Accessoires unter dem Weihnachtsbaum

Das Jahr neigt sich wieder einmal dem Ende, und auch wenn der Schnee noch etwas auf sich warten lässt, ist eins klar: Es sind nur noch ein paar Tage bis zum wohl wichtigsten Tag im Dezember.
Und tatsächlich ist die Rede hier gerade nicht vom Filmstart von Starwars, sondern von Weihnachten.

Seit dem ersten Advent soll es bereits Männer und Frauen geben, die auf der Pirsch nach Geschenkideen für ihre Lieben sind. Doch Kleidung zu schenken ist riskant. Faktoren wie individueller Stil, Größe, bevorzugte Farben und am besten noch, ob sich etwas Vergleichbares bereits im Kleiderschrank der anderen Person befindet, müssen beachtet werden.
Accessoires unterliegen zwar ebenfalls Kriterien wie Stil und teilweise auch Größe, jedoch sind sie wesentlich einfacher an den individuellen Typ anzupassen.

Aber über welche Accessoires freut sich der Mann von heute?

Die Möglichkeiten sind zahlreich und die Budgetspannen geben natürlich schon sehr genau vor, in welche Richtung es gehen kann. Jedoch gibt es in jeder Preiskategorie Treffer, die man landen kann.

Wir beleuchten für euch drei Geschenkideen für den Mann. In der kleinsten Preiskategorie liegt der Geldbeutel. Viele sehen diesen zwar als etwas einfallslose Notfallidee – das muss aber nicht sein ! Geldbeutel, Gürtel und Schuhe sind die Kür an jedem Outfit und zeigen dem geübten Beobachter wieviel Liebe zum Detail dahinter steckt. Ein klassischer, hochwertiger Leder-Geldbeutel kann den Mann jahrelang begleiten, ohne dass eines Tages die Nähte aufgehen und die Münzen in der Hosentasche landen. Außerdem ist die Fehlerquote relativ gering, solange beim Kauf auf ausreichend Steckplätze für Karten geachtet wird. Auch die aktuelle Geldbeutelgröße des Mannes ist wichtig, denn größer ist hier nicht direkt besser. Mit einem Budget von 30 bis 50 Euro sollte man hier auch etwas Passendes finden.

In der mittleren Preiskategorie liegt der Gürtel. Zugegeben hat man hier definitiv eine Größenthematik. Doch es genügt ein Bild des Mannes und schon kann das geübtes Verkaufspersonal die richtige Größe ermitteln. Der Stil ist hier keine Herausforderung, da man ja selbst entscheiden kann, ob man einen Gürtel für einen Anzug oder für das lässige Jeansoutfit kauft. Jedoch sollte man vrab darauf achten, ob der Mann eher schwarz oder braun in seine Outfits einbaut.Eine schlichte Gürtelschnalle ist meist die bessere Wahl, da sie mehr Möglichkeiten zur Kombination bietet. Alles in allem wird man hier sicherlich in der Preiskategorie von 50 bis 100 Euro fündig und hat ein Geschenk, über das Mann sich freut.

In der obersten Preiskategorie sind Uhren und Armbänder angesiedelt. Natürlich bekommt man tolle Lederarmbänder auch für wenig Geld. Nach oben hin sind aber kaum Grenzen gesetzt, besonders wenn man sich für eine Uhr entscheidet.
Es wird zwar kaum ein Mann enttäuscht sein, wenn er eine Rolex, Omega oder Breitling unter dem Weihnachtsbaum findet, aber diese Modelle möchten erstmal finanziert werden, und so manch eine Frau kauft für das Geld dann doch lieber einen Kleinwagen. Aber auch in der Preiskategorie von 100 bis 250 Euro lassen sich schöne und teilweise auch hochwertigere Uhren finden. Durch das Smartphone ist die Armbanduhr was ihre Funktionalität angeht lediglich ein Relikt aus alten Zeiten – umso wichtiger ist die sie als  besonderes Accessoire. Wenn ihr die Uhr weise wählt , strahlt sie Stilsicherheit und eine gewisse Konstanz aus und kann so einige Blicke auf sich ziehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Solange ihr  Herz in ein Geschenk steckt und euch ein wenig mit dem Mann befasst, der das Geschenk erhalten soll, werdet ihr auch immer einen Treffer landen. Ihr möchtet das Erscheinungsbild eurer besseren Hälfte für die Zukunft ein wenig mitprägen? Mit einem Kleidungsaccessoire als Weihnachtsgeschenk habt ihr es in der  Hand!

Vorschau: Ist Unverbindlichkeit der neueste Modetrend? Das erfahrt ihr im Januar in unserer Moderubrik.

Business Styleguide für Ihn

Letzte Woche wurde an gleicher Stelle ein „Business Styleguide für Sie“ veröffentlicht. Auch junge Männer haben oftmals Probleme ihre Garderobe mit dem Wechsel von Uni zu Büro adäquat umzustellen. Beachtet ein Mann ein paar wenige Tipps und Tricks, ist er jeder Zeit auf der sicheren Seite und selbst das ungewohnte Anzug-Tragen wird nicht mehr als unangenehm empfunden.

Jeder Mann sollte mindestens zwei Hemden in seinem Schrank hängen haben: Ein weißes und ein hellblaues. Auch andere Pastell-Farben werden gerne im Büro getragen, dunkle Farben hingegen sieht man eher selten. Wer das nötige Kleingeld hat, sollte auf bügelfreie Modelle zurückgreifen, um sich selbst, Freundin oder Mutter das Bügeln zu ersparen. Kurzarm-Hemden zählen zu den wenigen Dingen, die innerhalb der Männer-Mode gar nicht getragen werden sollten.

Der Anzug besteht aus Jackett, Weste und Hose. Diese drei Teile sollten immer alle aus dem gleichen Stoff bestehen und die gleiche Farbe haben. Der Schnitt geht immer vor der Qualität, das heißt, dass man sich im Zweifelsfall immer für den Anzug entscheiden sollte, der besser sitzt, auch wenn ein anderer qualitativ hochwertiger erscheint. Und: Anstelle von drei günstigen Anzügen sollte man das Geld lieber in einen hochwertigeren Anzug investieren. Bei der Farbe gilt: Je dunkler, desto festlicher. Für das Büro eignen sich deshalb vor allem anthrazitfarbene und marineblaue Exemplare.

Wichtigstes Teil des Anzuges stellt das Jackett dar. Die Prämisse „Schnitt vor Qualität“ ist hier besonders wichtig, weil der Schnitt eines Jacketts enormen Einfluss auf die Silhouette und somit auf die Wirkung eines Mannes hat. Der unterste Knopf bleibt, genau wie bei der Weste, immer offen.

Die Hose eines Anzuges hat grundsätzlich eine Bügelfalte. Diese „teilt“ das Hosenbein in der Mitte von Knie und Schuhansatz. Sogenannte Bundfalten sind dazu da, die Hose durch in Falten gelegten Stoff zu weiten und so für mehr Bequemlichkeit und Bewegungsfreiheit zu sorgen. Bund- und Bügelfalte schließen sich nicht gegenseitig aus.

Die Strümpfe müssen zwingend farblich auf den Anzug und die Schuhe abgestimmt werden und sollten mindestens bis zum Knie gehen, um beim Sitzen entblößte Waden zu vermeiden.

So wenig wie Frauen Seidenstrümpfe mögen, so wenig mögen die meisten Männer Unterhemden. Aber: Genauso wie Seidenstrümpfe für Frauen sind Unterhemden für Männer unerlässlich. Gründe dafür gibt es viele, bildet das Unterhemd doch eine weiche Zwischenschicht zwischen dem etwas härteren Hemdstoff und der Haut und schützt das Oberhemd somit vor Abnutzung. Auch im Sommer sollte nicht auf ein Unterhemd verzichtet werden, da dieses den Schweiß aufnimmt und dadurch Schweißflecken mindert. Ähnlich wie bei der Damen-Unterwäsche werden mittlerweile auch hautfarbene Unterhemden für den Herrn hergestellt, sodass diese unter den Oberhemden fast gänzlich verschwinden. Außerdem werden die Unterhemden in verschiedenen Schnitten angeboten – beispielsweise mit V-Ausschnitt – wodurch das Unterhemd selbst dann unter dem Oberhemd verschwindet, wenn der oberste Knopf offen bleibt.

Wie auch bei den Damen sind die Schuhe ein wichtiger Faktor, nichtsdestotrotz liegt das Hauptaugenmerk bei Männern auf dem Jackett, weshalb Abstriche bei der Qualität der Schuhe gemacht werden können. Unerlässlich ist aber in jedem Fall eine regelmäßige Pflege, beispielsweise mit Schuhcreme und Schuhspanner.

Die Aktentasche, heutzutage gerne auch in abgewandelter Form als Laptoptasche, sollte von robuster Beschaffenheit und trotzdem aus hochwertigen Materialien gefertigt sein. Je nachdem, wie viel Wert man auf die farbliche Abstimmung mit dem restlichen Outfit legt, sollte man zwei verschiedene Aktentaschen, eine in schwarz und eine in Brauntönen, haben, die dann passend zu Anzug, Schuhen und Krawatte kombiniert werden können. Andere Farben sind, ähnlich wie bei den Schuhen, tabu.

Männer kleiden sich im Beruf immer noch konservativer als Frauen und haben wenig Raum, um ihren ganz eigenen Stil zu entwickeln. Mit besonderen Accessoires haben sie jedoch die Möglichkeit, den dunklen Anzug und das pastellfarbige Hemd zumindest ein wenig nach eigenem Geschmack aufzupeppen. Kombiniert man mehrere Accessoires, sollten diese alle einer Farbfamilie entstammen, damit ein stimmiges Gesamtbild entsteht und man nicht überladen wirkt.

Krawatten sind der absolute Klassiker unter den männlichen Accessoires. Von einfarbig über gestreift bis gepunktet geht im Büro alles. Solange die Farben nicht zu schrill sind, können – je nach Branche – auch ausgefallene Muster passend sein. Wichtig ist, dass der Krawattenknoten immer perfekt sitzt.

• Die Krawattenklammer, fälschlicherweise oft als „Krawattennadel“ bezeichnet, dient dazu, die Krawatte selbst am Hemd zu halten und wird über der langen Zunge der Krawatte und unter der Knopfleiste des Oberhemdes fixiert.

Schleifen (auch: Fliegen) sind eine Alternative zu Krawatten und werden in den letzten Jahren wieder öfter getragen. Auch in diesem Fall sollte auf eine optimale Befestigung geachtet werden.

• Das Einstecktuch ist, ähnlich wie die Schleife, wieder im Kommen. Richtig gefaltet wertet es ein Jackett, egal ob mit Hemd und Krawatte oder ohne, optisch noch einmal auf.

• Um einen stimmigen Gesamteindruck zu erzeugen, sollte der Gürtel, bevorzugt aus hochwertigem Leder, die Farbe der Schuhe aufgreifen. Schwarz und Brauntöne sind deshalb sehr empfehlenswert. Wichtig ist auch die passende Länge, die man durch Anprobieren leicht herausfinden kann.

Uhren dienen nicht nur zum Zeitmessen, sondern sind auch immer mehr ein Ausdruck von Persönlichkeit. Ein Kompromiss zwischen Preis und Stil ist nicht immer einfach aber machbar – auch schlichte Modelle können etwas hermachen. Trotz allem sollte die Uhr der Stellung des Mannes angemessen sein.

Manschettenknöpfe bieten die wahrscheinlich dezenteste Möglichkeit, seinen Stil zu individualisieren: Die kleinen Schmuckstücke gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, Formen und Farben. Eine günstige Alternative bieten Seidenknoten, die Vorgänger der Manschettenknöpfe, welche oft günstiger sind.

Ein gepflegtes Äußeres hört nicht bei einem gut geschnittenen Anzug und aufeinander abgestimmten Accessoires auf, sondern wird bei Rasur und Haarschnitt fortgesetzt. Während die konservativste Form der Rasur die Glattrasur ist, tragen auch immer mehr Männer im Büro einen Dreitagebart. Ist dieser gut gepflegt, stellt er durchaus eine Alternative dar. Nicht gerne gesehen sind Vollbärte. Ähnliches gilt auch beim Haarschnitt: Lange Haare bei Männern sind in konservativen Berufen noch immer verpönt, während Kurzhaarschnitte und mittlerweile auch Glatzen den gepflegtesten Eindruck machen.

Auch wenn Tattoos und Piercings nach und nach immer gesellschaftsfähiger werden, so sollte doch vermieden werden, diese im Job all zu offen zu tragen: Piercings im Gesicht sind in den meisten Berufen unerwünscht und müssen herausgenommen werden. Tattoos sollte man nach Möglichkeit bedecken, zum Beispiel mit einer breiten Uhr am Handgelenk oder langen Hosen am Knöchel. Fühlt man sich dadurch dann doch zu eingeschränkt in seiner Persönlichkeit, sollte man auf seinen Chef zugehen: Immer mehr Führungspersonen akzeptieren Körperschmuck nach Absprache.

Eine immer größere Anzahl großer Unternehmen, vor allem international orientierte, zelebrieren den sogenannten „Casual Friday“, an dem Anzughose gegen eine dunkle Jeans und das Hemd gegen ein Polo-Shirt getauscht werden. Das schicke Sakko wird durch eine sportlichere Variante, beispielsweise aus Tweet oder mit Karomuster, ersetzt.

Vorschau: Nächste Woche geht es hier um Hipster und ihren ganz eigenen Stil.

 

Mit Disziplin und Spaß bei der Sache: Karateka Louisa Winstel

Mit Konzentration und Spaß bei der Sache: Nachswuchskarateka Louisa Winstel beim Training (Foto: T. Gartner)

Gerade einmal elf Jahre alt, dafür aber schon Trägerin des fünften Kyu (Anm. d. Red.: Begriffserklärungen befinden sich am Ende des Artikels) und Siegerin auf zahlreichen Turnieren: Karateka Louisa Winstel kann stolz auf sich sein. Die Schülerin trainiert seit 2008 im Speyrer Shotokan-Karate Verein und wird schon jetzt von ihren Trainern als herausragendes Talent gefeiert. Was sie selbst über ihren Sport denkt und was sie noch alles erreichen möchte, erzählte sie im Face2Face-Interview.

Face2Face: Wie bist du auf die Idee gekommen, Karate zu machen?
Louisa: Meine Mutter meinte, wenn ich auf eine höhere Schule gehe, wäre es gut, wenn ich mich wehren könnte, falls mich jemand angreift. Ich fand die Idee super. Zufälligerweise war das Training im ersten Shotokan-Karate Verein Speyer immer Dienstag und das war damals mein freier Tag. Momentan trainiere ich viermal die Woche und vierzehn Tage vor einem Turnier sogar jeden Tag.

Face2Face: Was gefällt dir am Karate? Und gibt es auch etwas, das dir weniger gut gefällt?
Louisa: Mir gefallen vor allem die Techniken. Das Training macht mir einfach riesigen Spaß! Nicht so gut finde ich es, wenn Neid aufkommt.

Face2Face: An welchen Turnieren hast du bisher teilgenommen und wie erfolgreich hast du dort abgeschnitten?
Louisa: Auf dem Burgenturnier in Weinheim habe ich mit der Katamannschaft den ersten Platz belegt, in Kumite Einzel den dritten. Ein besonders großer Erfolg war der Westerwaldcup in Puderbach: Dort waren zwölf Länder vertreten und ich musste mich gegen 34 Gegner durchsetzen. Am Ende habe ich den ersten Platz in Kata Einzel gemacht.

Gelenkig: Louisa Winstel beim Training im Speyer Kolleg (Foto: Gartner)

Face2Face: Hast du ein Vorbild in Sachen Karate?
Louisa: Ja, Sophia Graf. Sie hat schon oft die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften gewonnen und ist amtierende deutsche Meisterin der Jugend. Ich finde es toll, dass sie so erfolgreich ist.

Face2Face: Was sagen deine Freunde und deine Familie dazu, dass du Kampfsport machst?
Louisa: Die finden das alle sehr gut. Zum einen kann ich mich später auf der Straße oder in der Disco wehren, wenn mich jemand angreift. Zum andern lernt man im Karate aber auch Disziplin.

Face2Face: Hast du dich schon einmal im Training oder auf einem Turnier verletzt?
Louisa: Einmal habe ich mir im Training die Achillessehne gezerrt. Damals musste ich 14 Tage pausieren – das Trainieren hat mir total gefehlt. Außerdem habe ich mal auf einem Turnier einen Fußtritt an die Schläfe bekommen. Das war aber nicht so schlimm – es war nur blau und musste gekühlt werden.

Face2Face: Was möchtest du im Karate noch erreichen?
Louisa: Zuerst würde ich gerne die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft gewinnen und danach natürlich deutsche Meisterin werden wie Sophia Graf.

Begriffserklärungen:
Shotokan bezeichnet die älteste Stilrichtung im Karate, die von dem Japaner Gichin Funakoshi begründet wurde. Außerdem gibt es noch die Stilrichtungen Shito-Ryu, Goju-Ryu, Wado-Ryu. Das Kyu-System dient dazu das Voranschreiten des Karatekas in Stufen mittels Gürtelfarben zu symbolisieren. Der Schüler beginnt mit dem neunten Kyu (weißer Gürtel) und kann sich bis zum ersten Kyu (brauner Gürtel) hocharbeiten. Die veschiedenen Schwarzgurt-Stufen werden als Dan bezeichnet. Eine Kata ist eine Übungsform, die aus stilisierten Kämpfen gegen imaginäre Gegner besteht. Unter Kumite versteht man einen Kampf zwischen zwei Gegnern mit meist vorgeschriebenen Techniken. Das Kumite dient dazu den Karateka an den Freikampf heranzuführen.

Vorschau: Nächste Woche wird Anja euch einen kleinen Rückblick zum Wimbledon Damen-Finale und der grandiosen Leistung der Deutschen Sabine Lisicki geben.