Sommerlich-verspielter Fischgrätenzopf

Der Sommer kommt nochmal zurück! Und mit ihm die alltagstauglichen Flechtfrisuren. Tatjana aus der Tipps&Tricks-Redaktion zeigt euch heute wie ihr ganz einfach einen lockeren Fischgrätenzopf hinbekommt:

Auf dem Youtube-Kanal von Face2Face findet ihr übrigens jede Menge weitere Tutorials, zum Beispiel ganz praktische Tipps zur Selbstverteidigung oder viele, weitere Flechtfrisuren.

Perfekte Beach-Waves – mit und ohne Hitze!

Der Frühling steht vor der Tür! Und mit ihm warten auch die lockeren Blümchenkleider, knal-ligen Nagellack-Farben und bunte Accessoires darauf, aus ihrem Winterschlaf befreit zu wer-den. Und was passt besser zu so einem frühlingshaft-verspielten Look, als ein paar lockere Beach-Waves, die aussehen, als käme man gerade von einem ausgiebigen Tag an der Küste? Face2Face stellt euch hier drei Varianten vor, wie ihr den beliebten Strand-Look auch ganz ohne eine Reise ans Meer hinbekommt.

Beach-Waves mit dem Glätteisen

Eine Möglichkeit, den lockeren Surfer-Style hinzubekommen, ist die Bearbeitung des Haares mit dem Glätteisen. Hierfür eignet sich ein schmaleres Gerät, da man die Locken damit präzi-ser hinbekommt, im Endeffekt geht es aber auch mit einem breiteren Modell, dann werden sie eben nicht ganz so „wuschelig“.
Um mit dem Glätteisen Wellen hinzubekommen, gibt es einen ganz einfachen Trick: Ihr nehmt eine etwa fünf Zentimeter dicke Strähne – je weniger Haare ihr auf einmal bearbeitet, desto intensiver ist das Ergebnis – und setzt das Glätteisen wo? an. Statt die Haare dann aber ein-fach straight durchzuziehen, dreht ihr das Glätteisen um 180 Grad, wartet kurz, zieht die Strähne in einer fließenden Bewegung ein Stückchen weiter durch und dreht das Glätteisen dann wieder genau in die andere Richtung.
So entstehen leichte „Knicke“ in die jeweils eine oder andere Richtung. Dies macht ihr mit eurem gesamten Haar, fahrt mit den Fingerspitzen noch einmal durch die einzelnen Strähnen, um das Ganze noch etwas aufzulockern, mit Haarspray fixieren – und fertig! In diesem Video könnt ihr euch den Vorgang nochmal in Ruhe anschauen.

Beach-Waves mit dem Lockenstab

Für die zweite Variante, mit der ihr euer Haar in eine wellige Mähne verwandeln könnt, braucht ihr einen Lockenstab. Teilt dafür euer Haar zunächst in drei Partien rund um den Kopf herum – eine auf Höhe der Schläfen, die andere auf Ohrhöhe – auf. Anschließend beginnt ihr die unterste Haarpartie mit einem 2cm dicken Lockenstab zu bearbeiten. Wichtig dabei ist, dass ihr die Strähnen vom Gesicht weg auf den Lockenstab dreht und dafür nicht die Klemme zum Halten der Haare benutzt, sondern die Strähne mit den Fingern festhaltet. Der Locken-Stab sollte dabei vertikal gehalten werden. Nachdem die unterste Partie fertig ist, beginnt ihr mit der mittleren, dreht aber diesmal die Haare zum Gesicht hin über den Lockenstab. In diesem Video könnt ihr sehen, wie ihr dem Ganzen zusätzlich noch mehr Volumen verpasst. Bei der obersten Partie wird das Ganze dann wieder in die andere Richtung gelockt. So entsteht ein welliger, wilder Look. Am Ende noch einmal alles auflockern und fixieren.

Beach-Waves ohne Hitze

Für die dritte Beach-Waves-Variante braucht ihr zwar ein bisschen Zeit, dafür ist sie aber auch die schonendste Möglichkeit, einen welligen Strand-Look zu zaubern – denn sie funktioniert ohne Hitze! Zunächst müssen eure Haare frisch gewaschen sein. Nachdem ihr sie leicht an-geföhnt oder lufttrocknen gelassen habt, teilt ihr sie in zwei Partien links und rechts von eurem Kopf auf, als wolltet ihr euch zwei Zöpfe flechten. Stattdessen zwirbelt ihr die Haare aber nur ganz fest um eure Finger und dreht die beiden Partien dann auch noch ineinander, so als wür-det ihr einen Zopf mit zwei Partien flechten wollen. Anschließend befestigt ihr alles gut mit einem Haargummi. So könnt ihr das dann über Nacht oder für einige Stunden tragen. Danach haben die Haare diese Struktur übernommen und ihr könnt sie wieder „entzwirbeln“. Auch hier solltet ihr anschließend noch mit den Fingerspitzen durch die einzelnen Strähnen gehen, um alles ein wenig aufzulockern – und fertig ist der Beach-Look ohne Hitze! Eine ähnliche Variante, die natürlich auch super funktioniert, hat Face2Face HIER schon einmal vorgestellt.

TIPP: Egal ob mit Glätteisen, Lockenstab oder ganz ohne Hitze, bei allen Varianten könnt ihr zusätzlich noch ein Salzspray verwenden, das den Haaren nochmal mehr Textur gibt und den „Surfer-Look“ verstärkt. Außerdem sorgt ein wenig Haaröl in den Spitzen als Finish dafür, dass eure Haare noch ein bisschen gepflegter aussehen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Vorschau: Nächste Woche gibt es an dieser Stelle einige Tipps zum Zurechtfinden in fremden Ländern am Beispiel von Japan.

Inspiration: Goldener-Oktober-Frisur

Ob für´s Oktoberfest oder die letzten warmen Tage dieses Jahr: Heute zeigen wir euch im Video eine einfach nachzustylende und gleichzeitig raffiniert aussehende Frisur.

Was ihr für die Frisur benötigt:

·         Ein dünnes, in eurem Haar möglichst unsichtbares Haargummi

·         Ein paar Haarnadeln

·         Ein normales Haargummi

Viel Spaß beim Anschauen und Nachstylen:

Vorschau: Schleckermäuler aufgepasst: Nächsten Sonntag verrät euch Nina das Rezept für eine Eistorte.

Naturkosmetik: So bringt ihr eure Haare zum Glänzen

Wie sehen die perfekten Haare aus? Gepflegt sollen sie sein – lang, kräftig und geschmeidig. Und bloß nicht trocken, farblos oder stumpf. Die Kosmetikindustrie kennt den Drang zur perfekten Mähne und liefert uns allerhand Produkte, die uns viel versprechen. Shampoos, Spülungen, Kuren oder Öle – die Liste an Präparaten ist lang. Und wer sich von der Werbeindustrie beeinflussen lässt, kann schnell ein kleines Vermögen für Pflegeprodukte ausgeben. Dabei könnte es so einfach und kostengünstig sein. Denn es gibt ein Naturprodukt, das genau das gleiche verspricht – und es hält. Der Apfelessig.

Er ist schon ab 1 Euro erhältlich und wirkt wahre Wunder. Sein erster großer Pluspunkt: Er lässt die Haare glänzen. Grund dafür sind die Schuppen auf den Haaren. Wenn diese abstehen wirken die Haare matt und spröde. Die Säure im Essig bewirkt, dass sich die Schuppen zusammenziehen. Dadurch sehen die Haare geschmeidig und gesund aus – und glänzen.

Auch bei fettiger Kopfhaut ist der Essig unschlagbar. Massiert man die Kopfhaut mit dem Apfelessig werden die Poren gereinigt und die verstopften Talgdrüsen – die für das schnelle Fetten verantwortlich sind – werden von überflüssigem Talg befreit.

Ein weiterer Vorteil: Er regt die Durchblutung an. Dadurch wird das Haarwachstum angeregt und Haarausfall wird vorgebeugt.

Und so wird es gemacht:

Einfach 3 bis 4 Esslöffel Apfelessig in 1 Liter Wasser geben und gut vermischen. Nach der Haarwäsche die nassen Haare mit dem Essigwasser übergießen und in die Kopfhaut einmassieren. Danach wie gewohnt stylen. Und keine Sorge: Der strenge Essiggeruch verfliegt, sobald die Haare getrocknet sind.

Also, bevor ihr im Supermarkt wieder zu teuren Produkten greift, probiert es doch vorher mal mit natürlicher Kosmetik aus. Viel Spaß beim Testen.

Vorschau: Das nächste Mal lest ihr an dieser Stelle, wie man Kristallwaren richtig pflegt.

„In jedem Teil steckt ein kleines Stückchen Oma oder Opa“ – Designerin Nadine Psotta im Interview

Von Indonesien ins waschechte Schwabenland. Schwabenkind Designerin Nadine Psotta legte einen langen Weg für ihren Modetraum zurück. Bereits mit 12 Jahren entdeckte sie ihre Liebe zur Mode und arbeitete ab diesem Zeitpunkt hart an ihrem Traum. Nach einer Second-Hand-Boutique, Arbeiten für die Filmbranche und die Produktion ihrer ersten Kollektion in Indonesin, ist die Modedesignerin an ihrem großen Traum angekommen und führt nicht nur eine erfolgreiche Modelinie, sondern produziert inzwischen, ganz getreu dem Namen, ausschließlich im Schwabenland.

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Schwabenkind ganz privat: Designerin Nadine Psotta in ihrem Atelier. (© Ilona Schneider)

Face2Face: Wann wusstest du, dass du etwas mit Mode machen möchtest?
Nadine: Ganz genau am 06.07.1989, meinem ersten Tagebucheintrag. An diesem Tag habe ich Modeschöpferin gespielt. Von meinen Eltern habe ich viel Lob bezüglich meines Talents erhalten. Auch wenn dies eher große Elternliebe war, mein Weg ebnete sich damals genau in diesem Moment. Am Abend dieses Tages interviewte ich mich selbst und beendet des Interview mit folgendem Satz: „Und heute ist sie eine ganz bekannte Modeschöpferin“. Jedes mal, wenn ich diesen Satz lese, muss ich schmunzeln – Ich möchte definitiv einmal die Entwürfe von damals mit meinem heutigen Wissen umsetzen.

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Verspielt und unkonventionell: Schwabenkind-Dirndl mit Blumenschmuck. (© www.lichtformstudios.de)

Face2Face: Dein Modelabel wurde ja nach deinen Großeltern benannt, welche Geschichte steckt da dahinter?
Nadine: Meine Großeltern hießen Karl und Maria. Meine Oma war eine ganz begeisterte Näherin und hat viele Dinge mit mir umgesetzt. Aufgrund ihrer gradlinigen Phantasie, haben wir haben uns zwar immer die Köpfe eingeschlagen, ich konnte mich am Schluss aber immer gut durchsetzen. Wir haben sehr viel zusammen gearbeitet. Meine Oma war auch diejenige, die mir die Liebe zum Nähen und Designen beibrachte. Leider ist sie ein halbes Jahr vor meinem Modedesign Abschluss verstorben. In Anlehnung an meine Oma und meinen Opa habe ich deshalb die Modelinie Karla Maria begonnen, wobei Schwabenkind heute präsenter ist bzw. Karla Maria die Exklusivmarke von Schwabenkind ist.

Face2Face: Neben den Basics und Kindersachen gibt es auch die Kollektionen King Karl und Queen Maria. Wofür stehen diese Kollektionen?
Nadine: King Karl steht für meinen Opa den Karl und Queen Maria für meine Oma Maria.

Face2Face: Wie wird denn dein ganz eigener Stil und damit auch deine Kollektionen beeinflusst?
Nadine: Ich reise sehr viel und schaue mir auch gerne Dokumentationen über andere Länder und Kulturen an. Darüber erhalte ich immer ganz witzige Ideen.

Face2Face: Deine Kollektionen sind ja sehr farbenfroh – welche ist denn deine Lieblingsfarbe?
Nadine: Meine Lieblingsfarbe ist Petrol. Petrol oder Türkis, das sind meine persönlichen Favoriten.

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Ein Traum in Pink: Eines der vielen farbenfrohen Designs von Nadine Psotta. ( © www.lichtformstudios.de)

Face2Face: Was möchtest du mit deinen Designs ausdrücken?
Nadine: Ich möchte zeigen, dass alles was nicht zusammen passt, am Schluss definitiv passend gemacht werden kann. Für meine Phantasie gibt es keine Grenzen und ich vertrete die Meinung, dass Schönheit immer im Auge des Betrachters liegt. Was mich auch immer genervt hat ist, dass wenn ich in einen Kinderladen rein gegangen bin, ich immer so viele Kleidungsstücke gesehen habe, die ich auch so gerne haben wollte, allerdings gab es diese natürlich nie in meiner Größe. Deshalb habe ich beschlossen, dass ich auch solch eine bunte und verrückte Mode machen möchte, allerdings für Erwachsene.

Face2Face: Symbolisieren diese Kollektionen deine Großeltern?
Nadine: In den Kollektionen steckt meistens ein kleines Stück Oma oder Opa. Sei es ein alter Stoff den ich verarbeite oder Rüschen und Knöpfe, die ich noch von meiner Oma geerbt habe.

Face2Face: Deine Kleidungsstücke werden ausschließlich im Schwabenland produziert. Was ist dir daran besonders wichtig?
Nadine: Die Produktion im Schwabenland ist mir auf Grund meiner guten Zusammenarbeit mit meinen Geschäftspartnern Brigitte und Gerhard von der Schwäbischen Alb besonders wichtig. Die hohe Qualität die sie mir bieten, ist einfach unschlagbar. Auch der kurze Anfahrtsweg und der rechtliche Schutz der mir im Inland zusteht, sind grundlegende Kriterien für meine Wahl. Was mir natürlich auch gefällt ist, dass man mich hier versteht, wenn ich „schwätze“, was in Asien generell nicht der Fall war, vor allem wenn ich „gemotzt“ habe.

Face2Face: Soll die Produktion im Schwabenland auch die Marke Schwabenkind symbolisieren?
Nadine: Ich will Schwabenkind definitiv nur noch im Schwabenland produzieren.

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Traditionell und doch verrückt: Das Waldmädchen von Schwabenkind. (© www.lichtformstudios.de)

Face2Face: Wie sieht denn der typische Kunde/die typische Kundin aus, die Schwabenkind kauft?
Nadine: Typische Kunden gibt es bei mir gar nicht. Bei mir kauft wirklich von der kleinen Prinzessin, die von ihrer Mutti etwas bekommt, bis zur Oma mit lila gefärbten Haaren. Das beste Erlebnis war auf einer Messe, als ich von weitem zwei Personen gesehen habe, die komplett in Lack und Leder gekleidet waren. Ich wunderte mich schon wo diese hin möchten, als ich an ihrem Namen erkannte, dass sie Stammkunden von mir waren. Im Endeffekt richtig geile Leute. Ich habe noch nie einen meiner Kunden kennengelernt der mir unsympathisch war.

Face2Face: Was hast du, was andere nicht haben?
Nadine: Ich denke meine Stärke liegt darin, dass ich mich nicht darum schäre was gerade Mode ist. Ich höre auf mein Herz und mache nur die Dinge, die mir Spaß machen. Mein großes Geheimrezept liegt wohl darin, dass es mir nicht darum geht das große Geld zu machen, sondern mich selbst in meiner Arbeit widerzuspiegeln.

Danke Nadine Psotta für den Einblick, dass hinter der Mode nicht nur Trends und schöne Schnitte stecken, sondern auch viel tiefgründige Bedeutung und ganz viel Herz.

http://schwabenkind.com

Vorschau:

Lookism – Warum nicht nur innere Werte zählen

„Schönheit liegt im Auge des Betrachters“, „Beurteile ein Buch nicht nach seinem Einband“, – ja, dergleichen Sprichwörter gibt es einige. Sie alle drehen sich rund ums Verhältnis zwischen Innen und Außen, zwischen Oberfläche und Inhalt, zwischen dem Offensichtlichen und dem Verborgenen. Vor allem Vertreter der sogenannten inneren Werte und damit einem Freund von mir zufolge auch Opfer des „Lookism“ würden den eben zitierten Sprichwörtern ohne lange Bedenkzeit beipflichten.

Doch ich, aus meiner Täter-Perspektive heraus, sollte dem vielleicht eine Definition des Lookism voranstellen, zumal sie mir vor nicht allzu langer Zeit selbst erstmals zu Ohren kam:

Lookisten machen sich der Vorverurteilung anderer anhand ihrer Optik schuldig. Sie ziehen ihre Schlüsse über die Menschen, indem sie ihre Kleider, Haare oder Körperpflege betrachten. Im Volksmund nennt man ein solches Verhalten in höchstem Maße oberflächlich. Ich jedoch nenne es in erster Linie natürlich und damit alles andere als verwerflich.

Es mag sein, dass der ein oder andere gegen meine Reduktion des Wesentlichen auf das mit bloßem Auge Sichtbare sogleich heftigen Widerspruch einlegen möchte. Ebenso ist es wahrscheinlich, dass meine Worte an so manchem Vertreter des stilistischen Minimalismus eiskalt abprallen. Für alle Übrigen hoffe ich ein für allemal als Sprachrohr fungieren zu können, eine Solidarisierung mit den im Alltag vom umgangssprachlichen Augenkrebs Geplagten zu schaffen und nicht zuletzt auf die Vielheit der Bereiche aufmerksam zu machen, in denen sich Aussehen sehr wohl noch eines wachsenden Stellenwerts erfreut.

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The look of love: Verliebtheit sollte beim eigenen Spiegelbild anfangen (Foto: P.Werth)

 Womöglich tut es mir nicht direkt im Herzen weh, wenn ich, wie so oft, als oberflächlich betitelt werde, nur weil ich – wie leider ebenfalls viel zu oft – anmerken muss, dass dieser oder jener sich in meinem unmittelbaren Sichtfeld Befindende grauenhaft gekleidet oder scheußlich geschminkt oder aber furchtbar frisiert ist. Mich tangiert die Bewertung meiner Person an dieser Stelle nicht etwa deswegen peripher, weil ich mich selbst als schöner, besser, stilvoller oder gar nicht kritisierbar ansehe – das tue ich beim besten Willen nicht, denn auch ich habe schon meine fiesen Faux-Pas gelandet, wie private Archivbilder dokumentieren. Nein, mir ist es allein deswegen einerlei, dass man mich als oberflächlich einstuft, weil ich die Bedeutung des Wortes zu kennen vermag. An der Oberfläche kratzen, das ist schließlich, wenn man auf Tiefgang verzichtet und Menschen nicht „trotzdem“ – das heißt, obwohl man von ihrer Optik nicht viel hält – bereitwillig Teil seiner Lebenswirklichkeit sein lässt. Oberflächlich ist, worunter nichts steckt, oberflächliche Personen sind leere Hüllen.

Lookisten unterscheiden sich folglich nicht nur per Definitionem von den Oberflächlichen. Lookisten sind darüber hinaus sogar als Prüfsteine und damit als kleines, aber dabei gleichzeitig unabdingbares Rädchen im Getriebe unserer in vielerlei Punkten deutlich zu unkritischen Gesellschaft. Sie entscheiden über Hop oder Top in nicht von der Hand zu weisenden Bereichen wie Mode, Stil, Beauty – mit anderen Worten dem gesamten ästhetischen Areal. Alle Freunde der Kunst werden meinen Ausführungen zustimmen, schließlich wissen sie, dass Ästhetik bei allen Vorwürfen, subjektiv und damit nicht einheitlich messbar zu sein, doch stets ein Kriterium ist und bleibt, welches über Aufstieg und Fall von Kunstwerken entscheidet. Und was ist der Mensch, wenn nicht ein wandelndes Bisschen Kunst? Oder, anders gefragt: Wie viel Kunst steckt in jedem und jeder von uns? Wie viel ästhetisches Potential wartet darauf, in die Freiheit entlassen zu werden? – Die Antwort lautet: Eine ganze Menge.

 Womöglich mehr, als sich die ewig gegen die Lookisten Auflehnenden träumen lassen. Mit ein bisschen Hilfe von einem erfahrenden Lookisten wäre auch aus den erbitterten Widerständlern schnell ein Augenschmaus gezaubert, der dem Selbstbewusstsein des Verwandelten und den dieses Lobenden gleichermaßen nützt.

Und wo wir schon beim Thema Nutzen angelangt sind: Aussehen ist zweifelsohne brauchbar. Man beginne beim Vorstellungsgespräch, bei dem ein gepflegtes Äußeres a priori Pflicht ist. Weiter geht es beim Date – warum sonst besingt Dusty Springfield den „Look of Love“ mit solchem Nachdruck – dicht gefolgt von einer ganzen Branche, die uns alle zunehmend beeinflusst, mögen wir sie auch noch so unermüdlich verteufeln: Die Werbung. Ohne sie würde es zum einen zwar keine Konsumkritiker geben, da kein Konsum angekurbelt würde, doch zum anderen würde es uns auch an so vielen ansehnlichen Werbegesichtern fehlen, die nicht nur ihre Brötchen damit verdienen, in die Kamera zu lächeln, sondern auch damit, die Gemüter freiwilliger wie unfreiwilliger Betrachter mit ihrem Erscheinungsbild zu erheitern.

Dieses Spiel ließe sich an dieser Stelle noch eine Weile weiter treiben, doch ich beschließe dieses kleine Plädoyer lieber mit einem praktischen Aufruf als mit noch mehr trockener, lookistischer Theorie: Leute, macht was aus euch! Bei aller Wahrheit, die im kleinen Prinzen und seinem sehenden Herzen steckt, sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass der erste Eindruck noch immer zählt. Wenn das gewisse (zumeist optische) Etwas überzeugt hat, ist es für das in der Regel schüchterne Wesentliche überhaupt Zeit, zum Vorschein zu kommen. Bitte versteht mich richtig, dies ist keine Hommage an den krankhaften, operativen Schönheitswahn, keine Forderung nach dem verbissenen Streben nach utopischen Maßen oder gar der Uniformierung von Individuen. Im Gegenteil, ich plädiere hier für den Genuss, im ästhetischen wie im kulinarischen wie auch nicht zuletzt im weltlichen Sinne. Um den sprichwörtlichen Kreis also wiederum mit einem Sprichwort zu schließen: Das Auge is(s)t mit.

Vorschau: Was hat es mit dem Pareto-Prinzip auf sich? Wir erfahren es in der kommenden Woche von Kolumnist Sascha.

Der Undone-Dutt aka Vogelnest

Ob mit dem Duttkissen oder der altbewährten Socke – ein schöner Haarknoten lässt sich ganz einfach zaubern. Wie ihr mit eurem eigenen Haar, bewaffnet mit nichts als zwei Haargummis jeder Menge Haarnadeln, einen Dutt für den Alltag stylen könnt, zeigen wir euch heute im Tipps&Tricks-Video.

Vorschau: Nächsten Sonntag gibt euch Anna-Katharina Tipps zum Highlights-setzen beim Streichen.

 

Femininer Sommerlook: Der Fischgrätenzopf

Stars wie Schauspielerin Blake Lively tragen ihn auf dem roten Teppich, mehr als jede andere Frisur steht er für Sommer und Weiblichkeit: Der Fischgräten- oder auch Ährenzopf.

Das nimmt die Tipps&Tricks-Redaktion zum Anlass, euch heute in einem Video zu zeigen, wie ihr so einen Fischgrätenzopf flechten könnt. Das einzige, was ihr hierzu benötigt, ist ein kleines Haargummi und schon kann´s losgehen!

Vorschau: Aus aktuellem Anlass lest ihr nicht erst am kommenden Sonntag sondern schon nächsten Freitag weitere Tipps&Tricks, nämlich zum Thema Mückenstiche. Welche vorbeugenden Maßnahmen gibt es und was hilft, wenn es einen doch mal erwischt hat? Am Sonntag erwartet euch dann ein Rezept für Chocolate Chip Cookies.

 

Inspiration: Haarreif flechten

Endlich ist er da und das mit voller Kraft: Der Sommer! In den letzten Tagen hat er unsere Gemüter mit Temperaturen von knapp 40 Grad zum Brodeln gebracht. Deshalb zeigt euch die Tipps&Tricks-Redaktion heute anhand eines Videos wie ihr euer Haar – ob mit Pony oder ohne – raffiniert aus dem Gesicht zaubern könnt.

Was ihr für die Frisur benötigt:

• Kamm

• Einen Haargummi

• Vier Haarnadeln

Und schon kann´s losgehen:

Vorschau: Nächsten Sonntag beschäftigt sich Anna-Katharina im dritten Teil ihrer „Baby shower“-Serie mit den richtigen Spielen und Geschenken für eine gelungene Babyparty. Und hier geht´s zu Teil 1 und Teil 2.