Und das Konto sprach: Schätzet die Musiker!

Dieser Artikel wird ein Manifest für alle Musiker, deren Musik super-klasse-richtig-gut-so-independent-und-so-aber-trotzdem-geil ist, aber aus welchen Gründen auch immer der kommerzielle Erfolg ausbleibt.

Jeder der Musik macht, wird der Musikredaktion beipflichten, dass er oder sie nicht nur einmal in seiner Laufbahn sich für seine Gage rechtfertigen muss. „Warum so viel?“ oder „Du spielst doch nur ein bisschen Gitarre mit deinen Freunden!“ sind häufig die Fragen und Vorwürfe, die man sich anhören muss. Was viele unter diesen gewissen Musikspezialisten leider nicht wissen (wollen) ist das ein ganzes Drum-Set, eine Gitarre, Bass, Mikrofon – kurzum die gesamte Ausrüstung schon mehrere Tausend Euro kostet. Des Weiteren sind weitere Ausrüstungsgegenstände, wie ein Mischpult, Lautsprecher oder ein Monitor (ein Gerät wodurch sich der Musiker selbst hören kann und somit besser handeln kann, wenn der Sound mal nicht stimmen sollte) hier nicht eingerechnet sind. Diese Kosten sind als Investment für den Musiker und somit auch als Risiko für seine Karriere zu sehen. Das Stichwort lautet hier: R.O.I.! Würde der Vollblutmusiker seine Arbeit als reines Geschäft betrachten, dann erwartet er von dem Käufer der Dienstleistung einen „Return on Investment“. Dies bedeutet kurzum, dass nach dem getätigten Investment des Musikers auch zeitnah Geld zurückfließen sollte. Ansonsten verschuldet sich der Musiker und er muss seine Karriere beenden, bevor sie überhaupt angefangen hat. Liebe Musikversteher da draußen, die Musiker für sich spielen lassen wollen und auch bezahlen werden, bitte vergesst nicht: Es ist euer Job die gekaufte Dienstleistung im vollen Umfang realistisch zu bezahlen!

Es gilt: „You Pay – We Play!”

Um nun einen kleinen Beitrag für all diese Musiker symbolisch zu inszenieren, veröffentlicht die Face2Face-Musikredaktion die Playlist „Musik, die mehr Wertschätzung verdient“. Natürlich ist diese Playlist nicht vollständig – um es mit den Worten von der Band Tenacious D zu sagen:

„This is not the greatest Playlist in the world – it´s just a tribute!“

Teuer: Die ganze Ausrüstung für Musiker bedeutet immer ein Risiko. Es muss schließlich abbezahlt und Profit gemacht werden. (Foto: Spies)

Teuer: Die ganze Ausrüstung für Musiker bedeutet immer ein Risiko. Es muss schließlich abbezahlt und Profit gemacht werden. (Foto: Spies)

 

 

Für alle Nichtwissenden dieser kleinen runden Welt, kommt hier eine Playlist, die man sich nicht nur über Kanäle wie YouTube, Spotify, Deezer, Vimeo etc. anhören sollte, sondern vielmehr die Aufmerksamkeit auf Musiker lenken soll, die den großen kommerziellen Erfolg nun mehr als verdient hätten.

Unterstützt und kauft!

 

 

 

  1. Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi unter anderem mit  „Der Anfang ist nah”
    •  Alternativer Hip-Hop der von einem Musiker und einem Schauspieler-Brüderpaar betrieben wird und fast schon als linguistisches Zeitzeugnis verstanden werden kann? Ja perfekt – ist gekauft!
  2. Selah Sue unter anderem mit „This World“
    • Die kleine Belgierin ist auch schon länger mit ihrer Musikkarriere unterwegs und hinterlässt euch Zuhörern ein Tracks für jede Lebenslage: KAUFEN! (Imperativ)
  3. Ruarri Joseph unter anderem mit „Baby Finn“
    • Kann man einen langhaarigen Schotten mit Gitarre nicht ein bisschen mehr Aufmerksamkeit entgegen bringen? Gut, äußerlich hebt er sich nicht von der Masse ab, aber es zählt ja auch die Musik und damit überzeugt auf jeden Fall!
  4. Hawk House unter anderem mit „Tidal Tendencies“
    • Ein Hip-Hop-Trio aus mit literarischen wertvollen Texten auf entspannten Old-School-Beats. Was will man mehr? Richtig, Umsätze!
  5. Dillon Cooper unter anderem mit „State of Elevation“
    • Ein weiterer Hip-Hop-Act mit großem Potential. Aber das reicht leider nicht! Hört ihn euch an und vielleicht klickt ihr ja dann ausversehen in iTunes auf kaufen. Man kann ja nie wissen!
  6. Dub FX unter anderem mit „Love someone“, „Made“, „Colors“, „Step on my Trip“
    • Ein wahrer Meister, Guru und Magier mit seiner Stimme und seine Loop-Station. Er tourte durch fast alle Städte dieser Welt und verteilte nicht nur gute Stimmung, sondern auch richtig gute Musik! Leute, ganz ehrlich: Kauft nicht nur seine Musik – kauft ihn!
  7. Stephane Wrembel unter anderem mit „Bistro Fada“
    • Ein Musiker, der mehrheitlich instrumentale Lieder im Stile von Django Reinhard aufnimmt und damit den Gypsy Swing wieder aufleben lässt. So wurde beispielsweise „Bistro Fada“ in dem Film „Midnight in Paris“ von Woody Allen aufgenommen und verlieh dem Bewegtbild erst den Charme von Paris! Ein Meister, dem man Beachtung schenken sollte!
  8. Shootyz Groove mit L-Train
    • Eine Band aus den 90er-Jahren, deren Existenz wahrscheinlich sogar die Band selbst vergessen hat. Allerdings finden sich manchmal einer ihrer klasse Songs bis heute in so manchen Wiedergabenlisten wieder! „L-Train“ ein Lied, dass in den 90er-Jahren dem ganzen Rest Jahrzehnte voraus war. Vielleicht passt es ja jetzt?! Anhören und kaufen!!
  9. Portugal. the Man unter anderem „And I“ und viele mehr
    • Eine Band mit einem Sänger, deren herausragende Stimme einen angefangen mit den Ohren einfängt und dann am Ende den ganzen Körper nicht mehr loslässt. Eine Band ähnlich, wie „Of Monsters and Men“ nur etwas melancholisch und realistischer. Ein Fall für den Kaufen-Button!
  10. Trouble Andrew unter anderem mit „Eitherway“, „Push“, „Bang Bang“ etc.
    • Eine interessanter Künstler, der durch seine, zwar etwas nach Garagen-Sound-klingende-Musik, sich als sehr wandlungsfähig darstellt. Vom schnellen Rock bis hin zu fast schon 50 Cent-Hip-Hop-Beats ist alles dabei. Wie viel Ärger Trouble Andrew schon angestellt hat oder ob hier wieder nur das Image poliert wird, ist nicht einzusehen. Klar ist aber: Seine Musik zu kaufen ist die richtige Entscheidung!
  11. Just Jack unter anderem mit „Morning Morning“
    • Der 1976 in London geborene Hip-Hop-Künstler nimmt eine leere Tonspur und füllt diese mit Elementen aus Electro Funk, House und klassischem Hip-Hop. Eine leckere Mischung, die den Ohren so sehr schmeichelt, dass die Beine durchs Tanzen die nächsten Stunden erst einmal leiden müssen! Werte Face2Face-Musikredaktion, bitte kaufen!
  12. Raumheld unter anderem mit „Tanzen“ und „Wodka“ etc.
    • Der Deutsch-Electronic-Künstler verwendet, wie viele Künstler Filmzitate und baut diese in seine Songs ein. Doch überzeugt er in dem er passende Filmzitate, wie zum Beispiel die Tanzszene aus „V wie Vendetta“ in seinen Song „Tanzen“ einbaut und somit es schafft aus einem Song eine kleine Hymne auf die Tanzfläche zu entwickeln. Also lass tanzen – nachdem noch kurz das Album gekauft wurde, ok?

Vorschau: Nächstes Mal erwartet euch an dieser Stelle wieder spannende Themen aus der Welt der Musik. 

 

„Jede Mauer ist eine gute Mauer“ – Teil 1 des Interviews mit dem stellvertretenden PARTEI-Vorsitzenden des Landesverbandes Berlin, Dustin Hoffmann

Es ist Samstag: An diesem Tag hat der Büroleiter; der „Mann im Europabüro in Brüssel“ – so stellt Dustin Hoffmann seine Tätigkeit vor – frei. Gut gelaunt begrüßt mich der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes der Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative in Berlin – kurz: die PARTEI –, der gerade in seiner Heimat zugegen ist, am Telefon. Bereits 2011 war der 27-Jährige in Wahlwerbespots mit den Rappern K.I.Z. zu sehen, in denen sie gemeinsam die politische Landschaft „aufmischten“. Im exklusiven Interview gewährt  Hoffmann sowohl einen Einblick in den ganz normalen Alltagswahnsinn im Europaparlament wie auch ganz persönliche Eindrücke.

Face2Face: 2009 führte Sie Ihr Weg zu der Partei „die PARTEI“. Wie sind Sie denn genau dazu gekommen?

Gemeinsame Planungsaktivität: der Parteivorsitzende Martin Sonneborn (links), gemeinsam mit dem stellvertretenden Landesvorsitzenden des Landesverbandes Berlin, Dustin Hoffmann (rechts). (Foto: © Anne Fischer)

Gemeinsame Planungsaktivität: der Parteivorsitzende Martin Sonneborn (links), gemeinsam mit dem stellvertretenden Landesvorsitzenden des Landesverbandes Berlin, Dustin Hoffmann (rechts). (Foto: Anne Fischer)

Hoffmann: Eigentlich wurde ich bereits 2007 Mitglied der Partei, allerdings war ich zunächst zwei Jahre eine Karteileiche. Als dann aber 2009 der Partei durch ein Verbot die Möglichkeit abging, für die Bundestagswahlen zu kandidieren, blieb mir mein demokratisches Herz beinahe stehen. Das konnte meiner Meinung nach nicht so stehenbleiben, also passte ich den ehrwürdigen Parteivorsitzenden, Martin Sonneborn, im Kino ab.

Face2Face: Welchen Film haben Sie denn gesehen?

Hoffmann: Den Kinofilm „die PARTEI – der Film“ versteht sich! Der kam 2009 in die Kinos und ich war mir sicher, dass Martin Sonneborn sich jede Vorstellung ansehen würde – und ich hatte Glück.

Face2Face: An dieser Stelle übrigens Gratulation zum Abschluss Ihres Studiums der Rechtswissenschaft! Welche Zusatzqualifikationen ergeben sich denn aus ihrer frisch abgeschlossenen Ausbildung?

Hoffmann: Es ist ja ohnehin so, dass sich Juristen grundsätzlich anmaßen, jedwede Tätigkeit – bis hin zum politischen Betrieb – ausführen zu können. Und das maße ich mir jetzt natürlich selbst an.

Face2Face: Und wer hat sich für Sie als Unterstützer – oder in Ihrer Terminologie – als „Steigbügelhalter“ am besten bewährt?

Hoffmann: Das funktioniert in der Partei folgendermaßen: Alle Mitglieder werden gleichermaßen von unserem Parteioberhaupt gefördert. Wir haben einen großartigen Stab an Leuten und jeder der vorankommt, wird natürlich vom Vorsitzenden befördert. Wir sind ja eine harmonische Partei, in der das einfach gut funktioniert – schließlich sind wir nicht bei den Piraten.

Face2Face: Das bringt uns auch schon direkt in das Europaparlament: Sie leben dort mit dem Parteivorsitzenden zusammen – so zitiert die „Deutsche Welle“ Martin Sonneborn in ihrem Artikel von Donnerstag, 03. Juli 2014. Wie gestaltet sich Ihre Partnerschaft bisher?

Hoffmann: Für mich ist es natürlich eine außerordentliche Ehre, unter der Weisung des großen Vorsitzenden zu arbeiten. Die Arbeit gestaltet sich sehr angenehm – wie gesagt, das Europaparlament ist kein richtiges Parlament, vielmehr handelt es sich dabei um ein Spaßparlament. Das einzige Problem im Parlament ist, dass wir nicht so tolle Nachbarn haben, aber man kann ja nicht alles haben. Leider bin ich selbst bei den Sitzungen eher nicht zugegen. Nur die Parlamentarier und die Putzkräfte dürfen da rein. Ich verfolge die Sitzungen häufiger auf den kleinen Fernsehern, die es in jedem Büro gibt. Dort erscheint ohnehin alles viel bedeutungsvoller und besser, denn das Plenum ist nur zu Abstimmungen voll besetzt, danach stürmen alle davon. Das sieht man allerdings nur, wenn man selbst vor Ort ist.

Face2Face: Fühlen Sie sich denn als Nummer Zwei – hinter Martin Sonneborn?

Hoffmann: Selbstverständlich nicht! Ich bin ja nur der Mann im Europabüro in Brüssel. Die Nummer Zwei müsste man im Bundesvorstand suchen. Allerdings finde ich es schwierig von einer Nummer Zwei zu sprechen, denn als Vorsitzender ist Martin Sonneborn klar die Nummer Eins, aber weiterhin würde ich da eigentlich nicht von Nummern sprechen wollen.

Face2Face: Zu Ihren Aufgaben gehört es unter anderem, die Beziehungen zur koreanischen Halbinsel zu gestalten. Sind Sie schon in Kontakt mit dem nordkoreanischen Herrscher Kim Jung Un gekommen?

Hoffmann: Wir arbeiten daran! Bisher ist es uns noch nicht gelungen. Die nordkoreanischen Diplomaten scheinen etwas zurückhaltend zu sein. Aus Südkorea allerding bekamen wir schon Gratulationspost und eine Einladung. Das erhoffen wir uns auch von Nordkorea.

Face2Face:In dieser Woche erreichten uns beunruhigende Nachrichten über den Gesundheitszustand von Kim Jung Un. Sehen Sie darin einen guten Ansatzpunkt für eine zukünftige Einflussnahme auf das Land?

Hoffmann: Wir denken ja eher daran, von Kim Jung Un zu lernen – in seiner Funktion als absoluter Herrscher. Wir können ihm nur anbieten, dass wir eine humanitäre Mission einleiten, ihn besuchen und ihm eine Packung Aspirin vorbeibringen.

Face2Face: Wie ergeht es Ihnen denn im Hinblick auf interessierte Lobbygruppen? Wurden Sie bereits bestochen?

Hoffmann: Oh, darüber kann ich natürlich nicht reden. Aber gefühlt belagern die Lobbyisten das Europaparlament. Sie sind überall und sie sind nett zu einem. Bisher herrscht eine vorsichtige Distanz vor, die sie noch zu überwinden haben, aber hoffentlich folgen auf die zahllosen Beglückwünschungen in naher Zukunft Umschläge mit gedeckten Schecks. Da wir als einzige Partei offen zugeben, korrupt zu sein, wird sich da sicherlich ein Anschlusspunkt finden lassen.

Face2Face: Bezüglich ihrer Mauerbau-Pläne: Zum 25-jährigen Gedenken an den Fall des Eisernen Vorhangs plant die Ukraine, einen Schutzwall gegen Russland zu erbauen . Stielt Ihnen die Ukraine damit die Show?

Hoffmann: Nein, wir haben bereits diplomatischen Kontakt aufgenommen, wir begrüßen das Vorgehen. Schließlich geht es nicht nur darum, einen Schutzwall zu errichten, sondern Mauern zu bauen. Und wenn sich das ukrainische Volk dafür entscheidet, können wir nur unsere Glückwünsche aussprechen.

Face2Face: Wenn ich einen Satz beginne: Jede Mauer ist…

Hoffmann: Jede Mauer ist eine gute Mauer, denn sie verbindet.

Die vielseitigen Wirkungen der Tees – Teil 2

Jeder von uns hat mindestens einmal in seinem Leben über folgende Umstände geklagt: Stress, Ma­gen-Darm- und Verdauungsprobleme, innere Unruhe oder auch Schlafprobleme. Beschwerden, de­nen wir am liebsten entgegenwirken wollen und deswegen meistens gleich zu Medikamenten grei­fen. Allerdings gibt es einige sehr wirkungsvolle und leckere Teesorten, die in solchen Fällen einge­setzt werden können. Face2Face stellt euch einen weiteren Teil der verschiedenen, gesunden Tees vor:

Große Auswahl: Es gibt unzählige gesunde Teesorten (Foto: Sharifi)

Große Auswahl: Es gibt unzählige gesunde Teesorten (Foto: Sharifi)

1. Baldrian Tee
Die Pflanze gilt in der Medizin als leichtes Beruhigungs- und Schlafmittel. Daher wirkt sich der Tee ebenfalls schlaffördernd und beruhigend aus. Häufig wird er auch gegen innere Un­ruhe, Nervosität und Angst getrunken. Schließlich ist Baldrian stimmungsaufhellend und er­zeugt einen Ausgleich für das Nervensystem. Daher wird dieser Tee auch Schlaf- und Ner­ventee genannt.
Wer unter enormer Prüfungsangst leidet, dem wird empfohlen Baldrian mehrere Tage vorher schon zu trinken, da es die Angst etwas mindert.

2. Hagebutten Tee
Dieser Tee ist eine wahre Vitaminbombe, vor allem besitzt er sehr viel Vitamin C. Aus die­sem Grund empfiehlt es sich diesen vorbeugend zu trinken, um die natürlichen Abwehrkräf­te zu unterstützen. Der Hagebutte wird eine wundheilungsfördernde Wirkung zugesprochen, welche auch bei Magen-Darm-Problemen hilft. Vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern ist der Tee förderlich. Da der Tee eine Normalisierung der Darmtätigkeit wieder herstellt, wird er sowohl bei Verstopfungen als auch bei Durchfall gerne getrunken.

Gesunde Tees: Verschiedene Tees wie Johanniskraut helfen ähnlich gut wie Medikamente (Foto:Sharifi)

Gesunde Tees: Verschiedene Tees wie Johanniskraut helfen ähnlich gut wie Medikamente (Foto:Sharifi)

3. Johanniskraut Tee
Seit mehr als 2000 Jahren gilt diese Pflanze als eine sehr wirksame und entzündungshem­mende Heilpflanze. Sie kann bei Menschen und Tieren angewandt werden. Eine äußerliche als auch innerliche Behandlung ist möglich, wie zum Beispiel zur Wundheilung durch äu­ßerliche Anwendung.
Johanniskraut gilt als bestes pflanzliches Mittel gegen Depressionen und wirkt besonders bei mehrwöchigem oder monatlichem Gebrauch. Außerdem hilft Johanniskrauttee gegen Ver­stimmungszustände, Ängste, innere Unruhe, Nervosität und Verdauungsproblemen. Da die Pflanze nicht mit allen Medikamenten kompatibel ist, sollte vorher eine Absicherung bei ei­nem Arzt oder Apotheker eingeholt werden. Darüber hinaus wird von einer Verwendung bei Kindern unter zwölf Jahren abgeraten, ebenso bei Schwangeren oder Stillenden. Grund hier­für ist die unzureichende Untersuchung der Wirkungen, auf die oben zutreffenden Personen­kreise.

4. Malvenblätter Tee
Die Malvenblätter führen eine Reizlinderung bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum herbei. Ebenso ist der Tee gut für den Magen-Darmtrakt, gegen Reizhusten, Zahnfleischentzündungen und Halsschmerzen.

5. Melissen Tee
Die Melisse wird hauptsächlich bei Erkältungskrankheiten und Magenbeschwerden verwen­det. Allerdings kann diese Pflanze weit aus mehr, wie zum Beispiel Herz und Nerven beru­higen und damit Herzrasen und -klopfen vermindern. Darüber hinaus ist die Melisse gut für das Wohlbefinden und kann bei regelmäßiger Einnahme depressive Zustände mildern. Auch kann durch das Trinken erhöhter Blutdruck gesenkt, Leber- und Gallenleiden vermindert und das Immunsystem gestärkt werden.

6. Pfefferminz Tee
Der Pfefferminze wird eine antivirale Wirkung zugeschrieben und sie ist gegen viele Be­schwerden hilfreich. Der Tee wirkt sich krampflösend bei Magen-Darm- und Menstruations­problemen aus. Häufig wird Pfefferminztee auch bei einem verdorbenem Magen getrunken, da der Tee einen beruhigenden Effekt hat. Außerdem tötet die Pfefferminze Keime im Mun­d- und Rachenraum, weswegen sie auch gerne bei Halsschmerzen und – kratzen eingesetzt wird. Die Pflanze hat einen positiven Effekt bei Husten, da sie sich schleimlösend auswirkt und die Atemwege befreit. Auch bei Spannungskopfschmerzen und Migräne ist Pfefferminz­tee gut, denn der Schmerz wird gelindert. Weiterhin wird der Tee bei Übelkeit, Brechreiz und zur Appetitförderung eingesetzt.

Vorschau: Nächste Woche präsentiert Face2Face ein kreatives Geldgeschenk.

Mixtape für deinen Roadtrip

Der Sommer ist die Lieblingsjahreszeit, wenn es darum geht mit seinen Freunden in einem Auto die Welt zu erkunden. Man lässt den Motor an, legt den ersten Gang ein und sobald man langsam die Kupplung kommen lässt, schnurrt der Wagen in die gewünschte Richtung los. Jetzt fehlt nur noch eine kaum befahrene Straße und man kann ganz ungezwungen und frei überall hinfahren. Der hier stattfindenden Autonomie des Fahrers sind als einzige Grenze die Menge an Benzin und Geld gesetzt. Doch diese Faktoren  werden für diesen Artikel zunächst ausgeblendet. Es kommt nur auf das Gefühl der Freiheit an. Um ein richtiges Roadtrip – Freiheitsgefühl zu bekommen, hat die Face2Face-Musikredaktion folgende Formel aufgestellt:

Das physikalische Gesetz lautet: Gummi des Reifen auf der Straße + passende Musik = Freiheit

Schaut man sich diese Formel genauer an, so erkennt man, dass für einen perfekten Roadtrip der Leser an dieser Stelle zunächst nur einen Wagen braucht und der Treibstoff Musik kommt natürlich von uns. Gänzlich exklusiv und kostenlos für den Face2Face-Leser gibt es hier die Roadtrip-Playlist für den Sommer:

Freiheit: Ein Roadtrip mit der richtigen Musik (Foto: Spies)

Freiheit: Ein Roadtrip mit der richtigen Musik (Foto: Spies)

1.    Stereophonics – Maybe Tomorrow
Übersetzt heißt es „Vielleicht Morgen“ und dreht sich um die Lösung alltäglicher Probleme und dem Wunsch für sich allein und frei zu sein!

2.     Cat Power – Cherokee
In diesem Song geht es um Liebe, Tod, Heirat und noch vieles mehr….ach ja und um ein Indianervolk – ideales Lied um die Hand aus dem Fenster zu halten und immer schneller weiterzufahren!

3.    Kakkmaddafakka – Restless
Die jungen Norweger singen von einer ruhelosen Frau, der Man(n) sehr gerne gefallen würde. Mit melodischem Zusammenspiel zwischen Gitarren und Schlagzeug ein Muss auf der Roadtrop-Playlist!

4.    Youth – Daughter
Hier haben wir einen tollen Song, der den Mythos der Jugend besingt – positiv und aber auch negativ!

5.    The Klaxons – Golden Skans
Um was es hier genau geht, kann uns wahrscheinlich nur der Interpret sagen. Wir wissen es geht um Licht und um das Vergessen von Zukunftsplänen. Trotzdem ein Song mit Roadtrip-Qualität!

6.    London Grammer – Darling are you gonna leave me
Ein Song bei dem die Sängerin den Zuhörer fragt, ob er sie verlässt. Da wir gerade am Fahren sind, kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er gerade eher etwas oder jemanden hinter sich lässt oder doch eher einem konkretem Ziel entgegen fährt.

7.    Dan Croll – From Nowhere
Der Interpret verliert sich in diesem Song in den Augen seines Gegenübers und vergisst zeitweise jedwede Konsequenzen für seine Handlungen. Wir finden das gut! Weniger denken – mehr genießen!

8.    Selah Sue – Crazy Vibes
Selah Sue, eine belgische Musikerin, singt, dass sie uns durch ihre Musik und Freude und Glück bringt. Dem stimmt die Face2Face-Musikredaktion zu und dreht jetzt erst Recht die Anlage lauter!

9.    Vance Joy – Riptide
Ein verliebter Musiker fragt seine große Liebe, ob sie bei ihm bleibt. Sorry, aber die sitzt bei uns gerade auf dem Beifahrersitz – trotzdem danke für ein tolles Lied!

10.    The Proclaimers – 500 Miles
Dieser Klassiker darf natürlich nicht fehlen. Durch die Serie „How I met your Mother“ als der Roadtrip-Song glorifiziert, finden auch wir, der gehört mit auf die Playlist!

11.    The Mowgli´s – San Francisco
Auch hier geht es um Liebe und um eine Stadt: San Francisco. Wenn ihr den Song richtig verstehen wollt, dann dreht doch mal die Lautstärke voll auf und gebt doch mal folgendes in euer Navigationsgerät ein: S-A-N- -F-R-A-N-C-I-S-C-O … Dann wisst ihr was wir meinen!

12.    The Kingsmen – Louie Louie
Ging es in einem der Songs schon um Liebe? Falls nein, haben wir zum Abschluss noch einen Track aus den 60er-Jahren, in dem der Interpret auf der Rückfahrt zu seiner geliebten Freundin ist.

Die kleine Auswahl ist nicht als „die perfekte Roadtrip-Playlist“ zu sehen, sondern vielmehr als Tribut an die vielen kleinen CDs, USB-Sticks etc., die sich gerade in eurem Auto befinden und nur darauf warten gehört zu werden. Also – los geht´s!

Vorschau: Und in zwei Wochen geht es weiter mit einem Review zu dem aktuell erschienenem Album „Illmatic XX” von Nas!

Das Heimwegtelefon – bringt dich nachts sicher nach Hause

Frances und Anabell in Berlin: Die Idee des Heimwegtelefons kommt ursprünglich aus Schweden. – Foto: Frances-Photography

Frances und Anabell in Berlin: Die Idee des Heimwegtelefons kommt ursprünglich aus Schweden. – Foto: © Frances-Photography.de 2014

Es war ein spannender Abend mit deiner besten Freundin vor dem Fernseher: „Game of Thrones“, Staffel vier, wieder ist jemand gestorben und ihr seid ganz aufgeregt, wie alles – in einem Jahr – weiter geht.

Es ist schon halb zwei Uhr nachts, ihr habt mehrere Folgen hintereinander geschaut. Du verlässt die WG deiner Freundin und machst dich auf den Nachhauseweg. Dazu musst du dieses dunkle Parkanlagenstück entlang, das dir schon am Tag etwas unheimlich vorkommt. Aber das schaffst du schon. Mulmig fühlst du dich dennoch. Aber während nachmittags in den sozialen Netzwerken der Austausch riesig ist, die Telefone heiß laufen und SMS-Postfächer überquillen, schlafen jetzt, da du einen Unterhalter bräuchtest, alle – wirklich alle? Nein, nicht jeder.

Frances Berger (32) und Anabell Schuchhardt (29) aus Berlin sind freitags und samstags zwischen zehn und zwei Uhr, zu genau solchen und vielen anderen Gelegenheiten, in denen du nachts jemanden zum „Nachhause-Begleiten“ brauchst, zu erreichen. Sie haben das „Heimwegtelefon“ in Deutschland aufgebaut – die ursprüngliche Idee des Heimwegtelefons stammt aus Stockholm/Schweden und geht auf die Barbetreiber Jakob Grandin und Lisen Andreasson Florman zurück, die für ihre Gäste einen sicheren Heimweg nach dem Pubbesuch gewährleisten wollen.

Denn es gibt immer brenzlige Situationen und um das unschöne Gefühl allein unterwegs zu sein, wissen die meisten ebenfalls. „Ich selbst kenne das. Man ist auf dem Weg nach Hause und überall um einen herum knackt und raschelt es. Wen rufe ich dann aber an?“, fragte sich Frances, die mit der Face2Face-Redaktion – wie könnte es auch anders sein – natürlich telefoniert hat. „Ich interessiere mich für die Menschen, die anrufen. Natürlich geht es in erster Linie um die Begleitung nach Hause und um die Sicherheit des Anrufers. Ich frage, wo sich derjenige befindet und verfolge immer wieder seine Route, frage nach, wo er mittlerweile angekommen und ob irgendetwas komisch ist.“
Aber Frances und Anabell plaudern auch gerne über unverfängliche Dinge: Wohin geht der nächste Urlaub, was macht man beruflich? Generell muss niemand seinen Namen oder sein Alter sagen. „Es gab auch, besonders zu Beginn des Heimwegtelefons vermehrt „Testanrufe“: Mädchen und Jungen, die einen gemütlichen Abend zusammen verbrachten und wissen wollten, ob wir auch seriös sind und ob sie „im Notfall“ auch tatsächlich bei uns anrufen könnten.“ Solche Anrufe stören Frances überhaupt nicht. Ihr ist es Recht, dass die Sicherheit im Vordergrund steht.

Seit 2012 sitzen Frances und Anabell jedes Wochenende am Telefon in Berlin und nehmen Anrufe aus ganz Deutschland entgegen. „In der ersten Nacht haben nur Freunde und Familie bei uns angerufen und uns alles Gute gewünscht“, erzählt Frances, aber mit der Zeit hat sich das Heimwegtelefon etabliert und wird rege genutzt. „Das schönste Kompliment hat mir einmal – ganz unwissend – eine Dame gemacht, die mich darauf hinwies, dass sie das sogenannte „Heimwegtelefon“ entdeckt hätte und diese Sache ganz großartig finde. Es hat mich sehr stolz gemacht, sagen zu können, dass Anabell und ich hinter dieser „Sache“ stehen.“ Dazu haben Frances und Anabell ein Geschäftsmodell entwickelt, das sie offiziell geschützt und als Institution eingetragen haben. In Schweden erweiterte sich das Modell und wird mittlerweile zentral von der Polizei betreut. Auch diese Möglichkeit wäre in Deutschland denkbar, doch „die Behörden hier in Deutschland arbeiten sorgfältig“, sagt Frances, „da dauert das Ganze seine Zeit.“

Die beiden jungen Frauen aus Berlin sind berufstätig und begannen das Heimwegtelefon-Projekt neben Familie, Job und Freizeit aufzubauen. Damit ist klar: Der Heimweg-Service ist zu zweit nur eingeschränkt möglich, deshalb sind Frances und Anabell immer auf der Suche nach freiwilligen Helfern, die auch telefonieren wollen – „so ließe sich gegebenenfalls das Heimwegtelefon auf die ganze Woche ausbreiten.“ Die Genehmigung dafür ist in Arbeit. „Traumhaft wäre, wenn wir in fünfzehn Jahren mit dem Heimwegtelefon selbständig wären und ich nur noch das machen könnte.“

Du läufst mit dem Handy am Ohr an der düsteren Parkanlage vorüber und erzählst Frances gerade von deinem Sommerurlaub in der Bretagne. Du hast es, dank deiner interessierten Gesprächspartnerin gar nicht bemerkt: kurze Zeit später bist du auch schon sicher in deinen vier Wänden angekommen.

Telefon: 03012074182
Es fallen nur die üblichen Kosten vom Handy zum Festnetz an.

Vorschau: Als nächstes lest ihr im Panorama über eine junge Frau, die an MS erkrankt ist.

Flop Five: Fünf Serien, die es nicht geschafft haben

Das war ein Satz mit „X“. Trotz großem Potential haben es die folgenden fünf Serien nicht in die Verlängerung geschafft. Face2Face wirft einen letzten Blick auf die anfangs durchaus vielversprechenden         TV-Ausstrahlungen.

Platz 1: Während das niederländische Original „Overspel“ im Vergleich zur US-amerikanischen Kopie etwas erfolgreicher gewesen ist und erst nach zwei Staffeln abgesetzt wurde, musste „Betrayal“ bereits im Mai 2014 nach nur einer Staffel weichen. Die Pilotfolge konnte eine Einschaltquote von ca. 5,2 Millionen US-Zuschauern erreichen. Leider waren es am Ende nur noch 3,3 Millionen, die eingeschalten haben. Einige europäische Länder wie Italien, Irland und Großbritannien sicherten sich die Lizenzen zur Ausstrahlung. An Deutschland ging „Betrayal“ vorbei.

Der neue Dracula: Luke Evans (© Photo by David M. Bennet/Getty Images for Battersea Power Station)

Der neue Dracula: Luke Evans (© Photo by David M. Bennet/Getty Images for Battersea Power Station)

Platz 2: Trotz der hochkarätigen Besetzung mit Jonathan Rhys Meyers, musste auch die Serie „Dracula“ eine Niederlage erleiden. Nach einer Staffel wurde auch sie im Mai 2014 abgesetzt. Dracula startete mit ca. 5,3 Millionen Zuschauern in den USA, doch verlor auch sie auf dem Weg bis zur letzten Folge knapp 2 Millionen Zuschauer. Alle Rhys Meyers Fans in Deutschland können allerdings aufatmen. Die Mediengruppe RTL Deutschland hat die Ausstrahlungsrechte erworben und plant die Serie noch im Laufe dieses Jahres bei VOX auszustrahlen. Zusätzlich können sich diejenigen, die von dem Mythos Dracula nicht genug kriegen, auf eine Verfilmung mit Luke Evans in der Rolle des Vlad Tepes freuen. „Dracula Untold“ soll voraussichtlich im Herbst 2014 in die Kinos kommen.

Platz 3: Während in diesem Fall „Once Upon a Time“ im Mai 2014 die Produktion der vierten Staffel ankündigte, wird „Once Upon a Time in Wonderland“, einem so genannten Spin-Off (Anm. d. Red. auf einem bereits vorhandenen Medium basierende Serie, Buch etc.)von „Once Upon a Time“, nach einer Staffel abgesetzt. Basierend auf Lewis Carolls Roman „Alice im Wunderland“ ist die Hauptfigur der Spin-Off-Serie Alice, welche ins Wunderland zurückkehrt, um nach ihrem Geliebten zu suchen. Auch hier gab es einen Verlust von ca. 2,4 Millionen Zuschauern im Laufe der Serie. Glücklicherweise können sich die Fantasy-Märchen-Fans in Deutschland die Serie noch im Herbst dieses Jahres voraussichtlich bei Super RTL anschauen.

The Carrie Diaries: AnnaSophia Robb spielt die junge Carrie Bradshaw (© Photo by Frazer Harrison/Getty Images for Mercedes-Benz)

The Carrie Diaries: AnnaSophia Robb spielt die junge Carrie Bradshaw (© Photo by Frazer Harrison/Getty Images for Mercedes-Benz)

Platz 4: Ein Name: Carrie Bradshaw. Nach der erfolgreichen Serie „Sex and the City“ (1998-2004) des Senders HBO, welcher für Erfolge wie „Game of Thrones“ oder „True Blood“ bekannt ist, wagte sich The CW, ein weiterer Erfolgssender, an die Anfänge der jungen, modebewussten Autorin mit „The Carrie Diaries“. Während die Pilotfolge mit 1,6 Millionen Zuschauern rechnen konnte, schauten sich die letzte Folge der zweiten Staffel nur noch ca. 860.000 Carrie-Begeisterte an. Da die Serie keinen Kultstatus erreichen konnte, wird es keine dritte Staffel geben. Ob „The Carrie Diaries“ überhaupt im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wird, steht nicht fest.

Platz 5: Die Sitcom „Seed“ stammt ausnahmsweise nicht aus den USA. Die kanadische Comedy-Serie handelt von Harry, einem Junggesellen und Barkeeper, der als ehemaliger Samenspender eines Tages von seinen Nachkommen erfährt. Somit begibt er sich auf den Weg des Kennenlernens seiner neu dazugewonnenen Verwandten. Obwohl die Handlung gar nicht mal so verkehrt für eine Sitcom ist und viel Stoff zum Lachen bieten könnte, wurde diese in den USA bereits nach zwei Folgen im Juli 2014 abgesetzt. Aber Hoffnung gibt es trotzdem: der kanadische Sender City gab eine Verlängerung in die zweite Staffel bekannt. Ob die Sitcom in Deutschland den kanadischen oder den amerikanischen Weg gehen wird, ist unbekannt. „Seed“ ging hierzulande wie „Betrayal“ an den TV-Giganten wie ProSieben oder RTL vorbei.

Vorschau: Nächste Woche erwartet euch ein Beitrag von Vanessa.

Apps und weitere Hilfen für nachhaltigen Lebensmittelkonsum

Die Menschheit lebt über ihre Verhältnisse. Der statistische, ökologische Fußabdruck eines Bürgers der EU oder der USA ist viel zu groß. Doch was tun? Ein wichtiger Schritt wäre es, dass wir Alternativen finden und nachhaltiger konsumieren. Besonders bei den Lebensmitteln tun wir nicht nur der Umwelt, sondern auch uns selbst etwas Gutes. Man muss nur genauer hinschauen.

Ein Schritt, den viele bereits gehen, ist es, Bio-Lebensmittel zu kaufen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Nicht alles ist, wie es scheint. Auch hier gibt es Schummeleien und Hintertürchen (Bemerkung: Darauf werden wir bald genauer eingehen). Der neue Trend des Food-Sharings ist ebenfalls zu empfehlen. Die Qualitätssiegel, die auf Produkten zu finden sind, wie zum Beispiel bei Fisch, sind ebenfalls ein wichtiger Hinweis für Nachhaltigkeit. Oft entsprechen diese Produkte wenigstens den Mindestanforderungen. Nun gibt es noch weitere Hilfen, die einem das Leben erleichtern sollen.

Der WWF hat dazu einen Einkaufsratgeber. Auch eine App ist bereits vorhanden, die beim Fischkauf zu Rate gezogen werden kann. Der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) ist die Kontrollinstanz für die Herkunftssicherung und Rückverfolgung von Eiern aus alternativen Hennenhaltungssystemen in Deutschland und den benachbarten EU-Ländern. Das KAT Siegel hat strenge Auflagen. Doch mehr noch. Anhand der Nummer, die auf jedem Ei zu finden ist, kann jeder herausfinden, wie und wo ein Ei entstanden ist. Diese Nummer kann man online oder per App eingeben und bekommt alle  nötigen Infos dazu, wie auch einige Bilder aus dem Bauernhof.

Andere Apps können ebenfalls hilfreich sein, müssen sie aber nicht. Generelle Vorsicht ist ebenfalls hier geboten. Doch das Internet hilft bei gegenseitigem Erfahrungsaustausch. Weitere Apps, die es lohnen, ausprobiert zu werden sind die Apps von AOK (AOKgenießen für Rezepte und AOKeinkaufen fürs einkaufen). Mit Hilfe der App BIO123 des Barcode Scanners sollen hier sogar Bio-Produkte gescannt und Infos dazu eingeholt werden können. Auch der nächste Bio-Laden soll hier angezeigt werden.

 

Vorschau: In zwei Wochen geht es mit der Tier&Umwelt Rubrik weiter. Wir beleuchten, ob Bio wirklich immer besser ist.

In einer anderen Welt: Die Dorfgemeinschaft Schloss Tempelhof

An Neuerungen gemeinsam teilnehmen: (Foto: Gemeinschaft Schloss Tempelhof)

An Neuerungen gemeinsam teilnehmen: (Foto: Gemeinschaft Schloss Tempelhof)

Der Westdeutsche Rundfunk hatte Ende 2013 eine Reportage mit Moderatorin Anke Engelke auf dem Sendeplan. „So was wie Glück“ zeigte Anke, wie sie am Alltag der Gemeinschaft Schloss Tempelhof teilnahm und erfuhr, was die Menschen dort bewog, ein eigenes Dorf zu gründen und ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen.
Denn wenn ein bestehendes System nicht gefällt, dann schimpft, resigniert oder bekämpft man es. Oder man gründet eine Alternative, die gefällt. Den zwanzig Gründungsmitgliedern der Dorfgemeinschaft Schloss Tempelhof gefällt es zum Beispiel, dass kein geistiges und politisches Dogma oder theoretische Glaubensvorgaben irgendwelcher Art ihr Zusammenleben im Dorf stört. Ihnen gefällt, dass ihre persönliche Vielfalt eine Chance darstellt als Individuum zu wachsen. Ziel der Gründer ist ein gemeinschaftlicher Einsatz für alle, damit für jeden Bewohner die Möglichkeit besteht, sich persönlich, geistig und praktisch zu entfalten.

Zusammen für das Abendessen arbeiten: Jeder hilft mit. (Foto: Gemeinschaft Schloss Tempelhof)

Zusammen für das Abendessen arbeiten: Jeder hilft mit. (Foto: Gemeinschaft Schloss Tempelhof)

In der Praxis

Die heute knapp 120 Bewohner, bestehend aus Freiberuflern, Rentnern, Kindern und Pendlern versuchen seit 2010 eine Zukunftswerkstatt zu sein, die den Spagat zwischen Freiheit und Verbundenheit turnt und eine Alternative zu einem bürgerlichen Leben in der Kleinfamilie sein will. Dazu haben sie in der Nähe von Schwäbisch Hall, zwischen Stuttgart und Nürnberg, ein ehemaliges Heim für behinderte Kinder gekauft und restauriert.
Die Gemeinschaft sucht nach einer Möglichkeit einen modernen Arbeitsplatz, (natürlich gibt es im Dorf Telefonanschlüsse und schnelle DSL-Internetzugänge) gegebenenfalls in der Stadt, mit einem Wohnen in der Natur zu verbinden. Sie probieren eine andere Art des Zusammenlebens und der Ernährung aus, möchten alternative Zahlungsmethoden testen, haben eine eigene Schule gegründet und möchten als ein soziales Experiment verstanden werden.

In Gemeinschaft leben

Die Gemeinschaft Schloss Tempelhof ist so etwas wie eine riesenhafte Wohngemeinschaft bestehend aus alten, jungen, alleinstehenden und zusammengehörenden Menschen. Es gibt Einzelappartements, Wohngemeinschaften und Mehrzimmerwohnungen für Familien und Pärchen. Hier bietet sich eine Wohnform, die gegen die menschliche Angst arbeitet, irgendwann einmal allein zu sein,
Das soziale Zusammensein ist nicht eben billig: 20.000 Euro muss jeder Bewohner aufbringen, um in der eingetragenen Genossenschaft wohnhaft zu werden. Damit hat man ein unbegrenztes Wohnrecht in der Genossenschaft, darf zehn Quadratmeter Wohnraum ohne Grundnutzungsgebühren nutzen und ist an dem gesamten Projekt mitbeteiligt. Bevor es soweit kommt: Über jeden Anwärter stimmt die Gemeinschaft dreimal ab. Es geht basisdemokratisch zu. Jeder Bewohner des Dorfes hat eine Stimme und erhält der Kandidat nur eine Gegenstimme darf er nicht einziehen.

Das All-Leader-Prinzip: Jeder ist für das gesamte Geschehen mitverantwortlich. (Foto: Gemeinschaft Schloss Tempelhof)

Das All-Leader-Prinzip: Jeder ist für das gesamte Geschehen mitverantwortlich. (Foto: Gemeinschaft Schloss Tempelhof)

Alternativ essen

Die Bewohner haben eine Fläche von 26 ha Grün- und Ackerland, auf dem sie 40 Gemüsesorten für sie alle angepflanzt haben. Viele Bewohner ernähren sich vegetarisch. Es gibt eine Ziegenherde, Schafe, Hühner, eine Imkerei, drei Gewächshäuser – jeder Bewohner darf dreimal täglich in der dorfeigenen Kantine mitessen und zahlt dafür lediglich einen festgelegten, monatlichen Beitrag. Dieser Versorgerkreis bleibt von agrarpolitischen und marktwirtschaftlichen Gegebenheiten unberührt.

Die Sache mit dem Geld

Privatbesitz an Grund und Boden gibt es nicht. Das Schloss Tempelhof ist gekauft worden und jeder Bewohner hat unabhängig von der Höhe seines finanziellen Beitrags das gleiche Stimmrecht. Die Bereitschaft der einzelnen Bewohner sich von der Verknüpfung von Geld und Wert zu lösen, ist grundlegend. Dazu legt jeder Bewohner seinen Verdienst offen. An sich sollte jeder Mensch, der einzieht, in der Lage sein, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Aber einige Bewohner arbeiten in der Verwaltung, am Bau, in der Küche und in der Landwirtschaft gegen ein Bedarfseinkommen. Grundlegend ist, dass es keine Führungsfigur gibt, sondern dass jeder für das gesamte Geschehen mitverantwortlich ist. Zusammenleben bedeutet für die Gemeinschaft Schloss Tempelhof, dass jeder gibt was er kann – und bekommt was er braucht.

Vorschau: Kleidung und Bücher online kaufen ist doch klar – aber Lebensmittel? Am Dienstag, 20. Mai, berichten wir im Panorama über eine Studentin, die sich in ihrer Masterarbeit mit ebendiesem Thema beschäftigt und eine Konsumentenbefragung durchgeführt hat. Ihr dürft gespannt sein!

 

 

 

Mediengleichschaltung, Zensur und Montagsdemonstrationen

KOMMENTAR:

Habt ihr einen Fernseher zuhause? Schaut ihr oft fernsehen? Schaltet das Ding ab! Wir brauchen es nicht mehr. Über das Internet bekommen wir Informationen, die sonst nicht zugänglich sind. Informationen, die von den Massenmedien totgeschwiegen werden. Je mehr man sich informiert, desto erschreckender wird es. Denn auch die bekannten Online- Medien gehören zum selben Netzwerk, dem nicht mehr zu trauen ist.

Das neuste Beispiel, das wir sehen können, ist die Berichterstattung zur „Krise“ in der Ukraine. Egal ob es die ProSieben Media AG, Der Spiegel Verlag oder die von uns gezahlten GEZ Medien ARD und ZDF sind, die momentan wegen einiger Fälle stark in der Kritik stehen, so stellen alle Russland und allen voran Putin als Feindbild hin, während die USA die Guten sind. Doch ist alles einseitig berichtet? Ein einzelner West-kritischer Bericht auf dem NDR um 23:20 Uhr gegen Hunderte Russland-feindliche. Nur ab und an werden die „Verdachte“ über eine beginnende Destabilisierung der Ukraine geäußert, jedoch nicht gegen Amerika.

Wer bei den großen Medien heutzutage Journalist werden will, muss unterschreiben, über bestimmte Themen nicht zu berichten. Die Leitsätze des Axel-Springer Verlages (hauptsächlich Die Bild und Die Welt) besagen sogar „Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika“. Doch wer nimmt sich die Zeit, sich die Gegenseite anzuhören? In der Ukraine selbst werden sogar russische Fernsehsender zensiert.

Der Westen, sprich USA, EU und NATO, bildet ein Bündnis und werfen der russischen Gegenseite Völkerrechtsverletzung vor. Doch wie können Völkerrechtsverletzer anderen Völkerrechtsverletzung vorwerfen (frei nach Gregor Gysi)?

Eine eindeutige Botschaft: Montagsdemonstrationen (Foto: Föhr)

Eine eindeutige Botschaft: Montagsdemonstrationen (Foto: Föhr)

1989 zerfällt die UDSSR und Deutschland wird wiedervereinigt. Die Montagsdemonstrationen der Bevölkerung tragen wesentlich dazu bei. Im Gegenzug für die Wiedervereinigung verspricht der Westen, dass die NATO sich nicht weiter nach Osten ausweiten wird. Keine zwei Jahrzehnte später wird dieses Versprechen gebrochen. Die Ukraine ist nur ein weiterer Schritt der NATO Ausweitung, direkt an Russlands Grenzen. Es droht sich zu einer kriegerischen Auseinandersetzung aufzuschwingen.

Die Montagsdemonstrationen flammen nun wieder auf. Diese sind jedoch nicht gegen die USA oder für Russland, noch sind sie von einer Partei organisiert oder sonst politisch engagiert. Es sind Mahnwachen FÜR den Frieden. Achtung! Freidenkeralarm! In Berlin haben sich innerhalb von 3 Wochen die Zahlen der Demonstranten von 1500 auf 3000 erhöht. Auch in 22 anderen Städten in Deutschland gibt es bereits diese Montagsdemonstrationen. Die Medien schweigen sich über das Thema aus.

Erst in den letzten Tagen zeigen sich aufgrund der immer lauter werdenden Proteste die ersten Reaktionen der Medien. Und wie immer, wenn eine Bewegung im Keim erstickt werden soll, wird die Nazikeule geschwungen. Jetzt liegt es an euch: Glaubt ihr also einfach alles, was die Medien euch berichten? Oder informiert ihr euch selbst? Habt ihr den Mut selbst bei einer dieser Mahnwachen vorbeizuschauen? Ob ihr da wirklich nur rechtsradikale sehen werdet oder Gleichgesinnte, die nur Frieden wollen, das müsst ihr selbst herausfinden. Und vielleicht werdet ihr ja den Demonstrationen beiwohnen oder eine eigene in eurer Stadt machen. Denn: „wer nicht mehr versucht zu kämpfen kann nur verlieren.“ (aus: Die Ärzte- Deine Schuld)

Tinderkinder: Die Flirt-App Tinder im Test

Kommt es soweit mit Tinder? Persönliches Treffen im Cafe. (Foto: Mungenast)

Kommt es soweit mit Tinder? Persönliches Treffen im Cafe. (Foto: Mungenast)

„Schau dir Tinder mal an und finde heraus, wer in deiner Nähe auf dich steht!“ Diese Aufforderung eines Freundes landet Mitte Februar auf meinem Handy. Ich bin kein Fan von Online-Dating-Seiten, aber neugierig bin ich dennoch auf diese App. Tinder gibt es seit 2012 und wurde zuerst auf dem Campus der University of Southern California verbreitet. Die App erleichtert das gegenseitige Kennenlernen seiner Nutzer.

Die Bedienung ist einfach, wenn du bereits ein Facebook- und Googlekonto hast: Zunächst die kostenlose App herunterladen, Bilder von dir hochladen und deinen Vornamen angeben. Entscheide, ob du Männer oder Frauen suchst und wie weit sie von dir entfernt wohnen dürfen – schon geht es los: Dir werden Fotos von Singles präsentiert und du kannst entscheiden, wen du sympathisch findest. Klicke auf das Herz, wenn er oder sie dir gefällt. Wenn du ihm oder ihr auch gefällst, habt ihr ein Match und dürft euch in der Chat-Funktion der App schreiben. Wenn kein Match zustande kommt, klicke das Kreuz und es passiert nichts weiter und keiner von euch wird je erfahren, dass ihr einander nicht sympathisch fandet.

Erste Gehversuche: Ein erstes Match kommt mit Tom und Vincent zustande. Ich habe die Entfernung zu hoch eingestellt. Auch weitere Matches ergeben sich mit Schweizern und Franzosen – alles mehr als 50 Kilometer weg. Ich erfahre später im Chat, dass sich manche lediglich im Zug und auf der Durchreise befanden, sodass die Entfernung meiner Stadt mit seiner bis zu 200 Kilometer betragen kann. Ich sichte Fotos und klicke Herz oder Kreuz. Dieses Spiel macht mir Spaß und ich scrolle mich Stunden lang durch Fotogalerien und Headlines: „Wir sind Tinderkinder“, „Don’t be niggardly with your emotions. Just run it up the flagpole and see who salutes“, „Ich bin bereit darüber zu lügen, wie wir beide uns kennen gelernt haben.“. Ich herze sie alle.

Es dauert etwas, bis die Ersten bereit sind mehr zu schreiben, als „Hallo, wie geht’s?“ Aber dann: Der erste lange Chat mit Carlo.

Carlo: Du siehst ganz harmlos aus, bist du es auch?
Ich: Würde ich so nicht sagen.
Carlo: Was unterscheidet denn dich von anderen Frauen?
Ich: Eine Menge.
Carlo: Was erhoffst du dir von Tinder?
Ich: Nette Leute kennen lernen und Spaß. Und du?
Carlo: Was Männer halt so suchen: Hemmungslosen Sex. Und das andere: Liebe, Zärtlichkeit, Zuneigung.
Ich: Verstehe ich.
Carlo: Nein, ich teste einfach mal Tinder. Ich mag das Prinzip von Zufall und Sympathie auf den ersten Blick. Ich lasse mich überraschen. Die Überraschung ist dir wohl gelungen.
Ich: Aber das gnadenlose Selektieren, finde ich etwas unheimlich hier.
Carlo: Ist doch in der Realität nicht anders.
Ich: Stimmt auch wieder.
Carlo: Du willst doch bestimmt mal Kinder und so?
Ich: Keine Ahnung, ja, denke schon, wenn es sich ergibt.
Carlo: Vielleicht findest du mal den Weg zu mir.
Ich: Du bietest mir schon jetzt Kinder an? Vielleicht bin ich dein größter Albtraum?
Carlo: Glaub ich nicht. Was sollte dich denn von anderen Frauen unterscheiden?
Ich: Heißt das, dass keine Frau je dein Albtraum war, sondern du nur deren?
Carlo: Ja, so schlimm waren sie dann doch nicht.
Ich: Was hast du nur für langweilige Frauen getroffen, wenn du glaubst, dass Frauen alle gleich sind?
Carlo: Du bist anders?
Ich: Frech! Du greifst nicht nur Frauen an, sondern auch mich … schöne Sache. Anders als langweilig auf jeden Fall. Ich bin ein Albtraum, sagte ich doch. Aber was bist du denn eigentlich? Immer nur fordern, geht ja nicht.
Carlo: Du überraschst mich. Was forderst du denn?
Ich: Demut! Und, dass du mal anständiger über Frauen im Allgemeinen und mich im speziellen schreibst!
Carlo: Eins nach dem anderen. Hast gerade den Eisprung?
Ich: Na klar.
Carlo: Was suchst du denn? Romantik? Ist zwischen uns ja wohl schon ein wenig verpufft, außer ich komme noch als Prinz auf einem weißen Pferd. Soll ich dein Freund werden?
Ich: Ja, heirate mich, aber ich weiß eben nicht, ob ich bei dir bleiben will.
Carlo: Mir gefällt es, dass du Humor hast.
Ich: Danke.
Carlo: Habe schon lange niemanden wie dich erlebt.
Ich: Ist das ein Kompliment oder eine Feststellung?
Carlo: Darfst du entscheiden.
Ich: Wie heißt du denn auf Facebook?
Carlo: Willst du mich echt bei Facebook suchen? Da geht die ganze Spannung verloren.
Ich: Ja, ich kann, um die Spannung zu halten, jetzt auch nicht suchen.
Carlo: Nein, stalke mich mal. Gehst du zufällig auf das Oktoberfest?
Ich: Wieso?
Carlo: Nur so.

Drei Minuten später habe ich Carlo bei Facebook geaddet und wir haben uns nie wieder ein einziges Wort geschrieben.

Vorschau: Ab sofort veröffentlicht die Panorama Redaktion nur noch alle zwei Wochen. Am Dienstag, 08. April lest ihr über Arbeiten in der Zukunft (Homeoffice und Co.).