Warum wir Kinder als Strafe sehen

Es dauerte einen Moment, ehe ich mich gefangen hatte. Gerade fragte mich unsere Sekretärin „warum tut ihr euch das an?“ und meinte, warum wir noch ein Kind wollten. Da prallte es mal wieder gänzlich auf mich ein. Dass Kinder in unserer Gesellschaft als Last, als Bürde gesehen werden. Als Strafe. Etwas, dass wir uns an tun. Masochismus in seiner höchsten Form. Wo das Kindermachen ja noch Spaß macht und nicht selten Witze mit sich zieht, ist das Kinderhaben, vor allem, wenn ein Paar dann doch mehr als ein oder gar zwei hat, scheinbar ein riesiger Sack voller negativer Pakete.

Teurer Spaß? Kinder kosten Geld (©Wilhelmine Wulff _ All Silhouettes / pixelio.de)

Teurer Spaß? Kinder kosten Geld (©Wilhelmine Wulff _ All Silhouettes / pixelio.de)

„Die machen euch fertig“, meinte eine alte Freundin meines Mannes, als unser zweites Kind gerade auf der Welt war und sie uns beim Einkaufen traf. Wir haben abgewunken, sie glaubte uns nicht. Kein Wunder, hören wir doch jeden Tag, wie schrecklich Kinder sind. Sie stehlen ihren Müttern die Figur, ihren Eltern den Schlaf, machen in ihrer Zerstörungswut vor nichts halt, sind lauter als Alarmanlagen, per se ungezogen, sozialer Selbstmord, finanzieller sowieso. „Warum unsere Kinder Tyrannen sind“ lautet der Titel eines Buches und ein ganzer Stapel an Literatur befasst sich mit der Frage, ob eine Frau denn nun Karriere und Familie haben kann. Die Internetseite Mompreneurs befasst sich ausschließlich mit Müttern, die neben ihren Kindern noch Unternehmen gegründet haben.

Machen wir uns nichts vor. Unsere Gesellschaft ist nicht kinderfreundlich. Oh, ja, es gibt eine (nicht erfüllte) Garantie auf einen Betreuungsplatz ab 1, es gibt Kindergeld, Familienparkplätze und Kinderwagenabteile im Zug, Vorschriften, wie viele Spielplätze ein Viertel haben muss und hohe Sicherheitsstandards bei Gebrauchsgegenständen für Kinder. Aber kinderfreundlich? Menschen, die in Kindergarten- oder Schulnähe wohnen beschweren sich regelmäßig gerichtlich wegen des Lärms spielender Kinder. Im Restaurant werden Kinder, die keine zwei Stunden ruhig sitzen können und nicht absolut still sind böse angeschaut und wer kennt nicht das Klischee eines nach Gummibärchen brüllenden Kleinkindes im Supermarkt?

Kinder? Will doch keiner (©Stefan Bayer / pixelio.de)

Kinder? Will doch keiner (©Stefan Bayer / pixelio.de)

Seien wir doch ehrlich, wir wollen keine Kinder. Wir wollen ein schöner-wohnen-Wohnzimmer und Designer-Tapete, Kleidungsstücke, die keine besonderen Schlitze zum Stillen haben müssen und einen Esstisch ohne Bananenmatschreste-Ritzen, von denen wir vorher nicht mal wussten, dass sie da sind. Schnelle, anstatt geräumige Autos und die Möglichkeit, heute alles stehen und liegen zu lassen und ans andere Ende der Welt zu fahren. Wir wollen alles und wir wollen es jetzt. Niemand soll uns sagen, was wir zu tun haben. Keine gesetzlich geforderte U-Untersuchungen und Briefe von Kindergarten oder Schule, die uns dies oder das mitteilen, Brotdosen, die gefüllt werden sollen und Hosen, die über Nacht zu klein werden. Wir wollen uns darüber keine Sorgen machen, denn, verdammt noch mal, wir haben doch nur dieses eine Leben. Wir sind nichts anderes als groß gewordene Kinder.

Vielleicht wollen wir ja keine eigenen Kinder, weil wir niemanden an der Backe haben wollen, der so ist, wie wir selbst. Und da hab ich mich schon längst ausgeklinkt. Ich schreibe diesen Artikel, während mein Schulkind, mein Kindergartenkind und das Baby schlafen. Heute hätte ich sonst keine Zeit gehabt. Ich habe getanzt, ich habe gemalt, ich habe gekocht und das Katzenklo sauber gemacht, eine Ladung Wäsche mit ganz vielen Unterhosen gewaschen, weil das Kindergartenkind jetzt keine Windel mehr braucht, aber erst eine Handvoll Höschen hat, ich habe gestillt und gewickelt, vorgelesen, eine wichtige Nachricht beantwortet, selbst gelesen, die Spülmaschine ausgeräumt. Ich habe mir nichts angetan, ich habe gelebt.

Tierisch: Kindermachen und Kinderhaben ist animalisch (©Edith Höhner / pixelio.de)

Tierisch: Kindermachen und Kinderhaben ist animalisch (©Edith Höhner / pixelio.de)

Wie alles im Leben, ist es manchmal unbequem, Kinder zu haben. So unbequem, wie es manchmal ist, Eltern zu haben, oder Geschwister, manche Freunde oder den eigenen Partner. Es ist kein Selbstmord. Es ist Leben. Und natürlich ist es nicht für jeden das Richtige. Aber wenn wir unser Leben wie das Bett der Prinzessin betrachten, die wegen einer Erbse unter hundert Matratzen blaue Flecken bekommt, und allen Ernstes die Prinzessin sein wollen, sterben wir nicht aus, weil Karriere so wichtig ist oder Geld, sondern aus lauter Faulheit, aus Bequemlichkeit. Und dabei verpassen wir bestimmt etwas Lärm, Geschrei und schlaflose Nächte, aber auch jede Menge Spaß. Für etwas Spaß bleibe ich gerne länger wach und viel Lärm um nichts konnte ich schon immer machen, natürlich auch als Kind. Warum also jetzt aufhören?

Vorschau: Nächste Woche gebe ich euch hier einen Leitfaden zum Kranksein.

Preview: Mai 2015

Der Wonnemonat Mai steht vor der Tür. Wie immerverraten wir euch an dieser Stelle, was euch bei Face2Face erwartet. Doch zunächst gibt es einen kurzen Rückblick auf den vergangenen Monat.

Im April berichteten wir unter anderem von der Insel Malta und führten ein Interview mit der Schmuckfirma Hellmuth.

Auch im Mai warten wieder spannende Themen auf euch. So berichtet das Panorama vom Alltag bei der Polizei und die Tier&Umwelt-Redaktion berichtet von Krebsen. Die Tipps&Tricks-Mädels zeigen euch, wie ihr eine sommerliche Tomaten-Ziegenkäse Tarte zaubern könnt.

Eine Nachtwächter-Führung in der Limburger Altstadt acht die FilmKunstKultur-Redaktion im Mai mit euch und die Reise-Redaktion entführt euch in die über die Modemetropole Mailand.

Ein Porträt über Florian Leithmann und seinen Hund Rusty, die zusammen Deutscher Meister im Geländelauf wurden gibt es in der Sport-Redaktion.

Viel Spaß im Mai mit Face2Face.

Wenn ihr Anmerkungen oder Kritik habt, dürft ihr uns natürlich jederzeit schreiben.

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Vergiss es – Demenz und ihre Folgen

Nur die Zeit vergessen? Demenz ist am Anfang nicht leicht zu erkennen (©Lupü / pixelio.de)

Nur die Zeit vergessen? Demenz ist am Anfang nicht leicht zu erkennen (©Lupü / pixelio.de)

Stellt euch vor, ihr würdet eines Tages aufwachen und wüsstet nicht mehr, welcher Tag es ist. Selbst ein Blick auf den Kalender könnte euch nur für wenige Minuten versichern, ob es Winter oder Sommer ist. Die Menschen würden die Geduld mit euch verlieren, weil ihr immer wieder vergesst, was sie oder ihr selbst gesagt habt. Das alltägliche Leben wäre nicht mehr dasselbe. Habt ihr schon etwas getrunken, gegessen, geschlafen, euch gewaschen? Und wer ist dieser Mensch, der so vertraut mit euch zu sein scheint.

Angst. Ihr hättet wahnsinnige Angst. Angst vor dem Leben, vor allem Neuen und vor euch selbst. Ihr könntet gar nicht mehr sicher sein, wer ihr überhaupt seid. Was erst noch mit etwas Vergesslichkeit abgetan wurde, bekommt bald einen anderen Namen, der furchtbar nachklingt. Demenz. Oder gar Alzheimer.

Nicht vergessen! Für Menschen mit Demenz sind viele  Hilfen im Alltag nötig (©Tim Reckmann / pixelio.de)

Nicht vergessen! Für Menschen mit Demenz sind viele Hilfen im Alltag nötig (©Tim Reckmann / pixelio.de)

Ja, denkt ihr jetzt. Aber ich bin noch jung. Wieso sollte das mir passieren? Zum einen Teil gibt es genetische Veranlagungen, die den Ausbruch von Demenz oder ähnlichen Erkrankungen wahrscheinlicher machen. Zum anderen treffen wir in unserer alternden Gesellschaft jeden Tag auf mehr alte Menschen unter denen auch statistisch gesehen mehr Menschen solche Krankheiten haben können. Selbst wenn ihr und ich zu den Glücklichen gehören, die davon befreit sind – was wir heute nicht wissen können – hat die Demenz von anderen auch immer Auswirkungen auf uns selbst.

Wechseln wir den Blickwinkel. Stellt euch vor, ihr kennt jemanden, der Demenz hat. Immerhin leiden in Deutschland bereits 1,4 Millionen Menschen an Demenz, Tendenz steigend. Am Anfang vergisst derjenige vielleicht mal einen Geburtstag, einen Termin oder bringt Zahlen durcheinander. Das fällt auch euch kaum auf. Doch dann kann es sein, dass derjenige seine Körperhygiene vernachlässigt oder das Putzen seiner Wohnung. Das würde euch schon eher auffallen, zumindest, wenn es jemand ist, der euch nahe steht. Wenn derjenige dann auch noch Namen durcheinander bringt, Erlebnisse und Wege. Wenn er oder sie plötzlich nicht mehr richtig Radfahren kann oder andere alltägliche Errungenschaften nicht mehr versteht, dann macht ihr euch Sorgen. Ihr wollt helfen – und wisst nicht wie.

Gesegnet im Alter - Aber was, wenn die Erinnerung verloren geht (©Lupo / pixelio.de)

Gesegnet im Alter – Aber was, wenn die Erinnerung verloren geht (©Lupo / pixelio.de)

Niemand hört gerne, dass er ernsthaft krank ist und so wird auch eine Demenz von den Betroffenen gerne mit „jeder vergisst doch mal was“ oder „das kommt eben mit dem Alter“ abgetan. Auch Angehörige wollen lieber glauben, dass es sich um eine Phase oder eine einfache Alterserscheinung handelt, als um Demenz oder Alzheimer, Erkrankungen, in deren schlimmeren Stadien die Betroffenen den Weg nicht mehr nach Hause fingen, den Herd anlassen, ihre Kinder und Ehepartner vergessen und sich selbst in völlig fremden Zeiten wähnen. Nicht nur sie verlieren dabei die Erinnerung an uns – wir verlieren auch sie.

Betroffen ist bei so einer Krankheit nie „nur“ der Erkrankte, sondern auch immer sein direktes Umfeld, seine Freunde und Angehörige. Der Mensch, den wir einmal gekannt haben, entgleitet uns. Er erkennt uns nicht wieder – und wir ihn nicht. Demenz ist eine Krankheit, die nicht nur dem Erkrankten Angst macht, sondern auch seiner Familie. Und es ist eine Krankheit, bei der schnell klar wird, dass die Pflege aufwendig wird und rund um die Uhr stattfinden muss. Kaum ein Mensch kann das bewerkstelligen, wenn er ein eigenes Leben führen will, arbeitet, Freunde und Familie hat. Hier kommt der Helfer emotional wie physisch an seine Grenzen, denn der oder die Erkrankte will nicht nur nicht verstehen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Oft fehlt auch das Verständnis dafür per se. Sie sehen sich als Gefangene, als unschuldig Eingesperrte. Sie rebellieren gegen die Hilfe, die sie brauchen, aber von der sie einfach nicht mehr wissen, dass sie sie brauchen. Oft werden solche Menschen aggressiv und gewalttätig, verstehen sich selbst als jung und agil und verstehen die Welt einfach nicht mehr.

Demenz schneidet tief in eine Familie hinein, durchbricht Strukturen und gerade die, die einmal Halt gegeben haben, brauchen jetzt nicht nur Halt, Hilfe und jemanden, der den Mut hat, für sie zu bestimmen, sie brauchen eine Nähe, die sie nicht mehr zurückgeben können. Sie verlieren sich selbst. Und das ist das, was so schrecklich daran ist. Am Ende bleibt von demjenigen, den wir einst kannten, kaum die Hülle übrig und die Angehörigen beten für die wachen Momente, für etwas, für das es sich zu kämpfen lohnt. Ich finde, allein darum, ist Demenz eine Krankheit, die uns immer wieder dazu anhalten sollte, jeden Moment mit denen, die wir lieben zu genießen, den Augenblick groß zu machen, ihn festzuhalten, aufzuschreiben oder sonst wie zu verinnerlichen. Denn der Augenblick verfliegt und manchen bleibt am Ende nicht mal die Erinnerung selbst.

Vorschau: Nächste Woche schreibt Anna hier über den alljährlichen Kaufrausch zu Weihnachten.

Rückfall in die 80er? – Spaniens Kampf um die Abtreibung

In Spanien demonstrieren hunderttausende Menschen gegen die Durchsetzung eines neuen Gesetzes, das Abtreibungen verbieten soll. Bis jetzt hat Spanien eine sehr liberale Abtreibungspolitik – bis zur 14. Wochen können Frauen dort abtreiben. Nach dem geplanten Gesetz sollen Abtreibungen grundsätzlich illegal werden. Nur im Falle einer Vergewaltigung und bei Gesundheitsrisiken für die werdende Mutter bliebe sie erlaubt. Frauen unter 18 Jahren könnten nur noch mit Zustimmung der Eltern abtreiben, eine Fehlbildung des Fötus soll kein Abtreibungsgrund mehr sein.

Das (noch) geltende spanische Abtreibungsgesetz wurde erst 2010 unter der damaligen sozialistischen Regierung José Luis Rodríguez Zapateros verabschiedet. Damit war Spanien eines der letzten europäischen Länder, das eine Fristenregelung für Schwangerschaftsabbrüche durchsetzte.

Schon damals veranstaltete die nun seit zwei Jahren regierende konservative Partei Pardio Popular gemeinsam mit der katholischen Kirche und der sich gegen Abtreibung aussprechenden Organisation „Lebensrechtbewegung“ Demonstrationen gegen die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Der jetzige Ministerpräsident Mariano Rajoy begründete die neue Gesetzesinitiative nun unter anderem damit, ein Wahlversprechen einzulösen.

Doch für die geplante Verschärfung der Abtreibungspolitik erntet Rajoy selbst Kritik aus den eigenen Reihen – mehrere Regionalpolitiker distanzierten sich bereits von dem geplanten Gesetz. Nach einer Umfrage der Zeitung El Periódico de Catalunya wird es von rund 80 Prozent der Bevölkerung abgelehnt. Elene Valenciano, die stellvertretende Vorsitzende der Sozialisten, nannte die geplante Illegalisierung von Abtreibung eine „unbegreifliche Einschränkung der Freiheit von Frauen“. In den 80er Jahren war es in Spanien zu vielen Fällen gekommen, bei denen spanische Frauen in andere europäische Länder gereist waren, um dort Abtreibungen vornehmen zu lassen.

Sehr restriktive Abtreibungspolitiken finden sich heute auch noch in den ebenfalls erzkatholischen Ländern Polen und Nordirland. In Nordirland sorgte der Fall der im November 2012 verstorbenen Savita Halappanava für Aufruhr, der ihr Wunsch auf einen Schwangerschaftsabbruch verwehrt wurde. Sie starb an einer Blutvergiftung in Folge der Schwangerschaft.

Die Trends 2014 für den Mann

Pünktlich zum neuen Jahr wollen wir euch diese Woche die kommenden Modetrends für den Mann vorstellen. Neben alten Klassikern warten vor allem neue Ideen darauf, ausprobiert zu werden. Als vorweggenommenes Fazit lässt sich sagen, dass modisch mittlerweile alles möglich ist und die Grenze zwischen dem, was nicht geht, immer mehr verwischt wird.

Grün ist das neue Blau! (Bild: Hemmer)

Grün ist das neue Blau! (Bild: Hemmer)

Zu Beginn darf die grüne Welle vorgestellt werden, welche uns erwartet. Ob Moos- oder Oliv-Töne, alle Grünfacetten sind ein Hingucker und können Blau als vorherrschende Farbe ablösen. Denn gerade bei Hosen machen diese Farben eine elegante Figur.

Nicht so elegant, aber dafür voll im Trend liegen sportlich angehauchte Kleidungsstücke. Mit Neopren, Blousons, Streifen und Ziffern setzt Mann sich im Frühjahr in Szene. Der Look sollte allerdings casual interpretiert und nur bedingt mit einem formalen Outfit verbunden werden.

Wer es ausgefallener möchte, greift bei der potenziellen Bekleidung zu Versionen mit floralen Mustern oder exotischen Ornamenten. Zu den botanisch angehauchten Mustern gesellen sich zudem fotoplakative Darstellungen. Gebäude und Lebensmittelprints taugen als Hingucker und bereichern das Outfit um eine künstlerische Nuance.

Klassiker durch und durch: die Bikerjacke. (Bild: Zara)

Klassiker durch und durch: die Bikerjacke. (Bild: Zara)

Bei den Klassikern geht es allerdings alles andere als künstlerisch. Denn Bikerjacken und dunkler Denim bringen stilistisch den harten Kern zum Vorschein. Hier lohnt es sich, für gute Qualität etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Aufgrund der Zeitlosigkeit greift man im Laufe seines modischen Daseins immer wieder auf diese Modelle zurück.

Wenn von einem Comeback die Rede ist, ist dies oftmals auch ein Indiz für Zeitlosigkeit. Ein Wiedererscheinen dieser Art erlebt in diesem Jahr wieder der Turnbeutel mit Kordelzug. In der Schulzeit verhasst und immer belächelt, wurde er aufgrund der sportlich ausgerichteten Kollektionen von den Designern wiederentdeckt.

Für die Modetrends in diesem Jahr ist es somit auch ein wenig wie mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr: Man muss ab und an über seinen eigenen Schatten springen können. Wer diese Weisheit beherzigt, wird sich mit Sicherheit im neuen Kalenderjahr modisch neu im Spiegel betrachten.

Vorschau: Nächste Woche dreht sich alles um das richtige Winterschuhwerk.

Weihnachten mit Donald Duck – skurrile Weihnachtsbräuche anderer Länder

Alle Jahre wieder rennen wir im Dezember auf der Suche nach den letzten Geschenken panisch durch die Geschäfte, der Adventskranz ist auch schon längst überfällig und beinahe hätte man es vergessen – ein Weihnachtsbaum wäre auch ganz nett. Christstollen, Krippenspiele, Nikolaus und Adventskalender – viele dieser Bräuche gehören einfach zu Weihnachten dazu, obwohl die meisten ihre ursprüngliche Bedeutung nicht mehr kennen. Doch wie wird eigentlich in anderen Ländern und Kulturen das Fest der Liebe gefeiert? Face2Face stellt einige skurrile Traditionen vor:

In Spanien sind es die heiligen drei Könige, die den Kindern am 6. Januar die Geschenke bringen, wobei die unartigen nur Kohlenstücke bekommen. Neben den drei Boten versteckt sich in katalanischen Grippen jedoch eine etwas ungewöhnliche Figur. Der Caganer (zu Deutsch: „kleiner Scheißer“) stellt eine Person mit herunter gelassener Hose dar, die sich im Schatten der Geburt Jesu erleichtert. Seine ursprüngliche Bedeutung ist umstritten, es wird jedoch vermutet, dass die Figur den Kreislauf der Natur darstellen soll. Wurde früher traditionell ein typischer katalanischer Bauer dargestellt, so sind heute immer mehr populäre Persönlichkeiten wie Politiker und Sportler verbreitet. Selbst die katholische Kirche duldet die Anwesenheit des Caganer, da er als Glücksbringer gilt.

Auch in Island hat das Christkind einen Ersatz gefunden. Hier sind es die dreizehn Weihnachtszwerge von den Bergen, die dem Weihnachtsmann das Aussehen verleihen und den Kindern die Geschenke bringen. Der erste von ihnen kommt 13 Tage vor Heiligabend und der letzte schließlich am Heiligen Abend selbst. Ein Adventskalender wird bei dieser Menge an Geschenken überflüssig. Aus Mangel an Bäumen in Island bauten sich die Menschen früher Weihnachtsbäume aus Holzstücken, malten diese grün an und dekorierten sie mit immergrünen Zweigen und Figuren.

DAISY DUCK, MINNIE MOUSE, GOOFY, MICKEY MOUSE, PLUTO, MRS. CLAUS, DASHER, DONALD DUCK

Die beliebten Disney-Figurengen gehören mittlerweile fest zur schwedischen Weihnacht dazu. (Foto: © 2006 DISNEY CHANNEL)

Einige werden hier sicherlich an die Kinderbücher von Petterson und Findus erinnert, die sich zu Weihnachten ebenfalls ihren eigenen Baum basteln. Diese beiden Figuren gehören allerdings nach Schweden. Auch hier findet sich ein skurriler Brauch. So beginnt der Heiligabend in vielen schwedischen Haushalten um 15 Uhr mit dem gemeinsamen Schauen einer Donald-Duck Sendung. Die Disney-Enten gehören nun schon seit über 25 Jahren zum schwedischen Weihnachten und sind mittlerweile zu einer Art Tradition im familiären Rahmen geworden.

Auch in Asien finden sich interessante Gewohnheiten. Zwar ist Weihnachten in Japan kein offizieller Feiertag, wurde jedoch über die Jahre im kommerziellen Sektor gefördert und so wurden auch einige Sitten aufgegriffen. Der „Hoteiosho“ bringt ähnlich wie sein amerikanisches Vorbild die Geschenke. Der Legende nach hat der japanische Weihnachtsmann auch am Hinterkopf zwei Augen, damit er alle schlechten Taten der Kinder beobachten und bestrafen kann.

In Russland beginnt das eigentliche Fest erst am 7. Januar, was im julianischen Kalender dem 25. Dezember entspricht. Hier soll sich eine ganz besondere Tradition durchgesetzt haben: Single-Frauen nutzen ab dem 6. Januar die nächsten zwölf Tage, um auf verschiedenen Wegen ihren zukünftigen Ehemann zu finden. Heiratsunwillige Männer sollten in diesen Tagen lieber nicht ans Telefon gehen. Es ist eine beliebte Tradition vieler Frauen geworden – teilweise wahllos, teilweise weniger wahllos – Nummern ins Telefon zu tippen und anzurufen. Die Regel besagt: Wer abnimmt wird der zukünftige Ehemann.

Welche schrägen oder interessanten Weihnachtstraditionen kennt oder zelebriert ihr? Wir freuen uns über Eure Kommentare.

Vorschau: Nächste Woche wird es blutig bei Face2Face. Svetlana geht dem Geheimnis des berühmtesten Vampirs der Literaturgeschichte auf die Spur: Dracula.

 

Modische Geschenkideen für die Herzensdame – ein paar Anregungen für den Herrn

Die Adventszeit ist mittlerweile auch im Kalenderjahr 2013 angebrochen und lockt uns wieder aus dem Hinterstübchen in die Städte, um sich wieder auf Weihnachtsmärkten an Glühwein und dem Duft von Zimtwaffeln zu erfreuen. Doch abseits dieser Idylle schlagen sich für das passende Geschenk zum Fest der Liebe eine Menge Menschen, ob Männlein oder Weiblein alle Jahre wieder durch die Einkaufspassagen. Damit die Suche in diesem Jahr und vielleicht für alle Zeit schnell ein Ende hat, gibt es in den nächsten zwei Wochen Anregungen für die Damen wie auch für die Herren zum passenden Present. Weil wir Männer von Natur aus meistens bis zum letzten Tag warten, gibt es diese Woche die Geschenktipps für die Herren.

Bevor es allerdings mit konkreten Anregungen losgeht, soll noch auf eine essentielle Thematik hingewiesen werden. Denn am einfachsten wird es derjenige haben, der schon genau weiß, was sich seine Herzensdame wünscht. Wie man das herausfindet, ist gar nicht so schwer: Dazu gehören einfache Dinge wie Zuhören, das eher wiederwillige Begleiten beim Einkaufsbummel oder ein Blick in die Lieblingszeitschrift der Angetrauten. Wer weiß, wie es geht, kann nur bestätigen, dass die nötigen Informationen nur so um einen herumschwirren. Sollte dieses Rezept jedoch nicht zum Erfolg führen, können wir dennoch mit Sicherheit mit folgenden Anregungen Abhilfe schaffen.

Ein Geschenkeklassiker - die Handtasche. (Bild: Zara)

Ein Geschenkeklassiker – die Handtasche. (Bild: Zara)

Gerade im Accessoires-Bereich lassen sich Unmengen an potentiellen Einfällen finden. Evergreens bilden in dieser Abteilung Handtasche und Geldbeutel. Bei der enormen Auswahl sowie den völlig unterschiedlichen Preiskategorien ist es aber sehr schwierig, ein bestimmtes Modell hervorzuheben. Wer sich hingegen für ein klassisches Modell von Chanel, Louis Vuitton oder anderen Traditionsmarken entscheidet und dabei beim Blick auf das Preisschild eine andere Farbe annimmt, dem seien an dieser Stelle zwei interessante Alternativen empfohlen. Vintageshops erfreuen sich derzeit bei Frauen sehr großer Beliebtheit, weil dort oft Designerstücke zu erschwinglichen Preisen angeboten werden. Hier besteht also die Chance für einen Bruchteil des Preises seiner Liebsten das Wunschobjekt der Begierde in begehrter Retrofassung zu ergattern. Eine weitere Möglichkeit ist es, sich durch die klassischen Designs inspirieren zu lassen und eine womöglich sogar schönere Alternative einer weitaus günstigeren Marke zu erstehen.

Weitere Möglichkeiten wären tragbare Accessoires, wie zum Beispiel einem hochwertigen Schal gepaart mit Handschuhen und Mütze. Hier ist es allerdings wichtig, die modischen Vorlieben seiner Partnerin zu kennen. Dies bezieht sich nicht auf Farben und Muster, sondern auch auf das Material des ausgesuchten Geschenks wie Baumwolle, Strick oder Kaschmir.

Natürlich dürfen auf einem potentiellen Einkaufszettel Schmuckstücke nicht fehlen. Leider bedarf es aber auch hier der nötigen Erfahrung, denn im Inneren eines Juweliers ist die glitzernde Auswahl im Überfluss zu finden. Wer sich hierbei beraten lässt, macht keinen Fehler, denn letztendlich ist schöner Schmuck die Allzweckwaffe gegen frustrierte Blicke am Weihnachtsabend. Eine weitere Option kann übrigens eine schicke Uhr sein, weil sie als Schmuckstück noch einen Funktionalitätsfaktor innehat.

Abseits der modischen Artikel lässt sich die Frau von heute auch gerne mit Parfüm- und Beautyartikeln beglücken. Ein sehr interessantes Produkt ist die sogenannte „Glossybox“: Dieses Paket wird individuell auf den Kunden zugeschnitten und besteht aus verschiedenen Elementen aus dem Beauty- und Duftbereich. Richtig ausgefallen wird diese Geschenkidee durch das Abo, das man abschließen muss. Denn die persönliche Glossybox wird einem Kunden entweder jeden Monat, in Quartalsabständen- oder auch halbjährlich zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis nach Hause geschickt. Die regelmäßige, zeitaufwendige Auffrischung von Kosmetikprodukten ist dann automatisch passè.

Apropos Zeit – wer bis dato immer noch keinen entscheidenden Impuls hatte, der kann auch mit einer schönen Reise in ein Shoppingparadies inkl. Shoppinggutschein wahre Emotionsstürme auslösen. Keine Frau der Welt würde dieses Geschenk dankend ablehnen.

Zum Schluss kommt das nun meiner Meinung nach schönste Geschenk, welches indirekt auch ein kleines Geschenk an sich selbst ist – Dessous. Und warum? Weil es für mehr noch steht als uns Männern immer vorgeworfen wird. Alleine der uns fast peinlich erscheinende Akt des Aussuchens macht uns deutlich, dass wir an Heiligabend hier ein Geschenk in den Händen halten, welches aus tiefstem Herzen kommt. Es ist die Wertschätzung, aber auch die Huldigung einer Person, deren Liebe und Anwesenheit uns mit mehr Glück erfüllt als alles andere auf der Welt – so intim spricht kein anderes Geschenk für unser Empfinden.

Vorschau: Nächste Woche erfahren die Damen ihre Geschenktipps zum Weihnachtsfest.

 

Herbst- und Winterjacken 2013

Dieser Tage stellt es sich als ziemlich ungemütlich heraus, nach draußen an die frische Luft zu gehen, denn aus dem Lüftchen vergangener Sommertage sind orkanartige Winde geworden, welche obendrein mit kühlen Temperaturen gepaart daher kommen. Weil wir Menschen allerdings ab und an frischen Sauerstoff benötigen, stemmen wir uns gegen die nasskalten Wetterbedingungen nicht nur mit Courage, sondern auch mit Stil und greifen hierbei zu unserem engsten Verbündeten – der Jacke. Welche Modelle in dieser Saison modisch den Ton angeben, erläutern wir in der heutigen Ausgabe.

Der Parka trotzt jedem Wetter und schützt zudem die Kleidung aufgrund des weiten Schnitts. (Bild: Hemmer)

Der Parka trotzt jedem Wetter und schützt zudem die Kleidung aufgrund des weiten Schnitts. (Bild: Hemmer)

Fangen wir mit den Jacken gegen richtiges Miesepeter-Wetter an. Auffallend ist hierbei, dass die folgenden Kleidungsstücke ihren Ursprung beim Militär haben. Die Rede ist vom Parka und dem Trenchcoat. Erstere Variante punktet mit einem Casual-Look, welcher obendrein durch Kapuze, mehreren Seitentaschen und möglicherweise integriertem Innenfutter ziemlich funktional ist. Der Trenchcoat hingegen stellt das smarte Pendant zum Armeeklassiker und ist gerade sowohl im Business als auch bei besonderen Anlässen die elegantere Variante. Hervorzuheben sind bei diesen Modellen das regenabweisende Material sowie ein hüftlanger Schnitt, welcher den Körper besser vor Wind und Wetter schützt.

Bei Regenwetter der absolute Klassiker: der Trenchcoat. (Bild: Hemmer)

Bei Regenwetter der absolute Klassiker: der Trenchcoat. (Bild: Hemmer)

Als nächstes wenden wir uns den Stepp- und Daunenjacken zu. Seit geraumer Zeit sind diese Varianten nicht mehr aus dem Kleiderschrank wegzudenken – zu Recht. Denn gerade im Winter halten diese Ausführungen am Meisten, was sie versprechen: Sie halten den Körper warm. Grund dafür ist das mit Daunen gefüllte Material, welches die Körperwärme am Mann hält. Somit ist es nicht verwunderlich, dass diese Saison die klassischen Jackenmodelle mit einem Dauneninhalt ergänzt wurden. Wer also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen will, um sowohl zum Einen Geld zu sparen, als auch zum Anderen ewig auf diese Variante gewartet hat, dem sei empfohlen, diese Neuheit auszuprobieren.

Peacoat und Parka.(Bild: Zara)

Peacoat und Parka.(Bild: Zara)

Zum Schluss wenden wir uns den Mänteln mit Wollmischung zu. Gerade im Winter macht man stilistisch mit diesen Ausführungen nichts verkehrt. Ganz klassisch kommt der lange Einreiher daher, welcher sich bei jedem Anlass als treuer Begleiter erweist. Modern interpretiert wird dieses Modell durch Zweireiher oder Modifikationen im Militärstil. Bei Zweireihern empfiehlt sich allerdings ein anderer Geselle: der Peacoat. Obwohl der Peacoat kürzer geschnitten ist, erweist sich die Jacke der Seemänner als zeitloser Weggefährte. Wer beide Varianten schon besitzt oder eine Alternative zu ihnen sucht, dem sei der Dufflecoat empfohlen. Wie Einreiher und Peacoat besticht er durch schwere Qualität, kommt im Vergleich zu den beiden jedoch immer mit Kapuze daher und sieht mit seinen Knebelverschlüssen casual und gleichsam elegant aus.

Wie wir sehen, ist eine Jacke nicht nur eine Investition in warmes Wohlbefinden, sondern auch in modische Vielseitigkeit. Probiert die Varianten aus und lasst euch überraschen – auch ich habe mich von manchem Modell schon unerwartet positiv überzeugen lassen.

Vorschau: Nächste Woche dürfen wir uns auf einen Gästebeitrag freuen.

Fremdsprachen lohnen sich

„Fremdsprachen sind doch Käse!“ – So lautete mein Fazit nach meiner ersten Englisch-Stunde in der fünften Klasse. Ich konnte einfach nicht nachvollziehen, warum ich mich mit einer anderen Sprache als Deutsch auseinandersetzen sollte. Was sollte mir das bringen, immerhin wohnte und wohne ich in Deutschland. Mit dieser Einstellung zum Englisch-Unterricht war ich bei Weitem nicht alleine; Englisch war für den Großteil meiner Mitschüler ein aufgezwungenes und unausweichliches Übel, so wie man dem unangenehmen Besuch der Großtante nur schwerlich entging.

In der sechsten Klasse kam dann noch eine Fremdsprache hinzu: Latein – nicht nur fremd, sondern obendrein auch noch tot! Doch wider Erwarten entwickelte sich in mir nach ersten Berührungsängsten ein wachsendes Interesse für Sprache. Ich fing an, den Latein- und Englisch-Unterricht zu mögen, es machte mir zusehends Spaß, sprachliche Strukturen kennenzulernen und zu hinterfragen. Auch die deutsche Sprache und ihre Tücken interessierten mich mehr und mehr. Ich weiß nicht genau, ob es an meinen Lehrern lag oder an der Bewunderung von vielen Seiten: „Was, Du lernst Latein? Respekt, das muss ganz schön schwer sein…“ Jedenfalls entwickelten sich die Fremdsprachen zu etwas Schönem für mich und am Ende fing ich sogar an, mir selbst ein wenig italienisch beizubringen.

International: Fremdsprachen fördern den Kulturaustausch (©Gerd Altmann/Pixelio)

Und das war auch gut so. Denn Fremdsprachen zu lernen, bringt einige Vorteile mit sich. Mit fremden Sprachen sind immer auch fremde oder zumindest anders förmige Kulturen verbunden. Man kommt also durch die Sprache mit neuen Denkweisen und Anschauungen in Kontakt und der eigene Geist wird offener. Das Denken wird toleranter und der Respekt vor Menschen aus dem anderen Land wächst zusehends mit den Fähigkeiten in der Fremdsprache. Aber nicht nur das. Die meisten Muttersprachler freuen sich, wenn sie auf jemanden treffen, der „ihre“ Sprache lernt, mag derjenige sie auch noch so radebrechen. Wer Fremdsprachen lernt, akzeptiert nicht nur eher andere, sondern er wird auch selbst eher von anderen akzeptiert. Aber auch für die Pragmatiker unter uns hat das Erlernen einer neuen Sprache etwas Positives: Kenntnisse in verschiedenen Sprachen machen jede Bewerbung um einiges attraktiver und können so machen anderen Fehler kaschieren.

Dicke Bücher: Ohne Arbeit geht es bei Fremdsprachen leider nicht (©Andreas Morlok/Pixelio)

Natürlich muss ich hier bei aller Begeisterung für Fremdsprachen zugeben, dass es nicht unbedingt einfach ist, eine neue Sprache zu lernen. Der Weg ist lang und es lauert so manche Stolperschwelle. Ich erinnere mich noch an meine Frustration, als ich bereits drei Jahre italienisch gelernt hatte und noch immer absolut nichts verstand, wenn ich meinen Lieblingsfilm ohne Untertitel in Italienisch „genoss“. Aber allen endlosen Vokabellisten und trockenen Grammatikeinheiten zum Trotz: Was zählt sind Ausdauer und Geduld, dann kann man weit kommen. So arbeite ich weiterhin an meinen Englisch- und Italienischkenntnissen und kann sogar offiziellen Briefverkehr in beiden Sprachen mühelos bewältigen.

Inzwischen macht mir das Sprachenlernen so viel Spaß, dass ich sogar auf meinem Italienisch aufgesattelt habe und mir ganz passable Französischkenntnisse angeeignet habe. Momentan gehe ich sogar noch weiter und verlasse den Bereich der romanischen Sprachen und versuche mich an türkisch und kroatisch. Und ich muss sagen, ich bin wirklich deutlich offener geworden. Mein Denken ist toleranter, ich kann andere Anschauungen und auch Meinungen deutlich leichter akzeptieren und dulden. Sogar mein Deutsch wird umso besser, je mehr ich mich mit anderen Sprachkonzepten herumschlage.

Ins Gespräch kommen: Mit Fremdsprachen kein Problem (© Paul-Georg Meister/Pixelio)

Zugegeben: Solch ein Fetisch für Sprachen ist nicht für jeden etwas, aber vielleicht kann sich doch der ein oder andere nach dem Lesen dieses Textes durchringen, sich an einer neuen Sprache zu versuchen. Dabei kommt es ja gar nicht auf Perfektion an, sondern vielmehr auf die Chance mit komplett fremden Menschen zu kommunizieren. Es ist ein unvergleichliches Erfolgserlebnis, wenn man auf der Straße auf einen Touristen trifft und diesem ein gutes Restaurant in der Nähe empfehlen kann – natürlich in dessen Muttersprache. Fremdsprachen lohnen sich eben.

 

Vorschau: Am nächsten Mittwoch begibt sich Sonja auf Spurensuche, denn dann dreht sich alles um Krimidinner.