Im Fitness-Test: Thai-Robic

Er zeigt wie es richtig geht: Thai-Robic Trainer Alberto (Foto: Stephanie Schweigert)

Trainer Alberto steht vor der Truppe aus 12 Frauen und einem Mann und dreht die Musik auf. „Los geht’s, wir fangen an!“ Der Kurs beginnt mit Stretching – um Verletzungsgefahren zu mindern und den Körper aufzuwärmen und vorzubereiten auf das, was kommt. Tief in die Knie gehen wir, Waden, Oberschenkel, Rücken, alles wird in die Dehnung gebracht. Und wer jetzt glaubt: Stretching, das ist noch keine Anstrengung, wird sich bei diesem Kurs umschauen. Schnelle Bewegungen von rechts nach links, von unten nach oben bringen den ganzen Körper in Schwingung, so dass sich bereits hier die ersten Schweißtropfen bilden. Und dann sagt Alberto auch noch: „Und jetzt fangen wir richtig an!“ Laura neben mir staunt, „ich bin ja jetzt schon kaputt!“.

Der Trainer dreht die Musik auf, wummernde Bässe lassen einen schon mal den Rhythmus spüren. Er zeigt uns die verschiedenen Schritte, die im folgenden Satz drankommen. Mit dem Ellenbogen einen Kinnhaken ausführen, Schläge nach vorne und dabei einen festen Stand behalten. Außerdem Kicks zur Seite, nach vorn und nach hinten. Und dabei die Deckung nicht vergessen.

Ein Element. im Kurs: Der Tritt nach vorne (Foto: Stephanie Schweigert)

Etwa eine Minute lang führen wir meist zwei kombinierte Bewegungen aus, das reicht um jeden von uns zum Schwitzen zu bringen. Dankenswerterweise gibt es alle zehn Minuten eine kurze Trinkpause, in der wir wieder zu Atem kommen, um uns erfrischen können. Doch die ist eigentlich viel zu kurz. „So, weiter geht’s!“, ruft Alberto, und bei einigen Teilnehmerinnen hört man ein leichtes Stöhnen. Jeder kann die Intensität der Übungen selbst bestimmen, ob etwas fester geschlagen wird oder der Tritt vielleicht doch etwas niedriger ausgeführt wird. Der Vorteil bei diesen Übungen ist, dass der komplette Körper gefordert und gefördert wird, und auch die verschiedensten Bereiche des Sports mit eingebunden werden. So wird Ausdauer trainiert, durch länger anhaltende Tritt- und Schlagserien, Kraft wird durch feste Schläge gefordert und auch die Beweglichkeit wird durch die verschieden hohen Schläge und Tritte und am Ende durch Stretching gefördert.
„Bei regelmäßiger Teilnahme können die verschiedenen Bewegungen auch zur Selbstverteidigung genutzt werden!“, erklärt Alberto. Und an die Teilnehmerinnen, die zum ersten Mal da gewesen sind schmunzelt er: „Erzählt mir beim nächsten Mal einfach, was euch NICHT wehgetan hat!“

Vorschau: Lest nächste Woche über den überzeugenden Turnierverlauf der deutschen Handballmannschaft bei der WM in Spanien.