Menschen, Geschichten, Schicksale – 2014 im Panorama

Schreibt derzeit an ihrem dritten Buch: Samantha Stone (Foto: privat)

Schreibt derzeit an ihrem dritten Buch: Samantha Stone (Foto: privat)

Sie kämpfen für eine vom Aussterben bedrohte Sprache, gegen eine schwere Krankheit oder auch um den beruflichen Erfolg – die Menschen, die wir 2014 im Panorama zum Interview gebeten haben, haben ihre Ziele fest vor Augen. Wir haben nachgefragt, wie sich ihr Leben seit unserem letzten Gespräch verändert hat.

Vom Model zur Buchautorin
Beziehungskiller“ und „Polizei eingeschaltet“ titelten wir im Januar im Panorama. Jennifer Frankhauser, die Halbschwester von TV-Sternchen Daniela Katzenberger, soll versucht haben Model Samantha Stone den Freund auszuspannen. Was folgte waren böse Beschuldigungen auf beiden Seiten. Fast ein ganzes Jahr ist seitdem vergangen. Wir haben bei Stone nachgefragt: „Ich ignoriere Jennifer einfach und mache mein eigenes Ding. Hoffentlich sehe ich sie nie wieder.“ Dass sie mit dem Streit an die Öffentlichkeit gegangen ist, bereut Stone bis heute nicht. Privat und beruflich laufe es sehr gut. „Mein Mann und ich stehen nach wie vor zueinander. Wir lieben uns“, erzählt die 27-Jährige, „Momentan konzentriere ich mich auf meine Bücher. Das erste wird 2015 veröffentlicht, das zweiten ist auch soweit fertig und gerade arbeite ich am dritten.“ Mit der Veröffentlichung des ersten Buches sollen TV-Auftritte folgen. „Weiteres ist geplant, aber ich darf nichts verraten“, gibt sich Stone geheimnisvoll.

Freut sich über die Entwicklungen der vergangenen Monate: Svenja Mohr (Foto: privat)

Freut sich über die Entwicklungen der vergangenen Monate: Svenja Mohr (Foto: privat)

Von unerwarteten Spenden und positiven Entwicklungen
Von einer hoffnungsvollen, jungen Frau, die sich trotz schwerer Krankheit für andere einsetzt, berichteten wir im September auf Face2Face. Seitdem hat sich im Leben der an MS erkrankten Svenja Mohr einiges verändert. „Nach dem Artikel auf Face2Face gab es weitere Berichte in der regionalen Presse. Inzwischen hat die von mir ins Leben gerufene Gruppe MS-Jugend Speyer und Umgebung 29 Mitglieder“, erzählt die 22-Jährige. Sogar die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft habe sich bei ihr gemeldet und angefragt, ob sie ihre Gruppe als Deutsche Multiple Sklerose Gruppe weiterverbreiten wolle. Erst vor zwei Wochen hat sich zudem ein Herr mit der Redaktion in Verbindung gesetzt und 400 Euro für Svenjas Gruppe gespendet. Für sie noch immer unfassbar: „Demnächst wollen wir als Gruppe zusammen essen gehen, uns endlich auch persönlich kennenlernen und beratschlagen, für welche gemeinsame Aktivität wir das Geld einsetzen.“ Das neue Medikament, das Svenja seit vier Monaten bekommt, verträgt sie sehr gut.

Machte seit unserem letzten Gespräch im Juni sogar Konkurrenten zu Mitarbeitern: Werbefotograf und Schlagzeuger Christoph Baumann (Foto: Christoph Baumann/ Pixel-Werk)

Machte seit unserem letzten Gespräch im Juni sogar Konkurrenten zu Mitarbeitern: Werbefotograf und Schlagzeuger Christoph Baumann (Foto: Christoph Baumann/ Pixel-Werk)

Die Vielfalt eines Künstlers
„Ich mache mir nichts aus Konkurrenzdruck“, sagte uns Werbefotograf und Schlagzeuger Christoph Baumann (31) im Juni. Hat er an seinem Leitsatz festgehalten? „Aktuell habe ich sogar Konkurrenten zu Mitarbeitern gemacht, um mit unseren jeweiligen Stärken das Beste für unsere Kunden rauszuholen“, berichtet der Inhaber der Medienschmiede Pixel-Werk in Hardheim. Seine Arbeit wolle er stärker auf Kernkompetenzen konzentrieren, um so die Effizienz zu steigern. Im Juni-Artikel hat er uns verraten, dass er die Abwechslung an seinem Beruf sehr schätzt. An was er wohl derzeit arbeitet? „Momentan fotografiere ich von industriellen Prototypen bis hin zu Luxusautos“, lässt uns der Künstler wissen. Damit aber nicht genug: „Nebenbei wurde ein kleines Studio mit und für meine Band Babblfish geschaffen, damit wir endlich unser erstes Album aufnehmen und auf den Markt bringen können“, verrät der studierte Schlagzeuger. Wer neugierig ist, was die Musikrichtung „Nu Grunge Drecksau Rock“ auf dem Kasten hat, darf sich schon auf 2015 freuen – da soll das erste Album erscheinen.

Sucht jetzt auch auf Mega- und Giga-Events: Geocacher Sascha Günther (Foto: Günther)

Sucht jetzt auch auf Mega- und Giga-Events: Geocacher Sascha Günther (Foto: privat)

Ein moderner Schnitzeljäger in seinem Element
Er sucht immer noch. Und nach was? Nach Caches natürlich. Im März gingen wir mit dem Webdesigner und Hobby-Geocacher Sascha Günther (38) auf „Schatzsuche“. Er klärte uns unter anderem über verschiedene Cachetypen auf, wies auf Gefahren des modernen Schnitzeljagens hin und gab uns Eventtipps. Müde ist der Cache-Jäger noch nicht geworden: „Dieses Jahr habe ich an mehreren Mega-Events teilgenommen, unter anderem dem Big Äppel in Frankfurt und dem Event am See in der Nähe von Nierstein.“ Mega-Event deshalb, weil sich mehr als 500 Cache-Fans angemeldet hatten. Von einem neuen Eventtyp bezüglich Geocaching erzählt Sascha: „Dieses Jahr fand das erste Giga statt, ein Event mit einer Besucheranzahl von mehr als 5.000.“ Der fleißige Geocacher wird auch im kommenden Jahr wieder großen und kleinen Events frönen und nennt uns ein ganz besonderes: das Mainz Gutenberg 2015. Hier könne sich Jedermann über die Entstehung und die Technik des Geocaching informieren.

Feldforscher bei den Pitesaami: Joshua Wilbur zu Besuch in Schweden. (Foto: Joshua Wilbur)

Feldforscher bei den Pitesaami: Joshua Wilbur zu Besuch in Schweden (Foto: Joshua Wilbur)

Dank ihm lebt das Pitesaamische weiter
Dem „Sprachtod“ begegnen“, das ist das erklärte Ziel des Sprachwissenschaftlers Joshua Wilbur, der das Pitesaamische dokumentiert. Im März  haben wir mit ihm über das Volk der Saami gesprochen und auch darüber, warum die Sprache höchstwahrscheinlich aussterben wird. Seitdem hat Josh seine Arbeit weiter fortgesetzt, in Schweden viele alte Aufnahmen zusammen mit den Muttersprachlern transkribiert. Er war dieses Mal sogar auf einer Elchjagd dabei, hat alles mit der Kamera gefilmt, nicht selbst geschossen. Seine Sprachkenntnisse hat er weiter verbessert, aber richtig fließend spricht er noch nicht. Einfache Sachen klappen aber schon gut, berichtet er uns. Gefördert wird sein Projekt noch bis Ende April 2015 und dann muss er sich um neue Geldgeber bemühen. Er ist dabei neue Anträge zu schreiben und hofft, dass es klappt. „Es gibt nicht allzu viele Möglichkeiten, Förderung in diesem Bereich zu bekommen, aber ich werde es in jedem Fall versuchen“, sagt Josh.

Arbeitet fleißig an seinem zweiten Roman: Autor Dennis Stephan (© Dennis Stephan)

Arbeitet fleißig an seinem zweiten Roman: Autor Dennis Stephan (© Dennis Stephan)

Neuer Roman in Arbeit
Wir trafen den Berliner Jungautor Dennis Stephan vor fast genau einem Jahr und sprachen über sein Debut, Wortschöpfungen und erste Sätze. Dennis‘ erstes Prosa-Werk „Der Klub der Ungeliebten“ war druckfrisch. Rückblickend hat ihn die Diskussionsrunde, die es auf Lovelybooks.de zum Buch gab, sehr gerührt: „Ich fand es aufregend, verschiedene mir unbekannte Menschen dabei zu beobachten, wie sie über mein Buch resümieren und sich austauschen. Wie sie bestimmte Zusammenhänge knüpfen und Muster erkennen, die ich wohlüberlegt im Text versteckt hatte.“ Wirklich gekränkt habe ihn eigentlich kein Feedback – im Gegenteil, eher das Ausbleiben von Feedback, vor allem von Menschen, deren Meinungen ihm sehr wichtig sind, hat ihn enttäuscht. Seit diesem Jahr schreibt Dennis an seinem zweiten Roman. Thematisch wird er Ähnlichkeiten mit dem „Klub der Ungeliebten“ haben. Es wird um die Generation junger Erwachsener in Berlin gehen, ums Sich-Verlieben und die Flucht ins Nachtleben, um Süchte und Sehnsüchte, verrät uns der Autor. „Alles in allem ein wenig düsterer und plastischer als das erste Buch und vielleicht auch ein bisschen reifer“, erklärt Dennis. Der Abverkauf des Klubs läuft nach wie vor – „wenn auch leider nicht so rasant wie der Abverkauf des siebten Harry Potter-Bandes“, schmunzelt Dennis.

Vorschau: Am Dienstag, 13. Januar stellen wir euch ein junges Mode-Label aus der Rhein-Neckar-Region vor.

 

Polizei eingeschaltet: Streit zwischen Frankhauser und Stone geht weiter

Verstehen sich nicht: Model Samantha Stone (links) und Katzenberger-Schwester Jennifer Frankhauser (Foto Stone: Jürgen Wegner, Foto Frankhauser: privat)

Verstehen sich nicht: Model Samantha Stone (links) und Katzenberger-Schwester Jennifer Frankhauser (Foto Stone: Jürgen Wegner, Foto Frankhauser: privat)

Im Streit zwischen Katzenberger-Schwester Jennifer Frankhauser (21) und Model Samantha Stone (26) (wir berichteten) wird weiter mit harten Bandagen gekämpft. Nachdem Frankhauser am vergangenen Mittwoch auf ihrem Facebook-Profil den Screenshot einer angeblich von Stone versendeten Nachricht postete, wendete sich Stone an die Polizei: Die Nachricht habe sie nicht geschrieben. Es geht um die Worte „Das hast du davon du arrogantes Stück! Hab doch gesagt ich mach dich fertig. Mit mir sollte man sich nicht anlegen!“

Beziehen könnte sich diese Nachricht auf die öffentliche Auseinandersetzung der beiden jungen Frauen, in der es um den Freund von Stone geht. Nach Angaben des Models hat sie im Dezember eine Nachricht von Frankhauser erhalten, in der diese angab, ein Verhältnis mit Stones Freund zu haben. Screenshots, um ihre Aussagen zu beweisen, legte Stone der Redaktion vor. Allerdings seien diese laut Frankhauser gefälscht.

Frankhauser ist sich jedoch sicher, dass Stone mit den Vorwürfen das Ziel verfolgt, in die Schlagzeilen zu gelangen.

Was die beiden jungen Frauen selbst dazu zu sagen haben, teilten sie uns per Video-Botschaft und Textnachricht mit:

Beziehungskiller? Katzenberger-Schwester Jennifer Frankhauser unter Verdacht

Jung und schön: Samantha Stone. Hat Jennifer Frankhauser versucht ihre Beziehung zu zerstören? (Foto: Norbert Hess)

Jung und schön: Samantha Stone. Hat Jennifer Frankhauser versucht ihre Beziehung zu zerstören? (Foto: Norbert Hess)

Sie ist jung, schön und schwelgt auch privat mit Freund und Sohn im Glück – Model Samantha Stone (26) könnte zufriedener nicht sein, bis sie vor wenigen Wochen eine Nachricht erhält, die ihr privates Glück auf eine harte Probe stellen sollte.

„Ich und dein Freund haben öfters Spaß. Das geht ja auch schon eine ganze Zeit lang mit dem.“ Die Absenderin: Jennifer Frankhauser, Halbschwester von TV-Sternchen Daniela Katzenberger. „Als ich das las, war ich erst mal geschockt“, berichtet Stone. „Ich habe Stunden gebraucht, bis ich mich entschied, darauf zu reagieren“, erzählt das 25-jährige Model weiter. Schließlich habe sie ihren Freund kontaktiert und ihm gesagt, was vorgefallen war. „Für mich stand fest, dass ich mich besser trenne. Ich wollt einfach erst mal meine Ruhe.“

Das anstehende Weihnachtsfest? „Weihnachten ist ruiniert“, teilte Stone Face2Face am 23. Dezember mit.

Stones Freund ist laut Angaben des Models Frankhausers Vorgesetzter bei einem Immobilienunternehmen. Er wollte sich zu den Vorwürfen gegenüber Face2Face nicht äußern.

„Ganz ehrlich? Ich dachte, sie sei ein nettes junges Mädchen. Jetzt bin ich einfach nur enttäuscht“, so Stone. Nachdem sie sich infolge der Behauptungen Frankhausers von ihrem Freund getrennt hatte, ist Stone inzwischen der Überzeugung, dass ihm übel mitgespielt wurde.

Der angebliche Grund für das Beziehungsaus zwischen Stone und ihrem Freund: ein Chatgesprächs zwischen Stone und Frankhauser (Screenshot: Stone)

Der angebliche Grund für das Beziehungsaus zwischen Stone und ihrem Freund: ein Chatgesprächs zwischen Stone und Frankhauser (Screenshot: Stone)

Auch wenn Frankhauser Stone gegenüber beteuert, jemand habe ihr Facebook-Profil gehackt und die Nachrichten in ihrem Namen versendet, und es von einem Freund Frankhausers heißt, sie hätte nur einen Witz machen wollen, ist sich das Model sicher: Frankhauser wollte ihre Beziehung zerstören. Schließlich habe es schon vor dem Vorfall Annährungsversuche seitens der Katzenberger-Schwester gegeben, indem sie Stones Partner gedrängt habe, mit ihr in die Disco zu gehen. Ein persönliches Gespräch zur Klärung der Situation lehnte Frankhauser nach Angaben von Stone ab.

Ihrem Freund habe sie inzwischen verziehen, so Stone. „Er hatte nichts mit Jennifer!“, ist sie überzeugt, „wir gehen gemeinsam durch Höhen und Tiefen und sind immer füreinander da. Egal, was kommt – wir halten zusammen!“

Ein Wermutstropfen für das neugewonnene Liebesglück: Beschimpfungen von Katzen-Mutter Iris Klein. „Du bist das Allerletzte! Verbreitest Lügen über meine Tochter! Pfui Teufel, schäm dich!“, heißt es in einer von Stone vorgelegten Facebook-Nachricht Kleins.

Ihre Behauptungen kann Stone mit diversen Screenshots belegen. Auf ihrer offiziellen Facebook-Seite lies Frankhauser hingegen am 5. Januar infolge erster Presseberichte verlauten: „Dieser Vorwurf ist absolut frei erfunden und nicht wahr!“ Klein nimmt ihre Tochter in Schutz und sagte Face2Face, dass es traurig sei, dass viele Leute versuchen mit allen Mitteln in die Schlagzeilen zu kommen. Angeblich habe es auch Beschimpfungen von Seiten Stones gegenüber Kleins Tochter sowie der gesamten Familie gegeben. „Jennifer hat einen Freund und wohnt seit August mit ihm zusammen. Sie will ganz sicher nichts von Stones Freund.“ Jennifer sei fix und fertig, da sie sich die Vorwürfe sehr zu Herzen nehme. „Im Prinzip zerstört Frau Stone gerade die Beziehung meiner Tochter und nicht umgekehrt“, so Klein.

Vorschau: Nächste Woche berichten wir im Panorama über das Start-Up Unternehmen „My Möbelstück“.