Stadt der Tempel, Affen und Wasserfälle

Nikko ist eine Stadt in der Präfektur Tochigi wenige Stunden von Tokio entfernt. Japan ist in mehrere Präfekturen aufgeteilt, ähnlich wie bei uns Bundesländer. Aufgrund ihrer guten Lage im Nikko-Nationalpark, wunderbarer Naturschauspiele sowie seiner schönen Tempelanlagen ist Nikko bei Japanern und Touristen als Ausflugsziel sehr beliebt. Wir zeigen euch, was ihr dort Stadt alles erleben könnt.

Besonders bekannt ist Nikko für seine schönen Tempelanlagen (Quelle: Möller)

Berühmte Affen: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen

Besonders bekannt ist Nikko für seine großen Tempelanlagen. Diese sind vom Hauptbahnhof sowohl zu Fuß, in einem ca. 40-Minütigen Spaziergang, als auch mit dem Bus gut zu erreichen. Bedenken sollten Besucher nur, dass es im Winter und auch noch zur beliebten Reisezeit zur Kirschblüte im Frühling in Nikko sehr kalt werden kann, sodass dann dicke Winterkleidung dringend von Nöten ist. Zu den bekanntesten Tempeln in Nikko gehören der Nikkō Futarasan-Schrein, ein Shintō-Schrein, der Teil einer Stätte des UNESCO-Weltkulturerbes, ist.

Nichts hören, Nichts sehen, Nichts sagen: Das Ursprungsbild der berühmten Affen ist in Nikko (Quelle: Möller)

In der Weltkulturstätte – eine Zusammenhängende Fläche mehrerer Tempel – ist ebenfalls eine weltweite Bekanntheit zu finden: An einem kleinen, eher unscheinbaren Gebäude – der Stall der heiligen Pferde – befindet sich als Fassadenschnitzerei das Wahrzeichen Nikkōs, die drei Affen, die nichts (Böses) sehen, hören und sagen. Ein Foto hiervor lohnt sich ebenso wie ein Besuch der Drachenhalle, in der neben einem tollen Deckengemälde ein einzigartiges Echo zu hören ist.

Für die Tempelanlage sollten Besucher sich genügend Zeit einplanen. Einerseits ist sie

Die Brücke befindet sich in der Nähe der Tempelanlagen (Quelle: Möller)

sehr großflächig verteilt, andererseits ist sie sehr imposant, sodass man an vielen Orten stehen bleibt, um Schnitzereien zu betrachten oder Fotos zu schießen. Auf dem Weg zurück in die Stadt lohnt sich ein Blick auf die Shinkyo-Brücke, die über den Fluss Daiya führt. An der Stelle, an der die Shinkyo-Brücke steht, hat der Legende nach der Priester Shodo Shonin, der den ersten budhistischen Tempel in Nikko errichtete, den Daiya auf zwei Schlangen überquert.

Nationalpark: Kegon Wasserfälle und unberührte Natur

Naturspektakel: Die Kegon Wasserfälle nahe Nikko (Quelle: Möller)

Mit dem Bus gelang man vom Busbahnhof Nikko in den Nationalpark zu dem berühmten Kegon-Wasserfällen, die für viele Reiseführer zu den drei schönsten Wasserfällen Japans zählen. Die Fallhöhe des aus Vulkan-Gestein kommenden Wasserfalls beträgt knapp 100 Meter.  Zwölf kleinere Wasserfälle liegen unterhalb der Kegon-Fälle oder parallel zu ihnen. Das Wasser tritt durch zahlreiche Spalten zwischen dem Gebirge und den erkalteten Lavaströmen aus.

Der Nationalpark umfasst  eine Fläche von 114.753 Hektar und erstreckt sich über die drei Präfekturen Tochigi, Gunma und Fukushima. Der Park bietet neben einer reichen Tier- und Pflanzenwelt auch eine große Zahl von Bergen und heißen Quellen – sogenannte Onsen. Ein Besuch und ein ausgedehnter Spaziergang lohnen sich hier. Auch ein Besuch des Chūzenji-See, der in der Nähe der Kegon-Fälle liegt, ist empfehlenswert, da dieser malerische See wunderschön gelegen ist und zum Träumen einlädt. Zudem finden sich auf dem Weg von den Wasserfällen zum See

Wunderschöner Ausblick im Nationalpark (Quelle: Möller)

einige kleine Geschäfte und Restaurants, bei denen Besucher leckere, traditionell japanische Gerichte genießen können.

„Wir wollten mehr Druck machen. Das ist in die Hose gegangen.“ – Die besten Sportlersprüche 2015

Höchstleistungen gab es in der Sportwelt 2015 auch verbal. Vom Verzehr von Rindern über Affen bis hin zu handgreiflichen Drohungen war in diesem Kalenderjahr alles dabei. Die Face2Face-Sportredaktion nimmt euch mit auf die Reise durch die lustigsten, skurrilsten und aufsehenerregtesten Sportlersprüche des Jahres.

Doch bevor wir richtig anfangen: Was macht eigentlich Tim Wiese? „Ich trainiere unheimlich viel und um das zu schaffen muss man auch Unmengen von Fleisch essen. Ich esse ein Kilo Rind am Tag“, sagte er dieses Jahr mit (stolz) geschwellter Brust. Das solch einer Ernährung aber auch mal mächtig auf die Verdauung schlagen kann, musste nicht zuletzt HSV-Trainer Bruno Labaddia erfahren, als er nach der 0:5-Niederlage beim FC Bayern München verlauten lies: „Wir wollten mehr Druck machen, das ist in die Hose gegangen.“ Tja, wer sich in diesem Kalenderjahr den Bayern gegenüber stellte, durfte eh nur das Beste hoffen und musste das Schlimmste befürchten. „München ist wie ein Zahnarztbesuch. Muss jeder mal hin. Kann ziemlich weh tun. Kann aber auch glimpflich ausgehen“, meinte da der mittlerweile für den FC Watford spielende Werderaner Sebastian Prödel mit einem Achselzucken.

Ob Wiese auf Affenfleisch steht, wissen wir nicht. Die Spieler des VfB Stuttgart sollten aber trotzdem beruhigt schlafen können, auch wenn sie von ihrem Trainer Huub Stevens als eben solche bezeichnet wurden. „Das ist Abstiegskampf. Affen seid ihr“, blökte er seine Schützlinge vor dem wegweisenden Endspurt in der vergangenen Bundesligasaison an.

Mit dem Abstiegskampf will unterdessen der Trainer von Bundesligaaufsteiger FC Ingolstadt Ralph Hasenhüttel erst gar nicht in Berührung kommen und setzt deswegen auf eine stabile Defensive. „Solange es 0:0 steht, ist es für uns immer ein gutes Ergebnis und für den Gegner immer ein schlechtes Ergebnis“, philosophierte der Österreicher. Ahh ja… Gut nur, dass Hasenhüttel in seinen Reihen keinen Spieler wie Thomas „Icke“ Häßler hat, der mit seinem legendären Satz: „Wir wollten in Bremen kein Gegentor kassieren. Das hat auch bis zum Gegentor ganz gut geklappt“, wohl auf der Ingolstadter Ersatzbank gelandet wäre.

Frei nach der Fußball-Trainerlegende Hans Mayer („Keiner liebt mich, da können sie meine Frau fragen“) musste sich in der eben erst zu Ende gegangenen Hinrunde auch TSG-Hoffenheim-Akteur Eugen Polanski gefühlt haben. Nach der 2:4-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg drohte er seinen Mannschaftskollegen zumindest schon mal verbal mit der Faust: „Wir müssen uns zusammensetzen und wahrscheinlich auf die Fresse hauen.“

 Da tut es gut, wenn bei dem ganzen Chaos noch ein geerdeter Trainer á la Jürgen Klopp um die Ecke kommt und mit seinem charismatischen, breiten Grinsen prophezeit: „I’m the normal one.“ Das er als Normaler unter den ganzen Speziellen in der englischen Premier League aber noch nicht viel gerissen hat, sei mal dahin gestellt. Wie sich ein vierter Platz anfühlt, darf er aber ruhig schon mal bei Speerwerfer Thomas Röhler („Ich schnitz mir ne wunderbare Holzmedaille“) nachfragen, der bei der Leichtathletik-WM in Peking auf eben jenem „Holzplatz“ landete.

Und was wäre das Sportjahr ohne den FIFA (We’re no profit Organisation)-Skandal gewesen? Laut der englischen Fußballlegende Gary Lineker ist das Zerbrechen der FIFA wohl „das Beste, das diesem schönen Spiel möglicherweise passieren kann.“ FIFA-Mediendirektor Walter de Gregorio nahm den Skandal mit etwas mehr Humor und scherzte im Schweizer Fernsehen: „Der Sepp Blatter – der FIFA-Präsident, – sein Kommunikationschef und der Generalsekretär sitze im Auto. Wer fährt? – Die Polizei.“

Olaf Thon wird uns jetzt wieder vorwerfen „Man hetzt die Leute auf mit Tatsachen, die nicht der Wahrheit entsprechen“, doch mit solch einer galanten Unterstellung können wir völlig beruhigt Richtung Jahr 2016 fahren.

Ein guten Rutsch und alles Gute für 2016 wünscht die Face2Face-Sportredaktion!

Kapuzineraffen – Helfer der Menschen

Hinter Gittern: Kapuzineraffen gibt es in Zoos, wie auch in Laboren. (Foto: © intothec / pixelio.de)

Crystal ist 20 Jahre alt und eine der bestbezahltesten Schauspielerinnen Hollywoods. Jeder von euch hat sie in einem ihrer wohl bekannten Filmen schon gesehen. Die Rede ist von einer Kapuzineraffendame. Mit Dr. Dolittle 1 und 2, American Pie 1 und 2, Nachts im Museum 1 und 2 und Hangover 2 wurde sie weltweit bekannt und machte ihren Trainer Tom Gunderson reich. Doch Kapuzineraffen können noch mehr als schauspielern.

Schon früher waren Kapuzineraffen Begleiter von Drehorgelspielern und auch heute sind sie ein fester Bestandteil von Zoos und Tiershows. Als speziell ausgebildete Hilfsaffen können sie behinderte Menschen ünterstützen. Doch in Labors werden sie als Versuchstiere benutzt und in einigen Ländern der Welt stehen sie auch auf dem Speiseplan. In freier Wildbahn sind diese Verwandten des Menschen gefährdet.

Tropisches Klima: Ein Kapuzineraffe in seinem natürlichen Lebensraum (Foto: © Verena Münch / pixelio.de)

Diese äußerst intelligenten Primaten gehören zu den Neuweltaffen. Die Ordnung fasst alle ursprünglichen Affen des amerikanischen Kontinents zusammen, welche meist leicht und baumbewohnend sind. Deshalb haben sie längere Hinterbeine als Vorderbeine, einen beweglichen, langen Greifschwanz, aber keinen opponierbaren Daumen, wie beispielsweise der Schimpanse.

Die allesfressenden Kapuzineraffen, welche eng verwandt mit dem Totenkopfäffchen aus Südamerika sind, leben in den Tropen Mittelamerikas und des nördlichen Südamerikas. Ihren Namen erhielten sie dank ihrer Fellfärbung, bei der die Oberseite der Kopfregion, im Gegensatz zum restlichen dunklen Fell, hell gefärbt ist und dies an die Kutten des Ordens der Kapuziner erinnerte. Doch bei unterschiedlichen Arten variiert die Fellfärbung.

Drohgebärde: Kapuzineraffen sind den Menschen gar nicht mal so unähnlich (Foto: © Michael Heimann / pixelio.de)

Wie viele Primaten leben Kapuzineraffen in sozialen Strukturen. Die Gruppengröße liegt zwischen zehn und 30 Individuen, wobei die Weibchen ihr Leben lang in einer Gruppe verharren und die Männchen sich nach der Geschlechtsreife eine andere Gruppe suchen.

Ihre größten Feinde sind Katzen, Greifvögel und Schlangen. Sie sind territoriale Tiere, die ihr Revier mit Urin kennzeichnen und gegen Eindringlinge verteidigen. Während der Mittagszeit haben sie ihre Ruhephase. Ansonsten bewegen sie sich lange durch ihr Territorium und verbringen ihre Zeit mit der Nahrungssuche und dem Nahrunsverzehr.

Forscher sind dazu übergegangen ihre Intelligenz in Laboren zu testen. Und so werden sie gezielt auf ihr Verhalten bezüglich Empathie und prosoziale oder reziproke Verhaltensweisen getestet. Und vielleicht werden diese Forschungsergebnisse sogar dazu beitragen den Menschen besser verstehen zu können.

 Vorschau: Welche Blumen als erstes blühen, wenn der Frühling beginnt, lest ihr nächste Woche.