Musik aus den Niederlanden – The Common Linnets und Dotan

Flandern und die Niederlande waren in diesem Jahr gemeinsamer Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Doch nicht nur die Literatur aus den Niederlanden wird hierzulande immer beliebter, sondern auch die Musik. Grund genug, einen genaueren Blick auf eine niederländische Band und auf einen niederländischen Sänger zu werfen, die auch das deutsche Publikum mit ihrer Musik begeistern.

Der „Eurovision Song Contest“ als Sprungbrett

Ganz in ihrem Element: Ilse DeLange und JB Meijers von der Band The Common Linnets (Foto: S. Holitzner)

Ganz in ihrem Element: Ilse DeLange und JB Meijers von der Band The Common Linnets (Foto: S. Holitzner)

Seit ihrer Teilnahme im Mai 2014 für Niederlande am „Eurovision Song Contest“ – kurz ESC genannt – kennen viele in Deutschland die Band The Common Linnets. Beim ESC erreichten sie mit ihrem Song „Calm After The Storm“ den zweiten Platz. Die Single schaffte es bis auf den dritten Platz der deutschen Charts und wurde im September 2015 zudem mit Platin ausgezeichnet. Auch ihr im Mai 2014 veröffentlichtes Debütalbum „The Common Linnets“ war hierzulande äußerst erfolgreich. Die im Herbst 2015 erschienene zweite Platte „II“ konnte an diesen Erfolg anknüpfen. Auf „II“ ist die musikalische Weiterentwicklung von The Common Linnets deutlich zu hören. Großartige Songtexte und beeindruckende Instrumentierungen zeichnen das Album aus. Einen weiteren Hit hatten The Common Linnets Ende letzten Jahres zusammen mit der Band The BossHoss: Gemeinsam nahmen sie eine neue und musikalisch überzeugende Version des Dolly Parton-Klassikers „Jolene“ auf. Im November 2016 sind The Common Linnets wieder live auf großer Deutschlandtour zu erleben.

„Home“ auch in Deutschland

Sänger Dotan war in den Niederlanden schon erfolgreich, bevor er in Deutschland mit seiner Musik ebenfalls auf begeisterte Resonanz stieß.

Mit Spaß dabei: Sänger Dotan (Foto: S. Holitzner)

Mit Spaß dabei: Sänger Dotan (Foto: S. Holitzner)

Seine Platte „7 Layers“ ist in seiner Heimat bereits Dotans zweite Albumveröffent-lichung und erschien dort Anfang 2014. Hier musste man bis Mai 2015 auf das Werk warten. Zuvor brachte Dotan seine Singleauskopplung „Home“ heraus, die es unter anderem in die Top-Ten-Liste der deutschen iTunes-Charts geschafft hat. Ende letzten Jahres konnte der Sänger das Publikum auch live auf seiner Deutschlandtour überzeugen.

The Common Linnets und Dotan sind nur zwei Beispiele dafür, dass es in den Niederlanden großartige Künstler gibt, die auch international mit ihrer Musik begeistern können. Da bleibt nur zu hoffen, dass es weitere niederländische Musiker schaffen, sich in der Musiklandschaft Deutschlands zu etablieren.

2016: Ein Jahr für Bücherwürmer

Für alle Musikbegeisterten unter euch hat Vanessa Anfang Januar einen Ausblick auf den Festivalsommer 2016 gegeben. Doch auch für alle, die es etwas kuschliger mögen – sich mit einer heißen Schokolade und einem gemütlichen Buch in die Leseecke mümmeln – hat das neue Jahr einiges zu bieten. Diese Highlights dürfen Leseratten und Bücherwürmer 2016 nicht verpassen:

International Book Giving Day

International Book Giving Day 2016

Galaktisch: Das diesjährige Logo wurde vom britischen Illustrator Ben Newman gestaltet (Foto: Newman)

Für die einen ist der 14. Februar ein Tag voller Rosen, Schokopralinen und Liebesgeflüster. Für Bücherfreunde ist es der Tag um die Liebe am Lesen zu teilen. In Deutschland liest immerhin fast jedes zweite Kind ein- oder mehrmals die Woche ein Buch. Damit dies auch in anderen Ländern möglich ist, spenden am 14. Februar viele Organisationen Bücher an Kinder in Entwicklungsländern. Wenn du dich beteiligen willst, kannst du diese Organisationen unterstützen. Oder verschenke Bücher an Familie und Freunde, lege sie in Wartezimmer beim Kinderarzt aus oder spende deine alten Bücher an Kinderkrankenhäuser oder -grippen.

Leipziger Buchmesse 2016

Vom 17. bis 20. März begibt sich Leipzig wieder auf eine literarische Entdeckungsreise um die Welt, so das Motto des größten Lesefests in Europa. Ein guter Jahresauftakt für Leseratten um Neuheiten, Trends und alte Schmöker der Bücherwelt zu entdecken.

Neuheit in diesem Jahr: mit der Startup-Plattform Neuland 2.0 will die Leipziger Buchmesse (LBM) Unternehmen die Möglichkeit geben, innovative, technikgetriebene Ideen für die Buch- und Medienbranche zu präsentieren. Für Cosplay- und Manga-Begeisterte findet in einer separaten Halle die Manga-Comic-Con 2016 (MCC) statt. Wer sich schon mal einen Eindruck verschaffen möchte, darf den Artikel von Frances zur LBM 2015 lesen.

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Leipzig liest: Der Büchermarkt 2015 schrumpfte um 1,7 Prozent, doch die Leipziger Messe will mit neuen Ideen wie „Neuland 2.0“ weiter wachsen. (Foto: Leipziger Messe GmbH / Uli Koch)

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UNESCO-Welttag des Buches: Die Aktion wird in Deutschland vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Stiftung Lesen, der Deutschen Post, dem ZDF, dvj und cbj gesponsert. (Foto: Börsenverein des Deutschen Buchhandels)

Welttag des Buches

Am 23. April heißt es wieder einmal: Ich schenke dir eine Geschichte! Ähnlich wie am International Book Giving Day möchten Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken und Schulen Kinder der vierten und fünften Klassen bundesweit fürs Lesen begeistern. Lehrer müssen ihre Schüler allerdings selbstständig für diese Aktion anmelden, damit diese teilnehmen können. Alle Bücherwürmer sind dazu aufgerufen, Bilder mit ihren Lieblingsbüchern auf einer virtuellen Fotowand zu posten. Die beliebte Aktion „Lesefreunde“ findet dieses Jahr leider nicht statt. Vor zwei Jahren konnte man sich registrieren und aus einer Liste mit elf Titeln Lieblingsbücher auswählen. Die Gewinner bekamen ein Buchpaket geschickt, dessen Inhalt sie mit ihren Freunden, Bekannten und Lesemuffeln teilen konnten. Vielleicht ist es 2017 wieder soweit!

Frankfurter Buchmesse 2016

Der Bücherherbst steht vom 19. bis 23. Oktober wie jedes Jahr ganz im Zeichen der Frankfurter Buchmesse, dem Mekka für Bücherwürmer. Im vergangenen Jahr standen die Besucher im Zauber des Gastlandes Indonesien. Dieses Jahr sind unsere Nachbarn aus Flandern und den Niederlanden zu Besuch.

Unser neues Motto: Der Thiele-Verlag bringt es auf den Punkt (Foto: Peternek)

Unser neues Motto: Der Thiele-Verlag bringt es auf den Punkt (Foto: Peternek)

Die FilmKunstKultur-Redaktion wünscht euch viel Spaß beim Schmökern, Bücherlisten füllen und Verschenken!

Frankfurter Buchmesse: Das zweite Zuhause für Bücherwürmer

In Zusammenarbeit mit Vera Peternek.

Frankfurter Buchmesse 2015_Indonesien

Geheimnisvolle Stimmung: Die Halle wird nur von Lichtsäulen mit mythischen Motiven erleuchtet (Foto: Peternek)

17.000 Inseln der Imagination – so lautet das Motto Indonesiens, des diesjährigen Ehrengastes auf der Frankfurter Buchmesse. Verschiedene Bereiche der Halle bilden sieben „Inseln“. Dort werden unterschiedliche Aspekte der indonesischen Literatur und Kultur vorgestellt. In der Halle ist es dunkel, jedoch spenden riesige viereckige Röhren, auf denen Zitate indonesischer Autoren oder Zeichen der unterschiedlichen Schriften zu sehen sind, angenehmes Licht. Die Inseln sind passenderweise von Bücherlampen erleuchtet. Eine der Inseln ist die Island of Illumination. Dort liegen in Glaskästen einige der größten Schätze indonesischer Literatur verborgen.

Über dreihundert verschiedene Kulturen bilden Indonesien und machen es zu dem, was es ist: Eines der vielfältigsten Länder der Welt. Die literarischen Schätze, die auf der Buchmesse ausgestellt sind, reichen von Nagaraketama in altem Javanesisch bis hin zu La Galigo, einem der längsten jemals verfassten literarischen Werke überhaupt. Das in der Sprache der Bugis abgefasste Epos ist zwanzigmal länger als die Odyssee! Direkt daneben kann man seine Reise auf der Island of Words fortsetzen. Dort sind einige der wichtigsten Werke zeitgenössischer Literatur Indonesiens zu finden. Nur einen Katzensprung von dort liegt die Island of Inquiry, wo neue Unterrichtsmethoden mit moderner Technik vorgestellt werden. Die Besucher können mit einer App das Angklung, ein traditionelles indonesisches Musikinstrument aus Bambusstäben, erlernen. Wer in einem anschließenden Quiz sein Wissen über Indonesien unter Beweis stellt, kann sogar eines der Instrumente gewinnen.

Nur gucken! Zum Probieren der Gewürze muss man eine der Kochvorführungen abwarten (Foto: Peternek)

Nur gucken! Zum Probieren der Gewürze muss man eine der Kochvorführungen abwarten (Foto: Peternek)

Eine der „Inseln“ ist die Island of Spice. Auf bootförmigen Tischen stehen dort in kleinen Schälchen allerlei Gewürze. In der Luft liegt der Duft von Kurkuma, Anis und Pfeffer. Leider ist es nicht erlaubt die Gewürze zu probieren. Dazwischen liegen immer wieder Rezepte traditioneller indonesischer Gerichte. Diese machen Lust auf mehr. Beim Anblick der Ikan Kuah Kuning, einer indonesischen Suppe, läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Der Besuch des viertgrößten Landes der Welt auf der Buchmesse ist ein Fest für alle Sinne.

Doch Deutschland kann noch mehr vom Ehrengast Indonesien lernen, als Wege zur besonderen Teezubereitung und mystische Geschichten: Kulturelle Vielfalt und Toleranz sind nur eine der Stärken des Landes der 700 Sprachen. Die Flüchtlingssituation beherrscht auch viele Diskussionen auf der diesjährigen Messe. Sie hat sich von einem Ort zum Schmökern und Bücher-Wunschlisten-füllen zu einer Plattform für politische Diskussionen entwickelt. So gab es zum Beispiel Freikarten für Flüchtlinge, die von muttersprachlichen Paten durch die Ausstellung geführt wurden.

Do-it-yourself, Upcycling und Handwerken sind aktuell in aller Munde. Auch im Messeprogramm nahmen Workshops, Vorträge mit Anleitungen zum Selbermachen viel Raum ein. So konnte man freitags im Zelt von Da Wanda – einem Onlineshop für Selbstgemachtes – kreativ werden und Lesezeichen basteln: Mit klassischer Pappe und Stempeln über echte Buchseiten zu Washi Tape und Mandalas. Letztere nahmen auch beim Stand des Kreativverlags TOPP in Halle 3 viel Raum ein. Dort konnte man, um dem ganzen Messerummel zu entfliehen, bunte ZEN-Mandalas ausmalen.

Märchenhaft ging es auch in diesem Jahr wieder zu im ARD Forum. Wie bereits im vergangenen Jahr konnten Besucher die Märchen der Gebrüder Grimm einsprechen und anschließend ihr ganz persönliches Hörspiel zugeschickt bekommen. Wer sich lieber verkleidet, konnte nebenan mit Krone, Samtumhang und Prinzessinnen-Kleid ein Foto machen lassen. Auch viele Cosplayer nutzen die Chance mit ihren eigenen selbstgemachten Kostümen vor die Kamera zu treten.

Mittlerweile gehören auch sie zum Bild der Buchmesse: Seit 2007 finden jährlich die Deutschen Cosplay Meisterschaften im Congress Center des Messegeländes statt. Die Teilnehmer verkleiden sich als Figuren aus Videospielen, Spielfilmen, Serien, Musicals, Anime- oder Comicserien und vieles mehr. Um am finalen Wettbewerb teilnehmen zu können, muss das vollständige Kostüm samt Requisiten selbstständig hergestellt sein. Das Siegerkostüm in diesem Jahr stammt von Nicole M. als Horror Kid aus The Legend of Zelda: Majora’s Mask. Viele Cosplayer nutzen die Messe einfach als Gelegenheit, um Gleichgesinnte zu treffen und sich über Tipps und Tricks auszutauschen. Ihr traditioneller Treffpunkt ist die sogenannte Agora, der Innenhof der Messehallen.

Ein zweites Zuhause für Bücherwürmer: Buchmesse ganz persönlich

Doch wie jedes Jahr lassen wir uns einfach gerne von den Menschenmassen durch die Hallen treiben, saugen den Geruch nach Buchseiten und Druckerschwärze ein, lauschen dem aufregenden Geplapper begeisterter Fans, die sich für ein Autogramm ihres Lieblingsautors anstellen. Halten an, um den Text auf einem Buchrücken zu lesen oder in ein, zwei Seiten zu schmökern. Fühlen uns zuhause zwischen den vielen Gleichgesinnten, Bücherwürmern und Leseratten.

Und am Ende vom Tag legen wir unsere schmerzenden Füße hoch, rekapitulieren die Eindrücke vom Tag, halten vielleicht voller Stolz ein signiertes Buch in der Hand. Und mindestens genauso viel Spaß wie die Messe selbst, macht es uns, sich durch Errungenschaften von der Buchmesse wühlen, Leseproben zu verschlingen, schöne Plätze für gesammelte Postkarten auszusuchen, in mitgenommenen Zeitungen zu stöbern und sich schon auf das nächste Jahr zu freuen: 2016 mit dem Ehrengast Niederlande.

Vorschau: Nächste Woche berichtet Frances über BarCamps in Deutschland am Beispiel von „BarCamp24“ in Erfurt.

Die Frankfurter Buchmesse

Eine 63-jährige Tradition, fünf Tage, über 7000 Aussteller, mehr als 3.200 Lesungen, Preisverleihungen und Autogrammstunden – auch dieses Jahr öffnete die Frankfurter Buchmesse wieder ihre Tore.

Von Donnerstag, 10. bis Sonntag, 14. Oktober stand die Buchmesse unter dem Motto „bevor es bei euch hell wird“, thematisch angeknüpft an das diesjährige Gastland Neuseeland. Die Face2Face-Mitarbeiterinnen Vanessa Betz und Nadine Schwalb waren für euch vor Ort, um heute ein paar der Highlights vorzustellen.

 

Lächeln für das Pressefoto: Die glücklichen Platzierten Stefan Wirkus und Stephan Rürup und zwei Jurymitglieder präsentieren stolz den gewonnen Bembel. (Foto: Schwalb)

Beim Gang durch die Kinder- und Jugendbuchhalle erregte die Verleihung des diesjährigen deutschen Cartoonpreises unsere Aufmerksamkeit. Passend zum diesjährigen Motto „Du bist nicht allein“ wurden über 400 Cartoons von kreativen Köpfen eingeschickt. In der Kategorie der Aufsteiger, die bisher noch kein eigenes Buch herausgebracht haben, kürte die Jury Stefan Wirkus zum Sieger.

Innerhalb der Autoren, von denen bereits ein eigenes Buch erschienen ist, machte Peter Zimmer alias SOBE mit seinem Cartoon das Rennen. Leider war er nicht anwesend, um seinen Preis persönlich entgegen zu nehmen. Dafür amüsierte der drittplatzierte Cartoonist Stephan Rürup das Publikum mit seiner Dankesrede, in der er ausführlich und mit ironischem Unterton die zukünftige Benutzung seiner Preises schilderte. Er gewann einen Bembel, ein traditionelles, südhessisches Gefäß zum Ausschenken von Apfelwein.

Auch für die kleinsten Besucher gibt es einiges zu sehen: „Herr Wolke“ stellt sein neues Kinderbuch anschaulich vor. (Foto: Schwalb)

Doch neben Cartoons für Erwachsene hat die Kinder- und Jugendbuchhalle auch für die kleinsten Besucher einiges zu bieten: Am Stand von Kinderbuchautor Rolf Barth haben sich mehrere Kinder versammelt und starren begeistert auf „Herr Wolke“, der leidenschaftlich und kindgerecht aus einem Abenteuerbuch der Reihe „Herr Wolke und sein Freund Alfons“ vorlas.

 Weiter ging es durch die beinahe unübersichtliche Vielfalt der Frankfurter Buchmesse in die Abteilung der Literatur- und Sachbücher, in der viele Neuerscheinungen wie Ken Follets „Winter der Welt“ oder Elisabeth Georges „Believing the Lie“ vorgestellt wurden.

Beim Warten auf den Beginn der Lesung von Gerhart Hauptmanns „Begegnung mit seiner Insel“ kommen wir mit den Autoren Alina Stoica und Alfred Wallon ins Gespräch und tauschen uns mit den langjährigen Besuchern der Buchmesse über unsere ersten Erfahrungen aus. Die beiden bestätigen unseren Eindruck, dass zwischen Ausstellern und Interessierten leider eine große Distanz herrscht. Es scheint so, als würden nur Personen mit geschäftlichen Anliegen umgehend betreut, während den „Normalbürger“ ein intensives Gespräch bei köstlichen Snacks hinter dem Ladentisch verwehrt bleibt. Man bekommt nur wenig Chancen, den Autor oder die Aussteller selbst kennen zu lernen, sondern verbleibt leider – mit der Theke als Trennwand – auf einer unpersönlichen und oft wenig herzlichen Ebene.

Die Lesung der Herausgeberin von Gerhart Hauptmanns Werk fiel leider ohne Stellungnahme aus.

Sollte Autoren stutzig werden lassen: Die Aufforderung, Manuskripte am Stand abzugeben. Es könnte sich um einen „Abzockerverlag“ handeln. (Foto: Schwalb)

Im Gegenzug hatten wir dafür mehr Zeit, uns auf der Messe genauer umzusehen und stießen auf etwas weitaus Interessanteres: ominöse Schilder mit der Aufschrift „Autoren gesucht“ oder „Wir nehmen ihre Manuskripte gerne an“ brachten uns zum Stutzen. Über „Insiderinfos“ eines Autors, der anonym bleiben möchte, erfuhren wir, dass es sich hierbei oft um „Abzockerverlage“ handelt, die den Autoren große Mengen ihres Eigenkapitals abknöpfen, um den Druck ihres Werks zu ermöglichen. Der Verlag kümmert sich danach jedoch nicht um die Vermarktung oder den Verkauf des Buches, sondern spekuliert darauf, sich vom Autor später, für einen geringen Betrag, dessen Werke abkaufen zu lassen.

Unser Weg führt uns weiter durch die Hallen der Buchmesse und somit auch zum Stand des Gutenberg-Museums Mainz. Die herzliche Betreuung an diesem Stand konnte unsere Meinung zu der fehlenden Interaktion zwischen Besucher und Aussteller wieder etwas zerstreuen.

Dort hatte man halbstündlich die Möglichkeit, einem Druck mit einem rekonstruierten Nachbau der historischen Gutenberg-Presse, beizuwohnen.

Zudem konnte man mit Farbrollen, unter Anleitung der ausgesprochen freundlichen und kompetenten Mitarbeiterinnen, ein eigenes Kunstwerk kreieren.

Zeigt Face2Face stolz ihr Kunstwerk: Christina Müller war selbst schon in Neuseeland und findet das Motto ist gut umgesetzt. (Foto: Schwalb)

Dort trafen wir auch die 27-jährige Christina Müller, die sich als langjährige Besucherin der Frankfurter Buchmesse bekannte. „I ch habe vier Monate in Neuseeland verbracht und bin der Meinung, wenn man einmal dort war, möchte man nie wieder weg. Die diesjährige Buchmesse mit dem Gastland Neuseeland ist für mich daher etwas ganz besonderes und ich finde das Thema Neuseeland lässt sich gut mit der Literatur und den vielseitigen Darbietungen vereinen.“

Trotz der aus der Größe der Veranstaltung resultierenden Unübersichtlichkeit und der oftmaligen Distanz zu den Ausstellern, ziehen wir ein positives Fazit aus der Frankfurter Buchmesse 2012. Auch die 65-jährig e Rentnerin Agnes Bormann kann dem nur zustimmen: „Die diesjährige Buchmesse hat mir sehr gut gefallen. Die letzten Jahre war ich immer als Buchhändlerin hier zugegen, was sich meistens als sehr stressig erwiesen hat. Dieses Jahr konnte ich endlich entspannt zu Lesungen und Interviews gehen oder einfach mal ein paar Minuten in einem Buch blättern.“

Den Abschluss der Messe bildete am Sonntag die symbolische Übergabe der Gastrolle an das Land Brasilien, welches sich nächstes Jahr mit seiner kulturellen Vielfalt auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren wird.

Vorschau: Nächste Woche erscheint hier ein Artikel über den Wahlkampf in den USA.

 

„Wir können selbst die Veränderung sein, die wir auf der Welt sehen wollen“ – ein Interview mit Autor Christian Vagedes

Christian Vagedes ist Autor, Designer und Vorsitzender der Veganen Gesellschaft Deutschland e.V. Mit seinem Buch „veg:up – die veganisierung der welt“ liefert er Antworten auf Fragen wie warum Menschen bislang noch immer nichtvegane, konventionelle Produkte konsumieren, obwohl die negativen Folgen längst bekannt sind. Vagedes sprach mit Face2Face unter anderem über Fastfood, Lebensweisheiten und seinen Erfolg.

Christian Vagedes: Autor des Buches „veg:up – die verganiserung der welt“ (Foto: Jenowein)

Face2Face: Bereits einige Wochen nach dem Erscheinungstermin ihres Buches gab es Anfragen zur Übersetzung aus Polen und Amerika – wie erklären Sie sich diesen nachhaltigen Erfolg? War das für sie überraschend oder haben Sie das erahnen können?
Vagedes: Das Interesse am Thema vegan ist weltweit enorm und wird immer größer. Kein Wunder, wenn man bedenkt, welche Lösungsmöglichkeiten die Veganisierung unserem Planeten bietet.

Face2Face: Ihr Buch besteht zu 100 Prozent aus veganen Materialien. Gab es bis zur endgültigen Fertigstellung Momente, in denen Sie glaubten, dass es so in der Praxis doch nicht umsetzbar sei?
Vagedes: Das hat mir schlaflose Nächte bereitet. Eine der größten Buchdruckereien meinte definitiv, dass es ganz vegan nicht gehen würde. Mit viel Recherchieren, Herumprobieren und Querdenken ging es dann letztendlich doch.

Face2Face: Sie schreiben in ihrem Buch, dass die Veganisierung der Menschheit die Lösung für all unsere Probleme ist. Wie erklären Sie demnach einem Teenager, der sich genüsslich von Fastfood ernährt, Ihre Lebenstheorie?
Vagedes: Ich sage nicht, dass die Veganisierung das Allheilmittel schlechthin sei, aber eine der wichtigsten Lösungsansätze für viele Herausforderungen. Man denke nur an die Welternährungsgerechtigkeit, den Regenwald, die Weltmeere, die Trinkwasserreserven, das Klima, die gequälten Tiere. Und die Teenager könnten auch veganes Fastfood genießen, ich beispielsweise esse es manchmal selbst gern.

Face2Face: Ihr Buch wird in mehreren Bestsellerlisten geführt. Wie kommt ein Designer dazu ein Buch zu schreiben, das sich mit einem globalen Thema befasst?
Vagedes: Irgendwann hat es „klick“ gemacht und ich dachte: das beste Design für die Welt besteht darin, etwas zu fördern, was wir wirklich beeinflussen können. Mit der Veganisierung haben wir etwas selbst in der Hand, mit dem wir heilend auf den Planeten einwirken können.

Face2Face: Viele junge aber auch ältere Menschen gehen zurzeit auf die Straße und protestieren. Wie stehen Sie zu den aktuellen Occupy-Bewegungen und den herrschenden Krisen? Gibt es für diese Probleme vielleicht auch einen veganen Lösungsansatz?
Vagedes: Wie ich hörte sehen viele Menschen in dieser Bewegung auch die Tierrechte und vegan als wichtig an. Die Welt ist gerade in einem Umbruch. Wir müssen alle lernen neu zu denken, aber dazu gehören alle Bereiche, die die Menschheit betreffen. Einseitige Schuldzuweisungen sollten gemeinsam erarbeiteten Lösungen weichen. Wir benötigen proaktives, lösungsorientiertes Denken. Protest ist wichtig, aber nur konkrete Lösungen bringen uns vorwärts.

Face2Face: Sie leben den „grünen Traum“. Halten Sie sich zu Hause Haustiere?
Vagedes: Ich besitze drei Katzen, die ich aus dem Tierheim geholt habe. Sie sind extrem verschmust.

Face2Face: Was haben Sie in naher Zukunft geplant? Schreiben Sie schon an einem zweiten Buch? Wenn ja, welche Thematik wird uns erwarten?
Vagedes: Ich habe sogar schon eines fertig, aber ich kann aus bestimmten Gründen noch nicht darüber sprechen.

Face2Face: Gibt es vielleicht etwas, das Sie unseren Lesern noch mit auf den Weg geben wollen, beispielsweise eine Lebensweisheit?
Vagedes: Wir können alles verändern und die beste Lebensweisheit kommt von Gandhi: Wir können selbst die Veränderung sein, die wir auf der Welt sehen wollen. Wichtig ist mir die Quintessenz von „veg:up – die vaganisierung der welt“: Wir sind geistig-kulturell noch im Evolutionsaufstieg, begriffen haben es alle vor uns. Das kann uns Hoffnung machen und unsere menschliche Kreativität, die von jedem einzelnen Menschen gefragt ist. Dazu brauchen wir Selbstvertrauen und Mut. Im Übrigen auch den Mut zu lieben.

Info: Das Buch „veg:up – die verganiserung der welt“ (287 Seiten) ist bereits im Sicht-Verlag erschienen.

Weitere Information zum Thema Veganisierung erhaltet ihr HIER.

Vorschau: Ist die Jugend von heute ausreichend aufgeklärt – oder sogar überaufgeklärt? Dieser Frage wird Tatjana nächste Woche auf den Grund gehen.

Sind E-Books die Zukunft des Buches? – Ein Rundgang auf der Frankfurter Buchmesse

Zwischen gestapelten Büchern, Autoren, Diskussionsrunden mit Prominenten und kulinarischen Finessen befinden sich Journalisten, Literatur-Kritiker und Blogger aus der ganzen Welt. Die diesjährige Frankfurter Buchmesse steht ganz unter dem Motto „Neues denken“ und „Sagenhaftes Island“. Das Hauptaugenmerk liegt dabei allerdings auf der Zukunft des Buches.

„Nachdem man das Buch gelesen hat, macht es sich gut neben den anderen im Regal. E-Books kommen für mich nicht in Frage“, so die Studentin Sophie Hirte zur Zukunft des Buches. Wie Sophie Hirte sind auch für Diana Schneider gebundene Ausgaben ansprechender: „Ein Leben ausschließlich mit elektronischen Büchern kann ich mir nicht vorstellen“.

Ein zukunftsweisendes Modell befindet sich in Halle 3.1 am Stand vom „Sicht“-Verlag. Dort präsentiert Christian Vagedes, Designer und Autor sein Buch „veg:up – die veganisierung der welt“. Vagedes hat seine Vorstellung vom Buch der Zukunft schon die Tat umgesetzt „Das erste vegane Hardcoverbuch ohne Knochenleim – ein Buch das aus 100% veganen Materialen besteht.“ Man entwickelte hierfür einen innovativen Leim, der ohne tierische Partikel auskommt und ein grüner Faden hält die Seiten zusammen. Wenige Wochen nach dem Erscheinungstermin gab es daraufhin Anfragen aus Polen und Amerika zur Übersetzung. Dies zeigt, dass Veganismus nicht nur speziell ein Thema ist, wenn es sich um Ernährung handelt, sondern ein weitreichenderes globales Thema ist.

Christian Vagedes: Designer und Autor des Buches „veg:up – die veganisierung der welt“ (Foto: Jenowein)

Aufgebaut ist das Buch wie ein Laptop, dass im Querformat gelesen wird. Bei der Schriftart seines Werkes setzt Vagedes auf die sogenannte Rotis-Schriftart. Alle Wörter, auch Substantive werden hierzu klein geschrieben. Beim Durchblättern und Lesen einzelner Textpassagen wirkt die Textform noch etwas ungewohnt für mein Auge. „Mit der Zeit gewöhnt sich das Auge recht schnell an die Orthographie des Textes, somit ermüdet es weniger und man bleibt länger konzentriert“, wie Vagedes erläutert. Bei seinen Erkenntnissen beruft er sich unter anderem auf Jacob Grimm, der mit seinem Bruder die weltbekannten Grimmschen Märchen verfasste, der seine Geschichten ebenfalls in der Rotis-Schriftart schrieb.

Ein gesundheitlicher Aspekt bringt diese neue Art von Buch auch mit sich. Durch das Querformat kommt es nicht zu einer sogenannten Nackensteife beim Lesen.

Am Stand von „pubbles – laden und lesen“ (Halle 3.1 – Stand D128) informiert mich Geschäftsführer Dr. Bernhard Mischke über aktuelle Neuigkeiten. „pubbles“ ist die Plattform für den Online-Vertrieb digitaler Zeitungen, Zeitschriften und Bücher. Auf der verlagsübergreifenden Plattform für „E-Content“ kaufen und lesen Kunden digitale Publikationen ganz einfach per Klick. Bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse bietet „pubbles“ wieder in Zusammenarbeit mit den Verlagspartnern „Random House“ und „Bastei Lübbe“ eine „Free-E-Book“-Aktion an. Dabei können neue User während des gesamten Messezeitraums gratis einen Titel pro Tag downloaden. Diese Art von „Free-E-Book“-Aktion wurde bereits während der Leipziger Buchmesse durchgeführt und sehr gut von den Nutzern angenommen.

„pubbles“ gehört zu den größeren Unternehmen des digitalen Vertriebes. Unter den jüngsten Highlights befinden sich die „Süddeutsche Zeitung“ und die „Special Interest“-Titel, wie „triathlon knowhow“, „Apps & Co“ und „tanz“. Zudem finden die Nutzer mittlerweile rund 50.000 E-Books auf „pubbles – von aktuellen Bestsellern (Charlotte Roche’s „Schoßgebete“, „Erlösung“ von Jussi Adler-Olsen und „Der dunkle Thron“ von Rebecca Gablé), bis hin zu kostenlosen Klassikern wie „Der kleine Lord“ von Frances Hodgon Burnett und „Der Graf von Monte Christo“ von Alexandre Dumas. Über die Kooperation mit „Libri“ wird sich das E-Book-Sortiment darüber hinaus im Herbst 2011 um weitere 100.000 Titel vergrößern.

Die „pubbles“-Android-App wird derzeit in einem Beta-Test finalisiert und kurzfristig im Android Market verfügbar sein. Damit erweitert „pubbles“ die technische Verfügbarkeit deutlich. Geschäftsführer Dr. Bernhard Mischke: „Mit dem Start der Pubbles-App auf Android bieten wir unsere Plattform für digitales Lesen den mehr als vier Millionen Android-Nutzern an: „Unser strategisches Ziel ist es, unseren Endkunden überall und geräteunabhängig ihre digitalen Leseinhalte bereitzustellen. Die Android-App ist ein großer Schritt in diese Richtung, und wir freuen uns darauf, vielen neuen Kunden digitale Leseinhalte auf ihr Android-Gerät zu bringen – vom kleinen Smartphone bis zum High-End-Tablet“.

Ein weiteres großes Thema ist die Verknüpfung von Print-Abo und exklusiven digitalen Inhalten. Wer schon ein Print-Abo einer Zeitung oder Zeitschrift bezieht, kann bei „pubbles“ mit Printabo die Inhalte zusätzlich digital erhalten. Aktuell sind im Angebot 18 Titel auf „pubbles“ erhältlich. „Mit sehr guter Resonanz von den teilnehmenden Verlagen.: „Wir erweitern so die Serviceangebote für unsere Verlagspartner und verbessern damit letztlich das Lese-Erlebnis für unsere Kunden“, sagt Geschäftsführer Dr. Bernhard Mischke zusammenfassend.

Der neue E-Book-Reader „OYO II“ der Buchhandelsgruppe „Thalia“ ist ab November 2011 auf dem Markt erhältlich (Foto: Jenowein)

Die Buchhandelsgruppe „Thalia“ strebt einen Ausbau ihres Multichannel-Geschäftsmodells an. Ein trianguläres Modell mit den Geschäftsfeldern stationäre Buchhandlungen, E-Commerce und Digitales Lesen ist vorgesehen. Diese werden jeweils entsprechend der Kunden optimiert. „Bis 2017 ist davon auszugehen, dass der stationäre Buchhandel in Deutschland nur noch für die Hälfte des Gesamtumsatzes am Buchmarkt sorgen wird. Der Rest wird über den Onlinehandel und digitalen Content generiert. Die Zukunft des Buchhandels heißt Multichannel. Nur wer als Marke jederzeit, überall und aus einer Hand erreichbar ist, kann langfristig eine nachhaltige Kundenbindung erzielen,so Michael Busch Geschäftsführer von Thalia Holding GmbH Deutschland. Unterdessen stellte Thalia das neue Modell des E-Reader „OYO II“ vor. Der Verkaufsstart ist pünktlich zum Weihnachtsgeschäft für Anfang November geplant und preislich werden sich die Geräte um 120 Euro bewegen. Hauptmerkmale sind das geringe Gewicht von 260g und die Vielfalt der 300 000 englischsprachigen und 100 000 in deutscher Sprache verfügbaren E-Books. Anders wie beim iPad ist der „OYO II“ mit einem schwarz-weiß Display ausgestattet. Somit ist er nur zum Lesen konzipiert und eignet sich nicht für andere Applikationen.

Im Bereich der digitalen Schulbücher ist man bei den renommierten Verlagen noch etwas zurückhaltend. „Viele Lehrer sind noch nicht technikaffin wie ihre Schüler. Die Frage ist auch ob der Lerneffekt von White-Boards so gut ist – dafür gibt es noch keine Langzeitstudien. In der Unterstufe sollten die Bildschirmzeiten noch niedrig gehalten werden. Ich bin nach wie vor für das konventionelle Schulbuch“, beschreibt Dr. Karsten Joost vom „Oldenbourg-bsv“-Verlag die aktuelle Situation auf dem Schulbuchmarkt.

Auf der „Ard“-Bühne stellt Alice Schwarzer ihre Autobiographie vor. Lässig und herzlich spricht sie über vergangene Tage mit „Titel-Thesen-Temperamente“-Moderator Dieter Moor. Hauptthema ist die Arbeit bei der Frauenzeitschrift „Emma“ die sie vor 34 Jahren gegründet hat. Danach erscheint Charlotte Roche. Roche begeistert vorwiegend junge Frauen, allderings auch einige ältere Zuhörer konnte Roche mitreißen. Wie gewohnt spricht Roche sehr offen über Sex, insbesondere die Sexszenen aus ihrem neuen Buch „Schoßgebete“.

Viele bekannte Gesichter auf der „Ard“-Bühne: Hier Charlotte Roche mit Moderator Mathias Morgenthaler (Foto: Jenowein)

„Sexszenen gehören zu einem Roman dazu, wer sie weglässt, ist in meinen Augen pervers. Bei einem Film finden sie es dagegen ganz normal“, so Roche im Gespräch mit Moderator Mathias Morgenthaler. Durch ein kurzes „Fuck it“ erheiterte sie das Publikum bevor ein Pulk Mädchen auf sie zustürmte, um ein Autogramm zu ergattern.

In Halle 3.1 befindet sich unter anderem die „Gourmet Gallery“ – der kulinarische Part der Buchmesse. Hier stellt die österreichische Starköchin Sarah Wiener ihr neues Kochbuch „Herdhelden: Mein persönliches Österreich-Kochbuch“ vor, dass im „Gräfe und Unzer“-Verlag erschienen ist. Für viele ist sie ein bekanntes Gesicht aus zahlreichen  Auftritten als Fernsehköchin oder durch den erst jüngst ausgestrahlten Sonntagabend-Talk von Günther Jauch zum Thema „Essen für die Tonne – Wie stoppen wir den Wegwerf-Wahnsinn?“.

Bei der dargebotenen Koch-Show scherzt sie wie gewohnt in ihrem symphatischen österreichischen Akzent mit ihren zwei männlichen Hilfsköchen. Jedoch äußerte sie sich kritisch gegenüber zunehmende Vereinheitlichung der Geschmäcker der Lebensmittel und den Anbau von riesigen Sojamengen in Südamerika für die Massenproduktion von Fleisch in Europa.

Sarah Wiener und ihre zwei „Herdhelden" zaubern kulinarische Finessen in der Gourmet Gallery der Frankfurter Buchmesse (Foto: Jenowein)

Veganismus kommt für sie jedoch nicht in Frage -„Das ist mir viel zu dogmatisch. Ich lasse mich selbst gern von einem guten Stück Fleisch verführen. Wir sind von unserem Organismus her Mischköstler“,  erläutert Wiener ihren Standpunkt. Wichtig ist ihr sie die Produktion, insbesondere die artgerechte Tierhaltung auf saftig grünen Wiesen.

Vorschau: Nächsten Freitag erfahrt ihr an dieser Stelle mehr über Leonardo da Vinci.