Die vielseitigen Wirkungen der Tees – Teil 2

Jeder von uns hat mindestens einmal in seinem Leben über folgende Umstände geklagt: Stress, Ma­gen-Darm- und Verdauungsprobleme, innere Unruhe oder auch Schlafprobleme. Beschwerden, de­nen wir am liebsten entgegenwirken wollen und deswegen meistens gleich zu Medikamenten grei­fen. Allerdings gibt es einige sehr wirkungsvolle und leckere Teesorten, die in solchen Fällen einge­setzt werden können. Face2Face stellt euch einen weiteren Teil der verschiedenen, gesunden Tees vor:

Große Auswahl: Es gibt unzählige gesunde Teesorten (Foto: Sharifi)

Große Auswahl: Es gibt unzählige gesunde Teesorten (Foto: Sharifi)

1. Baldrian Tee
Die Pflanze gilt in der Medizin als leichtes Beruhigungs- und Schlafmittel. Daher wirkt sich der Tee ebenfalls schlaffördernd und beruhigend aus. Häufig wird er auch gegen innere Un­ruhe, Nervosität und Angst getrunken. Schließlich ist Baldrian stimmungsaufhellend und er­zeugt einen Ausgleich für das Nervensystem. Daher wird dieser Tee auch Schlaf- und Ner­ventee genannt.
Wer unter enormer Prüfungsangst leidet, dem wird empfohlen Baldrian mehrere Tage vorher schon zu trinken, da es die Angst etwas mindert.

2. Hagebutten Tee
Dieser Tee ist eine wahre Vitaminbombe, vor allem besitzt er sehr viel Vitamin C. Aus die­sem Grund empfiehlt es sich diesen vorbeugend zu trinken, um die natürlichen Abwehrkräf­te zu unterstützen. Der Hagebutte wird eine wundheilungsfördernde Wirkung zugesprochen, welche auch bei Magen-Darm-Problemen hilft. Vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern ist der Tee förderlich. Da der Tee eine Normalisierung der Darmtätigkeit wieder herstellt, wird er sowohl bei Verstopfungen als auch bei Durchfall gerne getrunken.

Gesunde Tees: Verschiedene Tees wie Johanniskraut helfen ähnlich gut wie Medikamente (Foto:Sharifi)

Gesunde Tees: Verschiedene Tees wie Johanniskraut helfen ähnlich gut wie Medikamente (Foto:Sharifi)

3. Johanniskraut Tee
Seit mehr als 2000 Jahren gilt diese Pflanze als eine sehr wirksame und entzündungshem­mende Heilpflanze. Sie kann bei Menschen und Tieren angewandt werden. Eine äußerliche als auch innerliche Behandlung ist möglich, wie zum Beispiel zur Wundheilung durch äu­ßerliche Anwendung.
Johanniskraut gilt als bestes pflanzliches Mittel gegen Depressionen und wirkt besonders bei mehrwöchigem oder monatlichem Gebrauch. Außerdem hilft Johanniskrauttee gegen Ver­stimmungszustände, Ängste, innere Unruhe, Nervosität und Verdauungsproblemen. Da die Pflanze nicht mit allen Medikamenten kompatibel ist, sollte vorher eine Absicherung bei ei­nem Arzt oder Apotheker eingeholt werden. Darüber hinaus wird von einer Verwendung bei Kindern unter zwölf Jahren abgeraten, ebenso bei Schwangeren oder Stillenden. Grund hier­für ist die unzureichende Untersuchung der Wirkungen, auf die oben zutreffenden Personen­kreise.

4. Malvenblätter Tee
Die Malvenblätter führen eine Reizlinderung bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum herbei. Ebenso ist der Tee gut für den Magen-Darmtrakt, gegen Reizhusten, Zahnfleischentzündungen und Halsschmerzen.

5. Melissen Tee
Die Melisse wird hauptsächlich bei Erkältungskrankheiten und Magenbeschwerden verwen­det. Allerdings kann diese Pflanze weit aus mehr, wie zum Beispiel Herz und Nerven beru­higen und damit Herzrasen und -klopfen vermindern. Darüber hinaus ist die Melisse gut für das Wohlbefinden und kann bei regelmäßiger Einnahme depressive Zustände mildern. Auch kann durch das Trinken erhöhter Blutdruck gesenkt, Leber- und Gallenleiden vermindert und das Immunsystem gestärkt werden.

6. Pfefferminz Tee
Der Pfefferminze wird eine antivirale Wirkung zugeschrieben und sie ist gegen viele Be­schwerden hilfreich. Der Tee wirkt sich krampflösend bei Magen-Darm- und Menstruations­problemen aus. Häufig wird Pfefferminztee auch bei einem verdorbenem Magen getrunken, da der Tee einen beruhigenden Effekt hat. Außerdem tötet die Pfefferminze Keime im Mun­d- und Rachenraum, weswegen sie auch gerne bei Halsschmerzen und – kratzen eingesetzt wird. Die Pflanze hat einen positiven Effekt bei Husten, da sie sich schleimlösend auswirkt und die Atemwege befreit. Auch bei Spannungskopfschmerzen und Migräne ist Pfefferminz­tee gut, denn der Schmerz wird gelindert. Weiterhin wird der Tee bei Übelkeit, Brechreiz und zur Appetitförderung eingesetzt.

Vorschau: Nächste Woche präsentiert Face2Face ein kreatives Geldgeschenk.

Die vielseitigen Wirkungen der Tees – Teil 1

Eines der beliebten Heißgetränke mit etwa 3000 verschiedenen Sorten ist der Tee. Dieser stammt hauptsächlich von der Pflanze Camellia ab. Darüber hinaus werden die zahlreichen Teesorten auch von verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen, wie z. B.: aus Blättern, Rinde, Knospen, Blüten, Wurzeln oder Stängeln. Auch Kräuter- und Früchteaufgüsse werden als Tee bezeichnet. Einige davon haben auch eine heilende Wirkung und werden je nachdem für verschiedene Zwecke angewendet. Diese stellen euch Face2Face im Folgenden vor:

Die Qual der Wahl: Welchen Tee trinke ich heute? (Foto:Sharifi)

Die Qual der Wahl: Welchen Tee trinke ich heute? (Foto:Sharifi)

1. Schwarztee:
Dieser Tee wird häufig bei leichtem Durchfall oder Magenbeschwerden angewandt, da er eine hemmende Wirkung auf verschiedene Durchfallerreger hat. Bei übermäßigem Genuss kann er allerdings auch Magenbeschwerden verursachen. Auch senkt der Schwarztee den Blutdruck, wirkt beruhigend auf die Nerven und fördert die Konzentration. Vor allem aber, wird ihm eine vorbeugende Wirkung gegen Karies und Knochenschwund zugesprochen, die sich auf den hohen Fluoridgehalt stützen. Allerdings kann Schwarztee die Eisenaufnahme behindern und zu Eisenmangel führen oder die bestehende Blutarmut verschlimmern.

2. Grüner Tee:
In Asien gilt der grüne Tee als Heilmittel, da er Herz-und Kreislaufprobleme sowie Krebs vorbeugt. Auch er soll Karies verhindern.

3. Kamillentee:
Das Allheilmittel bei Erkältungen und Entzündungen. Kamillentee ist gut für den Magen-Darmtrakt, da er diesen beruhigt. Außerdem wird er bei Erkältungen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum empfohlen.

4. Weißer Tee:
Wer seinen Stoffwechsel anregen und der Hautalterung entgegenwirken möchte, sollte es mit dem weißen Tee versuchen. Schließlich wirkt er sich dabei positiv aus und ist zudem ein entzündungshemmender Tee, welcher zusätzlich das Immunsystem stärkt, den Blutdruck und den Cholesterinspiegel senkt.

5. Oolong Tee:
Dieser Tee wird gerne zur Gewichtsreduktion eingesetzt. Vor allem aber senkt der Oolong Tee den Blutzuckerspiegel und schützt vor Bluthochdruck.

6. Rooibos Tee:
Als einer der gesündesten Tees gilt der Rotbuschtee (Rooibos Tee). Seine Wirkungen auf die Gesundheit reichen von entzündungshemmend, krampflösend bis hin zu blutdrucksenkend. Der Rotbuschtee ist gut bei Magen-Darmbeschwerden, Nervosität und Schlafproblemen.

7. Fencheltee:

Fenchel-und Anistee: Der Tee ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch richtig gut! (Foto:Sharifi)

Fenchel-und Anistee: Der Tee ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch richtig gut! (Foto:Sharifi)


Wer häufig unter Husten leidet, der sollte öfters Fencheltee trinken. Dieser ist schleimlösend und hilft bei Erkältungen und Husten. Darüber hinaus beruhigt er den Magen und wer Fenchel-Anistee trinkt, leidet weniger häufig unter Blähungen.

In diesem Sinne wünscht die TIPPS&TRICKS Redaktion euch frohe und gesunde Osterfeiertage!

Vorschau: Nächste Woche lest ihr wie man erfolgreich auf Schnäppchenjagd geht.

Grüne Smoothies – Powerdrinks aus dem Mixer

Grüne Smoothies sind der Trend aus Hollywood und wohl die vitaminreichste Variante, Obst und Gemüse auf einfache Weise mit in den täglichen Speiseplan zu integrieren.

Grüne Smoothies: Lecker und so gesund (Foto: Beyl)

Grüne Smoothies: Lecker und so gesund (Foto: Beyl)

In den vergangenen Jahren hat sich der Lebensstil in der westlichen Welt stark verändert: Neue Arbeitsbedingungen und die zunehmende Schnelllebigkeit führen zu einer mangelhaften Nährstoffversorgung – die Zeit sich gesund zu ernähren, fehlt vielen Menschen immer mehr. Da sind die schnell zuzubereitenden Powerdrinks aus dem Mixer eine leckere Möglichkeit, sich an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen.

Aber warum sollten wir gerade grüne Smoothies trinken? Im Gegensatz zu den süßen, fruchtigen Obstsmoothies bestehen die grünen Smoothies bis zur Hälfte aus grünem Gemüse – in der Regel aus grünem Blattgemüse. Die Blätter enthalten eine enorme Menge aus belebenden Vitaminen, Mineralstoffen, entgiftenden Enzymen und sättigenden Ballaststoffen, die unsere Immunabwehr stärken und vor allem für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden sorgen.

Damit auch ihr mit einem grünen Smoothie starten könnt, verraten wir euch das Basis-Rezept für euren Powerdrink. Es besteht aus drei Grundzutaten: Wasser, Blattgemüse und Obst zu je 33 Prozent. Ihr könnt eure eigenen Rezepte kreieren und immer wieder Neues ausprobieren – je nach Geschmack und dem, was ihr gerade im Haus habt.

Zubereitung im Mixer: Wasser-Rucola-Mango-Minze-Smoothie (Foto: Beyl)

Zubereitung im Mixer: Wasser-Rucola-Mango-Minze-Smoothie (Foto: Beyl)

100-150ml – die Basis: Wasser, Sojamilch, Apfelsaft oder Organgensaft

100-150g grüne Zutaten: Spinat, Rucola, Salat, Grünkohl, Küchenkräuter, Grün von Karotten und vieles mehr

100-150g süße Früchte: Apfel, Birne, Banane, Mango, Beeren, Ananas, Kiwi und was euch noch alles einfällt

Das gewisse Etwas: Zimt, Vanille, Minze, Datteln, Limettensaft etc.

Zubereitung: Die Zubereitung ist ganz einfach: Alle Zutaten waschen, eventuell schälen, in Stücke schneiden, in den Mixer geben und pürieren bis der Smoothie ganz fein ist. Fertig!

Extra-Tipps:

• Am Anfang empfehlen wir euch den Fruchtgehalt höher zu halten, um sich langsam an den grünen Geschmack zu gewöhnen. Die Süße macht die gesunden Bitterstoffe nämlich erst erträglich. Der grüne Smoothie soll schließlich lecker schmecken.

• Der Smoothie ist für einen stressigen Alltag optimal geeignet. Ihr könnt euch die Smoothies morgens zubereiten und in eine Flasche abfüllen – somit seid ihr gestärkt für den Tag, egal wann der Hunger eintritt und wo ihr gerade seid.

• Die optimale Konsistenz der Smoothies ist cremig oder leicht breiig, ihr könnt sie beliebig mit mehr oder weniger Basis-Flüssigkeit anpassen.

• Die grünen Smoothies sind sehr sättigend und können eine Mahlzeit ersetzen.

• Je weniger Zutaten ihr in eurem Smoothie verwendet, desto verdaulicher. Beginnen solltet ihr deshalb mit einer Sorte Obst und einer Sorte der grünen Zutaten.

• Nüsse und Haushaltszucker sind schlecht geeignet für den grünen Smoothie – sie behindern den Verdauungsvorgang.

• Verwendet immer wieder unterschiedliches Blattgemüse. Mit der Abwechslung erhält eurer Körper viele unterschiedliche Vitalstoffe – und es kann zu keinen Unverträglichkeits- und Vergiftungserscheinungen kommen.

• Für die Zubereitung der Smoothies eignen sich besonders leistungsstarke Standmixer, die auch grob gestückelte Zutaten sehr fein zerkleinern können.

• Ein grüner Smoothie schmeckt frisch zubereitet am besten. Er hält jedoch auch im Kühlschrank ein bis zwei Tage – und dies ohne seine grüne Farbe zu verlieren.

Wir wünschen euch einen erfrischenden und vitaminreichen Genuss!

Vorschau: Nächste Woche geht es hier um verschiedene Tees und deren Wirkung.

Bloß keine Zeit verlieren

Aufbruchstimmung: Am Bahnhof Roma Termini kurz vor der Abfahrt des Nachtzuges gen Norden.

Aufbruch: Am Bahnhof Roma Termini kurz vor der Abfahrt des Nachtzuges gen Norden. (Foto: Resch)

In nur einem Tag von München nach Rom und wieder zurück. Klingt ein wenig schräg, ist es vielleicht auch, aber es ist möglich. Mit dem Nachtzug ab in die Ewige Stadt, sich so viel wie eben geht anschauen, und dann mit dem nächsten Nachtzug wieder zurück in die Bayern-Metropole. Stressig, aber zu schaffen – ich spreche aus Erfahrung.

Dass so etwas überhaupt möglich ist, ist nur die Konsequenz unserer immer mobileren Gesellschaft. Immer größere Distanzen in immer kürzeren Zeiten mit noch dichteren Taktungen. Hier in meiner Heimatstadt München gehören Nachtzüge und Express-Flüge in aller Herren Länder schon lange zum Alltag.

Immerhin haben wir keine Zeit zu verlieren. Die globalisierte Welt besteht aus Wirtschaftsbeziehungen über alle Länder und Kontinente hinweg. Außerdem ist Zeit bekanntermaßen Geld, und da wir das Geld im Sekundentakt verdienen wollen, muss unsere Mobilität eben genauso getaktet sein. Die Kehrseite der Medaille: Wir brauchen eine immer komplexere und ergo teurere Infrastruktur, die uns diesen Wahnsinn ermöglicht.

Allein hier innerhalb der Grenzen Münchens geht es schon ordentlich rund. Die Verkehrssysteme sind dem Bersten nahe, wenn es so weiter geht, dann droht meinem geliebten „Minga“ der Verkehrsinfarkt. Der „Mittlere Ring“, also die Schnellstraße innerhalb der Stadt ist genauso überlastet wie die A99, die Autobahn um München herum. Und auch bei den Öffentlichen sieht es nicht besser aus: Neue U-Bahnlinien sind schon in Planung, denn nicht einmal ein Zwei-Minuten-Takt scheint zu Stoßzeiten mehr zu reichen. Und bei der S-Bahn braucht man nur „Zweite Stammstrecke“ oder „Transrapid-Alternative“ zu nennen, und schon ist alles klar.

Wir sehen: Es ist eine Menge los und München ist dabei eben nicht die einzige Stadt, hier nur ein Beispiel unter vielen. Kann das gesund sein? Ist es gut, wenn wir immer mehr Verkehr brauchen? Sicher, Städteplaner und Lokalpolitiker freut’s, arbeitslos werden sie so ganz bestimmt nicht.

Doch wie sieht es mit uns normalen Leuten aus? Ist es sinnvoll, wenn es immer schneller und direkter geht? Die Erfahrungen von meiner Romreise haben mich eines gelehrt. Es geht, aber das heißt noch lange nicht, dass es auch so sein muss. Ich weiß noch, wie fertig ich war, nachdem ich zweimal zwölf Stunden nachts in meinem Sitzabteil verbracht hatte. Gott sei Dank waren alle in meinem Abteil sehr nett, sodass beide Fahrten noch erträglich waren. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie unmenschlich es werden kann, wenn man die falschen Mitreisenden erwischt. Dann kommt zum Schlafentzug noch elender Frust dazu.

Gedrängt: Immer mehr Verkehr belastet Nerven und Gesundheit

Gedrängt: Immer mehr Verkehr belastet Nerven und Gesundheit (©Jens Märker/Pixelio.de)

In jedem Fall ist der menschliche Körper einfach nicht gemacht für unsere hyperaktive Mobilität. Wir Menschen sind von der Natur nicht für diesen Stress geschaffen, derartigen Zeitdruck haben wir uns schon selbst auferlegt – unser Organismus konnte da nicht mithalten und sich anpassen. Folglich bleibt es einfach nur eine Vergewaltigung von Körper und Psyche, wenn man sich so viel Stress zumutet. Ab und an als kleines „Abenteuer“ mag es ja noch in Ordnung und zu verkraften sein, aber wenn es anfängt, dass so ein Lebenstempo zum Alltag wird, dann ist es nur noch ungesund.

Da lob ich mir mein Fahrrad. Jetzt darf mich gerne jeder beschmunzeln oder auch herzlich auslachen, sei’s drum. Denn es tut mir einfach gut, wenn ich bewusst auf Hochgeschwindigkeit verzichte und dafür begrenztes Tempo und beschränkte Reichweite wähle. Ich finde, gerade das brauchen wir heute, eine „Entschleunigung“ des Alltags.

Vorschau: Nächste Woche wird es erfrischend in der Kolumne, denn Eva berichtet dann über Trinken und Getränke in unserer Gesellschaft.

Warum erholsamer Schlaf so wichtig ist

Wir brauchen den Schlaf wie die Luft zum Atmen, das ist klar. Fast ein Drittel unseres gesamten Lebens verbringen wir schlafend im Bett. Doch immer häufiger kämpfen wir gegen die Müdigkeit an und verkürzen bewusst unsere Schlummerphase. Wie wichtig Schlafen für ein ausgeglichenes und gesundes Leben ist, wird dabei häufig vergessen. Denn auf Dauer ist zu wenig Schlaf gefährlich und kann krank machen – chronische Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Depressionen, Herz-Kreislauf-Störungen und vor allem Stress und schlechte Laune sind die Folgen.

Die Tipps&Tricks-Redaktion will den World Sleep Day 2014 am Freitag, 14. März nicht verschlafen: Wir wollen den Aktionstag nutzen, um euch die wichtigsten Tipps für einen erholsamen Schlaf und ein gesundes Leben zu verraten.

Erholsamer Schlaf: Wichtig für Gesundheit und Leistungsfähigkeit (© Jörg Brinckheger/ pixelio.de)

Erholsamer Schlaf: Wichtig für Gesundheit und Leistungsfähigkeit (© Jörg Brinckheger/ pixelio.de)

  • Die perfekte Schlafdauer gibt es nicht – es gibt Menschen, die sich nach sechs Stunden absolut fit fühlen, aber auch Menschen, die über zehn Stunden Schlaf benötigen, um gut gelaunt in den Tag zu starten. Die meisten Menschen schlafen jedoch sieben bis acht Stunden in der Nacht. Ideal gilt übrigens die Schlafdauer von 7,5 Stunden, denn sie verspricht laut Untersuchungen ein langes Leben.
  •  Nach Möglichkeit immer zur selben Uhrzeit ins Bett gehen und wieder aufstehen. So gewöhnt sich die „innere Uhr“ an den Rhythmus und auch das frühe Aufstehen ist leichter. Vor allem bei Schlafstörungen sollte man sich an den Takt halten. Das lange Ausschlafen am Wochenende und Mittagschlaf sind dann tabu – der Körper wird es einem jedoch danken.
  •  Das Schlafzimmer vor der Nachtruhe gut lüften, so wird die Sauerstoffversorgung gewährleistet. Dabei besser bei niedrigerer Zimmertemperatur schlafen, denn nichts ist unangenehmer für den Körper als im Schlaf zu schwitzen. Die perfekte Zimmertemperatur beträgt 16 Grad Celsius.
  •  Wichtig für einen erholsamen Schlaf sind außerdem folgende Regeln: Direkt vor dem Schlafengehen keine großen Mahlzeiten essen – am besten sollten zwei Stunden vergangen sein. Außerdem mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen auf Alkohol verzichten: Zwar beschleunigt er meist das Einschlafen, beunruhigt jedoch enorm die spätere Schlafphase.
Nachtruhe: Entspannung für Körper und Geist  (© Andrea Kusajda/ pixelio.de)

Nachtruhe: Entspannung für Körper und Geist (© Andrea Kusajda/ pixelio.de)

  •  Zuletzt solltet ihr  versuchen, Körper und Geist vor dem Schlafengehen in eine Ruhephase zu bringen. Schlafstörungen sind dann vorprogrammiert, wenn anstrengende geistige und körperliche Tätigkeiten kurz vorher geleistet werden – deshalb gilt es auf Sport, Horrorfilme oder anstrengende geistige Arbeit zu verzichten. Optimal ist es, ruhige Musik zu hören oder entspannt ein Buch zu lesen.

Ins Bett gehen, die Äuglein schließen, einschlafen und erholt aufwachen – das ist für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit absolut notwendig und sollte nicht unterschätzt werden.

Vorschau: Nächste Woche verraten wir euch an dieser Stelle nützliche Tipps rund um das Thema TeamViewer.

 

Chemikalien und ihre Folgen, Teil 3: Weichmacher in Kunststoffen

EDC’s oder endocrine-disrupting chemicals (zu Deutsch: endokrine, also störende Chemikalien) nennt man eine Mixtur aus Chemikalien in der Umwelt, die eine hormonelle Interaktion eines Lebewesens beeinträchtigen kann. Solche Substanzen finden sich heutzutage überall, auch wenn wir sie nicht sehen, und sie können nicht nur die Tierwelt, sondern ebenfalls unsere Gesundheit gefährden. Wie ernst wir dies nehmen müssen, zeigen wir euch anhand jüngster Beispiele. Heute: Kunststoffe.

Trinkflaschen aus Plastik: Kunststoffe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. (Foto: © CFalk / pixelio.de)

Der Boden der Wohnung ist aus PVC. Das Baby spielt mit einer Kunststoffrassel und steckt sie sich in den Mund. Die Mutter holt das Essen aus dem Kühlschrank, um es vorzubereiten. Der Salat in einer Plastiktüte ist noch frisch und das Steak aus dem Supermarkt ist ebenfalls in abgepackt. Der Vater gönnt sich noch einen Schluck Wasser, aus der PET-Flasche natürlich, denn Glasflaschen lassen sich so schwer in den fünften Stock schleppen. Kunststoffe sind aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Doch wie gesund ist das eigentlich?

Bisphenol A, kurz BPA, dient als Ausgangsstoff zur Synthese von Kunststoffpolymeren, wie Polyestern, Polycarbonate und Epoxidharzen (daraus werden Beschichtungen gemacht von Lebensmittelkonserven, Trink- und Abwasserrohre, Lacke, Farben und Klebstoffe), ebenso dient es als Weichmacher in der Polymerisation von Polyvinylchlorid, kurz PVC. Phtalate, eigentlich Phtalsäureester, wird ebenfalls als Weichmacher für Kunststoffe wie PVC, Nitrocellulose und synthetisches Gummi verwendet, sind aber ebenfalls in Kosmetikprodukten vorhanden. Beide Stoffe lassen sich im Urin von uns allen nachweisen.

Studien belegen einen Zusammenhang zwischen Diabetes, Herz-Kreislauf Problemen und Fettleibigkeit durch einen erhöhten BPA-Spiegel. Bei Experimenten mit Mäusen und Vögeln waren die Gehirn- und die Sexualentwicklung gestört. Auch Phtalate können wie Hormone wirken und stehen mit Unfruchtbarkeit, Übergewicht und Diabetes in Zusammenhang. Die Giftigkeit erhöht sich natürlich in Verbindung mit anderen Substanzen.

Neuste Studien aus dem Jahr 2012 belegen, dass Kleinkinder Phtalate aus PVC Böden durch die Haut und womöglich sogar durch das Atmen, aufnehmen. Asthma und Allergien sind die Folge. Auch ADHS steht mit diesen Substanzen in Verbindung. Im März 2013 veröffentlichte die University of Texas Health Science Center eine Studie, in der sie in den Nahrungsmitteln aus dem Supermarkt, wie Pizza und abgepacktem Fleisch ebenfalls Phtalate fanden.

Doch wie können wir uns davor schützen? Wohl gar nicht. Die Stoffe sind bereits überall zu finden und nicht mehr aus unserer Umgebung wegzubringen. An jeder Stelle in der Nahrungskette können sich die Stoffe einbringen und so letzten Endes in den Menschen gelangen.

Die Wissenschaftler des Institute of Environmental Decisions in Zürich spekulierten bereits im Jahre 2009, was Forscher der University Washington nun in einer neuen Studie, veröffentlicht im Februar 2013, bestätigen: Auch Menschen, die sich gesünder ernähren und natürlich angebaute Nahrungsmittel zu sich nehmen, können der Vergiftung nicht entkommen. Alle Kontrollgruppen, die darauf achteten die Belastung durch Kunststoffe gering zu halten, hatten ähnliche Konzentrationen der Stoffe in sich.

Dies heißt jedoch nicht, dass es nichts bringen würde darauf zu achten, weniger Kunststoffkontamination in seinem Essen zu haben. Immer noch gilt, dass der Mix aus Verschiedenen Chemikalien die toxischen Wirkungen verschlimmern kann. Doch wichtig ist vor allem, dass die Politik und die Industrie endlich weitgreifende Schritte einleiten müssten, um die Verwendung zu stoppen. Bessere Kontrollen bei Nahrungsmitteln und Kosmetikprodukten ist das, was den Menschen helfen müsste.

Vorschau: Nächste Woche beschäftigen wir uns mit der Frage: Was ist eigentlich Bio?

 

Eine Kugel für die Liebe

Es gibt solche Worte, die sich im ersten Moment einfach nett anhören, bis im zweiten Moment die Bedeutung mitschwingt. „Liebeskugel“ ist so ein Wort. Eine Kugel für die Liebe. Und klar ist: Eigentlich geht es nicht um Liebe an sich, sondern um das Liebesspiel. Um Sex. Und in vielen Köpfen schweben Vorstellungen von Frauen, die mit Liebeskugeln Gott weiß was anstellen. Tatsächlich ist das Internet voll von Foren, in denen die Frage „Wie verwende ich Liebeskugeln“ ausführlich diskutiert wird. Dabei ist die Anwendung nicht kompliziert. Wichtiger ist aber, dass Liebeskugeln eben kein (oder nicht nur) Sexspielzeug sind, sondern nüchtern ausgedrückt: Beckenbodentrainingsgeräte.

Liebeskugeln: Gibt es einzeln oder paarweise (Foto: Obermann)

Nun kommt aber kaum einer auf die Idee, sich ein nüchternes Beckenbodentrainingsgerät zu besorgen, wenn das Ganze auch wesentlich anzüglicher verkauft werden kann, am besten noch in knalligen Bonbonfarben. An mancher Stelle etwa werden Liebeskugeln als Lustkugeln oder gar Orgasmuskugeln verkauft. In Ursprung haben sie in Japan, wo sie im Alltag getragen wurden. Im Alltag kann man moderne Liebeskugeln wie etwa die von „FunFactory“ auch tragen. Je nach Belieben gibt es in verschiedenen Größen und Farben eine Kugel oder mehrere, wobei sie immer verbunden sind. Eine Art Rückholbändchen gibt es auch, die Sorge mancher Frauen, sie könnten die Kugeln in sich verlieren, ist also unberechtigt. Tatsächlich ist der Sinn von Liebeskugeln kein dumpfes Rein-Raus, wie manch einer denken mag. Die Kugeln werden eingeführt und bleiben dann erst mal wo sie sind. Einige Minuten, mehrere Stunden, oder etwas dazwischen.

Nur dann kann der Effekt der Kugeln auch zur Geltung kommen. Denn wenn die Frau sich bewegt, kommen die Kugeln in Schwingung. Das kann zwar durchaus auch anregend sein, ist im ersten Moment aber gewöhnungsbedürftig. Durch das Gewicht und die zusätzlichen Schwingungen wird vor allem der sogenannte PC-Muskel, der Musculus pubococcygeus, trainiert, aber auch der gesamte Beckenbodenmuskel. Während die Muskel dann tatsächlich auch für die sinnliche Erfahrung während des Sex verantwortlich sind, wirkt sich das Training noch auf weitere Teile aus.

Sinnliches Training: Zur Beckenbodenstärkung nach einer Schwangerschaft sind Liebeskugeln ideal (© Mikhael Timofeev / pixelio.de)

Beckenbodentraining hilft bei Inkontinenz, die in der Menopause auftreten kann, aber unter bestimmten Umständen auch schon davor. Und das Training ist absolut notwendig, beispielsweise nach einer Schwangerschaft. Denn durch Schwangerschaft und Geburt werden Gebärmutter, Blase und Enddarm stark belastet. Die Gebärmutter wird gedehnt und muss darum im Nachhinein wieder trainiert werden. Das ist wie mit dem Training für die Bauchdecke.

Natürlich hört es sich wesentlich schöner an, von Liebeskugeln und Orgasmustrainern zu reden, als von Beckenbodentraining, das dafür sorgen soll, Frauen nach der Geburt zu helfen, Wasser zu halten. Aber auch dann bleiben Liebeskugeln Trainingsgeräte und weniger Masturbationshelfer. Errötende Wangen und verfängliche Blicke, sobald eine Frau das Wort „Liebeskugeln“ in den Mund nimmt, zeugen nur mal wieder vom Unverständnis für solch abstrakte Begriffe. Die Kugel für die Liebe kann zwar Auswirkungen auf das Liebesspiel haben, muss es aber nicht. Einen positiven Effekt, eben auf den Beckenboden, hat sie trotzdem. Alle Frauen, die denken: „Inkontinent werde ich eh nicht und schwanger bin ich noch lange nicht“ sollen dann eben die Kugeln als Orgasmustrainer verwenden und der positive Effekt bleibt dennoch. Denn frühzeitiges Training hilft auch später noch.

Wer den Kugeln aber doch zu skeptisch gegenübersteht, kann es ja mal mit einfachem Beckenbodentraining versuchen. Die Hürde dabei ist, erst mal den Beckenbodenmuskel zu finden und gezielt anzuspannen. Dazu gibt es unzählige Übungen, bei denen es nicht immer leicht ist, zu wissen, ob es denn so richtig ist. Liebeskugeln sind da tatsächlich die einfachere Variante.

Vorschau: Sascha schreibt nächste Woche über Fremdsprachen und wie es ist, nochmal eine neue zu lernen.

Vegetarisch essen, Teil 1: Fakten, Fakten, Fakten

Kaum mehr Federn am Körper, ausgebleichter Kamm und Schnabel, verzweifelte Klagelaute – wenn man sich Bilder der Massentierhaltung von zum Beispiel Hühnern ansieht, jagt es einem eiskalte Schauer den Rücken hinunter.

Frisch und gesund: Obst (Foto: Beutler)

 Die eigene Moralvorstellung, aber auch Ekel oder schlicht gesundheitliche Gründe – man denke nur an den als BSE bezeichneten Rinderwahn – können Auslöser für eine Ernährungsumstellung hin zum Vegetarismus bedeuten. Dass sich der Verzicht auf Fleisch positiv auf den menschlichen Organismus auswirken kann, zeigen zahlreiche Studien, die bei Vegetariern unter anderem günstiger Blutdruckwerte, sowie eine höhere Lebenserwartung nachweisen konnten. Ein Beispiel: Die „London School of Hyhiene and Tropical Medicine“ beobachtete 11.000 Vegetarierinnen über einen Zeitraum von zwölf Jahren hinweg und verglich diese Ergebnisse mit einer Kontrollgruppe, die bis auf den Fleischkonsum eine ähnliche Lebensweise aufwies. Das Ergebnis: Die Sterberate der Vegetarierinnen lag um 20 Prozent unter, die Krebstodrate sogar um 40 Prozent unter der der fleischessenden Kontrollgruppe. Na, wenn das kein Argument für eine dauerhafte Ernährungsumstellung ist.

 Aber was ist mit Mangelerscheinungen? – höre ich da jemanden fragen. Klar ist, dass Fleisch wichtige Nährstoffe enthält, so zum Beispiel Eisen und Eiweiß. Verzichtet der Vegetarier jedoch nicht auf Milchprodukte und Eier ist zumindest die Zufuhr von Kalzium und Eiweiß gesichert. An dieser Stelle ein kleiner Exkurs, bevor wir zum Thema Eisen kommen, denn Vegetarismus ist nicht gleich Vegetarismus: Da hätten wir die Ovo-lacto-Vegetarier, die Milchprodukte und Eier zu sich nehmen, die Lacto-Vegetarier, die auf Eier verzichten – schließlich würde auch dort irgendwann Leben entstehen – dafür aber Milchprodukte akzeptieren, die Pescetarier, die zwar kein Fleisch von Warmblütern, wohl aber das von Fischen essen und schlussendlich die Veganer, die auf sämtliche tierische Produkte verzichten. Letztere Form der Ernährung wird aus wissenschaftlicher Sicht kritisch beäugt, da ein Ausgleich der fehlenden Nährstoffe so gut wie unmöglich ist.

Nicht nur schön anzusehen: Tomaten sind sehr gesund (Foto: Beutler)

 Nun zurück zum Eisen: Ein Mangel an diesem Spurenelement kann zu Schwindelgefühl und Konzentrationsstörungen führen. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C, beispielsweise durch frisches Obst oder Saft, kann die Aufnahme des sonst nur schwer für den Körper aufnehmbaren, pflanzlichen Eisen gewährleisten. Von der Einnahme von Eisenpräparate ist eher abzuraten, da diese leicht überdosiert werden können. Eine erhöhte Einnahme kann für Kleinkinder sogar tödlich enden. Besonders viel natürliches Eisen steckt zum Beispiel in Kräutern wie Petersilie, Brennnessel und Thymian, aber auch in Kürbiskernen, Erbsen und Spinat. Verzichtet werden sollte indessen auf Kaffee, Kakao, Knoblauch oder schwarzen Tee, da diese Produkte die Eisenaufnahme hemmen. Es ist auf jeden Fall ratsam bei körperlichen Beschwerden nach der Ernährungsumstellung einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann einen Bluttest durchführen, mögliche Mängel feststellen und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Tipps für die weitere Ernährung geben. Ist der Mangel zu gravierend und kann nicht anderweitig ausgeglichen werden, sollte auf jeden Fall eine zumindest geringfügige Aufnahme von Fleisch wieder eingeführt werden, schließlich geht die Gesundheit eindeutig vor.

 Wer sich beim besten Willen nicht vorstellen kann auf Milch, Eier, Fleisch und Fisch zu verzichten, der sollte in Verantwortung für sich selbst und als Vorbild für andere möglichst auf Bio- beziehungsweise Freilandprodukte zurückgreifen.

 Übrigens: Laut einer im Jahr 2007 durchgeführten Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter 2517 Teilnehmern ergab sich, dass der typische Vegetarier weiblich, jung sowie überdurchschnittlich gebildet ist und in einer Großstadt lebt – nur als kleiner Denkanstoß.

Spinner oder Helden des Alltags – was denkt ihr über Vegetarier?

Vorschau: Nächste Woche gibt es dann ein paar Rezepte- sowie Produkttipps, die sicherlich nicht nur dem eingefleischten Vegetarier schmecken werden. Außerdem erfahrt ihr was ein Vegetarier zur Grillparty mitbringen kann. Zu Teil 2 gelangt ihr hier.