Vom Bewohner und anderen Exemplaren

Es ist wieder soweit. Der Sommer klopft schon deutlich hör- und spürbar gegen die Türe. Zu dieser Jahreszeit sind traditionell auch die Fitnessstudios geradezu überfüllt, da den meisten erst jetzt einfällt, etwas für ihre Strandfigur zu unternehmen. Klar, dass man da auch allerhand Besucher trifft, die, was Typ und Verhalten angeht, auch in allen anderen, beliebigen Fitnessstudios anzutreffen sind. Die Face2Face-Sportredaktion hat für euch einen subjektiven Fitnessstudiobesuch nachgestellt, bei dem man, gewollt oder nicht, den auffälligsten und daher auch typischsten Exemplaren über den Weg läuft.

Kaum im Studio angekommen, sieht oder hört man ihn besser gesagt schon von Weitem: Der Bewohner. Er scheint im wahrsten Sinne des Wortes im Studio, sei es nun beim Hausmeister im Keller oder in einer gemütlichen Ecke in der Umkleidekabine, zu wohnen. Egal wann man das Studio betritt, ist er schon da und unterhält sich mit anderen Besuchern. Denn gerade die stark ausgeprägte Geselligkeit, ist eine, wenn nicht sogar die Charaktereigenschaft des Bewohners. Zwischen seinen sporadischen Sätzen an den Geräten sucht er fortwährend ausufernde Gespräche mit anderen Trainierenden, die er auch scheinbar nahezu alle zu kennen scheint. An Konversationswilligen mangelt es ihm nie. Wie er trotz der ganzen Plaudereien sein Trainingspensum schafft, ist eines der am Besten gehütesten Geheimnisse eines jeden Studios.

Es gibt aber auch den Besucher, der, wenn auch eher zufällig, herausgefunden hat, wie man sich vor den Kommunikationsattacken des Bewohners schützen kann. Der Stöpselträger. Diese Art des „Pumpers“ geht nie ohne Kopfhörer oder sogenannte Stöpsel ins Studio. Man will ja immerhin Musik beim Trainieren hören und die Mukke, die aus den Lautsprechern des Studios tönt, ist ja auch so was von 2010…Dumm nur, dass der Musikfan beim Hören seiner ausgesuchten Lieder regelrecht in eine andere Welt versinkt, die Songs lauthals mitgrölt und dabei oft völlig vergisst, dass er beim Trainieren nicht alleine ist. Wo ist Der Bewohner gleich noch mal?

Sei`s drum, denn diesen unerträglichen Gesang haben auch Die zwei besten Freundinnen vernommen und sofort zu ihrem Gesprächsthema Nummer eins erklärt. Die Freundinnen besetzen am Liebsten zwei Cross-Trainer nebeneinander, um sich gemeinsam so richtig auszupowern. Dabei muss gesagt werden, dass die Freundinnen unter auspowern vor allem Lästern und Tratschen verstehen. Und zwar seeeehr viel Lästern und Tratschen. Ein zwei Stundenaufenthalt im Studio ist bei diesen Exemplaren keine Seltenheit. Und dass alles nur, um später ihren Bekannten von ihrem sportlichen Fleiß zu berichten. Natürlich aber nicht ohne stündlich einmal über den ach so schlimmen Muskelkater zu jammern.

Über diese Art des Trainings kann sich Der Extreme nur ein herablassendes Lächeln auf sein kantiges Gesicht quälen und sich dann wieder auf die Hantelbank legen. Die Bank ist der Lieblingsort des Extremen, an dem er auch beim Stemmen der Gewichte gerne und häufig seine arttypischen, da unmenschlichen Laute von sich gibt. Mit zahlreichen Ketten und Zusatzgewichten versehen, sind auch Klimmzüge kein Problem für dieses Exemplar. Mit 100kg-Zusatzgewicht am Gürtel versucht er sich immer wieder heldenhaft nach oben zu ziehen. Seine Belastungsgrenze ist dabei allerdings oft schon nach eineinhalb Versuchen erreicht. Andere Grenzen scheint er dagegen nicht zu kennen.

Ähnlich extrem ist auch Der Schweißgigant. Jedoch macht dieser Besucher nicht durch seine unmenschlichen Lautausstöße auf sich aufmerksam, sondern viel mehr durch seine unmenschlichen Mengen an Schweiß, die er nach den jeweiligen Übungen an den Geräten hinterlässt. Wer nicht plötzlich von einer ungewollten Schweiß-Dusche überrascht werden möchte, sollte sich nicht in unmittelbarer Nähe des Schweißgiganten aufhalten.

Doch das sind Probleme, die Der Ausredensucher eher weniger hat. Dieser bemitleidet sich am Liebsten selbst und ist sich für keine Ausrede zu schade. Aussprüche wie „Beine? Das habe ich erst vor zehn Tagen gemacht, die brauchen noch Erholung“ oder „Boah, das zieht mir ja total in den Arm rein. Ich übertreibe es aber auch einfach zu oft“, sind keine Seltenheit bei diesem Besucher.

Am Ende des Studiorundgangs gelangt man zwangsläufig wieder zum Anfangspunkt und der sich dort befindenden Bar. Ein Eiweißshake wäre jetzt gar keine schlechte Idee, doch die Bar wird schon vom Eiweißshake-Monster komplett eingenommen. Dieser Studiobesucher liebt es Shakes zu trinken. „Shakes sind das beste Training“, lässt er altklug verlauten. Das Traurige ist, dass er solche Aussage wirklich ernst meint. Aus diesem Grund ist das Eiweißshake-Monster auch ausschließlich nur an der Bar anzutreffen. An den Geräten ist er eigentlich nie zu sehen. Wobei, man müsste mal den Bewohner fragen…

Vorschau: Nächste Woche erscheint ein Artikel über die Special Olympics im pfälzischen Speyer von unserer neuen Sportredakteurin Lea Dorsch.

Poetry. Theater.Songs. Mach es ! Tu es! – Der „Tu Es Day“ im Café Nelson in Mannheim. Teil 1: Improvisations-Theater

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Bietet jeden Dienstag ein abwechslungsreiches Programm: Die kleine Bühne des Café Nelson. (Foto:Betz)

Lesestunden, Lieder-Slams, Improvisations-Theater und viele weitere Specials rund um Kunst und Kultur – das ist der „Tu Es Day“ im Café Nelson. Die selbstbetitelte „Kleinkunstinitiative aus Mannheim“ bietet jeden Dienstag allen Theater-, Poetry- und Musikbegeisterten eine vielfältige Abwechslung an Aktionen und interessanten Künstlern, die auf der Bühne im Jungbusch ihr Talent unter Beweis stellen. Doch wie läuft so ein „Tu Es Day“ mit Theater, Musik und Comedy denn eigentlich genau ab? Face2Face-Mitarbeiterin Vanessa Betz war neugierig und hat der Bar in der Jungbuschstraße 20 einmal einen Besuch abgestattet.

Was einen auf der kleinen Bühne im Nelson Café erwartet, hängt von der jeweiligen Kalenderwoche ab. Ein kurzer Blick auf die eigens für den „Tu Es Day“ eingerichtete Facebook-Seite  verrät: Am ersten Dienstag diesen Jahres dürfen sich die Theater-Freunde auf einen Abend voller Improvisations-Einsatz mit der Improtheatergruppe „Haltlos“ aus Heidelberg freuen. Die Gruppe setzt sich aus zehn jungen Männern und Frauen zusammen, die sich der besonderen Kunst des spontanen Theaters verschrieben haben. Das Programm startet um 20 Uhr, am besten ist man aber ein bisschen früher da. Dann hat man noch genügend Zeit, die 5€ Eintritt an der Kasse zu zahlen, sich etwas zu trinken zu bestellen und sich ein gemütliches Plätzchen auszusuchen, von dem aus man die kleine Bühne gut im Blick hat.

Improtheater Haltlos

Spontan, kreativ, witzig: Die Improtheatergruppe „Haltlos“ aus Heidelberg. (Foto: Haltlos)

Wer nun aber glaubt, sich für den Rest des Abends entspannt zurücklehnen zu können um die Show zu genießen, der hat sich gewaltig geirrt: hier ist Mitmachen angesagt! Zur Einstimmung in den Abend wird sich zuerst einmal vorgestellt, in dem jeder der circa 50 Gäste seinen Namen laut herausruft, wenn sein Buchstabe des Alphabets genannt wird. Nachdem auch die etwas heiklere „Kennenlernrunde“ überstanden ist, in der man seinen Gegenüber lauthals als eine Urlaubsaktivität, und noch schlimmer, Krankheit bezeichnen muss, sind alle so weit locker, dass auch das kollektive Aufstehen und Massieren des Nachbars kein Problem mehr darstellt.

Nachdem nun alle geistig und körperlich gelockert sind, kann es auch schon losgehen: Die Theatergruppe gibt die Rahmenbedingungen vor, den Rest entscheidet das Publikum. „Haltlos“ holt sich immer für die jeweils nächste Spielrunde die passenden Vorgaben von den Zuschauern, wie beispielsweise nicht geografische Ortsangaben, erfundene Film- und Märchentitel oder Eigenschaften und Charakterisierungen von Personen. Zu den zum Teil schon sehr skurilen Vorgaben wie „Pandora“, „Der Strumpf geht gen Westen“ oder „sexuell desorientierter Psychopat“ denken sich die Schauspieler dann spontan etwas aus und fangen einfach mit einer Geschichte an, die sich völlig unterschiedlich entwickeln kann.

Was sich auf den ersten Blick vielleicht etwas verwirrend und womöglich auch abstrakt anhört, hat in der Realität unglaublich viel Spaß gemacht. Es war interessant zu beobachten, wie auch mit den verrücktesten Vorgaben richtige kleine Geschichten entstanden sind, die am Ende sogar einen Sinn ergeben haben. Ob es nun um die gespaltene Persönlichkeit von Tinas Date ging, der sich abwechselnd in einen Chemie-Nerd, Psychopath und Klammeraffen verwandelt hat oder um die technoliebende Oma, die eine Affäre mit dem Hausmeister beginnt, um den Enkel vor einer Strafe wegen Ruhestörung zu bewahren: der Weg zur Story war in jedem Fall sehr witzig und hat das Publikum mehr als nur einmal zum herzlichen lachen bewegt.

Alles in allem ist der Tu Es Day im Nelson auch für in diesem Bereich noch unerfahrene Leute auf jeden Fall einmal einen Besuch wert, um sich selbst von dem einmaligen Erlebnis von so hautnah erlebter Kunst begeistern zu lassen. Nächsten Dienstag wird es im Café Nelson wieder den beliebten „Lieder-Slam“ geben, in dem sich unterschiedliche Slammer mit selbstgeschriebenen Songs „niedersingen“. Face2Face-Mitarbeiterin Vanessa  Betz wird wieder vor Ort sein, um dann nächsten Monat an dieser Stelle über den 2. Teil des „Tu Es Day“ berichten zu können.

Vorschau: Nächste Woche erscheinen hier Filmempfehlungen der FKK-Rubrik für die (mehr oder weniger) kalten Wintertage.

Ihr Ziel: Die Shisha-Weltherrschaft – zwei Jungunternehmer packen aus

Wollen die Weltherrschaft in Sachen Shisha an sich reißen: Rida Karkaba (links) und Toni Udiljak (rechts) mit ihrem Team (Foto: privat)

Wollen die Weltherrschaft in Sachen Shisha an sich reißen: Rida Karkaba (links) und Toni Udiljak (rechts) mit ihrem Team (Foto: privat)

Jugendkultur Shisharauchen“ titelten wir vor etwa einem Jahr auf unserer Website. An diesem Trend scheint sich bis heute wenig geändert zu haben: Viele, vor allem jüngere Menschen schätzen es in gemütlicher Runde – daheim oder in einer der zahlreichen Shishabars in der Umgebung – beisammen zu sitzen, Wasserpfeife zu rauchen und über Gott und die Welt zu quatschen. Zwei jungen Männern war das allein aber nicht genug: Toni Udiljak (24) und Rida Karkaba (28) gründeten im März ein eigenes Unternehmen rund um den Shisha-Bedarf. Über ihren Onlineshop verkaufen sie unter anderem Shishas, Tabak und Mundstücke, aber auch selbstentwickelte Produkte wie den „THS Diamond“, einen Glasaufsatz, der mittels indirekter Hitze das Einatmen von Schadstoffen aus der Kohle vermindert.

Am vergangenen Samstag eröffneten die Jungunternehmer zudem eine Filiale in Sinsheim. Face2Face war für euch vor Ort und hat mit den beiden über ihre größte Leidenschaft, das Shisharauchen, und die Herausforderungen einer Unternehmensgründung gesprochen.

Die Qual der Wahl: Verschiedene Tabaksorten im Shop der Jungunternehmer (Foto: T. Gartner)

Die Qual der Wahl: Verschiedene Tabaksorten im Shop der Jungunternehmer (Foto: T. Gartner)

Es ist 12 Uhr an einem verregneten, grauen Samstag. Nur bei dem Gedanken daran heute noch vor die Tür treten zu müssen, fröstelt man unweigerlich. Im Bett oder vor dem Kamin, eingemummelt in kuschelige Decken, den Duft eines dampfend heißen Kakaos einatmen – an etwas anderes ist an einem Tag wie diesem nicht zu denken. Oder doch? Mitten im tristen Industriegebiet Sinsheims hat eine Handvoll junger Männer beschlossen, den Samstag anders zu verbringen: In gemütlicher Runde sitzen sie in einem Eckhaus mit Glasfassade. Beim Eintreten steigt einem gleich der fruchtige Geruch von Shishatabak in die Nase. An den Wänden des großzügigen, hellen Raumes stapeln sich kunterbunte Tabakboxen – von klassischem Doppelapfel, über Frozen Maracuja bis hin zu Zimt-Kaugummi ist alles dabei. In blitzblanken Glasvitrinen werden Köpfe und Mundstücke präsentiert. Zur Eröffnung des Shops können die Besucher diverse Tabaksorten ausprobieren, was sich die Shishaliebhaber aus der Umgebung natürlich nicht zweimal sagen lassen. Begierig saugen sie an den Schläuchen der Shishas und pusten den duftenden Rauch in die Luft.

„Shisharauchen bedeutet für uns einerseits Entspannung, andererseits das Verlangen die heutigen Standards im Bezug auf das Shisharauchen zu verbessern“, erklären die beiden Jungunternehmer. Da sei es für beide naheliegend gewesen, einen Shop für Shishabedarf zu gründen. Gute Konzepte und Produkte seien die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensgründung, wissen sie. „Das Wichtigste aber ist der Ehrgeiz etwas durchzuziehen, obwohl viele Leute das nicht für gut befinden und einem Steine in den Weg legen“, ist sich Udiljak sicher. Nach dem Boom des Onlineshops durch den Verkaufsstart des „THS Diamond“ im März, möchten die beiden jungen Männer nun mit ihrer Filiale etwas mehr Präsenz zeigen und den Leuten die Möglichkeit geben, die Produkte vor Ort zu testen.

Das Fazit der Eröffnung fällt jedenfalls positiv aus: „Ich schätze mal, es waren um die 100 Besucher da“, berichtet Karkaba. Das läge minimal unter den Erwartungen, sei aber vermutlich auf das schlechte Wetter zurückzuführen, spekuliert er. Zufrieden seien sie dennoch und sehen zuversichtlich in die Zukunft: „Wir wünschen uns natürlich, dass der Shop weiterhin gut besucht ist, dass sich die Kunden hier wohlfühlen und die Beratung sowie Chillzone in Anspruch nehmen.“ Das Ziel auf längere Sicht: „Die Weltherrschaft in Bezug auf Shisha an uns zu reißen“, sagt Udiljak mit einem Augenzwinkern.

Kontakt:
THS Shisha Bedarf Shop:
Langestraße 22
74889 Sinsheim

www.shisha-bedarf.com
info@shisha-bedarf.com


Vorschau:
Nächste Woche geht es im Panorama um das Thema Couchsurfing.

Selbstversuch Playbook

Es war an einem Samstag, den 13. September 2008, als die Karten zwischen Mann und Frau neu gemischt wurden. Die ProSiebenSat1-Media strahlte die erste Folge einer Serie aus, die in Amerika bereits erfolgreich lief und in Deutschland zur neuen Lieblingssendung aufsteigen sollte: How I met your Mother.

Abgesehen von den Alltags- und Liebesgeschichten der Figuren avancierte sehr schnell eine Figur aus Besetzung zum absoluten Publikumsliebling: Der stehts einen maßgeschneiderten Anzug tragende Barney Stinson. Die Figur zeichnet sich dadurch aus, dass er auf die wohl kreativste Art und Weise Frauen klarmacht. Hier hat sich die Face2Face-Redaktion gedacht, ob man zwischen der Fantasiewelt des Fernsehens und dem wahren Leben einen Bogen spannen kann.

Wie funktionieren die Anmachtricks des schillernden Helden Barney Stinson im echten Leben?

Mit freundlicher Unterstützung erhielt die Face2Face-Redaktion das Playbook vom riva-Verlag. Dieses bibelgleiche Buch führt alle Anmachtricks von Stinson auf und ermöglicht es dem Leser, laut der Aufschrift auf dem Cover, spielend leicht Mädels klarzumachen“. Um diese These zu überprüfen zu können, hieß es somit am Freitag, den 24. Mai „Suit Up“ (zu Deutsch: Anzug an).

Zuvor sollten allerdings Maßnahmen für die erfolgreiche Umsetzung der Anmachtricks getroffen werden. Zum Einen kann es nie schaden, wenn man einen Wingman (Partner zum Aufreißen von Frauen) – in meinem Fall sogar zwei – an der Seite hat und zum Anderen müssen die Tricks zuerst einmal genauesten studiert und selektiert werden. Beim Lesen des Buches fiel gleich auf, dass man für die Umsetzung der Tricks mehr als nur einen Anzug oder zumindest ein Sakko und gute Schuhe anziehen muss.

Am Beispiel des Tricks Legionär“ muss man nicht nur sich als Soldat ausgeben, sonder auch dem Militär zwangsläufig beitreten. Aus beruflichen sowie zeitlichen Konflikte verwarf ich diesen Trick ziemlich schnell. Auf Grund gesetzlicher Konflikte musste ich auch bei der Schaufensterpuppe“ passen, da es mir leider unmöglich war in ein Geschäft einzubrechen und mich als lebendig gewordene Schaufensterpuppe zeigen zu können. Man musste sich somit Tricks aussuchen, die sich durch ihre Spontanität auszeichnen und auch zu dem Probanden passen.

Die Bibel für Barney Stinson: Das Playbook (Foto: spies)

Die Bibel für Barney Stinson: Das Playbook (Foto: spies)

In Mannheim angekommen liefen die beiden Wingmen und der Proband erst einmal in eine Bar, um die Tricks noch einmal zu besprechen und die kommende Strategie festzulegen. Nach ein paar „Astras“ und dem passenden Shot Wundertüte“, ging man in eine gut besuchte Bar in Mannheim und ließ sich einfach mal Überraschen, was an diesem Abend noch so kommen mag. Am Tresen der Bar angekommen fielen gleich zwei Frauen auf, die nur auf einen Barney gewartet haben. Allerdings musste die Strategie geändert werden, da der Trick für zwei Frauen gleichzeitig gelten musste. Somit wurde Der Schriftsteller“ gespielt. Laut Buch liegt hier die Erfolgsquote bei 18 % und die Frau muss ein Buch in der Hand halten. Da das leider nicht der Fall war, holte ich mein Notizbuch heraus und ging auf die Beiden zu. Mit den Worten Ich schreibe ein Buch und deine Freundin sieht perfekt für eine der Figuren aus. Kannst du mir ein bisschen was über sie erzählen?“ sprach ich eine der beiden Frauen an. Nach einem kurzen Stutzen, bekam ich ein Lächeln und schon gingen die beiden Frauen darauf ein. Da Eis war gebrochen und der Trick funktioniert sogar. Die beiden Frauen, nennen wir sie hier Laura und Selina, plauderten ausgiebig mit mir und ich ging in meiner Rolle als Schriftsteller voll auf. Ich erzählte Ihnen von dem Buch und es gefiel den beiden. Nun wurde es ernst: Ich fragte nach Ihren Handynummern. Und da erhielt ich die erste Absage, sie gaben mir allerdings ihre E-Mail-Adressen. Naja ein Trostpreis ist schließlich auch eine Trophäe, dachte ich mir und verabschiedete mich höflich.

Nun musste ein neuer Trick her. Da meine beiden Wingmen leider unabkömmlich waren, da sich ein Kicker im selben Raum befand, musste ich mich allein als urbaner Krieger mit Sakko auf die Jagd begeben. Ich hatte gemerkt: Wenn man überzeugt an einem Trick festhielt, konnte die Illusion über das Unverständnis siegen und der Trick würde funktionieren. Es wurde also Zeit für einen Höhepunkt dieser Inszenierung und ich ging auf eine Frau zu und versuchte den Pistole auf die Brust“. Die Erfolgsquote liegt hier, laut Playbook, bei 25 %, also höher als bei dem Schriftsteller“. Ich ging also auf sie zu und fragte gezielt und bestimmt: Willst du mit mir schlafen?“. Nach einem kurzen verständnislosen Blick kam allerdings ein kurzes Nein“ das von einem kleinen aber sehr deutlichen Kopfschütteln begleitet wurde. Nun dann gehörte ich hier also auch eher zu den 75 % die mit der Bahn „Abfuhr“ in das Tal „Heute-schläfst-du-allein!“ fahren.

Nach einer kurzen Absprache mit den Wingmen, die bereits ihr siebtes Spiel in Folge gewonnen hatten, fasste ich wieder Mut und es folgte der 3. Versuch: „Der Freund von Michael“. Ich starte diesen Trick mit einer vom Buch ausgeschriebenen Erfolgsquote von 90 %. Der Schwachpunkt ist in dem Buch folgendermaßen eingetragen: Wer ist Michael?“. Die begründete Frage könnte somit auch diesen Trick scheitern lassen. Ich setze mich also neben eine neue Auserwählte und gebe mich ganz überrascht und sage brav aus dem Playbook auswendig gelernt: Mensch, das ist ja toll, dass wir uns wiedersehen! Du, sei mir nicht böse, aber ich weiß nicht mehr, wie du heißt.“ Nachdem sie mir ihren Namen verraten hat, erwidert sie, dass sie mich aber sicherlich noch nie zuvor gesehen hat. Das ist der Moment an dem ich angebe, ein Freund von Michael zu sein. Leider kam es, wie es kommen musste und sie fragt mich Von welchem Michael denn?!“. Als ich ihr sage, dass ich leider den Nachnamen vergessen habe, aber es wirklich schön ist, sie wieder zu sehen, kommt mir die Idee: Ich verbinde zwei Tricks. Ich füge also schnell noch hinterher, dass ich Schriftsteller bin und sie ideal für mein Buch ist, dass ich gerade schreibe. Ein paar Minuten später schreibt sie mir ihre Handynummer in mein Notizbuch. Die Mission ist erfüllt.

Am Ende war das abschließende Resultat zwei Handynummern, zwei E-Mail-Adressen, ein Bild von einer Lotusblüte und ein Gedicht. Es lässt sich also sagen, dass es durchaus möglich ist, die Tricks aus dem Playbook in der wahren Welt anzuwenden, allerdings sollte man doch ein gewisses schauspielerisches Talent besitzen. Der Proband verließ somit die Bar mit einem großen Grinsen und die beiden Wingmen hatten ebenfalls etwas zu feiern: Sie waren den ganzen Abend die ungeschlagenen Meister am Kicker.

Vorschau: Und nächste Woche lest ihr hier etwas über zwei junge Unternehmensgründer auf dem Weg zum Erfolg.

Ausgehtipps, Teil 7: Die Soraya Shisha Lounge in Speyer

Seit Ende September ist Speyer um einen attraktiven Ausgehtipp reicher: Die Soraya Shisha Lounge. Mit einer Mischung aus orientalischem Ambiente und dem Flair einer Chillout-Lounge wollten die beiden jungen Geschäftsführer Samir Benbekha (21) und Sebastian Panek (25) ihre eigenen Vorstellungen einer guten Shisha-Bar verwirklichen.

Dass ihnen das gelungen ist, zeigt sich vor allem am Wochenende: Zusätzliche Ti-sche und Stühle reichen meist nicht aus, um allen Gästen Platz zu bieten. Doch trotz des großen Andrangs verliert die Lounge nicht an Komfort und Service: Getränke und Shishas werden schnell an die Tische gebracht und dank regelmäßig nachgefüllter Schalen mit Knabberzeug ist auch für den kleinen Hunger gesorgt.

Die Shishas sind mit zehn Euro recht teuer – dies lasse sich jedoch anhand der Qualität rechtfertigen, so Benbekha. „Wir bieten ausschließlich Nargilem NPS Shishas mit einer großen Auswahl an hochwertigen Tabaksorten an“, erklärt er, „bevor wir neue Tabaksorten einführen, versichern wir uns persönlich von der Qualität der Ware. Für Verbesserungsvorschläge unserer Gäste haben wir stets ein offenes Ohr und geben unser Bestmögliches alle unsere Gäste zufrieden zu stellen.“

Anders als von einer Shisha-Bar erwartet, ist die Lounge nicht verqualmt und stickig. „Wir legen Wert auf gutes Durchlüften, was in einigen Bars eher in den Hintergrund gerät“, so Panek. Die Klimaanlage sorgt jedoch im Umkehrschluss dafür, dass die Temperaturen in der Soraya Shisha Lounge recht niedrig sind.

Dieser Minuspunkt kann jedoch durch die moderne – indirekte, farbenfrohe Beleuchtung setzt die edel gehaltene Lounge gekonnt in Szene – aufgewogen werden. Die passende Hintergrundmusik – ab und an legt auch ein DJ auf – lädt zum Entspannen und Wohlfühlen ein. Ein weiterer Pluspunkt erwartet die Lounge-Besucher in den Toiletten: „Die Sauberkeit und Hochwertigkeit unser Sanitäranlagen wurde von den Gästen vielfach gelobt.“ Auch das ist schließlich eine Angelegenheit, die für das Erscheinungsbild einer Lounge einen hohen Stellenwert hat.

Besonders stolz sind die beiden Geschäftsführer darauf, ihren Gästen über zwei große Flachbildfernseher die Fußball-Bundesliga und die Champions League sowie Länderspiele live auf Sky präsentieren zu können.

Kurzum: Hingehen. Anschauen. Begeistert sein.

Meine Bewertung in Punkten (1 = schlecht, 5 = sehr gut):

Äußeres Erscheinungsbild: 5
Preise: 4
Atmosphäre: 5
Personal: 4

Kontakt:
Soraya Shisha Lounge
Wormserstraße 10
67346 Speyer
Tel.: 01629747994
E-Mail: info@soraya-shisha-lounge.de

Öffnungszeiten:
Montag-Donnerstag: 17:00-00:00
Freitag und Samstag: 17:00-03:00
Sonntag: 17:00-00:00

Vorschau: Nächsten Sonntag erwartet euch in der Tipps&Tricks-Redaktion ein weiterer Teil der Hausmittelserie – diesmal geht es um Currygewürz, den Alleskönner.

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Ausgehtipps, Teil 1: Colonial Lounge, Hockenheim

Ausgehtipps, Teil 2: Liquid Lounge, Speyer

Ausgehtipps, Teil 3: Pasta Pasta, Speyer

Ausgehtipps, Teil 4: 1001 Nacht, Speyer

Ausgehtipps, Teil 5: Hitana Lounge, Hockenheim

Ausgehtipps, Teil 6: Café Vienna, Mannheim

 

Krakau, Teil 1: Eine Stadt für Nachtschwärmer

Krakau, polnisch: Kraków, befindet sich 250km südlich von Warschau, der Landeshauptstadt Polens und liegt an der oberen Weichsel. Mittlerweile wird sie die „Heimliche Hauptstadt“ genannt, da sie sich im Laufe der Zeit zu einem Industrie-, Wissenschafts- und Kulturzentrum entwickelt hat. Die Stadt wird bewohnt von circa 760.000 Menschen, von denen 120.000 Studenten ausmachen, weswegen das Krakauer Nachtleben besonders bunt und vielfältig ist. Angezogen von der berühmten Partyszene, sind es überwiegend junge Touristen, die aus aller Welt in diese Stadt reisen.

„Na Zdrowie!“, brüllt der Pole, wenn er zum Wohle anstößt. „Nastrobiä!“ brüllen alle Touristen zurück und leeren ihre Schnapsgläser, gefüllt mit polnischen Wodka. Auch ich lasse die scharfe Flüssigkeit meine Kehle herunter rinnen und spüre, wie sich der Alkohol in meinem Körper ausbreitet. Ich kann nicht verhindern, dass sich mein Gesicht verzieht als Reaktion auf den bitteren Geschmack. Im Laufe des Abends wiederholt sich diese Szene mehrmals mit dem feinen Unterschied, dass der Trinkspruch irgendwann nicht mehr synchron und so enthusiastisch erwidert wird wie am Anfang.

Der Wodka: die traditionsreichste Spirituose Polens (Foto: Kumai)

Der Wodka ist die traditionsreichste Spirituose in Polen und wird überall von Frauen wie auch Männern pur oder mit Apfelsaft gemischt getrunken. Sehr beliebt ist die Marke „Zubrówka“, in Deutschland auch bekannt als „Grasovka“ – der Bisongras-Wodka mit dem berühmten Mariengras in der Flasche, der ausschließlich als Dekorationselement dient, da der Wodka bereits bei der Destillierung aromatisiert wird. Der Alkoholgehalt beträgt 40%, weswegen ein wenig Vorsicht geboten ist beim Konsum des Getränks.

Nachdem auch wir genug hatten von der durchsichtigen Flüssigkeit, beschließen wir uns in eine Bar zu begeben und auf polnisches Bier umzusteigen. Ausgangspunkt für eine ausschweifende Partynacht in Krakau sind die zahlreichen Bars, Cafés und Kneipen, von denen sich viele im jüdischen Viertel Kazimierz befinden. Die Straßen, die dort hinführen sind belebt von den Nachtschwärmern, die in Gruppen dorthin strömen. Auf dem Nowy-Platz im Herzen des selben Viertels findet man mehrere Häuschen nebeneinander, in denen „Zapikianka“, ein deftiger polnischer Snack verkauft wird. Er wurde zu Ostblockzeiten als sozialistisches Fastfood für die arbeitende Bevölkerung entwickelt. Die Leckerei besteht aus einem halbiertem Baguette, das mit gewürzten Champignons und Zwiebeln verfeinert ist. Alle weiteren Zutaten für den Belag kann man sich aussuchen, beispielsweise gibt es den Zapikianka Grecka mit Feta und Oliven oder Zapikianka Hawaijska mit Ananas. Des weiteren kann man sich unterschiedliche Saucen wie Majonaise, Ketschup oder Senf aussuchen. Abschließend wird sie mit Käse überbacken und bietet eine gute kulinarische Grundlage für eine feierfreudige Nacht.

Unsere Bar, die sich „Alchemia“ nennt, befindet sich ebenfalls am Platz Nowy. Sie ist überfüllt von Menschen, sodass wir uns an einen Tisch mit anderen Besuchern setzen müssen. Die Luft ist erfüllt von Unterhaltung und der Raum erleuchtet im warmen Kerzenlicht. Die zusammen gewürfelten Wohnzimmermöbel schaffen eine gemütliche Atmosphäre, in der man in Ruhe sein Bier (auf Polnisch: piwo) genießen kann. Typisch polnisches Bier sind „Tyskie“, „Zywiec“ oder „Lech“. Die Polen, die an unserem Tisch sitzen, sprechen nur gebrochen Englisch, sind jedoch sehr aufgeschlossen und interessiert an einer Unterhaltung und erzählen uns, dass im Untergeschoss der Bar öfters Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden. Generell sprechen die meisten Polen kein oder nur sehr begrenzt Englisch, sind jedoch oft bemüht trotzdem zu helfen oder zu kommunizieren.

Club "Pauza": Abgefahrene Lichter und gute Stimmung (© Robin / pixelio.de)

Gegen halb eins machen wir uns auf den Weg zum Club „Pauza“ in der Nähe des „Rynek Glowny“, dem berühmten Platz in Krakau (im nächsten Teil mehr dazu). „Krazy Baldhead“, ein französischer Elektrokünstler, der vom Plattenlabel „Ed Banger Records“ vertrieben wird zusammen mit „Justice“ und „Daft Punk“, legt neben zahlreichen anderen DJs auf. Der Club ist gut gefüllt und erleuchtet in abgefahrenen Farben. Die Stimmung ist gut und die Menge tobt bis in die Frühe. Vollkommen erschöpft aber mit einem guten Eindruck des Krakauer Nachtlebens, das lebendig und aufregend ist, falle ich ins Bett und lasse den Beat abklingen, der den ganzen Heimweg immer noch meinen Körper beherrscht hat.

Bar Alchemia:
Adresse: Estery 5, 31-000 Kraków, Polen
Telefon: +48 12 421 22 00
Website: http://alchemia.com.pl/

Club Pauza:
Adresse: Floriańska 18/3, 31-000 Kraków, Polen
Telefon: +48 12 422 48 66
Website: http://pauza.pl/strony/klub/eng/

Vorschau: Das nächstes Mal berichtet Konstantin über einen Vortrag in Ludwigshafen. Thema ist „der faszinierende Subkontinent Indien.“ Danach werde ich im zweiten Teil der Krakau-Serie allgemeine Sehenswürdigkeiten und praktische Informationen vorstellen.

Traumberufe, Teil 5: DJ

Bei der Arbeit im "Café Durchbruch": DJ Peter Günther (Foto: privat)

„Der Beat ist das, was mich in einem Lied als erstes mitreißen muss“, erklärt Peter Günther, „daher auch mein Künstlername: PeteBeat.“ Der 23-jährige hauptberufliche Student legt seit etwa drei Jahren als DJ im „Café Durchbruch“ in Speyer auf.

Es ist ziemlich finster, im schwachen Licht lässt sich das Kellergewölbe des von seinen Besuchern nur „Bruch“ genannten „Café Durchbruch“ nur spärlich erkennen. Die Wände und Decken sind schwarz gestrichen, Spinnweben verleihen dem Ganzen den schaurigen Charme einer Gruft. Auf der Tanzfläche drängen sich all diejenigen, die auch um fünf Uhr früh noch nicht zu müde sind ihre Arme und Beine (mehr oder weniger) im Rhythmus der Rock- und Indie-Musik zu bewegen. Es ist stickig, die Augen brennen bereits nach kurzer Zeit vom Zigarettenqualm.

Günther und auch den Besuchern des „Café Durchbruchs“ scheint es zu gefallen. „Mittlerweile lege ich jeden Freitag und auch an den meisten Feiertagen auf“, erzählt er. An den Job gekommen sei er durch den damaligen DJ und guten Freund Thomas Schall, der ihn mit dem Musikkonzept des Cafés sowie der Setlist (Anm. d. Red.: Eine Setlist ist eine von der Band, beziehungsweise vom DJ festgelegte Reihenfolge der zu spielenden Lieder) vertraut machte.

Die Vielfältigkeit der Musik und die Fähigkeit diese auch unter die Leute zu bringen, sei das Beste am DJ-Dasein. „In meiner Freizeit durchforste ich auch gerne mal das Internet nach neuen Liedern“, fügt Günther an.

Ausbildung und Studium stehen an erster Stelle: Als DJ arbeitet Peter Günther nur nebenberuflich (Foto: privat)

„Das nervige am DJ-Sein sind manche Kommentare oder die Dreistigkeit mancher Gäste, die verlangen, das man zum Beispiel ein bestimmtes Lied spielt – so nach dem Motto: ich lass ja Geld hier“, gesteht der junge Mann auch die Nachteile seines Traumjobs ein. Dennoch hat er große Ziele: „Ich würde mein bisheriges Equipment gerne vergrößern, um das Ganze auf eine noch professionellere Ebene zu bringen. In weiteren Läden aufzulegen, wäre schon ein größeres Ziel. So viel damit zu verdienen, dass es zum Leben reicht und mehr wäre dann natürlich der absolute Traum.“ Pläne wie diese ständen jedoch zunächst hinten an: „Ich möchte zuerst Ausbildung, beziehungsweise Studium hinter mich bringen. Meiner Meinung nach sollte man sich zuerst einen Lebensunterhalt sichern und mit diesem Backup kann man dann hoffentlich den großen Durchbruch erreichen.“

Eine Lieblingsmusikrichtung, so Günther, hatte er noch nie. Jede Musikstil habe etwas für sich und dafür solle man vor allem als DJ offen sein. Im „Café Durchbruch“ würden sie neuerdings versuchen auch deutschen Oldschool Hip Hop, Drum ´n´ Bass und Party-Songs, sowie Charts einzubringen.

Wichtig für all diejenigen, die demselben Hobby, beziehungsweise Beruf nachgehen wollen wie er, sei die Liebe zur Musik. „In der Freizeit kann man einfach mal CDs erstellen oder Playlists, in denen man darauf achtet, dass die Musik zusammenpasst und dass der Übergang von einem Lied zum anderen gut ist“, rät er.

Sein Tipp: „Wenn bei euch auch so viel Interesse an Musik besteht und ihr ohnehin am Wochenende lang weg seid und auch immer freundlich und nett zu Leuten seid, egal in welchem Zustand, dann rate ich nur: fragt einfach mal in eurem Lieblingsladen nach, ob ihr einfach mal zum Probeauflegen kommen dürft. Zum richtigen Trainieren rate ich noch einfach mal ʽVirtual DJʼ runterzuladen und damit zu üben.“

Kontakt „Café Durchbruch“:
Schustergasse 9
67346 Speyer
Öffnungszeiten: Freitag, Samstag und feiertags: 23.00 Uhr bis 05.00 Uhr

Mehr zum Thema DJ lest ihr in Berufe und Musik, Teil 2: Produzent und DJ

Vorschau: Der erste Tipps&Tricks-Artikel auf Englisch zum Thema Makeup erscheint heute um 17Uhr. Nächste Woche lest ihr an dieser Stelle ein Interview zum Thema BDSM – sexuelle Vorlieben, die mit Bestrafung und Unterwerfung spielen.

Ausgehtipps, Teil 4: Das “1001 Nacht”, Speyer

Heute folgt der vierte Teil meiner Ausgehtippsserie und ich hoffe es ist euch noch nicht langweilig geworden. Vielleicht war ja bisher auch die ein oder andere Location dabei, die ihr ausprobiert habt. Wenn ja, teilt eure Erfahrungen mit mir und den anderen Lesern in den Kommentaren!

 Heute widme ich mich wieder einmal einer Shisha-Lounge, die mir doch sehr ans Herz gewachsen ist – und das nicht nur weil mein Fußweg dorthin nur etwa fünf Minuten dauert: Das „1001 Nacht“ in Speyer.

 Gemütliche schwarze Sofas und Sessel, ein großer Flachbildfehrnseher an der Wand, ein kühles Getränk und die Shisha vor sich auf dem Glastisch – so lässt es sich aushalten. Insgesamt 50 Tabaksorten hat das „1001 Nacht“ zu bieten, genügend Auswahl also sowohl für eingefleischte Shishafans als auch für Erstbenutzer. Mein persönlicher Favorit: Cosmopolitan. Fruchtig-süß, einfach super-lecker!

Im "1001 Nacht" (von links): Sascha, ich und Rida (Foto: Castelli)

 Umgängliches Personal und guter Service: Die beiden Inhaber der Lounge, Rida Karkaba und Sascha Benz, haben Freude an der Sache und das merkt man ihnen auch an. Was gibt es Schöneres als sich abends erschöpft auf die Couch fallen zu lassen und schon steht einer da mit dem Lieblingsgetränk in der Hand, ohne dass man auch nur den Mund aufmachen musste. Gut – dass ich jedes Mal, wenn ich dort bin, eine kleine Fanta trinke, dürfte sich in der Zwischenzeit herumgesprochen haben, trotzdem ist es eine nette Geste.

 Stichwort: Fanta. Mit zwei Euro für eine kleine Fanta ist das „1001 Nacht“ leider eines der teuersten Lokale, zumindest was Softdrinks betrifft. Shishas gibt es ab sechs Euro, wobei auch welche für zehn Euro zu bekommen sind. „Der hohe Preis ergibt sich aus der speziellen Tabaksorte, die wir hierfür verwenden. „Starbuzz“-Tabak ist etwa sechsmal teurer als gewöhnlicher Shisha-Tabak“, erklärt Karkaba, „dafür sind Geschmack und Duft auch intensiver.“

Meine Bewertung in Punkten (1 = schlecht, 5 = sehr gut):
Äußeres Erscheinungsbild: 5
Preise: 3
Atmosphäre: 5
Personal: 4

Kontakt:
1001 Nacht, Speyer
Schützenstraße 21 A
67346 Speyer
Tel.: 01797649906
Homepage: http://www.1001-nights.de/

Öffnungszeiten:
Sonntag bis Donnerstag: 17.00 bis 24.00Uhr
Freitag und Samstag: 17.00 bis 3.00Uhr
Montag: Ruhetag

Vorschau: Vegetarisch essen – was für Vor- und Nachteile kann eine solche Ernährungsumstellung haben? Und auf was muss man dabei achten? Diese und weitere Fragen klären wir nächsten Sonntag. Die Woche drauf gibt es dann konkrete Rezepttipps – so schmeckt das essen auch ohne Fleisch.

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Ausgehtipps, Teil 1: Colonial-Lounge, Hockenheim

Ausgehtipps, Teil 2: Liquid Lounge, Speyer

Ausgehtipps, Teil 3: Pasta Pasta, Speyer

Ausgehtipps, Teil 5: Hitana Lounge, Schwetzingen

Ausgehtipps, Teil 2: Die Liquid Lounge, Speyer

Einladend: Der Eingangsbereich der "Liquid Lounge" (Foto: T. Gartner)

Heute gibt es nun also den zweiten Teil meiner Ausgehtippsserie. Ich hoffe ihr habt Spaß am Lesen und könnt die Locationvorschläge gut gebrauchen! Zugegebenermaßen: einige kleine Renovierungs- und Aufhübschungsmaßnahmen müssten schon getroffen werden, wer allerdings nachts gegen zwei oder drei Uhr durch Speyer irrt, sich den Hintern abfriert und sich gerne noch ein, zwei Stündchen in gediegener Atmosphäre unterhalten möchte, sieht sicherlich getrost über kleinere Schönheitsmängel hinweg. Außerdem hat diese Bar mehr zu bieten als ein oberflächliches, Schickimicki-Ambiente. Chillige Housemusik, Billiardtische, garantiert immer mindestens ein bekanntes Gesicht und Öffnungszeiten, bei denen so manche Disco blass um die Nase werden würde – damit kann die Speyrer Liquid Lounge punkten.

Im Partnerlook: Inhaber und Barkeeper Pablo und ich (Foto: privat)

 Praktisch: Zentral in der Stadt gelegen, kann man von hier aus „Expeditionen“ überallhin unternehmen, um nach Kneipentour oder Halle101-Besuch doch wieder im gemütlichen, zweiten Wohnzimmer – wie ich es gerne nenne – zu landen. Ein zusätzliches Schmackerl ist Barkeeper Pablo: Er ist freundlich, zuvorkommend und immer für ein Schwätzchen zu haben. Außerdem erfüllt er einem getränketechnisch so gut wie jeden Wunsch und mixt auch mal frei Hand den ein oder anderen Cocktail (mein Favorit: Baileys-Cocktail Sex-and-the-City-mäßig aus dem Cosmopolitan Glas). Teuer ist der mit fünf Euro zwar leider schon, viel günstiger kommt man aber auch andernorts kaum weg. Tipp: Besonders gut sollen laut meiner Schwester die alkoholfreien Cocktails sein. Kleine Snacks, wie Baguettes und Pizza, gibt´s zu akzeptablen Preisen obendrauf. Ein weiterer Vorteil ist die Teilung der Lounge in einen Raucher- und einen Nichtraucherbereich – so kommt jeder auf seine Kosten!

Meine Bewertung in Punkten (1 = schlecht, 5 = sehr gut):
Äußeres Erscheinungsbild: 3
Preise: 3
Atmosphäre: 4
Personal: 5

Kontakt:
Liquid Lounge Speyer
Maximilianstraße 31
67346 Speyer
Tel.: 06232/293077
Homepage (zurzeit im Umbau): http://www.liquid-lounge-speyer.de/

Vorschau: Obwohl der Sommer noch ein bisschen auf sich warten lässt, gibt es nächsten Sonntag ein paar Bauchmuskelübungen, die euch fit für die Bikini- beziehungsweise Badehosensaison machen.

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Ausgehtipps, Teil 1: Colonial-Lounge, Hockenheim

Ausgehtipps, Teil 3: Pasta Pasta, Speyer

Ausgehtipps, Teil 4: 1001 Nacht, Speyer

Ausgehtipps, Teil 5: Hitana Lounge, Schwetzingen

Ausgehtipps, Teil 1: Colonial-Lounge Hockenheim

Stylisch: Die Wandgestaltung (Foto: T. Gartner)

Wie angekündigt präsentiere ich euch heute den ersten Teil meiner Ausgehtippsserie. Ziel derselben soll es sein euch hübsche und interessante Locations aus der Umgebung vorzustellen und euch eventuell zu einem Besuch anzuregen. Also dann: Viel Spaß beim Lesen!

 Dicke Schneeflocken fallen vom Himmel, draußen herrschen eisige Temperaturen – was gibt es da Schöneres als den Abend gemeinsam mit lieben Freunden an einem warmen, gemütlichen Ort zu verbringen. Mein Tipp: Die Colonial-Lounge in Hockenheim. Hier trifft zwanglose Gemütlichkeit auf orientalisches Ambiente. Sanfte Rot- und Orangetöne, fernöstliche Muster und der Durft von fruchtigen Wasserpfeifen (ich spreche von Duft, nicht von Qualm) schaffen die ideale Stimmung für eine gechillte Shisharunde.

 Der Homepage der Colonial-Lounge zufolge bildet die Wasserpfeife einen festen Bestandteil der orientalischen Kultur und gilt als Symbol der Gastfreundlichkeit, wo wir auch schon beim Thema wären. Selten werde ich so nett begrüßt wie bei meinen etwa wöchentlich stattfindenden Besuchen im Colonial.

Sezer und ich im Colonial (Foto: privat)

Barkeeper und Inhaber Sezer (ausgesprochen wie der römische Imperator Caesar) ist eine wahre Perle was Herzlichkeit und Umgänglichkeit betrifft. Und auch auf sein Fachgebiet – die Shisha – versteht er sich außerordentlich gut. So bedarf es selten mehr Angaben als „Sezer, misch uns mal einen guten Tabak“ und man ist versichert, dass es (bis zum nächsten Besuch) die beste Shisha sein wird, die man jemals geraucht hat. Eine Besonderheit des Colonials sind die sogenannten „NPS-Shishas“. Das sind extrem teuer und gut verarbeitet Wasserpfeifen. Dafür kostet die NPS-Shisha aber auch drei Euro mehr als die normale (5Euro). Gelegentlich finden im Colonial auch Events, wie beispielsweise Flamenco- und Samba-Nächte, statt. Leider hatte ich noch nie das Vergnügen auf einer solchen Veranstaltung dabei zu sein. Den Fotos auf der Homepage zufolge, hatten aber sowohl die Besucher als auch die Tänzerinnen viel Spaß…          Das Versprechen des Colonialteams auf ihrer Homepage „die Gemütlichkeit einer erstklassigen Lounge“ zu bieten, ist meiner Meinung nach mehr als zutreffend. Ein Besuch lohnt sich also!

Meine Bewertung in Punkten (1 = schlecht, 5 = sehr gut):
Äußeres Erscheinungsbild: 4
Preise: 3
Atmosphäre: 5
Personal: 5

Kontakt:
Schwetzingerstraße
1068766 Hockenheim
Tel.: 06205/2568585
Homepage: http://www.colonial-lounge.de/

Vorschau: In der nächsten Woche gibt es einen weitere Kräuterkundeartikel. Diesmal gibt´s was für Haut und Gesundheit – das Kamillendampfbad.

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Ausgehtipps, Teil 2: Liquid Lounge, Speyer

Ausgehtipps, Teil 3: Pasta Pasta, Speyer

Ausgehtipps, Teil 4: 1001 Nacht, Speyer

Ausgehtipps, Teil 5: Hitana Lounge, Schwetzingen