Rohkost und Fitness – „FitnRaw“ im Selbstversuch

Fit werden mit Rohkost – geht das überhaupt? Sabine aus Remscheid, Gewinnerin des FitnRaw-Gewinnspiels, hat das für uns getestet. Vier Wochen lang „kochte“ und trainierte sich die 33-jährige Mediengestalterin durch das Fitness- und Ernährungsprogramm „FitnRaw“. Ihr unabhängiges Fazit – nur auf Face2Face.

Gesünder und ausgeglichener dank Rohkost?

Viermal die Woche mache ich Kraftsport – beim Fitness-Teil des Online-Kurses sehe ich also keine größeren Probleme auf mich zu kommen. Bauchschmerzen bereitet mir dagegen der Ernährungs-Part: Ich esse zwar bereits rein pflanzlich, aber komplett auf Rohkost umzustellen, wird sicher eine Herausforderung. Wieso ich „FitnRaw“ trotzdem unbedingt ausprobieren will?
Ich denke, dass ich mit dem richtigen Wissen über Rohkost noch einiges mehr an sportlicher Leistung und gesundheitlichem Wohlbefinden erreichen kann. Außerdem verspreche ich mir eine gesündere und ausgeglichenere Darmflora. Mal schauen, was sich innerhalb der kommenden vier Wochen tut!

Woche 1: Nicht zu streng mit sich sein

Kommt gut an: Rohkost-Pizza (Foto: Sabine)

Kommt gut an: Rohkost-Pizza (Foto: Sabine)

Mit einem Morgenritual in den Tag starten – das gefällt mir gleich zu Anfang richtig gut und lässt sich auch super in den Alltag integrieren. Bei den anderen Übungen fehlt es mir noch ein bisschen an Balance und Beweglichkeit, aber das kommt hoffentlich noch!
Eine Aufgabe der ersten Woche besteht darin, Rezepte für leckere Rohkost-Mahlzeiten zu suchen und sie dann auszuprobieren – das macht richtig Spaß. Weniger Spaß hatte ich dabei, meinem Partner warmes Essen vorzubereiten, während ich nur etwas Kaltes bekommen habe.
Der Appetit auf etwas Warmes war leider da – auch wenn alles, vor allem die grünen Smoothies, sehr lecker war. Außerdem hatte ich mit Verdauungsproblemen zu kämpfen und war zeitlich damit überfordert, meine Rohkosternährung richtig zu planen. Die erste Woche hat mich definitiv gelehrt, dass aller Anfang schwer ist. Aber ich habe auch gelernt, dass man nicht zu streng mit sich selbst sein darf, wenn etwas mal nicht so klappt. Also mache ich einfach weiter!

Woche 2: Altes loslassen und Platz für Neues schaffen

Die Rohkostpizza war ein Gedicht! Mein Partner war sogar neidisch, sodass ich am Wochenende nochmal eine zubereiten durfte. Neben Essen und Sport ging es die Woche auch ans Mindset: Bei einer Selbstdiagnose sollte ich unter anderem negative „Ich bin“-Aussagen treffen. Das ist mir eher schwergefallen, weil ich mich doch als sehr positiven Menschen bezeichnen würde.
Das Zubereiten der Speisen hat dagegen wieder sehr viel Spaß gemacht und ich bin wirklich überrascht, wie schnell man neue Gewohnheiten in seinen Alltag einbringen kann, wenn der Wille stark genug ist.
Ich fühle mich diese Woche viel besser als in der ersten. Die Verdauungsprobleme haben sich gelegt und ich spüre insgesamt eine Verbesserung.

Woche 3: Kleine Veränderungen, große Wirkung

Grüne Smoothie-Bowls: Richtig lecker, findet Sabine (Foto: Sabine)

Grüne Smoothie-Bowls: Richtig lecker, findet Sabine (Foto: Sabine)

Ich fühle mich super! In dieser Woche habe ich mich sehr mit Gewohnheiten und Veränderungen beschäftigt. Jeden Tag Liegestützen machen, das Handy auch mal auslassen oder den Schrank ausmisten – alles vermeintliche Kleinigkeiten, die aber doch richtig guttun.
Der sportliche Part hat mir die Woche auch sehr gut gefallen: Das leichte Beintraining ist super für zu Hause oder wenn man mal unterwegs ist, nicht so viel Zeit hat, sich aber trotzdem bewegen möchte. Insgesamt komme ich mit den Übungen gut zurecht, obwohl mir manchmal etwas die Puste fehlt. Da merke ich dann, dass Ausdauertraining auch wichtig ist.
Beim Essen bin ich zwiegespalten: Kürbissuppe schmeckt mir warm und mit Kokosmilch einfach besser als in der Rohkostversion. Dagegen waren die Zucchini-Karotten-Zoodles mit Tomatensauce und Hefeflocken richtig lecker.
Ich finde es toll, dass ich immer weiter an mir arbeiten kann, wenn ich nur erstmal die Blockaden in meinem Kopf löse.

Woche 4: Sonnengruß und Wirsing-Chips

Ich habe eine neue Lieblingsübung: Den Sonnengruß! Dabei kommt der Kreislauf in Schwung und der ganzen Körper wird gedehnt. Man kann die Übung auch einfach zwischendurch mal machen, wenn man sich gerade abgeschlagen oder müde fühlt, einem kalt ist und man sich etwas aufwärmen will. Perfekte Übung – Daumen hoch! Außerdem habe ich festgestellt, wie entspannend ein kleines Workout am Abend sein kann.
Essenstechnisch waren die marinierten Wirsing-Chips aus dem Dörrautomaten eine echte Offenbarung für mich: einfach eine super-leckere Knabberei für zwischendurch.

Fitter, frischer, wacher

Alltagstauglich: Sport im eigenen Wohnzimmer (Foto: Sabine)

Alltagstauglich: Sport im eigenen Wohnzimmer (Foto: Sabine)

Mein Fazit nach vier Wochen „FitnRaw“: Zu 100% Rohkost kann ich mir nicht vorstellen. Das wäre mir auf Dauer zu anstrengend. Vor allem das Essengehen mit Freunden und das spontane Eis in der Sonne oder Popcorn im Kino haben mir gefehlt.
Auf jeden Fall werde ich aber mehr Rohkost oder auch komplette Rohkosttage in meinen Alltag integrieren. Damit fühle ich mich einfach viel fitter, frischer und wacher.
„FitnRaw“ ist ein gutes Einsteigerprogramm: Nelly gibt einen spannenden Einblick in Sachen Rohkosternährung und Kay motiviert zum Sport und zu Veränderungen im gesamten Lebensstil.
Etwas gefehlt haben mir Angaben zu Kalorien, Nährstoffen und Vitaminen, damit ich auch weiß, wie viel von welchen Lebensmitteln ich zu mir nehmen sollte.
Was ich auf jeden Fall beibehalten werde, ist das Morgenritual, damit ich immer gut in den Tag starten kann, und die Motivation, etwas zu ändern, wenn ich es wirklich will.