Do-It-Yourself-Projekt: Origami-Herz-Lesezeichen

Gefaltet: Origami-Herz-Lesezeichen verschönern das Lesen (Foto: Onat)

Gefaltet: Origami-Herz-Lesezeichen verschönern das Lesen (Foto: Onat)

Ob für Verwandte, Freunde oder Verliebte gedacht – ein Origami-Herz-Lesezeichen dürfte das Herzblatt eines jeden Lesefreundes sein, da es Eselsohren ein stilvolles Ende bereitet. Es lässt sich nicht nur – auch als Laie der asiatischen Papierfaltkunst – blitzschnell und einfach in wenigen Schritten herstellen, sondern verschönert zudem jedes Buch. Daher eignet sich das romantische Lesezeichen sowohl für die heimische Lektüre als auch als Geschenk für Buchstabenfans jeden Alters.

Materialien:

  • quadratisches Papier, Größe nach Belieben
  • nach Bedarf eine Schere und ein Klebestreifen

Anleitung:

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 1 (Foto: Onat)

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 1 (Foto: Onat)

1. Für das Origami-Herz-Lesezeichen wird quadratisches Papier benötigt, welches aus Origami- und Washi-Papier, aber auch aus normalen sowie bunten Blättern oder Geschenkpapier gewonnen werden kann. Zunächst das Blatt einmal von oben nach unten falten. Wer mag, kann dieses an der Faltstelle durchschneiden, um zwei Lesezeichen herzustellen. Ob zerteilt oder am Stück gelassen – das entstandene Rechteck wird erneut von rechts nach links bis zur Hälfte gefaltet.

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 2 (Foto: Onat)

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 2 (Foto: Onat)

2. Nun das Papier von der rechten zur linken Seite bis zur Mitte falten und wieder öffnen, sodass die Faltstelle gut sichtbar ist. Entlang dieser Stelle werden nämlich die rechte und die linke Hälfte diagonal nach oben gefaltet.

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 3 (Foto: Onat)

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 2 (Foto: Onat)

3. Das Blatt wenden, sodass die dreieckige Lasche, die beim Origami-Herz-Lesezeichen später an die Buchseite gesteckt wird, nach vorne zeigt. Das Stück oberhalb dieser Lasche bis zur Mitte falten und wieder öffnen. Anhand der neu entstandenen Faltlinie wird dasselbe Stück erneut bis zur Mitte gefaltet und geschlossen gehalten.

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 4 (Foto: Onat)

Origami-Herz-Lesezeichen: Schritt 4 (Foto: Onat)

4. Oben die inneren und äußeren Ecken zu kleinen Dreiecken einfalten, um das Herz abzurunden. An dieser Stelle braucht das Origami-Herz-Lesezeichen nur ein letztes Mal gewendet werden, um sogleich an eine Buchseite geheftet werden zu können. Wer die beiden Hälften des Herzes fixieren möchte, kann vor dem Wenden noch einen kleinen Klebestreifen anbringen.

Das Literaturcamp, c’est nous

Eigentlich ist es noch nicht vorbei. Das sehe ich jeden Tag, wenn ich auf Twitter #litcamp16 lese, wenn ein neues Protokoll zu einer Sitzung eingestellt wird, wenn wir uns im Netz oder real wiedersehen. Dieses Gefühl der anhaltenden Verbundenheit hat das Literaturcamp Heidelberg, das am 11. und 12. Juni 2016 seine Tore geöffnet hatte, in mir hinterlassen. Dabei wäre ich um ein Haar gar nicht hingegangen.

Was ist das Literaturcamp?

Nicht alles ernst nehmen: Gilt auch für die Organisatoren beim Literaturcamp (Foto: Valentin Bachern, Litcamp-HD-247, Lizenz: CC-BY 2.0)

Nicht alles ernst nehmen: Gilt auch für die Organisatoren beim Literaturcamp (Foto: Valentin Bachern, Litcamp-HD-247, Lizenz: CC-BY 2.0)

Das Literaturcamp Heidelberg ist ein BarCamp zum Thema Literatur. Ein BarCamp wiederum ist eine Veranstaltung mit sehr freien Strukturen, bei der jeder Besucher Teilnehmer, Vortragender und Hörer zugleich ist. Die einzelnen Sitzungen – die Sessions – werden erst am Tag des Camps selbst festgelegt und eingeteilt. Jeder kann darum auch eine anbieten, spontan oder geplant. Alle Teilnehmer sind darum auch von Anfang an auf Augenhöhe. Alle für alle für das BarCamp. Aus Amerika herübergeschwappt ist das BarCamp eine Ableitung des 2003 zum ersten Mal veranstalteten FooCamps und kann prinzipiell zu jedem Thema veranstaltet werden. Das Literaturcamp hatte in dieser Form 2016 seine Prämiere. Und gerade weil so vieles erlaubt ist, ist die Organisation dahinter nicht wenig.

Frei, vegan und kinderlieb

Hinter dem Literaturcamp Heidelberg steckt keine riesige Gruppe, kein Konzern oder Verein, der die Strippen zieht, sondern im Grunde Menschen, die sich dann auch in Heidelberg getroffen haben. Literaturmenschen. Susanne von Literaturschock, in deren Session – es war meine letzte des Camps, die vom Regen ins Treppenhaus vertrieben ihren eigenen Kultstatus beanspruchte – es um die Professionalisierung von Blogs ging,

Spontan ins Treppenhaus gezogen: Session beim Literaturcamp Heidelberg (Foto: Valentin Bachern)

Spontan ins Treppenhaus gezogen: Session beim Literaturcamp Heidelberg (Foto: Valentin Bachern, Litcamp-HD-295 , Lizenz: CC-BY 2.0)

den Bloggern Nathan, Nils und Valentin, dem Medienmenschen Dirk und vielen, vielen weiteren, die lektorierten oder Marmelade kochten. Dass das Essen komplett vegan war, ahnte ich bereits, als einige Organisatoren sich beim Vorstellen als vegan bekannten. Geschmeckt hat es trotzdem. Auch den Kindern, die ich kurzerhand mitgenommen habe, denn außer Verpflegung gab es auch Kinderbetreuung und kein Murren, als mein Jüngster beim der Session von Dagmar Eckard zu „offline Aktionen für Buchblogger“ kurzerhand meine Tasche ausräumte und bei meinem eigenen Vortrag zur Mutterfigur in der Gegenwartsliteratur schließlich auf meinem Arm einschlief.

Vielfalt auf vielen Wegen

Spontane Vielfalt: Beim Literaturcamp werden die Vorträge erst am morgen vorgestellt (Foto: Valentin Bachern)

Spontane Vielfalt: Beim Literaturcamp werden die Vorträge erst am morgen vorgestellt (Foto: Valentin Bachern, Litcamp-HD-119, Lizenz CC-BY 2.0)

Vor allem aber war das Literaturcamp Heidelberg großartig. Großartig organisiert, großartig unkompliziert und offen, großartig vielfältig. Von Beiträgen für (Buch)Blogger, Autoren, Schreibende, Verlagsmenschen, Lektoren und Selbstveröffentlicher bis hin zu Meditationsübungen, einer Abendsitzung zu Sex und eine Begehung der alten Feuerwache, in der unser Camp untergebracht war, irgendwo war immer für jeden etwas dabei, schon allein, da sechs Sessions gleichzeitig stattfanden. Dass ich nicht alle besuchen konnte, die ich wollte, war dabei aber genauso inbegriffen. Trotzdem ging ich jeden Tag mit einem Haufen Eindrücke nach Hause, die ich jetzt noch nicht alle habe in Worte fassen können.

Immer wieder gern

Das Literaturcamp Heidelberg war aber gleichzeitig eine Veranstaltung, die vor allem auf Twitter ihre Kreise zog. Über 6500 Tweets wurden mittlerweile dazu abgegeben und es werden immer noch täglich mehr. Die Vernetzung der Teilnehmer, die sich bisher noch nicht gefolgt oder sonst irgendwie digital verbunden hatten, geschah so schnell und reibungslos, das ein berauschendes Wir-Gefühl uns noch immer zusammenhält. Das Literaturcamp, c’est nous. Dass es nächstes Jahr ein neues Literaturcamp geben wird, davon waren wir beim gemeinsamen Abschluss des Wochenendes bereits überzeugt. Und ich, die ich dieses Mal über ein Gewinnspiel an meine Karte gekommen bin, fiebere bereits dem nächsten Jahr entgegen, dem nächsten Literaturcamp Heidelberg.

Elisa Wächtershäuser: 24, Schriftstellerin und Ärztin – Teil 2

Elisa bei einer Lesung

Elisa bei einer Lesung

Abitur mit 17, Medizinstudium mit 23, nun 24 Ärztin und Schriftstellerin: Elisa Wächtershäuser hat bereits letzte Woche im ersten Teil des Interviews darüber berichtet, wie sie zur Medizin und Literatur gekommen ist (siehe dazu auch Teil 1 des Interviews: http://face2face-magazin.de/2016/05/27/elisa-waechtershaeuser-24-schriftstellerin-und-aerztin/). Diese Woche erzählt sie unter anderem wie sie zu ihren Geschichtsideen kommt.

Face2Face: Medizin klingt für mich sehr analytisch, objektiv, strategisch. Für die Literatur benötigt man doch vor allem Kreativität – wie passt das zusammen? Und was macht dir mehr Spaß: Medizin oder Literatur?
Elisa: In der Medizin ist vieles klar strukturiert, häufig gibt es eindeutige  Leitlinien zu Diagnostik und Therapie einer Erkrankung. Aber nicht immer ist alles eindeutig. Oft genug muss man kreative Lösungswege erarbeiten. Sei es, um ein untypisches Symptom  mit dem Krankheitsbild des Patienten in Verbindung zu bringen oder eine Operation bei einer nicht mit der Lehrbuchdarstellung übereinstimmenden Anatomie durchzuführen, oder auch nur, um einem Patienten zu erklären, warum das Essen aus der Krankenhausküche nicht so gut wie zu Hause schmeckt. Als Ärztin sieht man jeden Tag sehr viele unterschiedliche Menschen, die sich teilweise in außengewöhnlichen Situationen befinden oder außergewöhnliche Geschichten zu erzählen haben. Auch wenn nichts davon direkt in einen Text von mir einfließt, entsteht so doch ein Sammelsurium an Eindrücken, aus denen sich manchmal Personen oder Handlungselemente für einen Text herauskristallisieren. Als Medizinstudent bekommt man immer gesagt, die wichtigste Eigenschaft eines Arztes sei Empathie. Ich denke, dass Empathie auch für jemanden, der schreibt, eine unerlässliche Eigenschaft ist. Ob ich empathisch bin, müssen andere beurteilen, ich bemühe mich zumindest.Und was mehr Spaß macht? Unmöglich zu sagen. Die Kombination von beidem macht am meisten Spaß!

Face2Face: Wie kommst du zu deinen Geschichtsideen  und wie verläuft der Prozess von der Idee bis zum endgültigen Text?
Elisa: Die Ideen für meine Texte können überall herkommen, durch eine Person, eine Begegnung, einen Ort, ein Bild, ein bestimmtes Wort. Meistens sind diese Ideen anfangs noch sehr skizzenhaft. Einige vergesse oder verwerfe ich schnell wieder, über andere denke ich so lange nach, bis sie konkreter werden. Irgendwann mache ich mir eine Notiz, dann sammele ich weitere Details, eine grobe Struktur, einzelne Sätze und irgendwann schreibe ich einen Text. Mit der ersten Textfassung bin ich fast nie zufrieden, deswegen kommt nach der ersten Fassung die Korrektur, dann die zweite Fassung, dann vielleicht eine dritte und irgendwann wird der Text fertig.

Face2Face: Gibt es aktuell eine Kurzgeschichte an der du arbeitest? Um was geht es?
Elisa: Klar! Ich arbeite meistens an zwei oder drei Texten parallel. Aber worum es geht wird nicht verraten.

Face2Face: Du wurdest auch schon von Verlegern und Schriftstellern auf einen bevorstehenden Roman angesprochen, weil sie deine Kurzgeschichten interessant fanden. Wann ist damit zu rechnen und was ist der Inhalt?
Elisa: Momentan plane ich keinen Roman, zumindest nicht in der nächsten Zeit. Ich habe ein paar Ideen für ein längeres Schreibprojekt, aber gerade gefällt mir die übersichtliche, straffe Form der Kurzgeschichte einfach besser. Ich möchte mich gern noch an einigen kürzeren Texten austoben, bevor ich die Geduld und Disziplin für einen Roman aufbringe.

Face2Face: Was war dein schönstes Erlebnis bezüglich des Schreibens? Eine gewisse Auszeichnung? Das Lesen vor Publikum? Sich mit anderen jungen Schriftstellern bei den Workshops auszutauschen…?
Elisa: Jedes Mal, wenn ein Text, in dem zuerst gar nichts zu funktionieren scheint, doch noch fertig wird. Das ist jedes Mal das schönste Erlebnis.

Elisa Wächtershäuser: 24, Schriftstellerin und Ärztin

Elisa bei einer Lesung

Elisa bei einer Lesung

Elisa Wächtershäuser ist 24 Jahre alt. Ihr Abitur hat sie mit 17 Jahren gemacht. Es folgte ein Medizinstudium, das  sie im letzten Jahr abgeschlossen hat. Nun arbeitet sie als Ärztin in der Chirurgie und schreibt nebenbei ihre Doktorarbeit. In ihrer Freizeit schreibt  sie literarische Werke – genauso erfolgreich. So erfolgreich, dass renommierte Verleger und Schriftsteller sie immer wieder dazu motivieren, endlich einen Roman zu schreiben. Mit ihren Kurzgeschichten hat sie mittlerweile nämlich fast alles gewonnen, was man in jungen Jahren an Literaturpreisen gewinnen kann: Von 2007 bis 2015 war sie Preisträgerin des OVAG-Jugendliteraturpreises. Zudem erhielt sie 2013 den Hattinger Förderpreis für junge Literatur, hat am Literaturlabor Wolfenbüttel, am Treffen junger Autoren in Berlin und am Klagenfurter Literaturkurs teilgenommen.
Jeder, der gerade so um 11 Uhr schafft, aufzustehen, um zur einzigen Vorlesung des Tages zu gehen, mag sich jetzt damit trösten, dass Elisa ein abnormaler, überehrgeiziger  Freak mit Inselbegabung und fehlender sozialer Kompetenz sein muss.  Aber das ist keineswegs der Fall: Sie ist nett, hilfsbereit und hat einfach nur Spaß an dem, was sie macht. Grund genug, sie für ein Interview zu treffen.

Face2Face: Wenn man sich deinen Lebenslauf anschaut, mag man  den Eindruck gewinnen, dass du eigentlich gar keine Zeit hast: Doktorarbeit, arbeiten in der Chirurgie, Literaturwettbewerbe. Schläfst du auch irgendwann mal? Wie schaffst du das alles? 
Elisa: Dadurch, dass ich Dinge, für die ich mich weniger begeistern kann, auf das absolut notwendige Minimum reduziere. Staubsaugen zum Beispiel. Fenster putzen. Bügeln. Geschirr spülen. Und so weiter. Die Liste ist ziemlich lang …

Face2Face: Wenn man nun dich anschaut, könntest du auch als Geistes-oder- Sozialwissenschafts-Studentin im fünften Bachelor-Semester durchgehen. Warum hast du dich aber ausgerechnet für die Medizin entschieden? Warst du früher unsterblich in Patrik Dempsey aus Grey´s Anatomy verliebt und hattest gehofft, so deinen Traummann zu finden?
Elisa: Ich habe bisher ehrlich gesagt keine einzige Folge von Grey´s Anatomy gesehen, was zugegebenermaßen eine Bildungslücke für einer Medizinerin ist, und ich weiß auch gar nicht, wie Patrik Dempsey aussieht. Wohl auch eine Bildungslücke. Ist das wirklich so ein Traumtyp, dass man deswegen ein Medizinstudium beginnt? Vielleicht sollte ich mal einen Abend vor dem Fernseher verbringen!
Mich hat am Medizinstudium vor allem die breite Ausbildung interessiert, die Kombination aus naturwissenschaftlichen Fächern, Psychologie, Sozialwissenschaft, Ethik. Das Studium ist sehr vielfältig und man muss sich nicht wie in vielen anderen Fächern bereits während des Studiums für einen Schwerpunkt entscheiden. Mir fiel es immer schwer, mich festzulegen.

Face2Face: Ein Medizinstudium ist sicherlich schon anstrengend genug, vor allem, wenn man zu Beginn des Studiums nicht einmal volljährig ist. Wie war es für dich so jung ein so anspruchsvolles Studium zu meistern?
Elisa: Das war nie ein Problem. Ich wurde nie nach meinem Ausweis gefragt, an der Uni nicht und auch auf keiner Studentenparty. Ich glaube nicht, dass das Alter eine Qualifikation für das Studium ist. Man muss motiviert und interessiert sein und darf nicht den Spaß an der Sache verlieren, auch wenn gerade eine lernaufwändige Prüfung ansteht.

Face2Face: Wie bist du zur Literatur gekommen?
Elisa: Zur Literatur bin ich lange vor der Medizin gekommen. Ich habe mir schon immer gern Geschichten ausgedacht. Und seit ich Schreiben gelernt habe, habe ich  Geschichten aufgeschrieben und bis jetzt nicht damit aufgehört. Obwohl es natürlich auch Phasen gibt, in denen ich fast gar nicht schreibe, ist es für mich ein ganz natürlicher Ablauf, dass man eine Idee, nachdem sie einem lange genug durch den Kopf gegeistert ist, zu Papier bringt. Ob man dieses Papier dann an eine andere Person weitergibt, oder gar veröffentlicht, ist eine andere Sache.

Vorschau: Am Freitag, 3.Juni berichtet Elisa unter anderem darüber wie sie zu ihren Geschichtsideen kommt und wie Medizin und Literatur für sie zusammen passen.

Exam next week: You shall not fail – Motivationszitate für die Klausurenphase

Februar: Es ist dunkel, wenn man das Haus verlässt, dunkel, wenn man von der Uni nach Hause kommt.
Die Kälte ist nicht nur draußen zu spüren, sie erfüllt auch unser Herz bei dem Gedanken an die anstehenden Klausuren.
Es ist Klausurenphase: Diese Zeit zwei Mal im Jahr, in der Schokolade zum Haupternährungsmittel wird, Fressorgien dem Stressabbau dienen, Kaffee dein engster Verbündeter ist, Jodel voll ist von Kommentaren, dass der Partner nur für Sex herbestellt wird und dann wieder verschwinden soll, weil man lernen muss. Kurz um: Wir wühlen uns im Selbstmitleid.
Doch was kann man gegen die ständige Müdigkeit, Demotivation und die Tatsache, dass selbst das Anstarren der Wand interessanter als Lernen erscheint, unternehmen?
Sich Motivation von den großen Herren und Frauen der Kulturlandschaft besorgen!

Natürlich geht es – auch wenn es sich oft so anfühlt – in der Klausurenphase nicht um das pure Überleben. Trotzdem lehren uns die halb nackten Damen aus „Sucker Punch“  nicht nur, dass man 90 Minuten mit dramatischen Zeitlupen und sexy Tanzszenen füllen kann, sondern auch, dass wir stärker sind, als wir glauben und keine Angst haben müssen. Alles, was wir tun müssen, ist endlich unseren Hintern hochzubekommen und zu lernen beziehungsweise zu kämpfen.

¨You don’t think you’re strong enough? You are. You’re afraid. Don’t be. You have all the weapons you need. Now fight!¨

Und wie kriegen wir das hin? Indem wir den weisen Worten aus „Der Herr der Ringe“ Aufmerksamkeit schenken und uns klar machen,  dass sich die Klausur eben nur bestehen lässt, wenn wir auch etwas dafür tun. Redet euch ein: Der „Triumph“¨ über die bestandene Klausur ist umso schöner, wenn ihr wisst, ihr habt es auch dank Lernen wirklich verdient. Wäre doch auch langweilig gewesen, wenn der Ring gleich am Anfang zerstört worden wäre – keine epischen Schlachten, kein „you shall not pass!“¨, keine Hochzeit zwischen Aragon und Arwen:

¨There can be no triumph without loss. No victory without suffering. No freedom without sacrifice.¨

Der Berg an Aufgaben, der zu erledigen ist und die Verzweiflung darüber, wie man das alles nur strukturiert bekommen soll, lassen einen trotzdem oftmals schon zu Beginn am liebsten den Kopf im Sand stecken. Über allem kreist unaufhörlich der Gedanke an das Versagen, an das Scheitern. In dieser scheinbar perfekten Gesellschaft von heißen Instagramm-Fotos und faszinierenden Facebook-Accounts ist kein Platz mehr für das Versagen. Doch hinter jedem Facebook-Profil verstecken sich auch weniger schöne Lebensereignisse, die nicht gepostet wurden, hinter jedem Instagramm-Bild mit Filter ist irgendwo ein Pickel auf der Haut – und so ist es auch mit der Uni: Keiner ist immer perfekt. Vielleicht wird die Klausur nicht gut, vielleicht sind wir schon beim Lernen überfordert, aber das einzige Versagen liegt darin, sich davon Angst machen zu lassen und es daher erst gar nicht zu probieren. Herr Coelho, ein brasilianischer Schriftsteller, fasst diese lange Rede treffend in ein paar Worten für euch zusammen:

¨Nur eines macht sein Traumziel unerreichbar: Die Angst vor dem Versagen.¨

Daher: Weg mit der Angst und her mit den verwirrenden Notizen aus der Vorlesung! Schließlich hat uns schon John Green in seinen schmerzlich-schönen Büchern aufgezeigt wie kostbar und zerbrechlich das Leben ist.  Also haltet euch an seine Worte und macht etwas aus eurem Leben:

¨What is the point of being alive if you don´t at least try to do something remarkable?¨

Wollt ihr irgendwann im Vormittagsprogramm der Privatsender landen? Euch immer darüber ärgern, dass ihr den Traumjob nicht bekommen habt, weil alles an einer Statistik-Klausur gescheitert ist? Euch von eurem Gewissen weiter peinigen lassen, während ihr versucht, es mit endlosem Netflix schauen, zu unterdrücken und euch so vor dem Lernen zu drücken?

Ein Tipp zuletzt: Schreibt euch eine to-do-Liste mit den Sachen, die ihr nach (!) der Prüfung machen wollt und nicht müsst. Wenn erst einmal der fehlenden Schlaf nachgeholt wurde, könnt ihr es mit dem amerikanischen Schriftsteller Hunter S. Thompson halten und euer Leben nach der Klausurenphase, im Wissen, ihr habt alles dafür gegeben, so richtig  genießen:

¨Sleep late, have fun, get wild, drink whiskey and drive fast on empty streets with nothing in mind but falling in love and not getting arrested.¨

Vorschau: Am Freitag, 19. Februar geht es weiter mit ¨Helden¨: ¨Helden für Herzen¨ stehen dann im Fokus.

Erlebnis Buchkauf – drei preisverdächtige Heidelberger Buchhandlungen

Zum ersten Mal wird am Donnerstag, 17. September der Deutsche Buchhandlungspreis verliehen. Das Ziel der Auszeichnung: Sie soll inhabergeführte Geschäfte gegenüber dem Internethandel und den großen Ketten fördern. Mit von der Partie sind auch drei Heidelberger Buchhandlungen.

„Sie müssen nicht in den Amazonas reisen, wenn es Bücher bei Ihnen um die Ecke gibt.“ – Eine Tafel mit diesem Werbeschriftzug des Diogenes Verlags steht vor der kleinen Bücherstube an der Tiefburg in Handschuhsheim.
Neben Hassbeckers Galerie & Buchhandlung und artes liberales ist sie eine von drei Heidelberger Buchhandlungen, die für den Deutschen Buchhandlungspreis nominiert sind.
Er wird in der kommenden Woche in Frankfurt durch Prof. Monika Grütters, die Staatsministerin für Kultur und Medien, vergeben.
108 Buchhandlungen in ganz Deutschland sind nominiert. Laut der offiziellen Seite des Preises sollen sie alle folgenden Kriterien erfüllen: Sie müssen ein kulturelles Veranstaltungsprogramm bieten, sich für die Lese- beziehungsweise Literaturförderung einsetzen, ein besonderes literarisches Sortiment vertreten und ein innovatives Geschäftsmodell haben. Dabei darf ihr durchschnittlicher Jahresumsatz der letzten drei Jahren eine Million Euro nicht überschritten haben. Der Preis ist in drei Kategorien von Gütesiegeln unterteilt, sodass alle 108 prämiert werden können.

Eine freundliche Einladung zum Stöbern (© Bücherstube an der Tiefburg)

Die Bücherstube an der Tiefburg setzt sich vor allem für die Leseförderung bei Grundschulkindern ein und bietet ein äußerst vielfältiges Kulturprogramm. Dieses reicht von einer Kinderlesenacht über ein Gartencafé im Sommer bis hin zu Autorenlesungen und Literaturreisen auf den Spuren verschiedener Schriftsteller.
Seit 1982 gibt es die Bücherstube. Sie ist trotz des zweimaligen Umzuges schon seit langem ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Handschuhsheim. Obwohl sie in 33 Jahren auch um 85 m² gewachsen ist, herrscht hier immer noch eine familiäre Atmosphäre. Im kleinen Hof neben der Buchhandlung befindet sich ein Garten, der teilweise mit Ranken überwachsen ist und mit Cafétischen und Strandkorb bei gutem Wetter dazu einlädt, eine Weile zu verweilen.

„Wir legen besonders großen Wert auf persönliche Beratung und eine enge persönliche Bindung zu unseren Kunden. Es ist wichtig die Kunden zu kennen“, erklärt Regina Kaiser-Götzmann, die Inhaberin der Buchhandlung. Sie findet es gut, dass durch den Preis gezeigt wird, was der Buchhandel leistet. Deshalb hat sie sich für die Bewerbung entschieden.

Die zweite Buchhandlung ist artes liberales am anmutigen Kornmarkt.
Auch sie ist von hier, nicht mehr wegzudenken. Nur aus einem einzigen kleinen Raum bestehend, ist das Sortiment nicht besonders groß, aber sorgfältig ausgewählt. Der

© artes liberales - Buchladen, Heidelberg 2015

Ein Ort zum Schmökern und Verweilen: Die Buchhandlung artes liberales (© artes liberales – Buchladen, Heidelberg 2015)

Schwerpunkt der Buchhandlung liegt auf der Philosophie, aber auch auf mit ihr verbundenen Gebieten wie Dichtung, Künsten und Wissenschaften. Es folgt demnach nicht den aktuellen Bestsellerlisten und Empfehlungen, sondern enthält auch Schriften, die mitunter über 2000 Jahre alt sind. Artes liberales bietet auch ein großes Kulturprogramm und zwar über die zugehörige Organisation artes liberales-universitas. Dazu gehören Kolloquien, Vorträge und Lesungen.
Sehr wichtig ist Clemens Bellut, Inhaber der Buchhandlung, eine einladende Atmosphäre. „Wenn jemand sich den ganzen Tag oder auch nur einige Stunden in den Liegestuhl setzt und ein Buch liest, ist das schon ein großer Gewinn für die Buchhandlung“, erklärt er. Willkommen sei auch immer das persönliche Gespräch. Tatsächlich steht in der Buchhandlung ein Liegestuhl, direkt am Fenster, das weit nach oben geschoben werden kann, sodass man den Eindruck hat, man sitze draußen. Drum herum reichen die Regale bis unter die Decke, doch die großen Fenster sorgen stets für viel Licht.

Hassbeckers Galerie & Buchhandlung in der Haspelgasse ist die dritte der nominierten Heidelberger Buchhandlungen. Inzwischen führt Barbara Schulz die Buchhandlung weiter, die ihr verstorbener Lebensgefährte Egon Hassbecker ursprünglich in Eberbach gegründet hatte.
Die Galerie und die Buchhandlung sind inzwischen untrennbar miteinander verbunden. Das Sortiment wird mit viel persönlichem Interesse ausgewählt und bietet eine große Bandbreite.
Zudem gehört zu der Galerie und der Buchhandlung auch das Museum im Haus Cajeth. Teil des Programms sind unter anderem Lesungen, Buchvorstellungen und natürlich die Ausstellungen des Museums. Sie zeigen Bilder naiver und primitiver Künstler, deren Bilder auch an den Wänden der Buchhandlung zu finden sind. Im ersten Zimmer sind die Wände frei von Regalen geblieben, um Platz für die Bilder zu bieten. Weiter hinten, im verwinkelteren Teil der Buchhandlung, sind die Regale so hoch wie die Räume selbst, das Ambiente erinnert an ein Antiquariat mit heimeliger Atmosphäre.

Wer sich also einmal wieder ein Buch kaufen möchte, sollte in jedem Fall einmal eine der Buchhandlungen ausprobieren. Und wer weiß – vielleicht hat er dann bald ein Buch aus einer der drei besten Buchhandlungen in Deutschland?

Vorschau: Am Freitag den 25. September lest Ihr Vanessas Filmkritik zu Fack ju Göhte 2.

Versteckt und weltbekannt: zwanzig Jahre Club Ebene Eins

Die Ebene Eins: Eine umgebaute Scheune dient dem Kulturverein als Veranstaltungsort (Foto: Club Ebene Eins)

Die Ebene Eins: Eine umgebaute Scheune dient dem Kulturverein als Veranstaltungsort (Foto: Club Ebene Eins)

Versteckt hinter einem großen Hoftor in der Burgstraße in Schifferstadt, einer Einbahnstraße und 30-er Zone, liegt er. In einer umgebauten alten Scheune mit riesigem Garten dahinter, für die Sommerveranstaltungen, nicht wirklich groß, aber mit einer Akustik, die Musiker immer wieder zum Schwärmen verleitet und einer Atmosphäre, die zwischen familiär-gemütlich und faszinierend-künstlerisch ihr Gleichgewicht gefunden hat: Der Club Ebene Eins. Als Kulturverein längst etabliert und rund um die Welt bekannt, sind es vor allem die Einheimischen, die immer wieder überrascht sind, dass sich so ein Kulturgut in ihrer Stadt versteckt. 2015 feiert der Club Ebene Eins nun sein zwanzigjähriges Bestehen.

Am 08.06.1995 gründeten 34 Kulturfreunde den Club, der nach dem Umbauplan des Architekten für den unteren Teil der Scheune „Ebene Eins“ genannt wurde. Zur Eröffnungsvernissage stellte eine 16-jährige Schülerin aus, ein weiterer Schüler spielte Musik. Moritz Weißkopf, heute besser bekannt als Mo Anton, hat gerade das Gibraltar International Song Festival gewonnen. Angefangen hat er vor 20 Jahren im Club Ebene Eins. Noch immer ist die Förderung von jungen Kulturschaffenden ein Herzensanliegen des Vereins. Schüler der Kreismusikschule oder Teilnehmer von Jugend musiziert, junge Gruppen und Künstler, das Alter spielt für den Kulturausschuss des Club Ebene Eins keine Rolle. Talent zählt, die Freude an der Kunst, dass das Herz bei der Sache ist.

Kulturfreunde: Der Vorstand des Club Ebene Eins (Foto: Club Ebene Eins)

Kulturfreunde: Der Vorstand des Club Ebene Eins (Foto: Club Ebene Eins)

Und auch wahre Größen kommen immer wieder gerne zurück in die gemütliche Scheune. Etwa Ack van Rooyen, Jazz-Musiker, Flügelhornist, niederländische Musikgröße. Oder die A cappella Gruppe Viva Voce, die mittlerweile selbst weltweit bekannt sind. Bettina Belitz hat dort im letzten Jahr ihren Roman „Vor uns die Nacht vorgestellt“ im Herbst kam Julia Donaldson mit einem Grüffelo-Theater aus England, der gern gesehene Poetry Slam, der bisweilen zum Lieder Slam umgewandelt wird. Hier gibt es noch reine Lesungen, ohne viel außenrum, hier zählt das Wort. Und wer in die Scheune kommt wird immer von Bildern begrüßt. Die Liste der Künstler ist lang und vielseitig. Abel Robino aus Paris etwa war hier und Lukas Smithey-Eckrich aus den USA, Lotti Adaimi aus dem Libanon und Ulrike Kaiser aus München.

Aber der Club Ebene Eins bietet nicht nur für Aug und Ohr allerlei, sondern lockt auch zum Mitmachen. Ein Trommel-Selbstversuch unter der Leitung von Ashitey Nsotse beispielweise oder zuletzt ein Hörspiel-Workshop, geleitet von Karl Atteln. Und immer wieder gibt es spezielle Kinder-Kulturveranstaltungen. Diesen Herbst kommen die Olchis, jene müllfressende Stinkbande von Erhard Dietl, bei denen ich beim Vorlesen immer hadere, ob ich wirklich will, dass meine Kinder diese Wörter hören – aber sie lieben es.

Weltrekordträger: Künstler Jean-Yves Dousset mit Gisela Atteln vom Club Ebene Eins (Foto: Obermann)

Weltrekordträger: Künstler Jean-Yves Dousset mit Gisela Atteln vom Club Ebene Eins (Foto: Obermann)

Dabei geht es den Verein nicht nur darum, Kunst zu präsentieren und Neues zu zeigen, sondern auch immer wieder darum, Künstler zusammen zu bringen. Musiker und Maler, Maler und Autoren, Autoren und Musiker. Im kleinen Rahmen kann der Club dabei ausprobieren, was auf großer Bühne nur schlecht funktioniert. Improvisationstheater, bei dem das Publikum entscheidet, was als nächstes passiert, oder Jean-Yves Dousset, der nicht nur reimt, sondern den Weltrekord für den schnellsten Scherenschnitt hat, und zur Jubiläumsfeier gezeigt hat, was er kann. Oder wie im vergangenen Jahr ein Festival für das neue Instrument Campanula. Neues, Gewagtes, Innovatives.

„Kunst bleibt nicht stehen“, erklärte Vorstandsmitglied Horst Atteln zur Jubiläumsfeier. Und darum wird es auch immer wieder etwas Neues, Gewagtes und Innovatives geben, was der Club Ebene Eins präsentieren kann. Ein Besuch lohnt sich allemal.

Vorschau: Nächste Woche geht es hier um Kunst und Kultur auf dem Fusion Festival.

Gegenliteratur(en)

Ab und an stößt man als eifriger Leser auf Werke, die sich durch die Art und Weise, wie sie geschrieben sind, deutlich von gewöhnlichen Büchern abheben; man denke etwa an die Werke von James Joyce oder William S. Burroughs. Joyce‘ Einsatz des Stream of Consciousness in Ulysses etwa mag das Werk für den Leser schwer zugänglich machen, und auch der Cut-Up-Stil, in dem Burroughs schreibt bietet wenig Ansatzpunkte für eine Umgang mit Literatur, wie er in der Schule vermittelt wird. Die wahllos aneinandergereihten Textteile in Burroughs Wer-ken verunmöglichen die Beantwortung von Fragen wie „Was will uns der Verfasser an dieser Stelle sagen?“. Der literarische Diskurs freilich hat solche autorbezogenen Interpretationsan-sätze längst überwunden, und nimmt man einmal Abstand von der Suche nach der „einen Wahrheit, die der Text propagiert“, bieten derlei Werke neben großartiger Unterhaltung gera-de durch ihre Vieldeutigkeit viel Raum für den Leser selbst.

Gegenliteratur: "Angst und Schrecken in Las Vegas" von Hunter S. Thompson und die "Illuminatus!"-Trilogie von Robert Anton Wilson und Robert Shea (Foto: Glaser).

Gegenliteratur: „Angst und Schrecken in Las Vegas“ von Hunter S. Thompson und die „Illuminatus!“-Trilogie von Robert Anton Wilson und Robert Shea (Foto: Glaser).

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem bekanntesten Werk von Robert Anton Wilson – der Il-luminatus!-Trilogie – die in Zusammenarbeit mit Robert Shea entstand. Wilsons Schreibstil darf guten Gewissens als eigenwillig bezeichnet werden. Ganz bewusst brechen die Verfasser ständig die Zeitebenen, verarbeiten Drogentrips, Halluzinationen und innere Monologe, Erzäh-lerwechsel und andere Brüche in den Text, sodass oftmals nur durch ganz bewusstes Lesen klar wird, wer gerade spricht, was gerade passiert und ob gerade überhaupt etwas passiert. Auch eine Hauptfigur lässt sich kaum benennen. Die Autoren legen ein breites Figurenreper-toire an und erzählen in ständigem Wechsel – der gelegentlich mitten im Satz stattfindet – über die Verstrickungen dieser Personen. Die Handlung – so sie denn vorhanden ist! – dreht sich um ein Netz aus Verschwörungen, die parodistisch überhöht und esoterisch mystifiziert werden dargestellt werden. Man spürt hier deutlich den Eindruck der Paranoia des kalten Krieges. Hat man sich einmal an den eigenwilligen Stil von Illuminatus! gewöhnt, offenbart sich eine großartige, witzige, geniale Geschichte. So interessant sind die Werke Wilsons, weil er anarchistische Ideologie mit wissenschaftlichen Reflexionen über Quantenmechanik, Reali-tät, Drogentrips, Bewusstsein oder Semantik verbindet.

Auch wissenschaftliche Publikationen finden sich von Wilson zuhauf, wobei der Begriff „wis-senschaftlich“ an dieser Stelle mit Vorsicht zu gebrauchen ist. Wilson steht der New Age Be-wegung nahe, identifiziert sich aber offensichtlich nicht mit ihr; die meisten Aussagen esoteri-scher wie religiöser Glaubenssysteme dekonstruiert Wilson umgehend und weist auf Argu-mentationsfehler dieser Systeme hin. Als Anhänger verschiedenster Gegenkulturen – Wilson ist Anarchist, Agnostiker und Diskordianer, hat unter anderem für den Playboy veröffentlicht und geht offen (allerdings sehr reflektiert) mit seinem Drogenkonsum um – der eben auch noch über problematische Themen schreibt, mag er wissenschaftlichem Usus nach nicht unbe-dingt als zitierfähig gelten.

Dabei bieten die nicht-belletristischen Werke Wilsons – der promovierter Psychologe war – viele Ansätze, die bis heute in der Wissenschaftspraxis zu kurz kommen. Recht zentral ist da-bei etwa die Rolle der Semantik, die er in Orientierung an Alfred Korzybskis General Seman-tics entwickelt und die er nutzt, um Begriffe wie Wahrheit und Realität zu dekonstruieren. Immer wieder weist er darauf hin, wie solche Vorstellungen entwickelt werden, weil Begriffe verschiedenen Abstraktionsgrades miteinander gleichgesetzt oder verwechselt werden oder nach aristotelischer Logik Oppositionen wie „wahr/ falsch“ zugeordnet werden.

In Wilson findet sich also ein überaus interessanter, unterhaltsamer, genialer Schriftsteller und Wissenschaftler, der zwar ab und an etwas überspitzt und polemisch argumentieren mag, da-bei aber sehr erhellende Werke verfasst. Doch aufgrund seiner unkonventionellen Persönlich-keit mag er – trotz Bestsellerstatus von Werken wie Illuminatus! – wohl vor allem der Unter-grund- oder Gegenliteratur zugeordnet werden. In Deutschland scheinen die Werke jeden Falls immer noch eine Art „Geheimtipp“ zu sein.
Ganz ähnlich verhält es sich wohl mit den Werken Hunter S. Thompsons. Der promovierte Journalist glänzt nicht nur mit sehr exzentrischen Werken, sondern auch mit einer überaus un-terhaltsamen Biographie. Thompson, Verfasser von erfolgreich verfilmten Werken wie Fear and Loathing in Las Vegas oder The Rum Diary, darf wohl durchaus als Drogenpoet bezeich-net werden. Anders als die Illuminatus!-Trilogie aber lassen sich seine Werke recht problemlos lesen. Dabei scheinen sie über weite Strecken wie ausgedehnte Tripberichte. Die Protagonisten dieser Werke – oftmals angelegt als Alter Ego Thompsons – konsumieren eine unüberschauba-re Palette an Rauschmitteln und schlagen sich dann paranoid durch ihren Alltag. Es sind die Einblicke in diese exzessiven Lebensstile, die Thompsons Werken ihren Reiz verleihen.

Teils liest sich Thompsons Biographie wie die seiner Protagonisten – überall, wo Thompson auftaucht, löst er Chaos und Wahnsinn aus. So kandidierte er einst für das Amt des Sheriffs von Aspen und unterhielt den Ort mit absurden, teils wahnwitzig wirkenden Forderungen. Dabei stachelte er seine politischen Gegner solange an, dass er, vielleicht auch bedingt durch seine ausgeprägte Paranoia, die Nächte in einem spontan befestigten und mit Waffen bewach-ten Haus verbrachte.

Mit Wilson und Thompson finden sich zwei Literaten, die wohl nicht die breite Masse anspre-chen, aber ihre Leserschaft in Subkulturen finden, was den Werken oft Kultstatus einbringt. Dennoch scheinen viele öffentliche Meinungsmacher ihre Vorbehalte gegen die recht unkon-ventionellen Werke – oder Personen? – zu haben. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, fin-det in den genannten Werken großartige Unterhaltung.

Und das Konto sprach: Schätzet die Musiker!

Dieser Artikel wird ein Manifest für alle Musiker, deren Musik super-klasse-richtig-gut-so-independent-und-so-aber-trotzdem-geil ist, aber aus welchen Gründen auch immer der kommerzielle Erfolg ausbleibt.

Jeder der Musik macht, wird der Musikredaktion beipflichten, dass er oder sie nicht nur einmal in seiner Laufbahn sich für seine Gage rechtfertigen muss. „Warum so viel?“ oder „Du spielst doch nur ein bisschen Gitarre mit deinen Freunden!“ sind häufig die Fragen und Vorwürfe, die man sich anhören muss. Was viele unter diesen gewissen Musikspezialisten leider nicht wissen (wollen) ist das ein ganzes Drum-Set, eine Gitarre, Bass, Mikrofon – kurzum die gesamte Ausrüstung schon mehrere Tausend Euro kostet. Des Weiteren sind weitere Ausrüstungsgegenstände, wie ein Mischpult, Lautsprecher oder ein Monitor (ein Gerät wodurch sich der Musiker selbst hören kann und somit besser handeln kann, wenn der Sound mal nicht stimmen sollte) hier nicht eingerechnet sind. Diese Kosten sind als Investment für den Musiker und somit auch als Risiko für seine Karriere zu sehen. Das Stichwort lautet hier: R.O.I.! Würde der Vollblutmusiker seine Arbeit als reines Geschäft betrachten, dann erwartet er von dem Käufer der Dienstleistung einen „Return on Investment“. Dies bedeutet kurzum, dass nach dem getätigten Investment des Musikers auch zeitnah Geld zurückfließen sollte. Ansonsten verschuldet sich der Musiker und er muss seine Karriere beenden, bevor sie überhaupt angefangen hat. Liebe Musikversteher da draußen, die Musiker für sich spielen lassen wollen und auch bezahlen werden, bitte vergesst nicht: Es ist euer Job die gekaufte Dienstleistung im vollen Umfang realistisch zu bezahlen!

Es gilt: „You Pay – We Play!“

Um nun einen kleinen Beitrag für all diese Musiker symbolisch zu inszenieren, veröffentlicht die Face2Face-Musikredaktion die Playlist „Musik, die mehr Wertschätzung verdient“. Natürlich ist diese Playlist nicht vollständig – um es mit den Worten von der Band Tenacious D zu sagen:

„This is not the greatest Playlist in the world – it´s just a tribute!“

Teuer: Die ganze Ausrüstung für Musiker bedeutet immer ein Risiko. Es muss schließlich abbezahlt und Profit gemacht werden. (Foto: Spies)

Teuer: Die ganze Ausrüstung für Musiker bedeutet immer ein Risiko. Es muss schließlich abbezahlt und Profit gemacht werden. (Foto: Spies)

 

 

Für alle Nichtwissenden dieser kleinen runden Welt, kommt hier eine Playlist, die man sich nicht nur über Kanäle wie YouTube, Spotify, Deezer, Vimeo etc. anhören sollte, sondern vielmehr die Aufmerksamkeit auf Musiker lenken soll, die den großen kommerziellen Erfolg nun mehr als verdient hätten.

Unterstützt und kauft!

 

 

 

  1. Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi unter anderem mit  „Der Anfang ist nah“
    •  Alternativer Hip-Hop der von einem Musiker und einem Schauspieler-Brüderpaar betrieben wird und fast schon als linguistisches Zeitzeugnis verstanden werden kann? Ja perfekt – ist gekauft!
  2. Selah Sue unter anderem mit „This World“
    • Die kleine Belgierin ist auch schon länger mit ihrer Musikkarriere unterwegs und hinterlässt euch Zuhörern ein Tracks für jede Lebenslage: KAUFEN! (Imperativ)
  3. Ruarri Joseph unter anderem mit „Baby Finn“
    • Kann man einen langhaarigen Schotten mit Gitarre nicht ein bisschen mehr Aufmerksamkeit entgegen bringen? Gut, äußerlich hebt er sich nicht von der Masse ab, aber es zählt ja auch die Musik und damit überzeugt auf jeden Fall!
  4. Hawk House unter anderem mit „Tidal Tendencies“
    • Ein Hip-Hop-Trio aus mit literarischen wertvollen Texten auf entspannten Old-School-Beats. Was will man mehr? Richtig, Umsätze!
  5. Dillon Cooper unter anderem mit „State of Elevation“
    • Ein weiterer Hip-Hop-Act mit großem Potential. Aber das reicht leider nicht! Hört ihn euch an und vielleicht klickt ihr ja dann ausversehen in iTunes auf kaufen. Man kann ja nie wissen!
  6. Dub FX unter anderem mit „Love someone“, „Made“, „Colors“, „Step on my Trip“
    • Ein wahrer Meister, Guru und Magier mit seiner Stimme und seine Loop-Station. Er tourte durch fast alle Städte dieser Welt und verteilte nicht nur gute Stimmung, sondern auch richtig gute Musik! Leute, ganz ehrlich: Kauft nicht nur seine Musik – kauft ihn!
  7. Stephane Wrembel unter anderem mit „Bistro Fada“
    • Ein Musiker, der mehrheitlich instrumentale Lieder im Stile von Django Reinhard aufnimmt und damit den Gypsy Swing wieder aufleben lässt. So wurde beispielsweise „Bistro Fada“ in dem Film „Midnight in Paris“ von Woody Allen aufgenommen und verlieh dem Bewegtbild erst den Charme von Paris! Ein Meister, dem man Beachtung schenken sollte!
  8. Shootyz Groove mit L-Train
    • Eine Band aus den 90er-Jahren, deren Existenz wahrscheinlich sogar die Band selbst vergessen hat. Allerdings finden sich manchmal einer ihrer klasse Songs bis heute in so manchen Wiedergabenlisten wieder! „L-Train“ ein Lied, dass in den 90er-Jahren dem ganzen Rest Jahrzehnte voraus war. Vielleicht passt es ja jetzt?! Anhören und kaufen!!
  9. Portugal. the Man unter anderem „And I“ und viele mehr
    • Eine Band mit einem Sänger, deren herausragende Stimme einen angefangen mit den Ohren einfängt und dann am Ende den ganzen Körper nicht mehr loslässt. Eine Band ähnlich, wie „Of Monsters and Men“ nur etwas melancholisch und realistischer. Ein Fall für den Kaufen-Button!
  10. Trouble Andrew unter anderem mit „Eitherway“, „Push“, „Bang Bang“ etc.
    • Eine interessanter Künstler, der durch seine, zwar etwas nach Garagen-Sound-klingende-Musik, sich als sehr wandlungsfähig darstellt. Vom schnellen Rock bis hin zu fast schon 50 Cent-Hip-Hop-Beats ist alles dabei. Wie viel Ärger Trouble Andrew schon angestellt hat oder ob hier wieder nur das Image poliert wird, ist nicht einzusehen. Klar ist aber: Seine Musik zu kaufen ist die richtige Entscheidung!
  11. Just Jack unter anderem mit „Morning Morning“
    • Der 1976 in London geborene Hip-Hop-Künstler nimmt eine leere Tonspur und füllt diese mit Elementen aus Electro Funk, House und klassischem Hip-Hop. Eine leckere Mischung, die den Ohren so sehr schmeichelt, dass die Beine durchs Tanzen die nächsten Stunden erst einmal leiden müssen! Werte Face2Face-Musikredaktion, bitte kaufen!
  12. Raumheld unter anderem mit „Tanzen“ und „Wodka“ etc.
    • Der Deutsch-Electronic-Künstler verwendet, wie viele Künstler Filmzitate und baut diese in seine Songs ein. Doch überzeugt er in dem er passende Filmzitate, wie zum Beispiel die Tanzszene aus „V wie Vendetta“ in seinen Song „Tanzen“ einbaut und somit es schafft aus einem Song eine kleine Hymne auf die Tanzfläche zu entwickeln. Also lass tanzen – nachdem noch kurz das Album gekauft wurde, ok?

Vorschau: Nächstes Mal erwartet euch an dieser Stelle wieder spannende Themen aus der Welt der Musik. 

 

Die Magie der Realität – Bettina Belitz über ihren Roman ‚Vor uns die Nacht‘

Der neue Roman von Bettina Belitz: Liebe mal anders mit einer einzigartigen Sprachmelodie und vielen Einflüssen (mit freundlicher Genehmigung der Autorin)

Der neue Roman von Bettina Belitz: Liebe mal anders mit einer einzigartigen Sprachmelodie und vielen Einflüssen (mit freundlicher Genehmigung der Autorin)

In ihrem neuen Roman Vor uns die Nacht betritt die Autorin Bettina Belitz, die für ihre Fantasyreihen Splitterherz und Luzie und Leander bekannt ist, neues, wenn auch nicht ganz unbekanntes Terrain. Die Liebesgeschichte spielt in der realen Welt und überzeugt dabei mit realistischen Details. Face2Face sprach mit der Autorin über ihren Roman und die Zukunft.

face2face: Bettina, du hast mit Vor uns die Nacht diesmal einen Roman geschrieben, der nicht in einer Fantasie-Welt spielt. Warum hast du die Entscheidung getroffen, die reale Welt als Hintergrund zu wählen?
Bettina Belitz: Mit ist aufgefallen, dass viele Leser gerne in die Fantasy-Welten meiner Bücher geflüchtet sind und am liebsten gar nicht mehr heraus wollten. Das hat mir zu denken gegeben, weil ich finde, dass auch in der Realität viel Magisches existiert. Ich wollte mit dem Roman auch zeigen, wie wundervoll es ist, Mensch zu sein.

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face2face: Im Roman wird die Sprache des Herzens für den Werdegang der Heldin Ronia entscheidend. Ist die Herzsprache auch ein besonders Anliegen deinerseits?
Bettina Belitz: Mein Kopf denkt unheimlich gerne, aber ich habe mich in den letzten Jahren durch das Schreiben wieder zur Herzsprache entwickelt. Das ist träumerischer und poetischer. Da schwingt mein Herz mit und ich hoffe, auch das Herz der Leser zu erreichen. Im Schreiben versuche ich ja auch, Dinge zu beschreiben, die sich den Worten entziehen. Das spielt besonders in Vor uns die Nacht eine Rolle. Auch Ronia muss erst lernen, die Herzsprache, die jedes Kind noch beherrscht, wieder zu entdecken.

Ein Herz, das schwingt: Autorin Bettina Belitz schreibt mit einer Herzsprache, die den Leser erreicht (Foto:  Fabian Stürtz)

Ein Herz, das schwingt: Autorin Bettina Belitz schreibt mit einer Herzsprache, die den Leser erreicht (Foto: Fabian Stürtz)

face2face: Da könnte der Leser ja schon eine Gemeinsamkeit zwischen dir und deiner Figur erkennen. Gibt es denn tatsächliche Parallelen zwischen deinem Leben und der Romanhandlung?
Bettina Belitz: Eigentlich nicht. Manchmal kommt natürlich ein kleines Anekdötchen mit hinein, aber zu eigenem erlebten fehlt dann doch die Distanz, die für einen Autor meiner Meinung nach gut ist. Trotzdem ist ein Buch immer wie ein Baby, es ist immer ein Stück von mir selbst. Im regionalen Bezug sieht man da mehr Gemeinsamkeiten. Wie Ronia habe ich eine Zeit lang in Heidelberg studiert und Vorlage für die namenlose Heimatstadt im Roman war Speyer. Der Fluss, an dem Ronia laufen geht, war in meiner Vorstellung immer der Rhein.

face2face: Dein Roman zeigt ja neben der besonderen Sprache auch viele Motive. Woher kommen denn die vielen religiösen Verweise?
Bettina Belitz: Die haben sich auch zu meiner Überraschung eingeschlichen. Während einer nötigen Pause wegen Erschöpfung habe ich viel Meditatives gemacht und das ist fester Bestandteil meines Lebens geworden. Ich setze mich auch mit den damit verbundenen Themen auseinander. Das hat mich wohl unbewusst beeinflusst und für eine gewisse Spiritualität zwischen Ronia und Jan, dem Mann, in den sie sich verliebt, gesorgt. Aber ich finde, das passt gut zum Roman und den Figuren.

face2face: Ziemlich entgegen gesetzt sind ja die durchaus erotischen Momente, wenn Ronia und Jan aufeinandertreffen. Hattest du keine Angst, „Vor uns die Nacht“ könnte als Erotikroman abgestempelt werden?
Bettina Belitz: Eher weniger davor, dass die Leser das tun, als davor, dass die Presse und Kritiker darauf aufspringen. Das ist aber nicht passiert. Wobei es schon ein komisches Gefühl ist, wenn die eigene Mutter dann dieses Buch liest. Aber die tiefere Bedeutung in diesen Szenen scheint klar geworden zu sein.

Regionaler Bezug und weltoffene Geschichte: Bettina Belitz vereint in ihrem neuen Roman viele Elemente zu einer berauschenden Liebesgeschichte (Foto: Fabian Stürtz)

Regionaler Bezug und weltoffene Geschichte: Bettina Belitz vereint in ihrem neuen Roman viele Elemente zu einer berauschenden Liebesgeschichte (Foto: Fabian Stürtz)

face2face: Daneben gibt es auch großen psychologischen Einfluss auf die Geschichte. Auch Ronias und Jans anfängliches Unvermögen, miteinander zu reden, fällt da rein. Ist das denn Absicht?
Bettina Belitz: Der psychologische Einfluss kommt bei mir immer automatisch. Ich bin überzeugt davon, dass jeder Mensch sein Päckchen trägt und das es in jeder Familie ein Geheimnis gibt, das ans Licht kommen muss. Im Roman ist Jan da ganz wichtig, weil er Licht auf den Staub wirft und einen Reifeprozess für Ronia anstößt. Das Problem der mangelnden Kommunikation betrifft ja auch nicht nur Jan und Ronia, sondern alle Beziehungen in Ronias Leben, zu ihren Eltern, ihren Freunden, ihrem Professor. Meine Lieblingsszene ist darum auch die, wenn Jan in Ronias Badewanne liegt und die zwei endlich miteinander reden. Da zeigt Jan etwas Bodenständiges, aber auch etwas Weiches. Wenn zwei Menschen etwas aneinander liegt, ist es wichtig auf sprachlicher Ebene zusammen zu finden. Insofern ist das Buch durchaus ein Plädoyer für Gespräche und Kommunikation.

face2face: Zum Schluss noch: Gibt es denn schon einen Ausblick auf deinen nächsten Roman?
Bettina Belitz: Der ist bereits geschrieben und wird im Frühjahr 2015 erscheinen. Viel darf ich noch nicht verraten, aber es wird wieder ein Liebesroman für junge Erwachsene mit ungewöhnlichen Helden. Handwerklich wird er allerdings etwas anderes sein, als die bisherigen Romane.

Vor uns die Nacht ist im März 2014 bei Script5 erschienen als gebundene und elektronische Ausgabe.

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