Asiatisches Essen, Teil 5: Sesam- und Grüntee-Eis

Als Land der aufgehenden Sonne bekannt, hat Japan vielerlei exotische Delikatessen zu bieten, wenn es um Eiscreme geht. Mögen Kreationen wie Knoblauch und Spinat für Europäer auch befremdlich wirken, so garantieren sie doch eine einmalige Erfahrung. Wer nicht zu viel riskieren möchte, kann sich als Eis-Einsteiger an Kreationen wie Sesam und Grüntee wagen. Nicht grundlos gelten diese Sorten als äußerst beliebte Geschmacksrichtungen in der Heimat des Lächelns.

Erfrischend anders: Japanische Eissorten(© birgitH / pixelio.de)

Erfrischend anders: Japanische Eissorten(© birgitH / pixelio.de)

Zutaten und Materialien für ein Liter Sesam-Eis:

  • 700ml Milch
  • 250ml Sahne
  • 150g Zucker
  • vier Esslöffel Sesam
  • vier Eigelb
  • eine Pfanne, ein Mörser, ein Topf, ein Löffel

1. Den Sesam kurz in einer ungefetteten Pfanne rösten und mit dem Mörser zerstoßen.

2. Nun den Sesam mit 100 Gramm Zucker, der Milch und der Sahne solange in einem Topf kochen, bis der Zucker sich aufgelöst hat.

3. Die übrigen 50 Gramm Zucker dem Eigelb hinzufügen und alles cremig schlagen.

4. Das gezuckerte Eigelb anschließend in den Topf dazugeben und solange mit der Flüssigkeit verrühren, bis diese eindickt.

5. Die Masse abkühlen lassen und im Gefrierfach für fünf Stunden fest werden lassen. Dabei sollte das Eis jede halbe Stunde durchgerührt werden, damit sich keine großen Eiskristalle bilden.

Zutaten und Materialien für ein Liter Grüntee-Eis:

  • 200ml Milch
  • 200ml Sahne
  • 100g Zucker
  • 10g Matcha (grüner Pulvertee)
  • zwei Schüsseln, ein Löffel

1. Zucker und Matcha in einer Schüssel vermengen. Nach und nach Milch unterrühren und gut durchrühren.

2. In einer weiteren Schüssel die Sahne steif schlagen und zur Flüssigkeit hinzugeben.

3. Alles miteinander verrühren und das Gemisch im Gefrierfach für fünf Stunden fest werden lassen. Auch dieser Gaumenschmaus muss jede halbe Stunde durchgerührt werden, um große Eiskristalle zu vermeiden.

Vorschau: Nächste Woche stellt euch Face2Face den Beruf des Filmemachers vor.

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Weitere Serienteile:
Teil 1: Karepan
Teil 2: Onigiri
Teil 3: Frühlingsrollen
Teil 4: Wan Tan
Teil 6: Japanische Weihnachtstorte

“Döner macht schöner!”

Jede Region hat ihre typischen kulinarischen Spezialitäten. Die Schwaben beispielsweise lieben Spätzle oder Maultaschen, in Bayern isst man gerne Dampfnudeln, Leberkäs oder Weißwürste, in Thüringen genießt man die Thüringer Rostbratwurst oder Klöße und in Berlin ist man stolz auf die Currywurst und natürlich den Döner!

Ein kulinarischer Genuss: Mustafas Gemüsekebap (© Austria/pixelio.de)

Der Döner in Berlin wird anders zubereitet, als in anderen Städten Deutschlands. Statt Hühnerfleisch wird hauptsächlich Lammfleisch verwendet, wobei die meisten Dönerbuden gleich beides im Angebot haben.

Man hat die Wahl zwischen drei verschiedenen Soßen: Kräuter-, Knoblauch- oder eine scharfe Soße. Sie sind konzentrierter und geschmacksintensiver als die in zum Beispiel Baden-Württemberg verwendeten Joghurtsoßen.

Er ist fast ein Euro günstiger, was wohl an der lokalen Preisökonomie liegt, denn man findet tatsächlich an jeder Straßenecke einen Döner-Imbiss.

Nun kommt mein Geheimtipp für alle Berlinbesucher:
Es gibt einen Dönerstand in Kreuzberg, der sich „Mustafas Gemüsekebap“ nennt. Wer in die Hauptstadt fährt und sie wieder verlässt, ohne diesen legendären Döner probiert zu haben, der hat einen entscheidenden Teil des Berliner Kulturlebens verpasst. Die Besonderheit dieses Döners ist, dass er zusätzlich neben den üblichen Zutaten noch mit frittiertem Gemüse, Kartoffelscheiben und Schafskäse, der fein gewürzt ist, aufgepeppt wird. Alles immer sehr sorgfältig zubereitet und zum Schluss mit einem Spritzer Zitronensaft abgerundet, ist es ein transzendentes Geschmackserlebnis, das ihr niemals vergessen werdet. Auch für Vegetarier ist dieser Imbiss interessant, denn man kann den Döner natürlich auch ohne Fleisch bestellen.

Da der gute Ruf dieses Gemüsedöners stadtbekannt ist, kommt es schon mal vor, dass man länger anstehen muss, doch ihr werdet das Warten nicht bereuen. Wer Zugang zum Internet hat, kann auf der Internetseite http://www.mustafas.de/ über die Webcam nachgucken wie lang die aktuelle Wartezeit ist. Da die Homepage mit genauso viel Liebe gemacht ist wie der Döner selbst, lohnt es sich, auch einfach mal so auf einen Blick auf die Seite zu werfen.

Im Winter, wenn es draußen eisig kalt ist, suchen viele Gäste Zuflucht im gemütlich warmen Waschsalon gegenüber, um ihren frisch ergatterten Döner zu verzehren. Zudem kommt man dort auch immer wieder mit kulinarisch Gleichgesinnten ins Gespräch. (Allerdings weiß ich nicht, wie das die Waschsalonbesitzer finden, also Pschhhht!)

Gleich in der Nähe ist die berühmte Bergmannstraße, in der sich viele verschiedene außergewöhnliche Bars und Geschäfte befinden, also ist meine Empfehlung, zunächst dort etwas trinken zu gehen und sich dann anschließend einen Mitternachtssnack bei Mustafa zu gönnen.

Kurzinformation:
Adresse: Mehringdamm 32, 10961 Berlin-Kreuzberg
U-Bhf: Mehringdamm
Dresscode: Leger
Preis Gemüsedöner mit Fleisch: 2,90Euro
Preis Vegetarisch: 2,50Euro
Öffnungszeiten: Mo-So: 10-02Uhr

Ach, ja: Wer danach immer noch Hunger verspürt, gegenüber befindet sich dann gleich ein weiteres kulinarisches Must Berlins, nämlich das „Curry 36“.
Dann sage ich nur: Guten Appetit!

Vorschau: Nächste Woche informiert euch Konstantin über einen weiteren Programmpunkt, den ihr auf jeden Fall in euren Berlinbesuch aufnehmen solltet. Ihr dürft gespannt sein.