Strahlende Osterdekoration: Eierschalen-Teelichter

Frisch und wie aus dem Ei gepellt kündigt sich das Osterfest an. Hasen und bunte Eier – zum Verzehr oder zur Dekoration gedacht – okkupieren als fester Brauchs-Bestandteil sämtliche Schaufenster und Wohnungen. Schließlich lassen sich aus den kleinen Traditionsballen für einen Apfel und ein Ei nicht nur leckere Wundertüten und optische Hingucker herstellen: Dieses Jahr bietet euch die Tipps&Tricks-Redaktion mit Eierschalen-Teelichtern das Ei des Kolumbus, damit zu Ostern nicht nur den Kerzen ein Licht aufgeht.

Zutaten und Materialien:

Ei(n)leuchtend: Die stabile Eierschale eignet sich besonders zum Kerzengießen (Foto: Onat)

Ei(n)leuchtend: Die stabile Eierschale eignet sich besonders zum Kerzengießen (Foto: Onat)

  • Eier
  • etwas Wasser
  • Kerzenwachs zum Gießen
  • Dochte
  • ein Eierkarton oder Eierhalter
  • ein Topf, eine Schüssel, eine Schere
  • Spieße, Stiele oder Zahnstocher
  • nach Belieben Farbe und Pinsel zum Bemalen der Eier

Zubereitung:

  1. Zunächst wird das Ei – entgegen der Ostertradition – nicht ausgeblasen, sondern aufgeschlagen. Hierbei sollte nach Möglichkeit die obere Hälfte der Schale angepeilt werden, damit größere Kerzen daraus entstehen. Nun werden die Eier im Inneren mit Wasser gereinigt und luftgetrocknet. Wer mag, kann die runden Leinwände ostergerecht mit Farbe bemalen und trocknen lassen.
  1. Für die weitere Verarbeitung werden die trockenen Eier im Karton oder Bechern fixiert. Bevor es mit dem eigentlichen Kerzengießen beginnen kann, müssen den Teelichtern Dochte hinzugefügt werden. Hierfür einfach kleine Dochtstücke zurechtschneiden und an ein Spieß knoten. Den Spieß anschließend quer auf die Schalen legen und darauf achten, dass die Dochte mittig in die Eier ragen.
  1. Zum Kerzengießen etwas Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, den Wachs in die Schüssel geben und im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Das flüssige Kerzenwachs kann nun in die Schalen gegossen und zum Aushärten darin stehen gelassen werden. Wenn alles getrocknet ist, müssen die Dochtknoten nur noch mit einer Schere vom Spieß getrennt werden. Nun sind die Eierschalen-Teelichter bereit zum Anzünden.

Vorschau: Nächste Woche verraten wir, wie ihr mit und ohne Hitze Beach-Waves herzaubern könnt.

Küchenlos kochen

Neue Küche nötig? Nur wie kochen, wenn der Herd erst mal fehlt (©Alexander Rohling / pixelio.de)

Neue Küche nötig? Nur wie kochen, wenn der Herd erst mal fehlt (©Alexander Rohling / pixelio.de)

Seit ein paar Tagen habe ich wieder eine Küche. Etwas mehr als einen Monat haben wir es ohne ausgehalten, ohne Spüle und Spülmaschine, ohne Herd und Backofen, ohne Schränke und Schubladen. Ein leerer Raum, der mich jeden Tag daran erinnert hat, das etwas entscheidendes fehlt, denn mit vier hungrigen Mägen (und einem halben) stellt sich schnell die Frage: Geht das überhaupt ohne Küche?
Seit wir wussten, dass wir einziehen, ohne dass die Küche eingebaut sein kann, habe ich mir überlegt, wie das gehen soll, mit zwei Kindern und ohne Herd. Wer gerade ein Haus gekauft hat, hat ja auch nicht gerade das nötige Kleingeld, um täglich Essen zu gehen oder etwas liefern zu lassen. Ein Kompromiss musste also her. Da die Küche ohnehin noch gespachtelt, tapeziert und mit einem neuen Fenster versehen werden musste, war es auch keine Möglichkeit, eine Mini-Leihküche oder etwas in der Art aufzustellen. Doch zum Glück gibt es mehr Arten, an warmes Essen zu kommen, als nur mit einem Induktionsherd.

Endlich wieder kochen: Es geht auch ohne Herd, aber gut, wenn einer da ist (Foto: Obermann)

Endlich wieder kochen: Es geht auch ohne Herd, aber gut, wenn einer da ist (Foto: Obermann)

In den vier Wochen habe ich meine Mikrowelle wirklich zu schätzen gelernt. Artig ließ sie sich auf wenig Platz aufstellen und wärmte fortan Eingefrorenes wieder auf, erhitzte Suppen und brachte das ein oder andere Gericht zum Kochen. Ja, das Essen schmeckt anders aus dem kleinen Gerät als vom großen Herd, doch gerade für meinen momentan eher empfindlichen Magen und die Kindermägen war das der sanftere Weg und das Essen blieb, alles in allem, weicher, als in der knusprig bratenden Pfanne. Aufläufe und Kuchen, Krusten und Kochwasser mussten aber erst mal warten. Mit ein paar Kniffen, gibt es aber fast nichts, was nicht auch ohne Herd zu machen wäre.
Beispielsweise hat Tupperware mittlerweile auch einen Zubereiter für Spiegeleier und Omelette, der für die Mikrowelle gemacht ist. Einen Mikrowellen-Reiskocher gibt es schon länger und mit im Wasserkocher erhitztem Wasser werden auch Nudeln weich, wie frisch gekocht. Ja, es wird alles etwas anders. Die Eier haben keine leichte Kruste, Mikrowellenkuchen schmeckt eben oft aufgetaut, statt frisch gebacken (außer die Mikrowelle hat zusätzlich eine Umluft-Funktion – gibt es alles), aber wo ein Wille ist, ist eben oft auch ein Weg.
Mal davon abgesehen, dass es viele kleine Gerätschaften gibt, die einen Herd ersetzbar machen. Einen Tisch-Pizzaofen beispielsweise, mit dem die Pizza sogar auf Stein gebacken wird, einen Party-Wok, Tischgrill, Raclette und Fondue sind auch nicht ausgeschlossen. Dutzende an Geräten, die sonst eine Küche oft doch nur zumüllen, weil eben alles auch per Herd geht – und da vor allem in größeren Mengen. Was sonst nur als Feier-Erlebnis genutzt wird, kommt plötzlich zum Einsatz und verkürzt die Wartezeit auf die neue Küche ungemein.
Problematisch aber auch, was aus dem Geschirr wird, wenn die Spüle noch nicht da steht. Wer nicht auf Pappteller und Plastikschüsseln zurückgreifen will, braucht Alternativen. Und wenn das nur das kleine Waschbecken auf der Toilette ist. Spülmittel und ein Schwamm und los geht’s. Auch in der Badewanne lässt sich spülen. Manch verwegener mag das Geschirr auch schon mit unter die Dusche genommen haben (ja, da kenn ich wirklich einen Fall von Mensch). Hauptsache die Teller sind wieder sauber und es gibt genug Löffel in der Schublade. Immerhin können bei fehlenden Küchenschränken auch nicht alle Kartons mit Schüsseln, Tassen, Gläsern, et cetera, ausgeräumt und griffbereit sein.
Nicht zuletzt aber ist eines unerlässlich, wenn eine Familie plötzlich ohne Küche dasteht: Freunde und Verwandte, die einladen oder Essen vorbeibringen. Die gebratenen Würstchen, die meine Kinder so gerne verputzen oder die weiße Soße vom Blumenkohl, die mein Mann liebt, Dampfnudeln bei den Großeltern und Pizza vom Schwiegervater gebracht: Eine lange Liste von Menschen, die wie selbstverständlich da stehen und Schüsseln voller Essen in den Händen halten. Vom frisch gebackenen Kuchen bis zur Suppenlieferung, über spülende Hände und selbst mitgebrachtem Geschirr war alles dabei und eines ist klar: ohne diese Lieferungen wäre unsere Zeit ohne Küche wesentlich langwieriger geworden. Denn bei allen Kompromissen hängt doch jedem irgendwann das „Mikrowellenfutter“ zum Hals heraus. Ich jedenfalls verzieh mich jetzt in meine nigelnagelneue Küche und koche mir etwas. Egal was. Hauptsache kochen in der Küche, am Herd.

Vorschau: Nächste Woche betrachtet Sascha für euch an dieser Stelle Gefühle ganz nüchtern.

Halbzeitprinzessin – warum sie sich hin und wieder mal „anstellt“

Wir alle kennen sie, ob aus unserem Freundeskreis oder von der GMX-Startseite: Die moderne Frau. Besonders zeichnet sie sich dadurch aus, dass sie wahnsinnig unabhängig ist. Alles kann sie selbst und über alles schaltet und waltet sie ganz allein – die eigene Karriere, das eigene Geld, die eigene Behausung. Sie scheint die ganze Welt in ihrer Hand zu halten und kann sich darauf auch mit Recht etwas einbilden. Sie arbeitet hart, um sich ihren Luxus, mag er auch noch so überflüssig erscheinen, ganze ohne fremde Unterstützung ermöglichen zu können. Doch vor allem schuftet sie von morgens bis abends, um ihn nicht gleich wieder zu verlieren. So weit, so gut – bis die Urlaubszeit vor der Tür steht. Und ausgerechnet dann, wenn Frau von Welt endlich einmal die Zeit findet, um zumindest für ein Weile zur Ruhe zu kommen, kommt ihr Umfeld auf die grandiose Idee, man könnte doch campen gehen. So käme man der Natur ein Stückchen näher, sagen sie. So spare man eine Menge Geld, predigen sie. Sorry, aber spätestens hier muss einfach jede Miss Independent unweigerlich zur Prinzessin auf der Erbse mutieren. Zecken! Mücken! Andere Insekten! Und die sanitären Anlagen? Nicht auszudenken, was öffentliche Campingplätze da für Überraschungen bereithalten. Das kann doch nicht euer Ernst sein, liebe Leute!

Ich mag zwar dem Klischee der kosmopolitischen, berufstätigen Single-Frau nicht in allen Punkten voll entsprechen, aber was etwaige Freilufturlaubsreisen anbetrifft, so bin ich doch ganz diejenige, die sich um Dreck unter ihren Fingernägeln mehr sorgt als um ein paar Euro mehr für ein anständiges Hotel. Einerseits bin ich Vollzeitfrau, andererseits aber eben auch Prinzessin – zumindest unter Halbzeitvertrag. Fraglich bleibt jedoch, ob ich mich ganz im Stil von Frau Katzenberger „anstelle“, sprich die simple Politik von „Sei schlau, stell dich dumm“ verfolge oder ob sich tiefer liegende Motive hinter dem ganzen „Herumgepienze“, wie es meine rheinhessischen Freunde so treffend auszudrücken pflegen, verbirgt.

Einen Grund vermute ich in der Erziehung, während ich in Gedanken die kleine, runde Brille von Sigmund Freud aufsetze. Meine Mutter hat mich nach russischen Richtlinien erzogen und dort kamen – auch auf die Gefahr hin, damit die Pauschalitätskeule zu schwingen – beileibe keine Zelturlaube vor, ebenso wenig wie darin mit Elektrik hantiert, Motoröl gewechselt oder in Rasierwasser gebadet wurde. Meine Landsmädchen berichten da übrigens Ähnliches. Auch sie reiften in ihren rosa Kleidchen zu Kleinstadtprinzessinnen heran, die zum einen schon früh das Augenbrauenzupfen lernten, doch zum anderen neben Modezeitschriften auch Weltliteratur auf ihrem Nachtschränkchen platziert hatten. Unser Männerbild war gleichsam zweischneidig: Wir wollten unabhängig genug sein, um in der bösen, bösen Welt den Ellenbogen gegen die Konkurrenz ausstrecken zu können, statt ihn an einem Männerarm eingehakt zu verlieren. Jedoch wussten wir ganz genau, dass wir einen Mann nicht vollständig entbehren können, dass er bei aller Emanzipation immer noch ein Teil des Ganzen ist und bleiben soll. Mit großen Kulleraugen haben wir doch unseren Vätern damals beim Verlegen neuer Küchenfliesen und dem Verkabeln der Stereoanlage zugesehen – und das gewiss nicht ohne Stolz. Wozu sich selbst am Handwerkeln versuchen, wenn es dazu doch Papi gab?

Ein paar Jahre später, ohne Papa, mag zwar der Internetanschluss funktionieren, nicht aber das Deckenlicht. Gefühlte Ewigkeiten schon ragen die hässlichen, nackten Kupferdrähte aus der Decke, als wären sie die Fühler einer niederträchtigen Kakerlake, deren Dasein mich offensichtlich verspotten will: Na, wartest du immer noch auf den Traumprinzen, der dir die Lampe anbringt? Hast du nichts Besseres zu tun, als sämtliche Einzelteile einzukaufen und dann in einer Tüte liegen zu lassen, wo sie niemand mehr sehen kann? Nein, möchte ich der Schabe dann antworten, ich habe tatsächlich nichts Besseres zu tun! Ich habe alles eingekauft und hoffe jetzt darauf, endlich meinem edlen Ritter zu begegnen – optimalerweise kann der mich nicht nur von eingebildetem Ungeziefer befreien, sondern auch gleich noch mein nächstes Abendessen zaubern. Der Teil wurde in meiner vorbildlichen, russischen Erziehung nämlich auch elegant übersprungen.
Und das, obwohl gängige Vorurteile doch besagen, wir Russinnen wären echte Hausmütterchen, die ihren Männern von morgens bis abends lauter fettige Speisen auf drei Gänge verteilt zubereiten können.

So erscheint es mir in conclusio also naheliegender, dass die Erziehung weit weniger eine Rolle spielt als die schlichte Bequemlichkeit. Der Komfort, all diese Arbeiten sehr wohl auch selbst verrichten zu können – schließlich sind Frauen doch auch dazu fähig, Bundeskanzler, Oberfeldwebel oder Nonne zu werden – aber nur einfach hin und wieder keine Lust dazu zu haben. So verhält es sich mit der Zelturlaubsangelegenheit wie auch mit der Küchen-, äh – Schlafzimmerschabe und nicht zuletzt auch das Halten eines Mannes. Die moderne Frau, ob von Virginia Woolf oder aus dem Neckermann-Katalog, zeichnet sich durch ihren freien Willen aus. Und der ist nicht nur unabhängig von Nationalität und Hautfarbe, sondern auch bisweilen von Kochbüchern und Iso-Schlafmatten. Manchmal will Frau eben einfach ganz die Halbzeitprinzessin sein.

Vorschau: In der nächsten Woche wird es heiß! Kolumnist Sascha beklagt die Hitze des Sommers.

Gut gewartet hält länger: Wie man seine Küchengeräte in Schuss hält

Wer kennt das nicht: Kaum hat man einmal gekocht, schon ist die ganze Küche verschmutzt. Auch wenn man regelmäßig putzt – manche Geräte entwickeln doch immer einen Schmutzrand, Kalkablagerungen oder Fettfilme. Tipps, wie man Küchengeräte richtig in Schuss hält und solche Putzsünden vermeidet, findet ihr hier:

1. Wasserkocher und Kaffeemaschine

Kalk ist der Feind jeder Kaffeemaschine und jedes Wasserkochers. Deswegen sollten die Geräte regelmäßig entkalkt werden. Das gilt vor allem für Gebiete, in denen es besonders kalkhaltiges Wasser gibt. Um den Kalk zu entfernen, kann man spezielle Entkalker verwenden, die es in Drogeriemärkten oder gut sortierten Supermärkten zu kaufen gibt. Man kann aber auch zu der günstigeren Variante greifen und Essig verwenden. Dazu einfach Essig zu gleichen Teilen mit Wasser mischen, das Ganze im Wasserkocher beziehungsweise in der Kaffeemaschine erhitzen und einwirken lassen. Das Essigwasser löst dann den Kalk, der sich in der Maschine angesammelt hat. Anschließend die Geräte gründlich ausspülen – sonst schmeckt der Kaffee oder Tee nachher nach Essig.

2. Mikrowelle und Backofen

Backofen: Hier stören vor allem eingebrannte Speisereste (Foto: Möller)

Backofen: Hier stören vor allem eingebrannte Speisereste die Sauberkeit (Foto: Möller)

Eingebrannte Speisereste und festsitzende Gerüche sind das Hauptproblem beim Reinigen dieser Geräte. Doch auch das lässt sich leicht lösen: Einfach eine hitzebeständige Schüssel mit Wasser füllen, einige Spritzer Zitronensaft dazugeben und in der Mikrowelle oder im Backofen bei höchster Stufe ein paar Minuten erwärmen. Bei der Mikrowelle reicht dafür eine Minute völlig aus. Das hilft, eingebrannte Schmutzreste zu lösen und hartnäckige Gerüche zu vertreiben. Anschließend mit einem Reinigungstuch die gelösten Schmutzreste abwischen. Die Backbleche des Ofens sind meist zu groß für die Spüle. Das Reinigen der Bleche ist nur schwer möglich und führt meist zu einer Überschwemmung der näheren Umgebung. Doch auch hier gibt es eine einfache Lösung – die Badewanne oder Dusche. Mit alten Handtüchern ausgelegt – damit der Boden nicht verkratzt – ist hier genug Platz, um die unhandlichen Bleche einfach und ohne Überschwemmungsgefahr zu reinigen.

3. Kühlschrank

Der Kühlschrank sollte idealerweise alle paar Monate abgetaut und gründlich ausgewaschen werden, damit sich keine Schimmelflecken bilden. Wenn der Kühlschrank abgetaut wurde, kann man ihn einfach mit warmem Wasser und einem Schuss Essig oder Zitronensaft reinigen. So werden Bakterien getötet und gleichzeitig unangenehme Gerüche entfernt. Beim Reinigen sollte man die Dichtungen und Lüftungsgitter nicht vergessen. Auch hier sammeln sich gerne Bakterien an, die zur Schimmelbildung führen können.

Die Dunstabzugshaube: Ein hartnäckiger Fettfilm setzt sich hier besonders gerne fest (Foto: Möller)

Die Dunstabzugshaube: Ein hartnäckiger Fettfilm setzt sich hier besonders gerne fest (Foto: Möller)

4. Die Dunstabzugshaube

An kaum einem Küchengerät setzt sich so gerne ein hartnäckiger Fettfilm ab wie an der Dunstabzugshaube. Deswegen sollte sie auch regelmäßig davon befreit werden. Doch was tun, wenn sich der Fettfilm festgesaugt hat? Erst einmal die betroffenen Stellen mit Speiseöl einreiben – das hilft den Fettfilm zu lösen. Anschließend die Dunstabzugshaube mit warmem Wasser  und einem Spritzer Spülmittel gründlich putzen. Um am Ende noch ein glänzendes Ergebnis zu bekommen, einfach die Metallteile der Haube mit Zitronenwasser, Glasreiniger oder Babyfeuchttüchern putzen. Auch die Filter der Dunstabzugshaube sollten regelmäßig gereinigt werden, um festsitzende Fettreste zu vermeiden.

Vorschau: Nächste Woche verraten wir euch im vierten Teil unserer asiatischen Kochreihe wie ihr leckere Wan Tans ganz leicht selber machen könnt.

Der große Mentalitätencheck, Teil 7: Ungarn

Wie sieht es in einem fremden Land aus? Sind Impfungen notwendig, um dorthin zu reisen? Und: Was kann man dort unternehmen? Das sind nur einige der Fragen, die man sich vor Antritt einer Reise nur allzu häufig stellt. Mit eine der interessantesten Fragen ist jedoch die nach dem Verhalten der Einheimischen, ihren Bräuchen und Sitten, ihrem Umgang mit Fremden – kurzum: die Frage nach ihrer Mentalität. Im großen Mentalitätencheck stellt euch die Face2Face-Reiseredaktion daher die Bevölkerung der verschiedensten Länder der Erde und ihre individuellen Mentalitäten vor. Heute: Ungarn.

Thronend über der ganzen Stadt: Der jahrhunderte alte Regierungssitz über Ungarn, der Burgpalast in Buda (Foto: Homolka)

Ungarn gehört mit Finnland zu den beiden einzigen Ländern in Europa, die eine Sprache sprechen, die weder mit den romanischen, noch mit den germanischen, noch mit den slawischen Sprachen in irgendeiner Art und Weise etwas gemeinsam hat. Auch 300 Jahre österreichische Herr- und Mitregentschaft haben daran wenig geändert. Wahrscheinlich liegt es teilweise daran, dass die Ungarn ihre eigene kulturelle Identität größtenteils bewahrt haben und sowohl im ehemaligen Ostblock, als auch im heutigen Europa eine Sonderrolle spielten und immer noch spielen. Doch wie wirkt das sich auf das Verhalten der Ungarn gegenüber neugierigen Besuchern wieder?

Zuerst einmal ist die Kommunikation mit den Ungarn gar nicht so kompliziert. Je nach Alter sprechen die meisten Ungarn als Zweitsprache entweder deutsch, wenn sie zur älteren Generation gehören, oder englisch, wenn sie eher zur jüngeren Generation zählen. Weiterhin stellt auch für die russisch Sprechenden die Sprache der ehemaligen Sowjetunion eine Alternative dar.
Nichtsdestotrotz geht mit der besonderen Sprache auch ein besonderer Nationalstolz einher, der sich zurzeit im politischen Rechtsrutsch der regierenden Partei wiederspiegelt.  Dennoch trifft das bei Weitem nicht auf die ganze Bevölkerung zu. Geprägt von einer jahrhundertelangen ungarisch-deutsch-jüdischen Tradition in ganz Ungarn sind die meisten Menschen aufgeschlossen und auch am Austausch mit ausländischen Besuchern interessiert. Auch schließt der aufkeimende Nationalismus nicht aus, dass sich der Großteil der ungarischen Bevölkerung für eine stärkere Integration in die europäischen Union ausspricht.
Ihr könnt euch also auf einer Reise durch Ungarn auf interessante politische Gespräche gefasst machen.

Reichhaltig und farbenfroh: Die große Markthalle in Budapest (Foto: Homolka)

Als empfehlenswert ist weiterhin die Küche Ungarns.  Fleisch und Paprika sind  die beiden kulinarischen Hauptattraktionen der ungarischen Küche. Nichts wird gekocht ohne eine Prise schärfsten Paprikagewürzes oder eines gut durchgebratenen Stück Fleischs. Dies kann man im Restaurant oder auf dem Markt im Vergleich zu Deutschland relativ billig erstehen. Inzwischen ist jedoch  ein langsamer Anstieg der Preise zu beobachten. Für ausgesprochene Nicht-Scharf-Esser ist übrigens abstandzuhalten von jeglichem Paprikagewürz, da ein feuriges Gefühl im Mund nicht ausgeschlossen werden kann.

Beliebte Reiseziele in Ungarn stellt neben der Metropole Budapest mit ihrer ganz eigenen Szene und Stadthistorie vor allem die Plitvicer Seenplatte im Norden des Landes dar. Traumhaft in der Natur gelegen gehörte diese Gegend schon zu Kaiserin Sissis Erholungsgebieten und ist auch heute noch eine hochfrequentierte Urlaubsregion von Österreichern und Deutschen.

Falls ihr jetzt Lust bekommen habt, eine Reise nach Ungarn anzutreten, ist nur noch ein kurzes Wort über die Reisejahreszeit zu verlieren: Tendenziell ist das Wetter einen Tick besser als in Deutschland, dennoch ist der Sommer als beste Reisezeit zu empfehlen. Aber wer jetzt Lust bekommen hat auf eine Winterreise, zum Beispiel zu  den heißen Thermalquellen nach Budapest, dem sei dies natürlich auch wärmstens empfohlen.

Mehr  über Budapest lest ihr HIER nach.

Vorschau: Am Dienstag, 18. Dezember geht es in der Reiserubrik weiter mit der Mentalitätencheckserie – dieses Mal geht es um die Türkei.

 

 

 

Zu wenig Platz für zu viel Mensch

Wir brauchen eine größere Wohnung. Das wissen wir schon länger. Unsere Wohnung platzt aus allen Nähten. Überall, wo wir dachten, es passt kein Schrank mehr hin, haben wir doch noch einen hin gequetscht. Auf meinem Schreibtisch stapeln sich Bücher, weil die Regale voll sind und ich nicht darauf verzichten kann. Wir brauchen eine größere Wohnung. Hinzu kommt, dass unser vierjähriger Sohn kein eigenes Zimmer hat, weil sein Vater das dritte Zimmer als Arbeitszimmer braucht. Wir brauchen also so was von einer größeren Wohnung.

Übers Internet - so laufen heute viele Wohnungssuchen ab (©Rainer-Sturm_pixelio.de)

Übers Internet – so laufen heute viele Wohnungssuchen ab (©Rainer-Sturm/pixelio.de)

Seit einem Jahr etwa klicken wir uns auf Seiten wie „Immobilienscout24“ umher, sichten Angebote, reden darüber – und finden immer wieder Ausreden, doch nichts zu machen. Zuerst war es: „Jetzt warten wir erst mal bis sein Referendariat vorbei ist, vorher hat es keinen Sinn“. Klingt ja auch logisch. Also haben wir gewartet, gesichtet, geredet und Anfang des Jahres uns dann die ersten Objekte angeschaut. Eines der ersten war ein Haus, relativ günstig, passende Lage. Aber sonst passte nichts. Ein Innenhof zum Albträumebekommen, 90 Prozent Durchgangszimmer, ein riesiges Bad mit einer winzigen Wanne und irgendwie so ganz ohne Waschmaschinenanschluss. Also dann doch lieber nicht. Doch ein Haus wäre ja auch nicht verkehrt, überlegten wir. Immerhin, mit Kind und Katze, in der Kleinstadt, das könnte passen. Wäre doch schön.

Wir warteten wieder etwas und weil es keine Wohnungen zu geben schien, schauten wir uns im sonnigen Frühling ein zweites Haus an. Mit Dutzenden Wandschränken, geräumigen Zimmern, einer riesigen Garage, einem passablen Hof und etwas Garten. Aber: viel zu teuer. Momentan nicht bezahlbar, für einen Aushilfslehrer und eine Hilfskraft an der Uni. Wir bissen uns auf die Lippen, sagten ab und waren gefrustet. Wegen Eurokrise oder Wirtschaft, irgendeinen Grund musste es haben, gab es keine Wohnungen, die groß genug gewesen wären und erst recht keine Häuser, die wir uns leisten konnten.

Angebote? Der Wohnungsmarkt ist momentan leer, dann statt Wohnung vielleicht doch gleich ein Haus (©Rainer-Sturm/pixelio.de)

Währenddessen wuchs unser Platzmangel. Unser Sohn hatte Geburtstag – noch mehr Spielsachen – wir heirateten – überhaupt mehr Sachen. Nur der Platz wollte nicht mehr werden. Während ich unseren neuen Bowle-Behälter auf das Bücherregal räumte und unser Buffet dank der vielen Tassen nicht mehr richtig zugeht, warteten wir und warteten. Hatte denn niemand Mitleid mit einer kleinen Familie, die einfach nur ein Zimmer mehr haben wollte? Wir fragten – Kleinstadt eben – Familie und Bekannte, blätterten in den örtlichen Wochenzeitungen. Alles, was wir fanden, war eine Wohnung im zehnten Stock, die miefte und auch nicht größer war als das, was wir schon hatten.

Ich sah uns schon auf ewig hier versauern, ohne Kinderzimmer, bald über sorgsam hingestellte Kartons steigend, weil auf den Regalen schon lange kein Platz mehr ist. Vielleicht im Herbst – hofften wir, denn unsere Suchanfragen hatten seit Wochen keine neuen Objekte rausgespuckt. Mit drei Zimmern wären wir überschüttet worden. Aber drei Zimmer haben wir, drei Zimmer reichen eben nicht. Mindestens vier brauchen wir.

Es war der Mittwoch vor den Kindergartenferien, dieser Artikel war schon angesetzt, mit offenem Ende noch – ob wir je etwas fänden? An der Pinnwand gegenüber der Garderobe meines Sohnes (Schicksal?) hing ein einfacher Zettel, den ich kurzerhand mit dem Handy fotografierte. Wenig Infos: Haus in zentraler Lage zu vermieten. Zwei Toiletten, stand da, und fünf Zimmer. „Kann ja nicht schaden“, sagte ich zu meinem Mann, als ich wieder zu Hause war, und rief gleich an. Keiner hob ab, also setzte ich mich an die Arbeit. Doch bald klingelte das Telefon und nach kurzer Verwirrtheit war klar: Das ist die Vermieterin. Wir machten nur kurz einen Termin aus, klärten das Wichtigste und ich war selig. Das Haus war bezahlbar. Günstiger als ein Haus, das wir uns erst ein paar Tage zuvor angeschaut hatten: Das hatte gemuffelt, wir brauchten eine neue Küche, null Dämmung, weiter weg von der KiTa, als mir lieb war, aber noch passabel. Nur etwas zu teuer. Der Makler wollte sehen, ob sich was machen lässt, wir warteten. Und dieses Haus? Ideal. Keine fünf Minuten von unserer Wohnung weg, kleiner Garten, gerade genug für mich, die ich ohnehin kaum Zeit habe neben Uni, Kind, Schreiben. Die Küche konnten wir übernehmen, nicht billig, aber ein Traum für jemanden, der bisher zwei Quadratmeter als Küche gehabt hat. Mit Kinderzimmer und Spielzimmer und Arbeitszimmer. Alles da. Wir waren sofort Feuer und Flamme, hätten am liebsten sofort unterschrieben. Einen Tag später weihten wir unseren Sohn ein, zeigten ihm das Haus, auch er war sofort begeistert, rannte auf dem Rasen seine Kreise.

Erst zu den Herbstferien ziehen wir um, doch die Zeit vergeht schnell. Hier einpacken, da ummelden, Nachmieter, neue Couch – alles ist plötzlich da und ging dann doch so leicht. Ganz ohne Makler, ganz ohne Internet, ganz ohne Stress. Hätten wir das nur früher gewusst.

 Vorschau: Nächste Woche schreibt Sascha gegen das Vorurteil, alte Menschen seien langweilig und träge.