Eine Karrierefrau packt aus

Kinderlos, egozentrisch, kaltblütig und karrieregeil – genau das ist Constance Hahn nicht. Und trotzdem bezeichnet sich die 26-jährige Unternehmerin und Mutter einer kleinen Tochter als Karrierefrau. Wie sie sich selbst sieht, wie andere sie wahrnehmen und welche Tipps sie für angehende Karrierefrauen parat hat, verrät sie uns im Interview.

Kalt und egozentrisch: Ist das die typische Karrierefrau? (Foto: Hahn)

Kaltblütig und egozentrisch: Ist das die typische Karrierefrau? (Foto: Hahn)

Face2Face: Du bist Gründerin und Chefin einer Wirtschaftsberatung – gibt es in deinem geschäftlichen Umfeld mehr Männer oder mehr Frauen?
Constance: Die Kollegen aus meiner Branche sind hauptsächlich Männer. Meine Klientel aus der Beratung ist gemischt. Allerdings beobachte ich bei den Existenzgründungsberatungen, dass immer mehr Frauen den Mut haben sich selbstständig zu machen.

Face2Face: Was zeichnet eine „Karrierefrau“ deiner Meinung nach aus und würdest du sagen, du bist eine?
Constance: Leider ist der Begriff „Karrierefrau“ mittlerweile sehr negativ behaftet. Eine Karrierefrau wie sie sich heute die meisten vorstellen, ist kinderlos, egozentrisch, kaltblütig und karrieregeil. Aber nur weil eine Frau beruflich erfolgreich sein will, heißt es nicht, dass sie diesen charakterlich negativen Einschlag hat. Für mich zeichnet sich eine nach beruflicher Weiterentwicklung strebende Frau durch Charakterstärke, Durchhaltevermögen und Konsequenz aus. Und ja, ich würde sagen, diese Eigenschaften bringe ich definitiv mit.

Face2Face: Wieso hast du ein eigenes Unternehmen gegründet? Wie kam es dazu?
Constance: Das besondere an der von mir gegründeten Wirtschaftsberatung ist, dass wir sowohl Privatpersonen und Unternehmen als auch Existenzgründer beraten. Und das in diversen Bereichen – von der klassischen Wirtschaftsberatung, über Familienberatung bis hin zu Karriereplanung. Diese Beratungsvielfalt plus die Tatsache, dass wir keine Finanzprodukte vertreiben, fehlte bisher auf dem deutschen Markt. Das habe ich nach meinem Auslandsaufenthalt gemerkt, als ich immer wieder auf solche Dienstleistungen angesprochen wurde. Mittlerweile kann ich mit Stolz sagen, dass wir über 200 Partnern weltweit betreuen.

Face2Face: Du bist auch Mutter einer kleinen Tochter – fällt es dir schwer, Job und Privatleben unter einen Hut zu bekommen?
Constance: Mutter einer anderthalbjährigen Tochter zu sein, ist natürlich aufregend und macht viel Freude, ab und zu kann es aber auch mal anstrengend werden. Erst letzte Woche ist mir beim Kochen mit Kind auf dem Arm das Handy in die heiße Pfanne gefallen, als ein Kunde anrief. Aber das sind eben solche Alltagssituationen, die eine Woche später beim Plausch mit Freunden für Lacher sorgen.
Ich versuche gleichermaßen für mein Unternehmen, meine Klienten und meine Tochter da zu sein. Am Wochenende zum Beispiel ist mein Handy aus und ich bin nur für Familie und meinen Sport da – alles nur eine Frage der Einstellung und des Zeitmanagements. Wenn es zeitlich dann doch mal kritisch wird, kann ich auf die Unterstützung meiner Nanny zählen. Sie kümmert sich wundervoll um meine Tochter und den Haushalt und ich kann ihr zu 100 % vertrauen.

Karrierefrau und Mutter: Constance Hahn (Foto: Hahn)

Karrierefrau und Mutter: Constance Hahn (Foto: Hahn)

Face2Face: Mit welchen Vorurteilen hast du als Unternehmenschefin und Mutter zu kämpfen? Wie reagierst du auf negative Kommentare?
Constance: Die ersten Worte, die ersten Schritte – als ich Mutter wurde, hat mir eine Bekannte vorgehalten, dass ich durch meinen Job die Entwicklung meiner Tochter verpassen würde. Aber nur weil man arbeitet, heißt es nicht, dass man eine schlechte Mutter ist. Arbeiten ist anspruchsvoll, Mutter sein ist anspruchsvoll – beides zusammen ist am anspruchsvollsten. Vor allem wenn man ein Unternehmen leitet und Mutter ist, muss man eben manchmal die Augen zu machen und weiterkämpfen. Auch ich hatte den ein oder anderen Rückschlag. Immer wieder gibt es Dinge, die nicht so funktionieren wie ich es gerne hätte.
Es wird immer Menschen geben, die Vorurteile haben. Wenn ich mir alle Vorurteile zu Herzen nehmen würde, könnte ich mich unter der Bettdecke verkriechen und einfach gar nichts mehr machen, aber selbst dann würden die Leute reden, also ist mein Tipp: immer locker bleiben.

Face2Face: Zurück zum Geschäft: Ihr bietet auch Karriereberatung an. An wen richtet sich dieses Angebot?
Constance: Mit der Karriereberatung wollen wir vor allem junge Menschen bis 30 Jahre ansprechen. Egal ob es um die Wahl des richtigen Studiums oder des Berufes geht oder auch um den Start in die Selbstständigkeit – wir möchten junge Menschen bei ihrem beruflichen Werdegang unterstützen. Menschen mit klaren beruflichen Zielen kommen schneller weiter und das schaffen sie am besten mit einem kompetenten Ansprechpartner an ihrer Seite. Wir arbeiten mit vielen großen Unternehmen zusammen, sodass wir schön häufiger ein Plätzchen für junge, engagierte und motivierte Menschen gefunden haben beziehungsweise sie dabei unterstützen konnten, sich mit Ihrem eigenen Unternehmen am Markt zu etablieren. Um junge Menschen zu erreichen, sind wir nicht nur auf Gründermessen in ganz Deutschland unterwegs, sondern auch Kooperationspartner der Gründerwoche Deutschland, die jedes Jahr bundesweit stattfindet.

Face2Face: Wie unterscheiden sich weibliche und männliche Beratungssuchende?
Constance: Männliche Klienten sind meist sehr rational. Hier steht der finanzielle Aspekt im Vordergrund sowie das schnelle Vorankommen auf der Karriereleiter. Weibliche Beratungssuchende sind dagegen sehr emotional in ihren Entscheidungen. Sie denken an viele Aspekte, zum Beispiel auch an die Work-Life-Balance. Außerdem denken sie eher sicherheitsorientiert, sind oft gut strukturiert und wollen ihre Wünsche zeitnah umsetzen.

Face2Face: Gibt es einen Rat, den du allen jungen Menschen, die sich mit der Planung ihrer Karriere auseinandersetzen, mit auf den Weg geben kannst?
Constance: Macht euch Gedanken, wie ihre euer Ziel erreichen wollt. Um Rückschläge besser zu verkraften, macht Plan A und B.
Wichtig ist, niemals seine Persönlichkeit zu vergessen. Wer nicht gerne delegiert, ist in einem Angestelltenverhältnis vielleicht genau richtig aufgehoben. Lasst euch von niemandem einreden wie ihr am besten sein sollt. Wichtig ist, dass IHR mit eurem beruflichen Alltag zufrieden seid, denn das ist das, was ihr jeden Tag macht.

Anleitung zur Faulheit

„Faul sein ist wunderschön“ heißt es in einem Kinderlied. Auch wenn Müßiggang oft negativ assoziiert wird, machen wir alle von Zeit zu Zeit gerne davon Gebrauch. Das ist auch notwendig, um die inneren Akkus wieder aufzuladen, neue Kraft zu tanken und den Alltag auszublenden. Denn oft ist dieser stressig, von Terminen und Aufgaben geprägt. Da vergisst man schon einmal faul zu sein. Hier einige Tipps, wie das Nichtstun am besten gelingt:

  1. Abschalten
Faul sein ist wunderschön: Manchmal sollten wie einfach abschalten und uns ausruhen (Foto: Möller)

Faul sein ist wunderschön: Manchmal sollten wie einfach abschalten und uns ausruhen (Foto: Möller)

Einer der großen Stressfaktoren sind Smartphones und andere mobile Endgeräte. Wir sind überall und immer erreichbar, werden mit Anfragen überhäuft und mit Neuigkeiten erschlagen. Um richtig entspannen zu können heißt es deshalb: Abschalten. Einfach eine Zeit lang – einen Tag oder ein ganzes Wochenende – nicht erreichbar sein, sich Zeit für sich nehmen und sich dabei nicht stören lassen.

  1. Zeit für sich nehmen

Um abzuschalten lohnt es sich einen Tag lang nur das zu machen, was man gerne mag – und sich dabei von keinem anderen reinreden zu lassen. Dazu zählt durchaus auch etwas Zeit alleine zu verbringen, um zu sich selbst zu finden. Sei es  das lange Ausschlafen, ein schöner Spaziergang, ein Buch, Sport oder einfach mal nichts zu tun – diese Zeit sollte man sich so oft wie möglich nehmen. Sich solche Zeiten im Terminplan einzutragen motiviert nicht nur und steigert die Vorfreude, sondern sorgt auch dafür, dass man sich die Zeit auch wirklich freihält.

  1. Rituale pflegen

Wiederkehrende Dinge, auf die man sich freut, erleichtern den Alltag. Daher sollte man Tätigkeiten oder Ereignisse, die man gerne hat, regelmäßig durchführen. Das kann alles sein: Angefangen vom Lieblingsessen, das man sich an bestimmten Tagen gönnt, bis hin zu einer Folge der Lieblingsserie oder einem heißen Bad nach besonders stressigen Phasen. Hauptsache ist, man freut sich daran und darauf.

Anleitung zum Kranksein

Erkältungszeit? Hier eine Anleitung zum Kranksein (© S--Hofschklaeger / pixelio.de)

Erkältungszeit? Hier eine Anleitung zum Kranksein (© S–Hofschklaeger / pixelio.de)

Es regnet. Und mit jedem Tropfen vor der Tür schwillt die Nase, die Augen tränen, der Kopf brummt. Herbst heißt Erkältungszeit, Grippezeit, Krankenzeit. Überall hustet, keucht, schnieft und röchelt es, denn – jetzt mal ehrlich – nicht mal krank sein können wir richtig. Im letzten Jahr verbuchte das statistische Bundesamt, hat sich jeder Arbeitnehmer neun Tage krank gemeldet. Neun Tage. Für die alte Regel, dass eine Erkältung vierzehn Tage lang dauert und mit Medikamenten zwei Wochen heißt das, dass kaum jemand diese Krankenzeit auch wirklich krank war. Wahrscheinlicher ist, dass er mehr als die Hälfte dieser Zeit gearbeitet hat.

Ja, ich weiß, nicht jede Erkältung zwingt uns in die Knie. Manch einer lässt sich von keinem Schnupfen die Stirn bieten und andere gehen sogar mit Fieber arbeiten. Gesund ist das nicht, im wahrsten Sinne des Wortes. Dann schleppen wir die Krankheit tapfer mit uns, verschwinden am Wochenende mit Wickeln im Bett, betäuben uns mit Medikamenten und Hausmittelchen. Thymiantee, Ingwertropfen, Kräuterbalsam, Lutschpastillen.

Richtig Kranksein: Mit Kräutertee und Lutschpastillen (© w.r.wagner / pixelio.de)

Richtig Kranksein: Mit Kräutertee und Lutschpastillen (© w.r.wagner / pixelio.de)

Warum sind wir nicht mal wieder so richtig krank. Schlagen dem Tag, der immer nur fordert, einfach die Nase vor der Tür zu und sagen: Nö, du, heute mal nicht. Wir legen uns ins Bett oder auf das Sofa, mit Wärmflasche und Kirschkernkissen, die dampfende Teekanne steht neben unserer Tasse, ein großes Glas Honig und eine Tüte Bonbons daneben. Wir stehen erst auf, wenn die Suppe kommt, gekocht von Mutti, Papa, dem Partner oder dem Lieferservice. Und danach legen wir uns wieder hin. Wir schauen miese Wiederholungen im Fernsehen oder hören den ganzen Tag das gleiche Hörbuch, bei dem wir immer wieder einschlafen. Wir besorgen uns ein Lavendelkuscheltier für die Mikrowelle, eine Decke mit Ärmeln.

Lasst uns krank sein – und es genießen. Der Druck auf unsere Nebenhöhlen ist groß genug, da können uns die Arbeit, die Kinder, der Abwasch und der Müll einfach mal egal sein. Unser Körper kämpft in einem Krieg und wir können die Alliierten sein. Für ein oder zwei Tage ticken die Uhren anders, wir hören nur auf uns, unser Wehklagen, unsere Bedürfnisse. Wir sind große Babys, die bemuttert werden wollen, denn wir sind verdammt nochmal krank. Singt das Katzentanzlied für uns, wer auch immer gerade noch auf den Beinen steht.

Kranksein genießen? Geht, wenn wir umsorgt werden (© Stefan Bayer / pixelio.de)

Kranksein genießen? Geht, wenn wir umsorgt werden (© Stefan Bayer / pixelio.de)

Kosten wir unsere Situation aus, die Hilfsbereitschaft von Verwandten, Freunden und Nachbarn, die schnelle Krankschreibung beim Arzt, die volle Tüte aus der Apotheke. Gönnen wir uns ein bisschen von dieser Aufmerksamkeit, dem Mitleid, der Sorge. Solange wir nicht wirklich ernsthaft krank sind – und die Zeiten, dass eine Grippe die Massen der Bevölkerung hinweggerafft hat, sind vorbei – können wir uns ziemlich sicher sein, dass unser Körper den Sieg davon trägt und die Viren, so oder so, in die Flucht schlägt.

Dann kommt das dicke Ende. Unsere Stimme klingt wieder normal, unsere Nase wird frei, unsere Gedanken fassen wieder, was da noch alles vor uns liegt. Dann können wir uns immer noch sorgen, hetzten, wieder einsteigen in die Beschleunigung des Alltags. Die Arbeit läuft uns nicht davon, die Möglichkeit, uns wirklich zu kurieren schon. Frisch erholt arbeiten wir schneller, effektiver, besser, als mit triefender Nase. Wenn wir nur etwas mehr Zeit in unsere Genesung investieren würden, hätten alle etwas davon. Unsere Kollegen, die wir nicht anstecken. Unser Stapel auf dem Schreibtisch, der plötzlich erklimmbar wird, schon allein, weil wir unseren Kopf wieder ohne Stechen in den Nebenhöhlen heben können. Unsere Familie, die sich auch einmal um uns kümmern durfte und weiß, dass sie etwas bei uns gut hat. Denn die nächste Grippe kommt bestimmt und wer weiß schon, wer dann auf der Couch landet.

Die richtige Pille? Manchmal müssen wir einfach krank sein (© l-Vista / pixelio.de)

Die richtige Pille? Manchmal müssen wir einfach krank sein (© l-Vista / pixelio.de)

Ich für meinen Teil koche meinem kranken Mann jetzt noch einen Tee und rate ihm dringend, das Kranksein doch auch mal als Möglichkeit der Entschleunigung zu sehen. Als Erholungsurlaub, wenn der Körper ihn dringend nötig hat. Er wird mir nicht recht geben, aber ein bisschen, so ein kleines bisschen freut er sich, dass die Couch für ihn reserviert ist, die Kinder etwas leiser spielen und die Welt sich auch ohne ihn weiterdrehen kann.

Vorschau: Nächste Woche meint Anna hier, wir sollten uns mehr den Jahreszeiten anpassen.

Das 1×1 des Modebloggings – Kinderleicht zum eigenen Blog

Modefreundinnen und -freunde verzehren sich tagtäglich vor allem nach dem Einen: Inspiration. Und was könnte eine bessere Inspirationsquelle bieten als das Leben selbst? Ein Glück, dass es das Internet und mit ihm seine vielen Blogs rund um das Thema Modetrends, Lifestyle und Beauty gibt. All jene, in Sachen Fashion auf dem neuesten Stand bleiben möchten, kommen heutzutage nicht mehr umhin, sich– auf die eine oder die andere Weise – mit sogenannten Mode-Blogs zu beschäftigen.

Wen es angesichts der Online-Artenvielfalt allerdings selbst in den Fingern juckt, der sollte sich mithilfe der folgenden Step-by-Step-Anleitung von Face2Face schleunigst an sein eigenes neues Herzensprojekt namens Blog wagen. Es bedarf lediglich ein wenig Vorlaufzeit zur Vorbereitung:

1. Der Name

Nomen est omen – das gilt auch für die Benennung deines neuen Mode-Blogs. Pfiffig sollte der Name sein und dabei möglichst viel der eigenen Persönlichkeit transportieren. Folglich sind Allerwelts-Titel wie „Schatzis Webseite, Mode von Mausi91“ etc. eher ungeeignet. Solche nichtssagenden Webdomains sind zudem meist bereits anderweitig vergeben, was umso stärker für einen individualisierten Namen spricht. In Verbindung damit solltest du dir überlegen, welches dein Zielgruppe ist und in welcher Sprache du dich in deinen Blogposts vorzugsweise an sie wendest. Entsprechend muss auch die Endung deiner URL ausfallen, .com und .de machen einen gravierenden Unterschied in der Verbreitung deiner Inhalte, da sie durch erstere viel eher von einer Zielgruppe über die deutschen Grenzen hinaus rezipiert werden dürften. Letzterer ist allerdings ein Schritt, über den du dir im Anfängerstadium noch keine Gedanken machen solltest. Dir genügen zur einfachen Blogerstellung handelsübliche und vor allem kostenfreie Server wie die von de.wordpress.com, myblog.de oder der Google-Tochter blogspot.com.

2. Das Layout

Es stellt sozusagen das Gerüst, die Verpackung deines digitalen Gedankenguts dar. Ohne einen optischen Hingucker können deine Texte noch so gut geschrieben, deine Fotos noch so scharf aufgenommen sein. Es hilft alles nichts, ohne eine anständige Aufmachung bleibt sämtlicher Content wirkungslos. Hier empfiehlt sich, einige Zeit in Herumprobieren zu investieren. Gerade WordPress hat eine Menge vorgefertiger Blog-Designs, in der Fachsprache Themes genannt, im Angebot, die wie niedliche Kleidchen an den Körper deines Blogs angehalten werden wollen. Wenn du einmal zu den etwas geübteren BlogerInnen gehörst, wirst du dein Outfit mit Accessoires aufpeppen können, die –wie sich jeder Modeaffine längst auf’s Höschen gestickt hat– das A&O sind, um in der Praxis ordentlich was herzumachen. Bis es soweit ist, kann man sich aber mit den Basics begnügen. Erst, wenn es langsam an den Feinschliff geht darf sich vom Alleswisser Google oder wahlweise von einem befreundeten IT-Nerd zur Hand gegangen werden lassen.

3. Das Model

Mode wirkt, da für denselben bestimmt, am Menschen immer noch besser als am Kleiderhaken. Daher sollte frühzeitig überlegt sein, wer als Vorzeigemodel für deine Trends herhalten soll. Auch hier stehst du wieder vor einer Qual der Wahl: Entweder bist du es selbst – vorausgesetzt, es sind deine eigenen Kombinationen, die du im Blog hervorheben möchtest – der ein Schaulaufen mit seiner persönlichen Saisonware veranstaltet; oder aber ihr geht auf die Pirsch nach würdigen, modischen Vorzeigeexemplaren, die man nach Möglichkeit auf offener Straße vor die Linse bekommt, um an ihnen brandaktuelle „Streetstyles“ festzumachen. Gerade die stilbewussten Paradiesvögel unter ihnen werden sich nicht kamerascheu zeigen, denn sie sind es gewiss gewohnt, auf ihre außergewöhnlichen Outfits angesprochen zu werden.

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Standardausrüstung: Stativ, Selbstauslöser und besonders die Kamera dürfen nicht fehlen, wenn das eigene Blog ein Erfolg werden soll (Foto: Perlowa)

4. Das Equipment

Stehen die Grundidee und die richtige Präsentationsweise, geht es ans Eingemachte. Deine Grundausstattung besteht aus Kamera, Stativ und Selbstauslöser, wobei letzteres optional ist und ganz davon abhängt, ob ihr überhaupt Schnappschüsse von euch selbst einzubauen plant. An Stativ und natürlich einer ordentlichen Kamera führt allerdings kein Weg vorbei, da du weder verwackeltes noch zweitklassiges Bildmaterial auf deinem Blog zeigen willst.

5. Die Sponsoren

Hast du das Blog bereits in den Startlöchern und gewinnst langsam, aber sicher, schon die ersten Besucher, kannst du dich allmählich auf die Suche nach Sponsoren begeben. Diese Form der Kooperation brauchst du einerseits, um den Bekanntheitsgrad deines Modeblogs zu steigern und andererseits natürlich, um dir damit den ein oder anderen Groschen dazu zu verdienen. Außerdem wird es dir eine Freude sein, als Produkttesterin oder Probeträgerin verschiedener Labels zu fungieren. Auch, wenn du verpflichtet sein wirst, die meisten Muster zurückzusenden: Wer hat nicht gerne eine schönen Abend mit einer zwar geliehenen, aber bekanntermaßen sündhaft teuren Vuitton, für deren Spazierführung du am Ende sogar bezahlt wirst? Eine solche Selbst-Kommerzialisierung mag nicht jedermanns oder -fraus Sache sein, ist in der heutigen Zeit aber eine anerkannte Vermarktungsstrategie und durchaus erfolgsversprechend, wie diverse Durchstarterblogs belegen.

Doch wie bereits gesagt, sollte dein Blog vor allem inspirieren und zum Austausch anregen. Sorge also frühzeitig dafür, dass du um dich herum ein Netzwerk aus BloggerInnen spinnen kannst, die sich untereinander und nicht zuletzt dich pushen, verlinken und – ob in internen Facebook-Gruppen oder in Bloggerforen, auf speziellen Bloggerflohmärkten – dafür sorgen, dass auch dein Blog in aller Munde gerät und mithilfe deiner liebevollen Pflege und Verbreitungstaktik dauerhaft im Gespräch bleibt.

Vorschau: In der nächsten Woche lassen wir unseren modischen Frühlingsgefühlen freien Lauf.

Inspiration: Haarreif flechten

Endlich ist er da und das mit voller Kraft: Der Sommer! In den letzten Tagen hat er unsere Gemüter mit Temperaturen von knapp 40 Grad zum Brodeln gebracht. Deshalb zeigt euch die Tipps&Tricks-Redaktion heute anhand eines Videos wie ihr euer Haar – ob mit Pony oder ohne – raffiniert aus dem Gesicht zaubern könnt.

Was ihr für die Frisur benötigt:

• Kamm

• Einen Haargummi

• Vier Haarnadeln

Und schon kann´s losgehen:

Vorschau: Nächsten Sonntag beschäftigt sich Anna-Katharina im dritten Teil ihrer „Baby shower“-Serie mit den richtigen Spielen und Geschenken für eine gelungene Babyparty. Und hier geht´s zu Teil 1 und Teil 2.

 

Wie schreibe ich eine Hausarbeit?

Wissenschaftliches Schreiben – eine Herausforderung selbst für diejenigen, die täglich mit Sprache und Schrift zu tun haben. Im Studienalltag, speziell im Fach Germanistik, gehören Hausarbeiten jedoch zu den üblichen Prüfungsmethoden. Ausdauer, Konzentration und Ehrgeiz sind gefragt, um hierbei gut abzuschneiden. Wie man am besten eine Hausarbeit angeht und wie man bis zum Ende durchhält sollen euch die folgenden Schritte zeigen:

1. Der frühe Vogel fängt den Wurm: Die Themenwahl
Am geschicktesten ist es, sich schon während des laufenden Semesters Gedanken über ein mögliches Hausarbeitsthema zu machen. Ist vielleicht ein im Seminar besprochenes Thema besonders spannend und bietet ausreichend Stoff für eine mehrseitige Arbeit? Eventuell lässt sich ja auch ein Referatsthema zur Hausarbeit ausbauen?! Habt ihr eine Idee, dann sprecht direkt mit eurem Dozenten – so habt ihr ausreichend Zeit bis zum Beginn des Schreibens alle Fragen abzuklären. Außerdem gibt es für die Eigeninitiative sicher ein paar Pluspunkte.

Ein Koffer voller Bücher: Ist die Literaturrecherche erst einmal geschafft, kann es ans Schreiben gehen (Foto: T. Gartner)

2. Aller Anfang ist schwer: Die Literaturrecherche
Sobald ihr euer Thema habt, könnt ihr damit beginnen Fachliteratur zu suchen. Über die Stichwortsuche in Online-Katalogen von zum Beispiel Uni-Bibliotheken könnt ihr kostenlos und schnell Zeitschriften und Bücher rund um euer Thema ordern. Tipp: Seid bei der Eingabe der Stichwörter kreativ – sucht ihr beispielsweise etwas zum Thema Zeitschriften, solltet ihr nicht nur unter diesem Stichwort suchen, sondern auch Begriffe wie „Unterhaltung“ und „Presse“ eingeben. Im Zuge dieses Schrittes kann es sich auch lohnen schon einmal das Internet nach passenden Artikeln zu durchforsten. Erstellt euch hierzu einfach eine Linkliste, die ihr mit ein paar Stichpunkten verseht, sodass ihr später noch wisst, um was es in den ausgewählten Beiträgen geht. „Wikipedia“ ist übrigens keine geeignete Quelle und sollte daher keinesfalls in einer Hausarbeit auftauchen. Allerdings ist bei vielen Einträgen der freien Enzyklopädie unten Literatur aufgelistet, die hilfreich sein kann.
Anschließend muss die gesammelte Literatur ausgewertet werden. Schlagt hierzu das Inhaltsverzeichnis der Bücher auf und kennzeichnet die Kapitel, die für das Thema eurer Arbeit infrage kommen. Dann überfliegt ihr diese Kapitel und unterstreicht die in euren Augen wichtigsten Punkte. Achtung: Nicht jedes Kapitel bis ins Detail durchlesen – ein flüchtiger Überblick genügt und raubt euch außerdem nicht so viel Zeit. Auf einem Blatt, Heft oder Block macht ihr euch zu jedem Buch bis zu fünf Stichpunkte mit Seitenangaben – versucht euch kurz zu fassen, sonst stellen die Stichpunkte keine Erleichterung dar.

3. Ordnung ist das halbe Leben: Die Gliederung
Eine grobe Gliederung könnt ihr bereits im Zuge der Themenwahl erstellen. Detaillierter arbeitet ihr diese Gliederung dann nach der Literaturrecherche aus, indem ihr eure Stichpunkte – möglicherweise durch verschiedenfarbige Textmarker – den einzelnen Kapiteln zuordnet. Die Internetquellen nicht vergessen! Pro Kapitel solltet ihr mindestens zwei unterschiedliche Quellen nutzen.

4. Wat mutt, dat mutt: Die Formalitäten
Erstaunlich aber wahr: Ein falsch eingestellter Seitenrand, fehlende Seitenzahlen, ein von den Vorgaben abweichender Zeilenabstand oder eine fehlerhafte Zitierweise geben vor allem in der Germanistik Abzugspunkte und schaden damit jeder noch so gut geschriebenen Arbeit. Daher besser vorher beim Dozenten nachfragen und sich strikt an dessen Leitfaden halten. Vor dem Schreiben also Zeilenabstand, Absatz, Seitenrand, wenn gewünscht automatische Silbentrennung korrekt einstellen, damit der guten Note keine Flüchtigkeitsfehler im Wege stehen.

5. Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht: Das Schreiben
Nun beginnt die eigentliche Arbeit – dank der guten Vorbereitung fällt die nun aber gar nicht mehr so schwer. Schritt für Schritt geht ihr eure Gliederung mit den zu den einzelnen Kapiteln zugeordneten Stichpunkten durch und schreibt so Kapitel für Kapitel. Achtet darauf anspruchsvolle Sätze zu bilden – Umgangssprache ist ein No-Go in Hausarbeiten (Anm. d. Red.: Eine Ausnahme hierzu bilden englischsprachige Hausarbeiten: Hier sollen die Sätze in einer leserorientierten Schreibweise möglichst klar gehalten werden). Beachtet während des Schreibens die in Punkt 4 angesprochenen Formalitäten, zum Beispiel die Angaben zur Zitierweise. Um eine gute Leserbarkeit zu gewährleisten, solltet ihr pro Seite mindestens drei Absätze einbauen. Wenn ihr Zitate anbringt, vergesst nicht, diese zu analysieren und zu interpretieren. Noch ein allgemeiner Tipp: Sich für eine Stunde an eine Hausarbeit zu setzen, ist meist wenig sinnvoll – bis man sich eingelesen und die Gedanken sortiert hat, kann man eigentlich schon wieder zusammenpacken. Nehmt euch daher immer mehrere Stunden Zeit, sodass ihr intensiv in die Thematik eurer Arbeit eintauchen könnt.

6. Ende gut, alles gut: Der Feinschliff
Auch wenn es ein bisschen paradox klingen mag: Die Einleitung eurer Arbeit schreibt ihr ganz zum Schluss. In ihr enthalten sein sollte die Aufzählung eurer Kapitel mit kurzer Inhaltswiedergabe. Außerdem solltet ihr das Ziel eurer Arbeit dort klar formulieren und eventuell den aktuellen Forschungsstand mit einbringen.
Nun kommen noch Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis und eine Erklärung hinzu, in der ihr mit eurer Unterschrift bestätigt, dass ihr die Arbeit selbstständig beziehungsweise nur unter Zuhilfenahme der in den Fußnoten genannten Quellen geschrieben habt. Schlussendlich sollte sich folgende Reihenfolge ergeben: 1. Titelblatt, 2. Inhaltsverzeichnis, 3. Einleitung, 4. Sämtliche Kapitel mit Unterkapiteln, 5. Fazit, 6. Literaturverzeichnis, 7. Ehrenwörtliche Erklärung.
Vor dem Abgeben ist es außerdem hilfreich, wenn ihr eure Arbeit mindestens einer weiteren Person zum Korrekturlesen gebt. Diese zweite Person muss keinesfalls studierter Germanist sein – oft ist es erstaunlich, wie viele Fehler, für die man selbst bereits komplett betriebsblind geworden ist, eine fachfremde Person findet.

Zu allerletzt: Eselsohren an den einzelnen Seiten, Schokoladenflecken oder eine verknickte Mappe machen keinen guten Eindruck. Ihr habt eine tolle Arbeit geschrieben – dann verpackt sie auch dementsprechend!

Vorschau: Nächste Woche erklärt euch Kolumnistin Sonja wie man Erdnuss-Butter-Cookies backt.

Französische Zöpfe flechten leicht gemacht

Es ist Sommer. Wenn draußen die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und der Baggersee ruft, braucht man eine geeignete Frisur, die nicht nur praktisch – Sommer, Hitze, Schweißalarm – ist, sondern auch schön aussieht. Und was käme da besser in Frage als französische Zöpfe?

 Ob nur der Pony auf raffinierte Weise festgesteckt oder die ganze Haarpracht zusammengehalten werden soll – der französische Zopf ist vielseitig und originell. Selbst eleganten Hochsteckfrisuren geben die eng am Kopf geflochtenen Zöpfe das gewisse Etwas. Hollywood-Schönheiten wie Jessica Alba oder Drew Barrymore machen es vor und die schicken Zöpfe red-carpet-tauglich.

 Wie ihr eure Haare ganz einfach genauso sommerlich flechten könnt, seht ihr in meinem neuen VIDEO.

 Kleiner Tipp: Mit nassen Haaren ist das Flechten am leichtesten. Außerdem kann es vorteilhaft sein zuerst an jemand anderem zu üben.

Vorschau: Wie wird man eigentlich Hochschuldozent? Nächsten Sonntag präsentiere ich euch den zweiten Teil meiner Traumberufe-Serie.

Umstyling 1: Ein sommerliches Partymakeup

Heute gibt es, wie angekündigt, ein kleines Umstyling-Video von mir. Mein Model für etwa sechs Minuten war hierbei Nadine. Wie viele andere junge Frauen begeht auch sie beim täglichen Schminken den einen oder anderen Fehler, den es im Video zu korrigieren gilt. Düster und etwas langweilig – so könnte man Nadines Makeup beschreiben. Deshalb habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, ihr mit frischen Farben einen natürlichen, sommerlichen Look zu verpassen. Damit man den Kontrast zwischen ihrer Art sich zu schminken und meiner gut erkennen kann, habe ich nur eine Hälfte ihres Gesichts geschminkt, die andere hat sie selbst übernommen.

Nadine: mein Model für sechs Minuten, ganz ungeschminkt (Foto: T. Gartner)

 Für den Anfang ist es wichtig zu wissen, dass Nadine ein eher heller Typ ist. Obwohl ihre Haare dunkel gefärbt sind, verraten die Augenbrauen, dass ihre Naturhaarfarbe ins Blonde geht. Daher ganz wichtig: Augenbrauen nachzeichnen, damit sie nicht im Nichts verschwinden (im Video hat das vorab meine Schwester übernommen). Wie das mit den Augenbrauen genau funktioniert, lest ihr HIER.

 Nadine betont ihre Augen gerne mit viel schwarzem Kayal und Mascara. Diese beiden Schminkutensilien sind zumeist auch die einzigen, die sie verwendet. Dem soll jetzt Abhilfe geschaffen werden. Da ihre Augen relativ klein sind, ihr Lippen dafür ein schöne Form und Fülle besitzen, habe ich mich dazu entschlossen letztere besonders zu betonen. Hier nun die von mir verwendeten Utensilien:

Für die Grundlage:
– Puder (Makeup ist im Fall von Nadine nicht notwendig, da sie eine sehr reine und       gleichmäßige Haut hat)
– Rouge (wird oft vergessen, ist aber sehr wichtig für ein frisches und gesund aussehendes Styling)

Für das Augenmakeup:
– Weißer und brauner Lidschatten
– Schwarzer Kayal mit Pinsel/Gummi zum Verwischen
– Schwarzes Mascara

Für die Lippen:
– Roter Lipliner
– Roter Lippenstift
–> Beides von der Farbe her zwischen einem knalligen und einem eher dunklen Rotton (beides geht leider im Video durch die schlechte Beleuchtung etwas unter); einfach im Drogeriemarkt auf dem Handrücken austesten, welche Farbe einem persönlich am besten gefällt. Zu dunkel wirkt allerdings schnell alt.

Was ihr nun mit dem ganzen Kram anfangen sollt, erfahrt ihr im folgenden Video. Viel Spaß dabei: UMSTYLING-VIDEO

Vorschau: Nächsten Sonntag gibt´s den nächsten Teil der Ausgehtipps Serie. Dort erfahrt ihr wie sich die “Liquid Lounge” in Speyer ihren Platz in der Serie verdient hat.