Tierrecht in C-Dur – vegane Musik national und international

Taktvoll: Vegane Musik regt zum Nachdenken an (© Fabian Fellmann / pixelio.de)

Mit Thomas D, Jared Leto, Janet Jackson und Bryan Adams ist die Liste der veganen und gleichzeitig hochkarätigen Interpreten – sowohl national als auch international – lang und breit gefächert. Denn immer mehr Musiker, die sich auf diese Weise ernähren, bekennen sich auch durch ihre Musik dazu. Während einige Künstler mit radikalen Bekenntnissen die Fangemeinde spalten, gründen andere wiederum gleich ein ganzes Restaurant.

Vegan essen im Restaurant von Moby

So zum Beispiel der US-amerikanische Sänger und DJ Moby, der 1999 in Deutschland mit seinem Song „Why does my heart feel so bad?“ große Bekanntheit erlangte. Seit der Eröffnung im November 2015 betreibt der Musiker, der sich für Tierrechte engagiert, das vegane Restaurant „Little Pine“ in Los Angeles. Moby hatte nicht nur bei der Einrichtung, sondern auch bei der Menüauswahl ein Wörtchen mitzureden. Die Gerichte haben mediterrane Einflüsse, die verwendeten Lebensmittel sind vegan und stammen ausschließlich aus ökologischem Anbau. Moby wuchs mit Hunden und Katzen auf. Aus Liebe zu seinen Tieren entschied er sich 1985 im Alter von 19 Jahren dafür, Vegetarier zu werden. Aufgrund der miserablen Zustände in vielen kommerziellen Farmen ernährt er sich seit 1987 vegan. Im Rolling Stone Magazine schrieb Moby über seine Beweggründe für die vegane Ernährung: „Simply so that I could eat and live in accordance with my beliefs that animals have their own lives, that they´re entitled to their own lives and that contributing to animal suffering is something that I don´t want to be a part of.“ (zu Deutsch: „Einfach, damit ich in Übereinstimmung mit meiner Überzeugung, dass Tiere ihr eigenes Leben haben, dass sie ein Recht auf ein eigenes Leben haben, essen und leben konnte, und dass der Beitrag zum Leiden von Tieren etwas ist, von dem ich kein Teil sein möchte.“)

Die Avocado-Farm von Jason Mraz

Auch der US-amerikanische Sänger Jason Mraz isst hauptsächlich vegan. Zu seinen bekanntesten Songs zählen „I´m yours“, „I won´t give up“, „Love someone“ und das gemeinsame Duett „Lucky“ mit Sängerin Colbie Caillat. Dass der Musiker inzwischen veganes Essen bevorzugt, hat mit den Rolling Stones zu tun. Als Mraz vor ein paar Jahren Supportact bei ein paar Konzerten der Band war, beeindruckte ihn deren mittlerweile gesunde Lebensweise nachhaltig und veranlasste ihn wenig später dazu, seine eigene Ernährung umzustellen. Seitdem ist er nicht nur Veganer, sondern betreibt auch eine eigene große Avocado-Farm in der Nähe von San Diego, Kalifornien. Wie wichtig ihm die Wertschätzung der Erde und der ökologische und idealerweise eigene Anbau von Lebensmitteln ist, könnt ihr in seinem Song „Back to the earth“ aus seinem Album „Yes!“ (2014) hören: „Cause my home is where my food is grown.“

Veganismus als Konzept der Band Deadlock

Veganismus: Musik- und Lebensstil zugleich (Foto: T. Gartner)

Auch auf nationalen Bühnen treten immer mehr Interpreten in Erscheinung, die Veganismus nicht nur leben, sondern mit in ihre Musik einfließen lassen. So führen alle fünf Köpfe der 1997 gegründeten Melodic-Death-Metal-Band Deadlock nicht nur einen veganen Lebensstil: Auf ihrem 2008 erschienenen Album „Manifesto“ prangern sie in Liedern wie „The Brave / Agony Applause“, „Deathrace“, „Slaughter’s Palace“ und „Seal Slayer“ die Massentierhaltung und das Töten von Tieren an. Das Album „Bizarro World“, das den Musikern 2011 erstmals eine Chart-Platzierung bescherte, erinnert namentlich nicht zufällig an die Comicfigur Bizarro. Vielmehr seien nach dem Bassisten John Gahlert in einem Interview mit dem Magazin Metal Hammer vielerlei Parallelen zwischen der fiktiven Figurenwelt und der Gegenwart erkennbar: „Es geht darum, wie verdreht vieles auf der Welt ist. Die meisten Leute fressen einfach, was ihnen vorgeworfen wird. Würden sie weiterdenken, würde so manches Lügengebilde schnell einstürzen“. Als Motivation sich auch musikalisch mit den Rechten der Tiere auseinanderzusetzen, gab Gahlert in einem Interview mit dem Magazin All About The Rock an, die Fans zum bewussteren Konsum anregen zu wollen.

Offene Provokation durch Samsas Traum

Das deutschsprachige Musikprojekt Samsas Traum, das 1996 von Alexander Kaschte ins Leben gerufen wurde, bekannte sich durch morbide Plakate für die Tierschutzorganisation PETA mit Motiven der Selbstverstümmelung und Überschriften wie „Fleisch ist (Selbst) Mord“ zum veganen Lebensstil. Die plakative Kritik steht dabei konträr zur eigenen musikalischen Entwicklung, in der sich die Band mit lyrischen und anspruchsvollen Texten einer breiten Themenpalette widmet. Bereits der Bandname, der auf Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ referiert, deutet den literarischen Bezug an. Außerhalb der Musik äußert sich der Bandgründer weniger poetisch denn radikal gegen den Konsum tierischer Güter, indem er in einem Interview mit dem Zillo-Magazin Vegetarier mit Fleischessern auf eine Ebene stellt: „Vegetarier sind Mörder. […] Sie befriedigen ihr Gewissen durch den Verzicht auf Fleisch, konsumieren aber weiterhin Produkte […], die ebenfalls auf den Tod der zur Gewinnung ausgenutzten Tiere hinauslaufen“. Auch Fans werden fundamental zu veganer Ernährung aufgerufen – nicht nur, indem Kaschte auf Konzerten Veganismus-Bücher verkauft und kritische Ansprachen auf DVDs und Hörspiele presst. Kontroverse Diskussionen löste er unter anderem durch die Diffamierung von Fleischkonsumenten auch innerhalb der Fangemeinde aus. So finden sich in „Vegan oder tot“ auf dem 2007 veröffentlichten Akustikalbum „Wenn schwarzer Regen“ bewusst provokante und provozierende Worte: „Ich weiß, dass alles andere als dass Ich esse unnormal, widernatürlich und krank ist und mich anekelt. […]  Ich habe kein Mitleid für Menschen, die an einem Herzinfarkt sterben. Ich habe kein Mitleid für Menschen, die übergewichtig sind.“

KAFKAS machen Punkrock für Tier und Mensch

Kafkas gründeten sich 1995 in Fulda und vertreiben bis heute ihre Alben im hauseigenen Label. In ihren Texten setzen sie sich mit Themen wie Tierrecht und -schutz auseinander, engagieren sich aber auch außerhalb der Musik für Tier- und Umwelt-Organisationen. Inspiration für einige der Lieder bietet dabei das Schwein Paula, das als Mitbewohnerin des Sängers Marcus Kafka betitelt wird. In einem Interview mit Veggy-Post gab dieser an, sowohl als Plattform für „weniger massenkompatible Themen“ zu dienen als auch Anstoß zum Nachdenken zu geben. Mit den Songs „Ich tanze nackt in meinem Zimmer“ und „Für immer“ erreichte die Band größere Bekanntheit, erhielt schließlich für „Klatscht in die Hände“ 2010 Platz 1 der MTV-Charts im Bereich Rockzone. Musikalisch erhebt die Band dabei nicht den moralischen Zeigefinger und befasst sich vielmehr mit subtileren Klängen und viel Eigenironie mit den ernsten Themen der Gesellschaft. Während das Lied „Vegetarier können nicht tanzen“ auf der „Superrocker“-EP aus dem Jahre 2004 humorvoll mit stereotypen Vorwürfen Vegetariern gegenüber spielt, die „immer bleich [sind], denn die essen ja kein Fleisch“, tritt die Kritik in „Non-Human-Justice“ auf der 1996 veröffentlichten „Serotonin“-CD schonungslos zutage: „Your steak on the table, you close your eyes. You ignore. The law is still on your side. But I think it´s time now for a change to stop killing defenceless life.“

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Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit von Sabrina Holitzner und Gülcin Onat.
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Abenteuer Erasmus: Mein Leben in Paris

Mein neues Zuhause: Paris (Foto: Hohmann)

Mein neues Zuhause: Paris (Foto: Hohmann)

Es ist soweit! Ab dem 1. September werde ich ein Jahr lang in Paris leben und studieren. Neue Sprache, neue Leute, neue Kultur, neues Leben: Auf Face2Face werde ich alle vier Wochen von meinen Erlebnissen und Erfahrungen berichten und euch auf dem Laufenden halten.

Heute: Erasmus-Bewerbung und Wohnungssuche

Vor knapp vier Wochen, am 19. Juli, habe ich mein Studenten-Leben in Frankfurt hinter mir gelassen und ein neues Abenteuer gewagt: Ein Jahr in der Stadt der Liebe, ein Jahr in Paris!
Im Rahmen meines Studiums verbringe ich zwei Semester an einer der zwölf Universitäten in Paris, möglich macht`s Erasmus. Nach langwierigem Bewerbungsverfahren hielt ich endlich die Bestätigung in meinen Händen: Vom 1. September 2015 bis zum 31. Mai 2016 bin ich Studentin in der Metropole Paris. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass es in meinem Studienfach nur zwei Bewerber gab, sodass meine Chancen von Anfang an sehr gut standen. Ihr solltet euch also generell nicht davor scheuen, euch zu bewerben, auch wenn der Bewerbungsprozess seine Zeit dauert – am Ende lohnt sich der Aufwand!

Im Zug: Auf dem Weg von Frankfurt nach Paris (Foto: Hohmann)

Im Zug: Auf dem Weg von Frankfurt nach Paris (Foto: Hohmann)

Finanziell unterstützt werde ich durch mein Erasmus-Stipendium. Wie viel man monatlich erhält, hängt von dem jeweiligen Land ab. Die Zielländer sind in drei Kategorien unterteilt, wobei Gruppe 1 (z.B. Dänemark, Italien, Irland, Frankreich) den Höchstsatz von 330 Euro erhält, Gruppe 2 (z.B. Belgien, Griechenland, Niederlande, Spanien, Türkei etc.) 270 Euro und  Gruppe 3 (Bulgarien, Litauen, Polen, Ungarn etc.) 210 Euro.

Geschafft: Koffer Nummer eins (Foto: Hohmann)

Geschafft: Koffer Nummer eins (Foto: Hohmann)

Mir wird schnell klar, warum Frankreich zu den teuersten Ländern gehört: Die Mieten in Paris sind immens hoch. Nach einigen Wohnungsbesichtigungen habe ich mich für ein kleines Studio im 16. Arrondissement in Paris entschieden, welches im Westen liegt. 510 Euro für elf Quadratmeter – aber wenigsten mit eigenem Bad.
Ein eigenes Bad ist bei den kleinen Apartments keine Selbstverständlichkeit. Oft befinden sich Duschen und Toiletten auf dem Gang und man muss sich diese mit ein paar anderen teilen. Für mich war relativ schnell klar, dass ich mein eigenes Bad haben möchte – so viel Komfort muss sein.
In Frankfurt wohnte ich bei meiner Mutter im Herzen der Stadt – 22 Quadratmeter durfte ich mein eigen nennen. Nun hieß es also, mein Hab und Gut in elf Quadratmeter unterzubringen – da muss man natürlich Abstriche machen. Welche Klamotten brauche ich wirklich (zuhause hatte ich zwei Kleiderschränke – einen für den Sommer, einen für den Winter!)? Welche Schuhe trage ich am meisten (bei knapp 30 Paar Schuhen keine leichte Wahl)? Ich weiß nicht genau wie, aber ich habe es nach qualvollen Stunden geschafft, mich für die wichtigsten Dinge zu entscheiden. Und habe tatsächlich alles in meinem neuen kleinen Heim untergebracht!

Am 22. September berichte ich von meinen ersten Schritten in Paris und meinen ersten drei Wochen an der Uni!

Vorschau: Nächste Woche entführen wir euch in die Party-Hochburg Rimini!

Eine kleine Stadt mit großen Unternehmen – Im Interview mit der Schmuckfirma Hellmuth GmbH

Pforzheim ist nicht unbedingt jedem ein Begriff, doch wer aus der Nähe Baden-Württembergs kommt, weiß vielleicht, dass sie oft die Schmuck- und Goldstadt genannt wird. Nicht ohne Grund – etwa 75 Prozent der deutschen Schmuckwaren werden dort produziert. Zudem besitzt sie die einzige Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule Deutschlands. Eine Firma, die sogar den Sprung ins internationale Business geschafft hat, ist die Firma Hellmuth GmbH. Im Interview hierzu Daniel Maffert.

Face2Face: Sie heißen Daniel Maffert und arbeiten in der Firma Hellmuth GmbH. Was genau tun sie dort?

Maffert: Ich habe seit dem 1. März 2014 die Geschäftsleitung der Firma übernommen, in der ich bereits zwei Jahre zuvor als Vertriebsleiter tätig war. Als Geschäftsführer eines kleinen mittelständischen Unternehmens ist man eigentlich für alles zuständig. Meine Tätigkeiten reichen von der Büroumstrukturierung und dem damit verbundenen Putz- und Aufräum-Part über Messe- und Kundenbesuche bis hin zur komplexen Liquiditätsplanung für die kommenden Jahre.

Face2Face: Hellmuth ist für seinen ‚Kroko‘-Schmuck bekannt. Woher stammt die Inspiration?

Maffert: Es gibt nur wenige Labels, die durch typische Merkmale geprägt sind, welche man sofort wwiedererkennt. Seit 20 Jahren zeichnen sich alle Designs von Hellmuth durch ein elegantes Krokomuster aus. Die sogenannte „Crocoprägung“ zieht sich durch wie ein roter Faden, von der Verpackung und dem Firmeninterieur über die Schmuckstücke bis hin zum Messestand und dem Displaymaterial. Übrigens: Das Reptil hat sich nicht von ungefähr bei Hellmuth eingeschlichen. Gert Hellmuth gründete seine Firma 1983. Von Beginn an fühlte er sich von seinem Urgroßvater Karl Friedrich Hellmuth, der schon 1870 Krokohandtaschen und Accessoires herstellte, und seinem Vater, der die Tradition mit Krokouhrenarmbändern weiterführte, inspiriert. Seitdem schnappt das Urtier immer wieder beim Design zu: Mal hinterlässt es deutliche Spuren, mal nur ganz leise Hinweise auf sein Wirken.

Face2Face: Schnell entwickelte sich das Unternehmen auch international. Seit wann sind Sie auch auf dem weltweiten Markt unterwegs?

Maffert: Die Firma hat sich wirklich in rasender Geschwindigkeit auf dem internationalen Markt entwickelt und etabliert. Dies haben wir ganz klar unserem außergewöhnlichen und trotzdem klassischen Design mit der Crocoprägung zu verdanken, das schlicht weg wie eine „Bombe“ auf dem US-Markt, Russland und den Emiraten eingeschlagen ist. Den internationalen Markt bearbeiten wir nunmehr seit 1995.

Face2Face: Wie ist das Gefühl, aus einer doch relativ kleinen Stadt wie Pforzheim zu kommen und nun international zu agieren?

Maffert: Dieses Gefühl kann ich natürlich nicht in gleichem Maße schildern, wie es Herr Hellmuth könnte, da er diesen gigantischen Schritt mit dieser Firma gemacht hat. Was ich Ihnen sagen kann ist, dass es keine bessere Infrastruktur in einer anderen Stadt für die Schmuckmanufaktur in Deutschland gibt, da ich im operativen Geschäft auf sehr gute Heimarbeiter zurückgreifen kann und dadurch in Auftragsspitzen meinen Personalstamm nicht unnötig aufstocken muss. Ebenfalls sitzen in Pforzheim zwei der bekanntesten Gießereien, die uns schnelles Handeln im Alltag ermöglichen.

Face2Face: War es schwer, den Sprung ins internationale Business zu schaffen? Und was würden Sie kleineren Unternehmen auf den Weg geben, die Ähnliches vorhaben?

Maffert: Für mein Empfinden ist es wie mit Allem: Viel Fleiß, ein Produkt mit einer Story – das finden sowohl Juweliere als auch Endkunden super. Und beim „Türklinken putzen“ wie es so böse heißt, nicht aufgeben und immer freundlich und nicht enttäuscht verabschieden auch wenn sie zehn Stunden geflogen sind und kein Auftrag zustande kommt.

Face2Face: Wenn Hellmuth weltweit tätig ist, gibt es bestimmt auch Stars, die den Schmuck tragen. Sind darunter auch ein paar bekannte Namen?

Maffert: Design und Herstellung von edlem Schmuck ist bei Hellmuth eine perfekte Mischung aus hohem künstlerischem Anspruch und präzisem Handwerk mit Liebe zum Detail. Hellmuth hat sich zu einem Must-Have zahlreicher Promis gemausert: Christina Aguilera, Emma Roberts, Hilary Swank, Jennifer Lopez, Jessica Simpson, Kate Hudson, Katy Perry, Kim Kardashian und Rihanna, um nur einige zu nennen, lieben den Croko-Look. Davon profitiert auch der deutsche Fachhandel, da ihre Bilder mit dem Schmuck regelmäßig in den Lifestyle-Zeitschriften auftauchen.

Face2Face: Und nun zum Abschluss: Wenn Sie das Unternehmen in drei bis fünf Wörtern beschreiben müssten, welche wären diese?

Maffert: Einzigartig, rockig, elegant, Made in Germany, innovativ.

Vorschau:

Brüssel:Hauptstadt Belgiens und Europas

Brüssel in den Abendstunden: Atomium (Foto:Wahlig)

Brüssel in den Abendstunden: Atomium (Foto: S. Wahlig)

Zentrum der europäischen Politik: Europaparlament (Foto: S. Wahlig)

Zentrum der europäischen Politik: Europaparlament (Foto: S. Wahlig)

Brüssel ist eine vielseitige und international ausgerichtete Stadt, was nicht nur aufgrund des Sitzes der Europaparlaments sichtbar wird, sondern auch weil viele Kulturen in Brüssel zusammenkommen. Wenn man durch die Straßen geht gibt es fast keine Sprache, die nicht gesprochen wird. Brüssel ist sehr multikulturell, auch wenn die Hauptsprachen französisch und niederländisch sind. So sind Straßenschilder in beiden Sprachen, da Brüssel sich in flämische und wallonische Wohnviertel gliedert.

Wer nur kurz und zum ersten Mal in Brüssel ist und schnell alle Sehenswürdigkeiten sehen möchte, sollte eine Busrundfahrt machen mit einem Stadtführer oder Audioguide. Auf diese Weise sieht man alle Highlights von Brüssel, um sich danach die Orte aussuchen zu können, die einen besonders interessieren. Was man unbedingt gesehen haben sollte ist der Grand’Place, das Manneken Pis, die Kathedrale St-Michel, Galeries Saint-Hubert, Hôtel de Ville (Rathaus), die Börse und das Palais Royal (Arbeitsräume des Königs) in der Stadt. Außerhalb am Expo-Gelände sollte unbedingt das Atomium besichtigt werden, das wohl mit dem Manneken Pis als das bekannteste Wartzeichen Brüssels anzusehen ist. Mein Geheimtipp ist das Viertel Petit Sablon zu besuchen. Hier findet am Wochenende ein kleiner antiker Markt statt. Unter der Woche kann man hier in kleinen und gemütlichen Cafés guten Kuchen essen und hervorragenden Kaffee schlürfen. Zudem kann man sich danach die kleinen Geschäfte, die allerlei Einrichtungsgegenstände ob Antik oder nach dem neusten Wohntrend ansehen.

Bekannteste Sehenswürdigkeit in Brüssel: Manneken Pis

Bekannteste Sehenswürdigkeit in Brüssel: Manneken Pis (Foto: S. Wahlig)

Brüssel ist Heimat der Comics. In keinem anderen Land sind diese so beliebt wie hier und auch als „neunte Kunst“ anerkannt. Die Vielfalt an Bildergeschichten für Groß und Klein gibt es nirgendwo so wie in Belgien. Für Comic-Liebhaber ist Brüssel genau der richte Ort. Es empfiehlt sich ein Besuch im belgischen Comic-Museum. Der wohl bekannteste Comic-Held dürfte Titin (bei uns heißt er übrigens Tim und Struppi) sein. In der Nähe des Gran’Place finden sich in jede Menge Souvenirs zur Kultfigur, ob vom Comic-Heft bis zu Uhren hier findet jeder etwas. Auch ganz in der Nähe befindet sich am „Stern“ der Ecke Grand’Place/Rue de Charles Buls eine Relieftafel mit dem strebenden Everard ‚t Serclaes. Die Figur ist immer blank poliert und von Menschen umringt. Denn das Anfassen der Figur soll Glück bringen.

Für Shopping-Liebhaber ist Brüssel ein Paradies, da hier alle Käufersehnsüchte in Erfüllung gehen. In der Innenstadt rund um den Manneken Pis findet man praktisch alles: Antiquitäten, die berühmte Brüssler Spitzen und sonstige Souvenirs, aber auch fast jeder zweite Laden verkauft entweder Pralinen und Waffeln oder Bier. In der Unter- und Oberstadt findet man aber auch jegliche bekannte Bekleidungsgeschäfte aus aller Welt für hohes und niedriges Budget. Besonders sehenswert sind am Wochenende Märkte die auf gesperrten Straßen stattfinden. Hier wird von antiken Möbeln bis zum Trödel alles verkauft.

Zentrum der europäischen Politik: Europaparlament

Zentrum der europäischen Politik: Europaparlament (Foto: S. Wahlig)

Brüssel ist als ein Schlemmerparadies zu bezeichnen, da es hier jegliche kulinarische Köstlichkeiten gibt. Besonders bekannt ist Brüssel für seine süßen Verführungen wie etwa den Waffeln, die es in allen Ausführungen etwa mit Schokolade, Erdbeeren oder einfach mit Puderzucker gibt. Am bekanntesten dürften jedoch die Brüsseler Schokolade beziehungsweise die deliziösen Pralinen sein. Auch bekannt sind die belgischen Biere. Es gibt hier viele Lokale die bis zu 400 Biersorten anbieten. Besonders beliebte Brüsseler Spezialität ist allerdings „Ballekes au lambic“, Fleischbällchen aus Schweine- und Rinderhack mit durchgedrehter Hühnerbrust In „Lambic-Bier“ gegart entweder mit würziger Tomatensoße oder gekochten Sauerkirchen. Passend dazu gibt es Pommes-Frites, die ja ursprünglich aus Belgien stammen.

Die Anreise ist nach Brüssel mit dem Flugzeug, der Bahn und dem Auto möglich. Aber Achtung Brüssel ist sehr schlecht ausgeschildert und die Straßen oft verwirrend. Daher empfehlen wir die Anreise mit dem Zug. Denn die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Straßenbahn ist einfach und nicht teuer. Die Übernachtungsmöglichkeiten in Brüssel sind vielfältig. Auf den ersten Blick ist das Preisniveau in Brüssel auf hohem Niveau, da durch die EU, die Nato und viele Großkonzerne Hotels oft beansprucht werden und ausgebucht sind. Es gibt daher sehr viele Hotels in jeder Preisklasse. Eine alternative hierzu ist B&B oder airbnb, wo Privatpersonen ihre Unterkünfte in jeder Preislage und mit jeglicher Ausstattung anbieten. Dies ist eine sehr gute Alternative zu den klassischen Übernachtungsmöglichkeiten. Zudem sind die Vermieter oft sehr Gastfreundlich und geben gute Insider-Tipps für Besichtigungen, Bars, Restaurants und Cafés.

Wie wäre es also demnächst mit einem Kurztrip in die Stadt der vielen Kulturen.

Vorschau: Am Dienstag, 28. Oktober entführt euch face2face nach London und den besten Shopping-Plätzen.

Total Recall – Internationales Festival des Nacherzählten Films

Es ist wie in Hernán Rivera Leteliers Roman Die Filmerzählerin: Maria Margarita, die mit ihrem gelähmten Vater und vier Brüdern in ärmlichen Verhältnissen aufwächst, wird ins Kino gesandt. Schließlich reicht das Geld nicht für die ganze Familie, sodass die Zehnjährige daheim die filmisch projizierte Alltagsflucht nacherzählen soll. „Während ich meinen Tee trank und mich bereitmachte, den Film im Stehen vor der weißen Wand zu erzählen, versicherte mein Vater seinen Gästen unermüdlich, der Film könne schwarzweiß sein und bloß die halbe Leinwand füllen, seine Kleine hier würde ihn in Technicolor und Cinemascope erzählen“.

Mit vollem Körpereinsatz: Wolfgang Porsche mit dem Film „Armee der Finsternis“ 2004 im HAU Berlin (© Total Recall / Fotografin: Benja Weller)

Mit vollem Körpereinsatz: Wolfgang Porsche mit dem Film „Armee der Finsternis“ 2004 im HAU Berlin (© Total Recall / Fotografin: Benja Weller)

Auch beim internationalen Festival „Total Recall“, das vergangenen Samstag zum vierten Mal in der Alten Feuerwache in Mannheim stattfand, steht der Erzähler in einem dunklen Saal vor einer weißen Wand und beschreibt Szenen, die nicht allen Zuhörern vertraut sind. Allein mit Worten gilt es, die Welt des Kinos zu erschaffen und die Herzen der Zuhörer zu erobern, um am Ende den Publikumspreis „Silberne Linde“ zu gewinnen. Dass die Nacherzählung keine brotlose Kunst ist, verdeutlicht die große Beliebtheit, die dem Wettbewerb seit 1999 zuteil wird. Vom Filmemacher Bernd Terstegge und Musiker Axel Ganz als ein belächeltes Projekt ins Leben gerufen, geht der „Total Recall“ nun 2014 in seine 34. Runde.

In insgesamt 14 Städten, drei Ländern und zwei Kontinenten wurden bereits über 750 Filme nacherzählt, die sich zwischen großen Hollywood-Produktionen, bekannten Musikvideos, skurrilen Pornofilmen und privaten Hochzeitsvideos bewegen. Die einzige Bedingung ist, dass der Film veröffentlicht worden sein muss. Ob es sich beim Erzähler um einen „Filmfreak, Soap-Fan, Gelegenheitskinogänger oder ausgewiesenem Cineasten“ handelt: In zehn Minuten gilt es alleine oder zu zweit die Bewegtbilder ohne Hilfsmittel mündlich wiederzugeben – ganz gleich, ob dies mit beispielhaften Szenen, Anekdoten oder Zitaten geschieht. Die Erzählungen werden dabei besonders durch die Persönlichkeit des Vortragenden sowie den transportierten Gefühlen lebendig.

Vielfältig: Die Nacherzählungen beim Festival (© Total Recall / Grafik Design: Thomas Baumhoff)

Vielfältig: Die Nacherzählungen beim Festival (© Total Recall / Grafik Design: Thomas Baumhoff)

So mag es nicht verwundern, dass vor allem viel Herz, Humor und Mannheimer Dialekt großen Applaus beim Publikum ernten. Die „Silberne Linde“ ging dieses Jahr an die kreative Nacherzählung aller Rosamunde Pilcher-Verfilmungen von Marlene Dech, die Pornofilmen gegenübergestellt wurden. Schließlich seien beide Genres durch wenig Handlung und der Wertschätzung der handwerklichen Künste gekennzeichnet. Holger Meckbach, der letztes Jahr den dritten Platz erhielt, konnte eine Siegertreppe weiter aufsteigen und gewann mit seiner humorvollen Darbietung des anlaufenden Filmes Sabotage den zweiten Platz. Der dritte Platz wiederum ging an die vorherige Gewinnerin Miriam Zimmermann, die mit ihrem Bruder Hendrik den Filmklassiker Dirty Dancing wiedergab und den Männern dadurch Hilfestellung bei zukünftigen Flirtversuchen leisten wollte.

Vorschau: Nächste Woche berichtet die Kultur-Redaktion vom Sprachnotstand an deutschen Universitäten.

Sneakermall – Willkommen im Turnschuh-Himmel

„Es war einmal ein weiser Mann, der hatte schöne Schuhe an …“ – So oder ähnlich könnte das Märchen von dieser Facebook-Gruppe beginnen, die zweifelsohne zu den nützlicheren Erfindungen zwischen all den Zeitvertreiben im sozialen Netzwerksog gehört. Protagonist in dieser Erfolgsgeschichte: Facebook-Nutzer Sascha SaXer, der es definitiv nicht bloß „for the fame“ getan hat. Seine Person im Hintergrund haltend, lenkt er den Fokus auf das Wesentliche: Den An-und Verkauf von Sneakers. Ein Angebot, das die schuhbesessene Community dankend anzunehmen scheint, betrachtet man einmal den rasanten Zuwachs von Gruppenmitgliedern seit der Gründung in 2009.

In ist, was drin ist: Bereits das Titelbanner, erstellt von einem User, lädt zum Schuh-Shopping ein. (Foto: Sneakermall)

Ich selbst erfuhr eher zufällig von der selbsternannten „buy/sell/ trade“-Plattform. Ein alter Schulkamerad und bekennender Verehrer sportlicher Fußbekleidung hat mich darauf gestoßen, als er erfuhr, dass ich mich seit geraumer Zeit vergebens darum bemühe, meine Nike Air Max endlich via Internet an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen. Dass sie nicht mehr als brandneues, sondern als getragenes, aber dafür dennoch gut in Schach gehaltenes Paar online gestellt werden sollen, schränkt die Verkaufsmöglichkeiten selbstverständlich ein. Nur gut, dass besagter Kenner mich an die SneakerMall verwies und mir eine kinderleichte Anleitung zum Posten meiner Schmuckstücke direkt mit an die Hand gab.

In der Tat erwies sich das Anbieten meines Artikels vorerst als problemlos: Foto hochladen, Marke, Modell und Preis angeben – und das war’s auch schon fast. Gestutzt habe ich kurz, als es daran ging, den Zustand meines Paares zu definieren. Offenbar vertraut das Konzept hier auf die die ehrliche Einschätzung des Verkäufers, denn es obliegt eben diesem, auf einer Skala von 1 bis 10 seine Schuhe zu bewerten, wobei 10 die Neuwertigkeit der Sneakers markiert und es bereits nach einmaligem Tragen nur noch zu einer 9 reicht. Ich habe meine Air Max im Übrigen mit einer 7 bezeichnet und mich dabei für ungeheuer fair gehalten. Einen Abnehmer habe ich dafür bislang trotzdem nicht gefunden.
Die Schuld dafür gebe ich zum einen dem erschreckend hohen Männeranteil auf der Seite – also bitte! Typen und Turnschuhe, das mag zwar gut zusammenpassen, ist aber heutzutage für die Damen der Schöpfung ebenfalls schwer angesagt – und zum anderen dem Aufbau der Gruppe selbst. Diese nämlich wird, ihrer besagten steigenden Beliebtheit sei Dank, schneller aktualisiert, als man „Nike“ sagen kann. Minutiös werden Bilder von den unterschiedlichen Modellen gepostet, wobei bei aufmerksamen Scrollen auffällig oft der bekannte Nike-Haken auf dem Schuh auftaucht. Die reale Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet mein Paar von einem der 14 580 Mitglieder (Stand: 22.Mai) entdeckt und gewollt wird, rechne ich mir daher als ziemlich gering aus. Einen Hoffnungsschimmer bieten mir dennoch die akurat angelegten Size-Ordner. Hier finden sich sämtliche Angebote der Größe nach sortiert.

Nichtsdestotrotz finde ich Gefallen am bloßen Durchstöbern der Gruppe und bin fasziniert an der ungeheuren Vielfalt an limitierten Modellen, die heutzutage den Markt kräftig aufzumischen scheinen. Andererseits ist es eigentlich kein Wunder, dass die Auswahl so gigantisch ist. Schließlich nutzen Facebook-User auf der ganzen Welt die Sneakermall zum Handel mit ihren Tretern. Dies dürfte auch erklären, wieso sämtliche Texte wie Anleitung oder FAQ ursprünglich auf Englisch verfasst und nur teilweise – und selbst dann noch mit diversen Rechtschreibfehlern gespickt – auf Deutsch hinzugefügt worden sind. Bei der Suche nach weiteren Informationen zur Gruppe sticht allerdings noch eine weitere Auffälligkeit ins Auge: Ein gewisser Marko Snkrzwrg scheint keine Mühen dabei zu scheuen, sich beinahe täglich um die Aktualisierung einer Art Danksagungsliste mit sämtlichen Nutzern, die sich im Zuge der Kaufabwicklung offenbar positiv bewährt haben, zu kümmern. Das Pendant dazu stellt ein Dokument mit dem trefflichen Namen “Wall of Shame“ dar – hier werden die Namen der schwarzen Schafe gelistet, mit denen man besser nicht ins Geschäft kommen sollte.

Ich werde wahrscheinlich meine Nikes noch einige Male posten müssen, ehe sie auch nur die Aufmerksamkeit irgendeines Nutzers erwecken. Doch da ich als Gruppenmitglied das Recht habe, pro Woche immerhin ein Mal durch das Verfassen eines Kommentars auf meinen Post hinzuweisen, möchte ich weiterhin fest daran glauben, dass auch meine Schuhe eines schönen Tages endlich den Besitzer wechseln. Wer weiß, vielleicht lasse ich mich früher oder später auch einmal selbst zum Kauf eines neuen Paars auf Sneakermall hinreißen. Wenn ich einmal die Zeit dafür aufbringen kann, gezielt nach Sneakers zu suchen, die weder mit horrenden Preisen – Shipping macht dabei einiges aus – ausgeschildert noch überhaupt verfügbar sind. Denn im Gegensatz zu einer echten „Mall“ hat die Sneakermall noch mit einem gravierenden Problem zu kämpfen, das der Adminstrator in seiner Drohung treffend auf den Punkt bringt: PLEASE DELETE YOUR SOLD SHOES! YOU MAY BE KICKED BY AN ADMIN IF NOT! (Bitte löscht eure verkauften Schuhe! Falls nicht, werdet ihr von einem Admin aus der Gruppe gekickt!)

Vorschau:  In der nächsten Woche lernen modische Männer die neuesten Sommertrends für 2013 kennen.

Kulturelle Begegnungen – das VISUM Buddy Program an der Universtät Mannheim

Ein Semester in einem anderen Land zu studieren kann für viele Studenten eine ernste Probe ihrer Selbstständigkeit bedeuten. Doch dank der Studenteninitiative VISUM der Universität Mannheim muss sich theoretisch kein Austauschstudent mehr alleine durch den deutschen Bürokratiewahnsinn kämpfen.

Denn das VISUM Buddy Program stellt Kontakte zwischen deutschen Studenten der Universität Mannheim und Austauschstudenten aus aller Welt her, um ihnen die ersten Schritte in dem ihnen unbekannten Umfeld zu erleichtern.Auch ich habe dieses Semester das Experiment Buddy Program gewagt und möchte euch hier meine Erfahrungen mitteilen:

Schon einige Monate zuvor habe ich mich für das Buddy Program per Internet angemeldet und mich dort kundig gemacht, welche Behörden besucht werden müssen. Dann, etwa zwei Wochen vor Ankunft meines Buddy-Partners in Mannheim, erhalte ich eine Email von VISUM, in der wir einander vorgestellt werden und wir die Kontaktdaten des jeweils anderen erfahren.

Ich zögere nicht, meinem Buddy eine Email zukommen zu lassen.
Er, Südkoreaner, stellt sich mir mit dem Namen Kimmy vor. Er ist 24 Jahre alt, studiert Physik und Wirtschaft und macht einen sehr netten Eindruck auf mich.

Etwa eine Woche später finde ich mich wie verabredet früh morgens am Mannheimer Hauptbahnhof ein, um ihn abzuholen. Zugegebenermaßen bin ich ein bisschen aufgeregt, wer mich dort erwarten soll. Nach einiger Verspätung treffen wir dann schließlich aufeinander. Bei einem Kaffee stellt sich meine Befürchtung, er könnte vielleicht zu introvertiert sein und wir hätten Verständigungsprobleme, als völlig ungerechtfertigt heraus – welch Erleichterung.

In den nächsten vier Stunden begleite ich ihn zum International Office unserer Universität, helfe ihm, ein deutsches Bankkonto zu eröffnen, sich an der Universität zu immatrikulieren, den Studentenausweis abzuholen und begleite ihn schließlich zum Bürgerbüro, wo wir seinen Wohnsitz in Deutschland anmelden und sein Semesterticket abholen. Wir verabreden uns für den kommenden Montag, an dem ein von VISUM organisierter International Stammtisch stattfinden soll.

Haben sich durch VISUM kennengelernt: Steffen aus Deutschland und Steffi aus den USA.

Haben sich durch VISUM kennengelernt: Steffen aus Deutschland und Steffi aus den USA. (Foto: Schwalb)

Dort treffe ich auch andere Buddy-Paare, die mir ihre Erfahrungen mitteilen.

„Das VISUM Buddy Program ist ein interkultureller Austausch, bei dem deutsche Studenten den Austauschstudenten die wundervolle Stadt Mannheim näher bringen“, so Steffen, der gleichzeitig Mitgliedervorstand bei VISUM ist. Seine Buddy-Partnerin Steffi aus den USA erzählt, dass auch sie von Steffen vom Bahnhof abgeholt wurde, er ihr bei den Behördengängen geholfen hat und ihr die Stadt und den Weg zum Wohnheim gezeigt hat. „Das Programm ist aber auch sozial sehr wichtig, denn man lernt viele neue Menschen kennen und hat die Chance sein Deutsch zu verbessern“, erklärt sie. Dann überrascht sie mich, obwohl sie sehr gut Deutsch spricht, mit ein paar Wörtern echtem Monnemer Dialekt, der ihr von Steffen beigebracht wurde.

Keine landesübliche Kleidung, sondern die Verkleidung für das Motto des International Stammtisch: Buddy Paar Judith aus Deutschland und Uy aus Norwegen.

Keine landesübliche Kleidung, sondern die Verkleidung für das Motto des International Stammtisch: Buddy Paar Judith aus Deutschland und Uy aus Norwegen. (Foto: Schwalb)

„So optimal läuft es beim Matching jedoch nicht immer. Judith aus Deutschland konnte ihrem Buddy Uy aus Norwegen die ersten Tage nicht helfen, weil sie nicht in Mannheimm war, als er ankam. Dennoch verstehen sich die beiden, die sich auch beim International Stammtisch wiedergetroffen haben, blendend. „Das VISUM Buddy Program ist eine gute Möglichkeit sich mit internationalen Studenten auszutauschen und die Buddys zu integrieren“, findet Judith. Auch Uy kann dem nur zustimmen: „Judith ist ein sehr netter Buddy und hat mich all ihren deutschen Freunden vorgestellt.“

Auch ich kann bisher nur Positives über das Buddy Program berichten und bin mir sicher, dass ich den Kontakt mit meinem Buddy auch nach seinem Deutschlandaufenthalt weiter aufrechterhalten werde.

Zur Feier des zweijährigen Jubiläums von Face2Face verlost die Film-Kunst-Kultur Redaktion einen Thalia Gutschein im Wert von 30 €. Zum Gewinnspiel geht’s hier.