Wettlauf der Sportschuhhersteller

Joggen, Krafttraining, Handball, Fußball, Volleyball und viele andere Sportarten bringen Abwechslung in unseren Alltag. Doch spielt dabei nicht nur der Spaßfaktor eine Rolle, sondern auch die richtige Ausrüstung, allem voran das richtig passende und gutsitzende Paar Sportschuhe.

Sportschuhe als Motivationsspritze 

Sie geben uns nicht nur Halt und Stabilität, sondern erweisen sich durch bunte Designs und modisches Aussehen auch als einmalige Motivationsspender.

Großes Angebot: Laufschuhe sind in vielen Varianten und Farben zu kaufen (Foto: Vogel)

Großes Angebot: Laufschuhe sind in vielen Varianten und Farben zu kaufen (Foto: Vogel)

Doch nicht nur die Farben und Designs variieren  – Adidas und Nike werfen ständig neue Modelle auf den Markt, die mit der neuesten Technik ausgestattet sind. Da stellt sich die Frage, ob sich die beiden großen Sportschuhhersteller nur einen Wettlauf leisten, bei dem sie ständig neue, verbesserte, innovative Laufschuhe auf den Markt bringen. Lohnt es sich in die neuen Schuhe zu investieren?

Der Nike Lunar Epic

Rein optisch gesehen ist das neuste Modell von Nike, der Lunar Epic, wohl etwas gewöhnungsbedürftig, da an den Schuh eine Art Socke mit angenäht wurde. Angezogen passt sich diese Verlängerung des Schuhs aber genau an den Fuß an, wie das Nike auch auf seiner Internetseite verspricht: „unvergleichlich geschmeidiges Laufgefühl und eine revolutionäre Passform, die sich wie eine zweite Haut anfühlt“. Auch beim Laufen überzeugt die Strumpfverlängerung, die einem zusätzlich Stabilität und Halt während des Laufens bietet und keine Angst des Umknickens besteht. Als weiterer Pluspunkt kann man die Leichtigkeit des Schuhs ansehen, welche aber auch einige Läufer der zu dünnen Sohle als Kritikpunkt zuschreiben. Auch mit einem stolzen Preis von 180€ ist der Nike Lunar Epic nicht ganz billig und Nike weist ausdrücklich daraufhin, dass die Verlängerung des Schuhs keine Laufsocken ersetzen.

Der Adidas Pure Boost X

Auch Adidas brachte eine neue Variante des Pure Boost auf den Markt: Ein Laufschuh, der passgenau für schmale Frauenfüße entworfen wurde. Der Pure Boost  zeichnet sich durch seine Sohle aus, die aus vielen kleinen styroporähnlichen Kügelchen zusammengesetzt ist. Wie „auf Wolken gehen“ – so beschreiben Läufer den Lauf auf dieser neuartigen Sohle.  Neu beim Pure Boost X ist, dass nur die Stellen an Ferse und Fußballen mit der Sohle vernäht sind und dazwischen ein Freiraum besteht, der beim Laufen der besseren Dämpfung dient. Und auch die auf der Internetseite angepriesene „leichte, flexible STRETCHWEB Gummiaußensohle“ überzeugt beim Laufen. Mit 120€ liegt der Schuh in der normalen Laufschuh-Preisklasse.

Wettlauf außerhalb der Laufbahn

Doch auch in der Präsentation der Schuhe liefern sich die beiden Unternehmen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit groß inszenierten Veröffentlichungen der Schuhe mit Fitnessbloggern und Profisportlern. Diese durften den Schuh bei einem Lauf testen und teilten ihre Erfahrungen augenblicklich mit ihren Lesern in den sozialen Netzwerken. Adidas führte so zum Beispiel den Hashtag #pureboostx ein, um alle Läufer medial mit dem Schuh zu verbinden. Nike hingegen setzt auf personalisierte Laufschuhe, die man sich im Online-Shop für 220 Euro selbst zusammenstellen kann oder schickt Bloggern ein Exemplar mit aufgestickten Name des Blogs zu.

Gewappnet für den Wettlauf

Generell sollte man sich aber nicht von der Werbung und Inszenierung der Schuhe leiten lassen, sondern vor allen Dingen bei neuen Laufschuhen auf guten Halt und die optimale Passform achten. Am besten beraten seid ihr, wenn ihr ein Fachgeschäft mit geschultem Personal aufsucht und dort verschiedene Modelle anprobiert. Helfen können hierbei auch die alten Laufschuhe, da der Fachverkäufer Abnutzungen und besonders stark belastete Partien erkennen kann.

Neues Jahr, neue Mode – oder doch nicht?

Man sagt ja bekanntlich „alle Jahre wieder“. Soll heißen: Irgendwann kommt jeder Trend wieder in Mode. Ob Schlaghosen aus den 70ern oder Karottenhosen aus den 80er Jahren – alles hat man die letzten Jahre schon mal gesehen. Doch was ist der neue Trend für das Jahr 2016?

Was landet 2016 in eurem Kleiderschrank? Wir haben die aktuellen Trends mal unter die Lupe genommen (Foto: T. Gartner)

Was landet 2016 in eurem Kleiderschrank? Wir haben die aktuellen Trends mal unter die Lupe genommen (Foto: T. Gartner)

Fangen wir von unten an, bei den Schuhen. Letztes Jahr waren weiße Snikers hoch im Kurs. Die Lieblingsmodelle unter ihnen: Stan Smith und Superstar von Adidas. Doch was kommt dieses Jahr? Nike scheint Adidas abzulösen. Der Schuhklassiker für 2016 wird der Cortez von Nike sein. Er kam 1972 das erste Mal auf den Markt. Schauspieler-Ikone Farrah Fawcett, bekannt aus der Fernsehserie „Drei Engel für Charlie“, war großer Fan von ihnen. Das Original des Modells ist weiß mit einem roten Nike-Haken. Es ist übrigens auch das Modell, in dem Schauspieler Tom Hanks als Forrest Gump im gleichnamigen US-Drama 1994 läuft. Der kultige Schuh wurde im Rahmen der „Holiday“-Kollektion von Nike neu aufgelegt. Untenrum bleibt es im Jahr 2016 also bei weiß, nur die Marke ändert sich.

Und was tragen Frau und Mann im neuen Jahr drunter? Bunte Socken als Hingucker waren 2015 schon in, auch 2016 dürfen sie nicht fehlen. Mit Neonfarben zu einem ansonsten minimalistischen Look und weißen Snikern könnt ihr also nichts falschmachen!

Bleiben wir bei weiß. Wer denkt, weiß im Winter sei zu sommerlich, der hat sich getäuscht. Gerade jetzt in den kalten Wintermonaten sind weiße oder cremefarbene Strickpullis total angesagt. Fotogarfen sichteten Model-Ikone Heidi Klum in solchen Teilen auf den Straßen Amerikas.

Wer Schwarz liebt, muss jetzt stark bleiben, denn: Die Trendfarbe wird durch dunkles Blau ersetzt. Fashion-Bloggerin Leandra Medine trägt gerne Ton-in-Ton-Looks und kombiniert dazu bunte Accessoires. Was früher mal als ein Mode-Tabu galt, wird heute zum Trend. Die Kombination von Schwarz und Blau ist jetzt erlaubt! Auch bei anderen Farben darf wieder experimentiert werden. Color Blocking ist jetzt wieder in. Plakative Streifen in Farben wie Gelb, Lila oder Orange werden zum Trend. Auch Ringelshirts, die 2015 in keinem Kleiderschrank fehlen durften, bleiben ein modisches It-Piece.

Oben angekommen sind wir beim Schmuck, genauer bei den Ohrringen. Falls ihr Creolen in Gold oder Silber habt, dürft ihr sie wieder herauskramen. Der Ohrschmuck aus den 90er Jahren mit mindestens zwei bis drei Zentimetern Durchmesser feiert sein Comeback.

Wer aufgepasst und mitgedacht hat, ist beim nächsten Aussortieren des

Kleiderschranks etwas vorsichtiger, und behält manche Teile lieber noch ein oder zwei Jahre länger. Denn alles kommt irgendwann wieder – auch die heißesten Fashion-Trends der 70er, 80er oder 90er Jahre!

Vorschau: Nächsten Monat geht es um den Fastnachts-Chic: Zu lesen gibt es einen Styleguide für die fünfte Jahreszeit.

Sneakermall – Willkommen im Turnschuh-Himmel

„Es war einmal ein weiser Mann, der hatte schöne Schuhe an …“ – So oder ähnlich könnte das Märchen von dieser Facebook-Gruppe beginnen, die zweifelsohne zu den nützlicheren Erfindungen zwischen all den Zeitvertreiben im sozialen Netzwerksog gehört. Protagonist in dieser Erfolgsgeschichte: Facebook-Nutzer Sascha SaXer, der es definitiv nicht bloß „for the fame“ getan hat. Seine Person im Hintergrund haltend, lenkt er den Fokus auf das Wesentliche: Den An-und Verkauf von Sneakers. Ein Angebot, das die schuhbesessene Community dankend anzunehmen scheint, betrachtet man einmal den rasanten Zuwachs von Gruppenmitgliedern seit der Gründung in 2009.

In ist, was drin ist: Bereits das Titelbanner, erstellt von einem User, lädt zum Schuh-Shopping ein. (Foto: Sneakermall)

Ich selbst erfuhr eher zufällig von der selbsternannten „buy/sell/ trade“-Plattform. Ein alter Schulkamerad und bekennender Verehrer sportlicher Fußbekleidung hat mich darauf gestoßen, als er erfuhr, dass ich mich seit geraumer Zeit vergebens darum bemühe, meine Nike Air Max endlich via Internet an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen. Dass sie nicht mehr als brandneues, sondern als getragenes, aber dafür dennoch gut in Schach gehaltenes Paar online gestellt werden sollen, schränkt die Verkaufsmöglichkeiten selbstverständlich ein. Nur gut, dass besagter Kenner mich an die SneakerMall verwies und mir eine kinderleichte Anleitung zum Posten meiner Schmuckstücke direkt mit an die Hand gab.

In der Tat erwies sich das Anbieten meines Artikels vorerst als problemlos: Foto hochladen, Marke, Modell und Preis angeben – und das war’s auch schon fast. Gestutzt habe ich kurz, als es daran ging, den Zustand meines Paares zu definieren. Offenbar vertraut das Konzept hier auf die die ehrliche Einschätzung des Verkäufers, denn es obliegt eben diesem, auf einer Skala von 1 bis 10 seine Schuhe zu bewerten, wobei 10 die Neuwertigkeit der Sneakers markiert und es bereits nach einmaligem Tragen nur noch zu einer 9 reicht. Ich habe meine Air Max im Übrigen mit einer 7 bezeichnet und mich dabei für ungeheuer fair gehalten. Einen Abnehmer habe ich dafür bislang trotzdem nicht gefunden.
Die Schuld dafür gebe ich zum einen dem erschreckend hohen Männeranteil auf der Seite – also bitte! Typen und Turnschuhe, das mag zwar gut zusammenpassen, ist aber heutzutage für die Damen der Schöpfung ebenfalls schwer angesagt – und zum anderen dem Aufbau der Gruppe selbst. Diese nämlich wird, ihrer besagten steigenden Beliebtheit sei Dank, schneller aktualisiert, als man „Nike“ sagen kann. Minutiös werden Bilder von den unterschiedlichen Modellen gepostet, wobei bei aufmerksamen Scrollen auffällig oft der bekannte Nike-Haken auf dem Schuh auftaucht. Die reale Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet mein Paar von einem der 14 580 Mitglieder (Stand: 22.Mai) entdeckt und gewollt wird, rechne ich mir daher als ziemlich gering aus. Einen Hoffnungsschimmer bieten mir dennoch die akurat angelegten Size-Ordner. Hier finden sich sämtliche Angebote der Größe nach sortiert.

Nichtsdestotrotz finde ich Gefallen am bloßen Durchstöbern der Gruppe und bin fasziniert an der ungeheuren Vielfalt an limitierten Modellen, die heutzutage den Markt kräftig aufzumischen scheinen. Andererseits ist es eigentlich kein Wunder, dass die Auswahl so gigantisch ist. Schließlich nutzen Facebook-User auf der ganzen Welt die Sneakermall zum Handel mit ihren Tretern. Dies dürfte auch erklären, wieso sämtliche Texte wie Anleitung oder FAQ ursprünglich auf Englisch verfasst und nur teilweise – und selbst dann noch mit diversen Rechtschreibfehlern gespickt – auf Deutsch hinzugefügt worden sind. Bei der Suche nach weiteren Informationen zur Gruppe sticht allerdings noch eine weitere Auffälligkeit ins Auge: Ein gewisser Marko Snkrzwrg scheint keine Mühen dabei zu scheuen, sich beinahe täglich um die Aktualisierung einer Art Danksagungsliste mit sämtlichen Nutzern, die sich im Zuge der Kaufabwicklung offenbar positiv bewährt haben, zu kümmern. Das Pendant dazu stellt ein Dokument mit dem trefflichen Namen “Wall of Shame“ dar – hier werden die Namen der schwarzen Schafe gelistet, mit denen man besser nicht ins Geschäft kommen sollte.

Ich werde wahrscheinlich meine Nikes noch einige Male posten müssen, ehe sie auch nur die Aufmerksamkeit irgendeines Nutzers erwecken. Doch da ich als Gruppenmitglied das Recht habe, pro Woche immerhin ein Mal durch das Verfassen eines Kommentars auf meinen Post hinzuweisen, möchte ich weiterhin fest daran glauben, dass auch meine Schuhe eines schönen Tages endlich den Besitzer wechseln. Wer weiß, vielleicht lasse ich mich früher oder später auch einmal selbst zum Kauf eines neuen Paars auf Sneakermall hinreißen. Wenn ich einmal die Zeit dafür aufbringen kann, gezielt nach Sneakers zu suchen, die weder mit horrenden Preisen – Shipping macht dabei einiges aus – ausgeschildert noch überhaupt verfügbar sind. Denn im Gegensatz zu einer echten „Mall“ hat die Sneakermall noch mit einem gravierenden Problem zu kämpfen, das der Adminstrator in seiner Drohung treffend auf den Punkt bringt: PLEASE DELETE YOUR SOLD SHOES! YOU MAY BE KICKED BY AN ADMIN IF NOT! (Bitte löscht eure verkauften Schuhe! Falls nicht, werdet ihr von einem Admin aus der Gruppe gekickt!)

Vorschau:  In der nächsten Woche lernen modische Männer die neuesten Sommertrends für 2013 kennen.