Musik für jede Lebenslage

Tipps aus der Musikredaktion

Der Frühjahrsputz steht zwar noch nicht ganz auf der To-do-Liste, aber denn braucht es ja auch nicht um mal einen tieferen Blick ins CD-Regal zu werfen. Diesen Monat stellt euch die Face2Face Musikredaktion die persönlichen Musikhighlights eines jeden unserer Musikredakteure vor.

Den Anfang macht Vanessa, Jahrgang 1993, mit einer Vorliebe für Pop- , Soul- und Singer/Songwriter Musik.

Mein erstes Album, das ich gerne immer wieder auflege:

Als Kind der 90er und mit einer älteren Schwester kam ich nicht an dieser einen britischen Pop-Girlgroup vorbei. Genau, die Rede ist von den Spice Girls. Mit „Spice“ schossen die fünf Mädels direkt in den Pophimmeln und sind auch heute noch das Highlight auf jeder Party. Mit „Spice up your life!“ wird es immer noch feurig.

Das beste Album für einen lauen Sommerabend:        

Nach Sommer sehnen wir uns bei diesen Temperaturen doch schon sehr. Und wir können uns sicher sein, der Sommer kommt bald. Zu einem perfekten Sommerabend gehört aber nicht nur das richtige Wetter, sondern oftmals auch Musik. Mein Tipp für einen lauen Sommerabend sind die Jungs von Rudimental. Mit ihrem Album „Home“ vereint die Band entspannende elektronische Tunes mit eingängigen Texten.

Vielfalt: In jedem CD-Regal finden sich so einige Schätze der Musikwelt (V.Wahlig)

Vielfalt: In jedem CD-Regal finden sich so einige Schätze der Musikwelt (V.Wahlig)

Das beste Album National:

Oft vergessen wir es, weil der Blick in Richtung England oder USA geht, aber auch in Deutschland haben wir talentierte Musiker. Eins der nationalen Alben, das ich wirklich super finde, ist Tim Bendzkos Debütalbum „Wenn Worte meine Sprache wären“. Wie kein anderer zeigt er, wie eingängig deutsche Musik sein kann und spielt dabei mit den Worten wie kein anderer.

Ein Album zum Verschenken:

Musik vermittelt Emotionen und deshalb sind CDs auch immer ein schönes Geschenk. Ein Album, das ich immer wieder verschenken würde, ist das aktuelle Album „X“ von Ed Sheran. Die Mischung aus gute Laune und Romantik halten sich bei diesem Album die Waage, so ist für jeden was dabei.

Dieses Album darf in keinem CD-Regal fehlen:            

Das Album des King of Pop überhaupt ist „Thriller“ und genau dieses Album sollte man auf jeden Fall besitzen. 1982 erschienen, ist es auch heute noch eines der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte. Und sind wir mal ehrlich: die passenden Tanzschritte zu den Songs üben heute noch Groß und Klein.

 CD- Geheimtipp – frisch auf dem Markt:

Natürlich stellen wir euch auch immer wieder die neusten Alben vor und so soll es auch diesmal sein. Seit gestern ist dieses Album auf dem Markt und bietet einen Musikstil, der sich nicht so ganz beschreiben lässt. „SomeKindaWonderful“ von der gleichnamigen Band ist das Debütalbum der fünf Amerikaner. Nach ihrer Single „Reserve“ wollen die Musiker mit der wandlungsfähigen Stimme von Frontmann Jody Towers und satten Subbässen das Publikum überzeugen.

 

Vorschau: Nächste Woche geht es hier mit Lea und ihren Lieblingsalben weiter.

Gefühle – ganz nüchtern betrachtet

Wann hattet ihr das letzte Mal so richtig gute Laune? Vielleicht ein Erfolgserlebnis, eine Aufgabe geschafft, ein Ziel erreicht. War das Hochgefühl nicht klasse, die Freude, der Stolz, die Zufriedenheit?

Nüchtern: Im Grunde genommen sind Gefühle unromantische Biochemie.

Nüchtern: Im Grunde genommen sind Gefühle unromantische Biochemie. (©Tim Reckmann/Pixelio.de)

Ich weiß, dass mich viele jetzt für kalt und unsensibel halten werden, dennoch: So schön diese Gefühle auch sein mögen, am Ende sind sie nichts weiter als eine Mischung aus Elektrizität und Biochemie. Überall in unserem Körper sind Nerven, die elektrische Signale weiterleiten, die meisten davon finden wir logischerweise im Gehirn. Dort kommen die elektrischen Signale an und setzen Neurotransmitter frei, kleine chemische Zauberer, die dafür sorgen, dass andere Nerven wiederum elektrische Signale abfeuern.

Zugegeben – das Zusammenspiel ist deutlich komplizierter, als ich es hier heruntergebrochen habe. Trotzdem ist es so, dass Milliarden solcher Nerven-Neurotransmitter-Interaktionen unsere Welt ausmachen, unser Bewusstsein, unser Denken, genauso wie unser Fühlen.

Heißt das jetzt, dass Gefühle unsinnig sind? Ich finde, dass sie trotz des unromantischen Hintergrunds gut und richtig sind. Mit unseren Emotionen ist es da ähnlich wie mit anderen Dingen des Lebens. Nehmen wir als Beispiel mal einen Neuwagen. Ist es nicht herrlich, in einem fabrikneuen Auto zu sitzen, der edle Duft, die unberührten Armaturen? Alles sieht noch so frisch und unverbraucht aus. Was steckt aber hinter diesem tollen Neuwagen? Richtig, jede Menge hochkomplexe Technik. Mit unseren Gefühlen ist es ähnlich. Äußerlich sind sie schlichtweg klasse, unter der Haube steckt allerhand Kompliziertes.

Außerdem haben Emotionen ja auch eine ganz klare Aufgabe, die Evolution hat sie uns nicht zum Spaß verpasst. Gefühle waren für unsere Vorfahren überlebenswichtig, die Angst – zum Beispiel half den Urmenschen sich nicht mit einem Säbelzahntiger anzulegen. Ekel wiederum sorgte dafür, dass die frühen Menschen giftige Stoffe gar nicht erst in den Mund nahmen oder zumindest ungenießbare Speisen kein zweites Mal probierten. So hat jede unserer Emotionen ihren Sinn und ihre Berechtigung – die guten wie die schlechten.

Auch wenn wir heute nicht mehr vor wilden Tieren weglaufen müssen, helfen uns Emotionen immer wieder. Die Freude ist ein gutes Beispiel: Wenn ich vom Rennradtraining komme, dann fühle ich mich so richtig gut, bin zufrieden und glücklich. Dieses gute Gefühl hilft mir, dass ich mich immer wieder und regelmäßig in den Sattel schwinge. So motiviert mich meine Freude zu mehr Radfahren und bewirkt, dass ich gesund und fit bleibe – schon hat die Freude einen klaren Zweck.

Gute Laune: Wir können ganz bewusst für positive Gefühle in uns sorgen.

Gute Laune: Wir können ganz bewusst für positive Gefühle in uns sorgen. (©Stefan Emilius/Pixelio.de)

Trotzdem kann es Sinn machen, sich daran zu erinnern, dass Gefühle im Grunde „nur“ schnöde Biochemie sind. Jeder kennt schlechte Laune, vor allem im Winter überkommt zumindest mich leicht eine Stimmung, in der ich auf nichts Lust habe, alles ist nervig und langweilig. In solch einer Situation hilft es mir, wenn ich die Gefühle „entzaubere“. Die schlechte Laune ist ja nichts weiter als ein Hormoncocktail, nichts Besonderes. So etwas schnöde Rationales braucht mich doch nicht so runter zu ziehen. Also, Mundwinkel nach oben und aktiv für eine positive Hormonflut sorgen, die der negativen entgegenwirkt. Immerhin setzt auch ein aufgesetztes Lachen schon Glückshormone frei. Für mich hat sich bisher Bewegung an der frischen Luft bewährt, sei es nur ein kurzer Spaziergang.

Die guten Gefühle hingegen müssen wir ja nicht so nüchtern sehen wie die schlechten, wir können uns über die Emotion freuen und sie genießen. Denn auch wenn wir unsere Gefühlswelt logisch erklären und begründen können, bleibt das komplexe Zusammenspiel von Nerven und Hormonen ein kleines Wunder, über das wir gerne staunen dürfen.

Vorschau: Wieviel Medien braucht der Mensch? Eva berichtet nächste Woche von Fernsehen, PC und Handy im täglichen Leben.

Mainstream – Musik ohne Message?

Vor allem im Radio läuft Mainstream-Musik. (Foto: V.Wahlig)

Eintönig: Vor allem im Radio läuft Mainstream-Musik. (Foto: V.Wahlig)

Das ist ja mal wieder voll Mainstream, das neueste Lied in den Charts!“ – diesen Satz habt ihr bestimmt schon mal gehört, wenn ihr gerade beschwingt einen aktuellen Song im Radio gehört habt. Aber was ist eigentlich Mainstream und was soll daran so schlecht sein?

Unter Mainstream (zu Deutsch: Hauptstrom) versteht man den Geschmack, der einem Großteil der Gesellschaft gefällt. Aber bedeutet dies, dass Musik die von einer breiten Masse gehört wird, dann auch inhaltsleer ist?

Die meisten Lieder in den aktuellen Charts drehen sich um Liebe, Tanzen oder Party. Hinzu kommt noch eine Brise von Gute-Laune-Klängen und fertig ist der Song. So singt uns Pharrell Williams gut gelaunt ein „Happy“ (zu Deutsch: glücklich) entgegen und Miley Cyrus scheint nur mit ihrer halbnackten Performance auf einer Abrissbirne noch schockieren zu können. Muss man dann die Frage nach inhaltsleerer Mainstream-Musik klar mit einem Ja beantworten? Ist Gesellschaftskritik in Mainstream-Musik ein Tabuthema?! Ist das Ziel der Musiker wirklich nur schnell reich und berühmt zu werden? Müssen wir uns fragen, ob wir als Hörer lieber die inhaltsleeren Gute-Laune-Lieder kaufen und ob uns der Style des Musikers wichtiger ist, als der Text des Liedes?

Es wäre zu schnell geurteilt, wenn man behauptet, dass die Lieder in den Charts fern von Gesellschaftskritik sind. Unser Anspruch an politischer Beteiligung nimmt zu und so äußern sich auch viele Musiker in ihren Songs zu aktuellen Themen wie Gewalt oder Homophobie. Natürlich handelt nicht jedes Lied in den Charts von solch schwerer Kost. Doch es werden eben auch Gefühle zu den meist diskutierten Themen von Musikern in ihren Songs verarbeitet.

Bestes Beispiel ist der momentan bekannte und erfolgreiche Rapper Mackelmore zusammen mit seinem Produzenten Ryan Lewis. Mit dem Song „Same Love“ (2012) äußerte er sich öffentlich zum Thema Homophobie. „Same Love“ erschien während eines Volksentscheids in Washington zur Legalisierung der Homo-Ehe. Zudem ist Mackelmore ein Beispiel dafür, dass man mit kritischen Liedern die breite Masse für sich gewinnen kann. In 17 verschiedenen Charts konnte sich der Song über mehrere Wochen halten. Außerdem erhielt der Song einen VMA (MTV Video Music Award) für das beste Video mit einer sozialen Botschaft. Nach diesem Preis stieg „Same Love“ nochmals in den Charts auf, da immer mehr Leute den Song kauften.

Mackelmore ist keineswegs ein Einzelfall in der Mainstream-Musik. Pink griff 2006 mit ihrem Song „Dear Mr. President“ den damaligen Präsidenten der USA – George W. Bush an und landete damit in Europa und Kanada Chartplatzierungen. Aber auch deutsche Musiker stehen ihren amerikanischen Kollegen in nichts nach. Xavier Naidoo ist einer von ihnen. Er singt über Ungerechtigkeit, Ausländerfeindlichkeit oder Drogenmissbrauch und ist dabei einer der erfolgreichsten Musiker, der auch die breite Masse für sich begeistern kann.

Schlussendlich lässt sich also sagen, dass Mainstreammusik zwar hauptsächlich gute Laune und Liebe in den Fokus stellt. Aber sie kann eben auch gesellschaftskritisch sein und den Hörer auffordern, über diese Kritik nachzudenken.

Vorschau:     Nächsten Samstag gibt es einen Ausgeh-Tipp für das Rhein-Main-Gebiet.

Neues Jahr – neue Mode! Wie kleidet sich frau im Sommer 2014?

Obwohl sich hierzulande die Temperaturen langsam aber sicher Richtung Winter bewegen, wagt die Mode-Redaktion heute eine kleine Vorschau auf den Sommer 2014.

Wer auch im neuen Jahr 2014 die Mode-Trends nicht verpassen will, der sollte bei seiner Klamotten-Wahl auf Maxi-Rüschen oder totale Transparenz setzen. Denn das ist es, was unter anderem im neuen Jahr in keinem Kleiderschrank fehlen darf.

transparente Bluse

Foto: Zara

Große Marken, wie zum Beispiel Bottega Veneta, Fendi, Hermès, Dior oder Chanel, setzen die neuen Trends und zeigen auf den Laufstegen, wie frau sie zu tragen hat. Mut zur Dekoration ist gefragt, denn die schon fast skulptural aussehenden Volants auf kurzen Spitzenkleidern in pastelligen Tönen sind ein Must-Have für diesen Sommer. So wirkt die Trägerin durch das Volumen der Kleider und die angesagten Blumenprints manchmal wie ein verpacktes Geschenk. Doch wer freut sich nicht über ein Geschenk?

Im Sommer 2014 heißt es auch: Weg von den Maxi-Kleidern und hin zu mehr Beinfreiheit. Denn auch das wird ein neuer Trend sein. Man hat genug von Skinny-Hosen und versucht nun, Alternativen dafür zu finden. Die sogenannten Culottes (zu Deutsch „Schlüpfer“) sind sehr weit und knie- oder wadenlang und oft fast nicht vom Rock zu unterscheiden. Wer sich eher sportlich kleiden möchte, greift zum knielangen Modell, wer es jedoch eher elegant mag, der sollte Ausschau nach dem wadenlangen Modell halten. Mit dem richtigen Styling können die bequemen Culottes auch vorteilhafter sein, als die beliebte Röhre.

typische, wandenlange Culotte

Foto: Zara

Auch Kleider aus Seidenplissées sind sehr gefragt in diesem Sommer. Marken wie Lanvin oder Givenchy sind begeistert vom formbaren Faltenmaterial und schicken ihre Models damit auf den Laufsteg.

Dass Kunst und Mode noch nie weit voneinander entfernt waren, wird in diesem Sommer besonders deutlich. Bunte, von der Kunst inspirierte Prints machen Kleider zu einer Leinwand. Besonders Karl Lagerfeld setzte dieses Thema in seiner neuen Kollektion konsequent um: Er ließ seine Models teilweise mit einem Zeichenblock und einem Pinsel über den Catwalk laufen. Solche Prints wirken frisch und bereiten uns im Sommer gute Laune.

Wenn ihr wissen wollt, welche Trends die Herren der Schöpfung im Sommer 2014 erwarten, lest es einfach HIER nach.

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr alles rund um die Berliner Fashion Week.