„Wie werde ich ein echter Geizhals?“

Die meisten von uns sind gerade zu Beginn des Jahres motiviert, etwas am eigenen Leben zu ändern. Auch mich hat es gepackt: Das Buch „Wie werde ich ein echter Geizhals? Knausern Sie sich reich!“ von Hanneke van Veen ist sicher nicht die neueste Erscheinung auf dem Markt. Trotzdem hat es mir dieses Büchlein angetan – verspricht es doch, dass man mit kleinen Änderungen im Alltag viel Geld sparen kann. Klingt doch nach einem idealen Vorsatz fürs neue Jahr.

Der Trick mit der Zahnpasta

Unscheinbar: Auch beim Zähneputzen kann man ein paar Cent sparen

Unscheinbar: Auch beim Zähneputzen kann man ein paar Cent sparen (Foto: EME/pixabay.de)

In dem Buch gibt es allerhand interessanter Tipps und ich picke mir zu Beginn ein paar davon heraus. Ganz nach dem Motto: Man muss es ja nicht gleich übertreiben. Eine sehr simple, aber wirklich effektive Idee ist mir ins Auge gesprungen: das Aufschneiden von Zahnpastatuben. Sobald sich der Inhalt meiner Zahnpasta dem Ende neigt, drücke und quetsche ich normalerweise wie ein Verrückter, um noch den letzten Rest rauszuholen. Meine aktuelle Zahnpasta ist schon ziemlich am Ende, deshalb erprobe ich diesen Tipp gleich in der Praxis. Und siehe da: In der Tat steckt noch jede Menge Creme in der Tube, obwohl ich mit purer Gewalt nichts mehr rausbekomme. Nicht übel!

Es gibt immer und überall Sparpotenzial

Das gefällt mir sehr gut. Durch mein kleines Erfolgserlebnis motiviert, suche ich in dem Buch nach weiteren Sparmöglichkeiten. Bald habe ich etwas gefunden, dass mich anspricht. Als zwangsweise sparsamer Student kaufe ich mein Essen meistens nicht in der Mensa oder im Café, sondern ich nehme mir etwas von zu Hause mit. Da fragt man sich: „Wo kann man da noch sparen?“ Mein Geizkragen-Buch liefert die Antwort. Anstelle von teuren Butterbrottüten könnte ich auch bereits benutzte Papiertüten nochmals verwenden. Also die Tüte vom Bäcker einfach ausschütteln und mit dem Pausenbrot befüllen. Geniale Idee wie ich finde! Klar, ich könnte auch eine Tupperbox benutzen. Aber gegen diese sperrigen und schweren Dinger habe ich mich schon immer vehement gewehrt. Mit den Tüten vom Bäcker habe ich eine tolle Lösung und man sieht mir nicht sofort an, dass ich jetzt ein „Geizkragen“ bin! Ist ja frisch vom Bäcker!

Die Tipps werden gewagter

Kleinvieh macht aus Mist: Mit kleinen Tricks kann man viel Geld sparen

Kleinvieh macht aus Mist: Mit kleinen Tricks kann man viel Geld sparen (Foto: Olichel/pixabay.de)

Langsam traue ich mich auch an die etwas ausgefalleneren Tipps heran. Die bisherigen waren ja doch ziemlich simpel und nicht besonders spektakulär. Eine etwas gewagtere Idee: Duschen im Dunkeln. Der Autor behauptet, man könne sich ruhig im Dunkeln fertigmachen, denn fast alle Handgriffe und Bewegungen seien ohnehin automatisiert. Klingt interessant! Gleich am nächsten Morgen probiere ich den Spaß aus. Und Tatsache: Es funktioniert. Auch ohne Licht finde ich Duschgel und Co., selbst das Rasieren klappt perfekt, auch wenn ich zugeben muss, dass das mit einem Trockenrasierer auch kein Kunststück ist. Trotzdem gibt es beim „Dunkelduschen“ ein paar Dinge zu beachten. Einerseits sollte man aufpassen, dass nichts herunterfällt. Als ich mein Deo aus dem Schrank krame, kommt mir gefühlt der halbe Inhalt des Faches entgegen. Nach langem Getaste und Gefühle im Dunkeln sind zwar alle Sachen wieder beisammen. Ich werde mir aber meine Sachen besser schon am Abend zuvor zurechtstellen, dann spare ich mir das riskante Gewühle im Schrank.

Skeptische Mitbewohner

Andererseits sollte man seine Mitbewohner im Vorfeld informieren, bevor man sich im Dunkeln der Morgentoilette widmet. In unserer Wohnung kommt nämlich erschwerend hinzu, dass das Bad kein Fenster hat. Um also das Dunkelduschen halbwegs auf die Reihe zu kriegen, muss ich die Badezimmertür leicht geöffnet lassen. Deswegen gibt es bei meinem ersten Versuch im Dunkeln zu duschen auch mehrere Störungen. Kann ja keiner wissen, dass schon einer im Bad ist. Außerdem ernte ich skeptische Blicke, ein Mitbewohner meint sogar, ich sei jetzt vollkommen übergeschnappt. Aber so schnell gebe ich nicht auf!

Sarkasmus oder wirklich ernst gemeint?

Trotz Sparwut - ein bisschen Kultur muss sein, z.B. ab und an ein Theaterbesuch

Trotz Sparwut – ein bisschen Kultur muss sein, z.B. ab und an ein Theaterbesuch (Foto: Sascha Resch)

Zugegeben, das mit der Dusche ist schon grenzwertig. Auch andere Tipps in dem Buch muten extrem an und mancher „Ratschlag“ kann nur sarkastisch und nicht ernst gemeint sein. So wie die Idee, einfach immer die Hälfte zu essen. In der Tat stopfen wir oftmals viel zu viel in uns hinein. Aber kategorisch einfach nach dem Motto „Friss die Hälfte“ zu leben, ist ja genauso ungesund. Oder der Rat, einfach auf kulturelle Unterhaltung wie Theater oder Kino zu verzichten. Man könne ja auch ein Buch lesen oder einfach spazieren gehen. Schön, ich muss nicht jede Woche ins vornehme Münchner Residenztheater, aber ab und zu muss auch das sein. Immer nur im Wald zu laufen schadet irgendwie auch dem Sozialleben.

Nicht alles persönlich umsetzbar

Dann sind da noch Tipps, die für meinen persönlichen Alltag einfach nicht relevant sind. So z.B. die Idee, auf das Auto zu verzichten. Da kann ich absolut nichts mehr einsparen, denn ich bin ohnehin nur mit dem Fahrrad oder den Öffentlichen unterwegs. Oder der Vorschlag, statt eines elektrischen Rasenmähers (oder noch moderner eines Rasenmähroboters) einen mechanischen zu kaufen. Nun ja, wo kein Garten, da kein Rasen – dieser Tipp ist also auch nichts für mich. Andere Dinge habe ich schon selbst herausgefunden. So gehe ich seit Jahren nicht mehr zum Friseur. Stattdessen schneide ich meine Haare selbst. Das ist der Vorteil, wenn man auf den pflegeleichten 4-Millimeter-Schnitt setzt.

Kompromiss zwischen Sparen und Lebensqualität

Unterm Strich muss ich sagen: „Wie werde ich ein echter Geizhals?“ ist ein ganz nettes Buch. Viele plausible Ideen, die man gut und gerne ausprobieren kann. Trotzdem sollte man seine persönliche Schmerzgrenze wahren – nicht jeder kann und will jeden Cent einsparen, ein bisschen Lebensqualität muss schon sein. Trotzdem hat mich das Buch dazu animiert, etwas bewusster durch den Alltag zu gehen. Es gibt überall Potenzial zum schmerzlosen Sparen. Und sei es nur, dass man Fehlkopien als Notizzettel wiederverwertet und erst dann entsorgt. Ich werde definitiv weiter versuchen, zu sparen – ein kleiner  Geizhals zu sein, macht eben auch ein bisschen Spaß.

5 Filmtipps für das Jahr 2016

Das alte Jahr ist vorbei und inzwischen sind wir wohl alle wieder nach dem Feiertags-Marathon im alltäglichen Leben angekommen. Face2Face hat sich für euch mal die angekündigten Kinofilme für dieses Jahr angeschaut und die Highlights rausgesucht, die ihr 2016 auf keinen Fall verpassen dürft! Also, „Vorhang auf“ für die Blockbuster im Jahr 2016:

 „The Revenant – Der Rückkehrer“

Das Kinojahr legt mit „The Revenant – Der Rückkehrer“ mit dem Start am 07.Januar direkt mit einem richtigen Kracher los. Als der Trapper Hugh Class im Zuge seiner Mitgliedschaft einer Expedition durch die USA von einem Grizzly verletzt wird, lassen ihn seine Begleiter kurzerhand schwerverwundet und ohne Waffen zurück – mit dem Gedanken, dass er diesen Angriff nicht überleben wird. Doch das tut er! Mit gebrochenem Bein aber voller Hass auf die, die ihn zurück gelassen haben, schleppt er sich durch die Wildnis, um sich zu rächen. Für seinen letzten Film („Birdman“) erhielt der Regisseur Alejandro González vier Oscars, ob es für die Rolle des „Rückkehrers“ wohl auch endlich der langersehnte Oscar des besten Hauptdarstellers für Leonardo DiCaprio geben wird?

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Auch im neuen Jahr immer eine gute Idee: Ein schöner Kinoabend mit einem spannenden Film. (Quelle: Tim Reckmann / pixelio.de)

„The Hateful Eight“

Am 28. Januar startet ein weiterer Film, den man keinesfalls verpassen sollte, denn Regisseur und Drehbuch-Autor ist kein geringerer als Quentin Tarantino! Nach „Django Unchained“ trägt der Kopfgeldjäger in „The Hateful Eight“ den Namen John Ruth (Kurt Russell), welcher mit seiner Gefangenen Daisy Domerque (Jennifer Jason Leigh) aufgrund widriger Wetterverhältnisse Zuflucht in einer Hütte sucht. Doch dort sind die beiden nicht alleine! Sechs weitere Männer halten sich auf der Hütte versteckt und sind ebenfalls an dem Kopfgeld auf Domerque interessiert. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt…

 

„Spotlight“

Auch mit dem Film „Spotlight“, der ab dem 25. Februar auf den deutschen Kinoleinwänden zu sehen sein wird, bleiben wir vorerst zu Beginn des Jahres bei düsteren Themen. In diesem Film dreht sich alles um die wahre Geschichte eines Journalistenteams (u.a. Rachel McAdams und Mark Ruffalo) welches sich mit den Missbrauchsverbrechen von mehr als 80 pädophilen katholischen Priestern in Boston beschäftigt hat. Die besondere Mischung zwischen spannendem Thriller und mit starken Emotionen aufgeladenen Drama machen diesen Film besonders spannend und zu einem der größten Favoriten für die anstehende Oscarverleihung.

„BFG – Big Friendly Giant“

Bei dem Film „BFG – Big Friendly Giant“  (Kinostart: 28. Juli) haben wir es mit einer Verfilmung des 1984 erstmals erschienenen Kinderbuch-Klassikers von Roals Dahl („Sophiechen und der Riese“) zu tun. In der Geschichte geht es um die kleine Sophie, die plötzlich eines Nachts Bekanntschaft mit einem Riesen macht. Zum Glück hat er nichts Böses im Sinn, und würde Sophie niemals etwas antun. Leider kann man das vom Rest seiner Artgenossen nicht behaupten, die essen nämlich nichts lieber als Menschen! Steven Spielberg setzt nach über 34 Jahren (damals: „E.T. – Der Außerirdische“) wieder einmal ein Skript der Drehbuchautorin Melissa Mathison um. Man darf gespannt sein!

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Führt die magische Welt von J.K. Rowling fort: Der Film „Phantastische Wesen und wo sie zu finden sind“. (Quelle: Ilka Plassmeier / pixelio.de)

„Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“

Und zu guter Letzt beschäftigt sich auch der letzte Film, welcher am 17. November starten wird, mit Riesen und weiteren „Phantastische(n) Tierwesen und wo sie zu finden sind“. Um diese magischen Kreaturen zu erforschen reist der begabte, aber auch sehr eigenwillige Zauberer Newt Scamander (Eddie Redmayne) durch die ganze Welt. Immer mit dabei: Sein magischer Koffer, welcher eine Vielzahl an seltenen Wesen – samt ihr Lebensräume! – beherbergt. Als er auf seiner Reise Station in den USA macht, muss er erkennen, dass andere Länder sogar noch stärker versuchen, die Zaubererwelt – und damit auch ihre Lebewesen – zu verstecken. Da trifft es sich natürlich gar nicht gut, dass ausgerechnet dort eine Reihe seiner Geschöpfe den Weg aus dem Koffer gefunden haben…

Zehn gute Vorsätze für das neue Jahr

Es ist Montag, der 31.Dezember ,die Zeiger der Uhr nähern sich langsam der „Nullstunde“ und ein neues Jahr beginnt. Dieser Wechsel vom alten ins neue Jahr wird von den meisten freudig begrüßt – nicht umsonst heißt es „Neues Jahr – neues Glück!“ Man kann Vergangenes hinter sich lassen und nochmal einen kleinen Neubeginn wagen. Man setzt sich neue Ziele, möchte vieles anders machen: mehr Sport treiben, mit dem Rauchen aufhören, beruflich größeren Erfolg erzielen…

Soll das neue Jahr gebührend begrüßen: ein großes Feuerwerk kündigt um Mitternacht den Jahreswechsel an. (Foto: Betz)

Die klassischen „guten Vorsätze“ für das neue Jahr kennt wohl jeder! Sie zeigen sich zu Beginn des neuen Jahres unter anderem an den steigenden Abonnements in den Fitnessstudios. Doch genauso schnell, wie diese Umstellung eingeleitet wurde, flacht sie auch wieder ab. Wir haben meist nicht die Geduld und Disziplin, unsere guten Vorsätze einzuhalten und viele ertappen sich womöglich dabei sich aufgrund des frustrierenden Misserfolgs erst gar keine Vorsätze für das nächste Jahr mehr zu stecken.

Die FilmKunstKultur-Redaktion ist jedoch der Meinung, dass gute Vorsätze etwas sehr Wichtiges sind, um sich selbst weiter zu bringen, und stellt euch deshalb zehn gute Vorsätze für das neue Jahr vor, von denen ihr vielleicht den ein oder anderen für 2013 übernehmen könnt!

 

1. Bei alten Freunden und Bekannten melden. Ruft doch mal den Freund aus Kindertagen oder die Klassenkameradin an, mit der Ihr früher die langweiligen Schulstunden überstanden habt! Ihr werdet euch sicher freuen, mal wieder von Ihnen zu hören!

2. „Gib jedem Tag die Chance, der beste deines Lebens zu werden“. Nehmt diesen Spruch ein wenig ernster, und versucht, jedem Tag etwas Schönes abzugewinnen und erkennt die Freude an den kleinen Dingen im Leben.

3. Mehr lesen. Durch das elektronische Zeitalter werden wir beinahe rund um die Uhr von Fernseher, Radio, Smartphone und ähnlichem beschallt. Das kann auf Dauer ziemlich anstrengend sein. Nehmt Euch einmal bewusst die Zeit, schaltet alle elektronischen Geräte – inklusive Handy – aus und lest entspannt ein Buch. Das Abschalten der Geräte wird auch euren Kopf zum Abschalten bringen.

4. Ausmisten. Trennt euch endlich von Dingen, die Ihr nicht mehr braucht! Im Kleiderschrank oder in den Tiefen der Schubladen aufzuräumen bringt auch wieder Ordnung in euer Leben! Außerdem kommen beim Ausmisten teilweiße längst verschollene Schätze wieder zum Vorschein!

 

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Schweinchen, Hufeisen, Schornsteinfeger & Co.: Glücksbringer sollen uns den Start ins neue Jahr erleichtern und unsere Wünsche in Erfüllung gehen lassen. (Foto: Christiane Fengler/ Pixelio.de)

5. Mehr Kultur ins Leben bringen. Auch wenn Ihr sagt, dass Theater, Kunstausstellungen oder die Oper nichts für Euch sind – probiert es erst einmal aus! Und diejenigen, die bereits leidenschaftliche Theatergänger sind: Wagt doch einmal den Ausbruch aus dem Gewohnten und schaut oder hört Euch auch Stücke an, die Ihr bisher abgelehnt habt! Vielleicht entdecken Ihr ja eine völlig neue Seite an Euch?

6. Mehr Sport treiben. Dieser klassische gute Vorsatz sollte tatsächlich auch jedes Jahr wieder mit auf die Liste. Es muss ja nicht gleich ein Marathon sein, wenn Ihr mit dem Joggen anfangt, aber ein bisschen Sport tut Körper und Geist sehr gut: Man ist konzentrierter, ausgelasteter und es ist ein tolles Gefühl, sich gegen den „inneren Schweinehund“ durchgesetzt zu haben.

7. Ein neues Hobby suchen. Lernt eine neue Sprache, fangt mit einem Nähkurs an oder belegt einen Volkshochschulkurs im Gitarre spielen. Selbst wenn man nur einmal die Woche Zeit hat, hat man etwas, worauf man sich freuen kann – das schafft einen Ausgleich zur Routine im Alltag.

8. Etwas machen, das man sich schon lange vorgenommen hat. Jeder Mensch hat so etwas, von dem er sagt: „Das wollte ich schon immer mal machen“. Doch meistens fehlt uns im Alltagsstress die Zeit für so etwas, und es wird immer weiter nach hinten verschoben. Damit ist jetzt Schluss! Nehmt euch zukünftig mehr Zeit für solche Dinge!

9. Spenden. Egal ob man Blut spenden geht, alte Kleider aussortiert und in die Altkleidersammlung wirft oder mit monatlichen Beträgen kranke oder arme Menschen unterstützt – jeder von uns kann etwas dazu beitragen, dass es anderen Menschen besser geht. Und es wird auch Euch selbst ein gutes Gefühl geben, geholfen zu haben!

10. Mehr Zeit für Bildung. Für all diejenigen, die es nicht sowieso schon tun: Investiert die paar Minuten am Tag und schaut die Nachrichten, lest Zeitung und zieht eine Dokumentation auch einmal einem Spielfilm vor! Jeder sollte als mündiger Bürger ein bisschen etwas davon verstehen, was in der Welt so los ist und man fühlt sich auch selbst besser, wenn man mitreden kann!