ Bressel (25) mit ihrem Projekt „Nils & Kim whooing at things“ (Anm. d. Red.: „Whoo“ ist ein freudiger Ausruf). Ihre Fotos, auf denen sie bekannte Persönlichkeiten, aktuelle Ereignisse oder eben auch Face2Face anwhooen, veröffentlichen die beiden Redakteure aus Baden-Baden auf Facebook und auf einem tumblr-Fotoblog. Face2Face standen sie im „Interviewhoo“ Rede und Antwort.

Face2Face: Whoo – was bedeutet das? Was soll es ausdrücken?
Kim: Es ist ein Lebensgefühl für uns. „Whooen“ ist wie Atmen – es ist essentiell. Es hat auch immer etwas Liebenswürdiges, ich würde sogar von echter „Whoomantik“ sprechen…
Nils: Das „Whoo“ ist eine Auszeichnung, die höchste Form der Anerkennung. Wer angewhoot wird, hat es geschafft. Angefangen hat es in Clubs. In gewissen Situationen fällt es einfach schwer, komplette Sätze zu bilden. Dann wird gewhoot. Das ist auch weltweit verständlich. In jedem Zustand.

Face2Face: Wann habt ihr angefangen, eure Whoo-Bilder mit der Öffentlichkeit zu teilen und wie seid ihr auf diese Idee gekommen?
Kim: Nils war im Urlaub und hat mir aus Hamburg ein Whoo-Bild geschickt. Vorher war das alles nur verbal, dann plötzlich visuell. Ein Meilenstein! Wir haben uns ein paar Bilder hin- und hergeschickt, dann kam uns die Idee für den tumblr-Fotoblog. Seitdem läuft das.

DoppelgängerWhoo

Das Lieblingsbild der beiden Redakteure aus Baden-Baden: Nils whoot seinen Lwhookalike an (Foto: Nils & Kim whooing at things)

Face2Face: Was ist euer ganz persönliches Lieblings-Whoo-Bild?
Kim: Meins ist und bleibt das Doppelgänger-Foto von Nils. Da waren wir auf einem Konzert und eine Freundin von uns wollte den Doppelgänger schon anwhooen. Im letzten Moment sieht sie, dass es gar nicht der „echte“ Nils ist. Der kam dann gerade zufällig dazu, hat sich hinter sein Lookalike gestellt und das Foto ist entstanden.
Nils: Absolut, das ist auch mein Favorit. Schon komisch sich selbst da stehen zu sehen, der musste angewhoot werden! Wobei wir aber eher von einem Lwhookalike-Bild sprechen sollten.

Face2Face: Wie häufig macht ihr solche Whoo-Bilder und was oder wer inspiriert euch dabei?
Kim: Wir versuchen, so oft wie es geht ein Bild zu schießen. Entweder inspirieren uns dabei aktuelle Ereignisse wie ein Fußball-Länderspiel oder aber uns ist einfach ein lustiges Wortspiel eingefallen, wie zum Beispiel „Romeo und Whoolia“. Dann treffen wir uns in einer Kaffeepause und machen das Foto.

Face2Face: Was wollt ihr mit euren Whoo-Bildern erreichen? Was ist der Sinn dahinter?
Kim: Die viralen Fotoblogs der letzten Jahre und Monate waren uns ein Vorbild – vor allem „Loddar holding things“ und „Kim Jong-Il looking at things“. Einen Netztrend zu starten, wenn wir mal groß sind – davon haben wir schon als Vorsch(wh)oolkinder geträumt…
Nils: Wir rechnen mit ähnlichen Zugriffszahlen wie beim Harlem Shake oder Blogs mit flauschigen Katzenbabys.

Face2Face: Weshalb kommuniziert ihr auf euren Seiten auf Englisch und nicht auf Deutsch?
Nils: Völkerverständigung ist uns einfach ein Anliegen.
Kim: Es ist auch meistens ein Mischmasch. Mal ist ein Titel auf Deutsch, mal ist was Englisch. Was eben besser passt. Außerdem soll in die Bildunterschriften ja auch immer eine Prise Selbstironie miteinfließen und auch eine Persiflage auf Trends wie das sinnlose Hashtagging auf Twitter und Facebook sein.

Face2Face: Was denken eure Freunde und Familie über euer Gewhoohe?
Kim: Die meisten sehen darin die Bestätigung, dass wir nicht mehr alle Steine auf der Schleuder haben (lacht).
Nils: Ja, endlich haben meine Eltern einen Beweis, dass irgendwas nicht ganz richtig lief in der Erziehung.

Face2Face: Welches Feedback erhaltet ihr über Facebook und eure tumblr-Seite?
Kim: Bisher durchweg positives Feedback. Wir haben auch schon Fotos von lieben Kollegen oder Facebook-Kumpels bekommen, die „Whooing“ im Alltag entdeckt haben.
Nils: Es gibt nicht nur digitales Feedback: Ich wurde schon von wildfremden Menschen angewhoot. Das ist irre!

Whoo2Whoo

Nils und Kim finden: Face2Face ist ein Whoo wert (Foto: Nils & Kim whooing at things)

Face2Face: Nachdem ihr euch das Magazin genauer angeschaut habt: Ist Face2Face ein Whoo wert?
Nils: Auf jeden Fall! Whoo2Whoo!
Kim: Klar, wir finden euer Onlinemagazin echt super, ihr müsst definitiv noch bekannter werden – und wenn wir das mit einem Whoo-Bild unterstützen können, dann machen wir das. Einfach so!

Ihr wollt noch mehr Whoo-Bilder von Nils und Kim sehen? Dann schaut auf ihrer Facebook- oder tumblr-Seite vorbei!

Vorschau: Eine Woche lang ohne Whatsapp und Internet auf dem Handy – unvorstellbar? Wir haben es für euch getestet. Nächsten Dienstag im Panorama erfahrt ihr mehr.

Der Bodensee – Urlaub in der Heimat

Der Sonne entgegen: Segeln auf dem Bodensee (Foto: Behrendt)

Der Sonne entgegen: Segeln auf dem Bodensee (Foto: Behrendt)

Wieso tausende von Kilometern zurücklegen, um im Urlaub abzuschalten, wenn es diese Möglichkeit quasi um die Ecke gibt? Der Bodensee, auch als schwäbisches Meer bezeichnet, ist einer der bekanntesten Seen in Europa und grenzt an Deutschland, Österreich und die Schweiz. Seine attraktive Lage lockt jährlich tausende von Touristen an und ist ein guter Grund, den alljährlichen Urlaub zur Abwechslung mal in Deutschland zu machen. Die Bodenseeregion ist der perfekte Ort für verschiedenste Freizeitaktivitäten – ausgiebige Fahrradtouren, Segeln und Baden oder Sightseeing rund um den See – für jeden ist etwas dabei.

Das klare Wasser lädt zum Baden ein: Ein Steg der ins Wasser führt (Foto: Behrendt)

Das klare Wasser lädt zum Baden ein: Ein Steg, der ins Wasser führt (Foto: Behrendt)

Gerade viele Fahrradfahrer lockt es in den Sonnenmonaten in den Süden Deutschlands. Der 273 kilometerlange Bodensee-Radweg durchquert alle angrenzenden Länder und führt durch idyllische Städte und traumhafte Landschaften. Übernachtet werden kann je nach Belieben entweder mitten in der Natur auf einem der vielen Campingplätze mit direktem Seezugang oder in Ferienwohnungen und Hotels, die zahlreich auf der Strecke verteilt sind.

Des Weiteren locken attraktive Städte, in denen man fast nicht glauben kann, dass man sich in Deutschland und nicht einem südeuropäischen Land wie Italien befindet. Verwinkelte Gassen in der Altstadt, kilometerlange Promenaden, die zum Schlendern einladen und traumhafte Sonnenuntergänge mit Blick auf den See machen die Region zu einem unverwechselbaren Erlebnis.

Konstanz ist mit mehr als 82.000 Einwohnern die größte Stadt am Bodensee. Mit einem vielfältigen Freizeit- und Kulturangebot lockt sie nicht nur Touristen, sondern auch Studenten an, die das Leben in der Urlaubsregion zu schätzen wissen. Im Sommer gibt es zahlreiche Feste, die zum Feiern einladen. Beispielsweise das Seenachtsfest, bei dem besonders das spektakuläre Feuerwerk über dem See seine Zuschauer beeindruckt.

Spektakuläre Aussicht: Der Bodensee mit den Bergen im Hintergrund (Foto: Behrendt)

Spektakuläre Aussicht: Der Bodensee mit den Bergen im Hintergrund (Foto: Behrendt)

Nicht nur um, sondern auch auf dem Bodensee, lässt es sich aushalten. Egal ob auf einem kleinen Motorboot oder mit dem Katamaran, der täglich zwischen Konstanz und Friedrichshafen pendelt – eine Bootsfahrt ist eine entspannte und schöne Möglichkeit, den See aus einer anderen Perspektive zu erkunden. Der atemberaubende Blick über den See überzeugt selbst den letzten Zweifelnden, dass auch Urlaub im Heimatland unvergessliche Momente bereiten kann.

Vorschau: Am Dienstag, 01. Oktober stellen wir euch Trier vor.

 

Der Undone-Dutt aka Vogelnest

Ob mit dem Duttkissen oder der altbewährten Socke – ein schöner Haarknoten lässt sich ganz einfach zaubern. Wie ihr mit eurem eigenen Haar, bewaffnet mit nichts als zwei Haargummis jeder Menge Haarnadeln, einen Dutt für den Alltag stylen könnt, zeigen wir euch heute im Tipps&Tricks-Video.

Vorschau: Nächsten Sonntag gibt euch Anna-Katharina Tipps zum Highlights-setzen beim Streichen.