Cellulite: Eine Tüte voller Trauben

Kritisch betrachte ich mich im Spiegel, nehme jeden Zentimeter meiner Haut genauestens unter die Lupe. Sieht eigentlich ganz ok aus… Man soll sich ja so lieben, wie man ist, oder? Wenn ich lange Hosen trage, würde ich glatt behaupten, mein Körper und ich führen eine durchaus passable Beziehung. Aber bei näherer Betrachtung, zum Beispiel hier im Badezimmer nach dem Duschen ist das was anderes. Resigniert begutachte ich die unschönen Dellen am Hintern und an den Oberschenkeln. Offensichtlich gehöre ich nicht zu denen, die in der Praxis über dem weiblichen Schönheitsideal stehen. „Orangenhaut“ ist da doch noch eine Verniedlichung, denke ich trotzig.

Der Hintern: Problemzone vieler Frauen - wir zeigen, welche einfachen Tricks gegen Cellulite helfen (Foto:Hans-Peter Reichartz / pixelio.de)

Der Hintern: Problemzone vieler Frauen – wir zeigen, welche einfachen Tricks gegen Cellulite helfen (Foto:Hans-Peter Reichartz / pixelio.de)

Das Problem

Kurze Röcke, Shorts und Bikini geben den Blick frei auf die weibliche Problemzone Haut. Denn die ist – in dem Fall „leider“ – ganz anders gestrickt als beim Mann. Die Haut bei Frauen ist dünner, die Fettzellen darunter dafür dicker. Das kann man sich ähnlich vorstellen wie eine dünne Plastiktüte (Haut) voller Trauben (Fettzellen). Und wie sieht das aus? Richtig: irgendwie hubbelig. Dass sich die Natur dabei etwas gedacht hat – in der Schwangerschaft können sich die durch das Bindegewebe nur locker vernetzten Fettzellen flexibel auf den wachsenden Bauch einstellen – ist für den Moment nur ein schwacher Trost. Soweit das Problem. Kommen wir zur guten Nachricht: Mit nur geringem Zeitaufwand lässt sich Cellulite wesentlich reduzieren. Und so geht´s!

Trick 1: Ein bisschen Sport muss sein

Stellt euch vor ihr habt unter den Trauben in eurer Plastiktüte etwas, das die Trauben von innen nach außen drückt. Die Abstände zwischen den Früchten werden kleiner, die Hubbel außen an der Tüte ebenfalls. Dieses wunderbare Etwas, das da drückt, ist euer Muskel. Besonders effektiv gegen Cellulite soll das sogenannte HIIT-Training sein. Face2Face-Autorin Vritti hat das für euch mal ausprobiert (HIER). Wer jetzt die Augen verdreht, weil er keine Zeit oder auch einfach nur keine Lust auf intensives, schweißtreibende Training hat, den können wir beruhigen. Einmal am Tag die Treppe statt den Aufzug nehmen oder mit dem Fahrrad zur Uni anstatt mit dem Bus ist schon mal ein guter Anfang. Auf YouTube gibt es außerdem zahlreiche Fitness-Videos, die euch in nur 10 bis 15 Minuten tolle Übungen für die betroffenen Körperregionen vermittelt, hier zum Beispiel eines für die Beine und eines für den Hintern*. Wenn ihr die Programme ein paarmal mitgemacht habt, sind die Übungen im Kopf und ihr könnt variieren. Täglich mindestens fünf der Übungen – ob morgens zum Wachwerden oder abends vor dem TV – und ihr legt eine gute Grundlage für eine straffe Haut.

Trick 2: Heißkalte Duschen für eine straffe Haut

Das sogenannte Bindegewebe vernetzt die Fettzellen miteinander – ähnlich wie die Stängel der Trauben in unserem Plastikbeutel. Stärken wir diese Verbindungen, wird das Gewebe stabiler und die sichtbare Haut optisch straffer. Dabei können Wechselduschen hilfreich sein. Aber Vorsicht: Zu heißes und zu kaltes Wasser strapazieren den Kreislauf. Unser Tipp: Bevor ihr aus der Dusche steigt, lasst ihr abwechselnd sehr warmes und kaltes Wasser über die betroffenen Stellen laufen. Drei bis fünf Wechsel genügen. Solange ihr es mit der Temperatur nicht übertreibt, bringt ihr so ganz nebenbei euren Kreislauf in Schwung und fühlt euch anschließend erfrischt und munter – der perfekte Start in den Tag.

Trick 3: Die klassische Orangenhaut-Massage

Teure Cellulite-Cremes? Braucht ihr gar nicht! Eine ganz normale Bodylotion genügt völlig. Denn beim Einreiben der betroffenen Körperstellen geht es weniger um die Inhaltsstoffe der Creme, sondern vielmehr um die Berührung an sich. Klar, die Lotion spendet Feuchtigkeit, aber den größeren Effekt erzielt ihr durch die Massage. Sie fördert die Durchblutung und stärkt so wiederum das Bindegewebe. Dabei dürft ihr ruhig auch ein bisschen grober sein und leicht auf die Haut klopfen oder daran zupfen, bis sie ein bisschen rot wird – das Indiz für eine gute Durchblutung.

*Für die Erwähnung der Videos erhält Face2Face keinerlei Gegenleistung. Es handelt sich um eine persönliche Empfehlung der Autorin dieses Beitrags.

Vorschau: Nächste Woche verrät euch Nina Tricks&Tipps dazu, was ihr mit den Massen an Urlaubsbildern machen könnt.

 

Ein Leben mit Schuppenflechte

Schuppenflechte. Juckt, schuppt und ist wirklich nicht schön (Foto: Obermann)

Schuppenflechte. Juckt, schuppt und ist wirklich nicht schön (Foto: Obermann)

Ich leide an  Schuppenflechte. Das ist eine meist erblich bedingte Hauterkrankung, bei der zu schnell neue Haut nachgebildet wird, diese aber nicht richtig reifen kann. Dadurch werden die betroffenen Stellen trocken, schuppig und gerötet. Ansteckend ist Schuppenflechte – der Fachausdruck ist Psoriasis – nicht. Doch gerade an gut sichtbaren Stellen wie dem Haaransatz oder im Sommer auch den Beinen und Armen sind die Flecken vor allem unschön und sorgen schon einmal für besorgte Blicke meiner Mitmenschen. Mich aber stört viel mehr der Juckreiz an den betroffenen Partien.

Normalerweise habe ich eine sehr milde Form der Schuppenflechte. Hauptsächlich der Kopf ist betroffen und wenige Fleckchen an Rücken und Bauch, dort wo der BH an der Haut reibt. In Stresssituationen wird es etwas mehr, doch eine leichte Creme genügt und meiner Haut kann geholfen werden. Diese Creme darf ich aber in Schwangerschaft und Stillzeit nicht verwende. Schon bis zur Geburt wurde die Schuppenflechte darum etwas mehr, nun in der Stillzeit aber erreicht sie ein noch nicht gekanntes Ausmaß.

Neben verschreibungspflichtigen Cremes und Lösungen gibt es noch andere Möglichkeiten, der Schuppenflechte den Kampf anzusagen. Rückfettende Lotionen, am besten mit Urea, helfen, die Schuppen zu lösen und den Juckreiz zu mildern. Ich nutze momentan Shampoo, Duschgel und Körperlotion mit Urea. Durch die hormonelle Umstellung braucht es aber mehr, um wirklich gegen die Psoriasis anzukämpfen. Also muss ich das machen, was Menschen mit starker Psoriasis meistens tun: Ich gehe zur Bestrahlung. Nein, nicht ins Solarium, das bringt nichts. Zur Lichttherapie beim Hautarzt. Für wenige Sekunden bis zu wenigen Minuten wird dort die Haut mit einem speziellen Lichtspektrum bestrahlt. Drei Mal in der Woche muss die Bestrahlung erfolgen, damit sie wirkt. Und nach nur drei Terminen spüre ich wirklich schon Linderung. Andere Patienten greifen lieber zur Tablette und können so die Ausprägung minimieren.

Doch Psoriasis  zeigt sich leider nicht nur durch schuppende Hautstellen. Unangenehm ist die Nagelpsoriasis, gegen die sich nicht viel machen lässt. Sie bildet sich unter den Fuß- und Fingernägeln und verformt die Nägel. Wirklich schlimm ist es, wenn die Psoriasis auf die Gelenke überspringt und Entzündungen verursacht. Das ist sehr schmerzhaft und ein riesiger Unterschied zu ein paar unschönen, juckenden Flecken.

Was individuell die Schuppenflechteschübe fördert oder mindert muss jeder selbst herausfinden. Spezielle Ernährung kann helfen, genauso wie Sport oder Körperpflegeprodukte. Was dem einen hilft, kann dem nächsten aber auch wieder schaden. Selbst Cremes, die eigens für Psoriasis-Patienten entwickelt wurden, können Auslöser für neue Schübe werden. Da heißt es Geduld haben und ausprobieren. Manch einer ist vielleicht auch bereit Außergewöhnliches auszuprobieren, wie ein Bad mit dem  Kangal-Knabberfisch. Dieser kleine Fisch aus der Türkei knabbert zielsicher die Schuppenflechte ab und hinterlässt dabei ein Sekret, das zur zeitweiligen Genesung beitragen kann. Denn bei allem, was helfen kann: Die Psoriasis ist eine chronische Erkrankung und lässt sich kaum vollständig heilen.

Da nur etwa 3% der Bevölkerung Mitteleuropas betroffen sind, kann kaum jemand mit dem Begriff „Schuppenflechte“ etwas anfangen, wenn ich ihm sage, was das für rote Flecken in meinem Nacken sind. Die neugierigen und leicht angeekelten Blicke bin ich mittlerweile gewohnt. Es sieht eben nicht schön aus. Einen Vorteil soll sich aber auch bei der Psoriasis finden lassen. Angeblich leiden Betroffene wesentlich seltener an Hautinfektionen, da in ihrer Haut mehr antibakterielle Proteine sitzen.

Einige Betroffene haben am ganzen Körper Schuppenflechte, meist seit ihrer Pubertät. Mein Leiden in der Stillzeit ist dagegen noch gar nichts. Und all die Vorteile, die mein Kind und auch ich durch das Stillen haben, sind mir das bisschen Jucken schon wert, vor allem, da Lichttherapie und Urea-Lotion mir wirklich viel helfen. Andere haben  dieses Glück nicht.

Vorschau: Nächste Woche schreibt Alexandra für euch ein Plädoyer für Germany‘s next Topmodel.

Vergängliche Kunst – Selbstversuch Bodypainting

Wilde Löwen, blutrünstige Vampire, farbenfrohe Schmetterlinge – es gibt nichts, was Natascha Pfeifer alias „Zauberpinselchen“ nicht zeichnen kann. Das Besondere: Sie malt nicht auf Papier, sondern auf menschlicher Haut. Und heute bin ich ihr „Opfer“.

Eine Wasserschildkröte auf dem Rücken soll es werden. Ich bin zugegebenermaßen ein wenig nervös – schließlich lässt man nicht jeden Tag eine nahezu fremde Person so nahe an sich heran. Außerdem habe ich mit Ausnahme von Lidschatten bisher recht wenig mit Farben auf meiner Haut experimentiert. Doch die anfängliche Aufregung wird mir schnell genommen – um genau zu sein in dem Moment als sich die Tür öffnet und mir ein winziges Hündchen entgegenspringt.

Hier ist ein Profi am Werk: Das Schildkröten-Bodypainting  der Face2Face-Chefredakteurin entsteht (Foto: Holger Thomas)

„Hallo“, begrüßt mich die Frau in der Tür in einem zwanglosen Ton, „das ist Maya, unser Security, und ich bin Natascha.“ Nachdem ich mich ebenfalls vorgestellt habe, zeigt mir Natascha ihren Fundus. In einem kleinen Raum im Anschluss an das Fotostudio ihres Studiopartners Holger Thomas, den ich später an diesem Tag noch kennenlernen sollte, reihen sich Perücken in den verschiedensten Formen und Farben – von der strubbeligen, roten Turmfrisur bis hin zum platinblonden Bob ist alles dabei –, Feder-Kopfschmuck und aus Schaumstoff gefertigte, lebensecht wirkende Tier-Requisiten aneinander.

„Wie du siehst, bin ich auf alle Eventualitäten vorbereitet“, sagt die 42-Jährige lächelnd, „aber nun zu dir! Legen wir los!“ Und schon sitze ich auf einem Stuhl und Natascha beginnt mit dem Painting. Ein wenig seltsam ist es schon, wenn einem plötzlich jemand mit tupfenden Bewegungen ein Türkis-Blau auf den Rücken aufträgt. Das soll das Meer darstellen, in dem später einmal eine Schildkröte herumschwimmen soll.

Möchte immer mit von der Partie sein: Hündin Maya liebt es fotografiert zu werden (Foto: Holger Thomas)

Aber ich fühle mich dennoch gut aufgehoben: Nicht nur, weil meine Aufregung vor dem Neuen durch die offene und freundliche Art der Face- und Bodypainterin sofort verfliegt, sondern auch weil sie bereits eine renommierte Künstlerin in der Bodypainting-Szene Mannheims ist. 2009 begann die ausgebildete Kosmetikerin und Nageldesignerin mit Kinderschminken. „Mich juckte es damals schon in den Fingern mal ein Bodypainting zu machen und als sich dann mein bester Freund Marco als Model anbot, haben wir direkt losgelegt“, erzählt sie. Ein kleiner, blauer Pfeilgiftfrosch läutete den Beginn von Nataschas Bodypainting-Laufbahn ein. Kurz darauf bemalte sie Marco für den Mannheimer Christopher Street Day zur Hälfte als Engel, zur anderen Hälfte als Teufel. „Er ist aufgefallen und stand im Mittelpunk – genauso wie er es sich gewünscht hat“, berichtet Natascha, „und ich bin heute noch glücklich, dass ich ihm diesen Wunsch erfüllen konnte. Es war unvergesslich.“

Einige ihrer Werke wurden bereits im „Illusion“, einem Fachmagazin für Bodypainter mit einer weltweiten Auflage, veröffentlicht, erzählt sie. „Im TV hat man schon einiges von uns – mir, meinen Models und Fotografen – gesehen und auch in der Zeitung waren wir schon. Das ist für mich eine große Ehre!“, so die 42-Jährige stolz.

Ist begeistert von ihrem Bodypainting: Face2Face-Chefredakteurin Tatjana Gartner (Foto: Holger Thomas)

Und auch ich werde immer stolzer je detailreicher das Bild auf meinem Rücken wird. Nach zwei Stunden tummeln sich dank Nataschas filigraner Pinselkunst unterschiedliche Brauntöne auf dem Panzer meiner Schildkröte, ihr Auge bekommt ein dunkles Smaragdgrün. Den Feinschliff erledigt die Face- und Bodypainterin mit einer Airbrushpistole. Schwarze und weiße Schattierungen lassen die Schildkröte dreidimensional erscheinen. „Und? Gefällt sie dir?“, fragt mich Natascha neugierig als ich mich sprachlos im Spiegel betrachte. „Ja, ist richtig toll geworden“ – mehr bringe ich in diesem Moment nicht heraus. Die Wahrheit ist: Ich hätte niemals erwartet, dass es so großartige werden würde – mein erstes Bodypainting. Dafür hat sich das dreistündige Stillsitzen eindeutig gelohnt!

Jetzt muss das Kunstwerk aber natürlich auch noch für die Ewigkeit festgehalten werden. Dafür zuständig ist der bereits erwähnte Fotograf Holger Thomas. Er ist seit 25 Jahren als Fotograf tätig und teilt sich das Studio mit Natascha. Ähnlich wie sie macht er einen sehr umgänglichen und unkomplizierten Eindruck. Zu meiner großen Erleichterung erklärt er mir auch ganz genau und sehr geduldig wie ich mich hinstellen und gucken soll – schließlich sollen die Face2Face-Leser ja nur meine Schokoladenseite zu sehen bekommen…

Vergängliche Kunst: Zweimal wischen und schon ist das Bodypainting verschwunden (Foto: Holger Thomas)

Obwohl sich der gefürchtete Schlafzimmerblick durch das ungewohnte Blitzlichtgewitter nicht bei jedem Schuss vermeiden lässt, ist die Ausbeute am Ende doch mehr als zufriedenstellend, wie ihr, liebe Leser, hoffentlich bestätigen könnt. Spaß hat das Shooting in jedem Fall gemacht, vor allem weil die kleine Chihuahua-Hündin Maya noch lieber mit Amateur-Models wie mir fotografiert wird als sich von ihrer Besitzerin mit Leckerlies bestechen zu lassen.

Am Ende eines spannenden und lustigen Nachmittags genügt ein zweimaliges Wischen mit einem nassen Tuch und die in stundenlanger Feinarbeit gezeichnete Schildkröte gehört der Vergangenheit an. Bodypainting ist eben vergängliche Kunst…

Das letzte Wort soll jedoch die Face- und Bodypainterin selbst haben: „Bodypainting ist eine so  facettenreiche Kunst und es gibt so viele, tolle Künstler in diesem Bereich. Jeder Bodypainter legt Herzblut in seine Werke und daher ist jedes Kunstwerk schön – ob es gefällt liegt alleine im  Auge des Betrachters.“

Kontakt:
Natascha Pfeifer – professionelles Face- und Bodypainting
Casterfeldstraße 48
Telefon: 0621 / 8191928
Homepage: www.zauberpinselchen.de
E-Mail: info@zauberpinselchen.de

Holger Thomas – Photografie
Casterfeldstraße 48
Telefon: 016095012649
Homepage: www.fotoshooting-mannheim.de
E-Mail: foto-h.thomas@directbox.com

Vorschau: Am Dienstag, 4. September, nimmt die Panorama-Redaktion für euch ein neues Datingportal unter die Lupe. Dort können sich Frauen ihren Traummann ershoppen.

Kräuterkunde 4: Die Brennnesselteekur

Wenig beliebt bei Kleingärtnern: Die Brennnessel (© Naturfreund / pixelio.de)

Die meisten kennen sie sicherlich als hartnäckiges und unangenehm schmerzendes Unkraut. Doch die Brennnessel hat weit mehr zu bieten als der Laie glauben mag. Daher möchte ich euch heute die Vorteile einer Brennnesselteekur schmackhaft machen. Grundsätzlich gilt: zwei bis drei Tassen Brennnesseltee pro Tag und das Ganze für zwei bis drei Wochen.

 Langsam aber sicher geht es in Richtung Sommer – blöd nur, dass die angefutterten Pfunde von Weihnachten immer noch nicht wirklich runter sind… Durch ihre entgiftende und stoffwechselanregende Wirkung ist die Brennnessel besonders während einer Diät zu empfehlen. Der Tee durchspült Körper und Blase. So wird die Diät zur ganzheitlichen Entgiftungskur. Zwei bis drei Tassen Tee pro Tag und ansonsten viel Wasser – durch die viele Flüssigkeit im Magen kann nämlich auch weniger Nahrung aufgenommen werden.

 Die Brennnessel enthält besonders viel Provitamin A, viele Mineralsalze und Eisen. Letzteres ist für die Blutbildung essentiell, außerdem regt ein hoher Eisengehalt den Körper an und macht aktiv. Also Schluss mit der Frühjahrsmüdigkeit. Provitamin A ist die Vorstufe von Vitamin A, welches unter anderem für den Aufbau und das Wachstum von Knochen sowie zur Stärkung des Immunsystems benötigt wird.

 Die Wirkung aber, die mir während meiner Brennnesselteekur am deutlichsten aufgefallen ist, war folgende: Der positive Effekt auf meine Gesichtshaut. Nach etwa einer Woche Kur waren alle Hautunreinheiten ausgeheilt und selbst in der zweiten Woche kamen keine neuen nach. So eine Ruhe vor Pickeln hatte ich das letzte Mal vor der Pubertät.

 Eine Kur mit Brennnesseltee lohnt sich also allemal, egal mit welchem der oben beschriebenen Probleme man zu kämpfen hat. Nur übertreiben sollte man es nicht und nach spätestens drei Wochen die Intensivkur beenden. Brennnesseltee gibt es im Einzelhandel für zwei bis drei Euro zu kaufen. Wer selbst einmal die schmerzhaft brennenden Blätter ernten will, muss sich allerding noch bis Mai gedulden.

Vorschau: Nächsten Sonntag zeigt euch meine Kulturkritik-Kollegin Lisa in einem weiteren Do-it-yourself-Projekt wie man aus einfachen Ballerinas echte Unikate macht.

Tipps für sensible Männerhaut

Heute gibt es – nein nicht von mir direkt – Tipps für sensible Männerhaut. Hierfür habe ich zwei Männer aus unterschiedlichen Altersstufen befragt: Einmal den 52-jährigen Johann, der vor allem mit seiner trockenen Gesichtshaut Probleme hat, und zum andern den 22-jährigen Toni, dessen Haut auf die meisten Produkte stark allergisch reagiert. Die im folgenden Artikel vorgestellten und fotografierten Produkte sind Vorschläge, die auf individuellen Eindrücken beruhen. Nicht jedes Produkt wirkt bei jedem gleich!

 „Extrem trocken“, so beschreibt Johann seine Haut. Der 52-Jährige hat nach eigenen Angaben schon unzählige Produkte ausprobiert, wobei bis vor Kurzem keines tatsächlich Wirkung zeigte. „Auch Cremes, die mir der Hautarzt verschrieben hat, haben nicht geholfen.“, erzählt er, „von vielen bekam ich rote Flecken und meine Haut schälte sich.“ Sein Produkttipp: „Pure Balance – beruhigendes Feuchtigkeitsfluid“ von Aok. Obwohl diese Creme ursprünglich für eine jüngere Zielgruppe vermarktet wird, sei sie die einzige, die tatsächlich etwas bringe. „Die Creme fettet nicht. Seit ich sie verwende ist meine Haut entspannter und nicht mehr so trocken“, berichtet er. Ansonsten verwende er bis auf die „Flüssig Wasch-Emulsion“ von Sebamed kaum weitere Produkte für die Gesichtspflege, sondern lieber Wasser. Sein Fazit: „Ich werde auf jeden Fall bei den Produkten bleiben, die ich momentan nutze, da sie wirklich etwas bringen.“

 Juckende Ausschläge – damit hatte lange Zeit Toni zu kämpfen. „Nach dem Duschen war meine Haut am gesamten Körper leicht reizbar, was an bestimmten Stoffen in minderwertig gefertigten Produkten liegt.“, erzählt der 22-Jährige. Vor allem von bekannten Discounterprodukten wie „Duschdas“ sei er enttäuscht. Zurzeit verwende er aber drei Duschgels, die seine sensible Haut auf allergikerfreundliche Art pflegen. „Zum einen benutze ich das „energy shower Gel“ von NIVEA for men. Bei diesem Produkt ist die Wirkung allerdings tagesabhängig. Der Nachteil beim Douglas “R.S.V.P. hair and body wash” ist, dass es mit knapp neun Euro pro 100 Milliliter doch recht teuer ist.“, berichtet er, „die wenigsten Probleme habe ich aber mit die „Bruce Wills – hair & body wash“ von LR*.“ Die Qualität der LR-Produkte habe ihn derart überzeugt, dass er dort nun Partner geworden sei. Die Produkte seien so um etwa 40 Prozent günstiger. Das ursprünglich 8,26 Euro teure Duschgel koste so nur 4,98 Euro pro 100 Milliliter, so Toni. „Mit der momentanen Auswahl meiner Produkte bin ich sehr zufrieden. Sie erfüllen absolut ihren Zweck und ich habe – zumindest in naher Zukunft – nicht vor noch einmal zu wechseln.“

Wer Interesse an LR-Produkten hat, kann sich gerne telefonisch oder per E-Mail an Toni wenden:
Handy: 01778670407
E-Mail: toniudiljak@yahoo.de

*Laut Homepage: Deutschlands erfolgreichstes Direktvertriebsunternehmen im Network-Marketing.

Vorschau: Ab sofort ist SONNTAG der Veröffentlichungstag der Tipps&Tricks-Rubrik. Nächste Woche gibt es dieser Stelle die Ergebnisse der Liebeskummerumfrage. Wer noch teilnehmen will: Liebeskummeumfrage

„Natürlich schöne Haut…

…“ – mit diesem Slogan wirbt eine große Kosmetiklinie für sich. Wie man ganz ohne den ständigen Kauf der neusten und am Ende doch wenig hilfreichen Anti-Pickel-Zaubermittelchen aus der Drogerie und kostspieligen Besuchen bei der Kosmetikerin reine und schöne Haut bekommt, verrate ich euch heute.

Schritt 1: Meistens betrifft das nachfolgend geschilderte Szenario den Abend vor einer großen Party oder einem wichtigen Date: Eine schmerzende, rote Wölbung an Kinn, Stirn oder Nase macht sich breit. Höchste Zeit für mein Hausmittel Nummer eins: Zitronensaft mit Salz. Hierbei einfach frisch gepressten (!) Zitronensaft mit Salz in einem kleinen Schälchen oder Glas mischen und dann auf die „Problemzone“ auftragen. 10 bis 15 Minuten einwirken lassen und abwaschen. Wer längerfristig vorsorgen will, kann die Mischung auch im ganzen Gesicht auftragen und beim Abwaschen etwas rubbeln. So hat man einen super Peeling-Effekt. Aber Vorsicht: Wer nicht plant in naher Zukunft ganz ohne Haut rumzulaufen, sollte diesen Trick nicht öfters als zweimal die Woche anwenden. Das Zitronensaft-Salz-Gemisch hält sich übrigens auch ein paar Tage im Kühlschrank.

Schritt 2: Wenn es gut läuft, hat man den Pickel mit Schritt 1 im Keim erstickt, zumindest aber sein „Ausbrechen“ beschleunigt, um so eine schnellere Heilung herbeizuführen. Ist der Pickel oben weiß wird es Zeit zum Ausdrücken. Und genau hier kommt mein zweites Hausmittel zum Einsatz. Wer kennt das nicht: Wenn man nach einer regelrechten „Pickel-ausdrück-Session“ sein Gesicht vor lauter roter Flecken und kleinen blutenden Wunden kaum wiedererkennt. Hier hilft Silicea aus dem Drogeriemarkt. Silicea ist Kieselsäure und kann verschiedenartig angewendet werden. Man könnte auch sagen, sie ist ein wahrer Alleskönner. Mit Wasser eingenommen sorgt sie unter anderem für schöne Nägel und volles Haar und stärkt außerdem das Bindegewebe. Äußerlich angewendet bindet das Silicea entzündungserregende Stoffe und kühlt die Haut angenehm. Also perfekt zur Nachsorge auf pickelgequälter Haut! Einfach gezielt auf die ausgedrückten Stellen tupfen oder gleich als Maske auf´s ganze Gesicht auftragen, einwirken lassen und abwaschen. Aber Achtung: Vor allem bei der Anwendung im ganzen Gesicht kann es zu unschönen, roten Flecken kommen, die aber meist nach einer Stunde wieder verschwunden sind, also nicht erst 15 Minuten vor Partybeginn auftragen.

Schritt 3: Um die Ausheilung ehemaliger Pickel zu fördern und außerdem Neuen vorzubeugen empfehle ich eine Heilerdemaske. Als Getränk eingenommen ist die Heilerde ähnlich vielseitig wie das Silicea. Sie hilft gegen Magen-Darm-Beschwerden, stärkte das Immunsystem und entgiftet. Schmeckt aber leider auch wie´s sich anhört: Wie Erde mit Wasser – ziemlich bröselig eben. Zur Anwendung auf der Haut, um die es hier ja gehen soll, das Pulver mit Wasser zu einer dickflüssigen Masse mischen und dann im gesamten Gesicht auftragen, 10-15 Minuten – gerne auch länger – einwirken lassen und dann abwaschen. Sieht nicht nur lustig aus (die Moorleiche lässt grüßen), sondern hilft auch richtig gut!

Vorschau: Passend zum tristen Novemberwetter draußen, versorge ich euch in der nächsten Woche mit ein paar Tipps zum Zeitvertreib in den eigenen vier Wänden.Außerdem möchte ich demnächst eine Serie mit Ausgehtipps starten. Falls ihr also selbst ein Stammlokal, -restaurant, -club und ähnliches habt oder vielleicht sogar dort arbeitet und es gerne hier vorgestellt haben wollt, lasst es mich wissen!

Kräuterkunde 3: Wellnesstempel für daheim

Gleichzeitig Erkältungen vorbeugen und etwas für die Gesichtspflege tun – geht das überhaupt? Ich sage ja und zwar mit dem ganz einfach herzustellenden Kamillendampfbad, dessen Vorteile ich euch im Folgenden etwas näher erläutern möchte.

 Die verwendeten Pflanzenteile der Kamille sind ihre Blüten. Als Tee kennt sie sicherlich jeder. In dieser Form wirkt sie vorwiegend gegen Magenbeschwerden, aber auch der Haut kommen ihre entzündungshemmenden Eigenschaften zugute. Selten kann man sich so gezielt, unkompliziert und entspannt nicht nur um sein Gesicht, seine Erkältung sondern auch um sein Wohlbefinden kümmern. Für ein Kamillendampfbad benötigt ihr: eine große Schüssel, ½ bis einen ganzen Liter kochendes Wasser, ein großes Handtuch, drei bis fünf Esslöffel Kamillenblüten (gibt´s u.a. in der Apotheke)

 Und im Handumdrehen ist er fertig: der Wellnesstempel für daheim! Jetzt die Kamillenblüten in die Schüssel geben und mit dem heißen Wasser übergießen, die Schüssel vor sich auf den Tisch stellen, Kopf drüber halten und diesen mitsamt der Schüssel gut abdecken. Nun fünf bis zehn Minuten in dieser Position

Nicht nur schön anzusehen: Die Kamille (© Erich Westendarp / pixelio.de)

verharren und tief ein- und ausatmen. Hier kommt nämlich der nächste positive Effekt der Kamille zum Tragen: Ihr Dämpfe bekämpfen wirksam Erkrankungen der Bronchien und Nasennebenhöhlenentzündungen. Woran das liegt, hat der Privatdozent Kienholz von der Universität Gießen herausgefunden: Die Kamille ist in der Lage Bakteriengifte unschädlich zu machen und so Infektionskrankheiten abzuschwächen. Hals und Lunge wäre damit also schon einmal geholfen. Aber was bringt das Dampfbad jetzt genau für die Haut?   Zum einen fördert die Kamille die Wundheilung. Gut also für vor Kurzem erst ausgedrückt, entzündete Pickel. Zum anderen weichen die Dämpfe die Haut auf und die Poren öffnen sich. Beste Voraussetzungen also für eine ausgedehnte Pickel-ausdrück-Session. Für danach empfehle ich einen kurzen, eiskalten Gesichtswaschgang (Heiß-kalt-Wechsel stärken das Bindegewebe), des Weiteren eine Heilerde- oder Siliceamaske, an deren Wirkung sich der ein oder andere Leser hoffentlich noch erinnert. Hier eine kleine Gedächtnisauffrischung: Natürlich schöne Haut…

 Aber Achtung: Die heißen Dämpfe ziehen auch am Gesicht vorbei an den Haaransatz, wo man dann zu schwitzen beginnt. Soll heißen: Nur dann ein Dampfbad machen, wenn danach noch ausreichend Zeit zum Haarewaschen bleibt.

Ich hoffe, ich konnte euch weiterhelfen und wünsche euch allen ein wunderschönes, gemütliches Weihnachtsfest!

Vorschau: Nächste Woche wird es hoffentlich mein erstes Video für euch zu sehen geben. Und zwar möchte ich euch zeigen wie ihr ganz einfach und für wenig Geld ein tolles Essen zubereiten und euch so vielleicht den einen oder anderen Weihnachtsfeiertag ein wenig versüßen könnt.