Cellulite: Eine Tüte voller Trauben

Kritisch betrachte ich mich im Spiegel, nehme jeden Zentimeter meiner Haut genauestens unter die Lupe. Sieht eigentlich ganz ok aus… Man soll sich ja so lieben, wie man ist, oder? Wenn ich lange Hosen trage, würde ich glatt behaupten, mein Körper und ich führen eine durchaus passable Beziehung. Aber bei näherer Betrachtung, zum Beispiel hier im Badezimmer nach dem Duschen ist das was anderes. Resigniert begutachte ich die unschönen Dellen am Hintern und an den Oberschenkeln. Offensichtlich gehöre ich nicht zu denen, die in der Praxis über dem weiblichen Schönheitsideal stehen. „Orangenhaut“ ist da doch noch eine Verniedlichung, denke ich trotzig.

Der Hintern: Problemzone vieler Frauen - wir zeigen, welche einfachen Tricks gegen Cellulite helfen (Foto:Hans-Peter Reichartz / pixelio.de)

Der Hintern: Problemzone vieler Frauen – wir zeigen, welche einfachen Tricks gegen Cellulite helfen (Foto:Hans-Peter Reichartz / pixelio.de)

Das Problem

Kurze Röcke, Shorts und Bikini geben den Blick frei auf die weibliche Problemzone Haut. Denn die ist – in dem Fall „leider“ – ganz anders gestrickt als beim Mann. Die Haut bei Frauen ist dünner, die Fettzellen darunter dafür dicker. Das kann man sich ähnlich vorstellen wie eine dünne Plastiktüte (Haut) voller Trauben (Fettzellen). Und wie sieht das aus? Richtig: irgendwie hubbelig. Dass sich die Natur dabei etwas gedacht hat – in der Schwangerschaft können sich die durch das Bindegewebe nur locker vernetzten Fettzellen flexibel auf den wachsenden Bauch einstellen – ist für den Moment nur ein schwacher Trost. Soweit das Problem. Kommen wir zur guten Nachricht: Mit nur geringem Zeitaufwand lässt sich Cellulite wesentlich reduzieren. Und so geht´s!

Trick 1: Ein bisschen Sport muss sein

Stellt euch vor ihr habt unter den Trauben in eurer Plastiktüte etwas, das die Trauben von innen nach außen drückt. Die Abstände zwischen den Früchten werden kleiner, die Hubbel außen an der Tüte ebenfalls. Dieses wunderbare Etwas, das da drückt, ist euer Muskel. Besonders effektiv gegen Cellulite soll das sogenannte HIIT-Training sein. Face2Face-Autorin Vritti hat das für euch mal ausprobiert (HIER). Wer jetzt die Augen verdreht, weil er keine Zeit oder auch einfach nur keine Lust auf intensives, schweißtreibende Training hat, den können wir beruhigen. Einmal am Tag die Treppe statt den Aufzug nehmen oder mit dem Fahrrad zur Uni anstatt mit dem Bus ist schon mal ein guter Anfang. Auf YouTube gibt es außerdem zahlreiche Fitness-Videos, die euch in nur 10 bis 15 Minuten tolle Übungen für die betroffenen Körperregionen vermittelt, hier zum Beispiel eines für die Beine und eines für den Hintern*. Wenn ihr die Programme ein paarmal mitgemacht habt, sind die Übungen im Kopf und ihr könnt variieren. Täglich mindestens fünf der Übungen – ob morgens zum Wachwerden oder abends vor dem TV – und ihr legt eine gute Grundlage für eine straffe Haut.

Trick 2: Heißkalte Duschen für eine straffe Haut

Das sogenannte Bindegewebe vernetzt die Fettzellen miteinander – ähnlich wie die Stängel der Trauben in unserem Plastikbeutel. Stärken wir diese Verbindungen, wird das Gewebe stabiler und die sichtbare Haut optisch straffer. Dabei können Wechselduschen hilfreich sein. Aber Vorsicht: Zu heißes und zu kaltes Wasser strapazieren den Kreislauf. Unser Tipp: Bevor ihr aus der Dusche steigt, lasst ihr abwechselnd sehr warmes und kaltes Wasser über die betroffenen Stellen laufen. Drei bis fünf Wechsel genügen. Solange ihr es mit der Temperatur nicht übertreibt, bringt ihr so ganz nebenbei euren Kreislauf in Schwung und fühlt euch anschließend erfrischt und munter – der perfekte Start in den Tag.

Trick 3: Die klassische Orangenhaut-Massage

Teure Cellulite-Cremes? Braucht ihr gar nicht! Eine ganz normale Bodylotion genügt völlig. Denn beim Einreiben der betroffenen Körperstellen geht es weniger um die Inhaltsstoffe der Creme, sondern vielmehr um die Berührung an sich. Klar, die Lotion spendet Feuchtigkeit, aber den größeren Effekt erzielt ihr durch die Massage. Sie fördert die Durchblutung und stärkt so wiederum das Bindegewebe. Dabei dürft ihr ruhig auch ein bisschen grober sein und leicht auf die Haut klopfen oder daran zupfen, bis sie ein bisschen rot wird – das Indiz für eine gute Durchblutung.

*Für die Erwähnung der Videos erhält Face2Face keinerlei Gegenleistung. Es handelt sich um eine persönliche Empfehlung der Autorin dieses Beitrags.

Vorschau: Nächste Woche verrät euch Nina Tricks&Tipps dazu, was ihr mit den Massen an Urlaubsbildern machen könnt.

 

Drei Tipps zur Selbstverteidigung

Im schummrigen Licht der Straßenlaternen liegt die Gasse vor mir. Sie scheint ins Nichts zu führen. Der Boden ist nass vom andauernden Nieselregen. Verzerrte Gestalten spiegeln sich in den vom Wind zerfurchten Pfützen. Kein Mensch in Sicht. Ich will einfach nur nach Hause und laufe noch ein bisschen schneller. Meine Schritte hallen auf dem nassen Asphalt. Klack klack. Klack klack. Immer schneller. So viele Schritte. Als würde ich rennen, denke ich verwundert. Oder als wäre ich nicht alleine…

Wer sich in einer solchen Situation sicherer und selbstbewusster fühlen möchte, dem können Selbstverteidigungsübungen helfen. Wie ihr euch aus drei Griffen befreien könnt, zeigen wir euch im Video:

Vorschau: Nächsten Sonntag erfahrt ihr wie ihr Reisen in ferne Länder clever planen könnt.

Do they know it´s Christmas? – Zum 30. Jubiläum des Songs

Es weihnachtet wieder sehr. Der Duft von Maronen, die Wärme des ersten Punschs und das Glänzen der Weihnachtskugeln sind wohl jetzt in jeder deutschen Stadt angekommen. Das Fest der Liebe steht vor der Tür und die meisten sind schon am Geschenke kaufen für die Liebsten. Beim Bummeln durch die Stadt wird man hier und da um eine weihnachtliche Spende für Menschen in Not gebeten und auch im Radio werden wieder Charitysongs hoch und runter gespielt, immer mit dem Appell  verbunden das Lied doch zu kaufen, um etwas Gutes zu tun.

Weihnachtlich: Die Gemüter sind langsam weihnachtlich gestimmt (Foto: V.Wahlig)

Weihnachtlich: Die Gemüter sind langsam weihnachtlich gestimmt (Foto: V.Wahlig)

Die Face2Face-Musikredaktion hat sich den diesjährigen Charitysong von Band Aid mal genauer angeschaut und wirft für euch auch einen Blick zurück auf vergangene Versionen.

Vor 30 Jahren entstand die Idee durch den Verkauf von Platten etwas Gutes für die dritte Welt zu tun. Die Ideengeber waren die Sänger Bob Geldof und Midge Ure. Zusammen mit zahlreichen internationalen Stars nahmen sie den Weihnachtssong „Do They Know It’s Christmas?“ auf. Damals galten die Gewinne der Bekämpfung der Hungersnot in Äthiopien. Aber auch im Jahr 2014 kämpft die Welt gegen Katastrophen. Wieder wendet sich unser Blick in Richtung Afrika. Diesmal heißt die Notlage Ebola.

Die allererste Version des Weihnachtsklassikers wurde am 28. November. 1984 in Großbritannien veröffentlicht. In 13 Ländern erreichte der Song Platz 1, auch in der Bundesrepublik Deutschland. Durch den Erfolg des Projekts wurde auch bei anderen Krisen der Welt wieder auf die musikalische Spendenidee zurückgegriffen. Fünf Jahre später, also 1989, wurde mit dem Projekt Band Aid II „Do they know it´s Christmas?” nach einer erneuten Dürre in Äthiopien nochmals aufgenommen. In Großbritannien erreichte diese zweite Version des Songs wieder Platz 1 der Charts, in den anderen Ländern blieb der Erfolg leider aus.

Anders war dies 2004 mit der dritten Version des Songs. Auf Anregung des Musik-Journalisten Dominic Mohan wurde 20 Jahre nach der Erstveröffentlichung des Songs eine neue Fassung aufgenommen. Auch diesmal richtete sich der Blick in Richtung Afrika. Im Jahre 2004 herrschte in Dafur im Sudan eine Hungersnot. Im Heimatland des Projekts stieg das Lied wieder für elf Wochen auf Platz 1 der Charts. In den anderen Ländern konnte der Song zwar nicht an die Erfolge der ersten Fassung anknüpften, stieg jedoch beispielsweise in Deutschland in die Top 10 der Charts ein.

30 Jahre nach der Entstehung des Charitysongs für Menschen in der dritten Welt, tragen die Medien wieder schlechte Nachrichten aus Afrika an uns heran. Die Krise heißt Ebola und diesmal scheint die Reichweite eine ganz andere zu sein wie die der Hungersnöte. Im Jahr 2014 wird eine Krise aus Afrika auch in Deutschland greifbar, denn Ebola-Patienten werden auch in Deutschland behandelt. Die Bilder, die währenddessen über den Fernsehbildschirm flattern, versetzen alle in Hilflosigkeit. Kann man überhaupt etwas tun? Bob Geldof glaubt auch dieses Mal an die „Power of Music“ und trommelt diesmal nicht nur in Großbritannien Künstler für eine neue Version zusammen, sondern beauftragt auch den Toten Hosen Frontmann Campino damit, für Deutschland eine Version schreiben und produzieren zu lassen. Für die deutsche Version haben Campino, Marteria, Thees Uhlmann und der Textdichter Sebastian Wehlings einen neuen Text geschrieben. Zu den Künstlern gehören bekannte Größen aus der deutschen Musikbranche. Musiker wie 2raumwohnung, Adel Tawil, Andreas Bourani, Anna Loos, CRO, Clueso, Die Toten Hosen, Donots, Gentleman, Ina Müller, Jan Delay, Jan Josef Liefers, Jennifer Rostock, Joy Denalane, Max Herre, Max Raabe, Michi Beck (Die Fantastische Vier), Milky Chance, Patrice, Peter Maffay, Philipp Poisel, Sammy Amara (Broilers), SEEED, Silbermond, Sportfreunde Stiller, Udo Lindenberg, Wolfgang Niedecken haben sich unentgeltlich dazu bereit erklärt an dem Projekt mitzuwirken. Veröffentlicht wurde der Song am 21. November 2014. Am selben Tag wurde das Video in einer gekürzten Fassung vor der Tagesschau um 20 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Die Gewinne, die mit dem Verkauf des Songs erzielt werden, kommen der Bekämpfung der Ebola-Katastrophe zu Gute. Momentan ist die deutsche Version Platz 1 der Downloadcharts, dicht gefolgt von der diesjährigen englischen Version. Es scheint also, als ob das Projekt auch in diesem Jahr erfolgreich werden wird.

Gestenreich: Vielleicht legt ja der Weihnachtsmann eine CD unter den Baum. (Foto: V.Wahlig)

Gestenreich: Vielleicht legt ja der Weihnachtsmann eine CD unter den Baum. (Foto: V.Wahlig)

Aber auch Kritik wird bei dieser Form von Charity laut. Besonders dieses Jahr wurde über das Lied und vor allem über den Videoclip der deutschen Version viel diskutiert. Entfacht wurde die Kritik dabei von einem Mitwirkenden der deutschen Version. So sagte Patrice, dass er die Darstellungsweise als „krassen Charity Porn“ empfindet. Grund sei die Darstellung einer Ebolakranken in der Anfangssequenz des Videos. Bereits in den Jahren zuvor ernteten die englischen Versionen Kritik, da das Band Aid-Projekt laut den Kritikern einen unreflektierten Blick auf den afrikanischen Kontinent zeigt und die Menschen dort von der westlichen Welt in eine reine Opferrolle gedrängt werden. Auch wenn diese Kritik nachvollziehbar ist, sollte man sich die neuen Versionen nicht entgehen lassen. Denn die Idee dahinter ist doch, am Fest der Liebe an all seine Mitmenschen zu denken. Wenn man mit einer kleinen Spende helfen kann, dann ist das doch schon eine schöne Geste!

Falls ihr die deutsche Version nicht kennt, dann schaut sie euch doch einfach mal an!

Ich habe es gesehen von Evelyn Eichinger aus Kindheit ist (k)ein Kinderspiel

Für einen guten Zweck. Das Buch Kindheit ist (k)ein Kinderspiel (mit freundlicher Genehmigung der Autoren)

Erst kürzlich habe ich zum Himmel hoch gesehen,
Dort sah ich auf einer Wolke einen Engel stehen.
Er strahlte heller als die Sonne,
Sein Lächeln erfüllte mich mit Wonne.
Seine Flügel waren dabei sich auszubreiten,
Als wollt’ er gleich zur Erde gleiten.
Hier hatte er eine wichtige Aufgabe
übernommen,
Als Schutzengel hat er ein Kind anvertraut
bekommen.

Erst kürzlich habe ich einen warmen Hauch
gespürt,
Als mich ein Einhorn an der Schulter hat
berührt…
Es stand mit seinen klugen Augen da,
Mähne und Schweif kräuselten sich schwerelos
und wunderbar.
Das strahlende Fell konnte einen blenden,
Doch ich war nicht fähig,
Den Blick abzuwenden.
Sein Horn glänzte, wie Silber so rein,
Es als einzige sehen zu können,
Wollte ich einfach nicht bereuen…

Erst kürzlich bin ich wieder ausgeritten,
Da ist ein Schatten über die Erde geglitten…
Mit Flügeln groß und stark,
Ein Drache in einer Wolke sich verbarg.
Für alle anderen unsichtbar,
War ich die einz’ge, die ihn sah.
Die Sonne fing sich in seinem glänzend’
Schuppenkleid,
Dieser Anblick hat mein Herz erfreut.

Erst kürzlich ging ich an einem Teich vorbei,
Auf einem Fels da saß und sang die Loreley…
Als sie mich sah,
Hat sie mir zugewunken,
Erst als sich jemand anders näherte,
Ist sie wieder im Wasser verschwunden.
Ihr mögt den Kopf ungläubig schütteln:
Ich versuche bloß,
Euch wachzurütteln.
Wenn ihr die Augen öffnet,
Werdet ihr mich verstehen,
Denn auch ihr könnt dann
All diese Schönheiten sehen.
Sie sind immer da,
In Kopf und Herzen allen Kindern nah.

Lasst die Kindheit euer Herz noch einmal
berühren,
Dann könnt ihr die Schönheit dieser Welt
Noch einmal mit der Begeisterung eines Kindes
spüren…

©Evelyn Eichinger

Die Autoren

Autoren wollen helfen. Und spenden ihre Texte (mit freundlicher Genehmigung der Autoren)

Die Facebook-Gruppe Portal für Autoren, Leser, Blogger, Grafiker, hat alle Mitglieder aufgerufen, sich an einer Anthologie zu beteiligen, mit dem Hintergrund, dass dieses Buch einem guten Zweck zur Verfügung gestellt wird und als Dauerspende eine Hilfsorganisation unterstützt. 42 Autoren haben sich beteiligt und stellten ihren Beitrag kostenfrei für „Kindheit ist (k)ein Kinderspiel“ zur Verfügung. Evelyn Eichinger ist eine davon. Ferner verzichten die Autoren auf ein Honorar. Das Thema war „Kinder“.

Bei der Suche nach einer Institution stießen die Autoren auf „Helping Hands for Dome„. Dominik Schicksal hat sie so berührt, dass sie sich der Institution zu helfen. Domes Eltern unterstützen, auch nach seinem Tod, krebskranke Kinder in der Duisburger Kinderkrebsklinik, indem sie ihnen Wünsche erfüllen und ihnen, in ihrem Leiden, eine Freude bereiten. Die Verkaufserlöse gehen komlett an „Helping Hands for Dome“.

 

 

Endlich Schluss mit dem Abi-Chaos!

Selbstständig werden ist nicht schwer – selbstständig sein dagegen sehr. Sebastian Richter (26) und Florian Dyballa (23), beide aus Frankfurt am Main, haben den Sprung in die Selbstständigkeit dennoch gewagt und kurzerhand ihr eigenes Start-Up-Unternehmen gegründet. Was es mit ihrem Herzensprojekt „abilife“ auf sich hat und wie sie das Jungunternehmertum meistern, verraten sie im Face2Face-Interview.

Face2Face: Kurz und knackig zusammengefasst: Was ist „abilife“?
Florian: „abilife“ ist eine Organisationsplattform und gleichzeitig Ansprechpartner speziell für Abiturienten. Wir decken alle Bereiche rund um das Thema Abiturplanung ab.

Face2Face: Welche sind das konkret?
Sebastian: Das Hauptaugenmerk liegt auf Abi-Büchern – den wichtigsten, mit Bildern und Zitaten gefüllten Erinnerungsstücken an die Schulzeit – und Abi-Shirts mit Logo, Motto und meist auch einer Namensliste des Jahrgangs. Doch mitunter lässt „abilife“ auch Flyer beispielsweise für die Abi-Vorfinanzierungs-Fete drucken.

Stehen Abiturienten mit Rat und Tat zur Seite: (v.links) „abilife“-Gründer Florian Dyballa und Sebastian Richter (Pressefoto abilife.de)

Face2Face:Wie schafft ihr es, dass Schüler auf euch aufmerksam werden? Lernt ihr eure Kunden persönlich kennen?
Sebastian: Wir setzen auf bewährte Suchmaschinen wie Google. Dank unserer verschiedener Internetdomänen (Anm. d. Red.: Es existieren neben der Hauptwebpräsenz www.abilife.de noch insgesamt sechs weitere Internetseiten) erzielen wir dort immerhin schon mal eine recht hohe Trefferquote und erhalten bundesweit Aufmerksamkeit.
Florian: Hinzu kommt der persönliche Kundenkontakt. Sebastian fährt dafür auch gern mal selbst an die Schulen und berät die Abi-Komitees von Angesicht zu Angesicht. Besonders rege ist und bleibt allerdings der Kontakt via Telefon und E-Mail.

Face2Face: Wie vielen Abiturienten im deutschsprachigen Raum konntet ihr bereits helfen?
Sebastian: Wir haben bereits über 350 Abschlussjahrgänge in Deutschland und Österreich betreuen dürfen. Künftig wollen wir uns zudem noch auf die Schweiz ausweiten.

Face2Face:Fühlt ihr euch mit „abilife“ in eure eigene Schulzeit zurückversetzt?
Sebastian: Wenn ich vor Ort bin, um die Schüler zu beraten, fühle ich mich total an meine Zeit als Abiturient erinnert. Der direkte Kontakt mit den Schulabsolventen macht ohnehin viel Spaß – er bietet eine willkommene Abwechslung zum Büroalltag und ist für beide Seiten immer hilfreich.
Florian: Überhaupt war der Auslöser für die Idee, das Unternehmen „abilife“ zu gründen, mein eigenes Abitur. Die Abi-Organisation mündete in meinem Jahrgang damals im kompletten Chaos; ich wollte einfach, dass es anderen Schülern nicht länger genauso ergeht.

Face2Face: Wie viel Zeit investiert ihr in das Unternehmen? Bleibt daneben noch Zeit für euch selbst?
Florian: Wir haben keine reguläre 40-Stunden-Woche, sondern arbeiten mal mehr, mal weniger – je nachdem, was anfällt. Für dieses Jahr haben wir uns allerdings vorgenommen, unsere Work-Life-Balance wieder mehr in den Vordergrund zu rücken. Das schaffen wir, indem wir für Ausgleiche sorgen und uns die Zeit für Urlaub, Sport oder die Beziehung einfach nehmen.
Sebastian: Es gab schon Phasen, vor allem kurz nach der Unternehmensgründung, da habe ich sieben Tage in der Woche im Büro verbracht. Ich hoffe, dass wir solche Extreme mit unserer verbesserten Work-Life-Balance-Strategie künftig vermeiden können.

Face2Face: Welchen Anspruch habt ihr an „abilife“?
Florian: Wir wollen stets den Schüler in den Fokus rücken, um ihm einen echten Mehrwert bieten zu können. Wir unterstützen Schüler neben der Hilfe in den Abi-Komitees auch durch kostenlose Produkte. Ein gutes Beispiel dafür ist unsere letztjährige Aktion „Energie für deinen Abistreich“ in Kooperation mit der Energy-Drink-Marke „rhino’s energy“. Wir haben einen Wettbewerb zwischen den Schulen initiiert, bei dem diejenigen Jahrgänge mit den besten Abistreich-Einfällen belohnt wurden. Der Preis: So viele kostenlose Energy-Drinks, wie die Schüler trinken konnten.
Sebastian: Generell ist es unser Ziel, dem Schüler eine relativ große Bandbreite anzubieten; dazu gehört alles vom kostengünstigen Abi-Buch über kostenlose Abi-Party-Flyer bis hin zum preiswerten Ballkleid für den Abschlussball.

Face2Face: Was nehmt ihr als nächstes in Angriff? Habt ihr ganz aktuell Projekte in Planung?
Sebastian: Wir wollen uns weiter in Richtung Schulmarketing orientieren und die junge Zielgruppe, sprich den Abiturienten zwischen 16 und 21 Jahren, interessierten Unternehmen zugänglich machen.
Florian: Wir haben dabei das Bestreben, online und offline zu verbinden, sowie den Schülern in Zukunft noch viel mehr Unterstützung aus der freien Marktwirtschaft anbieten zu können.

Kontakt:
abilife.de ®
Trakehner Strasse 7-9
60487 Frankfurt/Main
Tel: 069/ 175 373 • 850
E-Mail: info@abilife.de

 Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr im Panorama mehr über den Trend hin zu Schönheitsoperationen.

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Kleine Helden des Alltags

Was hat uns EHEC in den letzten Wochen auf Trab gehalten. Kaum einer wusste noch, was gegessen werden kann und wovon man besser die Finger lässt. Mittlerweile hat sich die allgemeine Panik gelegt und in den Supermärkten wird wieder mehr Gemüse gekauft. Dass das Bakterium sich aber nicht nur auf die Wirtschaft niedergeschlagen, sondern auch Auswirkungen auf den Bedarf von Blutspenden hatte mag dem ein oder anderen entgangen sein. Anfang Juni wurde sogar dazu aufgerufen, mehr Blut spenden zu gehen.

 Das gefährliche Darmbakterium EHEC hat es geschafft, das Thema „Blutspenden“ wieder in den Vordergrund zu rücken. Ein Thema, das es verdient, genannt zu werden. Denn statistisch gesehen ist jeder Bundesbürger mindestens einmal in seinem Leben auf das Blut eines anderen Menschen angewiesen. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass jemand vorher zum Blutspenden gegangen ist und sein Blut zur Verfügung gestellt hat. Wer also mit dem Gedanken herumläuft: „Mir kann so etwas nicht passieren!“, der läuft etwas naiv durch die Welt. Zu schnell passieren Unfälle, hat man eine einfache Operation oder kann sich das Leben durch Krebs oder andere Krankheiten verändern. Der Bedarf an Blutspenden steigt stetig!

 Blutspenden tut nicht weh und eine Ansteckungsgefahr besteht auch nicht, da großen Wert auf Hygiene und Kontrolle gelegt wird. Außerdem wird mit eurem gespendeten Blut nicht nur das Leben anderer gerettet, sondern es ist für euch zugleich ein Gesundheitscheck. Denn das von euch gespendete Blut wird auf Hepatitis, HIV und andere Infektionen geprüft, um nur gesunde Spenden zu verwenden.

 Vor der Blutspende solltet ihr aber ein paar Kleinigkeiten beachten: So müsst ihr zwischen 18 und 68 Jahre alt sein und ein Mindestgewicht von 50 kg haben. Ebenfalls ist es wichtig, dass ihr vorher genügend esst und trinkt – nicht, dass ihr während der Spende umkippt. Zudem dürft ihr keinen Alkohol in den letzten 12 Stunden und keine Drogen in den letzten 4 Wochen konsumiert haben. Hattet ihr eine OP in den letzten 6 Monaten oder habt ihr euch in den letzten 5 Monaten tätowieren oder piercen lassen, schließt euch das als Spender ebenso aus. Und natürlich solltet ihr auch gesund sein, was heißt, dass eure Blutwerte stimmen müssen. Blut spenden könnt ihr in jedem Krankenhaus oder in Spendezentralen. Bei manchen Einrichtungen gibt es Geld für eure Spende, bei anderen wiederum nicht.

 Damit ihr einen ungefähren Eindruck von einer Blutspende bekommt, nehme ich euch einfach jetzt zu einer mit: Nachdem wir am Ort des Geschehens angekommen sind, gilt es, sich zu registrieren: Dazu einfach den Personalausweis oder Führerschein vorzeigen. Dann gibt es ein Formular, auf dem die persönlichen Daten eingetragen werden, bevor es mit einem Informationsblatt und einem medizinischen Fragebogen weitergeht. Und schon haben wir den ersten Schritt hinter uns gebracht.

 Ein kleiner Pieks in die Fingerkuppe oder das Ohrläppchen reicht aus, um zu überprüfen, ob wir auch genügend rote Blutkörperchen haben. Anschließend werden wir von einem Arzt untersucht, der darüber entscheidet, ob eine Spende ohne weitere Bedenken durchgeführt werden kann.

 Es zeigt sich, dass bei der Blutspende keiner auf sich alleine gestellt ist und alles seine Ordnung hat. Bei der Blutentnahme werden ungefähr 500ml Blut und drei weitere Ampullen für den Gesundheitscheck entnommen. Die drei Röhrchen kommen ins Labor, damit sie auf verschiedene Infektionen getestet, der Rhesusfaktor und die Blutgruppe bestimmt werden können. Danach werden diese Proben nicht weiter verwendet.

 Nach 5 – 10 Minuten ist die Blutspende auch schon geschafft; es gibt noch ein Pflaster und eine kurze Ruhephase. War doch gar nicht so schlimm, oder?

 Nach der Spende ist Zeit für einen Imbiss. Dieser ist wichtig, weil er den Blutverlust ausgleicht. Das heißt für uns: Ordentlich zuschlagen! Dabei können wir uns entweder mit anderen Spendern unterhalten oder noch ein wenig unseren eigenen Gedanken nachhängen, bevor wir gestärkt und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen.

 Wenn ihr wissen möchtet, was genau mit eurem Blut nach der Spende passiert, und wer noch weitere Informationen zu dem Thema haben möchte, dem sei die Homepage des Deutschen Roten Kreuzes ans Herz gelegt. Auf dieser Seite könnt ihr euch auch erkundigen, wann das nächste Mal ein Blutspendetermin ganz bei euch in der Nähe stattfindet.

 Für mich steht auf jeden Fall fest: Menschen, die Blut spenden, sind für mich kleine Helden des Alltags. Denn sie geben wenig von sich, aber können damit eine Menge bewirken. An dieser Stelle sei diesen Menschen von Herzen gedankt.

 Seid ihr schon einmal Blutspenden gewesen? Und wie steht ihr zu dem Thema? Schreibt mir von euren Erfahrungen, ich freue mich darauf!

Eure Lea

Vorschau: Eva verrät uns nächste Woche, warum Verreisen nicht immer das Beste ist, und wie man auch zu Hause richtig gut Urlaub machen kann.

“Reden hilft oft viel!” – Tipps gegen Eifersucht

Ein ungutes Gefühl in der Magengegend, rasender Puls und eine unerklärliche Hitze, die einem ins Gesicht steigt – nicht ohne Grund kommt der Begriff „Eifersucht“ unter anderem vom indoeuropäischen Wort „ai“, was soviel heißt wie Feuer. Kurzum: Eifersucht ist ein extrem unangenehmes Gefühl. Um herauszufinden, wie man es am besten bekämpft, habe ich eine kleine Umfrage gestartet.

 „Ich bin eifersüchtig und das nicht zu wenig“, sagt Sebi, 22 Jahre alt und laut eigenen Angaben „glücklich vergeben“. Sein naheliegender aber logischer Tipp wäre, dem/der Partner/-in zu vertrauen und auch einmal über Kleinigkeiten hinwegsehen zu können. „Ein bisschen Eifersucht gehört immer zu einer Beziehung dazu“, ist sich die 19-jährige Tanja (vergeben) sicher. Zu viel Eifersucht könne hingegen alles kaputt machen. Eifersüchtig mache sie es beispielsweise, wenn ihr Freund mit einem Mädchen rede, dass sie selbst nicht kenne. Ihr Ratschlag: bei Problemen wie solchen miteinander reden! Ähnlich sieht das auch Single Florian. „Ich würde mich als eifersüchtig bezeichnen. Insbesondere dann, wenn meine Partnerin anderen viel Nähe und Zuneigung schenkt.“, sagt der 21-jährige. Wenn man eine/-n extrem eifersüchtigen Partner/-in hat, sollte man diesem, seiner Meinung nach, vermitteln, dass die Eifersucht grundlos ist.

 Wie genau man das vermitteln könnte, glaubt die 20-jährige Rebecca (single) zu wissen: „Er sollte romantische Dinge sagen, zum Beispiel, dass man die Einzige ist.“ Grund für sie eifersüchtig zu werden sei, wenn jemand die ganze Zeit ihren Freund anhimmeln würde. Ihr Tipp: bei aufkeimender Eifersucht erstmal an den Partner wenden und klären, was vorgefallen ist, damit keine Missverständnisse auftreten.

 „Hinterhertelefonieren und –spionieren geht gar nicht!“, meint die 18-jährige Steffi (single), „wenn man einen besonders eifersüchtigen Partner hat, gibt es nur zwei Möglichkeiten: damit leben lernen oder Schluss machen.“ Sie hält es für vorteilhaft im Vorhinein – sprich am Anfang einer Beziehung – mit dem Partner über Situationen zu sprechen, in denen Eifersucht auftreten könnte. Ähnlich radikal sieht das auch der 22-jährige Toni: „Ich gebe einer Person immer ein bestimmtes Maß an Vertrauen. Wenn dieses aufgebraucht ist, will ich mit dieser Person nichts mehr zu tun haben.“ Sich selbst würde er nicht als besonders eifersüchtig bezeichnen, er gehe mit einem gewissen Grundvertrauen an eine Beziehung heran. „Wenn jemand dich wirklich von ganzem Herzen mag beziehungsweise liebt, wird er/sie dein Vertrauen niemals ausnutzen.“, ist sich der Single sicher. Sein Fazit: „Reden hilft oft viel!“

 Um noch ein wenig mehr Lebenserfahrung und auch einen weiteren, interessanten Lösungsansatz der Problematik ins Spiel zu bringen, hier der Tipp der 38-jährigen Claudia (verheiratet): „Wenn man in einer Situation eifersüchtig wird, einfach das gleiche tun wie der Partner oder die Partnerin, damit er/sie merkt wie sich sowas anfühlt.“ Sich selbst schätzt sie als „ein bisschen eifersüchtig ein“.

 Selbstverständlich sind die Umfrageergebnisse keinesfalls repräsentativ, hier dennoch noch einmal die besten Tipps der Befragten auf einen Blick:

1. Versuchen über Kleinigkeiten hinwegsehen zu können und erst einmal ruhig bleiben, bis man in Ruhe mit  dem Partner sprechen kann (mein Tipp hier: sich in einer „brenzligen“ Situation einfach ein besonders schönes Kompliment des Partners in Erinnerung rufen)

2. Reden, reden, reden! Im Vorhinein besprechen, was den anderen eifersüchtig macht und dann versuchen dem anderen zuliebe Situationen wie diesen aus dem Weg zu gehen

3. Einem besonders eifersüchtigen Partner oft zeigen, was er/sie ihm/ihr bedeutet, zB. mittels Komplimenten

4. Sich selbst mehr Freiheiten gewähren, wenn der Partner dies ebenfalls für sich beansprucht, um so möglichweise ein Gespräch zu provozieren (aber Achtung: hier geht es nicht um blutige Rache!!!)

5. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende: Wenn gar nichts mehr geht und die Eifersucht unerträglich zu werden scheint, besser einen Schlussstrich ziehen

Ich hoffe ich konnte euch weiterhelfen und freue mich jederzeit über Kommentare und Mails!

 In der nächsten Woche erfahrt ihr wie man in wenigen Schritten ein paradiesisch-schönes Augenmakeup zaubert. Lasst euch überraschen!