Saftkur im Selbstversuch

Mein Bauch ist so voll, dass mir fast schlecht ist. In der Kantine gab es heute Nudeln mit Sauce. Aber ich habe trotzdem noch Appetit – ein Nachtisch geht doch eigentlich immer! Also schiebe ich noch zwei bis drei Brownies hinterher. „Jetzt ist aber wirklich Schluss“, sagt mein Magen – aber mein Appetit zwinkert ihm nur frech zu. Weiß ich das Essen überhaupt noch wertzuschätzen? Stopfe ich nicht einfach wahllos alles Mögliche – auch wenn es überwiegend gesund ist – in mich hinein? Braucht meine Körper eine Pause? Braucht mein Gehirn eine, um sich wieder intensiver auf jedes einzelne Geschmackserlebnis einlassen zu können?

Selbstgesteckte Regeln

Ich beschließe eine dreitätige Saftkur zu machen, um meinen Körper zu entlasten und vielleicht auch, um meine Seele, meinen Geist oder wie auch immer wir es nennen wollen, loszulösen, zu befreien von dem Zwang ständig zu essen. Seit zehn Jahren verzichte ich auf Fleisch ohne es auch nur zu bemerken, weil es inzwischen Normalität geworden ist. Ob das mit allen anderen festen Nahrungsbestandteilen ebenso einfach geht?
Wenn man googelt, ist die Grundlage der meisten Saftkuren – wer hätte es gedacht – Saft. Und zwar eigenhändig entsaftet. Ich habe aber weder einen Entsafter, noch gefällt mir der Gedanke, dass ich große Teile des Obstes, nachdem der Saft herausgepresst wurde, wegwerfen müsste. Also stecke ich mir die Regeln für meine individuelle Kur selbst: Suppe, Tee, Wasser, Saft und Smoothies sind erlaubt.

Tag 1

Los geht’s am Sonntag-Morgen mit einem großen Smoothie. Anschließend Training. Dann eine heiße Brühe und mehrere Gläser Kirschsaft. Bis etwa 15 Uhr denke ich noch, dass das ganze Projekt „Saftkur“ ein Kinderspiel wird. Dann kommt die Übelkeit. Ich kann keinen einzigen Schluck Saft mehr trinken. Durchhalten! Klappt auch – bis etwa 18 Uhr. Mein Kopf schmerzt und mir ist schlecht. Also sündige ich. Griechischer Salat (hey, immerhin Salat!) und ein Knoblauch-Brot werden mir direkt an die Haustür geliefert – viel weiter hätte ich mich in meinem Elend auch nicht bewegen können. Ich versuche langsam zu essen, was in Anbetracht meines Heißhungers eine echte Herausforderung ist. Es schmeckt richtig lecker. Die Kopfschmerzen bleiben (mit etwas zu Essen im Bauch kann ich aber wenigstens eine Tablette nehmen), das schlechte Gewissen auch.

Tag 2
Frühstück an Tag 2 der Saftkur: Eine leckere Smoothiebowl (Foto: T. Gartner)

Frühstück an Tag 2 der Saftkur: Eine leckere Smoothiebowl (Foto: T. Gartner)

Nachdem der erste Tag in einer kleinen Lieferservice-Eskalation geendet hat, beuge ich an Tag 2, den ich im Homeoffice verbringe, vor: Aus Haferflocken, Leinsamen, Himbeeren und Vanillesojamilch wird eine Frühstücks-Smoothiebowl. Ich löffle die durchgemixte Masse, damit ich trotz der Konsistenz das Gefühl habe etwas zu essen. Den restlichen Tag über gibt es Tee, Tee und nochmals Tee. Am Ende des Tages dürften es etwa acht Tassen gewesen sein. Bei den Sorten greife ich auf mein gewohntes Sortiment zurück: Kamille für den Magen, Pfefferminz für den Kopf, Hagebutte wegen des Vitamin Cs und Apfel, weil´s einfach schmeckt. Nachmittags gibt es einen grünen Smoothie – meine neue Lieblingskombination aus Wassermelone, Zitronensaft und Petersilie. Abends wird dann munter weiterpüriert: Es gibt Brokkoli-Suppe mit Chili.

Tag 3

Käsebrezel – beim bloßen Gedanken an den weichen Teig und die knusprigen Käseränder, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Während der Mann neben mir im Zug ein Käsebrot isst (ich hätte nie gedacht, dass Brot so unglaublich gut duften kann), trinke ich brav meinen Smoothie. Ananas, Mango, Ingwer, Honig – schmeckt gut, obwohl ich eigentlich keinen Ingwer mag.
Den Tag auf der Arbeit überstehe ich gerade so. Während die anderen in der Kantine Paella essen, gönne ich mir eine Minestrone, aus der ich gewissenhaft die Gemüsestücke raussortiere. Überall lauert die Versuchung: Kuchen, Brownies, Gummibärchen. Aber ich bleibe stark und wiederstehe. Abends dann nach zwei Tellern Tomatensuppe und einem halben Liter Smoothie aus Granatapfel, Banane und Khaki fühle ich mich so vollgefressen wie sonst nach einem Teller Nudeln. Ich muss also nicht hungrig ins Bett – juhu!

Tag 4
Morgens im Zug an Tag 4: Die erste feste Nahrung nach drei - ok zwei Tagen Saftkur (Foto: T. Gartner)

Morgens im Zug an Tag 4: Die erste feste Nahrung nach drei – ok zwei Tagen Saftkur (Foto: T. Gartner)

Wieso Tag 4? Nach dem Fasten soll man langsam wieder einzusteigen, um den Körper, der nun ja an die geringe Energiezufuhr gewöhnt ist, nicht zu überfordern. Ich starte mit einer Brezel – keine Käsebrezel wie sonst. Trotzdem ist sie göttlich. Nach drei herzhaften Bissen scheint mein Magen geringfügig verwundert zu sein und schaltet erstmal auf stur. Die Brezel, zwei Apfelschnitze, zwei Smoothies und etwas roher Brokkoli halten bis zum Mittagessen vor. Für mich gibt es Spinatsuppe, Kartoffeln und Salat. Als Nachtisch gönne ich mir einen Brownie und genieße jede Sekunde dieses unglaublichen Geschmackserlebnisses. Das muss dieser #foodporn sein, von dem immer alle reden.

Abnehmen? Mangelerscheinungen? Was eine Saftkur angeblich bewirkt und was sie im Selbstversuch tatsächlich bewirkt hat, könnt ihr Wunderwaffe Saftkur nachlesen.

Vorschau: Nächsten Sonntag wird es wieder lecker in der Tipps&Tricks-Redaktion. Wie verraten euch wie ihr Bagel selbermachen könnt.

 

Schnell und trotzdem gesund abnehmen – Almased im Selbsttest 2

Produkte wie Almased versprechen uns gesund und vor allem schnell abzunehmen. Seit dem letzten Test – bin ich bin nun in Phase zwei angekommen, das heißt, ab jetzt nur noch zwei Mal einen Shake und ein kohlenhydratarmes Essen am Tag.

Tag 8  

9 Uhr – Friede, Freude, Eierkuchen

Nachdem ich mich für die Arbeit zurecht gemacht habe, mische ich mir wieder meinen Shake á la Vritti zusammen: also ein bisschen Almased-Pulver in meine heiß geliebte Mandelmilch – denn nur mit Wasser wäre das unerträglich zu trinken – und schwupps – starte ich gut gelaunt in den Tag.
13 Uhr – Ich ahne Böses…

Zeit für ein Mittagessen in der Kantine! Ich freue mich so sehr auf meine Pause, weil ich weiß, dass es jetzt was Nahrhaftes geben wird. Natürlich werde ich auch darauf achten nichts Fettiges zu mir nehmen, aber vorerst werde ich mich mal überraschen lassen, was so heute alles zur Auswahl steht. Also zu meiner Rechten befindet sich das Salatbuffet, zu meiner Linken Nudeln mit Tomatensoße und gleich nebenan Schnitzel mit Pommes oder Kartoffelsalat. Hmm – auf Grünzeug habe ich keinen Nerv. Nudeln mit Tomatensoße ist mir zu banal. Bleibt wohl letzteres übrig: Schnitzel mit Kartoffelsalat! Mist, ich konnte einfach nicht widerstehen…
17 Uhr – die Schuldgefühle machen sich bemerkbar

Es ist kurz vor Feierabend und ich bin immer noch satt von meinem „gesunden“ Mittagessen – zum Glück! Mal sehen wie lange das noch hält… Dennoch plagt mich das schlechte Gewissen und deshalb verspreche ich mir, heute nichts mehr zu mir zu nehmen außer den Almased-Shake Nummer 2 für diesen Tag. Fest entschlossen mache ich mich nach getaner Arbeit auf den Weg zu Hause.
20 Uhr – Zeit für´n Sub

Nachdem ich von der Arbeit zu Hause angekommen bin, trifft mich der Schlag: ich habe Hunger!
Ich versuche mich abzulenken mit Lesen, Telefonieren und Musik hören. Es bringt aber nichts! Eigentlich müsste ich jetzt den letzten Shake trinken, doch auf den habe ich gerade keinen Bock! Und so richtig den Hunger stillen tut´s auch nicht. Ich neige mich langsam dazu die schlechte Laune über mich ergehen zu lassen. Ich überlege nämlich schon die ganze Zeit welche Alternative es noch gibt. Vielleicht etwas, das gesund ist und nicht mit Fast Food in eine Kategorie fällt? Hmmm, da wir bereits 20 Uhr in Bayern haben, sind natürlich alle Supermärkte geschlossen. Zur Auswahl steht also: Pizza? – Nein. Hamburger? – Nö. Aber ein belegtes Brot wäre ja eine gute Option. Alles klar damit kann ich mich anfreunden! Also auf zu Subway, yuhuuu!

Schnell und trotzdem gesund abnehmen – Almased im Selbsttest

Wer es eilig mit dem Abnehmen hat, der greift gerne mal zu Produkten wie Almased. Der Abnehm-Shake verspricht uns nämlich, dass wir „schnell und gesund“ unsere lästigen Pfunde loswerden können – und zwar in vier Phasen. Die erste Phase ist die Startphase. Hier soll der Stoffwechsel so gut es geht angekurbelt werden, das heißt, drei mal täglich einen Almased-Shake und vieeel Wasser trinken! Na dann, los geht’s!

Tag 1, 8 Uhr Motivation pur

Normalerweise habe ich so früh nie Hunger. Ich habe mir trotzdem einen Almased Shake gemischt und getrunken. Der Shake ist dickflüssig und schmeckt mit Mandelmilch etwas süßlich.

Tag 1, 11 Uhr Gut, dass es Wasser gibt…

Ich bin nun seit einer Stunde auf der Arbeit und merke, dass ich so langsam ein knuspriges, belegtes Brötchen mit einem guten Kaffee gebrauchen könnte. Doch in der Startphase ist das strengstens „untersagt“. Ich trinke also noch ein paar Gläser Wasser, um meinen Hunger zu reduzieren.

Almased: Viele wollen schnell und viel abnehmen. Das verspricht auch das Produkt. (Foto: V. Kalra)

Almased: Viele wollen schnell und viel abnehmen. Das verspricht auch das Produkt. (Foto: V. Kalra)

Tag 1, 14 Uhr Es wird schwer..

Ich habe 30 Minuten Mittagspause, den zweiten Shake bereits hinter mir und trotzdem Hunger. Mir fällt es allerdings jetzt schon schwer, nicht in die Kantine zu gehen, um mir ein deftiges, leckeres Essen zu holen. Heute gibt es nämlich Fisch mit Kartoffelsalat und Remoulade. Ich bin schlecht gelaunt und genervt. Hoffentlich lasse ich das nicht meine Arbeitskollegen spüren..

Tag 1, 17 Uhr Ich fühle mich meiner Freiheit beraubt!

Eine Stunde vor Feierabend: Meine Gedanken kreisen seit Stunden um eine warme Mahlzeit. Ich kann mich nicht richtig auf die Arbeit konzentrieren, da mir einfach eine feste Nahrung fehlt. Ich fühle mich schlecht. Mir fehlt die Freiheit selbst entscheiden zu können, was ich wann zu mir nehme.

Tag 1, 20 Uhr Geschafft!

Zu Hause angekommen habe ich den letzten Shake für heute verspeist. Der Tag kam mir unendlich lange vor. Viel länger als sonst. Die Stunden zogen sich wie Kaugummi. Trotzdem bin ich total froh, dass ich den ersten Tag überstanden habe. Wie es allerdings morgen aussieht, weiß ich nicht…

Ernährungstipps – Essen mit Genuss

Die letzten Plätzchen sind vertilgt, das Weihnachtsessen verdaut – und allmählich folgt auf das Fest der Besinnlichkeit die Phase der Besinnung. Denn neben den Geschenken sind es die Kalorien, die sich über die Feiertage angesammelt haben. Das Neujahr, das von vielen guten Vorsätzen begleitet wird, bietet demnach die ideale Gelegenheit, auf eine gesündere Ernährungsweise umzusteigen. Die wichtigsten Grundsätze dafür verraten wir euch hier:

Gesund: Bewusste Ernährung bedeutet nicht, hungern zu müssen (© Tim Reckmann / pixelio.de)

Gesund: Bewusste Ernährung bedeutet nicht, hungern zu müssen (© Tim Reckmann / pixelio.de)

Umstellung oder Verzicht?

Im Gegensatz zu einer Diät bedeutet eine Ernährungsumstellung nicht, weniger Nahrung aufzunehmen. Stattdessen sollen die Speisen gesünder konzipiert und bewusster konsumiert werden, sodass jeder Mensch seine persönliche – zu ihm passende – Ernährung finden kann. Ein Abnehm-Effekt zeigt sich somit zwar langsamer, aber stetig. Zudem sollte man – anders als in Diäten empfohlen – keinesfalls den individuellen Tages-Kalorienbedarf unterschreiten. Denn dass der Körper dadurch die Fettreserven abbaut, stimmt nur bedingt. Zunächst geht er nämlich erst an die Muskeln, bis er sich am eigentlichen Fett bedient.

Schlank im Schlaf und müde am Tag?

Das sogenannte „Schlank im Schlaf“-Prinzip von Dr. Pape basiert auf dem Grundgedanken, abends weniger Kohlenhydrate zu sich zu nehmen und somit den Insulinspiegel – das sogenannte „Zunehm-Hormon“ – im Schlaf niedrig zu halten. Dass das Insulin zudem das nachts ausgeschüttete Wachstumshormon HGH hemmt, ist ein weiterer Verzichtsgrund. Stattdessen solle man beim Frühstück vermehrt Kohlenhydrate aufnehmen. Dies hindert allerdings das als Stresshormon bekannte Cortisol daran, Fett zu verbrennen. In Verbindung mit Insulin hat es nämlich den gegenteiligen Effekt und erhöht die Aktivität von fettspeichernden Enzymen.

Erholsam: Auch im Schlaf kann man etwas für die Ernährung tun (© S. Hofschlaeger  / pixelio.de)

Erholsam: Auch im Schlaf kann man etwas für die Ernährung tun (© S. Hofschlaeger / pixelio.de)

Die Schlussfolgerung, gänzlich auf Kohlenhydrate zu verzichten, ist jedoch nur unter Vorbehalt gültig. Denn auch ein Mangel an Kohlenhydraten ist muskelabbauend, weshalb unter anderem Sportler dies durch Krafttraining ausgleichen müssen. Weiterhin sollte man – vor allem beim Frühstück – auf Kohlenhydrate in Form von Zucker verzichten, da dieser die Aktivität vom Hormon Orexin einschränkt – einem Hormon, welches uns wacher und fitter fühlen lässt. Den idealen Start in den Tag bietet ein Glas Wasser mit Zitrone und Ingwer. Auf Zucker wiederum könnte man bei der Ernährung gänzlich verzichten.

Light-Produkte statt Fett?

Light-Produkte mit einem reduzierten Fettgehalt vermitteln optisch Gesundheit und beruhigen das Gewissen. Bei Hüttenkäse oder Magerquark mit einem Fettgehalt von maximal 20 Prozent ist es auch durchaus sinnvoll, im Kühlregal darauf zurück zu greifen. In der Regel sind die Fettgehalte bei Milchprodukten wie Joghurt, Käse und Milch allerdings nicht einmal nennenswert, sodass man ruhigen Gewissens Lebensmittel mit vollem Fettgehalt kaufen kann. Diese sind zudem geschmacksintensiver, weshalb man gegebenenfalls auch weniger davon konsumiert – und dadurch gleich Fett einspart.

Reichhaltig: Auf gesunde Fette sollte man nicht verzichten (©Matthias Koranzki  / pixelio.de)

Reichhaltig: Auf gesunde Fette sollte man nicht verzichten (©Matthias Koranzki / pixelio.de)

Auf Fett sollte man allerdings nicht ganz verzichten. Gesunde und ungesättigte Fettsäuren, wie sie in Lein- und Olivenöl, Fisch und Nüssen vorhanden sind, sind für eine gesunde Ernährung unverzichtbar. So gehört auch zum Salat ein Schuss Öl in das Dressing, da dadurch erst die sogenannten „EDEKA“-Vitamine vom Körper aufgenommen werden können. Stattdessen sollte man auf gesättigte Fettsäuren verzichten. Weiterhin kann man sich bei Fisch an jeder Sorte bedienen und diese variieren. Fettfische wie Forellen oder Lachs gehören somit ebenso auf den Speiseplan wie die mageren Artgenossen Kabeljau oder Seelachs.

Kleiner Hunger und Heißhunger?

Bei einem kleinen Hungergefühl ist es wichtig, diesen zu stillen, sodass er sich nicht vergrößert. Ein gesunder Snack aus Gemüse, geschroteten Leinsamen oder Nüssen reicht dafür vollkommen aus. Neben den drei Hauptmahlzeiten sollten daher auch kleinere Zwischenmahlzeiten fest eingeplant werden. Stellt sich nach einer Hauptmahlzeit kein Sättigungsgefühl ein, ist zunächst der Gemüseanteil zu erhöhen. Für Gemüse gibt es nämlich – anders als bei Früchten und Obst aufgrund des Fruchtzuckeranteil – keine Grenze. Trinkt man jedoch zu wenig – also weniger als zwei Liter am Tag –, sollte man gegebenenfalls mehr Eiweiß zu sich nehmen. Dieses verstärkt nämlich das Durstempfinden. Heißhunger wiederum lässt sich durch ein heißes Getränk oder durch den Duft von echter Vanille bezwingen.

Sportlich: Nur mit genügend Bewegung lebt es sich gesund (© Klicker  / pixelio.de)

Sportlich: Nur mit genügend Bewegung lebt es sich gesund (© Klicker / pixelio.de)

Essen ohne Sport?

Neben einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung mit Vollkornprodukten, frischem Obst, Gemüse, guten Fettsäuren und genug Wasser sollte auf Sport keinesfalls verzichtet werden. Ein gesunder Ausgleich aus Kraft- und Ausdauer-Training stellt nämlich eine solide Grundlage für jede Ernährungsumstellung dar. Im Idealfall bringt man hierbei seinen Puls für einige Minuten auf die Maximalspitze, um das Herz-Kreislauf-System zu aktivieren. Der Maximal-Puls, den man jedoch nicht überschreiten sollte, ergibt sich aus der Rechnung „180 – Lebensalter“. Mit ausreichend Sport und einer bewussten Ernährung lässt sich nicht nur gesünder leben, sondern auch genießen – ganz ohne schlechtes Gewissen.

Vorschau: Nächste Woche verraten wir euch, wie ihr eure Neujahrsvorsätze am ehesten einhalten könnt.

Abnehm-Tipps für den Alltag

Weihnachten ist die Zeit des guten Essens: Plätzchen, Gänsebraten mit Klößen und Rotkohl, Lebkuchen, Schokolade und vieles mehr warten nur darauf verspeist zu werden. Nach den Festtagen kommt dann das schlechte Gewissen und die Erkenntnis, dass die Leckereien nicht mit dem Weihnachtsmann verschwunden sind, sondern sich auf den Hüften angesammelt haben. Doch die zusätzlichen Adventspfunde können relativ leicht wieder abtrainiert werden und zwar ohne Fitnessstudio-Besuche und Radikal-Diäten. Wie genau das geht, verraten wir euch heute:

Böse Überraschung: Nach Weihnachten machen sich oft zusätzliche Adventspfunde bemerkbar (Foto: Möller)

Böse Überraschung: Nach Weihnachten machen sich oft zusätzliche Adventspfunde bemerkbar (Foto: Möller)

1. Bewegung in jeder Situation

Ja, es ist kalt und ungemütlich. Trotzdem lohnt es sich, die zehn Minuten zum Einkaufen, zur Universität oder in die Stadt nicht mit dem Bus oder dem Auto zu fahren, sondern zu gehen. So verbrennt ihr einige Kalorien und könnt auch noch die frische Luft genießen. Aber passt darauf auf, dass ihr warm angezogen seid und euch nicht erkältet. Auch lohnt es sich den inneren Schweinehund zu besiegen und die Treppe anstatt des Aufzugs zu benutzen. Wenn ihr das regelmäßig macht, trainiert ihr eure Beinmuskeln und bekommt einen schönen, straffen Po.

2. „Schmal-Hans-Küchenmeister“

Vor allem als Neujahrs-Vorsatz nehmen sich viele vor, nicht mehr so viel zu essen und den Süßigkeiten zu entsagen. Dafür müsst ihr aber diszipliniert sein. Leichter fällt das, wenn er gar nicht erst in Versuchung gebracht wird. Daher gilt: Alle Leckereien aus der Wohnung entfernen, die übrig gebliebene Weihnachtsschokolade verschenken, die Chips vom Sofa entfernen, durch schöne Möhren oder Äpfel ersetzen und statt einer Aufback-Pizza abends lieber eine klare Gemüsesuppe oder ein Stück mageres Putenfleisch essen. Das muss aber gar nicht so schwer sein: Es gibt leckere Diät-Rezepte – und wenn ihr euch dann doch einmal ein Stück Schokolade oder eine Handvoll Chips gönnt, schmecken sie gleich noch viel besser.

Obst statt Schokolade: Nach Weihnachten muss der innere Schweinehund besiegt werden (Foto: Möller)

Obst statt Schokolade: Nach Weihnachten muss der innere Schweinehund besiegt werden (Foto: Möller)

3. Sport tut gut

Natürlich ist es schwer sich aufzuraffen – vor allem, wenn es draußen kalt und schon dunkel ist. Dennoch Sport muss sein. Also geht joggen, macht Gymnastik, spielt Tennis, Fußball oder worauf ihr sonst Lust habt. Manchmal genügt es auch statt beim Fernsehen auf der Couch zu sitzen dabei Sit-ups zu machen oder mithilfe einer kleinen Bank Step-Aerobic-Übungen durchzuführen. So passiert es dann, dass während euer Lieblingsheld gerade die Welt rettet, ihr eure überflüssigen Pfunde besiegt.

Vorschau: Nächste Woche gibt es hier ein Kontrastprogramm und wir verraten euch wie ihr schöne Schokoladenverzierungen selber herstellen könnt.

Zehn gute Vorsätze für das neue Jahr

Es ist Montag, der 31.Dezember ,die Zeiger der Uhr nähern sich langsam der „Nullstunde“ und ein neues Jahr beginnt. Dieser Wechsel vom alten ins neue Jahr wird von den meisten freudig begrüßt – nicht umsonst heißt es „Neues Jahr – neues Glück!“ Man kann Vergangenes hinter sich lassen und nochmal einen kleinen Neubeginn wagen. Man setzt sich neue Ziele, möchte vieles anders machen: mehr Sport treiben, mit dem Rauchen aufhören, beruflich größeren Erfolg erzielen…

Soll das neue Jahr gebührend begrüßen: ein großes Feuerwerk kündigt um Mitternacht den Jahreswechsel an. (Foto: Betz)

Die klassischen „guten Vorsätze“ für das neue Jahr kennt wohl jeder! Sie zeigen sich zu Beginn des neuen Jahres unter anderem an den steigenden Abonnements in den Fitnessstudios. Doch genauso schnell, wie diese Umstellung eingeleitet wurde, flacht sie auch wieder ab. Wir haben meist nicht die Geduld und Disziplin, unsere guten Vorsätze einzuhalten und viele ertappen sich womöglich dabei sich aufgrund des frustrierenden Misserfolgs erst gar keine Vorsätze für das nächste Jahr mehr zu stecken.

Die FilmKunstKultur-Redaktion ist jedoch der Meinung, dass gute Vorsätze etwas sehr Wichtiges sind, um sich selbst weiter zu bringen, und stellt euch deshalb zehn gute Vorsätze für das neue Jahr vor, von denen ihr vielleicht den ein oder anderen für 2013 übernehmen könnt!

 

1. Bei alten Freunden und Bekannten melden. Ruft doch mal den Freund aus Kindertagen oder die Klassenkameradin an, mit der Ihr früher die langweiligen Schulstunden überstanden habt! Ihr werdet euch sicher freuen, mal wieder von Ihnen zu hören!

2. „Gib jedem Tag die Chance, der beste deines Lebens zu werden“. Nehmt diesen Spruch ein wenig ernster, und versucht, jedem Tag etwas Schönes abzugewinnen und erkennt die Freude an den kleinen Dingen im Leben.

3. Mehr lesen. Durch das elektronische Zeitalter werden wir beinahe rund um die Uhr von Fernseher, Radio, Smartphone und ähnlichem beschallt. Das kann auf Dauer ziemlich anstrengend sein. Nehmt Euch einmal bewusst die Zeit, schaltet alle elektronischen Geräte – inklusive Handy – aus und lest entspannt ein Buch. Das Abschalten der Geräte wird auch euren Kopf zum Abschalten bringen.

4. Ausmisten. Trennt euch endlich von Dingen, die Ihr nicht mehr braucht! Im Kleiderschrank oder in den Tiefen der Schubladen aufzuräumen bringt auch wieder Ordnung in euer Leben! Außerdem kommen beim Ausmisten teilweiße längst verschollene Schätze wieder zum Vorschein!

 

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Schweinchen, Hufeisen, Schornsteinfeger & Co.: Glücksbringer sollen uns den Start ins neue Jahr erleichtern und unsere Wünsche in Erfüllung gehen lassen. (Foto: Christiane Fengler/ Pixelio.de)

5. Mehr Kultur ins Leben bringen. Auch wenn Ihr sagt, dass Theater, Kunstausstellungen oder die Oper nichts für Euch sind – probiert es erst einmal aus! Und diejenigen, die bereits leidenschaftliche Theatergänger sind: Wagt doch einmal den Ausbruch aus dem Gewohnten und schaut oder hört Euch auch Stücke an, die Ihr bisher abgelehnt habt! Vielleicht entdecken Ihr ja eine völlig neue Seite an Euch?

6. Mehr Sport treiben. Dieser klassische gute Vorsatz sollte tatsächlich auch jedes Jahr wieder mit auf die Liste. Es muss ja nicht gleich ein Marathon sein, wenn Ihr mit dem Joggen anfangt, aber ein bisschen Sport tut Körper und Geist sehr gut: Man ist konzentrierter, ausgelasteter und es ist ein tolles Gefühl, sich gegen den „inneren Schweinehund“ durchgesetzt zu haben.

7. Ein neues Hobby suchen. Lernt eine neue Sprache, fangt mit einem Nähkurs an oder belegt einen Volkshochschulkurs im Gitarre spielen. Selbst wenn man nur einmal die Woche Zeit hat, hat man etwas, worauf man sich freuen kann – das schafft einen Ausgleich zur Routine im Alltag.

8. Etwas machen, das man sich schon lange vorgenommen hat. Jeder Mensch hat so etwas, von dem er sagt: „Das wollte ich schon immer mal machen“. Doch meistens fehlt uns im Alltagsstress die Zeit für so etwas, und es wird immer weiter nach hinten verschoben. Damit ist jetzt Schluss! Nehmt euch zukünftig mehr Zeit für solche Dinge!

9. Spenden. Egal ob man Blut spenden geht, alte Kleider aussortiert und in die Altkleidersammlung wirft oder mit monatlichen Beträgen kranke oder arme Menschen unterstützt – jeder von uns kann etwas dazu beitragen, dass es anderen Menschen besser geht. Und es wird auch Euch selbst ein gutes Gefühl geben, geholfen zu haben!

10. Mehr Zeit für Bildung. Für all diejenigen, die es nicht sowieso schon tun: Investiert die paar Minuten am Tag und schaut die Nachrichten, lest Zeitung und zieht eine Dokumentation auch einmal einem Spielfilm vor! Jeder sollte als mündiger Bürger ein bisschen etwas davon verstehen, was in der Welt so los ist und man fühlt sich auch selbst besser, wenn man mitreden kann!

 

 

 

Kräuterkunde 1: Hustenkiller Spitzwegerich

Lange, spitze Blätter - so sieht er aus: Der Hustenkiller Nummer eins (Foto: T. Gartner)

In meinen Kräuterkunde-Artikeln möchte ich euch regelmäßig mit Heilmitteln aus unseren heimischen Gefilden vertraut machen – wo sie zu finden sind, wogegen sie helfen und wie man sie gezielt einsetzen kann.Pünktlich zum Start der Erkältungszeit möchte ich euch den Hustenkiller Nummer eins vorstellen: Spitzwegerich. Das Praktische an ihm: er wächst eigentlich überall. Auf größeren Wiesen, an Wegrändern und auch gerne mal (wie bei meiner Mutter) unkrautähnlich in Gärten.

 Seine Blätter sind lang und schmal, ganz im Gegensatz zu denen seines kleinen, „dicken“ Bruders, dem Breitwegerich, der – wie der Name schon sagt – breite, eher runde Blätter hat. Zu dem komme ich vielleicht ein anderes Mal.

 Die Blätter des Spitzwegerichs wirken entzündungshemmend und lösen den Schleim, daher sind sie in vielen Hustensäften enthalten. Wer sich´s einfach machen will, braucht also bloß in die Apotheke oder den Drogeriemarkt zu gehen und sich einen Spitzwegerich-Hustensaft zu kaufen. Hat man etwas mehr Zeit, lohnt es sich auf jeden Fall sich auf die Suche nach dem Heilkraut zu begeben. Oft wachsen auch gleich mehrere Pflänzchen nebeneinander, sodass man keinen Kilometermarsch hinlegen muss, um an ein paar Blätter zu kommen. Hauptsächlich von Mai bis August sind diese zu finden, aber auch außerhalb dieses Zeitraums kann ein Suche von Erfolg gekrönt sein. Hat man dann einige beisammen, geht´s auf nach Hause zum Waschen (mit kaltem Wasser) und Trocknen. Hierzu einfach eine flache Schachtel nehmen, zum Beispiel den Deckel eines Schuhkartons, diese mit Zewa oder Serviette auslegen, die Blätter drauf verteilen und das Ganze auf die Heizung stellen. So geht´s am schnellsten.

So geht das Trocknen am schnellsten: in einem Schuhkartondeckel auf der Heizung (Foto: T. Gartner)

 Sind die Spitzwegerich-Blätter trocken, also zusammengeschrumpelt und leicht zerbröselbar, zwischen den Händen reiben und in ein Einmachglas abfüllen. So bleiben die Blätter lange Zeit verwertbar. Sind sie nicht zu 100% trocken, kann es zu Schimmel kommen. Also aufpassen! Für eine Tasse Tee einen gehäuften Teelöffel in einen Beutel füllen, 5-8 Minuten ziehen lassen und langsam, Schluck für Schluck, trinken. Übrigens sollen die Spitzwegerich-Blätter auch den Stoffwechsel anregen und so beim Abnehmen helfen. Nur als kleiner Tipp am Rande…