Analoges Planen ist zurück: Das Bullet Journal

Auf meinem Handy habe ich die App Wunderlist, mein Amazon Echo kann aber nur mit AnyDo oder Todoist arbeiten. Nicht zu vergessen: mein Google-Kalender, in dem die wichtigsten Termine stehen und auf den ich auch jede Besprechung meines Mannes sehen kann. Manchmal könnte ich Stunden damit verbringen, zu suchen, wo genau ich mir jetzt eingetippt habe, was ich eigentlich machen sollte. Und allzu oft vergesse ich dann doch etwas. Das Müsli beim Einkaufen, das Essengeld im Kindergarten, welches Buch ich eigentlich rezensieren sollte und wann wir bei den Freunden eingeladen sind. Die Digitalisierung hat versprochen, solche Dinge zu erleichtern. Doch immer größer wird der Trend, zurück zu den Wurzeln zu gehen. Mit dem Jahreswechsel habe ich beschlossen, es auch zu versuchen und mein erstes „Bullet Journal“ angefangen.

Wer hat’s erfunden?
Mehr als nur ein Kalender: Das Bullet Journal (Foto: kaboompics / pixabay.de)

Mehr als nur ein Kalender: Das Bullet Journal (Foto: kaboompics / pixabay.de)

Das „Bullet Journal“ ist aus Amerika nach Deutschland geschwappt, deshalb der Name. Ryder Caroll hat den Terminkalender darin neu erfunden und gleich um Einkaufszettel, Listen, Notizbuch und was auch immer gerade gebraucht wird erweitert. Der Grundgedanke dabei ist der: Jeder hat unterschiedliche Anforderungen an seinen Planer. Also kann der perfekte Begleiter nur so einer sein, den ich mir selbst gestalte. Im Anleitungsvideo der Original-Seite im Netz ist zu sehen, wie leicht es eigentlich geht. Kein Sorge, deutsche Untertitel gibt es auch. Ein individuelles Inhaltsverzeichnis, freie Gestaltung, freie Zusatzthemen. Aber Vorsicht, denn Freiheit ist trügerisch. Darum habe ich lange nachgedacht, ehe ich es versucht habe.

Der erste Kontakt
Ein Versuch wert? Zum Jahreswechsel fange ich mein erstes Bullet Journal an (Foto: Obermann)

Ein Versuch wert? Zum Jahreswechsel fange ich mein erstes Bullet Journal an (Foto: Obermann)

Ich bin über das Bullet Journal gestolpert, als Dani alias Bröselchen von Broesels Bücherregal das System auf ihrem Blog vorgestellt hat. Die Möglichkeit der absoluten Anpassung faszinierte mich. Immerhin war Dani auch so ehrlich zu schreiben, dass ihr gerade das Anfangen gar nicht so leicht viel. Struktur ins Chaos zu bringen, ist eben nicht einfach. Und lange reifte die Überlegung, ob es die Arbeit wert war, mich einzuarbeiten und es zu versuchen. Wie oft habe ich schon Kalender begonnen und spätestens im Mai lag der Klotz unberührt auf dem Schreibtisch? Und mein System mit Wunderlist, Google und Familienplaner funktionierte doch ganz gut. Und so habe ich einfach eine Weile verfolgt, was die anderen so mit ihren Bullet Journals anfangen.

Viele, viele bunte Möglichkeiten
Alles auf einem Blick: Im Bullet Journal steht nur, was mir wirklich wichtig ist (Foto: Obermann)

Alles auf einem Blick: Im Bullet Journal steht nur, was mir wirklich wichtig ist (Foto: Obermann)

Da gab es Leute, die ihre Bücher auflisteten, um sich vor Augen zu führen, was noch auf dem Stapel ungelesener Bücher liegt, oder in Stichpunkten Rezensionen, Filmeindrücke, Lieblingsmusik festhielten. Manche nutzten ihr Journal als Mini-Fotobuch, als Tagebuch und weniger als Kalender. Andere dagegen schrieben akribisch auf, was sie wann tun wollten. Und es klappte. Sie blieben am Ball. Über Wochen, über Monate. Täglich wiederkehrende Aufgaben wurden dabei nicht etwa abgehakt, sondern auf einer eigenen Seite mit farblich gefüllten – oder eben leer gelassenen–Kästchen gezeigt. Ein individueller Schlüssel macht es möglich, mit einfachen Zeichen sich selbst zu erklären, was mit dieser oder jener Aufgabe geschehen war. Einen Ladebalken imitierend halten manche fest, wie weit sie mit einer Entwicklung sind und wo sie hinkommen wollen. Die Vielfältigkeit überzeugte mich, der Anwendungsspielraum war erschreckend groß, aber vielleicht brauchte ich gerade das, um mir Struktur zu geben.

Ich wage den Versuch
Individuell und vielseitig: Das Bullet Journal hat für jeden genau, was er gerade braucht (Foto: Obermann)

Individuell und vielseitig: Das Bullet Journal hat für jeden genau, was er gerade braucht (Foto: Obermann)

Also habe ich mir ein passendes Notizbuch bestellt und losgelegt. Als zusätzliche Übung liegt nun „Schriftenzauber“ auf meinem Schreibtisch, denn das „Bullet Journal“ darf auch gut aussehen. Kalligrafiestifte und aufwendige Überschriften sehe ich fast täglich im Netz. So weit bin ich noch nicht, immerhin soll mir das Journal erst einmal Spaß machen und den Alltag erleichtern, nicht noch eine Baustelle auftun. Und das funktioniert momentan sehr gut. Ich sehe meine kleinen Ziele und erkenne auch schneller, wenn ich mir zu viel vornehme. Und manchmal reicht der Blick in das Büchlein, um mich die Wäsche aufhängen zu lassen oder noch ein Kapitel für die Dissertation zu schreiben. Oder aber einen Artikel für Face2Face. Und da ich so wirklich alles auf einem Blick habe, ist mir bisher auch noch nichts durchgerutscht.

„Man muss alles im Leben ausprobieren – sonst kann man nicht mitreden“

Erotikmodel Micaela Schäfer im Interview: „Ich ficke auch nicht anders!“

Sie hat ihren Realschulabschluss auf einem Gymnasium gemacht, danach eine Ausbildung zur pharmazeutisch-kaufmännischen Assistentin abgeschlossen und wollte eigentlich ihr Abitur nachholen, um anschließend Pharmazie zu studieren – doch dann kam alles ganz anders: Micaela Schäfer – ihres Zeichens Model, TV-Sternchen und neuerdings auch Schlager-Sängerin – wird wohl kaum jemandem wegen ihres medizinischen Wissens in Erinnerung bleiben. Mit Face2Face sprach die 24-Jährige unter anderem über den Unterschied zwischen sexy und billig, über das Gerücht sie habe einen Porno gedreht und über ihre Zukunft als Sängerin.

Mit erotischen Fotos, TV-Auftritten und Musik erfolgreich: Micaela Schäfer (Foto: Steffen Herbst)

Face2Face: Sie waren bereits in diversen TV-Formaten zu sehen, unter anderem bei „Germanys Next Topmodel“ und „Big Brother“. Würden Sie sagen, Sie sind kamerafixiert?
Schäfer: Es ist mein Job kamerafixiert zu sein – und den mache ich auch sehr gut. Ein Bäcker konzentriert sich auf seine Backwaren, ein Pianist auf die Noten und so weiter…und ich konzentriere mich eben auf die Kamera. (lächelt)

Face2Face: Erst vor Kurzem sind Sie bei der Castingshow „Das Supertalent“ als strippender, schwarzer Schwan aufgetreten. Wie haben Sie sich beim Auftritt gefühlt und empfanden Sie die Kritik der Jury als gerechtfertigt?
Schäfer: Ich habe das gemacht, was mein Job ist: entertained. Ich finde, man sollte sich selbst nicht zu ernst nehmen und einfach Spaß im Leben haben. Natürlich ist singen nicht meine Stärke, aber der Gesamtauftritt hat ein großes Medienecho hervorgerufen und ich habe positive Resonanz bekommen. Supertalent ist eine Show, die die Leute unterhalten soll – und das habe ich gemacht.

Face2Face: Sie haben in letzter Zeit viele erotische Fotos gemacht – es gibt sogar einen Kalender mit sexy Aufnahmen von Ihnen zu kaufen. Hartnäckig hält sich das Gerücht Sie hätten bereits einen Porno gedreht. Wie stehen Sie zu Aussagen wie dieser? Und käme es für Sie jemals infrage tatsächlich einen Erotikfilm zu drehen?
Schäfer: Das Gerücht mit dem Porno ist Quatsch. Wenn es einen gäbe, hätte man diesen doch schon längst veröffentlicht. Ich finde es sehr unfair, dass Leute einem so etwas unterstellen, nur weil man erotische Fotos macht. Das ist ein riesengroßer Unterschied. Es gibt genug andere Frauen die Pornos drehen – da muss ich nicht noch dazu kommen. Ich ficke auch nicht anders!

Face2Face: Wo ist für Sie der Unterschied zwischen sexy und billig?
Schäfer: Den Unterscheid prägen auch Charakter, Einstellung und Ausstrahlung. Weniger ist manchmal mehr. Ich zeige entweder Bein, Po oder Busen und achte immer auf einen lasziven Gesichtsausdruck. Sexy ist man oder auch nicht. Sexy sind für mich zum Beispiel Stars wie Jessica Alba oder Scarlett Johannsen.

Face2Face: Am Sonntag, 2. Oktober endete die Erotikmesse „Venus“ in Berlin. Sie waren das Gesicht der Veranstaltung. Welches Resümee ziehen Sie?
Schäfer: Die Messe war wirklich das Highlight für mich in diesem Jahr. Das Spektrum Erotik und Lifestyle ist so vielfältig. Ich selbst habe viel eingekauft – was verrate ich natürlich nicht…

Face2Face: Sie haben bereits einige Schönheitsoperationen durchführen lassen. Bereuen Sie eine davon?
Schäfer: Ich bereue keine einzige. Ich habe jetzt große Brüste und eine Stupsnase. Ich fühle mich pudelwohl damit und stehe auch dazu.

Face2Face: Sie waren zusammen mit dem im Januar diesen Jahres verstorbenen Pornosternchen „Sexy Cora“ im „Big Brother“-Haus. Was hielten Sie von ihr?
Schäfer: Ich habe Cora nie richtig kennengelernt, da ich das Haus nach zwei Wochen freiwillig verlassen habe und Cora im armen und ich im Luxus-Bereich war. Sie hat auf mich jedoch einen sehr lieben und zurückhaltenden Eindruck gemacht. Ich kann mich noch gut an ihren Auftritt letztes Jahr beim „Venus“-Award erinnern, als sie einen Preis entgegengenommen hat. Sie sah bezaubernd aus und hat auf mich den Eindruck des kleinen, schüchternen Mädchens gemacht. Ich hätte sie gerne besser kennengelernt.

Auf der Suche nach einem Mann mit Humor: TV-Sternchen Micaela Schäfer (Foto: Steffen Herbst)

Face2Face: Haben Sie einen festen Freund?
Schäfer: Ich bin seit über drei Jahren Single. Manchmal glücklich, manchmal auch nicht. Es ist heutzutage nicht mehr einfach einen aufrichtigen Partner zu finden. Die Beständigkeit fehlt, wie ich finde. Ich mag Männer mit Humor und solche, die wissen wie man eine Frau überrascht.

Face2Face: Würden Sie sagen, dass Sie ein gutes Vorbild für junge Mädchen sind? Und gibt es auch für Sie jemanden, den Sie als Ihr großes Vorbild bezeichnen würden?
Schäfer: Ich habe niemanden zum Vorbild. Ich selbst bin sicherlich ein gutes Vorbild für Mädchen, die auch in das Erotikbusiness einsteigen wollen und Klasse haben.

Face2Face: Oben-ohne-DJane und Schlagersängerin – welchen Stellenwert hat Musik in Ihrem Leben?
Schäfer: Ich liebe Musik und ich möchte mich auch nicht festlegen. Das Auflegen als Djane „La Mica“ macht mir großen Spaß und es sind auch Singleauskopplungen geplant. Zum Ballermann werde ich im nächsten Jahr gehen. Mal sehen, wie ich dort ankomme. Man muss alles im Leben ausprobieren – sonst kann man nicht mitreden.

Face2Face: Welche drei Dinge bedeuten Ihnen in Ihrem Leben am meisten? Und wieso gerade diese?
Schäfer: Meine Familie, meine Bodenständigkeit und mein Meerschweinchen . Auf diese drei Dinge bin ich sehr stolz und hoffe, dass sie mir noch lange erhalten bleiben.

Face2Face: Welches sind Ihre nächsten Projekte und Ziele für die Zukunft?
Schäfer: Ich möchte als Djane „La Mica“ weiterhin die Clubs unsicher machen und als Erotikmodel noch mehr Erfolge feiern dürfen – vielleicht auch eine Erotiksendung moderieren und eine eigene Dessous Kollektion herausbringen.

Face2Face: Sie waren auch beim „Galileo Glücksreport“ zu sehen. Würden Sie sagen, dass Sie seit Ihrer Teilnahme daran glücklicher sind?
Schäfer: Die Teilnahme hat mir wirklich sehr geholfen. Ich freue mich über alles Positive und ignoriere das Negative. Ich setze mich jetzt auch mehr durch – das habe ich früher nicht gemacht. Es wollen immer zu viele Leute über einen entscheiden – ich entscheide nun wie es weitergeht und das macht mich selbstsicherer und glücklicher.

Kontakt:
www.micaelaschaefer.de

Vorschau: Im Panorama gibt es am Dienstag, 8. November erstmalig das Rätsel des Monats, sowie am Dienstag, 15. November das Portrait eines jungen Mannes, der an einer schweren Erbkrankheit leidet, die bereits dazu führte, dass ihm eine Lunge transplantiert werden musste.

Weihnachten steht vor der Tür! – Kreative Geschenkideen

Jeden Tag eine kleine Überraschung: Der selbstgemachte Adventskalender (© Uwe Wagschal / pixelio.de)

Wer kennt das nicht? Ein besonderer Anlass – in diesem Fall Weihnachten – steht vor der Tür und man hat nicht den leisesten Schimmer wie man seine Liebsten bestmöglich beschenken kann. Persönlich sollte es sein, kein 0-8-15-„mir-ist-nix-Besseres-eingefallen“-Kram. Deshalb hier meine drei besten kreativen Geschenkideen für jeden Geldbeutel und für jedes Zeitfenster (es soll ja Leute geben, denen erst am Morgen des 24. auffällt, dass sie das ein oder andere Geschenk vergessen habe, nicht wahr?):

Erstens: Der Adventskalender. Und nein – ich spreche nicht von einem 1,50Euro-Schoko-Teil. Dieses Geschenk ist nur etwas für ganz Fleißige, denn man muss rechtzeitig mit den Vorbereitungen beginnen! Für jeden Tag im Advent soll der Beschenkte nämlich eine Kleinigkeit auspacken dürfen. Deshalb: Ganz genau zuhören, was er/sie gebrauchen könnte. Hier ein paar Anregungen: Kosmetikartikel benötigt zumindest frau immer (ist vielleicht der Lieblingsnagellack oder das Puder demnächst leer? – Einfach mal einen Blick riskieren!), aber auch die Herren der Schöpfung brauchen regelmäßig neue Rasierklingen, Duschgel oder eine Gesichtscreme. Auch immer gut: Kleine Snacks für zwischendurch. Vielleicht steht er/sie ja auf eine besondere Sorte Schokolade?! Auch Gutscheine für Massagen oder ein selbstgekochtes Essen kommen immer gut an. Der Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt!Am Schluss kann man einen alten Schuhkarton oder ähnliches nehmen, diesen mit Geschenkpapier einwickeln und als Behältnis für die verpackten und nummerierten Geschenkchen nehmen. Um den Geldbeutel zu schonen, kann es sich lohnen vorher mit dem Zu-beschenkenden abzusprechen, dass das tatsächliche Weihnachtsgeschenk dann etwas kleiner ausfällt. Bei so viel Aufwand und Kreativität wird er/sie einem das bestimmt nicht übelnehmen!

Zweitens: Nochmal ein Kalender. Diesmal nicht nur für den Advent, sondern für´s ganze Jahr. Macht etwas weniger Arbeit als Geschenkidee1, kommt aber garantiert ebenso gut an! Zu kaufen gibt´s das „Rohgerüst“, sprich den leeren Kalender, in vielen Schreibwarenläden. Gut ist es, wenn keine Wochentage dabei stehen, dann kann man ihn nämlich immer benutzen und muss ihn nicht nach einem Jahr aussortieren. Jetzt kommt die Kreativität ins Spiel: Für jeden Monat muss etwas Passendes her. Ein paar kleine Tipps: Fotos von dir und ihm/ihr, ein schönes Gedicht oder eine hübsche Postkarte. Auch cool: Ein „Erpresserbrief“, also eine Botschaft, die aus lauter unterschiedlichen Buchstaben geklebt ist. Fertig!

Drittens: Ein Bild mit Rahmen. Klingt einfallslos und langweilig, ist es aber nicht. Denn in den Rahmen hinein kommt ja nicht irgendein Bild… Als erstes überlegt man sich eine Botschaft, zum Beispiel ganz klassisch „Ich hab dich lieb“. Jedes Wort dieser Botschaft wird dann groß auf jeweils ein Stück Papier geschrieben und dann geht´s auf zur nächsten Fotokabinen (die gibt es in jedem halbwegs großen Bahnhof). Dort gibt es meist die Funktion vier Fotos hintereinander zu machen. Zumindest als ich das vor längerem mal gemacht habe, konnte man jedes der vier Foto außerdem zwei- bis dreimal ausprobieren. Jetzt für jedes Foto ein anderes Schild hochhalten (in der richtigen Reihenfolge, versteht sich), ausdrucken und schon hat man eine Liebeserklärung deluxe. Eine raffinierte Idee, die wenig Zeit, Aufwand und Geld (Foto: ca. 5 Euro, Rahmen: ca. 3 Euro) kostet!

Vorschau: Nächsten Samstag gibt´s zum ersten Mal etwas zum Thema Sport oder nennen wir es lieber „sportliche Übungen“: Drei Übungen für den perfekten Knackpopo– interessant für Männlein und Weiblein!