Cremiger Spekulatius-Aufstrich

Auch wenn das Weihnachtsfest im Vergangenen liegt, finden sich in dem einen oder anderen Haushalt heute noch Süßigkeiten, die uns sonst nur der Winter beschert. So versüßen Lebkuchen, Zimtsterne und Spekulatius die Adventszeit, während Schokoladen-Weihnachtsmänner vermeintlich zu Osterhasen eingeschmolzen werden. Das übrige Weihnachtsgebäck lässt sich dabei als Spekulatius-Aufstrich mindestens ebenso verlockend in neue Formen bringen.

Zutaten und Materialien:

Cremig: Spekulatius-Aufstrich (Foto: Onat)

Cremig: Spekulatius-Aufstrich (Foto: Onat)

  • 150 Gramm Spekulatius
  • 100 Milliliter Kondensmilch
  • zwei Esslöffel Honig
  • gemahlene Gewürze wie Zimt, Vanille, Nelken und Koriander
  • 30 Gramm weiche Butter
  • zwei Schüsseln, ein Schneebesen, ein Mixer oder ein Nudelholz samt Gefrierbeutel

Zubereitung:

  1. Die Spekulatius in einer Schüssel mit einem Mixer fein zerbröseln. Alternativ können die Kekse in einen Gefrierbeutel getan und mit einem Nudelholz zerstampft werden. Je pudriger die Krümel werden, desto cremiger wird der Spekulatius-Aufstrich. Etwas knuspriger wird die Creme wiederum durch gröbere Brösel.
  1. Die Kondensmilch, den Honig und die weiche Butter in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen verrühren. Anschließend mit etwas Zimt, Vanille, Nelken und Koriander würzen.
  1. Die Spekulatius-Krümel in die Schüssel hinzugeben und kräftig verrühren, bis eine gleichmäßige Creme daraus entsteht. Lagern lässt sich der Aufstrich am besten in wiederverschließbaren Gläsern.

Weihnachtliche Cake Pops / mit Verlosung

Auch dieses Jahr naht der Nikolaus-Tag und verspricht großen und kleinen Kindern mit Süßigkeiten gefüllte Schuhe und Stiefel. Doch für den Fall, dass der Nikolaus kurz vor Schluss noch allerhand zu tun und nicht alle Braven bedacht hat, kann man ihm mit weihnachtlichen Cake Pops etwas unter die Arme greifen. Diese lassen sich schließlich in der heimischen Weihnachtsbäckerei im Nu herzaubern und wieder vertilgen.

Weihnachtlich: Cake Pops zum Nikolaus-Tag (Foto: Onat)

Weihnachtlich: Cake Pops zum Nikolaus-Tag (Foto: Onat)

Zutaten für weihnachtliche Cake Pops:

  • Cake Pops
  • rote und orange Candy Melts oder Lebensmittelfarbe
  • weiße und Vollmilch-Kuvertüre
  • Salzbrezeln, Oreos und Mini-Oreos
  • Spritzbeutel oder Gefrierbeutel und Schere

Pinguin-Cake Pops – schwarz auf weiß:

Für Cake Pops in Form von Pinguinen zunächst die helle Kuvertüre über dem Wasserbad zum Schmelzen bringen und die Kuchenbälle darin ummanteln. Nachdem die helle Schokoladenschicht fest geworden ist, ebenso separat die Vollmilch-Kuvertüre schmelzen. Diese in einen Spritzbeutel oder einen Gefrierbeutel geben, dessen Ecke man anschneidet. Nun mit der dunklen Schokolade die Augen und schwarzen Stellen des Pinguins aufmalen. Für den fehlenden Schnabel orange Candy Melts verwenden oder die weiße, geschmolzene Kuvertüre mit Lebensmittelfarbe einfärben. Hier macht man sich den Effekt, den es sonst zu vermeiden gilt – das Verklumpen von Schokolade durch Wasserspritzer beim Wasserbad – zu nutze. Die allmählich verklumpende Schokolade lässt sich in den Händen problemlos zu Schnäbeln formen. Die Pinguin-Schnäbel nur noch auf den Gesichtern anbringen und alles aushärten lassen.

Rentier-Cake Pops – süß und salzig:

Um Rentiere aus Cake Pops herzustellen, dieses Mal die Vollmilch-Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen und die Cake Pops darin einkleiden. Noch ehe die Schokoladenschicht aushärtet, sollten die Salzbrezel als Geweih angebracht werden. Erleichtert wird das Anstecken, indem man vorher vorsichtig die Rundungen der Brezeln aufbricht und alles in zwei Hälften teilt. Nun die weiße Schokolade schmelzen und mit einem Spritz- oder einem angeschnittenen Gefrierbeutel die Augen aufmalen. Die restliche weiße Kuvertüre mit roter Lebensmittelfarbe einfärben oder Candy Melts verwenden, um die rote Rudolph-Nase daraus zu formen. Erneut wird der Effekt des Verklumpens genutzt, indem man etwas Wasser hinzufügt. Aus der langsam verklumpenden Schokolade schnell kleine Kugeln rollen und als Nasen ankleben.

Schneemann-Cake Pops – eiskalt lecker:

Weiße Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen und die Cake Pops darin einschneien lassen. Ehe die Schokolade aushärtet, die Keksdeckel der normalen Oreos voneinander trennen und mit den Mini-Oreos durch etwas Schokolade verkleben, um daraus Zylinder herzustellen. Die Hutbedeckung nun auf den Köpfen der Schneemänner anbringen. Anschließend die Vollmilch-Schokolade zum Schmelzen bringen und mit einem Spritzbeutel oder einem angeschnittenen Gefrierbeutel die Augen und Knopf-Münder aufmalen. Für die Karotten-Nasen orange Candy Melts verwenden oder geschmolzene, weiße Kuvertüre mit Lebensmittelfarbe einfärben. Wieder nutzt man – statt auf Modellierschokolade zurückgreifen zu müssen – das Verklumpen der Kuvertüre, indem man etwas Wasser hinzufügt. Wenn diese beginnt erste Klumpen zu bilden, lange Karotten-Nasen daraus formen und die Schneemann-Gesichter damit vervollständigen.

Tipp: Wer die Kuchenstücke nackt lassen möchte, kann aus diesen kleine Lebkuchen-Männchen formen und mit gefärbter Schokolade Augen, Münder und Applikationen anbringen. Auch in bunte Christbaumkugeln, Zuckerstangen, Tannenbäume, Nikolaus-Stiefel und Geschenke lassen sich die Küchlein verwandeln, sodass der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.

Vorschau: Nächste Woche geht es weiter mit der Saftkur: Wir verraten, was sie angeblich bewirkt und wie dies im Selbstversuch aussah.

Zu gewinnen:

Zu gewinnen: Einen von drei "Walking Ginger Dead"-Sets (Foto: Onat)

Zu gewinnen: Einen von drei „Walking Ginger Dead“-Sets (Foto: Onat)

Wer nicht genug bekommt vom süßen Zauber der Weihnachtsbäckerei, für den ist unser Gewinnspiel genau das richtige: Die Tipps&Tricks-Redaktion verlost exklusiv drei „Walking Ginger Dead“-Back-Sets, die Christkind-Kinder und Zombie-Serienfans gleichermaßen erfreuen dürfte.

Was ihr dafür tun müsst: Schreibt bis Sonntag, den 18. Dezember 2016, 23:59 Uhr eine E-Mail an guelcin.onat@face2face-magazin.de. In der Mail enthalten sein sollte euer Vor- und Nachname sowie eine gültige Adresse für den Versand. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt via Mail.

Nutzungsbedingungen

  • 1 Gewinnspiel (1) Das Gewinnspiel wird von der Online-Zeitschrift Face2Face durchgeführt.
  • 2 Teilnahme (1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. (2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-Mail-Adresse schreibt und dort ihren Namen bzw. die Namen der möglichen Gewinner hinterlässt. (3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen. (4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden.
  • 3 Ausschluss vom Gewinnspiel (1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich die Online-zeitschrift Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen. (2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden. (3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des Weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden. (4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht. (5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht am möglichen Gewinn berücksichtigt werden. (6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.
  • 4 Durchführung und Abwicklung (1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per Telefonanruf, über den schriftlichen Postweg oder E-Mail über ihren Gewinn informiert. Kann der Gewinner nicht telefonisch erreicht werden, wird der jeweilige Gewinner über seine angegebene E-Mail-Adresse oder Postanschrift über seinen Gewinn informiert. (2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich. (3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden.
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Do-It-Yourself-Projekt: Marshmallow-Fondant

Kreativ verzierte Kuchen, Cupcakes und Petits Fours zieren nicht nur die Schaufenster von Cafés und Konditoreien, sondern verzaubern ebenso jede Kaffeerunde. Die pastöse Zuckermasse eignet sich schließlich sowohl als Tortenüberzug als auch für filigrane Kunstwerke. Zwar gibt es die essbare Knete – in Blockform zum Rollen und als Pulver für Füllungen und Glasuren verwendbar – bereits in Supermärkten zu kaufen. Die heimische Herstellung von Fondant ist jedoch nicht nur überraschend einfach und kostengünstig, sondern durch die Marshmallows auch ein überraschend-intensives Geschmackserlebnis, das man nicht mehr missen möchte.

Kunstvoll: Fondant eignet sich als Tortenüberzug und als Dekoration. (© Dieter Kaiser / pixelio.de)

Kunstvoll: Fondant eignet sich als Tortenüberzug und als Dekoration. (© Dieter Kaiser / pixelio.de)

Zutaten:

  • ein Kilogramm Puderzucker
  • 500 Gramm Marshmallows
  • drei Esslöffel Wasser
  • Pflanzenfett
  • nach Belieben Lebensmittelfarbe und Aroma

Zubereitung:

1. Eine Schüssel großzügig mit Pflanzenfett einreiben. Die Marshmallows und das Wasser hineingeben und über einem Wasserbad schmelzen. Wer mag, kann für farbigen Fondant den Marshmallows etwas Lebensmittelfarbe hinzufügen. Geschmacklich lässt er sich wiederum durch Aromen veredeln.

2. Währenddessen die Arbeitsfläche ebenso einfetten und die Hälfte des Puderzuckers darauf versieben. Die geschmolzenen Marshmallows auf die Fläche gießen und mit eingefetteten Händen den Puderzucker darin verkneten.

3. Noch den restlichen Puderzucker versieben und mit in die Marshmallow-Zucker-Masse einarbeiten. Sollte der Fondant zu klebrig sein, einfach etwas mehr Puder hinzufügen. Ist er wiederum zu trocken, hilft etwas Wasser.

4. Den Fondant mit etwas Fett benetzen und in Frischhaltefolie verpackt einen Tag lang bei Raumtemperatur ruhen lassen. So lässt er sich besser ausrollen und verarbeiten.

Tipp: Gut verpackter Fondant kann über mehrere Wochen im Kühlschrank gelagert, über mehrere Monate wiederum im Kühlregal gefroren werden. Sollte er dadurch zum Verarbeiten zu fest werden, einfach durch die Raumtemperatur und die Wärme der Hände wieder weicher werden lassen.

Vorschau: Nächste Woche sorgen Rezepte zur eigenen Eisherstellung für erfrischende Abkühlung.

Türkischer Strudel – „Zigaretten“- und „Wasser“-Börek

Ob gebacken oder frittiert, in Blätter- oder Yufka-Teig gehüllt, gerollt, geschichtet oder gewickelt – der Börek hat längst seinen Einzug in den heimischen Gastronomie-Alltag gefunden. In türkischen Restaurants, Bäckereien und Imbissen gehörte er von Anfang an zum kulinarischen Standard-Angebot. Ebenso zahlreich wie seine Zubereitungsart sind dabei die Füllungen: Hackfleisch, Schafskäse, Spinat, Kartoffeln oder anderes Gemüse zählen zu den bekanntesten Varianten. Neben dem Finger-Food-Klassiker „Zigara Börek“ (Anm. d. Red.: Übersetzt heißt der Name „Zigaretten-Börek“) stellt euch die Tipps&Tricks-Redaktion den „Su Börek“ vor (Anm. d. Red.: Der Begriff lautet „Wasser-Börek“). Diese Spezialität zählt aufgrund der aufwendigen Herstellung zur Meisterklasse. Schließlich müssen die Teigblätter – so viel verrät der Name – einzeln in kochendem Wasser erhitzt werden. Doch mit einigen Tricks lässt sich derselbe Geschmack auch ohne große Umstände herzaubern.

Appetitlich: Börek eignet sich zu jedem Anlass. (Foto: Onat)

Appetitlich: Börek eignet sich zu jedem Anlass. (Foto: Onat)

Zutaten für jeweils 12 Zigaretten- und Wasser-Börek:
Für die Käse-Füllung:
– 300g Weich-, Weiß- oder Feta-Käse
– 30g Petersilie

Für die Hackfleisch-Füllung:
– 500g Hackfleisch vom Rind
– eine Zwiebel
– etwas Salz und Pfeffer

Für den Teig:
– Yufka-Teigblätter (dreieckig)
– etwas Öl zum Frittieren
– ein Ei
– für Wasser-Börek 100ml Wasser

Zubereitung:
1a. Für die Käse-Füllung zunächst den Käse mit den Händen oder einer Gabel zerdrücken. Die Petersilie fein hacken und in einer Schüssel mit dem Käse vermischen.

1b. Für die Hackfleisch-Füllung die Zwiebel hacken und mit dem Hackfleisch zusammen in einer geölten Pfanne anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

2. Separat ein Ei trennen und das Eigelb aufschlagen.

3. Die Yufka-Blätter ausbreiten und die Füllung jeweils an die breiteste Stelle des Teiges setzen.

4. Nun müssen die Teigtaschen geformt werden: Dafür die rechte und linke Ecke des Dreiecks jeweils einklappen und die Blätter bis zur Spitze hin aufrollen. Diese wiederum mit dem Eigelb befeuchten und an den Röllchen verkleben.

5a) Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zigaretten-Börek darin von allen Seiten goldbraun braten.

5b) Für Wasser-Börek die Röllchen schneckenförmig in der Pfanne ausbreiten: Hierfür eine Zigaretten-Teigtasche der Länge nach einrollen und in die Mitte der Pfanne setzen. Die übrigen Taschen um das Mittelstück zu einer Schnecke legen. Anschließend mit etwas Öl die Pfanne erhitzen und das Wasser darüber gießen. So lange braten, bis das Wasser verdampft ist und die Teigblätter eine goldbraune Farbe angenommen haben. Einen Teller andrücken, um die Börek zu wenden, und die übrige Seite goldbraun anbraten.

6) Genießen: Ob warm oder kalt, als Hauptspeise oder Beilage serviert – Börek passen zu jeder Gelegenheit. Schwarzer Tee rundet dabei den Genuss beim Verzehr ab.

Vorschau: Apropos Tee – Nächste Woche erwartet euch der zweite Teil der Tee-Reihe.

Do-It-Yourself-Projekt: Dekorieren mit Schokolade

Ob nun auf Eiscreme, Torten oder Früchten – überall kommt die süße Verführung zum Einsatz. Als I-Tüpfelchen bei Desserts und Gebäck eingesetzt, bringt sie nicht nur die Schokolade selbst zum Schmelzen. Zu Rosen getarnt, als Schalen verwendet oder in eine Dekorpaste verwandelt – unendlich sind die Einsatzmöglichkeiten, sodass der Kreativität freien Lauf gelassen werden kann. Die Tipps&Tricks-Redaktion stattet euch mit dem nötigen Know-How aus, um die nächste Schokoladenkreation zum optischen Meisterwerk werden zu lassen.

Formidabel: Schokolader ist ein Klassiker unter den Dekorationen (© gänseblümchen / pixelio.de)

Formidabel: Schokolader gilt als wahrer Klassiker unter den Dekorationen (© gänseblümchen / pixelio.de)

1. Filigran: Muster aus Schokolade
Vor allem Dekorationen aus Schokolade nehmen im Supermarkt große Regalreihen ein. Neben einfachen Spänen und Streuseln verzücken besonders aufwendige Dekorationen und Verzierungen das Auge. Diese kann man dabei ganz einfach selbst herstellen: Eine Folie, ein Gefrierbeutel oder eine Klarsichtfolie als Unterlage verwenden und mit geschmolzener Kuvertüre bespritzen. Für feine Strukturen wie Gitter oder Schnörkel, aber auch für schokoladige Schriftzüge, bietet es sich an, die geschmolzene Nascherei vorher in einen Spritzbeutel zu füllen. Wer keinen daheim hat, kann sich welche aus Gefrierbeuteln basteln: Die flüssige Schokolade in diese einfüllen und eine Ecke abschneiden. So lassen sich selbst feinste Muster leicht kreieren.

Originell: Schokoladen-Streifen lassen sich schnell und einfach herzaubern (© petplei / pixelio.de)

Originell: Schokoladen-Streifen lassen sich schnell und einfach herzaubern (© petplei / pixelio.de)

Wer wiederum Struktur in die Schokolade bringen möchte, kann beispielsweise mit Luftpolsterfolie kleine Wunder vollbringen: Schokolade über der untergelegten Fläche verteilen, mit einem Messer glatt streichen und die Luftpolsterfolie leicht aufdrücken. Nachdem alles fest geworden ist, die Folie wieder entfernen und auf Wunsch die entstandenen Vertiefungen befüllen.

2. Essbarer Tuschkasten: Färben von Schokolade
Die Sorten Zartbitter, Vollmilch und Weiße Schokolade stellen für viele die einzigen Farbvarianten dar. Dabei lässt sich Kuvertüre mit Lebensmittelfarbe zu allerlei Farbenpracht verschmelzen. Wichtig ist hierbei, dass Farbe auf Ölbasis verwendet wird. Die meisten Lebensmittelfarben im Supermarkt sind auf Wasserbasis und müssen erst mit Flüssigkeit in Verbindung kommen. Da dies bei Schokolade aber tabu ist, lösen sich die Farbpigmente in dieser gar nicht erst auf. Die fettlösliche Alternative wiederum lässt sich im Fachhandel oder im Internet bestellen und mit weiteren Farben, ähnlich wie bei einem Tuschkasten, mischen. Hierfür einfach weiße Kuvertüre schmelzen, mit einigen Tropfen der Lebensmittelfarbe versehen und kräftig umrühren, bis sich die Farbe gut verteilt hat.

Bunt: Ein mit gefärbter Schokolade bestrichener Kuchen (Foto: Onat)

Bunt: Ein mit gefärbter Schokolade bestrichener Kuchen (Foto: Onat)

3. Vincent van Choc: Malen mit Schokolade
Nachdem nun komplette Farbpaletten mit Kuvertüre möglich sind, können diese auch für ganze Bilder und Malereien genutzt werden. Hierfür erneut eine Folie als Unterlage benutzen und die Schokolade in Spritzbeutel füllen. Wer seinen künstlerischen Fähigkeiten nicht ganz traut, kann eine ausgedruckte oder angefertigte Bildvorlage unter die Folie legen und diese mit der flüssigen oder gefärbten Schokolade nachmalen. Ist selbst der Spritzbeutel als Pinsel nicht fein genug, kann man auf einen Zahnstocher zurückgreifen.

Vorschau: Nächste Woche stellen wir euch im sechsten Teil der asiatischen Essensreihe eine japanische Weihnachtstorte vor.

Fancy Food, Teil 2 – Cake Pops als Eis getarnt

Nicht zum ersten Mal reitet die Tipps&Tricks-Redaktion diesen Sommer auf der aus den USA stammenden „Fancy Food“-Welle mit. Durch die hohen Temperaturen, die die warme Jahreszeit im Gepäck hat, richtet sich der Blick dabei auf willkommene Abkühlung wie erfrischende Getränke oder Eiscreme. Um das Auge ebenso zu erfreuen wie den Gaumen, lassen sich die kalten Speisen kreativ kombinieren und dekorieren. Was herauskommt, wenn Eiscreme und Kuchen miteinander verschmelzen, ist dabei selbst zum Dahinschmelzen: Auf Eis gelegte, getarnte Cake Pops.

Zutaten und Materialien:

  • Cake Pops
  • pinke und braune Candy Melts (Schmelzdrops) – je nach Belieben sind andere Farbkombinationen möglich
  • kleine Eistüten bzw. Waffeln
  • bunte Streusel und Schokolinsen zur Dekoration
  • ein Löffel, zwei Schüsseln, eine Mikrowelle

Zubereitung:
1. Die Cake Pops entweder frisch aus dem Kühlfach entnehmen oder darin kurz vor der Zubereitung auskühlen lassen.

2. Die Candy Melts in separaten Schüsseln für 30 Sekunden in der Mikrowelle schmelzen lassen, bis sie flüssig sind.

3. Nun einen Cake Pop auf eine Waffel platzieren. Sollte die Waffel zu klein sein, kann man sie oben etwas abbrechen, da dies hinterher nicht mehr sichtbar sein wird.

4. Die erste Farbe an Candy Melts auf einen Löffel geben und über den Cake Pop gießen. Dabei kann die Glasur ruhig die Waffel hinabfließen. Dies verstärkt den Effekt von schmelzendem Eis.

5. Eine zweite, kleinere Schicht der geschmolzenen Drops über die Erste gießen. Eine rote Schokolinse als Kirsche getarnt darauf setzen. Nun mit den Streuseln das Eis verzieren.

Tipps:

  • Sollten die Drops nach dem Schmelzen nicht flüssig genug sein, diese mit etwas Kokosfett verdünnen.
  • Wer die leeren Waffeln nicht ungenutzt lassen möchte, kann sie erst mit Schokolinsen auffüllen und anschließend die Cake Pops darüber geben.

Vorschau: Am nächsten Wochenende präsentiert euch die Tipps&Tricks-Redaktion eine Umfrage zum Thema Wochenendtrips.

Fancy Food – Süße Hamburger und Pommes Frites

„Das Auge isst mit“ – diesem Leitspruch folgend haben es Köche und Konditoren sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur besonders delikate, sondern auch optisch ansprechende Speisen auf den Tisch zu bringen. Das alte Sprichwort hat sich dabei zur kulinarischen Kunstform entwickelt, die Kreativität und Backfertigkeiten gleichermaßen beansprucht. Ob nun Rosen aus Marzipan, Krümelmonster-Muffins oder als Lutscher getarnte Kuchen namens Cake Pops – die Dekorationswelle hat längst Einzug in heimische Gefilde gefunden, fernab von Edelrestaurant und Gourmetküche. Dies beweist der Amerikaner Erik Trinidads mit seiner „Fancy Fast Food“-Bewegung, indem er fertige Fast Food-Gerichte stilvoll neu arrangiert. Mit einer Hommage an den Hobbykoch soll dem Trend die Zukunft gewiesen werden: Dem Stil des „Fancy Food“ (Anm. d. Red.: „Fancy Food“ bezeichnet ausgefallene Speisen im Allgemeinen) folgend präsentiert euch die Tipps&Tricks-Redaktion Fast Food-Gebäck, das sowohl „fast“ als auch „fancy“ zubereitet wird.

Ausgefallen: Hamburger als Gebäck (© Bakerella / bakerella.com)

Zutaten und Materialien:

  • Vanille- und Schokoladen-Cupcakes
  • Sesamkörner
  • rote, grüne und gelbe Lebensmittelfarbe
  • etwas Wasser zum Befeuchten
  • 125g Butter oder Frischkäse
  • 200g Puderzucker
  • etwas Zitronensaft
  • ein Messer
  • Spritztüte oder Gefrierbeutel, Klebeband und Schere

1. Zunächst die Vanille- und Schokoladen-Cupcakes mit einem Messer halbieren oder dritteln. Dies ist abhängig von ihrer Größe. Die Vanille-Cupcakes bilden dabei das Brot, die Schokoladen-Cupcakes wiederum das Fleisch eines Burgers.

2. 125g Butter oder Frischkäse mit 200g Puderzucker und etwas Zitronensaft zu einer weichen Creme verrühren. Das dadurch entstandene Frosting anschließend dritteln und mit den Farben rot, gelb und grün einfärben. Diese dienen dann als Ketchup, Käse und Salat.

3. Nun die Brotunterseite mit dem süßen Fleisch belegen. Die Oberseite wiederum mit etwas Wasser anfeuchten und mit den Sesamkörnern bestreuen. Durch das Wasser bleiben diese am Gebäck kleben.

4. Mit dem roten Frosting einen Kreis auf dem braunen Cupcake ziehen. Hierfür eine Spritztüte verwenden. Wer keine hat, kann einen Gefrierbeutel nehmen, diesen zu einem Trichter falten und mit Klebeband festkleben. Anschließend mit einer Schere die Öffnung einschneiden und das Frosting einfüllen. Dasselbe mit dem gelben Frosting wiederholen.

5. Das grüne Frosting sollte leicht gewellt um den Kreis gezogen werden, damit es den Salatblättern eines Burgers ähnelt. Nun die mit Sesam versehenen Brotdeckel leicht auf die Hamburger andrücken, um das Fast Food-Gebäck zu vollenden.

Kreativ: Pommes Frites-Kekse (© Bakerella / bakerella.com)

Tipp:

  • Wer mag, kann zu den Cupcake-Burgern auch süße Pommes Frites servieren. Hierfür einfach in kurze Streifen geschnittene Kekse backen.

Vorschau: Wie eure Homeparty ein Erfolg wird, hat euch die Tipps&Tricks-Redaktion bereits verraten. Nächste Woche erfahrt ihr zudem, wie eine öffentliche Party zum Highlight wird.

Do-it-yourself-Projekt: Krümelmonster-Muffins

Es ist blau, es ist pelzig – und der Held eines jeden Kindes. Die Rede ist natürlich vom Krümelmonster. Bei der „Sesamstraße“ einst für seine maßlose Vorliebe für Kekse berühmt geworden, wurde es seit 2005 auf Diät gesetzt. Nur noch gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse gehören zu seinem Speiseplan. So soll in den USA und in Deutschland gegen das Übergewicht bei Kindern vorgegangen und die jungen Zuschauer an eine gesundheitsbewusste Ernährung erinnert werden. Dadurch den eigenen Grundprinzipien „Kekse!“ untreu geworden, wird bei den Krümelmonster-Muffins der Entzug des Keks-Fetischisten aufgehoben. Denn solange man Kekse in Maßen isst, können sie sicherlich nicht schaden.

Zutaten und Materialien:

Muffins statt Kekse: Krümelmonster-Muffins (Grafik: Onat)

Muffins statt Kekse: Krümelmonster-Muffins (Grafik: Onat)

  • Muffins
  • Kekse
  • Marzipanrohmasse (gegebenenfalls Mandeln)
  • Schokotropfen oder Schokolade
  • Kokosraspeln
  • Puderzucker
  • geschmolzene Butter
  • blaue Lebensmittelfarbe
  • Messer
  • Löffel oder Gabel zum Rühren
  • Schüssel

Zubereitung:
1. Zunächst werden die Augen des Monsters vorbereitet. Hierfür Marzipanrohmasse mit Puderzucker vermengen, bis sich das Marzipan gut formen lässt. Nun kleine Bällchen daraus formen. Die Schokotropfen dienen als Pupillen und können eingedrückt oder – leicht angewärmt – auf die Kügelchen geklebt werden. Aber auch geschmolzene Schokolade genügt, um die Pupillen aufzumalen.

2. Für das Fell dienen die Kokosraspeln. Hierfür diese in eine Schüssel geben und blaue Lebensmittelfarbe hinzugeben. Beides gut durchmischen, bis die Raspeln einheitlich gefärbt sind. Eine Gabel beim Mischen sorgt dafür, dass die Finger sauber bleiben.

3. Mit einem Messer horizontal einen Schlitz in die Muffins einschneiden. Dieser Schnitt soll als Mund dienen, in dem später noch ein Keks gesteckt wird.

4. Um die Muffins mit dem blauen Fell einzukleiden, müssen sie mit Icing, einer Art Zuckerguss, versehen werden. Dieser fungiert als Kleber für die Dekoration. Um Icing herzustellen, muss lediglich geschmolzene Butter und Puderzucker miteinander vermengt werden. Anschließend das Icing mit der Lebensmittelfarbe blau einfärben, gut verrühren und die Muffins damit bestreichen.

5. Die Muffins in die gefärbten Kokosraspeln eintauchen bis die Fläche gleichmäßig abgedeckt ist: dann die Augen ankleben. Hierfür kann ebenfalls der Zuckerguss verwendet werden. Falls auf Marzipan verzichtet werden soll, können Augen aus Mandeln eingesteckt werden. Natürlich können auch Zahnstocher zur Fixierung dienen. Jedoch sollte man – vor allem bei Kindern – wegen der Verletzungsgefahr darauf verzichten.

6. Die Kekse in den geschlitzten Mund einklemmen. Gegebenenfalls können die Kekse erst halbiert und dann eingesteckt werden. Zuletzt bleibt nur einen guten Appetit zu wünschen – nicht nur für das Krümelmonster.

Vorschau: Nächste Woche gibt es nützliche Motivationstipps gegen den inneren Schweinehund.

Knusper, Knusper, Knäuschen

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken, die Plakate für die Weihnachtsmärkte mehren sich und die Regale der Kaufhäuser zeigen seit Monaten Lebkuchen, Spekulatius und Gebäckfeinheiten. Ist es da nicht Zeit, den Ofen anzuschmeißen und eine Ladung auf eigene Faust zu backen?
Was sagt ihr? Arbeit, Dreck, Mühe, wo es doch viel einfacher geht? Aber andererseits … Gibt es nicht auch Einiges, was fürs Selbstbacken spricht? Hier findet ihr fünf gute Gründe.

Winterzeit ist Plätzchenzeit: Ab in die Weihnachtsbäckerei (Foto: Lehr)

Zum Ersten: die Tradition. Letzten Freitag war es soweit, und ich wusste nichts davon. Meine Mutter hatte mich morgens abgeholt, damit wir meinen Sohn in den Kindergarten bringen sollten. Doch danach setzte sie mich nicht etwa wieder zu Hause ab, sondern fuhr zu meiner Großmutter. In manchen Situationen ist es besser, nicht so genau nachzufragen, also wartete ich erst mal ab. Meine Oma war schon kräftig am Backen und stach gerade eine Ladung Kokoskringel aus. „Sollen wir die jetzt zuerst backen oder Spritzgebäck machen“, fragte mich meine Mutter aus heiterem Himmel. Ich zuckte mit den Schultern und verkniff mit das „Macht doch, was ihr wollt“, als sie schon ausholte: „Na, wegen dir machen wir doch heute Spritzgebäck.“ Gut zu wissen. Also durfte meine Oma sich mal hinsetzten und ausruhen und meine Mutter weihte mich ein, wie man Spritzgebäck durch den Fleischwolf dreht und richtig portioniert und hübsch angerichtet ausbackt. Ein Gebäck, das seit ich denken kann von unserer Familie gegessen wird und obwohl ich wusste, dass der Fleischwolf da irgendwie seine Zähne mit drin hat, hatte ich es noch nie zuvor gemacht. Letztes Jahr hat meine Oma allen ihren Enkeln ein Weihnachtsbackbuch geschenkt mit ihren eigenen Rezepten. Familiengeheimnis sozusagen, und so was muss doch ausgenutzt werden. Also: Ran an den Herd.

Grund Nummer Zwei: die Zutaten. Mal ehrlich, ich will nicht wissen, was die lieben Backfirmen in die Kekse, die zu Weihnachten in die Regale kommen so alles reinmischen. Irgendwelche Geschmacksverstärker, Zusatzstoffe, Farbstoffe, Konservierungsmittel, und, und, und. Alles Dinge, die nicht so wirklich gut für unsere Körper sind. Wenn ich aber selbst Mehl, Zucker, Nüsse, Eier und Zitronenschale vermische, das Mehl und die Eier vielleicht sogar vom Bauer, die Nüsse aus dem Garten meiner Oma und die Zitrone vom Bäumchen meiner Mama wären, dann gäbe es gar keine Bedenken mehr. Und etwas reduzieren lässt sich das Unwissen über unser Essen auch dann, wenn ich die Zutaten nicht aus dem eigenen Anbau habe, aber selbst vermenge.
Grund Drei: der Spaß. Freud sei Dank. Er hat uns beigebracht, dass wir uns nicht schämen müssen, wenn wir mit Freude im Teig herumkneten, mit Matsch spielen oder die Knete zerquetschen, selbst wenn der innere Trieb wohl etwas ganz anderes zerkneten will, was so gar nicht appetitlich ist. Meine Mutter will immer jeden Teig mit ihrem Thermomix vorkneten, weil sie die Handarbeit nicht mag. Ich aber finde es wirklich toll, mal so richtig Kind sein zu dürfen, und einfach nur zu matschen. Vor allem, wenn dabei so was Leckeres rauskommt.

Selbstgemacht: Kein Gebäck ist leckerer (Foto: Lehr)

Vierter Grund: der Teig. Als mein Freund und ichgerade zusammengezogen waren, und ich das erste Mal für uns Weihnachtsgebäck machen wollte, tat er, was alle gerne tun. Er naschte Teig. Mal hier ein bisschen, mal da, mal von meinen Fingern, mal aus der Schüssel, mit Löffel, mit Teigschaber, mit allem, was dazugehört. Ich bin mir nicht mal mehr sicher, ob er mehr Teig vorher schon genascht hatte, als ich später als Kekse auf dem Blech liegen hatte. Die Strafe kam auf dem Fuß, die nächsten drei Tage wollte er kein Plätzchen anrühren, er hatte verdientes, kolossales Weihnachtsbauchweh. Die Masse macht‘s nun mal, aber so ein bisschen Teig naschen, da ein wenig, dort eine Ecke, wer kann dem schon widerstehen. Mein Verlobter hat sich schließlich erholt und wartet jedes Jahr drängelnd, bis ich sein Lieblingsgebäck, die Muscheln meiner Oma mache – die stehen in keinem Backbuch.

Und schließlich last, but not least: der Duft. Eigentlich gehört der Geschmack auch dazu, denn gekauftes Gebäck schmeckt immer gleich, selbst gemachtes schmeckt in Nuancen. Doch der Duft, der Duft von frischgebackenem Gebäck in der Wohnung, der ist einmalig. Er deckt alles zu, sofort wird die Welt weihnachtlich, werden die Lichter heller, die Sterne klarer. Und er macht satt. So schwer und süß, wie er ist, riech ich mich jedes Mal daran satt. Als würde es nicht schon reichen, dass ich in jedem Gebäck die Arbeit sehe, die darin steckt, die Zutaten, aus denen es geworden ist. Selbstgemachte Plätzchen werden die gedankenlos gegessen. Sie machen Freude, schon beim Zubereiten. Und Weihnachten fängt für mich erst an, wenn ich mein Gebäck gebacken habe.

 

Vorschau: Lea schreibt nächste Woche über Veränderungen und das Flügge werden.