Kleiderständer?! – Selbstversuch Fotomodel

Fotograf beim Face2Face-Selbstversuch: Holger Thomas (Foto: Stefan Engler)

Fotograf beim Face2Face-Selbstversuch: Holger Thomas (Foto: Stefan Engler)

„Entweder du wirst mal Journalistin oder aber Model“ – das sagte einmal ein Kumpel zu mir. Obwohl ich mich durchaus geschmeichelt fühlte, war meine Antwort darauf: „Ich und modeln? Wohl eher nicht.“ Der Gedanke daran, einmal als Journalistin zu arbeiten, ließ mich so schnell allerdings nicht wieder los…

Dass mir dieses Gespräch ausgerechnet jetzt in den Kopf kommt, wo ich vor einem beleuchteten Spiegel sitze und mich für das anschließende Fotoshooting frisieren und schminken lasse, ist kein Wunder. Denn heute starte ich meinen Selbstversuch Fotomodel.

Kleiderständer spielen, nichtssagend in die Gegend grinsen, fürs Rumstehen bezahlt werden – es gibt so einiges an Vorurteilen über Models und genau diesen Vorurteilen werde ich heute auf den Grund gehen. An meiner Seite: Visagistin Natascha Pfeifer alias Zauberpinselchen und Fotograf Holger Thomas. Beide keine Unbekannten für mich – schließlich zauberte mir Natascha im Selbstversuch Bodypainting bereits eine eindrucksvolle Schildkröte auf den Rücken und Holger hielt das fotografisch fest.

Wie fühlt man sich eigentlich als Model? Das testet Face2Face-Chefredakteurin Tatjana heute (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Wie fühlt man sich eigentlich als Model? Das testete Face2Face-Chefredakteurin Tatjana für euch (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Heute allerdings soll ich ein bisschen mehr machen, als mich anmalen zu lassen und möglichst mit dem Rücken zur Kamera zu stehen. Heute soll ich das Model mimen und befürchte – wie sich später herausstellen soll, zu Recht – dass es mit ein bisschen Gegrinse nicht getan ist.

Während mir Natascha für den Beachlook die Haare zu zwei lockeren Zöpfen flicht und Muschelketten hineinbindet, möchte ich von Holger wissen, wie eine Frau sein muss, um sich als Model zu eignen. „Nach mehrjähriger Erfahrung sind mir primär Zuverlässigkeit und Verantwortung wichtig“, erklärt der 48-Jährige, „bezüglich des Aussehens muss ich sagen, dass meiner Meinung nach ein guter Fotograf aus jeder Person etwas ausschöpfen können sollte. Die Kunst besteht darin, aus jedem etwas heraus zu kitzeln, sodass man das Besondere in ihm erkennt.“ Damit lastet die Verantwortung für das Gelingen des Shootings wenigstens nicht mehr zu 100 Prozent auf meinen Schultern, denke ich mir und lehne mich entspannt zurück, während mir Natascha das Gesicht abpudert.

Mit dem Lieblingsoutfit ist man doch gleich viel entspannter: Tatjana im Beachlook (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Mit dem Lieblingsoutfit ist man doch gleich viel entspannter: Tatjana im Beachlook (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Als es dann allerdings wirklich losgeht, kann ich meine Nervosität kaum noch verstecken. Und das Schlimmste: Man sieht sie mir auf den Fotos auch deutlich an: Verkniffener Mund, unsicherer Blick. Nach fast jedem Schuss zeigt mir Holger das Ergebnis und wir besprechen gemeinsam, was uns gefällt und was ich besser machen kann. So viel Feedback zu bekommen ist schon einmal hilfreich. Auch das, wovor ich mich am meisten gefürchtet habe, – die „mach einfach mal irgendwas! Begeistere uns!“-Aufforderung á la Germanys next Topmodel – bleibt aus. Stattdessen zeigt mir Holger, der hauptberuflich als Instandhaltungsplaner arbeitet, anschaulich, wie ich posieren soll – und das sorgt nicht nur für ein Sicherheitsgefühl bei mir, sondern auch für den einen oder anderen Lacher. Sein großes Engagement beruht auf der Bedeutung, die das Fotografieren für ihn hat: „Für mich ist es Lebensinhalt und Bestätigung; aber vordergründig das Kennenlernen der Menschen, die Rückmeldung der Menschen, die ich fotografiere. Wenn ein Shooting gelingt, sehe ich Freude und Glück in ihren Augen.“

Und genau diese Freude empfinde ich nach den ersten paar Fotos auch. Mit jedem Outfit schlüpfe ich gleichzeitig auch in eine andere Rolle, fühle mich anders und bewege mich anders. Aber Spaß ist nicht das einzige, das ich mit fortschreitender Zeit spüre: In unbequemen Posen entspannt aussehen, möglichst wenig blinzeln, konzentriert sein – jetzt kann ich zumindest teilweise nachvollziehen, weshalb einige Models „für ein bisschen rumstehen und gut aussehen“ so gut bezahlt werden.

Horror-Outfit-deluxe: Der Totenkopf und Tatjana wurden schnell Freunde (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Horror-Outfit-deluxe: Der Totenkopf und Tatjana wurden schnell Freunde (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Als ich Natascha und Holger gegen 20.30 Uhr das letzte Outfit – ursprünglich sollten Lederleggings und hohe Hacken eine Art Rock-Outfit-light darstellen – präsentiere, habe die beiden eine Idee, die mich zuerst ein wenig aus dem Konzept bringt. Doch sei es nun dem Anflug von Müdigkeit oder meiner aufkeimenden Experimentierfreudigkeit geschuldet, ich ziehe mit. Und erschrecke mich eine gute halbe Stunde später vor mir selbst: Bauchnabellange, schwarze Locken mit knallroten Strähnchen, dunkel geschminkte Augen und eine schwarze Corsage machen aus meinem Rock-Outfit-light ein Horror-Outfit-deluxe. Wie passend, dass Natascha in ihrem Fundus noch einen Totenkopf findet, mit dem ich dann posieren darf…

Nach den schwarz-roten Haarteilen ist dann natürlich auch noch eine blonde Barockperücke dran und ich mache erstmalig Bekanntschaft mit aufklebbaren Wimpern, die zwar grandios aussehen, es mir aber schier unmöglich machen, die Augen offen zu halten. Wie schaffen es die Mädels, die sowas täglich tragen, nur nicht dauerhaft mit Schlafzimmerblick in die Welt hinaus zu schauen?

Kurz nach 22 Uhr ist dann alles im Kasten: Sechs verschiedene Looks, drei verschiedene Haarfarben, zwei durchgeknallte Künstler und eine erschöpfte, aber glückliche Journalistin.

Ungewohnter Anblick: Face2Face-Chefredakteurin Tatjana mit blonder Barock-Perücke (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Ungewohnter Anblick: Tatjana mit blonder Barock-Perücke (Foto: Fotoshooting-Mannheim.de)

Wie habe ich mich nun aber bei meinem ersten professionellen Fotoshooting angestellt, lieber Holger? „Um ehrlich zu sein, war es mit dir wirklich sehr leicht. Es hat schlicht und ergreifend gepasst und sehr viel Spaß gemacht.“ Na, wenn das mal nicht ein gelungener Abschluss für einen spannenden Selbstversuch ist…

Mein Fazit: Modeln ist alles andere als Kleiderständer spielen, es erfordert Disziplin und Konzentration – aber vor allem macht es riesigen Spaß!

Kontakt:
Fotoshooting Mannheim – Holger Thomas Photographie
0160 95012649
Foto-H.Thomas@directbox.com

Vorschau: Nächsten Dienstag erfahrt ihr im Panorama wo sich der reisende Koffer der Viva con Agua-Organisation gerade befindet und welche Ziele noch vor ihm liegen.

 

Schön und schlau – ein Plädoyer dafür, Germany’s Next Topmodel trotzdem schauen zu können

Es ist noch nicht allzu lange her, da war mein Leben zum Wochenende hin um ein Ritual reicher: Donnerstag, pünktlich um Viertel nach acht am Abend. Denn unsere Kleingruppe, bestehend aus einer Handvoll Mädels und einem schwulen besten Freund, wollte es – während sie nebenbei einige kalorienreiche Süßspeisen verzehrten und bei wöchentlich wechselndem Gastgeber alkoholische Getränke kredenzt konsumierten – jede Woche aufs Neue wissen. Schließlich „kann nur eine Germany’s Next Topmodel werden! “

Allerdings dürfte Heidi Klums allwöchentliches Mantra dem einen oder anderen berechtigterweise zum Halse heraushängen; und auch das Format sorgt, nachdem bereits die gefühlt tausendste Staffel über den Bildschirm geflimmert ist, mittlerweile für keinerlei Sensation mehr. Die Show bleibt konstant die Gleiche, bloß die Besetzung ändert sich von Mal zu Mal. Unumstößlich ist dabei die Tatsache, dass keiner der Charaktere so recht im Gedächtnis haften geblieben ist – oder wer weiß heute noch, welches Mädchen damals das Cover der deutschen Cosmopolitan geziert hat und das Gesicht der Venus-Kampagne für Damenrasierer wurde? Es schockiert mich zugegebenermaßen selbst, dass ich sämtliche, auf radikalen Produktplatzierungen basierende Details derart mechanisch herunterbeten kann, während dazugehörige Namen und Personen aus jeglicher Erinnerung wie ausradiert scheinen. Hält mich die Industrie etwa unbewusst längst fest in ihren schmierigen Griffeln? Sind meine Freunde und ich, die wir das gemeinsame Bestaunen minderjähriger Magermodels auf ProSieben zu unserem Plaisierchen haben, in den letzten Jahren zu nicht mehr als den vorbildhaften Opfern der privaten Fernsehanstalten mutiert?

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Schon große Mädchen: Keine Sorge, wir wissen längst, dass Size Zero nicht alles ist. (Foto: T.Gartner)

Da diese Kolumne jedoch die Überschrift „Schön und Schlau“ trägt, bemühe ich mich natürlich, diese provokanten Thesen tunlichst zu widerlegen. Und das sogar aus Überzeugung: Ich halte weder mich noch meinen Freundeskreis für geistig verkommen oder gar schwachsinnig genug, den präsentierten und dabei vage rekonstruierten Model-Alltag für bare Münze zu halten. Sehr wohl unterstelle ich uns dennoch einen gesunden Voyeurismus sowie ein Interesse daran, von einer deutschen TV-Produktion unterhalten zu werden, gerade zur besten Sendezeit. Unsere Erwartungen sind bislang hinsichtlich dessen auch noch nicht allzu stark enttäuscht worden: Stets suchten wir nach Dramen, Tränen und emotionalen Highlights – und fanden sie bei GNTM, verpackt in Designer-Kleidern und mehr oder minder kunstvollen Fotografien.

Niemand kann uns doch unsere Neugier am obsoleten Geschehen in der Model-Villa von Los Angeles ernstlich übel nehmen. Wir meinen es doch nicht böse. Wir wollen doch bloß ein bisschen Ablenkung von den leider oftmals allzu tragischen Tagesthemen bei den Öffentlich-Rechtlichen, einfach mal den akademischen Hirnhusten in unserer elitären Umgebung für eine Weile ausblenden und uns ganz dem Stumpfsinn hingeben – einen Status, den selbst ich als leidenschaftliche Zuschauerin von Heidi und ihren Mädchen der Sendung nicht aberkennen kann.

Ich kann lediglich für seinen Unterhaltungswert einstehen und dabei die hoffnungsfrohe Kunde verbreiten, dass die Erziehung nicht in jedem Elternhause völlig schief gelaufen ist; dass es noch Mütter gibt, die ihren Töchtern das A und O für ein glückliches Leben rechtzeitig vermittelt haben: Ein Schulabschluss ist vorerst wichtiger als ein Model-Vertrag und ein gutes Buch macht mehr her als eine gute – das bedeutet aus der Modewelt übersetzt, ausgemergelte, abgemagerte – Figur. Nichtsdestotrotz spricht nichts dagegen, sich für eben jene Mode zu interessieren und seinen Sinn für Ästhetik weiter auszuprägen – auch das hat Mama mir damals als guten Rat mit an die Hand gegeben. Jetzt, Jahre später, diskutiert sie mit mir am Telefon über ihre Favoritin aus der aktuellen Staffel und wir ziehen gemeinsam über jene her, die wir gänzlich unsympathisch finden. Ist auch ganz bestimmt nicht persönlich gemeint, liebe Mädchen, die ihr euch aus freien Stücken bei GNTM angemeldet und somit dem Hohn und dem Spott der natürlicherweise Gehässigen freiwillig ausgesetzt habt. Ihr müsst wissen, worauf ihr euch im Vorfeld eingelassen habt, denn wir wissen es längst und sind froh, in der realen Welt nicht als Lästertanten abgetan werden zu müssen – schließlich tratschen wir ja nicht über unsere Freunde oder Bekannte, sondern sind schlichtweg ein bisschen von Alltags-Langeweile getrieben und zerreißen uns die Mäuler über völlig fremde, höchstwahrscheinlich von Prosieben gescriptete Charaktere.

Und was folgt als nächstes? Es wurden bereits Stimmen laut, die sich für eine leicht abgeänderte Variante des Konzepts aussprachen: Germany’s Next Topmodel for men! Denn mal ehrlich, was könnte amüsanter sein als ein Haufen dürrer Mädchen? – Richtig, eine muskulöse Männer-Meute, wie sie sich darin übt, die neue Armbanduhr von Dolce & Gabbana mit ihrem Gesicht zu bewerben oder am Steuer schneller Schlitten abgelichtet zu werden. Mein schönen, schlauen und trotzdem mode-affinen Freunde, meine Mutter und ich blicken gespannt in die Zukunft und die Mattscheiben von morgen.

Vorschau: Bei uns folgt als nächstes Kolumnist Sascha mit einigen Gedanken über Optimismus.

Mysterium Taille

Heidi Klums Mädchen laufen wieder. Die Kriterien sind in diesem Jahr strenger als in den vorherigen: Die Models müssen mindestens 1,75 Meter groß sein. Neben der Größe bestimmen aber auch noch drei andere Werte, ob eine Frau, zumindest was ihren Körper angeht, schön ist: Brust-, Hüft- und Taillenumfang. Während Brust und Hüfte in Männern wahrscheinlich eher plumpe, evolutionsbedingte Triebe heraufbeschwören, mutet die Taille – Models haben einen Umfang um 60 Zentimeter –  bereits durch die französische Herkunft ihrer Bezeichnung geheimnisvoll an.

Dass selbst Star-Designer nicht wissen, was sie von den paar Zentimetern des weiblichen Körpers halten sollen, zeigte Alexander Wang für Balenciaga letzte Woche bei der Präsentation seiner neuesten Kollektion: Jäckchen endeten mal unter, mal über der Taille und Kleider umspielten oder betonten sie.

Was aber steckt hinter der schmalsten Stelle zwischen Hüfte und Brustkorb und wieso wird ihr von der Modewelt so viel Beachtung geschenkt? Eine schmale Taille wird seit Jahrhunderten als Schönheitsideal angesehen. Vor allem im 18. und 19. Jahrhundert wurden Korsetts verwendet, um eine besonders schmale Taille, die Wespentaille, zu formen.

Die Frau mit der wohl berühmtesten Wespentaille dürfte – zumindest aktuell Burlesque-Tänzerin und Varieté-Star Dita von Teese sein. Denkt man an von Teese, hat man naturgemäß direkt sexy Bilder im Kopf. Angesichts der andauernden und ständig wiederkehrenden Sexismus-Debatten stellt sich die Frage, ob Frauen überhaupt noch taillierte Kleidung tragen sollten, oder ob das nicht zu sexy ist?

Die Zeiten, in denen man sich in ein Korsett zwängte, dieses bis zur Atemlosigkeit schnürte, sind vorbei. Designer? Alber Elbaz zeigt in seiner aktuellen Kollektion, dass man keine Wespentaille haben muss, um attraktiv zu sein und Alexander Wang bestätigt das. Trotz allem ist und bleibt die Taille ein geheimnisvoller Teil des Körpers. Und darf gezeigt werden. Wenn man möchte.

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr, was Ear-Cuffs sind.

 

Über das Leben nach „Germany’s Next Topmodel“: Yvonne Schröder im Interview

Vielen ist sie noch aus der ersten Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ bekannt: die mittlerweile 23-jährige Frankfurterin Yvonne Schröder. Damals belegte sie „nur“ den zweiten Platz im Finale der erfolgreichen „ProSieben“-Sendung und musste sich gegen Lena Gercke geschlagen geben. Jedoch bekam sie bereits unmittelbar nach dem Finale viele abwechslungsreiche Modeljobs und etablierte sich so in der deutschen Modewelt. Was ihr durch ihre Teilnahme bei „Germany’s Next Topmodel“ ermöglicht wurde und über ihre Zukunftspläne, erzählte sie uns exklusiv im Interview.

Face2Face: Sechs Jahre ist es nun her, dass Sie im Finale von „Germany’s Next Topmodel“ standen. Wie sehr hat sich Ihr Leben seitdem verändert?
Schröder: Mein Leben hat sich dahingehend geändert, dass ich durch die Teilnahme bei „Germany’s Next Topmodel“ von heute auf morgen bekannt wurde und viele Menschen mich auf der Straße erkannten. Natürlich hat mir die Teilnahme auch beruflich viele Türen geöffnet, sodass ich viel von der Welt sehen kann.

Face2Face: Wie war Ihre Zukunftsvorstellung bevor Sie sich bei „Germany’s Next Topmodel“ beworben haben? War Modeln immer schon Ihr Traumberuf?
Schröder: Nein, es war gar nicht geplant, dass ich mich dort bewerbe und so zum Modeln komme. Eigentlich war es immer mein Traum als Innenarchitektin zu arbeiten, da ich es liebe kreativ zu sein und ich Riesenspaß daran habe, Dinge zu designen.

Face2Face: Verfolgen Sie selbst die aktuelle „Germany’s Next Topmodel“-Staffel? Haben Sie eine Favoritin?
Schröder: Ich muss leider gestehen, dass ich mir die aktuelle Staffel aufgrund von Zeitmangel nicht regelmäßig anschauen kann, daher schalte ich nur ab und zu rein – auf jeden Fall zu selten, um eine Favoritin zu haben.

Face2Face: Als treuer Fan der Sendung weiß man, dass es in jeder Staffel immer wieder zu Zickereien kommt. Sind in Ihrem Fall auch Freundschaften entstanden, die auch sechs Jahre danach noch bestehen?
Schröder: Klar sind während der Dreharbeiten Freundschaften entstanden – wir waren ja Tag und Nacht beisammen, das schweißt schon zusammen. Es ist schwer sich regelmäßig zu treffen, da wir alle in Deutschland verstreut, und nicht in einer Stadt, leben. Aber dank der heutigen Technik, wie Handy und Internet, bleibt man viel leichter in Kontakt. Außerdem gibt es auch immer wieder Jobs oder Veranstaltungen, bei denen man sich sieht. Erfreulicherweise habe ich auch viele Freundinnen aus den nachfolgenden Staffeln dazu gewonnen.

Face2Face: Im Laufe der Jahren haben Sie viele verschiedene Jobs bekommen: So sind Sie beispielsweise für John Ribbe auf der Fashion Week in Paris gelaufen oder waren das Gesicht von „Maxdome“. Was war Ihr absoluter Höhepunkt bisher?

Schröder: Das kann man so eigentlich gar nicht sagen. Jeder Job ist ein Höhepunkt, da man immer wieder

neue Dinge dazulernen kann. Ich muss aber sagen, dass es schon außergewöhnlich war, als ich das erste Mal auf der Pariser Fashion Week mitlaufen durfte oder eine Nebenrolle in dem Film „Männerherzen“ bekam, in dem auch Til Schweiger und Christian Ulmen mitspielten!
Ein unvergessliches Erlebnis war aber auch, als ich das erste Mal nach „Germany’s Next Topmodel“ im Kino saß und plötzlich die „Maxdome“-Werbung mit mir als Repräsentantin kam. Aber eigentlich hat jeder Job seine unvergesslichen Momente!

Face2Face: Immer häufiger sieht man Sie auch in TV- oder Kinoproduktionen wie „Verliebt in Berlin“. Planen Sie generell eine Schauspielkarriere?
Schröder: Nein, es ist nicht so, dass ich generell plane Schauspielerin zu werden; aber ich bin ein Mensch, der gerne auf alles vorbereitet ist und daher auch schon Schauspielunterricht hatte. Wenn man in einer TV-Produktion wie „Germany’s Next Topmodel“, die medial einen solch hohen Stellenwert hat, mitmacht, ist es klar, dass man viel von der Welt sieht und auch die Möglichkeit bekommt, in viele verschiedene Branchen reinschnuppern zu können.

Face2Face: Gab es auch Zeiten, in denen Sie am liebsten mit dem Modeln aufgehört und einen anderen beruflichen Weg eingeschlagen hätten?
Schröder: Natürlich gab es diese Zeiten schon. Es ist nicht immer leicht: Man ist oft unterwegs und hat kaum Zeit für Freunde und Familie. Außerdem gibt es dann auch Tage, an denen einfach nichts klappt. Man läuft von einem Casting zum nächsten, die Kunden schlagen deine Mappe auf, schauen eine Minute rein und sagen dann „Danke, tschüss“ – das kann einen schon sehr runterziehen. Aber dann kommen auch wieder die schönen Tage, an denen alles klappt. So gleicht sich das dann wieder aus.

Face2Face: Im März 2007 waren Sie sehr verführerisch in der „FHM“ zu sehen und wurden sogar auf Platz 29 der schönsten Frauen gewählt. Wo liegt bei Ihnen die Grenze? Würden Sie ein Angebot des „Playboy“ annehmen?
Schröder: Mittlerweile haben schon viele Promis die Hüllen fallen lassen und die Fotos waren immer sehr ästhetisch und schön. Momentan kann ich es mir zwar nicht vorstellen, aber ausschließen würde ich es nicht.

Face2Face: Was tragen Sie privat am liebsten für Kleider? Und was ist das Must-Have dieses Sommers?
Schröder: Ich kleide mich eigentlich sehr unterschiedlich: mal bin ich lässig angezogen, dann wieder schick. Ich variiere es so, wie ich mich gerade fühle.
Nach dem kalten Winter und dem tristen Wetter sind Knallfarben ein Must-Have diesen Sommer. Bei deiner Kleidung sind dir keine Grenzen gesetzt: rot, grün, gelb…

Face2Face: Welche Projekte stehen in Zukunft bei Ihnen an?
Schröder: Ich mache gerade bei einem sehr kreativen Charity-Projekt mit, zu dem ich allerdings noch nichts Genaueres verraten darf. Außerdem konzentriere ich mich zurzeit darauf, mir ein zweites Standbein aufzubauen. Gerade bin ich dabei mein eigenes Unternehmen zu gründen – darüber kann ich euch aber leider auch nichts verraten (lacht). Da man nicht ewig modeln kann, ist es wichtig, dass man beruflich auch noch etwas anderes macht. Das ist auch das, was ich allen jungen Mädchen mit auf den Weg geben will.

Vorschau: Nächste Woche wird an dieser Stelle über „X-Trax“ in Karlsruhe berichtet!


„Man muss alles im Leben ausprobieren – sonst kann man nicht mitreden“

Erotikmodel Micaela Schäfer im Interview: „Ich ficke auch nicht anders!“

Sie hat ihren Realschulabschluss auf einem Gymnasium gemacht, danach eine Ausbildung zur pharmazeutisch-kaufmännischen Assistentin abgeschlossen und wollte eigentlich ihr Abitur nachholen, um anschließend Pharmazie zu studieren – doch dann kam alles ganz anders: Micaela Schäfer – ihres Zeichens Model, TV-Sternchen und neuerdings auch Schlager-Sängerin – wird wohl kaum jemandem wegen ihres medizinischen Wissens in Erinnerung bleiben. Mit Face2Face sprach die 24-Jährige unter anderem über den Unterschied zwischen sexy und billig, über das Gerücht sie habe einen Porno gedreht und über ihre Zukunft als Sängerin.

Mit erotischen Fotos, TV-Auftritten und Musik erfolgreich: Micaela Schäfer (Foto: Steffen Herbst)

Face2Face: Sie waren bereits in diversen TV-Formaten zu sehen, unter anderem bei „Germanys Next Topmodel“ und „Big Brother“. Würden Sie sagen, Sie sind kamerafixiert?
Schäfer: Es ist mein Job kamerafixiert zu sein – und den mache ich auch sehr gut. Ein Bäcker konzentriert sich auf seine Backwaren, ein Pianist auf die Noten und so weiter…und ich konzentriere mich eben auf die Kamera. (lächelt)

Face2Face: Erst vor Kurzem sind Sie bei der Castingshow „Das Supertalent“ als strippender, schwarzer Schwan aufgetreten. Wie haben Sie sich beim Auftritt gefühlt und empfanden Sie die Kritik der Jury als gerechtfertigt?
Schäfer: Ich habe das gemacht, was mein Job ist: entertained. Ich finde, man sollte sich selbst nicht zu ernst nehmen und einfach Spaß im Leben haben. Natürlich ist singen nicht meine Stärke, aber der Gesamtauftritt hat ein großes Medienecho hervorgerufen und ich habe positive Resonanz bekommen. Supertalent ist eine Show, die die Leute unterhalten soll – und das habe ich gemacht.

Face2Face: Sie haben in letzter Zeit viele erotische Fotos gemacht – es gibt sogar einen Kalender mit sexy Aufnahmen von Ihnen zu kaufen. Hartnäckig hält sich das Gerücht Sie hätten bereits einen Porno gedreht. Wie stehen Sie zu Aussagen wie dieser? Und käme es für Sie jemals infrage tatsächlich einen Erotikfilm zu drehen?
Schäfer: Das Gerücht mit dem Porno ist Quatsch. Wenn es einen gäbe, hätte man diesen doch schon längst veröffentlicht. Ich finde es sehr unfair, dass Leute einem so etwas unterstellen, nur weil man erotische Fotos macht. Das ist ein riesengroßer Unterschied. Es gibt genug andere Frauen die Pornos drehen – da muss ich nicht noch dazu kommen. Ich ficke auch nicht anders!

Face2Face: Wo ist für Sie der Unterschied zwischen sexy und billig?
Schäfer: Den Unterscheid prägen auch Charakter, Einstellung und Ausstrahlung. Weniger ist manchmal mehr. Ich zeige entweder Bein, Po oder Busen und achte immer auf einen lasziven Gesichtsausdruck. Sexy ist man oder auch nicht. Sexy sind für mich zum Beispiel Stars wie Jessica Alba oder Scarlett Johannsen.

Face2Face: Am Sonntag, 2. Oktober endete die Erotikmesse „Venus“ in Berlin. Sie waren das Gesicht der Veranstaltung. Welches Resümee ziehen Sie?
Schäfer: Die Messe war wirklich das Highlight für mich in diesem Jahr. Das Spektrum Erotik und Lifestyle ist so vielfältig. Ich selbst habe viel eingekauft – was verrate ich natürlich nicht…

Face2Face: Sie haben bereits einige Schönheitsoperationen durchführen lassen. Bereuen Sie eine davon?
Schäfer: Ich bereue keine einzige. Ich habe jetzt große Brüste und eine Stupsnase. Ich fühle mich pudelwohl damit und stehe auch dazu.

Face2Face: Sie waren zusammen mit dem im Januar diesen Jahres verstorbenen Pornosternchen „Sexy Cora“ im „Big Brother“-Haus. Was hielten Sie von ihr?
Schäfer: Ich habe Cora nie richtig kennengelernt, da ich das Haus nach zwei Wochen freiwillig verlassen habe und Cora im armen und ich im Luxus-Bereich war. Sie hat auf mich jedoch einen sehr lieben und zurückhaltenden Eindruck gemacht. Ich kann mich noch gut an ihren Auftritt letztes Jahr beim „Venus“-Award erinnern, als sie einen Preis entgegengenommen hat. Sie sah bezaubernd aus und hat auf mich den Eindruck des kleinen, schüchternen Mädchens gemacht. Ich hätte sie gerne besser kennengelernt.

Auf der Suche nach einem Mann mit Humor: TV-Sternchen Micaela Schäfer (Foto: Steffen Herbst)

Face2Face: Haben Sie einen festen Freund?
Schäfer: Ich bin seit über drei Jahren Single. Manchmal glücklich, manchmal auch nicht. Es ist heutzutage nicht mehr einfach einen aufrichtigen Partner zu finden. Die Beständigkeit fehlt, wie ich finde. Ich mag Männer mit Humor und solche, die wissen wie man eine Frau überrascht.

Face2Face: Würden Sie sagen, dass Sie ein gutes Vorbild für junge Mädchen sind? Und gibt es auch für Sie jemanden, den Sie als Ihr großes Vorbild bezeichnen würden?
Schäfer: Ich habe niemanden zum Vorbild. Ich selbst bin sicherlich ein gutes Vorbild für Mädchen, die auch in das Erotikbusiness einsteigen wollen und Klasse haben.

Face2Face: Oben-ohne-DJane und Schlagersängerin – welchen Stellenwert hat Musik in Ihrem Leben?
Schäfer: Ich liebe Musik und ich möchte mich auch nicht festlegen. Das Auflegen als Djane „La Mica“ macht mir großen Spaß und es sind auch Singleauskopplungen geplant. Zum Ballermann werde ich im nächsten Jahr gehen. Mal sehen, wie ich dort ankomme. Man muss alles im Leben ausprobieren – sonst kann man nicht mitreden.

Face2Face: Welche drei Dinge bedeuten Ihnen in Ihrem Leben am meisten? Und wieso gerade diese?
Schäfer: Meine Familie, meine Bodenständigkeit und mein Meerschweinchen . Auf diese drei Dinge bin ich sehr stolz und hoffe, dass sie mir noch lange erhalten bleiben.

Face2Face: Welches sind Ihre nächsten Projekte und Ziele für die Zukunft?
Schäfer: Ich möchte als Djane „La Mica“ weiterhin die Clubs unsicher machen und als Erotikmodel noch mehr Erfolge feiern dürfen – vielleicht auch eine Erotiksendung moderieren und eine eigene Dessous Kollektion herausbringen.

Face2Face: Sie waren auch beim „Galileo Glücksreport“ zu sehen. Würden Sie sagen, dass Sie seit Ihrer Teilnahme daran glücklicher sind?
Schäfer: Die Teilnahme hat mir wirklich sehr geholfen. Ich freue mich über alles Positive und ignoriere das Negative. Ich setze mich jetzt auch mehr durch – das habe ich früher nicht gemacht. Es wollen immer zu viele Leute über einen entscheiden – ich entscheide nun wie es weitergeht und das macht mich selbstsicherer und glücklicher.

Kontakt:
www.micaelaschaefer.de

Vorschau: Im Panorama gibt es am Dienstag, 8. November erstmalig das Rätsel des Monats, sowie am Dienstag, 15. November das Portrait eines jungen Mannes, der an einer schweren Erbkrankheit leidet, die bereits dazu führte, dass ihm eine Lunge transplantiert werden musste.

Die “FashionWeek” Berlin / July 2011 – Teil II

Mittwochmittag: „Chicas“ Walk mit Jorge González

Nach Lena Hoscheks sehr gelungener Show am Morgen sind meine Erwartungen an den „Germany‘s Next Topmodel“-Laufstegtrainer und TV-Liebling Jorge González sehr groß. Was viele nicht wissen: Der 1968 geborene Kubaner studierte Nuklearökologie in Bratislava und kam erst durch Nebenjobs als Model während seines Studiums zur selbigen Branche. Beliebt ist Jorge vor allem durch seine verrückte und flippige Art – meine Hoffnung ist also groß, dass sich der Exot für seine erste Fashionshow etwas ganz Besonderes hat einfallen lassen.

Ort des Geschehens ist das „Glashaus“ am Badeschiff in Kreuzberg. Mit „Chicas Walk“ bedruckte Tüten weisen mir den Weg – die Veranstaltung zu verfehlen ist definitiv nicht möglich. Vor dem „Glashaus“ hat sich schon eine kleine Menschentraube gebildet, unter ihr natürlich die Topmodelkollegen Rolf Schneider und Thomas Rath. Es ist ein sehr heißer Tag und in der engen Gasse sammelt sich die Hitze. Wie oft bei den Veranstaltungen auf der „FashionWeek“ gibt es auch hier ein wenig Verspätung und es heißt: Warten und aushalten!

Nach dem Einlass dann wartet auch schon das erste Kamerateam auf die Juroren. Als Begrüßung gibt es Sekt. Bei fast jeder Veranstaltung auf der „FashionWeek“ sind Freigetränke übrigens üblich – große und kleine Unternehmen stellen neuartige Säfte und Kreationen vor, die beim Publikum meist sehr gut ankommen. Vor allem im Fashionzelt am Brandenburger Tor ist bis auf kleine Snacks alles umsonst. Ein gelungenes Schmankerl, bei dem man natürlich nicht „nein“ sagt.

Das Gedränge zu Jorges Show ist erstaunlich groß. Der TV-Star polarisiert und weckt großes Interesse, das merkt man. Ebenfalls unter den Zuschauern: Pocher-Ex und Model Monica Ivancan, Ralf Siegel-Tochter Julia und der zweite Thomas aus der Topmodel-Jury: Thomas Hayo. Mit einer halben Stunde Verspätung geht es schlussendlich los und was im Vorfeld schon viel gemunkelt wurde, bewahrheitet sich: Jorges Modelriege besteht ausschließlich aus Kandidaten der Sendung – mal bekannter, mal weniger bekannt. Allen voran läuft Rebecca Mir, die Zweitplatzierte der aktuell zu Ende gegangenen Staffel. Rebecca bietet generell eine starke Präsenz auf der „FashionWeek“, im Gegensatz zu ihrer Konkurrentin Jana Beller, die die aktuelle Staffel gewann. Aus „privaten Gründen“ sagte diese alle Shows auf der „FashionWeek“ ab, was viele Designer zu Recht verärgerte.

Meine Erwartungen an die Show können leider nicht ganz erfüllt werden – zwar sind alle Topmodel-Kandidatinnen schön anzusehen, aber Jorges Mode erweist sich als erstaunlich einfallslos und ohne viel Charakter. Definitiv muss man hier Abstriche machen, da es sich um seine erste Kollektion handelt, für meinen Geschmack passen die Stücke aber leider weniger zu dem sonst so ausgeflippten Laufstegtrainer. Die sehr klassisch und unifarben gehaltenen Kleider erinnern zu sehr an das Standardzeug, das man in den Sell-Out-Regalen bekannter Modeketten findet, teilweise passen die Stücke den Models nicht einmal und rutschen über den Hintern. Dass Jorges Kleider ohne großen Pomp daherkommen, liegt mit Sicherheit auch an der Kooperation mit „BonPrix“, die im Allgemeinen für sehr bodenständige Mode stehen und hat vielleicht auch gerade deshalb einen großen Vorteil: Tragbar sind die Sachen allemal. Aber von einem so groß vermarkteten „Chicas Walk“ habe ich mir eben genau das nicht erwartet. Darüber tröstet auch Jorges selbst aufgenommene, gleichnamige Single nicht hinweg, die den Catwalk musikalisch untermalt. Das größte Highlight des „Chicas Walk“ ist schlussendlich, als der Maestro mit breitem Grinsen und unter tosendem Applaus selbst den Laufsteg betritt – der einzige Grund, weshalb ich den Nachmittag in positiver Erinnerung behalte.

Mittwochabend – Ramazzotti Runway Award

Ein großes Thema auf der „FashionWeek“ ist die Nachwuchsförderung. Modedesignstudenten der Universität der Künste, oder der HTW-Berlin haben eigene Runway-Shows im Fashionzelt, „Peek&Cloppenburg“ vergibt in Zusammenarbeit mit „Marc Jacobs“ den „Designer for Tomorrow“-Award und auch der Kräuterlikörhersteller „Ramazzotti“ will mit seiner eigenen Show einen Nachwuchsdesigner küren.

Gegen Abend finde ich mich im „Museum für Kommunikation“ ein und staune zunächst nicht schlecht: die ohnehin schon pompöse Architektur des Gebäudes wurde durch interessante Lichtinstallationen und Gestaltungselemente perfekt ausgereizt. Die Vorfreude auf die Veranstaltung steigt – „Ramazotti“ hat es sich auch nicht nehmen lassen einige namhafte, deutsche Prominente wie Moderatorin Collien Ulmen-Fernandez, Ex-Topmodel-Juror Peyman Amin oder die Tochter des verstorbenen Filmproduzenten Bernd Eichinger, Nina, einzuladen. Moderiert werden soll die Show von „ProSieben“-Moderatorin Hadnet Tesfai, bekannt als Co-Moderatorin bei „red!“. Vergeben wird der „Ramazzotti Runway-Award“ unter sechs Nachwuchsdesignern. Der hohe Innenraum des Museums dient als Ort für den Catwalk und die wummernde Musik verleiht der Veranstaltung ein glamouröses Ambiente. Die Mode der Nachwuchsdesigner ist so wie man sie sich wünscht: mutig, neuartig – das geschneiderte Sprachrohr einer jungen Generation. Solche Stücke hätte ich mir von Jorge González gewünscht – umso erfreuter bin ich, solche tollen Stücke nun hier bewundern zu dürfen. Nach einer guten Stunde steht die Gewinnerin fest: Es ist die Münchner Designerin Sylvia Schimmel. Nach Ende der Awardvergabe geht die Veranstaltung schnell in die Aftershowparty über – an mehreren Ausgabestellen vergibt „Ramazzotti“ leckere Cocktails, die alle den Kräuterlikör enthalten. Sehr gutes Marketing natürlich, das auch dann schmeckt, wenn man weiß, dass hier gerade aktiv um Kunden geworben wird. Insgesamt eine doch sehr schöne Show mit vielen interessanten Kleidungsstücken – gerne wieder!

Donnerstagmittag – „Green Showroom“ im Hotel „Adlon“

Als luxuriöseste Unterkunft in Berlin gilt wohl das „Adlon-Kempinski-Hotel“. Direkt am Pariser Platz beim Brandenburger Tor gelegen, bietet es nicht nur die größte Nähe zum Touristenzentrum in Mitte, sondern mit seinen exklusiven Suiten auch die perfekte Übernachtungsmöglichkeit für hochrangige Politiker und Prominente. Umso erfreulicher ist es daher für mich, zu einer Veranstaltung in jenem Hotel eingeladen worden zu sein, nämlich dem „Green Showroom“. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, schöne Mode aus fairer und ökologischer Herstellung anzubieten. Als Ausstellungsräume dienen hierbei einige der Suiten des Nobelhotels. Durch Zufall erfahre ich, dass in wenigen Minuten eine exklusive Salonshow beginnen soll und kriege zum Glück noch eine Akkreditierung. Ich platziere mich diesmal mitten im Fotografenpulk, um den Kampf um das beste Foto auch einmal mit zu bestreiten. Das Kaminzimmer, in dem die Salonshow stattfindet, bietet den besten Blick auf das Brandenburger Tor und fast erwische ich mich dabei, wie ich Gänsehaut bekomme – so schön und exklusiv wirkt das hier alles. „FashionWeek“ eben.

Die Show startet mit einigen Minuten Verspätung, da der „Special-Guest“ – Schauspielerin Andrea Sawatzki – ein wenig zu spät eintrifft. Die dargebotene, ökologische Mode ist sehr facettenreich und einprägsam. Von klassischen Kleidern mit gedeckten Farben über knallbunte Alltagsmode bis hin zu sehr ausgefallenen Stücken ist alles dabei. Zum ersten Mal auf der „FashionWeek“ sehe ich auch ein männliches Model mitlaufen. Nach der Veranstaltung wird zum Come-Together bei Freigetränken eingeladen. Diesmal gibt es sogar Alkohol – Gin-Tonic „für umme“ am Mittag, sowas gibt es wohl nur hier. Mit strahlendem Gesicht verlasse ich das Hotel „Adlon“, das mich mit einer sehr einprägsamen Show sehr positiv überrascht hat!

Vorschau: Nächste Woche gibt es den dritten Teil zur “FashionWeek”, unter anderem über “Nix”, und die Runway-Shows im Fashionzelt von Marcel Ostertag und Irene Luft. Seid gespannt!

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„Bullmeister“ – das Chamäleon der Musikszene

Die zweite Singleauskopplung „Head On Collision“ erscheint am 12. August (Foto: Van Skyhawk)

Es ist früher Nachmittag und es regnet, kein Wetter um an verschwitzte Partypeople, die auf elektronische Clubmusik tanzen, zu denken – normalerweise schlafen die zu dieser Zeit ja auch noch. Ich stehe vor dem Tor des Aufnahmestudios der Band „Bullmeister“, das sich unmittelbar in der Nähe von Heidelberg befindet. Hier wurden viele Stücke des neuen Albums „Too young to die old“ eingespielt. Es erscheint am Freitag, 26. August. Die zweite Singleauskopplung „Head of collision“ wird am Freitag, 12. August released. Eigentlich hätte das Album im April veröffentlicht werden sollen, wegen der Vertriebskanäle der Plattenfirmen verzögert sich das Ganze jedoch.

Seit 2003 besteht die Band „Bullmeister“  aus Daniel Eisenlohr alias „Daniboi“ (Sänger, Synthesizer), Sam Embaye alias „Sam DeBay“ (Gitarre, Keyboard) und Daniel Kminek alias „Costa Brava“ (Schlagzeug). Auch privat sind die drei gut miteinander befreundet. In erster Linie haben sie über die Musik zueinander gefunden. Kennengelernt haben sich die drei nicht wie andere Bands über ein Soziales Netzwerk, sondern kennen sich über das wirkliche Leben. Über die Musikplattform „Myspace“, damals noch der „hot shit“ erreichten sie erstaunlich viele Menschen mit Hits wie „Baby“, „It’s Okay“ oder „Gold“.

Jeder einzelne Song aus der Feder von „Bullmeister“ spiegelt die vielfältigen Einflüsse innerhalb der Band wieder, diese zeigen sich durch den unterschiedlichen musikalischen Background jedes einzelnen Mitglieds – Genregrenzen bleiben dabei unberücksichtigt. Das Spektrum reicht dabei von „Miike Snow“, „Peter Gabirel“, „Tiefschwarz“, „Matthew Dear“, „Coldplay“, über „Elvis“, „Genesis“, „David Bowie“, „Falco“, „Gary Numan“, „Zoot Women“ sowie hin zu „Phoenix“ oder „N*E*R*D“. Musik aus Frankreich spielt dabei eine entscheidende Rolle, insbesondere das Genre „French House“, beispielsweise durch „Alex Gopher“, „Étienne de Crécy“ und „Stardust“ vertreten. Bei der Genrebestimmung der Band selbst fällt es einem dann aber wesentlich leichter: Hier befinden wir uns im Bereich der Elektro-, Pop und Housemusik, gepaart mit Lyrics, die mit Liebe zum Detail und von Verstand geprägt sind, sowie von einer durchdringenden Energie. In eine bestimmte Schublade kann man sie dennoch nicht stecken. „Den Underground Leuten in Berlin sind wir zu poplastig und der Mannheimer Popakademie waren wir zu cool“, erklärt die Band.

Wie nur wenige wissen, begann die Erfolgsgeschichte des Trios in der Quadratestadt Mannheim. Der erste nennenswerte Auftritt wurde auf der Aftershow-Party im Mannheimer „Bootshaus“ des befreundeten Modedesigners Eduard Howhannisjan verbucht. Wie die Band sich heute daran erinnert, war es „wie der Sprung ins kalte Wasser. Mit nur zwei eigene Songs und einige Covers im Gepäck haben wir uns an diesem Abend über Wasser gehalten.“ Sowohl der Designer, als auch die Band standen zu dieser Zeit am Anfang ihrer Karrieren. Heute sind beide in Berlin, der Szenestadt Europas, für Künstler angekommen. Ein Jahr darauf wurde die Band nochmals für eine Modenschau im Mannheimer Rosengarten gebucht. Diesmal war alles etwas größer und glamouröser – eine Veranstaltung mit geschätzten 600 geladenen Gästen, die von Payman Armin von „Germany‘s Next Todmodel“, kurz GNTM, durch die Show geleitet wurden. Auf dem Laufsteg konnte man unter anderem Models wie GNTM-Kandidatin Hana Nitsche bestaunen. Eine Veranstaltung, die wie maßgeschneidert zu den drei Jungs passte. Schließlich hatten mit „Girls Beautiful“ – einer Hommage an alle hübschen Mädchen – den Titelsong zu Heidi Klums Sendung abgeliefert. Und dennoch hat die Band weder Heidi Klum noch die Models von Germany‘s next Topmodel getroffen oder kennengelernt – „viele Leute haben da eine ganz andere Vorstellung wie so etwas in Wirklichkeit abläuft“, sagen sie.

Auf dem Sprung nach ganz oben - „Bullmeister“ (Foto: Van Skyhawk)

Danach ging alles sehr schnell: Wenige Wochen später unterschrieb die Band den ersten Major Plattenvertrag bei „Universal“. Rückblickend war es für die drei „schön zu sehen, dass wenn man an etwas glaubt und weiter macht, nicht stehen bleibt, auch Erfolg mit einer Sachen haben kann“. Zwischendurch wurde die Band für weitere Mode-Shows und Veranstaltungen gebucht, unter anderem für eine renommierte „Diesel“-Show in Mannheim. Aber auch die Berliner Jungdesignern „Schwarze Milch“ wurden auf die drei Jungs aufmerksam und wünschten sich bei einer ihrer Präsentationen als Titelsong „Ice cream love“, was letztendlich auch zum Motto der „Bullmeister“ „Esst mehr Eiscreme – macht mehr liebe“ oder „Eat more ice cream – make more love” forcierte. Mit ihrem Auftritt am Samstag, 6. August im Mannheimer Schlosshof „Schneckenhof“ wird sich der Kreis ihres nun mehr fünf-jährigen Band-Daseins schließen.

 Es ist noch gar nicht lange her, da spielten sie vor 50000 Zuschauern beim „Christopher Street Day“ in Berlin neben Künstlern wie „Deine Jugend“. Zu den größeren Auftritten zählen sicher auch die Gigs als Supportband der isländischen Gruppe „GusGus“, die neben „Björk“ als größter Importschlager gehandelt werden. Aber auch den bekannten Pariser Club „Batofar“ haben sie schon gerockt. Ihr Homebase-Club ist nach wie vor das Heidelberger „Deep“, indem sie anfangs einmal im Monat ein Club-Set auflegten. In gewisser Weise dienten diese Abende auch als „Spielwiese“, um zu sehen wie neue Ideen auf das Publikum wirken, erzählen die drei. Gegen Ende des Jahres ist wieder eine zwei-wöchige Produktionsreise geplant. Diesmal soll es in die Stadt der Engel nach L.A. gehen. Zur Inspiration für das aktuelle Album wählte man den französischen Ort Cannes. „Die Inspiration zum Schreiben kommt eben nicht auf Knopfdruck. Es ist immer wieder interessant, welche Inspiration du aus einer anderen Stadt holen kannst“, erklärt „Daniboi“.

 Im Herbst ist eine kleinere Clubtour geplant unter anderem mit einem Auftritt in der„Halle02“, bei der „Bullmeister“ das große Drum-Set und die Gitarren gegen Laptop, Sequenzer und Percussion-Set tauscht. Langsam lässt der Regen etwas nach und die Sonne spitzelt ein wenig hervor. Genau der richtige Zeitpunkt, den die drei „Bullmeister“ nutzen, um ihr ganzes Equipment vom Proberaum im Auto zu verstauen. Es geht auf große Deutschland-Tour – die Zeichen stehen auf Erfolg.

Verlosung von Gästeplätzen:
„Bullmeister“ sind am Samstag, 6. August im Mannheimer „Schneckenhof“ zu sehen sein. Im Rahmen dieser Veranstaltung verlosen wir 2×2 Freikarten plus ein Meet & Greet mit der Band.

Was ihr für die Listenplätze tun müsst:
Schreibt bis einschließlich Mittwoch, den 03.08.2011, 23:59 Uhr eine Mail an jean-claude.jenowein@face2face-magazin.de. Darin enthalten sein sollten die Vor- und Nachnamen der glücklichen Zwei, die sich womöglich über exklusive Gästelistenplätze freuen dürfen! Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind bei der Verlosung ausgeschlossen.
Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am Freitag, den 05.08.2011 via Mail an die jeweiligen Einsender. Danach werden alle eingesandten Mails wieder gelöscht.

Viel Glück euch allen!

Vorschau: Nächste Woche präsentiert euch Selin den ersten Teil der Serie „Beruf & Musik“.

Die “FashionWeek” Berlin / July 2011 – Teil I

Aufgewacht. Wo bin ich?

Mit großem Getöse rollt der ICE in den Berliner Hauptbahnhof ein, die Bremsen quietschen, Leute heben sich die Ohren zu. Ich stehe in einem Pulk von Menschen und merke erst jetzt, dass der Traum nun wohl vorbei ist. Regungslos stehe ich da, Passagiere steigen aus und ein, der Schaffner pfeift, Durchsagen begrüßen die Reisenden und es wird

Zeit, diese schillernde, bunte Welt hinter mir zu lassen. Ein letzter wehmütiger Blick zurück. Dann ist sie vorbei, die Mercedes-Benz „FashionWeek“.

Es ist Anfang Juli 2011 – die Hauptstadt ist in Aufruhr, denn in den nächsten fünf Tagen wird die Modewelt wieder auf Berlin schauen. Bereits seit 2007 nun gibt es die Modewoche in Deutschland – zumindest unter der Schirmherrschaft von „Mercedes-Benz“. Seither erfreut sich die „FashionWeek“ stetig wachsender Beliebtheit und medialem Interesse im In- und Ausland. Im Auftrag von „Face2Face“ bin ich nach Berlin gereist und präsentiere euch nun meine ganz eigene Sicht auf Marken, Leute und die Geschehnisse vor Ort. Das Angebot an Shows, Messen und Veranstaltungen ist dabei jedoch so riesig, dass ich den Fokus auf einige Auserwählte legen muss.

Dienstagabend: A Night with Lennart Wronkowitz

Jede Branche hat ihre Ausnahmetalente. Ausnahme deshalb, weil sie sich durch besondere Eigenschaften von anderen abheben. So auch Lennart Wronkowitz. Das Besondere an ihm ist sein Alter: Gerade mal 18 Jahre alt, gilt sein Runway als so etwas wie die inoffizielle Eröffnungsschau auf der „Fashionweek“. Nicht umsonst tummeln sich unter den geladenen Gästen am Grünen Salon auch einige Prominente wie „Germany‘s Next-Topmodel“-Juror Peyman Amin und -Gewinnerin Alisar Ailabouni, oder auch Dschungelcamp-Sternchen Lorielle London. Als sei dies noch nicht genug, ließ es sich Lennart nicht nehmen, die Mainzer Rockband „Auletta“ als musikalische Begleitung zu seiner Show einzuladen. Schon vor Beginn tummeln sich einige Fotografen, Journalisten und Kamerateams auf dem engen Platz vor dem Laufsteg – ein, wie ich später feststellen muss, normales Bild auf jeder Schau.

Lennarts Kollektion zeichnet sich im Folgenden durch vielseitig kombinierbare Teile aus. Viele seiner Stücke sind mehrfach aufgetrennt, wirken dadurch kokonartig, aufregend. Interessant dabei sind die bewussten Schnitte, nichts wirkt unüberlegt. Gut vorstellbar in Kombination mit klassischen Basics. Als Ausgleich zu diesen gewagten Stücken, präsentiert Lennart auch klassische Tops und Shirts, in Szene gesetzt durch farbige Elemente und dickere Kragen.

Es ist schon sehr beachtlich, was Wronkowitz in seinem Alter auf die Beine gestellt hat. Auch beim danach folgenden Fernsehinterview wirkt er bedacht, sich seiner selbst bewusst – aber auch merklich erschöpft vom Stress der letzten Tage, in denen er „kaum geschlafen und viel gearbeitet“ habe. Der Aufwand hat sich gelohnt: einfallsreiche, frische Ideen von einem aufstrebenden Talent – ein Auftritt, an dem man sich durchaus ein Beispiel nehmen darf und sollte.

Mittwochmorgen: Lena Hoschek Runway-Show

Die erste Show im großen „Mercedes-Benz“-Zelt am Brandenburger Tor steht an. Rein kommen nur zu den Schauen geladene Gäste. Vorbei also an der Akkreditierung betrete ich die gut klimatisierte Halle. Drinnen tummeln sich schon einige Menschen sowohl auf, als auch hinter dem roten Teppich, über den man zu allererst läuft. Im Innenraum dann wird man von der neuen „Mercedes-Benz Concept A-Klasse“ begrüßt, die einem tatsächlich Lust auf eine Spritztour macht. Unter den Gästen im Innenraum sind auch einige bekanntere Gesichter, wie der am Vortag gesehene Lennart Wronkowitz, oder auch die „Germany‘s Next Topmodel“-Riege rund um Rolf ,Rolfe‘ Schneider. Kurz vor der Show reihe ich mich in die Schlange ein, der Einlass geht relativ zügig.

Zum ersten Mal erblicke ich nun den Runway-Showroom und bin überwältigt von seiner Größe. Acht Sitzreihen in sechs Blöcken, in der Mitte der meterlange und noch mit Folie bedeckte Catwalk, zu dessen einem Ende das Logo des Designers prangt und zum anderen der Pulk von Fotografen sitzt. Da mir eine Akkreditierung für diesen sogenannten Mediariser nicht vergönnt wurde, nehme ich im Publikum Platz. Auf jedem Sitz wartet ein sogenanntes Goodiebag mit vielen kleinen Geschenken, wie zum Beispiel Make-Up, oder Süßigkeiten, auf den Zuschauer.

Mit ein paar Minuten Verspätung geht es los und ich bin überwältigt. Von Lenas Mode, von der Präsentation, von der Atmosphäre im Saal. Frau Hoscheks Kollektion ist stark inspiriert vom Italien der 50er & 60er-Jahre. Lange, bunte Kleider mit floralen Mustern, knallige Haarbänder, ausfallende Strohhüte, oder auch mal weitgeschnittene Röcke – kurzum Kleidungsstücke, die eine moderne Frau kleiden, ohne sie altmodisch aussehen zu lassen. Denn ganz im Gegenteil: die an die Eleganz des alten Hollywood erinnernden Stücke setzen dadurch eine neue, moderne Klasse und rücken durch bewusst weibliche Schnitte die Stärke der modernen Frau noch mehr in den Vordergrund.

Auch die Präsentation im Allgemeinen mit italienischen Chansons und Oldie-Klassikern als wummernde Catwalkmusik verspricht Gänsehaut. Nur zu Recht ist das Publikum hinterher sehr begeistert von Frau Hoscheks Präsentation, die mit tosendem Applaus empfangen wird. Nach der Präsentation dann stürzen sich sofort einige Reporter auf die Designerin und ich mache mich auf zur nächsten Show.

Vorschau: Nächste Woche gibt es Teil II zur „Fashionweek“ – unter anderem mit den Runway-Shows von Jorge Gonzales‘ „Chicas Walk“, der Verleihung des „Ramazotti Runaway Awards“ und einem Stelldichein im Hotel „Adlon“.

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