Wenn Mann seine Jeans mietet

Jeder kennt das Phänomen: Die Freundin oder Frau steht vor ihrem Kleiderschrank und beklagt sich, weil sie einfach nichts zum Anziehen hat.

In den meisten Fällen belächelt man das ja ein wenig, wobei sich mittlerweile auch so mancher Mann in diese Situation hineinfühlen kann. Den klassischen Typ Mann, der im Schrank seine zwanzig schwarzen Shirts und drei verschiedene Bluejeans oder zwanzig Karohemden und drei passende Stoffhosen hat, gibt es nur noch selten.

Trendwende

Der Mann von heute kombiniert, probiert, experimentiert und geht mit dem Trend. Die Kerle, die wir  über Social Media zu Gesicht bekommen, machen es vor und scheinen Erfolg bei den Frauen zu haben. Das motiviert natürlich, es ihnen gleich zu tun, auch wenn man dann meist vor die Schwierigkeit gestellt wird, das Ganze finanziell im angemessenen Rahmen zu halten.

Qualität oder Quantität

Natürlich ist es ein leichtes sich für kleines Geld beim nächsten H&M oder Primark mit einer breiten Masse an Kleidung einzudecken und das ist bei Basics auch durchaus legitim. Aber lohnt es sich tatsächlichen seinen Kleiderschrank um ein weiteres Printshirt zu ergänzen, wenn man bereits neunzig hat. Sobald das Fundament steht, ist es hilfreich, über eine klare Selektion bei weiteren Einkäufen nachdenken. Denn sobald ein paar wirklich schöne und hochwertige Kleidungsstücke in den Schrank einziehen, sind sie dort oft nur kurz zu Besuch – so oft werden sie getragen.

Prestige bedeutet Qualität?

Aber was bedeutet Qualität eigentlich? Viele setzen ein hochwertiges Stück heute mit einem Prestigegegenstand gleich. Natürlich ist davon auszugehen, dass alteingesessene Marken ihren Kultstatus und das hohe Maß an Prestige wohl durch langjährige Design-Innovationen und eine konstant gute Qualität erhalten haben, aber muss es denn tatsächlich so sein?

Was sollte denn bei den Ausschusswaren im Outlet oder bei den stark reduzierten Produkten im untersten Preissegment einer Marke besser sein, als bei einem hochpreisigen Produkt eines weniger bekannten Labels? Oft  sind Materialien und Herstellungsort gleich oder sogar schlechter. Das einige Markenlabels in Fernorst teilweise sogar Kinderarbeit nutzen dürfte jedem bekannt sein. Natürlich gibt es auch Marken, welche nach wie vor auf Produktion in Europa setzen, aber diese werden immer seltener.

Nachhaltigkeit als Innovation

Und auch beim Thema Innovation sind die großen, meist starren und an einen gewissen Stil gebundenen Labels nicht unbedingt die Pioniere. Mud Jeans dürften zum Beispiel kaum einem etwas sagen, oder? Dabei handelt es sich um eine Firma und ein Produkt aus Holland, bei dem man Jeans mieten kann. Diese Jeans sind hochwertig, Fair-Trade gehandelt, vegan, vollkommen aus recycelten Material und wenn einem nach einem Jahr das gewählte Jeans-Modell nicht mehr gefällt, kann man es gegen ein neues tauschen oder eben die Hose behalten, falls man sie liebgewonnen hat.

Ein anderes holländisches Label namens Pig & Hen recycelt Seemannsgarn, der in der holländischen Marine genutzt wurde, und fertigt daraus hochwertige Armbänder, die bis zu einer Tonne Last tragen können.

Beide Firmen setzen auf Nachhaltigkeit und sind damit vielen alteingesessenen Marken einen Schritt voraus.

Lohnt es sich da nicht den Kleiderschrank etwas auszudünnen und dafür mit einem guten Gefühl in seine Jeans zu steigen und zu wissen, dass man etwas qualitativ hochwertiges trägt, was sogar noch ein kleines bisschen unsere Welt verbessert.

Accessoires unter dem Weihnachtsbaum

Das Jahr neigt sich wieder einmal dem Ende, und auch wenn der Schnee noch etwas auf sich warten lässt, ist eins klar: Es sind nur noch ein paar Tage bis zum wohl wichtigsten Tag im Dezember.
Und tatsächlich ist die Rede hier gerade nicht vom Filmstart von Starwars, sondern von Weihnachten.

Seit dem ersten Advent soll es bereits Männer und Frauen geben, die auf der Pirsch nach Geschenkideen für ihre Lieben sind. Doch Kleidung zu schenken ist riskant. Faktoren wie individueller Stil, Größe, bevorzugte Farben und am besten noch, ob sich etwas Vergleichbares bereits im Kleiderschrank der anderen Person befindet, müssen beachtet werden.
Accessoires unterliegen zwar ebenfalls Kriterien wie Stil und teilweise auch Größe, jedoch sind sie wesentlich einfacher an den individuellen Typ anzupassen.

Aber über welche Accessoires freut sich der Mann von heute?

Die Möglichkeiten sind zahlreich und die Budgetspannen geben natürlich schon sehr genau vor, in welche Richtung es gehen kann. Jedoch gibt es in jeder Preiskategorie Treffer, die man landen kann.

Wir beleuchten für euch drei Geschenkideen für den Mann. In der kleinsten Preiskategorie liegt der Geldbeutel. Viele sehen diesen zwar als etwas einfallslose Notfallidee – das muss aber nicht sein ! Geldbeutel, Gürtel und Schuhe sind die Kür an jedem Outfit und zeigen dem geübten Beobachter wieviel Liebe zum Detail dahinter steckt. Ein klassischer, hochwertiger Leder-Geldbeutel kann den Mann jahrelang begleiten, ohne dass eines Tages die Nähte aufgehen und die Münzen in der Hosentasche landen. Außerdem ist die Fehlerquote relativ gering, solange beim Kauf auf ausreichend Steckplätze für Karten geachtet wird. Auch die aktuelle Geldbeutelgröße des Mannes ist wichtig, denn größer ist hier nicht direkt besser. Mit einem Budget von 30 bis 50 Euro sollte man hier auch etwas Passendes finden.

In der mittleren Preiskategorie liegt der Gürtel. Zugegeben hat man hier definitiv eine Größenthematik. Doch es genügt ein Bild des Mannes und schon kann das geübtes Verkaufspersonal die richtige Größe ermitteln. Der Stil ist hier keine Herausforderung, da man ja selbst entscheiden kann, ob man einen Gürtel für einen Anzug oder für das lässige Jeansoutfit kauft. Jedoch sollte man vrab darauf achten, ob der Mann eher schwarz oder braun in seine Outfits einbaut.Eine schlichte Gürtelschnalle ist meist die bessere Wahl, da sie mehr Möglichkeiten zur Kombination bietet. Alles in allem wird man hier sicherlich in der Preiskategorie von 50 bis 100 Euro fündig und hat ein Geschenk, über das Mann sich freut.

In der obersten Preiskategorie sind Uhren und Armbänder angesiedelt. Natürlich bekommt man tolle Lederarmbänder auch für wenig Geld. Nach oben hin sind aber kaum Grenzen gesetzt, besonders wenn man sich für eine Uhr entscheidet.
Es wird zwar kaum ein Mann enttäuscht sein, wenn er eine Rolex, Omega oder Breitling unter dem Weihnachtsbaum findet, aber diese Modelle möchten erstmal finanziert werden, und so manch eine Frau kauft für das Geld dann doch lieber einen Kleinwagen. Aber auch in der Preiskategorie von 100 bis 250 Euro lassen sich schöne und teilweise auch hochwertigere Uhren finden. Durch das Smartphone ist die Armbanduhr was ihre Funktionalität angeht lediglich ein Relikt aus alten Zeiten – umso wichtiger ist die sie als  besonderes Accessoire. Wenn ihr die Uhr weise wählt , strahlt sie Stilsicherheit und eine gewisse Konstanz aus und kann so einige Blicke auf sich ziehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Solange ihr  Herz in ein Geschenk steckt und euch ein wenig mit dem Mann befasst, der das Geschenk erhalten soll, werdet ihr auch immer einen Treffer landen. Ihr möchtet das Erscheinungsbild eurer besseren Hälfte für die Zukunft ein wenig mitprägen? Mit einem Kleidungsaccessoire als Weihnachtsgeschenk habt ihr es in der  Hand!

Vorschau: Ist Unverbindlichkeit der neueste Modetrend? Das erfahrt ihr im Januar in unserer Moderubrik.

Temperaturen im Landeanflug: Der Herbstlook für den Mann

Badehosen und Tanktops können langsam zurück in den Schrank gelegt oder zusammen mit den anderen Sommerklamotten auf dem Speicher verstaut werden.

Die Temperaturen sind nach einem absoluten Höhenflug jetzt in die Landephase  übergegangen. Der Herbst steht vor der Tür und damit die Herausfo rderung für den modebewussten Mann, sich entsprechend der Temperaturen und dem individuellen Stil zu kleiden.

Mit einem schicken Mantel  oder Trenchcoat macht man selten etwas falsch.

Alternativ hierzu sollte jeder Mann auch eine hochwertige Lederjacke besitzen , da diese nicht nur vor der Kälte schützt, sondern auch jeden lässigen Look aufwertet.

Den Hals bedecken Männer  am besten mit einem eleganten Schal.

Rustikal: Ein Stiefel fürs Leben

Rustikal: Ein Stiefel fürs Leben

Der Loop-Schal der letzten Jahre sollte in diesem Herbst aber besser im Schrank hängen bleiben.

Dünnere Tücher und Stoffe ergänzen einen eleganten Look wesentlich besser.

Bei Handschuhen macht man mit klassischem Leder nichts falsch: Wildleder in Braun zu einem eher rockigen oder robusteren Look und schwarzes, dezentes Leder zum Mantel oder Trenchcoat.

Ein Paar richtige Stiefel sollte jeder Mann haben. Aber dafür muss er auch bereit sein. Ein Stiefel ist, wenn er gehegt, gepflegt, neu besohlt und, mit Acht getragen wird, ein Begleiter über viele Jahre. Natürlich muss man dann aber auch etwas investieren. Redwings oder Wolverine 1000 Mile bieten beispielsweise hochwertiges Schuhwerk, dass  so zeitlos in der Optik und hochwertig in der Qualität ist, dass man hier einen Schuh fürs Leben finden kann.

Wie auch immer ihr euch entscheiden solltet – das Wichtigste dabei ist, langsam damit anzufangen sich warm anzuziehen, um gesund und munter nächstes Jahr in den Frühling zu starten.

Vorschau: …

Die Trends 2014 für den Mann

Pünktlich zum neuen Jahr wollen wir euch diese Woche die kommenden Modetrends für den Mann vorstellen. Neben alten Klassikern warten vor allem neue Ideen darauf, ausprobiert zu werden. Als vorweggenommenes Fazit lässt sich sagen, dass modisch mittlerweile alles möglich ist und die Grenze zwischen dem, was nicht geht, immer mehr verwischt wird.

Grün ist das neue Blau! (Bild: Hemmer)

Grün ist das neue Blau! (Bild: Hemmer)

Zu Beginn darf die grüne Welle vorgestellt werden, welche uns erwartet. Ob Moos- oder Oliv-Töne, alle Grünfacetten sind ein Hingucker und können Blau als vorherrschende Farbe ablösen. Denn gerade bei Hosen machen diese Farben eine elegante Figur.

Nicht so elegant, aber dafür voll im Trend liegen sportlich angehauchte Kleidungsstücke. Mit Neopren, Blousons, Streifen und Ziffern setzt Mann sich im Frühjahr in Szene. Der Look sollte allerdings casual interpretiert und nur bedingt mit einem formalen Outfit verbunden werden.

Wer es ausgefallener möchte, greift bei der potenziellen Bekleidung zu Versionen mit floralen Mustern oder exotischen Ornamenten. Zu den botanisch angehauchten Mustern gesellen sich zudem fotoplakative Darstellungen. Gebäude und Lebensmittelprints taugen als Hingucker und bereichern das Outfit um eine künstlerische Nuance.

Klassiker durch und durch: die Bikerjacke. (Bild: Zara)

Klassiker durch und durch: die Bikerjacke. (Bild: Zara)

Bei den Klassikern geht es allerdings alles andere als künstlerisch. Denn Bikerjacken und dunkler Denim bringen stilistisch den harten Kern zum Vorschein. Hier lohnt es sich, für gute Qualität etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Aufgrund der Zeitlosigkeit greift man im Laufe seines modischen Daseins immer wieder auf diese Modelle zurück.

Wenn von einem Comeback die Rede ist, ist dies oftmals auch ein Indiz für Zeitlosigkeit. Ein Wiedererscheinen dieser Art erlebt in diesem Jahr wieder der Turnbeutel mit Kordelzug. In der Schulzeit verhasst und immer belächelt, wurde er aufgrund der sportlich ausgerichteten Kollektionen von den Designern wiederentdeckt.

Für die Modetrends in diesem Jahr ist es somit auch ein wenig wie mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr: Man muss ab und an über seinen eigenen Schatten springen können. Wer diese Weisheit beherzigt, wird sich mit Sicherheit im neuen Kalenderjahr modisch neu im Spiegel betrachten.

Vorschau: Nächste Woche dreht sich alles um das richtige Winterschuhwerk.

Herbst- und Winterjacken 2013

Dieser Tage stellt es sich als ziemlich ungemütlich heraus, nach draußen an die frische Luft zu gehen, denn aus dem Lüftchen vergangener Sommertage sind orkanartige Winde geworden, welche obendrein mit kühlen Temperaturen gepaart daher kommen. Weil wir Menschen allerdings ab und an frischen Sauerstoff benötigen, stemmen wir uns gegen die nasskalten Wetterbedingungen nicht nur mit Courage, sondern auch mit Stil und greifen hierbei zu unserem engsten Verbündeten – der Jacke. Welche Modelle in dieser Saison modisch den Ton angeben, erläutern wir in der heutigen Ausgabe.

Der Parka trotzt jedem Wetter und schützt zudem die Kleidung aufgrund des weiten Schnitts. (Bild: Hemmer)

Der Parka trotzt jedem Wetter und schützt zudem die Kleidung aufgrund des weiten Schnitts. (Bild: Hemmer)

Fangen wir mit den Jacken gegen richtiges Miesepeter-Wetter an. Auffallend ist hierbei, dass die folgenden Kleidungsstücke ihren Ursprung beim Militär haben. Die Rede ist vom Parka und dem Trenchcoat. Erstere Variante punktet mit einem Casual-Look, welcher obendrein durch Kapuze, mehreren Seitentaschen und möglicherweise integriertem Innenfutter ziemlich funktional ist. Der Trenchcoat hingegen stellt das smarte Pendant zum Armeeklassiker und ist gerade sowohl im Business als auch bei besonderen Anlässen die elegantere Variante. Hervorzuheben sind bei diesen Modellen das regenabweisende Material sowie ein hüftlanger Schnitt, welcher den Körper besser vor Wind und Wetter schützt.

Bei Regenwetter der absolute Klassiker: der Trenchcoat. (Bild: Hemmer)

Bei Regenwetter der absolute Klassiker: der Trenchcoat. (Bild: Hemmer)

Als nächstes wenden wir uns den Stepp- und Daunenjacken zu. Seit geraumer Zeit sind diese Varianten nicht mehr aus dem Kleiderschrank wegzudenken – zu Recht. Denn gerade im Winter halten diese Ausführungen am Meisten, was sie versprechen: Sie halten den Körper warm. Grund dafür ist das mit Daunen gefüllte Material, welches die Körperwärme am Mann hält. Somit ist es nicht verwunderlich, dass diese Saison die klassischen Jackenmodelle mit einem Dauneninhalt ergänzt wurden. Wer also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen will, um sowohl zum Einen Geld zu sparen, als auch zum Anderen ewig auf diese Variante gewartet hat, dem sei empfohlen, diese Neuheit auszuprobieren.

Peacoat und Parka.(Bild: Zara)

Peacoat und Parka.(Bild: Zara)

Zum Schluss wenden wir uns den Mänteln mit Wollmischung zu. Gerade im Winter macht man stilistisch mit diesen Ausführungen nichts verkehrt. Ganz klassisch kommt der lange Einreiher daher, welcher sich bei jedem Anlass als treuer Begleiter erweist. Modern interpretiert wird dieses Modell durch Zweireiher oder Modifikationen im Militärstil. Bei Zweireihern empfiehlt sich allerdings ein anderer Geselle: der Peacoat. Obwohl der Peacoat kürzer geschnitten ist, erweist sich die Jacke der Seemänner als zeitloser Weggefährte. Wer beide Varianten schon besitzt oder eine Alternative zu ihnen sucht, dem sei der Dufflecoat empfohlen. Wie Einreiher und Peacoat besticht er durch schwere Qualität, kommt im Vergleich zu den beiden jedoch immer mit Kapuze daher und sieht mit seinen Knebelverschlüssen casual und gleichsam elegant aus.

Wie wir sehen, ist eine Jacke nicht nur eine Investition in warmes Wohlbefinden, sondern auch in modische Vielseitigkeit. Probiert die Varianten aus und lasst euch überraschen – auch ich habe mich von manchem Modell schon unerwartet positiv überzeugen lassen.

Vorschau: Nächste Woche dürfen wir uns auf einen Gästebeitrag freuen.

Die Herbsttrends 2013 für den Mann

Während wir dieser Tage noch in bajuwarischer Tracht unterwegs sind und uns an den schönen Dirndloutfits der Damen erfreuen, wartet schon der Oktober und der damit verbundene Herbst auf uns. Um für diese klimatisch wechselhafte Zeit gewappnet sein, ohne dabei auf guten Stil zu verzichten, widmen wir uns in der heutigen Ausgabe den Trends für den Herbst 2013.

Elementar für das eingangs erwähnte, unstete Klima ist das Lagensystem, welches wir uns zunutze machen wollen, denn morgens vermag der Herbst zu einer sehr kühlen Angelegenheit werden. Eine gute Wahl stellen hierbei Daunenwesten dar, welche sich als wahre Wärmespeicher erweisen. Hier gibt es Modelle in verschiedensten Farben mit und ohne Kapuze zu entdecken. Obwohl ich persönlich lange Zeit kein Fan dieser Halbarmjacken war und ich die mit dem erwähnten Artikel überfüllten Geschäfte eher als Plage empfand, habe ich mich in jüngster Zeit von seinem Nutzen und dem zugegebenermaßen sehr variablen Kombinierfähigkeit überzeugen lassen.

Ein großer Trend dieses letzten Vierteljahres lässt sich an den Farben erkennen, denn es sind die Farben selbst, welche die Kleidungsstücke zu Trendobjekten werden lassen. Wo die Farbe Burgunder spätestens seit letztem Jahr wieder in der vorderen Reihe Platz nimmt, mischt nun auch die Farbe Orange kräftig mit. Und zu Recht: denn die Farbe verleiht dem Outfit einen frischen, modernen Look. Man sollte allerdings das Farbenspektrum beim Tragen von Orange nicht überstrapazieren. Erst dezent kombiniert entfaltet der Farbton seine positive Wirkung auf das gesamte Outfit.

Herbstzeit ist auch immer Pulloverzeit. Daher empfiehlt es sich, die neuen Pullis mit groben Strickmustern auszuprobieren, welche zur Daunenweste genauso gut passen wie zu einer Hose in Orange.

Doch nicht nur Orange ist ein Thema bei den Hosen in diesem späten Halbjahr. Alle herbstlich angehauchten Farben sind ein Hingucker in dieser Saison. Voll im Trend liegt, wer ein solch farblich ausgestattetes Model in der Cordvariante ergattert.

Zu guter Letzt widmen wir uns dem richtigen Schuhwerk. Mit einem Paar hochwertiger Lederstiefel kann man nichts falsch machen. Ob elegant in der Broguevariante oder als derbe Version im Militärlook – bei Wind und Wetter sind die Füße bestens geschützt.

Vorschau: Nächste Woche dreht sich alles um die Fashionweek in Vancouver.

Die Mods – eine stilvolle Subkultur

Anlässlich des 50. Jubiläums der britischen Kultmarke Ben Sherman widmet sich die Moderubrik heute der Geschichte und dem Kleidungsstil der bekannten Subkultur aus Großbritannien.

Die Mods – der Name leitet sich vom englischen Begriff „Modernists“ ab – haben ihren Ursprung in den fünfziger Jahren, als Jugendliche aus der Arbeiterklasse und der unteren Mittelschicht sich dieser Bewegung anschließen, um ihrer Herkunft ein neues Ansehen zu verleihen. Dies spiegelte sich nicht nur im Aussehen, sondern auch im Auftreten wieder. Denn neben einem gepflegten Erscheinungsbild gehörte ein italienischer Motorroller genauso zum festen Repertoire eines Mods wie das gemeinsame Interesse an den ursprünglich schwarzen Musikrichtungen wie Soul, Ska, Jazz und britischer Beatmusik. Obwohl sich die Subkultur von den Rockern der damaligen Zeit distanziert, entstammten doch einige Bands der Mod-Szene, weil sie ihre Einflüsse nicht im Rock n‘ Roll, sondern in den vorgenannten Musikrichtungen sahen. Daher lassen sich als Hochphasen der Modernisten die sechziger und siebziger Jahre ausmachen, als Bands wie The Who und The Kinks das Tageslicht erblickten. Auch bekannte Größen wie David Bowie oder Rod Stewart gehörten dieser Bewegung an.

Neben dem musikalischen Vermächtnis dieser Zeit hat die Mode jener Bewegung ebenfalls einen sehr geschmackvollen Nerv getroffen. Denn sie bietet eine enorme Inspirationsvielfalt, wie man sich stilvoll und dennoch nicht overdressed kleidet. Die Grundlage bildet damals wie heute der Anzug, welcher formell mit Hemd und Krawatte getragen wird. An dieser Stelle sind schon erste Variationen möglich, da das Sakko nicht zwingend einheitlich zur Hose sein muss. Darüber hinaus kann auch eine Strick- oder Harrington-Jacke anstelle des Blazers angezogen werden.

Button-Down-Hemd

Das legendäre Button-Down-Hemd. (Bild: Hemmer)

Was die Hemden angeht, ist im Prinzip alles möglich, wobei ein Vertreter ganz besonders heraussticht. Das Button-Down-Modell ist das Mod-Hemd schlechthin und ist auch seit seinem Erscheinen das Aushängeschild der Kultmarke Ben Sherman. Mustertechnisch hat man mit Karos, Streifen oder den unifarbenen Varianten eine enorme Vielfalt zur Auswahl.

Wer allerdings auf Sakko und Hemd verzichten möchte, bedient sich eines T-Shirt‘s mit Target Print. Das sogenannte Mod-Target ist normalerweise ein Hoheitszeichen der Royal Air Force und stand schnell Pate für die Bewegung der Subkultur. Es bedarf also keiner weiteren Anmerkung, dass diese T-Shirts Kultstatus genießen.

Perfekte Ergänzung zum Stil der Mods: ein Paar Brogues. (Bild:Hemmer)

Perfekte Ergänzung zum Stil der Mods: ein Paar Brogues. (Bild:Hemmer)

Bei den Schuhen sollte es allerdings formell zugehen. Ob Chelsea-Boots, Brogues oder formelle Anzugschuhe – hier ist alles erlaubt, was das stilvolle Outfit komplettiert.

Zum Schluss kommen wir noch auf das bekannteste, auf den ersten Blick unscheinbarste, Kleidungsstück zu sprechen – den Parka. Dieser hatte in den Augen der Mods einen simplen, praktischen Nutzen: Der Parka sollte die teure Kleidung vor Schmutz schützen. Diesen Pragmatismus der motorrollerverliebten Subkulturanhänger kann man nicht nur im regenverwöhnten Großbritannien gut nachvollziehen.

Wer nun Gefallen an dem Style der Mods gefallen hat, dem sei der Film „Quadrophenia“ empfohlen, welcher die Hochzeit dieser Subkultur schildert.

Vorschau: Ansätze wie man seinen eigenen Stil finden kann, ist das Thema der nächsten Woche.

Geiz ist geil – der SALE

 

Bei den derzeit heißen Temperaturen und dem fantastischen Wetter zieht es die Allgemeinheit selbstverständlich ins kühle Nass. Dass es die Menschen auch in die Innenstädte verschlägt, lässt sich unschwer an der Begeisterung für das besondere Flair eines Biergartens, Flussufers oder auch einer Einkaufsstraße erkennen. Gerade diese Passagen verlocken in dieser Zeit zu einem Bummel aufgrund eines Stichworts: SALE. Was früher der Sommerschlussverkauf oder im Winter der Winterschlussverkauf war, hat sich mittlerweile als ein Wort mit vier Buchstaben in den Köpfen der Konsumenten manifestiert. Doch was bedeutet dieses Wort für uns? Wie wirkt sich der ständige Ausverkauf auf unser Konsumverhalten aus? Sparen wir wirklich, wie es uns der SALE weismachen will?

Früher war der Schlussverkauf ein wahres Shoppinghighlight unter den Damen und Herren des Landes und weckte das Interesse der Medien. Wer kennt nicht die Bilder stürmender Massen, um das im Preis gesenkte, so ersehnte Gut zu ergattern. Die Devise hieß also: Jeder kann sein Schnäppchen landen, wenn er bereit ist, dafür alles zu geben. Es wird mit Sicherheit viele gegeben haben, die diesen Satz wörtlich genommen haben. Doch heutzutage geht das ganze Spektakel gemütlicher zu. Selbstverständlich gibt es immer wieder enorme Kleiderberge zu sehen, aber bei der Masse an Artikeln lässt sich dies nicht vermeiden. Was sich allerdings grundlegend geändert hat ist die Tatsache, dass der SALE jeden Tag im Jahr vorhanden ist.

Ursache dafür ist die veränderte Shoppinglandschaft. Denn wo es früher nur das Kaufhaus in der Stadt gab, gibt es für den Kunden von heute im Internet die Möglichkeit, seine Einkäufe rund um die Uhr zu tätigen. Gerade dieses Medium hat eine Angebotswelle ausgelöst, die seinesgleichen sucht. Doch die immer größer werdende Konkurrenz hat einen ungeheuren Absatzdruck zur Folge, was die meisten (Online-)Shops veranlasst mit Gutscheinen und Sonderaktionen zu werben, um ihr Absatzsoll zu erreichen. Dass dieses Geschäftsmodell baden gehen kann, haben wir erst kürzlich am Beispiel Praktiker erfahren. Fakt ist, dass es uns mittlerweile jederzeit möglich ist, ein Schnäppchen zu landen.

Aufgrund dieser Tatsache hat sich das Konsumverhalten in die Richtung verändert, dass wir als Käufer oftmals erst abwägen, ob das vorliegende Kleidungsstück woanders billiger zu bekommen ist – schlichtweg nach dem Motto: Geiz ist geil. Diesen Slogan schreiben sich die Unternehmen auf die Fahnen, denn wer preislich am attraktivsten anbietet, gewinnt. So überrascht es nicht, dass Kundenbindung durch Rabattaktionen erzeugt werden soll. Kaufhäuser locken mit Kundenkarten, welche das Einkaufen belohnen sollen, andere wiederum winken mit den schon erwähnten Geschenkvouchers. Das führt dazu, dass wir uns als Käufer im bequemsten Fall nicht mehr auf das Schnäppchen zubewegen müssen, da es schon von alleine zu uns kommt.

Doch kaufen wir im Endeffekt günstiger ein? Wer es nur auf ein bestimmtes Teil absieht, wird die Frage mit Sicherheit bejahen. Doch die Mehrheit würde sich nicht sicher sein. Sie würde es bestätigen, mehrere Angebote erwischt zu haben, doch die Ausgaben würden schwerer wiegen als vorher angenommen. Das liegt daran, dass aufgrund der Angebotsvielfalt und der niedrigen Preise die Verlockung groß ist, das ein oder andere Teil mehr einzupacken. Im Shoppingtempel Primark sind diese Szenarien jeden Tag zu beobachten und spätestens an der Kasse zeigt sich, dass aus kleinen Beträgen eine große Summe entstehen kann.

Was somit der heutige Artikel zum Thema SALE aussagen will, ist, dass es sich bei diesem Wort um ein ausgeklügeltes Geschäftsmodell handelt. Deshalb soll er dazu anregen, dass eigene Konsumverhalten zu analysieren und zu hinterfragen. Da es sich um einen Artikel der Moderubrik handelt, bedeutet dies im Klartext: Brauche ich dieses Kleidungsstück wirklich? Entspricht es meinem Stil? Kaufe ich das im Preis gesenkte Gut, weil es vorher viel teurer war? Wer sich mit diesen Fragen ehrlich und gewissenhaft auseinandersetzt, kann sich sicher sein, dass er am Ende des Einkaufs zufriedener nach Hause geht als andere.

Vorschau: Nächste Woche dreht sich alles um das Wertheim Village.

Pitti Immagine Uomo

Während wir dieser Tage endlich den lang ersehnten heißen Sommer genießen dürfen, scheinen die modischen Themen im Herrenbereich eigentlich einfach gestrickt und aufgebraucht. Doch zwischen Tank-Tops, Badehosen und Sale-Wahnsinn mischt so manch modisches Highlight mit, welches jedoch meistens erst auf den zweiten Blick Beachtung findet. Im heutigen Fall ist es eine Veranstaltung, welche sich „Pitti Immagine Uomo“ nennt und als eine der bekanntesten internationalen Modemessen für Herrenbekleidung gilt.

Dieses alljährlich zweimal stattfindende Fest für Herrenmode wird in der Stadt Florenz ausgerichtet und macht die weltberühmte Stadt zum Schaufenster vieler Designer. Vorgeführt werden, neben der Bekleidung, auch Accesoires und Gegenstände in einem vielfältigen Angebot, die stilistisch klassisch bis modern ausgearbeitet sind. Die dort vorgestellten Kollektionen sind oftmals der erste Fingerzeig für die Trends der kommenden Saison.

Bevor die Messe allerdings zu einer Referenz im internationalen Modegeschäft wurde, entwickelte sie sich Anfang der fünfziger Jahre Schritt für Schritt aus einer Modenschau für Damenmode heraus, welche bis in die Siebziger auf dem Palazzo Pitti in Florenz abgehalten wurde. Die erste Herrenmodenschau, die Pitti Uomo, fand 1972 zum ersten Mal statt und spielt seither gegenüber der Frauenmode dort eine übergeordnete Rolle. Nichtsdestotrotz wird auf der in der Zwischenzeit umgetauften Pitti Immagine nicht nur Bekleidung für den Herrn präsentiert: Frauen- und Kindermode, Stoff- und Heimtextilien sowie die neuesten Trends in der Parfümindustrie werden jedes Jahr vorgeführt.

Doch wieso hat sich ausgerechnet die Pitti Immagine zu einer Referenzveranstaltung entwickelt? Während Mailand in Italien mit seiner weltberühmten Modewoche die Vormachtstellung mit den luxuriösesten Designern innehat, hat sich andererseits die Florentiner Modemesse als Pendant für junge und aufstrebende Modeschöpfer- und labels entwickelt. Und gerade diese Designer sind es, welche in einer schnelllebigen Zeit mit neuen Ideen Impulse setzen und somit auch die großen Designer inspirieren. So ist nicht verwunderlich, dass diese beiden modischen Messehighlights – die Pitti Immagine und die Mailänder Modewoche – zeitnah nacheinander stattfinden.

Wer sich also für neue und ausgefallene Mode begeistern kann, dem ist es möglich, sowohl Mitte Januar als auch Mitte Juni die Pitti Immagine Uomo zu besuchen. Nebenbei kann man eine der schönsten Städte Italiens besichtigen. Weitere Informationen zur Messe gibt es auf der offiziellen Seite der Pitti Immagine.

Vorschau: Nächste Woche dreht sich alles um das Thema Mädchenflohmarkt.

Die sommerlichen Modetrends für den Mann

Auch wenn man es dem derzeitigen Wetter nach nicht glauben mag: der kommende Juni soll ein Sommermonat sein. Und da der liebe Gott nicht ewig die Fluten vom Himmel schicken kann, können wir guter Dinge sein, dass uns bald der heiß ersehnte Sommer erreichen wird. Wer also genug von Schmuddelwetter und der mittlerweile unerträglichen dicken Jacke hat, dem sind die kommenden Zeilen zu empfehlen. Denn heute verabschieden wir uns thematisch endgültig vom Frühjahr und widmen uns nun den Trends für den Sommer.

Tank-Top mit Blumenprint und aufgesetzter Brusttasche (Bild: Zara)

Tank-Top mit Blumenprint und aufgesetzter Brusttasche (Bild: Zara)

Den Beginn macht, so banal es sich auch lesen mag, das T-Shirt. Dass man hierbei niemandem zweimal erklären muss, was ein T-Shirt ist, ist selbstredend. Modisch jedoch gibt es tatsächlich Neues über das Halbarm-Shirt zu berichten. Neben dem bekannten Mustertrend sorgen nun auch Pocket-T-Shirts, sprich T-Shirts mit aufgesetzten Brusttaschen, für frischen Wind. Hier lassen sich schon einige interessante Variationen entdecken, wie zum Beispiel ein weißes Basic-Shirt mit gemusterter Tasche. Auch tragetechnisch bekommt das Tee neuen Schwung und das im wahrsten Sinne des Wortes. Weil das T-Shirt ein Inbegriff der Fifties ist, dürfen die Ärmel wieder umgeschlagen werden, wie es einst James Dean vorgemacht hat.

Wer es allgemein noch luftiger mag, dem seien die neuen Tank-Tops ans Herz gelegt, denn diese zeigen sich in ihren neuesten Kreationen mittlerweile genauso vielseitig wie das vorgenannte T-Shirt. Doch trotz jeglichen Tragekomforts ist bei diesem Kleidungsstück Vorsicht geboten, denn in Sachen Seriosität müssen Abstriche gemacht werden. Nichtsdestotrotz zeugt es von stylischem Selbstbewusstsein, ein Tank-Top nicht nur auf dem Weg ins Schwimmbad zu tragen.

Die Hose des Sommers: die Leinenhose. (Bild: Zara)

Die Hose des Sommers: die Leinenhose. (Bild: Zara)

Schon bei dem Gedanken an lange Hosen kann man bei hohen Temperaturen schnell ins Schwitzen kommen. Aus diesem Grund wird zur kurzen Hose gegriffen, sei es ein kurze Chino oder Jeans. Trotzdem greifen wir in diesem Jahr auch mal öfter zur langen Hose – die Leinenhose, großer Sommertrend, schafft Abhilfe. Alleine der Look dieses Stoffes ist Sommer pur und das Beste daran: Es gibt aus diesem Stoff nicht nur Hosen. Auch Shorts und Oberteile kommen in dem luftig-leichten Stoff daher, um uns den Sommer erträglicher zu machen.

Der Carshoe. (Bild: Zara)

Der Carshoe. (Bild: Zara)

Abgerundet wird der vorgenannte Trend zu guter Letzt durch den richtigen Schuh. Espadrilles, Loafers oder Carshoes erweisen sich als perfektes Pendant in der heißen Jahreszeit. Natürlich werden diese barfuß getragen, um einen Tennissocken-Shock zu vermeiden. Also dürfen auch die Knöchel gerne wieder gezeigt werden, indem die Hosen etwas hochgekrempelt werden.

Probiert euch also aus und versucht, die neuen Trends als Inspiration zu nutzen. Mit Sicherheit werden uns diese Vertreter diesen Sommer eine Menge Freude bereiten.

Vorschau: Nächste Woche beschäftigt sich unser Gastbeitrag mit dem Thema Kleiderkreisel.