Die Partyszene in der „schönsten Stadt der Welt“

Heimat und Zuhause – das bedeutet Speyer für Caroline Gartner. Seit sie denken kann, lebt die 20-Jährige in der Domstadt, hat also auch deren Ausgehmöglichkeiten ausgiebig getestet. Aber nicht nur das: Für eine Hausarbeit hat sie jetzt 130 Jugendliche aus Speyer und Umgebung befragt, wie zufrieden sie mit der Partyszene sind. Und wir wollten natürlich wissen, was da herauskam!

Home is where the heart ist: Caroline hat sich eine Brezel in Herzform als Symbol für ihre Liebe zu Speyer tätowieren lassen (Foto: C. Gartner)

Home is where the heart ist: Caroline hat sich eine Brezel in Herzform als Symbol für ihre Liebe zu Speyer tätowieren lassen (Foto: C. Gartner)

Face2Face: Wieso hast du dich in deiner Arbeit ausgerechnet mit den Ausgehmöglichkeiten für Jugendliche in Speyer beschäftigt?
Caroline: Meine eigene Erfahrung ist, dass das Angebot gerade für die unter 18-Jährigen nicht allzu umfassend ist. Oft war ich traurig, wenn ich an einer der wenigen Partys, die stattfanden, nicht teilnehmen konnte, denn das Warten auf die nächste kam einem da schon seeehr lange vor. Darum hat mich natürlich brennend interessiert, wie das meine Altersgenossen sehen. Gerade durch die vielen Schulen tummeln sich in Speyer ja sehr viele Jugendliche. Deshalb sind sie auch so wichtig für eine Stadt wie Speyer – eine bunte Mischung aus Jung und Alt trägt dazu bei, dass sich eine Stadt weiterentwickeln kann und nicht in der Zeit stehenbleibt.

Face2Face: Was hat deine Umfrage ergeben?
Caroline: Leider sind die Jugendlichen eher unzufrieden mit den Ausgehmöglichkeiten in Speyer. Man muss aber ganz klar unterscheiden zwischen Bars/ Cafés und Diskotheken. Die Umfrage-Teilnehmer wünschen sich eine neue Diskothek bzw. wollen die vorhandenen Locations häufiger für Partys nutzen. Für mich bedeutet das, dass die Jugendlichen gerne mehr Trubel und mehr Möglichkeiten im Speyrer Nachtleben hätten. Wenn das gegeben wäre, würden sie sicher seltener auf die umliegenden Städte ausweichen, um mit ihren Freunden tanzen und feiern zu gehen. Die Bar- und Café-Auswahl ist dafür laut meiner Umfrage durchaus ausreichend für die Jugendlichen – hier bleiben kaum Wünsche offen.

Face2Face: Und was würdest du dir für die Speyrer Partyszene wünschen?
Caroline: Natürlich wäre auch ich von einem neuen Club in Speyer nicht abgeneigt. Allerdings habe ich während meiner Recherchen auch festgestellt, dass Speyer doch einiges an Veranstaltungen zu bieten hat, von denen man jedoch leider oft zu spät oder gar nicht erfährt. Helfen kann es da, wenn die Stadt mit den Jugendlichen in Kontakt tritt. Mit der Facebook-Seite der Stadt Speyer ist hier aus meiner Sicht bereits ein wichtiger Schritt getan.

Face2Face: Schon während der Recherche für deine Arbeit standest du ja in Kontakt zur Stadt Speyer. Was fängt die nun mit dem Ergebnis deiner Umfrage an?
Caroline: Ich glaube die Stadt ist sich dessen bewusst, dass die Jugendlichen doch eher unzufrieden sind mit den Ausgehmöglichkeiten und versucht bereits gemeinsam mit dem Jugendstadtrat etwas zu verändern. Ich habe den Eindruck, dass die Stadt sehr bemüht ist um ihre jungen Bewohner und auch gerade dabei ist etwas in Bewegung zu bringen. Eins bleibt natürlich für mich dabei festzuhalten: Natürlich sind Ausgehmöglichkeiten wichtig – wenn sich die Bürger diese wünschen umso mehr, trotzdem sind es ja nicht nur die Ausgehmöglichkeiten, die Speyer zu einer wunderschönen Stadt machen, sondern auch viele andere Dinge.

Vorschau:

Mit BlaBlaCar günstig durch Europa

Freitag, nach Feierabend,  16:30 Uhr: Ich will übers Wochenende nach Paris! Warum? Ich möchte Freunde besuchen. Blöd nur, dass ich in Frankfurt bin.
Flugzeug? Zu teuer! Bahn? Zu teuer! Die Lösung: Eine Mitfahrgelegenheit. Ich suche nach einer Möglichkeit auf www.blablacar.de – eine Plattform, die ich durch Bekannte kenne. Mit über neun Millionen Nutzern und ist sie somit die größte Online-Mitfahrzentrale in Europa. Mehr als eine Million Mitglieder sind monatlich mit BlaBlaCar unterwegs- Tendenz steigend. Der Dienst ist in Deutschland bislang kostenlos.

Ich schalte also meinen Laptop an, gebe meine Wunschroute Frankfurt-Paris ein. Datum? Heute! Nach nur wenigen Sekunden: Ein Volltreffer! Timothée hat noch Platz in seinem Auto. Um 17:00 Uhr bricht er vom Frankfurter Flughafen auf nach Paris – für unschlagbare 30 Euro !
Es bleiben mir also exakt 30 Minuten. Schnell wird mir klar, dass ich das nicht schaffe. Eine kurze Nachricht an Timothée, ob ich noch mitfahren kann und mit der kurzen Information, dass ich zehn Minuten später da wäre. Nach nur wenigen Minuten die Antwort: „Yep sure! See you there!“.
Kurz einloggen und innerhalb von 30 Sekunden habe ich meinen Platz in Timothées Auto gebucht.

Ohne weitere Vorbereitungen zu treffen düse ich zum Flughafen, wo ich Timothée treffe. Er ist 28 Jahre alt, lebt seit drei Jahren in Deutschland und fährt regelmäßig in seine Heimat um Freunde und Familie zu besuchen. Außer mir fährt noch ein junger Mann aus Marokko mit.
Da Timothée sowohl französisch als auch deutsch spricht, ist die Verständigung kein Problem. Wir unterhalten uns über den Job, Freunde, die Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich. „Sagt Bescheid, falls es zu kalt ist. Oder wenn ihr andere Musik hören möchtet.“, lässt uns Timothée wissen. So macht Carsharing Spaß!
Das Navi läuft, die Zeit verstreicht. 22:46 Uhr: Ankunft in Paris. An einer zentralen U-Bahn Station lässt uns Timothée aussteigen. Ciao Timothée, Ciao Ali! Vor etwas mehr als sechs Stunden war ich noch an meinem Schreibtisch zuhause. Jetzt bin ich mittendrin in Frankreichs Metropole Paris.

Wie man ein Modelabel gründet – das lernst du in keiner Vorlesung!

Die Abkürzung für My father kicks asses oder doch nur eine rein zufällige Buchstabenfolge – wofür MFKA wirklich steht wissen die Gründer des Modelabels angeblich selbst nicht. Dafür wissen sie sehr genau, was sie einzigartig macht und wie man den Party-Faktor erfolgreich in die Verkaufsstrategie miteinbezieht. Jan Krikava (25) und Michael Klamerski (24) stehen Face2Face Rede und Antwort.

Frech und provokant: MFKA Clothing (Foto: Julian Schröpel & Christopher Weis)

Frech und provokant: MFKA Clothing (Foto: Simbayu)

Face2Face: Stellt euch vor!
Jan: Wir sind MFKA Clothing, ein junges Bekleidungsunternehmen, das seit drei Jahren seine Ideen in Form von verschiedenen Prints umsetzt. Unser Team ist seit Ende letzten Jahres auf fünf Mann angewachsen: Erschad ist zuständig für Online-Shop, Lager und Social Media, Julian ist unser Designer und Fotograf, der mit mir zusammen die Motive entwirft, Basty kümmert sich als gelernter Schneider und Stylist um den passenden Schnitt unserer Stücke und Michael ist nur für Social Media, Marketing und PR zuständig.
Michael: Mit Mannheim, München und Berlin sind wir über ganz Deutschland verteilt und können so den einen oder anderen Trend schnell erkennen. Das bringt natürlich gewisse Vorteile mit sich.

Face2Face: Ihr seid keine hauptberuflichen Existenzgründer – du, Jan, studierst Wirtschaftsinformatik, Michael, du bist im Online Marketing tätig. Würdet ihr anderen empfehlen ein Unternehmen zu gründen oder ratet ihr eher zu geregelter Ausbildung und Festanstellung?
Jan: Jeder sollte nach Möglichkeit den Mut fassen und selbst gründen. Man kann das ja auch etwas lockerer und nebenbei angehen – wir sind der Beweis dafür. Die Festanstellung bietet natürlich immer Sicherheit, aber was spricht denn gegen das Abenteuer Unternehmensgründung?
Michael: Indem wir alles nebenher machen und nur Kapital einsetzen, dass wir in der Gruppe entbehren können, ist unser Risiko relativ gering. Wobei das auch heißt, dass man die Kohle anstatt in den Wochenendtrip nach Prag lieber in die neue Kollektion steckt. Allerdings kann ich jedem raten, eigene Sachen auf die Beine zu stellen. Die Erfahrungen, die du dabei sammelst, sind Gold wert, das lernst du in keiner Vorlesung.

Entwirft die Motive für MFKA: Jan Krikava (Foto Simbayu)

Entwirft die Motive für MFKA: Jan Krikava (Foto Simbayu)

Face2Face: Wer ist eure Zielgruppe?
Michael: Unsere Zielgruppe ist der modebewusste, szenekundige Mitzwanziger, der sich für Urban Music, Streetart, Skaten und Co. interessiert. Nein, in solch festen Definitionen denken wir nicht. Wir machen Mode, die uns gefällt. Unsere Zielgruppe sind diejenigen Personen, die sich damit identifizieren können. Allerdings kommen viele unserer Kunden tatsächlich aus dem oben genannten Gebiet.

Face2Face: Es gibt eine riesige Auswahl an Modelabels – was macht MFKA Clothing zu etwas besonderem?
Jan: Zum einen sind wir gut vernetzt. Aufstrebende Künstler wie Johnny Rakete und Kex Kuhl tragen nicht nur unseren Stuff, sondern feiern das richtig – ob auf Festivals, Gigs oder in Musikvideos. Aber auch verschiedene DJs aus der deutschen Clubszene feiern uns, zum Beispiel DJ Silence und DJ Maaleek.
Michael: Zum anderen sehen wir uns selbst als Lifestyle-Brand und werden so auch wahrgenommen. Wir feiern hin und wieder unseren eigenen Partys. So wird es zum Beispiel zu unserer neuen Kollektion, die im April kommen soll, auch eine Release-Party geben. Ihr dürft also gespannt sein!

Für das Marketing bei MFKA Clothing zuständig: Michael Klamerski (Foto: Sebastian Pitsch)

Für das Marketing bei MFKA Clothing zuständig: Michael Klamerski (Foto: Sebastian Pitsch)

Face2Face: Welche Schritte erfolgen, bis ein Produkt über euren Onlineshop vertrieben werden kann?
Jan: Zuerst ist da die Idee. Die entsteht meistens bei irgendwelchen Skype-Meetings oder beim gemeinsamen Feiern. Dann wird das skizziert und anschließend innerhalb der Gruppe vorgeschlagen. Wenn das dann gutes Feedback findet, fangen wir an das Motiv als Vektorengrafik umzusetzen. Währenddessen werden verschiedene Textilien ausgewählt – je nach Jahreszeit. Anschließend lassen wir das Motiv dann zur Probe drucken, gefällt uns das Ergebnis dann lassen wir das Ganze in unserer Druckerei des Vertrauens als Großauflage drucken. Julian fotografiert unsere neusten Werke, Erschad und ich tragen das dann im Online-Shop ein. Michael legt parallel schon mal einen Plan zurecht, wie man das alles promoten könnte.
Michael: Wichtig für uns ist, dass wir durch unsere Community sehr gute Unterstützung bekommen. So bauen wir eine Beziehung zu den Leuten auf. Ich vermisse anonyme Massenverkäufe via Ebay und Co. im Moment überhaupt nicht. Wir haben lieber eine kleine und exklusive Produktpalette, anstatt viele austauschbare Shirts. Ebenfalls ist es wichtig, gute Beziehungen zu Modebloggern und anderen Labels aufzubauen, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Face2Face: Die Auswahl in eurem Online-Shop ist derzeit noch recht klein – was soll demnächst noch dazukommen? Was sind eure Pläne für die Zukunft?
Jan: Wenn unsere neue Kollektion im April kommt, sollte der Online-Shop wieder etwas mehr befüllt sein. Zudem planen wir auch noch einen Blog, der mit verschiedenen Lifestyle-Themen berichtet – zum Beispiel Musik, Fashion und Kunst.

Hier geht´s zum MFKA Onlineshop, zum Facebook-Auftritt und zum Instagram-Account des Modelabels.

Vorschau: Am Dienstag, 10. Februar, berichtet Becky hier von ihrem Besuch bei einer Kartenlegerin.

Bringt euch garantiert stylish und warm durch den Winter: Gewinnt einen Beanie von MFKA Clothing (Foto: ...)

Bringt euch garantiert stylish und warm durch den Winter: Gewinnt einen Beanie von MFKA Clothing (Foto: Simbayu)

Gewinnspiel:
Stylisch und warm durch den Winter kommen? Gewinnt mit Face2Face einen exklusiven MFKA-Beanie! Was ihr dafür tun müsst: Schreib bis einschließlich Sonntag, 25. Januar 2015, 23:59 Uhr eine Mail an gewinnspiel@face2face-magazin.de mit dem Betreff „MFKA“. Darin enthalten sein sollte dein Vor- und Nachnamen, eine Adresse (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort) sowie eine gültige E-Mail-Adresse. Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe des Gewinners erfolgt dann am Montag, 26. Januar 2015 via Mail.

Viel Glück euch allen!
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Nutzungsbedingungen
§ 1 Gewinnspiel (1) Das Gewinnspiel wird von der Online-Zeitschrift Face2Face durchgeführt.

§ 2 Teilnahme (1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. (2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-Mailadresse schreibt und dort ihren Namen bzw. die Namen der möglichen Gewinner sowie eine Adresse für die Übersendung des Gewinns hinterlässt. (3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen. (4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel (1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebe-dingungen behält sich die Online-Zeitschrift Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen. (2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden. (3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des Weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden. (4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht. (5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht am möglichen Gewinn berücksichtigt werden. (6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung (1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per Telefonanruf, über den schriftlichen Postweg oder E-Mail über ihren Gewinn informiert. Kann der Gewinner nicht telefonisch erreicht werden, wird der jeweilige Gewinner über seine angegebene E-Mail Adresse oder Postanschrift über seinen Gewinn informiert. (2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich. (3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden. (4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass das Meet&Greet, Konzert oder die Veranstaltung durchgeführt werden kann, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz. (5) Ist aus zuvor nicht vorhersehbaren sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich den Besuch im Backstagebereich durchzuführen, besteht kein Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz (1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten. (2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes die Namen öffentlich bekannt gegeben werden, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face. (3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren. (4) Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle einsandten E-Mails wieder gelöscht.

§ 6 Sonstiges (1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar. (3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

„MS ist keine Strafe, sondern eine Aufgabe“

Etwas gehetzt komme ich am Speyerer Postplatz an. Ich bin wie immer zu spät dran. Und natürlich wartet sie schon auf mich. Sie ist ein bisschen blass. Ihr Körper wirkt zierlich, fast schon zerbrechlich. Doch ansonsten deutet nichts darauf hin, dass sie noch vor wenigen Tagen im Krankenhaus lag.

Blick nach vorne: Svenja sieht ihre Krankheit MS als Aufgabe, nicht als Strafe (Foto: privat)

Blick nach vorn: Svenja sieht ihre Krankheit MS als Aufgabe, nicht als Strafe (Foto: privat)

Svenja Mohr ist 22 und hat Multiple Sklerose, eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die je nach Patient ganz unterschiedliche Ausprägungen haben kann.
Als Svenja im Dezember 2012 eines Morgens aufsteht und schlaftrunken gegen die Zimmertür läuft, denkt sie sich dabei nicht viel. „Klingt lustig und war es zuerst auch“, erzählt mir die junge Frau, als wir die Maximilianstraße entlang gehen. Sie muss sogar jetzt noch grinsen, wenn sie daran zurückdenkt. Dabei glitzert ihre Zahnspange frech in der Mittagssonne.

Dann erzählt sie weiter: „Beim Zähneputzen habe ich dann gemerkt, dass meine rechte Gesichtshälfte taub ist und beim Frühstück war ich dann sicher: Da stimmt etwas nicht!“
Svenja kommt ins Krankenhaus. Dort werden jede Menge neurologische Tests gemacht: bei geschlossenen Augen mit dem Finger auf die Nase tippen, die Zehen aufstellen und beugen, gerade auf einer Linie laufen. Svenja nennt sie Affentests, weil sie sich bis heute komisch dabei vorkommt, wenn sie sie bei ihren regelmäßigen medizinischen Kontrollen machen muss. Blutuntersuchung, Hirndruckmessung und die Messung der Hirnströme mithilfe von elektrischen Impulsen über Akkupunkturnadeln in Kopf und Schultern folgen. Das MRT bringt schließlich ein Ergebnis: In Svenjas Gehirn sind graue Schatten zu sehen.

„Ich hatte solche Angst, es wäre Krebs“, erzählt mir die 22-Jährige, „es war eine richtige Erleichterung, als mir gesagt wurde, dass es kein Krebs ist.“ Nachdem auch eine Hirnhautentzündung ausgeschlossen werden kann, fällt der Verdacht der Ärzte auf Multiple Sklerose, kurz MS. Doch die Diagnose kann erst bestätigt werden, wenn es einen zweiten Krankheitsschub gibt.

Der lässt nicht lange auf sich warten: „Ich saß bei meinem Freund im Auto – das war im Januar 2013 – und plötzlich fing meine Hand an zu zittern. So ging das dann zwei oder drei Stunden.“ Nach einem weiteren MRT stellt der Radiologe die Diagnose: MS.

Zuversichtlich: Svenja hofft auf eine intravenöse Therapie mit einem neuen, vielversprechenden Medikament (Foto: privat)

Zuversichtlich: Svenja hofft auf eine intravenöse Therapie mit einem neuen, vielversprechenden Medikament (Foto: privat)

Ruhig sieht mich Svenja an. Wir haben uns inzwischen in ein Café gesetzt. Ich fühle mich etwas unsicher. Fast glaube ich, mich hat ihre Diagnose mehr getroffen als sie im ersten Moment. Zu meiner Erleichterung muss ich gar nicht nachhaken – sie erzählt von sich aus, ganz frei und locker: „Am Anfang habe ich ziemlich cool reagiert. Erst nach einem sehr starken Schub im April 2013 wurde mir meine Krankheit so richtig bewusst. Mein Körper wurde völlig taub. Innerhalb von zwei Tagen konnte ich meine Beine nicht mehr bewegen. Ich versuchte auf Krücken zu gehen, aber dann hatte ich auch in den Armen keine Kraft mehr.“ Zwei Tage habe sie durchgeheult. Und auch ihre Familie sei völlig durch den Wind gewesen.

Zum aktuellen Zeitpunkt hat Svenja zwölf Entzündungsherde im Gehirn und fünf weitere in der Wirbelsäule. Bei dem Gedanken daran läuft es mir eiskalt den Rücken hinunter. Wie muss sich dann erst Svenja fühlen?
„Manchmal vergesse ich total viel“, berichtet sie mir von den Symptomen ihrer Krankheit, „ich darf mich weder körperlicher Anstrengung noch Stress aussetzen. Zeitweise habe ich schlimme Schlafstörungen. Tatsächlich komme ich mir manchmal wie eine 80-Jährige vor.“ Zur Demonstration hebt sie ihre linke Hand – „ich denke nicht, dass das Zittern nochmal weggeht.“

Anfang September beginnt die Speyererin eine Ausbildung zur Erzieherin. Wenn sie darüber spricht, strahlen ihre Augen. „Kinder sind sehr tolerant und verständnisvoll“, sagt sie, „ich erkläre ihnen einfach, wenn ich etwas nicht richtig kann und sie nehmen das so auf. Gleichaltrige und Ältere reagieren dagegen teilweise überfürsorglich.“

Bald beginnt Svenja eine intravenöse Therapie mit einem neuen Medikament, das sehr vielversprechend ist. Viele MS-Patienten fühlen sich damit wie neu geboren, erzählt sie mir. In ihrer Stimme liegt Hoffnung.
Ihr erklärtes Ziel ist es, nicht im Rollstuhl zu landen. Stattdessen möchte sie ihre Ausbildung erfolgreich abschließen und so lange wie nur möglich in ihrem Beruf tätig sein. Außerdem wünscht sie sich ein eigenes Auto, um unabhängig zu sein. Und später einmal hätte sie gerne eine eigenes Haus und Kinder.

Die Wünsche und Sehnsüchte einer ganz normalen jungen Frau, denke ich bei mir. Und doch ist Svenja so viel mehr: Nach dem starken Schub im April 2013 hat sie innerhalb von einer Woche wieder gehen gelernt; ihr Lebensmotto „Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest“ ist während unseres Gesprächs so spürbar, als schwebe es in leuchtenden Lettern zwischen uns.

Wirkt auf den ersten Blick blass und zerbrechlich: Doch Svenja blickt optimistisch in ihre Zukunft (Foto: privat)

Wirkt auf den ersten Blick blass und zerbrechlich: Doch Svenja blickt optimistisch in ihre Zukunft (Foto: privat)

„Ich sehe meine Krankheit nicht als Strafe, sondern als Aufgabe“, erklärt sie mir. Sie möchte über ihre Erkrankung sprechen und anderen in derselben Situation helfen. Deshalb hat sie eine Gruppe auf Facebook gegründet: MS-JUGEND Speyer & Umgebung. „Als junger Mensch tappt man mit MS völlig im Dunkeln. Ich will nicht, dass das irgendjemand alleine durchstehen muss“, so Svenja.

Als ich nach Hause fahre, ist mein Kopf randvoll mit Gedanken. Es ist erstaunlich, wie optimistisch Svenja in ihre Zukunft sieht, wie sie all das, was sie mit ihren 22 Jahren schon mitgemacht hat, verkraftet, all das Negative in Positives umwandelt und dabei nicht zuletzt an andere denkt.

Wenn ich ehrlich bin, hat mir vieles von dem, was sie von ihrer Krankheit berichtet hat, Angst eingejagt. Und trotzdem ist sich Svenja sicher: „Krebs wäre um einiges schlimmer gewesen.“

Info:
Jugendliche und junge Erwachsene, die selbst an MS erkrankt sind oder erkrankte Freunde oder Verwandte haben, können sich der Gruppe MS-JUGEND Speyer & Umgebung gerne anschließen. In der Gruppe könnt ihr euch austauschen und gemeinsame Aktivitäten planen.

Vorschau: Svenjas größte Angst war es, an Krebs erkrankt zu sein. Am Dienstag, 23. September berichten wir im Panorama über eine Frau, deren Schwester an Krebs gestorben ist.

Blogger Bazaar – coole Tunes, kalte Drinks und entspanntes Networken

Die Stadt der Messe, die Stadt des Flughafens und jetzt auch für einen Tag absolute Modemetropole. In Frankfurt hat am letzten Samstag (26.04.2014) das Modeblogger-Event Blogger Bazaar stattgefunden. Ein Event nicht nur für Blogger, sondern auch für begeisterte Modeblog-Leser.

Ideenreich: Lisa Banholzer ist einer der kreativen Köpfe des Blogger Bazaars. (Foto: Eyecandy)

Ideenreich: Lisa Banholzer ist einer der kreativen Köpfe des Blogger Bazaars. (Foto: Eyecandy)

Die Idee des Blogger Bazaars ist, laut Lisa Banholzer von Blogger Bazaar, Blogger und modeinteressierte Blogleser live und in Farbe zusammen zu bringen. „Wir fanden es schade, dass Blogger mit ihren Lesern immer nur über das Internet im Kontakt waren und sich nie persönlich treffen konnten. Also war es unser Plan bloggers, people and brands in der Offline-Welt zusammen zu bringen.“ Seit Oktober 2013 tourt das Team mit dem Bloggerevent in der Bundesrepublik rum. Frankfurt ist die vierte Veranstaltung. „ Nach München, Hamburg und Berlin haben uns unsere Fans nach Frankfurt gelockt. Frankfurt ist eine coole und sympathische Stadt. Die Leute hier sind super locker und die Stimmung hier ist einfach spitze“, schwärmt Lisa begeistert von der Mainmetropole.

„Wir haben wirklich einen Traumjob, auch wenn wir natürlich viel Arbeit rein stecken müssen. Ein Startup direkt nach dem Studium birgt nach natürlich auch ein hohes Risiko. Aber wir machen was mit Mode, Bloggern und mit Freundinnen. Bei uns herrscht echte Frauenpower.“ Wir, das sind drei Freundinnen die nach ihrem Studium der Betriebswirtschaft und des Kommunikationsdesigns ihre eigenen Ideen verwirklichen wollen. Ihre Idee, ist vor allem Modebegeisterte zusammen zu bringen, ob Blogger und Blogleser oder Blogger und Marken. So haben die drei Mädels zum Beispiel auch schon ein Bloggershooting für myclassico.com organisiert. „Das tolle an unserem Job ist auch, dass wir zu einigen Bloggern, die uns als Partner zur Seite stehen, schon echte Freundschaften aufgebaut haben und das macht auch die gute Stimmung auf unseren Events aus.“

Überraschend: Mit einem Goodiebag wurden die Besucher beschenkt. (Foto: V.Wahlig)

Überraschend: Mit einem Goodiebag wurden die Besucher beschenkt. (Foto: V.Wahlig)

Die Frankfurter-Besucher ließen sich nicht zweimal bitten und stürmten den Veranstaltungsort, das Palais Frankfurt. In großer Erwartung auf ein hautnahes Treffen mit ihren Lieblingsbloggern und der Möglichkeit die angesagten Trends gleich mit nach Hause nehmen zu können, warteten die Besucher  schon vor Beginn der Veranstaltung gespannt auf den Blogger Bazaar.

Stylisch: Vor allem die weiblichen Bloggerfans gingen auf Schnäppchensuche. (Foto: V.Wahlig)

Stylisch: Vor allem die weiblichen Bloggerfans gingen auf Schnäppchensuche. (Foto: V.Wahlig)

Das stylische Design des Palais schaffte eine coole Stimmung, die von einem DJ und vielen kleinen Überraschungen begleitet wurden. Goodiebags, Eis und Sekt verführten die Modesüchtigen zum Kaufen der Styles ihrer Blogger, die sie sonst nur über Social-Media kennen. Besonders beliebt war der Stand der Jeansfirma Mavi. Zusammen mit Bloggerstar Masha Sedgwick konnten die Besucher ihr eigenes T-Shirt gestalten. So wurde aus einem einfachen T-Shirt ein echt persönliches Kleidungsstück mit Zeug zum Fashionitem. Frei nach dem Motto „Don’t call it Flohmarkt“ gab es neben einigen wenigen Designerstücken, vor allem Kleidung der großen Ketten aus Second Hand.

Modisch: Zusammen mit Masha Sedgwick hatten die Besucher viel Spaß. (Foto: V.Wahlig)

Modisch: Zusammen mit Masha Sedgwick hatten die Besucher viel Spaß. (Foto: V.Wahlig)

„Ich hätte mir mehr erwartet und dachte ich würde ein paar coole Styles shoppen“ so eine Besucherin. Eine andere Besucherin meinte hingegen:„Ich hab gerade eine mega coole Sonnenbrille, eine Tasche und eine einzigartige Statement-Kette ergattert.“

Mehr Infos zum Blogger Bazaar findet ihr auf der Internetseite des Blogger Bazaar Teams.

Vorschau: Auch im Mai geht es modisch weiter.

Einmal Jungbrunnen bitte

Trinken ist wichtig: Wasser hält uns jung (© Michael Grabscheit / pixelio.de)

Trinken ist wichtig: Wasser hält uns jung (© Michael Grabscheit / pixelio.de)

Trinken ist wichtig! Das bekommen wir früh eingetrichtert. Bei jeder Erkältung gibt es literweise Tee, im Sommer läuft die Werbung von trinkenden Menschen nur so über und in guten Restaurants gibt es zum Kaffee ein großes Glas Wasser dazu. In gewisser Weise ist Trinken sogar wichtiger als Essen. Wird verdursten viel schneller, als dass wir verhungern, unsere Zellen dehydrieren, die Haut wird faltig.

Noch als Säugling haben wir einen Wassergehalt von 90%, er sinkt stetig und rapide. Schon als Kind ist er nur noch bei 70%, ein Erwachsener hat noch 65% Wasser im Körper, ein alter Mensch nur noch 60%. Zwei Liter Flüssigkeit sollten pro Tag eigentlich drin sein, doch viele schaffen das nicht. Meine Oma muss man zu jedem kleinen Glas regelrecht zwingen. Kein Wunder, in vielen Köpfen steckt noch der Fokus auf Kaubarem. Als Kind hieß es bei meinen Großeltern immer: erst wird gegessen, danach getrunken. „Sonst ist dein Bauch voll“, sagte meine Oma. So unrecht hatte sie damit nicht. Viele Menschen essen, wenn sie eigentlich durstig sind, eben weil sie schon als Kind gelernt haben, feste Nahrung sei wichtiger.

Ideale Erfrischung: Saftschorle (© Jonathan Keller / pixelio.de)

Ideale Erfrischung: Saftschorle (© Jonathan Keller / pixelio.de)

Tatsache ist, über Säfte und Mineralwasser bekommt der Körper notwendige Nährstoffe genauso gut, eigentlich sogar schneller, als durch feste Nahrung. Darum trinken Diabetiker, wenn ihr Blutzucker stark gesunken ist, etwas Saft, um schnell versorgt zu sein. Ein Glas Wasser vor dem Essen hilft außerdem dem Körper, schneller zu merken, dass er tatsächlich satt ist, und ist darum in jeder Diät einer der ersten Tipps. Essen wir dann weniger, als wir brauchen? Meistens nicht, denn Flüssigkeit wird im Magen auch leichter verdaut. Der Körper würde also einfach nochmal Nachschlag verlangen, wenn er noch hungrig wäre.

Die Einstellung zum Trinken hat sich geändert und ist immer noch schwierig. Im Kindergarten wie zu Hause können wir trinken, wann und oft auch so viel wir wollen. In vielen Kindergärten sind Getränke mit Zuckerzusätzen nicht erlaubt: Ungesüßter Tee, Wasser oder reiner Saft kommt dort auf den Tisch. Zu Hause sind viele nicht immer so konsequent. Limonade, gesüßter Saft oder gar Cola, eben das, was auch die Eltern gerne trinken. Wer greift im heißen Sommer nicht gerne zu einem Glas eisgekühlte Limonade oder Cola mit Eiswürfeln? Ich. Denn ich weiß, dass diese Getränke eigentlich gar keine Getränke sind, zumindest im Sinne von Durstlöscher. Der hohe Zuckergehalt zwingt den Körper dazu, Wasser aus den Zellen ins Blut zu geben, um die Zuckerkonzentration wieder zu verringern. Das führt dazu, dass der Körper Wasser verliert und wir gleich noch viel mehr Durst haben. Ähnliches gilt für Getränke, die zumindest kurzzeitig entwässern, wie bestimmte Teesorten oder Kaffee. Von Alkohol ganz zu schweigen.

Oft sagt mein Mann, wenn ich ihn frage, ob er genug getrunken hat: „Klar, vier Tassen Kaffee“. Dann ist er müde und schlecht gelaunt und versteht nicht, dass es schon gereicht hätte auch etwas Wasser zu trinken, um den Körper bei Laune zu halten. Es gibt immerhin auch Studien, die zeigen, dass Kinder, die auch während des Unterrichts etwas trinken dürfen, (was viele Lehrer aber nicht erlauben) konzentrierter arbeiten. Später scheint uns das wieder klar zu werden. An der Uni treffe ich selten jemanden, der keine Flasche zu trinken in seiner Tasche hat. Einer unserer Freunde hat in seinem Rucksack immer, selbst wenn er zu Besuch kommt, eine Flasche Mineralwasser.

Wahrer Jungbrunnen: Wasser hält die Zellen fit (© Rainer Sturm / pixelio.de)

Wahrer Jungbrunnen: Wasser hält die Zellen fit (© Rainer Sturm / pixelio.de)

Trinken ist so eine Sache, die bei vielen einfach nebenher läuft, auf die nicht geachtet wird. Mal trinken wir mehr, mal weniger, manchmal merken wir gar nicht, dass wir kaum Flüssigkeit zu uns genommen haben, an anderen Tagen kommen wir mit leeren Flaschen aus der Uni. Ein bisschen mehr auf unsere Getränke und unser Trinkverhalten zu achten hilft uns aber nicht nur, den Tag fitter zu überstehen. Es stärkt unseren ganzen Körper, hilft gegen Krankheitserreger und nebenbei ist Trinken das beste Mittel, um jung zu bleiben. Ein echter Jungbrunnen also. Wenn wir etwas weniger auf die Gesellschaft und etwas mehr auf unseren Körper hören könnten, würde am Essenstisch das Trinken im Mittelpunkt stehen, es wäre selbstverständlich in der Schule, in Prüfungen oder auf der Arbeit jederzeit etwas trinken zu können und Flüssigkeiten, die mehr Zucker haben, als unser Körper vertragen kann, hätten ein Warnzeichen auf dem Etikett. Denkt mal bei eurem nächsten Getränk daran. Und Prost.

Vorschau: Sascha erzählt euch nächste Woche, warum er ein notorischer Kantinenverweigerer ist.

Preview: April 2013

„Erotik pur“ hieß es im März im Panorama – Face2Face berichtete exklusiv von der Erotikmesse Mannheim. Reizvoll gestaltete sich auch der Bericht über die essbare Stadt Andernach in Rheinland-Pfalz.

Mit prickelnden Themen möchten wir euch auch im April wieder zum Lesen verführen: Die FilmKunstKultur-Redaktion nimmt das Mannheimer Odeon-Kino unter die Lupe. Einen Kommentar zur Fairness im Spitzensport liefert die Sport-Redaktion. Auch in der Tier&Umwelt-Rubrik wird es kritisch: Weichmacher in Kunststoffen ist das Top-Thema im April. Ein Plattenreview des Rappers „Rustler“ erwartet euch in der Musik-Rubrik. Mit einem Rapper beschäftigt sich auch die Mode-Redaktion – nämlich mit den modischen Kreationen von „Cro“ für H&M. Über Essen aus dem Internet schreiben unsere Kolumnisten und im Panorama geht es unter anderem um den Trend zu Schönheitsoperationen.

Ein ganz besonderes Highlight erwartet euch in der Tipps&Tricks-Redaktion: Tatjana testet für euch im Selbstversuch, ob Schwarztee die Haare wirklich dunkler tönt.

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Preview: Februar 2013

Der Januar bei Face2Face war so vielfältig wie die Wetterkapriolen im ersten Monat des neuen Jahres: Thai-Robic im Fitness-Test, gute Vorsätze für 2013 und die aktuelle politische Sexismus-Debatte.

Und genauso kunterbunt geht es im Februar auch weiter: Die Musik-Redaktion beschäftigt sich mit Helden in der Musikszene, im Sport lest ihr die Ergebnisse des Super Bowls und die FilmKunstKultur-Redaktion stellt euch das Odeon-Kino in Mannheim vor. In der Tier&Umwelt-Rubrik bleibt es mit Tierspuren im Schnee winterlich. Sommerliche-heiß wird es dagegen in der Reise-Rubrik mit dem Mentalitätencheck Australien. Die Tipps&Tricks-Redaktion widmet sich unter anderem dem Thema PC-Spielsucht und unsere Mode-Autoren vergleichen verschiedene Beautybox-Abos. Erfahrungen aus einem Malkurs schildern die Face2Face-Kolumnisten und im Panorama steht uns Schauspieler Matthias Schweighöfer in einem Interview Rede und Antwort zu seinem neuen Film Der Schlussmacher.

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Jung und schwanger

Der Trend ist ungebrochen. Immer mehr Frauen bekommen in späteren Jahren Kinder, wenn überhaupt. Das Statistische Bundesamt zeigt auf, dass 2010 100 von 1000 Frauen mit 31 Jahren Mutter wurden, im Vorjahr lag die Zahl noch bei 97. Der Schnitt hat sich dabei nur um eine Nachkommastelle verschoben. 30,5 Jahre ist eine Frau demnach bei der Geburt ihres Kindes, wobei Erstgebärende in der Regel 28,9 Jahre alt sind. Viele von uns sehen den Trend in den eigenen Familien. Meine Großmutter wurde mit 19 zum ersten Mal Mutter, meine Mutter dann mit 28. Hätte ich also bis 37 warten sollen?

Zu früh? Nur wenige Frauen werden mit 20 Mutter (© Andreas-Zöllick / pixelio.de)

Habe ich nicht. Ich gehöre zu den 22 von 1000 Frauen, die mit 20 Mutter geworden sind. Damit bin ich eine gesellschaftliche Randerscheinung. Zu jung, um in den Augen vieler ernsthaft als Mutter wahrgenommen zu werden, zu alt, um als Teenie-Mama durchzugehen. Und auch jetzt, da mein Kind vier ist und ich mein zweites erwarte gehöre ich zu einer Minderheit in Sachen Geburtenstatistik. Dabei sind viele Reaktion allein deswegen weniger schlimm, da die Menschen in meiner Umgebung bereits wissen, dass ich schon ein Kind habe. Bei meinem ersten Kind war der Schock für viele groß. Für mich und meinen damaligen Freund, der heute mein Ehemann ist, allerdings nicht. Uns war klar, was passieren kann und so hatten wir nie einen „Was machen wir jetzt nur“- Moment. Wir haben uns von Anfang an gefreut.

Die Reaktionen in unserem Umfeld dagegen waren gespalten. Von Menschen, die dachten, das wäre eine totale Katastrophe, bis hin zu den Konservativen, die schon das Hochzeitsdatum festlegen wollten, gab es alles. Reaktionen, die eine „normale“ Schwangere nicht zu erwarten hat. Junge Schwangere müssen gegen einen Haufen Vorurteile ankämpfen und stehen immer in Gefahr, dass alles, was schief läuft, auf ihr Alter zurückgeführt wird. „Die ist doch selbst noch ein Kind“, heißt es da oder es gibt Aufregung, weil die Ausbildung ja noch gar nicht beendet ist. Die gesellschaftlichen Konventionen sind hier klar verteilt. Dabei bietet eine junge Mutterschaft durchaus ihre Vorteile. Jung heißt eben nicht immer gleich zu jung. Und laut der Biologie ist etwa mit 24 für eine Frau das beste Alter erreicht, um schwanger zu werden.

Mal davon abgesehen, dass allein die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden mit zunehmendem Alter immer mehr abnimmt und die Gefahr von Genfehlern dagegen steigt, gibt es weitere Vorteile, die gern unter den Teppich gekehrt werden. Sei es, dass die Großeltern des Nachwuchses selbst noch fit und agil sind und so die Möglichkeit einer guten Beziehung besteht, die für das Kind von Vorteil sind. Sei es, dass manches Verständnis von den jungen Eltern kommt, da sie ihrer eigenen Kindheit näher sind. Doch wie immer sind das situationsabhänge Vorteile. Auf der anderen Seite gibt es vieles zu bedenken. Ist die Partnerschaft beispielsweise nicht gefestigt, bricht sie dann genauso kompliziert auseinander, wie eine Ehe nach 20 Jahren. Auch die Ausbildungssituation ist natürlich ein Faktor. Als Studentin bin ich flexibel, kann wählen welche, und wie viele Kurse ich belege, und werde unterstützt, wenn beispielsweise mein Kind krank ist. Eine Ausbildung ist nicht so leicht zu unterbrechen, wie mit einem Urlaubssemester das Studium. Auch die Wiederaufnahme danach ist schwieriger. Als Studentin dagegen hat die Karriere selbst noch nicht begonnen, wird also für das Kind auch nicht unterbrochen.

Dazu gehören zwei. Eine stabile Partnerschaft ist für ein Kind wichtig, egal ob die Mutter 20 oder 30 ist (© JMG / pixelio.de)

Dass die Meinungen hier gespalten sind, zeigt gerade, wie andere junge Menschen auf junge Schwangere, junge Mütter und junge Familien reagieren. Beliebte Aussage hier ist: „Also ist könnte mir das nicht vorstellen“. Die Angst, irgendwie in Freiheiten beschnitten zu werden ist natürlich nicht unberechtigt. Ich persönlich hatte dagegen noch nicht das Gefühl, etwas Wichtiges wegen meines Kindes verpasst zu haben. Stattdessen höre ich jeden Tag „Mama, ich hab dich ja so lieb“, worauf ich nicht verzichten wollte. Die persönliche Einstellung macht hier wie immer den Unterschied. Manche Frauen sind früh bereit, Mutter zu werden und schlüpfen dann mit Leichtigkeit in diese Rolle, andere haben auch mit 30 noch Probleme mit der Vorstellung. Das kann sich aber schnell ändern. Erst gestern haben sich mir gegenüber im Zug zwei junge Frauen um die 22 unterhalten. „Also, vor einem Jahr hab ich noch gesagt, ich könnte mir das nie vorstellen, jetzt ein Kind zu bekommen. Und jetzt denk ich, wenn ich den richtigen Mann hätte, wäre das schon schön“.

Das Problem der Diskriminierung junger Mütter liegt vor allem an der gesellschaftlichen Norm. Viele Frauen bekommen erst nach ihrem 30ten Lebensjahr ihr erstes Kind. Aber eben nicht alle. Und viele Frauen, die früh Mutter werden, sind keineswegs schlechte Mütter, sondern eben mindestens genauso fähig. Zu der persönlichen Entscheidung, wann es für ein Kind die beste Zeit ist, fällt aber die Reaktion der Umwelt als Punkt mit Sicherheit auf. In meinem Fall habe ich nicht das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben und hatte es auch nie. Ich bin gern Mutter und ich bin gerne jung. Wer sagt, dass nicht beides geht?

Vorschau: Nächste Woche lüftet Sascha, wie sehr wir doch am Aberglaube hängen und schon kleine Rituale und Ängste unser Leben beeinflussen.

Preview: November 2012

Comedian Kaya Yanar, It-Girl Bonnie Strange und Ironman-Teilnehmerin Eva Helms – im Oktober konnte Face2Face viele hochkarätige Interviewpartner an Land ziehen.

 Aber auch im eisigen November wollen wir euch, liebe LeserInnen, mit jeder Menge spannenden Artikeln versorgen. Urlaubsfeeling liefert unsere Reiseredaktion mit einigen Eindrücken aus dem türkischen Istanbul. Unsere Kolumnisten widmen sich dem Thema „jung und schwanger“. Eine Vorschau auf die Kurzbahn-EM/DM im Schwimmen erwartet euch in der Sportrubrik. Im Panorama lest ihr wie es sich anfühlt als junger Erwachsener an einem PC-Seniorenkurs teilzunehmen und auch in der Musikrubrik gibt´s einen interessanten Selbstversuch frei nach dem Motto: Wie überlebt man eine tagelange SWR3-Hitparaden-Party?

Die FilmKunstKultur-Redaktion widmet sich in einer Rezension George R. R. Martins Die Herren von Winterfeld und verlost außerdem mehrere Exemplare des Buches. Um Überfischung geht es in der Tier&Umwelt-Rubrik. Die Tipps&Tricks-Redakteure stellen euch eine Shisha-Bar in Speyer vor und die Mode-Redaktion widmet sich – ganz dem Wetter entsprechend – der Herbst- und Wintermode für den Mann.

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