Wie man ein Modelabel gründet – das lernst du in keiner Vorlesung!

Die Abkürzung für My father kicks asses oder doch nur eine rein zufällige Buchstabenfolge – wofür MFKA wirklich steht wissen die Gründer des Modelabels angeblich selbst nicht. Dafür wissen sie sehr genau, was sie einzigartig macht und wie man den Party-Faktor erfolgreich in die Verkaufsstrategie miteinbezieht. Jan Krikava (25) und Michael Klamerski (24) stehen Face2Face Rede und Antwort.

Frech und provokant: MFKA Clothing (Foto: Julian Schröpel & Christopher Weis)

Frech und provokant: MFKA Clothing (Foto: Simbayu)

Face2Face: Stellt euch vor!
Jan: Wir sind MFKA Clothing, ein junges Bekleidungsunternehmen, das seit drei Jahren seine Ideen in Form von verschiedenen Prints umsetzt. Unser Team ist seit Ende letzten Jahres auf fünf Mann angewachsen: Erschad ist zuständig für Online-Shop, Lager und Social Media, Julian ist unser Designer und Fotograf, der mit mir zusammen die Motive entwirft, Basty kümmert sich als gelernter Schneider und Stylist um den passenden Schnitt unserer Stücke und Michael ist nur für Social Media, Marketing und PR zuständig.
Michael: Mit Mannheim, München und Berlin sind wir über ganz Deutschland verteilt und können so den einen oder anderen Trend schnell erkennen. Das bringt natürlich gewisse Vorteile mit sich.

Face2Face: Ihr seid keine hauptberuflichen Existenzgründer – du, Jan, studierst Wirtschaftsinformatik, Michael, du bist im Online Marketing tätig. Würdet ihr anderen empfehlen ein Unternehmen zu gründen oder ratet ihr eher zu geregelter Ausbildung und Festanstellung?
Jan: Jeder sollte nach Möglichkeit den Mut fassen und selbst gründen. Man kann das ja auch etwas lockerer und nebenbei angehen – wir sind der Beweis dafür. Die Festanstellung bietet natürlich immer Sicherheit, aber was spricht denn gegen das Abenteuer Unternehmensgründung?
Michael: Indem wir alles nebenher machen und nur Kapital einsetzen, dass wir in der Gruppe entbehren können, ist unser Risiko relativ gering. Wobei das auch heißt, dass man die Kohle anstatt in den Wochenendtrip nach Prag lieber in die neue Kollektion steckt. Allerdings kann ich jedem raten, eigene Sachen auf die Beine zu stellen. Die Erfahrungen, die du dabei sammelst, sind Gold wert, das lernst du in keiner Vorlesung.

Entwirft die Motive für MFKA: Jan Krikava (Foto Simbayu)

Entwirft die Motive für MFKA: Jan Krikava (Foto Simbayu)

Face2Face: Wer ist eure Zielgruppe?
Michael: Unsere Zielgruppe ist der modebewusste, szenekundige Mitzwanziger, der sich für Urban Music, Streetart, Skaten und Co. interessiert. Nein, in solch festen Definitionen denken wir nicht. Wir machen Mode, die uns gefällt. Unsere Zielgruppe sind diejenigen Personen, die sich damit identifizieren können. Allerdings kommen viele unserer Kunden tatsächlich aus dem oben genannten Gebiet.

Face2Face: Es gibt eine riesige Auswahl an Modelabels – was macht MFKA Clothing zu etwas besonderem?
Jan: Zum einen sind wir gut vernetzt. Aufstrebende Künstler wie Johnny Rakete und Kex Kuhl tragen nicht nur unseren Stuff, sondern feiern das richtig – ob auf Festivals, Gigs oder in Musikvideos. Aber auch verschiedene DJs aus der deutschen Clubszene feiern uns, zum Beispiel DJ Silence und DJ Maaleek.
Michael: Zum anderen sehen wir uns selbst als Lifestyle-Brand und werden so auch wahrgenommen. Wir feiern hin und wieder unseren eigenen Partys. So wird es zum Beispiel zu unserer neuen Kollektion, die im April kommen soll, auch eine Release-Party geben. Ihr dürft also gespannt sein!

Für das Marketing bei MFKA Clothing zuständig: Michael Klamerski (Foto: Sebastian Pitsch)

Für das Marketing bei MFKA Clothing zuständig: Michael Klamerski (Foto: Sebastian Pitsch)

Face2Face: Welche Schritte erfolgen, bis ein Produkt über euren Onlineshop vertrieben werden kann?
Jan: Zuerst ist da die Idee. Die entsteht meistens bei irgendwelchen Skype-Meetings oder beim gemeinsamen Feiern. Dann wird das skizziert und anschließend innerhalb der Gruppe vorgeschlagen. Wenn das dann gutes Feedback findet, fangen wir an das Motiv als Vektorengrafik umzusetzen. Währenddessen werden verschiedene Textilien ausgewählt – je nach Jahreszeit. Anschließend lassen wir das Motiv dann zur Probe drucken, gefällt uns das Ergebnis dann lassen wir das Ganze in unserer Druckerei des Vertrauens als Großauflage drucken. Julian fotografiert unsere neusten Werke, Erschad und ich tragen das dann im Online-Shop ein. Michael legt parallel schon mal einen Plan zurecht, wie man das alles promoten könnte.
Michael: Wichtig für uns ist, dass wir durch unsere Community sehr gute Unterstützung bekommen. So bauen wir eine Beziehung zu den Leuten auf. Ich vermisse anonyme Massenverkäufe via Ebay und Co. im Moment überhaupt nicht. Wir haben lieber eine kleine und exklusive Produktpalette, anstatt viele austauschbare Shirts. Ebenfalls ist es wichtig, gute Beziehungen zu Modebloggern und anderen Labels aufzubauen, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Face2Face: Die Auswahl in eurem Online-Shop ist derzeit noch recht klein – was soll demnächst noch dazukommen? Was sind eure Pläne für die Zukunft?
Jan: Wenn unsere neue Kollektion im April kommt, sollte der Online-Shop wieder etwas mehr befüllt sein. Zudem planen wir auch noch einen Blog, der mit verschiedenen Lifestyle-Themen berichtet – zum Beispiel Musik, Fashion und Kunst.

Hier geht´s zum MFKA Onlineshop, zum Facebook-Auftritt und zum Instagram-Account des Modelabels.

Vorschau: Am Dienstag, 10. Februar, berichtet Becky hier von ihrem Besuch bei einer Kartenlegerin.

Bringt euch garantiert stylish und warm durch den Winter: Gewinnt einen Beanie von MFKA Clothing (Foto: ...)

Bringt euch garantiert stylish und warm durch den Winter: Gewinnt einen Beanie von MFKA Clothing (Foto: Simbayu)

Gewinnspiel:
Stylisch und warm durch den Winter kommen? Gewinnt mit Face2Face einen exklusiven MFKA-Beanie! Was ihr dafür tun müsst: Schreib bis einschließlich Sonntag, 25. Januar 2015, 23:59 Uhr eine Mail an gewinnspiel@face2face-magazin.de mit dem Betreff „MFKA“. Darin enthalten sein sollte dein Vor- und Nachnamen, eine Adresse (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort) sowie eine gültige E-Mail-Adresse. Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe des Gewinners erfolgt dann am Montag, 26. Januar 2015 via Mail.

Viel Glück euch allen!
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Nutzungsbedingungen
§ 1 Gewinnspiel (1) Das Gewinnspiel wird von der Online-Zeitschrift Face2Face durchgeführt.

§ 2 Teilnahme (1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. (2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-Mailadresse schreibt und dort ihren Namen bzw. die Namen der möglichen Gewinner sowie eine Adresse für die Übersendung des Gewinns hinterlässt. (3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen. (4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel (1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebe-dingungen behält sich die Online-Zeitschrift Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen. (2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden. (3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des Weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden. (4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht. (5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht am möglichen Gewinn berücksichtigt werden. (6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung (1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per Telefonanruf, über den schriftlichen Postweg oder E-Mail über ihren Gewinn informiert. Kann der Gewinner nicht telefonisch erreicht werden, wird der jeweilige Gewinner über seine angegebene E-Mail Adresse oder Postanschrift über seinen Gewinn informiert. (2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich. (3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden. (4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass das Meet&Greet, Konzert oder die Veranstaltung durchgeführt werden kann, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz. (5) Ist aus zuvor nicht vorhersehbaren sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich den Besuch im Backstagebereich durchzuführen, besteht kein Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz (1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten. (2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes die Namen öffentlich bekannt gegeben werden, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face. (3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren. (4) Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle einsandten E-Mails wieder gelöscht.

§ 6 Sonstiges (1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar. (3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

Ihr Ziel: Die Shisha-Weltherrschaft – zwei Jungunternehmer packen aus

Wollen die Weltherrschaft in Sachen Shisha an sich reißen: Rida Karkaba (links) und Toni Udiljak (rechts) mit ihrem Team (Foto: privat)

Wollen die Weltherrschaft in Sachen Shisha an sich reißen: Rida Karkaba (links) und Toni Udiljak (rechts) mit ihrem Team (Foto: privat)

Jugendkultur Shisharauchen“ titelten wir vor etwa einem Jahr auf unserer Website. An diesem Trend scheint sich bis heute wenig geändert zu haben: Viele, vor allem jüngere Menschen schätzen es in gemütlicher Runde – daheim oder in einer der zahlreichen Shishabars in der Umgebung – beisammen zu sitzen, Wasserpfeife zu rauchen und über Gott und die Welt zu quatschen. Zwei jungen Männern war das allein aber nicht genug: Toni Udiljak (24) und Rida Karkaba (28) gründeten im März ein eigenes Unternehmen rund um den Shisha-Bedarf. Über ihren Onlineshop verkaufen sie unter anderem Shishas, Tabak und Mundstücke, aber auch selbstentwickelte Produkte wie den „THS Diamond“, einen Glasaufsatz, der mittels indirekter Hitze das Einatmen von Schadstoffen aus der Kohle vermindert.

Am vergangenen Samstag eröffneten die Jungunternehmer zudem eine Filiale in Sinsheim. Face2Face war für euch vor Ort und hat mit den beiden über ihre größte Leidenschaft, das Shisharauchen, und die Herausforderungen einer Unternehmensgründung gesprochen.

Die Qual der Wahl: Verschiedene Tabaksorten im Shop der Jungunternehmer (Foto: T. Gartner)

Die Qual der Wahl: Verschiedene Tabaksorten im Shop der Jungunternehmer (Foto: T. Gartner)

Es ist 12 Uhr an einem verregneten, grauen Samstag. Nur bei dem Gedanken daran heute noch vor die Tür treten zu müssen, fröstelt man unweigerlich. Im Bett oder vor dem Kamin, eingemummelt in kuschelige Decken, den Duft eines dampfend heißen Kakaos einatmen – an etwas anderes ist an einem Tag wie diesem nicht zu denken. Oder doch? Mitten im tristen Industriegebiet Sinsheims hat eine Handvoll junger Männer beschlossen, den Samstag anders zu verbringen: In gemütlicher Runde sitzen sie in einem Eckhaus mit Glasfassade. Beim Eintreten steigt einem gleich der fruchtige Geruch von Shishatabak in die Nase. An den Wänden des großzügigen, hellen Raumes stapeln sich kunterbunte Tabakboxen – von klassischem Doppelapfel, über Frozen Maracuja bis hin zu Zimt-Kaugummi ist alles dabei. In blitzblanken Glasvitrinen werden Köpfe und Mundstücke präsentiert. Zur Eröffnung des Shops können die Besucher diverse Tabaksorten ausprobieren, was sich die Shishaliebhaber aus der Umgebung natürlich nicht zweimal sagen lassen. Begierig saugen sie an den Schläuchen der Shishas und pusten den duftenden Rauch in die Luft.

„Shisharauchen bedeutet für uns einerseits Entspannung, andererseits das Verlangen die heutigen Standards im Bezug auf das Shisharauchen zu verbessern“, erklären die beiden Jungunternehmer. Da sei es für beide naheliegend gewesen, einen Shop für Shishabedarf zu gründen. Gute Konzepte und Produkte seien die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensgründung, wissen sie. „Das Wichtigste aber ist der Ehrgeiz etwas durchzuziehen, obwohl viele Leute das nicht für gut befinden und einem Steine in den Weg legen“, ist sich Udiljak sicher. Nach dem Boom des Onlineshops durch den Verkaufsstart des „THS Diamond“ im März, möchten die beiden jungen Männer nun mit ihrer Filiale etwas mehr Präsenz zeigen und den Leuten die Möglichkeit geben, die Produkte vor Ort zu testen.

Das Fazit der Eröffnung fällt jedenfalls positiv aus: „Ich schätze mal, es waren um die 100 Besucher da“, berichtet Karkaba. Das läge minimal unter den Erwartungen, sei aber vermutlich auf das schlechte Wetter zurückzuführen, spekuliert er. Zufrieden seien sie dennoch und sehen zuversichtlich in die Zukunft: „Wir wünschen uns natürlich, dass der Shop weiterhin gut besucht ist, dass sich die Kunden hier wohlfühlen und die Beratung sowie Chillzone in Anspruch nehmen.“ Das Ziel auf längere Sicht: „Die Weltherrschaft in Bezug auf Shisha an uns zu reißen“, sagt Udiljak mit einem Augenzwinkern.

Kontakt:
THS Shisha Bedarf Shop:
Langestraße 22
74889 Sinsheim

www.shisha-bedarf.com
info@shisha-bedarf.com


Vorschau:
Nächste Woche geht es im Panorama um das Thema Couchsurfing.