Von Boho bis Spinnennetz-Optik – Sommertrends 2016

Auch wenn der Sommer in Deutschland noch nicht so recht aus seinem Winterschlaf erwachen will, solltet ihr für die heißen Tage gewappnet sein. Doch was zieht ihr an, wenn draußen die Sonne scheint?

Von Boho bis Spinnennetz-Optik bringen die Sommertrends 2016 so einiges mit.

Boho-Chic

Spitzenreiter ist die romantische Mode im Hippie-Stil. Um verspielte Blusen und Kleider kommt ihr diesen Sommer nicht herum. Besonders süß ist die Kombination aus Spitze und Blumenprints.

Einfach Bombe

Gut zu Sommerkleidchen kombinierbar sind bunte Bomberjacken. Sie zählen zu den Trendstücken der Saison. Denn sie sind cool, unkompliziert und perfekt für den Übergang oder laue Sommerabende.

Must(er)-Haves

Ein weiteres Trend-Highlight sind Fransen. Für Modeliebhaber vielleicht nicht neu, im Sommer 2016 aber definitiv ein Muss. Beliebt sind Fransen an den Säumen von Kleidern, auch mittendrin darf es schön fransig sein.

Zu den trendigen Mustern wie großen Karos gesellen sich jetzt auch Streifen. Egal ob längs oder quer, dick oder dünn – Ringelshirts dürfen in keinem Kleiderschrank mehr fehlen. Sie sind  nicht nur bequem und sehr alltagstauglich, sondern mit einem Blazer drüber sogar fürs Büro geeignet.

Goldiger Sommer

Der deutsche Sommer bringt bisher zwar keine Glanzleistung – umso mehr darf es aber bei den Outfits glitzern. Der Metallic-Look ist gerade super in! Designer packen ordentlich Pailletten und Glitzer auf die Kleidung und haben auch bei Metallic-Stoffen nicht gespart. Freizeit- oder partytauglich wird der Modetrend in Kombination mit neutralen Tönen wie Schwarz, Weiß oder Grau.

Lingerie-Look

Schlafanzüge sind jetzt auch außerhalb der eigenen vier Wände tragbar? Eindeutig: Ja! Das sogenannte Slip-Dress war letzte Saison schon oft zu sehen, diesen Sommer noch häufiger. Es ist unkompliziert zu stylen und solange Seide und eine edle Tasche im Spiel sind, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Hoch im Kurs stehen diesen Sommer außerdem semitransparente Stoffe mit Netzmustern. Bei manchen Designern werden sie sogar von Kopf bis Fuß eingesetzt – alltagstauglich sind die Klamotten in Spinnennetz-Optik eher nicht, aber am Abend definitiv ein Hingucker!

Farbenpracht

Bei den Trendfarben im Sommer 2016 ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wer es dezenter mag, kann Kleidung in zarten Pudertönen oder kühlem Graublau tragen. Wer hingegen kräftige Farben liebt, darf zu tiefem Blau, Korall- oder warme Pfirsichtönen greifen.

Damit sind wir modisch bereit für die heißen Tage des Jahres – Sommer, das ist dein Stichwort!

Vorschau: Im August erfahrt ihr alle Tipps und Tricks rund um das Packen für eine Asienreise.

 

Fastnachts-Chic – der Styleguide für die fünfte Jahreszeit

Klassische Kostüme wie Seemann oder Piratin gehen immer – wenn du dieses Jahr jedoch aus der Masse herausstechen möchtest, solltest du diese Fastnachtskostüme unbedingt ausprobieren.

Ganz großes Kino: Film-Kostüme kommen an Fastnacht immer besonders gut an (© Ruth Rudolph / pixelio.de)

Ganz großes Kino: Film-Kostüme kommen an Fastnacht immer besonders gut an (© Ruth Rudolph / pixelio.de)

Film & Fernsehen
Besonders ausgefallene Ideen kannst du dir aus Filmen und Fernsehserien holen. Jedes Jahr gibt es Kino-Highlights, die von originellen bis ordinären Charakteren alles zu bieten haben. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Verkleidung aus „Star Wars – Das Erwachen der Macht“? Als Stormtrooper oder Jedi-Ritter liegst du absolut im Trend.

Partnerlook
Auch Gruppenkostüme bringen viel Spaß mit sich und machen nicht nur die Fastnachts-Vorbereitung zu einem echten Highlight. Als Familie Feuerstein oder Batman und Robin wirst du auf der Partymeile nicht nur alle Blicke für dich gewinnen, du hast auch noch deine besten Freunde immer dabei, sonst wäre das Kostüm schließlich nicht vollständig.

Gemütlich & warm
Und falls du dich eher auf der gemütlichen Seite bewegst, kannst du mit dem altbekannten Onesie ein Denkmal setzen. Als überdimensional großer Winnie Puuh mit noch größerem Honigbauch erwartet einen nicht nur ein kleines Lächeln beim Gegenüber – du hältst auch jeden Umzug und jede noch so kalte Partynacht durch ohne verfroren aufzugeben.

Egal wie du dich entscheidest: Ob sexy Piratin oder super-cooler Stormtrooper: Bei der richtigen Stimmung wirst du mit jedem Outfit die fünfte Jahreszeit rocken.

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr „Warum Trends funktionieren“.

Winter Lookbook: Wie wir dieses Jahr der Kälte einheizen

Der Himmel ist wolkenverhangen und der kalte Wind zieht durch die Fensterrahmen. Nach einem Blick hinaus in die Kälte können wir uns für dieses Jahr nun endgültig von unseren Sommer-Favoriten wie Crop-Tops und Co. verabschieden. Mit kuschligen XXL-Mänteln und gestrickten Oversize-Pullovern macht Wintermode jedoch nicht nur Spaß, du wirst auch noch unwahrscheinlich stylisch aussehen und hälst dich dabei wohlig warm.

Zarte Farbpalette:

DIE Winterfarben 2015 bringen Frühlingsgefühle ins winterliche Grau. Pastelltöne wie Rosa und Hellblau verleihen groben Strickmänteln und Jacken einen femininen Touch und zaubern aus einem fahlen Winterteint eine strahlend frische Haut.

Hochwasser olé:

Statt Hochwasser ade, sagen wir Hochwasser olé. Neben den altbekannten Schlaghosen sind legere Stoffhosen im 7/8-Look der Renner dieses Jahres. Mit ausgefallenen Stoffmustern oder Lederoptik lassen sich lange Beine damit besonders betonen.

Wespentaille:

Ob Hose oder Rock, diesen Winter tragen wir unsere Taillen zur Show. Mit Gürteln oder Bändern lassen sie sich noch mehr betonen und zaubern auch bei Frauen mit wenig Kurven eine wunderschöne Silhouette.

Falscher Pelz:

Falsche Felle in den verschiedensten Farben und optimaler Weise oversized sind das It-Peace des Winters. Kombiniert mit schlichten Outfits verleihen sie jedem Look den sofortigen Glamour-Effekt.

Feuer und Flamme:

Ein weiterer Farbentrend dieses Winters ist die Farbe der Liebe: Rot. Je knalliger, desto besser. Ob Blazer, Hose oder Bluse, jedes Kleidungsstück macht sich perfekt in dem feurigen Farbton. Klare Schnitte und Formen lassen die roten Teile besonders elegant aussehen.

Oversized-Mäntel:

Nach Trenchcoat, Steppjacken und Capes rückt nun der Oversized-Mantel in den Mittelpunkt. Besondere Merkmale sind der weite Schnitt und die wadenhohe Länge. So bleibt nicht nur der ganze Körper warm, wir sehen dabei auch noch besonders gut aus.

Bist du noch auf der Suche nach genau diesen Kleidungsstücken, die dir den Winter versüßen? Dann mach dich auf in die nächste Shopping-Mall und das Face2Face Winter Lookbook kannst du gleich als Einkaufsliste mitnehmen.

Vorschau: Bald steht Weihnachten vor der Tür.  Wie ihr eure Liebsten mit modischen Accessoires glücklich machen könnt, lest ihr am Donnerstag, 3. Dezember in der Mode-Rubrik.

Von Trenchcoat bis Satin – die Frühjahrstrends 2014

Der Frühling steht vor der Tür und wem es nicht schnell genug geht, kann mit den neuen Fashion-Trends von Face2Face jetzt schon durchstarten.

(© Melling Rondell  / pixelio.de)

Die bunte und blumige Jahreszeit steht vor der Tür: Diesen Frühling warten wieder wunderschöne Trends auf uns.
(© Melling Rondell / pixelio.de)

Besonders das Spitzenkleid lässt die Temperaturen diesen Frühling steigen. Feine Stoffe in pastell- oder unifarbenen Tönen umspielen nicht nur unsere weibliche Figur – wir kombinieren sie mit einer konträren Leder- oder Denimjacke. Das peppt den Look richtig auf und ist auch als Alltagslook eine cooles Fashionstatement.

Selbstverständlich darf in der Übergangszeit der altbewährte Trenchcoat nicht fehlen. Der Klassiker unter den Mänteln hält beim wechselhaften Frühlingswetter nicht nur warm, sondern besticht auch mit seinem schicken und zeitlosen Design jedes Jahr aufs Neue.

Bekannt aus den letzten Jahren blüht es auch dieses Jahr wieder bunt auf Tops, Röcken und Hosen. Gleich den farbenfrohen Blumenbeeten, zieren Rosen und andere Blumenarten unsere Modeteile. Die bunten Klamotten sind ein stylisher Eyecatcher und lassen sich optimal mit klassischen Basics kombinieren.

Ein bisschen Eleganz in jedes Outfit zaubert Satin. Ob als Kleidungsstück oder als Stoff in Accessoires verarbeitet, lassen Satinstoffe jedes Outfit erstrahlen. Kombiniert mit einem schlichten Outfit, tritt der Satin besonders in den Vordergrund und wirkt sehr glamourös.

Letztendlich dürfen diesen Frühling auffällige Accessoires absolut nicht fehlen. Große Sonnenbrille, blumiger Haarreif oder goldene Love-Ringe untermalen unsere trendigen Frühlingslooks und lassen uns mit der Sonne um die Wette strahlen.

Und nun die erfreuliche Nachricht für alle Fashionistas: Jetzt heißt es Schrank ausmisten und für den Frühling aufrüsten. Raus mit den dicken Pullis und rein mit den heißen Frühlingsteilen.

Vorschau: Nächste Woche geht es um das Thema: Hauptsache Bunt.

Cool sein kann nicht jeder

Gerade neigen sich die Fashion Weeks in Berlin, New York, London, Mailand und Paris dem Ende zu. Somit sind die neuen Street Style-Trends auch schon gesetzt: Überall findet man Bilder von Bloggerinnen und Stars wie Anna Dello Russo, Chefin der japanischen Vouge, mit verrückten, bunten und lustigen Handyhüllen. Sie sind das neue It-Accessoire. Ob als Pommestüte von Moschino, als Duff Beer Dose von Urban Outfitters, als Hot Dog von Asos oder als Nagellackfläschchen von Iphoria – wer solche Hüllen aus Silikon oder Hartplastik besitzt, ist up to date und liegt damit voll im Trend.

Als ob es nicht schon genügt, als Smartphone-Besitzer „in“ zu sein, muss jetzt noch eins drauf gesetzt werden: Das elektronische Spielzeug dient ab sofort auch als cooles Accessoire. Aber cool sein kann nicht jeder. Was ein blöder Zufall, dass es die meisten Hüllen nur für das Iphone 5 oder 5s gibt. Wer da nicht mithalten kann, liegt nicht im Trend und ist leider uncool.

auffallender Nagellack und Handy in der Hand - cool sein kann eben nicht jeder (Foto: T. Gartner)

 Cool sein kann eben nicht jeder

(Foto: T. Gartner)

Ein ähnliches Prinzip herrscht beim Beauty-Trend schlecht hin: Bunte Nail-Art zum Aufkleben ist ebenso wie die Handyhüllen eines der neuen It-Accessoires. Es gibt sie in tausenden verschiedenen Varianten und Farben: Als Fake-Nägel oder Nagelfolien in grafischen Mustern, mit einem hippen Moutache oder im Leo-Style. Nun reicht es auch nicht mehr aus, seine natürlich gewachsenen Nägel in nude oder fetzigen Farbtönen zu lackieren. Stattdessen müssen unechte Klebe-Nägel her, um als Accessoire zu dienen. Erscheint logisch, denn wenn man den ganzen Tag sein Smartphone in den Händen hält, um die neue Hülle zu präsentieren, müssen die Nägel natürlich mit dem Iphone konkurrieren – ein trendiges Accessoire scheint vielen nicht mehr auszureichen.

Was dann nicht fehlen darf, ist die Handtasche mit dem eigenen Namen drauf, wie es das britische Supermodel Cara Delevingne, It-Girl Alexa Chung und die US-amerikanische Sängerin Lana Del Rey vormachten. Sie alle bekamen eine nach ihnen benannte Tasche der Luxusmarke Mulberry. Cara Delevingne durfte sogar auch an deren Designs mitgestalten. Das eben noch angesagte Namenstattoo wird also mal eben von einer mit dem eigenen Namen bedruckten Tasche abgelöst und der süße Verkäufer hinter der Theke kann gleich auf der Tasche lesen, wie man heißt. Wer also so richtig cool sein will, holt sein Smartphone aus der Tasche, klebt sich in Windeseile die bunten Fake-Nägel auf und hofft, in den nächsten paar Sekunden von einem Street Style-Fotografen entdeckt zu werden.

Vorschau: Nächste Woche könnt ihr das 1×1 des Modebloggins lernen.

Model mit 40? – Aber hallo!

Supermodel Kate Moss ist dieses Jahr am 16. Januar 40 Jahre alt geworden. Doch zu alt zum Modeln ist sie nicht. Die Britin ist auch im hohen Model-Alter noch Gesicht einer großen Modemarke: Nicht zum ersten Mal präsentiert sie die Kollektionen des italienischen Modelabels Liu Jo wie immer sehr sexy und sinnlich.

 

Zudem wurde sie pünktlich zu ihrem 40. Geburtstag und dem 60. des Männermagazins von den Fotografen Mert & Marcus für den Playboy abgelichtet und vor kurzem Contributing Fashion Editor bei der britischen Vogue. In London soll es außerdem eine Ausstellung rund um Kate Moss geben und im April wird sie eine weitere Kollektion für das Einzelhandelunternehmen Topshop entwerfen.

 

Kate Moss ist nicht das typische Model: Sie ist nur 1,70 Meter groß. Doch seit rund 25 Jahren ist sie ein wichtiger Teil der Modewelt und gilt als eines der erfolgreichsten Models überhaupt. Dieses Glück und auch ihr Glück im Privatleben sind ein Grund zum Feiern.

 

Genau das tat sie auch an ihrem Geburtstag: Laut der britischen Tageszeitung „Daily Mirror“ feierte Kate Moss am Donnerstag, den 16. Januar ihren runden Geburtstag in der Karibik auf der Privatinsel Necker Island des Unternehmers Richard Branson und floh somit vor dem grauen Januarwetter in London. In der Karibik feierte sie mit engen Freunden wie Designerin Sadie Frost, PR-Managerin Fran Cutler und Hairstylist James Brown und schmiss eine Kostümparty unter dem Motto „Marie Antoinette“.

 

Ihr Mann, „The Kills“- Gitarist Jamie Hince (45), schenkte ihr zum Geburtstag eine Wohnung in Paris. Egal, ob von großen Magazinen, Marken oder ihrem Ehemann: Von allen Seiten wurde die Mode-Ikone beschenkt und gefeiert – und das zurecht!

 

Keiner sonst ist dem Model-Business so treu geblieben wie Kate Moss.

 

Eine Woche lang soll Kate Moss mit ihren Freunden auf der Insel Urlaub gemacht haben, die erst seit kurzem wieder zu vermieten ist. Im Jahr 2011 gab es auf der Insel des Unternehmers, die er für rund 227.300 Euro gekauft haben soll, wegen eines Blitzeinschlags einen Brand in der großen Villa. Daher vermietet Branson seine Insel erst seit Oktober wieder an Gäste, unter denen sich auch Prinz Harry und Stars wie die Schauspieler Kate Winslet und Eddie Murphy befinden.

 

Richard Branson soll seiner langjährigen guten Freundin Kate Moss den einwöchigen Urlaub zum Geburtstag geschenkt haben.

 

Dann hoffen wir doch mal, dass das 40-jährige Supermodel ihren Geburtstag so richtig genießen konnte und somit für die nächsten 40 Jahre Kraft und Energie tanken konnte.

 

Happy Birthday, Kate!

 

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr einiges über 125 Jahre Lanvin.

Mann oder Frau? …

… Das ist hier die Frage. Wer sich in der Modewelt ein wenig auskennt und ab und zu die aktuellen Trends verfolgt, der erkennt schnell, dass zurzeit für ein wenig Verwirrung auf den Laufstegen gesorgt wird. Natürlich existiert dieser Trend nicht erst seit gestern, doch es scheint, als sei er heute erst richtig in der Modebranche angekommen und hat sich vor allem diesen Herbst und Winter, teilweise auch im Sommer schon, so richtig durchgesetzt.

Frauen tragen geradlinige, maskuline Schnitte und Männer lange Röcke. Sogar die Jeans wird für das männliche Geschlecht immer enger, wobei Frauen in vielen Geschäften und Modezeitschriften die sogenannte Bundfaltenhose oder Boyfriend-Jeans vorfinden, die gerne in Kombination mit einem Blazer getragen werden. In vielen Mode-Stores oder sogar bei Ketten, wie H&M und ZARA findet frau Blazer im Boyfriend-Schnitt, der etwas länger sind, als die normalen Blazer, die Frauen bislang zu einem Kostüm getragen haben. Dazu schlüpft sie in Budapester oder sportliche Vans, und kann, wie Jenna Lyons, die die Chef-Designerin vom amerikanischen Label J.Crew ist, damit fast schon auf den roten Teppich oder auf schnieke Veranstaltungen gehen.

Auch oft zu sehen auf den Laufstegen sind Hemdblusen, die man unter einem Strickpullover trägt – natürlich in Kombination mit einer Bundfaltenhose, bunten Socken und umgeschlagenem Saum.

Nun fragt sich unser eins, wie man da die weiblichen Kurven sexy in Szene setzen soll. Alles ist kastig geschnitten, sogar die Wintermäntel umschmeicheln nicht mehr die Weiblichkeit wie etwa ein Daunenmantel mit Gummizug auf Taillenhöhe. In der September-Ausgabe der Zeitschrift „InStyle“ heißt es: „die neuen Jacken sind tough statt feminin“. Hierbei geht es um Bomberjacken und Parkas im Millitary-Look und Lederjacken, die diesen Winter in keinem Kleiderschrank fehlen dürfen.

Oft sieht man auf den Laufstegen aktuell gerade auch die Frau, die den typischen Herrenhut trägt, was ihr einen eher strengen und maskulinen Ausdruck verleiht. Das Accessoire, was einst einmal Herrenhut genannt wurde, ist für die Frau nun kaum noch wegzudenken. Im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten, in denen der Hut noch als Symbol für gesellschaftliche Zugehörigkeit – oder Ausgrenzung – galt, drückt er heute vor allem eins aus: Power!

Im Vergleich dazu findet man bei den Männern auf den Laufstegen eher einen Ausdruck der ihre feminine Seite unterstreichen soll. Enge Hosen, lange Shirts und oftmals mit einer Handtasche ausgestattet laufen sie über die Laufstege von heute.

Im Sommer waren sogar auch die Shorts keine Bermudas mehr, sondern knappe Höschen, die man kaum von unseren Hotpants unterscheiden konnte. Diesen Winter können wir allein schon wegen des Schnittes der Winterjacken kaum unterscheiden, ob wir da einem heißen Boy, oder einer modebewussten Lady hinterher schauen. Auch bei den Schuhen wird nicht mehr zwischen den zwei Geschlechtern unterschieden – außer bei der Größe vielleicht. Mann trägt jetzt nämlich auch Stiefel zum langen Wintermantel.

Außerdem muss man als modebewusster Kerl diese Saison nicht nur Karotten im Gemüsefach haben, sondern auch im Kleiderschrank. Gemeint sind die sogenannten „Karottenhosen“, die man bisher nur im Kleiderschrank einer Frau gefunden haben dürfte. Wem diese Hosen nichts sagen, der kann sich darunter eine Art Bundfaltenhose in 7/8-Länge vorstellen, deren Form einer Karotte gleicht.

So viel Weiblichkeit war uns bei unseren Herren bislang unbekannt. Für die Ladies gilt: Solang der Kerl sich noch verhält wie ein Gentleman, ist der Modestil Nebensache und er darf sich gerne auch etwas modebewusst und femininer zeigen.

Für die Jungs bleibt zu sagen: Ganz ist die Weiblichkeit der Frau natürlich nicht verschwunden. Ebenfalls sehr trendy und aktuell sind kurze Hosen kombiniert mit Overknee-Stiefeln sowie die Sanduhr-Silhouette, die durch High-Waist-Hosen und Bleistiftröcke sehr schön zur Geltung gebracht werden kann.

Dennoch kann man sagen: Die Frau von heute tritt mit einem ganz anderen Flair auf die Straße. Sie ist tough, elegant und graziös und scheint zu wissen was sie will.

 Vorschau: Nächste Woche dreht sich alles rund um Nagellack. Seien wir gespannt!

Die Paris Fashion Week hautnah

Paris Fashion Week – drei Worte, die die französische Hauptstadt in einen Ausnahmezustand versetzen. Eine Woche lang dreht sich in der Metropole alles um neue Kollektionen, Trends und das Schaulaufen der Modeanhänger. Face2Face war exklusiv vor Ort und hatte die Chance, hautnah von der Paris Fashion Week zu berichten.

Die Pariser Fashion Week zieht die ganze Stadt in ihren Bann. Während die großen Modehäuser wie Chanel oder Dior die prestigeträchtigen Gebäude und eleganten Säle rund um den Grand Palais,  den Jardin des Tuilieres oder im Carroussel du Louvre beziehen, locken vor allem kleinere Label mit außergewöhnlichen Locations, wie Parkhäusern oder Clubs. Obwohl sich die großen Modehäuser nur auf einige wenige Orte in der Stadt konzentrieren, kann man sich dem Modefieber, welches sich über die Stadt gelegt hat, kaum entziehen. In der Metro treffen Pariser Geschäftsleute und Touristen auf Models, Blogger und Fashionvictims, die von einer Schau zur nächsten eilen. In die heiligen Hallen und somit persönlich den Schauen beiwohnen, dürfen aber natürlich nur geladene Gäste. Es bleibt jedoch anzumerken, dass gerade kleinere und unbekanntere Labels hin und wieder auch für nicht geladene Gäste einige Plätze übrig haben. Doch auch ohne Einladung sind die Schauen besonders für viele Modeblogger ein Anziehungspunkt. Mit einem ausgefallenen oder besonders stilvollen Outfit bestehen durchaus reelle Chancen fotografiert zu werden. Etwas bizarr mutet es dennoch an, dass deshalb vor fast jeder Schau die gleichen Leute um die Gunst der Fotografen buhlen. Es kommt demnach weniger auf die Huldigung eines bestimmten Designers oder Stils an, als auf die Möglichkeit Aufmerksamkeit zu erzielen. Interessant ist jedoch auch, dass nicht nur Blogger die Nähe der Journalisten suchen, sondern auch Designer, vornehmlich Jungdesigner. So gesehen vor der Schau von Vivienne Westwood. Im allgemeinen Gedrängel von Paparazzi, Kamerateams und Fans fand sich mitten auf der Rue de 4 Septembre ein Lastwagen der Designergruppe „The Much, Much“. „The Much, Much“ ist eine Gruppierung von 18 Designern, die vor Kurzem die ArtEZ School of the Arts in Arnheim, Niederlanden abgeschlossen haben. Jeder Designer präsentierte mit einem eigenen Model seinen Entwurf. Das Konzept ging offenbar auf, die Designer und Models schafften es in dem Getümmel von Leuten immer noch Aufsehen zu erregen und wurden interviewt, fotografiert und bestaunt.

Da Bilder mehr sagen als tausend Worte, folgen nun einige Streetstyles, sowie einige prominente Besucher der Paris Fashion Week, die Face2Face für euch ablichten konnte.

Mondän: Bloggerin Chiara Ferragni auf dem Weg zur Schau von Acne (Foto: Gebhart)

Mondän: Bloggerin Chiara Ferragni auf dem Weg zur Schau von Acne (Foto: Gebhart)

Ein eingespieltes Team: "The Much, Much“-Designerin Christina Ensig mit ihrem Model vor der Schau von Vivienne Westwood (Foto: Gebhart)

Ein eingespieltes Team: „The Much, Much“-Designerin Christina Ensig mit ihrem Model vor der Schau von Vivienne Westwood (Foto: Gebhart)

Eine Legende: Vogue Moderedakteurin Suzi Menkes ebenfalls bei Vivienne Westwood (Foto: Gebhart)

Eine Legende: Vogue Moderedakteurin Suzi Menkes ebenfalls bei Vivienne Westwood (Foto: Gebhart)

Im Blitzlicht: Sängerin Iggy Azalea auf dem Weg zu Vivienne Westwood (Foto: Gebhart)

Im Blitzlicht: Sängerin Iggy Azalea auf dem Weg zu Vivienne Westwood (Foto: Gebhart)

Elegant: Lady Victoria Hervey in Gold und Schwarz (Foto: Gebhart)

Elegant: Lady Victoria Hervey in Gold und Schwarz (Foto: Gebhart)

Streetstyle: Eingefangen auf dem Weg zur Chloé Schau (Foto: Gebhart)

Streetstyle: Eingefangen auf dem Weg zur Chloé Schau (Foto: Gebhart)

Großer Andrang: Vor der Schau von John Galliano (Foto: Gebhart)

Großer Andrang: Vor der Schau von John Galliano (Foto: Gebhart)

Wie findest du deinen eigenen Stil?

Stil

Stilgefühl: Der eigene Stil hat keine Regeln – erlaubt ist alles, was Spaß macht.
(Foto: Ilona Schneider)

Du läufst auf der Straße und siehst Menschen mit ganz unterschiedlichem Stil. Eine Dame, elegant und schick in einem Bleistiftrock mit luftiger Bluse. Ein Mädchen im sportlichen Look mit Denim-Jeans, Sneakers und weißem Tank Top. Oder einfach in einem romantischem Outfit mit Maxikleid und flachen Sandaletten. Doch ist der Stil dieser Menschen nun elegant schick, sportlich oder romantisch? NEIN!

Es ist wichtig, sich bei der Definition eines Looks, vor allem bei seinem eigenen, sich nicht selbst in eine Schublade zu stecken. Willst du denn nur in der Schublade glamourös und schick feststecken? Unsere Persönlichkeit hat so viele Facetten, die wir mittels unserer Kleidung ausleben können, dass diese unmöglich nur einem einzigen Stil zugeordnet werden können. Es macht also wenig Sinn, seinen persönlichen Stil lediglich in eine bestimmte Schublade zu stecken und strikt an diese zu halten. Stattdessen kann man seinen Stil mit einer großen Fotocollage vergleichen, in der man viele Dinge anbringen, kombinieren und so etwas Wunderschönes kreieren kann. Unser Stil ist also alles, was uns glücklich macht und die Person ausdrückt und verkörpert, die wir sind.

Wie kannst du deinen Stil also weiterentwickeln und ständig neu entdecken?

Lass dich inspirieren: Inspiration lässt sich überall finden. Ob Modezeitschriften, Fashion-Blogs oder auch Menschen, die du täglich auf der Straße triffst – wir werden permanent mit spannenden Looks konfrontiert. Dabei können Dinge die dir vor zwei Jahren noch nicht gefallen haben, dich heute inspirieren. Du musst lediglich die Augen offen halten.

Führe ein Fashion-Tagebuch: Du kannst einen Fashion-Blog eröffnen oder auch einfach nur deine Looks abfotografieren und in deiner Smartphone-Galerie sammeln, falls du nicht alles online stellen willst. Das Schöne an einem Fashion-Tagebuch ist nämlich, dass du deinen Stil dokumentieren und deine eigene Entwicklung beobachten kannst. Es macht wirklich Spaß jeden Tag ein Outfit festzuhalten und sich später davon inspirieren zu lassen, es mit anderen Teilen anzupassen und deinen Stil wieder neu zu kreieren.

Frage nach: Um deinen eigenen Stil zu erfinden und zu verhindern, dass du dich durch einen einzigen Stil definierst, kannst du dir immer einfache Fragen stellen, wie: Wenn ich ein Paar Schuhe wäre, welches wäre ich? Beispielsweise eine rote Sandale mit Absatz von ASOS. Dann ist die Frage nach dem Stil leicht beantwortet mit farbenfroh, elegant und feminin. Wenn du eine Halskette wärst, welche wärst du? Eine Statement Kette oder eher eine schmale Halskette mit Anhänger? Mit diesen simplen Fragen kann man immer schnell herausfinden wie der eigene Stil gerade aussieht.

Mit all diesen Tipps erreicht man also, dass der eigene Stil sich ständig weiterentwickelt und man sich selbst verwirklichen kann. Stil und Fashion sollte etwas sein, das einen nicht begrenzt oder Druck ausübt, sondern Spaß bringt und glücklich macht. Wenn du gut angezogen bist und dich wohl in deinen Klamotten fühlst, dann strahlst du vor allem Selbstbewusstsein aus. Also Ladies legt eure persönlichen Lieblingsklamotten an und lasst uns die Welt regieren, denn mit dem Selbstvertrauen und der Power von unserem eigenen Stil gibt es nichts was wir nicht tun können.

Vorschau: Nächste Woche zeigen wir euch die No-Gos des Sommers.

Wertheim Village – Ein gallisches Konsumdorf

Als wäre der Sommerschlussverkauf per se nicht alle Jahre wieder Grund zum Jubeln – dem Shopping-Tempel Wertheim Village gelingt da gewissermaßen ein Rabatt-Coup. Satte sechzig Prozent im ganzjährigen SALE! Ein Versprechen, das sich selbst in Kreisen professioneller Wühltischplünderer sehen lassen kann. Eine Adresse für Schnäppchenjäger soll das ominöse Dorf, in dem es statt Tante-Emma-Lädchen und Biobauer laut Webpräsenz über 110 Luxusläden zu finden gibt, neben den namhaften Outletcentern Metzing und Zweibrücken in jedem Falle sein. Meinem Freund und mir kam diese fast schon provokante Offerte, auf die das Wertheim Village dank Sommerschlussverkauf noch zehn weitere Prozent packt, gerade recht, schließlich ist er auf der Suche nach einem preisgünstigen Anzug und ich nach einer Alternative zum ernüchternden Online-Shopping. Die einzige Erwartung, die ich an das rund 50 Autominuten von Frankfurt am Main gelegene Einkaufsdorf stelle, ist die, dort auf annehmbare Outfits zu angenehmen Preisen zu stoßen – idealerweise sollten diese, anders als schon nach kürzester Zeit im Internet, auch in Standardgrößen verfügbar sein und nicht bloß als Restposten für Magermodels und Moppelchen herhalten.

Da die unfreundliche Navigationsgerätstimme im Auto uns zunächst nicht ins Outlet-Mekka, sondern lediglich nach Original-Wertheim fehllotst, vermuten wir dort, an der bayerischen Grenze, zunächst das vermeintliche Konsumparadies. Übel wäre das durchaus nicht, immerhin liegt Wertheim direkt am Wasser und steht jeder niedlichen, kopfsteingepflasterten deutschen Altstadt in Nichts nach. Nur wenig später erreichen wir allerdings endlich DAS Wertheim Village – offenbar ist Dorf hier nicht gleich Dorf – das aufgrund seines pompösen, mit Weintrauben-Logo geschmückten „Ortsschilds“ sogar unser untaugliches Navi kaum verfehlen kann. Gigantisch ist nicht nur die Einfahrt: Auch die Fahrgestelle der vermögenden oder zumindest um jeden Preis nach außen hin vermögend wirken wollenden Konsumenten scheinen auf dem Parkplatz miteinander wetteifern zu wollen. Harder, better, faster, stronger muss wohl das offizielle Motto der Karosserien und vor allem ihrer Besitzer lauten. Die Vermutung bestätigt sich beim Eintritt in diese schöne neue Welt, die für mich amerikanischer nicht sein könnte. Wie in einem stilisierten Disneyland – ohne Fahrgeschäfte, aber dafür mit ganz viel Mode – reihen sich die Warenhäuser aneinander. Eines bietet mehr Auswahl als das andere, man übertrumpft einander in Preis, Aufmachung und Lautstärke der aus den Lautsprechern dröhnenden Pop-Musik. Labels von Rang und Namen geben sich hier die Klinke in die Hand: Vom Trendsetter Nike über Dauerbrenner Hugo Boss bis hin zum Spezialisten wie etwa Seidensticker ist alles vorhanden, was das textilaffine Herz begehrt.

Geldbeutel

Boss und Co.: Markenwahnsinnige sind im Wertheim Village gut aufgehoben. (Foto: T.Gartner)

Schnell kommt Urlaubsfeeling bei demjenigen auf, der eine Weile durch das schier makellose Dorf flaniert ist. Die Straßen sind in den Augen eines Städters und wahrscheinlich selbst für Landeier unnatürlich sauber und mit Restaurants gespickt, deren Speisen und Getränke sich – und das überrascht nur wenig – in ähnlichen Preiskategorien bewegen wie die angebotene Bekleidung. Man muss es ganz deutlich sagen: Outlet-Center ist eben nicht gleich Discounter. Unter den rund 110 Boutiquen wird man H&M oder Zara vergeblich suchen. Entsprechend begegnet man im Wertheim Village auch nur echten Shopping-Touristen, sprich all jenen, die einen ganzen Tag lang dem Konsum fröhnen und sich selbst als gewöhnliche Mittelständische zumindest für kurze Zeit als etwas Besseres fühlen möchten. Immerhin ist hier der Kunde noch tatsächlich König.
Allerdings bedeutet dies noch lange kein königliches SALE-Angebot. Die besten Sachen waren längst vergriffen oder nur noch in Mini-oder und Übergrößen zu bekommen und auch den nahezu perfekt sitzenden Anzug hat mein Freund nicht auf Anhieb gefunden. Vielleicht haben Asterix und Obelix ja im nächsten Sommer mehr Erfolg –ob im Internet oder in einem der anderen gallischen Outlet-Dörfer, in denen man bundesweit Kurzurlaub machen kann.

Vorschau:  In der nächsten Woche geht es um den ältesten Kopfschmuck der Welt – den guten alten Hut.