Das bildest du dir nur ein

Wie ist es eigentlich in so einer Kampfsportakademie. Wie anstrengend ist ein Fitness-Kickbox-Kurs wirklich? Ich habe es mal ausprobiert, mit folgendem Ergebnis…

Eine blöde Idee?
„Lust mit in einen Fitness-Kickbox-Kurs zu gehen?“ Als eine Freundin von mir diese Nachricht schickte, dachte ich noch nicht an die schweißtreibende Arbeit, an die unzähligen ausgesprochenen Flüche und den tagelangen Muskelkater, der mich erwarten würde. Was also veranlasste mich zu einem Besuch voller körperlicher Qualen? War es die angestaute Energie, die ich schon seit einiger Zeit in mir spürte und die endlich raus musste – klar, wer fast den ganzen Tag vor dem Bildschirm auf seinem Hintern verbringt – oder die Abenteuerlust, mal etwas Neues auszuprobieren? Oder war es einfach nur eine jener berühmten Bierlaunen, die Man(n) in seinem Leben des Öfteren überkommen? Immerhin erreichte mich die Nachricht während dem Super-Bowl zwischen den Carolina Panthers und den Denver Broncos. Euphorisiert von den Mensch gewordenen Kühlschränken, die sich ohne Rücksicht auf Verluste über den Haufen rannten, sagte ich umgehend zu.

Schweiß, Gummi, Putzmittel und Leder
Gut zehn Tage später war es dann soweit. In der Omnis Kampfsportakademie in Mannheim ging es bereits vor dem Trainingsbeginn steil bergab. Und zwar eine in grau geflieste Treppe zu den Umkleidekabinen. Spätestens hier schlägt mir eine Welle unterschiedlicher Gerüche entgegen. Schweiß mischt sich mit Gummi, Putzmittel- mit Ledergeruch. Der Ort des Geschehens war ohne Frage eine Kampfschule. Eine, in der hart gearbeitet wurde.

Das Werkzeug eines jeden Kickboxers: Die Boxhandschuhe FOTO: Privat

Das Werkzeug eines jeden Kickboxers: Die Boxhandschuhe FOTO: Privat

Aufwärmprogramm
Kaum umgezogen, ging es dann auch schon los. Mit Hector leitete ein Kickboxer des aktuellen U18-Nationalkaders den Anfängerkurs. „Lockeres Aufwärmprogramm“, brüllte er den gut 15, überwiegend weiblichen, Teilnehmer/innen motivierend wie eindringlich entgegen. Leicht auf der Stelle bewegen, ein paar Hampelmänner, Armkreisen. „Alles kein Problem“, dachte ich. Als ehemaliger Fußballer bekomme ich das locker hin und ließ den anderen Teilnehmern ein überhebliches Kopfnicken zukommen, das signalisieren konnte: „Na wenn das alles ist, pfff“.

Großer Irrtum
Welch eine Selbstüberschätzung. „Die Schmerzen bildest du dir nur ein und das Umknicken vorhin war einfach nur fies“, versuchte ich mir nach etwa 15 Minuten einzureden. Nach etwa 20 Minuten gingen die Flüche und Verwünschungen los. Der Schweiß rann mir in Strömen über die Schläfen. Luft bekam ich offensichtlich nur noch zufällig in meinen Körper gepumpt. Doch das Überraschende?! Nach unzähligen Bocksprüngen, Tempoverschärfungen, Schlag- und Trittkombinationen überkam mich ein Adrenalinstoß. Durch die gezielt eingesetzte Housemusik im Hintergrund riss ich mich plötzlich zusammen, schöpfte neue Motivation und holte alles aus mir heraus, was mein eingerosteter Körper noch übrig hatte. Das Problem: Diese Phase hielt nur ganze zehn Minuten an…

Platt, aber glücklich
Nach dem ich der Luft oder dem ab und zu vor die Nase gehaltenem Polster mit zahlreichen Schlägen und Tritten gezeigt habe, dass Journalisten nicht nur etwas im Kopf haben, stoppte ich abrupt ab. Mein Körper fühlte sich unheimlich schwer an. Ich pustete durch, fiel fast um, sammelte mich wieder und starrte wie paralysiert auf die Uhr. Es waren erst vierzig der sechzig minütigen Trainingseinheit um. Was zu Beginn noch ein überhebliches Kopfnicken an die restlichen Teilnehmer war, glich nun einem Akt der Verzweiflung. 20 lange Minuten später, die Liegestütze, Bauch- und Dehnungsübungen zum Schluss gaben mir die angemessene Zeit zum Durchatmen, hatte ich es geschafft. Platt, aber glücklich es gemeistert zu haben, ließ ich mich in eine der hinteren Ecken der Akademie fallen. „Wie viel Ausdauer man pro Woche machen soll, muss jeder selbst herausfinden. Wenn man aber merkt, dass es einem schadet, sollte man die Anzahl der Einheiten pro Woche zurückschrauben“, verriet mir Hector hinterher, auf dessen Stirn kaum ein Schweißtropfen zu entdecken war, und erklärte: „Du wirst sehen: Beim zweiten Mal ist es schon nicht mehr ganz so anstrengend.“ Ich hoffe, er hat Recht…

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr, was es mit dem Fitnesshype auf Instagram auf sich hat.

Vielen Dank an das Team der Omnis Kampfsportakademie für den horizonterweiternden und definitiv Grenzen überschreitenden Einblick.

„In jedem Teil steckt ein kleines Stückchen Oma oder Opa“ – Designerin Nadine Psotta im Interview

Von Indonesien ins waschechte Schwabenland. Schwabenkind Designerin Nadine Psotta legte einen langen Weg für ihren Modetraum zurück. Bereits mit 12 Jahren entdeckte sie ihre Liebe zur Mode und arbeitete ab diesem Zeitpunkt hart an ihrem Traum. Nach einer Second-Hand-Boutique, Arbeiten für die Filmbranche und die Produktion ihrer ersten Kollektion in Indonesin, ist die Modedesignerin an ihrem großen Traum angekommen und führt nicht nur eine erfolgreiche Modelinie, sondern produziert inzwischen, ganz getreu dem Namen, ausschließlich im Schwabenland.

Schwabenkind_Nadine_Psotta

Schwabenkind ganz privat: Designerin Nadine Psotta in ihrem Atelier. (© Ilona Schneider)

Face2Face: Wann wusstest du, dass du etwas mit Mode machen möchtest?
Nadine: Ganz genau am 06.07.1989, meinem ersten Tagebucheintrag. An diesem Tag habe ich Modeschöpferin gespielt. Von meinen Eltern habe ich viel Lob bezüglich meines Talents erhalten. Auch wenn dies eher große Elternliebe war, mein Weg ebnete sich damals genau in diesem Moment. Am Abend dieses Tages interviewte ich mich selbst und beendet des Interview mit folgendem Satz: „Und heute ist sie eine ganz bekannte Modeschöpferin“. Jedes mal, wenn ich diesen Satz lese, muss ich schmunzeln – Ich möchte definitiv einmal die Entwürfe von damals mit meinem heutigen Wissen umsetzen.

 www.lichtformstudios.de

Verspielt und unkonventionell: Schwabenkind-Dirndl mit Blumenschmuck. (© www.lichtformstudios.de)

Face2Face: Dein Modelabel wurde ja nach deinen Großeltern benannt, welche Geschichte steckt da dahinter?
Nadine: Meine Großeltern hießen Karl und Maria. Meine Oma war eine ganz begeisterte Näherin und hat viele Dinge mit mir umgesetzt. Aufgrund ihrer gradlinigen Phantasie, haben wir haben uns zwar immer die Köpfe eingeschlagen, ich konnte mich am Schluss aber immer gut durchsetzen. Wir haben sehr viel zusammen gearbeitet. Meine Oma war auch diejenige, die mir die Liebe zum Nähen und Designen beibrachte. Leider ist sie ein halbes Jahr vor meinem Modedesign Abschluss verstorben. In Anlehnung an meine Oma und meinen Opa habe ich deshalb die Modelinie Karla Maria begonnen, wobei Schwabenkind heute präsenter ist bzw. Karla Maria die Exklusivmarke von Schwabenkind ist.

Face2Face: Neben den Basics und Kindersachen gibt es auch die Kollektionen King Karl und Queen Maria. Wofür stehen diese Kollektionen?
Nadine: King Karl steht für meinen Opa den Karl und Queen Maria für meine Oma Maria.

Face2Face: Wie wird denn dein ganz eigener Stil und damit auch deine Kollektionen beeinflusst?
Nadine: Ich reise sehr viel und schaue mir auch gerne Dokumentationen über andere Länder und Kulturen an. Darüber erhalte ich immer ganz witzige Ideen.

Face2Face: Deine Kollektionen sind ja sehr farbenfroh – welche ist denn deine Lieblingsfarbe?
Nadine: Meine Lieblingsfarbe ist Petrol. Petrol oder Türkis, das sind meine persönlichen Favoriten.

Schwabenkind_Kleid_rot

Ein Traum in Pink: Eines der vielen farbenfrohen Designs von Nadine Psotta. ( © www.lichtformstudios.de)

Face2Face: Was möchtest du mit deinen Designs ausdrücken?
Nadine: Ich möchte zeigen, dass alles was nicht zusammen passt, am Schluss definitiv passend gemacht werden kann. Für meine Phantasie gibt es keine Grenzen und ich vertrete die Meinung, dass Schönheit immer im Auge des Betrachters liegt. Was mich auch immer genervt hat ist, dass wenn ich in einen Kinderladen rein gegangen bin, ich immer so viele Kleidungsstücke gesehen habe, die ich auch so gerne haben wollte, allerdings gab es diese natürlich nie in meiner Größe. Deshalb habe ich beschlossen, dass ich auch solch eine bunte und verrückte Mode machen möchte, allerdings für Erwachsene.

Face2Face: Symbolisieren diese Kollektionen deine Großeltern?
Nadine: In den Kollektionen steckt meistens ein kleines Stück Oma oder Opa. Sei es ein alter Stoff den ich verarbeite oder Rüschen und Knöpfe, die ich noch von meiner Oma geerbt habe.

Face2Face: Deine Kleidungsstücke werden ausschließlich im Schwabenland produziert. Was ist dir daran besonders wichtig?
Nadine: Die Produktion im Schwabenland ist mir auf Grund meiner guten Zusammenarbeit mit meinen Geschäftspartnern Brigitte und Gerhard von der Schwäbischen Alb besonders wichtig. Die hohe Qualität die sie mir bieten, ist einfach unschlagbar. Auch der kurze Anfahrtsweg und der rechtliche Schutz der mir im Inland zusteht, sind grundlegende Kriterien für meine Wahl. Was mir natürlich auch gefällt ist, dass man mich hier versteht, wenn ich „schwätze“, was in Asien generell nicht der Fall war, vor allem wenn ich „gemotzt“ habe.

Face2Face: Soll die Produktion im Schwabenland auch die Marke Schwabenkind symbolisieren?
Nadine: Ich will Schwabenkind definitiv nur noch im Schwabenland produzieren.

Schwabenkind_Tracht_Hut

Traditionell und doch verrückt: Das Waldmädchen von Schwabenkind. (© www.lichtformstudios.de)

Face2Face: Wie sieht denn der typische Kunde/die typische Kundin aus, die Schwabenkind kauft?
Nadine: Typische Kunden gibt es bei mir gar nicht. Bei mir kauft wirklich von der kleinen Prinzessin, die von ihrer Mutti etwas bekommt, bis zur Oma mit lila gefärbten Haaren. Das beste Erlebnis war auf einer Messe, als ich von weitem zwei Personen gesehen habe, die komplett in Lack und Leder gekleidet waren. Ich wunderte mich schon wo diese hin möchten, als ich an ihrem Namen erkannte, dass sie Stammkunden von mir waren. Im Endeffekt richtig geile Leute. Ich habe noch nie einen meiner Kunden kennengelernt der mir unsympathisch war.

Face2Face: Was hast du, was andere nicht haben?
Nadine: Ich denke meine Stärke liegt darin, dass ich mich nicht darum schäre was gerade Mode ist. Ich höre auf mein Herz und mache nur die Dinge, die mir Spaß machen. Mein großes Geheimrezept liegt wohl darin, dass es mir nicht darum geht das große Geld zu machen, sondern mich selbst in meiner Arbeit widerzuspiegeln.

Danke Nadine Psotta für den Einblick, dass hinter der Mode nicht nur Trends und schöne Schnitte stecken, sondern auch viel tiefgründige Bedeutung und ganz viel Herz.

http://schwabenkind.com

Vorschau:

Von Trenchcoat bis Satin – die Frühjahrstrends 2014

Der Frühling steht vor der Tür und wem es nicht schnell genug geht, kann mit den neuen Fashion-Trends von Face2Face jetzt schon durchstarten.

(© Melling Rondell  / pixelio.de)

Die bunte und blumige Jahreszeit steht vor der Tür: Diesen Frühling warten wieder wunderschöne Trends auf uns.
(© Melling Rondell / pixelio.de)

Besonders das Spitzenkleid lässt die Temperaturen diesen Frühling steigen. Feine Stoffe in pastell- oder unifarbenen Tönen umspielen nicht nur unsere weibliche Figur – wir kombinieren sie mit einer konträren Leder- oder Denimjacke. Das peppt den Look richtig auf und ist auch als Alltagslook eine cooles Fashionstatement.

Selbstverständlich darf in der Übergangszeit der altbewährte Trenchcoat nicht fehlen. Der Klassiker unter den Mänteln hält beim wechselhaften Frühlingswetter nicht nur warm, sondern besticht auch mit seinem schicken und zeitlosen Design jedes Jahr aufs Neue.

Bekannt aus den letzten Jahren blüht es auch dieses Jahr wieder bunt auf Tops, Röcken und Hosen. Gleich den farbenfrohen Blumenbeeten, zieren Rosen und andere Blumenarten unsere Modeteile. Die bunten Klamotten sind ein stylisher Eyecatcher und lassen sich optimal mit klassischen Basics kombinieren.

Ein bisschen Eleganz in jedes Outfit zaubert Satin. Ob als Kleidungsstück oder als Stoff in Accessoires verarbeitet, lassen Satinstoffe jedes Outfit erstrahlen. Kombiniert mit einem schlichten Outfit, tritt der Satin besonders in den Vordergrund und wirkt sehr glamourös.

Letztendlich dürfen diesen Frühling auffällige Accessoires absolut nicht fehlen. Große Sonnenbrille, blumiger Haarreif oder goldene Love-Ringe untermalen unsere trendigen Frühlingslooks und lassen uns mit der Sonne um die Wette strahlen.

Und nun die erfreuliche Nachricht für alle Fashionistas: Jetzt heißt es Schrank ausmisten und für den Frühling aufrüsten. Raus mit den dicken Pullis und rein mit den heißen Frühlingsteilen.

Vorschau: Nächste Woche geht es um das Thema: Hauptsache Bunt.

Weihnachtsspecial Teil 2 – SIE beschenkt IHN: Schöne Bescherung für den modischen Mann

Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht – spätestens jetzt gibt es vor dem heiligen Fest kein Entkommen mehr. Zwölf Tage bleiben uns noch, um uns neben dem alltäglichen Wahnsinn nun zusätzlich mit der ominipräsenten Frage nach DEM richtigen Weihnachtsgeschenk auseinanderzusetzen.

Unter besonderem Druck dürften wohl dieser Tage die Liebenden stehen. Denn wann, von Geburts-, Valentins- und Jahrestag mal abgesehen, könnte man seinem Gegenüber besser zeigen, was man empfindet, als unterm Christbaum?

Nachdem sich die Herren der Schöpfung vergangene Woche  bereits inspirieren lassen durften, sind heute die Damen an der Reihe. Face2Face hat auf einige Weihnachtseinkaufslisten linsen dürfen und präsentiert euch daraus nun die modische Crème de la Crème, mithilfe derer sich auch kurzentschlossene Shoppingqueens noch fürs Fest der Liebe wappnen und den Beschenkten ganz bestimmt ein frohes Fest bereiten können:

Beginnen wir mit der 24-jährigen Sonderschullehramts-Studentin Lisa aus Mainz, die beschlossen hat, sich in diesem Jahr auf Vergangenes zu berufen. Letztes Weihnachten nämlich gab es für ihren Freund eine Lomo-Kamera, die jetzt, so findet sie, endlich eine adäquate Kameratasche verdient. Generell scheinen Accessoires wie Taschen und Hüllen für unsere Elektronik in diesem Jahr schwer angesagt zu sein. Das gilt bei weitem nicht nur für Handys, für die es heutzutage bekanntlich allerhand glitzernden und funkelnden Schnickschnack gibt, der allerdings nur in den seltensten Fällen über einen ästhetischen Zweck hinaus auch einen praktischen Nutzen erfüllt. Das ist – und das wird vor allem einen Tollpatsch freuen – bei Hüllen, Tasche oder anderen Schutzvorrichtungen anders, da diese in erster Linie dazu dienen sollen, unsere technischen Alltagshelden selbst bei Schmutz und Extremsportarten am Leben zu erhalten. Außerdem sind sie in rauhem Leder und gedeckten Farben in Männerhänden liegend natürlich auch absolut hübsch anzusehen.

Zusätzlich entschied sich Lisa, ebenso wie auch die 21 Jahre alte Lehrämtlerin Melanie aus Kassel, dafür, ihrem Herzbuben an kalten Tagen Wärme zu spenden, selbst wenn sie einmal nicht bei ihm sein kann. Die Geschenkidee mag leicht abgedroschen klingen, ist aber modisch gesehen gerade in dieser Saison ein absolutes Must-Have: Der Winterschal: In Grobstrickfassung, ob nun in Handarbeit gefertigt oder mit Bedacht im Lieblingsladen ausgewählt, taugt er als ständiger Begleiter fast so sehr wie die Freundin selbst. Das favorisierte Modell ist und bleibt dabei der Tube-, auch Loopscarf oder zu Deutsch Schlauchschal genannt, der sich an Männlein wie Weiblein locker umgelegt hervorragend trägt. Farblich sollten der Experimentierfreude keine Grenzen gesetzt werden, sofern man dabei stets die Farbe von Winterjacke oder -Mantel seines Partners im Blick behält, damit sich diese nicht mit dem kuscheligen Accessoire beißt, aber dabei dennoch unter Umständen farblich einen Akzent setzt.

Herzblatt

Was mit Herz: Für unser Herzblatt soll es alle Jahre wieder zum Weihnachtsfest etwas Besonderes sein. (Foto: T.Gartner)

Bei der angehenden Humanmedizinerin Anna Maria aus Kiel hingegen darf es etwas ausgefallenes sein, das ebenso besonders ist wie ihr Freund selbst. Als bekennender VW-Fahrer fehlt ihm, so die 23-jährige, der zu seinem Cabrio passende Schlüsselanhänger. Einen solchen hat sie für ihn aufgetrieben und will ihn damit ein Statement setzen lassen. Vielleicht bringt uns das ja auf die Idee, unsere Accessoire-Liste noch um eine hübsche Idee zu ergänzen. Allerdings macht auch gerade sie uns bewusst, dass Individualität bei der Geschenkauswahl ein nicht ganz unwichtiges Kriterium darstellt. In Wahrheit ist es sogar höchst bedeutsam, schließlich sagt das Geschenkte nicht nur eine Menge über die Frau als Schenkerin selbst, sondern im Idealfall ebenso viel über den Bescherten aus. Schließlich soll ja gerade letzterem eine Freude gemacht werden.

Also ist im Vorfeld höchste Aufmerksamkeit gefragt – und womöglich das ein oder andere spitzfindige Nachhaken.
Wovon spricht er immer wieder, beklagt er sich über etwas, das in letzter Zeit immer wieder fehlt oder womöglich gerade kaputt gegangen ist? Melanie formulierte es ganz richtig: „Mein Freund ist manchmal einfach zu geizig, um sich selbst eine Freude zu machen.“ Diese „Schwäche“ sollte die Frau an Weihnachten für sich nutzen.

Nicht viel falsch machen kann man darüber hinaus mit Düften, wie etwa Jean Paul Gaultiers Klassiker „Le Male“ und modischen Fanartikeln wie zum Beispiel Band-Shirt, genau wie Melanie es für ihren Freund eingekauft hat, sofern der Musikgeschmack des Mannes nicht gerade Gruppen mit absonderlichen Namen und Motiven vorsieht.

Abschließend lässt sich wohl feststellen, dass das Erfolgsrezept für ein perfektes Weihnachtsgeschenk offensichtlich noch nicht erfunden wurde. Vermutlich ist das aber auch ganz gut so, denn sonst gäbe es wohl erstens nicht alle Jahre wieder Weihnachtsspecials wie diese und zweitens würden alle Frauen ihren Männern die Glossybox for men oder ein Paar Unterhosen schenken – es lässt sich schnell erahnen, was von beidem dem Herrn wohl häufiger untergekommen sein dürfte – und vor allem wäre das Fest der Liebe oder vielmehr dessen Sinn schlichtweg verfehlt. Schließlich sollte trotz Konsumrausch und dem leider immer wieder zum Schenken verpflichtenden Zugzwang immer noch die Verbindung zwischen zwei Menschen im Vordergrund stehen. Oder, wie BWL-erin Hanna es so schön ausdrückte: „In diesem Jahr bekommt mein Freund En Kuss und en diggen Abbel!“

Vorschau: Alles, was es über die Sendung „Fashion Hero“ zu wissen gibt, erfahren wir von Moderedakteurin Clarissa in der nächsten Woche.