Eine Karrierefrau packt aus

Kinderlos, egozentrisch, kaltblütig und karrieregeil – genau das ist Constance Hahn nicht. Und trotzdem bezeichnet sich die 26-jährige Unternehmerin und Mutter einer kleinen Tochter als Karrierefrau. Wie sie sich selbst sieht, wie andere sie wahrnehmen und welche Tipps sie für angehende Karrierefrauen parat hat, verrät sie uns im Interview.

Kalt und egozentrisch: Ist das die typische Karrierefrau? (Foto: Hahn)

Kaltblütig und egozentrisch: Ist das die typische Karrierefrau? (Foto: Hahn)

Face2Face: Du bist Gründerin und Chefin einer Wirtschaftsberatung – gibt es in deinem geschäftlichen Umfeld mehr Männer oder mehr Frauen?
Constance: Die Kollegen aus meiner Branche sind hauptsächlich Männer. Meine Klientel aus der Beratung ist gemischt. Allerdings beobachte ich bei den Existenzgründungsberatungen, dass immer mehr Frauen den Mut haben sich selbstständig zu machen.

Face2Face: Was zeichnet eine „Karrierefrau“ deiner Meinung nach aus und würdest du sagen, du bist eine?
Constance: Leider ist der Begriff „Karrierefrau“ mittlerweile sehr negativ behaftet. Eine Karrierefrau wie sie sich heute die meisten vorstellen, ist kinderlos, egozentrisch, kaltblütig und karrieregeil. Aber nur weil eine Frau beruflich erfolgreich sein will, heißt es nicht, dass sie diesen charakterlich negativen Einschlag hat. Für mich zeichnet sich eine nach beruflicher Weiterentwicklung strebende Frau durch Charakterstärke, Durchhaltevermögen und Konsequenz aus. Und ja, ich würde sagen, diese Eigenschaften bringe ich definitiv mit.

Face2Face: Wieso hast du ein eigenes Unternehmen gegründet? Wie kam es dazu?
Constance: Das besondere an der von mir gegründeten Wirtschaftsberatung ist, dass wir sowohl Privatpersonen und Unternehmen als auch Existenzgründer beraten. Und das in diversen Bereichen – von der klassischen Wirtschaftsberatung, über Familienberatung bis hin zu Karriereplanung. Diese Beratungsvielfalt plus die Tatsache, dass wir keine Finanzprodukte vertreiben, fehlte bisher auf dem deutschen Markt. Das habe ich nach meinem Auslandsaufenthalt gemerkt, als ich immer wieder auf solche Dienstleistungen angesprochen wurde. Mittlerweile kann ich mit Stolz sagen, dass wir über 200 Partnern weltweit betreuen.

Face2Face: Du bist auch Mutter einer kleinen Tochter – fällt es dir schwer, Job und Privatleben unter einen Hut zu bekommen?
Constance: Mutter einer anderthalbjährigen Tochter zu sein, ist natürlich aufregend und macht viel Freude, ab und zu kann es aber auch mal anstrengend werden. Erst letzte Woche ist mir beim Kochen mit Kind auf dem Arm das Handy in die heiße Pfanne gefallen, als ein Kunde anrief. Aber das sind eben solche Alltagssituationen, die eine Woche später beim Plausch mit Freunden für Lacher sorgen.
Ich versuche gleichermaßen für mein Unternehmen, meine Klienten und meine Tochter da zu sein. Am Wochenende zum Beispiel ist mein Handy aus und ich bin nur für Familie und meinen Sport da – alles nur eine Frage der Einstellung und des Zeitmanagements. Wenn es zeitlich dann doch mal kritisch wird, kann ich auf die Unterstützung meiner Nanny zählen. Sie kümmert sich wundervoll um meine Tochter und den Haushalt und ich kann ihr zu 100 % vertrauen.

Karrierefrau und Mutter: Constance Hahn (Foto: Hahn)

Karrierefrau und Mutter: Constance Hahn (Foto: Hahn)

Face2Face: Mit welchen Vorurteilen hast du als Unternehmenschefin und Mutter zu kämpfen? Wie reagierst du auf negative Kommentare?
Constance: Die ersten Worte, die ersten Schritte – als ich Mutter wurde, hat mir eine Bekannte vorgehalten, dass ich durch meinen Job die Entwicklung meiner Tochter verpassen würde. Aber nur weil man arbeitet, heißt es nicht, dass man eine schlechte Mutter ist. Arbeiten ist anspruchsvoll, Mutter sein ist anspruchsvoll – beides zusammen ist am anspruchsvollsten. Vor allem wenn man ein Unternehmen leitet und Mutter ist, muss man eben manchmal die Augen zu machen und weiterkämpfen. Auch ich hatte den ein oder anderen Rückschlag. Immer wieder gibt es Dinge, die nicht so funktionieren wie ich es gerne hätte.
Es wird immer Menschen geben, die Vorurteile haben. Wenn ich mir alle Vorurteile zu Herzen nehmen würde, könnte ich mich unter der Bettdecke verkriechen und einfach gar nichts mehr machen, aber selbst dann würden die Leute reden, also ist mein Tipp: immer locker bleiben.

Face2Face: Zurück zum Geschäft: Ihr bietet auch Karriereberatung an. An wen richtet sich dieses Angebot?
Constance: Mit der Karriereberatung wollen wir vor allem junge Menschen bis 30 Jahre ansprechen. Egal ob es um die Wahl des richtigen Studiums oder des Berufes geht oder auch um den Start in die Selbstständigkeit – wir möchten junge Menschen bei ihrem beruflichen Werdegang unterstützen. Menschen mit klaren beruflichen Zielen kommen schneller weiter und das schaffen sie am besten mit einem kompetenten Ansprechpartner an ihrer Seite. Wir arbeiten mit vielen großen Unternehmen zusammen, sodass wir schön häufiger ein Plätzchen für junge, engagierte und motivierte Menschen gefunden haben beziehungsweise sie dabei unterstützen konnten, sich mit Ihrem eigenen Unternehmen am Markt zu etablieren. Um junge Menschen zu erreichen, sind wir nicht nur auf Gründermessen in ganz Deutschland unterwegs, sondern auch Kooperationspartner der Gründerwoche Deutschland, die jedes Jahr bundesweit stattfindet.

Face2Face: Wie unterscheiden sich weibliche und männliche Beratungssuchende?
Constance: Männliche Klienten sind meist sehr rational. Hier steht der finanzielle Aspekt im Vordergrund sowie das schnelle Vorankommen auf der Karriereleiter. Weibliche Beratungssuchende sind dagegen sehr emotional in ihren Entscheidungen. Sie denken an viele Aspekte, zum Beispiel auch an die Work-Life-Balance. Außerdem denken sie eher sicherheitsorientiert, sind oft gut strukturiert und wollen ihre Wünsche zeitnah umsetzen.

Face2Face: Gibt es einen Rat, den du allen jungen Menschen, die sich mit der Planung ihrer Karriere auseinandersetzen, mit auf den Weg geben kannst?
Constance: Macht euch Gedanken, wie ihre euer Ziel erreichen wollt. Um Rückschläge besser zu verkraften, macht Plan A und B.
Wichtig ist, niemals seine Persönlichkeit zu vergessen. Wer nicht gerne delegiert, ist in einem Angestelltenverhältnis vielleicht genau richtig aufgehoben. Lasst euch von niemandem einreden wie ihr am besten sein sollt. Wichtig ist, dass IHR mit eurem beruflichen Alltag zufrieden seid, denn das ist das, was ihr jeden Tag macht.

English, please!

“What the hell?“ – This might be one of your first thoughts when starting to read this article. “Why is this column written in English?” Well, good question, but there is an answer just as good.

Without doubt, English has become the most important language in the world, and proven to be essential for our modern civilization, so that it has even changed our society.

Required skill: Business means knowing English today (©Benjamin Thorn/Pixelio.de)

No matter where you are, English is mandatory. What reasons do companies have to encourage their employees to attend classes in Business English? Refusing to be cosmopolitan and internationalize your enterprise will result in severe problems, since profit is realized through multinational trade. Especially in the computer industry, neglecting the status of the English language can be the first step towards economic ruin: the IT industry relies on English, and nothing else than English in terms of communication and programming.

As English is so essential for international success, being able to converse is required almost everywhere. “You don’t speak English fluently? Well, then we will have to hire another person who can meet our standards.”

Unfortunately this is one of the reasons why English is perceived as rather boring to learn. It is mandatory, nothing special, nothing that makes you exceptional. One is required to speak it, but enjoying the diction would be too much to be asked, except your are a linguist. So, many abhor studying English, they only do it because they are expected to do it.

However, hereby one can forget that English is even one of the most interesting languages there is. It has far more synonyms than German, for instance. Did you know that there are more than 20 synonyms for the word “beautiful”? Moreover, it is one of the languages where instructions can be given in the shortest sentences possible. Have a try: Next time going by tube read the instruction signs for an emergency in several languages. I bet the English one is the shortest.

On a regular base it is mentioned that English is infiltrating and taking over in other languages.

Pessimists predict that other languages will have disappeared in the future. Despite those predictions, I really doubt the plausibility of this nightmare scenario coming true. And to be honest – who would ever use English instead of their mother tongue at home? Have you ever told your flatmate to do the laundry in English? See, that’s what I am saying.

Furthermore, we should not condemn the English language as monstrous destroyer of other languages. Believe it or not, it is spoiling itself as well. The English philologist C.L. Wenn once stated: “English is among the easiest languages to speak badly, but the most difficult to use well.” Especially on the internet you can watch the decline of English and the preference of easy and bad communication: “Grammar? Never heard about. – Synonyms? What for? – Appropriate style? Come on, that’s waste of time.” Sometimes texts online are linguistically and grammatically worse than texts written by five graders.

Therefore, there is only one thing I can do: I implore you to take a closer look at English. Please, try to recognize the uniqueness and maybe even the beauty of this special tongue. It might be fatiguing to improve one’s English but it is worth the effort. It can only be beneficial.

Preview: You never have time to go out? Then don’t miss our column next week: Eva is going to tell you about her struggle to find time to go out with her husband.

Business Styleguide für Ihn

Letzte Woche wurde an gleicher Stelle ein „Business Styleguide für Sie“ veröffentlicht. Auch junge Männer haben oftmals Probleme ihre Garderobe mit dem Wechsel von Uni zu Büro adäquat umzustellen. Beachtet ein Mann ein paar wenige Tipps und Tricks, ist er jeder Zeit auf der sicheren Seite und selbst das ungewohnte Anzug-Tragen wird nicht mehr als unangenehm empfunden.

Jeder Mann sollte mindestens zwei Hemden in seinem Schrank hängen haben: Ein weißes und ein hellblaues. Auch andere Pastell-Farben werden gerne im Büro getragen, dunkle Farben hingegen sieht man eher selten. Wer das nötige Kleingeld hat, sollte auf bügelfreie Modelle zurückgreifen, um sich selbst, Freundin oder Mutter das Bügeln zu ersparen. Kurzarm-Hemden zählen zu den wenigen Dingen, die innerhalb der Männer-Mode gar nicht getragen werden sollten.

Der Anzug besteht aus Jackett, Weste und Hose. Diese drei Teile sollten immer alle aus dem gleichen Stoff bestehen und die gleiche Farbe haben. Der Schnitt geht immer vor der Qualität, das heißt, dass man sich im Zweifelsfall immer für den Anzug entscheiden sollte, der besser sitzt, auch wenn ein anderer qualitativ hochwertiger erscheint. Und: Anstelle von drei günstigen Anzügen sollte man das Geld lieber in einen hochwertigeren Anzug investieren. Bei der Farbe gilt: Je dunkler, desto festlicher. Für das Büro eignen sich deshalb vor allem anthrazitfarbene und marineblaue Exemplare.

Wichtigstes Teil des Anzuges stellt das Jackett dar. Die Prämisse „Schnitt vor Qualität“ ist hier besonders wichtig, weil der Schnitt eines Jacketts enormen Einfluss auf die Silhouette und somit auf die Wirkung eines Mannes hat. Der unterste Knopf bleibt, genau wie bei der Weste, immer offen.

Die Hose eines Anzuges hat grundsätzlich eine Bügelfalte. Diese „teilt“ das Hosenbein in der Mitte von Knie und Schuhansatz. Sogenannte Bundfalten sind dazu da, die Hose durch in Falten gelegten Stoff zu weiten und so für mehr Bequemlichkeit und Bewegungsfreiheit zu sorgen. Bund- und Bügelfalte schließen sich nicht gegenseitig aus.

Die Strümpfe müssen zwingend farblich auf den Anzug und die Schuhe abgestimmt werden und sollten mindestens bis zum Knie gehen, um beim Sitzen entblößte Waden zu vermeiden.

So wenig wie Frauen Seidenstrümpfe mögen, so wenig mögen die meisten Männer Unterhemden. Aber: Genauso wie Seidenstrümpfe für Frauen sind Unterhemden für Männer unerlässlich. Gründe dafür gibt es viele, bildet das Unterhemd doch eine weiche Zwischenschicht zwischen dem etwas härteren Hemdstoff und der Haut und schützt das Oberhemd somit vor Abnutzung. Auch im Sommer sollte nicht auf ein Unterhemd verzichtet werden, da dieses den Schweiß aufnimmt und dadurch Schweißflecken mindert. Ähnlich wie bei der Damen-Unterwäsche werden mittlerweile auch hautfarbene Unterhemden für den Herrn hergestellt, sodass diese unter den Oberhemden fast gänzlich verschwinden. Außerdem werden die Unterhemden in verschiedenen Schnitten angeboten – beispielsweise mit V-Ausschnitt – wodurch das Unterhemd selbst dann unter dem Oberhemd verschwindet, wenn der oberste Knopf offen bleibt.

Wie auch bei den Damen sind die Schuhe ein wichtiger Faktor, nichtsdestotrotz liegt das Hauptaugenmerk bei Männern auf dem Jackett, weshalb Abstriche bei der Qualität der Schuhe gemacht werden können. Unerlässlich ist aber in jedem Fall eine regelmäßige Pflege, beispielsweise mit Schuhcreme und Schuhspanner.

Die Aktentasche, heutzutage gerne auch in abgewandelter Form als Laptoptasche, sollte von robuster Beschaffenheit und trotzdem aus hochwertigen Materialien gefertigt sein. Je nachdem, wie viel Wert man auf die farbliche Abstimmung mit dem restlichen Outfit legt, sollte man zwei verschiedene Aktentaschen, eine in schwarz und eine in Brauntönen, haben, die dann passend zu Anzug, Schuhen und Krawatte kombiniert werden können. Andere Farben sind, ähnlich wie bei den Schuhen, tabu.

Männer kleiden sich im Beruf immer noch konservativer als Frauen und haben wenig Raum, um ihren ganz eigenen Stil zu entwickeln. Mit besonderen Accessoires haben sie jedoch die Möglichkeit, den dunklen Anzug und das pastellfarbige Hemd zumindest ein wenig nach eigenem Geschmack aufzupeppen. Kombiniert man mehrere Accessoires, sollten diese alle einer Farbfamilie entstammen, damit ein stimmiges Gesamtbild entsteht und man nicht überladen wirkt.

Krawatten sind der absolute Klassiker unter den männlichen Accessoires. Von einfarbig über gestreift bis gepunktet geht im Büro alles. Solange die Farben nicht zu schrill sind, können – je nach Branche – auch ausgefallene Muster passend sein. Wichtig ist, dass der Krawattenknoten immer perfekt sitzt.

• Die Krawattenklammer, fälschlicherweise oft als „Krawattennadel“ bezeichnet, dient dazu, die Krawatte selbst am Hemd zu halten und wird über der langen Zunge der Krawatte und unter der Knopfleiste des Oberhemdes fixiert.

Schleifen (auch: Fliegen) sind eine Alternative zu Krawatten und werden in den letzten Jahren wieder öfter getragen. Auch in diesem Fall sollte auf eine optimale Befestigung geachtet werden.

• Das Einstecktuch ist, ähnlich wie die Schleife, wieder im Kommen. Richtig gefaltet wertet es ein Jackett, egal ob mit Hemd und Krawatte oder ohne, optisch noch einmal auf.

• Um einen stimmigen Gesamteindruck zu erzeugen, sollte der Gürtel, bevorzugt aus hochwertigem Leder, die Farbe der Schuhe aufgreifen. Schwarz und Brauntöne sind deshalb sehr empfehlenswert. Wichtig ist auch die passende Länge, die man durch Anprobieren leicht herausfinden kann.

Uhren dienen nicht nur zum Zeitmessen, sondern sind auch immer mehr ein Ausdruck von Persönlichkeit. Ein Kompromiss zwischen Preis und Stil ist nicht immer einfach aber machbar – auch schlichte Modelle können etwas hermachen. Trotz allem sollte die Uhr der Stellung des Mannes angemessen sein.

Manschettenknöpfe bieten die wahrscheinlich dezenteste Möglichkeit, seinen Stil zu individualisieren: Die kleinen Schmuckstücke gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, Formen und Farben. Eine günstige Alternative bieten Seidenknoten, die Vorgänger der Manschettenknöpfe, welche oft günstiger sind.

Ein gepflegtes Äußeres hört nicht bei einem gut geschnittenen Anzug und aufeinander abgestimmten Accessoires auf, sondern wird bei Rasur und Haarschnitt fortgesetzt. Während die konservativste Form der Rasur die Glattrasur ist, tragen auch immer mehr Männer im Büro einen Dreitagebart. Ist dieser gut gepflegt, stellt er durchaus eine Alternative dar. Nicht gerne gesehen sind Vollbärte. Ähnliches gilt auch beim Haarschnitt: Lange Haare bei Männern sind in konservativen Berufen noch immer verpönt, während Kurzhaarschnitte und mittlerweile auch Glatzen den gepflegtesten Eindruck machen.

Auch wenn Tattoos und Piercings nach und nach immer gesellschaftsfähiger werden, so sollte doch vermieden werden, diese im Job all zu offen zu tragen: Piercings im Gesicht sind in den meisten Berufen unerwünscht und müssen herausgenommen werden. Tattoos sollte man nach Möglichkeit bedecken, zum Beispiel mit einer breiten Uhr am Handgelenk oder langen Hosen am Knöchel. Fühlt man sich dadurch dann doch zu eingeschränkt in seiner Persönlichkeit, sollte man auf seinen Chef zugehen: Immer mehr Führungspersonen akzeptieren Körperschmuck nach Absprache.

Eine immer größere Anzahl großer Unternehmen, vor allem international orientierte, zelebrieren den sogenannten „Casual Friday“, an dem Anzughose gegen eine dunkle Jeans und das Hemd gegen ein Polo-Shirt getauscht werden. Das schicke Sakko wird durch eine sportlichere Variante, beispielsweise aus Tweet oder mit Karomuster, ersetzt.

Vorschau: Nächste Woche geht es hier um Hipster und ihren ganz eigenen Stil.

 

Business Styleguide für Sie

Vor allem Studentinnen, die ein Praktikum machen oder ins Berufsleben starten, stellt sich die Frage, was sie nun zu welchem Anlass tragen sollen, was beachtet werden muss und welche Fauxpas vermieden werden sollten. Um mit einem guten Gefühl ins Berufsleben zu starten reicht es, ein paar Stil-Regeln zu beachten.

Die wahrscheinlich wichtigsten Basics für berufstätige Frauen sind Blusen. Erstere sollten gut sitzen und farblich gedeckt gestaltet sein. Neben den klassisch-einfarbigen Blusen sind auch gestreifte und leicht karierte Blusen für den Berufsalltag angemessen. Auch schön sind feine Polo-Shirts, Schluppenblusen aus Seide oder T-Shirts mit moderatem Ausschnitt. Wichtig ist immer, dass die Schultern vom Oberteil bedeckt werden, alles andere wirkt schnell anrüchig.

Blazer sind vor allem bei Geschäftsterminen Pflicht und können im Frühling und Herbst eine dünne Jacke ersetzen. Die Farben schwarz, dunkelblau, beige, braun und grau gehen immer, weiß nur im Frühling und Sommer. In weniger konservativen Branchen wie zum Beispiel dem Medien- und Marketingbereich können auch Blazer in pink, hellblau oder grasgrün getragen werden, allerdings sollte der Rest des Outfits dann sehr schlicht gestaltet sein. Alternativ bringen auch leichte Strickwesten über Blusen oder Twin-Sets (Anm. d. Red: Strickwesten mit passenden T-Shirts oder Tops) Abwechslung in die tägliche Job-Garderobe.

Auf Schals und Tücher wird im Job eher verzichtet. Wer zu Halsschmerzen neigt oder im Winter etwas um den Hals tragen will, entscheidet sich deshalb für Rollkragen-Pullover.

Wichtig ist auch ein gut sitzendes Beinkleid: Stoff-Hosen in der Farbe des Blazers komplettieren das Business-Dress zu einem stimmigen Bild. „Gut sitzend“ bedeutet, dass die Hose nicht auf Hüfthöhe aufhört und bei der kleinsten Bewegung den Slip freigibt. Außerdem sollte sie auf Absatzhöhe abschließen. Sowohl zu weite als auch zu enge Hosen sollten vermieden werden.

Röcke und Kleider stellen, vor allem im Sommer, eine charmante Alternative zu Hosen dar. Für beide gilt, dass das Rockende maximal eine Handbreit über dem Knie endet. Schick sind Falten- und A-Linien-Modelle bei Röcken und Kleidern.

Als Jacken eignen sich im Frühjahr und Herbst beigefarbene Trenchcoats und dünne Mäntel. Im Winter leisten schwarze oder graue Wollmäntel oder Daunenjacken gute Dienste.

Viele Frauen hassen sie, trotzdem sind sie in Büro-Berufen unumgänglich: die Seidenstrümpfe. Gehasst werden sie dafür, dass sie unbequem sein sollen und dauernd Laufmaschen bekommen. Trotzdem bewirken die hautfarbenen Seidenschläuche kleine Wunder: Sie lassen Äderchen und leichte blaue Flecken verschwinden, sodass die Beinoberfläche ebenmäßiger wirkt. Stärkere blaue Flecken kann man mit Concealer oder Camouflage-Make-Up bekämpfen. Außerdem vermeidet man mit den Strümpfen schwitzende, in den Schuhen rutschende Füße und Blasenbildung.Vorsorglich sollte man immer ein zweites Paar Strümpfe in der Tasche oder im Schreibtisch griffbereit halten.

Heimtückisch sind weiße Blusen, T-Shirts und die weiße Anzugshose, die man im Sommer gerne trägt, erkennt man doch oft schon von Weitem, welche Farbe die Unterwäsche hat. Da weiße Blusen allerdings zur Grundgarderobe der Business-Dame gehören, hilft folgender Tipp: Hautfarbene, gut sitzende Unterwäsche zeichnet sich überhaupt nicht ab und trägt dadurch zum Wohlbefinden bei. Im Job ist es sehr wichtig, dass Slip und BH optimal passen- die Bequemlichkeit und nicht die Attraktivität steht hier im Vordergrund.

Den Knackpunkt eines Business-Outfits stellen gerade für Berufseinsteigerinnen oftmals die Schuhe dar: Der Absatz sollte nicht zu hoch sein, zwischen 3 und 5 cm sind optimal. Flache Ballerinas wirken oft zu mädchenhaft, weswegen man sich wenigstens für eine kleine Erhöhung der Sohle entscheiden sollte. Ein absolutes No-Go sind Schuhe mit Plateau-Absatz. Diese wirken schnell billig und unpassend. Ähnliches gilt auch für Peep-Toes. Während Pumps, Stiefeletten und Ankle-Boots immer und überall gehen, sollte man als Praktikantin oder Berufseinsteigerin anfangs auf Stiefel, Sandalen und Sandaletten verzichten und sich – sobald man ein gewisses Gespür für den individuellen Dress-Code des Unternehmens hat – am Stil der Kolleginnen orientieren.

Bei Schuhen gilt mehr als bei der Kleidung der Grundsatz „Qualität statt Quantität“. Es lohnt sich, in zeitlose, klassische Modelle aus hochwertigen Materialien und mit guter Verarbeitung zu investieren. Schöne Lederpumps in gedeckten Farben wie schwarz, grau und beige können beispielsweise in Kombination mit einer passenden Tasche, ein eher günstigeres Outfit aufwerten und passen zu fast allen Farbzusammenstellungen.

Die Handtasche – beste Freundin der Frau – fällt im Arbeitsalltag am besten etwas überdimensioniert aus, da sie neben den kleinen Helfern wie Make-Up-Täschchen, Ersatz-Strumpfhose, Blasenpflastern, Kopfschmerztabletten und Deo oft auch Transportmittel für Aktenmappen oder sogar den Laptop darstellt. Alternativ können die genannten Kleinigkeiten, die das Leben einer Frau erleichtern, auch im Schreibtisch deponiert werden. Der große Shopper kann dann durch ein kleineres Exemplar und eine schicke Laptoptasche getauscht werden. Wie auch bei den Schuhen sollte auch bei der Handtasche eher auf Qualität statt Quantität gesetzt werden. Schön ist, wenn die Tasche Stil und Farbe der Schuhe aufgreifen.

Bei Accessoires gilt die Faustregel ,,nie mehr als sieben Stücke“, wobei ein Paar Ohrringe und eine Brille jeweils als zwei Teile zählen. Auch der Gürtel fällt unter die sieben Stücke. Des Weiteren sollte Schmuck eher dezent ausfallen, beispielsweise ein paar Perlenstecker, eine zarte Goldkette oder ein feiner Ring. Es darf auf keinen Fall der Eindruck entstehen, als würde man sich hinter dem Schmuck verstecken. Auch sollte dieser die Persönlichkeit unterstreichen, nicht aber dazu dienen, sich zu verkleiden.

Ein gepflegtes Äußeres stellt darüber hinaus die halbe Miete dar: Hetzt man von einem Termin zum anderen, vom klimatisierten Besprechungsraum in das überhitzte Großraumbüro und auf dem Weg zum Auto vielleicht auch noch durch den Regen, ist die Frisur oftmals schnell zerstört. Abhilfe schaffen simple Hochsteckfrisuren, Haarknoten oder Pferdeschwänze, die nicht nur ein zerrupftes Aussehen vermeiden, sondern auch die Haare aus dem Gesicht halten und somit für gesteigerte Konzentration sorgen. Colorierte Haare sollten regelmäßig nachgefärbt werden, da nichts ungepflegter wirkt als ein zentimeterlanger Ansatz

Das Make-Up wird schlicht gehalten: In der Regel reicht eine getönte Tagescreme, ein wenig Rouge und Wimperntusche. Neigt man zu fettiger Haut, kann ein wenig Puder auf den glänzenden Stellen Wunder bewirken. In der Handtasche sollte immer auch ein Lipgloss zu finden sein, der nach dem Essen, vor Besprechungen und bei trockenen Lippen durch Heizungs- und Klimaanlagenluft eingesetzt wird. Lippenstifte und Lidschatten in zu auffälligen, dunklen Farben sollten vermieden werden

Auch wenn Tattoos und Piercings nach und nach immer gesellschaftsfähiger werden, so sollte doch vermieden werden, diese im Job all zu offen zu tragen: Piercings im Gesicht sind in den meisten Berufen unerwünscht und müssen herausgenommen werden. Tattoos sollte man nach Möglichkeit bedecken, zum Beispiel mit einer breiten Uhr am Handgelenk oder langen Hosen am Knöchel. Fühlt man sich dadurch dann doch zu eingeschränkt in seiner Persönlichkeit, sollte man auf seinen Chef zugehen: Immer mehr Führungspersonen akzeptieren Körperschmuck nach Absprache.

Eine Ausnahme des starren Business-Dress-Code ist der sogenannte Casual Friday, der mittlerweile in den meisten großen Unternehmen praktiziert wird. Freitags werden Stoffhosen durch Jeans, Blazer durch Strickwesten und Pumps durch Ballerinas ersetzt.

Vorschau: Nächste Woche gibt es hier einen Business Styleguide für Ihn.