Beziehungskiller? Katzenberger-Schwester Jennifer Frankhauser unter Verdacht

Jung und schön: Samantha Stone. Hat Jennifer Frankhauser versucht ihre Beziehung zu zerstören? (Foto: Norbert Hess)

Jung und schön: Samantha Stone. Hat Jennifer Frankhauser versucht ihre Beziehung zu zerstören? (Foto: Norbert Hess)

Sie ist jung, schön und schwelgt auch privat mit Freund und Sohn im Glück – Model Samantha Stone (26) könnte zufriedener nicht sein, bis sie vor wenigen Wochen eine Nachricht erhält, die ihr privates Glück auf eine harte Probe stellen sollte.

„Ich und dein Freund haben öfters Spaß. Das geht ja auch schon eine ganze Zeit lang mit dem.“ Die Absenderin: Jennifer Frankhauser, Halbschwester von TV-Sternchen Daniela Katzenberger. „Als ich das las, war ich erst mal geschockt“, berichtet Stone. „Ich habe Stunden gebraucht, bis ich mich entschied, darauf zu reagieren“, erzählt das 25-jährige Model weiter. Schließlich habe sie ihren Freund kontaktiert und ihm gesagt, was vorgefallen war. „Für mich stand fest, dass ich mich besser trenne. Ich wollt einfach erst mal meine Ruhe.“

Das anstehende Weihnachtsfest? „Weihnachten ist ruiniert“, teilte Stone Face2Face am 23. Dezember mit.

Stones Freund ist laut Angaben des Models Frankhausers Vorgesetzter bei einem Immobilienunternehmen. Er wollte sich zu den Vorwürfen gegenüber Face2Face nicht äußern.

„Ganz ehrlich? Ich dachte, sie sei ein nettes junges Mädchen. Jetzt bin ich einfach nur enttäuscht“, so Stone. Nachdem sie sich infolge der Behauptungen Frankhausers von ihrem Freund getrennt hatte, ist Stone inzwischen der Überzeugung, dass ihm übel mitgespielt wurde.

Der angebliche Grund für das Beziehungsaus zwischen Stone und ihrem Freund: ein Chatgesprächs zwischen Stone und Frankhauser (Screenshot: Stone)

Der angebliche Grund für das Beziehungsaus zwischen Stone und ihrem Freund: ein Chatgesprächs zwischen Stone und Frankhauser (Screenshot: Stone)

Auch wenn Frankhauser Stone gegenüber beteuert, jemand habe ihr Facebook-Profil gehackt und die Nachrichten in ihrem Namen versendet, und es von einem Freund Frankhausers heißt, sie hätte nur einen Witz machen wollen, ist sich das Model sicher: Frankhauser wollte ihre Beziehung zerstören. Schließlich habe es schon vor dem Vorfall Annährungsversuche seitens der Katzenberger-Schwester gegeben, indem sie Stones Partner gedrängt habe, mit ihr in die Disco zu gehen. Ein persönliches Gespräch zur Klärung der Situation lehnte Frankhauser nach Angaben von Stone ab.

Ihrem Freund habe sie inzwischen verziehen, so Stone. „Er hatte nichts mit Jennifer!“, ist sie überzeugt, „wir gehen gemeinsam durch Höhen und Tiefen und sind immer füreinander da. Egal, was kommt – wir halten zusammen!“

Ein Wermutstropfen für das neugewonnene Liebesglück: Beschimpfungen von Katzen-Mutter Iris Klein. „Du bist das Allerletzte! Verbreitest Lügen über meine Tochter! Pfui Teufel, schäm dich!“, heißt es in einer von Stone vorgelegten Facebook-Nachricht Kleins.

Ihre Behauptungen kann Stone mit diversen Screenshots belegen. Auf ihrer offiziellen Facebook-Seite lies Frankhauser hingegen am 5. Januar infolge erster Presseberichte verlauten: „Dieser Vorwurf ist absolut frei erfunden und nicht wahr!“ Klein nimmt ihre Tochter in Schutz und sagte Face2Face, dass es traurig sei, dass viele Leute versuchen mit allen Mitteln in die Schlagzeilen zu kommen. Angeblich habe es auch Beschimpfungen von Seiten Stones gegenüber Kleins Tochter sowie der gesamten Familie gegeben. „Jennifer hat einen Freund und wohnt seit August mit ihm zusammen. Sie will ganz sicher nichts von Stones Freund.“ Jennifer sei fix und fertig, da sie sich die Vorwürfe sehr zu Herzen nehme. „Im Prinzip zerstört Frau Stone gerade die Beziehung meiner Tochter und nicht umgekehrt“, so Klein.

Vorschau: Nächste Woche berichten wir im Panorama über das Start-Up Unternehmen „My Möbelstück“.

Zu wenig Platz für zu viel Mensch

Wir brauchen eine größere Wohnung. Das wissen wir schon länger. Unsere Wohnung platzt aus allen Nähten. Überall, wo wir dachten, es passt kein Schrank mehr hin, haben wir doch noch einen hin gequetscht. Auf meinem Schreibtisch stapeln sich Bücher, weil die Regale voll sind und ich nicht darauf verzichten kann. Wir brauchen eine größere Wohnung. Hinzu kommt, dass unser vierjähriger Sohn kein eigenes Zimmer hat, weil sein Vater das dritte Zimmer als Arbeitszimmer braucht. Wir brauchen also so was von einer größeren Wohnung.

Übers Internet - so laufen heute viele Wohnungssuchen ab (©Rainer-Sturm_pixelio.de)

Übers Internet – so laufen heute viele Wohnungssuchen ab (©Rainer-Sturm/pixelio.de)

Seit einem Jahr etwa klicken wir uns auf Seiten wie „Immobilienscout24“ umher, sichten Angebote, reden darüber – und finden immer wieder Ausreden, doch nichts zu machen. Zuerst war es: „Jetzt warten wir erst mal bis sein Referendariat vorbei ist, vorher hat es keinen Sinn“. Klingt ja auch logisch. Also haben wir gewartet, gesichtet, geredet und Anfang des Jahres uns dann die ersten Objekte angeschaut. Eines der ersten war ein Haus, relativ günstig, passende Lage. Aber sonst passte nichts. Ein Innenhof zum Albträumebekommen, 90 Prozent Durchgangszimmer, ein riesiges Bad mit einer winzigen Wanne und irgendwie so ganz ohne Waschmaschinenanschluss. Also dann doch lieber nicht. Doch ein Haus wäre ja auch nicht verkehrt, überlegten wir. Immerhin, mit Kind und Katze, in der Kleinstadt, das könnte passen. Wäre doch schön.

Wir warteten wieder etwas und weil es keine Wohnungen zu geben schien, schauten wir uns im sonnigen Frühling ein zweites Haus an. Mit Dutzenden Wandschränken, geräumigen Zimmern, einer riesigen Garage, einem passablen Hof und etwas Garten. Aber: viel zu teuer. Momentan nicht bezahlbar, für einen Aushilfslehrer und eine Hilfskraft an der Uni. Wir bissen uns auf die Lippen, sagten ab und waren gefrustet. Wegen Eurokrise oder Wirtschaft, irgendeinen Grund musste es haben, gab es keine Wohnungen, die groß genug gewesen wären und erst recht keine Häuser, die wir uns leisten konnten.

Angebote? Der Wohnungsmarkt ist momentan leer, dann statt Wohnung vielleicht doch gleich ein Haus (©Rainer-Sturm/pixelio.de)

Währenddessen wuchs unser Platzmangel. Unser Sohn hatte Geburtstag – noch mehr Spielsachen – wir heirateten – überhaupt mehr Sachen. Nur der Platz wollte nicht mehr werden. Während ich unseren neuen Bowle-Behälter auf das Bücherregal räumte und unser Buffet dank der vielen Tassen nicht mehr richtig zugeht, warteten wir und warteten. Hatte denn niemand Mitleid mit einer kleinen Familie, die einfach nur ein Zimmer mehr haben wollte? Wir fragten – Kleinstadt eben – Familie und Bekannte, blätterten in den örtlichen Wochenzeitungen. Alles, was wir fanden, war eine Wohnung im zehnten Stock, die miefte und auch nicht größer war als das, was wir schon hatten.

Ich sah uns schon auf ewig hier versauern, ohne Kinderzimmer, bald über sorgsam hingestellte Kartons steigend, weil auf den Regalen schon lange kein Platz mehr ist. Vielleicht im Herbst – hofften wir, denn unsere Suchanfragen hatten seit Wochen keine neuen Objekte rausgespuckt. Mit drei Zimmern wären wir überschüttet worden. Aber drei Zimmer haben wir, drei Zimmer reichen eben nicht. Mindestens vier brauchen wir.

Es war der Mittwoch vor den Kindergartenferien, dieser Artikel war schon angesetzt, mit offenem Ende noch – ob wir je etwas fänden? An der Pinnwand gegenüber der Garderobe meines Sohnes (Schicksal?) hing ein einfacher Zettel, den ich kurzerhand mit dem Handy fotografierte. Wenig Infos: Haus in zentraler Lage zu vermieten. Zwei Toiletten, stand da, und fünf Zimmer. „Kann ja nicht schaden“, sagte ich zu meinem Mann, als ich wieder zu Hause war, und rief gleich an. Keiner hob ab, also setzte ich mich an die Arbeit. Doch bald klingelte das Telefon und nach kurzer Verwirrtheit war klar: Das ist die Vermieterin. Wir machten nur kurz einen Termin aus, klärten das Wichtigste und ich war selig. Das Haus war bezahlbar. Günstiger als ein Haus, das wir uns erst ein paar Tage zuvor angeschaut hatten: Das hatte gemuffelt, wir brauchten eine neue Küche, null Dämmung, weiter weg von der KiTa, als mir lieb war, aber noch passabel. Nur etwas zu teuer. Der Makler wollte sehen, ob sich was machen lässt, wir warteten. Und dieses Haus? Ideal. Keine fünf Minuten von unserer Wohnung weg, kleiner Garten, gerade genug für mich, die ich ohnehin kaum Zeit habe neben Uni, Kind, Schreiben. Die Küche konnten wir übernehmen, nicht billig, aber ein Traum für jemanden, der bisher zwei Quadratmeter als Küche gehabt hat. Mit Kinderzimmer und Spielzimmer und Arbeitszimmer. Alles da. Wir waren sofort Feuer und Flamme, hätten am liebsten sofort unterschrieben. Einen Tag später weihten wir unseren Sohn ein, zeigten ihm das Haus, auch er war sofort begeistert, rannte auf dem Rasen seine Kreise.

Erst zu den Herbstferien ziehen wir um, doch die Zeit vergeht schnell. Hier einpacken, da ummelden, Nachmieter, neue Couch – alles ist plötzlich da und ging dann doch so leicht. Ganz ohne Makler, ganz ohne Internet, ganz ohne Stress. Hätten wir das nur früher gewusst.

 Vorschau: Nächste Woche schreibt Sascha gegen das Vorurteil, alte Menschen seien langweilig und träge.

„Johnny Depp finde ich großartig“ – ein Interview mit Schauspieler und Regisseur Matthias Schweighöfer

2011 ist sein Jahr: Matthias Schweighöfer gehört zur obersten Riege der deutschen Schauspieler. Im Sommer diesen Jahres feiert der Berliner sein Regiedebüt mit seinem ersten selbstproduzierten Film „What a Man“. Seit Donnerstag, 15. Dezember ist er in der Romantik-Komödie von Detlev Bucks „Rubbeldiekatz“ zu sehen. Dort schlüpft er in die Doppel-Hauptrolle von Alexander beziehungsweise Alexandra Honk.
Schweighöfer sprach mit Face2Face unter anderem über Weihnachten, die Aussichten nach Hollywood und seine Pläne für das Jahr 2012.

Face2Face: Wie war es für Sie in die Rolle einer Frau zu schlüpfen?
Schweighöfer: Es war eine schöne Erfahrung eine Frau zu spielen. Vor allem wie man in High Heels läuft. Der Schuh macht schöne Beine und einen schönen Po, nur habe ich mir dabei die Knöchel verengt.

Zum Anfassen: Schauspieler Matthias Schweighöfer auf seiner Kinotour zu „Rubbeldiekatz“ im Mannheimer „Cineplex“ (Foto: Jenowein)

Face2Face: Und von wem kam die ursprüngliche Idee, dass Sie eine Frau spielen?
Schweighöfer: Die Drehbuchautorin Annika Decker (Anm. d. Red.: Annika Decker schrieb auch schon zusammen mit Til Schweiger die Drehbücher zu den Filmen „Keinohrhase“ und „Zweiohrkücken“) ist eine gute Freundin von mir. Vielleicht weil sie gesehen hat, dass ich gewisse feminine Züge besitze.

Face2Face: Können Sie jetzt sagen, dass Sie die Frauenwelt durch Ihre Filmrolle als „Alexandra“ besser verstehen?
Schweighöfer: Ich habe gehofft, ich würde nach den Dreharbeiten Frauen besser verstehen, das hat aber leider nicht geklappt.

Face2Face: Welche Szene in „Rubbeldiekatz“ war für Sie die lustigste?
Schweighöfer: Die Szene, bei der ich immer wieder lachen muss, ist die, in der ich Max Giermann küsse.

Face2Face: Ist Max Giermann denn ein guter Küsser?
Schweighöfer (lächelt): Ja, er küsst phantastisch. Sehr stürmisch und intensiv. Gesagt habe ich ihm das aber so direkt jedenfalls nicht. Nur der doch sehr haarige Bart störte mich etwas.

Face2Face: Würden Sie in einem Ihrer nächsten Filme wieder einen Mann küssen?
Schweighöfer: Ich hoffe, dass es das letzte Mal war, dass ich einen Mann küssen musste.

Face2Face: Im Moment besuchen Sie drei verschiedene Städte am Tag und sehen täglich mehrere tausend Leute auf Ihrer Kinotour – wird das auf Dauer nicht zum Stressfaktor oder überwiegt die Freude?
Schweighöfer: Die Kinotour zu „Rubbeldiekatz“ macht mir auch Spaß, aber wenn ich ehrlich bin, freue ich mich jetzt auf Weihnachten und ein wenig Ruhe.

Face2Face: Wie gefällt Ihnen Mannheim und was haben Sie bisher von der Stadt gesehen?
Schweighöfer: Ich finde Mannheim ist eine wunderschöne Stadt. Ich habe bisher zwei Kinos gesehen.

„Rubbeldiekatz“: die Romantik-Komödie des Winters von Detlev Buck mit Matthias Schweighöfer und Alexandra Maria Lara (Foto: Jenowein)

Face2Face: Wie kommen Sie mit dem kurpfälzischen Dialekt zu recht?
Schweighöfer: Es ist ein sympathischer Dialekt, der teilweise schwer zu verstehen ist, für einen Berliner.

Face2Face: Wie sieht Weihnachten bei der Familie Schweighöfer aus?
Schweighöfer: So wie bei fast jedem anderen auch: Christbaum, Geschenke, Plätzchen und Kirche.

Face2Face: Ich habe gelesen, Sie feiern Weihnachten von Ihrer Frau getrennt, stimmt das?
Schweighöfer: Ja, das stimmt. Wir haben so viele Verwandte und jeder will eben auch mal seine Familie sehen, deshalb haben wir uns in diesem Jahr so entschieden.

Face2Face: Wie schaffen Sie es sich immer fit zu halten bei all dem Stress berühmt zu sein?
Schweighöfer: Ich mache viele unterschiedliche Sportarten: Schwimmen, Joggen, Muskeltraining, Gymnastik oder Badminton spielen. Demnächst will mich mal an einem Teamsport versuchen.

Face2Face: Welcher ist für Sie der „Film des Jahres 2011“?
Schweighöfer: Für mich persönlich ist „What a man“ der Film des Jahres 2011, weil er einfach mein Werk ist, bei dem ich das erste Mal die Hauptrolle spiele und Regie geführt habe. Aber „Rubbeldiekatz“ von Detlev Buck ist ehrlich gesagt der bessere Film.

Face2Face: Wenn Sie die Wahl hätten, mit wem würden Sie gerne mal vor der Kamera stehen?
Schweighöfer: Johnny Depp finde ich großartig.

Face2Face: In der FAZ haben Sie einmal gesagt, dass Sie gerne in Hollywood spielen würden. Sind Sie durch den Erfolg dieses Jahr diesem Ziel ein wenig näher gekommen?
Schweighöfer: Ja spielen… Hollywood interessiert mich jetzt nicht wirklich – man kann auch in Deutschland gute Filme machen. Dadurch, dass ich mir jetzt in Deutschland etwas aufbauen möchte mit meiner Produktionsfirma „Pantaleon Films“ hat sich das geändert. Diese Arbeit beansprucht viel Zeit und füllt mich aus, ich habe jetzt sehr viele Möglichkeiten, darauf konzentriere ich mich.

Face2Face: Welches Filmgenre schauen Sie sich privat an?
Schweighöfer: Ich schaue mir alles an, was mir so in die Finger fällt. Zu Hause auf meiner großen Leinwand schaue ich mir die Filme auf DVD an. Dafür gucke ich mir nie einen Film oder eine Serie im Fernsehen an.

Face2Face: Welchen Film haben Sie als letztes gesehen?
Schweighöfer: Der letzte Film, den ich zu Hause geschaut habe, war „Blue Valentine“ mit Ryan Gosling.

Face2Face: Was haben Sie sich für das Jahr 2012 vorgenommen?
Schweighöfer: Im nächstes Jahr will ich viel mehr Zeit mit meiner Familie verbringen – insbesondere mit meiner Tochter Greta.

Face2Face: Mehr Zeit mit ihrer Tochter verbringen – was schwebt Ihnen da vor?
Schweighöfer: Ganz normale Dinge tun wie mit ihr einzukaufen oder ihr eine Brotstulle schmieren. Am meisten freue ich mich darauf meine Tochter von der Kita abzuholen, da kräht kein Hahn nach meinem Bekanntheitsgrad. Ich habe mir fest vorgenommen mit der Familie Reisen zu machen, Parks zu besuchen und dafür die Arbeit ein wenig ruhen zu lassen.

Face2Face: Wann können wir mit Ihrem neuen Film „Russendisko“ rechnen?
Schweighöfer: „Russendisko“ wird Ende März 2012 in die Kinos kommen.

Vorschau: Wie sieht eigentlich der Alltag einer Gogotänzerin aus? Das und vieles mehr lest ihr am Dienstag, 10. Januar im Portrait über Tänzerin „Kimstyle“. Am Dienstag, 03. Januar gibt´s außerdem das nächste Rätsel des Monats.

„Jeder Mensch kann so einfach helfen“

Unvergesslich: Linda Tellington-Jones erzählt mir von ihrer Arbeit (Foto: Hoffmann)

Unvergesslich: Linda Tellington-Jones erzählt mir von ihrer Arbeit (Foto: Hoffmann)

„TTouch for you“ heißt das Buch von Linda Tellington-Jones, das über die Tellington-Arbeit mit den Tieren hinaus erklärt, wie man auch Menschen mit der Stimulierung ihrer Zellen glücklicher machen kann. Die interessantesten Geschichten entstehen meist durch Zufall: So wie auch an Lindas Seminartag in Dudenhofen, an dem sie zufällig an einen Burnout-Patienten gelangt, dem ihre Touches zu mehr Ruhe im Alltag verhelfen.

„Was ist dein Lieblingstouch, Linda?“, frage ich die kanadische Pferdefrau bei ihrem Besuch in Dudenhofen. Die 73-jährige legt ihren Handrücken auf meinen Oberarm, sieht mich an, und sagt „Dieser Touch steht noch in keinem meiner Bücher, der Orang-Utan Touch“. Sehr beruhigend und äußerst effektiv fühlt es sich an, wenn die Erfinderin der Tellington-Methode höchstpersönlich ihre Arbeit demonstriert.
„Und was ist deiner?“, entgegnet sie mir anschließend.  „Die tollsten Erfahrungen habe ich mit der Ohrenarbeit gemacht, bei Mensch, Pferd, Katze, Hund, Esel, Hase, wem auch immer.“
Linda sieht mich begeistert, aber auch neugierig an. Ich solle mehr erzählen.
Ich berichte ihr von dem faszinierensten Erlebnis, das ich durch den sogenannten „Ohren-Touch“, der für Entspannung und innere Ruhe sorgen soll, gemacht habe.

Einmalig beruhigend: Linda demonstriert an einem vierbeinigen Seminarteilnehmer die Ohrenarbeit (Foto: Hoffmann)

Einmalig beruhigend: Linda demonstriert an einem vierbeinigen Seminarteilnehmer die Ohrenarbeit (Foto: Hoffmann)

„Mein Papa leidet seit ein paar Jahren an dem Burnout-Syndrom. Wenn er Panikattacken hat oder eine innere Unruhe spürt, bin ich die einzige, abgesehen von Tabletten, die ihn dann entspannen kann“, erkläre ich. Linda ist hin und weg. „Immer, wenn ein Tier oder Mensch in meinem Umfeld Kreislaufprobleme hat, sich unsicher fühlt, aufgeregt ist oder nicht zur Ruhe kommen kann, wende ich diesen Touch mit dem Zeigefinger und dem Daumen an“, berichte ich weiter.

Was man damit erreichen kann? Die Ohrenarbeit ist deshalb so essentiell und effektiv, da man in sehr kurzer Zeit durch die Stimulierung der Zellen einem Lebewesen Entspannung in den ganzen Körper schicken oder den Kreislauf wiederherstellen kann.

Pferde werden mit Hilfe der Ohrenarbeit, durch die der Kreislauf angeregt wird, immer häufiger aus einer Kolik gerettet. Kleintiere, die kein Vertrauen in Menschen haben, entspannen sich zwischen Daumen und Zeigefinger eines Zweibeiners. Und ebendiese, die beispielsweise vor einer Prüfung beunruhigt sind, können sich kurzfristig entspannen.

„Kannst du den Seminarteilnehmern von deinen Erfahrungen berichten?“, fragt Linda mich nach dem Interview. Kurze Zeit später steht mein Papa in der Reithalle neben Linda, die kurzerhand die verschiedensten entspannenden Touches an ihm ausprobiert.

Spontan: Linda testet entspannende Touches an dem kurzfristig her bestellten Burnout-Patienten (Foto: Hoffmann)

Spontan: Linda testet entspannende Touches an dem kurzfristig her bestellten Burnout-Patienten (Foto: Hoffmann)

Das Publikum lauscht interessiert, als ich die Geschichte noch einmal durch das Mikrofon erzähle. „Was ich damit sagen will“, beende ich meine gedankliche Exkursion, „jeder von euch kann mit einer so kleinen, einfachen Berührung in den brenzligsten Situationen eine Menge bewirken. Wem die vorgestellten Problemsituationen bekannt vorkommen – macht euch ans Werk. Ihr könnt so einfach helfen.“

Glücklich: Mein Papa, ich und Linda Tellington-Jones nach einem etwas anderen Seminarteil (Foto: Hoffmann)

Glücklich: Mein Papa, ich und Linda Tellington-Jones nach einem etwas anderen Seminarteil (Foto: Hoffmann)

Vorschau: Am nächsten Donnerstag findet ihr hier den nächsten Teil der Serie „Tierisch gute Teams“, Alex und sein Papagei Lola. 

Tierisch gute Teams, Teil 4 – „Spontan auf den Hund gekommen“

Diana & Andy

Bis man zu einem Tier ein echtes Vertrauensverhältnis aufgebaut hat, bedarf es viel Geduld, Pflege und Ausdauer. Das beweisen die hier vorgestellten Teams, die anfangs noch gar nicht geglaubt hatten, eben ein solches mit ihrem Tier werden zu können. Diana geht seit sieben Jahren gemeinsam mit ihrem kleinen Hund Andy durch die Welt und hat in ihm einen lieben, anhänglichen Freund gefunden, der sie durch den Alltag begleitet.

„Eigentlich wollte ich ja gar keinen Hund, meinen Sohn wollte aber immer unbedingt einen“, erzählt Diana Sattel. Ihr Mann wollte damals einen Yorkshire – Terrier haben – und so hat sich die Familie bei einem Züchter erst einmal über die Rasse informiert. „Wir wollten aber eigentlich nicht sofort einen mitnehmen“, so die 43-jährige.
Aber dann sei alles anders gekommen. „Wir haben uns die Hunde angeschaut, ich habe mich auf den Boden gesetzt und einer hat sich auf meinen Schoß gesetzt und wollte da nicht mehr weg“, erinnert sie sich. „Das war dann Andy, ein Yorkshire-Terrier, der jetzt seit sieben Jahren bei uns ist“.
Damals war er 14 Wochen alt und Diana hatte zu Hause nichts für einen Hund vorbereitet. Da sei sie dann erstmal in den Kölle-Zoo gefahren und habe Zubehör gekauft.  

Treu und gehorsam: Andy im Grünen ohne Leine (Foto: Sattel)

Treu und gehorsam: Andy im Grünen ohne Leine (Foto: Sattel)

Auch wenn Diana eigentlich, wenn überhaupt, einen Dobermann wollte, bereut sie es nicht, damals Andy mit nach Haus genommen zu haben. „Er ist einfach nur lieb. Er will nur dabei sein und ist mit dem, was er hat und mit jeder Sekunde, in der du ihn beschäftigst, zufrieden“, erklärt die Römerbergerin.
Zudem vertrage er sich auch mit anderen Tieren, spielt sogar mit Katzen und ist „nicht so ein Kläffer wie viele andere kleine Hunde“, meint Diana. „Eigentlich ist er wie ein Großer. Putzig, aber mutig.“ Jetzt würde sie sich gar keinen großen Hund mehr kaufen. „Den kleinen Andy kann ich einfach überall mit hinnehmen, manchmal auch zu beruflichen Seminaren“, erzählt die Diplominformatikerin.

Sie ist zwar voll berufstätig, verbringt aber trotzdem so viel Zeit wie nur möglich mit Andy: „Nach dem Aufstehen gehe ich direkt mit ihm Gassi. Zwanzig Meter vor dem Haus bleibt er auf dem Rückweg dann stehen, weil er weiß, dass ich gleich auf die Arbeit gehe und er alleine ist“, berichtet die 43-Jährige. Wenn sie wieder nach Hause komme, renne er schwanzwedelnd auf sie zu und sie verbrächten den Rest des Tages meist zusammen.

Immer zusammen unterwegs: die Diplominformatikerin und ihr Yorkshire-Terrier (Foto: Sattel)

Immer zusammen unterwegs: die Diplominformatikerin und ihr Yorkshire-Terrier (Foto: Sattel)

Hin und wieder nimmt sie ihn mit zu ihrem großen Pferd, dem bayrischen Warmblut „Dino“. „Das ist total witzig, Dino ist total interessiert an Andy und beschnuppert ihn immer vorsichtig, aber der hält lieber einen gesunden Abstand, hat aber auch keine Angst“.
Auch wenn der Yorkshire-Terrier noch nicht einmal so groß ist wie der Kopf des Pferdes, laufe er neben Diana und Dino immer brav mit.
Eine ganz besondere Vorliebe des Hundes sei es aber, heimlich in Schränke zu kriechen. „Da haben wir ihn einmal aus Versehen eingeschlossen und sehr lange auf der Straße wie verrückt gesucht“, erinnert sich Diana.

Auch wenn sich Dianas Leben seit Andy komplett verändert hat und sie nicht einfach mal ohne ihn lange weg kann, ist er für sie wie ein Baby und unentbehrlich. „Wenn er nicht da ist, fehlt ein Stück von mir“, gibt die Hundebesitzerin zu.
Sie hat mittlerweile ihr Leben teilweise nach dem Vierbeiner ausgerichtet. „Weil er jede Nacht bei mir im Bett, im Sommer auf und im Winter unter der Decke, schläft, hat er zum Bett hin extra drei Stufen, damit er alleine hochsteigen kann“, erzählt sie.

Vorherige Serienteile „Tierisch gute Teams“: Teil 1: Steffi und Barney, Teil 2: Svenja und Pico, Teil 3: Sonja und Daisy

Vorschau: Am nächsten Donnerstag könnt ihr ein Exklusiv-Interview mit der kanadischen Pferdetherapeuthin und Erfinderin der Tellington-Touch Methode, Linda Tellington-Jones, lesen.

Tiere, Bilder, Emotionen

Harte Hörner, weicher Kern: Auch Ziegen sind manchmal gerne beste Freunde des Menschen (Foto: Lobig)

Harte Hörner, weicher Kern: Auch Ziegen sind manchmal gerne beste Freunde des Menschen (Foto: Lobig)

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Ein Blick reicht als Aussage oft schon aus – das gilt auch bei Tieren. Jedes einzelne, selbst wenn es kein typischer bester Freund des Menschen ist, zeichnet einen eigenen Charakter aus. Fotos, die diesen zeigen, sind erst besondere Fotos. Immer wieder fällt Fotografen auf, dass die außergewöhnlichsten Bilder durch Zufall und in der Bewegung entstehen. Darum gibt es heute eine Fotogalerie der witzigsten, besondersten und ausdrucksstarksten Bilder von den verschiedensten Tieren zu sehen.

Höhenflug: So sieht es aus, wenn zwei junge Pferde zusammen frei laufen dürfen

Höhenflug: So sieht es aus, wenn zwei junge Pferde zusammen frei laufen dürfen (Foto: Lobig)

Motzig: Verschiedene Tiere, verschiedene Charaktere, verschiedene Launen

Motzig: Verschiedene Tiere, verschiedene Charaktere, verschiedene Launen (Foto: Lobig)

Menschlich: Manchmal könnten sich auch Katzen einfach nur an den Kopf fassen

Menschlich: Manchmal könnten sich auch Katzen einfach nur an den Kopf fassen (Foto: Lobig)

Edel: Erst in der Bewegung sind die Tiere besonders fotogen

Edel: Erst in der Bewegung sind die Tiere besonders fotogen (Foto: Lobig)

Gelenkig: Große Tiere werden, was ihre Körperbeherrschung angeht, oft unterschätzt

Gelenkig: Große Tiere werden, was ihre Körperbeherrschung angeht, oft unterschätzt (Foto: Lobig)

Faszinierend: Auch ein Waldkauz (Eule) trägt Charakterzüge, die man an seinem Ausdruck ablesen kann

Faszinierend: Auch ein Waldkauz (Eule) trägt Charakterzüge, die man an seinem Ausdruck ablesen kann (Foto: Lobig)

„Ich bin wie saure Gurken mit Nutella“

Sie liebt es das Schubladendenken der Leute durcheinander zu bringen, hat Spaß am Fernsehen aber auch an Wirtschaftspsychologie – Annabelle Boom ist die neue Katze an der Seite von TV-Sternchen Daniela Katzenberger. Gegen 1000 Bewerberinnen setzte sich die blonde Heidelbergerin durch. Heute spricht sie mit Face2Face über Schönheits-Operationen, ihre Zukunft in Fernsehen und Uni, aber natürlich auch über ihren Traummann.

Face2Face: Wie hat sich dein Leben seit der Castingshow verändert?
Boom:
Ich arbeite jetzt an meinem eigenen Fernsehprojekt und stehe weiter viel vor der Kamera. Außerdem werde ich auf der Straße erkannt, habe meine eigenen Autogrammkarten und ich bin bei „Facebook“ eine sogenannte Person des öffentlichen Lebens – ich kann es selbst immer noch kaum glauben.

Mit Daniela Katzenberger auf derselben Wellenlänge: Annabelle Boom (Foto: www.schokoauge.de)

Face2Face: Wie würdest du die Beziehung zwischen Daniela und dir beschreiben?
Boom:
Daniela und ich verstehen uns sehr gut, wir schwimmen auf derselben Wellenlänge und haben denselben Humor.

Face2Face: Gibt es einen Mann in deinem Leben?
Boom:
Momentan leider nicht. Ich warte noch auf meinen Traumprinzen und hoffe, dass sich eines Tages ein Frosch als solch einer entpuppt (lächelt). Aber regelrecht auf der Suche bin ich nicht, denn das funktioniert so nicht – ich lasse mich lieber finden.

Face2Face: Wie kann man(n) bei dir punkten? Auf welchen Typ stehst du und was geht gar nicht?
Boom:
Das Wichtigste an einem Mann ist für mich, auch wenn das abgedroschen klingen mag, sein Charakter, seine Intelligenz, sein Humor und allem voran sein Ehrgeiz. Da ich selbst sehr ehrgeizig bin, erwarte ich das auch von meinem Traummann. Er sollte außerdem irgendwann mal heiraten und eine Familie gründen wollen und mich bei meinen Karrierepläne unterstützen, denn wenn die Ziele nicht übereinstimmen, kann man sich nicht in dieselbe Richtung entwickeln und nichts gemeinsam aufbauen. Natürlich wäre gutes Aussehen noch das Sahnehäubchen, aber wie gesagt, ich setze meine Priorität eher auf die inneren Werte.
Was gar nicht geht, sind arrogante Macho-Männer, die denken sie seien die absolute Krönung des Lebens einer Frau und ihr Dasein wäre der Grund zur vollkommenen Vergötterung.

Face2Face: Was denkst du über Schönheitsoperationen? Und würdest du dich trauen selbst eine zu machen beziehungsweise hast du schon einmal etwas machen lassen?
Boom:
Ich habe zu meinem 18. Geburtstag meine Ohren angelegt bekommen – ein Geschenk, an dem ich mein Leben lang Freude haben werde. Wobei ich sagen muss, dass ich mich seit dem Tag, an dem ich mich das erste Mal mit angelegten Ohren gesehen habe, sofort an das Bild gewöhnt habe. Es fühlt sich so an, als wäre ich damit geboren worden. Ich schließe keine weiteren Schönheitsoperationen in meinem weiteren Leben aus, auch wenn ich momentan keine konkreten Pläne habe.

Face2Face: Würdest du sagen Daniela Katzenberger und du seid gute Vorbilder für junge Mädchen? Und wenn ja, wieso?
Boom:
Von sich selbst zu behaupten, man sei ein gutes Vorbild für andere ist schon sehr anmaßend. Ich finde, das sollten die jungen Mädchen für sich selbst entscheiden. Daniela ist meiner Meinung nach auf jeden Fall ein gutes Vorbild, da sie ihren Weg geht, zu sich selbst steht, sich nicht verstellt, intelligent, sehr ehrgeizig und zusätzlich noch sehr erfolgreich ist. „Nothings gonna stop me now“ heißt ihr Song und genau das bringt es auf den Punkt.

Face2Face: In welchem Outfit, mit welcher Frisur und welchem Makeup fühlst du dich am wohlsten?
Boom:
Ich fühle mich momentan am wohlsten mit einem seitlichen Flechtzopf, schwarzem Lidstrich und Lipgloss. Dazu trage ich gerne verspielte Kleidchen und ganz wichtig High Heels.

Liebt das Spiel mit den Klischees: Die "neue Katze" (Foto: www.schokoauge.de)

Face2Face: Was sind deine Pläne für die Zukunft, sowohl beruflicher als auch privater Art?
Boom:
Nächstes Jahr steht mir mein Studienabschluss bevor. Das wird viel Zeit beanspruchen, denn ich möchte mein Studium natürlich erfolgreich beenden. Dann arbeite ich an meinem Fernsehprojekt. Ich möchte, dass die Leute mir gerne zusehen und mich gerne einschalten. Privat gefällt mir mein Leben sehr gut. Ich liebe es, dass ich meinen Traum leben kann und ich hoffe natürlich, dass ich trotz allem noch genügend Zeit mit meinen Freunden verbringen kann. Auch wenn ich viel vor habe: Natürlich würde ich mich freuen, wenn ein Frosch vorbeihüpft, der zu meinem Märchenprinzen wird (lächelt).

Face2Face: Was sind deine Beauty- und Wohlfühltipps für unsere Leserinnen?
Boom:
Ich tanke meine Kraftreserven mit einem regelrechten Gammel-Tag wieder auf: da igle ich mich mit Schlumpi-Klamotten richtig ein, bleibe den ganzen Tag im Schlafanzug und schaue Liebesschnulzen, telefoniere stundenlang, gehe baden, nehme mir Zeit für mich. Hauptsache ist: ich muss an solch einem Tag das Haus nicht verlassen. Dann kann ich förmlich meine Energiespeicher wachsen sehen. Meine Beautytipps sind nicht  neu:  regelmäßig viel schlafen, was ich selbst nicht schaffe, aber ein Gammeltag bewirkt auch Wunder, Sport treiben, gesunde, ausgewogene Ernährung, ausreichend trinken, jeden Abend – egal wie müde man ist – abschminken und nach jedem Duschen seinen Körper eincremen und allem voran: sein Leben so leben, wie man es möchte, sich mit den Menschen umgeben, die einem gut tun. Diese innere Zufriedenheit und das „Mit-sich-selbst-im-Reinen-sein“ verhilft zu mehr Schönheit als jede Antifalten Creme!

 
Vorschau:
Am Dienstag, 20. September, erwartet euch an dieser Stelle eine Reportage über die Internationale Automobilausstellung, kurz IAA, in Frankfurt.

Weg von Kamin, Box und Couch – ab ins Freie, zum See, Richtung Sonne!

Für ihn steht die Welt Kopf: Sein erster Sommer (Foto: Lobig)

Endlich ist der Winter vorbei: Kurzes Gassigehen für die Hunde, Mäuschenstille für die Katzen und Boxenpflicht für die Pferde sind nun vorbei. Schnee, Eis und Kälte sind zwar besser erträglich für unsere treuen Vierbeiner als für die empfindlichen Menschen, jedoch sind auch unsere Gefährten froh, wenn sie wieder etwas Sonne tanken können.  Schlittenfahren, in der Box eingekuschelt im Stroh sitzen und lange durch den tiefen Schnee im Wald stapfen – das bot der Winter Pferden und ihren Besitzern.  Am Kamin sitzen und gestreichelt werden, an Weihnachten eine leckere Extraportion abstauben und im Haus immer die Familie um sich haben – das und vieles mehr gefiel unseren schnurrenden Lebewesen in der kalten Jahrsezeit. Mit dem Schnee spielen, beim Herrchen im warmen Bett schlafen und so gut wie nie allein zu sein – das hätten unsere lieben Hunde wohl gerne das ganze Jahr über. Doch nun – Schluss mit Kälte, schlechter Laune und Verkriechen.  Die Sonne kommt raus – was hat uns und unseren Begleitern der Sommer zu bieten? Im See baden gehen auf dem Rücken der Pferde, der Katze beim Schmetterling fangen zuschauen und mit dem Hund dem Sonnenuntergang entgegen spazieren. Das klingt doch fast noch besser als die Aktivitäten im Winter.  Freuen wir uns also auf das Faulenzen mit unseren tierischen Begleiterin in der Sonne und das lange draußen bleiben mit ihnen an warmen Sonnenabenden. Das Frieren hat ein Ende. Die Menschen haben wieder gute Laune. Das wirkt sich auch auf die tierische Welt aus. Entspannung, Spaß und Optimismus – das ist Programm für den Sommer 2011. Pferde – schwingt die Hufe, Katzen – macht euch auf die Pfoten, Hunde – die Langeweile hat ein Ende! Mai 2011, 27 Grad – auf einen tollen Sommer mit unseren besten Freunden!

Tiere – unsere Vorbilder und der Inbegriff von Menschlichkeit

Zehn Gründe, die Tiere zu besseren Menschen machen….

 „Liebe mich, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten“ – Allzu treffend ist dieser Spruch in Bezug auf Menschen, die bei Tieren Halt suchen. Den zu bekommen gestaltet sich anfangs vielleicht schwieriger. Beweist der Mensch aber Herz und Interesse, ist das Tier eine Stütze von langer Dauer.

Erstens : Tiere sind immer (für) dich da – bedingungslos. Sie spüren schneller, wenn es dir schlecht geht und leisten dir einfach Gesellschaft, ohne Fragen zu stellen.

Zweitens : Sie haben keine Vorurteile. Es geht ihnen nicht um Aussehen und sonstige äußere Dinge, sondern um Herz und Ausdruck.

Drittens : Die Beziehung zwischen Mensch und Tier basiert auf einem ausgeglichenen Geben und Nehmen. Wer aufmerksam ist und für das Tier vertrauensvoll wirkt, bekommt genau so viel zurück, wie er gibt.

Viertens : Tiere können nicht sprechen – zumindest nicht die Sprache der Menschen. Umso aufmerksamer müssen Menschen ihnen zuhören. Wer das kann, sollte es schätzen und der Welt erzählen.

Fünftens : Niemals werden dich Tiere verletzen. Sie sind durch und durch ehrliche Wesen, deren Augen dein Verhalten widerspiegeln.

Sechstens : Vergessen können unsere tierischen Begleiter nicht. Hast du einmal ihr Vertrauen gewonnen, gehört dir ein Platz in ihrem Herzen. Verbinden sie aber schlechte Erinnerungen mit dir, wirst du das nie wieder ändern können.

Siebtens : Tiere erziehen dich zu Ehrlichkeit – du kannst ihnen nichts vormachen.

Achtens : Mit ehrlichen Mitteln kannst du dir das Vertrauen eines Tiers erkämpfen. Dazu braucht der Mensch zwar mehr Geduld als bei Artgenossen – dafür schließt er dann aber einen Pakt für die Ewigkeit.

Neuntens : Tiere haben einen freien Willen, der niemals gebrochen werden kann. Du kannst sie zu nichts zwingen, da sie sich niemals verstellen würden. Sie bleiben sich selbst in jeder Lage treu – darauf ist Verlass. Ein Charakterzug, von dem sich so gut wie jeder Mensch eine Scheibe abschneiden kann.

Zehntens : Das, was wir menschlich nennen, verkörpern meist vielmehr die Tiere. Herz und Verständnis zeigen, fair und rücksichtsvoll sein, selbstlos zu jemandem stehen und den Gegenüber ohne Oberflächlichkeiten als einzigartig wahrnehmen: Das sind Dinge, die man unter Menschlichkeit. Menschen können scheinbar also noch viel von Tieren lernen…

Tierisch gutes Team, Teil 2: Tierisch tiefer Sinn

Svenja & Pico

 Viele Kinder wünschen sich schon früh ein Haustier. Kuscheln, zu zweit die Welt erkunden und nie allein sein – das stellen sich die Kleinen darunter vor. Doch bis ein solches Vertrauensverhältnis zu einem tierischen Lebewesen aufgebaut ist, bedarf es viel Geduld, Pflege und Ausdauer. Das beweisen die hier vorgestellten Teams, die anfangs teilweise noch gar nicht geglaubt hatten, eben ein solches mit ihrem Tier werden zu können. Svenja und ihr Kater Pico fanden auf eine etwas ungewöhnlichere Weise zusammen – noch viel stärker hat genau das ihr Verhältnis zueinander gemacht.

 „Oh Gott wie süß! Ich muss ihn einfach haben!“ – Das war das erste, das Svenja Berger (18) dachte, als sie den schwarz-weiß gemusterten Kater mit der weißen Schwanzspitze sah. Die erste Begegnung der beiden hatte einen weniger freudigen Anlass: Svenja war eigentlich auf der Suche nach ihrem verschwundenen Kater Nero, als ihr auf der Straße drei obdachlose Babykatzen mit ihrer Mama begegnet sind. Verliebt hat sich die Abiturientin aber direkt in „Pico“. Wegen seinem pinselartig gemusterten Schwanz wurde der Kleine nämlich Picasso getauft.

 „Wir pflegen kein Besitzer-Haustier Verhältnis, wir sind vielmehr Freunde. Es ist ein Geben und Nehmen. Das zeigt er mir mit seiner Art“, erzählt die 18-jährige. Seine Anhänglichkeit, sein Charakter und seine vertrauensvollen Blicke: Das seien drei Merkmale, die den kleinen Pico auszeichnen. Er gehöre zur Familie und vertraue dieser blind, so Svenja. Demnach begleitet der Kater sie im Alltag ebenso wie ihre menschlichen Familienmitglieder. Er begrüße sie beim Haustüraufschließen, bewache sie beim Arbeiten am Schreibtisch und versuche auch sonst in jeder Situation, seiner menschlichen Freundin nahe zu sein. „Verschlafen tue ich auch nie, weil Pico mich sonst solange anstupst, bis ich aufstehe“, lacht Svenja.

 Katzen verkörpern für Svenja eine gewisse Freiheit. Sie behielten, auch wenn sie jemandem gehörten, ihren eigenen Willen. Nur, wenn sie besonders gut behandelt würden, könnten sie die außergewöhnlichsten Charakterzüge entwickeln und dem Menschen wirklich viel zurück geben – „auf eine sehr sanfte Art und Weise“. “Jeder Tag mit ihm ist besonders“, sagt die 18-jährige über ihren Pico. Extrem schön sei es aber, wenn sich der junge Kater in ihre Arme kuschelt und ihr tief in die Augen sieht. „Irgendwie menschlich – wir verstehen uns ohne Worte. Das ist pures Vertrauen“, bemerkt Svenja. Das Lebensmotto der Abiturientin ist „Alles hat einen tieferen Sinn“.

 Das ließe sich auch auf die Begegnung mit Pico übertragen. Zwar ist sie sehr traurig darüber, dass ihr Kater Nero verschwunden ist, jedoch hätte sie sonst niemals Pico kennen gelernt. Beide Vierbeiner seien unheimlich besondere, charakterstarke Tiere – jeder auf seine Art, erklärt Svenja.

Hier findet ihr Teil1 und Teil 3 der Serie „Tierisch gutes Team“.