Do-It-Yourself-Projekt: Fotos als Holzprint

Porträts, Panoramen oder Momentaufnahmen – im Nu lassen sich durch die Linse flüchtige Augenblicke dauerhaft auf Fotos festhalten. So kreativ, wie man dabei mit der Kamera umgeht, lässt sich ebenso mit dem Motiv verfahren: ob nun im Album verwahrt, auf Leinwand gemalt oder als Seife getarnt. Selbst bei der Reproduktion bieten sich außergewöhnliche Möglichkeiten, die Bilder zu verewigen. Daher verrät die Tipps&Tricks-Redaktion, wie sich Fotos ganz einfach als Holzprint auf unterschiedlichste Materialien übertragen lassen.

Benötigte Materialien:

Kinderleicht: Mit nur wenigen Mitteln lassen sich Fotos auf Holz übertragen (Foto: Onat)

  • Holz – alternativ glatte und helle Unterlagen, Größe und Breite spielen dabei keine Rolle
  • Photo Patch Transfermedium aus dem Kreativ-, Hobby- oder Bastel-Bedarf
  • Laser- oder Tintenstrahl-Drucker – alternativ ein horizontal gespiegelt ausgedrucktes Motiv
  • ein Schwamm
  • Wasser

Vorgehen:

  1. Das gewünschte Motiv mit einem Laser- oder Tintenstrahldrucker horizontal gespiegelt ausdrucken. Die Spiegelung lässt sich mit wenigen Klicks in Bildbearbeitungsprogrammen sowie bei Windows Paint bewerkstelligen.
  1. Den fett- und staubfreien Untergrund mit einem Schwamm reichlich mit dem Transfermedium Photo Patch bestreichen. Als Material eignen sich dabei vor allem helle und glatte Oberflächen wie Holz, Glas, Keramik oder Stoff.
  1. Auch das ausgedruckte Bild mit einem Schwamm mit genügend Photo Patch versehen.
  1. Zügig beide Teile aufeinanderlegen, fest andrücken und glattstreichen.
  1. Das Photo Patch anschließend für mindestens eineinhalb Stunden – bestenfalls mehrere Stunden, beispielsweise über Nacht – trocknen lassen.

    Dekorativ: Fotos als Holzprint (Foto: Onat)

  1. Nun mit einem angefeuchteten Schwamm das Papier vorsichtig abrubbeln. Dabei sollten das Motiv und der Schwamm stetig mit Wasser benetzt werden, damit sich lediglich die obere Papierschicht auflöst.
  1. Zum Schluss den Holzprint trocknen lassen und mit einer weiteren Schicht Photo Patch – mit dem Schwamm aufgetragen – wasserfest versiegeln.

Vorschau: Am Sonntag, den 9. April, bietet die Tipps&Tricks-Redaktion Starthilfe für alle, die auf eine vegane Ernährung umstellen möchten.

2017 – das Jahr der Fake-News?

KOMMENTAR: Gerade sind wir im Jahr 2017 angekommen. Es steht unter dem Zeichen der Postfaktizität. Was das heißt? Wir sind scheinbar über die Fakten hinausgewachsen. Emotionen sind die neuen Fakten und gefühlte Wahrheiten werden immer mehr salonfähig. Der neue Trend-Begriff „Fake-News“ reiht sich hier verblüffend gut ein, denn der Anglizismus beschreibt eigentlich schlicht: Falschmeldungen. Informationen sollten nach journalistischen Leitsätzen immer geprüft werden, bevor sie an die Öffentlichkeit gehen. Stattdessen ist es heute gängige Praktik – das haben wir nicht nur im vergangenen Jahr vielfach beobachten können – Schlagzeilen einfach voneinander abzuschreiben. Der Spiegel-Redakteur liest die Bild-Zeitung, die Süddeutsche, die FAZ und selbstverständlich auch umgekehrt. Außerdem erwerben alle Massenmedien Datensätze von Nachrichtenagenturen, die sie des Öfteren sogar wortwörtlich übernehmen.

2016 – ein Krisenjahr für die Massenmedien

Stichwort: Lügenpresse, leicht abgewandelt auch Lückenpresse. Überall heißt es: „Wem kann ich denn noch glauben?“ Von „Social Bots“ ist die Rede, die automatische Antworte generieren und von „Trollfabriken“, die im Auftrag des (russischen) Staates Manipulationen im Internet betreiben soll. Das sei gezielte Manipulation, manchmal wird sogar von Propaganda gesprochen: Flüchtlinge würden gegen eine Kirche urinieren, Hillary Clinton leite einen Kinderporno-Ring und es würden Koran-CDs mit Gift umher gehen – je empörender, also emotionalisierender die Nachricht, desto häufiger wird sie geteilt, geliked und besprochen. Prinzipiell war das nie anders: Menschen interessieren sich mehr für Skandale und Pannen als für positive Nachrichten. Deshalb ist der laute Ruf und der Fingerzeig auf die vermeintlichen Fake-News-Macher – zumeist selbsternannte „alternative“ Medien – überaus schädlich. Denn die schlagen schneller zurück, als erwartet. So wurde dieser Tage die Washington Post überführt, die Hacker-Verschwörung von Russland gegen den US-amerikanischen Wahlkampf lediglich behauptet zu haben. Quellen? Keine.

Die Suche nach dem Fehler

Der Fehler liegt doch tatsächlich im System: Menschen machen Nachrichten. Ob diese nun alternativ oder im Sinne des „mainstreams“ von etablierten Medienhäusern stammen – sie werden immer von Menschen gemacht, deren Intentionen nicht immer nur gut sind. Nur eins hat sich geändert: Heute ist es bei weitem einfacher, eine enorme Reichweite zu erzielen, viral zu gehen. Sobald dann der virale Sumpf gelichtet wird, werden nicht nur ein paar Trolle entlarvt, das sind Online-Provokateure, die sich daran erfreuen, wenn ihr Gegenüber überreagiert und die zu diesem Zwecke verbreiteten Falschmeldungen und Scherze, also Hoaxes nicht selten in die Netz-Welt setzen. Das eigentliche Problem sind wir, die Menschen. Menschen wollen Dinge glauben, die ihrer Meinung entsprechen, sie empören sich gerne und sind sensationsgeil. „Jeder darf doch wohl seine eigene Meinung haben, hier gibt es doch immerhin Meinungsfreiheit!“ Diese Ignoranz, die Suche nach Selbstbestätigung und die Schwierigkeit mehr als nur eine Wahrheit anzuerkennen, verhärtet die Fronten. Jeder hat am Ende seine eigene Agenda, seine eigene Wahrheit und eigene Weltverschwörung.

Do-It-Yourself-Projekt: Dufte Motive mit Foto-Seife

Fotos versprühen einen besonderen Zauber: Sie lassen vergangene Zeiten wieder lebendig werden, konservieren und archivieren die Vergangenheit – ganz gleich, ob es sich um Urlaubsbilder, bedeutungsgeladene Momentaufnahmen oder spontane Schnappschüsse handelt. Dabei lassen sich die abgelichteten Erinnerungen in Form von Foto-Seife nicht nur kreativ, sondern buchstäblich „hautnah“ miterleben. Der Gang ins Badezimmer wird so zum Besuch einer ganz besonderen Galerie, die sich mit allen Sinnen erfassen lässt.

Benötigte Materialien:

Waschecht: Foto-Seife (Foto: Onat)

Waschecht: Foto-Seife (Foto: Onat)

  • transparente Rohseife – im Bastelladen erhältlich
  • Duftöl oder Parfüm
  • Fotos auf Fotopapier oder Bilder auf transparenter Folie
  • Silikonformen oder aufgeschnittene Tetrapaks und Plastikbecher
  • Wasser zum Kochen
  • ein Topf, eine Schüssel, ein Messer und ein Schneebesen

Vorgehen:

1. Für die Foto-Seife die transparente Rohseife – je nach benötigter Menge – mit einem Messer würfeln und in eine Schüssel geben. Wasser in einen Topf geben und auf mittlerer Hitze erwärmen. Die Schüssel darauflegen und die Seife über dem Wasserbad zum Schmelzen bringen.

2. Wenn die Seife flüssig geworden ist, nach Belieben Duftöl oder Parfüm für den Geruch hinzufügen und mit einem Schneebesen verrühren. Wer etwas Farbe mit ins Spiel bringen möchte, kann auch Lebensmittelfarbe hinzufügen. Zu großzügig sollte man mit der Dosierung jedoch nicht sein, da die Motive sonst nicht gut zu erkennen sind.

3. Die Flüssigkeit nun zur Hälfte in die Silikonformen beziehungsweise in die Tetrapaks oder Plastikbecher gießen und aushärten lassen. Während sich Tetrapaks für eckige Seifen eignen, erhält man durch Plastikbecher runde Formen. Der Härte-Vorgang wiederum lässt sich im Kühlschrank beschleunigen.

4. Wenn die Seife fester geworden ist, das Foto oder die bedruckte Folie darauf platzieren. Die übrige Seife erneut über dem Wasserbad schmelzen und in die Form gießen. Nur noch alles an der Luft oder im Kühlschrank abkühlen lassen und die fertige Foto-Seife vorsichtig aus der Form lösen.

Tipp: Auch getrocknete Blätter, Blüten, Kaffeebohnen und Zitrusfrüchte-Scheiben lassen sich – in Seife gegossen – waschecht verewigen.

Vorschau: Nächste Woche gibt es hier einen Erfahrungsbericht zur Saftkur im Selbsttest.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Model Samantha Stone

Zeigt sich gerne sexy: Model Samantha Stone (Foto: Florian Lohmann)

Zeigt sich gerne sexy: Model Samantha Stone (Foto: Ender Akdogan)


Mit neun Jahren lief sie ihre erste Modenschau, im vergangenen Jahr war sie BILD Girl und 2014 will sie mit einem Bildband von sich reden machen: Samantha Stone arbeitet hauptberuflich als Model. Trotz ihrer, für die Modelbranche recht ungewöhnlichen Größe von 160 cm ist die 25-Jährige zurzeit gefragt wie nie. Mit Face2Face sprach das Model aus Frankenthal über Erfolgserlebnisse, Castingshows und ihren Sohn.

Face2Face: Wie bist du zum Modeln gekommen?
Stone: Als ich das erste Mal gemodelt habe, war ich neun Jahre jung und noch in der Grundschule. Damals bin ich eine Modenschau für Kinder gelaufen. Ich erinnere mich noch, dass ich unglaublich aufgeregt war. Allerdings war das Modeln damals noch nichts für mich – das kam erst später.

Face2Face: Wie viele Aufträge hast du pro Monat und wie viel bekommst du beispielsweise für ein Fotoshooting?
Stone: Meistens modele ich nur am Wochenende, außer es steht etwas Größeres an. Natürlich werde ich für meine Arbeit auch bezahlt – über Geld spreche ich allerdings nicht.

Face2Face: Samantha Stone ist dein Künstlername. Wie lautet dein bürgerlicher Name und wieso hast du dich für einen Künstlernamen entschieden?
Stone: Eigentlich heiße ich Samantha Stein, aber „Stone“ passt einfach besser zu meinem Vornamen.

Face2Face: Machst du ausschließlich Fotos oder auch Laufstegjobs?
Stone: Ich mache beides – je nachdem, was gerade an Aufträgen reinkommt. Natürlich durfte ich schon Modenschauen mitlaufen und das bei meiner Größe von 160 cm… Ich hatte allerdings auch die höchsten Schuhe an und jede Menge Laufstegtraining.

Tanzt am liebsten nackt: Samantha in der BILD-Zeitung - fotografiert von Florian Lohmann

Tanzt am liebsten nackt: Samantha in der BILD-Zeitung – fotografiert von Florian Lohmann

Face2Face: Was war dein bisher größtes Erfolgserlebnis im Model-Business?
Stone: Mein größtes Erfolgserlebnis bis jetzt war, dass ich ein Casting gewann und so zu einem eigenen Management kam. Allerdings wechsele ich mein Management gerade wieder.

Face2Face: Was war dein spannendstes Shooting bisher?
Stone: Ein Shooting für das Reptilium Landau war bisher das spannendste Shooting für mich. Dort stand ich mit Schlangen, Spinnen, Skorpionen und weiteren Tierchen vor der Kamera – und das, obwohl ich eine riesige Angst vor Spinnen habe.

Face2Face: Was bedeutet dir das Modeln? Gibt es auch etwas, das dir am Modeln weniger gut gefällt?
Stone: Modeln bedeutet für mich abschalten und in eine andere Welt eintauchen. Was mir am Modeln weniger gefällt, ist ganz klar, dass man zwar viele interessante Menschen und auch andere Models trifft, mit diesen aber nach Miss-Wahl oder Shooting nur noch online oder via Handy Kontakt halten kann. Mit Glück sieht man sich einmal im Jahr und das ist sehr schade.

Face2Face: Auf den meisten deiner Bilder bist du eher spärlich bekleidet. Möchtest du bewusst durch nackte Haut herausstechen oder wieso lässt du dich gerne so fotografieren?
Stone: Ich arbeite in allen Bereichen außer Pornografie. Ich mag meinen Körper so wie er ist und muss nichts dafür tun, also kann ich ihn auch zeigen. Andere können gerne gucken, aber anfassen darf mich nur mein Mann.

Face2Face: Du bist auch Mutter eines vierjährigen Sohnes – wäre es dir unangenehm, wenn er dich irgendwann einmal auf deine Fotos anspricht oder hast du Angst davor, dass er später einmal wegen deiner Fotos gehänselt wird?
Stone: Mein Sohn kennt das schon von klein auf und war schon oft bei Shootings dabei. Er ist das gewohnt und freut sich immer auf die ersten Ergebnisse. Er weiß auch ganz genau, wer seine Mama ist, wenn er mich in Magazinen, Zeitungen oder im Netz sieht.

Samanthas spannendstes Shooting: Für das Reptilium Landau posierte sie unter anderem mit Spinnen (Foto: Jürgen Wegner)

Samanthas spannendstes Shooting: Für das Reptilium Landau posierte sie unter anderem mit Spinnen (Foto: Jürgen Wegner)

Face2Face: Was hälst du von Casting-Shows wie Germany´s Next Topmodel? Könntest du dir vorstellen, selbst einmal an so einem TV-Format teilzunehmen?
Stone: Nein, an so etwas habe ich kein Interesse. Mir ist das Gezicke zu doof und das viele Geschwätz.

Face2Face: Du hast seit Kurzem eigene Autogrammkarten – erkennen dich die Leute auf der Straße? Und wenn ja, wie findest du das?
Stone: Anfangs fand ich das total komisch, vor allem, als ich im März auf einer Motorradmesse drei Tage lang Autogramme geben sollte und sich Fans mit mir fotografieren lassen konnten. Auf der Straße werde ich mal erkannt und mal nicht. Privat lege ich keinen Wert auf Make-up, trage meistens einen Dutt und habe eine Brille auf der Nase (lacht). Wenn ich erkannt werde, werde ich angesprochen und gebe natürlich Autogramme. Aber jedes Mal denke ich mir dabei: Eigentlich bin ich ja nur das nette Mädchen von nebenan.

Face2Face: Was möchtest du im Bezug auf das Modeln noch erreichen? Hast du schon konkrete Pläne?
Stone: Ich plane nie. Es kommt, wie es kommt! Als nächstes steht ein Buchprojekt an: Ein Bildband mit Fotos von mir und dem Titel „Samatha Stone“, das man dann in der Buchhandlung kaufen kann.

Face2Face: Hast du einen Tipp für alle angehenden Models? Auf was sollten sie speziell achten, was ist wichtig im Model-Business?
Stone: Angehende Models müssen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein – das ist alles, denn es öffnet Türen!

Vorschau: Nächsten Dienstag beschäftigt sich die Panorama-Redaktion mit Missstände in deutschen Krankenhäusern und Ausbeutung der Pflegekräfte. Wir stellen uns die Frage: Was bewegt junge Leute, diesen Beruf dennoch zu erlernen?

Gewinnspiel:
Ihr seid von Samantha begeistert? Dann sichert euch mithilfe von Face2Face eine Autogrammkarte von ihr mit exklusiver, persönlicher Widmung!

Was ihr dafür tun müsst: Schreibt bis einschließlich Freitag, 16. August, 23:59 Uhr eine Mail an tatjana.gartner@face2face-magazin.de mit dem Betreff „Samantha“. Darin enthalten sein sollten euer Vor- und Nachname, eine Adresse (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort), eine gültige E-Mail-Adresse sowie eure Wunsch-Widmung! Verlost wird unter allen Einsendungen. Mitarbeiter von Face2Face sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe des Gewinners erfolgt dann am Samstag, 17. August via Mail.

Die Panorama-Redaktion wünscht allen Teilnehmern viel Glück!

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Nutzungsbedingungen 

§ 1 Gewinnspiel
(1) Das Gewinnspiel wird von der Online-Zeitschrift Face2Face durchgeführt.

§ 2 Teilnahme

(1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
(2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-mailadresse schreibt und dort ihren Namen bzw. die Namen der möglichen Gewinner hinterlässt.
(3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen.
(4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel


(1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich die Online-zeitschrift Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen.
(2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden.
(3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden.
(4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht.
(5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht am möglichen Gewinn berücksichtigt werden.
(6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung
(1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per Telefonanruf, über den schriftlichen Postweg oder E-Mail über ihren Gewinn informiert. Kann der Gewinner nicht telefonisch erreicht werden, wird der jeweilige Gewinner über seine angegebene E-Mail Adresse oder Postanschrift über seinen Gewinn informiert.
(2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich.
(3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden.
(4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass das Meet&Greet, Konzert oder die Veranstaltung durchgeführt werden kann, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz.
(5) Ist aus zuvor nicht vorhersehbaren sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich den Besuch im Backstagebereich durchzuführen, besteht kein Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz
(1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten.
(2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes die Namen öffentlich bekannt gegeben werden, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face.
(3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren.
(4) Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle einsandten E-Mails wieder gelöscht.

§ 6 Sonstiges
(
1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
(2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar.
(3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

WULFF dir deine Meinung!

Etwa 36 Stunden war das neue Jahr 2012 alt, da hatte Deutschland schon wieder einen Politskandal, der wohl als einer der ganz großen geistigen Aussetzer in die Politikgeschichte der 2010er-Jahre eingehen wird. Von Montag, dem 2. Januar an waren die Medien beherrscht von einem Thema: Vom Versuch des Bundespräsidenten Christian Wulff, die Berichterstattung hinsichtlich der ihn betreffenden Kreditaffäre (wir berichteten) zu unterbinden. Der Versuch der Einflussnahme auf die Presseberichterstattung durch den höchsten Mann im Staat muss als eine der größten politischen Eseleien der letzten Jahre wahrgenommen werden.

Seit Mitte Dezember ist Wulff bereits in der Kritik, weil er Kredite angenommen hatte, die er in dieser Form niemals hätte annehmen dürfen. Eine Verfehlung, die von vielen noch als „menschlich“ abgetan wurde. So gab es auch zunächst nur vereinzelte Rücktrittsforderungen. Doch dann wurde publik, dass Christian Wulff telefonisch versucht hatte, Kai Diekmann, Chefredakteur der „BILD“ sowie Matthias Döpfner, Vorstandsvorvorsitzender des „Axel Springer“-Verlags per Telefonanruf von einer Berichterstattung über die Kreditaffäre abzuhalten.

Nachdem diese Versuche veröffentlicht wurden, gab der Präsident am Mittwoch, den 4. Januar ein Interview, in dem er betonte, sein Verhältnis zur Presse neu ordnen zu wollen. Er beteuerte weiterhin, dass es ihm lediglich darum ging, die mediale Aufarbeitung seines Ausrutschers um einen Tag zu verschieben.

Doch noch am selben Abend wurde dies von Seiten der „BILD“ dementiert. Es sei in dem Anruf ganz klar darum gegangen, die Berichterstattung zu verhindern. So bot Diekmann am Donnerstag, den 5. Januar die Veröffentlichung des Telefonats an, was von Wulff abgelehnt wurde.

Beängstigend ist nicht nur der willkürliche Umgang mit der Presse durch den höchsten Staatsvertreter im Lande, sondern auch, wie die Bevölkerung damit umgeht: Die Tatsache, dass es die „BILD“ war, der hier Repressionen angedroht wurden, lässt viele Menschen wegsehen. Es stimmt: Die „BILD“ agiert immer wieder als reißerische Boulevardzeitung, die nach Lust und Laune Personen des öffentlichen Lebens in groß angelegten Hetzkampagnen diffamiert. Doch ist es deswegen gerechtfertigt, wegzusehen, wenn dieses wenig geschätzte Medium in ihrer Freiheit eingeschränkt werden soll? Mitnichten!

Denn was Wulff da getan hat, ist nicht weniger als ein Angriff auf die Grundfesten der Demokratie, in der wir leben: Mit dem Versuch, Informationen über persönliche Untaten gezielt vor der Öffentlichkeit zu verbergen, wird der Gesellschaft die Möglichkeit genommen, überhaupt zu kontrollieren, wer sie da vertritt – ganz egal, ob diese Informationen in der „BILD“ oder in einer anderen Zeitung abgedruckt werden sollten. Wird dieses Verhalten nun aber nicht öffentlich abgestraft, besteht die Gefahr, dass Pressezensur zukünftig zum Kavaliersdelikt erklärt wird. Deswegen ist es so wichtig, dass Wulff die Konsequenzen aus seinem Handeln zieht und nun zurücktritt.

Doch der denkt gar nicht daran: Er hält an seinem Amt fest, und gibt zu bedenken, dass man seine Person bereits in einem Jahr wieder ganz anders beurteilen würde. Er setzt damit – wie so viele Politiker – auf die Politikverdrossenheit der Deutschen.

Ob er aber am Amt überhaupt festhalten darf, ist fraglich: Gerüchteweise haben die Spitzen der Union und der FDP bereits über eine Wulff-Nachfolge beratschlagt.

Willkommen im Sommerloch!

Schon mal gelesen? Im Sommerloch wird jede Meldung zur Schlagzeile (Foto: Beutler)

Jedes Jahr das Gleiche. Den Medien gehen die Nachrichten aus. Das ist gefährlich – für die Medien zumindest, und außerdem falsch. Denn im sogenannten Sommerloch passiert nicht nichts, sondern genug. Die Welt nimmt sich nicht Ferien und verabschiedet sich für drei Wochen. Warum aber gibt es dann das Sommerloch überhaupt? Wie schafft es dieses ominöse Phänomen alle Nachrichten wie ein schwarzes Loch aufzusaugen? Sind die beiden miteinander verwandt? Und warum – und das verstehe ich wirklich nicht – warum greifen Medien zu wirklichniveaulosen Mitteln, um das Sommerloch zu füllen? Und die Rede ist hier nicht von der tatsächlich existierenden Gemeinde ‚Sommerloch‘ in Rheinland Pfalz.

Manchmal erscheint es mir wie ein Gremlin. Nicht duschen, kein Sonnenlicht und bloß kein Essen nach Mitternacht. Wasser hilft nicht, dann fallen die meisten Sommerveranstaltungen flach, zu viel Sonne ist auch schädlich, dann verwandelt jemand Licht und Wärme in einen Jahrhundertsommer. Aber wehe, wehe, wenn das Sommerloch gefüttert wird. Dann gibt es Schlagzeilen. Vor einigen Jahren berichtete die „Bild“-Zeitung beispielsweise, dass Deutschland Mallorca annektieren wolle. 2006 warf die Medienlandschaft ihr kollektives Auge auf Günter Grass, der in seinem Buch „Beim Häuten der Zwiebel“ schrieb, er wäre kurz vor Ende des zweiten Krieges bei der SS gewesen – allerdings im zweiten Teil des Sommerlochs, der erste wurde fußballtechnisch ausgefüllt. Im vergangenen Jahr war ebenfalls das Thema WM in aller Munde. Selbst die EM 2008 wurde gnadenlos ausgeschlachtet.

 Sport im Sommer geht also gut. Scheinbar. Da freuen sich die Redakteure. Wirklich was, das sich zu verbreiten lohnt. Aber wer entscheidet das eigentlich? Was macht eine Zeitung, wenn gerade keine W/EM über die Bildschirme rollt? Was, wenn kein Autor eine Sünde gesteht? Der kleine Medien-Gremling wittert Sonnelicht und Wasser. bUnd er hat Hunger!

Im Westen nichts Neues: das Sommerloch kommt immer wieder (Foto: Beutler)

 Die letzte Fürsten-Hochzeit ist längst verdaut, da stürzt das Sommerloch sich auf neugeborene Kinder irgendwelcher kleinen Prominente. Es findet in Australien Babies, die ganze acht Stunden vertauscht waren. Oder vielleicht hört es auch von einer neuen Insektenart, die Stuttgarter Forscher entdeckt haben, obwohl die Tierchen bereits seit einiger Zeit ausgestorben sind. Zu blöd aber auch, dass die deutsche Frauen früh aus der Heim-WM aussteigen mussten. Und dann, dann sieht das Sommerloch plötzlich Futter. Es beißt zu, beißt sich fest und lässt so schnell nicht mehr los. Hacker-Angriffe und Meldungen davon überschwemmen die Schlagzeilen bei „Google-News“. Deren neuste Kommunikationsmöglichkeit „Google+“ wird hier kritisiert, da gelobt. Wir haben ja sonst nichts zu tun. Kahn-Strauß, Stuttgart 21, das alles zieht irgendwie nicht. Harry Potter läuft an und das war’s dann auch – endgültig. Selbst das Ende ist für viele keine Überraschung, sonder längst gelesen. Dafür hängt sich das Sommerloch an Rupert Murdoch, bei dessen medialem Geschick die Frage aufkommt, ob er nicht froh ist, dass sein Sommerloch gestopft ist. Doch spekulieren will ich hier nicht – das wäre gefundenes Sommerloch-Fressen. Spinnen in Supermärkten, überstochene Tattoos und Charlie Sheens neue Serie blitzen auf. Und was verlieren wir dabei?

 Die brisanten Themen, deren Problem ist, dass sie Zeit brauchen. Die Schuldenkrise wird nicht von heute auf morgen behoben. Griechenland findet nicht mal schnell einen Schatz auf dem Olymp. Die Unsicherheit, die keine Sommerpause macht, kann dennoch nicht gedämpft werden. Dabei ist das Sommerloch nicht das einzige mediale Loch. Auch im Winter, nach Neujahr, gibt es regelmäßig eine Flaute. Nach dem Weihnachtsbraten und der Sylvesterparty ist eben erst mal Ruhe angesagt. Furchtbar aber wenn TV, Radio und Zeitung uns mit Mückenmitteln, Vogelfutterplänen und Sonnemilchtest quälen. Und ja, vielleicht bin ich auch dankbar. Dankbar für Meldungen wie die vom Lokführer, der schon zum zweiten Mal vergessen hat mit dem ICE in Wolfsburg zu halten. Oder über die Nachricht, dass Harper Seven geboren wurde, über ihren ausgefallenen Namen – aber warum überhaupt? Sie füllen die Schlagzeilen, nehmen den Schuldenschock etwas zurück und zeigen: Die Welt dreht sich weiter. Auch wenn Harry Potter zum letzten Mal zaubert, ein Medienimperium wegen geklauten Infos zugrunde geht und die Zahlen immer roter werden. Es gibt ein Morgen und damit auch eine Zeit nach dem Sommerloch. Die FAZ bietet dieses Jahr übrigens ein Sommerloch-Bingo an, um ihren Lesern die Zeit bis zu den nächsten Schlagzeilen zu verkürzen. Eine andere Zeitung fordert ihre Leser dazu auf, selbst Themenvorschläge fürs Sommerloch einzusenden. So geht es natürlich auch. Oder was meint ihr?

Eure Eva

Vorschau: Nächste Woche ist Lea in Urlaub, darum nehme ich Stellung zum Thema Murdoch-Affaire.