Musik aus den Niederlanden – The Common Linnets und Dotan

Flandern und die Niederlande waren in diesem Jahr gemeinsamer Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Doch nicht nur die Literatur aus den Niederlanden wird hierzulande immer beliebter, sondern auch die Musik. Grund genug, einen genaueren Blick auf eine niederländische Band und auf einen niederländischen Sänger zu werfen, die auch das deutsche Publikum mit ihrer Musik begeistern.

Der „Eurovision Song Contest“ als Sprungbrett

Ganz in ihrem Element: Ilse DeLange und JB Meijers von der Band The Common Linnets (Foto: S. Holitzner)

Ganz in ihrem Element: Ilse DeLange und JB Meijers von der Band The Common Linnets (Foto: S. Holitzner)

Seit ihrer Teilnahme im Mai 2014 für Niederlande am „Eurovision Song Contest“ – kurz ESC genannt – kennen viele in Deutschland die Band The Common Linnets. Beim ESC erreichten sie mit ihrem Song „Calm After The Storm“ den zweiten Platz. Die Single schaffte es bis auf den dritten Platz der deutschen Charts und wurde im September 2015 zudem mit Platin ausgezeichnet. Auch ihr im Mai 2014 veröffentlichtes Debütalbum „The Common Linnets“ war hierzulande äußerst erfolgreich. Die im Herbst 2015 erschienene zweite Platte „II“ konnte an diesen Erfolg anknüpfen. Auf „II“ ist die musikalische Weiterentwicklung von The Common Linnets deutlich zu hören. Großartige Songtexte und beeindruckende Instrumentierungen zeichnen das Album aus. Einen weiteren Hit hatten The Common Linnets Ende letzten Jahres zusammen mit der Band The BossHoss: Gemeinsam nahmen sie eine neue und musikalisch überzeugende Version des Dolly Parton-Klassikers „Jolene“ auf. Im November 2016 sind The Common Linnets wieder live auf großer Deutschlandtour zu erleben.

„Home“ auch in Deutschland

Sänger Dotan war in den Niederlanden schon erfolgreich, bevor er in Deutschland mit seiner Musik ebenfalls auf begeisterte Resonanz stieß.

Mit Spaß dabei: Sänger Dotan (Foto: S. Holitzner)

Mit Spaß dabei: Sänger Dotan (Foto: S. Holitzner)

Seine Platte „7 Layers“ ist in seiner Heimat bereits Dotans zweite Albumveröffent-lichung und erschien dort Anfang 2014. Hier musste man bis Mai 2015 auf das Werk warten. Zuvor brachte Dotan seine Singleauskopplung „Home“ heraus, die es unter anderem in die Top-Ten-Liste der deutschen iTunes-Charts geschafft hat. Ende letzten Jahres konnte der Sänger das Publikum auch live auf seiner Deutschlandtour überzeugen.

The Common Linnets und Dotan sind nur zwei Beispiele dafür, dass es in den Niederlanden großartige Künstler gibt, die auch international mit ihrer Musik begeistern können. Da bleibt nur zu hoffen, dass es weitere niederländische Musiker schaffen, sich in der Musiklandschaft Deutschlands zu etablieren.

Marshmallows und der Erfolg

Die Macht des Marshmallows: Walter Mischel testete damit Kinder (© Brigitte Heinen / pixelio.de)

Die Macht des Marshmallows: Walter Mischel testete damit Kinder (© Brigitte Heinen / pixelio.de)

In der Schokoladenwerbung sitzen Kinder allein in einem Raum mit dem Versprechen, zwei Naschereien zu bekommen, wenn sie warten, bis eine erwachsene Person zurückkommt. Kennen wir alle. Nicht nur aus der Werbung, die uns vormacht, kein Kind könne Schokoeiern mit Nippes drin wiederstehen. Auch von „Wenn Mama wiederkommt, bekommst du ein Gummibärchen“ oder von „Wenn wir uns wiedersehen, geht’s so richtig zur Sache“. Entbehrung, warten, ausharren. Dann steht am Ende das goldene Leuchten der Erfüllung.

In den späten 1960ern führte Walter Mischel einen psychologischen Test mit Kindergarten, Vorschul- und Schulkindern durch. Die Kinder wurden in einen einfachen Raum gesetzt, ohne Spielzeug oder Flimmerkiste, vor ihnen wurde eine Süßigkeit ihrer Wahl platziert. Die Versuchsleitung verließ den Raum mit dem Versprechen, eine zweite Süßigkeit dazu zu geben, wenn die Kinder warten könnten. Wenn sie es selbst nicht mehr aushielten, sollten die Kleinen eine Glocke läuten und durften die eine Nascherei vertilgen.

Schlüssel zum Erfolg? Kinder, die länger warten, sind später erfolgreicher (© Matthias Riesenberg / pixelio.de)

Schlüssel zum Erfolg? Kinder, die länger warten, sind später erfolgreicher (© Matthias Riesenberg / pixelio.de)

Und – Überraschung – die Kinder stürzten sich nicht etwa sofort auf das süße Stückchen (einige schon, aber viele eben nicht), sondern warteten. Unterschiedlich lange. Manche schafften es nicht und läuteten irgendwann. Andere hielten nicht nur die angesetzten 20 Minuten durch, sondern packten voller Stolz die zwei Süßigkeiten ein und warteten noch den restlichen Tag, bis sie ihren Eltern zeigen konnte, was sie geschafft hatten. Ein gewiefter Junger wollte Oreo-Kekse und schleckte die Creme heraus, ohne zu klingeln, steckte den Keks wieder zusammen und wurde für diesen Trick tatsächlich belohnt – den Keks hatte er schließlich nicht gegessen.

Der Forscher begleitete seine kleinen Versuchspersonen über Jahrzehnte, schickte Fragebogen an Eltern und später an die erwachsen gewordenen Kinder. Es zeigte sich, dass diejenigen, die lange warten konnte, später erfolgreicher waren. Sie konnte schon als kleine Kinder entbehren um später belohnt zu werden. Jetzt leiden und später feiern. Emsige kleine Ameisen, die lieber Samen sammeln, statt schon im Sommer die Beine hoch zu legen. Das Ziel unserer Gesellschaft, schaffe, schaffe, Häußle baue un ned noch de Mädels schaue.

Jetzt hat Mischel die Erkenntnisse seiner Forschung in einem Buch zusammengefasst, das der Marshmallow-Test heißt. Warum? Weil Marshmallows der Hit unter den getesteten Kindern waren und ein Journalist der Testreihe darum den klebrigen Namen gegeben hat. Ferrero wäre entsetzt, aber statt die Schokolade vom Papier zu befreien, würden manche Kinder Lieder singen, zählen wie oft ihr Finger auf den Tisch passt, oder gar einschlafen. Die Taktiken, sich selbst zu beruhigen, zu täuschen und abzulenken, sind endlos. Verdrängung funktioniert ganz einfach.

Von Kindesbeinen an: Ist Erfolg vorherbestimmt? © Gila Hanssen / pixelio.de)

Von Kindesbeinen an: Ist Erfolg vorherbestimmt? © Gila Hanssen / pixelio.de)

Und sind wir jetzt schlauer? Können wir schon im Kindergarten, oder gar im Krippenalter, wenn das begehrte Gut, auf das gewartet werden muss nicht etwa Schokolade ist, sondern ein Elternteil, aussortieren, wer zur Elite der Welt gehören wird und wer eher nicht? Wer später erfolgreich wird und wer sein Leben lang zu früh an der Glocke läuten will?

Bloß nicht! Erstens bereitet jeder Test nur eine Statistik vor, eine Regel. Und Ausnahmen bestätigen die Regel. Sie fallen immer wieder auf. Der erfolgreiche Wissenschaftler Mischel etwa selbst behauptet von sich furchtbar ungeduldig zu sein und nicht warten zu können. Und viel wichtiger. Erfolg ist nicht alles. Auch wenn wir das gerne vergessen. Erfolg macht nicht glücklich. Erfolg heißt nicht, dass jemand mit sich selbst zufrieden ist, dass er liebt und geliebt wird und abends meist mit einem Lächeln einschlafen kann. Erfolg heißt, immer wieder zu entbehren, um im ominösen Später irgendetwas zu bekommen. Kein „I want it all and I want it now“, sondern den Blick immer auf morgen gerichtet zu haben und den Sinn für das heute dabei mitunter zu verlieren.

Bodybuilding – Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Sie sind stark, ihre Muskeln definiert und vor allem extrem ausgeprägt. Überall wo sich Profi-Bodybuilder befinden, ziehen sie die Blicke auf sich. Disziplin und Ehrgeiz spiegeln sich in ihrem Körper wider. Ihr Geheimnis: Anabole Steroide. Das sind künstlich hergestellte männliche Hormone, die eine muskelaufbauende Wirkung besitzen. Je mehr man davon konsumiert, desto besser sind Ergebnis und Erfolg und desto mehr Geld lässt sich mit dem eigenen Körper verdienen. Doch der fatale Zusammenbruch lässt sich nicht immer vermeiden…

Ganz ohne Steroide: Der Natural Bodybuilder präsentiert stolz seinen Körper (Foto: Privat)

Ganz ohne Steroide: Der Natural Bodybuilder präsentiert stolz seinen Körper (Foto: Privat)

In dieser Branche gibt es aber auch das Natural Bodybuilding. Hierbei trainieren die Sportler strikt ohne verbotene Aufputschmittel, um einen möglichst natürlichen Aufbau von Muskeln durch gesunde Ernährung, hartes Training und erholsamer Regeneration zu erreichen. Wer aber in Zukunft den Titel „Mr. Universe“ oder „Mr. Olympia“ tragen möchte, muss leider zu härteren Mitteln wie eben Steroide greifen.
Da der eigene Körper nach zirka zwei bis fünf Jahren intensivem Krafttraining seine genetische Grenze erreicht, ist danach ein weiterer natürlicher Muskelaufbau nicht mehr möglich.

Und dann kommen die effektiven Steroide im Einsatz. Man nimmt sie entweder in Form von Tabletten ein oder injiziert sie mit einer Spritze ins Muskelgewebe. Rund 62 Prozent der Männer und Frauen in Deutschland geben bei der Kolibri Studie 2010 vom Robert-Koch Institut an, beim Trainieren leistungssteigernde Mittel zu nehmen.
Auch Reza A.*, (23), hat Erfahrungen damit gemacht und entdeckte verborgene Kräfte in sich: „Ich habe schon nach einer Woche die Wirkungen von Steroiden gespürt und war verblüfft wie wirkungsvoll dieses Zeug ist. Mit einem Schlag hatte ich einen riesengroßen Appetit und war viel stärker als zuvor.“

Dass diese Art von Aufputschmittel sehr effektiv ist, wissen die meisten Sportler. Bei regelmäßiger Einnahme von Steroiden wird die Leistungskraft beim Training erhöht, indem die Muskeln in deutlich kürzerer Zeit enorm aufgebaut werden. Die Wahrscheinlichkeit, diverse Bodybuilding- Meisterschaften zu gewinnen, steigt folglich und damit auch die Chance auf mögliche Gewinnsummen von bis zu 50.000 Euro. -Welcher junger Bodybuilder würde dieses Angebot auf den ersten Blick ablehnen? Diejenigen, die sich darüber im Klaren sind, welchen Preis man für diesen kurzzeitigen Erfolg bezahlt.

Wer Steroide verwendet, greift in seinen Hormonhaushalt ein, was unangenehme Folgen haben kann: steigende Gewaltbereitschaft, Haarausfall, Akne, Wachstum des Brustdrüsensystems und Schädigung der Leber-, Nieren- und Herzfunktion sind nur einige der vielen gesundheitlichen Konsequenzen.
Auch Reza berichtet von unschönen Nebenwirkungen: „Es wurde einfach nur noch schlimmer mit meiner Akne und Haarausfall. Deshalb habe ich aufgehört Steroide zu nehmen. Was bringt mir die Muskelmasse, wenn das Zeug mich fast schon umbringt? Ich würde jedem Bodybuilder davon abraten. Es lohnt sich einfach nicht, wenn die eigene Gesundheit den Bach runter geht.“

Setzt man dann die Einnahme ab, kann dies sogar zu Depression und Antriebslosigkeit führen.
Hans Sachs vom Forensisch-Toxikologischen Zentrum in München erklärt gegenüber der SPIEGEL: „Es kommt zu einer verminderten Potenz. Es kommt zu einer verminderten Spermienproduktion, was den Jugendlichen oft zunächst nicht auffällt.“ Die Testosteronproduktion findet überwiegend in den Hoden statt. Wird nun Testosteron von außen in den Körper eingeführt, kann es sein, dass die körpereigene Produktion eingestellt wird -und der Hoden schrumpft.

Bodybuilding wird ausgeübt, um den Körper dauerhaft fit und muskulös zu halten. Oft trainieren Sportler bis an ihre physischen Grenzen und in vielen Fällen darüber hinaus. Jedoch sollte genau darauf geachtet werden, was man seinem Körper während dieser Zeit zuführt, denn bei einer Verwendung von anabolen Steroiden wird schnell das krasse Gegenteil eines gesunden und schönen Körpers erreicht.

*Name geändert

Vorschau: Am Mittwoch, 22. April  lest ihr hier ein Interview mit Louisa Winstel, amtierende Rheinland Pfalz-Meisterin in Karate.

Grün vor Neid? Warum wir dieser Eigenschaft schleunigst den Laufpass geben sollten

Grün vor Neid - aber haben wir wirklich Gründe neidisch zu sein? (Foto: uschi dreiucker  / pixelio.de)

Grün vor Neid – aber haben wir wirklich Gründe auf andere neidisch zu sein? (Foto: uschi dreiucker / pixelio.de)

Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich die Eigenschaft Neid erst mit dem Älterwerden einstellt. Vielleicht romantisiere ich das Kind sein aber auch zu sehr. Sogleich fällt mir nämlich ein, dass ich mich mit Freundinnen im Kindesalter in die Haare bekam, mit ihnen raufte, wenn es sich etwa um die Aufteilung von Süßigkeiten drehte und jemand ungefragt diese schon früher anrührte, als abgemacht. Ist Neid eine ganz gewöhnliche, menschliche Eigenschaft? Bei längerem Überlegen fällt mir noch eine weitere Kindheitsanekdote ein: Früher war ich neidisch auf die beeindruckende Überraschungsei-Figurensammlung einer guten Freundin, die schon damals aus seltenen sowie begehrten Elefanten und „Hippos“ bestand. Was dazu führte, dass ich gelegentlich unauffällig eine Figur mitgehen ließ. Ja, noch heute schäme ich mich dafür in Grund und Boden.

Jeder will das größte Stück vom Kuchen: Das scheint sich auch mit dem erwachsen werden nicht zu ändern. Vielmehr weitet sich dieser Neid oft auf andere Lebensbereiche aus (Foto: Gabi Eder  / pixelio.de)

Jeder will das größte Stück vom Kuchen: Das scheint sich auch mit dem erwachsen werden nicht zu ändern. Vielmehr weitet sich dieser Neid oft auf andere Lebensbereiche aus (Foto: Gabi Eder / pixelio.de)

Ist es normal, dass wir auf den Teller des anderen rüber lugen, in der Befürchtung, der Sitznachbar, könne mehr vom leckeren Essen auf den Teller geschaufelt haben? Geht es euch auch manchmal so, dass ihr neidisch seid, wenn das Weihnachtsgeschenk der Geschwister viel besser ausgefallen ist und deren Geschmack getroffen hat? Neid – das bedeutet, dass wir Besitztümer, die sich nicht nur auf das Materielle begrenzen müssen, anderen Menschen nicht gönnen, oder aber uns an Ihre Stelle wünschen. Mit dem Älterwerden, habe ich festgestellt, dass das neidisch sein auch vor dem eigenen Freundeskreis nicht Halt macht. Und das ist etwas, was ich unmöglich akzeptieren kann. Ich würde mich als Menschen bezeichnen, der sich von Herzen für andere freut. Es macht mich gleichermaßen glücklich und stolz, wenn Freunde mir von Erfolgen berichten, sich einen langersehnten Wunsch erfüllen, oder für kontinuierlichen Fleiß belohnt werden und eine verdiente Praktikumsstelle erhalten. Aber ich will mich nicht als Heilige rühmen. Auch in mir macht sich ab und an der Neid breit. Wenn ich Menschen begegne und völlig davon geblendet bin, was diese in ihrem Leben bereits alles erreicht haben, erweckt das auch in mir bisweilen den abscheulichen Neid zum Leben. Plötzlich plustert er sich auf wie noch was. Langsam spüre wie er sich in mir ausbreitet und fast ganz Besitz von mir zu ergreifen scheint.

Lernen wir neidisch zu sein? Ich für meinen Teil  verabscheue es, wenn ich Menschen schon im Gesicht ablesen kann, dass sie auf etwas neidisch sind. Gespielte Freude, ein unbeholfenes, in die breite gezogenes Grinsen, das mehr einer Clownsgrimasse als einem ehrlichgemeinten Lächeln ähnelt – so könnt ihr den Neid garantiert sofort entlarven.  Neid – das ist eine Eigenschaft, die schleunigst aus der Welt verdammt werden muss. Sie beschwört nämlich nur Schlechtes herauf und macht selbst den hübschesten Menschen unsagbar hässlich.

Erfolg macht andere neidisch: Aber wieso gönnen wir Menschen ihren Erfolg oftmals nicht? (Foto: I-vista  / pixelio.de)

Erfolg macht andere neidisch: Aber wieso gönnen wir Menschen ihren Erfolg,  der viel Fleiß und Mühe abverlangt hat, oftmals nicht? (Foto: I-vista / pixelio.de)

Kein Wunder, dass im Christentum Neid eine schlechte Tugend ist und sogar eine der sieben Todsünden darstellt. Und auch im Islam wird Neid als etwas angesehen, dass es zu  überwinden gilt. Jener Miesepeter scheint wohl auch in direkter Verbindung mit dem Egoismus zu stehen. Darum geht es doch im Kern? Wir wollen unentwegt, dass sich alles um uns dreht. Und ja, in dieser Gesellschaft, werden wir zu egoistischen Wesen herangezogen, die nur auf ihr eigenes Wohl aus sind. Ich habe mir eine gute Taktik überlegt, wie ich den Neid, übers Ohr legen kann. Treffe ich Menschen, die ich bewundere, nennen wir das Kind ruhig beim Name, beneide, halte ich mir immer vor Augen, dass diese einen ganz anderen Lebensweg als ich eingeschlagen haben, durch andere Umstände, dorthin gelangten, wo sie heute stehen. Neidisch zu sein, ist bei genauerem Überlegen völlig unsinnig. Nie im Leben nämlich, werde ich wie diese Person sein, die vor mir steht. In meinem Leben haben sich andere Dinge ereignet, die mich an andere Stationen gebracht haben. Wir sollten nicht immer von uns aus gehen und immer sofort alles auf uns beziehen. Womit wir wieder beim Egoismus angelangt wären. Scheint ganz so als seien der Neid und der Egoismus alte Bekannte. Ich habe mir angewöhnt, Menschen zunächst einmal anzuhören und dabei nicht sofort irgendwelche Rückschlüsse auf mich zu ziehen. Das hilft. Und tut zudem Freundschaften gut und fördert neue Bekanntschaften. Deshalb sollten wir alle dem Neid den Laufpass geben. So kann zumindest ich mich viel besser auf Menschen einlassen, mich an Konversation erfreuen, etwas Nützliches daraus ziehen und am Ende vielleicht sogar motiviert und angespornt aus dieser hervorgehen.

Vorschau: Eva verrät nächstes Mal, warum wir öfter mal zum Stift greifen und Briefe schreiben sollten.

„In jedem Teil steckt ein kleines Stückchen Oma oder Opa“ – Designerin Nadine Psotta im Interview

Von Indonesien ins waschechte Schwabenland. Schwabenkind Designerin Nadine Psotta legte einen langen Weg für ihren Modetraum zurück. Bereits mit 12 Jahren entdeckte sie ihre Liebe zur Mode und arbeitete ab diesem Zeitpunkt hart an ihrem Traum. Nach einer Second-Hand-Boutique, Arbeiten für die Filmbranche und die Produktion ihrer ersten Kollektion in Indonesin, ist die Modedesignerin an ihrem großen Traum angekommen und führt nicht nur eine erfolgreiche Modelinie, sondern produziert inzwischen, ganz getreu dem Namen, ausschließlich im Schwabenland.

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Schwabenkind ganz privat: Designerin Nadine Psotta in ihrem Atelier. (© Ilona Schneider)

Face2Face: Wann wusstest du, dass du etwas mit Mode machen möchtest?
Nadine: Ganz genau am 06.07.1989, meinem ersten Tagebucheintrag. An diesem Tag habe ich Modeschöpferin gespielt. Von meinen Eltern habe ich viel Lob bezüglich meines Talents erhalten. Auch wenn dies eher große Elternliebe war, mein Weg ebnete sich damals genau in diesem Moment. Am Abend dieses Tages interviewte ich mich selbst und beendet des Interview mit folgendem Satz: „Und heute ist sie eine ganz bekannte Modeschöpferin“. Jedes mal, wenn ich diesen Satz lese, muss ich schmunzeln – Ich möchte definitiv einmal die Entwürfe von damals mit meinem heutigen Wissen umsetzen.

 www.lichtformstudios.de

Verspielt und unkonventionell: Schwabenkind-Dirndl mit Blumenschmuck. (© www.lichtformstudios.de)

Face2Face: Dein Modelabel wurde ja nach deinen Großeltern benannt, welche Geschichte steckt da dahinter?
Nadine: Meine Großeltern hießen Karl und Maria. Meine Oma war eine ganz begeisterte Näherin und hat viele Dinge mit mir umgesetzt. Aufgrund ihrer gradlinigen Phantasie, haben wir haben uns zwar immer die Köpfe eingeschlagen, ich konnte mich am Schluss aber immer gut durchsetzen. Wir haben sehr viel zusammen gearbeitet. Meine Oma war auch diejenige, die mir die Liebe zum Nähen und Designen beibrachte. Leider ist sie ein halbes Jahr vor meinem Modedesign Abschluss verstorben. In Anlehnung an meine Oma und meinen Opa habe ich deshalb die Modelinie Karla Maria begonnen, wobei Schwabenkind heute präsenter ist bzw. Karla Maria die Exklusivmarke von Schwabenkind ist.

Face2Face: Neben den Basics und Kindersachen gibt es auch die Kollektionen King Karl und Queen Maria. Wofür stehen diese Kollektionen?
Nadine: King Karl steht für meinen Opa den Karl und Queen Maria für meine Oma Maria.

Face2Face: Wie wird denn dein ganz eigener Stil und damit auch deine Kollektionen beeinflusst?
Nadine: Ich reise sehr viel und schaue mir auch gerne Dokumentationen über andere Länder und Kulturen an. Darüber erhalte ich immer ganz witzige Ideen.

Face2Face: Deine Kollektionen sind ja sehr farbenfroh – welche ist denn deine Lieblingsfarbe?
Nadine: Meine Lieblingsfarbe ist Petrol. Petrol oder Türkis, das sind meine persönlichen Favoriten.

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Ein Traum in Pink: Eines der vielen farbenfrohen Designs von Nadine Psotta. ( © www.lichtformstudios.de)

Face2Face: Was möchtest du mit deinen Designs ausdrücken?
Nadine: Ich möchte zeigen, dass alles was nicht zusammen passt, am Schluss definitiv passend gemacht werden kann. Für meine Phantasie gibt es keine Grenzen und ich vertrete die Meinung, dass Schönheit immer im Auge des Betrachters liegt. Was mich auch immer genervt hat ist, dass wenn ich in einen Kinderladen rein gegangen bin, ich immer so viele Kleidungsstücke gesehen habe, die ich auch so gerne haben wollte, allerdings gab es diese natürlich nie in meiner Größe. Deshalb habe ich beschlossen, dass ich auch solch eine bunte und verrückte Mode machen möchte, allerdings für Erwachsene.

Face2Face: Symbolisieren diese Kollektionen deine Großeltern?
Nadine: In den Kollektionen steckt meistens ein kleines Stück Oma oder Opa. Sei es ein alter Stoff den ich verarbeite oder Rüschen und Knöpfe, die ich noch von meiner Oma geerbt habe.

Face2Face: Deine Kleidungsstücke werden ausschließlich im Schwabenland produziert. Was ist dir daran besonders wichtig?
Nadine: Die Produktion im Schwabenland ist mir auf Grund meiner guten Zusammenarbeit mit meinen Geschäftspartnern Brigitte und Gerhard von der Schwäbischen Alb besonders wichtig. Die hohe Qualität die sie mir bieten, ist einfach unschlagbar. Auch der kurze Anfahrtsweg und der rechtliche Schutz der mir im Inland zusteht, sind grundlegende Kriterien für meine Wahl. Was mir natürlich auch gefällt ist, dass man mich hier versteht, wenn ich „schwätze“, was in Asien generell nicht der Fall war, vor allem wenn ich „gemotzt“ habe.

Face2Face: Soll die Produktion im Schwabenland auch die Marke Schwabenkind symbolisieren?
Nadine: Ich will Schwabenkind definitiv nur noch im Schwabenland produzieren.

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Traditionell und doch verrückt: Das Waldmädchen von Schwabenkind. (© www.lichtformstudios.de)

Face2Face: Wie sieht denn der typische Kunde/die typische Kundin aus, die Schwabenkind kauft?
Nadine: Typische Kunden gibt es bei mir gar nicht. Bei mir kauft wirklich von der kleinen Prinzessin, die von ihrer Mutti etwas bekommt, bis zur Oma mit lila gefärbten Haaren. Das beste Erlebnis war auf einer Messe, als ich von weitem zwei Personen gesehen habe, die komplett in Lack und Leder gekleidet waren. Ich wunderte mich schon wo diese hin möchten, als ich an ihrem Namen erkannte, dass sie Stammkunden von mir waren. Im Endeffekt richtig geile Leute. Ich habe noch nie einen meiner Kunden kennengelernt der mir unsympathisch war.

Face2Face: Was hast du, was andere nicht haben?
Nadine: Ich denke meine Stärke liegt darin, dass ich mich nicht darum schäre was gerade Mode ist. Ich höre auf mein Herz und mache nur die Dinge, die mir Spaß machen. Mein großes Geheimrezept liegt wohl darin, dass es mir nicht darum geht das große Geld zu machen, sondern mich selbst in meiner Arbeit widerzuspiegeln.

Danke Nadine Psotta für den Einblick, dass hinter der Mode nicht nur Trends und schöne Schnitte stecken, sondern auch viel tiefgründige Bedeutung und ganz viel Herz.

http://schwabenkind.com

Vorschau:

Mainstream – Musik ohne Message?

Vor allem im Radio läuft Mainstream-Musik. (Foto: V.Wahlig)

Eintönig: Vor allem im Radio läuft Mainstream-Musik. (Foto: V.Wahlig)

Das ist ja mal wieder voll Mainstream, das neueste Lied in den Charts!“ – diesen Satz habt ihr bestimmt schon mal gehört, wenn ihr gerade beschwingt einen aktuellen Song im Radio gehört habt. Aber was ist eigentlich Mainstream und was soll daran so schlecht sein?

Unter Mainstream (zu Deutsch: Hauptstrom) versteht man den Geschmack, der einem Großteil der Gesellschaft gefällt. Aber bedeutet dies, dass Musik die von einer breiten Masse gehört wird, dann auch inhaltsleer ist?

Die meisten Lieder in den aktuellen Charts drehen sich um Liebe, Tanzen oder Party. Hinzu kommt noch eine Brise von Gute-Laune-Klängen und fertig ist der Song. So singt uns Pharrell Williams gut gelaunt ein „Happy“ (zu Deutsch: glücklich) entgegen und Miley Cyrus scheint nur mit ihrer halbnackten Performance auf einer Abrissbirne noch schockieren zu können. Muss man dann die Frage nach inhaltsleerer Mainstream-Musik klar mit einem Ja beantworten? Ist Gesellschaftskritik in Mainstream-Musik ein Tabuthema?! Ist das Ziel der Musiker wirklich nur schnell reich und berühmt zu werden? Müssen wir uns fragen, ob wir als Hörer lieber die inhaltsleeren Gute-Laune-Lieder kaufen und ob uns der Style des Musikers wichtiger ist, als der Text des Liedes?

Es wäre zu schnell geurteilt, wenn man behauptet, dass die Lieder in den Charts fern von Gesellschaftskritik sind. Unser Anspruch an politischer Beteiligung nimmt zu und so äußern sich auch viele Musiker in ihren Songs zu aktuellen Themen wie Gewalt oder Homophobie. Natürlich handelt nicht jedes Lied in den Charts von solch schwerer Kost. Doch es werden eben auch Gefühle zu den meist diskutierten Themen von Musikern in ihren Songs verarbeitet.

Bestes Beispiel ist der momentan bekannte und erfolgreiche Rapper Mackelmore zusammen mit seinem Produzenten Ryan Lewis. Mit dem Song „Same Love“ (2012) äußerte er sich öffentlich zum Thema Homophobie. „Same Love“ erschien während eines Volksentscheids in Washington zur Legalisierung der Homo-Ehe. Zudem ist Mackelmore ein Beispiel dafür, dass man mit kritischen Liedern die breite Masse für sich gewinnen kann. In 17 verschiedenen Charts konnte sich der Song über mehrere Wochen halten. Außerdem erhielt der Song einen VMA (MTV Video Music Award) für das beste Video mit einer sozialen Botschaft. Nach diesem Preis stieg „Same Love“ nochmals in den Charts auf, da immer mehr Leute den Song kauften.

Mackelmore ist keineswegs ein Einzelfall in der Mainstream-Musik. Pink griff 2006 mit ihrem Song „Dear Mr. President“ den damaligen Präsidenten der USA – George W. Bush an und landete damit in Europa und Kanada Chartplatzierungen. Aber auch deutsche Musiker stehen ihren amerikanischen Kollegen in nichts nach. Xavier Naidoo ist einer von ihnen. Er singt über Ungerechtigkeit, Ausländerfeindlichkeit oder Drogenmissbrauch und ist dabei einer der erfolgreichsten Musiker, der auch die breite Masse für sich begeistern kann.

Schlussendlich lässt sich also sagen, dass Mainstreammusik zwar hauptsächlich gute Laune und Liebe in den Fokus stellt. Aber sie kann eben auch gesellschaftskritisch sein und den Hörer auffordern, über diese Kritik nachzudenken.

Vorschau:     Nächsten Samstag gibt es einen Ausgeh-Tipp für das Rhein-Main-Gebiet.

Tipps für den Alltag: Smalltalk ist mehr als nur sinnloses Gequatsche

Wohl kaum einer kann sich davor drücken, wir alle tun es schließlich täglich und überall: Smalltalken.
In den verschiedensten alltäglichen Situationen reden wir mit Personen, die wir nicht sonderlich gut kennen – sei es auf Partys, im Treppenhaus, in Aufzügen, im Supermarkt, auf der Straße oder bei der Zugfahrt. Trotz allem ist das kleine Gespräch im Alltag für viele Personen lästig oder überflüssig. Gerade dann, wenn ein üblicher Wortwechsel wie: „Hallo, geht´s Ihnen gut?“, „Danke, ja. Und Ihnen?“, „Danke auch“ folgt und sich ein Lächeln mit einem unangenehmen Schweigen anschließt. Das Gespräch ist beendet. Eigentlich eine peinliche Situation.

Dabei kann Smalltalk mehr sein als nur sinnloses Gequatsche. Smalltalk ist der Erfolgsfaktor – und das nicht nur täglich im Privat- sondern auch im Berufsleben: in Kundengesprächen, beim Vorbeilaufen am Vorgesetzten auf dem Gang, aber auch während eines Vorstellungsgesprächs. Der perfekte Smalltalk lockert viele versteifte Situationen – gewusst wie, kann man eine Menge Kontakte knüpfen, Bekanntheit erlangen und zudem echte Sympathiepunkte sammeln.

Aber wie fange ich so ein spontanes Gespräch an? Und was soll ich überhaupt sagen? Keine Angst: Intelligent smalltalken kann jeder, es ist alles reine Überwindungs- und Übungssache.
Damit auch euer Smalltalk zum Erfolg wird, verrät euch die Tipps&Tricks-Redaktion die Smalltalk-Erfolgsregeln:

Täglich und überall: Smalltalk ist der Erfolgsfaktor

Täglich und überall: Smalltalk ist der Erfolgsfaktor (© Maren Beßler / pixelio.de)

Mit einem Lächeln beginnen
Ein nettes, ehrliches Lächeln ist die Grundvoraussetzung für den Beginn eines Gesprächs, es wirkt nicht nur sympathisch, sondern verleiht einer unangenehmen Situation zudem noch eine positive Stimmung.

Gesprächsbeginn wagen
Keine Bedenken vor belanglosen oder offensichtlichen Themen, denn gerade solche Themen eignen sich hervorragend für den Gesprächseinstieg. Empfehlenswert sind ganz einfache Themen wie: Hobbys, Sport, Wetter, TV-Programm, Wohnort, Beruf, Arbeitsweg oder Urlaubsreisen – und das ist auch der Aufhänger: „Sie sehen so erholt aus – waren Sie um Urlaub?“, „Ich bin zum ersten Mal hier. Waren Sie schon öfters in dieser Gegend?“, „Wenn ich das sagen darf: Sie haben eine wirklich schöne Bluse“. Netter Humor, Lob und Komplimente können übrigens die Gesprächssituation schnell auflockern. Wichtig dabei ist aber, dass man nach einem gelungenen Gesprächseinstieg, den Ball ins Rollen bringt und in das nächste naheliegende Thema übergeht.

Intelligente Fragen stellen
Besonders gut eignen sich die sogenannten W-Fragen (wo, wie, wieso, wann), da hierbei – wie es ein Gespräch wünscht – ganze Sätze als Antworten folgen. Auf geschlossene Fragen folgt nämlich meist nur ein „Ja“ oder „Nein“, wodurch sehr schnell ein Schweigen entstehen kann.

Kritische Themen vermeiden
Solange ihr die Person gegenüber noch nicht besonders gut kennt, solltet ihr folgende Themen besser vermeiden: Religion, Finanzen, persönliche Probleme, Tod, Gerüchte und Lästereien über nicht anwesende Personen.

Gemeinsamkeiten finden
Sobald Gemeinsamkeiten und dieselben Interessen gefunden sind, entwickelt sich das Gespräch ganz von alleine. Tipp: Häufige Gemeinsamkeiten finden sich im Sport, in der Musik oder in bekannten TV-Serien/Sendungen.

Rechtzeitig das Gespräch beenden
Jedes Gespräch hat ein Ende. Sobald einem die Themen ausgehen, sollte man nicht zwanghaft weiter nach Gesprächsstoff suchen – besser ist es, das Gespräch freundlich und mit Ausblick zu beenden, beispielsweise stellt ihr ein weiteres Gespräch in Aussicht.

Üben, üben und nochmals üben
Zum Schluss heißt es nur noch üben! Mit jeder Überwindung und jedem gelungenen Smalltalk gewinnt ihr mehr Sicherheit – das bedeutet jegliche alltägliche Gelegenheit nutzen.
Übrigens: Ein gelungener Smalltalk kann wirklich Spaß machen. Wir wünschen euch viel Erfolg!

Vorschau: Nächste Woche folgen hier nützliche Tipps zur Pflege eurer Orchideen.

 

 

Selbstversuch Playbook

Es war an einem Samstag, den 13. September 2008, als die Karten zwischen Mann und Frau neu gemischt wurden. Die ProSiebenSat1-Media strahlte die erste Folge einer Serie aus, die in Amerika bereits erfolgreich lief und in Deutschland zur neuen Lieblingssendung aufsteigen sollte: How I met your Mother.

Abgesehen von den Alltags- und Liebesgeschichten der Figuren avancierte sehr schnell eine Figur aus Besetzung zum absoluten Publikumsliebling: Der stehts einen maßgeschneiderten Anzug tragende Barney Stinson. Die Figur zeichnet sich dadurch aus, dass er auf die wohl kreativste Art und Weise Frauen klarmacht. Hier hat sich die Face2Face-Redaktion gedacht, ob man zwischen der Fantasiewelt des Fernsehens und dem wahren Leben einen Bogen spannen kann.

Wie funktionieren die Anmachtricks des schillernden Helden Barney Stinson im echten Leben?

Mit freundlicher Unterstützung erhielt die Face2Face-Redaktion das Playbook vom riva-Verlag. Dieses bibelgleiche Buch führt alle Anmachtricks von Stinson auf und ermöglicht es dem Leser, laut der Aufschrift auf dem Cover, spielend leicht Mädels klarzumachen“. Um diese These zu überprüfen zu können, hieß es somit am Freitag, den 24. Mai „Suit Up“ (zu Deutsch: Anzug an).

Zuvor sollten allerdings Maßnahmen für die erfolgreiche Umsetzung der Anmachtricks getroffen werden. Zum Einen kann es nie schaden, wenn man einen Wingman (Partner zum Aufreißen von Frauen) – in meinem Fall sogar zwei – an der Seite hat und zum Anderen müssen die Tricks zuerst einmal genauesten studiert und selektiert werden. Beim Lesen des Buches fiel gleich auf, dass man für die Umsetzung der Tricks mehr als nur einen Anzug oder zumindest ein Sakko und gute Schuhe anziehen muss.

Am Beispiel des Tricks Legionär“ muss man nicht nur sich als Soldat ausgeben, sonder auch dem Militär zwangsläufig beitreten. Aus beruflichen sowie zeitlichen Konflikte verwarf ich diesen Trick ziemlich schnell. Auf Grund gesetzlicher Konflikte musste ich auch bei der Schaufensterpuppe“ passen, da es mir leider unmöglich war in ein Geschäft einzubrechen und mich als lebendig gewordene Schaufensterpuppe zeigen zu können. Man musste sich somit Tricks aussuchen, die sich durch ihre Spontanität auszeichnen und auch zu dem Probanden passen.

Die Bibel für Barney Stinson: Das Playbook (Foto: spies)

Die Bibel für Barney Stinson: Das Playbook (Foto: spies)

In Mannheim angekommen liefen die beiden Wingmen und der Proband erst einmal in eine Bar, um die Tricks noch einmal zu besprechen und die kommende Strategie festzulegen. Nach ein paar „Astras“ und dem passenden Shot Wundertüte“, ging man in eine gut besuchte Bar in Mannheim und ließ sich einfach mal Überraschen, was an diesem Abend noch so kommen mag. Am Tresen der Bar angekommen fielen gleich zwei Frauen auf, die nur auf einen Barney gewartet haben. Allerdings musste die Strategie geändert werden, da der Trick für zwei Frauen gleichzeitig gelten musste. Somit wurde Der Schriftsteller“ gespielt. Laut Buch liegt hier die Erfolgsquote bei 18 % und die Frau muss ein Buch in der Hand halten. Da das leider nicht der Fall war, holte ich mein Notizbuch heraus und ging auf die Beiden zu. Mit den Worten Ich schreibe ein Buch und deine Freundin sieht perfekt für eine der Figuren aus. Kannst du mir ein bisschen was über sie erzählen?“ sprach ich eine der beiden Frauen an. Nach einem kurzen Stutzen, bekam ich ein Lächeln und schon gingen die beiden Frauen darauf ein. Da Eis war gebrochen und der Trick funktioniert sogar. Die beiden Frauen, nennen wir sie hier Laura und Selina, plauderten ausgiebig mit mir und ich ging in meiner Rolle als Schriftsteller voll auf. Ich erzählte Ihnen von dem Buch und es gefiel den beiden. Nun wurde es ernst: Ich fragte nach Ihren Handynummern. Und da erhielt ich die erste Absage, sie gaben mir allerdings ihre E-Mail-Adressen. Naja ein Trostpreis ist schließlich auch eine Trophäe, dachte ich mir und verabschiedete mich höflich.

Nun musste ein neuer Trick her. Da meine beiden Wingmen leider unabkömmlich waren, da sich ein Kicker im selben Raum befand, musste ich mich allein als urbaner Krieger mit Sakko auf die Jagd begeben. Ich hatte gemerkt: Wenn man überzeugt an einem Trick festhielt, konnte die Illusion über das Unverständnis siegen und der Trick würde funktionieren. Es wurde also Zeit für einen Höhepunkt dieser Inszenierung und ich ging auf eine Frau zu und versuchte den Pistole auf die Brust“. Die Erfolgsquote liegt hier, laut Playbook, bei 25 %, also höher als bei dem Schriftsteller“. Ich ging also auf sie zu und fragte gezielt und bestimmt: Willst du mit mir schlafen?“. Nach einem kurzen verständnislosen Blick kam allerdings ein kurzes Nein“ das von einem kleinen aber sehr deutlichen Kopfschütteln begleitet wurde. Nun dann gehörte ich hier also auch eher zu den 75 % die mit der Bahn „Abfuhr“ in das Tal „Heute-schläfst-du-allein!“ fahren.

Nach einer kurzen Absprache mit den Wingmen, die bereits ihr siebtes Spiel in Folge gewonnen hatten, fasste ich wieder Mut und es folgte der 3. Versuch: „Der Freund von Michael“. Ich starte diesen Trick mit einer vom Buch ausgeschriebenen Erfolgsquote von 90 %. Der Schwachpunkt ist in dem Buch folgendermaßen eingetragen: Wer ist Michael?“. Die begründete Frage könnte somit auch diesen Trick scheitern lassen. Ich setze mich also neben eine neue Auserwählte und gebe mich ganz überrascht und sage brav aus dem Playbook auswendig gelernt: Mensch, das ist ja toll, dass wir uns wiedersehen! Du, sei mir nicht böse, aber ich weiß nicht mehr, wie du heißt.“ Nachdem sie mir ihren Namen verraten hat, erwidert sie, dass sie mich aber sicherlich noch nie zuvor gesehen hat. Das ist der Moment an dem ich angebe, ein Freund von Michael zu sein. Leider kam es, wie es kommen musste und sie fragt mich Von welchem Michael denn?!“. Als ich ihr sage, dass ich leider den Nachnamen vergessen habe, aber es wirklich schön ist, sie wieder zu sehen, kommt mir die Idee: Ich verbinde zwei Tricks. Ich füge also schnell noch hinterher, dass ich Schriftsteller bin und sie ideal für mein Buch ist, dass ich gerade schreibe. Ein paar Minuten später schreibt sie mir ihre Handynummer in mein Notizbuch. Die Mission ist erfüllt.

Am Ende war das abschließende Resultat zwei Handynummern, zwei E-Mail-Adressen, ein Bild von einer Lotusblüte und ein Gedicht. Es lässt sich also sagen, dass es durchaus möglich ist, die Tricks aus dem Playbook in der wahren Welt anzuwenden, allerdings sollte man doch ein gewisses schauspielerisches Talent besitzen. Der Proband verließ somit die Bar mit einem großen Grinsen und die beiden Wingmen hatten ebenfalls etwas zu feiern: Sie waren den ganzen Abend die ungeschlagenen Meister am Kicker.

Vorschau: Und nächste Woche lest ihr hier etwas über zwei junge Unternehmensgründer auf dem Weg zum Erfolg.

Wie werde ich YouTube-Star?

Es gibt viele Möglichkeiten berühmt zu werden – ob man nun eine Band gründet, in eine Model-Agentur tritt, einen Roman schreibt oder sich in Hollywood versuchen möchte. Eine weitere Möglichkeit findet sich im Internet: die Video-Plattform YouTube. Viele YouTuber wie Michelle Phan gelten in der Szene schon als wahre Größen und alte Hasen. Einige von ihnen haben ihre Bekanntheit sogar außerhalb des Mediums Internet halten können. Doch wie wird man überhaupt YouTube-Star? Was muss man auf dem Weg zum Internet-Star beachten? Darüber klärt Face2Face mit 15 nützlichen Tipps auf:

1. Der Weg ist das Ziel
Wer Videos dreht, um berühmt zu werden, kann scheitern. Wer Videos dreht, um Spaß zu haben, kann nur gewinnen. Denn so kann man trotz Kritik hinter dem stehen, was man produziert. Außerdem merkt man es den Videos hinterher an, ob jemand Spaß beim Dreh hatte. Enthusiasmus und Freude an der Arbeit verbessern somit nicht nur die Qualität, sondern sprechen zudem die Zuschauer an.

Im Trend: Das Video-Portal YouTube gilt als beliebtes Karriere-Sprungbrett (© YouTube)

2. Zeit
YouTuber, die heute zu den großen Berühmtheiten zählen, haben alle klein angefangen. Meist dauert es Jahre bis die Videos Aufmerksamkeit erregen. Falls die Videos am Anfang keine große Resonanz erzeugen, sollte man sich dadurch keinen Druck machen. Geduld und Ausdauer zahlen sich meist aus.

3. Equipment
Durch die vielen massenmedialen Angebote ist man als Zuschauer einiges gewohnt daran was die technische Qualität von Videos betrifft. Möchte man nicht gezielt „trashig“ wirken, ist eine überzeugende Ausstattung somit unabdingbar: eine hochwertige Kamera, gute Beleuchtung und ein solides Videobearbeitungsprogramm gehören mit zum Repertoire eines YouTubers.

4. Handwerk
Videos drehen und schneiden bedeutet Arbeit. Wer keine Kenntnisse in der Bearbeitung und Nachbereitung hat, sollte sich diese aneignen.

5. „Content ist King“
Eine gute Ausrüstung und professionelle Bearbeitung tragen zur Qualität der Videos bei. Letztendlich kommt es jedoch auf den Inhalt an, sei es nun Unterhaltung, Wissen oder Ratschläge. Überzeugt man hier, so ist der Zuschauer eher dazu bereit bei technischen Fehlern ein Auge zuzudrücken. Vor allem Humor und Neuigkeiten haben sich als Zuschauermagneten erwiesen.

6. Konzept
Es sollten keine Videos aus Langeweile gedreht werden. Das Produkt sollte stets ein festes Ziel verfolgen: Möchte man über den Alltag berichten? Oder geht es darum, den neuen Kinoschlager zu kritisieren? Sinn und Zweck des Ganzen sollten klar erkennbar sein, damit dies auch beim Zuschauer ankommt. Dazu dient ebenfalls eine lange und gute Vorbereitungszeit. Vor der Kamera sollte man wissen, wie man sich bewegen und was man sagen möchte. Bei der Konzeption des Videos zählt vor allem die Kreativität.

7. Kreativität
Durch die große Anzahl an medialen Reizen und Angeboten ist es schwer, Aufmerksamkeit zu erregen. Damit dies doch gelingt, muss sich das Video vom Alltag abgrenzen. Kuriose Inhalte sowie außergewöhnliche Macharten sind hierbei ein Mittel zum Zweck. Wer eine originelle Idee hat oder ungewöhnliche Talente und Interessen verfolgt, sollte darüber berichten. Denn vor allem im Video-Segment zählt es, ein Original zu sein.

8. Selbstpräsentation
Die Kamera ist der beste Freund. Für Angst und Nervosität vor der Kamera gibt es somit keinen Grund. Man sollte sich seiner eigenen Wirkung bewusst sein, auf Körperhaltung und Aussprache achten. Oft hilft es, mehrere Videos zu machen und sich selbst zu analysieren. Vor allem der Blick in die Kamera und eine verständliche und kräftige Stimme überzeugen die Zuschauer.

9. Authentizität
Oft wirken Videos gekünstelt und überspielt. Damit dies gar nicht erst geschehen kann, sollte man sich so geben wie man ist. Authentizität ist der Weg zum Erfolg.

10. Marktanalyse
Hat man kein völlig neues Konzept entwickelt, kann man sich an bereits vorhandene Formate anlehnen. Wichtig ist hierbei zu wissen, gegen welche – vielleicht schon bekanntere – YouTuber man sich durchsetzen muss und womit man punkten kann. Denn auch hier zählt: Original statt Kopie. Wer lediglich große YouTuber imitiert, wird kaum Anklang finden – es sei denn, es handelt sich dabei um eine Parodie.

11. Zielgruppenanalyse
Um möglichst viele Zuschauer zu erreichen sollte man möglichst viele Menschen mit dem Video ansprechen. Zu wissen für welche Bereiche und Diskurse sich die Zielgruppe interessiert helfen dabei. Berichtet man über ein populäres Thema, werden sich viel mehr Leute für das Video interessieren. Außerdem kann es nicht schaden, sich über die Kommentare und sozialen Netzwerke mit den Zuschauern auszutauschen.

12. Youtube
Auch auf YouTube selbst gibt es Möglichkeiten, bekannt zu werden – so beispielsweise ein eigener YouTube-Kanal. Hier kann man sich vorstellen, Werbung für die eigenen Produktionen machen und sich mit Zuschauern austauschen. Werden in regelmäßigen Abständen Videos eingestellt, hat dieser zudem einen Grund den Kanal öfter zu besuchen oder direkt zu abonnieren. Der Kanal sollte optisch ansprechend gestaltet werden. Verfügt man über keine eigenen Gestaltungsmöglichkeiten, so findet man im Internet zahlreiche frei verfügbare Designs. Die Videos wiederum sollten mit häufig genutzten Schlagwörtern, einem guten Titel und einer aussagekräftigen Videobeschreibung versehen werden. Schließlich handelt es sich bei YouTube um eine Suchmaschine. Außerdem kann man mit weiteren YouTubern Kooperationen und Koproduktionen eingehen und so auf beiden Seiten die Zuschauerzahl steigern. Wichtig ist es jedoch stets die YouTube-Regeln im Auge zu behalten.

13. Kommentare
Kommt das eigene Video bei den Zuschauern nicht gut an, sollte man sich dadurch nicht entmutigen lassen. Vielmehr sollte man die Kommentare als konstruktive Kritik aufnehmen und Verbesserungsvorschläge berücksichtigen.

14. Call to Action“
„Schreibt mir in die Kommentare“, „Daumen hoch, wenn es euch gefallen hat“, „Kommentiert und abonniert“ – eine kleine Aufforderung hat einen großen Effekt. Man sollte den Zuschauer direkt ansprechen und ihn auffordern etwas zu tun. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er auf das Video reagiert und damit weiterarbeitet.

15. Eigeninitiative
Um auf YouTube berühmt zu werden, reicht es somit nicht aus nur Videos zu drehen. Ob man nun Kontakt mit den Zuschauern hält, sich mit anderen YouTubern anfreundet oder Werbung für sich macht – stets ist Eigeninitiative gefragt. Vor allem das eigene Netzwerk sollte ausgebaut und an sich gebunden werden. So kann man die Videos auf anderen Plattformen hochladen, Freunden eine E-Mail schicken oder ähnliche Videos von anderen YouTubern kommentieren. So sind diese eher dazu bereit die „Videoantworten“ anzusehen und darauf zu reagieren.

Vorschau: Nächste Woche erwarten euch nützliche Tipps für den Umzug.

Einzelkämpfer mit vielen Talenten – Daniel Aminati im Interview

Das Gesicht von "taff": Daniel Aminati (Foto: Bene Müller/ProSieben)

Ursprünglich wollte er Fußballprofi werden, feierte dann mit der Boygroup „Bed & Breakfast“ musikalische Erfolge. Heute moderiert er „taff“, ein bekanntes Lifestyle-Magazin für den TV-Sender „ProSieben“ – Daniel Aminati hat bereits eine beachtliche Karriere hingelegt. Mit Face2Face sprach der 38-Jährige über sein Erfolgsrezept, die Familienplanung und neue Projekte.

Face2Face: Sie haben vor Kurzem „Die Alm“ moderiert. Könnten Sie sich vorstellen, auch einmal als Bewohner auf die Alm zu gehen?
Aminati:
Nein, ich denke nicht. Das Format „Die Alm“ zielt darauf ab, die Protagonisten an ihre Grenzen zu bringen. Warum sollte ich mich dem aussetzen? Zudem ist mir meine Privatsphäre zu wichtig, als dass ich 24 Stunden am Tag eine Kamera um mich herum haben wollen würde. Einem privaten Besuch auf einer Alm mit Freunden würde allerdings nichts im Weg stehen.

Face2Face: Wie sind Sie dorthin gekommen wo Sie heute sind? Was ist ihr Erfolgsgeheimnis?
Aminati:
Mein Erfolgsgeheimnis ist ganz einfach: Spaß haben. Ich glaube, wenn man etwas mit Spaß tut, entwickelt man bestimmte Qualitäten und investiert gleichzeitig auch viel mehr Energie und Zeit, als wenn man etwas nur ungern macht.

Face2Face: Wie sieht ein durchschnittlicher Wochentag bei Ihnen aus?
Aminati:
Ich stehe zwischen sechs und sieben Uhr auf, treibe dann meist etwas Sport. Zurzeit bin ich auch viel im Studio, um Songs zu schreiben und mein neues Album aufzunehmen, das im Frühjahr erscheinen soll. Ab 14.30 Uhr bin ich dann meist im Sender bis etwa 18.30 Uhr.

Face2Face: Mit 17 Jahren wollten Sie Fußballprofi werden, spielten in der Jugendmannschaft von Alemannia Aachen und dann beim FC Bayern München. Wieso hat es damals nicht geklappt mit der Fußballkarriere und macht sie das manchmal traurig?
Aminati:
Ich denke, ich war zu unkonzentriert und zu unruhig für eine Fußballkarriere. Wenn man in jungen Jahren ein Talent entwickelt, sollte das von der Familie erkannt und gefördert werden. Bei mir war das leider nicht der Fall – ich war immer nur Einzelkämpfer. Obwohl es ein großer Traum von mir war Fußballprofi zu werden, bin sehr zufrieden mit meiner aktuellen Karriere. Außerdem wäre ich mit heute 38 Jahren ja schon längst nicht mehr aktiv dabei, sondern hätte höchstens noch einen  Managerposten inne.

Symbolisiert Leichtigkeit: Aminatis Tattowierung auf der linken Körperhälfte (Foto: Guido Schröder)

Face2Face: Sie engagieren sich unter anderem für Kinder in Afrika. Was bedeutet Ihnen Ghana, das Vaterland Ihres Vaters?
Aminati:
Ehrlichgesagt habe ich mit Ghana selbst wenige Berührungspunkte. Ich war auch noch nie dort. Meine Eltern haben sich früh scheiden lassen – vielleicht liegt es daran. Trotzdem werde ich natürlich durch mein Aussehen mit meinen Wurzeln konfrontiert und habe daher auch eine Affinität zu dunkelhäutigen Menschen. Aber ich engagiere mich ja nicht nur in afrikanische Organisationen: Ich  bin zum Beispiel auch Mitglied bei „Alle Kids sind VIP′s“, einem Verein, der Kinder mit Migrationshintergrund unterstützt. In meinen Augen ist es ein Unding, dass Migrantenkinder immer noch benachteiligt werden. Mario Gomez und „Culcha Candela“ sind auch Förderer dieser Organisation.
Ich versuche einfach kleine Beiträge zu leisten, weil es mir gut geht. Ich möchte etwas davon zurückgeben. Außerdem glaube ich, dass ein solches Engagement mich auf dem Boden der Tatsachen hält.

Face2Face: Haben Sie eine Freundin?
Aminati:
Ja, ich habe eine Freundin. Wir kennen uns seit etwa einem Jahr. Ich fühle mich sehr wohl in der Beziehung, weil wir eine Sprache sprechen. An meiner Freundin schätze ich, dass sie herzensgebildet und intelligent ist.

Face2Face: Wie sieht es mit Familie und Kindern aus? Ist da etwas in Planung?
Aminati:
In Planung würde ich nicht sagen. Da ich drei Schwestern habe, war bei uns zuhause früher immer etwas los. Daher will ich auf jeden Fall eine Familie gründen. Wenn es dann soweit ist, freue ich mich natürlich, aber es ist jetzt nicht der nächste Schritt.

Face2Face: Sie haben mehrere Tattoos. Haben sie eine tiefere Bedeutung?
Aminati:
Ich habe drei Tattoos. Das kleinste davon befindet sich an der Innenseite des linken Oberarms. Es sind chinesische Zeichen, die „Reisender auf der Suche nach Frieden“ bedeuten. Meinen rechten Oberarm ziert ein Drache, der in der Mythologie der Asiaten für Glück und Stärke steht. Dieses Tattoo ist in einer für mich sehr schwierigen Zeit entstanden, nämlich zwei bis drei Jahre nach meinem Ausstieg mit „Bed & Breakfast“. Damals bin ich in ein tiefes Loch gefallen. Mein drittes Tattoo befindet sich am linken Oberarm, geht über die Schulter und bis zu den Rippen. Es ist ein florales Muster, das Leichtigkeit ausdrücken soll. Das Tattoo rechts und das links stehen sozusagen für die Dualität des Lebens.

Face2Face: Welche Rolle spielt Sport in Ihrem Leben?
Aminati:
Ich treibe fünf- bis sechsmal die Woche Sport. Ich boxe, jogge, mache Fitness und Turmspringen. Sport hilft mir loszulassen und Druck abzubauen – es hat etwas Meditatives.

Face2Face: Sie haben fast 46.000 Likes auf „Facebook“. Was bedeuten Ihnen Ihre Fans?
Aminati:
Der Austausch mit dem – ich sage jetzt mal Zuschauer ist wichtig, weil ich so heraushören kann, was den Leuten gefällt und was nicht. Es gibt zwar die Einschaltquoten, aber daran kann man die Arbeit eines Moderators nur bedingt messen und oftmals spiegeln diese auch nicht immer die Qualität einer Sendung wider, finde ich.

Face2Face: Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Aminati:
Mein größtes Projekt für das kommende Jahr wird mein Album sein. Musik begleitet mich schon immer und ich kann mit ihrer Hilfe einfach am besten ausdrücken, was mich bewegt. Die Musik auf dem Album unterscheidet sich sehr von dem, was ich vor zwei Jahren gemacht habe – sie hat einen ernsteren Anstrich bekommen. Damit es beim Hörer nicht zu Irritationen kommt und auch weil es nur um die Musik, nicht aber um meine Popularität gehen soll, wird das Album unter dem Namen meiner Band laufen. Was die Band betrifft, sind wir aktuell an der Namensfindung und für Vorschläge immer offen (Anm. d. Red.: Ideen können gerne in den Kommentaren festgehalten werden).

Zu gewinnen: Autogrammkarten von "taff"-Moderator Daniel Aminati (Foto: T. Gartner)

Verlosung von Autogrammkarten:
Ihr seid große Fans von Daniel Aminati und das einzige, was euch noch fehlt, ist eine Autogrammkarte? Dann solltet ihr jetzt gut aufpassen: Denn Face2Face verlost vier der heiß begehrten Unterschriften.
Was ihr für Karten tun müsst:
 Schreibt bis einschließlich Freitag, 18. November, 23:59 Uhr eine Mail an tatjana.gartner@face2face-magazin.de mit dem Betreff „Aminati“. In der Mail enthalten sein sollte euer Vor- und Nachnamen, sowie eine aktuelle E-Mail-Adresse, über die man euch erreichen kann. Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen.
 Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am Montag, 21. November via Mail.

Viel Glück euch allen!

Vorschau: Am Dienstag, 1. November verrät uns TV-Sternchen Micaela Schäfer wie ihr die Erotikmesse „Venus“ in Berlin gefallen hat.