Musik ist wie Atmen – Eloy de Jong im Interview

Eloy de Jong wurde 1973 in Den Haag in den Niederlanden geboren und war in den 1990er Jahren Mitglied der niederländisch-englischen Boygroup Caught in the Act, die sich 1998 trennte. Nachdem er in den letzten Jahren verschiedene Soloauftritte in Deutschland hatte, will er dieses Jahr wieder mit seinen zwei ehemaligen Bandkollegen Lee Collin Baxter und Bastiaan Ragas auf Tour gehen. Auf der Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin haben Caught in the Act 2015 ihr Comeback gefeiert.

Unverwechselbares Lächeln: Eloy de Jong (Foto: Linda Zwerus Photography)

Unverwechselbares Lächeln: Eloy de Jong (Foto: Linda Zwerus Photography)

Face2Face: Wie kamst du zur Musik?

Eloy: Ich habe eigentlich immer Musik geliebt. Musik ist wie Atmen. Ich habe meine Karriere aber eigentlich mit Tanzen begonnen und war holländischer Jugend-meister im Standardtanz. Nach dem Tanzen habe ich auch die Liebe zum Singen entdeckt und dann bin ich in die Gruppe gekommen.

Face2Face: Welche Musik hörst du am liebsten?

Eloy: Ich war zum Beispiel vor einer Weile in Kanada beim Konzert von Fleetwood Mac. Das ist eine Gruppe aus den 1960er/1970er Jahren, aber die haben schöne Songs gemacht. Vor ein paar Jahren war ich auf einem Konzert von Nena in Deutschland. Außerdem liebe ich Tracy Chapman. Von den neueren Sachen höre ich zum Beispiel gerne Mika und Adele. Ich finde das Lied „What do you mean?“ von Justin Bieber auch gut.

Face2Face: Mit wem würdest du gerne mal ein Duett singen?

Eloy: Vielleicht in Deutschland mit Nena. Sie ist ein Kultstar von früher.

Face2Face: Was war dein schönstes musikalisches Erlebnis bisher?

Eloy: Es gibt viele, gerade wenn ich an die Caught in the Act-Zeit zurückdenke. Als unsere Songs zum ersten Mal im Radio gespielt wurden, war das so ein tolles Gefühl. Und dann als wir unseren ersten Hit hatten. Das war ganz wichtig für uns.

Face2Face: Wenn du an die Zeit mit Caught in the Act in den 1990ern zurückdenkst: Was war positiv und was war negativ?

Eloy: Was super toll war, war die Unterstützung von unseren Fans, der Erfolg und dass wir so viele Länder bereisen konnten. Was vielleicht nicht so gut war, war, dass wir niemals zu Hause sein und keine Privatsphäre haben konnten. Es war vielleicht auch schwierig, so berühmt zu sein, weil man natürlich ganz jung ist, wenn so etwas anfängt und sich das eigene Leben stark von dem anderer unterscheidet. Gleichzeitig bin ich aber auch superfroh, dass wir das erlebt haben. Wenn ich jetzt so zurückgucke, denke ich immer: „Wow, wir haben das zusammen geschafft.“ Das ist ein ganz tolles Gefühl.

Vorschau: Den zweiten Teil des Interviews mit Eloy de Jong lest ihr nächsten Samstag.

Soundcloud, Youtube & Co. – Wo hört ihr eure Musik?

Wer kennt das nicht: Ihr hört im Radio einen neuen Song und der geht euch nicht mehr aus dem Kopf. Und bei Ohrwürmern hilft ja bekanntlich nur eines: solange das Lied hören, bis der Ohrwurm wieder weg ist – oder man das Lied überhaupt nicht mehr hören kann.

Aber erst mal eins nach dem anderen. Ihr habt jetzt also diesen tollen Song gehört. Doch wie findet ihr raus wie er heißt und von wem er ist? Klar, wenn der Moderator kurz danach alles verrät, ist das einfach. Doch wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, gibt es auch Apps für Smartphones, wie Shazam, die das Herausfinden des Songs vereinfachen. Einfach die App öffnen, das Handy an den Lautsprecher halten und los geht’s.

Jetzt hat man also den Songtitel rausgefunden und nun stellt sich die nächste Frage: Wo höre ich mir den jetzt an? Denn jeder hat da so seine eigenen Vorlieben.

Bild und Ton

Als erstes fällt einem doch bestimmt Youtube ein. Jeder kennt es und jeder schaut sich regelmäßig Videos an. Ob lustige Sketche, Nachrichten oder einfach Musik – Youtube hält ein breitgefächertes Angebot parat. Gerade Musik spielt auf der Plattform eine große Rolle, wurden doch Stars wie Justin Bieber durch das Veröffentlichen von gecoverten Songs berühmt. Fast alle bekannten Künstler haben eigene Youtube-Kanäle, in denen sie regelmäßig ihre Musikvideos hochladen.

Mitgliedschaft erforderlich

Eine andere Möglichkeit Musik zu hören ist Soundcloud. Dort laden viele Künstler ihre eigene Musik hoch, stellen sie sogar teilweise zum kostenlosen Download bereit. Vor allem die Musikrichtungen House, Techno und Mash-Ups sind auf dem Portal zu finden. Haken daran: um sich Musik dort anzuhören, muss man sich mit seiner E-Mail-Adresse anmelden, was nicht jeder gerne macht.

Musik auch offline hören

Beide bereits angesprochenen Portale sind zwar super – funktionieren aber nur mit Internetzugang. Spotify hingegen bietet seine Musik auch offline an. Hier muss man sich ebenso einen Account anlegen, kann aber wählen, zwischen Premium (hier muss ein monatliches Entgelt entrichtet werden) oder dem kostenlosen Account. Bei der zweiten Variante ist jedoch nicht gewährleistet, dass man Zugriff auf alle Songs hat.

Wenn ihr es nun aber gar nicht aushaltet und das Lied in Dauerschleife, egal wo ihr seid, hören wollt, solltet ihr euch einfach überlegen, ob ihr den Song nicht einfach kauft. Als Mp3-Datei kann man den Song zum Beispiel auf dem Smartphone oder MP3-Player dauerhaft anhören.

Haben wir in unserer Auflistung ein Portal vergessen? Wo hört ihr am liebsten eure Musik? Wir freuen uns über eure Tipps und Kommentare!

Vorschau: Nächste Woche berichtet Sabrina von der Caught in the Act Reunion, die uns dieses Jahr bevorsteht.

Du bist das Fernsehen!

Youtube. Frei übersetzt: Du bist das Fernsehen! Hier ist der Name Programm. Gab es früher nur Musikvideos und zusammengeschnittene Pannenvideos zu sehen, gibt es heutzutage kein Thema, das nicht auf youtube hochgeladen wird. Besonders beliebt sind Do-it-yourself-Videos, Vlogs, Mode- und Beautyvideos und vor allem Coversongs. Menschen aus aller Welt trällern ihr Lieblingslied vor und verleihen dem Song eine ganz persönliche Note. Und der ein oder andere hat genau so seine internationale Karriere begonnen.

Superstars wie Justin Bieber, Lana Del Rey und nicht zuletzt PSY haben ihre ersten Fans auf youtube gefunden. Bei den unzähligen Klicks bei youtube – PSY (koreanischer Popsänger) hatte es mit dem Ohrwurm des Jahres 2012 „Gangnam Style“ auf 1 Milliarde und damit ins Guinness Buch geschafft – bleibt es natürlich nicht. Es folgen Plattenverträge und internationale Karrieren. Potenzielle Stars von morgen werden heutzutage gezielt auf youtube gesucht. So wurde Justin Bieber (kanadischer Popstar) im zarten Alter von 14 Jahre von Musikproduzenten entdeckt und feiert seitdem unglaubliche Erfolge.

Die US-amerikanische Popsängerin Lana del Ray reiste jahrelang als Nachtclubsängerin durch die Staaten, bevor ihr selbstgeschnittenes Video „Video Games“ Rekordzahlen erreichte. Hatte sie als Tochter reicher Eltern in New Yorker Clubs nur mäßig Erfolg, wird sie als Entdeckung des vergangenen Jahres gehandelt. Inzwischen modelte sie für Karl Lagerfeld, launchte eine Modekollektion mit dem schwedischen Modehaus H&M und schreibt jetzt erfolgreich Filmmusik.

Und auch die ganz Großen Stars suchen Inspiration und noch nicht entdeckte Talente im neuen Fernsehen. So kopierte keine geringere als Beyoncé Knowles (US-amerikanische R’n’B-Sängerin) eine afrikanische Tanzgruppe für ihr Video „Who run the world (Girls)“ und ließ die Tänzer zum Choreographieren extra in die Staaten einfliegen. „Les Twins“, tanzende Zwillinge aus Frankreich nahm die Dame gleich mit auf ihre Tour im Jahr 2011, nachdem die beiden auf youtube wie eine Bombe einschlugen.

Die wenigsten Youtuber setzen sich einfach vor ihre Kamera und singen einfach los. Vielmehr wird mit professionellem Licht, perfekt sitzenden Songtexten und kreativen Ideen versucht, aus der Masse herauszustechen und die Zuschauer auf sich aufmerksam zu machen. Schließlich ist youtube das neue Fernsehen!

Vorschau: Nächsten Samstag lest ihr an dieser Stelle etwas über die Arbeit bei Hamburg Records.