Abhängigkeit und Sucht- Selbstverschuldung oder Gehirnkrankheit?

Illegale Drogen: Der World Drug Report 2016 (Foto: Bernd Kasper  / pixelio.de)

Illegale Drogen: Der World Drug Report 2016 (Foto: Bernd Kasper / pixelio.de)

Der World Drug Report 2016 der Vereinten Nationen ist erschienen und besagt, dass 29 Millionen Menschen weltweit an den Folgen illegaler Drogen und deren Bekämpfung leiden und es 207 000 Drogentote gab (alle Daten beziehen sich im Bericht auf 2014). Die Debatten können hiermit befeuert werden, denn der Bericht bezieht sich nur auf illegale Drogen und gerade deren Bekämpfung und die damit entstehende Korruption und Gewalt führt, so einige Stimmen, zu vielen Tötungsdelikten. In Deutschland gibt es seit längerem die Debatte, ob Cannabis legalisiert werden sollte, doch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, ist dagegen. Doch auch die legalen Drogen müssen in Betracht gezogen werden, denn sie verursachen mehr Tote und machen teilweise abhängiger, als viele illegale Drogen. Doch selbst bei Alkohol und Tabak geht es den meisten Konsumenten im Alltag gut und nur wenige sind wirklich süchtig. Doch ab wann macht etwas dann abhängig? Wann wird man süchtig?

Was ist Sucht?

Computerspielsucht: kommt häufiger vor, als man denkt (Foto: Bernd Kasper  / pixelio.de)

Computerspielsucht: kommt häufiger vor, als man denkt (Foto: Bernd Kasper / pixelio.de)

Abhängigkeit ist charakterisiert durch ein zwanghaftes Verlangen nach belohnenden Stimuli, ungeachtet nachteiliger Konsequenzen. Die Sucht tritt durch ein wiederholtes Aussetzen zu diesen Stimuli auf, welche als positiv und begehrenswert wahrgenommen werden und somit auch die Wahrscheinlichkeit eines wiederholten Aussetzens erhöhen. Es gibt eine substanzabhängige Abhängigkeit, bei der  eine Substanz diese positiven Stimuli auslöst. Zu diesen Substanzen gehören die meisten Drogen und der Körper entwickelt eine Toleranz gegenüber diesen Substanzen, sodass man irgendwann für den gleichen Effekt eine höhere Dosis braucht. Es gibt aber auch einen schädlichen Gebrauch von nicht abhängig machenden Substanzen. Diese Abhängigkeit ist eine Zwangsstörung und umfasst den Missbrauch von Arzneimitteln, Antidepressiva oder Steroiden. Auch eine substanzungebundene Abhängigkeit ist möglich und bezieht sich auf Glücksspiel, Computerspiele – und Internetsucht, Sexsucht, Pornographie, Arbeitszwang, Kaufzwang,  Extremsport und sogar exzessives Sporttreiben. Selbst intensive romantische Liebe zeigt die gleichen Symptome. All diesen Beispielen gemeinsam ist eine Störung der Impulskontrolle, bei dem die Kräfte des Verstandes dem Verlangen untergeordnet werden und es können physische und/oder psychologische Absetzerscheinungen bzw. Entzugssymptome auftreten.

Die Rolle des Gehirns

In den letzten Jahrzehnten unterstütze die Forschung die Sicht, dass Abhängigkeit eine Gehirnkrankheit ist. Die charakteristischen, zwanghaften Verhaltensweisen können immer besser zur Neurologie  verknüpft werden. Durch chronische Aussetzung zu einem suchterzeugenden Stimulus, kommt es im Belohnungszentrum des Gehirns zu transskriptionalen und epigenetischen Veränderungen und einer Desensibilisierung der Neuronenschaltkreise, die die Möglichkeit Vergnügen zu empfinden dämpfen und die Motivation senken, alltäglichen Aktivitäten nachzugehen.

Krankheit oder Wahl Dichotomie

Doch inwieweit ist die Person das Problem? Welche Wahl hat das Individuum, welchen Einfluss und kann man fehlende Selbstkontrolle verantwortlich machen? Es gibt viele Fälle von Süchtigen, die ohne medizinische Behandlung ihrer Sucht Herr werden und es gibt einige Stimmen, die besagen, dass psychosoziale Faktoren und das soziale Umfeld einzelner Personen den größten Faktor ausmachen und somit gar nicht zu einer Sucht führen oder zumindest, so andere, bei der Genesung stark helfen. Sucht ist kein Randproblem der Gesellschaft und ist auch kein eindimensionales Problem, sondern funktioniert auf vielen Leveln. Das Wichtigste ist, dass Süchtigen besser geholfen wird, sie nicht eingesperrt und von der Gesellschaft ausgegrenzt werden, sondern, dass man sich um sie kümmert. Und vielleicht kann die Neurologie durch weitere  Forschungen einen Erfolg beschleunigen.

Krebs – die Angst vor der Zivilisationskrankheit

Krebs: die meist gefürchtetste Krankheit von allen. Was in den 80ern noch AIDS war, wurde nach und nach von Krebs abgelöst. Die Medien erzählen uns, was alles Krebs auslöst und was wir tun sollen, um uns davor zu schützen- Doch was ist Krebs eigentlich wirklich?

Als Krebs bezeichnet man eine Vielzahl von Krankheiten, bei denen Körperzellen sich unkontrolliert vermehren, gesundes Gewebe verdrängen und zerstören und oft bildet sich auch ein bösartiger Tumor. Dies hat viele Auslöser, die alle eine Störung des Gleichgewichts der Zelle zwischen Zellwachstum und Zelltod nach sich ziehen.
Die unterschiedlichen Auslöser sind auch der Grund, weshalb es schwer ist den Krebs auf eine Ursache zurückzuführen und dies führt ebenfalls zu einer Vielzahl von Mythen über diese Krankheit, die sich hartnäckig halten: Es ist keine moderne, menschengemachte Krankheit, sondern kann ebenfalls Tiere (auch Haie) treffen. Kleine Tiere sind sogar anfälliger als Große. Selbst Pflanzen sind nicht sicher davor. Lebensmittelzusätze oder Zucker sind auch keine Ursache, besonders Zucker wird von allen Zellen des Körpers gebraucht. Aber eine ausgewogene Ernährung ist trotzdem eine gute Vorbeuge. Auch gibt es keine Beweise, dass Parabene oder Aluminiumsalze in Deodorants zu (Brust-)Krebs führen. Ebenso steht es um Handystrahlen. Leider sind auch oft angepriesene Krebsverhindernde (Super-)Lebensmittel und Früchte nur ein Mythos, die Beweise dafür fehlen.

Tropf im Krankenhaus (Foto: NicoLeHe  / pixelio.de)

Tropf im Krankenhaus (Foto: NicoLeHe / pixelio.de)

Alter ist ein großer Risikofaktor für Krebs, weshalb mit der Zahl der immer älter werdenden Menschen der Moderne natürlich auch die Zahl der Betroffenen ansteigt. Doch warum Alter? Und warum bekommen wir nicht alle Krebs? Unsere Zellen teilen sich Billionen Mal (zwölf Nullen) an einem Tag. Bei jeder dieser Zellteilungen muss unsere Erbinformation, die DNA, bestehend aus 3 Milliarden (neun Nullen) Basenpaaren kopiert werden. Dabei entstehen manchmal Fehler, die Mutationen genannt werden. Unser Körper hat Reperaturmechanismen, die 99 Prozent aller Fehler wieder beheben. Und doch sammeln sich Mutationen an. Die meisten davon sind harmlos, andere könnten sogar sich positiv auswirken. Doch eine Mutation kann auch dazu führen, dass sich die Zelle abnorm verhält, sie sich ungewollt vermehrt und Signale zum Wachstumsstopp ignoriert.

Mutationen entstehen zufällig, können aber auch vererbt werden oder durch Umwelteinflüsse entstehen. Umwelteinflüsse sind zum Beispiel UV-Strahlung oder chemische Stoffe, wie sie im Zigarettenrauch vorkommen. Eine Studie im Januar 2015 zeigte, dass der Zufall der wohl einflussreichste Faktor bei der Krebsentstehung ist. Deshalb gibt es auch Raucher, die jahrzehntelang rauchen und trotzdem keinen Krebs bekommen. Doch das heißt nicht, wie es in den Medien oft dargestellt wurde, dass Krebs reine Glückssache ist und der Lebensstil von keinerlei Bedeutung ist. Vielen Krebsarten kann leicht vorgebeugt werden.

Fast eine halbe Million Menschen erkranken jedes Jahr neu an Krebs, die unterschiedlichen Arten sind geschlechtsspezifisch ausgeprägt. Wann finden wir endlich ein Heilmittel gegen Krebs? Die Wahrheit ist: Nie. Es wird nie „das Heilmittel“ gegen Krebs geben. Da Krebs eine Vielzahl von Krankheiten darstellt, die auch von Person zu Person unterschiedlich ausgeprägt sind, ja sogar innerhalb einer Person unterschiedlich auftreten können, und durch eine Ansammlung unterschiedlicher Mutationen, die zu unterschiedlichen Effekten führen, entsteht, ist es unmöglich mit nur einem Hilfsmittel alles zu heilen. Die Forschung versucht durch eine Serie an Tests herauszufinden, was die beste Medizin für eine Person zu einem bestimmten Zeitpunkt ist. Doch das heißt nicht, dass die Forschung nicht dabei ist Fortschritte zu machen. An Impfstoffen wird geforscht, bereits mit menschlichen Testreihen, Nanobots werden entwickelt. Dies sind nur einige Beispiele und durch weitere Forschung wird in Zukunft die Überlebensrate bei einigen Krebsarten deutlich reduziert werden können.

Vergiss es – Demenz und ihre Folgen

Nur die Zeit vergessen? Demenz ist am Anfang nicht leicht zu erkennen (©Lupü / pixelio.de)

Nur die Zeit vergessen? Demenz ist am Anfang nicht leicht zu erkennen (©Lupü / pixelio.de)

Stellt euch vor, ihr würdet eines Tages aufwachen und wüsstet nicht mehr, welcher Tag es ist. Selbst ein Blick auf den Kalender könnte euch nur für wenige Minuten versichern, ob es Winter oder Sommer ist. Die Menschen würden die Geduld mit euch verlieren, weil ihr immer wieder vergesst, was sie oder ihr selbst gesagt habt. Das alltägliche Leben wäre nicht mehr dasselbe. Habt ihr schon etwas getrunken, gegessen, geschlafen, euch gewaschen? Und wer ist dieser Mensch, der so vertraut mit euch zu sein scheint.

Angst. Ihr hättet wahnsinnige Angst. Angst vor dem Leben, vor allem Neuen und vor euch selbst. Ihr könntet gar nicht mehr sicher sein, wer ihr überhaupt seid. Was erst noch mit etwas Vergesslichkeit abgetan wurde, bekommt bald einen anderen Namen, der furchtbar nachklingt. Demenz. Oder gar Alzheimer.

Nicht vergessen! Für Menschen mit Demenz sind viele  Hilfen im Alltag nötig (©Tim Reckmann / pixelio.de)

Nicht vergessen! Für Menschen mit Demenz sind viele Hilfen im Alltag nötig (©Tim Reckmann / pixelio.de)

Ja, denkt ihr jetzt. Aber ich bin noch jung. Wieso sollte das mir passieren? Zum einen Teil gibt es genetische Veranlagungen, die den Ausbruch von Demenz oder ähnlichen Erkrankungen wahrscheinlicher machen. Zum anderen treffen wir in unserer alternden Gesellschaft jeden Tag auf mehr alte Menschen unter denen auch statistisch gesehen mehr Menschen solche Krankheiten haben können. Selbst wenn ihr und ich zu den Glücklichen gehören, die davon befreit sind – was wir heute nicht wissen können – hat die Demenz von anderen auch immer Auswirkungen auf uns selbst.

Wechseln wir den Blickwinkel. Stellt euch vor, ihr kennt jemanden, der Demenz hat. Immerhin leiden in Deutschland bereits 1,4 Millionen Menschen an Demenz, Tendenz steigend. Am Anfang vergisst derjenige vielleicht mal einen Geburtstag, einen Termin oder bringt Zahlen durcheinander. Das fällt auch euch kaum auf. Doch dann kann es sein, dass derjenige seine Körperhygiene vernachlässigt oder das Putzen seiner Wohnung. Das würde euch schon eher auffallen, zumindest, wenn es jemand ist, der euch nahe steht. Wenn derjenige dann auch noch Namen durcheinander bringt, Erlebnisse und Wege. Wenn er oder sie plötzlich nicht mehr richtig Radfahren kann oder andere alltägliche Errungenschaften nicht mehr versteht, dann macht ihr euch Sorgen. Ihr wollt helfen – und wisst nicht wie.

Gesegnet im Alter - Aber was, wenn die Erinnerung verloren geht (©Lupo / pixelio.de)

Gesegnet im Alter – Aber was, wenn die Erinnerung verloren geht (©Lupo / pixelio.de)

Niemand hört gerne, dass er ernsthaft krank ist und so wird auch eine Demenz von den Betroffenen gerne mit „jeder vergisst doch mal was“ oder „das kommt eben mit dem Alter“ abgetan. Auch Angehörige wollen lieber glauben, dass es sich um eine Phase oder eine einfache Alterserscheinung handelt, als um Demenz oder Alzheimer, Erkrankungen, in deren schlimmeren Stadien die Betroffenen den Weg nicht mehr nach Hause fingen, den Herd anlassen, ihre Kinder und Ehepartner vergessen und sich selbst in völlig fremden Zeiten wähnen. Nicht nur sie verlieren dabei die Erinnerung an uns – wir verlieren auch sie.

Betroffen ist bei so einer Krankheit nie „nur“ der Erkrankte, sondern auch immer sein direktes Umfeld, seine Freunde und Angehörige. Der Mensch, den wir einmal gekannt haben, entgleitet uns. Er erkennt uns nicht wieder – und wir ihn nicht. Demenz ist eine Krankheit, die nicht nur dem Erkrankten Angst macht, sondern auch seiner Familie. Und es ist eine Krankheit, bei der schnell klar wird, dass die Pflege aufwendig wird und rund um die Uhr stattfinden muss. Kaum ein Mensch kann das bewerkstelligen, wenn er ein eigenes Leben führen will, arbeitet, Freunde und Familie hat. Hier kommt der Helfer emotional wie physisch an seine Grenzen, denn der oder die Erkrankte will nicht nur nicht verstehen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Oft fehlt auch das Verständnis dafür per se. Sie sehen sich als Gefangene, als unschuldig Eingesperrte. Sie rebellieren gegen die Hilfe, die sie brauchen, aber von der sie einfach nicht mehr wissen, dass sie sie brauchen. Oft werden solche Menschen aggressiv und gewalttätig, verstehen sich selbst als jung und agil und verstehen die Welt einfach nicht mehr.

Demenz schneidet tief in eine Familie hinein, durchbricht Strukturen und gerade die, die einmal Halt gegeben haben, brauchen jetzt nicht nur Halt, Hilfe und jemanden, der den Mut hat, für sie zu bestimmen, sie brauchen eine Nähe, die sie nicht mehr zurückgeben können. Sie verlieren sich selbst. Und das ist das, was so schrecklich daran ist. Am Ende bleibt von demjenigen, den wir einst kannten, kaum die Hülle übrig und die Angehörigen beten für die wachen Momente, für etwas, für das es sich zu kämpfen lohnt. Ich finde, allein darum, ist Demenz eine Krankheit, die uns immer wieder dazu anhalten sollte, jeden Moment mit denen, die wir lieben zu genießen, den Augenblick groß zu machen, ihn festzuhalten, aufzuschreiben oder sonst wie zu verinnerlichen. Denn der Augenblick verfliegt und manchen bleibt am Ende nicht mal die Erinnerung selbst.

Vorschau: Nächste Woche schreibt Anna hier über den alljährlichen Kaufrausch zu Weihnachten.

„MS ist keine Strafe, sondern eine Aufgabe“

Etwas gehetzt komme ich am Speyerer Postplatz an. Ich bin wie immer zu spät dran. Und natürlich wartet sie schon auf mich. Sie ist ein bisschen blass. Ihr Körper wirkt zierlich, fast schon zerbrechlich. Doch ansonsten deutet nichts darauf hin, dass sie noch vor wenigen Tagen im Krankenhaus lag.

Blick nach vorne: Svenja sieht ihre Krankheit MS als Aufgabe, nicht als Strafe (Foto: privat)

Blick nach vorn: Svenja sieht ihre Krankheit MS als Aufgabe, nicht als Strafe (Foto: privat)

Svenja Mohr ist 22 und hat Multiple Sklerose, eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die je nach Patient ganz unterschiedliche Ausprägungen haben kann.
Als Svenja im Dezember 2012 eines Morgens aufsteht und schlaftrunken gegen die Zimmertür läuft, denkt sie sich dabei nicht viel. „Klingt lustig und war es zuerst auch“, erzählt mir die junge Frau, als wir die Maximilianstraße entlang gehen. Sie muss sogar jetzt noch grinsen, wenn sie daran zurückdenkt. Dabei glitzert ihre Zahnspange frech in der Mittagssonne.

Dann erzählt sie weiter: „Beim Zähneputzen habe ich dann gemerkt, dass meine rechte Gesichtshälfte taub ist und beim Frühstück war ich dann sicher: Da stimmt etwas nicht!“
Svenja kommt ins Krankenhaus. Dort werden jede Menge neurologische Tests gemacht: bei geschlossenen Augen mit dem Finger auf die Nase tippen, die Zehen aufstellen und beugen, gerade auf einer Linie laufen. Svenja nennt sie Affentests, weil sie sich bis heute komisch dabei vorkommt, wenn sie sie bei ihren regelmäßigen medizinischen Kontrollen machen muss. Blutuntersuchung, Hirndruckmessung und die Messung der Hirnströme mithilfe von elektrischen Impulsen über Akkupunkturnadeln in Kopf und Schultern folgen. Das MRT bringt schließlich ein Ergebnis: In Svenjas Gehirn sind graue Schatten zu sehen.

„Ich hatte solche Angst, es wäre Krebs“, erzählt mir die 22-Jährige, „es war eine richtige Erleichterung, als mir gesagt wurde, dass es kein Krebs ist.“ Nachdem auch eine Hirnhautentzündung ausgeschlossen werden kann, fällt der Verdacht der Ärzte auf Multiple Sklerose, kurz MS. Doch die Diagnose kann erst bestätigt werden, wenn es einen zweiten Krankheitsschub gibt.

Der lässt nicht lange auf sich warten: „Ich saß bei meinem Freund im Auto – das war im Januar 2013 – und plötzlich fing meine Hand an zu zittern. So ging das dann zwei oder drei Stunden.“ Nach einem weiteren MRT stellt der Radiologe die Diagnose: MS.

Zuversichtlich: Svenja hofft auf eine intravenöse Therapie mit einem neuen, vielversprechenden Medikament (Foto: privat)

Zuversichtlich: Svenja hofft auf eine intravenöse Therapie mit einem neuen, vielversprechenden Medikament (Foto: privat)

Ruhig sieht mich Svenja an. Wir haben uns inzwischen in ein Café gesetzt. Ich fühle mich etwas unsicher. Fast glaube ich, mich hat ihre Diagnose mehr getroffen als sie im ersten Moment. Zu meiner Erleichterung muss ich gar nicht nachhaken – sie erzählt von sich aus, ganz frei und locker: „Am Anfang habe ich ziemlich cool reagiert. Erst nach einem sehr starken Schub im April 2013 wurde mir meine Krankheit so richtig bewusst. Mein Körper wurde völlig taub. Innerhalb von zwei Tagen konnte ich meine Beine nicht mehr bewegen. Ich versuchte auf Krücken zu gehen, aber dann hatte ich auch in den Armen keine Kraft mehr.“ Zwei Tage habe sie durchgeheult. Und auch ihre Familie sei völlig durch den Wind gewesen.

Zum aktuellen Zeitpunkt hat Svenja zwölf Entzündungsherde im Gehirn und fünf weitere in der Wirbelsäule. Bei dem Gedanken daran läuft es mir eiskalt den Rücken hinunter. Wie muss sich dann erst Svenja fühlen?
„Manchmal vergesse ich total viel“, berichtet sie mir von den Symptomen ihrer Krankheit, „ich darf mich weder körperlicher Anstrengung noch Stress aussetzen. Zeitweise habe ich schlimme Schlafstörungen. Tatsächlich komme ich mir manchmal wie eine 80-Jährige vor.“ Zur Demonstration hebt sie ihre linke Hand – „ich denke nicht, dass das Zittern nochmal weggeht.“

Anfang September beginnt die Speyererin eine Ausbildung zur Erzieherin. Wenn sie darüber spricht, strahlen ihre Augen. „Kinder sind sehr tolerant und verständnisvoll“, sagt sie, „ich erkläre ihnen einfach, wenn ich etwas nicht richtig kann und sie nehmen das so auf. Gleichaltrige und Ältere reagieren dagegen teilweise überfürsorglich.“

Bald beginnt Svenja eine intravenöse Therapie mit einem neuen Medikament, das sehr vielversprechend ist. Viele MS-Patienten fühlen sich damit wie neu geboren, erzählt sie mir. In ihrer Stimme liegt Hoffnung.
Ihr erklärtes Ziel ist es, nicht im Rollstuhl zu landen. Stattdessen möchte sie ihre Ausbildung erfolgreich abschließen und so lange wie nur möglich in ihrem Beruf tätig sein. Außerdem wünscht sie sich ein eigenes Auto, um unabhängig zu sein. Und später einmal hätte sie gerne eine eigenes Haus und Kinder.

Die Wünsche und Sehnsüchte einer ganz normalen jungen Frau, denke ich bei mir. Und doch ist Svenja so viel mehr: Nach dem starken Schub im April 2013 hat sie innerhalb von einer Woche wieder gehen gelernt; ihr Lebensmotto „Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest“ ist während unseres Gesprächs so spürbar, als schwebe es in leuchtenden Lettern zwischen uns.

Wirkt auf den ersten Blick blass und zerbrechlich: Doch Svenja blickt optimistisch in ihre Zukunft (Foto: privat)

Wirkt auf den ersten Blick blass und zerbrechlich: Doch Svenja blickt optimistisch in ihre Zukunft (Foto: privat)

„Ich sehe meine Krankheit nicht als Strafe, sondern als Aufgabe“, erklärt sie mir. Sie möchte über ihre Erkrankung sprechen und anderen in derselben Situation helfen. Deshalb hat sie eine Gruppe auf Facebook gegründet: MS-JUGEND Speyer & Umgebung. „Als junger Mensch tappt man mit MS völlig im Dunkeln. Ich will nicht, dass das irgendjemand alleine durchstehen muss“, so Svenja.

Als ich nach Hause fahre, ist mein Kopf randvoll mit Gedanken. Es ist erstaunlich, wie optimistisch Svenja in ihre Zukunft sieht, wie sie all das, was sie mit ihren 22 Jahren schon mitgemacht hat, verkraftet, all das Negative in Positives umwandelt und dabei nicht zuletzt an andere denkt.

Wenn ich ehrlich bin, hat mir vieles von dem, was sie von ihrer Krankheit berichtet hat, Angst eingejagt. Und trotzdem ist sich Svenja sicher: „Krebs wäre um einiges schlimmer gewesen.“

Info:
Jugendliche und junge Erwachsene, die selbst an MS erkrankt sind oder erkrankte Freunde oder Verwandte haben, können sich der Gruppe MS-JUGEND Speyer & Umgebung gerne anschließen. In der Gruppe könnt ihr euch austauschen und gemeinsame Aktivitäten planen.

Vorschau: Svenjas größte Angst war es, an Krebs erkrankt zu sein. Am Dienstag, 23. September berichten wir im Panorama über eine Frau, deren Schwester an Krebs gestorben ist.

Amselsterben durch Usutu-Virus – Eine Eilmeldung

Aus aktuellem Anlass beschäftigt sich die Tier&Umwelt-Redaktion heute mit dem Amselsterben. Den angekündigte Artikel über Pandas lest ihr am Donnerstag in zwei Wochen.
Erneut wurde eine Warnung herausgegeben: Ein Massensterben bedroht in diesem Jahr die Amselpopulationen. Das Usutu-Virus ist an all dem Schuld.

Gefahr durch einen Virus- Ein Amselmännchen in freier Natur (© Carsten Raum / pixelio.de)

Das Usutu-Virus wird von Stechmücken übertragen und befällt Vögel und Säugetiere. Besonders bei Vögeln endet diese Infektion tödlich. Die Amsel wird davon nun stark heimgesucht- auch andere Vogelarten- wie Haussperlinge und Kohlmeisen wurden schon vereinzeln befallen. Das Virus stammt ursprünglich aus Afrika und wurde durch Zugvögel nach Europa eingeschleppt. Der erste Fall einer Usutu. Virus Infektion in Europa wurde 2001 in Wien bekannt. 2010 wurden die ersten Viren in Deutschland entdeckt. Nun droht auch wieder 2012 ein erneutes Amselsterben.

Amseln sind leicht zu erkennen. Die Männchen besitzen ein schwarzes Gefieder und einen gelben bis orangenen Schnabel. Um die Augen herum befindet sich ein farblich dazu passender Ring, der sich deutlich von der Iris abhebt. Weibchen dagegen haben einen dunkleren Schnabel und ein braunes bis graues Gefieder. Der um die 25 Zentimeter große Vogel ist in Europa heimisch und brütet nahezu flächendeckend nicht nur im Wald, sondern auch siedlungsnah. Da sie flexible und anpassungsfähige Allesfresser sind, konnten sie bereits weit in das Gebiet der Menschen eindringen.

Infizierte Tiere sollen gemeldet werden – Ein Amselweibchen im Nest (© Dieter Schwane / pixelio.de)

Warum ist diese Meldung wichtig? Auch für den Menschen kann dieses Virus gefährlich werden. Das Usutu-Virus ist mit dem West-Nil Virus verwandt und kann auch Menschen befallen. Im Jahre 2009 erkrankten erstmals Menschen in Italien daran. Besonders ältere und immunschwache Personen sind gefährdet. Infizierte Menschen bekommen Fieber, Kopfschmerzen, Hautausschläge und im schlimmsten Falle eine Hirnhautentzündung.

In der Pfalz um Landau Neustadt/Weinstraße und Bad Dürkheim sind insgesamt 95 tote Vögel gefunden worden. Erst in den letzten Tagen wurden sechs weitere Amseln positiv getestet. Tote Vögel sollten schnellstmöglich an das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg oder an das örtliche Veterinäramt geschickt werden. Der Finder sollte jedoch sehr vorsichtig sein und nicht ohne Handschuhe und Plastiktüten agieren.

Infizierte Vögel sollten ebenfalls gemeldet werden. Man erkennt sie daran, dass sie ein zerzaustes Gefieder besitzen, kaum noch fliegen und auffällig taumeln. Das Virus befällt nämlich ebenfalls das Gehirn des Vogels. Verhaltensauffälligkeiten, wie Apathie – also Teilnahmslosigkeit- oder, dass die Vögel nicht flüchten, sind ebenfalls ein deutliches Zeichen. Momentan zeichnet sich ein ähnlicher Verlauf des Ausbruchs ab, wie vergangenes Jahr.

Vorschau: Nächste Woche erfahren wir etwas über Schwämme und die marine Biotechnologie.


Für den Notfall gerüstet: Was alles in eine gute Reiseapotheke gehört

 Im Urlaub krank werden ist für jeden eine Horrorvorstellung. Trotzdem sollte man für den Notfall gerüstet sein, denn es kann vorkommen, dass Sprachbarrieren beim Kauf oder schlicht das Fehlen von geeigneten Medikamenten die richtige Behandlung verzögern können. In solchen Fällen hilft eine gut sortierte Reiseapotheke. Doch was zeichnet sie aus? Worauf muss man beim Packen achten? Fünf einfache Tipps helfen:

1. Grundausstattung

Gehört rein: Zur Grundausstattung jeder Reiseapotheke gehören Pflaster, Desinfektionsmittel, Verbände sowie persönliche Medikamente

Gehört rein: Zur Grundausstattung jeder Reiseapotheke gehören Pflaster, Desinfektionsmittel, Verbände sowie persönliche Medikamente (Foto: Möller)

Grundlagen für die Wundversorgung, wie etwa Wundesinfektionsmittel zum Sterilisieren der Verletzung, Pflaster, Mullbinden und Verbände gehören in jede Notfallapotheke. Aber auch ein Fieberthermometer, Sonnen- und Insektenschutzmittel, sowie eine Pinzette für Splitter und eine Schere zum Zurechtschneiden der Verbände sollten vorhanden sein. Diese Dinge braucht man auch bei kleineren Verletzungen oft und obwohl sie meist auch im Urlaubsland vorhanden sind, ist es doch besser einen eigenen Vorrat zu haben, an den man schnell dran kommt und so Verletzungen schnell behandeln kann.

2. Individuelle Medikamente

Vor allem Urlauber, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten darauf achten, diese in ausreichenden Mengen einzupacken. Grade ganz spezielle Medikamente sind im Urlaub oft schwer zu bekommen und sollten daher besser mitgebracht werden. Bei Medikamenten, die zu einem festen Zeitpunkt eingenommen werden müssen, wie etwa bei Frauen die Verhütungspille, sollte man sich vor Urlaubsbeginn über eine mögliche Zeitverschiebung informieren, um die Wirkung der Medikamente nicht durch eine unregelmäßige Einnahme zu beeinträchtigen. Leidet man unter Reiseübelkeit ist es wichtig gut gerüstet zu sein und Tabletten oder andere Medikamente dagegen mitzunehmen. Fliegt man zum ersten Mal oder begibt sich erstmalig auf eine Schiffsreise sollte man Reiseübelkeitsmedikamente zur Vorsicht einstecken.

3. Wenn das Essen nicht bekommt

Mittel gegen Durchfall oder Verstopfungen sollten ebenfalls Teil der Reiseapotheke sein.  Vor allem in Ländern, in denen die Wasserqualität schlechter ist, als der Körper es gewohnt ist, kann es schnell zu Magen- und Darmproblemen kommen. Hier gilt, wie bei allen anderen Medikamenten auch, dass man auf bekannte Mittel zurückgreifen sollte, bei denen man sich sicher ist, dass sie einem Helfen und man sie verträgt.

4. Ablaufdaten beachten

Auch Medikamente können ablaufen. Deshalb sollte man vor Reiseantritt auf die Ablaufdaten achten und wenn nötig die Medikamente ersetzen. Abgelaufene Medikamente können sich in ihrer Wirkungsweise von nicht abgelaufenen unterscheiden. Bei Salben und Flüssigkeiten ist Vorsicht angebracht: Das Verfallsdatum gilt nur in unangebrochenem Zustand. Meist steht aber auch ein Verfallsdatum für angebrochene Flaschen dabei. Ist dies nicht der Fall, sollte man in der Apotheke oder bei seinem Hausarzt nachfragen, ob das Medikament noch verwendbar ist.

Nur für den Notfall: Eigentlich will man den Urlaub ja ohne Krankheiten verbringen, passiert trotzdem etwas kann eine Reiseapotheke sehr hilfreich sein (Foto: Möller)

Nur für den Notfall: Eigentlich will man den Urlaub ja ohne Krankheiten verbringen, passiert trotzdem etwas kann eine Reiseapotheke sehr hilfreich sein (Foto: Möller)

5. Auf Risikogebiete achten

Vor Reisebeginn sollte man sich im Internet oder Reisebüro über spezielle Gesundheitswarnungen im Urlaubsland informieren. Denn in manchen Gebieten sollte man beim Packen der Reiseapotheke spezielle Dinge beachten:  Darf man bestimmte Medikamente nicht einführen? Wie ist die allgemeine Versorgung im Urlaubsland? In Malariagebieten etwa bietet es sich an prophylaktisch Malariatabletten mitzunehmen. Und trotzdem gilt: Am besten ist es wenn man die Notfallapotheke erst gar nicht braucht und den Urlaub einfach gesund und munter verbringen kann.

Vorschau: In zwei Wochen startet eine neue Serie in der Reiserubrik: Im großen Mentalitätencheck wird die Bevölkerung der verschiedensten Länder der Erde und ihre individuelle Mentalität vorgestellt. Teil 1 erscheint am Dienstag, 19. Juni, und dort  erfahrt ihr mehr über die thailändische Mentalität.

Sein letzter Wunsch: Mercedes fahren

„Durch mein Praktikum habe ich gelernt, mein eigenes und das Leben meiner Lieben viel mehr zu schätzen“, erzählt Julian Eckert. Zehn Tage lang begleitete und unterstützte der 17-Jährige das Team des Schmerztherapie Zentrums Mannheim – nun blickt er auf eine aufregende, aber auch schwierige Zeit zurück.

 Teilnahme an Patientengesprächen und das Absolvieren von Hausbesuchen mit dem Palliativ-Careteam zählten während seines Praktikums zu Eckerts Aufgaben. „Anders als das in einem Krankenhaus der Fall gewesen wäre, durfte ich hier bei allem dabei sein“, erklärt der junge Mann, „Herr Dr. Schramm, der Leiter des Schmerztherapie Zentrums, erfüllte in meinen Augen eine sehr gute Vorbildfunktion. Aber auch die übrigen Kolleginnen und Kollegen bewiesen ein umfangreiches Fachwissen und boten mir überdies seelische Unterstützung an.“

Dass vor allem Letzteres eine enorme Rolle spielen würde, ahnte Eckert anfangs noch nicht. Doch bereits der erste Tag seines Praktikums führte ihm den Ernst und die Bedeutsamkeit der Arbeit im Careteam vor Augen: „Meine zwei Kolleginnen und ich besuchten einen Mann, der mit seinen 1,86 Metern gerademal 40 Kilogramm wog. Er hatte überall Krebs – selbst im Gesicht. Das zu sehen war wirklich heftig.“

Sein Praktikum hat ihn nachdenklich gestimmt: Julian Eckert half zehn Tage im Schmerztherapie Zentrum Mannheim aus (Foto: privat)

Obwohl es sich blöd anhöre, habe er sich mit der Zeit an Anblicke und Schicksale wie die eines solchen Krebspatienten gewöhnt. „Ich habe gleich die krasseste Seite des Jobs kennengelernt: hier werden nicht, wie man das vielleicht sonst von einem Arzt erwartet, Leben gerettet, sondern das Sterben wird den Patienten, die teilweise seit acht Jahren oder länger Schmerzen haben, so angenehm wie möglich gemacht“, meint er.

Den Praktikumsplatz habe er freiwillig angetreten, berichtet Eckert. „Da ich nach dem Abitur Medizin studieren möchte, habe ich mir überlegt, mal in einen solchen Beruf hinein zu schnuppern – einfach um zu schauen, ob es etwas für mich ist“, sagt er, „die zehn Tage im Schmerztherapie Zentrum haben mich in meiner Entscheidung nur bestätigt. Ich hatte viel Spaß bei der Arbeit, obwohl auch das ein oder andere erschreckende Erlebnis dabei war.“

Eine dieser negativen Erfahrungen sei die Begegnung mit einem drogenabhängigen Mann gewesen. „Als der Süchtige Herrn Dr. Schramm um eine doppelte Dosis Opiat bat, fand ich das einfach nur abstoßend“, erzählt Eckert.

Doch Eckert begegnete auch vielen Menschen, die ihn mit ihrem Wesen und ihrer Willenskraft beeindruckten. So auch eine ältere, an amyotropher Lateralsklerose (zu Deutsch: degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems; langsame Muskellähmung) leidende Patientin, die nur noch die Wimpern und einen ihrer Mundwinkel bewegen konnte. Eckert erinnert sich: „Der Mann der Patientin war sehr zuvorkommend. Er erzählt uns viel – vor allem über die Tochter der beiden. Als er dann davon redete, dass die Tochter mit dem Fahrrad nach Ägypten geradelt sei, zog seine Frau den Mundwinkel, den sie noch bewegen konnte, leicht nach oben. Obwohl es nur ein halbes Lächeln war, war es eines der wärmsten Lächeln, die ich je gesehen habe.“

Doch auch die Begegnung mit einem unzugänglicheren Patienten, ist Eckert in besonderer Erinnerung geblieben. „Der Mann starrte immer nur zur Decke und unterhielt sich mit keinem. Ich fragte ihn, ob er Sport möge – keine Antwort. Als ich jedoch das Thema Auto anschnitt, erzählte mir der sonst so schweigsame Herr, dass sein absolutes Traumauto ein Mercedes sei und er gerne mal mit einem fahren würde. Während er darüber sprach, lächelte er sogar.“

Ob er diesem oder einem anderen der Patientin tatsächlich geholfen habe, wisse er nicht, sagt Eckert, aber das Lächeln habe ihm gezeigt, dass er mit seiner Anwesenheit und seinem Engagement das Leben des Patienten vielleicht ein wenig schöner gemacht habe.

Vorschau: In zwei Wochen erwartet euch im Panorama ein besonderes Schmankerl: Annabelle Boom, Gewinnerin von Daniela Katzenbergers Castingshow „Katze sucht Katze“, steht Face2Face Rede und Antwort. Wie ihr Traummann aussieht und welche Beautytipps sie für die Face2Face-Leserinnen parat hat, lest ihr am Dienstag, 6. September.