Japanischer Grilllachs in Sake-Marinade

Japanische Fischspezialitäten sind weltweit beliebt. Egal ob Sushi, Sashimi oder Kugelfisch – diese Gerichte kennt fast jeder. Doch heute stellen wir euch eine neue Spezialität vor, einen leckeren Grilllachs in Sake-Marinade. Dieses Rezept wird euch verzaubern: Es lässt sich nicht nur schnell und kinderleicht zubereiten, sondern kommt auch mit nur sechs Zutaten aus.

Fischspezialitäten sind sehr beliebt in Japan (Foto: Möller)

Fischspezialitäten sind sehr beliebt in Japan (Foto: Möller)

Zutaten:

Acht Scheiben Tiefkühl-Lachsfilets

180 Milliliter Sake

180 Milliliter Soja-Sauce

180 Milliliter Reiswein

zwei Limetten

Reis als Beilage

Zubereitung:

Die Lachsfilets auftauen lassen, unter fließendem Wasser abwaschen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Anschließend in eine Auflaufform legen. Den Reiswein, die Soja-Sauce und den Sake in einer Schüssel mischen und über den Lachs gießen. Anschließend die Limetten auspressen und den Saft ebenfalls über dem Lachs verteilen. Die Schale der Limette könnt ihr nun in Viertel schneiden und in die Marinade legen. Das verstärkt den feinen Limetten-Geschmack. Die Auflaufform nun mit Frischhaltefolie abdecken und für circa eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Nach der Hälfte der Zeit könnt ihr bereits damit anfangen den Reis zu kochen.

Den Backofen in der Grillfunktion nun auf circa 200 Grad vorheizen und den Lachs hineinstellen. Nach zwei bis drei Minuten sollten die Filets gewendet werden und erneut für weitere zwei bis drei Minuten unter dem Grill bleiben. Schon ist der leckere Grillachs fertig. „O shokuji oo tanoshimi kudasi“ beziehungsweise: Guten Appetit!

Tipp: Die Marinade kann auch als Soße verwendet werden. Wenn ihr von dem Sake noch etwas übrig habt, dann ist das passende Getränk zum Essen auch schon gefunden.

Vorschau: Nächste Woche lest ihr hier ein Rezept für Couscous-Bratlinge mit Joghurt-Dip.

Zeitmanagement, Teil 3: Die Win-Win-Win-Situation

Abnehmen – aber an den richtigen Stellen. Was für eine gelungene Diät gilt, gilt fürs Zeitsparen ebenso. Heute zeigen wir euch wie ihr die Zeit, die ihr ratlos und hungrig auf der Suche nach etwas Essbaren vor dem Kühlschrank verbringt, sparen und in die wirklich schönen Dinge des Lebens – zum Beispiel essen – investieren könnt.

Gemüsepfanne oder Tiefkühlpizza?
Der Arbeitstag war stressig. Dann hatte auch noch der Zug Verspätung. Und mein Magen knurrt. Hab ich einen Hunger… Ich hätte jetzt Lust auf eine knackige Gemüsepfanne und ein Stück Lachs – kross gebraten, versteht sich. Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen, als mich der Inhalt meines Kühlschranks unsanft aus meinen Futterträumen reißt. Eine halbe, schon leicht verschrumpelte Salatgurke blickt mich traurig aus dem ansonsten leeren Gemüsefach an. Dann wird´s wohl doch die Tiefkühlpizza…

Essensplanung für Anfänger
Mit ein bisschen cleverem Zeitmanagement könnt ihr solche Situationen ganz einfach vermeiden. Investiert am Wochentag eurer Wahl eine paar Minuten in die Essens- und Einkaufsplanung. Einfach für jeden Tag ein Gericht notieren, die Zutatenliste mit den vorhandenen Produkten abgleichen und einen Einkaufszettel schreiben. Wer so gut vorbereitet in den Supermarkt geht, kauft meist auch nur das ein, was er braucht. So spart man nicht nur Geld, sondern wirft auch weniger Lebensmittel weg. Tipp: Spart einen Tag in der Woche bei der Planung aus, falls doch mal spontan etwas dazwischen kommt.

Ausgewogen essen dank guter Planung (Foto: T. Gartner)

Ausgewogen essen dank guter Planung (Foto: T. Gartner)

Essensplanung für Fortgeschrittene
Jede Woche aufs Neue den Kühlschrank mit den Essenswünschen abgleichen, Gericht für Gericht planen? Selbst diese Zeit könnt ihr nach ein paar Wochen einsparen. Hebt einfach eure wöchentlichen Essenspläne auf und macht nach ein paar Wochen eine Auswertung: Markiert euch die besten Gerichte, die weniger guten fliegen raus. Jetzt könnt ihr aus euren Lieblingsmahlzeiten Wochenpläne erstellen, die ihr nummerieren und einen nach dem anderen nutzen könnt. Also kein lästiges Nachdenken und von neuem Planen mehr. Der positive Nebeneffekt: Ihr könnt jetzt viel bewusster essen, indem ihr darauf achtet, kein Lebensmittel inflationär zu verzehren und zum Beispiel einmal die Woche ein Fischgericht einzuplanen: Fisch enthält ein Vielfaches mehr an essentiellen Omega-3-Fettsäuren als Fleisch.

Die Win-Win-Win-Situation
Ihr schlagt mit der Essensplanung also drei Fliegen mit einer Klappe: Ihr spart Zeit und Geld, esst bewusster und ausgewogen und werft weniger Lebensmittel weg. Also eine Win-Win-Win-Situation!

Mehr Zeit sparen?
Wer seinen Schönheitsschlaf gerne etwas länger genießt, sollte einen Blick auf Teil 1 und Teil 2 unserer Zeitmanagement-Serie werfen. Viel Spaß beim Lesen!

Zeitmanagement, Teil 1: Der frühe Vogel kann mich mal!

Abnehmen – aber an den richtigen Stellen. Was für eine gelungene Diät gilt, gilt fürs Zeitsparen ebenso. Ob ihr euch ein Butterbrot schmiert oder die Klamotten für die Arbeit raussucht – alles kostet Zeit. Aber wäre es nicht traumhaft, sich die Zeit für die alltäglichen Handgriffe dann zu nehmen, wenn es gerade gut passt, anstatt in den Momenten, in denen sie häufig ganz „unerwartet“ anfallen: direkt nach dem Aufstehen, in Eile zwischen Tür und Angel, nach einem stressigen Arbeitstag, an dem man eigentlich nur eines will: Schnell aufs Sofa.

Wir zeigen euch wie ihr eure Zeit optimal ausnutzen könnt!

Mealprep: Wer sein Vesper für Uni der Arbeit frühzeitig richtet, kann morgens länger schlafen (Foto: T. Gartner)

Mealprep: Wer sein Vesper für Uni oder Arbeit vorbereitet, kann morgens länger schlafen (Foto: T. Gartner)

Total verpennt schlurfe ich in die Küche. Das Licht blendet total und mir ist kalt. Sechs Uhr früh verkündet die Uhr. Draußen ist es noch dunkel. In einer halben Stunde muss ich los zum Bahnhof – die Arbeit ruft. Schnell was zu essen richten und dann anziehen, denke ich mir. Aber leider ist außer einem trockenen Brötchen und einer braunen Banane nichts da. Verdammt, dann halt doch zum Bäcker…

Wer keine Lust hat in aller Herrgottsfrühe in dieselbe Situation zu kommen, der kann mit etwas cleverem Zeitmanagement einen gesunden Snack für Arbeit oder Uni zaubern. Das Schlüsselwort hier lautet „mealprep“ – Instagram-Deutsch für vorbereitetes Essen. Von Salat, über Falafel bis hin zu Joghurt – Inspiration für gesunde Snacks, die ihr am Tag vorher oder aber sogar schon sonntags für die Woche vorbereiten könnt, findet ihr in unserer Snack-Serie:

Was ihr davon habt? Ein paar Minuten mehr Schlaf am Morgen und natürlich einen guten, stressfreien Start in den Tag mit der Aussicht auf einen leckeren und gesunden Snack.

Vorschau: Advents- und Weihnachtstipps gibt´s nächste Woche hier in der Tipps&Tricks-Rubrik.

Gesunde Snacks für Schule, Uni und Arbeit, Teil 6: Roll it

Ihr legt Wert auf gesunde und ausgewogene Ernährung und habt keine Lust auf Mensa- oder Kantinenessen?

Face2Face hat für euch leckere Snackideen parat, die euch den Tag in der Schule, der Uni oder bei der Arbeit versüßen. Außerdem verraten wir euch, weshalb die Zutaten für unsere Snacks so gesund sind. Beim letzten Mal ging es an dieser Stelle um fruchtige Shakes. Heute gibt es wieder was zu Beißen.

Pancakes zum Frühstück – wer kann dazu schon nein sagen? Ihr auch nicht? Dann kann´s ja losgehen!

Kinderleicht: Für einen Pfannkuchenteig braucht ihr nur wenige Zutaten (Foto: T. Gartner)

Kinderleicht: Für einen Pfannkuchenteig braucht ihr nur wenige Zutaten (Foto: T. Gartner)

Ihr braucht (für 2-3 Pfannkuchen):

  • 1 Tasse Mehl
  • 1 Tasse Milch
  • 1 Ei
  • Eine Prise Salz

Das ist erst einmal das einfache Grundrezept für den Teig. Wer bereits hier nicht auf sein Lieblingsobst verzichten möchte, kann es einfach pürieren und zur Teigmasse dazugeben. Ob Banane, Himbeeren oder Mango – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Für den Teig braucht ihr keinen Extrazucker – das beigemischte Obst beziehungsweise die Füllung geben ausreichend Süße, sodass ihr ein wenig Zucker einsparen könnt.

Ihr braucht (für die Füllung):

  • Obst eurer Wahl

Und so geht´s:
1. Mit einem Rührgerät zuerst das Ei verquirlen. Eier enthalten neben Vitaminen und Mineralstoffen, wie Kalzium und Eisen, vor allem viel Eiweiß, das vom menschlichen Körper sehr gut verwertet werden kann. Ihr wollt wissen woher euer Ei kommt und vor allem wie die Hühner gehalten werden? Dann findet ihr HIER hilfreiche Tipps und Links zum nachhaltigen Lebensmittelkonsum. Gebt nun die übrigen Zutaten hinzu und verrührt das Ganze zu einem Teig. Je nachdem wie dünn ihr eure Pfannkuchen wollt, könnt ihr entweder mehr Milch (dünner) oder weniger Milch (dicker) hinzugeben.

2. In einer beschichtete Pfanne etwas Öl oder Butter erwärmen.

3. Nun den Teig in die Pfanne geben und den Pfannkuchen ausbacken. Wenn die Oberfläche nicht mehr flüssig ist, kann er mit einem Kunststoffspatel (Metall zerkratzt die Beschichtung der Pfanne) gewendet werden.

4. Lasst die Pfannkuchen anschließend ein wenig auskühlen, sonst „schwitzen“ sie in euer Vesperdose und werden schlabbrig.

Lecker: Beerenmix als Füllung für den Pfannkuchen (Foto: T. Gartner)

Lecker: Beerenmix als Füllung für den Pfannkuchen (Foto: T. Gartner)

5. Jetzt könnt ihr die Pfannkuchen mit dem Obst eurer Wahl belegen oder/ und mit Marmelade bestreichen. Die Lieblingsvariante der Tipps&Tricks-Redaktion ist übrigens ein Bananen-Pancake mit frischer Erdbeernote. Dazu einfach eine Banane pürieren und in den Teig geben. Den fertigen Pfannkuchen dünn mit Erdbeermarmelade bestreichen und Bananenstücke darauf verteilen. Erdbeeren enthalten Eisen und Vitamin C. Außerdem binden sie krebserregende Stoffe und machen diese unschädlich. Die Banane sättigt aufgrund der vielen enthaltenen Kohlenhydrate nicht nur optimal, sondern liefert auch jede Menge wertvolles Magnesium, das zum Aufbau von Muskel-, Nerven- und Knochenzellen eingesetzt wird.

6. Rollt die Pfannkuchen und legt sie in eine niedrige, längliche Box so dicht aneinander, dass sie nicht aufgehen, sonst gibt es vermutlich eine ziemliche Sauerei. Wer in seine Vesperdose noch etwas anderes packen will oder keine passende hat, kann die gerollten Pfannkuchen in Alufolie einschlagen.

Die Tipps & Tricks-Redaktion wünscht guten Appetit!

Weitere Serienteile
Teil 1: Frühstücksvitaminbombe
Teil 2: Grünzeug
Teil 3: Süße Früchtchen
Teil 4: Herzhaftes
Teil 5: Obst mal anders

Vorschau: Nächste Woche gibt euch Gülcin Tipps für leckere Milkshakes und Lassies.

Gesunde Snacks für Schule, Uni und Arbeit, Teil 5: Obst mal anders

Ihr legt Wert auf gesunde und ausgewogene Ernährung und habt keine Lust auf Mensa- oder Kantinenessen?

Face2Face hat für euch leckere Snackideen parat, die euch den Tag in der Schule, der Uni oder bei der Arbeit versüßen. Außerdem verraten wir euch, weshalb die Zutaten für unsere Snacks so gesund sind. Nach dem herzhaften letzten Teil der Serie, wird es heute wieder fruchtig-süß.

Obst mal anders: Püriert und in Flaschen abgefüllt ist Obst der perfekte Snack (Foto: T. Gartner)

Obst mal anders: Püriert und in Flaschen abgefüllt ist Obst der perfekte Snack (Foto: T. Gartner)

Wer bei ganzen Früchten eher selten zugreift, kann Apfel, Banane und Co. auch einfach pürieren. Ein Frucht-Shake erfrischt, liefert Vitamine und Energie und schmeckt dazu noch richtig gut. Obst mal anders eben.

Kombinationsmöglichkeiten gibt es viele. Wir stellen euch heute drei Rezepte vor, die natürlich auch nach Belieben abgeändert werden können. Selbst pressen oder doch im Supermarkt einkaufen – je nachdem wieviel Zeit ihr in eure Shakes investieren wollt, könnt ihr zwischen einer aufwendigeren und eine weniger aufwendigen Methode wählen.

Urlaubsfeeling mit dem Virgin Colada:

  • Ananas (frisch oder aus der Dose): Die Ananas hält ein ganzes Arsenal an Mineralstoffen und Spurenelementen bereit, die unseren Körper fit und gesund halten. Das in ihr enthaltene Jod hilft uns beispielsweise beim Denken – nicht ungünstig, wenn man in der Schule, der Uni oder auch auf der Arbeit sitzt.
  • Kokosmilch: Kokosmilch enthält Fett – aber keine Sorge: Nicht das „böse“ Fett, das sich an Beinen, Bauch und Po ablagert. Die sogenannten mittelkettigen Fettsäuren der Kokosmilch werden vom Körper als schneller Energielieferant genutzt. Außerdem soll die Milch der Kokosnuss gegen Akne helfen.
  • Orangensaft (selbstgepresst oder selbst gekauft): In 100 Gramm Orangenfleisch stecken 50 Milligramm Vitamin C, das die Abwehrkräfte stärkt. Mit einer großen Orange, die ohne Schale etwa 200 Gramm wiegt, kann man den Tagesbedarf eines Erwachsenen decken.

Erfrischung pur:

  • Erdbeeren: Sie schmecken nicht nur den meisten von uns, sondern fördern mit ihrem hohen Gehalt an Ballaststoffen die Verdauung. Außerdem enthalten auch sie, wie die Orange, viel Vitamin C und stärken so die Abwehrkräfte.
  • Kokosmilch
  • Ananas (frisch oder aus der Dose) oder Ananassaft
  • Minze: Die Pfefferminze wirkt verdauungsfördernd, beruhigend und lindernd bei Kopfschmerzen – nicht umsonst wurde sie 2004 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Noch eine gute Nachricht: Pfefferminze ist sehr genügsam – ihr könnt sie also problemlos auf eurem Balkon oder Garten anpflanzen und euch für eure Shakes (oder einen frischen Tee) immer direkt bedienen.

Frühstück aus der Flasche:

  • Kiwi: Zwei Kiwis decken den Tagesbedarf an Vitamin C. Außerdem enthält die grüne Frucht Kalium, das für die Reizübertragung an Muskeln und Nervenzellen sowie für die Blutdruckregulation zuständig ist.
  • Banane: „Gute Laune, die man essen kann“ titelt die Uni Marburg über die Banane. Durch ihren Verzehr kommt der Botschafter-Stoff Serotonin, der für Stimmung sorgt, auf Trab – Unlust-Gefühle adé! Außerdem enthalten Bananen eine ideale Mischung aus Kohlenhydraten und sogenannten Fitness-Mineralstoffen wie Kalium und Magnesium.
  • Orangen- oder Multivitaminsaft
Liefert Energie für lange Arbeitstage: Der Obst-Shake (Foto: T. Gartner)

Liefert Energie für lange Arbeitstage: Der Obst-Shake (Foto: T. Gartner)

Wer es etwas gehaltvoller möchte, kann nach dem Pürieren noch Haferflocken oder Leinsamen hinzugeben. Haferflocken sind besonders nährstoffreich. Hafer hat einen Eiweißgehalt von beinahe zwölf Prozent und setzt sich überwiegend aus essentiellen Aminosäuren zusammen, also Bausteinen, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Leinsamen regen die Verdauung an und helfen auch bei Verstopfung.

Übrigens: Wer sich an einen grünen Smoothie wagen will, wird HIER fündig.

Und so geht´s:
1. Alle Zutaten klein schneiden, gegebenenfalls schälen oder/ und entkernen und pürieren.
2. In Flaschen abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren.

Tipp:
Der Umwelt zuliebe solltet ihr eure Flaschen wieder verwerten. Ihr könnt zum Beispiel die Glas- oder Plastik-Flaschen von Smoothies aus dem Supermarkt auswaschen und immer wieder befüllen. Für Plastikflaschen ist die Spülmaschine zu heiß – sie verziehen sich und lassen sich nicht mehr schließen. Damit keine Rückstände in den Flaschen zurückbleiben, spült ihr sie am besten immer direkt nach dem Leertrinken mit klarem Wasser aus.

Die Tipps&Tricks-Redaktion wünscht guten Appetit!

Weitere Serienteile
Teil 1: Frühstücksvitaminbombe
Teil 2: Grünzeug
Teil 3: Süße Früchtchen
Teil 4: Herzhaftes

Vorschau: Nächste Woche gibt Nina Tipps, wie ihr die Spülmaschine effektiv einräumen könnt.

Gesunde Snacks für Schule, Uni und Arbeit, Teil 4: Herzhaftes

Es kann losgehen: Die Falafelmasse (links) kann jetzt geformt und in der Pfanne gebraten werden. Dazu gibt´s Guacamole (hier mit etwas Creme fraiche) (Foto: T. Gartner)

Es kann losgehen: Die Falafelmasse (links) kann jetzt geformt und in der Pfanne gebraten werden. Dazu gibt´s Guacamole (hier mit etwas Creme fraiche) (Foto: T. Gartner)

Ihr legt Wert auf gesunde und ausgewogene Ernährung und habt keine Lust auf Mensa- oder Kantinenessen?

Face2Face hat für euch leckere Snackideen parat, die euch den Tag in der Schule, der Uni oder bei der Arbeit versüßen sollen. Außerdem verraten wir euch, weshalb die Zutaten für unsere Snacks so gesund sind. Nach den Süßen Früchtchen aus dem letzten Teil, gibt´s heute was Herzhaftes.

Ihr braucht:
• Eine Packung Falafel (z.B. von Alnatura)
• 1 Karotte
• Reibe
• etwas Öl zum Anbraten (Raps- oder Olivenöl)
• Guacamole
• Eine große Tupperbox
• Eine kleine Tupperbox oder ein Glas (sollte sicher verschließbar sein)

Und so geht´s:
1. Die Falafel nach Packungsbeilage zubereiten. Geht zumindest beim Alnatura-Produkt super-fix: Einfach mit 260 ml kochendem Wasser aufgießen, umrühren und 15 Minuten quellen lassen. Hauptbestandteil der Falafel sind Kichererbsen. Fettarm und gleichzeitig reich an Ballaststoffen und Eiweiß eignet sie sich laut Deutschem Institut für Ernährungsforschung gut für die vegetarische Ernährung. Außerdem enthalten die orientalischen Bällchen Eisen, Magnesium und Vitamine. Falafel sind sozusagen ein Rundum-sorglos-Paket für die gesunde Ernährung.

2. Die Karotte waschen, schälen (einige Inhaltsstoffe befinden sich direkt unter der Schale und können durchs Schälen verloren gehen – mit gründlichem Waschen und Abbürsten/ Abrubbeln der Schale anstelle von Schälen verhindert ihr, dass wichtige Stoffe verloren gehen) und reiben. Anschließend unter die Falafelmasse mischen. Der Pflanzenwirkstoff Beta-Carotin ist nicht nur für die knallig-orangene Farbe der Karotte verantwortlich, sondern schützt den Körper auch vor schädlichen freien Radikalen, die die Genstruktur zerstören und so zur Entstehung von Krebs beitragen können. Außerdem wandelt der Körper es in Vitamin A um, das für die Sehkraft der Augen wichtig ist. Damit das Beta-Carotin seine Wirkung richtig entfalten kann, sind Hitze und Fett notwendig – mit beidem kommen unsere Karottenraspeln im Laufe der Zubereitung in Berührung.

Lecker und gesund: Falafel mit Guacamole als Snack für Schule, Uni oder Arbeit (Foto: T. Gartner)

Lecker und gesund: Falafel mit Guacamole als Snack für Schule, Uni oder Arbeit (Foto: T. Gartner)

3. Falafel haben meist eine runde Form, platzsparender ist es allerdings, wenn man mit den Händen kleine Küchlein formt. Diese dann in einer heißen Pfanne mit Öl anbraten. Wenn die Falafel von beiden Seiten leicht kross und gebräunt sind, könnt ihr sie aus der Pfanne nehmen und auskühlen lassen. Danach packt ihr die Falafel in die große Box und bewahrt sie bis zum Verzehr im Kühlschrank auf.

4. Guacamole zubereiten und in eine sicher verschließbare Tupperbox oder ein Glas abfüllen. Ein Rezept für Guacamole findet ihr HIER. Wer seinen Kollegen oder Kommilitonen gegenüber rücksichtsvoll sein will, lässt einfach den Knoblauch weg – die Guacamole schmeckt auch ohne. Hauptbestandteil des würzigen Guacamole-Dips ist die Avocado. Sie enthält gesunde, pflanzliche Fetten – fettlösliche Nährstoffe wie zum Beispiel das Beta-Carotin aus der Karotte können so optimal vom Körper aufgenommen werden. Zudem enthält die Avocado die lebenswichtigen Vitamine A – gut für Augen, Haut und Schleimhäute – und E, bekannt als Zellschutzvitamin. Schöne Haut und schöne Nägel – wer wünscht sich das nicht? Da kann das sogenannte Schönheitsvitamin Biotin helfen, das ebenfalls in der Avocado enthalten ist.

Tipp:
Wenn euch die Falafel zu deftig und schwer sind, könnt ihr auch einfach ein bisschen Rohkost schnippeln. Karotte, Gurke, Pilze und Paprika kann man super in die Guacamole dippen – ein leichter und gesunder Snack für zwischendurch.

Die Tipps&Tricks-Redaktion wünscht guten Appetit!

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Teil 1: Frühstücksvitaminbombe
Teil 2: Grünzeug
Teil 3: Süße Früchtchen

Vorschau: Nächsten Sonntag stellt euch Nina das Hausmittel Ingwer vor.

Der „Nachtkonsum“ – Ein Ortsbericht über einen nächtlichen Flohmarkt mit Musik, Getränken und vielen tollen Schnäppchen

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Stöbern, und das egal bei welchem Wetter: Der Flohmarkt „Nachtkonsum“ macht es dank überdachter Lagerhalle möglich! (Quelle: Privat)

Durch die Gassen der Flohmarkttische zu schlendern, ein altes Schätzchen aus der Wühlkiste hervor zu zaubern und das ein oder andere Schnäppchen ergattern. Soviel steht fest: Ein Flohmarkt ist für alle Nostalgie-Liebhaber, Schnäppchenjäger und co. immer einen Besuch wert. Aber am Wochenende den wohlverdienten Schlaf schon in aller Frühe beenden, um noch an die besten Teile zu geraten? Und dann noch bei diesen aktuellen winterlichen Temperaturen im Halbdunkel auf dem Marktplatz zu frieren? Das sind die eher weniger erfreulichen Nachteile eines Flohmarktes – zumindest zur jetzigen Jahreszeit! Gut, dass es für dieses Problem eine einfache Lösung gibt: Der Flohmarkt „Nachtkonsum“.

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Egal ob Jeans, Kleider, Schmuck und mehr: Bei dieser Auswahl ist für jeden Geschmack das Richtige dabei! (Quelle: privat)

Das Konzept ist einfach und erklärt sich bereits durch den Namen: Beginn des Trödelmarktes der etwas anderen Art ist erst um 17 Uhr, wenn es bereits zu dämmern beginnt. Das ist allerdings kein Problem, denn im Gegensatz zu einem „gewöhnlichen“ Flohmarkt findet dieser in einer Lagerhalle statt, wo man sich dank des elektrischen Lichts auch nach Einbruch der Dunkelheit in aller Seelenruhe umsehen kann. Aussteller sowie Besucher haben somit die Möglichkeit, im Trockenen und Warmen nach Herzenslust zu Stöbern. Eine Stärkung für zwischendurch ist auch kein Problem, dafür gibt es Getränke und Snacks zu kaufen. Und als ob das nicht schon genug wäre, spielen auch über den Abend verteilt verschiedene Live-Bands, die dazu einladen, aus einem Flohmarktbesuch ein ganz besonderes Erlebnis werden zu lassen!
„Das klingt doch alles gar nicht mal so schlecht!“ denkt ihr euch? Genau diesen Gedanken hatte auch Face2Face-Autorin Vanessa Betz und stattete diesem besonderen Flohmarkt mal einen Besuch ab, um sich selbst von dem Konzept zu überzeugen.

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Zaubert eine ganz besondere Atmosphäre: Live-Musik auf dem Flohmarkt! (Quelle: privat)

Zunächst sei zu erwähnen, dass es sich bei dem „Nachtkonsum“ um eine Veranstaltungsreihe handelt, die neben Mannheim auch in Köln und München läuft. Ich persönlich befand mich zum Zeitpunkt des letzten Flohmarktes in Köln und mein Bericht bezieht sich daher auch auf diese Location. Laut Veranstalter sind die anderen Orte aber ungefähr gleich aufgebaut.

Ich erreiche das weiträumige Gelände um 19.30 Uhr, als es bereits völlig dunkel ist. Nachdem ich mich an der – für einen Flohmarkt doch recht langen – Schlange an der Kasse angestellt und meine 3 Euro Eintritt bezahlt habe, komme ich in eine gut beheizte Lagerhalle. Dort erwarten mich zwei Etagen voller Stöbermöglichkeiten. Durch sein eher an die Bedürfnisse der jüngeren Generation angepasstes Konzept tummeln sich viele junge Leute vor und hinter den Verkaufsständen. Dies hat zur Folge, dass auch das Angebot genau meinen Geschmack trifft. Und die Ausbeute kann sich sehen lassen: Nach gut zweieinhalb Stunden später habe ich eine Hose, zwei Partykleidern, ein paar Schuhe, zwei paar Ohrringe, ein paar Armreifen, zwei dicke Winterpullover, ein Langarmshirt und ein luftiges Sommertop ergattern können – und das gerade mal für einen sagenhaften Schnäppchen-Preis von 24€!

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Lädt neben dem Bummeln auch zum Verweilen ein: Die vielen Sitzmöglichkeiten inklusive Essen, Trinken und Live-Musik. (Quelle:privat)

Sehr zufrieden mit meinen tollen Angeboten gönnte ich mir anschließend noch einen Glühpunsch und habe auf einem der Sofas, mit vielen weiteren begeisterten Besuchern, der Band zugehört, die aktuell gespielt hat. Als ich die Lagerhalle mit einem guten Gefühl verlasse, beginnen die jungen Bandmitglieder sich gerade für den einzigartigen Abend zu bedanken. Und da kann ich mich nur anschließen! Vielen Dank, liebe Veranstalter, für diesen schönen Flohmarkt-Besuch 🙂

Wenn ihr neugierig geworden seid: Am Samstag, den 10. Januar findet der „Nachtkonsum“ in Mannheim in der Baumhainhalle im Luisenpark statt. Eine Freundin und ich werden ebenfalls mit einem Stand vertreten sein. Über mein erstes Flohmarkt-Erlebnis als Ausstellerin – und welchen Erfolg das Ganze hattet – werdet Ihr hier nächsten Monat lesen. Ich bin selbst schon sehr gespannt!

Ernährungstipps – Essen mit Genuss

Die letzten Plätzchen sind vertilgt, das Weihnachtsessen verdaut – und allmählich folgt auf das Fest der Besinnlichkeit die Phase der Besinnung. Denn neben den Geschenken sind es die Kalorien, die sich über die Feiertage angesammelt haben. Das Neujahr, das von vielen guten Vorsätzen begleitet wird, bietet demnach die ideale Gelegenheit, auf eine gesündere Ernährungsweise umzusteigen. Die wichtigsten Grundsätze dafür verraten wir euch hier:

Gesund: Bewusste Ernährung bedeutet nicht, hungern zu müssen (© Tim Reckmann / pixelio.de)

Gesund: Bewusste Ernährung bedeutet nicht, hungern zu müssen (© Tim Reckmann / pixelio.de)

Umstellung oder Verzicht?

Im Gegensatz zu einer Diät bedeutet eine Ernährungsumstellung nicht, weniger Nahrung aufzunehmen. Stattdessen sollen die Speisen gesünder konzipiert und bewusster konsumiert werden, sodass jeder Mensch seine persönliche – zu ihm passende – Ernährung finden kann. Ein Abnehm-Effekt zeigt sich somit zwar langsamer, aber stetig. Zudem sollte man – anders als in Diäten empfohlen – keinesfalls den individuellen Tages-Kalorienbedarf unterschreiten. Denn dass der Körper dadurch die Fettreserven abbaut, stimmt nur bedingt. Zunächst geht er nämlich erst an die Muskeln, bis er sich am eigentlichen Fett bedient.

Schlank im Schlaf und müde am Tag?

Das sogenannte „Schlank im Schlaf“-Prinzip von Dr. Pape basiert auf dem Grundgedanken, abends weniger Kohlenhydrate zu sich zu nehmen und somit den Insulinspiegel – das sogenannte „Zunehm-Hormon“ – im Schlaf niedrig zu halten. Dass das Insulin zudem das nachts ausgeschüttete Wachstumshormon HGH hemmt, ist ein weiterer Verzichtsgrund. Stattdessen solle man beim Frühstück vermehrt Kohlenhydrate aufnehmen. Dies hindert allerdings das als Stresshormon bekannte Cortisol daran, Fett zu verbrennen. In Verbindung mit Insulin hat es nämlich den gegenteiligen Effekt und erhöht die Aktivität von fettspeichernden Enzymen.

Erholsam: Auch im Schlaf kann man etwas für die Ernährung tun (© S. Hofschlaeger  / pixelio.de)

Erholsam: Auch im Schlaf kann man etwas für die Ernährung tun (© S. Hofschlaeger / pixelio.de)

Die Schlussfolgerung, gänzlich auf Kohlenhydrate zu verzichten, ist jedoch nur unter Vorbehalt gültig. Denn auch ein Mangel an Kohlenhydraten ist muskelabbauend, weshalb unter anderem Sportler dies durch Krafttraining ausgleichen müssen. Weiterhin sollte man – vor allem beim Frühstück – auf Kohlenhydrate in Form von Zucker verzichten, da dieser die Aktivität vom Hormon Orexin einschränkt – einem Hormon, welches uns wacher und fitter fühlen lässt. Den idealen Start in den Tag bietet ein Glas Wasser mit Zitrone und Ingwer. Auf Zucker wiederum könnte man bei der Ernährung gänzlich verzichten.

Light-Produkte statt Fett?

Light-Produkte mit einem reduzierten Fettgehalt vermitteln optisch Gesundheit und beruhigen das Gewissen. Bei Hüttenkäse oder Magerquark mit einem Fettgehalt von maximal 20 Prozent ist es auch durchaus sinnvoll, im Kühlregal darauf zurück zu greifen. In der Regel sind die Fettgehalte bei Milchprodukten wie Joghurt, Käse und Milch allerdings nicht einmal nennenswert, sodass man ruhigen Gewissens Lebensmittel mit vollem Fettgehalt kaufen kann. Diese sind zudem geschmacksintensiver, weshalb man gegebenenfalls auch weniger davon konsumiert – und dadurch gleich Fett einspart.

Reichhaltig: Auf gesunde Fette sollte man nicht verzichten (©Matthias Koranzki  / pixelio.de)

Reichhaltig: Auf gesunde Fette sollte man nicht verzichten (©Matthias Koranzki / pixelio.de)

Auf Fett sollte man allerdings nicht ganz verzichten. Gesunde und ungesättigte Fettsäuren, wie sie in Lein- und Olivenöl, Fisch und Nüssen vorhanden sind, sind für eine gesunde Ernährung unverzichtbar. So gehört auch zum Salat ein Schuss Öl in das Dressing, da dadurch erst die sogenannten „EDEKA“-Vitamine vom Körper aufgenommen werden können. Stattdessen sollte man auf gesättigte Fettsäuren verzichten. Weiterhin kann man sich bei Fisch an jeder Sorte bedienen und diese variieren. Fettfische wie Forellen oder Lachs gehören somit ebenso auf den Speiseplan wie die mageren Artgenossen Kabeljau oder Seelachs.

Kleiner Hunger und Heißhunger?

Bei einem kleinen Hungergefühl ist es wichtig, diesen zu stillen, sodass er sich nicht vergrößert. Ein gesunder Snack aus Gemüse, geschroteten Leinsamen oder Nüssen reicht dafür vollkommen aus. Neben den drei Hauptmahlzeiten sollten daher auch kleinere Zwischenmahlzeiten fest eingeplant werden. Stellt sich nach einer Hauptmahlzeit kein Sättigungsgefühl ein, ist zunächst der Gemüseanteil zu erhöhen. Für Gemüse gibt es nämlich – anders als bei Früchten und Obst aufgrund des Fruchtzuckeranteil – keine Grenze. Trinkt man jedoch zu wenig – also weniger als zwei Liter am Tag –, sollte man gegebenenfalls mehr Eiweiß zu sich nehmen. Dieses verstärkt nämlich das Durstempfinden. Heißhunger wiederum lässt sich durch ein heißes Getränk oder durch den Duft von echter Vanille bezwingen.

Sportlich: Nur mit genügend Bewegung lebt es sich gesund (© Klicker  / pixelio.de)

Sportlich: Nur mit genügend Bewegung lebt es sich gesund (© Klicker / pixelio.de)

Essen ohne Sport?

Neben einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung mit Vollkornprodukten, frischem Obst, Gemüse, guten Fettsäuren und genug Wasser sollte auf Sport keinesfalls verzichtet werden. Ein gesunder Ausgleich aus Kraft- und Ausdauer-Training stellt nämlich eine solide Grundlage für jede Ernährungsumstellung dar. Im Idealfall bringt man hierbei seinen Puls für einige Minuten auf die Maximalspitze, um das Herz-Kreislauf-System zu aktivieren. Der Maximal-Puls, den man jedoch nicht überschreiten sollte, ergibt sich aus der Rechnung „180 – Lebensalter“. Mit ausreichend Sport und einer bewussten Ernährung lässt sich nicht nur gesünder leben, sondern auch genießen – ganz ohne schlechtes Gewissen.

Vorschau: Nächste Woche verraten wir euch, wie ihr eure Neujahrsvorsätze am ehesten einhalten könnt.

Weihnachten im Wandel – Wie erlebten wir das Fest als Kind, wie erleben wir es heute?

Christbaumschmücken, Geschenke auspacken, in die Kirche gehen, deftig Essen. All diese und viele weitere Traditionen gehören für einige Menschen zur Weihnachtszeit dazu. Die drei Mitglieder der Panorama-Redaktion haben sich für das Weihnachtsspecial Gedanken darüber gemacht, wie sie das Geschehen rund um den Heiligen Abend mit Kinderaugen betrachtet haben und wie sie heute darüber denken und empfinden. Tatjana, Julia und Rebecca berichten:

Tatjana: Romantische Gedanken eines Gewohnheitstieres

Tadi_1993

Voller Vorfreude: Tatjana an Weihnachten 1993 (Foto: privat)

Weihnachten ist mein Lieblingsfest – das hätte ich gesagt, wenn man mich als Kind gefragt hätte, auf welche Feierlichkeit im Jahr ich mich am meisten freue. Was würde ich wohl heute antworten? – Genau dasselbe! Obwohl ich mir fast sicher bin, dass weder Weihnachtsmann noch Christkind die Geschenke bringen und trotz dem ganzen Stress, den Weihnachten nun mal so mit sich bringt – kreative Geschenkideen entwickeln, Geschenke kaufen und verpacken, unzählige Weihnachtsfeiern besuchen – ist und bleibt das „Fest der Liebe“ meine Nummer 1. Aber wieso? Als meine Schwestern und ich noch klein waren, hieß es am Nachmittag des 24. Dezember: Ab in den Kindergottesdienst! Singen, beten und natürlich das Krippenspiel. Über die Jahre nahmen wir so ziemlich jede Rolle ein, die das Krippenspiel so hergibt – Engel, Hirten, Erzähler. Danach ging´s ab nach Hause zur Bescherung. Im Anschluss gab es Fondue – lecker! Und heute? Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, lautet die Antwort auch hier: Genau dasselbe! An unserem Weihnachtsfest hat sich nichts, aber auch gar nichts verändert und das ist das Wunderbare daran. Nüchtern betrachtet könnte man sagen, ich liebe Weihnachten, weil ich ein Gewohnheitstier bin. Aber ich bevorzuge diese Formulierung: Ich liebe Weihnachten, weil es mir die Möglichkeit gibt mit den Menschen, die ich liebe, zusammenzukommen – in einem vertrauten (man könnte auch sagen „gewohnten“) und deshalb umso schöneren Rahmen – und ihnen in Form von Geschenken, Gesten und Gesprächen etwas von dem zurückzugeben, was sie mir tagtäglich und wie selbstverständlich zuteilwerden lassen. In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein frohes Fest!

Weihnachten_2013_Tadi, Steffi und Caro_ Schwestern

Familiäres Weihnachten 2013: Tatjana (links) mit ihren Schwestern Steffi (Mitte) und Caro (rechts) (Foto: privat)

Julia: Kein Stück Festlichkeit im Blechbehälter zurücklassen

Tage vor dem Fest wurde bei uns bereits der Weihnachtsbaum in unserem Wohnzimmer aufgestellt. Meine jüngere Schwester und ich tanzten um den noch schmucklosen Baum und freuten uns über den Duft der Tanne. Der grüne Baum überragte uns Kinder um viele Zentimeter und wir reckten unsere Köpfe, um die Tannenspitze zu sehen, auf der später ein Stern Platz nehmen sollte. Dann ging es an Heiligabend ans Schmücken: Unsere Mutter bewahrte in vielen bunten Keksdosen, die sie auf dem Dachboden über das Jahr stapelte, unzählige Kugeln, Strohmännchen, Sterne, Lametta, Lichterketten und Kerzenhalter für den Baum auf. Meiner Schwester und mir war es wichtig, dass jede Dose mit Schmückmaterial leer wurde, sodass wir sicher sein konnten, kein Stück Festlichkeit im Blechbehälter zurück zu lassen.

Julia und Andrea 1998

Warten auf den Weihnachtsmann: Julia (rechts) und ihre Schwester Andrea 1998 (Foto: privat)

Bereits ab vier Uhr nachmittags wurden wir ganz hibbelig, liefen von unserem Kinderzimmer hin zum geschmückten Baum und wieder mit langen Gesichtern zurück in unser Zimmer – da noch immer keine Geschenke für uns unter dem Baum bereit lagen. Es dämmerte schon, als Papa das Festmahl auf den gedeckten und dekorierten Tisch stellte und wir kräftig zulangten. Traditionell gab es in unserer Familie nach dem Essen zunächst gemütliches Zusammensitzen beim Weihnachtsbaum, Tee und gegebenenfalls ein paar süße Kekse zwischen die Zähne. Als wir Kinder die Spannung kaum noch ertragen konnten, durften wir in unserem Zimmer warten – denn gleich sollte der Weihnachtsmann die Geschenke bringen. Wir drängten uns dicht an die Zimmertür, die direkt an das heimische Wohnzimmer anschloss, schielten durch das Schlüsselloch, um Blicke auf den Rauschebart zu erhaschen. Es gelang in keinem Jahr. Roter Mantel, Rute und Geschenksack waren immer schon wieder verschwunden, als Mama mit einem kleinen Glöckchen klingelte, das für uns das Zeichen für wildes und lautes Herausstürmen aus dem Kinderzimmer war. Alle Geschenke waren mit Namen versehen und ganz versunken, saßen wir zu Füßen des Baums und packten andächtig unsere Geschenke aus. Das Schönste war Spielzeug, mit dem man sogleich spielen wollte. Gemeinsames Singen, Sitzen und Sprechen folgte weit später am Abend, als wir Kinder das erste Vergnügen mit den neuen Sachen zu spielen, vorerst etwas ausgekostet hatten.

Julia und Andrea 2013

In weihnachtlicher Stimmung: Julia (rechts) und Andrea 2013 (Foto: privat)

Heute fahre ich an Heiligabend selbst erst zu meiner Familie, weil ich arbeiten muss. Ich genieße die Zugfahrt, um zur Ruhe zu kommen und freue mich auf leckeres Essen, Entspannung und Elterngespräche. Endlich hat die Familie Zeit miteinander zu sprechen und sich über alles Erlebte intensiv auszutauschen. Am Telefon ist das nicht immer ergiebig. Ich freue mich viel mehr darauf, meine Lieben zu beschenken, als dass ich mich auf meine Präsente freue. Sobald ich in meiner Heimatstadt ankomme, vergesse ich Unistress, Abgabetermine und Nebenjob – vor der Haustür der Eltern kann Weihnachten endlich beginnen.

Rebecca: Die Magie von Weihnachten

Weihnachten1992

Auf dem Sofa nach der Bescherung: Rebecca (rechts) mit ihrer Schwester Vanessa 1992 (Foto: privat)

ich und mama 2013

Kleiner Baum, große Freude: Rebecca (links) und ihre Mutter Veronika an Weihnachten 2013 (Foto: privat)

Weihnachten war schon immer etwas Magisches. Als Kind habe ich mich schon lange vorher auf die Geschenke gefreut – sie waren das Highlight der Weihnachtszeit. Sobald das Glöckchen an Heilig Abend läutete, also das Christkind sein Hab und Gut unter dem echten Nadelbaum mit den roten und goldenen Christbaumkugeln verteilt hatte, war es Zeit für die Bescherung. Ich kann mich an Wäschekörbe voller Geschenke erinnern – meine Eltern haben mir und meinen Geschwistern keinen Wunsch abgeschlagen. Ich erinnere mich auch an viel Schnee und lustige Schlittenfahrten, an die Weihnachtsfilme von Walt Disney oder an den Duft einer ausgeblasenen Adventskranzkerze. Wir haben zusammen Lieder wie „O Tannenbaum“ und „O du Fröhliche“ gesungen. Manchmal haben wir Kinder den Erwachsenen auch etwas vorgetragen, ein kleines Theaterstück einstudiert oder auf der Flöte Weihnachtslieder geträllert. Es war immer schon ein Fest der Familie – hieran hat sich bis heute nichts geändert. Jahr für Jahr freue ich mich auf unser traditionelles Weihnachtsessen: Spätzle mit Schweinelende in einer Camembert-Pilz-Soße und Salat. Lecker! Davor und danach gibt es die besten Vanillekipferl und Marmeladeplätzchen auf der ganzen Welt – gebacken von meiner Mama. Heute besteht der Weihnachtsbaum aus künstlichen Nadeln und trägt blauen und silbernen Schmuck. Das Glöckchen wird traditionell immer noch geläutet, allerdings von uns „Kindern“, eher aus Spaß und zur Erinnerung an alte Zeiten. Ich freue mich heutzutage vor allem auf das Zusammensein mit der Familie, da wir ja nicht mehr zu Hause wohnen und uns dementsprechend selten sehen. Die Vorweihnachtszeit finde ich wunderbar, die Weihnachtsmärkte laden einen geradezu zu Glühwein und Waffeln ein. Die Geschenke an Heilig Abend sind mittlerweile eher zweitrangig geworden, aber trotzdem freue mich natürlich darüber. Vor kurzem bin ich Tante geworden und freue mich jetzt schon darauf, meine Nichte zu sehen, wie sie Ihr erstes Weihnachten bewusst wahrnimmt, den Tannenbaum mitschücken darf und das erste Weihnachtsgeschenk auspackt. Zwischen all der Weinachtsplanung und dem Geschenkekaufen liegt für mich immer noch ein wenig Magie: Die Erinnerung an die Kindertage oder die funkelnden Augen der Nichten, Neffen und irgendwann vielleicht die der eigenen Kinder.

Vorschau: Am Dienstag, 30. Dezember erwartet euch im Panorama unser Silvesterspecial – lasst euch überraschen.

Küchenlos kochen

Neue Küche nötig? Nur wie kochen, wenn der Herd erst mal fehlt (©Alexander Rohling / pixelio.de)

Neue Küche nötig? Nur wie kochen, wenn der Herd erst mal fehlt (©Alexander Rohling / pixelio.de)

Seit ein paar Tagen habe ich wieder eine Küche. Etwas mehr als einen Monat haben wir es ohne ausgehalten, ohne Spüle und Spülmaschine, ohne Herd und Backofen, ohne Schränke und Schubladen. Ein leerer Raum, der mich jeden Tag daran erinnert hat, das etwas entscheidendes fehlt, denn mit vier hungrigen Mägen (und einem halben) stellt sich schnell die Frage: Geht das überhaupt ohne Küche?
Seit wir wussten, dass wir einziehen, ohne dass die Küche eingebaut sein kann, habe ich mir überlegt, wie das gehen soll, mit zwei Kindern und ohne Herd. Wer gerade ein Haus gekauft hat, hat ja auch nicht gerade das nötige Kleingeld, um täglich Essen zu gehen oder etwas liefern zu lassen. Ein Kompromiss musste also her. Da die Küche ohnehin noch gespachtelt, tapeziert und mit einem neuen Fenster versehen werden musste, war es auch keine Möglichkeit, eine Mini-Leihküche oder etwas in der Art aufzustellen. Doch zum Glück gibt es mehr Arten, an warmes Essen zu kommen, als nur mit einem Induktionsherd.

Endlich wieder kochen: Es geht auch ohne Herd, aber gut, wenn einer da ist (Foto: Obermann)

Endlich wieder kochen: Es geht auch ohne Herd, aber gut, wenn einer da ist (Foto: Obermann)

In den vier Wochen habe ich meine Mikrowelle wirklich zu schätzen gelernt. Artig ließ sie sich auf wenig Platz aufstellen und wärmte fortan Eingefrorenes wieder auf, erhitzte Suppen und brachte das ein oder andere Gericht zum Kochen. Ja, das Essen schmeckt anders aus dem kleinen Gerät als vom großen Herd, doch gerade für meinen momentan eher empfindlichen Magen und die Kindermägen war das der sanftere Weg und das Essen blieb, alles in allem, weicher, als in der knusprig bratenden Pfanne. Aufläufe und Kuchen, Krusten und Kochwasser mussten aber erst mal warten. Mit ein paar Kniffen, gibt es aber fast nichts, was nicht auch ohne Herd zu machen wäre.
Beispielsweise hat Tupperware mittlerweile auch einen Zubereiter für Spiegeleier und Omelette, der für die Mikrowelle gemacht ist. Einen Mikrowellen-Reiskocher gibt es schon länger und mit im Wasserkocher erhitztem Wasser werden auch Nudeln weich, wie frisch gekocht. Ja, es wird alles etwas anders. Die Eier haben keine leichte Kruste, Mikrowellenkuchen schmeckt eben oft aufgetaut, statt frisch gebacken (außer die Mikrowelle hat zusätzlich eine Umluft-Funktion – gibt es alles), aber wo ein Wille ist, ist eben oft auch ein Weg.
Mal davon abgesehen, dass es viele kleine Gerätschaften gibt, die einen Herd ersetzbar machen. Einen Tisch-Pizzaofen beispielsweise, mit dem die Pizza sogar auf Stein gebacken wird, einen Party-Wok, Tischgrill, Raclette und Fondue sind auch nicht ausgeschlossen. Dutzende an Geräten, die sonst eine Küche oft doch nur zumüllen, weil eben alles auch per Herd geht – und da vor allem in größeren Mengen. Was sonst nur als Feier-Erlebnis genutzt wird, kommt plötzlich zum Einsatz und verkürzt die Wartezeit auf die neue Küche ungemein.
Problematisch aber auch, was aus dem Geschirr wird, wenn die Spüle noch nicht da steht. Wer nicht auf Pappteller und Plastikschüsseln zurückgreifen will, braucht Alternativen. Und wenn das nur das kleine Waschbecken auf der Toilette ist. Spülmittel und ein Schwamm und los geht’s. Auch in der Badewanne lässt sich spülen. Manch verwegener mag das Geschirr auch schon mit unter die Dusche genommen haben (ja, da kenn ich wirklich einen Fall von Mensch). Hauptsache die Teller sind wieder sauber und es gibt genug Löffel in der Schublade. Immerhin können bei fehlenden Küchenschränken auch nicht alle Kartons mit Schüsseln, Tassen, Gläsern, et cetera, ausgeräumt und griffbereit sein.
Nicht zuletzt aber ist eines unerlässlich, wenn eine Familie plötzlich ohne Küche dasteht: Freunde und Verwandte, die einladen oder Essen vorbeibringen. Die gebratenen Würstchen, die meine Kinder so gerne verputzen oder die weiße Soße vom Blumenkohl, die mein Mann liebt, Dampfnudeln bei den Großeltern und Pizza vom Schwiegervater gebracht: Eine lange Liste von Menschen, die wie selbstverständlich da stehen und Schüsseln voller Essen in den Händen halten. Vom frisch gebackenen Kuchen bis zur Suppenlieferung, über spülende Hände und selbst mitgebrachtem Geschirr war alles dabei und eines ist klar: ohne diese Lieferungen wäre unsere Zeit ohne Küche wesentlich langwieriger geworden. Denn bei allen Kompromissen hängt doch jedem irgendwann das „Mikrowellenfutter“ zum Hals heraus. Ich jedenfalls verzieh mich jetzt in meine nigelnagelneue Küche und koche mir etwas. Egal was. Hauptsache kochen in der Küche, am Herd.

Vorschau: Nächste Woche betrachtet Sascha für euch an dieser Stelle Gefühle ganz nüchtern.