Beachboys aufgepasst! So macht ihr Am Strand eine gute Figur

Welcher Mann möchte  keinen guten Eindruck machen, wenn er auf die Badenixe trifft, die für ihn zur echten Sirene wird? Egal ob am Heimischen Baggersee oder auf der Karibikinsel gilt es eine gute Figur zu machen.

Die Sommermonate  und die Urlaubszeit sind da! Und auch wenn das gute Wetter noch etwas auf sich warten lässt, solltet ihr die ersten Vorbereitungen für die Strandsession jetzt schon treffen, denn nicht nur ein definierter Körper ist etwas, mit dem Mann punkten kann.

Das wenige, was man trägt, sollte jedenfalls gut gewählt sein. Dies gilt sowohl für Badeshorts, Sonnenbrille, Shirt als auch für das passende Schuhwerk.Bei all diesen Kleidungsstücken gilt es eine gute Kombination zu finden, die zum Typ passt.

Jedoch gibt es auch ein paar No-Gos , die  ihr  ganz einfach vermeiden könnt.

Im Badestring macht selbst der definiertest Männerkörper keine gute Figur und Adiletten kombiniert mit Tennis-Socken sind nicht nur auf der Lieblingsurlaubsinsel der Deutschen, Mallorca, ein Horror-Anblick.

Von den No-Gos zu den absoluten Gos: Bei einer guten Badeshorts ist die Wahl der Farbe oder des Musters sehr typabhängig.

Stilcher am Strand (Foto: Robert Obermaier)

Stilcher am Strand (Foto: Robert Obermaier)

Ein echter Beachboy darf sich ruhig an Blumenmuster oder Neonfarben wagen. Das ist auf keinen Fall unangebracht und jeder weiß um die Wirkung von Signalfarben. Bei Männern mit empfindlicherer Haut oder für den Besuch in einer Strandbar mit Shirt solltet ihr das passende Oberteil zur Hose wählen. Da man sich ja in der Kombination nur auf zwei Kleidungsstücke beschränkt, sollte dies durchaus eine machbare Aufgabe sein. Zu wilde Muster Kombinationen sind hier genau so wenig angebracht wie eine wilde Farbmischung. Knalligere Farben bei dunkler Haut und schlichtere Farben bei heller haut sind hier klar zu empfehlen.

 

Zusätzlich ist natürlich auch ein passendes Strand-Schuhwerk wichtig. Hier empfiehlt sich der Griff zu Flipflops oder Espadrilles. 

Letztere haben in den vergangenen Jahren zunehmend an Fans gewonnen und Einzug in so manchen Schuhschrank gehalten. Das das freie Barfuß-Gefühl in einem geschlossenen Schuh suggerieren sie perfekt.

Aber auch Kleinigkeiten wie die Wahl einer Strandtasche, eines Badetuchs oder einer Sonnenbrille können Stilsicherheit ausstrahlen, denn auch hier gibt es Trends und zeitlos schicke Accessoires. So macht ein Seesack oder eine Picknicktasche meist einen besseren Eindruck als die Plastiktüte vom nächstgelegenen Supermarkt.

Und sobald man die neugirigen Blicke der Frauen am Strand spüren kann, weiß man das sich all die Mühe gelohnt hat.

 

Steile Feten in Zehentangas – Die ewige Peinlichkeit der Jugendwörter

Knorke: ein Paar Zehentangas auf grüner Wiese (Foto: Winterhager)

Knorke: ein Paar Zehentangas auf grüner Wiese (Foto: Winterhager)

Die Universität ist ein Ort des unnützen Wissens, an dem man sich durchaus über einen längeren Zeitraum mit der kulturanthropologischen Sicht auf ostasiatischen Körperschmuck oder der Anatomie des Fuchsbandwurms beschäftigen kann. So wunderte ich mich nicht, als ich dort ein Seminar zum Thema „Jugendwörter in westlichen Kulturen in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts“ präsentiert bekam. Genaugenommen ging es bei den westlichen Kulturen ausschließlich um die deutsche und die zu untersuchenden Wörter waren ‚geil‘, ‚cool‘ und deren verschrobene Geschwister ‚prima‘, ‚klasse‘, ‚dufte‘ und ‚knorke‘.

Drei Sitzungen lang ergoss sich der Dozent ‚einführend‘ über die starken Jugendwörter der Siebzigerjahre und die revolutionäre Kraft, die Begriffe wie ‚dufte‘, ‚knorke‘ und ‚steile Fete‘ damals auf ihn ausübten.Leider entzieht sich mir die versteckte Schönheit und krasse Wildheit dieser Begriffe.Ich sehe, wenn ich das Wort ‚dufte‘ höre, bloß schlaksige, pickelige Jugendliche mit Prinz Eisenherz-Frisuren vor mir, die den ganzen Tag auf kleinen Fahrrädern im Kreis herumfahren und in einem Fernsehspot zur Suchtprävention Sätze wie: „Dufte wird die Fete, auch ohne Alkohol“ in die Kamera sagen. Dazu recken sie wahrscheinlich noch die Daumen in die Lüfte. Beim Begriff ‚knorke‘ denke ich übrigens an Speisestärke aus dicken Rüben und Schwarzwurzelextrakt.

Ich besitze ein kleines Büchlein von einem Wörterbuchverlag, welches zur Jugendsprache herausgegeben wurde. Mein Vater schenkte es mir einmal, als Beilage zu meinem Geburtstagsgeschenk. Es war sozusagen das welke Salatblatt, das neben dem wohlschmeckenden Abendessen herumgammelte. Daher schaute ich auch nur einmal hinein: Neben gebräuchlichen Wörtern wie ‚Assitoaster‘ (Solarium) sprang mir auch das Wort ‚Zehentanga‘ entgegen. Zehentangas sind Flipflops. Bei Flipflops wird ja bekanntlich ein String zwischen zwei Zehen geschoben – und schon kann man beginnen los zu wackeln. Zehenstringtangas also.

Wisst ihr, wo solche Wörter wie Zehentanga tatsächlich gelegentlich benutzt werden? Im KiKa, dem immer korrekten Pädagogenkanal der Öffentlich-Rechtlichen! Einmal sah ich in einem besonders bemerkenswert öffentlich-rechtlichen Film eine Szene, in der ein Junge, der 16 und cool sein sollte, zu einem anderen sagte: „Ich geh gleich zu MacDoof und schieb mir ‘nen Burger in die Futterluke.“ Lass euch diesen Satz in euren Ohren nachhallen und stellt euch den Drehbuchschreiber dieser Dialogzeile vor! Ich habe sehr gelacht. Doch glauben wir ihm mal: Alle Jugendlichen in ganz Deutschland sagen „Zehentanga“, wenn sie im Sommer mit Flipflops durch die Gegend flippen und floppen.

Na fein: Ich habe mal eine Probe aufs Exempel gemacht und zu einem Mädchen in einer betreuten Wohngruppe, in der ich arbeitete, gesagt: „Du könntest dir von deinem Kleidergeld auch mal ein Paar Zehentangas kaufen.“ Sie wusste tatsächlich nicht, was das ist. Ich rief erschrocken aus: „Aber das sind doch Flipflops, das musst du dir ab jetzt merken und zukünftig Zehentangas sagen, wenn du Flipflops meinst. Oberstes Jugendsprachgebot“. Sie stutzte, kam dann so nah an mein Gesicht heran, dass ich ihren schwarzen Kajal sehen konnte und sagte in bedrohlichem Ton: „Ganz bestimmt sage ich das nicht, Sie Bitch!“

„Sie Bitch“ ist im Übrigen eine sehr amüsante sprachliche Konstruktion und wäre ein großartiger Einstieg für ein Uni-Seminar zur Jugendsprache 2.0, in dem es auch gerne etwas derber und ehrlicher zugehen kann. Die Jugendsprache gehört schließlich immernoch den Jugendlichen und nicht den 45-jährigen Sozialpädagogen in der Midlifecrisis!

Vorschau: Nächste Woche schreibt Anna über die Kunst des Liebens.