Rohkost und Fitness – „FitnRaw“ im Selbstversuch

Fit werden mit Rohkost – geht das überhaupt? Sabine aus Remscheid, Gewinnerin des FitnRaw-Gewinnspiels, hat das für uns getestet. Vier Wochen lang „kochte“ und trainierte sich die 33-jährige Mediengestalterin durch das Fitness- und Ernährungsprogramm „FitnRaw“. Ihr unabhängiges Fazit – nur auf Face2Face.

Gesünder und ausgeglichener dank Rohkost?

Viermal die Woche mache ich Kraftsport – beim Fitness-Teil des Online-Kurses sehe ich also keine größeren Probleme auf mich zu kommen. Bauchschmerzen bereitet mir dagegen der Ernährungs-Part: Ich esse zwar bereits rein pflanzlich, aber komplett auf Rohkost umzustellen, wird sicher eine Herausforderung. Wieso ich „FitnRaw“ trotzdem unbedingt ausprobieren will?
Ich denke, dass ich mit dem richtigen Wissen über Rohkost noch einiges mehr an sportlicher Leistung und gesundheitlichem Wohlbefinden erreichen kann. Außerdem verspreche ich mir eine gesündere und ausgeglichenere Darmflora. Mal schauen, was sich innerhalb der kommenden vier Wochen tut!

Woche 1: Nicht zu streng mit sich sein

Kommt gut an: Rohkost-Pizza (Foto: Sabine)

Kommt gut an: Rohkost-Pizza (Foto: Sabine)

Mit einem Morgenritual in den Tag starten – das gefällt mir gleich zu Anfang richtig gut und lässt sich auch super in den Alltag integrieren. Bei den anderen Übungen fehlt es mir noch ein bisschen an Balance und Beweglichkeit, aber das kommt hoffentlich noch!
Eine Aufgabe der ersten Woche besteht darin, Rezepte für leckere Rohkost-Mahlzeiten zu suchen und sie dann auszuprobieren – das macht richtig Spaß. Weniger Spaß hatte ich dabei, meinem Partner warmes Essen vorzubereiten, während ich nur etwas Kaltes bekommen habe.
Der Appetit auf etwas Warmes war leider da – auch wenn alles, vor allem die grünen Smoothies, sehr lecker war. Außerdem hatte ich mit Verdauungsproblemen zu kämpfen und war zeitlich damit überfordert, meine Rohkosternährung richtig zu planen. Die erste Woche hat mich definitiv gelehrt, dass aller Anfang schwer ist. Aber ich habe auch gelernt, dass man nicht zu streng mit sich selbst sein darf, wenn etwas mal nicht so klappt. Also mache ich einfach weiter!

Woche 2: Altes loslassen und Platz für Neues schaffen

Die Rohkostpizza war ein Gedicht! Mein Partner war sogar neidisch, sodass ich am Wochenende nochmal eine zubereiten durfte. Neben Essen und Sport ging es die Woche auch ans Mindset: Bei einer Selbstdiagnose sollte ich unter anderem negative „Ich bin“-Aussagen treffen. Das ist mir eher schwergefallen, weil ich mich doch als sehr positiven Menschen bezeichnen würde.
Das Zubereiten der Speisen hat dagegen wieder sehr viel Spaß gemacht und ich bin wirklich überrascht, wie schnell man neue Gewohnheiten in seinen Alltag einbringen kann, wenn der Wille stark genug ist.
Ich fühle mich diese Woche viel besser als in der ersten. Die Verdauungsprobleme haben sich gelegt und ich spüre insgesamt eine Verbesserung.

Woche 3: Kleine Veränderungen, große Wirkung

Grüne Smoothie-Bowls: Richtig lecker, findet Sabine (Foto: Sabine)

Grüne Smoothie-Bowls: Richtig lecker, findet Sabine (Foto: Sabine)

Ich fühle mich super! In dieser Woche habe ich mich sehr mit Gewohnheiten und Veränderungen beschäftigt. Jeden Tag Liegestützen machen, das Handy auch mal auslassen oder den Schrank ausmisten – alles vermeintliche Kleinigkeiten, die aber doch richtig guttun.
Der sportliche Part hat mir die Woche auch sehr gut gefallen: Das leichte Beintraining ist super für zu Hause oder wenn man mal unterwegs ist, nicht so viel Zeit hat, sich aber trotzdem bewegen möchte. Insgesamt komme ich mit den Übungen gut zurecht, obwohl mir manchmal etwas die Puste fehlt. Da merke ich dann, dass Ausdauertraining auch wichtig ist.
Beim Essen bin ich zwiegespalten: Kürbissuppe schmeckt mir warm und mit Kokosmilch einfach besser als in der Rohkostversion. Dagegen waren die Zucchini-Karotten-Zoodles mit Tomatensauce und Hefeflocken richtig lecker.
Ich finde es toll, dass ich immer weiter an mir arbeiten kann, wenn ich nur erstmal die Blockaden in meinem Kopf löse.

Woche 4: Sonnengruß und Wirsing-Chips

Ich habe eine neue Lieblingsübung: Den Sonnengruß! Dabei kommt der Kreislauf in Schwung und der ganzen Körper wird gedehnt. Man kann die Übung auch einfach zwischendurch mal machen, wenn man sich gerade abgeschlagen oder müde fühlt, einem kalt ist und man sich etwas aufwärmen will. Perfekte Übung – Daumen hoch! Außerdem habe ich festgestellt, wie entspannend ein kleines Workout am Abend sein kann.
Essenstechnisch waren die marinierten Wirsing-Chips aus dem Dörrautomaten eine echte Offenbarung für mich: einfach eine super-leckere Knabberei für zwischendurch.

Fitter, frischer, wacher

Alltagstauglich: Sport im eigenen Wohnzimmer (Foto: Sabine)

Alltagstauglich: Sport im eigenen Wohnzimmer (Foto: Sabine)

Mein Fazit nach vier Wochen „FitnRaw“: Zu 100% Rohkost kann ich mir nicht vorstellen. Das wäre mir auf Dauer zu anstrengend. Vor allem das Essengehen mit Freunden und das spontane Eis in der Sonne oder Popcorn im Kino haben mir gefehlt.
Auf jeden Fall werde ich aber mehr Rohkost oder auch komplette Rohkosttage in meinen Alltag integrieren. Damit fühle ich mich einfach viel fitter, frischer und wacher.
„FitnRaw“ ist ein gutes Einsteigerprogramm: Nelly gibt einen spannenden Einblick in Sachen Rohkosternährung und Kay motiviert zum Sport und zu Veränderungen im gesamten Lebensstil.
Etwas gefehlt haben mir Angaben zu Kalorien, Nährstoffen und Vitaminen, damit ich auch weiß, wie viel von welchen Lebensmitteln ich zu mir nehmen sollte.
Was ich auf jeden Fall beibehalten werde, ist das Morgenritual, damit ich immer gut in den Tag starten kann, und die Motivation, etwas zu ändern, wenn ich es wirklich will.

Jung geblieben, alt geworden – Interview mit Sky Du Mont zu „Steh ich jetzt unter Denkmalschutz“

Denkmalschutz? Sky Du Monts neues Buch (Foto mit freundlicher Genehmigung von K&V Events)

Denkmalschutz? Sky Du Monts neues Buch (Foto mit freundlicher Genehmigung von K&V Events)

Er hat in den letzten 46 Jahren bei weit mehr als 100 deutschen Fernsehproduktionen teilgenommen, dabei kaum ein Genre ausgelassen und ist auch international ein bekanntes Gesicht. Sky Du Mont ist aus der deutschen Film- und Fernsehwelt einfach nicht wegzudenken. Seit 2004 ist der in Buenos Aires geborene Schauspieler auch Schriftsteller. Nun ist bei Bastei Lübbe sein neues Buch „Steh ich jetzt unter Denkmalschutz“ erschienen und Sky Du Mont tourt mit einem Bühnenprogramm zum humoristischen Blick aufs Älterwerden durch Deutschland. Dabei kommt er am 16.10 auch nach Aschaffenburg. Bei Face2Face verrät er exklusiv im Interview was er am Älterwerden mag und wie er mit der modernen Technik zurechtkommt.

Face2Face: Herr Du Mont, Sie sind ein mehrfach ausgezeichneter Schauspieler für Film und Fernsehen, seit 2004 veröffentlichen Sie außerdem die unterschiedlichsten Bücher. Nun touren Sie mit Ihrem neuesten Buch „Steh ich jetzt unter Denkmalschutz“ durch Deutschland. Was können Sie eigentlich nicht?
Sky Du Mont: Oh, ich kenn sehr viel nicht. Z.B. meine Kinder soweit zu erziehen, dass sie ihre Zimmer aufräumen.

Face2Face: „Steh ich jetzt unter Denkmalschutz“ spielt auf das Alter allgemein an. Sie wurden 1947 geboren und sind seit 1969 Schauspieler. Sehen Sie sich als alten „Hasen“?
Sky Du Mont: Wenn Sie die Erfahrung mit „alten Hasen“ meinen, ja!

Face2Face: Unsere Gesellschaft wird immer älter, gleichzeitig entwickeln sich Wissenschaft und Technik rasant. Mobile Geräte, das Internet als Leitmedium, virtuelle Vernetzung. Wie finde sie sich in dieser digitalen Welt zurecht und sehen Sie in ihr Vor- oder eher Nachteile?
Sky Du Mont: Ich liebe die digitale Welt und nutze sie ständig. Ich beherrsche meinen PC, mein Handy etc. Einen Nachteil sehe ich nicht. Die Menschen die von sich zu viel preisgeben (Soziale Medien) sind selber schuld. Ich bin nicht auf Facebook usw. Dieses extreme Mitteilungsbedürfnis geht mir ab…

Der Mensch zählt

Face2Face: Wir gruppieren Menschen aufgrund ihrer Lebensjahre in jung und alt, benennen „Senioren“ wie „Jugendliche“ als solche. Ist diese Verallgemeinerung nicht diskriminierend?
Sky Du Mont: Absolut! Ich gebe Ihnen Recht. Ich kenne 50-jährige die „alt“ sind und 70-jährige die jung geblieben sind. Es ist der Mensch an sich der zählt und nicht die Zahl der Jahre!

Face2Face: Sie sind ein aktiver Mensch, stehen in der Öffentlichkeit, haben Familie. Glauben Sie, dass unser „Alter“ von Lebensjahren abhängt oder von unserem Lebensinhalt?
Sky Du Mont: Ja, zu einem gewissen Maße, aber auch von den Genen, vom Beruf und vieles mehr.

Face2Face: Hand aufs Herz: Ich bin noch keine 30 und merke bereits, was ich heute nicht mehr kann, vor 10 Jahren aber schon. Wo macht sich bei Ihnen das Alter bemerkbar?
Sky Du Mont: Nun, mir ist klar, dass ich nicht mehr deutscher Tennismeister werden kann. Man erkennt seine Grenzen – dafür machen sich andere Fähigkeiten auf. Geduld, Humor etc. Ich blicke mit mehr Verständnis auf viele Dinge und das macht mich ruhiger und ausgeglichener.

Face2Face: ‚Man ist so alt, wie man sich fühlt‘. Wie alt fühlen Sie sich und wie halten sie sich jung?
Sky Du Mont: Unterschiedlich. Manchmal fühle ich mich wie 30, manchmal wie 150. Ich habe eine junge Familie – das hält jung.

Das Gute am Altern

Face2Face: Jugend ist energiereich und fit, aber auch naiv und unerfahren. Welche Erkenntnisse ihres Lebens wollen Sie nicht missen?
Sky Du Mont: Man verletzt Menschen und braucht sich nicht wundern, wenn man auch verletzt wird. Und man kann Menschen nicht ändern – eine ganz wichtige Erfahrung. Den Fehler machen so viele in ihren Beziehungen.

Face2Face: Jedes Lebensalter hat seine Nachteile. Aber auch Vorteile! Was mögen Sie am Alter(n)?
Sky Du Mont: Ich bin ruhiger geworden. Ich brauche mich nicht zu beweisen.

Schauspieler und Autor: Multitalent Sky Du Mont (Foto mit freundlicher Genehmigung von K&V Events)

Schauspieler und Autor: Multitalent Sky Du Mont (Foto mit freundlicher Genehmigung von K&V Events)

Face2Face: „Steh ich jetzt unter Denkmalschutz“ ist ihr neues Buch. Wie kamen Sie auf die Idee zum Buch?
Sky Du Mont: Es ist die Fortsetzung von dem Buch davor „Fullhouse“.

Face2Face: Schreiben ist etwas anderes, als auf der Bühne zu stehen. Wie wirkt sich der direkte Kontakt zum Publikum auf ihr Programm aus?
Sky Du Mont: Wunderbar! Die Menschen lachen und sind fröhlich und darauf bin ich stolz.

Face2Face: Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Spaß beim Leben, Jungbleiben und Altwerden.

Gewinnspiel

Am 16.10. tritt Sky Du Mont in einer interaktiven Lesung mit „Steh ich jetzt unter Denkmalschutz“ zum 25-jährigen Jubiläum der Stadthalle am Schloss in Aschaffenburg auf. 2×2 Karten könnt ihr jetzt exklusiv bei Face2Face gewinnen. Termine zur Buchvorstellung gibt es beim Verlag.

Was ihr dafür tun müsst: Schreibt bis Dienstag, den 11. Oktober 2016, 23:59 Uhr eine E-Mail an eva-maria.obermann@face2face-magazin.de und verratet uns, warum ihr gerne zu Sky Du Monts Auftritt möchtet. In der Mail enthalten sein sollte euer Vor- und Nachname sowie eine gültige Adresse für den Versand. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt via Mail.

Nutzungsbedingungen

§ 1 Gewinnspiel (1) Das Gewinnspiel wird von der Online-Zeitschrift Face2Face durchgeführt.

§ 2 Teilnahme (1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. (2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-mail-Adresse schreibt und dort ihren Namen bzw. die Namen der möglichen Gewinner hinterlässt. (3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen. (4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel (1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich die Onlinezeitschrift Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen. (2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden. (3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden. (4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht. (5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht am möglichen Gewinn berücksichtigt werden. (6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung (1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per Telefonanruf, über den schriftlichen Postweg oder E-Mail über ihren Gewinn informiert. Kann der Gewinner nicht telefonisch erreicht werden, wird der jeweilige Gewinner über seine angegebene E-Mail Adresse oder Postanschrift über seinen Gewinn informiert. (2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich. (3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden. (4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass das Meet&Greet, Konzert oder die Veranstaltung durchgeführt werden kann, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz. (5) Ist aus zuvor nicht vorhersehbaren sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich den Besuch im Backstagebereich durchzuführen, besteht kein Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz (1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten. (2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes die Namen öffentlich bekannt gegeben werden, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face. (3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren. (4) Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle einsandten E-Mails wieder gelöscht.

§ 6 Sonstiges (1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar. (3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

Freiheit auf Solopfaden – Benjamin Boyce im Interview

Benjamin Boyce war in den 1990er Jahren Mitglied der niederländisch-englischen Boygroup Caught in the Act, die sich 1998 trennte. Wie Face2Face berichtete, feierten Caught in the Act an Silvester 2015 ihren Neubeginn, allerdings ohne Benjamin. Er widmet sich ganz seinen Soloprojekten und ist erfolgreich auf seiner „One man, one mission“-Tour unterwegs. Am Freitag, den 30. September, hat Benjamin, der sich mittlerweile in Köln zuhause fühlt, nun endlich seine neue Single „I‘m free“ veröffentlicht. Diese thematisiert seine Vergangenheit, für die er dankbar ist. Aber sie handelt auch davon, dass die Dinge sich weiterentwickeln müssen sowie seinem heutigen Gefühl von Freiheit.

Face2Face: Wie würdest du deine neue Single vom Klang her beschreiben?

Benjamin: Das finde ich ehrlich gesagt sehr schwer zu beschreiben. Eine Mischung aus Pop und House, würde ich sagen. Es gefällt mir. Der Produzent hat gut auf meinen Text gehört und hat die passenden Elemente reingebracht, damit der Song auch wirklich frei und offen klingt. Das höre ich darin. Ein echt schönes Gefühl.

Gut gelaunt: Sänger Benjamin Boyce (Foto: S. Holitzner)

Gut gelaunt: Sänger Benjamin Boyce (Foto: S. Holitzner)

Face2Face: Warum ist „I‘m free“ deiner Meinung nach hörenswert?

Benjamin: Für den einen wegen des Textes, für den anderen vielleicht wegen der schönen Melodie. Aber ich hoffe natürlich am meisten, dass es jedem rundum gefällt und dass andere einfach die Gefühle, die ich dabei habe, auch haben. Vor allem das Gefühl von Freiheit.

Face2Face: Ist bald auch ein neues Album von dir geplant?

Benjamin: Ich hoffe, dass ein neues Album kommen wird. Das ist ein bisschen abhängig davon, wie das jetzt mit der neuen Single weitergeht. Aber wir haben es auf jeden Fall vor.

Face2Face: An welchem Ort würdest du gerne noch einmal auftreten?

Benjamin: Ich finde es immer ganz toll, in Berlin aufzutreten. Berlin verbinde ich immer mit einem sehr schönen Gefühl, denn in Berlin hat der Erfolg damals mit Caught in the Act angefangen. Da haben wir auch „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ gedreht, kurz bevor wir zum ersten Mal ganz groß in den Charts rausgekommen sind. Das Erfolgsgefühl ist immer in Berlin. Aber ich freue mich natürlich auch immer sehr in Köln aufzutreten, weil das jetzt meine Heimatstadt ist.

Mehr Informationen zu Benjamin Boyce gibt es auf seiner Facebook-Seite und seiner Homepage.

Genial, weil‘s keiner braucht – Ein Interview mit den Gründern von Dubbe-Dabbe / Mit Gewinnspiel

Neu und schon Kult: Dubbe-Dabbe

Neu und schon Kult: Dubbe-Dabbe (Foto: Dubbe-Dabbe)

Wer dieses Jahr auf ein Weinfest geht kommt an ihnen nicht vorbei: Dubbe-Dabbe. Die kleinen, pinartigen Verzierungen für Gläser haben dieses Jahr in Rekordzeit einen Kultstatus erlangt. Face2Face sprach für euch mit den Gründern von Dubbe-Dabbe, Dennis Dick und Lars Palatinus, über ihre Dabbe, wie sie dazu kamen und warum Dinge, die kein Mensch braucht, oft die besten Ideen sind.

Face2Face: Lieber Dennis, lieber Lars, danke, dass ihr euch Zeit für uns nehmt, gerade mitten in den Weinfesten. Woher kennt ihr euch eigentlich?

Dubbe-Dabbe: Das darf man eigentlich keinem erzählen, das ist richtig kitschig. Wir haben uns in einem Möbelfachgeschäft 2011 kennengelernt, also schon vor vier Jahren. Unsere Frauen kennen sich schon länger und haben sich da zufällig getroffen. Wir sind ins Gespräch gekommen und wollten eigentlich mal was zusammen unternehmen. Wiedergesehen haben wir uns aber erst letztes Jahr, als Dennis geheiratet hat. Danach hat es dann auch mit dem Wiedertreffen geklappt.

Einfach genial: Dabbe für die Dubbe (Foto: Dubbe-Dabbe)

Einfach genial: Dabbe für die Dubbe (Foto: Dubbe-Dabbe)

Face2Face: Den Frauen sei Dank. Denn ohne Sie würde es Dubbe-Dabbe heute nicht geben. Aber was sind diese Dabbe genau und wie seid ihr dazu gekommen, sie zu produzieren und zu verkaufen?

Dubbe-Dabbe: Bei einem gemeinsamen Grillabend hat Dennis plötzlich davon geredet, dass er immer schon so ein paar Ideen gehabt hatte. Farbige Dubbegläser zum Beispiel, nur ist ihm da jemand zuvor gekommen. Und eben auch Glasmarkierer, die mit Saugnäpfen befestigt werden. Der Name war dann auch eine spontane Eingebung, die mit der Idee selbst kam. Lars war von der Vorstellung direkt begeistert und das Gespräch hat sich danach nur noch um die Idee „Dubbe Dabbe“ gedreht. Sehr zum Leidwesen unserer Frauen, die von unserem Gequatsche richtig genervt waren. Aus der Idee und dem Gequatsche wurde dann schnell Ernst und es ging zügig weiter. Die braucht ja eigentlich kein Mensch, aber genau solche Sachen sind die besten Ideen und Dennis hat einfach noch jemanden gebraucht, der sich begeistern konnte. Dann haben wir angefangen zu basteln, bis die Dubbe-Dabbe so waren, wie wir sie wollten. Jetzt sitzen die Rohstoffe fest zusammen und haben eine optimale Haftung. Dafür haben wir verschiedene Rohstoffe ausprobiert, bis wir die beste Zusammensetzung hatten. Der nächste große Kampf war die Frage des Papiers für die Designs, bis wir auf Fotopapier gekommen sind, um die beste Farbqualität zu erzielen.

Face2Face: Das klingt ziemlich zeitaufwendig, dabei habt ihr doch auch feste Berufe. Was macht ihr, wenn ihr keine Dubbe-Dabbe herstellt?

Dubbe-Dabbe: Dennis arbeitet im öffentlichen Dienst in Ludwigshafen am Rhein und Lars bei einer IT-Tochterfirma eines Chemie-Konzerns, ebenfalls in Ludwigshafen. Das sind beides sehr gute Berufe, sodass Dubbe-Dabbe für uns auch finanziell kein Risiko war, sondern vor allem Spaß gemacht hat und weiterhin macht. Wär’s schief gegangen, wäre es auch egal gewesen und wir hätten genug Dabbe für uns selbst gehabt.

Glasmarkierer: Nicht nur für Dubbe-Gläser (Foto: Dubbe-Dabbe)

Glasmarkierer: Nicht nur für Dubbe-Gläser (Foto: Dubbe-Dabbe)

Face2Face: Euch gibt es jetzt ein halbes Jahr und ihr seid mitten in der Weinfestzeit angelangt. Wie läuft das Geschäft?

Dubbe-Dabbe: Das mit den Weinfesten ist etwas schwierig, weil wir als Kunsthandwerker selbst nicht ausstellen können, sondern einen Winzer brauchen, bei dem wir uns dazu stellen können. In Forst hat das zum Beispiel sehr gut geklappt. Die Dubbe-Dabbe kamen super an, die Leute kamen mehrmals und haben auch nach uns gefragt und unser Bestand war danach richtig leergekauft. Wir sind da auch schnell in eine Kult-Ecke gekommen. Die Dubbe-Dabbe wurden auf den verschiedenen Festen wiedererkannt, was uns wirklich sehr zufrieden macht. Unterstützt haben uns dabei Dennis‘ Frau und Lars‘ Freundin, weil wir allein gar nicht alle Termine hätten wahrnehmen können. Auf jeden Fall haben wir für die nächste Saison viel gelernt.

Face2Face: Das klingt, als wären Dubbe-Dabbe ein richtiger Trend. Wie kommt ihr eigentlich auf eure Designs?

Neuer Trend? Jeder will sie haben (Foto: Obermann)

Neuer Trend? Jeder will sie haben (Foto: Obermann)

Dubbe-Dabbe: Wir haben vordefinierte Designs und solche, die der Kunde selbst gestalten kann. Die Ideen für unsere vordefinierten Dubbe-Dabbe kommen aus tausend verschiedenen Ecken. Zuletzt wollte jemand zum Beispiel „Schorlegewitter“ als selbst gestalteten Dubbe-Dabbe haben. Wir haben das gemacht und fanden es so gut, dass wir gefragt haben, ob wir die Idee verwenden dürfen. Da sind wir sehr vorsichtig, weil Urheberrecht natürlich auch für uns gilt. Aber „Schorlegewitter“ ist jetzt bei unseren vordefinierten Designs dabei. Natürlich haben wir noch viele andere Ideen, aber wir wollen die Auswahlmöglichkeiten auch nicht zu schnell zu sehr wachsen lassen.

Face2Face: Noch mehr Arbeit. Wie schafft ihr das eigentlich neben euren „normalen“ Berufen?

Dubbe-Dabbe: Das ist schon manchmal schwer zu kombinieren. Durch unsere Arbeitszeiten gibt es Wochen, in denen wir uns kaum sehen. Darum haben wir die Produktion selbst auch weitestgehend abgegeben und an die Diakonissen Speyer-Mannheim abgegeben, in deren Werkstätten behinderte Menschen beschäftigt werden können und wir sind sehr zufrieden damit. Drucken müssen wir allerdings immer noch selbst, weil wir da einfach noch die beste Qualität der Bilder herausholen. Ansonsten ist Dubbe-Dabbe momentan noch nicht mal ein Nebenverdienst, sondern macht vor allem Spaß und wir sind gespannt, die Idee weiterzuverfolgen.

Face2Face: Der Herbst naht. Was wird aus Dubbe-Dabbe, wenn die Weinfestzeit vorüber ist?

Dubbe-Dabbe: Wir relaxen dann erst mal und genießen unsere Freizeit. Wahrscheinlich werden wir Werbepartner suchen und einiges vorbereiten, unseren Bestand aufbauen und Weinmessen besuchen. Mit den farbigen Dubbegläser haben wir schon ganz früh eine Partnerschaft aufnehmen können. Die sind von selbst an uns heran getreten, was uns wahnsinnig gefreut hat. Erst mal wollen wir aber wirklich die Füße hochlegen und realisieren, was aus unserer Idee seit Beginn der Umsetzung im Februar geworden ist.

Der erste Streich? Die Jungs von Dubbe-Dabbe haben noch viel vor (Foto: Dubbe-Dabbe)

Der erste Streich? Die Jungs von Dubbe-Dabbe haben noch viel vor (Foto: Dubbe-Dabbe)

Face2Face: Viel Zeit zum Planen also. Habt ihr denn noch mehr Ideen, die ihr umsetzen wollt?

Dubbe-Dabbe: Erst mal wollen wir weitere Partner finden. Auch denken wir über eine größere Version unserer Dabbe nach, die dann auf einen Maßkrug passen. Generell ist alles, wo Dubbe drauf sind, ein potentieller Markt für Dubbe-Dabbe. Außerdem sind wir noch auf der Suche nach selbstleuchtenden Farben, sodass die Dabbe im Dunkeln leuchten können.

Face2Face: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg mit euren Dubbe-Dabbe.

Wer sich ein Bild von den Dubbe-Dabbe machen will, kann am Freitag den 04.09.2015 und Sonntag den 06.09.2015 in Wachenheim im Weingut Manz Dennis und Lars an ihrem Stand besuchen. Außerdem habt ihr jetzt die Möglichkeit, exklusiv auf Face2Face drei tolle Preis zu gewinnen. Als Hauptpreis gibt es ein farbiges Dubbeglas mit drei Dubbe-Dabbe, als zweiter Gewinn winkt ein farbiges Dubbeglas und der dritte Gewinner kann sich auf drei brandneue Dubbe-Dabbe freuen.

Was ihr dafür tun müsst: Schreibt bis Mittwoch, den 30. September 2015, 23:59 Uhr eine E-Mail an eva-maria.obermann@face2face-magazin.de mit eurer neuen Dabbe-Designidee. In der Mail enthalten sein sollte euer Vor- und Nachname sowie eine gültige Adresse für den Versand. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt via Mail.

Nutzungsbedingungen

§ 1 Gewinnspiel (1) Das Gewinnspiel wird von der Online-Zeitschrift Face2Face durchgeführt.

§ 2 Teilnahme (1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. (2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-mailadresse schreibt und dort ihren Namen bzw. die Namen der möglichen Gewinner hinterlässt. (3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen. (4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel (1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich die Online-zeitschrift Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen. (2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden. (3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden. (4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht. (5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht am möglichen Gewinn berücksichtigt werden. (6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung (1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per Telefonanruf, über den schriftlichen Postweg oder E-Mail über ihren Gewinn informiert. Kann der Gewinner nicht telefonisch erreicht werden, wird der jeweilige Gewinner über seine angegebene E-Mail Adresse oder Postanschrift über seinen Gewinn informiert. (2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich. (3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden. (4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass das Meet&Greet, Konzert oder die Veranstaltung durchgeführt werden kann, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz. (5) Ist aus zuvor nicht vorhersehbaren sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich den Besuch im Backstagebereich durchzuführen, besteht kein Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz (1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten. (2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes die Namen öffentlich bekannt gegeben werden, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face. (3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren. (4) Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle einsandten E-Mails wieder gelöscht.

§ 6 Sonstiges (1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar. (3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

Tipps zum Nähen eines Eulen-Kissens / mit Gewinnspiel

Eulen sind momentan schwer in Mode. Die Tiere, die in der Mythologie für Weisheit stehen, finden sich derzeit überall: Auf Kaffeetassen, Grußkarten oder Bettwäsche. Deswegen bietet es sich an, ein Eulen-Kissen als ganz persönliches Geschenk zu nähen. Wie ihr das schafft, verraten wir euch heute.

 Ihr braucht:

  • ein großes Stück Stoff (je nach gewünschter Größe der Eule) doppelt gelegt
  • für die Flügel ein kleineres Stück Stoff das zum ersten passt
  • entweder ein Stück roten oder orangen Stoff (je nach Farbe der anderen Stoffe) für den Schnabel
  • weißen und schwarzen Filzstoff für die Augen
  • Füllwatte
  • Stoffkleber
  • Schere, Stift, Nadel und Faden

Schritt 1: Eulenkörper

Zunächst malt ihr auf das große Stück Stoff eure Eule auf. Das geht ganz einfach und erfordert keine große künstlerische Begabung. Einfach zwei Dreiecke als Ohren malen und mit einem nach unten gebogenen Halbkreis verbinden. Dann die Ohren jeweils mit einem seitlichen Halbkreis zum Hals verbinden und einen großen Kreis als Bauch dazu zeichnen. Vorlagen dazu findet ihr auch im Internet.

Dann den Stoff mit der Schere zuschneiden. Achtet dabei darauf, dass der Stoff doppelt liegt und ihr am Ende zwei getrennte, dafür aber gleiche Teile für die Vorder- und Rückseite der Eule besitzt. Diese müsst ihr nun zusammennähen, was vor allem an den Ohren etwas schwierig ist. Am besten lasst ihr am unteren Ende der Eule eine etwa handgroße Öffnung frei, um die Eule später mit Füllwatte auszustopfen. Dann die zusammengenähten Teile durch die Öffnung auf links drehen, damit die Nähte verschwinden, die Eule füllen und die Öffnung zunähen. Fertig ist der Eulenkörper.

Verschiedene Größen: Ihr selbst bestimmt, wie groß eure Eule sein soll (Foto: Möller)

Verschiedene Größen: Ihr selbst bestimmt, wie groß eure Eule sein soll (Foto: Möller)

Schritt 2: Flügel

Für die Flügel das kleinere Stück Stoff doppellagig hinlegen und mit dem Stift ein längliches Oval aufmalen. Richtet euch bei der Größe des Ovals an eurem Eulenkörper. Die Flügel sollten nicht zu klein sein, dafür aber auch nicht größer als der restliche Körper. Anschließend schneidet ihr den Stoff zu und solltet nun zwei gleiche, voneinander getrennte Flügel haben. Bei diesen könnt ihr nun die Ränder umklappen und abnähen, damit sie nicht ausfransen. Anschließend die Flügel mit dem Textilkleber auf den Eulenkörper kleben. Das ganze solltet ihr gut trocknen lassen.

Schöne Geschenke: Selbstgemacht Eulen-Kissen kommen immer gut an (Foto: Möller)

Schöne Geschenke: Selbstgemacht Eulen-Kissen kommen immer gut an (Foto: Möller)

Schritt 3: Augen und Schnabel

Für die Augen müsst ihr zunächst aus dem weißen Filzstoff eine Acht ausschneiden und anschließend aus dem schwarzen Filzstoff zwei kleine, runde Punkte. Dann klebt ihr jeweils einen schwarzen Punkt als Pupille in jeweils eine der Achter-Bäuche und klebt diese dann auf den Kopf der Eule. Anschließend malt ihr ein spitzes Dreieck auf den roten oder orangen Stoff und schneidet dieses aus. Nur noch die Ränder abnähen und mit der Spitze nach unten unter die Eulenaugen kleben und schon ist die Trend-Eule fertig. Viel Spaß beim Nähen.

Vorschau: Nächste Woche gibt es einen neuen Teil unserer Hausmittelserie.

Zu gewinnen:

Wer nicht genug bekommt von süßen Tieren und Näharbeiten, für den ist unser Gewinnspiel genau das richtige: Die Tipps&Tricks-Redaktion verlost exklusiv drei Filzpakete zum Basteln eines Esel- oder Kuh-Anhängers.

Was ihr dafür tun müsst: Schreibt bis Sonntag, den 30. Oktober 2014, 23:59 Uhr eine E-Mail an guelcin.onat@face2face-magazin.de. In der Mail enthalten sein sollte euer Vor- und Nachname sowie eine gültige Adresse für den Versand. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt via Mail.

Nutzungsbedingungen

§ 1 Gewinnspiel (1) Das Gewinnspiel wird von der Online-Zeitschrift Face2Face durchgeführt.

§ 2 Teilnahme (1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. (2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-mailadresse schreibt und dort ihren Namen bzw. die Namen der möglichen Gewinner hinterlässt. (3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen. (4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel (1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich die Online-zeitschrift Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen. (2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden. (3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden. (4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht. (5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht am möglichen Gewinn berücksichtigt werden. (6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung (1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per Telefonanruf, über den schriftlichen Postweg oder E-Mail über ihren Gewinn informiert. Kann der Gewinner nicht telefonisch erreicht werden, wird der jeweilige Gewinner über seine angegebene E-Mail Adresse oder Postanschrift über seinen Gewinn informiert. (2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich. (3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden. (4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass das Meet&Greet, Konzert oder die Veranstaltung durchgeführt werden kann, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz. (5) Ist aus zuvor nicht vorhersehbaren sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich den Besuch im Backstagebereich durchzuführen, besteht kein Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz (1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten. (2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes die Namen öffentlich bekannt gegeben werden, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face. (3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren. (4) Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle einsandten E-Mails wieder gelöscht.

§ 6 Sonstiges (1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar. (3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

Preview: Oktober 2014

Der September geht zuende, der goldene Oktober beginnt. Zeit auf den vergangenen Monat bei Face2Face – eurem Onlinemagazin zurückzuschauen und euch zu verraten, was euch im Oktober bei uns erwartet.

Im vergangenen Monat berichtete Face2Face unter anderem von Koalas, „Rakeden“ und zeigte euch, was ihr dieses Jahr von der Eishocky-Saison erwarten dürft.

Im Oktober berichtet unsere Sport-Redaktion von der Volleyball-Weltmeisterschaft der Frauen und die Reise Rubrik entführt euch zum wandern nach Island. In der Kolumne könnt ihr einen Bericht über den Hauskauf lesen und die Technik-Redaktion verrät euch wie ihr Audio & Video einfach synchronisieren könnt.

Unsere Tier&Umwelt-Redaktion beschäftigt sich im Oktober mit einem Reisebericht über den Tierschutz in Rumänien und die Tipps&Tricks-Mädels zeigen euch, wie ihr schöne Eulen-Kissen selber nähen könnt. Unsere Musik Rubrik berichtet im nächsten Monat über das Bürgerradio Rheinwelle und im Panorama könnt ihr ein Interview mit „Original Unverpackt“  lesen, einem Supermarkt, in dem es keiner Verpackungen gibt.

Auch zwei tolle Gewinnspiele findet ihr momentan bei Face2Face. In der Tipps&Tricks-Redaktion könnt ihr seit dem 28.9. drei Salat & Go Boxen von Tupperware sowie ab dem 5.10 drei Filzpaket für Esel&Kuh-Anhänger gewinnen. Viel Glück und viel Spaß bei Face2Face im Oktober.

Viel Spaß bei Face2Face! Wenn ihr Anmerkungen oder Kritik habt, dürft ihr uns natürlich jederzeit schreiben.

Ihr möchtet auf eurer Facebook-Startseite immer die aktuellsten Face2Face-Artikel angezeigt bekommen? Dann liked unsere Facebook-Seite!

Spiel das ab, Scotty!

Eine Rakete ist laut Wikipedia.org „ein Flugkörper mit Rückstoßantrieb der während des Betriebs unabhängig von externer Stoffzufuhr ist und daher auch im luftleeren Raum beschleunigen kann“. Würde man diese Beschreibung umändern und beispielsweise eine Band als Rakede (man bemerke den gewollten Unterschied im Namen) bezeichnen, dann muss diese Band in der Lage sein, angefeuert mit der Kraft ihrer Triebwerke den Zuhörer zu packen und mit ihm so hoch zu fliegen, sodass dieser im luftleeren Raum (also in der Konzerthalle) völlig allein von der Musik in seinem eigenen Kosmos autark leben kann.
Nun gibt es rein zufällig eine Band mit dem Namen „Die Rakede“, zu der diese Beschreibung perfekt passt.
Die Jungs, die sich selbst als Triebwerke bezeichnen, schaffen ihren eigenen Sound, der Hip-Hop-, Reagge- und Dubstepelemente und vor allem eine große Portion Überraschung bei jedem Song enthält. Sei es, dass im Stile von Alex Clare ein Lautsprecher-zerreißendes Dubstepelement auf feine Gitarrenakkorde folgt oder dass ein anfänglicher Reagge-Song sich zu einer Sommerhymne zum Tanzen hochschaukelt, die Triebwerke wissen genau, welche Knöpfe sie zur richtigen Stimmungsrichtung drücken müssen. Versucht man den Klang der Band einzuordnen, dann stehe die Rakede im Vorgarten eines Deichkindes, dass fröhlich mit seinen Seeeds spielt. Durch zahlreiche eigene Konzerte, Auftritte auf verschiedenen Festivals und Fernsehshows, stehen die Triebwerke am Rande des Sprungs zu größeren Bekanntheit.

Diese Faktoren reichten auf jeden Fall aus, um sich die Neugier der Musikredaktion von Face2Face zu sicher:

Face2Face: Erst einmal die wichtigste Frage: Wie geht es euch Jungs?
Rakede: Uns geht’s gut, danke der Nachfrage.

Face2Face: Auf der Website eures Labels „Warner Music“ steht, dass 2006 auf einer nächtlichen Zugfahrt von Berlin nach Köln die „Rakede“ gegründet wurde. Wie kam es denn zu der Gründung und war auf dieser Zugfahrt irgendetwas Besonderes?
Rakede: Genau genommen wissen wir es nicht, denn wir waren nicht dabei. Die damaligen Triebwerke 2 und 3 haben den Zugfahrt-Mythos geschaffen und später sich wieder von Bord genommen.
Dazu muss man wissen: Einen Triebwerkposten „besitzt“ man nicht, man erfüllt ihn nur solange man fit genug ist – wie der Kapitän der Nationalelf oder die King’s Singers. Anfang 2013 war das gesamte Schiff in einem ziemlich rostigen Zustand und Triebwerk 1 und (das heutige) Triebwerk 2 haben das Ding mit viel Energie wieder aufpoliert – Das hat bis in dieses Jahr hinein gedauert; eine Neugründung 2014 gewissermaßen.

Musikalische Kosmonauten: 2 Triebwerke der Rakede - Der Rest ist noch nicht gelandet (Foto: Rakede)

Musikalische Kosmonauten: 2 Triebwerke der Rakede – Der Rest ist noch nicht gelandet (Foto: Rakede)

Face2Face: Durch das Tischkonzert eures Songs „Bitte Bitte“ 2013 habt ihr gezeigt, dass ihr auch akustisch sehr stark seid. Habt ihr denn vor noch ein paar Tracks auf diese Art zu remixen? Sprich: Gibt es denn bald weitere kleine Tischkonzerte?
Rakede: Wir haben nicht vor, hauptberufliche Tischklopfer zu werden, so schön das auch war. Aber wir suchen immer nach Neuem – und das nicht nur „unplugged“: Wir werden uns weiter selbst covern, unsere Songs remixen, auflegen, umstricken. Einerseits weil es uns Freude macht, besonders aber, um auf unser Debut-Album aufmerksam zu machen, das wir im November rausbringen und auf das wir uns sehr freuen.

Face2Face: Der Hype zu dem Video war im November 2013 in Medien sehr präsent. Würdet ihr sagen, dass diesen Bekanntheitsschub gut nutzen konntet?
Rakede: Natürlich hat die Aufmerksamkeit uns weitergebracht. Wir hatten ein paar TV-Auftritte und eine gute Handvoll neuer Fans. Andererseits hat das Tischkonzert verhältnismäßig wenig mit unserem Album zu tun und daran hängt unser Herz nun einmal am meisten.
Deshalb hieß und heißt es: Entspannt bleiben. Wir wollten keinen nervösen Verkaufs-Anfall bekommen, in dem wir jedem, der das Tischvideo mag T-Shirts, Buttons und Konzertkarten andrehen wollen. Wer mag, darf das allerdings natürlich tun.
Man kann das gesamte Album auf Soundcloud hören. Vorbestellungen helfen uns sehr, alleine das Reinhören auch schon!

Face2Face: Ihr habt tolle Features auf eurem „Ja…aber was, wenn alles klappt“-Album: Bei „Bitte bitte“ und „Volldampf“ ist Samy Deluxe mit an Bord und bei „St. Tropez“ arbeitet ihr mit Frank Dellé von Seeed. 1. Wie kam es dazu und 2. Wie war denn die Zusammenarbeit?
Rakede: Die Zusammenarbeit mit Samy war ungefähr so, wie man sich das vorstellen würde. Wir haben damals Aufnahmen in seinem Studio gemacht und uns im Zuge dessen immer wieder gegenseitig über die Schulter geschaut. Manchmal ist dabei dann etwas rausgekommen, wie die beiden Features. Die Zusammenarbeit mit Dellé war da eher futuristisch. Wir haben uns tatsächlich nie getroffen. Norbert von Downbeat hat ihm den Song gezeigt und Dellé war so angetan, dass er „ungefragt“ eine Strophe über den Instrumentalteil gesungen hat – Fanden wir gut und haben wir so genommen.

Face2Face: Über euren Sound wurde ja schon viel geschrieben: Ihr habt Pop, Reagge, Hip-Hop und Dubstep-Elemente in euren Songs. Was kann man nun für das Album, das im November 2014 erscheinen wird, erwarten? Bleibt ihr diesem Stil-Mix treu oder erweitert ihr ihn sogar?
Rakede: Wir hatten keine Vision von unserem eigenen Sound. Wir wussten nur, dass wir
alles tun würden, das Beste aus uns raus zu holen. Nur unser Geschmack, der nochmal
breiter gefächert ist als die Einflüsse die man letztlich benennen kann, und unsere handwerklichen Fähigkeiten – wie wir produzieren, welche Instrumente wir spielen – waren formgebend. Insofern kann man nicht von Stil¬treue sprechen. Ich denke, wenn man das Album hört, dann ist ein roter Faden und ein eigenständiger Charakter hörbar, ohne das man nach dem dritten Song schon erahnen kann, wie die nächsten neun klingen werden. Natürlich können auch wir das Rad nicht neu erfinden, klingen wie wir klingen, und sind wie wir sind, aber unsere Grundmotivation ist, ständig besser zu werden in dem was wir tun, und ich glaube das schützt ein wenig davor, uns selbst zu wiederholen, oder sich von vorn herein zu definieren und sich Genre bedingte Grenzen aufzuerlegen.

Face2Face: Diese Frage betrifft nun jeden Einzelnen: Gibt es DIR ein Lied das rückblickend DEINEN Musikgeschmack geprägt hat? So einen All-Time-Favoriten? Und wenn ja, welches Lied ist es und warum?
Rakede: TW1: Es gab da ein paar fette Blitzeinschläge: „We Are the Champions“ von Queen hat mich als 6 jähriger, der zu Hause nur Klassik gewöhnt war komplett geflasht, später dann „Black or White“ von Michael Jackson. Und noch später, als nach Düsternis suchender Teenager „Unforgiven“ von Metallica und überhaupt das ganze Black Album.
TW2: Einen einzelnen Song zu wählen kann ich nicht, davon gibt es zu viele. Wenn es um Alben geht, tu ich mich da leicht: Am meisten geprägt hat mich definitiv Tool¬ – Lateralus. Musik, die einen weiterdenken und reflektieren lässt und nicht nur an der Oberfläche kratzt, sowas mag ich.
TW3: Für mich war „High Way to Hell“ von AC/DC der Song, der sofort nach dem Auftakt des Gitarrenriffs, mein Leben mit 12 Jahren veränderte. Als ich hörte wie der Drummer anfing den Beat zu spielen wurde mir die Funktion von meinem Instrument kristallklar. Die Disziplin mit der er jeden Schlag spielte, so als hätte es vor ihm keinen anderen Drummer auf dieser Welt gegeben, der seine Absicht so deutlich machen wollte und konnte.
TW4: Also ich hätte da eins, weiß zwar nicht in wie fern das meinen Musikgeschmack geprägt hat aber jut…Europe – The Final Countdown. Das war jedenfalls das erste Mal das ich eine Band quasi richtig wahrgenommen hab und ich war total geflasht als ich die im Fernsehen bei Formel Eins live gesehen habe. Ich habe wahrscheinlich meine Eltern auch tierisch genervt wenn ich zum tausendsten Mal die Platte aufgelegt hab und in Fantasieenglisch mitgesungen hab. Da war ich ungefähr 7…

Face2Face: Eure Tour beginnt am 12. September auf dem Soundgarden Festival in Bad Nauheim. Habt ihr eine Art Ritual, dass ihr vor einem Konzert immer durchführt?
Rakede: Ausladen, schleppen, aufbauen! Nein im Ernst, diese automatisierten Abläufe, die einfach dazugehören, haben tatsächlich etwas fokussierendes und gelten für uns schon als Ritual. Direkt vorm Auftritt reicht meistens ein High¬five.

Face2Face: Wie erklärt ihr einem ahnungslosen Vielleicht-Rakede-Konzertbesucher, was euch von anderen Bands abgrenzt und warum er unbedingt mit der Rakede auf einem Konzert mitfliegen muss?
Rakede: Erstmal vorweg, um nicht zu selbstverliebt zu klingen: Es gibt auch andere
gute Bands. Ein Rakedekonzert ist schon was ziemlich eigenes und ich glaube, es gelingt uns gut, Elektronik mit live-Instrumenten auf die Bühne zu bringen. Außerdem – hoffen wir – merkt man uns auch an, dass wir vom ersten bis zum letzten Ton alles selber machen, voll hinter dem stehen was wir tun, und das Glück haben, mit sehr talentierte Musikern auf der Bühne zu stehen.

Face2Face: Was dürfen wir von der Rakede demnächst noch erwarten?
Rakede: Erstmal wird’s wundervolle Musikvideos, ein paar kleine Specials und die Club¬tour im Dezember geben. Musikalisch entwickeln wir uns stetig weiter, viele kleine Ideen schwirren schon rum, die gerade beginnen in ein nächstes Album zu münden.

Vielen Dank! Wenn ihr mehr über die Jungs von Rakede erfahren wollt, dann klickt am besten hier.

Vorschau: Nächstes Mal an dieser Stelle erwartet euch ein Review zum Mixtape „Hardcore“ von Lil Kim!

Überzeugungstäter – Interview mit der Band Soundition

Sie sind „Überzeugungstäter“ in Sachen mitreißende Live-Shows, gute Musik und klasse Unterhaltung: Die Ska- und Reggae-Band Soundition aus der Rhein-Neckar-Region. „Überzeugungstäter“ heißt auch ihr erstes Studioalbum, das sie letztes Jahr veröffentlichten. Doch nicht nur ihr Album überzeugt: Vor allem live begeistern die sieben Jungs ihr Publikum. Das merkte unter anderem auch Xavier Naidoo, der sich beim Wettbewerb „Söhne suchen Support“ – bei dem Soundition 2010 den zweiten Platz belegte – äußerst positiv über die Band äußerte. Die Musik-Redaktion hat die Band bestehend aus Mr. Frogg, Earl Tom, C-Bone, Hagman, Van Nilsen, Magic Matt und Tom Tom jetzt zum Interview gebeten.

Face2Face: Was war euer schönstes Konzert?

Soundition: Jedes Konzert hat natürlich für sich immer seine eigene Magie und es ist schwer dort wirklich eine ‚Bestenliste‘ aufzustellen. Ein Highlight ist aber definitiv jedes Jahr unser Jahresabschlusskonzert in unserer Homelocation, dem Café Central in Weinheim. Das wird auch dieses Jahr wieder der Hammer!

Überzeugungstäter: Die Jungs von Soundition (Foto: Soundition)

Überzeugungstäter: Die Jungs von Soundition (Foto: Soundition)

Face2Face: Was bedeutet euer Album „Überzeugungstäter“ für euch?

Soundition: Dieses Thema ist schön kontrovers und sehr subjektiv. Für manche heißt es, zu machen, worauf man Bock hat, weil das einen in ungeahnte Höhen treiben kann. Und wenn man dafür Kritik bekommt, kann man diese nutzen, um noch weiter zu reifen. Unreflektierte Überzeugung kann allerdings auch sehr schädlich sein – im Endeffekt macht die Dosis und der Umgang damit das Gift.

Face2Face: Wie kommt man  auf die Idee eine Ska- und Reggae-Band zu gründen?

Soundition: Das mag mit unserer Heimat Weinheim zu tun haben. Dort gibt es mittlerweile eine Art Ska- und Reggaetradition. Im Grunde waren wir aber einfach ein paar junge Leute, die Bock hatten, Musik zu machen, die abgeht. Nach ein paar Proben war dann klar, dass bei uns die meiste Energie frei gesetzt wird, wenn wir genau diesen Stil verfolgen.

Face2Face: Wenn ihr gerade mal nicht musikalisch unterwegs seid, was macht ihr dann?

Soundition: Vier von uns studieren in Mannheim, Heidelberg und Mainz. Der Rest ist berufstätig. Wirklich im Musikbusiness sind nur zwei von uns gelandet.

Vor allem Live ein Erlebnis: Soundition auf der Bühne (Foto: Soundition)

Vor allem Live ein Erlebnis: Soundition auf der Bühne (Foto: Soundition)

Face2Face: Ihr habt für euer Album ja auch ein Fotoshooting gemacht. Hat das Spaß gemacht?

Soundition: Klar. Es macht immer Spaß, wenn die Truppe zusammenkommt und wir gemeinsam was auf die Beine stellen!

Face2Face: Was grenzt euch eurer Meinung nach von anderen Bands ab?

Soundition: Die Selbstverständlichkeit. Soundition war nie Schubladenmusik und wird es wohl nie sein. Wenn wir morgen Bock auf Jazz oder Rap haben, wird’s einfach gemacht und fertig. Reggae ist nur das Grundkonzept beziehungsweise der kleinste gemeinsame Nenner. Für uns ist es auch nicht wichtig, eine Zielgruppe anzusprechen oder zu zeigen, was für krasse Künstler wir doch sind. Wir machen einfach Musik und Etiketten wie „Kunst“, „Kult“ oder Ähnliches kleben andere drauf.

Face2Face: Was steht in Zukunft noch für Soundition an?

Soundition: Abgehen und vielleicht den ein oder anderen Hörer überraschen. Zwischen den Jahren steht auch wieder unser alljährliches Konzert in Weinheim an. Ansonsten schreiben wir gerade an einer ganzen Reihe neuer Songs. Sobald die fertig sind, werden wir sie natürlich veröffentlichen. Die Planungen für die Konzerte im nächsten Jahr laufen auch schon auf Hochtouren. Wer ab und zu auf unserer Homepage oder bei Facebook vorbei schaut, wird auf jeden Fall auf dem Laufenden gehalten und wird nichts verpassen.

Face2Face: Vielen Dank für das nette Interview!

Übrigens kann man viele der tollen Soundition-Songs kostenlos auf ihrer Website anhören und sich die neusten Tour- und Auftrittsinformationen holen. Reinschauen lohnt sich!!

Vorschau: Nächste Woche lest ihr ein Review zum Amsterdam Music Festival.

Gewinnspiel Soundition:

Wollt ihr eine CD oder ein T-Shirt von Soundition gewinnen? Face2face verlost 2 Fanpakete. Einfach bis zum 9.11. 23.59 Uhr den Artikel liken und ein Kommentar verfassen, warum ihr das Fanpaket bekommen solltet.  Die Gewinner werden im Anschluss benachrichtigt und bekommen ihr Fanpaket zugeschickt. Viel Glück!

Nutzungsbedingungen

§ 1 Gewinnspiel
(1) Das Gewinnspiel wird von der Online-Zeitschrift Face2Face durchgeführt.

§ 2 Teilnahme
(1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
(2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie die Facebook-Seite von Tillas Kreativstübchen liked sowie einen Satz aus obigem Interview an Tillas Pinnwand postet, der dort noch nicht von einem anderen Teilnehmer gepostet wurde.
(3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen.
(4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel
(1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich die Online-Zeitschrift Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen.
(2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden.
(3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des Weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden.
(4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht.
(5) Bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung
(1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per Facebook über ihren Gewinn informiert. Kann der Gewinner auch beim zweiten Kontaktversuch nicht erreicht werden, wird der Gewinn erneut zwischen den übrigen Teilnehmer ausgelost.
(2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich.
(3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden.
(4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass das Meet&Greet, Konzert oder die Veranstaltung durchgeführt werden kann, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz.
(5) Ist aus zuvor nicht vorhersehbaren sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich den Besuch im Backstagebereich durchzuführen, besteht kein Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz
(1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der im Impressum angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten.
(2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes die Namen öffentlich bekannt gegeben werden, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face.
(3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren.

§ 6 Sonstiges
(1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
(2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar.
(3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

3 Tage + 4 Bühnen + 50 Künstler = Maifeld Derby

Am vergangenen Wochenende hieß es in großen Teilen Deutschlands “Land unter!“ und auch unser sonst so sonnenverwöhnter Südwesten blieb nicht verschont. Doch das schreckte die Festivalbesucher des nun schon dritten Maifeld Derbys auf dem Mannheimer Maimarktgelände nicht ab. Im Gegenteil – die Gummistiefel und Regencapes wurden ausgepackt und dem Sommer, der sich eher anfühlte wie November, wurde gehörig getrotzt. Wo sonst zukünftige Eigenheimbesitzer in der Fertighaussiedlung schlendern und die Mannheimer Oberschicht Hutgrößen beim Pferderennen vergleicht, wurden für drei Tage wieder die Zelte aufgeschlagen, um auf dem kleinen aber feinen Festival zu feiern und zu tanzen. Dass das Festival mittlerweile jedoch seine Wellen auch außerhalb Mannheims gezogen hat, war deutlich an der ansteigenden Besucherzahl zu merken – somit leider auch an diversen Schlangen an Klo, Essenstand oder an der seit diesem Jahr neuen „Derbydollar“ Ausgabe.

Großer Matsch: Der Regen war unser ständiger Begleiter (Foto: face2face)

Großer Matsch: Der Regen war unser ständiger Begleiter (Foto: face2face)

Der ein oder andere Festivalbesucher war am Freitag vorerst verärgert, denn langes Schlangestehen im strömenden Regen erwartete ihn am Einlass. Umso mehr verzauberte der erste Headliner Daughter aus England die Menge im regenfreien Palastzelt und machte die leicht genervte Stimmung wieder wett. Die Frontsängerin Elena Tonra faszinierte mit ihrer zerbrechlichen, einzigartigen Stimme und ihrer zurückhaltend-charmanten Art. Doch nicht nur fürs Publikum, sondern auch für die Veranstalter war Daughter ein ganz besonderer Fang, denn sie hatten sich die aktuell sehr beliebte Band schon seit dem ersten Maifeld Derby als Act gewünscht. Damit bewiesen die Veranstalter wieder mal ihr musikalisches Gespür, denn mit ihrem melancholischen, geheimnisvollen Folk-Rock trafen Daughter mitten ins Herz und waren ein Highlight des dritten Maifeld Derbys.

Ein weiteres Highlight am Freitag waren CocoRosie. Die schon 2003 gegründete Band zweier Schwestern lieferte nicht nur eine beeindruckende Show für die Ohren sondern auch für die Augen ab. Ihre Musik ist kaum in Worte zu fassen, so vielfältig ist sie. CocoRosie kombinieren klassischen Operngesang und kindlichen Fantasiegesang mit elektronischen Klängen und Hip Hop Beats. Zudem spielen die Schwestern noch Instrumente wie Flöte und Harfe. Für die Hip Hop Beats sorgte auf beeindruckende Weise der Livebeatboxer TEX, eine Hip Hop Tänzerin im Tütü untermalte zwischendurch die Show mit Tanzeinlagen. Die Energie der Band übertrug sich schnell auf das Publikum, das sichtlich angetan war.

Auch am weniger verregneten Samstag versammelte sich eine beachtliche Menge im Palastzelt für den Headliner Efterklang. Die Dänen sind ebenfalls Künstler der interessanten musikalischen Mischung, so fanden sich in ihrem Repertoire poppige, rockige und elektronische Einflüsse, natürlich alles mit Liveband. Da der Skandinavier an für sich sehr stilbewusst ist, war es nicht sehr wunderlich, dass Efterklang auch optisch einiges hermachte – mit Fliege und perfekt sitzendem Sakko präsentierte sich die Band dem Mannheimer Publikum. Obwohl alles zu stimmen schien, sprang die Stimmung nicht vollständig auf die Zuhörer über.

Die Jungs aus Landau: Sizarr (Foto: wobbe)

Die Jungs aus Landau: Sizarr (Foto: wobbe)

Bei der Band Sizarr sprang die Stimmung allerdings schon eher auf das Publikum. Die Landauer Jungs, die zurzeit in Mannheim wohnen, hatten auf dem Maifeld Derby ein Heimspiel und überzeugten die Menschen im Palastzelt durch die Lieder ihres Debutalbums Psycho Boy Happy. Man merkte den Künstlern durch ihre Interaktionen mit dem Publikum an, dass auch sie Spaß an dem Konzert hatten.

Aber auch für Literaturfans gab es verschiedene Angebote: So las zum Beispiel MC Rene aus seinem Buch vor. Der Hip Hop-Star aus den 90ern hatte vor drei Jahren sein gesamtes Hab und Gut verkauft und reist seitdem mit einer Bahncard 100 durch Deutschland. Seine Erfahrung aus diesen Reisen und seiner Arbeit in einem Callcenter beschreibt er in dem Buch Alles auf eine Karte.  MC Rene, der mit bürgerlichem Namen René El Khazraje heißt, ließ es sich natürlich auch nicht nehmen kurz für seine Zuhörer zu rappen, was auf große Zustimmung traf.

Gegen Mitternacht wurde es Zeit für Thees Uhlmann, der schon ein alter Hase im Musikbusiness ist. Hausgemachter, deutschsprachiger Indierock mit intelligenten Texten geht eben immer beim Maifeld Derby und so war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Thees Uhlmann, entspannt und ohne Allüren, gab Geschichten aus seinem Alltag zwischen Tour und Spielplatz vom Besten und wirkte so ein bisschen wie der Papa des deutschen Indierocks. Als dann spontan plötzlich Casper für ihr gemeinsames Lied auf der Bühne erschien, war die Menge kaum zu halten. Weil es so schön war blieb Casper noch, er hat ja schließlich auch ein Lied, bei dem Thees Uhlmann mitsingt. Und Bier trinken mit Kumpel Thees geht auch auf der Bühne bestens. Spätestens jetzt war jeder am Tanzen.

Pünktlich zum Sonntag ließ sich auch die Sonne blicken und trocknete die letzten Pfützen aus. Im Palastzelt trat eine zierliche Blondine in Bomberjacke mit der Aufschrift „twisted sister“ auf die Bühne – die von vielen an diesem Wochenende lang erwartete Leslie Clio. Was auf Platte nach Energiebündel klingt, konnte live nicht wirklich überzeugen. Etwas verloren hielt sich die Wahlberlinerin am Mikrofonständer fest und agierte eher verhalten und kaum hörbar mit dem Publikum. Selbst Hits wie „Told you so“ wurden nur mit müdem Applaus belohnt.

Doch nicht nur die Headliner überzeugten. Im Palastzelt sorgen die Österreicher Jungs von Steaming Satellites für Stimmung mit engergiegeladenem Synthie Alternative Rock. Am Sonntag gab es noch eine weitere Überraschung aus Dänemark – When Saints Go Machine. Live funktioniert diese Band sehr gut und bewegt sich zwischen Pop, Rock, Electro und Hip Hop Beats. Auch auf den kleineren Bühnen wie Open Air und dem wunderbaren Parcours d’amour gab es einige Schmuckstücke zu finden wie die exotischen Sea&Air, dem polarisierenden Schlagerboy Dagobert, die träumerischen Immanu El und die rockigen We Were Promised Jetpacks, um nur einige zu nennen.

Den Abschluss am Sonntagabend bildete Sophie Hunger. Die 1983 in Bern geborene Schweizerin spielte mit einer herausragenden Band englische, französische sowie deutsche Lieder. Die Musik war ein Mix aus Klavier, Cello, Schlagzeug, Trompete und E-Gitarre. Die Freude, die die junge Frau beim Musizieren ausstrahlte, sprang schnell auf das Publikum über und alles tanzte und sang mit so gut es ging. Aber auch bei den ruhigen Liedern lauschten die Zuhörer andächtig. Alles in allem war jeder von dieser Frau begeistert. Auch dem männlichen Teil der anwesenden Musikredaktion fiel es schwer, dass Palastzelt ohne Sophie Hunger zu verlassen.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Maifeld Derby ein wunderbares Festival für musikbegeisterte Menschen ist, die sich auch gerne auf eher unbekannte Bands einlassen. Viele der anwesenden Bands waren nicht dem Mainstream angehörend. Dies lässt zeitgleich aber auch einen Spielraum zu, bei dem man sehr viel entdecken kann. Bands, wie zum Beispiel Steaming Satellites und Sophie Hunger, gelten zu den absoluten neuen Lieblingen der Musikredaktion von Face2Face. Nächstes Jahr also gerne wieder!

 Vorschau: Nächsten Samstag gibt esfür euch einen Artikel über das legendäre Rock am Ring.

Duocarns – Pat McCraw / mit Gewinnspiel

Leseprobe: Doucarns – Die Ankunft

Sie waren auf Weltraum-Patrouille.
Gelangweilt drehte Solutosan eine seiner langen Haarsträhnen um den Finger und ließ den Blick über den Hauptschirm des Duocarns-Raumkreuzers schweifen.
Diese eintönigen Kontrollflüge nervten ihn, und wenn Solutosan in die Gesichter seiner Krieger sah, wusste er, dass es den vier Duocarns und dem Navigator, Chrom, ebenso erging wie ihm.

Chrom flegelte sich auf dem Pilotensitz und kratzte mit seiner ausgefahrenen Kralle ein kleines Schild in Duonalisch von seiner Konsole. »So ein Schwachsinn«, grummelte er. »Wie kann man nur auf die Haupt-Steuerung On/Off schreiben? Wer hat sich das nur ausgedacht?« Nebenbei navigierte er so, dass sie möglichst viele Teile des Planetensystems und des Weltalls im Blick behalten konnten.

»Warum nimmst du nicht die Fangzähne und nagst es ab? Geht vielleicht schneller.« Meodern streckte seine beiden Zeigefinger rechts und links an seinen frech verzogenen Mund.
»Nur kein Neid«, grunzte Chrom.
Kleine Wortgeplänkel waren an der Tagesordnung, denn, wie alle Beobachtungsflüge zuvor, war auch dieser ungeheuer öde und die Zeit schien sich endlos zu dehnen. Solutosan sah sich im Kontrollraum um.

Tervenarius hatte einen Arbeitstisch über seine Konsole geklappt und einige kleinere Behälter dort aufgebaut. Er tunkte zwei Finger in den weißen Salbentopf mit seiner Anti-Säure Hautpflegecreme, strich sich testweise etwas auf den Arm und rührte wieder in dem Tiegel. Beide Arme waren schon völlig beschmiert. Er kratzte sich am Kopf und kleckerte unabsichtlich auch noch etwas Creme auf seinen silbern-weißen Haarschopf.

Die langen Beine auf Tervs Kommunikationsstation gelegt, zog Xanmeran ein Stück seiner Dermastrien ab und platzierte sie dann möglichst genau wieder auf seinem Arm. Eigentlich völliger Quatsch, denn das konnte er mit Willenskraft, aber er wusste augenscheinlich nicht wohin mit seinen Händen während der Warterei. Er hob den kahlen, roten Schädel und blickte zu Patallia, der in aller Ruhe seine medizinischen Berichte las – wie immer, wenn es nichts zu tun gab.

Solutosan seufzte und wandte sich erneut dem Hauptschirm zu. Das duonalische Planetensystem war schön und es aus dem Weltall zu sehen, tröstete ihn ein wenig über die langweiligen Phasen seiner Bacani-Jagd hinweg. Die vier Monde und Duonalia schwebten im All, umgeben von ihren zartbunten Energieschleiern, beleuchtet von der fahlgelben Sonne, wie kosmische Spielzeuge einer mächtigen Gottheit. Ein friedlicher Planet, den es zu beschützen galt.

Was hätte er in diesem Moment darum gegeben, einen Tipp zu bekommen, wann und wo die Bacanis wieder zuschlagen wollten. Die Duocarns wären dann sofort in Aktion getreten. Aber nicht mit einem weiteren Abschuss im Weltall, sondern in einem Kampf Angesicht in Angesicht. Es juckte ihn in den Fingern, einen der bacanischen Parasiten mit seinem Sternenstaub ausmerzen zu können. Wenn es nur nicht so verdammt schwer gewesen wäre, die Bacanis auf frischer Tat zu ertappen – sie zu schnappen, wenn sie sich zu schlafenden Duonaliern schlichen und ihre Spiralvenen gierig in die Leiber bohrten, um deren Energien zu saugen. Sie konnten die Angreifer ihres Volkes nur erwischen, wenn sie mit ihren kleinen, wendigen Raumschiffen von den Tatorten flohen. Die von den Duocarns so begehrten Nahkämpfe fanden in den seltensten Fällen statt.

Ha! Da bewegte sich etwas! Solutosan kniff die Augen zusammen. Da waren sie! Ein Bacani-Raumschiff versuchte den östlichen Mond als Deckung zu benutzen, um sich ungesehen aus dem Staub zu machen.
Er sprang auf. »Chrom! Siehst du sie?«
»Nein!« Chroms Blick irrte auf dem Schirm umher.
»Verdammt! Links!«

Solutosan machte einen riesigen Satz zum Bildschirm und tippte mit dem Finger auf die linke Ecke. In diesem Moment verschwand der kleine schwarze Punkt für einige Sekunden in den bunten Schleiern zwischen den Monden, tauchte aber wieder auf.
»Jetzt?«

Chrom nickte, er hatte sie erfasst und seine Finger flogen über die vier Tastaturen auf der Hauptkonsole.

Zufrieden registrierte er, dass seine Männer nun alle aufmerksam in den Startlöchern standen. Von Schläfrigkeit keine Spur mehr. Alle brachten ihre Stationen auf den neusten Stand, um den bevorstehenden Angriff vorzubereiten. Die schleppende Langeweile hatte sich schlagartig in eine knisternd geladene Spannung verwandelt.

»Die schießen wir nicht ab. Wir kapern, Leute«, befahl Solutosan. Er wollte versuchen, den Duocarns doch einmal wieder einen Nahkampf zu verschaffen. »Ich will deren Bordcomputer. Vielleicht finden wir dort ein paar brauchbare Daten über neue Angriffe! Meo, mach die Waffen klar. Ein Schuss in den Antrieb sollte sie stoppen.« Er schwang sich in seinen Drehsessel. Er hasste es, wenn ihm in solchen Momenten sein Raumanzug zu eng wurde. Er wusste, dass er sich das nur einbildete, deshalb konnte er das Gefühl noch weniger leiden.

»Die haben aber dieses Mal einen guten Navigator!« Tervenarius sah dem gekonnten Hakenschlagen des Bacani-Schiffs mit Bewunderung zu.
Chrom hob den Kopf. »Bacanis sind eben die besten Piloten«, knurrte er. »Deshalb habt ihr ja auch mich.«
Solutosan musste trotz seiner Anspannung grinsen. Ja, in der Tat, Chrom war der beste Navigator, den die Crew je besessen hatte. Ein Bacani, der ein loyaler Weggefährte der Duocarns geworden war und der nun mit ihnen zusammen seine eigene Rasse jagte.

»Wo die wohl hin wollen?« Xanmeran war hinter seinen Stuhl getreten, um einen besseren Blick auf den Bildschirm zu haben.
»Das werden wir sehn. Chrom, halte Abstand! Die haben uns vielleicht noch nicht entdeckt!«
»Verdammter Zickzack-Kurs!« Chroms Klauen rasten über die Tastaturen in einem Tempo, zu dem normalerweise nur Meodern fähig war.
»Xan, sind die Andockklammern bereit? Wir schießen ihnen den Antrieb weg, ziehen sie in die Atmosphäre und knacken sie auf.« Solutosan blickte zu dem Duocarn mit dem roten Glatzkopf. »Die denken wohl sie wären clever – aber wir sind schneller und schlauer!«

Doucarns - erotische Fantasy (Foto: McCraw)

Doucarns – erotische Fantasy (Foto: McCraw)

©Pat McCraw

Die Autorin

Pat McCraw bezeichnet sich selbst als „Überbleibsel aus der Hippiezeit“. An ihrem Hang zu bunten Indien-Kleidern, Räucherstäbchen und psychedelischer Musik sowie dem lockeren Leben der 60iger hat sich bis zum heutigen Tag wenig geändert. Dieses wilde Leben ließ kaum Raum zum Schreiben, so dass lediglich einige Kurzgeschichten entstanden sind. Nach dem Tod ihrer großen Liebe kam sie zur Ruhe. Es entstand Raum um die 7-teilige Erotic Fantasy & Gay Romance Romanreihe „Duocarns“ zu schreiben und das Schreibhandwerk weiterzuentwickeln. Seitdem hat McCraw fast 2000 Seiten geschrieben, einen Verlag gegründet und arbeitet nun als Autorin, Redakteurin und Kolumnistin.

Zu Gewinnen

Exklusiv auf Face2Face verlosen wir zwei Exemplare des Romans „Doucarns – die Ankunft“. Was ihr zum Gewinnen tun müsst: Schreibt bis einschließlich Sonntag, 30. Juni, 23:59 eine Mail an eva-maria.obermann@face2face-magazin.de. In der Mail enthalten sein sollte eurer Vor- und Nachname, euer Alter und natürlich eure Adresse. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt via Mail.

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