Gesunde Snacks für Schule, Uni und Arbeit, Teil 6: Roll it

Ihr legt Wert auf gesunde und ausgewogene Ernährung und habt keine Lust auf Mensa- oder Kantinenessen?

Face2Face hat für euch leckere Snackideen parat, die euch den Tag in der Schule, der Uni oder bei der Arbeit versüßen. Außerdem verraten wir euch, weshalb die Zutaten für unsere Snacks so gesund sind. Beim letzten Mal ging es an dieser Stelle um fruchtige Shakes. Heute gibt es wieder was zu Beißen.

Pancakes zum Frühstück – wer kann dazu schon nein sagen? Ihr auch nicht? Dann kann´s ja losgehen!

Kinderleicht: Für einen Pfannkuchenteig braucht ihr nur wenige Zutaten (Foto: T. Gartner)

Kinderleicht: Für einen Pfannkuchenteig braucht ihr nur wenige Zutaten (Foto: T. Gartner)

Ihr braucht (für 2-3 Pfannkuchen):

  • 1 Tasse Mehl
  • 1 Tasse Milch
  • 1 Ei
  • Eine Prise Salz

Das ist erst einmal das einfache Grundrezept für den Teig. Wer bereits hier nicht auf sein Lieblingsobst verzichten möchte, kann es einfach pürieren und zur Teigmasse dazugeben. Ob Banane, Himbeeren oder Mango – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Für den Teig braucht ihr keinen Extrazucker – das beigemischte Obst beziehungsweise die Füllung geben ausreichend Süße, sodass ihr ein wenig Zucker einsparen könnt.

Ihr braucht (für die Füllung):

  • Obst eurer Wahl

Und so geht´s:
1. Mit einem Rührgerät zuerst das Ei verquirlen. Eier enthalten neben Vitaminen und Mineralstoffen, wie Kalzium und Eisen, vor allem viel Eiweiß, das vom menschlichen Körper sehr gut verwertet werden kann. Ihr wollt wissen woher euer Ei kommt und vor allem wie die Hühner gehalten werden? Dann findet ihr HIER hilfreiche Tipps und Links zum nachhaltigen Lebensmittelkonsum. Gebt nun die übrigen Zutaten hinzu und verrührt das Ganze zu einem Teig. Je nachdem wie dünn ihr eure Pfannkuchen wollt, könnt ihr entweder mehr Milch (dünner) oder weniger Milch (dicker) hinzugeben.

2. In einer beschichtete Pfanne etwas Öl oder Butter erwärmen.

3. Nun den Teig in die Pfanne geben und den Pfannkuchen ausbacken. Wenn die Oberfläche nicht mehr flüssig ist, kann er mit einem Kunststoffspatel (Metall zerkratzt die Beschichtung der Pfanne) gewendet werden.

4. Lasst die Pfannkuchen anschließend ein wenig auskühlen, sonst „schwitzen“ sie in euer Vesperdose und werden schlabbrig.

Lecker: Beerenmix als Füllung für den Pfannkuchen (Foto: T. Gartner)

Lecker: Beerenmix als Füllung für den Pfannkuchen (Foto: T. Gartner)

5. Jetzt könnt ihr die Pfannkuchen mit dem Obst eurer Wahl belegen oder/ und mit Marmelade bestreichen. Die Lieblingsvariante der Tipps&Tricks-Redaktion ist übrigens ein Bananen-Pancake mit frischer Erdbeernote. Dazu einfach eine Banane pürieren und in den Teig geben. Den fertigen Pfannkuchen dünn mit Erdbeermarmelade bestreichen und Bananenstücke darauf verteilen. Erdbeeren enthalten Eisen und Vitamin C. Außerdem binden sie krebserregende Stoffe und machen diese unschädlich. Die Banane sättigt aufgrund der vielen enthaltenen Kohlenhydrate nicht nur optimal, sondern liefert auch jede Menge wertvolles Magnesium, das zum Aufbau von Muskel-, Nerven- und Knochenzellen eingesetzt wird.

6. Rollt die Pfannkuchen und legt sie in eine niedrige, längliche Box so dicht aneinander, dass sie nicht aufgehen, sonst gibt es vermutlich eine ziemliche Sauerei. Wer in seine Vesperdose noch etwas anderes packen will oder keine passende hat, kann die gerollten Pfannkuchen in Alufolie einschlagen.

Die Tipps & Tricks-Redaktion wünscht guten Appetit!

Weitere Serienteile
Teil 1: Frühstücksvitaminbombe
Teil 2: Grünzeug
Teil 3: Süße Früchtchen
Teil 4: Herzhaftes
Teil 5: Obst mal anders

Vorschau: Nächste Woche gibt euch Gülcin Tipps für leckere Milkshakes und Lassies.

Krebs – die Angst vor der Zivilisationskrankheit

Krebs: die meist gefürchtetste Krankheit von allen. Was in den 80ern noch AIDS war, wurde nach und nach von Krebs abgelöst. Die Medien erzählen uns, was alles Krebs auslöst und was wir tun sollen, um uns davor zu schützen- Doch was ist Krebs eigentlich wirklich?

Als Krebs bezeichnet man eine Vielzahl von Krankheiten, bei denen Körperzellen sich unkontrolliert vermehren, gesundes Gewebe verdrängen und zerstören und oft bildet sich auch ein bösartiger Tumor. Dies hat viele Auslöser, die alle eine Störung des Gleichgewichts der Zelle zwischen Zellwachstum und Zelltod nach sich ziehen.
Die unterschiedlichen Auslöser sind auch der Grund, weshalb es schwer ist den Krebs auf eine Ursache zurückzuführen und dies führt ebenfalls zu einer Vielzahl von Mythen über diese Krankheit, die sich hartnäckig halten: Es ist keine moderne, menschengemachte Krankheit, sondern kann ebenfalls Tiere (auch Haie) treffen. Kleine Tiere sind sogar anfälliger als Große. Selbst Pflanzen sind nicht sicher davor. Lebensmittelzusätze oder Zucker sind auch keine Ursache, besonders Zucker wird von allen Zellen des Körpers gebraucht. Aber eine ausgewogene Ernährung ist trotzdem eine gute Vorbeuge. Auch gibt es keine Beweise, dass Parabene oder Aluminiumsalze in Deodorants zu (Brust-)Krebs führen. Ebenso steht es um Handystrahlen. Leider sind auch oft angepriesene Krebsverhindernde (Super-)Lebensmittel und Früchte nur ein Mythos, die Beweise dafür fehlen.

Tropf im Krankenhaus (Foto: NicoLeHe  / pixelio.de)

Tropf im Krankenhaus (Foto: NicoLeHe / pixelio.de)

Alter ist ein großer Risikofaktor für Krebs, weshalb mit der Zahl der immer älter werdenden Menschen der Moderne natürlich auch die Zahl der Betroffenen ansteigt. Doch warum Alter? Und warum bekommen wir nicht alle Krebs? Unsere Zellen teilen sich Billionen Mal (zwölf Nullen) an einem Tag. Bei jeder dieser Zellteilungen muss unsere Erbinformation, die DNA, bestehend aus 3 Milliarden (neun Nullen) Basenpaaren kopiert werden. Dabei entstehen manchmal Fehler, die Mutationen genannt werden. Unser Körper hat Reperaturmechanismen, die 99 Prozent aller Fehler wieder beheben. Und doch sammeln sich Mutationen an. Die meisten davon sind harmlos, andere könnten sogar sich positiv auswirken. Doch eine Mutation kann auch dazu führen, dass sich die Zelle abnorm verhält, sie sich ungewollt vermehrt und Signale zum Wachstumsstopp ignoriert.

Mutationen entstehen zufällig, können aber auch vererbt werden oder durch Umwelteinflüsse entstehen. Umwelteinflüsse sind zum Beispiel UV-Strahlung oder chemische Stoffe, wie sie im Zigarettenrauch vorkommen. Eine Studie im Januar 2015 zeigte, dass der Zufall der wohl einflussreichste Faktor bei der Krebsentstehung ist. Deshalb gibt es auch Raucher, die jahrzehntelang rauchen und trotzdem keinen Krebs bekommen. Doch das heißt nicht, wie es in den Medien oft dargestellt wurde, dass Krebs reine Glückssache ist und der Lebensstil von keinerlei Bedeutung ist. Vielen Krebsarten kann leicht vorgebeugt werden.

Fast eine halbe Million Menschen erkranken jedes Jahr neu an Krebs, die unterschiedlichen Arten sind geschlechtsspezifisch ausgeprägt. Wann finden wir endlich ein Heilmittel gegen Krebs? Die Wahrheit ist: Nie. Es wird nie „das Heilmittel“ gegen Krebs geben. Da Krebs eine Vielzahl von Krankheiten darstellt, die auch von Person zu Person unterschiedlich ausgeprägt sind, ja sogar innerhalb einer Person unterschiedlich auftreten können, und durch eine Ansammlung unterschiedlicher Mutationen, die zu unterschiedlichen Effekten führen, entsteht, ist es unmöglich mit nur einem Hilfsmittel alles zu heilen. Die Forschung versucht durch eine Serie an Tests herauszufinden, was die beste Medizin für eine Person zu einem bestimmten Zeitpunkt ist. Doch das heißt nicht, dass die Forschung nicht dabei ist Fortschritte zu machen. An Impfstoffen wird geforscht, bereits mit menschlichen Testreihen, Nanobots werden entwickelt. Dies sind nur einige Beispiele und durch weitere Forschung wird in Zukunft die Überlebensrate bei einigen Krebsarten deutlich reduziert werden können.

Gleich knallt’s

Gleich knallt's. Das neue Jahr wird mit lauten Böllern eingeleitet (©Tim Reckmann / pixelio.de)

Gleich knallt’s. Das neue Jahr wird mit lauten Böllern eingeleitet (©Tim Reckmann / pixelio.de)

„Peng“, knallt es auf der Straße und hallt nach. Gleich noch einmal. „Peng.“ Es ist kaum Mittag am Vortag zu Sylvester und ich hab schon jetzt genug von dem Geknalle. Eigentlich seit Weihnachten vorbei ist höre ich die Böller explodieren und rieche immer mal wieder den Gestank des Schwarzpulvers auf der Straße. Ich ärgere mich schon jetzt und weigere mich, sogenannte „Knaller“ zu kaufen. Selbst die, die mein Sohn geschenkt bekommen hat, verweilen seit einem Jahr in einer Tüte und falls sie da nächstes Jahr noch liegen, wandern sie in den Müll.

Sylvester und ich vertragen uns dabei eigentlich ganz gut. Ich mag es, mich mit Freunden oder der Familie zusammenzusetzten, das letzte Jahr zu resümieren und mich darauf zu freuen, was alles im nächsten passieren kann. Es ist irgendwie ein Abend, wie alle anderen, nur dass Dinner for one läuft und wir uns in Gruppen versammeln. Seit wir Kinder haben, feiern wir dabei oft zu Hause, manchmal auch einfach nur für uns. Was brauchen wir da Knaller?

Je lauter, desto beliebter: Doch nicht alle haben ihren Spaß daran (©Stefan Bayer / pixelio.de)

Je lauter, desto beliebter: Doch nicht alle haben ihren Spaß daran (©Stefan Bayer / pixelio.de)

Die Tradition der lauten Böller kommt ja daher, dass die Menschen die bösen Geister für das nächste Jahr vertreiben wollten. Das weiß heute kaum ein Dreikäsehoch, der die lautesten seines Sortiments schon vor der eigentlichen Stunde 0 verschießt. Und so wie es auf der Welt aussieht, bezweifle ich, dass lautes Geknalle Geistern noch Schrecken einjagen würde. Es erschrecken sich dafür die Hunde und Katzen, die draußen oder drinnen am liebsten einfach nur davon rennen wollen. Für die empfindlichen Ohren der Tiere sind Knaller die reinste Tortur. Ich will gar nicht an die Vögel und Wildtiere denken, die auch noch davon betroffen sind.

Daneben, seien wir ehrlich, ist so ein Böller absolut nicht förderlich für die Umwelt. Die Gase, die wir an Sylvester jedes Jahr in die Luft pfeffern, bringen nicht nur uns selbst zum Röcheln und können uns die Tränen in die Augen treiben – sie verpesten geradezu auf einmal die Atmosphäre in erschütterndem Ausmaß. Wo Autos auf Feinstaubplaketten achten müssen, sind in Böllern und auch Raketen Kohlendioxid, Schwefeldioxid und Stickstoff – von Farbzusätzen, damit es bunt wird mal ganz abgesehen. Gesund ist das jedenfalls nicht.

Schön aber schädlich: Sylvester ist kein Umweltfreund (©Daniela Berghold / pixelio.de)

Schön aber schädlich: Sylvester ist kein Umweltfreund (©Daniela Berghold / pixelio.de)

Mir jedenfalls reicht auch eine Wunderkerze, um ein paar Funken an Sylvester zu streuen. Und die machen auch meinen Kindern am meisten Spaß. Ja, haltet mich für langweilig, spießig und doof, aber so ist das nun mal. Ich kann der Böllerei so wenig abgewinnen, wie den roten Nasen zwei Monate später. Und wenigstens sparen wir uns das Geld, anstatt es in die Luft zu jagen. Gut, zugegeben, eine kleine Packung Raketen schafft mein Mann dann doch jedes Jahr an und es gibt ein paar brave „Ohhs“ und „Ahhs“, wenn sie hochgehen. Aber nach 27 Jahreswechseln, von denen ich bestimmt mehr als einen gediegen verschlafen habe, finde ich etwas Ruhe, um ein neues Jahr einzustimmen wesentlich angenehmer, als noch mehr Krach. Vielleicht wird dann ja auch das nächste Jahr ein gemütlich ruhiges. Ein Versuch wäre es zumindest wert.

Ernährungstipps – Essen mit Genuss

Die letzten Plätzchen sind vertilgt, das Weihnachtsessen verdaut – und allmählich folgt auf das Fest der Besinnlichkeit die Phase der Besinnung. Denn neben den Geschenken sind es die Kalorien, die sich über die Feiertage angesammelt haben. Das Neujahr, das von vielen guten Vorsätzen begleitet wird, bietet demnach die ideale Gelegenheit, auf eine gesündere Ernährungsweise umzusteigen. Die wichtigsten Grundsätze dafür verraten wir euch hier:

Gesund: Bewusste Ernährung bedeutet nicht, hungern zu müssen (© Tim Reckmann / pixelio.de)

Gesund: Bewusste Ernährung bedeutet nicht, hungern zu müssen (© Tim Reckmann / pixelio.de)

Umstellung oder Verzicht?

Im Gegensatz zu einer Diät bedeutet eine Ernährungsumstellung nicht, weniger Nahrung aufzunehmen. Stattdessen sollen die Speisen gesünder konzipiert und bewusster konsumiert werden, sodass jeder Mensch seine persönliche – zu ihm passende – Ernährung finden kann. Ein Abnehm-Effekt zeigt sich somit zwar langsamer, aber stetig. Zudem sollte man – anders als in Diäten empfohlen – keinesfalls den individuellen Tages-Kalorienbedarf unterschreiten. Denn dass der Körper dadurch die Fettreserven abbaut, stimmt nur bedingt. Zunächst geht er nämlich erst an die Muskeln, bis er sich am eigentlichen Fett bedient.

Schlank im Schlaf und müde am Tag?

Das sogenannte „Schlank im Schlaf“-Prinzip von Dr. Pape basiert auf dem Grundgedanken, abends weniger Kohlenhydrate zu sich zu nehmen und somit den Insulinspiegel – das sogenannte „Zunehm-Hormon“ – im Schlaf niedrig zu halten. Dass das Insulin zudem das nachts ausgeschüttete Wachstumshormon HGH hemmt, ist ein weiterer Verzichtsgrund. Stattdessen solle man beim Frühstück vermehrt Kohlenhydrate aufnehmen. Dies hindert allerdings das als Stresshormon bekannte Cortisol daran, Fett zu verbrennen. In Verbindung mit Insulin hat es nämlich den gegenteiligen Effekt und erhöht die Aktivität von fettspeichernden Enzymen.

Erholsam: Auch im Schlaf kann man etwas für die Ernährung tun (© S. Hofschlaeger  / pixelio.de)

Erholsam: Auch im Schlaf kann man etwas für die Ernährung tun (© S. Hofschlaeger / pixelio.de)

Die Schlussfolgerung, gänzlich auf Kohlenhydrate zu verzichten, ist jedoch nur unter Vorbehalt gültig. Denn auch ein Mangel an Kohlenhydraten ist muskelabbauend, weshalb unter anderem Sportler dies durch Krafttraining ausgleichen müssen. Weiterhin sollte man – vor allem beim Frühstück – auf Kohlenhydrate in Form von Zucker verzichten, da dieser die Aktivität vom Hormon Orexin einschränkt – einem Hormon, welches uns wacher und fitter fühlen lässt. Den idealen Start in den Tag bietet ein Glas Wasser mit Zitrone und Ingwer. Auf Zucker wiederum könnte man bei der Ernährung gänzlich verzichten.

Light-Produkte statt Fett?

Light-Produkte mit einem reduzierten Fettgehalt vermitteln optisch Gesundheit und beruhigen das Gewissen. Bei Hüttenkäse oder Magerquark mit einem Fettgehalt von maximal 20 Prozent ist es auch durchaus sinnvoll, im Kühlregal darauf zurück zu greifen. In der Regel sind die Fettgehalte bei Milchprodukten wie Joghurt, Käse und Milch allerdings nicht einmal nennenswert, sodass man ruhigen Gewissens Lebensmittel mit vollem Fettgehalt kaufen kann. Diese sind zudem geschmacksintensiver, weshalb man gegebenenfalls auch weniger davon konsumiert – und dadurch gleich Fett einspart.

Reichhaltig: Auf gesunde Fette sollte man nicht verzichten (©Matthias Koranzki  / pixelio.de)

Reichhaltig: Auf gesunde Fette sollte man nicht verzichten (©Matthias Koranzki / pixelio.de)

Auf Fett sollte man allerdings nicht ganz verzichten. Gesunde und ungesättigte Fettsäuren, wie sie in Lein- und Olivenöl, Fisch und Nüssen vorhanden sind, sind für eine gesunde Ernährung unverzichtbar. So gehört auch zum Salat ein Schuss Öl in das Dressing, da dadurch erst die sogenannten „EDEKA“-Vitamine vom Körper aufgenommen werden können. Stattdessen sollte man auf gesättigte Fettsäuren verzichten. Weiterhin kann man sich bei Fisch an jeder Sorte bedienen und diese variieren. Fettfische wie Forellen oder Lachs gehören somit ebenso auf den Speiseplan wie die mageren Artgenossen Kabeljau oder Seelachs.

Kleiner Hunger und Heißhunger?

Bei einem kleinen Hungergefühl ist es wichtig, diesen zu stillen, sodass er sich nicht vergrößert. Ein gesunder Snack aus Gemüse, geschroteten Leinsamen oder Nüssen reicht dafür vollkommen aus. Neben den drei Hauptmahlzeiten sollten daher auch kleinere Zwischenmahlzeiten fest eingeplant werden. Stellt sich nach einer Hauptmahlzeit kein Sättigungsgefühl ein, ist zunächst der Gemüseanteil zu erhöhen. Für Gemüse gibt es nämlich – anders als bei Früchten und Obst aufgrund des Fruchtzuckeranteil – keine Grenze. Trinkt man jedoch zu wenig – also weniger als zwei Liter am Tag –, sollte man gegebenenfalls mehr Eiweiß zu sich nehmen. Dieses verstärkt nämlich das Durstempfinden. Heißhunger wiederum lässt sich durch ein heißes Getränk oder durch den Duft von echter Vanille bezwingen.

Sportlich: Nur mit genügend Bewegung lebt es sich gesund (© Klicker  / pixelio.de)

Sportlich: Nur mit genügend Bewegung lebt es sich gesund (© Klicker / pixelio.de)

Essen ohne Sport?

Neben einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung mit Vollkornprodukten, frischem Obst, Gemüse, guten Fettsäuren und genug Wasser sollte auf Sport keinesfalls verzichtet werden. Ein gesunder Ausgleich aus Kraft- und Ausdauer-Training stellt nämlich eine solide Grundlage für jede Ernährungsumstellung dar. Im Idealfall bringt man hierbei seinen Puls für einige Minuten auf die Maximalspitze, um das Herz-Kreislauf-System zu aktivieren. Der Maximal-Puls, den man jedoch nicht überschreiten sollte, ergibt sich aus der Rechnung „180 – Lebensalter“. Mit ausreichend Sport und einer bewussten Ernährung lässt sich nicht nur gesünder leben, sondern auch genießen – ganz ohne schlechtes Gewissen.

Vorschau: Nächste Woche verraten wir euch, wie ihr eure Neujahrsvorsätze am ehesten einhalten könnt.

Die vielseitigen Wirkungen der Tees – Teil 2

Jeder von uns hat mindestens einmal in seinem Leben über folgende Umstände geklagt: Stress, Ma­gen-Darm- und Verdauungsprobleme, innere Unruhe oder auch Schlafprobleme. Beschwerden, de­nen wir am liebsten entgegenwirken wollen und deswegen meistens gleich zu Medikamenten grei­fen. Allerdings gibt es einige sehr wirkungsvolle und leckere Teesorten, die in solchen Fällen einge­setzt werden können. Face2Face stellt euch einen weiteren Teil der verschiedenen, gesunden Tees vor:

Große Auswahl: Es gibt unzählige gesunde Teesorten (Foto: Sharifi)

Große Auswahl: Es gibt unzählige gesunde Teesorten (Foto: Sharifi)

1. Baldrian Tee
Die Pflanze gilt in der Medizin als leichtes Beruhigungs- und Schlafmittel. Daher wirkt sich der Tee ebenfalls schlaffördernd und beruhigend aus. Häufig wird er auch gegen innere Un­ruhe, Nervosität und Angst getrunken. Schließlich ist Baldrian stimmungsaufhellend und er­zeugt einen Ausgleich für das Nervensystem. Daher wird dieser Tee auch Schlaf- und Ner­ventee genannt.
Wer unter enormer Prüfungsangst leidet, dem wird empfohlen Baldrian mehrere Tage vorher schon zu trinken, da es die Angst etwas mindert.

2. Hagebutten Tee
Dieser Tee ist eine wahre Vitaminbombe, vor allem besitzt er sehr viel Vitamin C. Aus die­sem Grund empfiehlt es sich diesen vorbeugend zu trinken, um die natürlichen Abwehrkräf­te zu unterstützen. Der Hagebutte wird eine wundheilungsfördernde Wirkung zugesprochen, welche auch bei Magen-Darm-Problemen hilft. Vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern ist der Tee förderlich. Da der Tee eine Normalisierung der Darmtätigkeit wieder herstellt, wird er sowohl bei Verstopfungen als auch bei Durchfall gerne getrunken.

Gesunde Tees: Verschiedene Tees wie Johanniskraut helfen ähnlich gut wie Medikamente (Foto:Sharifi)

Gesunde Tees: Verschiedene Tees wie Johanniskraut helfen ähnlich gut wie Medikamente (Foto:Sharifi)

3. Johanniskraut Tee
Seit mehr als 2000 Jahren gilt diese Pflanze als eine sehr wirksame und entzündungshem­mende Heilpflanze. Sie kann bei Menschen und Tieren angewandt werden. Eine äußerliche als auch innerliche Behandlung ist möglich, wie zum Beispiel zur Wundheilung durch äu­ßerliche Anwendung.
Johanniskraut gilt als bestes pflanzliches Mittel gegen Depressionen und wirkt besonders bei mehrwöchigem oder monatlichem Gebrauch. Außerdem hilft Johanniskrauttee gegen Ver­stimmungszustände, Ängste, innere Unruhe, Nervosität und Verdauungsproblemen. Da die Pflanze nicht mit allen Medikamenten kompatibel ist, sollte vorher eine Absicherung bei ei­nem Arzt oder Apotheker eingeholt werden. Darüber hinaus wird von einer Verwendung bei Kindern unter zwölf Jahren abgeraten, ebenso bei Schwangeren oder Stillenden. Grund hier­für ist die unzureichende Untersuchung der Wirkungen, auf die oben zutreffenden Personen­kreise.

4. Malvenblätter Tee
Die Malvenblätter führen eine Reizlinderung bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum herbei. Ebenso ist der Tee gut für den Magen-Darmtrakt, gegen Reizhusten, Zahnfleischentzündungen und Halsschmerzen.

5. Melissen Tee
Die Melisse wird hauptsächlich bei Erkältungskrankheiten und Magenbeschwerden verwen­det. Allerdings kann diese Pflanze weit aus mehr, wie zum Beispiel Herz und Nerven beru­higen und damit Herzrasen und -klopfen vermindern. Darüber hinaus ist die Melisse gut für das Wohlbefinden und kann bei regelmäßiger Einnahme depressive Zustände mildern. Auch kann durch das Trinken erhöhter Blutdruck gesenkt, Leber- und Gallenleiden vermindert und das Immunsystem gestärkt werden.

6. Pfefferminz Tee
Der Pfefferminze wird eine antivirale Wirkung zugeschrieben und sie ist gegen viele Be­schwerden hilfreich. Der Tee wirkt sich krampflösend bei Magen-Darm- und Menstruations­problemen aus. Häufig wird Pfefferminztee auch bei einem verdorbenem Magen getrunken, da der Tee einen beruhigenden Effekt hat. Außerdem tötet die Pfefferminze Keime im Mun­d- und Rachenraum, weswegen sie auch gerne bei Halsschmerzen und – kratzen eingesetzt wird. Die Pflanze hat einen positiven Effekt bei Husten, da sie sich schleimlösend auswirkt und die Atemwege befreit. Auch bei Spannungskopfschmerzen und Migräne ist Pfefferminz­tee gut, denn der Schmerz wird gelindert. Weiterhin wird der Tee bei Übelkeit, Brechreiz und zur Appetitförderung eingesetzt.

Vorschau: Nächste Woche präsentiert Face2Face ein kreatives Geldgeschenk.

Die vielseitigen Wirkungen der Tees – Teil 1

Eines der beliebten Heißgetränke mit etwa 3000 verschiedenen Sorten ist der Tee. Dieser stammt hauptsächlich von der Pflanze Camellia ab. Darüber hinaus werden die zahlreichen Teesorten auch von verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen, wie z. B.: aus Blättern, Rinde, Knospen, Blüten, Wurzeln oder Stängeln. Auch Kräuter- und Früchteaufgüsse werden als Tee bezeichnet. Einige davon haben auch eine heilende Wirkung und werden je nachdem für verschiedene Zwecke angewendet. Diese stellen euch Face2Face im Folgenden vor:

Die Qual der Wahl: Welchen Tee trinke ich heute? (Foto:Sharifi)

Die Qual der Wahl: Welchen Tee trinke ich heute? (Foto:Sharifi)

1. Schwarztee:
Dieser Tee wird häufig bei leichtem Durchfall oder Magenbeschwerden angewandt, da er eine hemmende Wirkung auf verschiedene Durchfallerreger hat. Bei übermäßigem Genuss kann er allerdings auch Magenbeschwerden verursachen. Auch senkt der Schwarztee den Blutdruck, wirkt beruhigend auf die Nerven und fördert die Konzentration. Vor allem aber, wird ihm eine vorbeugende Wirkung gegen Karies und Knochenschwund zugesprochen, die sich auf den hohen Fluoridgehalt stützen. Allerdings kann Schwarztee die Eisenaufnahme behindern und zu Eisenmangel führen oder die bestehende Blutarmut verschlimmern.

2. Grüner Tee:
In Asien gilt der grüne Tee als Heilmittel, da er Herz-und Kreislaufprobleme sowie Krebs vorbeugt. Auch er soll Karies verhindern.

3. Kamillentee:
Das Allheilmittel bei Erkältungen und Entzündungen. Kamillentee ist gut für den Magen-Darmtrakt, da er diesen beruhigt. Außerdem wird er bei Erkältungen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum empfohlen.

4. Weißer Tee:
Wer seinen Stoffwechsel anregen und der Hautalterung entgegenwirken möchte, sollte es mit dem weißen Tee versuchen. Schließlich wirkt er sich dabei positiv aus und ist zudem ein entzündungshemmender Tee, welcher zusätzlich das Immunsystem stärkt, den Blutdruck und den Cholesterinspiegel senkt.

5. Oolong Tee:
Dieser Tee wird gerne zur Gewichtsreduktion eingesetzt. Vor allem aber senkt der Oolong Tee den Blutzuckerspiegel und schützt vor Bluthochdruck.

6. Rooibos Tee:
Als einer der gesündesten Tees gilt der Rotbuschtee (Rooibos Tee). Seine Wirkungen auf die Gesundheit reichen von entzündungshemmend, krampflösend bis hin zu blutdrucksenkend. Der Rotbuschtee ist gut bei Magen-Darmbeschwerden, Nervosität und Schlafproblemen.

7. Fencheltee:

Fenchel-und Anistee: Der Tee ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch richtig gut! (Foto:Sharifi)

Fenchel-und Anistee: Der Tee ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch richtig gut! (Foto:Sharifi)


Wer häufig unter Husten leidet, der sollte öfters Fencheltee trinken. Dieser ist schleimlösend und hilft bei Erkältungen und Husten. Darüber hinaus beruhigt er den Magen und wer Fenchel-Anistee trinkt, leidet weniger häufig unter Blähungen.

In diesem Sinne wünscht die TIPPS&TRICKS Redaktion euch frohe und gesunde Osterfeiertage!

Vorschau: Nächste Woche lest ihr wie man erfolgreich auf Schnäppchenjagd geht.

Grüne Smoothies – Powerdrinks aus dem Mixer

Grüne Smoothies sind der Trend aus Hollywood und wohl die vitaminreichste Variante, Obst und Gemüse auf einfache Weise mit in den täglichen Speiseplan zu integrieren.

Grüne Smoothies: Lecker und so gesund (Foto: Beyl)

Grüne Smoothies: Lecker und so gesund (Foto: Beyl)

In den vergangenen Jahren hat sich der Lebensstil in der westlichen Welt stark verändert: Neue Arbeitsbedingungen und die zunehmende Schnelllebigkeit führen zu einer mangelhaften Nährstoffversorgung – die Zeit sich gesund zu ernähren, fehlt vielen Menschen immer mehr. Da sind die schnell zuzubereitenden Powerdrinks aus dem Mixer eine leckere Möglichkeit, sich an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen.

Aber warum sollten wir gerade grüne Smoothies trinken? Im Gegensatz zu den süßen, fruchtigen Obstsmoothies bestehen die grünen Smoothies bis zur Hälfte aus grünem Gemüse – in der Regel aus grünem Blattgemüse. Die Blätter enthalten eine enorme Menge aus belebenden Vitaminen, Mineralstoffen, entgiftenden Enzymen und sättigenden Ballaststoffen, die unsere Immunabwehr stärken und vor allem für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden sorgen.

Damit auch ihr mit einem grünen Smoothie starten könnt, verraten wir euch das Basis-Rezept für euren Powerdrink. Es besteht aus drei Grundzutaten: Wasser, Blattgemüse und Obst zu je 33 Prozent. Ihr könnt eure eigenen Rezepte kreieren und immer wieder Neues ausprobieren – je nach Geschmack und dem, was ihr gerade im Haus habt.

Zubereitung im Mixer: Wasser-Rucola-Mango-Minze-Smoothie (Foto: Beyl)

Zubereitung im Mixer: Wasser-Rucola-Mango-Minze-Smoothie (Foto: Beyl)

100-150ml – die Basis: Wasser, Sojamilch, Apfelsaft oder Organgensaft

100-150g grüne Zutaten: Spinat, Rucola, Salat, Grünkohl, Küchenkräuter, Grün von Karotten und vieles mehr

100-150g süße Früchte: Apfel, Birne, Banane, Mango, Beeren, Ananas, Kiwi und was euch noch alles einfällt

Das gewisse Etwas: Zimt, Vanille, Minze, Datteln, Limettensaft etc.

Zubereitung: Die Zubereitung ist ganz einfach: Alle Zutaten waschen, eventuell schälen, in Stücke schneiden, in den Mixer geben und pürieren bis der Smoothie ganz fein ist. Fertig!

Extra-Tipps:

• Am Anfang empfehlen wir euch den Fruchtgehalt höher zu halten, um sich langsam an den grünen Geschmack zu gewöhnen. Die Süße macht die gesunden Bitterstoffe nämlich erst erträglich. Der grüne Smoothie soll schließlich lecker schmecken.

• Der Smoothie ist für einen stressigen Alltag optimal geeignet. Ihr könnt euch die Smoothies morgens zubereiten und in eine Flasche abfüllen – somit seid ihr gestärkt für den Tag, egal wann der Hunger eintritt und wo ihr gerade seid.

• Die optimale Konsistenz der Smoothies ist cremig oder leicht breiig, ihr könnt sie beliebig mit mehr oder weniger Basis-Flüssigkeit anpassen.

• Die grünen Smoothies sind sehr sättigend und können eine Mahlzeit ersetzen.

• Je weniger Zutaten ihr in eurem Smoothie verwendet, desto verdaulicher. Beginnen solltet ihr deshalb mit einer Sorte Obst und einer Sorte der grünen Zutaten.

• Nüsse und Haushaltszucker sind schlecht geeignet für den grünen Smoothie – sie behindern den Verdauungsvorgang.

• Verwendet immer wieder unterschiedliches Blattgemüse. Mit der Abwechslung erhält eurer Körper viele unterschiedliche Vitalstoffe – und es kann zu keinen Unverträglichkeits- und Vergiftungserscheinungen kommen.

• Für die Zubereitung der Smoothies eignen sich besonders leistungsstarke Standmixer, die auch grob gestückelte Zutaten sehr fein zerkleinern können.

• Ein grüner Smoothie schmeckt frisch zubereitet am besten. Er hält jedoch auch im Kühlschrank ein bis zwei Tage – und dies ohne seine grüne Farbe zu verlieren.

Wir wünschen euch einen erfrischenden und vitaminreichen Genuss!

Vorschau: Nächste Woche geht es hier um verschiedene Tees und deren Wirkung.

Bloß keine Zeit verlieren

Aufbruchstimmung: Am Bahnhof Roma Termini kurz vor der Abfahrt des Nachtzuges gen Norden.

Aufbruch: Am Bahnhof Roma Termini kurz vor der Abfahrt des Nachtzuges gen Norden. (Foto: Resch)

In nur einem Tag von München nach Rom und wieder zurück. Klingt ein wenig schräg, ist es vielleicht auch, aber es ist möglich. Mit dem Nachtzug ab in die Ewige Stadt, sich so viel wie eben geht anschauen, und dann mit dem nächsten Nachtzug wieder zurück in die Bayern-Metropole. Stressig, aber zu schaffen – ich spreche aus Erfahrung.

Dass so etwas überhaupt möglich ist, ist nur die Konsequenz unserer immer mobileren Gesellschaft. Immer größere Distanzen in immer kürzeren Zeiten mit noch dichteren Taktungen. Hier in meiner Heimatstadt München gehören Nachtzüge und Express-Flüge in aller Herren Länder schon lange zum Alltag.

Immerhin haben wir keine Zeit zu verlieren. Die globalisierte Welt besteht aus Wirtschaftsbeziehungen über alle Länder und Kontinente hinweg. Außerdem ist Zeit bekanntermaßen Geld, und da wir das Geld im Sekundentakt verdienen wollen, muss unsere Mobilität eben genauso getaktet sein. Die Kehrseite der Medaille: Wir brauchen eine immer komplexere und ergo teurere Infrastruktur, die uns diesen Wahnsinn ermöglicht.

Allein hier innerhalb der Grenzen Münchens geht es schon ordentlich rund. Die Verkehrssysteme sind dem Bersten nahe, wenn es so weiter geht, dann droht meinem geliebten „Minga“ der Verkehrsinfarkt. Der „Mittlere Ring“, also die Schnellstraße innerhalb der Stadt ist genauso überlastet wie die A99, die Autobahn um München herum. Und auch bei den Öffentlichen sieht es nicht besser aus: Neue U-Bahnlinien sind schon in Planung, denn nicht einmal ein Zwei-Minuten-Takt scheint zu Stoßzeiten mehr zu reichen. Und bei der S-Bahn braucht man nur „Zweite Stammstrecke“ oder „Transrapid-Alternative“ zu nennen, und schon ist alles klar.

Wir sehen: Es ist eine Menge los und München ist dabei eben nicht die einzige Stadt, hier nur ein Beispiel unter vielen. Kann das gesund sein? Ist es gut, wenn wir immer mehr Verkehr brauchen? Sicher, Städteplaner und Lokalpolitiker freut’s, arbeitslos werden sie so ganz bestimmt nicht.

Doch wie sieht es mit uns normalen Leuten aus? Ist es sinnvoll, wenn es immer schneller und direkter geht? Die Erfahrungen von meiner Romreise haben mich eines gelehrt. Es geht, aber das heißt noch lange nicht, dass es auch so sein muss. Ich weiß noch, wie fertig ich war, nachdem ich zweimal zwölf Stunden nachts in meinem Sitzabteil verbracht hatte. Gott sei Dank waren alle in meinem Abteil sehr nett, sodass beide Fahrten noch erträglich waren. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie unmenschlich es werden kann, wenn man die falschen Mitreisenden erwischt. Dann kommt zum Schlafentzug noch elender Frust dazu.

Gedrängt: Immer mehr Verkehr belastet Nerven und Gesundheit

Gedrängt: Immer mehr Verkehr belastet Nerven und Gesundheit (©Jens Märker/Pixelio.de)

In jedem Fall ist der menschliche Körper einfach nicht gemacht für unsere hyperaktive Mobilität. Wir Menschen sind von der Natur nicht für diesen Stress geschaffen, derartigen Zeitdruck haben wir uns schon selbst auferlegt – unser Organismus konnte da nicht mithalten und sich anpassen. Folglich bleibt es einfach nur eine Vergewaltigung von Körper und Psyche, wenn man sich so viel Stress zumutet. Ab und an als kleines „Abenteuer“ mag es ja noch in Ordnung und zu verkraften sein, aber wenn es anfängt, dass so ein Lebenstempo zum Alltag wird, dann ist es nur noch ungesund.

Da lob ich mir mein Fahrrad. Jetzt darf mich gerne jeder beschmunzeln oder auch herzlich auslachen, sei’s drum. Denn es tut mir einfach gut, wenn ich bewusst auf Hochgeschwindigkeit verzichte und dafür begrenztes Tempo und beschränkte Reichweite wähle. Ich finde, gerade das brauchen wir heute, eine „Entschleunigung“ des Alltags.

Vorschau: Nächste Woche wird es erfrischend in der Kolumne, denn Eva berichtet dann über Trinken und Getränke in unserer Gesellschaft.

Warum erholsamer Schlaf so wichtig ist

Wir brauchen den Schlaf wie die Luft zum Atmen, das ist klar. Fast ein Drittel unseres gesamten Lebens verbringen wir schlafend im Bett. Doch immer häufiger kämpfen wir gegen die Müdigkeit an und verkürzen bewusst unsere Schlummerphase. Wie wichtig Schlafen für ein ausgeglichenes und gesundes Leben ist, wird dabei häufig vergessen. Denn auf Dauer ist zu wenig Schlaf gefährlich und kann krank machen – chronische Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Depressionen, Herz-Kreislauf-Störungen und vor allem Stress und schlechte Laune sind die Folgen.

Die Tipps&Tricks-Redaktion will den World Sleep Day 2014 am Freitag, 14. März nicht verschlafen: Wir wollen den Aktionstag nutzen, um euch die wichtigsten Tipps für einen erholsamen Schlaf und ein gesundes Leben zu verraten.

Erholsamer Schlaf: Wichtig für Gesundheit und Leistungsfähigkeit (© Jörg Brinckheger/ pixelio.de)

Erholsamer Schlaf: Wichtig für Gesundheit und Leistungsfähigkeit (© Jörg Brinckheger/ pixelio.de)

  • Die perfekte Schlafdauer gibt es nicht – es gibt Menschen, die sich nach sechs Stunden absolut fit fühlen, aber auch Menschen, die über zehn Stunden Schlaf benötigen, um gut gelaunt in den Tag zu starten. Die meisten Menschen schlafen jedoch sieben bis acht Stunden in der Nacht. Ideal gilt übrigens die Schlafdauer von 7,5 Stunden, denn sie verspricht laut Untersuchungen ein langes Leben.
  •  Nach Möglichkeit immer zur selben Uhrzeit ins Bett gehen und wieder aufstehen. So gewöhnt sich die „innere Uhr“ an den Rhythmus und auch das frühe Aufstehen ist leichter. Vor allem bei Schlafstörungen sollte man sich an den Takt halten. Das lange Ausschlafen am Wochenende und Mittagschlaf sind dann tabu – der Körper wird es einem jedoch danken.
  •  Das Schlafzimmer vor der Nachtruhe gut lüften, so wird die Sauerstoffversorgung gewährleistet. Dabei besser bei niedrigerer Zimmertemperatur schlafen, denn nichts ist unangenehmer für den Körper als im Schlaf zu schwitzen. Die perfekte Zimmertemperatur beträgt 16 Grad Celsius.
  •  Wichtig für einen erholsamen Schlaf sind außerdem folgende Regeln: Direkt vor dem Schlafengehen keine großen Mahlzeiten essen – am besten sollten zwei Stunden vergangen sein. Außerdem mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen auf Alkohol verzichten: Zwar beschleunigt er meist das Einschlafen, beunruhigt jedoch enorm die spätere Schlafphase.
Nachtruhe: Entspannung für Körper und Geist  (© Andrea Kusajda/ pixelio.de)

Nachtruhe: Entspannung für Körper und Geist (© Andrea Kusajda/ pixelio.de)

  •  Zuletzt solltet ihr  versuchen, Körper und Geist vor dem Schlafengehen in eine Ruhephase zu bringen. Schlafstörungen sind dann vorprogrammiert, wenn anstrengende geistige und körperliche Tätigkeiten kurz vorher geleistet werden – deshalb gilt es auf Sport, Horrorfilme oder anstrengende geistige Arbeit zu verzichten. Optimal ist es, ruhige Musik zu hören oder entspannt ein Buch zu lesen.

Ins Bett gehen, die Äuglein schließen, einschlafen und erholt aufwachen – das ist für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit absolut notwendig und sollte nicht unterschätzt werden.

Vorschau: Nächste Woche verraten wir euch an dieser Stelle nützliche Tipps rund um das Thema TeamViewer.

 

Chemikalien und ihre Folgen, Teil 3: Weichmacher in Kunststoffen

EDC’s oder endocrine-disrupting chemicals (zu Deutsch: endokrine, also störende Chemikalien) nennt man eine Mixtur aus Chemikalien in der Umwelt, die eine hormonelle Interaktion eines Lebewesens beeinträchtigen kann. Solche Substanzen finden sich heutzutage überall, auch wenn wir sie nicht sehen, und sie können nicht nur die Tierwelt, sondern ebenfalls unsere Gesundheit gefährden. Wie ernst wir dies nehmen müssen, zeigen wir euch anhand jüngster Beispiele. Heute: Kunststoffe.

Trinkflaschen aus Plastik: Kunststoffe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. (Foto: © CFalk / pixelio.de)

Der Boden der Wohnung ist aus PVC. Das Baby spielt mit einer Kunststoffrassel und steckt sie sich in den Mund. Die Mutter holt das Essen aus dem Kühlschrank, um es vorzubereiten. Der Salat in einer Plastiktüte ist noch frisch und das Steak aus dem Supermarkt ist ebenfalls in abgepackt. Der Vater gönnt sich noch einen Schluck Wasser, aus der PET-Flasche natürlich, denn Glasflaschen lassen sich so schwer in den fünften Stock schleppen. Kunststoffe sind aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Doch wie gesund ist das eigentlich?

Bisphenol A, kurz BPA, dient als Ausgangsstoff zur Synthese von Kunststoffpolymeren, wie Polyestern, Polycarbonate und Epoxidharzen (daraus werden Beschichtungen gemacht von Lebensmittelkonserven, Trink- und Abwasserrohre, Lacke, Farben und Klebstoffe), ebenso dient es als Weichmacher in der Polymerisation von Polyvinylchlorid, kurz PVC. Phtalate, eigentlich Phtalsäureester, wird ebenfalls als Weichmacher für Kunststoffe wie PVC, Nitrocellulose und synthetisches Gummi verwendet, sind aber ebenfalls in Kosmetikprodukten vorhanden. Beide Stoffe lassen sich im Urin von uns allen nachweisen.

Studien belegen einen Zusammenhang zwischen Diabetes, Herz-Kreislauf Problemen und Fettleibigkeit durch einen erhöhten BPA-Spiegel. Bei Experimenten mit Mäusen und Vögeln waren die Gehirn- und die Sexualentwicklung gestört. Auch Phtalate können wie Hormone wirken und stehen mit Unfruchtbarkeit, Übergewicht und Diabetes in Zusammenhang. Die Giftigkeit erhöht sich natürlich in Verbindung mit anderen Substanzen.

Neuste Studien aus dem Jahr 2012 belegen, dass Kleinkinder Phtalate aus PVC Böden durch die Haut und womöglich sogar durch das Atmen, aufnehmen. Asthma und Allergien sind die Folge. Auch ADHS steht mit diesen Substanzen in Verbindung. Im März 2013 veröffentlichte die University of Texas Health Science Center eine Studie, in der sie in den Nahrungsmitteln aus dem Supermarkt, wie Pizza und abgepacktem Fleisch ebenfalls Phtalate fanden.

Doch wie können wir uns davor schützen? Wohl gar nicht. Die Stoffe sind bereits überall zu finden und nicht mehr aus unserer Umgebung wegzubringen. An jeder Stelle in der Nahrungskette können sich die Stoffe einbringen und so letzten Endes in den Menschen gelangen.

Die Wissenschaftler des Institute of Environmental Decisions in Zürich spekulierten bereits im Jahre 2009, was Forscher der University Washington nun in einer neuen Studie, veröffentlicht im Februar 2013, bestätigen: Auch Menschen, die sich gesünder ernähren und natürlich angebaute Nahrungsmittel zu sich nehmen, können der Vergiftung nicht entkommen. Alle Kontrollgruppen, die darauf achteten die Belastung durch Kunststoffe gering zu halten, hatten ähnliche Konzentrationen der Stoffe in sich.

Dies heißt jedoch nicht, dass es nichts bringen würde darauf zu achten, weniger Kunststoffkontamination in seinem Essen zu haben. Immer noch gilt, dass der Mix aus Verschiedenen Chemikalien die toxischen Wirkungen verschlimmern kann. Doch wichtig ist vor allem, dass die Politik und die Industrie endlich weitgreifende Schritte einleiten müssten, um die Verwendung zu stoppen. Bessere Kontrollen bei Nahrungsmitteln und Kosmetikprodukten ist das, was den Menschen helfen müsste.

Vorschau: Nächste Woche beschäftigen wir uns mit der Frage: Was ist eigentlich Bio?