Rohkost und Fitness – „FitnRaw“ im Selbstversuch

Fit werden mit Rohkost – geht das überhaupt? Sabine aus Remscheid, Gewinnerin des FitnRaw-Gewinnspiels, hat das für uns getestet. Vier Wochen lang „kochte“ und trainierte sich die 33-jährige Mediengestalterin durch das Fitness- und Ernährungsprogramm „FitnRaw“. Ihr unabhängiges Fazit – nur auf Face2Face.

Gesünder und ausgeglichener dank Rohkost?

Viermal die Woche mache ich Kraftsport – beim Fitness-Teil des Online-Kurses sehe ich also keine größeren Probleme auf mich zu kommen. Bauchschmerzen bereitet mir dagegen der Ernährungs-Part: Ich esse zwar bereits rein pflanzlich, aber komplett auf Rohkost umzustellen, wird sicher eine Herausforderung. Wieso ich „FitnRaw“ trotzdem unbedingt ausprobieren will?
Ich denke, dass ich mit dem richtigen Wissen über Rohkost noch einiges mehr an sportlicher Leistung und gesundheitlichem Wohlbefinden erreichen kann. Außerdem verspreche ich mir eine gesündere und ausgeglichenere Darmflora. Mal schauen, was sich innerhalb der kommenden vier Wochen tut!

Woche 1: Nicht zu streng mit sich sein

Kommt gut an: Rohkost-Pizza (Foto: Sabine)

Kommt gut an: Rohkost-Pizza (Foto: Sabine)

Mit einem Morgenritual in den Tag starten – das gefällt mir gleich zu Anfang richtig gut und lässt sich auch super in den Alltag integrieren. Bei den anderen Übungen fehlt es mir noch ein bisschen an Balance und Beweglichkeit, aber das kommt hoffentlich noch!
Eine Aufgabe der ersten Woche besteht darin, Rezepte für leckere Rohkost-Mahlzeiten zu suchen und sie dann auszuprobieren – das macht richtig Spaß. Weniger Spaß hatte ich dabei, meinem Partner warmes Essen vorzubereiten, während ich nur etwas Kaltes bekommen habe.
Der Appetit auf etwas Warmes war leider da – auch wenn alles, vor allem die grünen Smoothies, sehr lecker war. Außerdem hatte ich mit Verdauungsproblemen zu kämpfen und war zeitlich damit überfordert, meine Rohkosternährung richtig zu planen. Die erste Woche hat mich definitiv gelehrt, dass aller Anfang schwer ist. Aber ich habe auch gelernt, dass man nicht zu streng mit sich selbst sein darf, wenn etwas mal nicht so klappt. Also mache ich einfach weiter!

Woche 2: Altes loslassen und Platz für Neues schaffen

Die Rohkostpizza war ein Gedicht! Mein Partner war sogar neidisch, sodass ich am Wochenende nochmal eine zubereiten durfte. Neben Essen und Sport ging es die Woche auch ans Mindset: Bei einer Selbstdiagnose sollte ich unter anderem negative „Ich bin“-Aussagen treffen. Das ist mir eher schwergefallen, weil ich mich doch als sehr positiven Menschen bezeichnen würde.
Das Zubereiten der Speisen hat dagegen wieder sehr viel Spaß gemacht und ich bin wirklich überrascht, wie schnell man neue Gewohnheiten in seinen Alltag einbringen kann, wenn der Wille stark genug ist.
Ich fühle mich diese Woche viel besser als in der ersten. Die Verdauungsprobleme haben sich gelegt und ich spüre insgesamt eine Verbesserung.

Woche 3: Kleine Veränderungen, große Wirkung

Grüne Smoothie-Bowls: Richtig lecker, findet Sabine (Foto: Sabine)

Grüne Smoothie-Bowls: Richtig lecker, findet Sabine (Foto: Sabine)

Ich fühle mich super! In dieser Woche habe ich mich sehr mit Gewohnheiten und Veränderungen beschäftigt. Jeden Tag Liegestützen machen, das Handy auch mal auslassen oder den Schrank ausmisten – alles vermeintliche Kleinigkeiten, die aber doch richtig guttun.
Der sportliche Part hat mir die Woche auch sehr gut gefallen: Das leichte Beintraining ist super für zu Hause oder wenn man mal unterwegs ist, nicht so viel Zeit hat, sich aber trotzdem bewegen möchte. Insgesamt komme ich mit den Übungen gut zurecht, obwohl mir manchmal etwas die Puste fehlt. Da merke ich dann, dass Ausdauertraining auch wichtig ist.
Beim Essen bin ich zwiegespalten: Kürbissuppe schmeckt mir warm und mit Kokosmilch einfach besser als in der Rohkostversion. Dagegen waren die Zucchini-Karotten-Zoodles mit Tomatensauce und Hefeflocken richtig lecker.
Ich finde es toll, dass ich immer weiter an mir arbeiten kann, wenn ich nur erstmal die Blockaden in meinem Kopf löse.

Woche 4: Sonnengruß und Wirsing-Chips

Ich habe eine neue Lieblingsübung: Den Sonnengruß! Dabei kommt der Kreislauf in Schwung und der ganzen Körper wird gedehnt. Man kann die Übung auch einfach zwischendurch mal machen, wenn man sich gerade abgeschlagen oder müde fühlt, einem kalt ist und man sich etwas aufwärmen will. Perfekte Übung – Daumen hoch! Außerdem habe ich festgestellt, wie entspannend ein kleines Workout am Abend sein kann.
Essenstechnisch waren die marinierten Wirsing-Chips aus dem Dörrautomaten eine echte Offenbarung für mich: einfach eine super-leckere Knabberei für zwischendurch.

Fitter, frischer, wacher

Alltagstauglich: Sport im eigenen Wohnzimmer (Foto: Sabine)

Alltagstauglich: Sport im eigenen Wohnzimmer (Foto: Sabine)

Mein Fazit nach vier Wochen „FitnRaw“: Zu 100% Rohkost kann ich mir nicht vorstellen. Das wäre mir auf Dauer zu anstrengend. Vor allem das Essengehen mit Freunden und das spontane Eis in der Sonne oder Popcorn im Kino haben mir gefehlt.
Auf jeden Fall werde ich aber mehr Rohkost oder auch komplette Rohkosttage in meinen Alltag integrieren. Damit fühle ich mich einfach viel fitter, frischer und wacher.
„FitnRaw“ ist ein gutes Einsteigerprogramm: Nelly gibt einen spannenden Einblick in Sachen Rohkosternährung und Kay motiviert zum Sport und zu Veränderungen im gesamten Lebensstil.
Etwas gefehlt haben mir Angaben zu Kalorien, Nährstoffen und Vitaminen, damit ich auch weiß, wie viel von welchen Lebensmitteln ich zu mir nehmen sollte.
Was ich auf jeden Fall beibehalten werde, ist das Morgenritual, damit ich immer gut in den Tag starten kann, und die Motivation, etwas zu ändern, wenn ich es wirklich will.

Gewinnspiel: Fit werden und rohköstlich essen mit „FitnRaw“

Von Daniel Aminatis „Mach dich krass“ bis zu Sophia Thiels „Strong & Sexy“ – Fitness- und Ernährungsprogramme gibt es viele.
Die Face2Face-Redaktion möchte euch aber ein ganz besonderes Programm vorstellen – und nicht nur das: Mit etwas Glück könnt ihr eines von insgesamt zehn Modulen kostenlos testen.

„FitnRaw“ – worum geht´s eigentlich?

Mit Rohkost und Sport wollen sie den Teilnehmern ihres Online-Kurses „FitnRaw“ zu einem neuen, selbstbewussten ICH verhelfen – Nelly Reinle-Carayon und Kay Fitzgibbons sind Expertinnen auf ihrem Gebiet. Nelly ist ausgebildete Ernährungs-, Lebens- und Gesundheitsberaterin, betreibt das vegane RohKöstlich BistRoh® in Speyer und bietet als Leiterin der Rohkost-Schule kulinaRoh® unter anderem einen einjährigen Weiterbildungskurs „Fachberater für Rohkosternährung (IHK)“ an. Kay ist Fitnesstrainerin, Massagetherapeutin und Motivationscoach. Die Leiterin des Fitnessstudios KANKUNAfit weiß, wie man den inneren Schweinehund besiegt.
Gemeinsam haben die beiden Speyrerinnen 10 Module, 33 Arbeitsskripte, 44 Videoanleitungen und 55 Rezept- und Trainingsvideos erarbeitet. Weitere Infos zum Online-Kurs findet ihr auf Facebook und auf der Website.

Fit und gesund dank Rohkost-Ernährung und Sport - das verspricht der Online-Kurs "FitnRaw" (Foto: FitnRaw)

Fit und gesund dank Rohkost-Ernährung und Sport – das verspricht der Online-Kurs „FitnRaw“ von Nelly und Kay (Foto: FitnRaw)

Mittrainieren, -kochen und -essen – das Gewinnspiel

Face2Face verlost exklusiv die Teilnahme am ersten Modul von „FitnRaw“ im Wert von etwa 50 Euro. Dabei lernt der Gewinner bei Kay unter anderem, wie er alte Gewohnheiten hinter sich lassen und dafür neue Gewohnheiten in seinen Alltag integrieren kann. Nelly erklärt im ersten Modul alle wichtigen Grundlagen zum Thema Rohkost. Außerdem könnt ihr mithilfe eines Drei-Tage-Plans herausfinden, ob Rohkost überhaupt eine Alternative für euch ist.

Was ihr für die Teilnahme am Gewinnspiel tun müsst: Schreibt bis einschließlich Donnerstag, 31. August 2017, 23:59 Uhr eine Mail an tatjana.gartner@face2face-magazin.de mit dem Betreff „FitnRaw“. In der Mail sollte euer Vor- und Nachname enthalten sein. Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am Montag, 4. September 2017 via Mail.
Der glückliche Gewinner berichtet dann im Oktober auf Face2Face über seine Erfahrungen mit „FitnRaw“ – dabei wird er natürlich von der Redaktion unterstützt. Wir drücken die Daumen!

 

Nutzungsbedingungen

§ 1 Gewinnspiel
(1) Das Gewinnspiel wird vom Online-Magazin Face2Face durchgeführt.

§ 2 Teilnahme
(1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier und im Folgenden schließt die männliche Form die weibliche ein. (2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-Mail-Adresse schreibt und dort ihren Namen bzw. den Namen des möglichen Gewinners hinterlässt. (3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen. (4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden. (5) Mit seiner E-Mail erklärt sich der Teilnehmer bereit in Absprache mit der Face2Face-Redaktion einen Artikel über seine Erfahrungen mit dem „FitnRaw“-Programm zu schreiben, sodass dieser im Oktober auf www.face2face-magazin.de publiziert werden kann.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel
(1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich das Online-Magazin Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen. (2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden. (3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des Weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden. (4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht. (5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht am möglichen Gewinn berücksichtigt werden. (6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung
(1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per E-Mail über ihren Gewinn informiert. (2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich. (3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden. (4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass das die Teilnahme an Modul 1 von „FitnRaw“ durchgeführt werden kann, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz
(1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten. (2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes ihr Name öffentlich bekannt gegeben wird, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face. (3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren. (4) Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle eingesandten E-Mails wieder gelöscht.

§ 6 Sonstiges
(1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar. (3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

Dein Plan für eine vegane Woche

Wir für euch: 7 vegane Rezepte und Snackideen plus Einkaufsliste im Face2Face-Plan für eine vegane Woche (Foto: T. Gartner)

Wir für euch: 7 vegane Rezepte und Snackideen plus Einkaufsliste im Face2Face-Plan für eine vegane Woche (Foto: T. Gartner)

Einfach und schnell vegan kochen mit Zutaten aus dem Supermarkt – dabei wollen wir dich unterstützen. Ganz egal, ob du vorhast, deine Ernährung dauerhaft umzustellen, oder einfach nur mal „reinschnuppern“ willst – mit unserem Plan für eine vegane Woche inklusive Einkaufsliste und Snackideen gelingt beides völlig stressfrei.

Spare Zeit!

Keine zeitraubende Suche nach guten Rezepten, stundenlanges In-der-Küche-stehen oder das Abklappern von drei verschiedenen Einkaufsläden – mit unserem Plan sparst du vor allem eins: wertvolle Zeit.

Eiweißquellen inklusive

Wo bekomme ich denn meine Proteine her ohne Fleisch und Eier? Keine Sorge – die Rezepte aus dem Plan enthalten Hülsenfrüchte und Sojaprodukte, also natürliche pflanzliche Eiweißquellen.

In den Einkaufswagen: Deine vegane Woche

Unseren Plan für eine vegane Woche plus Einkaufsliste und Snackideen könnt ihr für zehn Euro über diese E-Mail-Adresse bestellen: tatjana.gartner@face2face-magazin.de. Schreibt in den Betreff einfach „Vegane Woche“ und in die E-Mail euren vollständigen Namen plus Anschrift. Eure Daten werden nicht für Werbezwecke genutzt und nach Abwicklung der Bestellung wieder gelöscht.

Eure Vorteile auf einen Blick

  • 7 Hauptgerichte für zwei Personen
  • alle Zutaten gibt´s im Supermarkt
  • unkompliziert und schnell vegan kochen
  • Snackideen für zwischendurch
  • Zeit für die Zubereitung: max. 30min

Viel Spaß bei eurer veganen Woche!

Du liebst Fleisch und kannst dir ein Leben ohne tierische Produkte nicht vorstellen? Dann lies den Erfahrungsbericht unseres IT-Managers Denis. Er hat den Face2Face-Plan für eine vegane Woche ausprobiert und den Selbstversuch gewagt – von Spanferkel zu Tofu.

Mehr Tipps zum Thema „Ernährungsumstellung auf vegan“ findest du HIER.

Gefangen in der Schublade – Warum ich keine Veganerin bin

Kaffee mit Hafermilch: Macht ihn das vegan? (Foto: Obermann)

Die Hafermilch verleiht meinem Kaffee eine nussige Note. Das liebe ich. Ich trinke meinen Kaffee nur noch so. Es war aus einer Laune heraus, dass ich mir gedacht habe, die Alternativen auszuprobieren kann nicht verkehrt sein. Wirklich. Es stand nicht die Rettung der Welt im Mittelpunkt oder ein rebellierender Magen. Ich hatte einfach Lust, etwas anderes als Kuhmilch auszuprobieren. Bevor ich mein erstes Kind bekommen habe, habe ich mich jahrelang vegetarisch ernährt, aber Fisch gegessen. Heute wird das Pescetarier genannt. Den Begriff gab es damals noch nicht. Noch eine Schublade zum Reinschieben. Alles wird schön säuberlich voneinander getrennt. Kein Fisch, kein Fleisch, kein Käse.

Kommt Zeit, kommt Rat

Seit ein paar Monaten esse ich wieder kein Fleisch. Die christliche Fastenzeit stand bevor und ich hatte es satt, Fleisch wegzuschmeißen. Fleisch, dass meine Familie nicht gegessen hat. Oder dabei zuzuschauen, wie das Gemüse liegen gelassen wird, das Fleisch regelrechte gefr… Ja, ich hatte es einfach satt. „Das ist kein Fasten“, wurde mir gesagt, „das fällt dir ja nicht schwer.“ Nein, es fiel mir nicht schwer. Weil mir sehr schnell jede Lust auf Fleisch verging, als ich es nicht mehr einfach nur gegessen habe, weil es eben „normal“ war. Ich blieb dabei und hatte auf einmal eben auch keine Lust mehr auf Kuhmilch. Also schütte ich die nussige Hafermilch in den Kaffee.

Aha, Veganer

Ess-Schublade? Oft essen wir Fleisch, nur weil es „normal“ ist (Foto: piepie / pixabay.de)

Nein, ich bin keine Veganerin. Ich bezeichne mich selbst auch nicht als Vegetarierin. Wenn ich gefragt werde, sage ich: „Ich ernähre mich gerade vegetarisch.“ In meiner Umgebung ist das schon ein Grund mich für annährend geisteskrank zu halten. Der Blick meines Vaters, als er gehört hat, dass ich kein Fleisch mehr essen wollte, war unbezahlbar. Ich esse kein Fleisch, weil ich gerade keine Lust darauf habe. Und ich gebe Hafermilch in meinen Kaffee, weil er mir so besser schmeckt. Aber ich lasse mich nicht mehr in Schubladen stecken. Essen sollte Ernährung sein und Genuss. Also Nährstoffe liefern, die ich brauche und mir schmecken. Ein Luxusproblem, wenn ich bedenke, wie wenig andere haben. Und Fleisch steht dort ganz sicher nicht auf der Speisekarte.

Kein Fleisch ist nicht wenig

Wir verknüpfen gerne Fleisch mit Konsum, Geld, Macht, Erfolg. Warum? Weil Fleisch teuer ist. „Die Armen“ können es sich nicht leisten. Darum verbinden wir auch eine Ernährung ohne tierische Produkte mit einer Mangelernährung (denn arm = Mangel = krank). Das ist genauso ein Blödsinn, wie als Veganer alle Fleischesser zu verdammen. Ich möchte hier eines ganz klar sagen: Die Menschen sind ein bunter Haufen Verrückter, die alle glauben, nur sie wären normal und alle anderen müssten sich dem angleichen. Das ist absoluter Mist. Wir sind alle anders und jemanden zu zwingen irgendwas zu essen oder nicht zu essen ist einfach falsch. Genauso falsch finde ich es auch, mir selbst ein mentales Korsett anzuziehen und mich in eine Ernährungsschublade zu quetschen.

In der Schublade ist es eng

Vegan? Ich esse lieber nach Lust, statt nach Schublade (Foto: Obermann)

Schubladen sind vor allem für die Menschen um uns herum gut. Ah, das ist eine Veganerin, die isst den Kuchen mit Eiern nicht. Aha, der ist Lacto-Vegetarier, sie aber isst sogar Fisch. Und der da hinten stopft alles in sich rein. So was aber auch. Ich möchte mich nicht beim Einkaufen hinstellen uns überlegen, was ich essend „darf“. Viel lieber überlege ich, was ich essen „will“. Worauf ich Lust habe. Ich lasse die Schubladen in der Kommode und richte ich nach meinem Körper, meinem Empfinden, meinem Appetit. Wer mal länger kein Fleisch gegessen hat, wird mir vielleicht Recht geben, dass es eigentlich nicht sonderlich gut schmeckt. Das Gewürz macht den Geschmack. Und für das brauche ich kein totes Tier. Und wer selten Milch trinkt, schmeckt das cremige Fett einer Kuhmilch auch aus dem Kaffee heraus. Andere aber eben nicht. Wir sind alle verschieden. Die Schublade funktionieren da einfach nicht. Esst was ihr wollt und wenn euch eine Kategorie hilft, ist das ok. Aber nehmt auch die Essgewohnheiten der anderen nicht immer so kategorisch. Wir essen. Vielleicht können wir uns darauf einigen.

Let´s go vegan – packen wir´s an!

Bewusster essen, ein „reines“ Gewissen haben, einfach nur mit dem Trend gehen wollen oder aber die Tatsache, dass über die Hälfte der Treibhausgase aus der Massentierhaltung – nicht nur zur Fleisch- sondern auch zur Milchproduktion – resultieren – es gibt viele Argumente für eine vegane Ernährung.

Aber natürlich gibt es auch Zweifel und Unbehagen, wenn es um die rein pflanzliche Ernährung geht. Wer mit dem Gedanken spielt, in Zukunft vegan zu essen, findet hier praktische Tipps, wie die Ernährungsumstellung gelingt.

Stichwort: Reinschnuppern

Ihr habt davon in einer Zeitschrift gelesen, im Internet ein wenig recherchiert oder euch einfach nur mit einem Freund über das Thema unterhalten. Und schon ist der Gedanke da: Vegane Ernährung – ist das vielleicht auch was für mich? Was wäre da naheliegender als es einfach auszuprobieren? Legt doch mal einen veganen Tag oder eine vegane Woche ein. So bekommt ihr am besten raus, ob eine rein pflanzliche Ernährung etwas für euch ist.

Ja, ich will! Aber wie geht´s jetzt weiter?

Vegan kochen ist keine Zauberei: Marokkanischer Kichererbseneintopf (Foto: T. Gartner)

Vegan kochen ist keine Zauberei: Marokkanischer Kichererbseneintopf (Foto: T. Gartner)

Von heute auf morgen kein Fleisch, kein Fisch, keine Eier, keine Milchprodukte mehr und das obwohl der Kühlschrank voll von würzigem Käse ist und die angebrochene Tafel der heißgeliebten Vollmilch-Schokolade vom Couchtisch aus mit euch liebäugelt?In diversen Publikationen zum Thema Ernährungsumstellung wird dazu geraten Kühlschrank und Regale konsequent auszumisten. Alles, was nicht zur neuen Ernährungsweise passt, landet im Mülleimer. Aber entspricht das wirklich dem, was ihr mit der veganen Ernährung erreichen wollt? Sich umweltbewusst zu ernähren kann ein Argument für den Veganismus sein. Essbare Lebensmittel wegzuwerfen passt da leider so gar nicht rein oder was meint ihr?

Verschenken statt Tonne

Wenn ihr bestimmte Produkte auf keinen Fall mehr essen wollt, schenkt sie doch einfach weiter, zum Beispiel an Freunde. Über die Plattform foodsharing.de könnt ihr eure Lebensmittel außerdem Menschen aus der Umgebung anbieten – so schaffte es die Foodsharing-Initiative bereits über 8 Millionen Kilogramm essbare Lebensmittel vor der Tonne zu retten.

Obst und Gemüse

Vegane Leckerei: Jackfrucht im Pulled Pork-Style (Foto: T. Gartner)

Vegane Leckerei: Jackfrucht im Pulled Pork-Style (Foto: T. Gartner)

Vegan essen bedeutet, sich rein pflanzlich zu ernähren – ein Großteil des Einkaufs besteht also aus Obst und Gemüse. Qualitativ hochwertig und saisonal bekommt man das am besten in Hofläden oder auf dem Markt. Googelt einfach mal eure Heimatstadt mit dem Zusatz „Hofladen“ und ihr werdet mit hoher Wahrscheinlichkeit fündig. Der Vorteil hier: Ihr könnt euch die Mengen selbst zusammenstellen. Im Supermarkt sind die Portionen – gerade für kleine Haushalte – oft zu groß: Zitronen gibt´s im Netz, Paprika in Dreier-Packs usw. Im Hofladen nehmt ihr von jeder Sorte einfach so viel ihr braucht – das wird dann gewogen und abgerechnet. Noch umweltschonender wird´s mit Jutebeutel statt Plastiktüte. Wer keine Möglichkeit hat auf den Markt oder zum Hofladen zu gehen, hat oft Obst- und Gemüsereste, die schnell verderben und dann leider weggeworfen werden müssen. Wie wär´s stattdessen mal mit einem Rohkost-Snack auf der Arbeit? Obst wie Apfel, Birne, Trauben und Beeren eignet sich ebenso gut wie Gemüse. Kohlrabi, Karotte, aber auch der „Stamm“ vom Brokkoli sind der perfekte Snack, wenn es mal herzhaft sein darf. Jede Obstsorte und auch einige Gemüsesorten, zum Beispiel Karotte und Spinat, machen sich außerdem gut in Smoothies. Und dann gibt´s da ja noch die Buddha Bowl. Sieht nicht nur schön aus, sondern schmeckt auch noch und ist gesund. Gemüsereste einfach schnippeln, anbraten oder roh verwenden und eine kohlenhydratreiche Zutat, zum Beispiel Couscous, dazu nehmen. Den braucht ihr nur mit heißem Wasser übergießen, zwei Minuten ziehen lassen – fertig.

Nicht 100% vegan?

Übrigens spricht auch nichts dagegen, einige tierische Produkte erst einmal noch aufzubrauchen oder gar Ausnahmen für das Lieblingsgericht zu machen. Ihr entscheidet schließlich selbst, zu wie viel Prozent ihr euch vegan ernährt. Essen soll Spaß machen und nicht zur reinen Pflichtübung werden. Ihr fühlt euch wohl, wenn ihr statt zur veganen Alternative auch mal zur Vollmilchschokolade greift – was soll´s! Es ist euer Leben und ihr selbst zieht die Grenze.

In den Einkaufswagen: Deine vegane Woche

Ihr wollt einmal austesten, wie es ist sich vegan zu ernähren oder braucht ein bisschen Starthilfe bei der Ernährungsumstellung? Einen Essensplan plus Einkaufsliste könnt ihr für zehn Euro über diese E-Mail-Adresse bestellen: tatjana.gartner@face2face-magazin.de

  • 7 Hauptgerichte für zwei Personen
  • alle Zutaten gibt´s im Supermarkt
  • unkompliziert und schnell vegan kochen
  • Snackideen für zwischendurch
  • Zeit für die Zubereitung: max. 30min

Schreibt in den Betreff einfach „Vegane Woche“ und in die E-Mail euren vollständigen Namen plus Anschrift. Eure Daten werden nicht für Werbezwecke genutzt und nach Abwicklung der Bestellung wieder gelöscht. Viel Spaß bei eurer veganen Woche!

Vorschau: In zwei Wochen, am Sonntag, 23. April, geht es hier vegetarisch weiter – mit einem schnellen Rezept für Spinatnudeln.

 

Zeitmanagement, Teil 3: Die Win-Win-Win-Situation

Abnehmen – aber an den richtigen Stellen. Was für eine gelungene Diät gilt, gilt fürs Zeitsparen ebenso. Heute zeigen wir euch wie ihr die Zeit, die ihr ratlos und hungrig auf der Suche nach etwas Essbaren vor dem Kühlschrank verbringt, sparen und in die wirklich schönen Dinge des Lebens – zum Beispiel essen – investieren könnt.

Gemüsepfanne oder Tiefkühlpizza?
Der Arbeitstag war stressig. Dann hatte auch noch der Zug Verspätung. Und mein Magen knurrt. Hab ich einen Hunger… Ich hätte jetzt Lust auf eine knackige Gemüsepfanne und ein Stück Lachs – kross gebraten, versteht sich. Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen, als mich der Inhalt meines Kühlschranks unsanft aus meinen Futterträumen reißt. Eine halbe, schon leicht verschrumpelte Salatgurke blickt mich traurig aus dem ansonsten leeren Gemüsefach an. Dann wird´s wohl doch die Tiefkühlpizza…

Essensplanung für Anfänger
Mit ein bisschen cleverem Zeitmanagement könnt ihr solche Situationen ganz einfach vermeiden. Investiert am Wochentag eurer Wahl eine paar Minuten in die Essens- und Einkaufsplanung. Einfach für jeden Tag ein Gericht notieren, die Zutatenliste mit den vorhandenen Produkten abgleichen und einen Einkaufszettel schreiben. Wer so gut vorbereitet in den Supermarkt geht, kauft meist auch nur das ein, was er braucht. So spart man nicht nur Geld, sondern wirft auch weniger Lebensmittel weg. Tipp: Spart einen Tag in der Woche bei der Planung aus, falls doch mal spontan etwas dazwischen kommt.

Ausgewogen essen dank guter Planung (Foto: T. Gartner)

Ausgewogen essen dank guter Planung (Foto: T. Gartner)

Essensplanung für Fortgeschrittene
Jede Woche aufs Neue den Kühlschrank mit den Essenswünschen abgleichen, Gericht für Gericht planen? Selbst diese Zeit könnt ihr nach ein paar Wochen einsparen. Hebt einfach eure wöchentlichen Essenspläne auf und macht nach ein paar Wochen eine Auswertung: Markiert euch die besten Gerichte, die weniger guten fliegen raus. Jetzt könnt ihr aus euren Lieblingsmahlzeiten Wochenpläne erstellen, die ihr nummerieren und einen nach dem anderen nutzen könnt. Also kein lästiges Nachdenken und von neuem Planen mehr. Der positive Nebeneffekt: Ihr könnt jetzt viel bewusster essen, indem ihr darauf achtet, kein Lebensmittel inflationär zu verzehren und zum Beispiel einmal die Woche ein Fischgericht einzuplanen: Fisch enthält ein Vielfaches mehr an essentiellen Omega-3-Fettsäuren als Fleisch.

Die Win-Win-Win-Situation
Ihr schlagt mit der Essensplanung also drei Fliegen mit einer Klappe: Ihr spart Zeit und Geld, esst bewusster und ausgewogen und werft weniger Lebensmittel weg. Also eine Win-Win-Win-Situation!

Mehr Zeit sparen?
Wer seinen Schönheitsschlaf gerne etwas länger genießt, sollte einen Blick auf Teil 1 und Teil 2 unserer Zeitmanagement-Serie werfen. Viel Spaß beim Lesen!

Gutes Essen – je natürlicher desto besser!

In Sachen Ernährung setzt er auf Qualität statt Quantität: Olaf Langendorf, Berater für ganzheitliche Ernährung im Bereich Natural Bodybuilding aus Tecklenburg, Nordrhein-Westfalen.

Disziplin: Olaf Langendorf posiert im Wettkampf (Foto:  Ol`ha J.)

Disziplin: Olaf Langendorf posiert im Wettkampf (Foto: Ol`ha J.)

Die Ernährung im Bodybuilding spielt eine entscheidende Rolle. Denn wer Muskelmasse aufbauen möchte, braucht für seine Trainingseinheiten Energie. Ohne eine gute Ernährung ist es deshalb unmöglich seine Ziele beim Krafttraining zu erreichen. Olaf Langendorf hat sich intensiv mit dieser speziellen Thematik beschäftigt und weiß, worauf es ankommt.

Face2Face: Was machen junge Menschen häufig bei ihrer Ernährung falsch, wenn sie Muskelmasse aufbauen möchten?

Langendorf: Sie denken viel zu sehr über einzelne Nährstoffe nach. Die Nahrungsmittel- und Supplement-Industrie hat den Leuten das eingehämmert! Anstatt über ein vernünftiges Frühstück aus Eiern, Milch und Haferflocken nachzudenken, versuchen die jungen Sportler auszurechnen, wie viel Gramm Eiweiß oder Fett sie zu sich nehmen dürfen oder müssen. Indem die Industrie aus normalem, gutem Essen etwas scheinbar Böses gemacht hat, nämlich den angeblich schuldigen an der Fettleibigkeit oder auch an der zu dünnen Statur, hat sie den Weg für ihre künstlichen Nahrungsmittel geebnet. Junge Menschen sollten sich nicht irre machen lassen, und immer bedenken, dass die Industrie nur ihr bestes will: ihr Geld! Und gerade das sollten sie lieber in möglichst naturbelassenes, echtes Essen investieren!

Face2Face: Oft wird in den Medien von ausgewogene Ernährung gesprochen. Was ist darunter zu verstehen?

Langendorf: Für mich ist eine ausgewogene Ernährung etwas recht individuelles. Der Inuit wird kaum, wie es die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V (DGE) immer empfiehlt, fünf mal am Tag frisches Obst und Gemüse essen. Seine Ernährung ist dagegen extrem fett- und eiweißhaltig und kohlenhydratenarm. Jemand aus, Süditalien hingegen wird recht selten Walfisch konsumieren, statt dessen Meerestiere, die eben dort vorkommen, Oliven, Zitrusfrüchte etc. Trotzdem haben Studien immer wieder festgestellt, dass sowohl die eine wie auch die andere Essergruppe sehr gesund ist und sehr alt wird, besonders im Vergleich mit Nationen wie Nordamerika, in denen extrem industriell und auch sehr „nebenbei“ gegessen wird, zum Beispiel während des Autofahrens. Mein Tipp wäre zu schauen, wie haben Oma und Opa gegessen? Oder besser noch Uroma und Uropa. Daran kann man sich orientieren, denn die haben noch natürliches Essen vernünftig serviert und gegessen.

Face2Face: Wenn man nun in den Supermarkt geht, hat man eine unzählige Auswahl an Lebensmitteln. Was ist nun gut für meinen Körper, was nicht?

Langendorf: Dazu empfehle ich auf Verpackung und Etiketten zu achten. Das meine ich folgendermaßen: Wenn etwas ein Etikett hat, sollte dieses nicht wie eine Sammlung Formeln aus dem Chemie-Unterricht aussehen. Bestenfalls sollte es Worte wie „Hafer“, „Milch“, „Vanillie“ oder ähnliches enthalten, also Dinge, die man kennt und von denen man weiß, dass sie essbar sind. Stehen dagegen unaussprechliche, lateinisch klingende und mit Ziffern geschmückte (Kunst-)Worte darauf, sollte man auf dieses Produkt verzichten. Am besten sind Nahrungsmittel ohne ein Etikett, wie die Natur sie produziert. Ein Ei hat kein Etikett. Eine Banane oder ein Stück Fleisch auch nicht. Das ist Essen! Ein „probiotischer“, fettreduzierter „Erdbeer“-Joghurt ist das Gegenteil!

Face2Face: In der Bodybuilding Szene nehmen viele auch gerne sogenannte Supplements, um schnellere Erfolge zu erzielen. Ist das sinnvoll?

Langendorf: Sogenannte Supplements, also isolierte, einzelne Nährstoffe sind bei kranken Menschen sinnvoll, die aus medizinischen Gründen so etwas zuführen müssen! Niemand, der sich natürlich und ausreichend ernährt, und körperlich gesund ist, braucht so etwas!
Die Industrie rät zu ihren Supplements mit der Begründung, Sportler würden zum Beispiel mehr Energie verbrauchen, also müssten sie den Mehrbedarf über Pulver oder Pillen decken. Seit wann? Bisher haben die Menschen einfach mehr Hunger bekommen und dadurch mehr gegessen, wenn sie mehr gearbeitet, also mehr Energie verbraucht haben. Genauso, wie man mehr Durst hat, wenn man stark schwitzt. Dann trinkt man etwas mehr, und alles ist wieder im Lot.

Face2Face: Mit welchen Folgen muss ein Sportler rechnen, wenn er sich auf Dauer „falsch“ ernährt?

Langendorf: Das ist pauschal schwer zu beantworten. Viele Menschen in den Industrienationen ernähren sich  jahrzehntelang nicht gut, ohne zunächst etwas Negatives zu bemerken. Andere leiden unter undefinierbarer Müdigkeit, Allergien oder sogar Depressionen, die möglicherweise durch falsches Essen ausgelöst wurden. Im Alter kann es verfrüht zu geistigem und körperlichem Leistungsabfall kommen. Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und weitere Krankheiten können auftreten. Das alles gilt für Nicht-, Hobby- und Leistungssportler gleichermaßen.

Face2Face:  Worauf sollten sie also in der Zukunft achten?

Langendorf: Nicht irre machen lassen! Sucht nach den einfachsten, grundlegendsten natürlichen Nahrungsmitteln und gebt dafür auch gerne mal etwas mehr
Geld aus. An den Supplements könnt ihr das zehnmal wieder einsparen! Keine extremen Ernährungsformen, wie zum Beispiel vegan. Sorry, ich weiß, das ist im Moment unglaublich „in“, aber wir Menschen sind nun einmal Allesfresser! Achtet lieber darauf, dass die tierischen Lebensmittel aus einer artgerechten und ethisch vertretbaren Produktion stammen, dann geht meiner Ansicht nach auch gelegentlicher Fleisch- und-, Eier- Konsum in Ordnung.

Bodybuilding – Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Sie sind stark, ihre Muskeln definiert und vor allem extrem ausgeprägt. Überall wo sich Profi-Bodybuilder befinden, ziehen sie die Blicke auf sich. Disziplin und Ehrgeiz spiegeln sich in ihrem Körper wider. Ihr Geheimnis: Anabole Steroide. Das sind künstlich hergestellte männliche Hormone, die eine muskelaufbauende Wirkung besitzen. Je mehr man davon konsumiert, desto besser sind Ergebnis und Erfolg und desto mehr Geld lässt sich mit dem eigenen Körper verdienen. Doch der fatale Zusammenbruch lässt sich nicht immer vermeiden…

Ganz ohne Steroide: Der Natural Bodybuilder präsentiert stolz seinen Körper (Foto: Privat)

Ganz ohne Steroide: Der Natural Bodybuilder präsentiert stolz seinen Körper (Foto: Privat)

In dieser Branche gibt es aber auch das Natural Bodybuilding. Hierbei trainieren die Sportler strikt ohne verbotene Aufputschmittel, um einen möglichst natürlichen Aufbau von Muskeln durch gesunde Ernährung, hartes Training und erholsamer Regeneration zu erreichen. Wer aber in Zukunft den Titel „Mr. Universe“ oder „Mr. Olympia“ tragen möchte, muss leider zu härteren Mitteln wie eben Steroide greifen.
Da der eigene Körper nach zirka zwei bis fünf Jahren intensivem Krafttraining seine genetische Grenze erreicht, ist danach ein weiterer natürlicher Muskelaufbau nicht mehr möglich.

Und dann kommen die effektiven Steroide im Einsatz. Man nimmt sie entweder in Form von Tabletten ein oder injiziert sie mit einer Spritze ins Muskelgewebe. Rund 62 Prozent der Männer und Frauen in Deutschland geben bei der Kolibri Studie 2010 vom Robert-Koch Institut an, beim Trainieren leistungssteigernde Mittel zu nehmen.
Auch Reza A.*, (23), hat Erfahrungen damit gemacht und entdeckte verborgene Kräfte in sich: „Ich habe schon nach einer Woche die Wirkungen von Steroiden gespürt und war verblüfft wie wirkungsvoll dieses Zeug ist. Mit einem Schlag hatte ich einen riesengroßen Appetit und war viel stärker als zuvor.“

Dass diese Art von Aufputschmittel sehr effektiv ist, wissen die meisten Sportler. Bei regelmäßiger Einnahme von Steroiden wird die Leistungskraft beim Training erhöht, indem die Muskeln in deutlich kürzerer Zeit enorm aufgebaut werden. Die Wahrscheinlichkeit, diverse Bodybuilding- Meisterschaften zu gewinnen, steigt folglich und damit auch die Chance auf mögliche Gewinnsummen von bis zu 50.000 Euro. -Welcher junger Bodybuilder würde dieses Angebot auf den ersten Blick ablehnen? Diejenigen, die sich darüber im Klaren sind, welchen Preis man für diesen kurzzeitigen Erfolg bezahlt.

Wer Steroide verwendet, greift in seinen Hormonhaushalt ein, was unangenehme Folgen haben kann: steigende Gewaltbereitschaft, Haarausfall, Akne, Wachstum des Brustdrüsensystems und Schädigung der Leber-, Nieren- und Herzfunktion sind nur einige der vielen gesundheitlichen Konsequenzen.
Auch Reza berichtet von unschönen Nebenwirkungen: „Es wurde einfach nur noch schlimmer mit meiner Akne und Haarausfall. Deshalb habe ich aufgehört Steroide zu nehmen. Was bringt mir die Muskelmasse, wenn das Zeug mich fast schon umbringt? Ich würde jedem Bodybuilder davon abraten. Es lohnt sich einfach nicht, wenn die eigene Gesundheit den Bach runter geht.“

Setzt man dann die Einnahme ab, kann dies sogar zu Depression und Antriebslosigkeit führen.
Hans Sachs vom Forensisch-Toxikologischen Zentrum in München erklärt gegenüber der SPIEGEL: „Es kommt zu einer verminderten Potenz. Es kommt zu einer verminderten Spermienproduktion, was den Jugendlichen oft zunächst nicht auffällt.“ Die Testosteronproduktion findet überwiegend in den Hoden statt. Wird nun Testosteron von außen in den Körper eingeführt, kann es sein, dass die körpereigene Produktion eingestellt wird -und der Hoden schrumpft.

Bodybuilding wird ausgeübt, um den Körper dauerhaft fit und muskulös zu halten. Oft trainieren Sportler bis an ihre physischen Grenzen und in vielen Fällen darüber hinaus. Jedoch sollte genau darauf geachtet werden, was man seinem Körper während dieser Zeit zuführt, denn bei einer Verwendung von anabolen Steroiden wird schnell das krasse Gegenteil eines gesunden und schönen Körpers erreicht.

*Name geändert

Vorschau: Am Mittwoch, 22. April  lest ihr hier ein Interview mit Louisa Winstel, amtierende Rheinland Pfalz-Meisterin in Karate.

Fleischesser gegen Veganer- die ewige Debatte

In unserer modernen Gesellschaft der ersten Welt können wir uns glücklich schätzen. Kaum einer muss Hunger leiden. Auch Mangelerscheinungen wie Skorbut gehören eher der Vergangenheit an. Stattdessen aber diskutieren wir nun darüber, was wir essen sollten und was nicht. Während die eine Seite gerne Fleisch verzehrt oder zumindest nicht gänzlich auf tierische Produkte verzichten will, will die andere Seite uns warnen vor den schlimmen Folgen des Verzehrs von Tierischen Produkten und den damit zusammenhängenden Leiden der Tiere. Doch keiner der beiden Seiten scheint dem Anderen zuzuhören. Stattdessen bewerfen sie sich gegenseitig mit Anschuldigungen. Was sind die Fakten?

 

Viel Gemüse ist gesund (Foto: Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de)

Viel Gemüse ist gesund (Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de)

Eindeutig ist ein zu hoher Fleischkonsum ungesund. Er führt zur Übersäuerung des Körpers und einer mit dem Säure-Basen Haushalt miteinhergehende schlechtere Knochendichte, einer Ansammlung von Fetten im Blut (HDL) und dadurch zu erhöhtem Herzinfarktrisiko, Übergewicht, und erhöhtem Risiko an Gicht oder Dickdarmkrebs zu erkranken, und möglicherweise auch Diabetes. Auch der übermäßige Antibiotikaeinsatz der Massentierhaltung und die dadurch entstehenden Multiresistenten Keime sind sicher ein Gesundheitsrisiko. Doch die Veganer führen neben den gesundheitlichen Risiken noch andere Folgen des Fleischkonsums an: so führt die Massentierhaltung durch die Rodung von Wäldern für Weiden, die Monokulturen für den Futteranbau und die CO2-Emissionen der Tiere zu Klimawandel und Artensterben. Der ökologische Fußabdruck erhöht sich also durch den Fleischkonsum.

Ein Haufen Bratwurst: Der Traum eines Fleischessers (Foto: Tim Reckmann  / pixelio.de)

Ein Haufen Bratwurst: Der Traum eines Fleischessers (Foto: Tim Reckmann / pixelio.de)

Manche Veganer möchten nur aufklären, doch Andere machen dem Vorwurf, dass Veganer missionarisch und fanatisch sind und sich für bessere Menschen halten, alle Ehre. Und so wird auf beiden Seiten provoziert, sodass Sätze wie „Fleisch ist mein Gemüse“, “Veganer essen meinem Essen das Essen weg“ genau so schnell fallen, wie „Ihr seid zu bequem euch zu ändern“, und „eure Moralvorstellungen sind verdreht“. Auch stehen schnell Aussagen im Raum, welche wissenschaftlich begründet sein sollen, um den eigenen Standpunkt zu belegen. Welche davon haben einen Wahren Kern?

Wer vegan lebt, muss nicht, wie satirischer Weise oft gezeigt, schmal und unterernährt sein. Trotzdem sollte man sich, um Mangelerscheinungen vorzubeugen, informieren, denn eine vegane Ernährung sollte gezielt sein, um alle nötigen Nährstoffe zu erhalten (wie zum Beispiel Vitamin B12). Sterben Kinder durch solche Mängel, wurden sie nicht gezielt ernährt.

Unser Körper: Wir haben keine Reißzähne, wie ein Löwe. Unser Gebiss ist charakteristisch für Omnivoren, Allesfresser. Wir sind also darauf ausgelegt Fleisch und Pflanzennahrung zu uns zu nehmen. Streng genommen ist Omnivorie sehr weit verbreitet, so frisst eine Kuh unfreiwillig Insekten mit dem Gras und andere Herbivore ergänzen ihre Ernährung gezielt mit tierischen Proteinen, genauso, wie Krokodile auch Früchte essen. Der Mensch ist jedoch ein echter Omnivor, wobei er nachweislich trotzdem den Großteil seiner Nahrung aus pflanzlichen Quellen, besonders Früchte, bezogen hatte. Selbst unser Schlafrhythmus entspricht dem eines Omnivoren.

Andere Primaten holen sich ihre tierischen Proteine hauptsächlich aus Insekten und nur der Schimpanse und der Mensch jagen und essen Wirbeltierfleisch. Deshalb ist unser Verdauungssystem nicht absolut darauf ausgerichtet, genauso wenig wie es dazu ausgerichtet ist Gras zu essen und Cellulose zu verdauen, und wir verdauen rohes Fleisch nur sehr ineffizient. Erst durch das Feuer und das Kochen des Fleisches aßen die frühen Menschen auch mehr Fleisch und das Jagen und Fleischessen waren unweigerlich wichtige Aktivitäten.

In der Evolution des Menschen war das Fleischessen, zusätzlich zum Kochen, überlebenswichtig, besonders, weil pflanzliche Nahrung zwischenzeitlich knapp war. Die wissenschaftliche Theorie, dass das Fleischessen ein wichtiger Faktor für das Gehirnwachstum war, ist durch zahlreiche Beweise untermauert. Doch die komplexen sozialen Strukturen gehören ebenfalls dazu.

Es bleibt einzig die moralisch ethische Frage übrig. Ist es okay, ein Lebewesen zu töten? Dies ist die falsche Frage, da Pflanzen ebenfalls Lebewesen sind. Wenn, dann geht es um leidensfähige Lebewesen, welche Schmerzen empfinden können. Dann ist die Frage, wo die Grenze gezogen wird bei leidensfähig. Ist ein ausgebildetes Nervensystem, wie das eines Wirbeltieres? Pflanzen reagieren darauf, wenn Insekten ihre Blätter anfressen, verspüren aber keinen Schmerz. Doch Muscheln besitzen ebenfalls keine Schmerzrezeptoren. Wäre es okay Insekten zu verspeisen, wie es bei Primaten und in asiatischen Kulturen der Fall ist? Einige Menschen sind davon überzeugt, dass Insekten die Nahrungsquelle der Zukunft sind, und auch die EU hat bereits Pläne hierzu geschmiedet und gefördert.

Schwein am Spieß: das Fleisch war früher ein Tier (Foto: Andreas Preuß/pixelio.de)

Schwein am Spieß: das Fleisch war früher ein Tier (Foto: Andreas Preuß/pixelio.de)

Wer ein abgepacktes Stück Fleisch im Supermarkt sieht, denkt nicht mehr daran, dass dazu ein Tier geschlachtet werden musste. Der Film Earthlings zeigt auf, wie grausam es auf Schlachthöfen zugehen kann oder auch bei der Massenproduktion von Milch und Eiern. Und doch hat nicht jeder die gleichen Moralvorstellungen und so mancher Fleischesser ist sich sicher, auch selbst ein Tier schlachten zu können, wenn er es denn müsste.

Weidefleisch wäre eine gute Alternative. Das Thema, dass ein veganer Lebensstil trotzdem Tierleid verursacht durch Kollateralschaden beim Anbau, zum Beispiel bei Feldmäusen, verursacht erneut hitzige Diskussionen, doch Vorteile gegenüber Massentierhaltung sind nicht von der Hand zu weisen. Massentierhaltung bleibt bestehen, wie der Fleischatlas zeigt, denn die EU- Agrarsubventionen machen es möglich. Bleibt die Frage, ob, wenn die Subventionen gestrichen werden würden, Fleisch automatisch teurer würde und somit der Verbrauch automatisch geringer.

Was sollen wir also nun essen? Wir können uns nicht von Licht und Liebe ernähren und Lebewesen müssen für uns Heterotrophe (=„sich von anderen ernähren“) sterben. Und selbst eine vegane Ernährung ist nicht komplett tierleidfrei. Eine globale und pauschale Lösung, wie wir uns alle ernähren sollten, wird es nie geben und es ist nicht möglich aufzurechnen, welche Ernährungsform nun die Beste sei. Eine Ernährung mit regionalen und saisonalen Lebensmittel ist sicherlich ein wichtiges Stichwort und ob er nun gar keine tierischen Produkte oder sie in Maßen genießt, sollte jedem selbst überlassen sein.

Vorschau: In zwei Wochen erfahren wir etwas über die Entwicklung des Ozonloches.

Ernährungstipps – Essen mit Genuss

Die letzten Plätzchen sind vertilgt, das Weihnachtsessen verdaut – und allmählich folgt auf das Fest der Besinnlichkeit die Phase der Besinnung. Denn neben den Geschenken sind es die Kalorien, die sich über die Feiertage angesammelt haben. Das Neujahr, das von vielen guten Vorsätzen begleitet wird, bietet demnach die ideale Gelegenheit, auf eine gesündere Ernährungsweise umzusteigen. Die wichtigsten Grundsätze dafür verraten wir euch hier:

Gesund: Bewusste Ernährung bedeutet nicht, hungern zu müssen (© Tim Reckmann / pixelio.de)

Gesund: Bewusste Ernährung bedeutet nicht, hungern zu müssen (© Tim Reckmann / pixelio.de)

Umstellung oder Verzicht?

Im Gegensatz zu einer Diät bedeutet eine Ernährungsumstellung nicht, weniger Nahrung aufzunehmen. Stattdessen sollen die Speisen gesünder konzipiert und bewusster konsumiert werden, sodass jeder Mensch seine persönliche – zu ihm passende – Ernährung finden kann. Ein Abnehm-Effekt zeigt sich somit zwar langsamer, aber stetig. Zudem sollte man – anders als in Diäten empfohlen – keinesfalls den individuellen Tages-Kalorienbedarf unterschreiten. Denn dass der Körper dadurch die Fettreserven abbaut, stimmt nur bedingt. Zunächst geht er nämlich erst an die Muskeln, bis er sich am eigentlichen Fett bedient.

Schlank im Schlaf und müde am Tag?

Das sogenannte „Schlank im Schlaf“-Prinzip von Dr. Pape basiert auf dem Grundgedanken, abends weniger Kohlenhydrate zu sich zu nehmen und somit den Insulinspiegel – das sogenannte „Zunehm-Hormon“ – im Schlaf niedrig zu halten. Dass das Insulin zudem das nachts ausgeschüttete Wachstumshormon HGH hemmt, ist ein weiterer Verzichtsgrund. Stattdessen solle man beim Frühstück vermehrt Kohlenhydrate aufnehmen. Dies hindert allerdings das als Stresshormon bekannte Cortisol daran, Fett zu verbrennen. In Verbindung mit Insulin hat es nämlich den gegenteiligen Effekt und erhöht die Aktivität von fettspeichernden Enzymen.

Erholsam: Auch im Schlaf kann man etwas für die Ernährung tun (© S. Hofschlaeger  / pixelio.de)

Erholsam: Auch im Schlaf kann man etwas für die Ernährung tun (© S. Hofschlaeger / pixelio.de)

Die Schlussfolgerung, gänzlich auf Kohlenhydrate zu verzichten, ist jedoch nur unter Vorbehalt gültig. Denn auch ein Mangel an Kohlenhydraten ist muskelabbauend, weshalb unter anderem Sportler dies durch Krafttraining ausgleichen müssen. Weiterhin sollte man – vor allem beim Frühstück – auf Kohlenhydrate in Form von Zucker verzichten, da dieser die Aktivität vom Hormon Orexin einschränkt – einem Hormon, welches uns wacher und fitter fühlen lässt. Den idealen Start in den Tag bietet ein Glas Wasser mit Zitrone und Ingwer. Auf Zucker wiederum könnte man bei der Ernährung gänzlich verzichten.

Light-Produkte statt Fett?

Light-Produkte mit einem reduzierten Fettgehalt vermitteln optisch Gesundheit und beruhigen das Gewissen. Bei Hüttenkäse oder Magerquark mit einem Fettgehalt von maximal 20 Prozent ist es auch durchaus sinnvoll, im Kühlregal darauf zurück zu greifen. In der Regel sind die Fettgehalte bei Milchprodukten wie Joghurt, Käse und Milch allerdings nicht einmal nennenswert, sodass man ruhigen Gewissens Lebensmittel mit vollem Fettgehalt kaufen kann. Diese sind zudem geschmacksintensiver, weshalb man gegebenenfalls auch weniger davon konsumiert – und dadurch gleich Fett einspart.

Reichhaltig: Auf gesunde Fette sollte man nicht verzichten (©Matthias Koranzki  / pixelio.de)

Reichhaltig: Auf gesunde Fette sollte man nicht verzichten (©Matthias Koranzki / pixelio.de)

Auf Fett sollte man allerdings nicht ganz verzichten. Gesunde und ungesättigte Fettsäuren, wie sie in Lein- und Olivenöl, Fisch und Nüssen vorhanden sind, sind für eine gesunde Ernährung unverzichtbar. So gehört auch zum Salat ein Schuss Öl in das Dressing, da dadurch erst die sogenannten „EDEKA“-Vitamine vom Körper aufgenommen werden können. Stattdessen sollte man auf gesättigte Fettsäuren verzichten. Weiterhin kann man sich bei Fisch an jeder Sorte bedienen und diese variieren. Fettfische wie Forellen oder Lachs gehören somit ebenso auf den Speiseplan wie die mageren Artgenossen Kabeljau oder Seelachs.

Kleiner Hunger und Heißhunger?

Bei einem kleinen Hungergefühl ist es wichtig, diesen zu stillen, sodass er sich nicht vergrößert. Ein gesunder Snack aus Gemüse, geschroteten Leinsamen oder Nüssen reicht dafür vollkommen aus. Neben den drei Hauptmahlzeiten sollten daher auch kleinere Zwischenmahlzeiten fest eingeplant werden. Stellt sich nach einer Hauptmahlzeit kein Sättigungsgefühl ein, ist zunächst der Gemüseanteil zu erhöhen. Für Gemüse gibt es nämlich – anders als bei Früchten und Obst aufgrund des Fruchtzuckeranteil – keine Grenze. Trinkt man jedoch zu wenig – also weniger als zwei Liter am Tag –, sollte man gegebenenfalls mehr Eiweiß zu sich nehmen. Dieses verstärkt nämlich das Durstempfinden. Heißhunger wiederum lässt sich durch ein heißes Getränk oder durch den Duft von echter Vanille bezwingen.

Sportlich: Nur mit genügend Bewegung lebt es sich gesund (© Klicker  / pixelio.de)

Sportlich: Nur mit genügend Bewegung lebt es sich gesund (© Klicker / pixelio.de)

Essen ohne Sport?

Neben einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung mit Vollkornprodukten, frischem Obst, Gemüse, guten Fettsäuren und genug Wasser sollte auf Sport keinesfalls verzichtet werden. Ein gesunder Ausgleich aus Kraft- und Ausdauer-Training stellt nämlich eine solide Grundlage für jede Ernährungsumstellung dar. Im Idealfall bringt man hierbei seinen Puls für einige Minuten auf die Maximalspitze, um das Herz-Kreislauf-System zu aktivieren. Der Maximal-Puls, den man jedoch nicht überschreiten sollte, ergibt sich aus der Rechnung „180 – Lebensalter“. Mit ausreichend Sport und einer bewussten Ernährung lässt sich nicht nur gesünder leben, sondern auch genießen – ganz ohne schlechtes Gewissen.

Vorschau: Nächste Woche verraten wir euch, wie ihr eure Neujahrsvorsätze am ehesten einhalten könnt.