Der BVB schlägt zurück

Der FC Bayern München schwächt gezielt die Konkurrenz, indem er  ihr die besten Spieler für viel Geld weg kauft und dann bei sich auf der Bank versauern lässt. So lautet zumindest eine oft genannte Anschuldigung Fußball-Deutschlands an den Bundesliga-Rekordmeister. Nach den Abgängen von Mario Götze, Robert Lewandowski und Mats Hummels (wer hätte es gedacht? – alle zum FC Bayern München), in den vergangenen Jahren, hat die Borussia aus Dortmund nun genug davon, immer ihre besten Spieler zu verlieren. Der BVB schlägt jetzt zurück. Mit der gleichen Marschroute wie die Bayern – sprich die Konkurrenz durch gezielte Transfers schwächen – möchte der deutsche Vizemeister den Abstand zum Rekordmeister aus München wieder ein wenig reduzieren. Und wer bietet sich bei diesem Vorhaben der Schwächung besser als Opfer an als der FCB himself?

Flexibel auf der Auswechselbank

Das dachten sich wohl auch die BVB-Verantwortlichen und suchten fieberhaft nach einem Spieler, den sie sich vom Rekordmeister unter den Nagel reißen konnten. Das Ergebnis: Der auf der Auswechselbank flexibel einsetzbare Sebastian Rode sollte es sein. Bei denen im hohen Bogen herausgeschmissenen BVB-Millionen – laut Face2Face-Informationen soll die Ablösesumme zwischen 15 und 18 Millionen liegen,  konnte weder  der machtlos wirkende FC Bayern, noch  Rode  dem Werben der Dortmunder widerstehen und gaben am vergangenen Montag schließlich nach. „Wie du mir, so ich dir“, lachte sich das Dortmunder Triumvirat, bestehend aus BVB-Trainer Thomas Tuchel, Sportdirekter Michael Zorc und Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Watzke, wie kleine Schuljungen im Kreis stehend ins Fäustchen.

„So ist nun mal das Geschäft“

„Mit Sebastian Rode verlieren wir einen Spieler, der auf der Ersatzbank sowohl auf den Außen, als auch in der Mitte sitzen konnte. Aber was soll man machen, so ist nun mal das Geschäft“, sagte FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge mit knirschenden Zähnen, während er gerade am deutschen Zoll ordnungsgemäß seine importierte Rolex anmeldete. Auch der designierte Bayern-Präsident, Uli Hoeneß, war sichtlich angefressen: „Ich habe in den vergangenen 18 Monaten gelernt, was es heißt richtig zu sitzen und der Sebastian konnte dies bei uns wie kaum ein anderer“, schnaubte er. Rode freute sich dagegen schon auf „das Abenteuer bei meinem Lieblingsverein seit Kindertagen“ und gönnte sich nach seiner offiziellen Vorstellung erwartungsgemäß noch einen Abstecher an seine Lieblingsstelle – die Ersatzbank. „Durch meine vielen Auswärtsfahrten mit den Bayern habe ich national und international schon sehr viele Ersatzbänke kennengelernt, aber die Dortmunder ist mir in besonders guter Erinnerung geblieben“, lächelte er verträumt, bevor er sich zärtlich, sanft auf eben jene niederlies.

Ungewohnte Position

Weniger Grund zur Freude werden bei Rode aber wohl die Dortmunder Planungen mit seiner Person auslösen. Tuchel und Co. möchten den 25-Jährigen laut mehreren, übereinstimmenden Gerüchten auf einer für ihn in den letzten Jahren ungewohnt gewordenen Position einsetzen: Dem grünen Rasen. Fraglich, ob sich der ehemalige FCB-Star so einfach beugen wird und sein Glück auf dem Spielfeld des Westfalenstadions findet. Eine Kampfansage gegen die gemauschelten Planungen wollte Rode, der in der abgelaufenen Bundesligasaison wettbewerbsübergreifend gerade einmal 583 Minuten bei 17 Einsätzen auf dem Rasen ablieferte, aber noch nicht loslassen: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung beim BVB. Wo diese genau stattfindet, wird die Zukunft zeigen“, gab er sich diplomatisch.

Abschiedsgruß aus Evian-les-Bains

Aus dem französischen Kurort Evian-les-Bains, bei dem die deutsche Fußball-Nationalmannschaft derzeit ihr Trainingslager für die anstehende Europameisterschaft abhält, twitterte Nationalspieler und jetziger Ex-Bayern-Kollege, Mario Götze, einen Abschiedsgruß: „Mach es gut Sebastian. Du wirst mir in München sehr fehlen. Ich habe mich immer sehr sicher gefühlt, wenn du links oder rechts neben mir auf der Bank platzgenommen hast! #Ersatzbankbrüder, #WieeinStrich, #Benchbuddys.“   Doch dieser Tweet muss nicht zwingend lebe wohl heißen. Die BVB-Verantwortlichen treiben ihre Planungen unbeirrt  weiter mächtig an und sollen bereits den nächsten FCB-Ergänzungsspieler auf dem Radar haben. Genau: Mario Götze.

Anmerkung der Redaktion: Für alle, die der Satire noch nicht auf die Schliche gekommen sind, sei an dieser Stelle gesagt: Alles nur Spaß. Die Zitate und dargestellten Aktionen sind rein fiktiv und dienen schlicht und ergreifend der Unterhaltung.

Vorschau:  Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro befindet sich kurz vor den olympischen Spielen in einer misslichen Lage. Das Gebiet, in dem die Segelwettbewerbe stattfinden sollen, gleicht eher einem Tümpel, darüber hinaus greift auch das Zika Virus immer weiter um sich. Die neuesten Entwicklungen erfahrt ihr nächste Woche hier.

 

 

Auch ohne Reus jede Menge Qualität

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat am gestrigen Dienstag seinen endgültigen 23-köpfigen Kader für die anstehende Europameisterschaft (10. Juni – 10. Juli) in Frankreich benennen müssen. Mit der verletzungsbedingten Streichung von Marco Reus sorgte Löw für Aufsehen. Die F2F-Sportredaktion nimmt die EM-Fahrer mal genauer unter die Lupe.

Tor: Mit Manuel Neuer steht der wohl aktuell beste Torwart seiner Zunft zwischen den Pfosten. Seine Vertreter und gleichzeitigen EM-Debütanten Bernd Leno und Marc-André ter Stegen besitzen eine Menge Potenzial. Leno verdiente sich die Nominierung aufgrund seiner starken Leistungen am Ende der gerade abgelaufenen Bundesligasaison. Auch ter Stegen ist ein echter Meister seines Fachs, gewann 2015 mit dem FC Barcelona souverän die Champions League und wird nicht umsonst mit „Torwart-Titan“ Oliver Kahn verglichen. Das Kuriose: Mit dem Bundesadler auf der Brust machte der gebürtige Mönchengladbacher bislang alles andere als eine gute Figur. Erst bei der jüngsten 1:3-Testspielniederlage gegen die Slowakei rutschte ihm der Ball ungeschickt durch die Hände, um dann zwischen seinen Beinen hindurch die Torlinie zu überschreiten. Kleines Trostpflaster: Er konnte in einem Freundschaftsspiel gegen Argentinien einen Elfmeter von Lionel Messi sehenswert parieren.

Abwehr: Hier musste lediglich der als pflegeleicht und universell einsetzbar geltende Sebastian Rudy seine EM-Träume zu den Akten legen. Ansonsten verkörpert der Defensivverbund um Jérome Boateng, Jonas Hector, Benedikt Höwedes, Shkodran Mustafi, Antonio Rüdiger, Emre Can und dem noch angeschlagenen Mats Hummels jede Menge Qualität. Was außerdem Mut macht: Die Prognose für eine baldige Genesung des Weltklasseinnenverteidigers Hummels sind durchweg positiv. „Bei Mats wird es zwar noch ein paar Tage dauern, aber auch er wird uns beim Turnier zur Verfügung stehen“, ließ Löw verkünden.

Mittelfeld: Beim Turnier zur Verfügung stehen wird wohl auch Bastian Schweinsteiger. Der Held von Rio ist laut dem Bundestrainer „voll belastbar“ und trainiert bereits wieder mit der Mannschaft. Doch egal ob fit oder nicht. Auf die Führungsqualitäten eines Schweinsteigers kann der Löw bei so einem Turnier schlicht und ergreifend nicht verzichten. Somit ist die Nominierung völlig nachvollziehbar, selbst, wenn der Kapitän erst nach den drei Gruppenspielen bei 100 Prozent sein sollte. Die tragische Figur dagegen ist und bleibt Marco Reus. Der vom Boulevard aufgrund seines Fahrens ohne Führerscheins verschriene „Raser Reus“, drückt vor den großen Turnieren regelmäßig kräftig auf die Bremse. Verletzte sich der Star von Borussia Dortmund vor der WM 2014 schwer am Syndesmoseband, machen ihm nun langwierige Beschwerden an den Adduktoren Probleme. „Er hat massive gesundheitliche Probleme und kann im Moment nur geradeaus laufen“, sagte Löw. „Die Mediziner waren äußerst skeptisch, dass er in den nächsten Woche bei einem zehrenden Turnier voll belastet werden kann“, ergänzte er. So schlimm das auch für Reus ist, so gefasst kann Löw auf das Aus seines Tempodribblers reagieren. Die Qualität auf den offensiven Außenbahnen ist auch ohne Reus immer noch sehr hoch. André Schürrle zeigt klar ansteigende Form, Julian Draxler will endlich den internationalen Durchbruch schaffen, Leroy Sané ist ein großes Versprechen für die Zukunft und auch der schon fälschlicherweise zu oft abgeschriebene Veteran Lukas Podolski kann seine Qualitäten in die Mannschaft einbringen. Mit dem aktuellen Champions-League-Sieger Toni Kroos und Sami Khedira verfügt Deutschland außerdem über zwei echte Anführer und Taktgeber im defensiven Mittelfeld. Der bei Bayern München in dieser Saison oft verschmähte Mario Götze könnte auf der zehner Position seinen großen Auftritt haben, wenn Arsenal-Star Mesut Özil bei dem Turnier nicht so zünden sollte wie zuletzt im Verein. Die ebenfalls gestrichenen Julian Brandt und Karim Bellarabi (beide Bayer Leverkusen) werden laut Löw auch in den nächsten Monaten und Jahren noch eine Rolle bei der Nationalmannschaft spielen. Für sie nominierte der Bundestrainer Julian Weigl und Joshua Kimmich und entschied sich somit für die großen Entwicklungsmöglichkeiten der Beiden.

Angriff: Klar hätte man Thomas Müller auch bereits schon im Mittelfeld aufzählen können. Ein Thomas Müller in Topform ist schließlich überall auf dem Platz zu finden. Da er aber aller Voraussicht nach wieder für die Tore der DFB-Elf verantwortlich sein wird, fühlt er sich hier bestimmt auch recht wohl. Ganz alleine ist der Thomas ja auch nicht. Mario Gomez, der beim Weltmeistertriumph 2014 wegen anhaltender Formschwäche fehlte, leistet ihm Gesellschaft. Der bullige Mittelstürmer, der bei Besiktas Istanbul zu seiner alten Stärke gefunden hat und mit 26 Treffern Torschützenkönig in der Türkei wurde, könnte ein wichtiger Mosaikstein im taktischen Gebilde des Bundestrainers sein. Vor allem gegen die in den Gruppenbegegnungen tief stehenden Ukrainer (12.06., 21 Uhr) und Nordiren (21.06. 18 Uhr) kann Gomez seine Kopfballstärke einbringen.

Der Kader im Gesamtüberblick:

Tor: Manuel Neuer (FC Bayern München, 64 Länderspiele/0 Tore), Bernd Leno (Bayer Leverkusen, 1/0), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona, 6/0)

Abwehr: Jérome Boateng (FC Bayern München, 58/0), Emre Can (FC Liverpool, 5/0), Jonas Hector (1. FC Köln, 13/1), Benedikt Höwedes (FC Schalke 04, 33/2), Mats Hummels (Borussia Dortmund, 46/4), Shkodran Mustafi (FC Valencia, 10/0), Antonio Rüdiger (AS Rom, 10/0)

Mittelfeld:  Sami Khedira (Juventus Turin, 59/5), Toni Kroos (Real Madrid, 64/11), Bastian Schweinsteiger (Manchester United, 114/23), Julian Draxler (VfL Wolfsburg, 18/1), Joshua Kimmich (FC Bayern München, 1/0), Mario Götze (FC Bayern München, 51/17), Mesut Özil (FC Arsenal London, 72/19), André Schürrle (VfL Wolfsburg, 51/20), Lukas Podolski (Galatasaray Istanbul, 127/48), Julian Weigl (Borussia Dortmund, 1/0), Leroy Sané FC (FC Schalke 04, 2/0)

Angriff: Thomas Müller (FC Bayern München, 70/31), Mario Gomez (Besiktas Istanbul, 63/27)

Vorschau: Nächste Woche ist bei Face2Face mal wieder etwas Platz für ein bisschen Satire.          

FC Bayern zum Vierten?!

„Prognosen sind äußerst schwierig. Vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.“ Die Face2Face-Sportredaktion lehnt sich dennoch auch in diesem Jahr mal wieder weit aus dem Fenster und sagt die Tabellenplatzierungen der 18 Fußball-Bundesliga-Vereine am Ende der Saison 2015/2016 voraus.

Platz 1
FC Bayern München: Auch in diesem Jahr ist der FC Bayern wieder der große Favorit auf den Titel. Trainer Pep Guardiola hat seine Mannschaft erstmals und früh und – was besonders wichtig ist – ausgeruht zusammen. Das Sorgenkind bleibt der seit März verletzte Flügelflitzer Frank Ribery. Auch der Sturm ist, sollte Robert Lewandowski ausfallen, dünn besetzt.
Fazit: Für die vierte Meisterschaft in Folge reicht es aber dennoch locker.

Platz 2
VfL Wolfsburg: Der VW-Konzern-Klub hat mit Manager Klaus Allofs und Trainer Dieter Hecking die richtigen Männer am Ruder sitzen. Das Duo ist in der Lage, das volle Potenzial aus der Mannschaft herauszuholen. Zudem ist der Kader eingespielt und hat mit Max Kruse einen deutschen Nationalspieler für die Offensive dazu gewonnen. Ein Fragezeichen steht aber noch hinter Spielmacher Kevin De Bruyne, der stark von Manchester City umworben wird. Ein eventueller Verlust könnte Wolfsburg nicht so einfach aufhalten.
Fazit: Der Vizemeister der vergangenen Saison wird auch in dieser Runde wieder eine wichtige Rolle spielen. Bleibt De Bruyne ist der zweite Rang wieder drin.

Platz 3
Borussia Dortmund: Alles neu macht Thomas Tuchel? Der Nachfolger von Jürgen Klopp wird mit Argusaugen beobachtet. Schafft er es in die großen Fußstapfen seines Vorgängers zu treten? Motor des Neustarts soll das famos besetzte Mittelfeld sein. Veränderungen brauchen allerdings Zeit, die Dortmund nicht hat. Der BVB muss gleich in der Europa League liefern, sonst droht Unruhe.
Fazit: Thomas Tuchel ist der richtige Mann am richtigen Ort. Bleibt die Borussia von größeren Verletzungen verschont, ist die direkte Champions League-Qualifikation drin.

Platz 4
Bayer 04 Leverkusen: Heung-Min Son, Karim Bellarabi, Hakan Calhanoglu oder der junge Julian Brandt. Das Prunkstück des Werksclubs ist ohne Zweifel die Offensive. Auch Torwart Bernd Leno zeihte national wie international immer wieder sein riesiges Potenzial und ist damit mehr als ein sicherer Rückhalt. Ob Bayer die Verluste von Rolfes, Castro und Reinartz ohne Störungen auffangen können, muss sich erst noch zeigen. Auch die Innenverteidigung ist nicht immer sattelfest.
Fazit: Die Leverkusener zeigen eine gewohnt konstante Leistung. Am Ende wird es auf Nuancen ankommen, ob Platz drei oder vier dabei herausspringen wird.

Platz 5
Borussia Mönchengladbach: Es herrscht Euphorie rund um den Borussia Park. 2011 spielten die Gladbacher noch in der Relegation gegen den Abstieg in die Zweitklassigkeit. In der vergangenen Saison qualifizierten sie sich dann für direkt für die Champions League. Welch eine Entwicklung! Beeindruckend auch das exquisit besetzte Mittelfeld, dass mit Lars Stindl genau das Puzzelteil bekam, das den abgewanderten Weltmeister Christoph Kramer (zu Bayer Leverkusen) ersetzen kann. Nach dem Abgang von Max Kruse (VfL Wolfsburg) muss sich aber erst noch eine treffsichere Alternative herauskristallisieren.
Fazit: Sollte Neu-Stürmer Josip Drmic einschlagen stehen für die mit der Champions League dreifach belastete Borussia alle Türen offen. Für einen Europa League-Rang sollte es dann alle mal reichen.

Platz 6
Schalke 04: André Breitenreiter hat das Steuer beim Traditionsklub übernommen. In welche Richtung er das gerne mal schwankende Schiff lenken wird, ist wohl eine der größten Fragen in der kommenden Saison. Mit dem deutschen U-21-Nationalspieler Johannes Geis konnten die Schalker einen – zugegebenen nicht ganz billigen – neuen Strategen für das Mittelfeld gewinnen.
Fazit: Apropos gewinnen: Das sollten die Blau-Weiß in der nächsten Saison relativ häufig. Ansonsten droht das Schiff recht schnell wieder in unruhige Gewässer zu schippern.

Platz 7
VfB Stuttgart: In Stuttgart wird nun auch auf der Trainerbank Schwäbisch geschwätzt. Neu-Trainer Alexander Zorniger steht für schnellen, zielstrebigen Offensivfußball. Diese Ausrichtung birgt aber gleichzeitig auch Gefahren. Auch die Frage, wie die Stuttgarter die letztjährigen Schreckensjahre verdauen, muss erst noch beantwortet werden.
Fazit: Hat der VfB mit dem neuen Spielsystem seines neuen Trainers Erfolg, kann es bis ganz weit oben in der Tabelle gehen. Vielleicht sogar auf einen Europa League-Platz. Realistischer ist aber eher eine Platzierung ab Rang sieben abwärts.

Platz 8
TSG 1899 Hoffenheim: Mit Roberto Firminio verlor die TSG das kreative Herzstück im Mittelfeld, das nicht eins zu eins zu ersetzten ist. Die 0:2-Niederlage in der ersten DFB-Pokalrunde zeigt auf, dass es zu Schwierigkeiten für die Hoffenheimer kommen kann. Aber die junge Mannschaft ist hungrig und mit den 41 Millionen aus dem Firminio-Transfer ist noch genug Spielraum da, um nachzulegen.
Fazit: Mit den Abgängen von Firminio, Beck und Salihovic wurde die Hierarchie in der TSG-Mannschaft gesprengt. Zu einem Rang für die internationalen Plätze reicht es auch in diesem Jahr nicht.

Platz 9
Eintracht Frankfurt: Armin Veh, Rückkehrer auf den Trainerstuhl, besitzt bei der Eintracht eine enorm hohe Akzeptanz. Mit David Abraham und Stefan Reinartz haben die Frankfurter höheres Tempo im Zentrum dazu gewonnen. Auch der niederländische Stürmer-Neuzugang Luc Castaignos zeigte bisher gute Ansätze. Ein herber Verlust war der Weggang von Kapitän und Torwart Kevin Trapp (Paris St. Germain). Auch die genaue Rückkehr von Torjäger Alex Meier ist ungewiss.
Fazit: „Ein Platz im internationalen Geschäft muss es nicht gleich sein“, ließ SGE-Trainer Veh verlauten. Einer im gesicherten Mittelfeld der Tabelle aber allemal.

Platz 10
SV Werder Bremen: Mit Viktor Skripnik kam die Wende. Der Trainer übernahm die Bremer auf dem 18 Tabellenplatz und führte sie anschließend noch bis auf Rang zehn. Zur neuen Saison schmerzen die Abgänge von U-20-Nationalspieler Davie Selke (RB Leipzig) und Franco di Santo (Schalke 04). Auch ein zentraler Spieler, der den Spielaufbau effektiver macht, fehlt.
Fazit: Die Mannschaft ist eingespielt und auch mit Rückkehrer Felix Wiedwald sollte das Torwartprobleme behoben sein. Der SVW wird am Ende weder etwas mit dem Abstieg noch mit den internationalen Plätzen zu tun haben.

Die Meisterschale ist serviert: Wer wird sie sich in der Saison 2015/2016 schnappen? Foto: Privat

Die Meisterschale ist serviert: Wer wird sie sich in der Saison 2015/2016 schnappen? Foto: Privat

Platz 11
1. FC Köln: Die Kölner zeigten als Aufsteiger eine gute Saison und hatten schon frühzeitig nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun. FC-Trainer Peter Stöger zeigte sich mit den Neuverpflichtungen mehr als zufrieden. Auch die Eingespieltheit der Mannschaft macht Hoffnung auf mehr.
Fazit: Mit den Neuzugängen Milos Jojic, Anthony Modeste und Leon Bittencourt haben die Kölner ihre Offensive nochmals verstärkt. Der Abgang von Wimmer konnte allerdings nicht ein zu eins ersetzt werden. Für mindestens Platz elf wird es aber reichen.

Platz 12
FC Augsburg: Der FCA war wiedereinmal die Überraschungsmannschaft der zurückliegenden Bundesligasaison. Mit der direkten Qualifikation für die Europa League haben die Augsburger ihren Höhepunkt erreicht. Und was folgt nach dem Höhepunkt? Genau: Es kann nur noch bergab gehen. Viele Leistungsträger sind über 30 Jahre alt. Neuzugänge, die die Mannschaft gerade mit Blick auf die Dreifachbelastung Liga, Europa League und DFB-Pokal, sofort verstärken können, sind momentan noch nicht verpflichtet worden.
Fazit: Die Augsburger können der Dreifachbelastung mit der aktuellen Mannschaft nicht stemmen. Leistungen wie in den vergangenen beiden Spielzeiten sind somit nicht drin. Dennoch reicht es am Ende für den zwölften Tabellenplatz.

Platz 13
FSV Mainz 05: Den Abgang von Johannes Geis nach Schalke versuchen die Mainzer mit dem Schweizer Fabian Frei aufzufangen. Damit verlieren die 05er wohl an Kreativität, gewinnen im Gegenzug dafür aber nach eigener Aussage mehr Dynamik. Diese soll vor allem zu Verfeinerung des geliebten Umschaltspiels beitragen.
Fazit: Mit Geis hat der Taktgeber das Mainzer Kollektiv verlassen. Auch Torjäger Okazaki strich die Segel. Können die Neuzugänge diese Verluste auffangen?

Platz 14
Hannover 96: Der Ligaverbleib wurde erst am letzten Spieltag sichergestellt. Mit Lars Stindl verließ der Kapitän und Anführer das fast gesunkene Schiff. Eine neue Galionsfigur muss erst noch gefunden werden. Immerhin verfügt 96 vor allem im Tor mit Nationaltorwart Robert Zieler und in der Defensive mit Christian Schulz und Marcelo über erfahrene wie zuverlässige Spieler.
Fazit: Die Hannoveraner werden es auch in der kommenden Saison wieder schwer haben. Ein drohender Abstiegskampf oder gar der bittere Gang in die zweite Liga sind nicht auszuschließen.

Platz 15
Hertha BSC: Wirkliche Verstärkungen haben die Berliner in der Sommerpause noch nicht präsentieren können. Es fehlen Typen, die vorangehen und die anderen mitziehen. Die Vorjahres-Zugänge wie Kalou, Stocker oder Beerens müssen sich stabilisieren. Hertha-Trainer Pal Dardai muss die Mannschaft zu einer Einheit formen.
Fazit: Neues System, neue Hierarchie. Wenn sich die Berliner nicht schnell finden, stecken sie wie auch in der vergangenen Saison, wieder mitten im Abstiegskampf fest. Schlimmstenfalls müssen sie in die Relegation.

Platz 16:
FC Ingolstadt 04:
Der erst 2004 gegründete und von Audi ordentlich gepuschte Verein, dominierte in der abgelaufenen Zweitligaspielzeit, die Saison. Die Aufstiegs-Elf konnte zusammengehalten und sogar punktuell verstärkt werden. Der eigentliche Star ist aber FCI-Trainer Ralf Hasenhüttl.
Fazit: Ingolstadt verfügt in seinem Kader nur über sehr wenig Bundesligaerfahrung. Ein echter Knipser hat sich momentan noch nicht gezeigt. Zur Relegation könnte es aber dennoch reichen.

Platz 17
Hamburger SV: Und jährlich grüßt das Murmeltier – oder in diesem Fall: Der Bundesliga-Dino. Und zwar vom unteren Teil der Tabelle. Der Traditionsverein hat es wieder einmal geschafft, schmachvoll in der ersten Runde des DFB-Pokals auszuscheiden. Da helfen auch alle Besserungsäußerungen der Verantwortlichen nicht viel. Bleibt nur zu hoffen, dass HSV-Trainer Bruno Labbadia den vorhanden Kader, der bis auf Neuzugang Emir Spahic – rein optisch betrachtet – nicht verstärkt wurde, besser machen kann.
Fazit: Das ganze Chaos rund um den Bundesliga-Dino ist schon mehr als nur eine Eintagsfliege. Daher ist es auch nur schwer vorstellbar, dass der als unabsteigbar geltende HSV auch die kommende Saison überlebt. Sollten sich Spieler und Verein nicht schleunigst in eine positive Richtung entwickeln, gesellt sich die Zweitklassigkeit endgültig zu den Hamburgern.

Platz 18
Darmstadt 98: Es war eine Sensation, wie ihn nur der Sport schreiben kann. Das klamme Darmstadt, mit baufälligem Stadion und beschaulichen finanziellen Mitteln, schaffte den Durchmarsch aus der dritten bis in die erste Liga. Und das alles mit einem klaren Plan: „Wichtig sind Charakter und Teamgeist“, verrät Erfolgstrainer Dirk Schuster. Doch diese Eigenschaften können die individuelle Unterlegenheit wohl nur teilweise außer Kraft setzen.
Fazit: Der Aufstieg in die Bundesliga war eine Sensation. Die Saison 2015/2016 darf sich auf einen echten Underdog mit Kampfgeist freuen. Die 98-Verantwortlichen sollten die Saison im Oberhaus genießen. Es wird vorerst die einzige sein.

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr die Neuheiten aus dem Yoga-Bereich.

 

 

Bayer Leverkusen und Bayern München machen den Anfang

Erstmals seit Einführung der UEFA Fußball-Champions League stehen mit Bayer Leverkusen, dem FC Bayern München, Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 vier deutsche Mannschaften im Achtelfinale. 

Während Schalke (gegen Real Madrid) und Borussia Dortmund (gegen St. Petersburg) erst nächste Woche eingreifen, sind oder waren Bayer Leverkusen und Bayern München bereits früher gefordert. Den Anfang machten dabei die Leverkusener. Die Werkself empfing gestern Abend den französischen Meister Paris St. Germain. Was folgte, war eine Lehrstunde: Mit der klaren 0:4 (0:3)-Hinspielniederlage sind schon nach 90 Minuten alle Chancen auf das Viertelfinale verspielt. Blaise Matuidi (3.); Ibrahimovic (39./Foulelfmeter und 42.) und Yohan Cabaye (88.) erzielten vor 29.412 Zuschauer die Tore für PSG. „Wir haben mutlos und ängstlich gespielt, warum würde ich auch gerne wissen. Das war gerade in der ersten Halbzeit ein ganz schlechtes Spiel von uns“, war Leverkusen-Verteidiger Ömer Toprak nach dem Schlusspfiff sichtlich geknickt. Dabei standen die Vorzeichen bereits vor der Begegnung alles andere als gut. Nach dem überraschenden Ausscheiden im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, musste sich Leverkusen auch im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 mit 1:2 geschlagen geben. Die hohe Heimniederlage gegen Paris ist das Sahnehäuptchen einer Horror-Woche für den momentanen Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga. 

Mit dem FC Bayern München greift heute die wohl aktuell beste Fußballmannschaft der Welt in das Champions League-Achtelfinale ein. Das Los bescherte dem FCB den FC Arsenal London – die mit fünf (!) deutschen Nationalspielern (drei Herren und zwei Junioren) wohl deutscheste Mannschaft in der Premiere League. Arsenals Mittelfeldregisseur Mesut Özil drückte im Vorfeld seinen größten Respekt gegenüber den Bayern aus, wusste aber auch Superkräfte an seiner Seite. „Am Mittwochabend treten wir gegen die offiziell beste Mannschaft der Welt an. Die gute Nachricht: Hulk, Superman und Rambo sind an unserer Seite“, schrieb der 25-Jährige auf Facebook. Dazu postete Özil ein Foto, das ihn als Comic-Held Supermann zeigt, flankiert wird er darauf von seinen Mannschaftskollegen Lukas Podolski und Bacary Sagna – ebenfalls im Kostüm eines Superhelden. Münchens Kapitän Philipp Lahm analysierte im Kicker dagegen die Schwächen des heutigen Gegners: „Der FC Arsenal hat seine große Stärke in der Offensive. Gegen starke Gegner kassieren sie dann aber Tore“, erklärte Lahm. 

Neben den schon seit längerer Zeit angeschlagenen Franck Ribéry (Bluterguss am Gesäß), wird dem deutschen Rekordmeister auch Xherdan Shaqiri gegen die Gunners nicht zur Verfügung stehen. Der Mittelfeldspieler, der am vergangenen Bundesligaspieltag den SC Freiburg praktisch im Alleingang aus der Allianz-Arena schoss, fällt wegen eines Muskelfaserrisses aus. Bei den Bayern sollten angesichts ihres mit Superstars gefüllten Kaders, das Erreichen des Viertelfinales aber weiterhin im Bereich des Möglichen liegen…

Vorschau: Am 05.03.2014 erscheint eine Vorschau über das Fußball-Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Chile in Stuttgart.

Bayern wird Meister – Augsburg und Braunschweig steigen ab

„Prognosen sind äußerst schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen“, lautet eine weit verbreitete Weisheit. Dies gilt auch für die Fußball-Bundesliga. Zwei Tage vor der Saisoneröffnung zwischen dem amtierenden Triple-Sieger FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach, lehnt sich Face2Face ganz weit aus dem Fenster und gibt eine Prognose für die kommende Spielzeit 2013/2014 ab.                                                   

1. FC Bayern München. Der Guardiola-Hype ist allgegenwärtig. Der wohl momentan beste Trainer der Welt hat zwei schwere Aufgaben zu lösen: Erstens muss er die richtigen Spieler finden, die zu seinem System passen und zweitens muss er die ganzen Stars, die sich mit der Bank begnügen müssen, bei Laune halten. Die Meisterschaft wird in dieser Saison trotzdem eingefahren – wenn auch nicht so deutlich wie in der vergangenen Spielzeit.

2. Borussia Dortmund. Die Borussen werden auch in dieser Saison der ärgste Bayern-Verfolger sein. In der Offensive wird das Kollektiv den Wechsel von Superstar Mario Götze kompensieren können. Die Neuzugänge Pierre-Emerick Aubameyang und Henrikh Mkhitarian versprechen großes Potenzial. Lediglich die Abwehr könnte mit dem langen Ausfall von Lukas Piszczek Probleme bekommen. Am Ende springt eine verdiente Vizemeisterschaft für die Borussia heraus.

3. Bayer 04 Leverkusen. Die Werkself giert laut Torjäger Stefan Kießling seit der letzten Saison nach mehr. Leverkusen verfügt mit Leno (Tor), Toprak (Abwehr), Rolfes, Bender (Mittelfeld) und Kießling (Sturm) über eine starke Achse. Doch was passiert, wenn Torgarant Kießling ausfällt? Sollte die Offensive verletzungsfrei bleiben und auch Leverkusen-Trainer Sami Hyypiä seine Unerfahrenheit durch seine anderen Fähigkeiten ausgleichen können, qualifiziert sich die Bayer-Elf auch in der nächsten Saison direkt für die Champions-League.

4. FC Schalke 04. Die Königsblauen haben mit Leon Goretzka und Christian Clemens hochtalentierte Jungspieler erhalten, die bei Normalverlauf eine große Entwicklung vor sich haben. Auch der von Mainz gekommene Stürmer Adam Szalai sorgt für zusätzlichen frischen Wind in der Offensive. Bleibt die Torhüterposition stabil und das Umfeld auch bei schwierigen Situationen ruhig, wird Schalke seine Vorjahresplatzierung wiederholen.

5. VfB Stuttgart. Die Schwaben sind breiter aufgestellt und haben mit Leitner, Schwaab, Rausch und Abdellaoue deutlich an Qualität gewonnen. Bleibt der VfB von größeren Verletzungen verschont, kann er diesmal die Dreifachbelastung besser kompensieren und wird in der Liga auf einen Europa-League-Platz springen.

6. VfL Wolfsburg. Ruhe und Kontinuität hat sich der VW-Klub auf die Fahne geschrieben. So etwas wie Aufbruchstimmung ist im Umfeld des VfL zu spüren. Eine Vorbereitung ohne Radikalumbruch wird der Hecking-Elf sichtlich guttun. Für einen Europa-League-Platz müssen sich die Wolfsburger aber dennoch ziemlich strecken. 

7. Borussia Mönchengladbach. Der Vorjahrestabellenachte hat für die Offensive ordentlich investiert. Für Max Kruse und Raffael gaben die Fohlen 7,5 Millionen Euro aus. Gelingt es Borussia-Trainer Lucien Favre, seine Elf im Spielaufbau und im Umschaltspiel zu verbessern, schafft es Mönchengladbach auf den siebten Platz – wenn nicht, springt eine Platzierung zwischen acht und zehn heraus.

8. Hamburger Sportverein. Der HSV hat den Anspruch und das Potenzial, dauerhaft international vertreten zu sein. Durch die Neuzugänge steckt Potenzial im Team, auch wenn ein richtiger Goalgetter neben Artjoms Rudnevs momentan noch fehlt. Sollte er nicht gefunden werden, wird es schwer für die Hamburger. Für mehr als den achten Platz wird es nicht reichen.  

9. TSG Hoffenheim. Die Fast-Absteiger aus dem Kraichgau erleben unter Markus Gisdol ihre beste Bundesligasaison. Der neunte Platz wird der verdiente Lohn sein. Aber auch nur, wenn die Spieler bis an ihre Leistungsgrenze gehen und nicht wieder durch Divenhaftigkeit glänzen. Ein Schuss nach hinten ist bei diesem Verein nie ausgeschlossen. 

10. Hannover 96.  Die Hannoveraner schielen mit mindestens einem Auge nach Europa. Mit den Offensivkräften Mame Diouf, Leonardo Bittencourt, Jan Schlaudraff und Didier Ya Konan sollte das möglich sein. Die größte Schwachstelle bleibt aber die Abwehr. Ob Verteidiger-Neuzugang Salif Sané genügend Abhilfe leisten kann, bleibt abzuwarten. Bekommt Hannover die enorme Gegentorflut in den Griff, können sie auch ein Wörtchen um die internationalen Plätze mitreden. Wenn nicht bleibt der zehnte Tabellenplatz. 

11. Eintracht Frankfurt. Der Überraschungsaufsteiger der vergangenen Saison wird an     der Dreifachbelastung zu knabbern haben. Der Kader wurde breiter aufgestellt als in der vergangenen Saison. Dennoch suchen die Verantwortlichen vor allem auf der Stürmerposition noch händeringend nach Verstärkung. Abstiegssorgen wird die SGE, trotz Umstellungsproblemen, keine haben. 

12. SV Werder Bremen. Quo vadis, Werder Bremen? In der ersten Saison nach Thomas Schaaf weiß keiner so recht, wo der SVW vor dieser Spielzeit steht. Die Diven Marko Arnautovic und Eljoro Elia müssen sich wieder in die Mannschaft integrieren und deren Vertrauen zurückgewinnen. Sturmspitze Nils Petersen braucht dringend Konkurrenz im Sturm. Auch wenn die Mannschaft von der Weser nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird: Für eine Platzierung über dem zehnten Tabellenplatz wird es nicht reichen. 

13. Hertha Berlin. Der souveräne Zweitliga-Meister wurde punktuell verstärkt. Auch die Eingespieltheit könnte ein großes Plus werden. Schaffen es die Leistungsträger, auch eine Etage höher ihre Spitzenform kontinuierlich abzurufen, ist auch eine höhere Platzierung drin. Für den Klassenerhalt reicht es allemal.

14. FSV Mainz 05.  FSV-Trainer Tuchel und Co leisteten in den vergangenen Bundesligajahren ansehnliche Arbeit. Den Abgang von Szalai und Ivanschitz können die 05er aber nicht gleichwertig kompensieren. Die Erfahrung und die große Verschworenheit der Truppe hält die Mainzer in der Liga.

15. 1. FC Nürnberg. Die Verpflichtungen von Daniel Ginczek und Josip Drmic können die Offensive des „Clubs“ beleben. Doch die Abgänge von Simons und Klose hinterlassen vor allem in der Hierarchie eine große Lücke. Der Gang in die Relegation kann gerade noch vermieden werden.

16. SC Freiburg. Never change a winning team. Doch die direkte Qualifikation für die Europa League ist für den Sportclub Fluch und Segen zugleich. Den Breisgauern wurden durch den Erfolg gleich fünf Stammspieler weggekauft. Ob die Neuzugänge diese ersetzen können, ist fraglich. Dieser Umbruch könnte am Ende zu groß sein. Ein schwerer Saisonstart – fast unvermeidlich. Der Gang in die Relegation ist das bittere Bonbon am Ende des Regenbogens.

17. FC Augsburg. Zwei Mal konnte sich der FCA dank einer starken Rückrunde sensationell in der Liga halten. Doch im dritten Jahr in Folge wird es für die sympathische Truppe um Trainer Markus Weinzierl für den Ligaverbleib nicht reichen. Zu begrenzt sind die Alternativen hinter Sturmspitze Sascha Mölders, zu niedrig die Qualität der Mannschaft.

18. Eintracht Braunschweig. Der Aufsteiger wird sich nach einem Jahr in der Bundesliga direkt wieder verabschieden. Die Mannschaft ist zwar ein eingeschworener wie eingespielter Haufen, doch die große Unerfahrenheit der Spieler bricht der Eintracht letztlich das Genick. Greuther Fürth lässt grüßen.

Vorschau: Am 21.08. erscheint der dritte Teil unserer Outdoor-Serie.

Die Suche nach den Nationalspielern

Stell dir vor es ist Länderspiel und kein Star kommt hin. So oder so ähnlich muss sich Fußball-Nationaltrainer Joachim Löw vor der kommenden Länderspielreise in die USA fühlen. Wenn die DFB-Elf am Mittwoch, 22. Mai, ihren Trip nach Nordamerika startet, werden dem Bundestrainer nicht weniger als 17 Nationalspieler fehlen. Das Champions-League Finale zwischen Bayern München und Borussia Dortmund, das Pokalfinale zwischen München und dem VfB Stuttgart, die U-21-EM in Israel, die Bundesliga-Relegation und die spanische Liga reißen ein großes Loch in den Kader des 53-Jährigen. 

Mit Marco Reus, Mats Hummels, Ilkay Gündogan, Mario Götze, Marcel Schmelzer und Sven Bender fehlen sechs Spieler von Borussia Dortmund. Genauso viele werden es beim Finalgegner aus München sein. Die beiden Real-Stars Sami Khedira und Mesut Özil sind noch bis zum 1. Juni in der spanischen Liga aktiv. Torjäger Miroslav Klose spielt mit Lazio Rom um den italienischen Pokal (26. Mai) und auf die U-21-Spieler wie Patrick Hermann (Gladbach), Sebastian Rode (Frankfurt) oder Lewis Holtby (Tottenham) will Löw wegen der Vorbereitung auf die Europameisterschaft nicht zurückgreifen. Da auch mit Serdar Tasci, George Niedermeier oder Christian Gentner mögliche Kandidaten vom VfB Stuttgart aufgrund des Pokalfinales (1. Juni) ausfallen und auch hinter Lukas Podolski (FC Arsenal London) ein dickes Fragezeichen steht, verkommen die beiden TEST-Länderspiele gegen Ecuador (29. Mai) und die USA (2. Juni) zur Farce. 

Wen also nominieren? Laut dem „Kicker“ sollen Sydney Sam und Philipp Wollscheid (beide Bayer Leverkusen) vor ihrem Länderspieldebüt stehen. Kurios, dass auch die bereits aussortierten Andreas Beck (Hoffenheim), Aaron Hunt (Bremen) und Dennis Aogo (Hamburg) vor ihrem Comeback stehen sollen. Auch der bereits 30-Jährige und damit im Grunde genommen perspektivlose Alexander Meier (Frankfurt) soll Löw auf den letzten Seiten seines Notizbüchleins gefunden haben. Lückenbüßer, die eine Reise retten sollen, die schon von vorneherein zum Scheitern verurteilt ist.

Von Schalke dürften Roman Neustädter, Benedikt Höwedes und Julian Draxler nominiert werden. Per Mertesacker (FC Arsenla London), Lars Bender und André Schürrle (beide Leverkusen) sind gesetzt. Dennoch wir die Steigerung der Beliebtheit und des Ansehens der Nationalmannschaft, von Beginn an das einzige Ziel dieses „Promotion-Trips“, ohne die Stars an Bord, nicht zu erfüllen sein. 

Immerhin war zuletzt spekuliert worden, dass Löw die Dortmunder-Spieler nachkommen lässt. Ein Tropfen auf den heißen Stein? So oder so stehen zwei neue Höhepunkte in der Reihe „Unsinnige Länderspiele“ an. Ach ja, auf Deutschlands erfolgreichsten Torjäger Stefan Kießling will Löw im Übrigen auch verzichten… 

Ähnlich spektakuläre Rumpfkader: 

  • Beim Confederations Cup 1999 nominierte Bundestrainer Erich Ribbeck nach zahlreichen Absagen die Profis Heiko Gerber, Ronald Maul, Mustafa Dogan und Michael Preetz. Nach einer 0:4-Pleite gegen Brasilien und der 0:2-Niederlga gegen die USA durfte die DFB-Mannschaft bereits nach der Vorrunde die Koffer packen.
  • Unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann standen bei der Asien-Reise 2004 Spieler wie Marco Engelhardt und Thomas Brdaric in der Startelf. 

Vorschau: Nächste Woche erscheint ein Kommentar über den Profisport in Deutschland

Enger Kampf ums Halbfinalticket

Heute erwartet Fußballdeutschland ein echter Pokalhochgenuss! Wenn um 20:30 Uhr der FC Bayern München den deutschen Meister Borussia Dortmund in der heimischen Allianz Arena empfängt, werden Millionen von Fußballbegeisterten vor den Fernsehgeräten platz nehmen. Das letztjährige DFB-Pokalfinale findet in dieser Saison bereits im Viertelfinale statt. Face2Face macht wenige Stunden vor dem Anpfiff eine Analyse, wer beim Kampf um das Halbfinalticket die Nase vorne hat.

Die Abwehr: Bayern München stellt mit gerade einmal acht Gegentoren den besten Defensivverbund Europas. Mit dem Brasilianer Dante bekamen die Münchner einen echten Stabilisator in die Mannschaft. Selbst den Ausfall von Nationalverteidiger Holger Badstuber konnte die Abwehrreihe problemlos kompensieren. Ein Gegentor gegen diese „Mauer“ zu schießen ist schwierig, bei einem engen Spielgeschehen fast unmöglich.

Die Dortmunder haben im Gegensatz zur vergangenen Saison etwas Probleme in der Defensive. 23 Spieltagen stehen 27 Gegentore gegenüber. Zum Vergleich: Nach den gesamten 34 Spieltagen der vergangen Saison musste der BVB nur 25 Gegentore hinnehmen. Dennoch stellt die Borussia mit Marcel Schmelzer, Mats Hummels, Neven Subotic und Lukas Piszeck viel Qualität und die drittbeste Abwehrreihe der Bundesliga auf den Platz.
Vorteil: Bayern München

Das Mittelfeld: Beim FCB drängen sich mit Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Toni Kroos, Frank Ribéry und Arjen Robben nur so die Superstars im Mittelfeld. Klar, dass es da auch mal zu unzufriedenen Gesichtern kommt. Zuletzt beim Holländer Robben zu sehen, der sich über sein andauerndes Reservistendasein beschwerte. Beim Pokalknaller wird der Flügelflitzer aber wieder von Beginn an auf dem Platz stehen. Er ersetzt den gesperrten Ribéry.

Beim deutschen Meister muss sich das Traumduo Mario Götze/Marco Reus sicher nicht vor der bayrischen Flügelzange Ribéry/Robben verstecken. Auch der Pole Jakub Blaszczykowski hat schon mehrmals bewiesen, dass er das Zünglein an der Wage sein kann. Mit Ilkay Gündogan, Sebastian Kehl, Sven Bender, Moritz Leitner und Rückkehrer Nuri Sahin besitz der BVB ein Überangebot an hochkarätigen Spielern auf der sogenannten Sechserposition, bei dem jeder, jeden nahezu gleichwertig ersetzen kann.
Vorteil: Unentschieden 

Der Sturm: Mario Gomez, Mario Mandzukic, Claudio Pizzaro – Namen, die das Herz eines Fußballbegeisterten höher schlagen lassen. Der FCB verfügt im Angriff über drei hervorragende Angreifer. Mandzukic führt zusammen mit dem Leverkusener Stefan Kießling die Torschützenliste an. Nationalspieler Gomez scheint ohnehin eine Torgarantie gepachtet zu haben und auch der Peruaner Pizarro ist immer für einen Treffer gut. Egal wer aus diesem Trio spielt: Bayern ist im Sturm immer Top besetzt.

Auch Dortmund hat mit Robert Lewandowski eine Granate im Angriff zu verzeichnen. Kein Wunder, dass sich schon seit Wochen hartnäckige Gerüchte um ein Münchner Werben für den Polen halten. Doch hinter dem Torjäger ist mit Julian Schieber nicht die gleiche Qualität vorhanden, wie beim FC Bayern. Glück für die Borussia, dass auch ein Götze oder Reus diese Position erfolgreich ausführen können.
Vorteil: Unentschieden

Die Bank: Die Münchener haben aus den vergangenen beiden Jahren, und vor allem aus dem Champions League-Finale, gelernt und in dieser Saison ihre Bank deutlich aufgebessert. Wer es sich leisten kann einen Spieler vom  Format eines Robben oder Gomez auf die Bank zu setzen, der hat alles, nur keine schwachen Alternativen. Auch die Reservisten im Mittelfeld oder der Abwehr hätten bei anderen Bundesligisten einen Stammplatz sicher.

Bis auf die starken Ersatzspieler im Mittelfeld, ist beim BVB ein Qualitätsabfall auf der Bank zu verzeichnen. Sollte etwa ein Außenverteidiger oder Lewandowksi mal ausfallen, steht kein gleichwertiger Ersatz parat und Trainer Jürgen Klopp wäre zum Experimentieren gezwungen.
Vorteil: Bayern München

Fazit: Von der Papierform her geht der FC Bayern München als Favorit in die Begegnung. Wer zu Hause spielt und die Liga mit 17 Punkten Vorsprung anführt, kann sich dagegen auch kaum erwehren. Allerdings ist die Borussia aus Dortmund der Angstgegner der Münchener. Dass die Schwarz-Gelben in der Allianz Arena bestehen können, haben sie in den letzten Auftritten dort eindrucksvoll bewiesen. Somit wird dieses Pokal-Viertelfinale eine ganz enge Kiste, bei der Nuancen den Unterschied zwischen Sieger und Verlierer ausmachen können. Auch eine Entscheidung durch Elfmeterschießen ist durchaus zu erwarten.

Vorschau:  Nächste Woche erscheint ein Nachbericht über die nordische Ski-WM in Italien.

Bayern München und sonst nichts…?!

„Absolutes Gipfeltreffen“, „Duell der Giganten“, „Das Beste, was der deutsche Fußball zu bieten hat“. Das Fußball-Spitzenspiel zwischen dem Rekordmeister Bayern München und dem aktuellen Meister Borussia Dortmund wurde im medialen Vorfeld lang und inbrünstig angekündigt. Die Begegnung hat sich nach dem Gezeigten das Prädikat „gut“ verdient. Stark, wie der Bayern-Profi Toni Kroos die Dortmunder Innenverteidiger Mats Hummels und Neven Subotic wie Schuljungen aussehen ließ und aus gut sechzehn Meter eiskalt verwandelte. Bemerkenswert, wie der BVB-Youngstar Mario Götze den Ball – sträflich alleingelassen – in die Maschen drosch. Der Matchwinner war aber nicht einer der beiden Nationalspieler, sondern der überragend haltende Roman Weidenfeller. Der wohl beste Nicht-Nationaltorwart der Welt brachte die Bajuwaren mit Weltklasseparaden schier zur Verzweiflung.

Das war zwar alles schön anzuschauen, doch der gemeine Fußballfan war nach diesem „Duell der Giganten“ genauso schlau wie vorher. Der FC Bayern hat weiterhin elf Punkte Vorsprung auf die Borussia aus Dortmund und führt die Liga souverän an – wenn nicht sogar vor. 38 Punkte nach fünfzehn Spieltagen und ein Torverhältnis von 41:6-Toren sprechen für sich. Also nur der FC Bayern München und sonst nichts?!

Stellt sich nun Langeweile im Kampf um die Deutsche Meisterschaft ein?! Noch nie war eine Mannschaft, wie die Bayern, so früh Herbstmeister. Aber auch noch nie war eine Spielrunde nach 15 Partien entschieden. Will heißen: Die Meisterschaft ist erst vorbei, wenn der Schiedsrichter abpfeift.

Fakt ist, die Bayern sind – auch Dank den Dortmundern – breiter aufgestellt. Die Schmach aus den vergangenen zwei Jahren, in denen der BVB eine Siegesfeier nach der anderen zelebrierte und die Münchener titellos zuschauen mussten, wollten die Verantwortlichen des FCB nicht länger ertragen. Die gut gefüllte Geldschatulle wurde geöffnet und für 75 Millionen Euro Neuzugänge eingekauft. Die Bayern-Bank, die in der Vergangenheit etwas Schwächelte, ist wieder Randvoll mit Qualität gefüllt. Bitterste Pille für den Spitzenreiter ist momentan der Kreuzbandriss von Innenverteidiger Holger Badstuber. Sechs Monate Pause – mindestens. Gleichzeitig aber auch die Hoffnung der Konkurrenz, dass der FCB an dieser Pille in Zukunft noch etwas zu knabbern hat.

Hoffnungen, an die sich vor allem der Deutsche Meister verzweifelt klammert. Die Dortmunder waren bislang nur in der Champions League wirklich meisterlich. Dort führten sie aber niemand geringeren als Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam Phasenweise vor – Chapeau! Doch die Konstanz im Bundesligaalltag fehlt! Unentschieden gegen die Aufsteiger aus Düsseldorf und Frankfurt schmerzen und werden unter anderem am Ende die Punkte sein, die zur Titelverteidigung fehlen. Der Meister kratzt mit seinem Kräfteverschleiß am Limit.

Während Dortmund Stück für Stück etwas den Anschluss verloren hat, schlich sich quasi aus dem Nichts eine andere Mannschaft an die Bayern heran: Bayer Leverkusen. Die Mannschaft des Trainerduos Sami Hyypiä/Sascha Lewandowski ist die Überraschungstruppe der Spitzenteams und liegt mit „nur“ acht Punkten Rückstand auf dem zweiten Tabellenplatz. Geschlossene Mannschaftsleistungen und ein effizientes Spielsystem sind der Schlüssel des momentanen Erfolges. Doch reicht dies, um dem FC Bayern noch in die Meisterschaftssuppe zu spucken?! Man wird sehen. Fußballromantiker vor!

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr mehr über die Liebesbeziehungen unter Sportlern und warum es eigentlich so viele davon gibt.

Die Zeit, in der Helden geboren werden

„Was für eine Gruppe!“, werden nicht wenige aufmerksame Fußballfans bei der Auslosung zur Champions League-Gruppenphase in Monte Carlo gedacht haben. Der deutsche Meister Borussia Dortmund bekam mit Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam echte Schwergewichte zugeteilt. Das ist hart!

BVB-Trainer Jürgen Klopp nahm die Nachricht von der Hammergruppe eher gelassen hin: „Wir haben nicht das Gefühl, mit ihnen konkurrieren zu müssen im Sinne, wer ist schöner, wer ist größer, wer ist teurer? Sondern wir wollen an diesem Tag ihr unangenehmster Gegner sein.“

Geschäftführer Hans-Joachim Watzke gab sich euphorisch: „In einer solchen Gruppe werden Helden geboren.“ Vor allem die Fans in gelb-schwarz hoffen, dass diese Worte auch wirklich wahr werden. Nachdem die Westfalen vor einem Jahr als Gruppenschlusslicht sang- und klanglos ausgeschieden sind, wird es nun Zeit für den Doublegewinner nicht nur in der Liga, sondern auch international auf sich aufmerksam zu machen.

Beim Revier-Nachbar Schalke 04 kommt es zum Wiedersehen mit „Prinz Poldi“. Die „Knappen“ bekommen es mit dem FC Arsenal London, dem Klub der deutschen Nationalspieler Per Mertesacker und Lukas Podolski, sowie dem grieschichen Meister Olympiakos Piräus zu  tu. Außerdem wurde den Königsblauen noch Frankreichs Überraschungsmeister SC Montpellier zugelost.

Schalke-Trainer Huub Stevens sah in der Auslosung gute Chancen auf ein Weiterkommen: „In der Champions League gibt es keine leichten Gegner. Wir treffen auf den französischen und den grieschichen Meister. Dazu kommt Arsenal, eine absolute Topmannschaft, gegen die wir vor einigen Jahren bereits einmal in der Champions League gespielt haben.“

Der FC Bayern München, der in Lostopf eins gesetzt war, bekam die vergleichsweise leichteste Gruppe zugelost. Mit Gegner wie dem FC Valencia, gegen den der FCB das Champions League-Finale 2001 gewonnen hatte, dem OSC Lille, so wie BATE Borissow aus Weißrussland, sollte das Erreichen des Achtelfinales reine Formsache sein.

Die Bayern-Verantwortlichen sehen das ähnlich. „Das ist ein mittelschweres Los. Unsere Zielstellung ist klar: Wir wollen in die nächste Runde und zwar als Erster“, bezog der neue starke Mann der Münchner, Matthias Sammer, klar Stellung.

Doch egal ob Hammergruppe oder machbare Arbeitssiege – fest steht, dass für alle deutschen Vertreter Fußball-Festtage und Millionen-Einnahmen vor der Tür stehen. Jeder Teilnehmer hat bereits das erhöhte Startgeld von 8,6 Millionen Euro (Vorjahr: 7,2 Mio.) sicher. Dazu kommen die Leistungsprämien: 500 000 Euro (Vorjahr 400 000) für ein Unentschieden und eine Millionen Euro (Vorjahr 800 000) für einen Sieg. Die Zeit der Helden kann beginnen. 

Quelle O-Töne: Sport1 

Vorschau:  Nächste Woche erscheint ein Artikel zum WM-Start der Freiwasserschwimmer/innen.

Dortmunds Dreier? Ein Ausblick auf die kommende Fußball-Bundesligasaison

So ganz zufrieden konnte Jürgen Klopp, der Trainer des aktuellen Meisters und Pokalsiegers Borussia Dortmund, dann doch nicht sein. So unterlag seine Mannschaft im Liga Total Pokal, einem Vorbereitungsturnier, dem SC Werder Bremen im Elfmeterschießen: Kevin Großkreutz, die Identifikationsfigur des Vereins, verschoss im entscheidenden Moment.

Doch kann diese Niederlage nicht als Maßstab für die kommende Saison gelten: Beide Teams traten mit einer B-Elf auf. So kann das Spiel um den Supercup mit dem FC Bayern München, das am Sonntag, 12. August, stattfindet, schon eher als Gradmesser für die Zukunft gesehen werden. Hier wird sich zeigen, ob Dortmund das seit zwei Jahren andauernde Formhoch auch in die dritte Saison mitnehmen kann.

So geht es am Freitag, 24.August, im Spiel gegen Werder Bremen in die 50. Bundesligasaison. Da will sich der amtierende Meister um Mario Götze und Robert Lewandowski keine Blöße geben. Und die Chancen stehen gut. So gewannen die Dortmunder in der Vorsaison ihr Auftaktspiel gegen den Hamburger SV mit 3:1. Nach einer kleinen Schwächephase zur Mitte der Saison, konnte der FC Bayern dann doch noch eingeholt werden – was beim Münchner Clubchef Uli Hoeneß Zähneknirschen und einen hochroten Kopf hervorrief. So will der FC Bayern seine so lange bestehende Favoritenrolle in dieser 50. Saison endlich wieder erfüllen können. Bereits 21 Mal konnten sich die Münchner in der Bundesligahistorie am Ende der Saison ja schon die Krone aufsetzen und sind mit Abstand Rekordmeister. Doch das Selbstvertrauen beim ewigen Ligaprimus scheint zu bröckeln.

Daneben haben wohl nur wenige Teams reelle Chancen auf den Titel. Werder Bremen spielt oft zu inkonstant, der Hamburger SV hat sich selbst vor Jahren verloren und bis jetzt nicht wiedergefunden. Da kann am ehesten noch der FC Schalke 04 ins Geschehen eingreifen – doch wird der Abgang von Topstar Raul Gonzalez Blanco die Mannschaft sicherlich schwächen.

Auch Bayer Leverkusen muss im Rennen um den Titel ernst genommen werden, ist die Werkself doch in der vergangenen Saison immerhin Fünfter geworden. Der Borussia aus Gladbach, die mit dem vierten Platz einen Überraschungserfolg landete, können dahingegen eher Außenseiterchancen eingeräumt werden.

 Vorschau: Nächste Woche folgt ein Ausblick auf die Eishockey „European Trophy“